Mit #60Sekunden wollte ich digitale Themen, Medienkritik und Politik in algorithmische Feeds drücken. Jetzt pausiert das Projekt vorläufig — nicht wegen fehlender Reichweite, sondern weil die Produktionslogik der Plattformen selbst zum Problem wird. Abonnement von CapCut zu teuer - keine Alternativen gefunden. Schade. Hätte gerne weitergemacht
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Mit #60Sekunden wollte ich digitale Themen, Medienkritik und Politik in algorithmische Feeds drücken. Jetzt pausiert das Projekt vorläufig — nicht wegen fehlender Reichweite, sondern weil die Produktionslogik der Plattformen selbst zum Problem wird. Abonnement von CapCut zu teuer - keine Alternativen gefunden. Schade. Hätte gerne weitergemacht
#60Sekunden #CapCut #DigitaleÖffentlichkeit
https://stefanpfeiffer.blog/2026/05/13/asoziale-medien-2026/ -
Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026
Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.
- Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
- Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
- Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
- Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
- „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
- Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
- Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.
Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.
Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.
Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.
Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.
Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.
Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.
Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.
Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.
Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.
„Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.
Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.
Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.
Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.
Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.
Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.
Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.
Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe
Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.
Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.
Quellen (Auswahl)
- Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 1): Erfahrungen mit CapCut“, 29.10.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/10/29/das-60sekunden-experiment-teil-1-erfahrungen-mit-capcut/ - Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 2): 30 Kurzvideos später“, 18.11.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/18/das-60sekunden-experiment-teil-2-30-kurzvideos-spater/ - CapCut‑Infos und ‑Ressourcen zu Kurzvideo‑Bearbeitung und KI‑Funktionen.
https://www.capcut.com/de-de/resource/long-short-video-editing https://pollo.ai/de/hub/capcut-ai-review - Golem, „Australiens Social‑Media‑Bann weitgehend wirkungslos“, 27.04.2026.
https://www.golem.de/news/jugendschutz-australiens-social-media-bann-weitgehend-wirkungslos-2604-208027.html - Hintergrund Jugendschutz‑Regelung Australien, u.a. Uni Frankfurt.
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/einschaetzungen-zur-social-media-regelung-in-australien/ - Social‑Media‑Detox, kognitive Effekte und mentale Gesundheit.
https://tech.slashdot.org/story/26/04/11/0149225/two-week-social-media-detox-erases-a-decade-of-age-related-decline-study-finds - netzpolitik.org, Carla Siepmann, „Breakpoint: Das Internet stirbt“.https://netzpolitik.org/2026/breakpoint-das-internet-stirbt/
- Gunnar Sohn, „Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins“, ichsagmal.com, 09.05.2026.
https://ichsagmal.com/die-vermietete-oeffentlichkeit-… - manager magazin, „Meta: Mark Zuckerberg baut fotorealistischen KI‑Avatar als Chef‑Double“, 12.04.2026.
https://www.manager-magazin.de/…
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Twitter hieß mal Zukunft. E-Mail sollte sterben. Second Life war das Metaversum. Und ich? Ich blogge noch immer. 17 Jahre, ungefähr alle drei Jahre totgesagt – und doch: der Blog lebt. In diesem #60Sekunden erkläre ich, warum hartnäckiges Schreiben manchmal die beste Antwort auf den digitalen Zeitgeist ist.
https://youtube.com/shorts/Du62jX-6Cl0
🔗 Nachzulesen: https://stefanpfeiffer.blog/2026/03/22/17-jahre-bloggen/
#60Sekunden #Bloggen #DigitaleSouveränität #Journalismus #Internet
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Wir hören „Alternative Fakten". Wir hören „Lügenpresse". Und langsam gewöhnen wir uns daran – als wäre die gemeinsame Wirklichkeit optional. In diesem 60-Sekunden-Video ein klarer Appell: Vertrauen in Fakten ist keine Naivität. Es ist eine demokratische Haltung.
#Demokratie #Fakten #FakeNews #AlternativeFakten #Lügenpresse #Desinformation #Journalismus #60Sekunden #Kurzfilm #Politik https://youtube.com/shorts/o24S1DxBh3s?feature=share -
Zwei Drittel inszenieren ihre Produktivität. Online-Status faken. Länger bleiben, weil der Chef noch da ist. In Meetings reden, ohne etwas zu sagen. Das ist kein Versagen der Mitarbeitenden — das ist die logische Antwort auf ein Führungsmodell, das Sichtbarkeit belohnt statt Ergebnisse. Und eine neue Indeed-Umfrage beweist: Es hat sich seit Jahren nichts geändert. 👀
#60Sekunden #Homeoffice #NewWork #Führung #Arbeitswelt #Büro #WorkLife #RemoteWork #Deutschland
https://youtube.com/shorts/Kcq0Nx6R4GI -
LinkedIn. Netzwerk für Business-Kasper — und offenbar auch stiller Datenstaubsauger.
🔴 Wer sich verifiziert, gibt Reisepass + Biometrie an ein US-Unternehmen weiter. Haftung bei Datenpanne: 50 Dollar.
🔴 Und bei jedem Besuch scannt LinkedIn deinen Chrome-Browser — 6.000 Extensions, ohne dein Wissen. Klage läuft am LG München.https://youtube.com/shorts/m-7QaRaLthE?feature=share
Mehr im Blogbeitrag — Link in der Bio. 👉
#LinkedIn #Datenschutz #BrowserGate #Persona #DSGVO #SocialMedia #60Sekunden -
Apple ist 50 — herzlichen Glückwunsch! Ich hätte ja ein Geschenk mitgebracht, aber irgendwie zahle ich ja schon seit Jahren regelmäßig: iPhone, MacBook, HomePod, iCloud, Apple Music, und ohne laufen Heizung, Strom und Auto nicht. Ich bin wohl im Goldenen Käfig . #60Sekunden #Apple #DigitaleSouveränität #SmartHome https://youtube.com/shorts/c0JwidBejxs?feature=share
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Der Osterhase hat dieses Jahr vier besondere Überraschungen im Nest: Bomben auf Teheran, JD Vance in Budapest, einen Bürgermeister hinter Gittern in Bursa in der Türkei und WM-Tickets für 880 Euro. Ich hab das mal kurz zusammengefasst. 🥚
#60Sekunden #Türkei #Iran #Ungarn #FIFA #WM #USA #Trump
Details unter 🔗 https://stefanpfeiffer.blog/2026/04/05/ostereier-2026/
https://youtube.com/shorts/B6zUAxtot5o?feature=share -
Dein KI-Kollege schläft nie 🧛 Du schon. Prompt schreiben. Output prüfen. Korrigieren. Neu prompten. Repeat. Das ist kein Workflow – das ist Erschöpfung. 14 % der KI-Nutzer berichten von Brain Fry. Marketer ganz vorne. Die KI setzt keine Grenzen. Das musst du tun.
#60Sekunden #KI #BrainFry #AItools #Burnout -
Ich habe jahrelang trainiert. Teure Trainerstunden. Gefühlt tausend Bälle ins Netz. Und jetzt kommt ein Roboter, lernt Tennis aus fünf Stunden Hobbyspiel – und ist besser als ich. Na, herzlichen Glückwunsch. Eine Frage bleibt aber offen: Kann er auch Volley? Und kommt er mit zum Après-Tennis?
Weitere Details im Blog unter https://stefanpfeiffer.blog/2026/03/22/ki-kw12-2026/
🎾🤖🍷 #60Sekunden #Tennis #Roboter #KI #Fail #Après #Hobbytennis -
Digitale Souveränität klingt gut – aber wie wird eigentlich gemessen?
Bei Microsoft oder SAP gelten Probleme als normal:
„Kinderkrankheiten“, „Migration“, „gehört dazu“.
Bei Open Source? Sofort: „Risiko“, „Experiment“, „unkomfortbael“.
Warum messen wir mit zweierlei Maß? Solange diese Denke dominiert, bleibt Open Source ein Feigenblatt – und echte digitale Unabhängigkeit in weiter Ferne. #60Sekunden #DigitalSouveränität #OpenSource #Microsoft
https://youtube.com/shorts/TOT2jJgj-gw -
18,8 % für die Rechtsextremen bei der Wahl in Baden-Württemberg.
Auch in Darmstadt wird am Sonntag gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 bekam die AfD hier 4,6 % der Stimmen. Jede Stimme für Rechtsradikale ist eine zu viel – aber mit solchen Ergebnissen kann eine Demokratie umgehen.
Umso wichtiger ist es, wählen zu gehen. Mehr Stimmen für demokratische Parteien stärken unsere Demokratie.
🎥 Mein 60-Sekunden-Video:
https://youtube.com/shorts/KD-G5LMZxWI?feature=share
#60Sekunden #Demokratie #WählenGehen #Kommunalwahl #Darmstadt -
In manchen Tech-Debatten reicht der falsche Browser – und du bist digital abgeschrieben.
Chrome? Problematisch.
Windows? Ganz schwierig.
Gmail? Praktisch Kapitulation.
Manchmal wirkt es, als wären Tools eine Weltanschauung.
Dabei wollten wir doch eigentlich Menschen für Datenschutz und digitale Souveränität gewinnen – nicht sie aus dem Club ausschließen.
Vielleicht brauchen wir weniger Dogma und mehr Pragmatismus.
#DigitalSouveränität #Datenschutz #BigTech #60Sekunden https://youtube.com/shorts/Sg-JsEq5Lxo?feature=share -
Welches #DarkPattern nervt euch am meisten?
• schwer kündbare Abos
• riesige „Akzeptieren“-Buttons
• AutoPlay-Videos
• künstliche Countdown-Timer
In meinem neuen Video erkläre ich diese Tricks in 60 Sekunden.
#60Sekunden #9vor9 -
Social Media kann laut sein – und schnell wieder verschwinden.
Meine digitale Heimat ist mein Blog: ein Ort unter meiner eigenen Kontrolle. Social Media nutze ich vor allem zum Verteilen Wirkliche Diskussionen? Die finden für mich am ehesten auf Mastodon statt. #60Sekunden #Bloggen #DigitaleHeimat #SocialMedia #Mastodon #Netzkultur #ContentCreator
https://youtube.com/shorts/ujk-7_nRIiw?feature=share -
Gesichtserkennung, KI-Feeds und die Macht der Plattformen.ZDF frontal berichtet über den Einsatz von Gesichtserkennung und Überwachung im Iran. Mark Zuckerberg träumt von smarten Brillen, die uns permanent mit KI-Inhalten versorgen. Dazu passt eine spannende ZDF-Doku darüber, wie die großen Tech- und Social-Media-Konzerne so mächtig geworden sind. Mein neuer kuratierter Beitrag mit allen Links. #60Sekunden #Digitalisierung #Kuratiert https://youtube.com/shorts/NsVOmhRyMqM?feature=share
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Was, wenn deine KI nicht nur antwortet – sondern einfach handelt?
Rechnungen zahlen, Reisen buchen, Software bauen – ganz ohne Programmierer.
OpenClaw zeigt, wie mächtig KI-Agenten heute schon sind.
Aber: Vollzugriff auf dein System + autonome Entscheidungen + versteckte Befehle = echtes Sicherheitsrisiko.
Ist das die Zukunft der Produktivität – oder ein digitaler Super-GAU in Wartestellung?
👉 Mehr Hintergründe und meine Analyse im Blog
#60Sekunden #OpenClaw #KIAgenten https://youtube.com/shorts/98fjdegvJtU -
Social Media verbieten für unter 14? Klingt erstmal stark – aber bringt das wirklich was? Australien wird als Vorbild gefeiert, doch viele Kids sind trotzdem weiter online. In #60Sekunden geht’s darum, warum Verbote im Netz easy umgangen werden und warum wir eigentlich über Algorithmen statt Altersgrenzen reden müssten.
Den ausführlichen Take gibt’s im Blog #60sekunden #SocialMediaVerbot
https://youtube.com/shorts/eHtAb4JiQws -
„Schmarotzer“? Ein hartes Wort für die Babyboomer. Ja, wir haben profitiert. Und blockieren wir Reformen blockiert? Eine Generation im Status-quo-Modus. Ich frage: Sind wir Bremser – oder Symptom eines Systems, das Veränderung scheut? Mehr Details im Blog unter
https://stefanpfeiffer.blog/2026/02/22/kw8-kuratiert/
#Babyboomer #Generationendebatte #Reformen #60Sekunden.
https://youtube.com/shorts/YlpEGebuel0 -
Klarnamenpflicht im Netz – Lösung gegen Hass oder Gefahr für die Meinungsfreiheit?
Friedrich Merz fordert, dass Nutzerinnen und Nutzer im Internet mit echtem Namen auftreten sollen. Klingt nach mehr Verantwortung. Aber was bedeutet das für Whistleblower, Betroffene von Gewalt oder kritische Stimmen?
Im Blog und im Podcast #9vor9 ordnen @larsbas und ich die Debatte ein und erklären, warum Regulierung der Plattformen der bessere Weg ist.
#60Sekunden #Klarnamenpflicht https://youtube.com/shorts/6Xb_Cu_x6kU -
Statt Google: Perplexity oder ChatGPT.
Eine klare Antwort statt zehn Links. Bequem? Ja. Verlässlich? Nicht garantiert.
Die KI erklärte mir, das ZDF habe X verlassen. Klang logisch – war falsch.
KI sammelt Informationen. Aber sie bewertet keine journalistische Qualität.
Warum Tempo kein Ersatz für Prüfung ist – in #60Sekunden.
👉 Mehr in meinem Blog unter:
https://stefanpfeiffer.blog/2026/02/19/ki-agent/
#60Sekunden #Digitalpolitik #KünstlicheIntelligenz -
Runter von X. Jetzt!
Ist X noch ein Ort für Information – oder nur noch Bequemlichkeit statt Haltung?
Warum posten Politik, Medien und Behörden dort immer noch, obwohl Algorithmen Hass pushen und die EU ermittelt?
Meine klare Meinung in #60Sekunden.
🎙️ Die komplette Diskussion gibt’s auch als Podcast.
📝 Den ausführlichen Blogbeitrag findest du hier:
👉 https://stefanpfeiffer.blog/2026/02/16/die-akte-x/
#60Sekunden #X #SocialMedia
https://youtube.com/shorts/ifuzp4cIZpo?feature=share -
Digitalisierung klingt einfach. Ist sie aber nicht.
In unserem Podcast #9vor9 diskutieren wir mit Holger Klötzner, Stadtrat für Digitalisierung, und Dennis Schwalbach aus dem IT-Maschinenraum der Stadt Darmstadt über Formulare, Fachverfahren – und die Umlaufmappe 📁.
Was bedeutet digitale Verwaltung wirklich?
Wo hakt es noch?Reinhören unter https://9vor9.podigee.io/197-digitalisierung-in-darmstadt
#60Sekunden #Digitalisierung #Darmstadt #Verwaltung
https://youtube.com/shorts/C_f4tokEmyE -
Die Öffentlich-Rechtlichen; Krimi-Dauerfeuer im Fernsehen.
Verwaltungswasserkopf hinter den Kulissen.
Aber auch: unverzichtbarer Journalismus für unsere Demokratie.
Was fehlt?
Mehr Formate für junge Menschen.
Mediatheken, die nicht nur abspielen, sondern zum Dialog einladen.
Mehr Information, Einordnung und kritische Fragen –
#60Sekunden #ÖRR #ARD #ZDF
https://youtube.com/shorts/QZOhBTxIQy0?feature=share -
Grönland ist mehr als Eis, auch wenn ein Präsident das so formuliert.
Zwischen Rohstoffen, strategischer Lage und ambitionierten Zukunftsentwürfen kursieren "ungewöhnliche Ideen" aus dem Umfeld der Tech-Bros unf PayPal-Mafia.
Privat organisierte Stadtstaaten, geführt wie Unternehmen mit einem CEO, der alles entscheidet, gehören dazu.
#60sekunden #Grönland #TechBros
https://youtube.com/shorts/704QZG2XdFI -
Immer wieder die gleiche Frage: Wo sind die jungen Blogger:innen?
Meine Antwort: Sie bloggen – nur nicht so, wie wir es gewohnt sind.
Reels, Shorts und Videos sind für viele heute das, was Blogs früher waren.
Meine Gedanken in 60 Sekunden.
#60Sekunden #Bloggen #Kurzvideos #Creator #influencer
https://youtube.com/shorts/jAPw5GQHIw0 -
Nicht verschwunden, nur verändert: Wie junge Menschen heute publizieren #Blogs #Reels
Mal wieder wird in „der Blogosphäre“ diskutiert, warum es denn scheinbar oder offensichtlich nur ältere Bloggerinnen und Blogger gibt, die ihr „Relikt aus der Web-2.0-Urzeit des Internets pflegen“. Wo sind die Jungen? Haben wir uns zusammen mit Thomas Riedel auch auf dem Bloggertreff auf der re:publica 2025 gefragt. Wenn es sie gibt, dann bloggen sie zumindest mal nicht so, wie wir es seit gefühlten, teilweise realen Jahrzehnten kennen.
Sie nennen sich nicht Blogger
Ich glaube, sie kämen auch gar nicht auf die Idee, sich Blogger zu nennen. Sie werden eher als Creator oder Influencerinnen und Influencer bezeichnet oder einfach als YouTuber oder TikToker. Ein Blog kann heute ein Vlog (Video-Blog) sein. Vor allem aber: Die Inhalte sind kürzer, meist sind es Reels und Shorts, um die 60 Sekunden, oft dynamisch geschnitten, nicht die Textwüsten, die ich beispielsweise oft produziere und die schon mancher traditionellen Leserin, manchem traditionellen Leser zu lang sind.
So wie in fast jeder Generation hat sich verändert, wie junge Menschen Medien (und Informationen) konsumieren. „Ich glotz TV“, wir Älteren kennen noch den Song von Nina Hagen. Lineares Fernsehen hat meine Generation (und die davor) geprägt. Und natürlich habe ich noch den Satz meiner Eltern in den Ohren, dass wir nicht so viel vor der Glotze sitzen, mehr draußen sein sollen. Waren wir dann auch meistens.
„Ich glotz TV“: In jeder Generation hat sich Medienkonsum geändert
Heute kritisieren wir natürlich, wie denn junge Leute gefühlt den ganzen Tag das Smartphone in der Hand und endlos Kurzvideos anschauen können, die ihnen die bösen Chinesen und die vielleicht noch böseren Amis über undurchschaubare Algorithmen zuspielen. Ja, auch ich finde das nicht gut, aber wir müssen uns mit einem veränderten Medienkonsum der Jüngeren auseinandersetzen. Und natürlich sollten wir versuchen, sie an längere Videoformate jenseits der 60 Sekunden, an Podcasts, Beiträge in Mediatheken, an Hörbücher und „richtige“ Bücher heranzuführen.
Generationen wurden und werden ver-BILD-et und verblödet
Doch ganz ehrlich: Zurückdrehen werden wir das Rad nicht mehr. Und lasst uns bitte nicht in den Fehler verfallen, alle jungen Leute als verblödet darzustellen. Nur zur Erinnerung: Viele in unserer Generation und die davor haben täglich die BILD gelesen, ein Blatt, das schon immer Halbwahrheiten abgesondert und Springer-konform manipuliert hat. Auch in den 60er, 70er Jahren bis heute wurden und werden „die Leute“ ver-BILD-et und verblödet. Einige von uns haben noch zu gut „Der Aufmacher“ von Wallraff, erstmals 1977 erschienen, in Erinnerung, in dem „die journalistischen Methoden“ von Springer offengelegt wurden. Geändert hat sich seitdem daran nichts.
Eine ähnliche Verblödung und Manipulation finden wir natürlich auf TikTok, YouTube und Instagram. Noch schlimmer. Die Eingangsschwelle, Hass, Hetze und Lügen an Mann und Frau zu bringen, ist durch die asozialen Medien und Algorithmen deutlich niedriger geworden. Auf den Plattformen treiben sich Ideologen und Radikale herum, die ihre Weltanschauungen mehr oder weniger ungehindert verbreiten, da die Tech-Bros es für Zensur halten, radikale, demokratiefeindliche Inhalte zu moderieren und zu sperren. Das ist sicherlich ein Punkt, an dem „die Politik“ und wir alle dranbleiben müssen.
Doch zurück zum Informationskonsum der jüngeren Generation. Wir können und müssen Teile kritisch sehen, von den Lügenvideos der gerade genannten radikalen Spinner und rechtsextremer Parteien bis zu KI-generierten Inhalten und Fake News. Sicherlich gibt es auch manch einen, der auf der „Creator-Welle“ mitsurft, der nicht gerade ein Ausbund an sachlicher Information ist.
Wir haben damals die BRAVO gelesen – heute schaut man Reels und Shorts
Aber hey, auch wir hatten damals die Bravo. Auch heute fungieren „Junk News“ (Tiervideos, Influencer-Geschwätz, Memes) als neuer „Klebstoff der Öffentlichkeit“. Diese Inhalte bieten jungen Menschen eine gemeinsame unterhaltende und emotionale Grundlage, die klassische Nachrichten oft vermissen lassen.
Doch sollten wir ebenfalls akzeptieren, dass es Talente gibt, die durchaus bemerkenswerte Inhalte produzieren. Und ja, ich nenne ganz bewusst Rezo (der deutlich länger war und ist als 60 Sekunden), und er ist nicht allein. Produzieren Rezo und Co immer Inhalte, die klassischen journalistischen Kriterien gerecht werden? Nein. Wird mehr polarisiert, Meinung geäußert, emotional kommuniziert? Ja.
Nabelschauen in der Blogosphäre
Doch tun wir das nicht auch in unseren Blogs? Sind wir da immer neutral und sachlich? Bestimmt nicht. Oft im Gegenteil. Kindergartendiskussionen wie, ob es „das Blog“ oder „der Blog“ heißt, gibt es in der Blogosphäre seit Jahrzehnten. Ich erinnere mich, dass ich Oliver vor über 20 Jahren heftig zurechtgewiesen habe, als ich damals „der Blog“ sagte. Manche Nabelschau innerhalb der Blogosphäre kann ich nicht so wirklich ernst nehmen. Das erinnert mich sehr stark an die Diskussionen um das einzig wahre, reine und zu hundert Prozent korrekte Fediverse.
Sie nennen es nicht „bloggen“
Doch zurück zu meinem Punkt. „Die Jüngeren“ bloggen meiner Ansicht nach anders und nennen es auch nicht mehr so. Auch dort gibt es solche und solche Creators. Manche liefern durchaus Qualität, andere produzieren Einheitsbrei und Schlimmeres. Das gab es schon immer – man denke an prominente Blogger, die plötzlich ganz nach rechts abgebogen sind. Heute ist es wie erwähnt eben noch einfacher, plakative Parolen und Inhalte über die sozialen Medien zu verbreiten, da die Algorithmen Aufregung und Polarisierung bevorzugen.
Respekt für „gute“ Creators
Nein, ich finde es nicht gut, dass die „Creators“ vor allem die asozialen Plattformen mit den gerade beschriebenen Mechanismen benutzen und würde mir wünschen, es gäbe alternative Plattformen (wie eben Blogs, die einem selbst gehören). Trotzdem glaube ich, dass wir die Creators respektieren sollten, die sich Mühe geben und sehenswerten Content produzieren. Das sind für mich irgendwie auch Bloggerinnen und Blogger – oder eben Creators.
Vielleicht braucht es hier einen neuen Begriff, oder wir lassen es halt einfach so nebeneinander stehen. Und bezüglich der Plattformen: Es gibt auch bei den Jüngeren durchaus Bewegungen, die sich weg von den sozialen Plattformen bewegen wollen. Lasst uns das beobachten.
Austausch zwischen älteren Bloggerinnen und Bloggern und „den Jungen“ erwünscht
Viel wichtiger als eine Begriffsdiskussion ist aber aus meiner Sicht, dass Jüngere uns Bloggerinnen und Blogger, die Inhalte, die uns wichtig sind, wahrnehmen. Ich habe mich deshalb entschieden, zu unserem Podcast #9vor9 und zu meinen Blogbeiträgen das ein oder andere 60 Sekunden-Video selbst zu produzieren und zu veröffentlichen. Und ja, es kommt dabei auch KI zum Einsatz, mit der beispielsweise die Visuals zu meinen Texten erstellt werden. Die Videos werden auch noch über die berüchtigten Plattformen „ausgespielt“, weil ich vermeintlich nur dort – hier auf YouTube – „die Jüngeren“ erreiche.
Und ich sag Euch noch was: Das Ganze machte richtig Spaß und es überrascht mich, wie viel man von dem, was man verbreiten möchte, in 60 Sekunden packen kann. Und das dritte „und“: Vielleicht geht ja doch die ein oder andere, die sich eines meiner Shorts oder ein Reels anschaut, auf meinen Blog, liest den Text oder hört sich unseren Podcast an. Das wäre schon was.
Werde ich es durchhalten, die Videos zu produzieren? Weiß ich nicht, denn es ist schon Aufwand und es kommen oft nicht die Bilder heraus, die ich gerne hätte. Ginge auch, würde aber mehr Aufwand und wahrscheinlich eine kostenpflichtige Software benötigen. Erst einmal werde ich dabei bleiben und neue Videos erstellen. Und natürlich bin ich offen, von „den Profis“ zu lernen.
Klicks im Blog über Facebook – Klicks über Shorts & Reels
P.S. Ich kann es mögen oder nicht: Laut meiner WordPress-Statistik kommen die meisten Leute über Facebook auf meinen Blog, noch immer nach Google. Ich hatte Facebook mal verlassen, bin aber zurückgekehrt, um meine Bekannten zu erreichen, die sonst nie auf meinen Nischenblog geschaut hätten. Es scheint zu funktionieren.
Einen ähnlichen Trend kann ich allerdings noch nicht bezüglich meiner Videos feststellen. Da scheinen die Viewer eher auf den entsprechenden Plattformen zu verharren. Natürlich ist meine Reichweite auch bescheiden, aber ich freue mich über den ein oder anderen Ausreißer, der vierstellige Viewer-Zahlen erreicht.
Das #60Sekunden-Video zum Thema
https://youtube.com/shorts/jAPw5GQHIw0
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Wieviel Haltung wollen und können wir uns als Deutschland leisten? Wer Haltung zeigt, riskiert etwas. Wer keine zeigt, verliert alles. Kanadas Premier zeigt Haltung auf der Weltbühne. Frankreich zeigt Haltung – und zieht Konsequenzen. Und Deutschland? Diskutieren wir noch oder entscheiden wir irgendwann mal? Was meint ihr: Wie viel Haltung wollen und können wir uns als Deutschland leisten? Schreibt es in die Kommentare. #60Sekunden #Haltung #Deutschland
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Wieviel Haltung wollen und können wir uns als Deutschland leisten?
Meine Auswahl an aktuellen politischen und digitalpolitischen Themen:
- So klar wie Carney spricht kein Europäer
- Haltung am Beispiel technologische Unabhängigkeit
- Einsatz von Palantir: Das ist keine IT-Debatte mehr
- Sonntagsreden oder nüchtern-realistischer Blick
- Boykott der FIFA-Fußballweltmeisterschaft?
- Die Abstimmung rund um Mercosur
- Die Pläne der Tech-Bros für Grönland
- USA & 1984: Doppeldenk und Wahrheitsministerium
- Deutschland und Kern-Europa müssen endlich Flagge zeigen und handeln
So klar wie Carney spricht kein Europäer
Die Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney – oder wie ihn der Orangene im Weißen Haus gerne nennt, der “Gouverneur Carney” – auf dem Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos hallt noch immer nach. Und das ist gut so. Carney zeigt darin Haltung. Er lässt sich von Zöllen und einem angedrohten Handelskrieg ebenso wenig schrecken wie von den Drohungen, sich Kanada als 51. Staat den USA einzuverleiben. “So klar wie er sprach in Davos kein anderer westlicher Staatsmann, nicht der französische Präsident Macron und nicht der deutsche Kanzler Friedrich Merz.“
Erst recht nicht Friedrich Merz! Doch wie viel Haltung kann man sich leisten, ist die Bevölkerung bereit zu leisten? Die Kanadier scheinen Rückgrat zu haben. Ob wir es in Deutschland hätten? Zumindest viele Politikerinnen und Politiker, von Wendehals Markus Söder bis zur Gas-Zarin Katherina Reiche, zeigen sich als, nennen wir es „Realpolitiker“. Ihre Kernaussage: Geht nicht. Wir sind zu abhängig. Wir können nicht. Wir dürfen die USA (und Trump) nicht verärgern.
Haltung am Beispiel technologische Unabhängigkeit
Meiner Beobachtung nach zieht sich dieses Verhalten durch große Teile der deutschen Politik, Verwaltung, vielleicht sogar darüber hinaus der Wirtschaft. Am Thema digitale Souveränität oder “weniger Microsoft” lässt sich das gut festmachen. Frankreichs Verwaltung verlässt Microsoft Teams mit dem Hinweis auf die eigene Souveränität. Österreichs Heer steigt auf LibreOffice um. Dänemarks Digitalministerium geht einen ähnlichen Weg. In Deutschland dagegen – Ausnahme Schleswig-Holstein – hört man von Bund bis zur Kommune nur “geht nicht” – und man lässt das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS) nicht nur finanziell verhungern.
Ich denke dagegen als jemand, der über 30 Jahre in der Digital- und IT-Szene arbeitet, dass deutlich mehr digitale Souveränität ginge, wenn man es nur anpacken würde. Nicht von heute auf morgen, aber mit einem klaren Plan, unter Einbindung der deutschen IT-Systemhäuser, mit schnelleren Erfolgen, als man vielleicht denkt. Man muss es aber wollen und durchziehen. Leider sehe und höre ich den neuen Digitalminister Wildberger oder seinen Adlaten Amthor in diesem Zusammenhang auch derzeit nicht viel.
Einsatz von Palantir: Das ist keine IT-Debatte mehr
Dietmar Neuerer hat im Handelsblatt einen Kommentar geschrieben, der auch in diesen Zusammenhang gehört: Der Streit um Palantir ist längst keine IT-Debatte mehr, sondern eine Wertefrage. Wenn der Chef eines Softwareanbieters – wie beispielsweise im Interview mit dem Handelsblatt – Positionen übernimmt, die nahe an AfD-Rhetorik liegen, stärkt das rechtspopulistische Kräfte – ein Risiko für den deutschen Rechtsstaat. Von den Softwarelösungen eines solchen Hauses sollte man umgehend Abstand nehmen!
Die Gefahr zwischen Haltung zeigen (und vor allem handeln) und nur heiße Luft absondern, ohne etwas zu tun oder wirklich etwas tun zu können, ist groß. Zeigt man Haltung, äußert das auch öffentlich, tut dann aber nichts oder knickt vor Trumps Drohungen ein, steht man schnell als unglaubwürdiger Sonntagsredner da. Aber wie steht man da, wenn man nichts tut und sich von Trump alles oder vieles einfach gefallen lässt?
Sonntagsreden oder nüchtern-realistischer Blick
Weniger politische Nostalgie und Sonntagsreden, weder von rechts noch von links, mahnt Chris Buggisch in seinem Blog an. Stattdessen fordert er, sich wieder einen nüchtern-realistischen Blick auf diese Welt anzueignen und sich auf das Machbare zu konzentrieren. Ich ahne, was er meint, und unterschreibe das zu großen Teilen – wobei ich glaube, dass nüchtern-realistisch durchaus Schritte zu mehr Unabhängigkeit gegangen werden können.
Und ja, man kann auch im Hintergrund Dinge anpacken, ohne das mit dem Megafon nach draußen zu plärren. Doch denke ich, dass wir auch mehr Symbolik brauchen, gerade in der jetzigen Situation. Wir sollten meiner Meinung nach – wie Mark Carney – öffentlich und wahrnehmbar mehr Haltung und vor allem Rückgrat zeigen.
Boykott der FIFA-Fußballweltmeisterschaft?
In diesem Zusammenhang kann oder muss man beispielsweise diskutieren, ob die deutsche Fußballnationalmannschaft, ob die europäischen Teams generell wirklich zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft in die USA, ob sie zur großen Trump-Show fahren sollten. Manche Zeichen sind vielleicht notwendig, nicht nur gegen den orangenen Autokraten in Washington, sondern auch gegen einen Infantino.
Wird das viel ändern? Nein. Werden Infantino und Trump deshalb unruhige Nächte haben? Nein. Trotzdem sind solche Symbole nötig, wegen der eigenen Selbstachtung und als Zeichen ins eigene Land oder nach Europa. Aber wie lautet eine Zwischenüberschrift im Kommentar von Anno Hecker in der FAZ: “Vom DFB nichts zu erwarten“.
Die Abstimmung rund um Mercosur
Apropos Zeichen setzen: Ich bin sehr enttäuscht über das Abstimmungsverhalten der Grünen zur Überweisung des Mercosur-Abkommens mit den südamerikanischen Ländern zur Prüfung an den Europäischen Gerichtshof. Bei allem Verständnis dafür, dass man mit einigen Teilen der Vereinbarung nicht einverstanden ist, hätte man in dieser Situation nicht nur, sondern auch als Zeichen europäischen Willens für Mercosur stimmen müssen. Es signalisiert einmal mehr mangelnde europäische Handlungsfähigkeit. So nehmen Trump und Putin die EU nicht ernst.
Das jetzt gesetzte Zeichen ist fatal, weil die Blockade durch ein ungewöhnliches Bündnis aus Grünen, Linken, AfD und Kleinparteien zustande kam. Auch gebe ich zu, dass ich angesichts der Lobbyarbeit und den Einfluss der Agrarindustrie sehr gereizt bin. Man hat den Eindruck, dass viele Politikerinnen und Politiker bereits einknicken, sobald irgendwo irgendein Treckermotor angeworfen wird.
Es muss auch bemerkt werden: Generell geben die vermeintlich europa-freundlichen Politikerinnen und Politiker derzeit nicht gerade ein handlungswilliges und handlungsfähiges Bild ab. Nicht nur beeindrucken sie so nicht Herrn Trump. Viel schlimmer ist die Wirkung auf die europäische Bevölkerung. Die in Brüssel kriegen es eh nicht gebacken, es gibt keinen gesamt-europäischen Willen. Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten mit ihren platten Parolen.
Der Titel “Die grünen Trumpisten” in der FAZ ist übertrieben und wird einem Qualitätsmedium nicht gerecht. Das ist Springer-Niveau.
Die Pläne der Tech-Bros für Grönland
Zum nur scheinbar geklärten Thema USA, Trump und Grönland (ich glaube nicht, dass das Thema schon “durch” ist), hat Christian Stöcker in seiner Spiegel-Kolumne “Der Rationalist” wieder einmal eine bemerkenswerte Analyse abgeliefert. Es geht eben Trump und seinen Tech-Bros nicht um ein kleines Stückchen Eis.
Den Tech-Bros und Trump-Großspendern geht es vielmehr um ihre ureigensten Interessen. Grönland verfügt über Kobalt, Uran, Gold, Öl und Seltene Erden. Und die Tech-Milliardäre und Oligarchen von Thiel bis Andresen und weitere Akteure der Paypal-Mafia fabulieren von einem marktradikalen Niedrigsteuer-Stadtstaat, geführt von einem „CEO-Diktator“: Demokratie ausdrücklich unerwünscht.
Das Unternehmen, das diesen Staat gründen soll, heißt Praxis und wird massiv von den Tech-Bros finanziert. Ideologisch speist sich Praxis aus neofaschistischen, sozialdarwinistischen und frauenfeindlichen Vorstellungen: Männerherrschaft, „Schönheitsideale“ und Elitenzucht. Frauen tauchen bestenfalls als Lockmittel auf. Christian Stöcker warnt eindringlich davor, dies als reine Spinnerei abzutun.
USA & 1984: Doppeldenk und Wahrheitsministerium
Vor wenigen Wochen habe ich mir Animal Farm und 1984 von George Orwell als Hörbücher heruntergeladen. Beim Hören nach vielen Jahren stockt mir manchmal der Atem, wenn es um das Wahrheitsministerium und Doppeldenk geht. Fakten und Wahrheit spielen keine Rolle, denn es ist das wahr, was Trump sagt. Auch wenn er sich innerhalb kurzer Zeit total widerspricht.
Heike Vowinkel erinnert in ihrem Beitrag mit Orwell daran, dass Wahrheit nicht verschwindet – sie wird verdrängt. Derzeit geht es um nicht weniger als die Demokratie in den USA. Trump “regiert per Dekret statt durch Debatten und Gesetze. Er übergeht Parlament, Öffentlichkeit und Institutionen. Diese Praxis liegt näher an der Autokratie als an der Demokratie.“
Deutschland und Kern-Europa müssen endlich Flagge zeigen und handeln
Am Ende bleibt eine unbequeme Wahrheit: Bei allen Risiken müssen Deutschland und Europa endlich Haltung zeigen – und vor allem handeln. Die Bedrohungen durch Trump und sein autoritäres Umfeld, ebenso wie durch Russland, sind real und werden nicht kleiner, nur weil wir sie relativieren oder aussitzen wollen. Es ist mindestens kurz vor zwölf. Wer jetzt weiter zaudert, delegiert die Zukunft an Autokraten, Oligarchen, Tech-Bros und Populisten.
Gegebenenfalls muss auch ein Kern-Europa zusammen mit Kanada handeln und sich von den Orbáns dieser Welt abkoppeln. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren – weder für Ausreden noch für politische Nostalgie. Jetzt braucht es Entscheidungen, Konsequenz und Rückgrat. Und klare Kommunikation an die Wählerinnen und Wähler in Deutschland und Europa. Ich glaube, die würden es honorieren, wenn man sich endlich als demokratisches Europa aufstellt.
Das #60Sekunden-Video zum Thema:
https://youtube.com/shorts/jilrNar4yHE?feature=share
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Sodele, ich lagere meinen #Fohlenticker in ein eigenes Blog aus, wo jeder Kommentar und jedes Video zu den Spielen oder dem generellen Geschehen rund um meine Borussia ein Extra-Beitrag ist. Der Fohlenticker ist im Aufbau. Vorschläge und Kommentare sind sehr willkommen #BMG #Gladbach #60Sekunden https://fohlenticker.wordpress.com/