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150 results for “geb”

  1. #Brasilien: #Bolsonaro erkennt #Wahlniederlage nicht an - news.ORF.at
    orf.at/stories/3446187/

    Rund 159 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer waren zu der Wahl aufgerufen – und viele von ihnen haben von den sozial- und wirtschaftspolitischen Erfolgen der linken Arbeiterpartei PT von #Lula profitiert. Unter seiner Regierung sank die #Arbeitslosigkeit auf einen historischen Tiefstand, die #Armut ging zurück, der Mindestlohn stieg. Außerdem beschloss das Parlament eine schrittweise Einführung der Fünftagewoche. Auch die #Entwaldung im Amazonas-Gebiet, dem größten tropischen Regenwald der Erde, wurde gebremst.

  2. Berlin – City of Species / Organisms Democracy / Club Real

    Ein Spaziergang durch die Umgebung des Flutgrabens. Während des Rundgangs werden den Teilnehmenden sechs Audiostücke aus dem Club-Real-Projekt „Berlin – Stadt der Arten“ angeboten. „Stadt der Arten“ ist eine Sammlung von Audiogeschichten, erzählt aus der Perspektive von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen, die über unsere Website frei zugänglich sind. Künstler:innen von Club Real begleiten die Teilnehmenden während des Rundgangs und geben Einführungen zu den Audiostücken.

    Organismendemokratie / Club Real

    #Audio #Berlin #ClubReal #DystopiaBerlin2026 #Hören #Kunst #Mikroorganismen #Natur #Pflanzen #Pilze #Spaziergang #StadtDerArten #Tiere #Wissen
  3. „Doppelt so #groß, doppelt so #grün, doppelt so #schmackhaft“ – #Heimatverein #Kraichgau stellt aktuelles Buch im #Landratsamt vor

    >„Die in der Terra preta enthaltene Pflanzenkohle kann einen wichtigen Beitrag für Umweltschutz und CO2-Reduktion leisten. Denn die Herstellung von Pflanzenkohle bietet aktuell die Möglichkeit, CO2 sofort und unmittelbar zu binden und für Jahrhunderte gebunden zu halten.“ (Landrat Manuel Just)

    phenixxenia.org/wiki/S%C3%BCdw

  4. Guten Morgen liebes Fediverse,
    eine gute Freundin, wackere Demokratin, und engagierte Tierschützerin hat im Moment finanziell etwas zu kämpfen, und ich konnte sie überzeugen, ein Crowdfunding aufzusetzen, um die Behandlung von Fellnase Foxi mitzufinanzieren. Wenn also jemand spontan ein paar Euros übrig hätte die wirklich jemanden sehr sehr glücklich machen würden dann bitte hier entlang:

    www.gofundme.com/f/foxi-zahnop

    Für den Fall dass jemand die angebotenen Zahlungsweisen nicht nutzen kann oder möchte dann bitte Bescheid geben, Überweisung ist auch möglich.

    Vielen Dank, und allen einen schönen Einstieg in die neue Woche!

    #crowdfunding #spendenaufruf #tierschutz #tierarztbehandlung

  5. (Kieler Nachrichten) Buntes Tischchen will kämpfen: Steht der CSD in Neumünster vor dem Aus? (Kostenloses Probeabo nötig)

    26. October 2026 Die Organisation des Christopher-Street-Day ist für das Bunte Tischchen in Neumünster jedes Jahr ein Kraftakt: Es fehlt an ehrenamtlichen Mitstreitern und am Geld. Nun ist unklar, ob es einen weiteren CSD in Neumünster geben wird. Doch jetzt gibt es eine kleine Hoffnung. Direktlink Hier den Artikel weiter lesen...

    bachhausen.de/kieler-nachricht

  6. Hoe rijker je bent, hoe minder belasting je betaalt. Waar de gemiddelde werkende Nederlander ongeveer 40 procent van het salaris aan belasting kwijt is, betaalt de rijkste 0,01% maar 28 procent belasting over de jaarlijkse inkomsten.

    De groeiende ongelijkheid is oneerlijk en vormt een groot risico voor de stabiliteit van de economie en gezondheid van een samenleving.

    10 november is er een debat in de Tweede Kamer over het belastingplan, 12 november zal er over worden gestemd. Het is daarom essentieel dat wij nu laten horen dat de rekening niet opnieuw bij werkend Nederland wordt gelegd.

    Daarom eisen wij:

    1. Een eerlijke bijdrage van de allerrijksten in Nederland
    2. Gebruik dit geld voor lastenverlichting op werk

    👉 campagnes.degoedezaak.org/camp

  7. Offener Kunstraum für Autisten und Interessierte

    Kult 41, Dienstag, 10. November um 14:30 MEZ

    Menschen mit Autismus haben oft keine rücksichtsvolle Umgebung und weniger Möglichkeitsräume. Wir wollen erwachsenen Autisten, ihren Angehörigen aber auch fachorientierten Begleitpersonen und anderen Interessierten die Möglichkeit zur Begegnung bieten. Seid einfach mutig und kommt vorbei….gerne auch mit Begleitung.
    Es gibt viele Kreativräume in vielen Bereichen. Malerei, Zeichnen, Linoldruck, Speckstein, Nähen, Sticken, Musik, Schreiben, Schach; Bewegungskünste, Soziale Kunst durch Begegnungen und Anbindungen oder einfach nur dabei sein, bei Kaffee und Tee. Eigene Ideen können in eine Planung und Umsetzung gebracht werden.
    Kosten: nix/ vollkommen unteuer
    Hast Du Lust selber etwas anzubieten oder mitzuwirken: Willkommen!!!
    Eintritt: 0€

    flyinghigh-bonn.org/event/offe

  8. Offener Kunstraum für Autisten und Interessierte

    Kult 41, Dienstag, 10. November um 14:30 MEZ

    Menschen mit Autismus haben oft keine rücksichtsvolle Umgebung und weniger Möglichkeitsräume. Wir wollen erwachsenen Autisten, ihren Angehörigen aber auch fachorientierten Begleitpersonen und anderen Interessierten die Möglichkeit zur Begegnung bieten. Seid einfach mutig und kommt vorbei….gerne auch mit Begleitung.
    Es gibt viele Kreativräume in vielen Bereichen. Malerei, Zeichnen, Linoldruck, Speckstein, Nähen, Sticken, Musik, Schreiben, Schach; Bewegungskünste, Soziale Kunst durch Begegnungen und Anbindungen oder einfach nur dabei sein, bei Kaffee und Tee. Eigene Ideen können in eine Planung und Umsetzung gebracht werden.
    Kosten: nix/ vollkommen unteuer
    Hast Du Lust selber etwas anzubieten oder mitzuwirken: Willkommen!!!
    Eintritt: 0€

    flyinghigh-bonn.org/event/offe

  9. Wohnzimmer Alfter Kennenlern-Brunch

    Wohnzimmer Alfter, Sonntag, 1. November um 11:00 MEZ

    English translation at the bottom.

    Herzliche Einladung zum Wohnzimmer-Brunch!

    Der monatliche Sonntagsbrunch soll eine regelmäßige Veranstaltung im Wohnzimmer werden. Er dient auch als „Brunch der offenen Tür“, lerne das Wohnzimmer kennen und komm mit deinen Ideen und Fragen vorbei.

    Neben Zusammenkommen und Essenteilen, soll es dabei auch immer wieder Platz für neue Ideen geben: Vielleicht basteln oder werkeln wir im Anschluss zusammen, singen oder kommen auf neue Weisen ins Gespräch miteinander.

    Los geht's am 1. November ab 11 Uhr mit einem Kennenlernbrunch!

    Kommt vorbei, macht es euch mit uns vor dem Kamin gemütlich, lernt andere Menschen kennen und erfahrt mehr über das Wohnzimmer.

    Wir werden etwas kochen und falls ihr zum Buffet etwas beitragen wollt, könnt ihr gerne auch etwas zu essen mitbringen.

    Wir freuen uns auf euch!

    01.11.26 // 11:00-14:00 Uhr

    29.11.26 // 11:00-14:00 Uhr

    Eintritt frei!

    Wohnzimmer Alfter, Knipsgasse 43

    https://freiraum-alfter.de/wohnzimmer/

    https://www.instagram.com/wohnzimmer_alfter/

    https://www.facebook.com/wohnzimmeralfter/

    N.B. Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden, eine englische Übersetzung ist möglich. Der Veranstaltungsraum ist nicht barrierefrei.

    A Warm Invitation to the Wohnzimmer Brunch!

    We’re hoping to make our Sunday brunch a regular monthly gathering at the Wohnzimmer. It’s also an open-house brunch: come and get to know the Wohnzimmer, and bring along your ideas and questions!

    Alongside getting together and sharing food, we want to leave room for new ideas and activities. Maybe we’ll do some arts and crafts together afterwards, sing, or find new ways to connect and get to know one another.

    We’re kicking things off on November 1st at 11 am with a get-to-know-you brunch!

    Come by, make yourself comfortable with us by the fireplace, meet new people, and find out more about the Wohnzimmer.

    We’ll be preparing some food, and if you’d like to contribute to the buffet, you’re very welcome to bring something to share.

    We’re looking forward to seeing you!

    Dates:
    01/11/2026 // 11 am–2 pm
    29/11/2026 // 11 am–2 pm

    Free entry!

    Wohnzimmer Alfter, Knipsgasse 43

    https://freiraum-alfter.de/wohnzimmer/

    https://www.instagram.com/wohnzimmer_alfter/

    https://www.facebook.com/wohnzimmeralfter/

    Please note: The event will be held in German, but an English translation can be provided. The venue is not wheelchair accessible.

    flyinghigh-bonn.org/event/wohn

  10. Apfeltarte
    Unsere Nachbarn sind in den Urlaub geflogen, ich bin also wieder Katzensitterin und Resteverwertung. Aus dem Ziegenfrischkäse ist die Creme für die Apfeltarte entstanden, mit Heuchelheimer Schneeäpfeln von unserem Baum. Ein weiterer Käserest kommt gleich auf die Pizza, mitsamt der ebenfalls aus dem Nachbarkühlschrank geborgenen Tomaten.

  11. Razzien im ganzen Westjordanland

    Israels Ministerpräsident Netanjahu hat die Abriegelung des gesamten Westjordanlandes angekündigt. Die Maßnahmen wurden angeordnet, nachdem Freitagfrüh zwei israelische Soldaten auf einer Reservebasis bei einem Angriff in Hebron ums Leben kamen. Die beiden Angreifer wurden getötet.

    Seit Samstag führt das israelische Militär eine große Razzia in Hebron durch. Der Bürgermeister von Hebron, Yousef al-Ja’bari, erklärt, dass über 2.200 Menschen bereits aus ihren Häusern vertrieben wurden. Die Bewohner:innen können laut al-Ja’bari die Stadt weder verlassen noch ihre Viertel betreten.

    Das israelische Militär führte in mindestens 15 weiteren Gebieten des Westjordanlandes Razzien durch. Bei den Razzien sollen laut der Palästinensischen Gefangenenvereinigung etwa 70 Palästinenser:innen festgenommen worden sein.

    Am Dienstag, dem Tag der Wahlen in Israel, soll das besetzte Gebiet vollständig abgeriegelt werden.

    #Nahost #Polizei

  12. Vor einem Monat war es so weit! Der Autohändler rief überraschend an und teilte mit, dass die Papiere für den Fiat Topolino bereits aus Italien den Weg nach Bünde gefunden haben.

    Fährt schneller als erlaubt! Wir hatten den am 12.09. sehr spontan gekauft und konnten ihn dann leider nicht in der Folgewoche vom Händler abholen, weil dort zwar das Fahrzeug im Schaufenster stand, aber die Papiere in Italien erst noch gedruckt werden mussten. Der Post auf Threads hatte für meine bescheidenen Verhältnisse enorme Reichweite und über 300 Kommentare (abzüglich der geblockten User, die den üblichen Blödsinn zu Elektroautos gepostet haben). In Südeuropa sind die Drucker und die Post jedenfalls nicht langsam und darum konnte ich mich bereits am 26.09. zum Händler kutschieren lassen, um dann mit dem jüngsten Nachwuchs auf dem Beifahrersitzt und mit Alex im 500e hinter uns den kleinen Topolino zu meiner Mama zu holen!

    Testfahrt bei schönstem Wetter.

    Die Fahrt aus Bünde war problemlos, dauerte aber eine gewisse Zeit, weil der Topolino nun nur 45 Km/h schnell fährt. Ben fand es cool und wir haben es auf einer leicht abschüssigen Strecke sogar geschafft, den Tacho auf unglaubliche 51 Km/h zu bringen. Bergauf nach Oberbecksen war mit den 8 PS jedoch nicht mehr als 30 Km/h drin. Schneller darf man dort aber sowieso nicht fahren.

    Ankunft am Südweg.

    Mir gefällt das „Auto“ wirklich gut. Sitzkomfort gibt es irgendwie, reicht aber für die angepeilten Strecken völlig aus. Die Rundumsicht ist unglaublich. Kein Wunder, es ist quasi überall um einen herum das Ende des Autos. Der Topolino ist klein! Trotzdem sitze ich mit über zwei Zentnern und 187cm Größe entspannt auf dem Fahrersitz. Auch der 194cm große Nachwuchs 1.0 kann dort noch Platz nehmen, ohne irgendwo anzustoßen. Ich bin auch schon mal morgens aus Jux damit zur Arbeit gefahren und die von innen beschlagene Scheibe musste vom Gebläse frei gepustet werden. Auch das funktioniert. Allerdings würde ich die Seitenscheiben vor der Fahrt vom Wasser befreien. Der Fahrtwind reicht nicht! Und runter fahren, um danach freie Sicht zu haben, ist auch nicht möglich. Man kann die Seitenscheiben nur zur Hälfte nach oben klappen. Das Gebläse hat sogar eine Mini-Heizung vorgeschaltet, von der man sogar etwas erahnen kann.

    Auch Nachwuchs 2.0 ist angetan!

    Meine Mama hat schon ein bisschen gegrinst, als wir bei ihr zu Hause auf den Hof gefahren sind. Sofort wurde probegesessen und ich habe dann auch sofort auf einer Testfahrt bestanden. Die ging dann bis zu meiner Tante und war auch kein Problem. Danach durfte auch Nachwuchs 2.0 einmal auf dem Fahrersitzt Platz nehmen und vor dem Haus rauf und runter fahren. Mehr als Schritttempo hat er sich allerdings nicht getraut! Und ja, keine Sorge, das ist alles Privatgelände und keine öffentliche Straße!

    Alleine mit dem Auto gefahren ist Mama allerdings noch nicht. Mit ihrem alten Punto in der Zeit aber auch nur ein Mal. Apropos: Hat jemand Interesse an einem roten Fiat Punto? Ist 16 Jahre alt, hat aber 18.000 Kilometer auf dem Tacho!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/10/fiat-topolino-corallo/ #Auto #Elektromobilität #Fiat #FiatTopolino #klimafreundlicheMobilität #Klimawandel #Konsum #Nachwuchs20 #Test #Verkehr #Verkehrswende
  13. Sachlich wie immer

    Berichte und Analysen aus Frankreich, EU, Westfalenstadion und Borussia-Park

    Die Reflexe stimmen. Sie bleiben so schlecht, wie sie immer waren. Die “alten” und “neuen” – in der Regel asozialen – Massenmedien springen an bei Sex&Crime, Mord&Totschlag – und wenn das alles nicht geboten wird, dann wenigstens Feuer&Sachbeschädigung, jedenfalls “geile Bilder” müssen es sein. Nichts davon, das wissen Sie, bekommen Sie hier. Hier nur Leseempfehlungen, Buchstaben, und davon viele hintereinander. Warnung: ganze Sätze und Gedanken!

    Aus Frankreich berichtet Bernard Schmid/telepolis: “Frankreich: Der Protest bleibt, der Hass wächst – Hunderttausende demonstrieren weiter. Hetze und Angriffe verschärfen die Lage. In Orléans zeigt sich, dass es auch anders geht. Analyse. – Wenn bei einem Kräftemessen alle Beteiligten erklären, sie seien hochzufrieden, lohnt es sich, genauer hinzusehen.”

    Volksentscheid – ist das wichtig?

    Aus EU-Brüssel berichtet Falk Steiner/heise zur Zeitumstellung: “Missing Link: Vor, zurück, vor zurück – Seit 2018 will die EU die Zeitumstellung abschaffen – passiert ist nichts. Eine leicht satirische Spurensuche durch die Geschichte der europäischen Zeitpolitik.”

    Es ist also nicht nur der Berliner Volksentscheid der den feinen Demokrat*inn*en der “Mitte” nun schon seit Jahren am verlängerten Rücken vorbeigeht. Bei diesem Demokratieverständnis muss sich dann auch heute niemand mehr über irgendwas wundern.

    Sturzflutartiges Bier die “Süd” hinunter

    So soll es gestern im Westfalenstadion, dem zentralen Versammlungsort der Stadt Dormund gewesen sein.

    Dominik/schwatzgelb: “Geht doch! – Der BVB punktet endlich wieder in der Liga und zeigt trotz der Reisestrapazen eine wirklich gute, kämpferische Leistung – auch wenn nicht alles gelingt. Was gegen Frankfurt auf dem Rasen und den Rängen los war, lest ihr in unserem Spielbericht.”

    In Mönchengladbach muss die Stadt 24 Stunden zuvor menschenleer gewesen sein. Weil sie alle, 5.000 sollen es gewesen sein, eine 400km-Reise in die Stadt mit dem abgerissenen Hauptbahnhof gewagt haben, todesmutig.

    Christian Spoo/seitenwahl: “Das crazy! – Die Schröder-Challenge fällt aus. In Verzweiflungsrhetorik hatte sich Gladbachs Sportdirektor geübt, als er in Erwartung der siebten Niederlage in Folge gefragt wurde, ob es das dann womöglich schon gewesen sei, mit Borussia und der Bundesliga. Er freue sich auf den Negativrekord, weil die Challenge dann umso größer sei. Haarsträubender Unsinn, aber angesichts der desolaten Situation vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart fast verständlich. Was soll der Mann denn sagen?”

    So stelle ich mir sachlich-fachlichen Journalismus vor. Gut gemacht.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  14. Ich hatte mein Google Pixel 9 Pro offensichtlich schon über zwei Jahre in Benutzung. Die 10er Version habe ich ausgelassen, weil ich wirklich überhaupt keinen Vorteil zu meinem 9er gesehen habe. Auch das Pixel 11 scheint nicht wirklich so viel besser zu sein. Jedoch hat die Kamera einen größeren Zoom. Und ich wollte auch einfach was Neues haben. Zum Verkaufstart gab es ein enorm hohes Rückkkaufsangebot für mein 9 Pro, so dass das 11er nur knapp über 400€ kostete. Da konnte ich nicht nein sagen.

    Der „Postturm“ in Werste von unserem Balkon aus. Die Einrichtung verlief unspektakulär und die beim letzten Mal verkackte Übernahme der Google-Authenticator-Daten war ein Klacks. Das Thermometer des 9er ist auf der Strecke geblieben. Hatte ich nicht auf dem Schirm und störte mich auch ein bisschen. Vielleicht ein bisschen mehr.

    Aber die Kamera finde ich schon ganz cool. Der Werster Postturm ist morgens vor der Arbeit von unserem Balkon aus aufgenommen worden und steht 840 Meter Luftlinie von uns entfernt. Geht schon. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich dafür das digitale 120fach-Zoom benutzt habe. Ich glaube es ist nur das optische 10fach-Zoom. Die digitale Variante bearbeitet das Bild mit KI nach und man sieht je nach Motiv schon, dass sich das Smartpone ein paar Dinge dazu denkt. Sieht bei machen Sachen gut aus, weil es einfach nicht auffällt. Oft sind aber Details schief oder z.B. Buchtitel in einem Regal nicht mehr lesbar, obwohl die „Buchstaben“ riesig groß abgebildet werden – nur nicht mehr als Buchstaben erkennbar sind.

    Die Lutternsche Egge

    Die Lutternsche Egge habe ich vom Marktgarten Lohe aus fotografiert, als wir dort unsere Exkursion mit den Grünen hatten. Das sind ziemlich genau 8.500 Meter Luftlinie und es war ein bisschen diesig an dem Tag. Dafür finde ich die Aufnahme OK.

    Ein Rotmilan

    Wie hoch dieser Rotmilan war, kann ich nicht sagen. Ich habe ihn jedenfalls mit einer hohen Zoomstufe frei Hand verfolgt und dann auf den Auslöser gedrückt. Das reicht, um den Vogel identifizieren zu können. Ich bin zufrieden.

    Ich habe das Teil nun seit nicht ganz zwei Monaten in Benutzung und meckere nicht. Das fehlende Thermometer hat mich etwas gestört, aber die Kamera versöhnt mich ein wenig. Ansonsten ist das Pixel 11 Pro solide, aber keine Offenbarung gegenüber dem Großvater 9 Pro. Für zwei Jahre wird es jetzt wieder reichen und mit 400€ bin ich zufrieden. Den „normalen“ Kaufpreis von 1.200€ empfinde ich als viel zu hoch!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/10/google-pixel-11-pro/ #Foto #Geld #Google #Handy #Hardware #Konsum #Smartphone #Technik #Test
  15. Offener Kunstraum für Autisten und Interessierte- SeLe Treff

    Kult 41, Dienstag, 3. November um 14:30 MEZ

    Menschen mit Autismus haben oft keine rücksichtsvolle Umgebung und weniger Möglichkeitsräume. Wir wollen erachsenen Autisten, ihren Angehörigen aber auch fachorientierten Begleitpersonen und anderen Interessierten die Möglichkeit zur Begegnung bieten. Seid einfach mutig und kommt vorbei….gerne auch mit Begleitung.
    Es gibt viele Kreativräume in vielen Bereichen. Maleri, Zeichnen, Linoldruck, Speckstein, Nähen, Sticken, Musik, Schreiben, Schach; Bewegungskünste, Soziale Kunst durch Begegnungen und Anbindungen oder einfach nur dabei sein, bei Kaffee und Tee. Eigene Ideen können in eine Planung und Umsetzung gebracht werden.
    Kosten: nix/ vollkommen unteuer
    Hast Du Lust selber etwas anzubieten oder mitzuwirken: Willkommen!!!
    Parallel zum Offenen Kunstraum trifft sich die Gruppe „SeLe – Selbstbestimmt Leben“ in einem Nebenraum. Diese Interessengemeinschaft von Psychistry- und Krisenerfahrenen aus Bonn bietet Austausch, ein offenes Ohr und Beratung in Krisenzeiten und plant Infoaktionen. Interessierte sind herzlich willkommen.
    Eintritt: 0€

    flyinghigh-bonn.org/event/offe

  16. Wir stellen vor:

    Der neue Wärmespeicher von Ulm - unsere "Thermoskanne". Dort wird auf ca 110 °C aufgeheiztes Wasser gespeichert. Mit diesem "Heizwasser" funktioniert auch die Fernwärme in Ulms höheren Lagen wie Böfingen, weil der Turm so hoch ist.
    Diese Art, Gebäude zu heizen ist sehr klimafreundlich - vorausgesetzt, das Material zur Erhitzung des Wassers ist umweltfreundlich!

    Wir hoffen, dass jedes Jahr mehr Haushalte von fossilen Brennstoffen wegkommen können.
    Die Gaskostenfalle droht. gaskostenfalle.de/

    #FernWärme #WärmeWende #NachhaltigHeizen #GasKostenFalle #FreiheitsEnergie #EnergieSouveränität #EnergieAutonomie #EnergieAutarkie #FossiloKratie #EnergieWende #FUG

  17. Also die Ilse #Aigner als Bundespräsidentin wäre, nach diesen ganzen Hilfsarbeiter:innen wie #Merz und Gas Käthe in der Exekutiven denen jegliche Kompetenz und Erfahrung abgeht, seit Jahren mal wieder ne würdevolle und kompetente Besetzung.

    Kein Mensch braucht abgewrackte Klinkenputzer:innen in den höchsten Ämtern des Staates. Es ist gut dass Christian Lindner, wenn auch spät, für sich herausgefunden hat, dass Gebrauchtwagenhändler seine wirkliche Berufung ist.

  18. Die gestreiften Teuerlinge, Cyathus striatus, sind auch noch da. Hier in allen Stadien, noch kugelig, verdeckelt und geöffnet, praktischerweise mit Bucheckern als Größenvergleich.
    Dieses Stück Totholz beobachte ich seit 2 Jahren, immer gibt es etwas zu entdecken: Schleimpilze und Pilze geben sich hier die Ehre, erstaunlich, was sich hier alles an der Verwertung beteiligt. Ich habe bestimmt Stunden damit verbracht, ein nur gerade 50 cm langes vermoderndes Stück Ast zu fotografieren.
    Tatsächlich muss man schon genau hinschauen, um die kleinen Nestchen zu entdecken.
    #fungi #pilze

  19. ... wirtschaftliche Funktion hat und genutzt wird, um andere Menschen auszubeuten.

    Ein anderes Beispiel dafür: die Verbote von Homosexualität, Abtreibungen und Verhütung. Die wurden von dem Adel und der Kirche eingeführt, nach dem Großen Bauernkrieg 1524.
    Da sind viele Leute getötet wurde, es gab daher nicht mehr genug Arbeiter/innen, die Güter herrstellten. Der Adel und die Kirche wollten aber nicht auf ihr Luxusleben verzichten und haben unverändert Abgaben (Nahrung, Gegenstände, usw.) verlangt. Die Bevölkerung begann zu rebellieren und die Monarchie in Frage zu stellen.

    Daraufhin haben sie diese #Propaganda gestreut, damit mehr Kinder gezeugt werden würden, sodass es wieder Arbeiter/innen gab, die Sachen herstellten.

    surplusmagazin.de/federici-mar

    Aktuell auch wieder: wir haben einen gewaltigen Geburtenrückgang, der wirtschafltich Deutschland enorm schaden wird. Der rechte Block ( #CDU / #CSU und #AfD ) will aber die Reichen und die Konzernkönige ...

    🧵 2/3

    #Sexismus #LGBTQIA #LGBTQ

  20. Mein Mann kocht.
    Gerade hat er Walnüsse aus eigener Ernte mühevoll von der Schale befreit, und dann in der Pfanne verbrannt.
    Sie sind für ein Pesto aus Kapuzinerkresse gedacht, die nocheinmal beeindruckend nachgewachsen ist, nachdem die Erdflöhe wirklich alle Blätter aufgefressen hatten.
    Ich mische mich da nicht ein, ich habe den ganzen Urlaub hindurch gekocht, das macht mich ärgerlich. (Reis oder Nudeln kochen zähle ich dabei nicht, das ist keine Kunst und keine Arbeit. Mein Mann ist aber offensichtlich der Ansicht, dass er damit sein Soll erfüllt hat.)
    Er hat heute schon ein Linsenbrot gebacken, nach einem YouTube Rezept (nur 5 min Arbeit! Das hat natürlich nicht gestimmt) und die Schüsseln und der Mixstab sind immer noch schmutzig ("das mache ich nachher"). Ich habe das mal so hingenommen, und nur die Sachen gespült und weggeräumt, die ich für die Seelen für das Frühstück mit unserer gebraucht hatte.
    Ja, ich liebe ihn, ich bin auch dankbar für seine Fürsorge.

  21. Er zijn allerlei dingen best complex bij open socials. De grootste is misschien wel wie er de kosten voor draagt en verantwoordelijkheid neemt voor moderatie. Op de commerciële socials zijn de verhoudingen duidelijk. Het zijn bedrijven die er belang bij hebben je aandacht vast te houden. Gebruikers zijn grondstoffen. Privacy bestaat niet.
    Als je het anders wilt heb je geld nodig en veel organisatiekracht. @NRC heeft een teen in het badwater met een eigen server zodat redacteuren zich onder onze eigen voorwaarden in het debat kunnen mengen. Dat is een stap, maar daarmee
    heb je nog geen 'dorpsplein'. Mensen (ook onze abonnees) die met NRC-ers willen praten op #Mastodon zijn aangewezen op andere servers en de vrijwilligers die deze runnen.
    Ik vind het daarom boeiend en belangrijk wat de @Waag (een voorloper op Mastodon) nu probeert te organiseren bij de buren op AT Proto (het protocol bekend van #Bluesky). Gisteravond werd in Eindhoven 'oso social' gelanceerd. @marleenstikker omschreef het als een 'Nederlandse toegangspoort' voor dat tot nu toe nog behoorlijk Amerikaanse stelsel. Een vorm van publieke infrastructuur, mét #privacy en transparantie. In principe kan iedereen daar een account krijgen die de huisregels accepteert en respecteert (die heb ik nog niet gezien). We weten nog niet veel over de financiering en moderatie. In een eerder interview met NRC over open sociale media gaf Marleen Stikker daar haar gedachten over. Moderatie en verificatie zijn essentieel zei ze. En het kost geld: „We geven jaarlijks voor burgers geld uit aan wegen, bibliotheken, lokale omroepen. Het publieke domein kost geld. Het is eigenlijk heel raar om te denken dat dat hier niet voor geldt. Voor minder dan een euro per inwoner heb je de infrastructuur en ondersteuning voor veilige sociale media.”
    Gisteravond bij de #ddw noemde Stikker het nieuwe oso social een 'werkplaats'. Ik ben heel benieuwd hoe het verder gaat. #ososocial #atproto

  22. Diesel statt Ukraine: Die teuersten Midterms aller Zeiten

    TL;DR: Kurz vor den Midterms sprechen die Umfragen gegen Trump, abschreiben würde ich ihn trotzdem nicht. Für billigeren Diesel lässt er die Ukraine fallen, Musk und andere Milliardäre stecken Rekordsummen in den Wahlkampf, und ausgerechnet der Audi-Chef steht mit ihm im Wahlkampf auf der Bühne. Selbst ein demokratischer Kongress wird Trump in der Außenpolitik wohl kaum bremsen. Europa muss für seine Sicherheit selbst sorgen.

    In wenigen Tagen, am 3. November, wählen die Amerikaner bei den Midterms das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu. Die Umfragen sehen schlecht aus für Trump und seine Republikaner. Abschreiben würde ich ihn trotzdem nicht. 2016 hatte ihn kaum jemand auf der Rechnung, und auch 2024 hat er viele überrascht.

    Seitdem Trump wieder im Amt ist, ärgere ich mich gefühlt täglich. Das liegt auch an meiner sehr persönlichen Beziehung zu den USA. Seit mehr als 30 Jahren arbeite ich mit oder für amerikanische Unternehmen, drüben habe ich noch immer viele Freunde und Bekannte. Ich war sehr oft dort, meist an der Westküste, aber auch in vielen Städten quer durchs Land und habe die Zeit dort fast immer genossen. Die Ausnahme ist sicher der 11. September 2001, als ich in Costa Mesa im Hotel saß. Daran habe ich mich zum 25. Jahrestag erinnert. Seit Trump war ich nicht mehr dort, und solange er regiert, will ich auch nicht wieder hin.

    Wahlkampfhilfe aus Ingolstadt

    Jetzt bekommt Trump auch noch Wahlkampfhilfe ausgerechnet aus Deutschland. Nicht etwa von seinen Freunden in der AfD, sondern vom Audi-Chef: Am vergangenen Samstag stand Gernot Döllner in Georgia auf Trumps Bühne und verkündete dort ein neues Werk für umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. Minuten vorher hatte Trump seinen johlenden Anhängern die übliche Mischung aus Lügen, Hass und Rassismus geboten. Das Rennen in Georgia könnte am 3. November über die Mehrheit im Senat entscheiden. Amtsinhaber Jon Ossoff ist der einzige demokratische Senator, der seinen Sitz in einem Bundesstaat verteidigen muss, den Trump 2024 gewonnen hat. In den Umfragen liegt er vor seinem republikanischen Herausforderer Mike Collins.

    Dass Audi in den USA bauen will, ist nachvollziehbar: Anders als Daimler, BMW und Volkswagen fertigt die Marke dort bisher kein einziges Auto. Aber muss ein deutscher Konzernchef kurz vor der Wahl ausgerechnet in diesem Rennen mit Trump Wahlkampf machen? Mit dem Mann, der Europa mit Zöllen erpresst, unter denen die deutsche Autoindustrie mit sinkenden Umsätzen und Entlassungen leidet? Die Chefs von Daimler, VW und BMW haben 2018 auch bei Trump vorgesprochen, auf eine Wahlkampfbühne haben sie sich nicht gestellt. David Schafbuch nennt Döllners Auftritt bei t-online die perfekte Unterwerfung. Trumps Erpressung wirkt.

    Der Angreifer als Geschäftspartner

    Angesichts der Umfragewerte vor den Midterms ist Trump zudem erneut vor Putin eingeknickt und lässt die Ukraine fallen. Sein Motiv sind die Spritpreise in Amerika. Washington hat die Sanktionen gegen russischen Diesel gelockert, damit Benzin und Diesel in den USA billiger werden. Neue Sanktionen gegen Russland, die der Kongress mit Stimmen beider Parteien beschlossen hatte, setzte Trump in wesentlichen Teilen per Ausnahmegenehmigung aus. Bewilligte Hilfsgelder von 810 Millionen Dollar hält seine Regierung zurück, der US-Rechnungshof nennt das rechtswidrig.

    Vizepräsident J. D. Vance verlangt öffentlich, die Ukraine solle keine russischen Energieanlagen mehr angreifen, und verweist auf die steigenden Energiekosten der Amerikaner. Laut Reuters hat das Weiße Haus Kiew sogar gedroht, die Warnungen vor russischen Raketenangriffen auszusetzen, wenn die Ukraine weiter Raffinerien und Öldepots angreift. Zur selben Zeit hat Russland allein an einem Wochenende eine halbe Million ukrainischer Haushalte vom Strom abgeschnitten. Putin bescheinigt Trump, sich „korrekt verhalten“ zu haben. Der Ukraine wünscht er einen neuen Präsidenten.

    Ich schüttele nur noch den Kopf, wie offen ein amerikanischer Präsident sich auf die Seite des Angreifers stellt. Selenskyj wurde im Februar 2025 im Oval Office vorgeführt, Putin bekam im August 2025 in Alaska den roten Teppich. Seitdem erhöht Trump an einem Tag den Druck auf Moskau und droht am nächsten Kiew. Er behandelt den Kriegsherrn im Kreml als Geschäftspartner und das überfallene Land als Störfaktor. Nikolas Busse schreibt in der FAZ, Trump sei es nie um die Sicherheit der Ukraine oder Europas gegangen, die Ukraine stehe ihm bei Geschäften mit Russland im Weg. Trump wirft Kiew vor, mit den Angriffen auf russische Raffinerien den Dieselpreis zu treiben. Die Hauptursache für die hohen Preise ist laut Busse aber der Krieg gegen Iran, den Trump ohne Zustimmung des Kongresses begonnen hat.

    Christian Stöcker erklärt im Spiegel, wie das System funktioniert: Es geht nicht um Ideologie, sondern um Geld, Öl und Macht. Elon Musk fordert ebenfalls Selenskyjs Rücktritt. Laut Wall Street Journal kam von ihm auch die Anweisung, das militärische Satellitennetz Starshield zu drosseln. Ukrainische Drohnen verloren daraufhin nach Kiewer Angaben an der Front die Verbindung. Stöcker nennt das Kleptokratie, eine Herrschaft der Diebe, die den Staat als Beute behandelt und die Außenpolitik als Tauschgeschäft.

    Europa gewöhnt sich daran

    Genauso schüttele ich den Kopf über unsere Gewöhnung daran. In Deutschland bleibt der Aufschrei aus. Aus dem Außenkanzler Merz ist ein Innenkanzler geworden, schreibt Daniel Mützel bei t-online. Europa tut durchaus etwas: Die EU sichert ihre Milliardenhilfe ab, Deutschland bezahlt Luftverteidigung und Munition, und die Europäer kaufen amerikanische Waffen, die Washington nicht mehr umsonst liefert. Bezahlte Patriot-Raketen kommen trotzdem verspätet an. Ganz unschuldig sind die Europäer selbst nicht. Die EU ist laut Busse noch immer der viertgrößte Käufer russischer Brennstoffe, beim Gas sogar der größte.

    Über die Zukunft der Ukraine will Trump lieber mit Putin und Xi reden, ohne Kiew und ohne die Europäer. Selenskyj sagt im US-Fernsehen offen, die Ukraine würde nicht bestehen, wenn sich die USA offiziell auf Russlands Seite stellen. Diesen Satz muss Europa ernst nehmen. Die verlässlichsten Verbündeten der Ukraine sind noch immer die Europäer, nicht Trump. Aber in vielen Ländern bröckelt die Solidarität. Wir müssen nur in den Osten unserer Republik schauen, wo laut Forschungsgruppe Wahlen 42 Prozent der Bevölkerung weniger Unterstützung für die Ukraine wollen, vom unsäglichen Antrag von AfD und BSW im Landtag von Sachsen-Anhalt gar nicht zu reden.

    Ein Wahlkampf der Milliardäre

    Wie viel Geld in diesem Wahlkampf steckt, sprengt jedes deutsche Maß. Kandidaten, Parteien und Interessengruppen haben laut Wahlkommission FEC bisher mehr als 16 Milliarden Dollar eingesammelt, nicht mitgerechnet sind Spenden, deren Herkunft verschleiert wird. Für Wahlwerbung sind schon mehr als zehn Milliarden Dollar ausgegeben. Möglich macht das ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2010. Seitdem dürfen sogenannte Super PACs (Political Action Committees) unbegrenzt Geld annehmen, solange sie offiziell unabhängig von den Kandidaten Werbung machen. Im Juni hat das Gericht die Grenzen noch weiter gelockert.

    Elon Musk hat laut FEC-Daten in diesem Jahr mehr als 366 Millionen Dollar gespendet, mehr als die rund 290 Millionen, mit denen er 2024 Trumps Wahlkampf unterstützt hat. Davon gingen laut t-online 158 Millionen an den Fonds, der die Senatsmehrheit der Republikaner sichern soll, und 10 Millionen an Ken Paxton, Musks Kandidaten in Texas. Allein in dieses eine Senatsrennen in Texas sind bis Mitte Oktober mehr als 500 Millionen Dollar geflossen, mehr als 360 Millionen davon auf republikanischer Seite. Trump selbst gibt an, schon mehr als 300 Millionen Dollar in den Wahlkampf seiner Partei gesteckt zu haben, bis zum Wahltag sollen es mehr als 400 Millionen werden.

    Von den 20 größten Geldgebern stehen 14 auf der Seite der Republikaner. Darunter sind die Investoren Marc Andreessen und Ben Horowitz und OpenAI-Mitgründer Greg Brockman, die vor allem eines wollen: weniger Regeln für künstliche Intelligenz und Kryptowährungen. In neun umkämpften Senatsrennen haben die Republikaner im vergangenen Monat 233 Millionen Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben, fast doppelt so viel wie die Demokraten.

    Auch die Demokraten haben Großspender, etwa George Soros und Michael Bloomberg mit 80 Millionen Dollar für das Repräsentantenhaus, aber nicht in dieser Masse. Wer so viel Geld in eine Wahl steckt, will etwas dafür haben. Musk hat es vorgemacht: Nach seinen Millionen für Trump zog er ins Weiße Haus ein, strich öffentliche Budgets zusammen und sorgte dafür, dass seine eigenen Firmen verschont blieben.

    Kauft Geld die Wahl?

    Ob Geld allein die Wahl entscheidet, ist trotzdem offen. Im Frühjahr 2025 steckte Musk mehr als 20 Millionen Dollar in eine Richterwahl in Wisconsin. Gewonnen hat die Kandidatin der Demokraten, Susan Crawford, weil sie offen gegen Musk und seine Millionen antrat. Die Fernsehspots der Republikaner bringen ihnen trotz doppeltem Einsatz nur 40 Prozent mehr Reichweite. 72 Prozent der Amerikaner finden, dass Geld eine zu große Rolle in der Politik spielt. Bei den Senatskandidaten sammeln ausgerechnet Demokraten das meiste Geld, darunter James Talarico in Texas, wo seit mehr als 30 Jahren kein Demokrat einen Senatssitz gewonnen hat.

    So unbeliebt wie Trump war vor Zwischenwahlen zuletzt George W. Bush 2006. Nach einer Reuters/Ipsos-Umfrage sind nur noch 31 Prozent der Amerikaner mit seiner Amtsführung zufrieden. Bei der Frage nach der bevorzugten Partei für den Kongress liegen die Demokraten mit 47 zu 35 Prozent vorn. Landesweit haben schon mehr als 13 Millionen Menschen vorzeitig gewählt, vor vier Jahren waren es um diese Zeit rund neun Millionen. Trumps Super PACs müssen inzwischen Millionen in Wahlkreise stecken, die die Republikaner 2024 noch klar gewonnen hatten.

    Auch die Geschichte spricht gegen Trump. Bei Zwischenwahlen verliert die Partei des Präsidenten seit fast 200 Jahren fast immer Sitze, erklärt der Politikwissenschaftler Nick Beauchamp von der Northeastern University bei ZDFheute. Lucas Holtz von der Denkfabrik Third Way, die den gemäßigten Demokraten nahesteht, vergleicht die Lage mit 2006: Damals belasteten der Irak-Krieg, Korruptionsaffären und hohe Benzinpreise die Republikaner, die Demokraten holten das Repräsentantenhaus. Ein Krieg gegen Iran ohne Zustimmung des Kongresses, Bereicherung im Amt, teurer Diesel: Die Liste von 2026 klingt vertraut. Beauchamp gibt allerdings zu bedenken, dass eine Partei mit knapper Mehrheit meist weniger Sitze verliert als eine mit großer.

    Wahlkreise nach Maß

    Doch die Republikaner haben vorgesorgt. Nachdem der Oberste Gerichtshof im Sommer wesentliche Teile des Wahlrechtsgesetzes gekippt hat, das Minderheiten schützt, haben republikanisch regierte Staaten ihre Wahlkreise neu zugeschnitten. In Tennessee zerteilten sie die mehrheitlich Schwarze Stadt Memphis auf drei Wahlkreise, die weit ins ländliche Umland reichen. Unterm Strich könnten die Republikaner so fünf bis zehn Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen.

    Die Demokraten halten dagegen. In Kalifornien ließ Gouverneur Gavin Newsom per Volksabstimmung neue Wahlkreise beschließen, die seiner Partei vier bis fünf zusätzliche Sitze bringen können. Den Vorsprung der Republikaner gleicht das nicht aus. Die Demokraten brauchen in beiden Kammern je vier Sitze mehr. Geld kauft in den USA keine Wahl, schreibt Rieke Havertz in der ZEIT. Ohne Millionen ist ein erfolgreicher Wahlkampf in diesem entgrenzten System aber kaum zu gewinnen.

    Die Demokraten und der Mittlere Westen

    Wie gut die Demokraten selbst abschneiden, ist damit nicht gesagt. Holen sie das Repräsentantenhaus zurück, ist das nur zu einem kleinen Teil ihr Verdienst, schreibt Majid Sattar in der FAZ. Ihre Niederlage von 2024 mit Kamala Harris haben sie nie aufgearbeitet. An den Küsten bieten sie Symbolpolitik für kleine Gruppen, die Mitte Amerikas mit ihren materiellen Sorgen erreichen sie kaum. Das gilt vor allem für den Mittleren Westen, der 2024 die Wahl entschieden hat.

    Michigan, Industriestaat im Rostgürtel, galt bis 2016 als sicher demokratisch. Der Senatssitz, um den es jetzt geht, war 36 Jahre in demokratischer Hand, nun ist das Rennen offen. Sattar nennt Michigan ein Laboratorium. Dort tritt mit Abdul El-Sayed ein Demokrat vom linken Rand an: Er fordert eine Krankenversicherung für alle, die Abschaffung der Einwanderungspolizei ICE und ein Ende der Militärhilfe für Israel. In der letzten Umfrage liegt er mit 48 zu 46 Prozent knapp vorn, der Abstand schrumpft. Kamala Harris hat schon für ihn geworben, Obama soll ihm in Detroit helfen.

    Wie viel für Trump in Michigan auf dem Spiel steht, zeigt sein Ton. El-Sayed wäre der erste muslimische Senator der USA. Trump nennt ihn einen „Dschihadisten“, zweifelt an seiner Loyalität zu den USA, bringt ihn mit der Muslimbruderschaft in Verbindung und spielt immer wieder auf den 11. September an. Belege für eine Verbindung zur Muslimbruderschaft gibt es laut AP keine. Selbst Bishara Bahbah, Mitgründer der Gruppe „Arab Americans for Trump“, nennt die Äußerungen rassistisch.

    Umfragen deuten darauf hin, dass sich Kandidaten der Mitte in umkämpften Staaten leichter tun. In den Vorwahlen setzte sich in Michigan trotzdem der linke Flügel durch. Ausgerechnet in Michigan liegt die Zahl der Frühwähler nur auf dem Niveau von 2022. In Iowa ist sie sogar gesunken, dort liegt der Demokrat Josh Turek mit 45 zu 48 Prozent hinten. Im Nachbarstaat Ohio, früher Amerika im Kleinen, steht es zwischen Sherrod Brown und Jon Husted 50 zu 50.

    Einen klaren Hoffnungsträger für 2028 haben die Demokraten noch nicht, ein halbes Dutzend bringt sich laut Sattar in Stellung. Am meisten Aufmerksamkeit bekommt Jon Ossoff aus Georgia, 37 Jahre alt, ein pragmatischer Progressiver. Ossoff redet über das, was die Menschen drückt: Benzinpreise, Krankheitskosten und die riesigen Rechenzentren der Tech-Konzerne, die das Wasser in den Gemeinden belasten. Trump beschimpft ihn vulgär, Ossoff nennt Trump ruhig eine Schande für das Amt. Eine Präsidentschaftskandidatur schließt Ossoff bislang aus. Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, Josh Shapiro aus Pennsylvania und Gretchen Whitmer aus Michigan werden immer wieder als mögliche Kandidaten genannt.

    Gefährlicher nach dem 3. November

    Es ist wichtig, dass die Demokraten die Midterms gewinnen. Aber Trump macht weiter, auch ohne Mehrheit im Kongress. Darüber müssen wir uns in Europa im Klaren sein. Wie gewohnt teilt Trump nach allen Seiten aus, auch gegen Verbündete. Am Sonntag in Port Huron in Michigan traf es Norwegen. Weil er den Friedensnobelpreis nicht bekommen habe, sei Norwegen ein „beschissenes Land“ geworden, von dort wolle er niemanden mehr aufnehmen. Den Ausdruck hatte Trump früher schon für Haiti, Somalia und den Jemen benutzt.

    Selbst ein demokratischer Kongress kann Trumps Außenpolitik kaum stoppen, warnt die Politikwissenschaftlerin Nevada Joan Lee in einer Analyse für den European Council on Foreign Relations. Trump hält bewilligte Gelder zurück und hebelt Sanktionen per Ausnahmegenehmigung aus. Als „lahme Ente“ wird er nicht harmloser, schreibt David Schafbuch bei t-online. Er wird größere Risiken eingehen, um etwas zu hinterlassen, das seine Amtszeit überdauert. Ich fürchte, ein Deal mit Putin, bei dem die Ukraine nicht mitreden darf, könnte genau so ein Vermächtnis werden. Und die Demokraten haben noch viele Hausaufgaben zu erledigen, wenn sie 2028 auch die Präsidentschaftswahl gewinnen wollen.

    Und niemand weiß, wer und was bei den Republikanern nach Trump kommt. Alle schauen auf ihn, doch Sorgen machen mir auch die Leute in seinem Rücken: die Tech-Milliardäre um Elon Musk und Peter Thiel, die Demokratie und Gleichheit für überholt halten, und Vizepräsident J. D. Vance, dessen politischen Aufstieg Thiel mitfinanziert hat. Dieses Netzwerk hat mit Zufall nichts zu tun, wie ich im August beschrieben habe. Es denkt über Trumps Amtszeit hinaus.

    Europa sollte nicht auf die nächste Kehrtwende in Washington warten. Es braucht eigene Luftverteidigung, eigene Satellitenverbindungen und eine Finanzierung, die nicht vom nächsten Anruf aus dem Weißen Haus abhängt. Und es sollte aufhören, Putins Krieg mit Gaskäufen mitzufinanzieren. Wer die Ukraine für billigeren Diesel aufgibt, gibt auch Europas Sicherheit auf. Den Amerikanern wünsche ich, dass die Demokraten wieder ein schärferes Profil bekommen und die gute Seite der USA, die ich kenne und schätze, sich durchsetzt. Ein Selbstläufer wird das nicht.

    Für die Recherche und für den Entwurf dieses Artikels wurde KI eingesetzt.

    Quellen & Leseempfehlungen

    #Audi #Demokratie #DonaldTrump #ElonMusk #Europa #JDVance #Midterms #PeterThiel #Russland #TechBros #Ukraine #USA #Wahlen #WladimirPutin
  23. @Pflanzen und Bücher Ist es nicht.

    Wenn du irgendeine Bildbeschreibung willst, dann ist das einfach.

    Wenn du eine gute Bildbeschreibung willst, die wirklich hilfreich ist, die auch technisch garantiert funktioniert und die bei Mastodons Alt-Text-Polizei garantiert durchgeht, dann ist es alles andere als einfach. Das kannst du mir glauben.

    Ich habe über 50 englischsprachige Artikel, Blogposts usw. über Bildbeschreibungen und Alt-Texte gelesen. Ich habe jahrelang Mastodon beobachtet im Hinblick auf Alt-Texte, Bildbeschreibungen und Mastodons Erwartungen daran.

    Inzwischen habe ich über 30 Qualitätskriterien für Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell zusammen, von denen die meisten allgemeingültig und ein paar speziell auf das Fediverse und ganz besonders eine Zielgruppe auf Mastodon zugeschnitten sind.

    Ich arbeite an einem englischsprachigen Wiki über Bildbeschreibungen und Alt-Texte im Fediverse. Ein Wiki, weil ein einziger Artikel dafür nicht ausreicht: https://hub.netzgemeinde.eu/wiki/jupiter_rowland/How(20)to(20)describe(20)images(20)in(20)the(20)Fediverse/Home

    Wenn es wirklich immer so einfach wäre, Bilder optimal zu beschreiben und Alt-Texte optimal zu schreiben, dann gäbe es keinen einzigen von diesen über 50 englischsprachigen Artikeln. Es gäbe kein einziges dieser über 30 Qualitätskriterien. Niemand auf Mastodon würde je von irgendjemand anderem einen Alt-Text kritisieren, denn alle Alt-Texte wären optimal.

    Wenn es wirklich so einfach wäre, würde ich alle paar Tage eigene Bilder posten, und ich würde für jede Bildbeschreibung Sekunden brauchen. Tatsächlich ist mein letzter Bilderpost mit eigenen Bildern schon mehr als zwei Jahre her (nicht auf dem Kanal, von dem ich gerade schreibe; Suchen zwecklos), und ich habe zum Beschreiben von zwei Bildern etwa acht Stunden gebraucht. Und das war noch kurz.

    Es gibt auch diese über 50 Artikel (Links sind im Wiki zu finden). Existierende, sogar handgeschriebene Alt-Texte werden auf Mastodon als nicht gut genug kritisiert. Mastodon-Alt-Texte funktionieren in Screen-Readern schlecht oder gar nicht. Mastodon-Alt-Texte funktionieren im Fediverse außerhalb von Mastodon schlecht oder gar nicht. Mastodon-Bilderposts sind für sehende Menschen, die aufgrund körperlicher Behinderungen keine Alt-Texte öffnen können, unverständlich, weil alle Erklärungen im Alt-Text stehen. Und so weiter.

    Und deshalb gibt's diese über 30 Qualitätskriterien.

    CC: @Jörg Zimmermann @Felicia-👩🏻‍🦯 @Carola Meyer

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta
  24. Alle sprechen über dich, aber niemals mit dir
    Die Ausstellung „Subkultur-Hauptstadt Karl-Marx-Stadt" findet nicht etwa in Chemnitz statt, sondern in Leipzig. Die betrachtete Zeit endet auch brav 1990, weil man sonst mit den Menschen zusammenarbeiten müsste, die die letzten 30 Jahre geprägt haben, und das wollen wir nicht. Mit denen redet man nicht.

    Stimmen tut es trotzdem. Es ist eine ganz eigene Kultur, die bis heute fortbesteht. Wahrscheinlich deshalb, weil man immer die Position des Underdogs hat. Man könnte den Hunger auf der Welt besiegen und alle hätten etwas auszusetzen. Irgendwie beleidigend, aber auch befreiend. Hier der Originaltext der Veranstaltung:

    galeriekub.de/index.php?Direct

    Die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 war nicht zuletzt angetreten, explizit der autodidaktischen künstlerischen Selbstermächtigung Raum zu geben, die in der Stadt ohne Kunstschule-Tradition eine wesentliche Rolle spielte und zum herausragenden Sonderstatus innerhalb des alternativen Kunst- und Subkultur-Spektrums der späten DDR führte. Von Ansätzen abgesehen kam die außergewöhnliche Karl-Marx-Städter Szene der 1980er Jahre aber nicht in den Fokus, was nicht zuletzt auch eine internationale Würdigung hätte sein können.

    „Subkulturhauptstadt Karl-Marx-Stadt“ als Projekt in einer Kooperation des Leipziger Soziokulturellen Zentrums naTo e.V. und der Publikations- und Präsentationsplattform Zonic greift diese Fehlstelle leicht zugespitzt auf und setzt von einer relativen Außenposition zur ergänzenden Korrektur an.

    Es fußt dabei auf diversen Vorgänger-Projekten zur Subkultur des realsozialistischen Raums und entsprechenden Veröffentlichungen, in denen auch der spezielle Charakter der Karl-Marx-Städter Szene vorgestellt wurde. Aus diesen Kontexten ergibt sich auch die maßgebliche Zusammenarbeit mit Dr. Claus Löser, der als Ko-Kurator aus den originalen Zusammenhängen stammt. Er gründete Anfang der 1980er mit dem späteren Künstler Florian Merkel die Artpunk-Band Die Gehirne, gab zwischen 1983 und 1985 mit Frank Bretschneider das originalgrafische Samisdat-Magazin A Drei heraus und veröffentlichte Texte in anderen DDR-Samisdat-Publikationen. Hauptgrund seiner Verfolgung durch die Staatssicherheit war jedoch seine Rolle als wesentlicher Akteur der vor allem mit Super8-Technik arbeitenden Experimentalfilm-Szene, zu deren wichtigstem Archivar und wissenschaftlichem Aufbereiter er später wurde.

    Die Wortwahl von der „Subkulturhauptstadt Karl-Marx-Stadt“ bezieht sich aber auch wertend auf die Vielzahl außergewöhnlicher künstlerisch-subkultureller Aktivitäten, deren Bandbreite vor allem mittels der Ausstellung erfahrbar wird, während in einer Veranstaltungsreihe spezifische Momente kontextualisiert werden. Keine andere Stadt der DDR hatte eine ähnlich schräge Verschränkung von Klang, Poesie, Experimentalfilm, Kunst und performativer Aufführung aufzuweisen. Dass es auch schon eine Eigenwahrnehmung dieses Sonder-Charakters gab, drückte sich z.B. in den Kassetten-Beilagen des Magazins A Drei „Melodie & Harmonie“ und „Klar vor mir Musik“ aus, die den Sound der Stadt einfingen. Ein Novum der Selbstbehauptung der Hauptstadt eines Randbezirks. Deren politische wie kulturpolitische Wirkungsbedingungen in den 1980ern ebenfalls vorgestellt wird, von der staatlichen Repression Anfang der 1980er, vor allem von Punk, bis zur vorsichtig geweiteten, wenn auch weiter überwachten Spielwiese am Ende des Jahrzehnts bzw. des gesellschaftlichen Systems.
    word.undead-network.de/2026/10
    #chemnitz #karlmarxstadt #kunst #leipzig #musik #subkultur #untergrund

  25. 🎄✨ Feestelijk Kerstmenu 2026: ✨🎄||🎄✨ Festive Christmas Menu 2026: ✨🎄

    Begin op Tijd met de Voorbereidingen! ✨🎄

    🎅 Een woordje vooraf van Theo-Herbots, keukenpiet in Tienen

    A warmly lit Christmas dining table welcomes guests with roast turkey, candlelight, and seasonal greenery.

    Misschien lijkt het wat vroeg om nu al een kerstmenu samen te stellen. Toch zegt een oude wijsheid: beter te vroeg dan te laat! Door nu al na te denken over uw feestmenu kunt u rustig ingrediënten verzamelen, recepten uitproberen en stress tijdens de eindejaarsperiode vermijden.

    Daarom stel ik u vandaag een volledig kerstmenu voor, van aperitief tot dessert, inclusief dranken, werkwijzen en enkele gezellige tips om van Kerstmis een onvergetelijke familieavond te maken.

    🥂 Aperitiefhapjes: Feestelijk Beginnen

    🧀 Kaaskrokantjes met vijgenconfituur

    Crisp herb crackers, fig jam, fresh figs, and white wine create an inviting rustic appetizer spread.

    Ingrediënten

    • 12 plakjes bladerdeeg
    • 100 g geitenkaas
    • Vijgenconfituur
    • 1 ei

    Werkwijze

    1. Snijd kleine vierkantjes uit het bladerdeeg.
    2. Leg een stukje geitenkaas en een beetje confituur in het midden.
    3. Vouw dicht en bestrijk met losgeklopt ei.
    4. Bak 15 minuten op 180°C.

    🍷 Bijhorende drank

    • Cava Brut
    • Prosecco
    • Alcoholvrije mousserende wijn

    🍤 Voorgerecht: Garnalencocktail Deluxe

    A beautifully layered shrimp cocktail takes center stage at an intimate candlelit dinner table.

    Ingrediënten

    • 400 g grijze garnalen
    • Gemengde sla
    • Komkommer
    • Tomaat
    • Cocktailsaus
    • Citroen

    Werkwijze

    1. Verdeel de sla over glazen of coupes.
    2. Werk af met komkommer en tomaat.
    3. Voeg de garnalen toe.
    4. Werk af met cocktailsaus en een schijfje citroen.

    🍷 Bijhorende drank

    • Droge witte wijn
    • Pinot Grigio
    • Frisse witte Bourgogne

    🐟 Tussengerecht: Romige Vissoep

    A creamy seafood chowder, fresh bread, and white wine create a warm, inviting dining scene.

    Ingrediënten

    • 500 g visafval of visbouillon
    • 1 prei
    • 1 wortel
    • 1 ui
    • 200 ml room
    • Peper en zout

    Werkwijze

    1. Stoof de groenten aan.
    2. Voeg visbouillon toe.
    3. Laat 30 minuten zacht koken.
    4. Mix en werk af met room.

    🍷 Bijhorende drank

    • Chardonnay
    • Licht houtgerijpte witte wijn

    🦃 Hoofdgerecht: Kalkoenfilet met Kroketten en Wintergroenten

    Sliced roast pork, crispy croquettes, and roasted vegetables create a festive dinner spread.

    Ingrediënten

    Voor de kalkoen

    • 1,5 kg kalkoenfilet
    • Boter
    • Tijm
    • Rozemarijn
    • Peper en zout

    Voor de groenten

    • Wortelen
    • Spruitjes
    • Pastinaak
    • Honing

    Voor het garnituur

    • Aardappelkroketten

    Werkwijze

    1. Kruid de kalkoen royaal.
    2. Bak rondom goudbruin.
    3. Laat verder garen in de oven op 180°C.
    4. Rooster de wintergroenten met een beetje honing.
    5. Bak de kroketten goudbruin.

    🍷 Bijhorende dranken

    • Rode Bordeaux
    • Merlot
    • Belgische kerstbieren voor de bierliefhebbers

    🍰 Nagerecht: Feestelijke Speculoosmousse

    A layered holiday dessert takes center stage beside a glowing Christmas tree and candle.

    Ingrediënten

    • 250 ml slagroom
    • 150 g mascarpone
    • 100 g speculooskoekjes
    • 2 eetlepels speculoospasta

    Werkwijze

    1. Klop de room stevig op.
    2. Meng mascarpone en speculoospasta.
    3. Spatel de room eronder.
    4. Verkruimel de koekjes.
    5. Maak laagjes in mooie glazen.
    6. Laat minstens 2 uur opstijven.

    ☕ Bijhorende drank

    • Koffie
    • Cappuccino
    • Dessertwijn
    • Irish Coffee voor de liefhebbers

    🎄 Gezellige Kersttips voor een Warme Sfeer

    A woman decorates by the Christmas tree while a dog rests beside the glowing fireplace.

    🕯️ Zorg voor sfeervolle verlichting

    Gebruik kaarsen, kerstlichtjes en een mooi gedekte tafel. Warm licht zorgt onmiddellijk voor gezelligheid.

    🎶 Kies rustige achtergrondmuziek

    Klassieke kerstliedjes of zachte jazzmuziek creëren een ontspannen sfeer zonder storend te zijn.

    👨‍👩‍👧‍👦 Geniet van elkaars gezelschap

    Leg smartphones even opzij en maak tijd voor gesprekken, herinneringen en leuke verhalen.

    🎁 Voorzie een kleine verrassing

    Een persoonlijk kaartje of klein attentie aan tafel wordt altijd gewaardeerd.

    📸 Maak herinneringen

    Vergeet niet enkele foto’s te nemen zodat u later nog eens kunt terugblikken op een gezellige kerstavond.

    🎅✨ Slotwoord van Theo-Herbots, keukenpiet in Tienen

    A cozy farmhouse kitchen celebrates the holidays with stew, vegetables, cookies, and warmly spiced drinks.

    Kerstmis draait niet alleen om lekker eten, maar vooral om samen zijn met familie en vrienden. Met een goede voorbereiding kunt u volop genieten van de feestdagen zonder stress in de keuken. Daarom is het helemaal niet te vroeg om nu al ideeën op te doen voor uw kerstmenu.

    Ik wens u alvast veel plezier bij de voorbereidingen en vooral een warme, gezellige en smakelijke kerstperiode toe. Want de mooiste ingrediënten van een geslaagde kerst zijn nog altijd liefde, vriendschap en gezelligheid rond de feesttafel.

    Smakelijke feestdagen en gezellige groeten uit Tienen! 🎄🍷✨

    Theo Herbots, keukenpiet in Tienen 👨‍🍳🎅📸

    🎄 Vind jij dit kerstrecept lekker?

    Heeft dit heerlijke kerstrecept je geïnspireerd? 😍✨

    📢 Deel de kerstsfeer verder

    Deel dit recept gerust met je familie, vrienden en kennissen. Zo kunnen ook zij genieten van deze feestelijke lekkernij tijdens de mooiste tijd van het jaar. 🎅🍽️

    ❤️ Samen genieten smaakt beter

    Ken je iemand die graag kookt of op zoek is naar inspiratie voor het kerstmenu? Stuur dit recept dan zeker door. Misschien delen zij het op hun beurt weer met hun familie en vrienden. 🤝🎄

    🌟 Hoe meer mensen, hoe meer kerstplezier

    Laten we samen zoveel mogelijk mensen laten genieten van deze heerlijke kerstgerechten. Bekijk ook mijn andere feestelijke recepten, tips en inspiratie voor een onvergetelijke kerst. ✨🍷🍰

    🎁 Bedankt voor je steun

    Dankjewel voor het lezen, delen en steunen van mijn blog. Samen maken we van Kerstmis een warm, gezellig en smakelijk feest voor iedereen! 🎄❤️😊

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  26. 🐾 Lillys Tagebuch – 24.10.2026 🐾
    🏠 Alte Häuser, neue Lieblingsplätze und ein besetztes Sofa! 😹

    Heute war Samstag und damit erst einmal Ausschlafen angesagt. Nach dieser aufregenden Woche hatten wir uns das schließlich verdient! 💤

    Allerdings scheinen meine Zweibeiner das Wort „Ruhetag“ etwas anders zu verstehen als ich. Ständig waren sie beschäftigt und führten lange Telefonate. 📞 Worüber sie da so ausführlich reden mussten? Keine Ahnung! Vermutlich wieder irgendwelche wichtigen Zweibeinerangelegenheiten. Solange meine Futterversorgung funktioniert, halte ich mich da lieber raus. 😸

    Also habe ich mich in mein Papp-Katzenhaus zurückgezogen. 🏠

    Aufmerksame Leser meines Tagebuchs werden sich erinnern: Dieses Haus besitze ich schon seit meinem Einzug! Allerdings habe ich es einige Monate ziemlich konsequent ignoriert. Man muss schließlich nicht alles benutzen, nur weil es herumsteht. 😼

    Dann kamen meine Zweibeiner auf die Idee, das Haus umzustellen. Und plötzlich war es wieder hochinteressant!

    Jetzt steht es direkt neben ihrem Bett. Eine ausgezeichnete Lage! Mehrere Ein- und Ausgänge, gute Beobachtungsmöglichkeiten und sogar eine praktische Pfotendurchreiche. 🐾

    Wenn nämlich jemand zu dicht an einer Öffnung vorbeiläuft, kann ich blitzschnell eine Pfote herausstrecken. Nur so, zur Erinnerung, dass hier jemand wohnt! 😹

    Natürlich habe ich genügend andere gemütliche Liegeplätze. Aber heute war eben wieder Papphaus-Tag!

    Später machten es sich meine Zweibeiner auf dem Sofa gemütlich. Da dachte ich mir: Gute Idee, da mache ich mit! 🥰

    Also hinein in den Rock meiner Zweibeinerin und bequem eingerollt. Zugegeben, seit meiner Kittenzeit bin ich ordentlich gewachsen. Aber mit etwas geschickter Pfotensortierung passe ich da immer noch hervorragend hinein! 😻

    Und dieser Platz hat einen entscheidenden Vorteil: Er ist wunderbar warm, weich und riecht vertraut. ❤️

    Mein Blick sagte eigentlich alles: „Bitte nicht stören! Mir gefällt es gerade ausgesprochen gut hier!“

    Jetzt hoffe ich nur, dass meine Zweibeinerin nicht auf die Idee kommt, aufzustehen. Denn wann dieser Kuschelplatz wieder freigegeben wird, entscheide selbstverständlich ICH! 😼

    Schließlich gilt bei uns die wichtigste Katzenregel: Wer eine schlafende Katze auf dem Schoß hat, besitzt bis auf Weiteres keine Bewegungsfreiheit mehr! 😂🐾

    Eure rundum zufriedene und bestens gebettete Lilly 😽❤️

    #Katze #Katzelilly #Lilly #Lillytagebuch #caturday

  27. Rechte in der Polizei

    Angblich wollen viele Berliner Polizeibeamte Berlin verlassen und bewerben sich in anderen Bundesländern.

    Ich weiß es ja nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn sie sich in Magdeburg bewerben. Denn es gibt sicher ganz viele demokratisch gesinnte und engagierte Polizeibeamte – auch in Berlin. Ich habe längere Zeit und über die Jahrzehte verteilt, mehrmals für längere Zeit in Berlin gewohnt und gelebt. Meistens in Kreuzberg und zwar in der Wrangelstraße, also in dem “ganz bösen” Teil Kreuzbergs, wo früher die Mauer verlief und “Anarchos” die Häuser besetzten. Das Georg-von-Rauch Haus am Mariannenplatz war nur 200 Meter von unserer Wohnung entfernt. Görlitzer Park und KottbuserTor in direkter Nachbarschaft. Also mitten drin sozusagen.

    Kaffee für den Wasserwerfer

    Jedes Jahr am 1. Mai parkten die Wasserwerfer in der Wrangelstr. auch vor unserem Haus. Die Kanzel der Fahrzeuge war gleich hoch mit den Fenstern in unserer Hochpaterre-Wohnung. In einem Jahr haben wir den Beamten in der Kanzel frischen Kaffee rausgereicht. Die Polizisten nahmen ihn dankbar und wir scherzten miteinander. Im Hinbllck auf ihren und meinen bevorstehenden Einsatz als “Ordnungsmacht” und ich als Journalist auf der bevorstehenden Demo bat ich die Beamten, doch später in der Oranienstraße auf uns zu achten und uns zu verschonen. Wenig später, während der alljährlichen “Kreuzberger Wasserspiele”, hupte ein Wasserwerfer, vor dem ich stand. Ich habe mich trotzdem lieber etwas weiter zur Seite verzogen. Es war kalt und ich hatte keine Lust mit deren “Wasser mit Geschmack” zu duschen. Die üblichen Einheiten prügelten sich mit alten Bekannten. Viele der überaus gewaltbereiten Beamten waren auch von ihren Frisuren her kaum von den damals noch meist kahlköpfigen Neo-Nazis zu unterscheiden.

    Polizisten bei den REPs

    Wir erinnern uns – ein großer Teil der Kandidaten der Republikaner für die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses waren Berliner Polizeibeamte. Im “Antifaschistischen Infoblatt” vom 1989 ist zu lesen: “Nicht ganz zu Unrecht werden die Westberliner REPs salopp als ‘Bullen-Partei’ bezeichnet. Mit Bernhard Andres, Frank Degen, Bodo P., Heinz G., Manfred Sp., Peter W., Christa E., Stefan B., Jörg A. und Rainer R. fanden sich schon auffällig viele Angehöriger der Berliner Polizei unter den Berliner REP-Kandidaten und REP-Funktionären wieder. Nicht nur weil eine große Zahl der REP-Mitglieder hier PolizistInnen sind, sondern auch weil ihr Programm in Punkto ‘Ruhe und Ordnung’ auf die Stimmung innerhalb der staatlichen Repressionsorgane zugeschnitten ist…”

    Ich weiß es nicht, aber ich habe den Eindruck die Einsatzhundertschaften werden von Menschen geleitet, deren Lehrmeister und Vorbilder selbst schon in zweiter, dritter oder vierter Generation rechtsextrem denken und sich als Gewaltträger in Uniform betätigen. Ich habe den Eindruck, die West-Berliner Polizei wurde von und mit Nazis aufgebaut und entnazifiziert wurde in West-Berlin überhaupt nicht. Nicht nur in Berlin, auch anderswo gaben sich neben Berlinern auch Einsatzkräfte aus Thüringen und Bayern stets besonders prügelfroh gegenüber Demonstranten. Wenn es keine Gewalt seitens der Demonstranten gab, wurde seitens der Polizei so lange provoziert, bis sich einer der Polizei-Opfer gegen die Beamten wehrte. Damit war dann oftein Anlass “zum Einschreiten” gegeben.

    Aber auch – vermeintlich – auf seiten der Demonstranten gab es immer wieder Provokationen, zum Beispiel in Form von brennenden Autos. Das waren zeitweise so viele, vor allem ältere Autos, die in Kreuzberg brannten, dass auch die Versicherungen mal näher hinschauten. Und siehe da – nicht wenige der Autos waren bereits fahruntauglich, brannten als Schrott vor sich hin. Maqnche hatten keinen Motor mehr und auch andere, wertvolle Bestandteile fehlten, bevor die “Chaoten das Auto anzündeten”.

    Das führte zu mehreren Anzeigen wegen Versicherungsbetrug. Ordnungsamt und Polizei forderten jeweils in den letzten April-Wochen die Bürger auf, in der Nacht zum 1. Mai in bestimmten Straßen keine Autos zu parken.

    Beamtete Steinewerfer

    Wenn das alljährliche Demonstranten-Verprügeln für die Polizei wegen zu geringer Gewaltbereitschaft der Demonstranten – die ja über die Jahre auch nicht jünger wurden und mit zunehmendem Alter deutlich friedlicher wurden – bedroht war, griffen einzelne Beamte zur Selbsthilfe. Wenn niemand anders, also keiner der Demonstranten bereit war, Steine in Richtung Polizei zu werfen, dann mussten das eben die eigenen Leute tun. Dumm nur, wenn nicht alle der möglicherweise auch von einzelnen Vorgesetzten auf Gewalt gebrieften Polizeibeamten über den verdeckten Einsatz polizeilicher Provokateure informiert waren. So kam es am 1. Mai 2011 zu einer Lage, die reichlich peinlich für die Berliner Polizei war. NTV am 4.5.2011l: “Bei der Demonstration am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg sollen Polizisten in Uniform Kollegen in Zivil mit Pfefferspray und Faustschlägen verletzt haben. Wie aus dem Polizeibericht hervorgeht, erstatteten zwei Angehörige der Bereitschaftspolizei Anzeige. Es gehe um den ‘Verdacht der Körperverletzung’. Die beiden Beamten waren demnach am Abend des 1. Mai zivil gekleidet am Kottbusser Tor im Einsatz, ‘als sie plötzlich von Pfefferspray getroffen und durch Faustschläge im Gesicht verletzt wurden’. Die beiden Polizisten erlitten Augenreizungen und Prellungen. Dem Bericht nach sollen weitere sechs Polizeibeamte durch Reizgas verletzt worden sein. Das Strafermittlungsverfahren werde durch die zuständige Fachdienststelle des Landeskriminalamtes “mit Priorität bearbeitet”.

    Meinen Informationen zufolge waren die Beamten nicht nur einfach “zivil” gekleidet, sondern in schwarz, zum Verwechseln ähnlich dem berühmten “Schwarzen Block”, wie man ihn von vielen Demonstrationen kennt. Ich habe diesen teilweise quer durch Deutschland reisenden “Chaoten” nie ihre vermeintlich “anti-kapitalistische” Gesinnung abgenommen. Ich ging und gehe weiterhin davon aus, dass es sich bei diesen in Medien immer wieder gerne als “Reise-Chaoten” bezeichneten Personen um Beamte, Angestellte oder zumindest um “freie Mitarbeiter” der jeweiligen Landespolizei oder es jeweiligen Landesverfassungsschutzes handelt.

    Wenn die Innenminister des Bundes – und der Länder – wie derzeit wieder im Hinblick auf die für den 31.10.26 – bevorstehenden Schülerproteste – vermeintlich sorgenvoll von Gewaltbereitschaft und bevorstehenden Straßenschlachten warnen, darf man davon ausgehen, dass sie genau wissen, was passieren wird. Warum? Vielleicht weil sie, die Innenminister, den Einsatz ihrer zivil auftretenden Schläger selbst angeordnet haben. Ich gehe davon aus, dass den Beamten eine grobe Linie vorgegeben wird, und dass sie im Rahmen des “Ermessensspielraums” handeln dürfen. Und weil man aus der Vergangenheit sicher gelernt hat, dürfte “Straffeiheit” garantiert sein.

    Schmerzhafter Irrtum auf Mai-Demo: Polizisten verprügeln Kollegen – n-tv.de

    Über Helmut Lorscheid:

    https://de.everybodywiki.com/Helmut_Lorscheid

  28. Bürokratie, Fachkräftemangel, Reiche: Das verhängnisvolle Dreieck der Energiewende

    Im September 2026 war mehr als jeder dritte neu zugelassene Pkw in Deutschland ein reines Elektroauto: 34,5 Prozent, so viele wie nie zuvor. Wärmepumpen haben die Hersteller im ersten Halbjahr 195.000 Stück verkauft, 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut KfW-Energiewendebarometer wollen inzwischen 66 Prozent der Haushalte selbst etwas für die Energiewende tun. Ein Jahr zuvor waren es 59 Prozent.

    https://9vor9.podigee.io/221-zu-hause-elektrifzieren-pv-solar-wallbox

    Seit 2024 warte ich aufs Einspeisen

    Bei mir steht die PV-Anlage auf dem Dach, Wechselrichter und Speicher sind im Keller, das Auto lädt an der Wallbox. Strom ins Netz einspeisen darf ich noch nicht. Den Antrag beim Netzbetreiber haben wir 2024 gestellt, genehmigt ist er bis heute nicht, auch weil unser damaliger Elektriker nicht hinterher war. Für mich ist das eine Never-Ending-Story, die seit zwei Jahren läuft. Jetzt warte ich seit vier Wochen auf einen Techniker des Netzbetreibers, der sich meine Anlage anschauen soll. Seit 2024 gilt eine Vorschrift, nach der Netzbetreiber Wallboxen und Wärmepumpen bei Engpässen drosseln dürfen. Dafür kommen seit diesem Jahr ein Smart Meter und eine Steuerbox in den Zählerschrank. Das Smart Meter ist schon geraume Zeit gesetzt, jetzt warte ich auf den nächsten Schritt. „Also man hat immer den Eindruck, es geht immer weiter mit den Vorschriften, es wird nicht weniger“, habe ich im Gespräch gesagt.

    Thomas Wetterer kennt das von seiner eigenen Anlage. Er musste sie innerhalb von 14 Tagen im Marktstammdatenregister eintragen, dem amtlichen Verzeichnis aller Stromerzeuger. Danach stand der Eintrag wochenlang auf „Überprüfung“. Als er nachfragte, kam heraus, dass nur kontrolliert wurde, ob eine bestimmte Nummer richtig eingetragen war. Für den Tausch seines alten Zählers hat er 160 Euro bezahlt. Dabei muss der Messstellenbetreiber nach seiner Darstellung einen passenden Zähler kostenlos stellen, wenn eine Solaranlage aufs Dach kommt. Er sagt dazu: „In Deutschland wird ja alles genehmigt. Bevor es genehmigt wird, muss man es antragen, dass es genehmigt wird.“ Den Grund sieht er bei den Menschen in den Behörden: „Manchmal kommt es auch so vor, dass kein Mensch was entscheiden will.“

    Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen, wie langsam die neuen digitalen Stromzähler ankommen. Diese Zähler melden Verbrauch und Erzeugung alle 15 Minuten an den Netzbetreiber. Ende Juni 2026 hatten erst 5,9 Prozent der gut 54 Millionen Zählerplätze in Deutschland einen Smart Meter. Gegen 434 Messstellenbetreiber hat die Behörde Verfahren eröffnet, weil sie ihre Pflichtquote von 20 Prozent nicht geschafft haben. Bei 77 von ihnen lag die Quote bei null.

    Der Elektriker schließt an, einstellen muss man selbst

    Ein zweiter Engpass sind die Handwerker. Mein Elektriker hat die Wallbox angeschlossen, gesagt, dass sie jetzt läuft, und ist wieder gefahren. Wer sie so einstellt, dass sie mit Sonnenstrom lädt oder nachts zum günstigen Tarif, wusste weder er noch der Lieferant meiner PV-Anlage. Also habe ich mich mit ChatGPT und ähnlichen Werkzeugen selbst eingearbeitet. Mein Eindruck: Solarteure und Elektriker kennen sich in ihrem Bereich aus. „Die haben nicht das Gesamtbild.“ Sollen Wallbox, Speicher und Wärmepumpe zusammenarbeiten, fehlt jemand, der für das Ganze geradesteht.

    Thomas Wetterer nimmt die Handwerker in Schutz. Sie hätten zu viel zu tun und hätten gelernt, Kabel zu verlegen und Geräte anzuschließen. „Also die Elektriker, die ich kenne, die wollen das anschließen.“ Ob die Wallbox dann abends den Hausspeicher leer lädt, weil keine Sonne mehr scheint, sei nicht mehr ihr Thema. Er rechnet damit, dass ein eigener Beruf entsteht. Diese Leute kämen nach dem Elektriker, würden die Anlage zusammen mit den Kunden einrichten und so lange nachstellen, bis sie wie gewünscht läuft. Das koste Geld, lohne sich aber. Wie groß die Lücke ist, zeigt das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft: 2024 fehlten in der Bauelektrik im Jahresschnitt mehr als 18.300 Fachkräfte.

    Lars ist den anderen Weg gegangen. Ein E-Auto fährt er seit drei Jahren, in diesem Jahr kamen über einen Komplettanbieter PV-Anlage, Wärmepumpe und eine neue Wallbox dazu. Die alte konnte (angeblich) nicht mit überschüssigem Sonnenstrom laden. Es ging schnell, und Lars ist zufrieden. Die Einweisung in die Wärmepumpe war aber auch bei ihm kurz, den Rest hat er sich beibringen müssen. Ein Mitarbeiter des Anbieters habe ihm offen gesagt, dass Neukunden besser betreut würden als Bestandskunden, weil sich an ihnen mehr verdienen lasse. Über sich sagt Lars: „ich kenne mich halt nicht so gut aus und vertraue dann auf die Unternehmen oder Berater“.

    Bei den KI-Chatbots waren wir uns nicht ganz einig. Mir haben sie bei der Wallbox geholfen, schneller als die klassische Suche bei Google. Thomas Wetterer hat die Erfahrung gemacht, dass man von ChatGPT und Co. oft recht bekommt, auch wenn man falschliegt. „Also wenn man da nicht wirklich selbst schon weiß, wo hingeht, dann kann man mit der KI ziemlich falsch abbiegen.“

    Mieter und Eigentümergemeinschaften kommen kaum mit

    Laut KfW nutzen 34 Prozent der Haushalte mindestens eine Energiewende-Technik, also etwa eine Solaranlage, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto. Bei Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern sind es 59 Prozent, bei Mietern nur 15 Prozent. Ich wohne in einer Eigentümergemeinschaft mit acht Parteien in einem alten, runderneuerten Haus. Als das Dach neu gemacht wurde, habe ich als einziger der acht Eigentümer eine PV-Anlage draufsetzen lassen. Unsere Gasheizung wird zum Jahresende 27 Jahre alt. Ob danach eine Wärmepumpe kommt oder wieder Gas, kann ich nicht allein entscheiden. Lars hält das für die eigentliche Hürde: Der große Schritt komme erst, wenn in den Städten die großen Mietshäuser auf Strom umgestellt werden.

    Thomas Wetterer nennt dafür zwei Modelle: Mieterstrom und die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung. In beiden Fällen nutzen die Bewohner den Strom aus der Anlage auf ihrem eigenen Dach. „Das Gute daran ist, der Strom verlässt nie das Haus.“ Deshalb fallen keine Netzentgelte an. Ein Projekt, das er gerade begleitet, kommt trotzdem nicht voran: Jede Wohnung braucht einen digitalen Zähler, und den Antrag dafür hat bisher niemand gestellt.

    Die Politik streicht Förderung und baut neue Hürden

    Gleichzeitig ändert die Bundesregierung die Regeln. Am 29. Juli 2026 hat das Kabinett die EEG-Novelle beschlossen. Neue Solaranlagen sollen ab 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr bekommen, sondern nur noch 36 Monate lang einen Übergangssatz, der einen Cent unter dem bisherigen liegt. Danach müssen die Betreiber ihren Strom selbst am Markt verkaufen. Außerdem sollen neue Anlagen höchstens die Hälfte ihrer Leistung ins Netz einspeisen dürfen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen, die EU muss die Regeln genehmigen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche begründet die Kürzung mit den Kosten. Der Zubau geht schon jetzt zurück: Im ersten Halbjahr 2026 kamen nach Daten des Großhändlers EWS rund 388.000 neue Solaranlagen dazu, 18 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

    Ich habe den Eindruck, dass hier bewusst gebremst wird. Ich glaube nicht, dass die Ministerin es den Leuten leichter machen will. Thomas Wetterer sagt es noch deutlicher: „Ja, die kommt ja aus der Gaslobby.“ Vor ihrem Wechsel ins Ministerium war Reiche Vorstandschefin von Westenergie, einer E.ON-Tochter, die Strom- und Gasnetze betreibt. Digitalminister Karsten Wildberger soll laut seinem Auftrag Bürokratie abbauen. Im Zählerschrank merke ich davon bisher nichts.

    Wir würden es alle wieder tun

    Trotz allem würden wir drei es wieder machen. Meine Frau fährt jeden Tag mit dem E-Auto nach Frankfurt und musste den ganzen Sommer über kein einziges Mal an eine öffentliche Ladesäule. Mich freut auch, dass wir weniger abhängig sind von Energiekonzernen und von Politikerinnen und Politikern. Lars sagt, er fühle sich schlicht besser, weil er Geld spart und etwas Sinnvolles tut. Dass Strom und vor allem Gas und Öl auf Dauer billiger werden, glaubt keiner von uns. Thomas Wetterer hat im Januar 2025 einen Tarif bei Octopus Energy abgeschlossen: 30,9 Cent tagsüber, 20,9 Cent nachts zwischen 0 und 5 Uhr. Heute kostet derselbe Tarif 36,9 und 26,9 Cent.

    Sein Rat an alle, die anfangen wollen: zuerst ausrechnen, wie viel Strom man braucht. Am besten das Dach trotzdem voll belegen, auch wenn es für eingespeisten Strom bald nur noch wenige Cent gibt. Nach seiner ersten Woche mit 19,3 Kilowatt Spitzenleistung auf dem Dach dachte er noch, die Anlage sei viel zu groß. Heute fahren zwei E-Autos mit dem Strom. Eine eigene Anlage hält er für besser als eine gemietete, weil man nur so an die eigenen Daten kommt: „lieber noch mal einen Kredit aufnehmen und die eigene Anlage aufs Dach setzen.“ Einen Speicher könne man auch an jede ältere Anlage anschließen, egal was der Elektriker sagt. Mein Rat: Wer sich nicht selbst einarbeiten will, sollte sich jemanden holen, der sich auskennt und dem er vertraut. Und die Energieberatung nutzen, etwa bei der Verbraucherzentrale Hessen.

    Mein Fazit: Die Elektrifizierung im Eigenheim scheitert nicht an der Technik. Sie scheitert an einem Dreieck, das für die Energiewende tödlich ist. Die erste Seite ist die Bürokratie: Anträge, Register, Zählertausch und Steuerboxen, die bei Netzbetreibern und Messstellenbetreibern monatelang liegen bleiben. Die zweite Seite ist fehlendes Fachwissen: Kaum jemand plant Solaranlage, Speicher, Wallbox und Wärmepumpe als Ganzes, baut alles ein und stellt es so ein, dass es zusammenarbeitet. Am Ende stehen Hausbesitzer mit Formularen und einem Chatbot im Keller.

    Die dritte Seite ist eine Bundeswirtschaftsministerin, die den Ausbau der Erneuerbaren aus meiner Sicht bewusst behindert. Die feste Vergütung streichen und die Einspeisung auf die Hälfte begrenzen, und das in einem Jahr, in dem der Zubau ohnehin zurückgeht: Ein Versehen ist das für mich nicht. Katherina Reiche begründet es mit den Kosten. Ich halte es für Politik, die stattdessen die Lobby von Öl und Gas schützt und fördert, aus deren Welt sie kommt.

    Dabei sind Strom vom eigenen Dach, ein Speicher im Keller und ein Auto, das damit fährt, derzeit der einzige Weg, der wirtschaftlich und politisch Sinn ergibt. Jede Kilowattstunde vom Dach ist eine, für die wir kein Gas und kein Öl kaufen müssen: nicht bei Wladimir Putin, nicht bei den Ölstaaten am Golf und nicht als Flüssiggas aus dem Amerika von Donald Trump. Wie teuer diese Abhängigkeit ist, sehen wir gerade an jeder Tankstelle. Wer unabhängiger werden will, macht den Leuten den Einstieg leicht. Manche Politikerinnen und Politiker wollen das offenbar nicht. Eine ganz besonders.

    Jede Seite dieses Dreiecks lässt sich aufbrechen: mit Netzbetreibern, die Anträge digital und fristgerecht bearbeiten, mit einer Anlaufstelle von der Planung bis zur fertig eingestellten Anlage und mit einer Wirtschaftsministerin, die das Mitmachen nicht teurer macht. Erst dann geben die zwei Drittel der Haushalte, die etwas tun wollen, nicht entmutigt auf. Bis dahin gilt, was Thomas Wetterer zum Schluss gesagt hat: „Es gibt alles Mögliche. Einfach mal was machen.“

    Für die Recherche und für den Entwurf dieses Artikels wurde KI eingesetzt.

    https://youtu.be/5mRQr_b08yQ

    Quellen & Leseempfehlungen

    #9vor9 #Bürokratie #Energiewende #KarstenWildberger #KatherinaReiche #LarsBasche #Nachhaltigkeit #Photovoltaik #Solarenergie #ThomasWetterer #Wallbox #Wärmepumpe
  29. #SEZfürAlle! | #Termine

    sez-fuer-alle.de/termine

    07.11.2026 11:00

    Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

    SEZ-Vortrag auf der Konferenz "Umbau! IBA? In Berlin und Brandenburg"

    Mehr Informationen

    11.11.2026 16:00

    Landsberger Allee 77 / Ecke Danziger Straße, 10249 Berlin

    Infostand am SEZ

    Mittwochs nachmittags sammeln wir #Unterschriften vorm #SEZ. Man findet uns an der Straßenecke Landsberger Allee / Danziger Straße .

    #b0711 #b1111 #Berlin #Fhain #RosaLuxemburgStiftung #Rosalux

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