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#rishikesh — Public Fediverse posts

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  1. In this post, I discuss my visit to the Neelkanth temple near Rishikesh. I give you a few links and information about why one of Shiva’s names is Neelkanth. I speak about pakoras, one of the world’s ultimate comfort foods! #travelphotography #india #rishikesh #myths
    rajivchopra.in/p/a-short-very-

  2. In this post, I discuss my visit to the Neelkanth temple near Rishikesh. I give you a few links and information about why one of Shiva’s names is Neelkanth. I speak about pakoras, one of the world’s ultimate comfort foods! #travelphotography #india #rishikesh #myths
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  3. In this post, I discuss my visit to the Neelkanth temple near Rishikesh. I give you a few links and information about why one of Shiva’s names is Neelkanth. I speak about pakoras, one of the world’s ultimate comfort foods! #travelphotography #india #rishikesh #myths
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  4. In this post, I discuss my visit to the Neelkanth temple near Rishikesh. I give you a few links and information about why one of Shiva’s names is Neelkanth. I speak about pakoras, one of the world’s ultimate comfort foods! #travelphotography #india #rishikesh #myths
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  5. I went to Rishikesh to learn yoga. I found my grandmother instead.

    Sitting by the Ganges at dawn, I recognised something from a terrace in Granada.

    Have you found what you were looking for?

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    medium.com/@clarainsweden/what

    #rishikesh #yoga #culturalwisdom
    #india #ganges #ancestralwisdom
    #ashram #yogajourney #contemplative

  6. In this post, I discuss my visit to the Neelkanth temple near Rishikesh. I give you a few links and information about why one of Shiva’s names is Neelkanth. I speak about pakoras, one of the world’s ultimate comfort foods! #travelphotography #india #rishikesh #myths
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  7. In this post, I discuss my visit to the Neelkanth temple near Rishikesh. I give you a few links and information about why one of Shiva’s names is Neelkanth. I speak about pakoras, one of the world’s ultimate comfort foods! #travelphotography #india #rishikesh #myths
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  8. "Yer Blues" is a song by the English #rock band the Beatles, from their 1968 double album The Beatles. Though credited to #LennonMcCartney, the song was written and composed by #JohnLennon during #theBeatlesRetreat in #Rishikesh, #India. The song is a parody of #blues music, specifically English imitators of blues.
    youtube.com/watch?v=HEQQ-1rd4A0

  9. My teacher smiled when I said namaste in Rishikesh. Not the smile of a thing going well.

    He waited. Then asked: 'Do you know what you just offered me?' I didn't.

    What word do you say without knowing?

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    medium.com/@clarainsweden/the-

    #namaste #yogaphilosophy #sanskrit
    #rishikesh #yogaculture #authenticyoga
    #yogawisdom #eastmeetswest #contemplativepractice

  10. I went to Rishikesh to learn yoga. I found my grandmother instead.

    Sitting by the Ganges at dawn, I recognised something from a terrace in Granada.

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    #rishikesh #yoga #culturalwisdom
    #india #ganges #ancestralwisdom
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  11. Indien? „Nächstes Jahr wieder Norwegen“

    Reisen kann Vorurteile abbauen, aber es kommt auf die Art des Reisens an.

    Ein Moped rast eine Dorfstraße auf etwa 1000 Höhenmetern entlang – auf der anderen Seite ist der 2805 Meter hohe Calanda zu sehen, nachdem auch die bekannteste Bier-Imitation des Kantons Graubünden getauft ist. 50 Meter neben mir bleibt das Moped kurz darauf stehen. Als die Fahrerin den Helm abnimmt, schaue ich die Schwester meines Gastgebers fragend an: „Das ist die 14-jährige Tochter unserer Nachbarn.“ Da mir die Antwort nicht ausreicht, blicke ich die Schwester weiter an: „Ja, in der Schweiz dürfen Jugendliche schon ab 14 Jahren Mopeds bis 30 Km/h fahren“, worauf ich erwidere: „Das waren doch mindestens 50 Km/h.” „Natürlich ist das Moped frisiert, wie soll denn die Ärmste sonst die Berge hochkommen?“

    Eine halbe Stunde später ziehen wir auf einem Rollwagen Holzabschnitte zu einem Abhang an dem schon Gartenabschnitte liegen. Als ich die Schwester anschaue, sagte sie im entschuldigenden Tonfall: „Ja, das ist nur halb erlaubt. Aber seitdem unsere Deponie geschlossen wurde, machen wir das alle im Dorf so. Oder sollen wir jetzt damit extra runter in die Stadt?“

    Schon bei meiner Ankunft am Bahnhof in Chur, wurde mein Schweiz-Bild, das aus der Vor-Corona Zeit stammt, aufpoliert. Im Bahnhof wurde trotz Rauchverbot ordentlich gequalmt. Abends durfte ich sehen, dass es die Kneipenwirte auch mit der Sperrstunde nicht so genau halten, wie das berühmte Schweizer Uhrwerk.

    Ungerechtes Berlin-Bashing – es ist überall so

    Auf meinen Zugfahrten in der letzten Woche durch Deutschland konnte ich sehen, dass es ungerecht ist, dass die Berliner Zeitungen andauernd schimpfen, dass in ihrer Stadt nichts klappt. Ob Frankfurt, Köln, Dortmund oder München – überall kamen die Züge zu spät oder fielen aus. Dazu waren die Informationsstände in den Bahnhöfen entweder nicht besetzt, oder es herrschte solch ein Massenandrang, dass ich dachte, ich sei wieder auf der Kumbh Mela in Indien. Auch die Fahrgastbetreuer am Münchener Hauptbahnhof waren genauso überfordert und wenig hilfreich, wie die in Berlin.

    Ja es stimmt, dass am Berliner Hauptbahnhof über Wochen fast alle Rolltreppen stillstanden, aber hätte ich das nicht vorher in der Zeitung gelesen, wäre es mir gar nicht aufgefallen, weil ich als Berliner überhaupt nicht erwarte, dass Treppen rollen können – und wenn sie es tun, das als angenehmes Extra sehe.

    BaWü ist “wie Pakistan”

    Vor meinem Abflug aus New Delhi nach Frankfurt kam ich am Check-in Schalter mit einem älteren Pärchen aus Baden-Württemberg ins Gespräch, das so gar nicht nach Indienreisenden aussah. Leider wusste ich dort noch nicht, das Baden-Württemberg mittlerweile wie Pakistan sei, wie mir ein junger Kosovare fünf Tage später im Zug nach Lindau erklärte. Er hatte ein Jahr in Stuttgart gelebt, bevor er nach München zog und hatte von mir erfahren, dass es in Pakistan wirtschaftlich rapide den Bach runtergeht. So fragte ich den etwa 60-Jährigen Mann des Paares aus dem heruntergekommenen Baden-Württemberg, wie es ihm in Indien gefallen hätte. Der vorher gutmütige Blick meines Gegenübers wurde schlagartig irre, als frage man einen Höhenängstigen an einem 500 Meter tiefen Abgrund, ob ihm die Aussicht gefalle. Knapp fünf Sekunden brauchte der 60-Jährige um sich wieder zu fangen, dann antwortete er: „Nächstes Jahr wieder Norwegen.“

    Dann brauchte er weitere fünf Sekunden um sich erneut zu sammeln und fügte hinzu: „Wir waren auf eigene Faust im Taj Mahal in Agra und haben uns Delhi angeschaut…“, dann gingen ihm wieder die Worte aus. „Da stimmt doch nichts von dem, was die uns zu Hause über Indien erzählen. Das soll eine kommende Weltmacht sein…“, es folgte erneut eine Pause. „Eine aufstrebende Wirtschaftsmacht… . Denen sollten wir erst einmal 50 Müllverbrennungsanlagen schenken… .“ Da ich merkte, dass er sich selber ein wenig über seine Worte erschreckte, wechselte ich das Thema.

    Müllverbrennungsanlagen an Indien verschenken

    Der Herr hatte offensichtliche in einer Woche Indien mehr verstanden, als die meisten Kollegen die seit Jahren aus Deutschland über Indien schreiben. Das mit den modernen Müllverbrennungsanlagen hatte ich vor Jahren auch einmal in einem Artikel vorgeschlagen, sozusagen als Start zu einer grundlegend neuen Zusammenarbeit zwischen Indien und der Europäischen Gemeinschaft.

    Nun kam es im Januar dieses Jahres jedoch zu einem Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Europäischen Union das vorwiegend Wirtschaftswachstum im Blick hat. Steuererleichterungen für mehr dreckiges Leder aus Indien für Deutschland und mehr deutsche Benzinautos für Indien. Einer der größten Luftverschmutzer Indiens sind übrigens die Abgase von Fahrzeugen. In der indischen Hauptstadt sind sie an manchen Tagen für bis zu 53 Prozent der Feinstaubwerte verantwortlich. Da es noch Sender wie Arte gibt, kann jeder auch noch sehen, wenn er möchte, wie zum Beispiel seine Antibiotika in Indien hergestellt werden. Triggerwarnung: Kotztüte bereit halten.

    So schwenke ich am Check-In in Delhi zum Thema Wetter über, worauf die Frau des Pärchens aus dem Pakistan Deutschlands immer noch in einem Zustand leichter Ungläubigkeit sagt: „Und dann diese verpestete Luft. Ich dachte die hätten nur Smog im Winter?“

    Zehnfacher Grenzwert an Feinstaubbelastung

    Mit Temperaturen bis 35,7° Grad hatte Delhi den heißesten Herbstanfang seit 50 Jahren. Vorgestern am 9. März waren es dann 36 Grad, dazu zeigte der AQI 206 mg im Tagesdurchschnitt an, der alle Feinstaubpartikel in der Luft pro Kubikmeter misst. Im Hochhausghetto der oberen Mittelklasse in Noida/Delhi stiegen die Tageshöchstwerte sogar auf über 400 mg. Selbst in Indien beträgt der Grenzwert 40 mg. Laut einer Studie aus dem November 2025 atmet die Bevölkerung in 60 Prozent der 806 indischen Distrikte Luft, die gemäß dem US-amerikanischen Air Quality Index (AQI) als gefährlich einzustufen ist – mittlerweile das ganze Jahr über.

    An meinem letzten längeren Aufenthaltsort in Indien, Rishikesh am heiligen Ganges, lief mir ein professioneller Kellner aus dem indischen Bundesstaat Goa über den Weg. Für mich überraschend suchte er in Rishikesh nach Arbeit, gelten die Strände Goas doch als Touristen-Hotspot. Die Erklärung lieferte er dann selber: „Die indische Mittelklasse fliegt mittlerweile lieber nach Vietnam oder Thailand.“

    „Ah“, antwortete ich und musste daran denken, dass ich vor ein paar Tagen ein junges Pärchen aus Delhi getroffen hatte. Im Gegensatz zu den anderen lärmenden Touristen aus der indischen Hauptstadt fühlten die beiden sich trotz des Ganges nicht wohl in Rishikesh: „Überall nur Lärm, Gestank und Chaos“, sagte der männliche Teil des Paares unverkennbar angewidert. Die beiden waren im letzten Jahr für eine Woche in Vietnam gewesen und schwer überrascht worden: „Die Straßen in Hanoi waren sauber und es gab nirgendwo Chaos, obwohl dort auch viele Menschen leben.“ Dann machte der 30-Jährige eine kurze Pause um mir dann beinahe feierlich seine größte Erkenntnis aus seinem Vietnam-Urlaub mittzuteilen: „Ich dachte immer, dass es überall wie bei uns in Indien aussieht. Die Vietnamesen sind ja auch Asiaten und ebenfalls eine aufstrebende Wirtschaftsmacht, aber es sieht dort trotzdem nicht so schlimm aus, wie bei uns.“ Laut einer Untersuchung von Reiseveranstaltern suchen immer mehr indische Reisende Ruhe statt Chaos. Auch deswegen ist Vietnam bei ihnen angesagt.

    Pagal

    Gestern morgen schrieb mir dann noch ein junger indischer Freund, der wegen einer Beerdigung und einer Hochzeit für ein paar Tage in sein Geburtsdorf im Bundesstaat Uttar Pradesh zurückgekehrt war. Überrascht nahm er zur Kenntnis, dass sich seine Verwandtschaft angeregt über den Iran-Konflikt unterhielt. „Hast du gehört, die Nato unterstützt, diesen ‘pagal’ Trump nicht mehr“, soll sein Onkel zu einem Bekannten gesagt haben und dieser geantwortet: „Ja, aber China und Russland unterstützen heimlich den Iran.“ Dazu soll jeder seiner Verwandten das Wort pagal (verrückt) benutzt haben, wenn er anschließend Trump sagte. Bisher hielt mein Freund seine Verwandtschaft für etwas zurückgeblieben – mindestens 200 Jahre.

    Ja, selbst Reisen in sein Dorf kann Vorurteile abbauen. Aber: eine ältere Frau, die 40 Jahre lang im Urlaub ausschließlich in abgeschottete All-Inclusive-Resorts in der ganzen Welt gereist war, sagte mal zu mir: „Egal wie weit ich fliege, immer öfters denke ich, dass es überall gleich aussieht.“ 

    Reisen ist eben nicht Reisen, und die Entfernung ist dabei oft am nebensächlichsten.

    Über Gilbert Kolonko:

    Gilbert Kolonko reist seit über 25 Jahren durch Indien, Pakistan, Nepal und Bangladesch. Er hat ein Buch über den Bürgerkrieg in Nepal geschrieben und eines über Pakistan. Dazu Artikel und Reportagen über den Subkontinent für deutsch- und englischsprachige Medien.

  12. My teacher said four words. It took me six months to understand them.

    'You are holding your future.' Six months later, I finally understood.

    Has a teaching ever arrived for you months or years after you first heard it?

    #yogasutras #aparigraha #yoga
    #yogaphilosophy #rishikesh #yogateacher
    #nonattachment #spiritualpractice #embodiedpractice

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  17. My teacher told me to put my books down for one week. I thought it would be easy.

    It wasn't. Without my concepts, I had to feel what I'd been studying instead.

    What has your body taught you that books couldn't?

    #yoga #embodiedwisdom #teachers
    #rishikesh #spiritualpractice #movementasmedicine
    #yogaretreat #guruwisdom #bodywisdom

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  27. My teacher said four words. It took me six months to understand them.

    'You are holding your future.' Six months later, I finally understood.

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  28. I asked my teacher 'How long until I understand?' He laughed, genuinely amused.

    'The question is the practice.' I wanted guidance, not riddles.

    What shifted for you when you stopped seeking answers in your practice?

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    medium.com/@clarainsweden/the-

    #yogateacher #spiritualteaching #rishikesh
    #yogaphilosophy #meditation #presence
    #spiritualjourney #contemplativepractice #mindfulness

  29. I asked my teacher 'How long until I understand?' He laughed, genuinely amused.

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  30. Die Teestand-Philosophen von Rishikesh

    Immer mehr junge Menschen in Indien merken was gespielt wird – daheim und auf der Welt. Sie weigern sich weiter mitzumachen. Doch das Ende ihrer Zufluchtsorte naht.

    Gestern war Lionel Messi im Salt Lake Stadion in Kolkata (früher Kalkutta). Doch weil unsere Politiker mit ihm andauernd Selfies machten, konnten die 60.000 Zuschauern ihn nicht sehen – die haben 5000 bis 16.000 Rupien bezahlt (etwa 50 bis 160 Euro). Da haben unsere feurigen West Bengalen vor Wut das halbe Stadion zerlegt“, sagt der 30-jährige, ehemaliger Informatiker Saga an einem Teestand auf der Basarstraße in Laxman Jhula/Rishikesh. Die anderen morgendlichen Teeliebhaber lachen. Sein Sitznachbar, der 27-jährige Programmierer Tyagi, war gestern in Delhi seinen Bruder besuchen. Die Hauptstadt Indiens hatte wieder einen Rekord in Sachen Luftverschmutzung aufgestellt, so bringt er eine weitere Neuigkeit mit: „Die Regierung plant jetzt Heißluft-Ballons mit denen die Bewohner Delhis 80 Meter in die Höhe steigen können um frische Luft zu schnappen“. Die Stadtregierun Delhis ist am Spott selber schuld. Ausgerechnet wo der alljährliche Smog seinen Höhepunkt erreicht, gaben sie die Entscheidung bekannt, eine Reihe von Heißluftballons in der Stadt aufzustellen, ohne genau zu sagen, ob es eine Touristen-Attraktion sein soll, oder eine „neue“ Idee die Luftverschmutzung zu bekämpfen.

    So frage ich den 27-Jähriger Dhawal am Tisch, was die Dorfbewohner in den Bergen über die Stadtbewohner Indiens denken. „Dass die alle schwer krank sind“, lautet seine Antwort. Während der Corona-Zeit kam Dhawal wie tausende andere junge Menschen aus einer lärmenden Stadt hierher an den noch sauberen Oberlauf des Ganges nach Rishikesh. Dhawal arbeitete am Laptop im Homeoffice und lernte, was das Leben jungen Menschen noch alles zu bieten hat, außer mit einer 60-Stunden-Arbeitswoche den Chef und die Eltern glücklich zu machen. Junge Frauen aus ganz Indien, die ebenfalls nach Rishikesh geflüchtet waren, traf er hier. Junge Yogaschülerinnen aus dem Westen. Backpackers, Künstler, Philosophen und Lebenskünstler ebenso. Aber auch Sadhus, Wandermönche, die in ihren orangen Kutten zu hunderten in den Wäldern und an den Wegen dieser „Oase der Freiheit“ auf Strauchelnde warten, um ihnen den Sinn des Lebens mit der Haschisch-Pfeife einzurauchen. Dhawal ging ihnen vor drei Jahren ins Netz. Doch sein Lebenshunger half ihm, sich loszureißen. Er wanderte durch die Berge und machte die nächste Wandlung durch: Er entdeckte die Einfachheit des alten Indiens, das Dorfleben. Nun sitzt er hier am Straßenstand beim Chai, um seine Freunde zu besuchen. „Die Dorfbewohner sind wütend. Die Regierung denkt nur an Wachstum durch Massentourismus, baut eine Straße nach der anderen, Tunnels und Staudämme für Wasserkraftwerke, während immer mehr Dörfer absinken.“ Die anderen vier jungen Menschen am Teestand nicken wissend und leicht gelangweilt. Obwohl sie alle erst während der Corona-Zeit aus entfernten Städten Indiens hier gekommen sind, wissen sie mittlerweile mehr über den Bergbundesstaat Uttarakhand, als viele Einheimische. Im Jahr 2021 sank plötzlich die Touristenstadt Joshimath ab, 200 Km nördlich von hier. Alle Medien Indiens berichteten. Doch nur wenige, dass die Wissenschaft dies schon 2006 voraus gesagt hatte.

    Uttarakhand ist Teil des Himalayas, das ein junges Gebirge ist, denn es wächst immer noch. So rät die Wissenschaft: Bitte macht da nicht noch Löcher rein. Trotzdem wurde auch unterhalb von Joshimath ein 12 Km langer Tunnel für die Röhre eines Wasserkraftwerks gebohrt.

    Andere junge Inder, die wie Dhawal das Wandern durch die Berge als eine Art Subkultur für sich entdeckt haben, berichten neben den absinkenden Dörfern auch von einer Zunahme an Erdrutschen. Während des Monsuns im Sommer regnet es mittlerweile länger und mehr.

    Auch die Anzahl der Gletscherseen nimmt durch den Klimawandel zu und die können jederzeit brechen. Dagegen gab es im letzten Winter so gut wie keinen Schnee in den Bergen. Dieses Jahr sieht es ähnlich aus.

    Plötzlich heben alle am Teestand grüßend den Arm. Der 38-jährige Parra fährt mit seinen Einkäufen auf dem Motorrad vorbei – er ist für junge, aufgeklärte Menschen einer der wenigen lokalen Helden. Nach dem Tod seines Vaters schmiss die Verwandtschaft Parra aus seinem Teestand in bester Lage und gab ihm dafür sein abseits gelegenes Vater-Haus, inklusive Stiefmutter und einen alten Büffel. In geduldiger Arbeit errichtete sich Parra im ersten Stockwerk ein kleines Cafe – jeder seiner Kunden muss erst am stinkenden Stall und dem Büffel vorbei.

    Parra ist das Recht. Zum Überleben reichen ihm Stammkunden, die ohne laute Bum-Bum Musik auskommen, das lässt ihm Zeit für seine neues Hobby: Malen und Holzschnitzereien. Sein Klasse Chai kostet nur 15 Rupien (etwa 15 Cent). Das schicke Cafe unter ihm auf der Hauptstraße nimmt 250 Rupien. Klar: 350.000 Rupien (etwa 3500 Euro) Monatsmiete müssen irgendwie hereingeholt werden. Selbst 8 m² kleine Krämerläden in Rishikesh zahlen 30.000 Rupien im Monat.

    So wundert es nicht, dass die neue Laxman-Jhula Brücke, die über den Ganges führt, schon inoffiziell für Fußfänger geöffnet wurde, obwohl sie noch eine Baustelle ist – die hiesigen Geschäftsleute sollen „finanziellen“ Druck auf die Politik ausgeübt haben. Ein Tourist aus Delhi betrat im August nachts den noch nicht frei gegebenen Teil der Brücke, fiel durch ein Loch in den Ganges und wurde nicht mehr gesehen.

    Am Teestand wird es dann wieder aktuell: „Auf unseren Flughäfen herrscht gerade Chaos und die Regierung rät, doch mal wieder mit unserer schönen Eisenbahn zu fahren“, sagt Saga, worauf alle lachen. Die Modi-Regierung hat seit 2014 mit dem Bau von 76 Flughäfen das Fliegen für die obere indische Mittelklasse gepuscht. Nun sind es insgesamt 150. Immer mehr private Airlines drängten auf den Markt. Die Billig-Airlines IndiGo begann dann einen brutalen Preiskampf, der sie zum Marktführer für Inlands-Flüge machte. Doch nun ist Indigo durch gesetzlich verkürzte Arbeitszeiten des Flugpersonals in Schwierigkeiten geraten und musste mehrere Tage täglich bis zu 300 Flüge streichen. Die Konkurrenz nutze dies, um über Nacht die Preise massiv zu erhöhen. „Da wird unsere Oberklasse aber einen Schock kriegen, wenn die mal wieder in der indischen Realität landet: Im überfüllten Zug sitz und sieht, wie der eine Nachbar einen roten Batzen Pan aus dem Fenster rotz und die anderen seine teuren Schuhe mit Erdnussschalen einsauen“, sagt Dhawal. „Und alles furzt und rülpst um die Wette.“ Wieder lachen alle. Außer Raju, der grient nur zufrieden wie immer. Er ist Maler aus Leidenschaft, also eigentlich ein hoffnungsloser Fall in einem Land wie Indien, mit einer jungen, hungrigen Bevölkerung die in den täglichen Konkurrenzkampf getrieben wurde. Aber Raju ist von Natur aus eine Mischung aus Hans im Glück und Rudi Sorglos. Auch dieses Jahr bekam er im Februar einen Großauftrag: Die kompletten Wände eines neuen Cafes für die Oberklasse in Delhi sollten im „comic-style“ bemalt werden. 500.000 Rupien auf die Hand und für die zwei monatige Arbeitsdauer Kost und Logis frei. Das reicht für das Grienen im Rest des Jahres.

    So lässt er auch die wartende Kuh auf der Basarstraße an der guten Laune teilhaben und wirft ihr ein paar Kekse zu. Gestern musste sie noch einem älteren Touristen eine Sandale klauen, und die verspeisen. Auch der Straßenhund der unter unserem Tisch liegt, bekommt von Raju ein paar Kekse. Wenn der Hund schon nicht alt wird, soll er wohl zumindest ein süßes Leben haben: entweder er stirbt an Diabetes, oder er wird von einem Leoparden geholt, die nachts aus dem nahen Wald auf die Basarstraße kommen.

    Dass der Wildbestand auch in Uttarakhand zunimmt, mag gut für den Tourismus sein, aber nicht für die Masse der lokalen Bevölkerung. Jedes Jahr sterben in Uttarakhand etwa 60 bis 70 Menschen durch Angriffe von Wildtieren wie Elefanten oder Tiger.

    Zu viele Tiere in immer weniger unberührten Wald. Zwar feiert die Modi-Regierung offiziell auch da eine Zunahme, aber dies klappte nur mit einem Trick: Sie zählt auch bewirtschaftete Plantagen als bewaldet, obwohl ihre eigenen Regularien dies verbieten . So gab es dieses Jahr auch noch ein Zunahme von Bär-Attacken: 71 alleine in den letzten drei Monaten.

    Die Langur-Affen springen derzeit kaum über die Ladendächer der Basarstraße. Sie hat es an die belebtere 1,3 Km entfernte Brücke nach Ram Jhula gezogen, wo sie wie der Zoll die Taschen der indischen Touristen kontrollieren und alles Essbare konfiszieren. Wegen des Affengottes Hanuman haben sie quasi Narrenfreiheit in diesem Land. Auch westliche Yogaschülerinnen sind kaum noch zu sehen. Durch einen nahen Ashram in dem die Beatles eine Zeitlang hausten, wurde Rishikesh zum heimlichen Yoga-Mekka.

    Dieses Jahr erklärte Premierminister Narendra Modi Uttarakhand zur spirituellen Hauptstadt der Erde. Doch auch der Herr kennt offenbar nicht den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Ab Februar bricht der indische Massentourismus nicht nur über Rishikesh herein. Fast jedes Wochenende bestehen alle Straßen im Umkreis von 40 Km aus einem einzigen, hupenden Stau. Dazu puscht die Regierung seit letztem Jahr sogenannte Flugtaxis, also Hubschrauber für eilige Touristen mit dem nötigen Kleingeld. Seitdem kommt auch noch Lärm aus der Luft dazu. Yogaschüler suchen aber eigentlich Ruhe und Frieden. Nun zieht es sie wieder an die traditionellen Yoga-Orte wie Mysore in Südindien.

    Große Themen müssen am Teestand nicht mehr diskutiert werden. Jeder der Anwesenden hat in den letzten Jahren hunderte Yoga-Touristen gesprochen. Ob aus Europa, den USA oder Australien, alle erzählen ähnliches: Wohnen und Nahrungsmittel werden teurer. Die Arbeitsstunden mehr. Die Krankenversorgung teurer oder schlechter – Sozialleistungen werden gekürzt. Als Schuldige werden Migranten präsentiert und als Heilsbringer nationalistische Populisten gewählt. Die hier Anwesenden kennen das zu genüge: In Indien sind die Muslime die Schuldigen und seit 2014 hat das Land Narendra Modi und seine Hindutva Bewegung als Lösung aller Probleme. Metropolen wie Delhi, Mumbai oder Kolkata sind zu lärmenden Monstern mit bis zu 34 Millionen Einwohner geworden, denen das Grundwasser ausgeht, aber jeden Monsun überschwemmt sind. Mitten drin kämpft das Individuum eingehüllt von tödlicher Luftverschmutzung gegen andere Individuen um die Wohlstands Krümmel.

    Der 27-jährige Tyagi wedelt plötzlich schmunzelnd mit der Times of India, die größte, englischsprachige Tageszeitung Indiens: „Da beklagt ein Journalist die 25 Menschen in Goa, die bei einem Restaurant Brand ums Leben gekommen sind und macht dafür auch die Bürokraten verantwortlich, die solch einem Touristen Restaurant ohne Sicherheitsprüfung, die Genehmigung ausgestellt haben. Drei Seiten später lobt sein Kollege, dass es in Uttarakhand nun weniger Genehmigungen braucht, wenn Unternehmer in den Bergen Touristen-Resorts bauen möchten.“ Vor 4 Monaten zerstörte eine plötzliche Flutwelle eine komplette Siedlung voller Läden und Hotels in den Bergen Uttarakhands, die fahrlässig in der Außenkurve eines Flusses gebaut worden waren. „Wahrscheinlich kiffen diese Zeitungsmenschen das gleiche Zeug wie unsere Großstädter,“ sagt Dhawal mit einem selbstironischen Zwinkern.

    Der zweite Milchtee ist getrunken. Ein typischer Morgen in Laxman Jhula/Rishikesh geht zu Ende. Der Widerstand vieler junger Menschen Indiens äußert sich noch nicht in Demonstrationen, sondern, dass sie sich weigern weiter mitzuspielen. Hier, auf der anderen Flussseite in Tapovan mit mehr Bum-Bum und Party, wie im ganzen indischen Himalaya in den verschiedensten Subkulturen bis an die Strände Goas. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis der indischen Massentourismus und ökologische Katastrophen auch diese Zufluchtsprte der Jugend zerstören.

  31. Car Rental in Rishikesh:-

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  34. 27 Grad bei 90 % Luftfeuchtigkeit, es geht mächtig an die Pumpe. Mit jeder Bewegung schwitze ich Bäche. Kann gar nicht soviel trinken, wie ich ausschwitze. #olliinindien #rishikesh #uttarakhand #india

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