#rudolfaugstein — Public Fediverse posts
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Frau Mihambo, die Freundin der klaren Aussprache
Malaika Mihambo gab der SZ ein Interview, das diese digital vermauert hat. Doch das Zitieren öffentlicher Äusserungen von Personen öffentlichen Interesses ist (noch) nicht verboten. Sie sind kurz, knapp und klar:
“Natürlich hat sich das Klima verändert. Rassismus wird heute deutlich offener geäußert, gleichzeitig ist auch der versteckte Rassismus ein großes Problem. Gleichzeitig habe ich als Betroffene, als Mensch mit Migrationshintergrund, immer schon Rassismus erlebt. Ich kann nicht sagen, dass ich eine Zeit in Deutschland erlebt habe, die frei von Rassismus war. Von dieser Vorstellung müssen wir uns verabschieden und anerkennen, dass es noch nie perfekt war. Und dass es hin zu einer rassismusfreien Gesellschaft ein weiter Weg ist.
…
Aufklärung. Und dass sich die Menschen für diesen Weg einsetzen, und zwar nicht nur die Betroffenen, sondern die gesamte Gesellschaft. Es geht auch hier um demokratische Werte und ein Miteinander. Denn es reicht nicht, wenn nur die Betroffenen ihre Stimme erheben. Damit sich etwas verändert, müssen wir alle Verantwortung übernehmen. Wir sind doch alle Teile dieser Gesellschaft, entweder als Opfer oder als Täter oder als Zuschauer. Es kann sich niemand dieser Verantwortung entziehen.
…
Es geht gar nicht darum, was ich als Einzelfall erlebe, sondern was die betroffenen Personen in Summe erleben. Da geht es gar nicht nur um Rassismus, sondern auch zum Beispiel um Queerfeindlichkeit. Es gibt viele Gruppen, die betroffen sind und zu viele Menschen, die einfach wegschauen. Generell sollte man in einer Demokratie nie wegschauen. Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und sich für eine offene und empathische Gesellschaft einzusetzen. Denn das ist das wahre Herzstück der Demokratie.”
Im vermauerten Interview erklärt sie im übrigen ausführlich, wie leistungssportlicher Weitsprung unter erschwerten Windbedingungen funktioniert. Und nicht selten auch nicht. Eine Leserin vom Fach meinte ausserdem: “tolle Fotos”. Zu teuer, kann ich mir hier nicht leisten.
Der kluge Harald Staun/FAS erläutert heute das alte Branding des noch älteren Rudolf Augstein “Sagen was ist”, selbstverständlich ebenfalls digital vermauert. Es liest sich wie ein Kommentar zu Mihambos klugen öffentlichen Ausführungen. “Dabei ging es Augstein explizit um das Gegenteil, nämlich darum, ‘einer Wahrheit ans Licht zu helfen, die unter der glatten Oberfläche der Volksmeinung schlummert’, und, so fuhr er fort, ‘diese notwendige Wahrheit unangreifbar zu fassen (…), eine Wahrheit, der die etablierten Führer und Meinungsmacher aus Bequemlichkeit und Eigensucht bislang ausgewichen sind’. … ‘Sagen, was ist’, schrieb er, sei ‘die einzige Möglichkeit für den Journalisten, die Wirklichkeit zu verändern’.”
Dä. Der Alte war also weniger dumm als der “Spiegel”.
Rassismus im Briefkasten
Wie der real existierende Rassismus in unserem schönen Rheinland funktioniert, das lässt sich – zumindest einige Tage paywallfrei – hier nachlesen:
Annuschka Zak/Junge Welt: “Abschiebungen verhindert: Ist das Kölner Programm für Bleiberecht in Gefahr? – Die Medienkampagne gegen den Kurs der Kölner Ausländerbehörde verbreitet rassistische Narrative, sagt Claus-Ulrich Prölß”.
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Frau Mihambo, die Freundin der klaren Aussprache
Malaika Mihambo gab der SZ ein Interview, das diese digital vermauert hat. Doch das Zitieren öffentlicher Äusserungen von Personen öffentlichen Interesses ist (noch) nicht verboten. Sie sind kurz, knapp und klar:
“Natürlich hat sich das Klima verändert. Rassismus wird heute deutlich offener geäußert, gleichzeitig ist auch der versteckte Rassismus ein großes Problem. Gleichzeitig habe ich als Betroffene, als Mensch mit Migrationshintergrund, immer schon Rassismus erlebt. Ich kann nicht sagen, dass ich eine Zeit in Deutschland erlebt habe, die frei von Rassismus war. Von dieser Vorstellung müssen wir uns verabschieden und anerkennen, dass es noch nie perfekt war. Und dass es hin zu einer rassismusfreien Gesellschaft ein weiter Weg ist.
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Aufklärung. Und dass sich die Menschen für diesen Weg einsetzen, und zwar nicht nur die Betroffenen, sondern die gesamte Gesellschaft. Es geht auch hier um demokratische Werte und ein Miteinander. Denn es reicht nicht, wenn nur die Betroffenen ihre Stimme erheben. Damit sich etwas verändert, müssen wir alle Verantwortung übernehmen. Wir sind doch alle Teile dieser Gesellschaft, entweder als Opfer oder als Täter oder als Zuschauer. Es kann sich niemand dieser Verantwortung entziehen.
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Es geht gar nicht darum, was ich als Einzelfall erlebe, sondern was die betroffenen Personen in Summe erleben. Da geht es gar nicht nur um Rassismus, sondern auch zum Beispiel um Queerfeindlichkeit. Es gibt viele Gruppen, die betroffen sind und zu viele Menschen, die einfach wegschauen. Generell sollte man in einer Demokratie nie wegschauen. Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und sich für eine offene und empathische Gesellschaft einzusetzen. Denn das ist das wahre Herzstück der Demokratie.”
Im vermauerten Interview erklärt sie im übrigen ausführlich, wie leistungssportlicher Weitsprung unter erschwerten Windbedingungen funktioniert. Und nicht selten auch nicht. Eine Leserin vom Fach meinte ausserdem: “tolle Fotos”. Zu teuer, kann ich mir hier nicht leisten.
Der kluge Harald Staun/FAS erläutert heute das alte Branding des noch älteren Rudolf Augstein “Sagen was ist”, selbstverständlich ebenfalls digital vermauert. Es liest sich wie ein Kommentar zu Mihambos klugen öffentlichen Ausführungen. “Dabei ging es Augstein explizit um das Gegenteil, nämlich darum, ‘einer Wahrheit ans Licht zu helfen, die unter der glatten Oberfläche der Volksmeinung schlummert’, und, so fuhr er fort, ‘diese notwendige Wahrheit unangreifbar zu fassen (…), eine Wahrheit, der die etablierten Führer und Meinungsmacher aus Bequemlichkeit und Eigensucht bislang ausgewichen sind’. … ‘Sagen, was ist’, schrieb er, sei ‘die einzige Möglichkeit für den Journalisten, die Wirklichkeit zu verändern’.”
Dä. Der Alte war also weniger dumm als der “Spiegel”.
Rassismus im Briefkasten
Wie der real existierende Rassismus in unserem schönen Rheinland funktioniert, das lässt sich – zumindest einige Tage paywallfrei – hier nachlesen:
Annuschka Zak/Junge Welt: “Abschiebungen verhindert: Ist das Kölner Programm für Bleiberecht in Gefahr? – Die Medienkampagne gegen den Kurs der Kölner Ausländerbehörde verbreitet rassistische Narrative, sagt Claus-Ulrich Prölß”.
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Die grösste Stadt in der grössten Staatsmacht ist zum Labor der Linken geworden
Doch zunächst das Negative. Wie Sie wissen, bin ich ein Freund der Kritik an dem Medium, das den Namen Spiegel trägt. Eine zunehmende Zahl von Dummköpfen ist dabei der Ansicht, es sei egal, ob diese Kritik rechts oder links sei. Sie machen das Medium zum Popanz, statt die Politik, die von diesem Medium nur repräsentiert und bedient wird. So wie der Kollege Roberto De Lapuente beim Westend-Verlag.
Gemäss der Zielgruppenstrategie seines Verlages versucht er sowohl BSW- als auch AfD-Wähler*innen zu bedienen, die ausweislich eigener Online-Umfragen die Mehrheit unter seinen Leser’inne’n stellen. Und sein Text fungiert als Werbeumfeld der Verlagsreklame “Ulf Poschardt legt nach”. Das ist der Porschefahrer und leitende Angestellte des Springerkonzerns, der unersättlich mit den Publikationsmöglichkeiten bei seinem Konzernarbeitgeber nicht ausgelastet ist.
Lapuente bringt es fertig, die Nazi-Kontinuitäten, die Spiegel-Gründer Augstein persönlich organisiert hat, in seiner Analyse wegzulassen. Das allein ist schon hohe Propagandakunst. Kunstvoll unterschiebt er sein eigenes Politikbild von der Gleichsetzung “kritischer Masse” mit den “Querdenkern”, “Schwurblern” und “rechtsoffen”. Ohne Belegstelle sind es schlicht seine eigenen Bilder, die er da malt.
“Die damaligen Reformjahre (gemeint: Schröders Agenda 2010 und die Unterstützung des Spiegel) haben maßgeblich zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen, sie haben das alte Vertrauensverhältnis vieler Bundesbürger in ihren Staat erodieren lassen – es entstand ein politisches Vakuum, in das letztendlich die AfD vorstieß.” Zackzack, so klar und einfach, dass Julia Ruhs vor Neid erblassen wird: die gute alte BRD wurde von Schröder und dem Spiegel “gespalten”. “Dann entschloss man sich, einen aggressiveren Grippevirus mit einer Pandemie zu küren.” Arrividerci Wissenschaft! So einfach ist die Welt beim Verzicht auf materialistische Analyse unter Verwendung der guten alten Gut-und-Böse-Bilder. In den 60ern und 70ern habe ich sowas noch von katholischen Kanzeln gehört.
Der Feind für Herrn Lapuente und Westend ist also weder das Kapital noch Springer, sondern die genossenschaftliche Spiegel-Mitarbeiter-KG. Warum mächtige Gegner, wenn es auch Leichte gibt? Ich bin ja auch dafür, dass Borussia Mönchengladbach freiwillig in die spannendere 2. Liga geht.
Labor New York City
Welch ein Kontrast zu dieser selbstkritischen Abhandlung:
Peter Frase/Jacobin: “Regieren im Kapitalismus ist widersprüchlich – auch bei Mamdani – Was passiert, wenn ein Sozialist plötzlich die größte Stadt der USA regiert? Zohran Mamdani konnte seit Beginn seiner Amtszeit einige Erfolge verbuchen. Aber es wurde auch klar, wie viele Kompromisse sozialistische Politik im bürgerlichen Staat verlangt.”
Die bedauernswerte Mehrheit der dummen Linken würde diese Diskussionen am liebsten überhaupt nicht führen. Sie sind schmerzhaft und anstrengend. Ich habe sie sowohl bei den Jungdemokraten als auch bei den Grünen geführt (und nicht nur da). Für linke Politik im real existierenden Kapitalismus sind sie keine Kür, sondern Pflicht. Wer sie vermeidet, scheidet aus, selbstgewählt.
Es wird nicht ausreichen, von Mitteleuropa gebannt nach New York City zu starren und bis zum Schlusspfiff zu warten, wie es ausgeht. Das gleicht dem im-Stich-lassen, wie es früher zu Vietnam oder Nicaragua gespielt wurde. Besser lief es im Kampf gegen das Rassistenregime in Südafrika, der im besten Sinne internationalisiert war – staatlich und gesellschaftlich.
Wer nur nach New York starrt, übersieht den heraufziehenden europäischen Faschismus. Wollen die Linken so doof bleiben, wie es konservative und andere bürgerliche Demokrat*inn*en in Deutschland schon immer waren? Wenn er dann bemerkt wird, ist es zu spät.
Bonus: Wal-Betrachtung
Der in die Ostsee verirrte Wal wurde zum Indiz für den Zustand der real existierenden Aufmerksamkeitsökonomie. Matthias Becker/telepolis ist dazu eine im besten Sinne materialistisch-ökologische Betrachtung gelungen:
“Bye bye Timmy: Praktizierte Tierliebe im Anthropozän – Tierschutz zwischen Klimakrise und Ideologie: Ein Buckelwal, viele Deutungen – wie rechte Narrative, Aktivismus und ökologische Realität aufeinandertreffen.”
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Die grösste Stadt in der grössten Staatsmacht ist zum Labor der Linken geworden
Doch zunächst das Negative. Wie Sie wissen, bin ich ein Freund der Kritik an dem Medium, das den Namen Spiegel trägt. Eine zunehmende Zahl von Dummköpfen ist dabei der Ansicht, es sei egal, ob diese Kritik rechts oder links sei. Sie machen das Medium zum Popanz, statt die Politik, die von diesem Medium nur repräsentiert und bedient wird. So wie der Kollege Roberto De Lapuente beim Westend-Verlag.
Gemäss der Zielgruppenstrategie seines Verlages versucht er sowohl BSW- als auch AfD-Wähler*innen zu bedienen, die ausweislich eigener Online-Umfragen die Mehrheit unter seinen Leser’inne’n stellen. Und sein Text fungiert als Werbeumfeld der Verlagsreklame “Ulf Poschardt legt nach”. Das ist der Porschefahrer und leitende Angestellte des Springerkonzerns, der unersättlich mit den Publikationsmöglichkeiten bei seinem Konzernarbeitgeber nicht ausgelastet ist.
Lapuente bringt es fertig, die Nazi-Kontinuitäten, die Spiegel-Gründer Augstein persönlich organisiert hat, in seiner Analyse wegzulassen. Das allein ist schon hohe Propagandakunst. Kunstvoll unterschiebt er sein eigenes Politikbild von der Gleichsetzung “kritischer Masse” mit den “Querdenkern”, “Schwurblern” und “rechtsoffen”. Ohne Belegstelle sind es schlicht seine eigenen Bilder, die er da malt.
“Die damaligen Reformjahre (gemeint: Schröders Agenda 2010 und die Unterstützung des Spiegel) haben maßgeblich zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen, sie haben das alte Vertrauensverhältnis vieler Bundesbürger in ihren Staat erodieren lassen – es entstand ein politisches Vakuum, in das letztendlich die AfD vorstieß.” Zackzack, so klar und einfach, dass Julia Ruhs vor Neid erblassen wird: die gute alte BRD wurde von Schröder und dem Spiegel “gespalten”. “Dann entschloss man sich, einen aggressiveren Grippevirus mit einer Pandemie zu küren.” Arrividerci Wissenschaft! So einfach ist die Welt beim Verzicht auf materialistische Analyse unter Verwendung der guten alten Gut-und-Böse-Bilder. In den 60ern und 70ern habe ich sowas noch von katholischen Kanzeln gehört.
Der Feind für Herrn Lapuente und Westend ist also weder das Kapital noch Springer, sondern die genossenschaftliche Spiegel-Mitarbeiter-KG. Warum mächtige Gegner, wenn es auch Leichte gibt? Ich bin ja auch dafür, dass Borussia Mönchengladbach freiwillig in die spannendere 2. Liga geht.
Labor New York City
Welch ein Kontrast zu dieser selbstkritischen Abhandlung:
Peter Frase/Jacobin: “Regieren im Kapitalismus ist widersprüchlich – auch bei Mamdani – Was passiert, wenn ein Sozialist plötzlich die größte Stadt der USA regiert? Zohran Mamdani konnte seit Beginn seiner Amtszeit einige Erfolge verbuchen. Aber es wurde auch klar, wie viele Kompromisse sozialistische Politik im bürgerlichen Staat verlangt.”
Die bedauernswerte Mehrheit der dummen Linken würde diese Diskussionen am liebsten überhaupt nicht führen. Sie sind schmerzhaft und anstrengend. Ich habe sie sowohl bei den Jungdemokraten als auch bei den Grünen geführt (und nicht nur da). Für linke Politik im real existierenden Kapitalismus sind sie keine Kür, sondern Pflicht. Wer sie vermeidet, scheidet aus, selbstgewählt.
Es wird nicht ausreichen, von Mitteleuropa gebannt nach New York City zu starren und bis zum Schlusspfiff zu warten, wie es ausgeht. Das gleicht dem im-Stich-lassen, wie es früher zu Vietnam oder Nicaragua gespielt wurde. Besser lief es im Kampf gegen das Rassistenregime in Südafrika, der im besten Sinne internationalisiert war – staatlich und gesellschaftlich.
Wer nur nach New York starrt, übersieht den heraufziehenden europäischen Faschismus. Wollen die Linken so doof bleiben, wie es konservative und andere bürgerliche Demokrat*inn*en in Deutschland schon immer waren? Wenn er dann bemerkt wird, ist es zu spät.
Bonus: Wal-Betrachtung
Der in die Ostsee verirrte Wal wurde zum Indiz für den Zustand der real existierenden Aufmerksamkeitsökonomie. Matthias Becker/telepolis ist dazu eine im besten Sinne materialistisch-ökologische Betrachtung gelungen:
“Bye bye Timmy: Praktizierte Tierliebe im Anthropozän – Tierschutz zwischen Klimakrise und Ideologie: Ein Buckelwal, viele Deutungen – wie rechte Narrative, Aktivismus und ökologische Realität aufeinandertreffen.”
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Rechtsstaatlichkeit im Internet?
Ich verfolge seit Wochen die Diskussion um die Möglichkeiten des “Onlinemissbrauch” am Beispiel der Moderatorin Collien Fernandes, die laut “Spiegel” seit Jahren denjenigen sucht, der Fake-Pornografie von ihr verschickt. Vor einigen Wochen hat sie ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt und der “Spiegel” und andere Medien nehmen dies zum Anlass, eine Kampagne gegen eine Person zu führen, deren Schuld oder Unschuld völlig offen ist. Dessen persönliche Existenz aber mit Sicherheit durch diese Kampagne vernichtet werden könnte. Gleichzeitig wächst im Internet eine andere Diffamierungskampagne. Collien Fernandez wird mit Haß und sexistischer Gewalt von denjenigen Männern überzogen, die dieses Medium für ihre Gewaltphantasien, Frauenfeindlichkeit und Hasskampagnen als Vertreter eines rechtsextremen “Maskulinismus” täglich mißbrauchen. Sie ist damit nicht allein, wie sich in den wenigen Tagen ihrer Cheftrainerschaft bei Union Berlin am Beispiel der Fußballtrainerin Marie Louise Eta zeigt.
Personalisierte Kampagnen sind Antiaufklärung
Personalisierte Diskussionen bergen immer die Gefahr, statt aufzuklären, von den wesentlichen strukturellen Problemen abzulenken. Das teilt diese Diskussion mit derjenigen um die Epstein-Files, die das System des männlichen US-Sexismus auf eine Person fokussieren, aber das dahinter stehende patriarchale Herrschaftssystem der weißen männlichen US-Eliten außen vor lässt. Zuckerberg, der ewige Softie mit Welpenschutz, der sich gerade mit Goldkettchen und Prolo-Accessoires ein Macho-Image zuzulegen versucht, ist ein peinliches Abziehbild dieses Schauspiels.
Welche Chance hat der Rechtstaat im Internet in Zeiten, in denen jener Tech-Oligarch Mark Zuckerberg, einer der gefährlichsten kriminellen Datendiebe der Welt, Eigner des Meta-Konzerns, der wiederholt vor dem Kongress wegen Datenmissbrauchs und der illegalen Erstellung von Persönlichkeitsprofilen angeprangert wurde, und der heute mit dem Segen seines Gönners Trump und seiner Demokratiefeinde Peter Thiel, Elon Musk ohne Rücksicht auf Bürgerrechte und Verfassungen an der Transformation der Demokratie in autoritäre Oligarchendiktaturen arbeitet?
Individuelle Grund- und Freiheitsrechte bleiben auf der Strecke
Ich kämpfe solidarisch gegen jede Art von Gewalt, nicht nur sexualisierte Gewalt im Internet und auf asozialen Medien. Aber ich stelle auch als Bürgerrechtler die Frage, was die Unschuldsvermutung angesichts solch massiver Kampagnen von Teilen der Presse noch wert ist. Als “Spiegel”-Abonnent habe ich mehrfach und inzwischen wochenlang Artikel über die abscheuliche, verurteilenswerte sexualisierte Gewalt in asozialen Medien gelesen und teile die Analyse, dass Männer im Schutz des Internet ganz besonders brutal und hinterhältig darauf abzielen, Frauen zu demütigen, zum Objekt zu machen, persönlich herabzuwürdigen und zu verletzen. Ich bin deshalb für eine strikte Gesetzgebung und ein internationales Vorgehen gegen Provider und Plattformen, die so einen Dreck und Kriminalität zulassen oder dulden. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein und wir müssen Gesetze und internetionale Abkommen schaffen, die das endlich unterbinden. Aber auch das muss nach Regeln des Rechts geschehen.
“Du hast mich virtuell vergewaltigt”
Diese Parole von Fernandes schaffte es auf die Titelseite des ehemals rechtsstaatlichen und linksliberalen “Spiegel”! Der “Spiegel” zieht damit eine prinzipielle Frage, ob asoziale Netzwerke oder der Rechtstaat im Internet das Sagen haben, auf die Ebene einer Soap. Und das ist das eigentliche Verbrechen an der Betroffenen als Person und an der Gesellschaft. Die wird vom Grundproblem, dass die Staaten im Internet kein Recht durzusetzen bereit sind, abgelenkt. Hat der “Spiegel” der Betroffenen damit wirklich geholfen, oder einfach auf ihre Kosten Auflage gemacht? Rudolf Augstein würde sich vermutlich im Grab nicht nur herumdrehen, sondern mit mindestens 1200 U/min einer Wäschetrommel rotieren, bekäme er von dieser Schlagzeile seines ehemals der Aufklärung verpflichteten Magazins Kenntnis. Ich habe den entsprechenden Artikel gelesen und war entsetzt, wie die grundsätzlich völlig berechtigten und beklagenswerten Verniedlichungen, Ignoranzen, und Bagatellisierungen sexueller und sexualisierter Übergriffe, die im virtuellen Raum stattfinden und sich ausbreiten, von den dahinterstehenden politischen Unfähigkeiten isoliert werden. Aber welche politischen Konsequenzen sind daraus zu ziehen?
Nicht nur die Täter, sondern Provider und Plattformen sind das Problem
Handeln gegen die Provider und deren irrige, aber durch staatliches Nichthadeln immer wieder bestätigte Auffassung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, ist dringendst geboten. Das ist eine politische Frage nach der Durchsetzung des Rechts, insbesondere des Strafrechts, im virtuellen Raum, die sich immer schärfer stellt – aber keine Frage der persönlichen und öffentlichen Reinigung schmutziger Beziehungswäsche. Die konsequente Identifikation von Tätern, die Straftaten begehen durch eine konsequente Sanktionierung der Provider und Plattformbetreiber ist der richtige Weg. Das gilt im Übrigen auch im Bezug auf das geplante Smartphone- und Plattformverbot für Jugendliche unter 16 oder 14 Jahren. Hier trägt eine junge Generation unter Preisgabe ihres Grundrechts auf Informationsfreiheit die Folgen dafür, dass die Rechtstaaten der EU offenbar nicht in der Lage oder nicht Willens sind, durch konsequente Regulierung die asozialen Plattformen und Netzwerke der USA und Chinas einzuhegen. Ganz im Gegenteil: mit der “Omnibus”-Gesetzgebung der EU und mit den von Kristina Reiche geplanten Einschränkungen des Datenschutzrechts wird sogar das Gegenteil erreicht und den Tech-Oligarchen der USA weiter Tür und Tor geöffnet. Zum Nutzen und Profit der KI-Oligarchen und auf Kosten der Bürgerrechte in der EU und weltweit.
Die Politik verweigert Betroffenen Zugang zum Recht und Gerechtigkeit
Mit welchem Recht, muß doch gefragt werden, verweigert die Politik in Europa eigentlich den Betroffenen solcher Gewalt und Hetze die Gerechtigkeit in Gestalt des Zugangs von Opfern zum Rechtstaat und den Gesetzen? Wieso werden nicht Provider ebenso mit richterlichen Verfügungen zur Befolgung der Gesetze gezwungen, wie die Deutsche Telekom oder Telefonica, wenn der Richter eine technische Kommunikationsüberwachung anordnet oder der Verfassungsschutz eine G10-Maßnahme auf Kommunikationsüberwachung erwirkt? Wenn sich die libertären Spinner des Silicon Valley von Zuckerberg bis Musk weigern, diese rechtstaatlichen Anordnungen zu befolgen, warum werden ihre Naetzwerke, Grundlage ihres Milliardenreichtums, nicht einfach abgeschaltet? Es gibt ein Grundrecht der Betroffenen auf Persönlichkeitsschutz, es gibt kein Grundrecht für Provider, Straftaten zu decken! Warum muss sich Marie-Louise Eta, eine hochqualifizierte Fußballlehrerin, seit sie Trainerin von Berlin ist, sexistischen Beleidigungen im Netz, Diskriminierungen und Beleidigungen aussetzen? Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Bundesregierung und die EU-Kommission aufhören, dem Profitinteresse der US-asozialen Netzwerke willfährig zu sein und jeglichen Grundrechts- und Persönlichkeitsschutz ihrer Bürger:innen zu verweigern?
Plattformen sind wie Presseverlage zu behandeln
Vom Anfang der privaten Nutzung des Internets etwa ab 1993 an hat eine libertäre, damals noch nicht in den Rechtsfaschismus abgeglittene Elite von Sillicon-Valley-Aktivisten der Welt eingeredet, das Internet sei “etwas völlig neues”, ein neues “Zeitalter der Demokratie” breche an. Ein Scheiß ist angebrochen – Gesetzlosigkeit zugunsten von professionellen Datendieben und Meinungsmanipulatoren und Antidemokraten wie Peter Thiel, Elon Musk, Mark Zuckerberg nebst Jeff Bezos und den Herren von Google. Sie alle meinen wie J.D. Vance, Meinungsfreiheit bedeute, dass sie Fake News, rechten Abschaum, Nazi-Inhalte, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unbeschränkt publizieren und niemand ihre Freiheit dazu beschränken dürfe. Während sie die Freiheit der anderen rücksichtslos einschränken, durch ökonomische Macht, technische Vorherrschaft und illegalen, milliardenfachen Datenmissbrauch. Die Rechtslage ist eigentlich ganz einfach: entweder, diese Netze halten die EU-Gesetze ein, bezahlen die Strafen bei Verstößen, liefern die Täter aus, oder sie werden abgeschaltet. Das ist nicht gegen die Freiheit, sondern demokratisch. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Und Freiheit muss für alle gelten: “Ihre Meinung ist genau das Gegnteil der meinigen, aber ich werde mein Leben daransetzen, dass Sie sie sagen dürfen” – Voltaire. Ein liberaler Revolutionär. Die Algorithmen der asozialen Netzwerke sorgen dafür, dass das nicht möglich ist, sondern Gewalt, Rassismus, Sexismus und Rechtsextremismus dominieren. Wenn wir damit nicht Schluss machen, ist die Demokratie verloren.
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Rechtsstaatlichkeit im Internet?
Ich verfolge seit Wochen die Diskussion um die Möglichkeiten des “Onlinemissbrauch” am Beispiel der Moderatorin Collien Fernandes, die laut “Spiegel” seit Jahren denjenigen sucht, der Fake-Pornografie von ihr verschickt. Vor einigen Wochen hat sie ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt und der “Spiegel” und andere Medien nehmen dies zum Anlass, eine Kampagne gegen eine Person zu führen, deren Schuld oder Unschuld völlig offen ist. Dessen persönliche Existenz aber mit Sicherheit durch diese Kampagne vernichtet werden könnte. Gleichzeitig wächst im Internet eine andere Diffamierungskampagne. Collien Fernandez wird mit Haß und sexistischer Gewalt von denjenigen Männern überzogen, die dieses Medium für ihre Gewaltphantasien, Frauenfeindlichkeit und Hasskampagnen als Vertreter eines rechtsextremen “Maskulinismus” täglich mißbrauchen. Sie ist damit nicht allein, wie sich in den wenigen Tagen ihrer Cheftrainerschaft bei Union Berlin am Beispiel der Fußballtrainerin Marie Louise Eta zeigt.
Personalisierte Kampagnen sind Antiaufklärung
Personalisierte Diskussionen bergen immer die Gefahr, statt aufzuklären, von den wesentlichen strukturellen Problemen abzulenken. Das teilt diese Diskussion mit derjenigen um die Epstein-Files, die das System des männlichen US-Sexismus auf eine Person fokussieren, aber das dahinter stehende patriarchale Herrschaftssystem der weißen männlichen US-Eliten außen vor lässt. Zuckerberg, der ewige Softie mit Welpenschutz, der sich gerade mit Goldkettchen und Prolo-Accessoires ein Macho-Image zuzulegen versucht, ist ein peinliches Abziehbild dieses Schauspiels.
Welche Chance hat der Rechtstaat im Internet in Zeiten, in denen jener Tech-Oligarch Mark Zuckerberg, einer der gefährlichsten kriminellen Datendiebe der Welt, Eigner des Meta-Konzerns, der wiederholt vor dem Kongress wegen Datenmissbrauchs und der illegalen Erstellung von Persönlichkeitsprofilen angeprangert wurde, und der heute mit dem Segen seines Gönners Trump und seiner Demokratiefeinde Peter Thiel, Elon Musk ohne Rücksicht auf Bürgerrechte und Verfassungen an der Transformation der Demokratie in autoritäre Oligarchendiktaturen arbeitet?
Individuelle Grund- und Freiheitsrechte bleiben auf der Strecke
Ich kämpfe solidarisch gegen jede Art von Gewalt, nicht nur sexualisierte Gewalt im Internet und auf asozialen Medien. Aber ich stelle auch als Bürgerrechtler die Frage, was die Unschuldsvermutung angesichts solch massiver Kampagnen von Teilen der Presse noch wert ist. Als “Spiegel”-Abonnent habe ich mehrfach und inzwischen wochenlang Artikel über die abscheuliche, verurteilenswerte sexualisierte Gewalt in asozialen Medien gelesen und teile die Analyse, dass Männer im Schutz des Internet ganz besonders brutal und hinterhältig darauf abzielen, Frauen zu demütigen, zum Objekt zu machen, persönlich herabzuwürdigen und zu verletzen. Ich bin deshalb für eine strikte Gesetzgebung und ein internationales Vorgehen gegen Provider und Plattformen, die so einen Dreck und Kriminalität zulassen oder dulden. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein und wir müssen Gesetze und internetionale Abkommen schaffen, die das endlich unterbinden. Aber auch das muss nach Regeln des Rechts geschehen.
“Du hast mich virtuell vergewaltigt”
Diese Parole von Fernandes schaffte es auf die Titelseite des ehemals rechtsstaatlichen und linksliberalen “Spiegel”! Der “Spiegel” zieht damit eine prinzipielle Frage, ob asoziale Netzwerke oder der Rechtstaat im Internet das Sagen haben, auf die Ebene einer Soap. Und das ist das eigentliche Verbrechen an der Betroffenen als Person und an der Gesellschaft. Die wird vom Grundproblem, dass die Staaten im Internet kein Recht durzusetzen bereit sind, abgelenkt. Hat der “Spiegel” der Betroffenen damit wirklich geholfen, oder einfach auf ihre Kosten Auflage gemacht? Rudolf Augstein würde sich vermutlich im Grab nicht nur herumdrehen, sondern mit mindestens 1200 U/min einer Wäschetrommel rotieren, bekäme er von dieser Schlagzeile seines ehemals der Aufklärung verpflichteten Magazins Kenntnis. Ich habe den entsprechenden Artikel gelesen und war entsetzt, wie die grundsätzlich völlig berechtigten und beklagenswerten Verniedlichungen, Ignoranzen, und Bagatellisierungen sexueller und sexualisierter Übergriffe, die im virtuellen Raum stattfinden und sich ausbreiten, von den dahinterstehenden politischen Unfähigkeiten isoliert werden. Aber welche politischen Konsequenzen sind daraus zu ziehen?
Nicht nur die Täter, sondern Provider und Plattformen sind das Problem
Handeln gegen die Provider und deren irrige, aber durch staatliches Nichthadeln immer wieder bestätigte Auffassung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, ist dringendst geboten. Das ist eine politische Frage nach der Durchsetzung des Rechts, insbesondere des Strafrechts, im virtuellen Raum, die sich immer schärfer stellt – aber keine Frage der persönlichen und öffentlichen Reinigung schmutziger Beziehungswäsche. Die konsequente Identifikation von Tätern, die Straftaten begehen durch eine konsequente Sanktionierung der Provider und Plattformbetreiber ist der richtige Weg. Das gilt im Übrigen auch im Bezug auf das geplante Smartphone- und Plattformverbot für Jugendliche unter 16 oder 14 Jahren. Hier trägt eine junge Generation unter Preisgabe ihres Grundrechts auf Informationsfreiheit die Folgen dafür, dass die Rechtstaaten der EU offenbar nicht in der Lage oder nicht Willens sind, durch konsequente Regulierung die asozialen Plattformen und Netzwerke der USA und Chinas einzuhegen. Ganz im Gegenteil: mit der “Omnibus”-Gesetzgebung der EU und mit den von Kristina Reiche geplanten Einschränkungen des Datenschutzrechts wird sogar das Gegenteil erreicht und den Tech-Oligarchen der USA weiter Tür und Tor geöffnet. Zum Nutzen und Profit der KI-Oligarchen und auf Kosten der Bürgerrechte in der EU und weltweit.
Die Politik verweigert Betroffenen Zugang zum Recht und Gerechtigkeit
Mit welchem Recht, muß doch gefragt werden, verweigert die Politik in Europa eigentlich den Betroffenen solcher Gewalt und Hetze die Gerechtigkeit in Gestalt des Zugangs von Opfern zum Rechtstaat und den Gesetzen? Wieso werden nicht Provider ebenso mit richterlichen Verfügungen zur Befolgung der Gesetze gezwungen, wie die Deutsche Telekom oder Telefonica, wenn der Richter eine technische Kommunikationsüberwachung anordnet oder der Verfassungsschutz eine G10-Maßnahme auf Kommunikationsüberwachung erwirkt? Wenn sich die libertären Spinner des Silicon Valley von Zuckerberg bis Musk weigern, diese rechtstaatlichen Anordnungen zu befolgen, warum werden ihre Naetzwerke, Grundlage ihres Milliardenreichtums, nicht einfach abgeschaltet? Es gibt ein Grundrecht der Betroffenen auf Persönlichkeitsschutz, es gibt kein Grundrecht für Provider, Straftaten zu decken! Warum muss sich Marie-Louise Eta, eine hochqualifizierte Fußballlehrerin, seit sie Trainerin von Berlin ist, sexistischen Beleidigungen im Netz, Diskriminierungen und Beleidigungen aussetzen? Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Bundesregierung und die EU-Kommission aufhören, dem Profitinteresse der US-asozialen Netzwerke willfährig zu sein und jeglichen Grundrechts- und Persönlichkeitsschutz ihrer Bürger:innen zu verweigern?
Plattformen sind wie Presseverlage zu behandeln
Vom Anfang der privaten Nutzung des Internets etwa ab 1993 an hat eine libertäre, damals noch nicht in den Rechtsfaschismus abgeglittene Elite von Sillicon-Valley-Aktivisten der Welt eingeredet, das Internet sei “etwas völlig neues”, ein neues “Zeitalter der Demokratie” breche an. Ein Scheiß ist angebrochen – Gesetzlosigkeit zugunsten von professionellen Datendieben und Meinungsmanipulatoren und Antidemokraten wie Peter Thiel, Elon Musk, Mark Zuckerberg nebst Jeff Bezos und den Herren von Google. Sie alle meinen wie J.D. Vance, Meinungsfreiheit bedeute, dass sie Fake News, rechten Abschaum, Nazi-Inhalte, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unbeschränkt publizieren und niemand ihre Freiheit dazu beschränken dürfe. Während sie die Freiheit der anderen rücksichtslos einschränken, durch ökonomische Macht, technische Vorherrschaft und illegalen, milliardenfachen Datenmissbrauch. Die Rechtslage ist eigentlich ganz einfach: entweder, diese Netze halten die EU-Gesetze ein, bezahlen die Strafen bei Verstößen, liefern die Täter aus, oder sie werden abgeschaltet. Das ist nicht gegen die Freiheit, sondern demokratisch. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Und Freiheit muss für alle gelten: “Ihre Meinung ist genau das Gegnteil der meinigen, aber ich werde mein Leben daransetzen, dass Sie sie sagen dürfen” – Voltaire. Ein liberaler Revolutionär. Die Algorithmen der asozialen Netzwerke sorgen dafür, dass das nicht möglich ist, sondern Gewalt, Rassismus, Sexismus und Rechtsextremismus dominieren. Wenn wir damit nicht Schluss machen, ist die Demokratie verloren.
-
Rechtsstaatlichkeit im Internet?
Ich verfolge seit Wochen die Diskussion um die Möglichkeiten des “Onlinemissbrauch” am Beispiel der Moderatorin Collien Fernandes, die laut “Spiegel” seit Jahren denjenigen sucht, der Fake-Pornografie von ihr verschickt. Vor einigen Wochen hat sie ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt und der “Spiegel” und andere Medien nehmen dies zum Anlass, eine Kampagne gegen eine Person zu führen, deren Schuld oder Unschuld völlig offen ist. Dessen persönliche Existenz aber mit Sicherheit durch diese Kampagne vernichtet werden könnte. Gleichzeitig wächst im Internet eine andere Diffamierungskampagne. Collien Fernandez wird mit Haß und sexistischer Gewalt von denjenigen Männern überzogen, die dieses Medium für ihre Gewaltphantasien, Frauenfeindlichkeit und Hasskampagnen als Vertreter eines rechtsextremen “Maskulinismus” täglich mißbrauchen. Sie ist damit nicht allein, wie sich in den wenigen Tagen ihrer Cheftrainerschaft bei Union Berlin am Beispiel der Fußballtrainerin Marie Louise Eta zeigt.
Personalisierte Kampagnen sind Antiaufklärung
Personalisierte Diskussionen bergen immer die Gefahr, statt aufzuklären, von den wesentlichen strukturellen Problemen abzulenken. Das teilt diese Diskussion mit derjenigen um die Epstein-Files, die das System des männlichen US-Sexismus auf eine Person fokussieren, aber das dahinter stehende patriarchale Herrschaftssystem der weißen männlichen US-Eliten außen vor lässt. Zuckerberg, der ewige Softie mit Welpenschutz, der sich gerade mit Goldkettchen und Prolo-Accessoires ein Macho-Image zuzulegen versucht, ist ein peinliches Abziehbild dieses Schauspiels.
Welche Chance hat der Rechtstaat im Internet in Zeiten, in denen jener Tech-Oligarch Mark Zuckerberg, einer der gefährlichsten kriminellen Datendiebe der Welt, Eigner des Meta-Konzerns, der wiederholt vor dem Kongress wegen Datenmissbrauchs und der illegalen Erstellung von Persönlichkeitsprofilen angeprangert wurde, und der heute mit dem Segen seines Gönners Trump und seiner Demokratiefeinde Peter Thiel, Elon Musk ohne Rücksicht auf Bürgerrechte und Verfassungen an der Transformation der Demokratie in autoritäre Oligarchendiktaturen arbeitet?
Individuelle Grund- und Freiheitsrechte bleiben auf der Strecke
Ich kämpfe solidarisch gegen jede Art von Gewalt, nicht nur sexualisierte Gewalt im Internet und auf asozialen Medien. Aber ich stelle auch als Bürgerrechtler die Frage, was die Unschuldsvermutung angesichts solch massiver Kampagnen von Teilen der Presse noch wert ist. Als “Spiegel”-Abonnent habe ich mehrfach und inzwischen wochenlang Artikel über die abscheuliche, verurteilenswerte sexualisierte Gewalt in asozialen Medien gelesen und teile die Analyse, dass Männer im Schutz des Internet ganz besonders brutal und hinterhältig darauf abzielen, Frauen zu demütigen, zum Objekt zu machen, persönlich herabzuwürdigen und zu verletzen. Ich bin deshalb für eine strikte Gesetzgebung und ein internationales Vorgehen gegen Provider und Plattformen, die so einen Dreck und Kriminalität zulassen oder dulden. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein und wir müssen Gesetze und internetionale Abkommen schaffen, die das endlich unterbinden. Aber auch das muss nach Regeln des Rechts geschehen.
“Du hast mich virtuell vergewaltigt”
Diese Parole von Fernandes schaffte es auf die Titelseite des ehemals rechtsstaatlichen und linksliberalen “Spiegel”! Der “Spiegel” zieht damit eine prinzipielle Frage, ob asoziale Netzwerke oder der Rechtstaat im Internet das Sagen haben, auf die Ebene einer Soap. Und das ist das eigentliche Verbrechen an der Betroffenen als Person und an der Gesellschaft. Die wird vom Grundproblem, dass die Staaten im Internet kein Recht durzusetzen bereit sind, abgelenkt. Hat der “Spiegel” der Betroffenen damit wirklich geholfen, oder einfach auf ihre Kosten Auflage gemacht? Rudolf Augstein würde sich vermutlich im Grab nicht nur herumdrehen, sondern mit mindestens 1200 U/min einer Wäschetrommel rotieren, bekäme er von dieser Schlagzeile seines ehemals der Aufklärung verpflichteten Magazins Kenntnis. Ich habe den entsprechenden Artikel gelesen und war entsetzt, wie die grundsätzlich völlig berechtigten und beklagenswerten Verniedlichungen, Ignoranzen, und Bagatellisierungen sexueller und sexualisierter Übergriffe, die im virtuellen Raum stattfinden und sich ausbreiten, von den dahinterstehenden politischen Unfähigkeiten isoliert werden. Aber welche politischen Konsequenzen sind daraus zu ziehen?
Nicht nur die Täter, sondern Provider und Plattformen sind das Problem
Handeln gegen die Provider und deren irrige, aber durch staatliches Nichthadeln immer wieder bestätigte Auffassung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, ist dringendst geboten. Das ist eine politische Frage nach der Durchsetzung des Rechts, insbesondere des Strafrechts, im virtuellen Raum, die sich immer schärfer stellt – aber keine Frage der persönlichen und öffentlichen Reinigung schmutziger Beziehungswäsche. Die konsequente Identifikation von Tätern, die Straftaten begehen durch eine konsequente Sanktionierung der Provider und Plattformbetreiber ist der richtige Weg. Das gilt im Übrigen auch im Bezug auf das geplante Smartphone- und Plattformverbot für Jugendliche unter 16 oder 14 Jahren. Hier trägt eine junge Generation unter Preisgabe ihres Grundrechts auf Informationsfreiheit die Folgen dafür, dass die Rechtstaaten der EU offenbar nicht in der Lage oder nicht Willens sind, durch konsequente Regulierung die asozialen Plattformen und Netzwerke der USA und Chinas einzuhegen. Ganz im Gegenteil: mit der “Omnibus”-Gesetzgebung der EU und mit den von Kristina Reiche geplanten Einschränkungen des Datenschutzrechts wird sogar das Gegenteil erreicht und den Tech-Oligarchen der USA weiter Tür und Tor geöffnet. Zum Nutzen und Profit der KI-Oligarchen und auf Kosten der Bürgerrechte in der EU und weltweit.
Die Politik verweigert Betroffenen Zugang zum Recht und Gerechtigkeit
Mit welchem Recht, muß doch gefragt werden, verweigert die Politik in Europa eigentlich den Betroffenen solcher Gewalt und Hetze die Gerechtigkeit in Gestalt des Zugangs von Opfern zum Rechtstaat und den Gesetzen? Wieso werden nicht Provider ebenso mit richterlichen Verfügungen zur Befolgung der Gesetze gezwungen, wie die Deutsche Telekom oder Telefonica, wenn der Richter eine technische Kommunikationsüberwachung anordnet oder der Verfassungsschutz eine G10-Maßnahme auf Kommunikationsüberwachung erwirkt? Wenn sich die libertären Spinner des Silicon Valley von Zuckerberg bis Musk weigern, diese rechtstaatlichen Anordnungen zu befolgen, warum werden ihre Naetzwerke, Grundlage ihres Milliardenreichtums, nicht einfach abgeschaltet? Es gibt ein Grundrecht der Betroffenen auf Persönlichkeitsschutz, es gibt kein Grundrecht für Provider, Straftaten zu decken! Warum muss sich Marie-Louise Eta, eine hochqualifizierte Fußballlehrerin, seit sie Trainerin von Berlin ist, sexistischen Beleidigungen im Netz, Diskriminierungen und Beleidigungen aussetzen? Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Bundesregierung und die EU-Kommission aufhören, dem Profitinteresse der US-asozialen Netzwerke willfährig zu sein und jeglichen Grundrechts- und Persönlichkeitsschutz ihrer Bürger:innen zu verweigern?
Plattformen sind wie Presseverlage zu behandeln
Vom Anfang der privaten Nutzung des Internets etwa ab 1993 an hat eine libertäre, damals noch nicht in den Rechtsfaschismus abgeglittene Elite von Sillicon-Valley-Aktivisten der Welt eingeredet, das Internet sei “etwas völlig neues”, ein neues “Zeitalter der Demokratie” breche an. Ein Scheiß ist angebrochen – Gesetzlosigkeit zugunsten von professionellen Datendieben und Meinungsmanipulatoren und Antidemokraten wie Peter Thiel, Elon Musk, Mark Zuckerberg nebst Jeff Bezos und den Herren von Google. Sie alle meinen wie J.D. Vance, Meinungsfreiheit bedeute, dass sie Fake News, rechten Abschaum, Nazi-Inhalte, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unbeschränkt publizieren und niemand ihre Freiheit dazu beschränken dürfe. Während sie die Freiheit der anderen rücksichtslos einschränken, durch ökonomische Macht, technische Vorherrschaft und illegalen, milliardenfachen Datenmissbrauch. Die Rechtslage ist eigentlich ganz einfach: entweder, diese Netze halten die EU-Gesetze ein, bezahlen die Strafen bei Verstößen, liefern die Täter aus, oder sie werden abgeschaltet. Das ist nicht gegen die Freiheit, sondern demokratisch. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Und Freiheit muss für alle gelten: “Ihre Meinung ist genau das Gegnteil der meinigen, aber ich werde mein Leben daransetzen, dass Sie sie sagen dürfen” – Voltaire. Ein liberaler Revolutionär. Die Algorithmen der asozialen Netzwerke sorgen dafür, dass das nicht möglich ist, sondern Gewalt, Rassismus, Sexismus und Rechtsextremismus dominieren. Wenn wir damit nicht Schluss machen, ist die Demokratie verloren.
Über Roland Appel:
Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]
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Er galt als erster Medienjournalist der Bundesrepublik und arbeitete für den SPIEGEL. Besonders hart ging er mit Kollegen ins Gericht, die eine Nazi-Vergangenheit hatten. Jetzt ist Otto Köhler im Alter von 91 Jahren gestorben.#Kultur #Journalismus #Medien #AdolfHitler #Berlin #Deutschlandfunk #RudolfAugstein
Erster Medienjournalist der Bundesrepublik: Otto Köhler im Alter von 91 Jahren gestorben -
#26November
WELTTAG DER #ZEITSCHRIFTEN
Ich frage mich, ob das inzwischen ein Tag zum #Trauern ist. Die sogenannte #VierteGewalt im #Staat ist teilweise und regional ziemlich heruntergekommen. Wo ist das neue #SturmgeschützDerDemokratie? #RudolfAugstein selig würde sich im Grabe umdrehen.Jan Philipp #Reemtsma wurde 1952 geboren. Er ist ein #Paradebeispiel dafür, wie man mit einem großen Erbe auch zum Wohle des #Gemeinwesens wirken kann.
https://tinyurl.com/2jm3v9h8 -
@[email protected] vor jahrzehnten hat die #Bundesregierung¹ den #EVU jede menge #Geld gezahlt, damit sie teure unwirtschaftliche #AKW bauen. Jetzt sollen die EVU also teure unnötige #Gas #Kraftwerk basteln.¹) und #FranzJosefStrauß, der als erster #Verteidigungsminister² #RudolfAugstein in einem #Schrank des #Spiegel verhaftet hatte und #Hemden zu #Oberhemden befördert hatte, war erster #Atomminister ²) hat im #bundestag beeidet³, dass er nie wieder eine #Waffel anfasst ³) #Bundeskanzler #Kohl hat beeidet, #Schaden vom deutschrn #Volk abzuwenden und keine jüdischen Vermächtnisse als #Parteispende anzunehmen
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@[email protected] vor jahrzehnten hat die #Bundesregierung¹ den #EVU jede menge #Geld gezahlt, damit sie teure unwirtschaftliche #AKW bauen. Jetzt sollen die EVU also teure unnötige #Gas #Kraftwerk basteln.¹) und #FranzJosefStrauß, der als erster #Verteidigungsminister² #RudolfAugstein in einem #Schrank des #Spiegel verhaftet hatte und #Hemden zu #Oberhemden befördert hatte, war erster #Atomminister ²) hat im #bundestag beeidet³, dass er nie wieder eine #Waffel anfasst ³) #Bundeskanzler #Kohl hat beeidet, #Schaden vom deutschrn #Volk abzuwenden und keine jüdischen Vermächtnisse als #Parteispende anzunehmen
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@[email protected] vor jahrzehnten hat die #Bundesregierung¹ den #EVU jede menge #Geld gezahlt, damit sie teure unwirtschaftliche #AKW bauen. Jetzt sollen die EVU also teure unnötige #Gas #Kraftwerk basteln.¹) und #FranzJosefStrauß, der als erster #Verteidigungsminister² #RudolfAugstein in einem #Schrank des #Spiegel verhaftet hatte und #Hemden zu #Oberhemden befördert hatte, war erster #Atomminister ²) hat im #bundestag beeidet³, dass er nie wieder eine #Waffel anfasst ³) #Bundeskanzler #Kohl hat beeidet, #Schaden vom deutschrn #Volk abzuwenden und keine jüdischen Vermächtnisse als #Parteispende anzunehmen
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@[email protected] vor jahrzehnten hat die #Bundesregierung¹ den #EVU jede menge #Geld gezahlt, damit sie teure unwirtschaftliche #AKW bauen. Jetzt sollen die EVU also teure unnötige #Gas #Kraftwerk basteln.¹) und #FranzJosefStrauß, der als erster #Verteidigungsminister² #RudolfAugstein in einem #Schrank des #Spiegel verhaftet hatte und #Hemden zu #Oberhemden befördert hatte, war erster #Atomminister ²) hat im #bundestag beeidet³, dass er nie wieder eine #Waffel anfasst ³) #Bundeskanzler #Kohl hat beeidet, #Schaden vom deutschrn #Volk abzuwenden und keine jüdischen Vermächtnisse als #Parteispende anzunehmen
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FAZ: „Spiegel“ feiert in Hamburg 100 Jahre Rudolf Augstein
Der „Spiegel“ würdigt den Magazin-Gründer Rudolf Augstein mit einem Festakt. Der Bundespräsident redet wie erwartet, der Chefredakteur ist pathetisch – und fürs Politische sorgt: die Chansonsängerin Ute Lemper.
Festakt in Hamburg: „Spiegel“ feiert „Augstein 100“ -
FAZ: „Spiegel“ feiert in Hamburg 100 Jahre Rudolf Augstein
Der „Spiegel“ würdigt den Magazin-Gründer Rudolf Augstein mit einem Festakt. Der Bundespräsident redet wie erwartet, der Chefredakteur ist pathetisch – und fürs Politische sorgt: die Chansonsängerin Ute Lemper.
Festakt in Hamburg: „Spiegel“ feiert „Augstein 100“ -
Die erste SPIEGEL-Ausgabe vom Januar 1947 war dünn, männlich und neigte zum Flachwitz. Eine – etwas unfaire –Blattkritik mit dem Blick von heute.#RudolfAugstein #AugsteinEinhundert
100 Jahre Rudolf Augstein: Der erste SPIEGEL – Debüt mit Hut -
Den Kapitalismus in seinem Lauf …
… hält weder Ochs noch Esel auf. Und schon gar nicht ein paar revolutionäre Zwerge. Best of 26. April 2023
1969 wollte eine Gruppe revolutionärer Spiegel-Mitarbeiter*innen den Besitzer der Produktionsmittel Rudolf Augstein in die Wüste schicken. Der wollte aber nicht in die Wüste. Einerseits Dickschädel, andererseits aber auch schlau, vereinbarte er […]https://extradienst.net/2023/04/27/den-kapitalismus-in-seinem-lauf/
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Den Kapitalismus in seinem Lauf …
… hält weder Ochs noch Esel auf. Und schon gar nicht ein paar revolutionäre Zwerge. Best of 26. April 2023
1969 wollte eine Gruppe revolutionärer Spiegel-Mitarbeiter*innen den Besitzer der Produktionsmittel Rudolf Augstein in die Wüste schicken. Der wollte aber nicht in die Wüste. Einerseits Dickschädel, andererseits aber auch schlau, vereinbarte er […]https://extradienst.net/2023/04/27/den-kapitalismus-in-seinem-lauf/
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Inhaltlich hat #FranziskaAugstein, die, so wie ich, zum Zeitpunkt der Handlung noch nicht geboren war, den Film "Die Spiegel Affäre" nach allen Regeln der schreibenden Kunst zerlegt. Die Legende der politischen Rivalität zwischen #FranzJosefStrauß und ihrem Vater, dem Herausgeber des #Spiegel #RudolfAugstein war selbst für mich, als Strauss fast 20 Jahre nach den Vorgängen in diesem Film Bundeskanzler werden sollte, noch ein Faktor meiner persönlichen Politisierung. Ungefähr zu der Zeit habe ich begonnen, den Spiegel zu lesen.
Nun haben die Zeiten sich geändert. Das Magazin aus #Hamburg ist erst jüngst aus meinem #RSS Reader geflogen. Das andere Hamburger Flagschiff, der #Stern, wird gerade von #GrunerUndJahr als Programmzeitung für #RTL abgewickelt... Es scheint, als sollte ich das Ende des Print-Journalismus noch innerhalb meiner Lebenserwartung erleben.
Da kann dieser #PolitThriller (2014) von #BR, #WDR, #Arte und #DEGETO - bei #3Sat in der #Mediathek - schon als so was wie ein Abgesang auf das "Sturmgeschütz der Demokratie" zu verstehen sein - in dem noch einmal der Scheinwerfer auf die Zeit gerichtet wird, zu welcher es tatsächlich noch den Lauf der #Geschichte in #Deutschland zu beeinflussen wusste.
Selten habe ich ein so großes und großartiges Ensemble gesehen. #FrancisFultonSmith ist geradezu überirdisch beeindruckend in seiner Rolle als FJS. Dialoge, Ausstattung, Kamera, Inszenierung... der Film von #RolandSusoRichter (Regie) und #JohannesWBetz (Drehbuch) hat fast keine Schwächen.
Ein spannender Film ist das geworden. Mit jeder Menge künstlerischer Freiheit und mancher historischen Vereinfachung natürlich. Am Ende ist das kein #Dokumentarfilm, sondern "nur" #Unterhaltung. Und dafür steht er auch nach fast 10 Jahren noch sehr gut da!Die Spiegel-Affäre | 3Sat Mediathek bis 04.11.2023
"Die Spiegel-Affäre" vom Oktober 1962 ist ein Politthriller auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Die Welt stand am Rand eines Atomkrieges, strategisches Zentrum wäre Deutschland gewesen. -
Die Titelgeschichte "Bedingt abwehrbereit" des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vom 10. Oktober 1962 führt gut zwei Wochen später zur Verhaftung von Redakteuren. Der Angriff auf die Pressefreiheit löst Empörung aus.
Die "Spiegel"-Affäre: Angriff auf die Pressefreiheit -
Die Titelgeschichte "Bedingt abwehrbereit" des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vom 10. Oktober 1962 führt gut zwei Wochen später zur Verhaftung von Redakteuren. Der Angriff auf die Pressefreiheit löst Empörung aus.
Die "Spiegel"-Affäre: Angriff auf die Pressefreiheit -
Die Titelgeschichte "Bedingt abwehrbereit" des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vom 10. Oktober 1962 führt gut zwei Wochen später zur Verhaftung von Redakteuren. Der Angriff auf die Pressefreiheit löst Empörung aus.
Die "Spiegel"-Affäre: Angriff auf die Pressefreiheit -
1962 besetzte die Polizei den SPIEGEL. Die Staatsmacht nahm Journalisten fest, denen auch Bundeskanzler Adenauer »Landesverrat« vorwarf. Lesen Sie hier alle Hintergründe zur bis dahin wohl größten Staatsaffäre der Bundesrepublik.
60 Jahre SPIEGEL-Affäre: Ein Abgrund von Machtmissbrauch
#RudolfAugstein #DieSPIEGEL-Affäre #KonradAdenauer #FranzGeorgStrauß #1960erJahre -
1962 besetzte die Polizei den SPIEGEL. Die Staatsmacht nahm Journalisten fest, denen auch Bundeskanzler Adenauer »Landesverrat« vorwarf. Lesen Sie hier alle Hintergründe zur bis dahin wohl größten Staatsaffäre der Bundesrepublik.
60 Jahre SPIEGEL-Affäre: Ein Abgrund von Machtmissbrauch
#RudolfAugstein #DieSPIEGEL-Affäre #KonradAdenauer #FranzGeorgStrauß #1960erJahre -
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60 Jahre SPIEGEL-Affäre: Ein Abgrund von Machtmissbrauch
#RudolfAugstein #DieSPIEGEL-Affäre #KonradAdenauer #FranzGeorgStrauß #1960erJahre -
"Spiegel"-Affäre vor 60 Jahren - Als der "Spiegel"-Artikel "Bedingt abwehrbereit" erschien
"Der Spiegel" vom 10. Oktober 1962 erschien mit dem Titel „Bedingt abwehrbereit“ – und der These, die Bundeswehr sei für den Kriegsfall kaum gerüstet. Redakteure wurden wegen Verdachts auf Landesverrat verhaftet. Die "Spiegel"-Affäre begann.
"Spiegel"-Affäre vor 60 Jahren - Als der "Spiegel"-Artikel "Bedingt abwehrbereit" erschien -
"Spiegel"-Affäre vor 60 Jahren - Als der "Spiegel"-Artikel "Bedingt abwehrbereit" erschien
"Der Spiegel" vom 10. Oktober 1962 erschien mit dem Titel „Bedingt abwehrbereit“ – und der These, die Bundeswehr sei für den Kriegsfall kaum gerüstet. Redakteure wurden wegen Verdachts auf Landesverrat verhaftet. Die "Spiegel"-Affäre begann.
"Spiegel"-Affäre vor 60 Jahren - Als der "Spiegel"-Artikel "Bedingt abwehrbereit" erschien -
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Journalist*inn*en sind keine guten Politiker*innen. Die Älteren und noch Älteren erinnern sich an den Bundestagsabgeordneten Rudolf Augstein. 1972 – drei Monate haben er und die FDP das ausgehalten. War Günter Gaus einen Gegenbeispiel? Zweifellos klüger als Augstein. Aber er war nicht Politiker, sondern Berater und Diplomat. Und am allerbesten eben doch als Journalist, ein denkender dazu. Allzu selten kommt das noch zusammen. Es gibt gute Gründe, die Verschiedenheit der Rollen zu respektieren. Die es nicht […]
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Wir schreiben, Sie lesen. So war das immer. Jetzt haben wir die Sache umgedreht: Wir haben sie reden, erzählen, kritisieren lassen – und zugehört. Mehr als ein Dutzend Mal. Aber lesen Sie selbst.
Das sagen Leserinnen und Leser zum 75. Magazin-Jubiläum: »Deswegen ärgere ich mich über den SPIEGEL. Und lese ihn weiter«
#DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #SPIEGELHausmitteilung -
Wir schreiben, Sie lesen. So war das immer. Jetzt haben wir die Sache umgedreht: Wir haben sie reden, erzählen, kritisieren lassen – und zugehört. Mehr als ein Dutzend Mal. Aber lesen Sie selbst.
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Viele deutsche Großstädte lagen in Trümmern, als der SPIEGEL vor 75 Jahren gegründet wurde. Nach der Nazizeit waren es unter anderem britische Soldaten, die die Pressefreiheit nach Deutschland brachten.
Für Kinder erklärt: Wie es beim SPIEGEL begann
#DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #DieSPIEGEL-Affäre -
Viele deutsche Großstädte lagen in Trümmern, als der SPIEGEL vor 75 Jahren gegründet wurde. Nach der Nazizeit waren es unter anderem britische Soldaten, die die Pressefreiheit nach Deutschland brachten.
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#DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #DieSPIEGEL-Affäre -
»Sagen, was ist« war die Maxime von Magazingründer Rudolf Augstein. Skandale, die der SPIEGEL aufdeckte, erschütterten die Republik.
Enthüllungen, Skandale: Das sind die größten SPIEGEL-Scoops
#DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #Medien #DieSPIEGEL-Affäre -
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Was Gründer Rudolf Augstein dem Magazin mit auf den Weg gab, gilt für uns noch heute: »Sagen, was ist.« Egal, ob gedruckt oder digital, als Podcast oder im Video – wie und für wen wir den SPIEGEL machen.
75 Jahre DER SPIEGEL: Unabhängig, unerschrocken, unbeugsam
#DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #Deutschland -
Er gründete 1947 den SPIEGEL, prägte die deutsche Nachkriegsgeschichte, war fünfmal verheiratet – aber war er glücklich? Rudolf Augsteins Schwester über den Mann, den sie erst nach seinem Tod bewundern konnte.
Ingeborg Villwock über ihren Bruder Rudolf Augstein: »Wir wollen ihn auch nicht zur Ikone erheben, nicht wahr?«
#DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #SPIEGEL-Verlag #Medien -
Die Bundesanwaltschaft ließ 1962 sechs Redakteure und Herausgeber Augstein wegen eines kritischen Artikels verhaften – und löste damit eine Regierungskrise aus. Doch am Ende siegte nicht die Staatsmacht, sondern ein höheres Gut.
Strafverfolgung nach angeblichem Landesverrat: Warum die SPIEGEL-Affäre noch immer wichtig ist
#DieSPIEGEL-Affäre #DERSPIEGELfeiertJubiläum! #RudolfAugstein #SPIEGEL-Verlag #Medien -
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Die Bundesanwaltschaft hat ihre Geschichte untersuchen lassen. Zwei Professoren erforschten die Arbeit einer Behörde voller Ex-Nazis, die 1962 die SPIEGEL-Affäre lostrat – auf eigene Faust.
Neues zur SPIEGEL-Affäre: »Die Bundesanwaltschaft war Hauptakteur«
#DieSPIEGEL-Affäre #RudolfAugstein #1960erJahre #KonradAdenauer #FranzGeorgStrauß -
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