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#gerhardsgedankenbuch — Public Fediverse posts

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  1. Herzlichen Glückwunsch

    Heute feiert mein Blog Gerhards Gedankenbuch seinen 18. Geburtstag. Es war (und ist immer noch) eine schöne Zeit mit Höhen und Tiefen. Was mir selbst auffällt, früher waren meine Einträge länger. Das liegt vermutlich daran, dass ich mich mehr und mehr bemühe, in möglichst wenigen Worten möglichst viel verständlich rüber zu bringen. Vom ersten Tag und auch in Zukunft gilt die Kurzbeschreibung:

    Meine Gedanken zu den verschiedensten Themen des Lebens – engagiert, parteiisch, persönlich, authentisch und für Menschen, die sich eigene Gedanken machen. Die Gedanken dürfen sehr gerne auch in den Kommentaren geäußert werden.

    Ich freue mich über jede Leserin, jeden Leser und jeden Kommentar.
    Danke schön für Eure Aufmerksamkeit.

    #gerhardsgedankenbuch #geburtstag #blog #einträge #worte #leserin #leser #kommentar #kommentare #aufmerksamkeit

  2. Die schönste Nebensache der Welt

    Sexualität ist etwas Schönes und für die meisten von uns auch wichtig und lebensnotwendig. Aber Sexualität als die "schönste Nebensache der Welt" zu bezeichnen, habe ich noch nie verstanden.

    Es gibt so viele schönste "Neben"sachen in unserer Welt, die wir nur wahrnehmen müssen:
    ~ ein Spaziergang in der Natur
    ~ mit anderen Menschen oder allein zu toller Musik tanzen
    ~ ein Vollbad genießen
    ~ ein entspanntes, zugewandtes Gespräch
    ~ ein Treffen mit Menschen, die sich mögen
    ~ schweigend miteinander reden
    ~ Menschen und Gegenden kennen lernen
    ~ Sonne, Regen, Schnee, Wind
    ~ sich aufgehoben fühlen
    ~ in sich hineinfühlen
    ~ offener und ehrlicher Austausch
    ~ . . . . . das mag jede(r) für sich ergänzen

    #gerhardsgedankenbuch #sexualität #nebensache #gespräch #austausch #menschen #musik #sonne #regen #schnee #wind #offenheit #ehrlichkeit #austausch

  3. Wülfrath - meine Heimatstadt

    Weder meine Geburts- und Studienstadt Wuppertal noch meine jetzige Wohnstadt Solingen habe ich je als Heimatstadt gesehen noch gefühlt. Beide sehe und empfinde ich als eine Art von "vorüber gehenden Aufenthaltsorten" in der Mitte meines Lebens.

    Gefühlte und tatsächliche Heimatstadt ist nach wie vor die Stadt meiner Kindheit und Jugend – meine Heimatstadt Wülfrath. Dort habe ich von meinem sechsten Lebensjahr (meiner Einschulung in die katholische Volksschule in Wülfrath) bis zu meinem 22. Lebensjahr (dem Beginn meines Lehrerstudiums an der Gesamthochschule Wuppertal) gelebt, gearbeitet, gewirkt und mir die charakterlichen Grundlagen für mein weiteres Lebens erarbeitet. Meine wesentliche und grundsätzliche Sozialisation verbinde ich mit vielen Wülfrather Menschen, von denen mir auch heute noch zwei sehr nahe stehen und wir unseren Kontakt über die Jahrzehnte hinweg pflegen. Meine Jahre in Wülfrath sind zudem sehr eng verzahnt mit meinen wertvollen und lehrreichen Jahren am Gymnasium in der unmittelbaren Nachbarstadt Mettmann.

    Bis auf wenige Ausnahmen ist Wülfrath immer noch das Wülfrath meiner Kindheit und meiner Jugend. Innerstädtisch gibt es noch sehr viel Grün, was ich auf einigen Fotos darstellen möchte. Viele der Fotos rufen angenehme Erinnerungen in mir wach – Erinnerungen, die mein Leben immer noch bereichern. Leider sind die Fotos nicht mehr abrufbar.

    #gerhardsgedankenbuch #wülfrath #mettmann #khgmettmann #heimatstadt #kindheit #jugend #charakter #kontakte

  4. Schweigend miteinander reden

    Vor vielen Jahren hat mir eine gute Bekannte vorgeschlagen, auf unserem nächsten Spaziergang gemeinsam zu schweigen. Ich habe mich nach einem kurzen Zögern darauf eingelassen. Wir sind durch die Natur gegangen und haben miteinander geschwiegen. Jeder hat seine Eindrücke aufgenommen.

    Das Schweigen war jedoch ausschließlich sprachlicher Art. Da wir einen guten Draht zueinander hatten und sehr viel Sympathie füreinander, haben wir uns auf der gefühlsmäig-atmosphärischen Ebene ausgezeichnet unterhalten.

    Ich hatte noch nie Angst vor schweigsamen Momenten. Mit dieser Erfahrung durfte ich leben und erleben, dass Kommunikation wesentlich mehr ist als der bloße Austausch mit Worten. Und Schweigen ist nicht immer mit Sprachlosigkeit gleich zu setzen.

    #gerhardsgedankenbuch #reden #schweigen #spaziergang #miteinander #natur #sprache #erfahrung #kommunikation #austausch #sprachlosigkeit #eindrücke #sympathie

  5. Therapie oder Freunde

    In meinem Leben habe ich ziemlich viele Psychotherapien gemacht. Und ich habe mir immer eingebildet, ich täte etwas für mich. Doch seit der Corona-Pandemie musste ich einsehen, dass ich keine Therapie wirklich füt mich nutzen konnte - außer Spesen nichts gewesen. Die einzige Ausnahme war eine Psychodrama-Gruppe mit einem fähigen Leiter. Und mit 10 Teilnehmern hatte die Gruppe eine Größe, die Platz für jeden ließ. Aus diesen Erfahrungen ziehe ich den Schluss, dass ich offensichtlich therapieresistent bin, aber nicht im medizinischen Verständnis, sondern im menschlichen.

    Dazu hat mir ein Freund mal gesagt: "Du brauchst keine Psychotherapien, du brauchst Freunde." Ich hatte solche Freunde, konnte mir ihrer positiven Kritik und ihrem Hinterfragen jedoch nicht umgehen. Das fällt mir auch heute noch schwer. Am krassesten hat mir das ein Mann gesagt, der mir seine Freundschaft ausdrücklich angeboten hatte, sie aber nach wenigen Wochen wieder beendet hat mit den Worten (sinngemäß):"Ich kann nicht weiter dein Freund sein, weil du alles, was ich dir sagen möchte, rundweg ablehnst."

    Mit diesem Verhalten habe ich es vermutlich auch verhindert, ein soziales Netzwerk aufzubauen. Heute bemühe ich mich nur noch, mit mir selbst im Reinen zu bleiben und so weit wie möglich am sozialen Leben teil zu nehmen.

    #gerhardsgedankenbuch #therapie #freunde #teilhabe #psychotherapie #psychodrama #therapieresistent #erfahrungen #freund #freunde #kritik #hinterfragen #ablehnung #verhalten #netzwerk #teilhabe #teilnahme

  6. Zur Erinnerung

    Die Zukunft meines Blogs Gerhards Gedankenbuch

    Mein Blog pflege ich schon seit einigen Jahren als als eigenständige Seite - von 2007 bis 2022 auf Blogger und seit 2023 hier auf Friendica unter squeet.me/u/gerhardsgedankenbu… Parallel dazu pflege ich unter squeet.me/u/oldie eine Seite, in der ich zu vielen Themen des Lebens schreibe, Stellung nehme und kommentiere.

    Die Themen und Inhalte auf beiden Seiten unterscheiden sich nicht voneinander. Darum habe ich mich entschlossen, das Blog nicht weiter zu pflegen und meine Gedanken und Gefühle nur noch auf der oldie-Seite zu veröffentlichen. Die Blogseite bleibt natürlich erhalten.

    Meine "Blogeinträge" sind hier auf meiner oldie-Instanz an den blauen Überschriften in Fettdruck zu erkennen.

    #blog #gerhardsgedankenbuch

  7. Ist mein Blog "Gerhards Gedankenbuch" noch mein Herzblut?

    Am 1. Dezember habe ich mich von meinem eigenständigen Blog verabschiedet und schreibe ihn seitdem in meinem oldie-Account. Seitdem frage ich mich immer wieder, ob mein Gedankenbuch nach wie vor mein Herzblut ist. So habe ich mein Blog in verschiedenen Blogeinträgen bezeichnet. Ich denke schon. Aber geht er - eingebunden in meinen oldie-Account - dort nicht ein wenig unter? Dass ich meine Blogeinträge dort mit einer Überschrift in blau und fett geschrieben verdeutliche, ist wohl nur mir klar.

    Ich würde dazu gerne mal Eure Meinungen lesen - mein Blog "Gerhards Gedankenbuch" weiterhin hier in meinem oldie-Account? wieder als eigenständiger Blog? oder eine Idee, an die ich noch gar nicht gedacht habe?

    Danke schön für Eure Rückmeldungen.

    #gerhardsgedankenbuch #herzblut #blog #blogeinträge #meinungen #idee #rückmeldungen #dank
    RE: squeet.me/objects/962c3e10-196…

  8. Gedanken, die ich mir erst heute mache

    In meiner Jugend bis ins Erwachsenenalter habe ich mir keine Gedanken über meinen Tod oder Tod überhaupt gemacht. Ich habe "einfach" gelebt. Im Famlienkreis starben nur mein Onkel und meine Eltern. Das war in Ordnung. Ich habe kaum getrauert. Ich konnte es nicht, obwohl ich "unter Wasser gebaut bin".

    Heute bin ich 73 und da kommt dieses Thema für mich automatisch auf. Ich habe Fragen, aber im Grunde keine Antworten.
    ~ Gibt es Anzeichen, die auf den kommenden Tod hinweisen könnten?
    ~ Sollte ich mir über diese Thematik besser keine Gedanken machen? Das denke ich eher weniger.
    ~ Wie bekomme ich es hin, mir über meinen Tod Gedanken zu machen aber zugleich meinem Leben unbedingten Vorrang zu geben?
    ~ Andere Fragen sind mehr Gefühle und Gefühlslagen, die ich nicht in Worte fassen kann.

    Ich möchte Euch gerne fragen: Wie geht Ihr mit der Thematik Tod und Eurem eigenen Tod um?

    #gerhardsgedankenbuch #tod #leben #erwachsenenalter #fragen #alter #fragen #gefühle #gefühlslagen #worte

  9. Geschichte eines Spitznamens

    Schon seit meiner Gymnasialzeit habe ich den Spitznamen Adam, der - wie sollte es auf einem Gymnasium anders sein - selbstverständlich englisch ausgesprochen wurde. Noch heute gibt es langjährige Bekannte, die mich immer noch Adam nennen. Doch die Geschichte dieses Namens ist nur ganz wenigen bekannt. Und ich möchte sie hier gerne erzählen:

    In meiner Oberstufenzeit hatten wir donnerstags in den ersten zwei Stunden Sport. Nach einer fünfminütigen Pause hatte dann eine Unterstufenklasse Sport. Nach dem Sport habe ich mich geduscht - und zwar nackt, weil ich ja überall verschwitzt war. Das hatten die Kids (ich nenne sie hier mal so) natürlich sofort raus. Und irgendeiner kam irgendwann mal auf die Idee, mich Adam zu nennen. Dieser Spitzname hat dann die Runde gemacht, weil ich ihn toll fand und mich auch selbst so genannt habe. Doch kaum jemand kannte den Ursprung und keiner hat sich dafür interessiert. Ich höre die Kids heute noch: Während ich unter der Dusche stehe, höre ich sie schon im Eingangsbereich brüllen "Mal schauen, ob der Adam wieder unter der Dusche steht". Und schneller als der Wind standen sie mit bis zu acht lachenden Kids in der Dusche, um mir ein Hallo zu sagen. Meine Nacktheit war für diese Kids nie ein Problem, sondern schlichtweg Selbstverständlichkeit.

    Das zeigte sich auch etwa ein Jahr später, als an unserer Schule ein Tutorensystem eingerichtet wurde: Schüler aus der Oberstufe betreuten jeweils eine bestimmte Klasse aus der Unterstufe. Und wie es der Zufall so wollte, bekam ich genau die Klasse zur Betreuung, in der diese Schüler lernten. Das Thema "Adam nackt unter der Dusche" stand bei uns nie auf dem Stundenplan. Ich hieß einfach Adam und damit basta.

    Ich war seinerzeit erstaunt, als mir eine Freundin erzählte, sie kenne erwachsene Frauen, die sich nach dem Sport im Badeanzug duschen, obwohl sie unter sich sind. Dinge gibt´s . . . aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.

    Vor ein paar Jahren wollte ich mich mal von meinem Spitznamen verabschieden, aber zwischenzeitlich gefällt er mir wieder, weil er viele schöne Erinnerungen und Gefühle in mir weckt.

    #gerhardsgedankenbuch #spitzname #adam #GeschichteeinesNamens #sport #duschen #nackt #lachen #nacktheit #selbstverständlichkeit #erinnerungen #gefühle

  10. Eine Kinderträne

    Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski hat einmal gesagt

    Wenn wegen einer Idee auch nur eine Kinderträne vergossen wird,
    dann ist es keine gute Idee.

    Tagtäglich sehr viele Kindertränen - seien sie offen oder innerlich geweint - zeugen von sehr vielen schlechten Ideen:

    • Kinder, denen von Wirtschaft und Politik keine ausreichenden Kindergarten- und Kinderkrippenplätze zugestanden werden,
    • Kinder, die weder genügend Kleidung noch genügend Essen haben, weil ihre Mütter zu Bürgergeld-Betroffenen degradiert werden,
    • Kinder, die von ihren Eltern und unserem fürsorglichen Staat vernachlässigt werden,
    • Kinder ohne Eltern, die in Heimen aufwachsen müssen,
    • Kinder, die in Kriegen verstümmelt werden,
    • Kinder, die auf der Flucht sind,
    • Kinder, denen die Schulbildung verweigert wird und die zu harter Arbeit gezwungen werden,
    • Kinder, die als Kindersoldaten missbraucht werden - widerlichstes und abschreckendstes Beispiel ist die Militärdiktatur in Burma, die weltweit die meisten Kinder als Soldaten missbraucht und in den Tod schickt,
    • Kinder in armen Ländern, die krank sind und denen von den Regierungen und der Pharmaindustrie ausreichende Gesundheitsfürsorge und -vorsorge verweigert wird.

    Es gibt glücklicherweise auch viele Kinder, die achtsam ins Leben begleitet werden von Erwachsenen, die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten sehen und behandeln. Doch davon liest man nur selten, weil sich schlechter Nachrichten leider besser verkaufen lassen als gute.

    #gerhardsgedankenbuch #kinder #kindertränen #eltern #erwachsene #achtsamkeit #persönlichkeiten #fürsorge #kriege #flucht #schulbildung #kindersoldaten #kindesmissbrauch #missbrauch #armut #gesundheitspolitik

  11. Sehnsucht nach Frieden

    Haben diese Sehnsucht nicht die meisten von uns? Nach Frieden in der Welt, nach Frieden im eigenen Land, nach sozialem Frieden, nach nachbarschaftlichem Frieden. Bei diesen Sehnsüchten geht es um Frieden zwischen uns Menschen. Doch was ist mit dem Frieden in jedem von uns? Haben wir denn auch den persönlichen Frieden in uns, ohne den wir den "großen" Frieden nicht überzeugend leben können?

    Darf ich den "großen" Frieden fordern, wenn in mir sehr viel Unfrieden ist? Unfrieden, mit dem ich oft auch andere Menschen verletze. Ich denke, dass ich es unter einer Voraussetzung darf: Wenn ich mir meines inneren Unfriedens bewusst bin und daran arbeite, ihn Schritt für Schritt in einen inneren, belastbaren Frieden zu führen. Das ist ein hartes Stück Arbeit, das leider und zugleich verständlicherweise nicht von heute auf morgen gelingen wird.

    Oder darf man den "großen" Frieden erst dann fordern, wenn man mit seinem persönlichen Frieden vollkommen im Reinen ist? Ich denke, in diesem Fall würden uns viele Menschen verloren gehen, die sich für den zwischenmenschlichen Frieden einsetzen.

    Wie sehr Ihr das?

    #gerhardsgedankenbuch #sehnsucht #frieden #unfrieden #verletzungen #zwischenmenschlichkeit

  12. Ein roter Faden in meinem Leben

    Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, dass mit Ausnahme von Partnerschaften, alle Kontakte ausschließlich von mir gepflegt worden sind und bis heute gepflegt werden. Das gibt mir oft das Gefühl, für diese Menschen keine Rolle in deren Leben zu spielen oder eben nur eine unter geordnete Rolle.

    Bisher habe ich mich zweimal von solchen Kontakten getrennt - ich habe beharrlich nichts mehr von mir hören lassen. Und keiner dieser Kontakte hat sich bis heute bei mir gemeldet. Das kann ich nicht anders deuten, als dass ich für diese Menschen nicht wichtig war.

    Auch aktuell stehe ich wieder vor dieser Schwierigkeit, zögere aber mit der Umsetzung, weil ich Angst davor habe, letztlich alleine zu sein. Und ich bin überzeugt, dass sich die Menschen, an die ich denke, nicht wieder bei mir melden würden.

    Dieser "rote Faden" hat bestimmt einen Grund - doch welchen bzw. welche? Ich bin alles andere als fehlerfrei. Aber so fehlerhaft, dass sich Menschen immer wieder von mir verabschieden? Das kann ich mir kaum vorstellen.

    Oder stehe ich mit dieser Erfahrung gar nicht so alleine, wie ich es oft empfinde?

    #gerhardsgedankenbuch #roterfaden #leben #partnerschaften #kontakte #beziehungspflege #trennungen #angst #alleinsein #fehlerfrei

  13. Schulschreck Nummer 1

    Als ich noch motorisiert war, habe ich hin und wieder meine Lieblingsschule (diese Schule habe ich wirklich geliebt!) besucht - das Konrad Heresbach Gymnasium in Mettmann, in dem ich die Hochzeit meines Lebens leben und erleben durfte. Bei einem dieser Besuche begegnete mir ein ehemaliger Deutschlehrer, der mich sofort wieder erkannt, aber meinen Namen vergessen hatte. Er überlegte laut mit dem Worten:

    "Warum komme ich denn nicht auf ihren Namen? Sie waren Schulschreck Nummer 1."

    Soso - schmunzelte ich in mich hinein, ein kritischer Schüler aus Lehrersicht. Er meinte es humorvoll, kam auch noch auf meinen Namen, und wir hatten noch ein schönes Gespräch.

    #gerhardsgedankenbuch #schulschreck #khgmettmann #lieblingsschule #schule #hochzeit #namen #schüler #lehrersicht #humor #schönesGespräch

  14. Schweigend miteinander reden

    In Attendorn haben vor Jahren 30 Schülerinnen und Schüler fünf Tage getestet, ob der Mensch ohne (gesprochene) Sprache gesellschaftsfähig ist. Ihr Fazit: Man kann ohne Sprache leben, aber mehr Spaß macht es mit.

    Das erinnert mich an eine Erfahrung aus meiner letzten Kur. Auf einem Spaziergang mit Lisa - einer Patientin - haben wir vereinbart, eine halbe Stunde miteinander spazieren zu gehen, ohne miteinander zu reden. Das war eine der Erfahrungen aus meinem Leben, die mir tief in Erinnerung geblieben ist, weil unsere Kommunikation ohne Sprache auf der gefühlsmäßigen Ebene sehr intensiv war. Und - das finde ich auch ganz spannend - ich habe die Natur um uns herum ebenfalls tiefer wahrgenommen, als wenn ich in ein Gespräch vertieft gewesen wäre.

    Wir haben nicht nur unsere gesprochene Sprache als Mittel für Kommunikation, sondern auch noch Gestik, Mimik und Einfühlungsvermögen. Alle diese Elemente machen - sinnvoll miteinander kombiniert - eine guten und befriedigenden Austausch zwischen uns Menschen aus.

    #gerhardsgedankenbuch #schweigen #reden #gedankenaustausch #sprache #spaß #spaziergang #erinnerung #kommunikation #gestik #mimik #einfühlungsvermögen

  15. Mein persönlicher Datenschutz

    Mir liegt Datenschutz zwar sehr am Herzen, aber ich lebe ihn nicht widerspruchsfrei:

    ~ Ich habe ein Google-Konto, das ich auch nutze - als zusätzliches Email-Konto und Android für mein Smartphone.
    ~ Allein mit meinem Blog gebe ich sehr viel Persönliches von mir preis. Das würde sich auch nicht ändern, wenn ich mein Blog selbst hosten würde, weil die Beiträge in beiden Fällen öffentlich wären. Nichtsdestotrotz achte ich dort sehr sorgfältig auf den persönlichen Datenschutz der Menschen, über die ich schreibe. Ausgenommen sind die Personen, die ohnehin in der Öffentlichkeit stehen.
    ~ Facebook & Co. meide ich mit Ausnahme von WhatsApp. Dort habe ich derzeit jedoch nur wenige unregelmäßige Kontakte im einstelligen Bereich.
    ~ Zur Nutzung von Google auf dem Desktop und auf dem Smartphone (Android) gibt es zwar Alternativen. Aber für deren Einrichtung fehlen mir Geduld und Wissen.

    Und wie sollte ich meine persönlichen Daten gegenüber Behörden - z.B. Jobcenter und Sozialamt - schützen? Das ist absolut unmöglich. Gegenüber diesen Behörden kann ich mich weder auf Datenschutz noch auf Privatsphäre berufen, weil ich dann keine Leistungen bekäme und auf die Straße "umziehen" müsste. Ich finde diesen fehlenden Datenschutz am Gefährlichsten, weil mir die Behörden meine Existenzgrundlage entziehen können. Und ohne Geld bzw. mit viel zu wenig Geld nutzt mir der Datenschutz im Internet rein gar nichts.

    Zudem bin ich in meinem Blog, in meinen sozialen Netzwerken und in Kommentaren mit meinem Klarnamen unterwegs. Für manche mag das Dummheit sein, für mich ist es Authentizität - ich stehe zu dem, was ich sage und schreibe.

    #gerhardsgedankenbuch #datenschutz #google #facebook #behörden #android #blog #whatsapp #kontakte #privatsphäre #existenzgrundlage #klarnamen #kommentare #authentizität #authentisch

  16. Mein persönlicher Datenschutz

    Mir liegt Datenschutz zwar sehr am Herzen, aber ich lebe ihn nicht widerspruchsfrei:

    ~ Ich habe ein Google-Konto, das ich auch nutze - als zusätzliches Email-Konto und Android für mein Smartphone.
    ~ Allein mit meinem Blog gebe ich sehr viel Persönliches von mir preis. Das würde sich auch nicht ändern, wenn ich mein Blog selbst hosten würde, weil die Beiträge in beiden Fällen öffentlich wären. Nichtsdestotrotz achte ich dort sehr sorgfältig auf den persönlichen Datenschutz der Menschen, über die ich schreibe. Ausgenommen sind die Personen, die ohnehin in der Öffentlichkeit stehen.
    ~ Facebook & Co. meide ich mit Ausnahme von WhatsApp. Dort habe ich derzeit jedoch nur wenige unregelmäßige Kontakte im einstelligen Bereich.
    ~ Zur Nutzung von Google auf dem Desktop und auf dem Smartphone (Android) gibt es zwar Alternativen. Aber für deren Einrichtung fehlen mir Geduld und Wissen.

    Und wie sollte ich meine persönlichen Daten gegenüber Behörden - z.B. Jobcenter und Sozialamt - schützen? Das ist absolut unmöglich. Gegenüber diesen Behörden kann ich mich weder auf Datenschutz noch auf Privatsphäre berufen, weil ich dann keine Leistungen bekäme und auf die Straße "umziehen" müsste. Ich finde diesen fehlenden Datenschutz am Gefährlichsten, weil mir die Behörden meine Existenzgrundlage entziehen können. Und ohne Geld bzw. mit viel zu wenig Geld nutzt mir der Datenschutz im Internet rein gar nichts.

    Zudem bin ich in meinem Blog, in meinen sozialen Netzwerken und in Kommentaren mit meinem Klarnamen unterwegs. Für manche mag das Dummheit sein, für mich ist es Authentizität - ich stehe zu dem, was ich sage und schreibe.

    #gerhardsgedankenbuch #datenschutz #google #facebook #behörden #android #blog #whatsapp #kontakte #privatsphäre #existenzgrundlage #klarnamen #kommentare #authentizität #authentisch

  17. Zwei Gedenktage

    Am heutigen 11. September 2024 sollten wir uns an zwei Terroranschläge erinnern, die die Welt verändert haben:

    • Es ist der 51. Jahrestag des Putsches in Chile und
    • es ist der 23. Jahrestag der Terroranschläge in New York

    Am 11. September 1973 putschte das chilenische Militär gegen den drei Jahre zuvor demokratisch gewählten sozialistischen Ministerpräsidenten Salvador Allende, der bei der Bombardierung des Präsidentenpalastes ums Leben kam. Bis zum 11. März 1990 terrorisierte dann die Militärjunta unter dem Diktator Augusto Pinochet das chilenische Volk.

    Dieser Putsch wurde von den USA und ihrem Auslandsgeheimdienst CIA politisch, finanziell und mit einem umfangreichen Propagandakrieg gegen die chilenischen Linksparteien unterstützt. Hierfür wurden mehrere Millionen Dollars an US-Steuergeldern aufgewandt.

    In seiner letzten Radiorede - die Luftwaffe hatte schon die meisten regierungstreuen Radiostationen bombardiert - sagte Salvador Allende unter anderem: ". . .Mir bleibt nichts anderes, als den Arbeitern zu sagen: Ich werde nicht aufgeben! In diesem historischen Moment werde ich die Treue zum Volk mit meinem Leben bezahlen. . ."

    Was für ein großartiger Politiker! Was für ein mutiger Mensch! Unter den demokratisch gewählten Volksvertretern in Deutschland gibt es nicht einen, der so treu und standhaft zu seinem Volk stehen würde - weder im wörtlichen noch im übertragenen Sinn.

    Am 11. September 2001 wurden von Selbstmordattentätern der al-Quaida vier Verkehrsflugzeuge entführt. Zwei von ihnen lenkten sie in das World Trade Center und nahmen dabei den Tod von über 3.000 Menschen in Kauf.

    Diese Anschläge wurden von den USA als Anlass missbraucht, einen Antiterrorkrieg zu beginnen, um ihre zu jenem Zeitpunkt zunehmend schwindende Macht in der Weltpolitik und vor allem in der NATO wieder zu stabilisieren - leider mit Erfolg.

    Viele westliche Staaten haben diese Anschläge in ihrem Straf- und Zivilrecht dazu missbraucht, Einreisebedingungen zu verschärfen, Überwachungsmaßnahmen auszuweiten und grundlegende Menschenrechte einzuschränken.

    Die Leidtragenden sowohl des Putsches in Chile wie der Anschläge in New York sind letztendlich wir Alle. Die Mächtigen in Wirtschaft und Politik - die Hintermänner dieser Terroranschläge - sitzen nach wie vor fest im Sattel.

    Solange den Menschen weisgemacht werden kann, dass das große Ganze (was auch immer das sei) wichtiger sei als der einzelne Mensch, solange wird es Terror im Großen und Terror im Kleinen geben.

    #gerhardsgedankenbuch #terror #missbrauch #putsch #terroranschläge #chile #newyork #usa #cia #propagandakrieg #salvadorallende #mut #demokratie #deutschland #antiterrorkrieg #nato #hintermänner

  18. Immer dieses Geschreie . . .

    In wirklich früheren Jahres meines Lebens fand ich es abartig und unerwachsen, bei Sportveranstaltungen rum zu brüllen und Lieder zu singen. Na ja, für das Singen hatte ich schon eher Verständnis. Aber es wäre einfach für mich nichts gewesen.

    Das hat sich im wahrsten Sinne des Wortes von einer Minute zur nächsten geändert, als ich mit meiner seinerzeitigen bei einem längeren Spaziergang in der Uni-Halle Wuppertal gelandet sind. Da niemand Eintritt verlangte, sind wir reingegangen und haben uns ein Handballspiel angesehen. Es ging hoch her - mit Anfeuern für jede Mannschaft und Gesängen. Und ich habe es nicht als Gebrüll empfunden, sondern als laut heraus geschriehene Leidenschaft für den Sport. Ich war nahe dran, meine Stimme auch zu erheben, weil diese Leidenschaft in mich überging. Aber ich habe mich nicht getraut.

    Ich bin kein Sportfan und sehe mir auch nur selten Sport an. Aber wäre ich in einem Verein, das Mannschaftslied würde ich so laut wie möglich mitsingen, ebenso das Stadionlied und meine Mannschaft nicht minder laut anspornen.

    Diese Erinnerung kam mir mit diesem Lied der Puhdys.

    #gerhardsgedankenbuch #sportveranstaltungen #singen #wuppertal #handballspiel #anfeuern #gesänge #leidenschaft #sport #mannschaftslied #stadionlied

  19. Verzeihen können

    In meinem Leben habe ich schon so manchen mir lieben Menschen verletzt. Und wenn ich für jede dieser Verletzungen bestraft worden wäre, wäre ich heute ein sehr einsamer Mensch.

    Ich werde - aus welchen Gründen auch immer - hin und wieder liebe Menschen verletzen und bin darauf angewiesen, dass sie mir ehrlich verzeihen können, wie ich mich auch ehrlich entschuldigen und um Verzeihung bitten kann.

    Meines Erachtens gehört Verzeihen-können ebenso zu den Grundlagen eines - gesellschaftlichen und mitmenschlichen - achtungsvollen Miteinanders wie Toleranz, Offenheit, Ehrlichkeit, Loyalität und Zivilcourage.

    #gerhardsgedankenbuch #verzeihen #verletzungen #einsamkeit #achtung #toleranz #offenheit #ehrlichkeit #loyalität #zivilcourage

  20. Das unmittelbare Erleben

    Vor einigen Jahren habe ich mal einen Nachbarn, der bei der Berufsfeuerwehr arbeitete, gefragt, ob seine Arbeit nicht sehr schwierig und auch belastend sei, weil er als Feuerwehrmann auch viel Leid sieht. Und er hat mir geantwortet, dass ich da irre. Er habe das Ergebnis seiner Arbeit immer unmittelbar vor sich. Und das mache ihn glücklich und zufrieden. Auch der Anblick von Leid ändere daran nichts, weil er Menschen unmittelbar helfe. Und das sei etwas völlig anderes als Büroarbeit, wo man sein Gegenüber überhaupt nicht wahrnehmen kann.

    Diese Sichtweise war für mich neu und nachvollziehbar. Für mich wäre diese Arbeit nie etwas gewesen und ist es auch heute noch nicht. Ich würde mir das Leid viel zu sehr zu Herzen nehmen. Auch die vielen mit einer solchen Arbeit verbundenen Glücksgefühle könnten das nicht ausgleichen. Und zudem bin ich nicht nah am Wasser, sondern unter Wasser gebaut.

    #gerhardsgedankenbuch #erleben #berufsfeuerwehr #leid #glück #zufriedenheit #sichtweisen #glücksgefühle

  21. Zu viel Privatheit?

    Wie ich mit meinen persönlichen Gedanken und Gefühlen in der Öffentlichkeit umgehe und warum ich davon überzeugt bin, dass ich keineswegs zu viel von mir preis gebe, möchte ich hier kurz darlegen:

    Ich glaube ziemlich fest daran, dass ich viele Gedanken und Gefühle äußere, die so vielen Menschen gar nicht fremd sind. Oft ist es jedoch ziemlich schwierig, sich mit seinen eigenen (schlechten) Gedanken und Gefühlen auseinander zu setzen und auch zu ihnen zu stehen. Und da mag vielleicht der ein oder andere Leser sich wieder finden und denken Sieh mal da, da bin ich doch nicht so alleine wie ich häufig denke. Und möglicherweise kann ich dem einen oder der anderen auch Mut machen, offener mit seinen (schlechten) Gedanken und Gefühlen umzugehen – gar nicht mal im Internet (das ist nun wirklich nicht jedermanns Ding), sondern eher im Austausch mit nahe stehenden und vertrauten Menschen. Oder auch gegenüber "Fremden" und man stellt dann unter Umständen fest, dass einem diese "Fremden" gar nicht mal so fremd sind.

    #gerhardsgedankenbuch #privatheit #gedanken #gefühle #menschen #mut #internet #austausch #vertrautheit

  22. Feed-URL meines Blogs

    Wer mein Blog gerne regelmäßig über einen Feedreader lesen möchte, aber kein Konto in Friendica hat, kann das über die Feed-URL squeet.me/feed/gerhardsgedanke… in seinem Feedreader tun.

    Ich weise an dieser Stelle auf diese Möglichkeit hin, weil Friendica diese Möglichkeit nicht von sich aus anbietet und die Feed-URL nicht so leicht zu finden ist.

    #gerhardsgedankenbuch #blog #feed-url #feedreader #abonnieren

  23. Auf den Ton kommt es an

    "Du kannst den Menschen sagen, was du willst, es kommt nur auf den Ton an". Diese häufig gehörte Empfehlung meiner Mutter ist mir dauerhaft im Ohr geblieben. Als Kind und Jugendlicher habe ich sie rundweg abgelehnt, weil ich damit verbunden habe, dass man einen Menschen beleidigen und herab setzen kann, wenn man es im "richtigen Ton" sagt. Das war und ist nicht mein Ding.

    Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um zu erkennen, was meine Mutter wirklich gemeint hatte. Dazu musste ich erst einige Abschiede von Freunden und guten Bekannten hinter mich bringen, weil diese Menschen mit meinem oft herab lassenden, beleidigendem und aggressiven Tonfall nicht klar kamen. Im Heute kann ich diese Abschiede sehr gut verstehen.

    Meine Mutter meinte, allen Menschen gegenüber auch in schwierigen Situationen zugewandt und freundlich zu begegnen. Darum bemühe ich mich heute, auch wenn ich manches Mal umständlich und "bürokratisch" rede, weil ich mein Gegenüber nicht verletzen will. Eine frühere Freundin hat mir mal gesagt, ich solle nicht immer so bürokratisch reden, sondern aus dem Bauch heraus. Sie würde schon was sagen, wenn meine Worte und mein Tonfall unangemessen gewesen seien.

    Aus dem Bauch heraus zu reden fällt mir oft schwer, weil ich verstanden werden will, Kritik leider nach wie vor zu persönlich nehme und ich Angst habe, mich im Tonfall zu vergreifen.

    #gerhardsgedankenbuch #ton #kind #jugendlicher #beleidigung #herabsetzung #mutter #freunde #tonfall #abschiede #freundlichkeit #kritik #tonfall

  24. Bundestag plant Gesetz zugunsten der AfD

    Während der Bundestag ein Gesetz plant, Ausländer schon nach Billigung einer terroristischen Straftat aus Deutschland auszuweisen, darf die faschistische AfD hemmungslos und straffrei gegen Ausländer, "Andersartige" und ihnen nicht genehme Menschen hetzen und zum Rassenhass aufrufen. Sogar Höcke darf vor Gericht der Justiz mit Säuberungen drohen - ohne Konsequenzen.

    Das zeigt nach meiner Überzeugung, dass der Bundestag mit zweierlei Maß misst. Da ich davon ausgehe, dass die Bundestagsmitglieder im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten sind, werfe ich ihnen vor, der AfD wissentlich den Weg zu bereiten.

    Da verwundert es nicht, dass viele Menschen gleich das Original wählen statt seine Kopien.

    #gerhardsgedankenbuch #afd #noafd #bundestag #gesetz #ausländer #faschismus #rass #hassenrass #überzeugung #wegbereiter #original #kopie

  25. Ein Versprechen, das nicht gehalten werden konnte

    Meine Eltern hatten nie viel Geld und haben sich und ihren drei Kindern dennoch ein sicheres Zuhause verwirklichen können. Als Kind kam mir nie der Gedanke, mal in Armut zu leben. Ich war überzeugt, einmal mehr als meine Eltern verdienen zu können. Darum hatte ich meinen Eltern mal versprochen: "Wenn ich mal viel Geld verdiene, schenke ich euch eine Weltreise, weil ich weiß, dass das ein ganz großer Wunsch von euch ist." Dieses Versprechen konnte ich nie wahr machen, weil mein Leben dann doch anders verlief:

    Mit einem kurz vor Ende hingeschmissenes Studium und zu viel Sturkopf im Berufsleben (und leider nicht nur dort) habe ich es voll vermasselt. Fehler, die nur sehr schwer bis gar nicht wieder gut zu machen sind.

    #gerhardsgedankenbuch #eltern #versprechen #weltreise #kinder #armut #studium #sturkopf #studium #fehler #wiedergutmachung

  26. Generalstreik der ehrenamtlich tätigen Menschen

    Wir haben in Deutschland etwa 18.000.000 Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Das sind 18.000.000 Menschen, die ohne jede Bezahlung vor allem im sozialen Bereich Menschen helfen. Stellen wir uns mal vor, diese Menschen würden in einen (unbefristeten) Warnstreik treten - Deutschland stünde still, stiller als wenn GDL oder ver.di streiken würden. Diese Menschen würden für Menschenwürde, Menschenrechte, ein gesundes Sozialwesen streiken, und nicht wie die Gewerkschaften für sich sich selbst und für ihre eigenen Finanzen. Aber leider sind die Gewerkschaften nicht sozial gestrickt. Ihnen geht es wie den Unternehmern ausschließlich um die eigenen finanziellen Vorteile. Sie vertreten ausschließlich Menschen in Arbeit, arme Menschen sind für sie Außenseiter, für die zu kämpfen nicht lohnt.

    Aber zu diesem Generalstreik wird es nie kommen, weil diese Menschen keine Organisation haben, die sie vertritt. In unserer Leistungsgesellschaft geht es schließlich nicht um soziale Werte, sondern um Geld und persönlichen Vorteil.

    #gerhardsgedankenbuch #Ehrenamt #generalstreik #menschen #gdl #verdi #menschenwürde #menschenrechte #gewerkschaften #unternehmer #außenseiter #organisation #leistungsgesellschaft #werte #geld #vorteil

  27. Gespräche mit meinen Eltern

    Meine Eltern sind schon weit über zehn Jahren tot. Ich muss immer wieder an sie denken und führe dann mit ihnen Gespräche in meinem Kopf. Unser Familienleben war schwierig und von viel Sprachlosigkeit durchzogen. Konfliktfähig waren wir alle nicht. Meine wesentlichen Worte an Sie sind

    *Sterben will ich noch lange nicht. Doch wenn ich dereinst zu euch in den Himmel komme, möchte ich mit euch absolut friedlich zusammen sein und die Ruhe, Zugewandheit und Gelassenheit leben, die wir auf Erden nicht hatten.*

    Wer von Euch führt mit verstorbenen lieben Menschen auch solche Gespräche?

    #gerhardsgedankenbuch #eltern #gespräche #tod #gespräche #kopf #familienleben #sprachlosigkeit #konfliktfähigkeit

  28. Teilnehmen ohne zu leiden

    Es gibt sehr viele Dinge in der Welt, bei denen ich einfach nur heulen könnte - sei es das Leid armer Menschen, das Leid von von Kriegen betroffenen Menschen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Wenn ich mich über alles auf dem Laufenden halten würde, würde ich daran zerbrechen. Deshalb muss ich sortieren, was mich im Augenblick stärker und was schwächer beschäftigt. Das ist sehr oft stimmungsabhängig. Darum bin ich nirgends weitestgehend informiert. Aber diese Dinge beschäftigen mich natürlich auch, wenn ich nicht über sie lese oder höre.

    So manches Mal kommen mir auch die Tränen, weil ich nun mal unter Wasser gebaut bin. Ich stehe immer wieder vor der Aufgabe, an dem Leid all dieser Menschen teilzunehmen, ohne mich selbst damit so zu belasten, dass es mir zu tief unter die Haut und meine Stimmung nach unten geht.

    Ich denke, gerade in diesen Tagen stehe ich damit nicht alleine. Darum möchte ich Euch gerne fragen, wie ihr mit diesem Zwiespalt umgeht.

    #gerhardsgedankenbuch #teilnahme #leid #menschen #kriege #information #tränen #frage #zwiespalt

  29. Mein Gedankenbuch - mein Herzblut

    Vor einigen Wochen noch habe ich mich von meinem Gedankenbuch als selbständige Seite verabschiedet. Zwischenzeitlich habe ich jedoch gemerkt, dass mir mein Gedankenbuch viel zu wichtig ist, um unter vielen anderen Einträgen unter zu gehen.

    Darum führe ich es jetzt wieder an dieser Stelle als eigenständige Seite.
    Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und Kommentieren.

    #gerhardsgedankenbuch #herzblut #spaß #lesen #kommentieren

  30. Angst vor dem Sterben

    Obwohl ich schon einige Jahrzehnte in dieser Welt weile, habe ich in dieser Zeit nur äußerst wenige (mir nahe stehende) Menschen beim Sterben begleitet. Auch von sonstigen Bekannten ist keiner gestorben. Manchmal denke ich, die Gedanken an mein eigenes Sterben wären weniger beängstigend, wenn ich häufiger mit Tod konfrontiert worden wäre. Aber das glaube ich nicht so recht.

    Es würde mir mehr helfen, wenn ich mich mit anderen über deren Erfahrungen und sterbenden Menschen austauschen könnte. Das ist bisher einmal geschehen. Es war vor vielen Jahren während eines Kuraufenthaltes, als ein anderer Patient starb - ein Mensch, wie ich mir meinen Vater gewünscht hätte. In dieser Zeit hatte ich das Glück, mich über meine Trauer mit Pfarrern verschiedener Religionen und Menschen austauschen zu können, die bereits bewusst mit Sterbenden konfrontiert waren oder sie bei ihrem Sterben begleitet hatten. Vertieft wurde diese Erfahrung durch eine intensive Bekanntschaft mit einer religiösen und sehr menschlichen und gefühlvollen Frau, die im selben Zeitraum zur Kur war.

    An meinen eigenen Tod zu denken, macht mir manches Mal sehr viel Angst. Es ist nun mal eine Tatsache, dass ich meine Lebensmitte überschritten habe und die Zeit mit zunehmendem Alter immer schneller verrinnt - im wahrsten Sinne des Wortes: Das geht manchmal so schnell, dass ich mich frage, was ich eigentlich in der Zwischenzeit gemacht habe.

    An meinem Tod komme ich nicht vorbei - das kann ich drehen und wenden, wie ich will. Mit wäre es am Liebsten, ich würde mich abends hinlegen und still und ruhig für immer einschlafen. Die Vorstellung von einem langsamen Sterben lässt mir die Haare zu Berge stehen, weil ich Angst davor habe, einsam sterben zu müssen und ich es mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt ganz und gar nicht vorstellen kann, ruhig und gelassen von dieser Welt Abschied nehmen zu können. Mein langsamer Tod wäre für mich mit sehr viel gedanklichem und gefühlsmäßigem Leiden verbunden. Und die Ohnmacht gegenüber meinem Tod würde mir mein Sterben noch verschlimmern.

    #gerhardsgedankenbuch #angst #tod #sterben #pfarrer #pfarrerinen #austausch #zeit #lebensmitte #einsamkeit #gelassenheit #leiden #ohnmacht

  31. Auf den Ton kommt es an

    "Du kannst den Menschen sagen, was du willst, es kommt nur auf den Ton an". Diese häufig gehörte Empfehlung meiner Mutter ist mir dauerhaft im Ohr geblieben. Als Kind und Jugendlicher habe ich sie rundweg abgelehnt, weil ich damit verbunden habe, dass man einen Menschen beleidigen und herab setzen kann, wenn man es im "richtigen Ton" sagt. Das war und ist nicht mein Ding.

    Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um zu erkennen, was meine Mutter wirklich gemeint hatte. Dazu musste ich erst einige Abschiede von Freunden und guten Bekannten hinter mich bringen, weil diese Menschen mit meinem oft herab lassenden, beleidigendem und aggressiven Tonfall nicht klar kamen. Im Heute kann ich diese Abschiede sehr gut verstehen.

    Meine Mutter meinte, allen Menschen gegenüber auch in schwierigen Situationen zugewandt und freundlich zu begegnen. Darum bemühe ich mich heute, auch wenn ich manches Mal umständlich und "bürokratisch" rede, weil ich mein Gegenüber nicht verletzen will. Eine frühere Freundin hat mir mal gesagt, ich solle nicht immer so bürokratisch reden, sondern aus dem Bauch heraus. Sie würde schon was sagen, wenn meine Worte und mein Tonfall unangemessen gewesen seien.

    Aus dem Bauch heraus zu reden fällt mir oft schwer, weil ich verstanden werden will, Kritik leider nach wie vor zu persönlich nehme und ich Angst habe, mich im Tonfall zu vergreifen.

    #gerhardsgedankenbuch #ton #umgangston #menschen #mutter #kind #jugendlicher #freunde #bekannte #abschiede #zugewandtheit #freundlichkeit #kritik #angst

  32. Meine Wohnung ist meine Höhle

    An vielen Orten kann ich mich wohl fühlen - sei es im Urlaub, sei es in der Wohnung von Freunden oder bei einem Seminar mit Übernachtung. Und wenn ich mit lieben Menschen zusammen bin, gibt es nichts Schöneres. Weniger schön empfinde ich es, wenn ich allein dort bin.

    Auch wenn ich von solchen Orten mit Wehmut wieder nach Hause fahre (obwohl ich es im Grunde noch gar nicht will), so fühle ich mich nach meiner Rückkehr wieder weitaus mehr zu Hause als sonst wo: das Gefühl von Angekommensein, das Gefühl von Sicherheit und der Möglichkeit des Rückzugs, das Gefühl meiner persönlichen "Höhle", das Gefühl, das hier ist mein Zuhause, meine vier Wände, mein Freiraum. In diese Höhle kann ich mich zurück ziehen, wenn ich mich für mich allein brauche.

    Und seit der Renovierung meiner Wohnung ist meine Wohnung auch mein kleines Schloss, meine bescheidene Burg.

    #gerhardsgedankenbuch #wohnung #menschen #wehmut #rückkehr #zuhause #angekommensein #rückzug #sicherheit #gefühl #höhle #burg #schloss

  33. Meine älteste Freundschaft

    Bis vor etwa 40 Jahren lebten wir in einer Beziehung, die nach sieben Jahren zu Ende gegangen ist. Dann haben wir Jahrzehnte nichts mehr voneinander gehört oder gesehen. Mit den Jahren ergab es sich, dass wir uns über ihren Bruder - zu dem ich lockeren Kontakt hielt - wieder Schritt für Schritt näher kamen. Irgendwann vor einigen Jahren ergab es sich, dass wir uns gegenseitig besucht haben. Heute leben wir nicht wieder in einer Beziehung, sondern in einer Freundschaft, die sehr vertrauensvoll ist.

    Ein solches erneutes Kennenlernen nach so vielen Jahren lässt sich nicht planen und auch nicht voraussehen. Es kommt oder es kommt nicht. Ich denke jedoch, dass das nur funktioniert, wenn man sich in seinen grundsätzlichen Lebenseinstellungen treu geblieben ist.

    #gerhardsgedankenbuch #gedanken #freundschaft #beziehung #kontakt #kennenlernen #lebenseinstellungen

  34. Sehnsucht nach Frieden

    Haben diese Sehnsucht nicht die meisten von uns? Nach Frieden in der Welt, nach Frieden im eigenen Land, nach sozialem Frieden, nach nachbarschaftlichem Frieden. Bei diesen Sehnsüchten geht es um Frieden zwischen uns Menschen. Doch was ist mit dem Frieden in jedem von uns? Haben wir denn auch den persönlichen Frieden in uns, ohne den wir den "großen" Frieden nicht überzeugend leben können?

    Darf ich den "großen" Frieden fordern, wenn in mir sehr viel Unfrieden ist? Unfrieden, mit dem ich oft auch andere Menschen verletze. Ich denke, dass ich es unter einer Voraussetzung darf: Wenn ich mir meines inneren Unfriedens bewusst bin und daran arbeite, ihn Schritt für Schritt in einen inneren, belastbaren Frieden zu führen. Das ist ein hartes Stück Arbeit, das leider und zugleich verständlicherweise nicht von heute auf morgen gelingen wird.

    Oder darf man den "großen" Frieden erst dann fordern, wenn man mit seinem persönlichen Frieden vollkommen im Reinen ist? Ich denke, in diesem Fall würden uns viele Menschen verloren gehen, die sich für den zwischenmenschlichen Frieden einsetzen.

    Wie sehr Ihr das?

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #gedanken #frieden #sehnsucht #unfrieden #zwischenmenschlichkeit

  35. Wie viele Messenger braucht der Mensch?

    Im Grunde genommen "jede Menge", weil man (fast) nur mit Menschen sich austauschen kann, die denselben Messenger nutzen. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, sich mit allen Kontakten auf einen Messenger zu einigen.

    Aktuell nutze bzw. habe ich drei Messenger: Threema, Signal und WhatsApp. Auf Threema und Signal habe ich leider nur inaktive Kontakte und auf WhatsApp die wenigen aktiven Kontakte. Und wenn den aktiven Kontakten, die zudem meine wichtigen Kontakte sind, Datenschutz gleichgültig ist, dann wird es schwierig bis unmöglich - ich müsste/muss den Messenger nutzen, den ich am wenigsten mag. Und zu Threema und Signal konnte ich niemanden bewegen - auch nicht als zusätzliche Messenger für die Kommunikation mit mir ("nur" für dich??)

    SMS sind mir zu teuer und den RCS-Standard kennt auch nicht jeder. Und zudem funktioniert RCS leider auch nicht immer stabil.

    Email wäre auch noch eine Möglichkeit, aber bei mehreren Nachrichten wird es unübersichtlich. Da ist ein Messenger schon wesentlich übersichtlicher.

    Schon länger diskutiere ich dieses Thema nicht mehr mit meinen Kontakten, weil ich nur auf Ignoranz und Ablehnung gestoßen bin.

    #gerhardsgedankenbuch #messenger #erfahrung #kontakte #threema #signal #whatsapp #datenschutz #sms #rcs #email #nachrichten #übersicht #thema #ignoranz #ablehnung

  36. Ich wünsche mir Frieden - keine Panzer

    Im Grunde dürfte ich zu diesem Thema nichts sagen, weil ich wie die übrigen 99% der Menschen, die sich zum Ukraine-Krieg äußern, viel zu wenig an Wissen und Hintergrundwissen zu diesem Thema habe.

    Ich ärgere mich maßlos über die Berichterstattung, in der immer wieder so getan wird, als bräuchten wir nur genügend Waffen, um den Krieg zu beenden. Der Westdeutsche Rundfunk erklärt jetzt sogar die Unterschiede zwischen verschiedenen Panzertypen. Es wird so getan, als bräuchten wir nur genügend Waffen, um den Krieg zu beenden. Aber was dann . . . ?

    Berichterstattung und Diskussionen beschäftigen sich ausschließlich mit dem millitärischen Gesichtspunkt dieses Krieges Klar, wenn man Krieg will, gibt es nur diesen Gesichtspunkt. Es geht nirgends um Frieden, um diplomatische Bemühungen, um die Frage "Wie gestalten wir die Zeit nach dem Waffenstillstand? Wie gestalten wir Frieden?" Wenn wir erst nach dem Waffenstillstand nach Antworten suchen, können wir es gleich lassen, weil das zum Scheitern verurteilt ist.

    Es gibt bestimmt auch diplomatische Bemühungen. Darüber müssten die Medien berichten. Doch sie tun es nicht. Und die sogenannten Experten, die uns die Medien dauerhaft vorsetzen, sind ausschließlich dem Militär nahe stehende Menschen. Und ich bin davon überzeugt, dass es Methode ist. Ich - vielleicht nicht ich alleine - würde mich sehr darüber freuen, wenn die Medien hier für Ausgewogenheit sorgen und so zeigen würden, dass es ihnen vorrangig um Frieden geht und nicht um immer mehr Waffen in die Ukraine.

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #frieden #panzer #ukraine-krieg #ukraine-frieden #menschen #hintergrundwissen #medien #berichterstattung #waffenstillstand #scheitern #diplomatie #militär

  37. Schreibe ich authentisch?

    Bekanntlich schreibe ich sehr viel über meine Gedanken, meine Gefühle, mein Leben und wie ich versuche, mich in diese Gesellschaft einzubinden. Das fällt mir oft nicht leicht, und ich weiß oft nicht so recht, wie ich das alles in Worte fassen kann. Und noch weniger weiß ich, ob ich von Euch verstanden werde. Verstanden in dem Sinn, dass ich nachvollziehbar machen kann, was ich denke, warum ich es denke, warum ich so und nicht anders lebe und oft auch nicht leben kann.

    Ich möchte niemanden davon überzeugen, dass mein Leben in vorbildlichen Bahnen verläuft - das wäre eine Lüge. Mein Wunsch ist, Euch etwas von mir mitzuteilen - mit Euch ein Teil meines Lebens zu teilen. Inwiefern Ihr das auch möchtet, das ist Eure Entscheidung.

    Wichtig wäre mir auch eine Rückmeldung zu der Frage: Schreibe ich authentisch?

    #gerhardsgedankenbuch #gedanken #gedankenbuch #authentizität #echtheit #schreiben #bloggen #gedanken #gefühle #leben #gesellschaft #lüge #wunsch #teilhabe #entscheidung

  38. Erlebnisse meiner Kindheit [6]

    Ich muss etwa 15 Jahre jung gewesen sein, als der damalige CDU-Außenminister Gerhard Schröder Mettmann besuchte und vor unserem Gymnasium seinen ersten Auftritt hatte. Er stieg nicht direkt vor unserem Gymnasium aus, sondern etwa 100 Meter weiter auf dem Platz vor der Feuerwehr. Es war eine riesige Menschenmenge vor Ort. Irgendwie war es mir wichtig, Gerhard Schröder als einer der ersten zu begrüßen. Wie mir das gelungen ist, weiß ich nicht mehr - jedenfalls ist es mir gelungen.

    Seine Staatskarosse kam an und ich wartete voller Spannung auf "unseren" Außenminister. Als er aus dem Wagen ausstieg, war ich direkt als erster bei ihm, gab ihm die Hand und begrüßte ihn mit Worten: "Guten Tag Herr Schröder, ich heiße auch Gerhard." Das war´s. Und ich war sehr stolz auf mich.

    Noch heute und auch jetzt beim Schreiben dieser Erinnerung muss ich über alle Backen schmunzeln.

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #gedanken #erlebnisse #kindheit #khgmettmann #mettmann #gymnasium #staatsbesuch #stolz #schmunzel

  39. Erlebnisse meiner Kindheit [5]

    Da meine Eltern beide arbeiten mussten, um uns fünf Köpfe über die Runden zu bringen, kam ich in einen katholischen Kindergarten, der von Ordensschwestern geführt wurde Dort kam ich erstmals spürbar mit brutaler Strafe in Kontakt. Schon damals habe ich nicht geschwiegen, um meine Ruhe zu haben, sondern meine Kritik und meinen Unmut laut gemacht. Das passte den Ordensschwestern nicht und sie haben mich zur Strafe jedes Mal in einen Treppenverschlag eingesperrt. Es war dort vollkommen dunkel. Allein das hat in mir eine panische Angst erzeugt, die von der Enge dieses Verlieses (anders war dieser Raum nicht zu nennen) noch verstärkt wurde. Mein panisches Schreien ließ die Ordensschwestern kalt. Irgendwann "durfte" ich dann wieder raus kommen in der Hoffnung der Ordensschwestern, dass ich jetzt "geläutert" sei. Krasse Fehleinschätzung: Ich habe mich gegen Unrecht lautstark gewehrt - lautstark und nicht im stillen Kämmerlein. Alle Versuche, mir dieses Verhalten auszutreiben, haben bis heute nicht gefruchtet und werden es wohl auch über meinen Tod hinaus nicht.

    Meinen Eltern habe ich von dieser Brutalität erzählt. Doch sie standen auf dem Standpunkt, dass ich diese Strafen verdient hätte, wenn die Ordensschwestern es so bestimmten. Ich meine mich zu erinnern, dass sie auch mal vorgesprochen und nichts erreicht haben. Vermutlich meinten sie es ernst, aber - so denke ich heute - sie hatte ja nie gelernt, "Autoritäten" als autoritär zu erkennen und noch weniger, sich dagegen und gegen Unrecht aufzulehnen.

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #gedanken #erlebnisse #kindheit #eltern #kindergarten #ordensschwester #strafe #kritik #unmut #panischeAngst #panik #schreie #fehleinschätzung #verhalten #lernen #autoritäten #unrecht

  40. Wir kleinen Menschen

    Die Medien sind voll von den Prominenten und Großen dieser Welt, von einflussreichen Politikern, mächtigen Wirtschaftsbossen, Neureichen, Kindern reicher Eltern, seht gut verdienenden Schauspieler(inne)n, hoch dotierten Fußballprofis, quotenträchtigen Fernsehmoderatoren und anderen Leuten, ohne die die Welt angeblich nicht leben kann. Was wären viele dieser Großen Männer ohne ihre Frauen, die ihnen die Wäsche waschen und bügeln, darauf achten, dass sie passend gekleidet sind und ihre Haushalte managen, damit ihre Männer für ihre Wähler und ihre Mitarbeiter sorgen können? Wo blieben die Neureichen und die Kinder reicher Eltern, wenn sie mal wie Normalverdiener arbeiten müssten, wo drogenabhängige Großverdiener, wenn sie nicht genügend Geld für ihre Therapien und die Zeiten zwischen dem "Geldverdienen" hätten? Aber diese Leuten können sogar mit Hilfe der Medien noch Werbung für ihre Skandale, ihre Drogenabhängigkeit und ihren groß angelegten Sozialraub machen.

    Ab und zu berichten die "ausgewogenen" Medien dann auch mal über den Überlebenskampf der kleinen Menschen, über die Menschen, ohne die die Obengenannten weder mächtig noch einflussreich noch gutverdienend wären - über die alleinerziehende Mutter, die trotz Hartz IV im alltäglichen Kampf versucht, ihren Kindern eine finanziell und gefühlsmäßig gute Mutter zu sein; über den jungen verarmten Mann, der seit über zehn Jahren in derselben Stadt die Menschen um eine kleine Spende bittet und sich dafür bestimmt schämt; über ca. sechszehn Millionen Empfänger von Arbeitslosengeld II (viele Arbeitslose werden nur als ein Arbeitsloser gerechnet, obwohl eine ganze Familie davon betroffen ist); über den Drogenabhängigen, der für sich keine andere Zukunft sieht, weil sein fürsorglicher Staat ihm keine Zukunft bietet; über das karge Leben von Rentnern und Arbeitslosen, die sich weder Kultur, Reisen, Gesundheit leisten können und darunter seelisch, geistig und körperlich leiden - so manches Mal bis zur Selbstaufgabe, während zur selben Zeit "notleidende" Bank(en)-Manager mit den Milliarden vom Staat versorgt werden, die dem kleinen Menschen vorenthalten werden; über den hart arbeitenden Menschen, der auf ergänzendes Arbeitslosengeld II angewiesen ist, weil ihm sein Arbeitgeber einen angemessenen Lohn vorenthält.

    Die Prominenten und Großen haben doch letztlich gar nicht die Wichtigkeit, dass es sich über sie zu schreiben und zu berichten lohnen würde. Die wahren Großen und Prominenten sind all die kleinen Menschen, die jeden Tag aufs Neue um ihr Überleben und Leben kämpfen müssen - und das in der Regel mit lobenwertem und achtungsvollem Erfolg!

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #gedanken #menschen #macht #reichtum #skandale #sozialraub #überlebenskampf #armut #arbeitslosengeld #rentner

  41. Erlebnisse meiner Kindheit [2]

    Als Kind hatte ich nie den Berufswunsch Lokführer (obwohl meiner Vater Eisenbahner war) oder Polizist oder Feuerwehrmann. Ich bin katholisch aufgewachsen und glaubte in jener Zeit diesen Glauben noch. Darum wollte ich im Alter von etwa zehn Jahren Priester werden. Doch einfach nur Priester war mir schon bald zu wenig - ich wollte Bischof werden. Es wollte aber nicht in meinen kindlichen Kopf, dass ich erst einmal Priester werden müsse. Und dann könne ich Jahre später vielleicht auch Bischof werden. Geduldig und vergeblich versuchte mein Vater immer wieder, mir das zu erklären.

    Das war mir dann doch zu umständlich. Und um den Weg zum Bischof abzukürzen, habe ich mir einfach überlegt, den Priester auszulassen und gleich Bischof zu werden. Aber da ich den Priester ja nicht außen vor lassen konnte (so viel hatte ich dann doch begriffen), habe ich mir den Priester-Bischof geschaffen. Tja, wenn das mit den Berufen so einfach wäre.

    Dieser Berufswunsch hielt jedoch nicht lange, weil ich einige Jahre später mit etwa vierzehn Jahren aus der Kirche ausgetreten bin.

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #gedanken #erlebnisse #kindheit #kind #berufswunsch #vater #priester #priesterbischof #bischof #kirche #kopf

  42. Erlebnisse meiner Kindheit [1]

    Meine Mutter war eine gute Köchin und sie hat immer dafür gesorgt, dass es geschmeckt hat und alle satt wurden. Nach einem Essen pflegte mein Vater grundsätzlich zu sagen: "Herr, es hat geschmeckt." Irgendwann wurde mir dieser Spruch inhaltlich bewusst ich fragte ihn: "Sag mal Vati, warum dankst du eigentlich immer dem Herrn? Die Mutti hat doch gekocht." Ein Lächeln im Gesicht meiner Mutter.

    Er hat diesen Spruch nicht wieder gesagt. Aber ein Dankeschön an Mutti für ihre Kochkünste kam auch nie über seine Lippen - schade im Grunde.

    #gerhardsgedankenbuch #gedankenbuch #gedanken #erlebnisse #kindheit #mutter #vater #kochen #dankbarkeit #lächeln

  43. Zweimal ungewollt Drogenkurier

    In meiner Jugend war es nicht ungewöhnlich, Drogen zu nehmen. Ich wuchs auch mit solchen Menschen auf, war und bin bis heute nicht Drogen gefährdet. Zweimal in dieser Zeit haben Drogen nehmende Menschen versucht, mich als Drogenkurier zu missbrauchen.

    Beim ersten Mal war ich mit Bekannten in zwei Autos in Frankreich in Urlaub. Ihr Bekannter fuhr bei mir mit. Hinter der Grenze öffnete dieser Typ meinen Kofferraum und nahm aus meiner Reisetasche Drogen, die er dort heimlich versteckt hatte. Leider haben meine Bekannten bereut, diesen Typen mitgenommen zu haben - er hat während des ganzen Urlaubs nur genervt.

    Beim zweiten Mal war ich mit dem Wagen auf einer Rückfahrt von einer Solinger Disco, die etwas außerhalb lag. Entgegenkommender Weise habe ich zwei Jugendliche mitgenommen. Die Polizei hat die einzige Straße von der Disco weg gesperrt wegen einer Drogenkontrolle. Da ich keine Lust aufs Warten hatte, bin ich an dem ganzen Stau vorbei gefahren und durfte dennoch - das überrascht mich noch heute - ungehindert weiterfahren. Darauf sagte einer der Jugendlichen, er hätte "Stoff" (so nannte man Drogen früher) dabei. Darauf hin habe ich ihn scharf kritisiert und bei der nächsten Möglichkeit raus geworfen. Er erwähnte dann noch, dass er auf Bewährung draußen sei. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln.

    Verstanden habe ich nie, warum man Drogen braucht. Ich denke, es ist zu einfach, diese Abhängigkeit ausschließlich auf Charakter einzuschränken. In vielen Fällen spielt eine schwierige soziale und/oder familiäre Situation eine nicht weniger wichtige Rolle.

    #gerhardsgedankenbuch #gedanken #gedankenbuch #drogen #drogenkurier #menschen #grenze #drogenkontrolle #bewährung #abhängigkeit #charakter

  44. #### Fediverse als Blog-Plattform

    Über zehn Jahre habe ich mein Blog Gerhards Gedankenbuch auf Blogger geführt. Zwischendurch bin ich mal nach Wordpress umgezogen, aber nur für kurze Zeit, weil das kostenlose WordPress zu viele Einschränkungen hat. In den letzten Monaten bin ich mit meinem Blog viel zu häufig zwischen Blogger und Fediverse gewechselt und habe mich jetzt entschieden, dauerhaft Friendica als Plattform für mein Blog zu nutzen. Plume und WriteFreely kommen für mich als Alternative nicht in Frage.

    Darum möchte ich gerne in die Runde fragen: Wer von Euch nutzt Friendica selbst auch als Blogplattform und welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Meine Hindernisse waren immer wieder die fehlende Möglichkeit von Gadgets und mein Zögern, mich von meinem langjährig gewohnten Blogger-Blog zu verabschieden.

    Mein fester Vorsatz ist, jetzt dauerhaft meinen Blog auf Friendica zu führen. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Zur Zeit habe ich aufgrund meines Streams den Eindruck, ich seit der einzige mit einen Blog auf Friendica selbst.

    #gerhardsgedankenbuch #gedanken #buch #blog #friendica #wordpress #blogger #plattform #plume #writefreely #blogplattform #bloggerplattform

  45. Wie wichtig ist mir mein Blog?

    Mein Blog hat schon eine sehr hohe Wichtigkeit für mich. Ansonsten würde ich es nicht schon seit fast sechzehn Jahren schreiben. Es gab und gibt immer wieder Zeiten von viel und von wenig Aktivität, aber mein Gedankenbuch stand schon immer an erster Stelle. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das mal ändern wird.

    Meine Emails lösche ich irgendwann mal. Und die Nachrichten auf meinen Messengern lösche ich auch hin und wieder. Manche verwahre ich auch dauerhaft auf, obwohl ich weiß, dass ich sie nie wieder brauche. Sie sind für mich wie Gespräche, die ich auch nicht protokolliere. Wenn ich etwas vergessen habe, frage ich einfach mein Gegenüber.

    Bei meinen mittlerweile über 1.000 Blogeinträgen könnte ich das auch so handhaben, sehe das doch hier anders: Zum einen ist mein Blog mein Herzblut, und die Einträge sind für mich Dokumente, die es wert sind, aufbewahrt zu werden. Insofern ist mein Blog ein (nicht gedrucktes) Buch, das man aufbewahrt, aber nicht immer liest. Und immer mal wieder verlinke ich auf einen älteren Artikel.

    Noch was ist mir wichtig: Ich habe mein Blog in den letzten Monaten immer wieder mal von Blogger zu Friendica und umgekehrt gewechselt, weil ich auf der Suche war nach einer neuen Plattform. Nunmehr bin ich wieder auf Friendica und mein Plan ist, hier jetzt dauerhaft zu bleiben. Allerdings hat Friendica den Nachteil, dass man hier nur mit einem Friendica-/Mastodon-Account kommentieren kann. Eine Möglichkeit, hier auch ohne einen solchen Account zu kommentieren, kenne ich leider nicht.

    #gerhardsgedankenbuch #blog #wichtigkeit #gedankenbuch #aktivität #emails #messenger #gespräche #gegenüber #fragen #blogeintrag #herzblut #dokumente #buch #artikel #blogger #friendica #account #kommentare

  46. Anspruch und Wirklichkeit

    Immer mal wieder wird an mir kritisiert, dass ich zu viel von anderen Menschen erwarte. Für mich sind es aber keine Erwartungen, sondern Wünsche. Und ich äußere diese Wünsche nicht, um mein Gegenüber für mich umgänglicher zu machen, sondern um mein Gegenüber umfassender in seinen Gedanken und Gefühlen kennen zu lernen, um mich besser einfühlen und mit ihnen umgehen zu können.

    Ich will Respekt, bringe aber auch nicht immer den nötigen Respekt auf. Ich will Kritikfähigkeit, bin in dieser Hinsicht aber eher Mimose als kritikfähig. Ich will Toleranz, bringe aber auch oft nicht die nötige Toleranz auf. Ich will soziales Verhalten, drehe mich aber selbst oft mehr um mich selbst als um andere.

    Frage: Wie seht Ihr Euch selbst? Wie weit stimmen bei Euch Ansprüche und Wirklichkeiten überein?

    #gerhardsgedankenbuch #erwartungen #wünsche #gedanken #gefühle #respekt #kritikfähigkeit #mimose #toleranz #sozialesVerhalten #frage #anspruch #wirklichkeit #umgang

  47. Bitte um Aufmerksamkeit

    Ich möchte Euch gerne darauf aufmerksam machen, dass ich mein Blog Gerhards Gedankenbuch seit einiger Zeit hier ins Fediverse umgezogen habe. Ihr findet es unter [email protected]. Schaut mal rein, vielleicht mögt Ihr mir ja auch dort folgen.

    Danke schön für Eure Aufmerksamkeit

    #gerhardsgedankenbuch #blog #Aufmerksamkeit #folgen #follower
  48. Vor einigen Monaten habe ich mal versucht, mein #Blog ins #Fediverse umzuziehen. Aus den folgenden Gründen habe ich wieder davon Abstand genommen, weil
    a) ich keine Möglichkeit gefunden habe, meine bisherigen Posts von meinem #Blogger-Blog in den #Fediverse-Blog zu #importieren und
    b) #Kommentare nur für Leser mit einem #Fediverse-Account möglich sind.
    Gibt es dafür Lösungsmöglichkeiten?

    Plume, Write Freely u.a. möchte ich nicht nutzen, weil ich dort keine deutschsprachigen Erläuterungen usw. gefunden habe.

    #gerhardsgedankenbuch
  49. Frieden - Frieden - Frieden

    Schon in meiner Kindheit hatte ich ein Gefühl für Recht und Unrecht und habe mich kindlich um Frieden bemüht. Das ist in vielen Fällen gründlich daneben gegangen. Und auch in meinem Erwachsensein ist mir das oft misslungen - statt Frieden zu stiften, habe ich Streit vom Zaun gebrochen.

    Mit zunehmendem Alter spüre ich immer stärker meine Sehnsucht nach innerem und äußerem Frieden: In vorderster Linie ist es die Sehnsucht, inneren Frieden, innere Ruhe, Gelassenheit zu finden. Körperlich war ich schon immer ziemlich gesund und mit einem guten Immunsystem ausgestattet. Deshalb habe ich auch wenig Angst, mich mit Corona zu infizieren. Viel mehr Angst macht mir die Panik- und Angstmache von Politikern und Medien, denen es völlig an Sachlichkeit und Plan mangelt. Das dient meinem inneren Frieden ganz und gar nicht.

    Weltweit sind wir - mit aktiver Unterstützung der deutschen Bundesregierung - auf dem Weg zurück in den Kalten Krieg. Russland und China werden immer mehr zu Feindstaaten erklärt und Biden ist sich nicht zu schade, China mit einem Militärschlag zu drohen. Im eigenen Land werden soziale und Arbeitnehmerrechte zurückgefahren und uns unter dem Deckmantel der Corona-Pandemie mehr und mehr persönliche Freiheiten genommen.

    Ich bin davon überzeugt, dass ich mit diesen Gedanken, Gefühlen und meiner tiefen Sehnsucht nach Frieden nicht alleine stehe. Darum wünsche ich uns allen, dass wir im zwischenmenschlichen und sozialen Bereich imstande sein werden, aktiv zu einem dauerhaften und stabilen Frieden beizutragen.

    #gerhardsgedankenbuch #frieden #corona
  50. Mein aktueller Blogeintrag vom 17.05.21

    *Lizenzen zu verschenken*
    Lange Zeit habe ich versucht, meine Kontakte, die nur WhatsApp nutzen, dazu zu bewegen, einen zusätzlichen datenschutzfreundlichen Messenger zu nutzen - jedoch vergeblich. Auch mein Hinweis, dass sie diesen Messenger zusätzlich zu WhatsApp nutzen können, blieb ungehört.
    Darum hatte ich mich vor ein paar Wochen entschlossen, vier Threema-Lizenzen zu kaufen, um sie diesen Kontakten anzubieten - auch das war vergeblich. Was ich dabei völlig übersehen hatte: Wer sich keinen kostenlosen Messenger installiert, den kann auch eine geschenkte Lizenz von Threema nicht reizen.
    Drei Threema-Lizenzen möchte ich gerne noch an Menschen verschenken, die Threema gerne nutzen möchten, denen der Kauf aber bisher zu umständlich war.
    Wer von Euch möchte eine Lizenz für sich oder einen Freund bzw. eine Freundin haben?

    gerhardsgedankenbuch.blogspot. squeet.me/display/962c3e10-166

  51. Mein aktueller Blogeintrag vom 11.04.21

    *Mut machende Worte*
    Es gibt Situationen, in denen man einem Mitmenschen Mut zu sprechen sollte und will. Doch ist das keine leichte Sache, wenn man es ernst meint. Es könnte auch die Situation verschlimmern. So bin ich sehr empfindlich gegen solche Worte und möchte das auch erläutern:

    gerhardsgedankenbuch.blogspot. squeet.me/display/962c3e10-156

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