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  1. Bundesstaat wechselt Republik

    Die “Amerikanisierung” Sachsen-Anhalts steht dem Rest der Republik (mehr oder weniger unmittelbar) noch bevor

    mit Update abends

    Kanada und Grönland will er annektieren, vom Rest Amerikas die Rohstoffe geschenkt bekommen (aber ohne die Menschen) – am weitesten kam er aber gestern in Sachsen-Anhalt, und hat sich sogleich, wie sein Buddy Elon Musk, “floating the zone with shit” öffentlich amüsiert gezeigt. Donald Trump. “Amerikanisierung” ist natürlich ein Fake-Begriff. Korrekt müsste er lauten “USAfizierung” (= Geografie für Anfänger*innen). Aber der Reihe nach. Hier die Kommentare des Morgens, die aus dem Medientrash herausragen, und zwar in dieser Reihenfolge:

    Kersten Augustin/Stefan Reinecke/taz: Lehren aus der Wahl in Sachsen-Anhalt: Der gut gelaunte Rechtsextremismus – Die AfD kann in Sachsen-Anhalt wohl regieren – und die Parteien der Mitte halten sich erstmal die Ohren zu. Sechs Lehren aus der Landtagswahl.”

    Christian Stöcker im wild clickbaitenden Spiegel, quasi prodomo: Wir brauchen eine Brandmauer gegen Bullshit – Man müsse die AfD »inhaltlich stellen« findet die Union und verkennt ein zentrales Problem: Es geht vielen AfD-Wählern nicht um die Wirklichkeit, sondern um gefühlte Wahrheiten. Dagegen hilft etwas anderes.”

    Wie komme ich auf “USAfizierung”?

    Zunächst einmal “it’s the economy. stupid!”. Die Medienökonomie, die die Politik vor sich her treibt, ist grundsätzlich ähnlich, nur in unterschiedlichem Tempo und Stadium. Am besten darüber Bescheid weiss der reichste, mächtigste und reaktionärste deutsche Medienoligarch Mathias Döpfner. Augustin/Reinecke (s.o.) haben etwas davon verstanden, und versuchen es nach dem Vorbild Mamdani links zu wenden.

    Am gestrigen Wahlergebnis mit 78% Wahlbeteiligung fällt, grob kopfgerechnet, Folgendes auf. 22% haben nicht gewählt. Rund 12% (der 78% Wählenden) haben BSW, FDP und Sonstige gewählt. Beide addiert ergeben diejenigen, denen eine AfD-Machtergreifung verhältnismässig egal/nicht so wichtig ist. Das sind netto fast genauso viele, wie AfD gewählt haben (44 von 3/4 ist ca. ein gutes Drittel v.H.). Das übrige Drittel sind die, die demokratisch gewählt haben, also eine klare Minderheit.

    Diese Aufteilung entspricht ziemlich genau der US-Gesellschaft. Ein Drittel wählt dort Maga/Trump, mehr als ein Drittel wählt gar nicht (bei Kongresswahlen eine klare Mehrheit, bei Präsidentschaftswahlen knapp die Hälfte). Und der Rest sind die – dort heissen sie auch offiziell so – “Demokraten”, die genauso heterogen sind wie hier, nur dort alle in einer “Partei”.

    Auf diese Weise hat sich Sachsen-Anhalt einen klaren Vorsprung vor Kanada und Grönland verschafft. Und vor dem Rest dieser Republik, die wir zu verteidigen versuchen.

    Update abends

    Zu den oben empfohlenen Texten möchte ich unbedingt René Martens/MDR-Altpapier ergänzen, der den provinziellen Blick der deutschen Medien weitet, leider nicht wohltuend, sondern eher so schmerzhaft, wie es ist:

    ‘Das Vergangene ist nie tot. Es ist nicht einmal vergangen.’ – Inwiefern haben Erzählungen und Argumentationsmuster anderer Parteien und vor allem der Medien dazu beigetragen, dass die AfD aller Wahrscheinlichkeit nach den nächsten Ministerpräsidenten stellen wird.”

  2. Bundesstaat wechselt Republik

    Die “Amerikanisierung” Sachsen-Anhalts steht dem Rest der Republik (mehr oder weniger unmittelbar) noch bevor

    mit Update abends

    Kanada und Grönland will er annektieren, vom Rest Amerikas die Rohstoffe geschenkt bekommen (aber ohne die Menschen) – am weitesten kam er aber gestern in Sachsen-Anhalt, und hat sich sogleich, wie sein Buddy Elon Musk, “floating the zone with shit” öffentlich amüsiert gezeigt. Donald Trump. “Amerikanisierung” ist natürlich ein Fake-Begriff. Korrekt müsste er lauten “USAfizierung” (= Geografie für Anfänger*innen). Aber der Reihe nach. Hier die Kommentare des Morgens, die aus dem Medientrash herausragen, und zwar in dieser Reihenfolge:

    Kersten Augustin/Stefan Reinecke/taz: Lehren aus der Wahl in Sachsen-Anhalt: Der gut gelaunte Rechtsextremismus – Die AfD kann in Sachsen-Anhalt wohl regieren – und die Parteien der Mitte halten sich erstmal die Ohren zu. Sechs Lehren aus der Landtagswahl.”

    Christian Stöcker im wild clickbaitenden Spiegel, quasi prodomo: Wir brauchen eine Brandmauer gegen Bullshit – Man müsse die AfD »inhaltlich stellen« findet die Union und verkennt ein zentrales Problem: Es geht vielen AfD-Wählern nicht um die Wirklichkeit, sondern um gefühlte Wahrheiten. Dagegen hilft etwas anderes.”

    Wie komme ich auf “USAfizierung”?

    Zunächst einmal “it’s the economy. stupid!”. Die Medienökonomie, die die Politik vor sich her treibt, ist grundsätzlich ähnlich, nur in unterschiedlichem Tempo und Stadium. Am besten darüber Bescheid weiss der reichste, mächtigste und reaktionärste deutsche Medienoligarch Mathias Döpfner. Augustin/Reinecke (s.o.) haben etwas davon verstanden, und versuchen es nach dem Vorbild Mamdani links zu wenden.

    Am gestrigen Wahlergebnis mit 78% Wahlbeteiligung fällt, grob kopfgerechnet, Folgendes auf. 22% haben nicht gewählt. Rund 12% (der 78% Wählenden) haben BSW, FDP und Sonstige gewählt. Beide addiert ergeben diejenigen, denen eine AfD-Machtergreifung verhältnismässig egal/nicht so wichtig ist. Das sind netto fast genauso viele, wie AfD gewählt haben (44 von 3/4 ist ca. ein gutes Drittel v.H.). Das übrige Drittel sind die, die demokratisch gewählt haben, also eine klare Minderheit.

    Diese Aufteilung entspricht ziemlich genau der US-Gesellschaft. Ein Drittel wählt dort Maga/Trump, mehr als ein Drittel wählt gar nicht (bei Kongresswahlen eine klare Mehrheit, bei Präsidentschaftswahlen knapp die Hälfte). Und der Rest sind die – dort heissen sie auch offiziell so – “Demokraten”, die genauso heterogen sind wie hier, nur dort alle in einer “Partei”.

    Auf diese Weise hat sich Sachsen-Anhalt einen klaren Vorsprung vor Kanada und Grönland verschafft. Und vor dem Rest dieser Republik, die wir zu verteidigen versuchen.

    Update abends

    Zu den oben empfohlenen Texten möchte ich unbedingt René Martens/MDR-Altpapier ergänzen, der den provinziellen Blick der deutschen Medien weitet, leider nicht wohltuend, sondern eher so schmerzhaft, wie es ist:

    ‘Das Vergangene ist nie tot. Es ist nicht einmal vergangen.’ – Inwiefern haben Erzählungen und Argumentationsmuster anderer Parteien und vor allem der Medien dazu beigetragen, dass die AfD aller Wahrscheinlichkeit nach den nächsten Ministerpräsidenten stellen wird.”

  3. @fradie_new

    Auf so was habe ich kein Bock. Es gibt AfD-T-Shirts mit diesem Aufdruck zu kaufen.

    Die machen sich lustig und sehen das als eine besondere Form der Anerkennung.

    #Spiegel, setzen: sechs.

    Sorry, der Spiegel ist bekannt als Hausorgan des rechten SPD-Parteiflügels. Da wundert mich gelegentlich nichts mehr.

  4. #mdr:
    "
    Mit Technik aus Jena: Gesundheit von Pflanzen aus dem All beobachten
    "
    "Am 15. September startet ein Satellit der Europäischen Weltraumorganisation Esa ins All, der die Gesundheit von Pflanzen auf der Erde überwachen soll. Mit an Bord: Hochpräzisionstechnik vom Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF."

    mdr.de/wissen/astronomie-raumf

    2.9.2026

    #Doppelspalt #ESA #FLEX #FLORIS #IOF #Jena #Pflanzenfluoreszenz #Raumfahrt #Satelliten #SpaceFlight #Spektrometer #Spiegel

  5. @energisch_
    @spdbt

    »Sie haben Bedeutendes geleistet, immer zum Wohl unseres Landes, seines inneren Zusammenhalts, seiner demokratischen Kultur und eben auch, ja, seines Ansehens in der Welt.« 😂

    Originalzitat des Bundespräsidenten, als er Sigmar Gabriel das Verdienstkreuz in die Hand drückte. So von Ex-Außenminister zu Ex-Außenminister.

    Der Spiegel hat recht, das ist eine ganz eigene, völlig entrückte Blase, dort in Berlin.

    spiegel.de/politik/deutschland

    Bundespräsidialamt:
    bundespraesident.de/SharedDocs

    #bundesprasident #steinmeier #sigmargabriel #gabriel #bundesverdienstkreuz #dienstag #deutschland #Lacher #lacherlich #spiegel #berlin #berlinbubble

  6. Freiabos für Gefangene e.V. - 40 Jahre Freiabos- eine Zwischenbilanz

    Ein Blick hinter Gefängnismauern: wie steht es um den Zugang der Gefangenen zu Tageszeitungen und Zeitschriften? Im September 1985 gründete sich in Berlin der Verein „Freiabonnements für Gefangene“. Denn in der Regel können Gefangene sich die Kosten für ein Abo nicht leisten.

    Bundesweit vermittelt seit 1985 der Verein, inhaftierten Menschen Freiabos von Zeitungen und Zeitschriften. Es werden Spenden gesammelt um solche Abos zu finanzieren, aber es werden auch Bücher und zu Weihnachten Päckchen verschickt.

    Ohne die @tazgetroete von 1985 gäbe es der Verein wohl nicht.

    Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften kann der Verein hinter die Mauern vermitteln: von der #taz, über #jungewelt, #Süddeutsche, #FAZ, bis hin zur Monatszeitung #konkret oder dem #SPIEGEL.

    Über all das sprach Mara, eine Mitarbeiterin im Verein Freiabonnements für Gefangene, in Berlin, heute mit mir für @RDL

    rdl.de/Freiabonnements_f%C3%BC

    #freiabos #gefangene #strafvollzug #jubilaeum #jva #taz #zeitung #zeitschrift #montag #deutschland #bayern #forenisk #psychiatrie

  7. Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

    Auf X und Tiktok verbreitet sich seit März 2024 eine angebliche Titelseite des Magazins Der Spiegel mit dem Titel „Das grüne Reich: die Machtergreifung“. Zu sehen ist die Politikerin und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag Katharina Schulze, die den rechten Arm zum Hitlergruß hebt. An ihrem linken Arm trägt sie eine Binde mit dem Logo der Grünen-Partei, offenbar angelehnt an Uniformen während des Nationalsozialismus. Allein auf X teilten knapp 400 Nutzerinnen und Nutzer das Bild. 

    Nutzerinnen und Nutzer verbreiteten angebliches Spiegel-Titelblatt von 2021 bereits im Juni 2019

    Wie auf dem Bild zu erkennen ist, soll es sich um das Spiegel-Cover der 38. Ausgabe vom 20. September 2021 handeln. Doch eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt: Das angebliche Titelblatt kursierte schon vor diesem Zeitpunkt in Sozialen Netzwerken. Der früheste Beitrag, den wir finden konnten, stammt von Juni 2019 und wurde auf X mit einem Satire-Hinweis versehen. 

    Seitdem verbreitete sich das Bild mehrfach ohne den Satire-Hinweis. In unserer Satire-Richtline ordnen wir ein, warum das problematisch sein kann.

    Eine Spiegel-Ausgabe vom 20. September 2021 gibt es laut der Webseite des Magazins nicht. Das Cover der 38. Ausgabe zeigte die Grünen-Politiker Annalena Baerbock und Robert Habeck. Der Titel der Ausgabe lautete: „Kein grüner Land: Hat die Partei eine historische Chance verspielt?“

    Anders als online behauptet, gibt es keine Spiegel-Ausgabe vom 20. September 2021. Auf der 38. Ausgabe sind Robert Habeck und Annalena Baerbock zu sehen. (Quelle: Spiegel.de / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Wie die AFP herausfand, stammt das Originalbild von Katharina Schulze aus dem Jahr 2018 und zeigt die Politikerin bei einer Feier nach der damaligen Landtagswahl. Es wurde jedoch manipuliert: In der Originalaufnahme, die in einem Artikel der Bayerischen Staatszeitung zu sehen ist, hebt Katharina Schulze zwar den Arm, der ist aber weniger ausgestreckt und ihre Finger sind gespreizt – sie winkt ins Publikum.  

    In der Originalaufnahme von Katharina Schulze (links) ist klar zu sehen, dass sie nicht den Hitlergruß zeigte (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand / DPA / Picture Alliance)

    Titelblätter von Magazinen sind immer wieder Gegenstand von Desinformation. Mehrfach haben wir in der Vergangenheit etwa Manipulationen von Covern des oder des Handelsblatts aufgedeckt. 

    Redigatur: Matthias Bau, Sarah Thust

    Zur Quelle wechseln
    Author: Paulina Thom

    https://www.bachhausen.de/gruenes-reich-und-hitlergruss-dieses-gefaelschte-spiegel-titelblatt-kursiert-seit-jahren-im-netz/

    #dieses #gefalschte #grunes #hitlergru #reich #spiegel #titelblatt

  8. @irgendwiejuna
    Ich finde das ist auch irgendwie ein #Spiegel unserer #Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes. Alles soll immer #schneller geschehen. Andererseits lege ich Podcasts sehr schnell zur Seite, bei denen man "ewiges Geschwafel" am Anfang hat bevor man mal zum Punkt kommt.