#bloggen — Public Fediverse posts
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Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026
Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.
- Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
- Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
- Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
- Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
- „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
- Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
- Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.
Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.
Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.
Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.
Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.
Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.
Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.
Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.
Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.
Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.
„Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.
Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.
Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.
Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.
Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.
Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.
Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.
Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe
Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.
Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.
Quellen (Auswahl)
- Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 1): Erfahrungen mit CapCut“, 29.10.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/10/29/das-60sekunden-experiment-teil-1-erfahrungen-mit-capcut/ - Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 2): 30 Kurzvideos später“, 18.11.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/18/das-60sekunden-experiment-teil-2-30-kurzvideos-spater/ - CapCut‑Infos und ‑Ressourcen zu Kurzvideo‑Bearbeitung und KI‑Funktionen.
https://www.capcut.com/de-de/resource/long-short-video-editing https://pollo.ai/de/hub/capcut-ai-review - Golem, „Australiens Social‑Media‑Bann weitgehend wirkungslos“, 27.04.2026.
https://www.golem.de/news/jugendschutz-australiens-social-media-bann-weitgehend-wirkungslos-2604-208027.html - Hintergrund Jugendschutz‑Regelung Australien, u.a. Uni Frankfurt.
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/einschaetzungen-zur-social-media-regelung-in-australien/ - Social‑Media‑Detox, kognitive Effekte und mentale Gesundheit.
https://tech.slashdot.org/story/26/04/11/0149225/two-week-social-media-detox-erases-a-decade-of-age-related-decline-study-finds - netzpolitik.org, Carla Siepmann, „Breakpoint: Das Internet stirbt“.https://netzpolitik.org/2026/breakpoint-das-internet-stirbt/
- Gunnar Sohn, „Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins“, ichsagmal.com, 09.05.2026.
https://ichsagmal.com/die-vermietete-oeffentlichkeit-… - manager magazin, „Meta: Mark Zuckerberg baut fotorealistischen KI‑Avatar als Chef‑Double“, 12.04.2026.
https://www.manager-magazin.de/…
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Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026
Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.
- Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
- Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
- Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
- Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
- „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
- Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
- Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.
Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.
Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.
Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.
Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.
Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.
Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.
Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.
Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.
Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.
„Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.
Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.
Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.
Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.
Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.
Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.
Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.
https://youtube.com/shorts/V6SEGeC3Zn4?feature=share
Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe
Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.
Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.
Quellen (Auswahl)
- Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 1): Erfahrungen mit CapCut“, 29.10.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/10/29/das-60sekunden-experiment-teil-1-erfahrungen-mit-capcut/ - Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 2): 30 Kurzvideos später“, 18.11.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/18/das-60sekunden-experiment-teil-2-30-kurzvideos-spater/ - CapCut‑Infos und ‑Ressourcen zu Kurzvideo‑Bearbeitung und KI‑Funktionen.
https://www.capcut.com/de-de/resource/long-short-video-editing https://pollo.ai/de/hub/capcut-ai-review - Golem, „Australiens Social‑Media‑Bann weitgehend wirkungslos“, 27.04.2026.
https://www.golem.de/news/jugendschutz-australiens-social-media-bann-weitgehend-wirkungslos-2604-208027.html - Hintergrund Jugendschutz‑Regelung Australien, u.a. Uni Frankfurt.
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/einschaetzungen-zur-social-media-regelung-in-australien/ - Social‑Media‑Detox, kognitive Effekte und mentale Gesundheit.
https://tech.slashdot.org/story/26/04/11/0149225/two-week-social-media-detox-erases-a-decade-of-age-related-decline-study-finds - netzpolitik.org, Carla Siepmann, „Breakpoint: Das Internet stirbt“.https://netzpolitik.org/2026/breakpoint-das-internet-stirbt/
- Gunnar Sohn, „Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins“, ichsagmal.com, 09.05.2026.
https://ichsagmal.com/die-vermietete-oeffentlichkeit-… - manager magazin, „Meta: Mark Zuckerberg baut fotorealistischen KI‑Avatar als Chef‑Double“, 12.04.2026.
https://www.manager-magazin.de/…
-
Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026
Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.
- Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
- Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
- Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
- Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
- „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
- Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
- Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.
Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.
Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.
Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.
Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.
Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.
Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.
Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.
Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.
Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.
„Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.
Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.
Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.
Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.
Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.
Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.
Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.
Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe
Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.
Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.
Quellen (Auswahl)
- Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 1): Erfahrungen mit CapCut“, 29.10.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/10/29/das-60sekunden-experiment-teil-1-erfahrungen-mit-capcut/ - Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 2): 30 Kurzvideos später“, 18.11.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/18/das-60sekunden-experiment-teil-2-30-kurzvideos-spater/ - CapCut‑Infos und ‑Ressourcen zu Kurzvideo‑Bearbeitung und KI‑Funktionen.
https://www.capcut.com/de-de/resource/long-short-video-editing https://pollo.ai/de/hub/capcut-ai-review - Golem, „Australiens Social‑Media‑Bann weitgehend wirkungslos“, 27.04.2026.
https://www.golem.de/news/jugendschutz-australiens-social-media-bann-weitgehend-wirkungslos-2604-208027.html - Hintergrund Jugendschutz‑Regelung Australien, u.a. Uni Frankfurt.
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/einschaetzungen-zur-social-media-regelung-in-australien/ - Social‑Media‑Detox, kognitive Effekte und mentale Gesundheit.
https://tech.slashdot.org/story/26/04/11/0149225/two-week-social-media-detox-erases-a-decade-of-age-related-decline-study-finds - netzpolitik.org, Carla Siepmann, „Breakpoint: Das Internet stirbt“.https://netzpolitik.org/2026/breakpoint-das-internet-stirbt/
- Gunnar Sohn, „Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins“, ichsagmal.com, 09.05.2026.
https://ichsagmal.com/die-vermietete-oeffentlichkeit-… - manager magazin, „Meta: Mark Zuckerberg baut fotorealistischen KI‑Avatar als Chef‑Double“, 12.04.2026.
https://www.manager-magazin.de/…
-
Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026
Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.
- Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
- Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
- Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
- Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
- „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
- Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
- Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.
Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.
Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.
Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.
Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.
Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.
Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.
Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.
Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.
Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.
„Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.
Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.
Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.
Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.
Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.
Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.
Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.
https://youtube.com/shorts/V6SEGeC3Zn4?feature=share
Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe
Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.
Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.
Quellen (Auswahl)
- Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 1): Erfahrungen mit CapCut“, 29.10.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/10/29/das-60sekunden-experiment-teil-1-erfahrungen-mit-capcut/ - Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 2): 30 Kurzvideos später“, 18.11.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/18/das-60sekunden-experiment-teil-2-30-kurzvideos-spater/ - CapCut‑Infos und ‑Ressourcen zu Kurzvideo‑Bearbeitung und KI‑Funktionen.
https://www.capcut.com/de-de/resource/long-short-video-editing https://pollo.ai/de/hub/capcut-ai-review - Golem, „Australiens Social‑Media‑Bann weitgehend wirkungslos“, 27.04.2026.
https://www.golem.de/news/jugendschutz-australiens-social-media-bann-weitgehend-wirkungslos-2604-208027.html - Hintergrund Jugendschutz‑Regelung Australien, u.a. Uni Frankfurt.
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/einschaetzungen-zur-social-media-regelung-in-australien/ - Social‑Media‑Detox, kognitive Effekte und mentale Gesundheit.
https://tech.slashdot.org/story/26/04/11/0149225/two-week-social-media-detox-erases-a-decade-of-age-related-decline-study-finds - netzpolitik.org, Carla Siepmann, „Breakpoint: Das Internet stirbt“.https://netzpolitik.org/2026/breakpoint-das-internet-stirbt/
- Gunnar Sohn, „Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins“, ichsagmal.com, 09.05.2026.
https://ichsagmal.com/die-vermietete-oeffentlichkeit-… - manager magazin, „Meta: Mark Zuckerberg baut fotorealistischen KI‑Avatar als Chef‑Double“, 12.04.2026.
https://www.manager-magazin.de/…
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Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026
Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.
- Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
- Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
- Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
- Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
- „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
- Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
- Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe
Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.
Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.
Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige
Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.
Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.
Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?
Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.
Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.
Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins
Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.
Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.
Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.
Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.
„Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI
An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.
Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.
Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double
Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.
Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.
Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.
Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?
Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.
Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.
Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe
Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.
Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.
Quellen (Auswahl)
- Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 1): Erfahrungen mit CapCut“, 29.10.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/10/29/das-60sekunden-experiment-teil-1-erfahrungen-mit-capcut/ - Stefan Pfeiffer, „Das #60Sekunden‑Experiment (Teil 2): 30 Kurzvideos später“, 18.11.2025.
https://stefanpfeiffer.blog/2025/11/18/das-60sekunden-experiment-teil-2-30-kurzvideos-spater/ - CapCut‑Infos und ‑Ressourcen zu Kurzvideo‑Bearbeitung und KI‑Funktionen.
https://www.capcut.com/de-de/resource/long-short-video-editing https://pollo.ai/de/hub/capcut-ai-review - Golem, „Australiens Social‑Media‑Bann weitgehend wirkungslos“, 27.04.2026.
https://www.golem.de/news/jugendschutz-australiens-social-media-bann-weitgehend-wirkungslos-2604-208027.html - Hintergrund Jugendschutz‑Regelung Australien, u.a. Uni Frankfurt.
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/einschaetzungen-zur-social-media-regelung-in-australien/ - Social‑Media‑Detox, kognitive Effekte und mentale Gesundheit.
https://tech.slashdot.org/story/26/04/11/0149225/two-week-social-media-detox-erases-a-decade-of-age-related-decline-study-finds - netzpolitik.org, Carla Siepmann, „Breakpoint: Das Internet stirbt“.https://netzpolitik.org/2026/breakpoint-das-internet-stirbt/
- Gunnar Sohn, „Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins“, ichsagmal.com, 09.05.2026.
https://ichsagmal.com/die-vermietete-oeffentlichkeit-… - manager magazin, „Meta: Mark Zuckerberg baut fotorealistischen KI‑Avatar als Chef‑Double“, 12.04.2026.
https://www.manager-magazin.de/…
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Im #UhleBlog:Verrückte Blogger: Seltsame Artikel gesehen
In den letzten Tagen kam ich nicht umhin, mir Brennspiritus zu besorgen, den ich langsam in die Augen träufle, denn es gibt verrückte Blogger. Wenn man so durch die Bloggerszene durchmarschiert, um zu gucken, was denn andere so schreiben, landet man derzeit in einem ziemlichen Minenfeld. Und nein, ich meine nicht alle Blogger damit. Es gibt fantastische Werke da im Internet. Aber das Kroppzeug. Da fragt man sich ernsthaft, ob Körper und Geist bei ihnen im gleichen Postleitzahlengebiet wohnen.
[…]
https://www.henning-uhle.eu/informatik/wordpress-und-bloggen/verrueckte-blogger-seltsame-artikel-gesehen?mtm_campaign=mastodon #blog #Bloggen #Community #Internet #Webseite #Wordpress #Worte -
PlugIn für WordPress: Desktop-Mode
Am PlugIn wird hart gearbeitet. Es gab seit meinem Beitrag zwei Updates. Ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses PlugIn einmal in Ruhe anzuschauen. deskopMode3 deskopMode2 desktopMode1https://horstschulte.com/plugin-fuer-wordpress-desktop-mode/
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Pure Blog – Enlosschleife Softwareentwicklung
Kev Quirk entwickelt Pure Blog. Einige in der Blogging-Community sehen sich das Projekt genauer an, manche wechseln sogar oder probieren es zumindest aus. Auf jeden Fall wird darüber gebloggt und deshalb bin ich auch darüber gestolpert. Und prompt hat mich das Projekt von Kev an einige eigene Entwicklungen erinnert, die zeigen, wie oft sich in der IT Vieles wiederholt.
[…]
https://c0d1.eu/pure-blog-enlosschleife-softwareentwicklung/?mtm_campaign=mastodonblog #Bloggen #FlatFile #Softwareentwicklung -
Der Desktop-Mode für WordPress
Im heutigen WP-Letter findet sich ein Link zum Artikel von Thomas Zwirner. Er beschreibt darin ein noch ziemlich frisches (inoffizielles) Plug-in namens "Desktop Mode". Die Begeisterung kann ich verstehen. Der Desktop von WordPress, der sich laut Thomas seit 2012 nicht groß verändert hat, erstrahlt nunmehr in neuem Glanz. desktop mode desktop mode1 Was genau der Desktop Mode tut, finde ich etwas schwer zu beschreiben. Zum Glück hat Thomas Zwirner sich um eine Bildschirmaufnahme bemüht. […] -
Der Desktop-Mode für WordPress
Im heutigen WP-Letter findet sich ein Link zum Artikel von Thomas Zwirner. Er beschreibt darin ein noch ziemlich frisches (inoffizielles) Plug-in namens "Desktop Mode". Die Begeisterung kann ich verstehen. Der Desktop von WordPress, der sich laut Thomas seit 2012 nicht groß verändert hat, erstrahlt nunmehr in neuem Glanz. desktop mode desktop mode1 Was genau der Desktop Mode tut, finde ich etwas schwer zu beschreiben. Zum Glück hat Thomas Zwirner sich um eine Bildschirmaufnahme bemüht. […] -
Eigentlich ganz interessant. Kein Blog oder Newsletter schreiben, sondern nur einen Feed. Darüber hatte ich früher auch mal nachgedacht.
https://www.sourcefeed.app/why -
Ich weiß das ich nichts weiß, daher glaube ich nun zu wissen warum noch ein gewisser Wiederstand in mir besteht bezüglich des "einfach installieren und damit loslegen" im Zusammenhang mit PureBlog als sozusagen Erweiterung oder vielleicht auch Neuauflage für meinen Blog, gleichwohl unter einer anderen sowie neuen Domain. 🤔
Denn ich habe einst mit Bludit, welches seit Jahren nur noch in einer Form des Wartungsmodus existiert sowie scheinbar langsam und stetig stirbt, somit langfristig eine schlechte sowie für mich bedeutsame Erfahrung gemacht in Form einer digitalen Sackgasse. 🙄
PureBlog scheint wie Bludit einst auf den ersten Blick ein sprichwörtliches 1-Person Projekt zu sein, wodurch die Wahrscheinlichkeit für eine ähnliche Katastrophe für mich besteht. 😐
#Blog #Bloggen #Bludit #PureBlog #Wiederstand #Wartungsmodus #Katastrophe #Projekt #Erweiterung #Neuauflage
-
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Ich bin momentan echt in Versuchung, nicht nur einen "Entwicklungs Blog" auf Basis von PureBlog(https://pureblog.org/) aufzusetzen für mein Entwicklungs Projekt mit Kirby(https://quasselkopf.de/@kranzkrone/116234113937376405), sondern auch meinen bisherigen Blog dadurch zu ersetzen um zumindest bis zur Fertigstellung des besagten Kirby-Projekt wieder einen Ort zum niederschreiben sowie publizieren meiner Gedanken zu haben. 🙄😅😉
PureBlog und GetKirby sind beides CMS im Stil von FlatFile, somit in der Funktionsweise auf der gleiche Ebene, lediglich in dessen Verwaltung und Umfang sehr unterschiedlich. 😃
Da ich seit einer Weile schon Mastodon als zeitweise Ersatz zum bloggen nutze, könnte PureBlog eine sinnvolle Ergänzung dazu sein. 🤔
Vielleicht sollte ich den Feiertag des 1. Mai für eine Entscheidung in dieser Sache nutzen. 😁
#Blog #Bloggen #CMS #FlatFile #PureBlog #Projekt #Kirby #GetKirby #Mastodon #Feiertag #Entscheidung #Mai
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re: Who knows that you blog?
https://maintz.org/re-who-knows-that-you-blog
special thanks to ❤️ @daj @john and @alextheuxguy
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Im #UhleBlog:Blog-Blockade: Das Ding mit dem Schreiben
Was zum Teufel ist denn jetzt wieder eine Blog-Blockade? Keine Sorge, ich habe mich nicht aus dem Blog ausgesperrt. Es geht um etwas anderes. Ich sag mal so: Die Schwelle, etwas hier in den Blog reinzuschreiben, liegt irgendwie höher als noch vor einiger Zeit. Ich weiß, ihr bekommt das nicht so mit. Aber es ist einfach so. Oft muss ich mir selbst gut zureden, einen Artikel zu schreiben. Nicht, weil ich irgendwas erreichen will. Sondern weil ich eigentlich was zu sagen hätte. Aber das ist schwieriger als sonst.
[…]
https://www.henning-uhle.eu/informatik/wordpress-und-bloggen/blog-blockade-das-ding-mit-dem-schreiben?mtm_campaign=mastodon #Alltagstipp #blog #Bloggen #Community #Internet #Webseite #Wordpress #Worte -
Pure Blog – Mein kleines Fazit
https://rausgerufen.de/pure-blog-mein-kleines-fazit -
Wie ich meinen Blog führe (Teil 1): Software & Tools
Welche Tools und welche Software nutze ich, um meinen kleinen Blog hier mit Leben zu füllen? Das ist die Frage des aktuellen Bloggerschnacks im April. Okay, dann schauen wir mal, was da so zusammenkommt? CMS: Wordpress Bei mir kommt weiter WordPress zum Einsatz, und das wird sich absehbar auch nicht ändern. Warum auch? Ich bin damit zufrieden, es ist seit vielen Jahren ein zuverlässiges System. Zusammen mit dem Avada-Theme, welches ich inzwischen auch schon seit 11 Jahren einsetze, kann […] -
Im #UhleBlog:17 Jahre UhleBlog
Der 17. April ist für den UhleBlog immer ein spezielles Datum. Da jährt sich der allererste Artikel, der hier rausging. 17 Jahre ist das her. Irgendwie habe ich es immer wieder verpasst, meiner kleinen Spielwiese hier das Partyhütchen an dem Tag aufzusetzen. Dieses Mal habe ich daran gedacht. Ich habe mir deshalb gedacht, ich erzähle einfach mal wieder ein paar Dinge, die mir heutzutage wichtig sind, wenn es ums Bloggen geht. Kann ja sein, dass das jemanden interessiert.
[…]
https://www.henning-uhle.eu/in-eigener-sache/17-jahre-uhleblog?mtm_campaign=mastodon #blog #Bloggen #Community #InEigenerSache #Internet #Webseite #Wordpress #Worte -
Den eigenen Blog aufräumen und vom Ex aka dem Täter frei zu schreiben, einerseits befreiend, aber auch belastend. Der Versuch, dem Leben positive Erinnerungen zu geben, trotz Vorhandensein von Scheißmenschen. Mühsam, Eichhörnchen pipapo
#bloggen #Erinnerungen #ExPartner #sexualisiertegewalt #schlechtemenschen -
Den eigenen Blog aufräumen und vom Ex aka dem Täter frei zu schreiben, einerseits befreiend, aber auch belastend. Der Versuch, dem Leben positive Erinnerungen zu geben, trotz Vorhandensein von Scheißmenschen. Mühsam, Eichhörnchen pipapo
#bloggen #Erinnerungen #ExPartner #sexualisiertegewalt #schlechtemenschen -
Blogbastelei – Farbwechsel
https://rausgerufen.de/blogbastelei-farbwechsel -
Twitter hieß mal Zukunft. E-Mail sollte sterben. Second Life war das Metaversum. Und ich? Ich blogge noch immer. 17 Jahre, ungefähr alle drei Jahre totgesagt – und doch: der Blog lebt. In diesem #60Sekunden erkläre ich, warum hartnäckiges Schreiben manchmal die beste Antwort auf den digitalen Zeitgeist ist.
https://youtube.com/shorts/Du62jX-6Cl0
🔗 Nachzulesen: https://stefanpfeiffer.blog/2026/03/22/17-jahre-bloggen/
#60Sekunden #Bloggen #DigitaleSouveränität #Journalismus #Internet
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Twitter hieß mal Zukunft. E-Mail sollte sterben. Second Life war das Metaversum. Und ich? Ich blogge noch immer. 17 Jahre, ungefähr alle drei Jahre totgesagt – und doch: der Blog lebt. In diesem #60Sekunden erkläre ich, warum hartnäckiges Schreiben manchmal die beste Antwort auf den digitalen Zeitgeist ist.
https://youtube.com/shorts/Du62jX-6Cl0
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#60Sekunden #Bloggen #DigitaleSouveränität #Journalismus #Internet
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Twitter hieß mal Zukunft. E-Mail sollte sterben. Second Life war das Metaversum. Und ich? Ich blogge noch immer. 17 Jahre, ungefähr alle drei Jahre totgesagt – und doch: der Blog lebt. In diesem #60Sekunden erkläre ich, warum hartnäckiges Schreiben manchmal die beste Antwort auf den digitalen Zeitgeist ist.
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Twitter hieß mal Zukunft. E-Mail sollte sterben. Second Life war das Metaversum. Und ich? Ich blogge noch immer. 17 Jahre, ungefähr alle drei Jahre totgesagt – und doch: der Blog lebt. In diesem #60Sekunden erkläre ich, warum hartnäckiges Schreiben manchmal die beste Antwort auf den digitalen Zeitgeist ist.
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#60Sekunden #Bloggen #DigitaleSouveränität #Journalismus #Internet
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Im #UhleBlog:Sender Freies Bloggen: Was soll ich mit dem Kram?
Live aus dem Funkhaus, hier ist der Sender Freies Bloggen. Wir unterhalten uns heute über Auswüchse im Internet. Es wird spannend für euch. Mir ist da leider etwas vor die Linse gekommen, das ich gar nicht so richtig greifen kann. Deshalb muss ich einfach mal meine Gedanken aufschreiben. Es ist mehr oder weniger eine Flucht nach vorn. Ich weiß mir leider nicht anders zu helfen. Nein, das wird kein Gewimmer. Es sind so ein paar kleine Themen, über die wir uns mal austauschen müssen.
[…]
https://www.henning-uhle.eu/informatik/wordpress-und-bloggen/sender-freies-bloggen-was-soll-ich-mit-dem-kram?mtm_campaign=mastodon #blog #Bloggen #Community #Internet #Software #Webseite #Wordpress -
Blogger:innen dürfen
Droidboy hat eine feine Liste zusammengeschrieben, was ein Blog so alles darf. Jetzt stellt sich die Frage. Was darf ein:e Blogger:in? Ich könnte jetzt eine lange Liste schreiben. Kurz könnte ich schreiben. Blogger:innen dürfen selbst darüber entscheiden, wie ihr Blog aussieht, was sie darin bloggen und wie sie es tun. -
Pure Blog – einfach bloggen
Über Thomas Gigolds Artikel habe ich Pure Blog von Kev Quirk kennengelernt. Kev hat für sich ein einfaches Content Management System gesucht - und nicht gefunden - über das er einfach nur bloggen konnte. Ohne viel Ballast, zig Plugins etc. Daraufhin hat er einfach sein eigenes System entwickelt, das nun "Pure Blog" heißt. Auch wenn ich mit Wordpress eigentlich ein Software "Monster" fürs bloggen betreiben, so finde ich so reduzierte System sehr fasziniert. Daher hab ich gleich einmal […] -
Im #UhleBlog:Blogbasteln: Das Ding mit den Avataren
Ich sehe es immer wieder, dass viele vom Blogbasteln erzählen. Ich dachte mir, dass ich das nun auch einfach mal hier in meinem Reich mache. Es kann ja nichts schaden, denn da gibt es wirklich eine kleine Geschichte, die ich erzählen könnte. Ich mache das auch ganz kurz, dauert echt nicht lang. An Feiertagen soll man ja nicht die ganze Zeit an irgendwelchen Geräten hängen, die mit dem Internet verbunden sind. Also dann mal los.
[…]
https://www.henning-uhle.eu/informatik/wordpress-und-bloggen/blogbasteln-das-ding-mit-den-avataren?mtm_campaign=mastodon #blog #Bloggen #Community #Internet #Webseite #Wordpress #Worte -
Vielen Dank, das Interesse an #Wissenschaft & #Wissenschaftskommunikation bedeutet mir viel! 🙏🙌
Und ich beobachte, dass wir Menschen dialogisch am Besten lernen. Auch deswegen ehre ich das #Fediverse so sehr. #Bloggen #Videos https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Claude von Anthropic im Praxistest: Als Blogging-Assistent überzeugend, bei KI-Agenten und Datenzugriff skeptisch — und Anthropic ist kein Gut-Konzern. Mein ehrlicher Erfahrungsbericht. #KI #Anthropic #Claude #Datenschutz #DSGVO #Bloggen
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Aprilscherze – Warum ich keine mache
An einem Tag, an dem viele Menschen Aprilscherze verbloggen, nutze ich die Gelegenheit, das Gegenteil zu tun. -
Projekt52 März 26 – Spiel, Lichtermeer, Entscheidung, Schuh, Dinosaurier
Mein Beitrag zur kreativen Challenge Projekt52 März 26. Die Stichpunkte: „Spiel“, „Lichtermeer", „Entscheidung“, Schuh" und „Dinosaurier“ -
12tel-Blick März 26
Mein Beitrag zum 12tel-Blick März 26 wurde kurz vor Monatsende fertig, weil weder das Wetter noch mein Energielevel ideal waren. -
Mein Long-COVID – Fortschritte und Frust
Seit dem Herbst 23 lebe ich mit Long-COVID. Ein Rückschlag im März 26 brachte mich dazu, über meine Erfahrungen zu bloggen.https://angela-carstensen.de/mein-long-covid-fortschritte-und-frust/
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Ich folge seit vielen Jahren einer Bloggerin, die leider nur noch selten schreibt. Heute flatterte nach ewig langer Zeit mal wieder ein Newsletter von ihr in mein Postfach.
Ich mag ihren Schreibstil und ihren Humor und ihre klugen Gedanken. Sie hat einen Abgesang auf das Internet geschrieben und ich finde, ihr solltet das auch lesen:
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KI-Modelle grasen Blogs wie den Kuketz-Blog ab, verwerten die Inhalte – und geben keine Credits. Nutzer fragen zunehmend direkt die KI, statt den Blog zu besuchen. Weniger Besucher, weniger Spenden, irgendwann kein Blog mehr. Am Ende stirbt genau das, wovon KI lebt: die Quelle.
Haltet ihr unabhängigen Blogs trotz KI weiter die Stange?
#KI #AI #Datenschutz #KuketzBlog #Bloggen #DigitaleSelbstbestimmung
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(Mindestens) 17 Jahre Bloggen – was hat es gebracht?
Heute Morgen habe ich per Zufall im Blog nachgeschaut. Hier auf WordPress.com ist mein erster Blogartikel am 22. März 2009 erschienen. Na ja, „erschienen“ stimmt nicht ganz – erschienen ist er eigentlich vorher, auf Posterous. Ich habe ihn damals nach WordPress importiert. Posterous wurde eingestellt und einige Texte sind wohl im Nirvana des Netzes verschwunden. Das Netz vergisst doch. Manchmal.
Eine Zwischenbilanz mit Augenzwinkern – und einem Blick auf die große Blogosphären-Midlife-Crisis
Also genau siebzehn Jahre dieser Blog hier. Nein, ich werde mich nicht die Debatte einmischen, ob Bloggen tot ist. Die Debatte ist gefühlt so alt wie das Bloggen selbst – ungefähr alle drei Jahre fragt irgendjemand, ob das Medium noch lebt, und ungefähr alle drei Jahre antworten Bloggerinnen und Blogger darauf mit langen Blogposts. Über die Schärfe, die in die aktuelle Debatte hinein gekommen ist, kann ich nur den Kopf schütteln. Bloggen als Hobby weißer Männer über 50, die ihre Meinungen für wichtiger halten, als sie sind – während jüngere, diversere Stimmen auf anderen Kanälen längst interessantere Dinge sagen. Mein Gott, lasst uns doch einfach, wenn es uns Spaß macht.
Ich hab mir mal einige Artikel von „damals“ angesehen, die noch online sind. Zum Beispiel dieser hier vom 22. März 2009: „‚Gezwitschere‘ – Kann man das ernst nehmen?“ Meine erste Auseinandersetzung mit Twitter. Ich saß damals auf einem IBM-Sofa auf der Web 2.0 Expo in Berlin, neben mir ein junger Typ, der Videos drehte, und er fragte mich: „Du bist neu auf Twitter? Stimmt’s?“ Ja, ich musste mich outen. Wenn ich mir heute anschauen, was aus Twitter und dem Web 2.0 geworden ist …
In dieser Zeit erschien auch mein Artikel über Apple als valide Unternehmensplattform – oder doch noch Avantgarde-Spielzeug? Und einer über E-Mail-Management und Compliance, ein Thema, das mich sehr lange beruflich beschäftigte. Ich habe über die Dokumentensuche im digitalen Müllhaufen ebenso geschrieben wie über die digitalen Störenfriede, die mich immer wieder unterbrechen.
Vom Schreiberling zum Blogger
Warum habe ich überhaupt mit dem Bloggen angefangen? Die Leidenschaft fürs Schreiben war schon immer da. In der Schülerzeitung. Dann in der Lokalredaktion der Wetzlarer Neuen Zeitung. Später für Computerzeitschriften wie die PC Praxis. Bei FileNet – meinem damaligen Arbeitgeber – habe ich ein Unternehmensmagazin herausgegeben.
Das Blog war also kein Neubeginn, sondern eine Fortsetzung meiner Leidenschaft fürs Schreiben mit anderen Mitteln – ohne Redakteur, ohne Drucktermin, ohne jemanden, der den Text noch einmal gegenliest. Was natürlich auch bedeutete: ohne jemanden, der einen aufhält. Ich glaube, dass mich damals mein Kollege Thorsten inspiriert hat, ein eigenes Blog aufzumachen.
Also schrieb ich nun auf meiner eigenen Plattform über Technologie, über digitale Transformation, über die Frage, warum deutsche Unternehmen so tun, als wäre das Internet ein vorübergehender Trend. Über Social Media, als es noch hieß, es würde die Welt demokratisieren. Spoiler: Es hat die Welt verändert, aber nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten.Von DigitalNaiv zum Namens.Blog
Das Blog hieß zuerst „DigitalNaiv“. Fand ich witzig, weil ich mich damals à la Raumschiff Enterprise in die neuen Welten des Web 2.0 begeben habe. Mit einer gewissen Naivität. Einfach mal eintauchen. Nicht im Sinne von Ahnungslosigkeit, sondern im Sinne von ausprobieren, kennenlernen und bewerten.
Irgendwann – ich glaube im Oktober 2018 – habe ich dann DigitalNaiv.com in stefanpfeiffer.blog umbenannt. Die Idee dahinter: persönlicher werden, klarer machen, dass hier ein Mensch schreibt und keine Marke. Aber „DigitalNaiv“ hatte einen Charakter, den kein Name ersetzt, der einfach aus Vor- und Nachname besteht. Heute würde ich das wahrscheinlich nicht mehr tun. Aber wer so lange Jahre bloggt, hat immer wieder Jahre Entscheidungen getroffen, die man später anders sieht. Das gehört dazu.
Corporate Blogging: Zwischen Haltung und Unternehmenslinie
Was ich in dieser Phase auch war: ein Corporate Blogger. Ich habe für die IBM gebloggt – offiziell, mit eigenem IBM-Blog, mit Twitter-Handle Stefan63atIBM, damit von Anfang an klar war, wo ich arbeite. Das war damals eine echte Debatte: Wie weit darf ein Corporate Blogger gehen? Was ist noch persönliche Meinung, was schon Unternehmenssprechertum?
Ich habe damals 2009, kurz vor der re:publica, einen Artikel darüber geschrieben, der den herrlichen Titel trug: „Einfach mal Fresse halten?„. Es ging um die Frage, wann man als Mitarbeiter eines Konzerns besser schweigt – und wann man trotzdem schreibt. Die IBM hatte damals immerhin schon Social Computing Guidelines. Das war fortschrittlich. Und es war nötig, denn die Versuchung, als Corporate Blogger auf dünnem Eis zu tanzen, war real.
Corporate Blogger. Das klingt heute so zeitgemäß wie ein Faxgerät im Homeoffice. Das Konzept ist nicht gestorben, es hat sich nur aufgelöst – in Content Marketing, in Employee Advocacy, in unselige LinkedIn-Posts mit Hashtags, die der Social-Media-Manager vorher freigegeben hat. Der authentische Mitarbeiterblog, der Firma und Person gleichzeitig repräsentiert ist unterdessen eine Illusion. Ich habe sie trotzdem eine Weile gepflegt. Und ich bereue es nicht – auch wenn die damaligen IBM-Blogs längst offline sind und das Internet diesen Teil meiner Geschichte vielleicht gnädig vergessen hat. Da war schon viel Werbung und Promotion für unsere damaligen Produkte dabei.
Was ich dabei gelernt habe – über Technologie und mich
Siebzehn Jahre Bloggen sind eine erstaunlich gute Dokumentation eigener Irrtümer. Immerhin habe ich nur Second Life nur für die Zukunft gehalten. Doch habe ich Twitter mal als Bereicherung für den demokratischen Diskurs bezeichnet – und mich später dabei ertappt, wie ich auf Elon Musks Plattform nur noch Empörung und Werbung für Selbstbräuner vorfand. Ich habe über „das Ende der E-Mail“ geschrieben. Die E-Mail lebt. Sie ist unsterblich. Sie wird uns alle überleben.
Das Gute daran: Wer über 17 Jahre lang öffentlich schreibt, wird bescheiden. Nicht weil man weniger Meinungen hat, sondern weil man weiß, wie schnell Meinungen veralten. Heute tippe ich mit etwas mehr Vorsicht. Nicht weniger Überzeugung – aber mehr Bewusstsein dafür, dass ich in fünf Jahren vielleicht wieder in alten Posts wühle und den Kopf schüttle.
Die Reichweite: bescheiden, aber real
Die Zahl meiner Leserinnen und Leser ist bescheiden. Heutige Influencer auf TikTok oder Instagram würden darüber lachen. Ist aber nicht der Punkt. Die richtige Frage ist nicht: „Wie viele Menschen lesen das?“ Sondern: „Wer liest das – und was passiert danach?“
Und das ist ok. Ein Kommentar, der eine Debatte losgetreten hat. Eine E-Mail von jemandem, der sagt: „Das habe ich meinem Chef geschickt.“ Ein Gespräch auf einer Konferenz, das mit den Worten beginnt: „Ich lese deinen Blog, und…“ Mein Blog, vielleicht Bloggen generell ist kein Massenmedium.
Was sich verändert hat – und was gleich geblieben ist
Die Werkzeuge haben sich verändert. Blogger, WordPress, dann WordPress.com, Mastodon als Verlängerung. Die Art, wie ich Artikel teile, hat sich fünfmal gewandelt. Facebook war mal wichtig. Dann nicht mehr. Jetzt wieder, um meinen Freundes- und Bekanntenkreis zu erreichen. LinkedIn wurde als wichtig dargestellt – und nervt mich unterdessen nur noch.
Was gleich geblieben ist: der Impuls, sich zu etwas zu äußeren, auch Informationen, Artikel zu teilen, zu kuratieren. Und der Prozess des Schreibens selbst. Der Moment, in dem ich einen Gedanken aufschreibe und er sich dann weiter heraus kristallisiert. Wer schreibt, denkt anders. Wer öffentlich schreibt, denkt noch einmal anders, weil irgendwo immer jemand mitliest, der einen beim Widerspruch ertappen könnte.
Künstliche Intelligenz hat die Angelegenheit inzwischen einfacher und gleichzeitig komplizierter gemacht. Ich nutze KI-Tools beim Schreiben. Für Recherche, für Titelbilder, manchmal als Sparringspartner für Argumente. Und gleichzeitig frage ich mich: Was ist noch meine Stimme? Wo endet der Assistent und fange ich an? Diese Frage habe ich noch nicht abschließend beantwortet. Was aber Bloggen in einer KI-Welt auf jeden Fall leisten kann: Reflexion, die nicht delegierbar ist.
Alte weiße Männer und ihre Blogs – ein Problem?
Ja, viele der aktiven Langzeit-Blogger in der deutschsprachigen Blogosphäre sind: männlich, weiß, über 50, beruflich etabliert. Ich erfülle drei von vier Kriterien ohne Mühe. Das ist kein Zufall und kein Anlass zur Selbstbeglückwünschung. Ein Trost: Es gibt Claudia und andere Bloggerinnen, die es immer wert sind gelesen zu werden. Aber auch sie sind in aller Regel Ü50. Vielleicht sind wir Bloggerinnen und Blogger ja eine aussterbende Rasse. Oder anders: Vielleicht publizieren die Jungen halt anders.
Ich blogge nicht, weil ich denke, dass meine Perspektive die wichtigste ist. Ich blogge, weil ich denke, dass öffentliches Schreiben – mit echtem Namen, mit nachvollziehbarer Haltung, mit der Bereitschaft, widersprochen zu werden – in einer Zeit algorithmisch optimierter Empörungsschleifen etwas wert ist. Unabhängig davon, wer es tut.
Hat es sich gelohnt?
Ja. Aber nicht aus den Gründen, die ich 2009 erwartet hätte. Nicht wegen der Reichweite. Nicht wegen des Einflusses. Nicht wegen der Karriere. Sondern wegen des Denkens. Wegen der Menschen, die ich dadurch kennengelernt habe. Ich freue mich auf die Beiträge von Claudia, Horst, Henning, Christian, Heinrich, Helmut, Thomas, Gunnar, Lars und vielen anderen Bloggerinnen und Bloggern. Vor allem freue ich mich auf Austausch. Und es gibt mir Hoffnung, dass es noch vernünftige, demokratische Stimmen gibt. Es gibt das Gefühl, in einer Welt voller Lärm trotzdem eine eigene Stimme zu haben – auch wenn die niemand außer zwanzig interessierte Leserinnen und Leser hört.
Was jetzt?
Weitermachen. Neue Formate probieren. Was sonst? Ja, es gibt berechtigte Fragen darüber, wer bloggt, warum, und ob das irgendwen außer dem Autor selbst interessiert. Ja, TikTok, Instagram, Substack und LinkedIn-Posts erreichen vermutlich mehr Menschen mit weniger Aufwand.
Die Plattformen werden sich weiter verändern. KI wird das Schreiben, Kuratieren und Publizieren weiter umkrempeln. Irgendwann wird wieder jemand fragen, ob Blogs noch zeitgemäß sind – und ich werde, wie seit zwanzig Jahren, die Frage mit einem Blogpost beantworten. In dem ich erkläre, warum die Frage falsch gestellt ist. Und dann den nächsten Post veröffentlichen.
Dieser Blog ist meine Heimat
Dieser Blog ist meine Heimat. Er gehört mir. Nicht Elon Musk, der X in eine Empörungsmaschine mit Bezahlschranke verwandelt hat. Nicht Mark Zuckerberg, der den Algorithmus nach Gusto dreht und Reichweite verteilt wie ein Feudalherr Ländereien. Wenn LinkedIn morgen entscheidet, dass meine Art zu schreiben nicht mehr in den Feed passt, oder Bluesky sich wieder irgendwie neu erfindet – der Blog steht noch. Meine Texte, meine Themen, meine Stimme. Das ist in einer Welt, in der wir fast alles nur noch mieten, mehr wert als es klingt. Gerade in diesen Zeiten, wo wir angesichts der Radikalisierung und der Autokraten Flagge zeigen müssen.
#17Jahre #Blog #Bloggen #Blogosphere #Journalismus #SocialMedia #Twitter #WordPress
* Dieser Artikel ist Teil einer losen Reihe über digitales Publizieren, Bloggen und das Internet, das wir mal haben wollten. Feedback, Widerspruch und alte Anekdoten gerne in die Kommentare.* -
Der KI-Vampir auf der Arbeit – der KI-Roboter auf dem Tennisplatz
Für Euch kuratiert: Schon wieder bin ich auf einige Artikel rund um KI gestoßen, die ich für erwähnenswert und kommentierenswert halte. Da geht es um den neuen Kollegen im Büro, der wie ein Vampir unsere Hirn aussaugt. Warum eigentlich den Kollegen und nicht die Kollegin? Judith Peters schwärmt davon, wie genial die KI Claude von Anthropic fürs Bloggen ist. André Mensch vom französischen Anbieter Mistral war im Interview mit dem Deutschlandfunk. Und schließlich spielt die KI jetzt auch Tennis, wahrscheinlich sogar deutlich besser als ich. Das trifft ins Herz.
- Der Vampir: Wenn KI unser Hirn einfriert
- Bloggen: Wenn den ach so perfekten Texten die Kanten fehlen
- Mistral: Warum wir eine europäische Alternative brauchen
- Humanoide Roboter: Wenn der Tennispartner plötzlich ein Algorithmus ist
Der Vampir: Wenn KI unser Hirn einfriert
Sowohl Marcus Schuler in der FAZ wie auch Jens Polomski in seinem KI-Newsletter widmen sich einem Thema, das uns alle stresst oder stressen könnte, denn … der neue Kollege im Büro ist ein Vampir. Er arbeitet schneller als alle anderen, braucht keinen Schlaf und produziert unermüdlich neue Texte, Bilder und neuen Code. Doch wie bei Vampiren üblich, hat auch dieser einen Preis: Er ernährt sich von menschlicher Energie.
Ihr ahnt, um was es geht: Generative KI. Früher verbrachten Entwickler Stunden damit, ein Problem zu durchdenken und eine Lösung zu bauen. Heute spuckt die KI in Minuten Vorschläge aus – und der Mensch wird zum Gutachter am Fließband. Prompt schreiben, Output lesen, beurteilen, korrigieren, neu prompten – eine Endlosschleife aus Prüfen, Bewerten und Entscheiden. Das stresst. Nicht nur Entwickler.
Ich merke das auch selbst, beispielsweise wenn ich durch ChatGPT die Titelbilder für meine Blogbeiträge erstellen lasse. Oft finde ich kein Ende, weil das aus meiner Sicht noch immer nicht „perfekt“ ist. Also noch eine Iteration und noch eine Iteration. Dem Thema widmet sich Jens im Newsletter und stellt Regeln auf, wie man „Brain Fry“, mentaler Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Entscheidungsüberlastung vermeiden kann.
Er zitiert eine Studie von BCG und der University of California in Riverside, die ein interessantes Paradox zeigt: Wird KI gezielt für Routineaufgaben eingesetzt, sinkt das Burnout-Risiko um etwa 15 %. Gleichzeitig berichten rund 14 % der Nutzer von besagtem „Brain Fry“. Der Auslöser ist dabei meist nicht die KI selbst, sondern ihre Nutzung: ständiger Wechsel zwischen Tools, permanentes Prüfen von KI-Ergebnissen und der Druck, mit dem unerschöpflichen Output der Maschinen Schritt zu halten. Die KI kennt keine Pausen. Der Mensch braucht sie. Der Vampir wird nicht müde. Der Mensch schon. Wir müssen uns und der KI Grenzen setzen.
Übrigens haben laut Search Engine Journal Marketer den höchsten „AI brain fry“ aller Berufe. Ein Pokal🏆, den wir eigentlich nicht haben wollen.
Bloggen: Wenn den ach so perfekten Texten die Kanten fehlen
Gerade enthusiastisch ist der Artikel von Judith Peters über den Einsatz von KI – konkret Claude – als Schreib- und Denkassistent für Blogger und Bloggerinnen. Sie beschreibt „10 geniale Wege“, wie wir KI nutzen können und sollten, von der Themenfindung bis zum Texten, SEO und GEO optimieren und Social-Media-Teaser formulieren.
Viele der Dinge, die sie beschreibt, habe ich auch „gepromptet“ – in ChatGPT und in Perplexity. Und die entsprechenden Spaces oder GPTs sind in der Tat sehr nützlich, aber „genial“? Ich habe sie bewusst „Redaktionsassistenten“ getauft. KI ist ein Werkzeug, kein Zaubertrick. Der Unterschied entsteht nicht durch „geniale Wege“, sondern durch den eigenen Anspruch an Texte. Persönlichkeit, Brüche, eigene Sprache – all das lässt sich nicht wirklich automatisieren und braucht zumindest Nacharbeit.
Vielleicht wird in einer Welt voller glattgebügelter KI-Texte der unperfekte, eigenwillige Ton plötzlich zum Differenzierungsmerkmal? Wer komplett auf KI setzt, verliert am Ende an Wiedererkennbarkeit. Die Zukunft des Bloggens und Schreibens generell gehört nicht den besten Prompts, sondern denjenigen, die KI bewusst nutzen und sie gleichzeitig begrenzen – und sich den letzten, entscheidenden Schritt selbst vorbehalten.
Mistral: Warum wir eine europäische Alternative brauchen
Im Deutschlandfunk bin ich auf einen Artikel über und ein Interview mit dem Mistral-Mitgründer Arthur Mensch gestoßen. Mistral scheint der einzig verbliebene halbwegs ernsthafte Wettbewerber zu den großen US-amerikanischen KI-Anbietern zu sein. Seit geraumer Zeit verfolge ich, was rund um das Unternehmen passiert, und nutze auch regelmäßig Le Chat, das ChatGPT des französischen Herstellers. Le Chat ist so etwas wie das Schaufenster: ein Beweis, dass europäische KI nicht nur im Backend existiert.
Mensch macht im Interview sehr deutlich, dass der eigentliche Hebel von KI nicht im Consumer-Spielzeug liegt, sondern in Unternehmen. Mistral positioniert sich bewusst nicht als ChatGPT-Klon, sondern als Anbieter von KI für den produktiven Einsatz: Systeme, die tief in Unternehmensdaten, Prozesse und Tools integriert sind, eine europäische Gegenmacht zu US-Techgiganten wie Google oder OpenAI. Das Rezept: Open-Source-Modelle, die Unternehmen selbst hosten und anpassen können – ohne Daten an US-Clouds zu verlieren.
Europa, so Mensch, muss aufhören, sich als technologischen Zwerg zu sehen, und stattdessen öffentliche Nachfrage schaffen – also gezielt in europäische KI investieren, statt US-Lösungen zu kaufen. Wenn nur zwei oder drei KI-Anbieter bestimmen, welche Inhalte Nutzer:innen erhalten, wird KI zum Werkzeug politischer Einflussnahme – besonders in Wahlkampfzeiten.
Seine Forderung ist klar: Europäische Verwaltungen und Unternehmen sollten gezielt in Anbieter wie Mistral investieren, um ein eigenes Ökosystem aufzubauen. Meine Forderung und Meinung: Mistral selbst muss Le Chat stärker in den Markt bringen, um auch Endanwendern bekannter zu werden. Ja, das fordert natürlich Investitionen. Schon länger haben Lars und ich Mistral und Le Chat auf unserer Themenliste bei #9vor9. Ich denke, es wird jetzt wirklich Zeit, das Unternehmen und seine Angebote einmal vorzustellen.
Humanoide Roboter: Wenn der Tennispartner plötzlich ein Algorithmus ist
Und schließlich zu meinem letzten Thema der Woche: Fünf Stunden Amateurtennis, ein paar wackelige Vorhandschläge und ein Haufen unkoordinierter Seitwärtsbewegungen – und schon steht der Roboter am Netz und spielt Ballwechsel wie ein Hobbyspieler nach dem dritten Bier. Chinesische Forscher haben bewiesen, dass ein humanoider Roboter mit den Bewegungsdaten von fünf Freizeit-Tenniscracks mehr anfangen kann als so mancher Mensch mit jahrelangem Training.
Die Forscher haben nicht nur bewiesen, dass der Unitree G1 Roboter Tennis spielen kann, sondern dass er es mit unseren Fehlern lernt. Er bewegt sich halbwegs natürlich und hat eine 96-prozentige Erfolgsquote bei Vorhandschlägen. Was bedeutet das für uns Tennisspieler? Wenn selbst ein Roboter mit fünf Stunden Amateur-Tennis mehr erreicht als so manche teure Trainerstunde, wird dann bald der lokale Tennislehrer durch einen Algorithmus ersetzt? Von der Ballmaschine zum humanoiden Tennis-Roboter, der uns trainiert?
Wenn beim nächsten Mal mein Ball mal wieder im Netz landet, habe ich zumindest einen Trost. Irgendwo lernt gerade ein Roboter aus genau diesem Fehlschlag. Und in der Zwischenzeit werde ich die Trainerstunden und Matches mit meinen Tennispartnerinnen und -partnern beim TCB in Bessungen weiter in meiner ganzen Unperfektion genießen – ganz besonders das Après-Tennis. In diesem Spiel, Satz und Sieg. Hier geht es zum Artikel von Marcus Schwarze in der FAZ (leider hinter der Bezahlschranke).
#Bloggen #BrainFry #Europa #KI #Prompten #Roboter #Tennis -
Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕?
Heute könnt Ihr mich ca. 9:50 Uhr mal wieder auf RBBeins bei "Zwei auf Eins" zu einem kurzen #Religionswissenschaft - Interview hören.
Ich mag ja #Radio sehr, spreche mehrfach die Woche vor oft Hunderten, schreibe Bücher usw.
Doch mein dialogischer #Blog "Natur des Glaubens" bei @Spektrumverlag ist mir besonders wichtig, ebenso die tägliche Präsenz hier auf Mastodon .
Warum? Weil wir Menschen besser erfassen ("be-greifen"), was wir schreiben und mit anderen diskutieren. Bloggen, Kommentieren, auch Mikrobloggen & Posten löst den Blog-Wagenheber-Effekt aus, in den ich enorme Hoffnungen für die Zukunft von Wissenschaft und Menschheit setze!
Habe letzte Woche in Tutzing erstmals öffentlich darüber gesprochen.
#Bloggen #Mikrobloggen #NaturdesGlaubens #Fediverse #Mastodon #BlogWagenheberEffekt #Dialog #Wissenschaft #Akademie #Tutzing #Zukunft https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Dass ich mit dem Bloggen hier auf Mastodon & auf "Spektrum der Wissenschaft" nicht aufgebe, hat einen tieferen Grund: Ich beobachte den Blog-Wagenheber-Effekt bei mir & bei vielen hier mit großer Begeisterung und sehr viel Hoffnung.
In der Akademie für politische Bildung Tutzing hatte ich nun erstmals öffentlich darüber gesprochen. Und heute auch dazu gebloggt.
#BlogWagenheberEffekt #Bloggen #Bildung #Mastodon #Spektrum #NaturdesGlaubens #Wissenschaft #Dialog #Lernen #Medien #Hoffnung #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Solarpunk https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Dass ich mit dem Bloggen hier auf Mastodon & auf "Spektrum der Wissenschaft" nicht aufgebe, hat einen tieferen Grund: Ich beobachte den Blog-Wagenheber-Effekt bei mir & bei vielen hier mit großer Begeisterung und sehr viel Hoffnung.
In der Akademie für politische Bildung Tutzing hatte ich nun erstmals öffentlich darüber gesprochen. Und heute auch dazu gebloggt.
#BlogWagenheberEffekt #Bloggen #Bildung #Mastodon #Spektrum #NaturdesGlaubens #Wissenschaft #Dialog #Lernen #Medien #Hoffnung #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Solarpunk https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Dass ich mit dem Bloggen hier auf Mastodon & auf "Spektrum der Wissenschaft" nicht aufgebe, hat einen tieferen Grund: Ich beobachte den Blog-Wagenheber-Effekt bei mir & bei vielen hier mit großer Begeisterung und sehr viel Hoffnung.
In der Akademie für politische Bildung Tutzing hatte ich nun erstmals öffentlich darüber gesprochen. Und heute auch dazu gebloggt.
#BlogWagenheberEffekt #Bloggen #Bildung #Mastodon #Spektrum #NaturdesGlaubens #Wissenschaft #Dialog #Lernen #Medien #Hoffnung #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Solarpunk https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Dass ich mit dem Bloggen hier auf Mastodon & auf "Spektrum der Wissenschaft" nicht aufgebe, hat einen tieferen Grund: Ich beobachte den Blog-Wagenheber-Effekt bei mir & bei vielen hier mit großer Begeisterung und sehr viel Hoffnung.
In der Akademie für politische Bildung Tutzing hatte ich nun erstmals öffentlich darüber gesprochen. Und heute auch dazu gebloggt.
#BlogWagenheberEffekt #Bloggen #Bildung #Mastodon #Spektrum #NaturdesGlaubens #Wissenschaft #Dialog #Lernen #Medien #Hoffnung #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Solarpunk https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Dass ich mit dem Bloggen hier auf Mastodon & auf "Spektrum der Wissenschaft" nicht aufgebe, hat einen tieferen Grund: Ich beobachte den Blog-Wagenheber-Effekt bei mir & bei vielen hier mit großer Begeisterung und sehr viel Hoffnung.
In der Akademie für politische Bildung Tutzing hatte ich nun erstmals öffentlich darüber gesprochen. Und heute auch dazu gebloggt.
#BlogWagenheberEffekt #Bloggen #Bildung #Mastodon #Spektrum #NaturdesGlaubens #Wissenschaft #Dialog #Lernen #Medien #Hoffnung #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Solarpunk https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/
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Im #UhleBlog:Pure Blog: Ist WordPress vielleicht doch zu fett?
Ich lese immer mal wieder über Pure Blog als die angenehme Variante, wenn jemand bloggen will. Schlicht und einfach schreiben, sonst nichts. Ich hatte ja vor einiger Zeit mal die Einfachsoigkeit am Wickel. Und irgendwie verbinde ich mit dieser nicht wirklich schlauen Vokabel genau das, das schlichte und einfache Schreiben in dieses Internet. Wenn wir WordPress-Blog-Vollschreiber ehrlich sind, dann ist halt unsere Blogsoftware weit darüber hinaus gewachsen. Passt es noch, oder ist WordPress vielleicht doch zu fett?
[…]
https://www.henning-uhle.eu/informatik/wordpress-und-bloggen/pure-blog-ist-wordpress-vielleicht-doch-zu-fett?mtm_campaign=mastodon #blog #Bloggen #Community #Internet #PureBlog #Software #Webseite #Wordpress #Worte