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#mathiasdopfner — Public Fediverse posts

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  1. Dazu kommen die Scharniermedien aus dem Hause Springer, die dieselbe Empörung in konservativere Kreise tragen. Was diese Häuser produzieren, ist im „Geistschreiber“ schon der Rohstoff. Das Tool automatisiert, was das Rechtsaußen-Medienökosystem ohnehin liefert – und verstärkt es mit KI-generierten Botschaften.[Propaganda-by-Design: Wir haben uns das KI-Kampagnentool der AfD näher angeschaut – Zentrum für Digitalrechte und Demokratie]

    Ergänzung (aus einem wichtigen Artikel von Markus Beckedahl) zum von Peter Jelinek geteilten Post über mögliche Gespräche von Springer-Chef Döpfner und Friedrich Merz:

    Nach „please stärke die FDP“ nun eine direkte Warnung an den Kanzler, der eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausschließt: nur „über meine Leiche“.

    Döpfers Warnung: „Das werden Sie noch bereuen.“

    spiegel.de/politik/deutschland

  2. Dazu kommen die Scharniermedien aus dem Hause Springer, die dieselbe Empörung in konservativere Kreise tragen. Was diese Häuser produzieren, ist im „Geistschreiber“ schon der Rohstoff. Das Tool automatisiert, was das Rechtsaußen-Medienökosystem ohnehin liefert – und verstärkt es mit KI-generierten Botschaften.[Propaganda-by-Design: Wir haben uns das KI-Kampagnentool der AfD näher angeschaut – Zentrum für Digitalrechte und Demokratie]

    Ergänzung (aus einem wichtigen Artikel von Markus Beckedahl) zum von Peter Jelinek geteilten Post über mögliche Gespräche von Springer-Chef Döpfner und Friedrich Merz:

    Nach „please stärke die FDP“ nun eine direkte Warnung an den Kanzler, der eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausschließt: nur „über meine Leiche“.

    Döpfers Warnung: „Das werden Sie noch bereuen.“

    spiegel.de/politik/deutschland

  3. Dazu kommen die Scharniermedien aus dem Hause Springer, die dieselbe Empörung in konservativere Kreise tragen. Was diese Häuser produzieren, ist im „Geistschreiber“ schon der Rohstoff. Das Tool automatisiert, was das Rechtsaußen-Medienökosystem ohnehin liefert – und verstärkt es mit KI-generierten Botschaften.[Propaganda-by-Design: Wir haben uns das KI-Kampagnentool der AfD näher angeschaut – Zentrum für Digitalrechte und Demokratie]

    Ergänzung (aus einem wichtigen Artikel von Markus Beckedahl) zum von Peter Jelinek geteilten Post über mögliche Gespräche von Springer-Chef Döpfner und Friedrich Merz:

    Nach „please stärke die FDP“ nun eine direkte Warnung an den Kanzler, der eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausschließt: nur „über meine Leiche“.

    Döpfers Warnung: „Das werden Sie noch bereuen.“

    spiegel.de/politik/deutschland

  4. Dazu kommen die Scharniermedien aus dem Hause Springer, die dieselbe Empörung in konservativere Kreise tragen. Was diese Häuser produzieren, ist im „Geistschreiber“ schon der Rohstoff. Das Tool automatisiert, was das Rechtsaußen-Medienökosystem ohnehin liefert – und verstärkt es mit KI-generierten Botschaften.[Propaganda-by-Design: Wir haben uns das KI-Kampagnentool der AfD näher angeschaut – Zentrum für Digitalrechte und Demokratie]

    Ergänzung (aus einem wichtigen Artikel von Markus Beckedahl) zum von Peter Jelinek geteilten Post über mögliche Gespräche von Springer-Chef Döpfner und Friedrich Merz:

    Nach „please stärke die FDP“ nun eine direkte Warnung an den Kanzler, der eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausschließt: nur „über meine Leiche“.

    Döpfers Warnung: „Das werden Sie noch bereuen.“

    spiegel.de/politik/deutschland

  5. „Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

    Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

    Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem?

    Ich weisess doch auch nicht. Ich erinnere mich aber, dass Merzens Vorgängerin Angela Merkel eine regelrechte Freundschaft zu den Medienoligarchinnen und Multimillionärinnen Friede Springer und Liz Mohn angedichtet wurde. Alle drei Damen hatten ihre Karriere unter Obhut und Schutz mächtiger Männer gestartet. Und sich über viele gewiss anstrengende Jahrzehnte davon emanzipiert. Die Gerüchte über ihre Freundschaft haben sie nie dementiert. Warum auch? Alle drei profitierten davon – im Sinne des Wortes.

    Und nun die Jungs, herrjeh, wie arm.

    Wer macht bei denen die was-mit-Medien-Beratung? Ich fürchte, ein aussichtsloser Job. Solche Ü70-Jungs sind wie frei flottierende Kanonenkugeln. Wer mag ihnen nun das Bein mit dieser Quadbeck/Lamby-Story gestellt und durchgestochen haben? Drei Möglichkeiten.

    Das Döpfner-Umfeld? Zur Aggressivität des Herrn Döpfner täte das passen. Diskretion? Aus dem Alter ist der raus. Oder wie es Blazekovic und Tieschky ausdrücken: “Mathias Döpfner spielt in einer Kategorie, in der man nicht gefeuert werden kann.”

    Das Merz-Umfeld? Das muss unterteilt werden in Feind*inn*e*n und Freund*inn*e*n – obwohl: streichen Sie das Gendern, es geht fast ausschliesslich um Männer. Merz könnte mit der Ausbreitung dieses Gerüchts die an ihm sägende Hendrik-Wüst-Strömung aus dem ihm wohlbekannten NRW binden wollen. Und/Oder Widerstand gegen die AfD in Sachsen-Anhalt an seine notleidende CDU binden wollen, zumal niemand, auch er nicht, weiss, ob SPD und Grüne überhaupt wieder in den Landtag dieses Zwergstaates kommen. Und so findet das Überschrift-Zitat den Weg zu mir: ich stimme Friedrich Merz darin zu! Jede*r Demokrat*in wird das tun. Und wer hätte von diesem Pannen-am-Fliessband-Produzenten noch so viel politische Einsicht und Klugheit erwartet?

    Das Spahn? Spahn sägt. Sein Intriganz-Talent kann jede*r an seiner Nasenspitze ablesen. Seine privilegierten Beziehungen in den Springerkonzern – vor und nach Reichelt – werden so wenig dementiert, wie Merkels Frauenfreundschaften. Er ist noch nicht alt, und für die real Mächtigen im deutschen Grosskapital – insbesondere im Vergleich zu dem altersstarrsinnigen Merz – fantastisch formbar und nutzbar. Für seine Karriere nach ganz oben ist der Wicht zu allem bereit. Koalition? Egal mit wem.

    Und nun?

    Vor einem Jahr schrieb Raul Zelik, dem ich vor rund 20 Jahren mal bei einer Lesung hier in Bonn begegnet bin, in “Analyse und Kritik” das: Treiber des Faschismus – Die Antifa bekämpft die extreme Rechte. Aber wie wichtig ist die überhaupt für den Prozess der Faschisierung?” Ein kritisch-konstruktiver Beitrag zur Analyse des Problems. Aus der in meiner Jugend relevanten “Marburger Schule” gibt es dieses Handwerkszeug.

    Die der Linkspartei nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet das: Alexander Häusler, Michael Fehrenschild: Faschismus in Geschichte und Gegenwart – Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs”.

    Alles zu akademisch?

    Wahrscheinlich Ja. Aber mit leerem Kopf funktioniert keine Mobilisierung. Hohler Aktionismus hilft den Falschen. Niemand hat je behauptet, dass Antifaschismus ein Kinderspiel ist. Es ist ernst. Sehr.

  6. „Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

    Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

    Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem?

    Ich weisess doch auch nicht. Ich erinnere mich aber, dass Merzens Vorgängerin Angela Merkel eine regelrechte Freundschaft zu den Medienoligarchinnen und Multillionärinnen Friede Springer und Liz Mohn angedichtet wurde. Alle drei Damen hatten ihre Karriere unter Obhut und Schutz mächtiger Männer gestartet. Und sich über viele gewiss anstrengende Jahrzehnte davon emanzipiert. Die Gerüchte über ihre Freundschaft haben sie nie dementiert. Warum auch? Alle drei profitierten davon – im Sinne des Wortes.

    Und nun die Jungs, herrjeh, wie arm.

    Wer macht bei denen die was-mit-Medien-Beratung? Ich fürchte, ein aussichtsloser Job. Solche Ü70-Jungs sind wie frei flottierende Kanonenkugeln. Wer mag ihnen nun das Bein mit dieser Quadbeck/Lamby-Story gestellt und durchgestochen haben? Drei Möglichkeiten.

    Das Döpfner-Umfeld? Zur Aggressivität des Herrn Döpfner täte das passen. Diskretion? Aus dem Alter ist der raus. Oder wie es Blazekovic und Tieschky ausdrücken: “Mathias Döpfner spielt in einer Kategorie, in der man nicht gefeuert werden kann.”

    Das Merz-Umfeld? Das muss unterteilt werden in Feind*inn*e*n und Freund*inn*e*n – obwohl: streichen Sie das Gendern, es geht fast ausschliesslich um Männer. Merz könnte mit der Ausbreitung dieses Gerüchts die an ihm sägende Hendrik-Wüst-Strömung aus dem ihm wohlbekannten NRW binden wollen. Und/Oder Widerstand gegen die AfD in Sachsen-Anhalt an seine notleidende CDU binden wollen, zumal niemand, auch er nicht, weiss, ob SPD und Grüne überhaupt wieder in den Landtag dieses Zwergstaates kommen. Und so findet das Überschrift-Zitat den Weg zu mir: ich stimme Friedrich Merz darin zu! Jede*r Demokrat*in wird das tun. Und wer hätte von diesem Pannen-am-Fliessband-Produzenten noch so viel politische Einsicht und Klugheit erwartet?

    Das Spahn? Spahn sägt. Sein Intriganz-Talent kann jede*r an seiner Nasenspitze ablesen. Seine privilegierten Beziehungen in den Springerkonzern – vor und nach Reichelt – werden so wenig dementiert, wie Merkels Frauenfreundschaften. Er ist noch nicht alt, und für die real Mächtigen im deutschen Grosskapital – insbesondere im Vergleich zu dem altersstarrsinnigen Merz – fantastisch formbar und nutzbar. Für seine Karriere nach ganz oben ist der Wicht zu allem bereit. Koalition? Egal mit wem.

    Und nun?

    Vor einem Jahr schrieb Raul Zelik, dem ich vor rund 20 Jahren mal bei einer Lesung hier in Bonn begegnet bin, in “Analyse und Kritik” das: Treiber des Faschismus – Die Antifa bekämpft die extreme Rechte. Aber wie wichtig ist die überhaupt für den Prozess der Faschisierung?” Ein kritisch-konstruktiver Beitrag zur Analyse des Problems. Aus der in meiner Jugend relevanten “Marburger Schule” gibt es dieses Handwerkszeug.

    Die der Linkspartei nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet das: Alexander Häusler, Michael Fehrenschild: Faschismus in Geschichte und Gegenwart – Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs”.

    Alles zu akademisch?

    Wahrscheinlich Ja. Aber mit leerem Kopf funktioniert keine Mobilisierung. Hohler Aktionismus hilft den Falschen. Niemand hat je behauptet, dass Antifaschismus ein Kinderspiel ist. Es ist ernst. Sehr.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  7. „Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

    Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

    Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem?

    Ich weisess doch auch nicht. Ich erinnere mich aber, dass Merzens Vorgängerin Angela Merkel eine regelrechte Freundschaft zu den Medienoligarchinnen und Multillionärinnen Friede Springer und Liz Mohn angedichtet wurde. Alle drei Damen hatten ihre Karriere unter Obhut und Schutz mächtiger Männer gestartet. Und sich über viele gewiss anstrengende Jahrzehnte davon emanzipiert. Die Gerüchte über ihre Freundschaft haben sie nie dementiert. Warum auch? Alle drei profitierten davon – im Sinne des Wortes.

    Und nun die Jungs, herrjeh, wie arm.

    Wer macht bei denen die was-mit-Medien-Beratung? Ich fürchte, ein aussichtsloser Job. Solche Ü70-Jungs sind wie frei flottierende Kanonenkugeln. Wer mag ihnen nun das Bein mit dieser Quadbeck/Lamby-Story gestellt und durchgestochen haben? Drei Möglichkeiten.

    Das Döpfner-Umfeld? Zur Aggressivität des Herrn Döpfner täte das passen. Diskretion? Aus dem Alter ist der raus. Oder wie es Blazekovic und Tieschky ausdrücken: “Mathias Döpfner spielt in einer Kategorie, in der man nicht gefeuert werden kann.”

    Das Merz-Umfeld? Das muss unterteilt werden in Feind*inn*e*n und Freund*inn*e*n – obwohl: streichen Sie das Gendern, es geht fast ausschliesslich um Männer. Merz könnte mit der Ausbreitung dieses Gerüchts die an ihm sägende Hendrik-Wüst-Strömung aus dem ihm wohlbekannten NRW binden wollen. Und/Oder Widerstand gegen die AfD in Sachsen-Anhalt an seine notleidende CDU binden wollen, zumal niemand, auch er nicht, weiss, ob SPD und Grüne überhaupt wieder in den Landtag dieses Zwergstaates kommen. Und so findet das Überschrift-Zitat den Weg zu mir: ich stimme Friedrich Merz darin zu! Jede*r Demokrat*in wird das tun. Und wer hätte von diesem Pannen-am-Fliessband-Produzenten noch so viel politische Einsicht und Klugheit erwartet?

    Das Spahn? Spahn sägt. Sein Intriganz-Talent kann jede*r an seiner Nasenspitze ablesen. Seine privilegierten Beziehungen in den Springerkonzern – vor und nach Reichelt – werden so wenig dementiert, wie Merkels Frauenfreundschaften. Er ist noch nicht alt, und für die real Mächtigen im deutschen Grosskapital – insbesondere im Vergleich zu dem altersstarrsinnigen Merz – fantastisch formbar und nutzbar. Für seine Karriere nach ganz oben ist der Wicht zu allem bereit. Koalition? Egal mit wem.

    Und nun?

    Vor einem Jahr schrieb Raul Zelik, dem ich vor rund 20 Jahren mal bei einer Lesung hier in Bonn begegnet bin, in “Analyse und Kritik” das: Treiber des Faschismus – Die Antifa bekämpft die extreme Rechte. Aber wie wichtig ist die überhaupt für den Prozess der Faschisierung?” Ein kritisch-konstruktiver Beitrag zur Analyse des Problems. Aus der in meiner Jugend relevanten “Marburger Schule” gibt es dieses Handwerkszeug.

    Die der Linkspartei nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet das: Alexander Häusler, Michael Fehrenschild: Faschismus in Geschichte und Gegenwart – Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs”.

    Alles zu akademisch?

    Wahrscheinlich Ja. Aber mit leerem Kopf funktioniert keine Mobilisierung. Hohler Aktionismus hilft den Falschen. Niemand hat je behauptet, dass Antifaschismus ein Kinderspiel ist. Es ist ernst. Sehr.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  8. „Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

    Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

    Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem?

    Ich weisess doch auch nicht. Ich erinnere mich aber, dass Merzens Vorgängerin Angela Merkel eine regelrechte Freundschaft zu den Medienoligarchinnen und Multimillionärinnen Friede Springer und Liz Mohn angedichtet wurde. Alle drei Damen hatten ihre Karriere unter Obhut und Schutz mächtiger Männer gestartet. Und sich über viele gewiss anstrengende Jahrzehnte davon emanzipiert. Die Gerüchte über ihre Freundschaft haben sie nie dementiert. Warum auch? Alle drei profitierten davon – im Sinne des Wortes.

    Und nun die Jungs, herrjeh, wie arm.

    Wer macht bei denen die was-mit-Medien-Beratung? Ich fürchte, ein aussichtsloser Job. Solche Ü70-Jungs sind wie frei flottierende Kanonenkugeln. Wer mag ihnen nun das Bein mit dieser Quadbeck/Lamby-Story gestellt und durchgestochen haben? Drei Möglichkeiten.

    Das Döpfner-Umfeld? Zur Aggressivität des Herrn Döpfner täte das passen. Diskretion? Aus dem Alter ist der raus. Oder wie es Blazekovic und Tieschky ausdrücken: “Mathias Döpfner spielt in einer Kategorie, in der man nicht gefeuert werden kann.”

    Das Merz-Umfeld? Das muss unterteilt werden in Feind*inn*e*n und Freund*inn*e*n – obwohl: streichen Sie das Gendern, es geht fast ausschliesslich um Männer. Merz könnte mit der Ausbreitung dieses Gerüchts die an ihm sägende Hendrik-Wüst-Strömung aus dem ihm wohlbekannten NRW binden wollen. Und/Oder Widerstand gegen die AfD in Sachsen-Anhalt an seine notleidende CDU binden wollen, zumal niemand, auch er nicht, weiss, ob SPD und Grüne überhaupt wieder in den Landtag dieses Zwergstaates kommen. Und so findet das Überschrift-Zitat den Weg zu mir: ich stimme Friedrich Merz darin zu! Jede*r Demokrat*in wird das tun. Und wer hätte von diesem Pannen-am-Fliessband-Produzenten noch so viel politische Einsicht und Klugheit erwartet?

    Das Spahn? Spahn sägt. Sein Intriganz-Talent kann jede*r an seiner Nasenspitze ablesen. Seine privilegierten Beziehungen in den Springerkonzern – vor und nach Reichelt – werden so wenig dementiert, wie Merkels Frauenfreundschaften. Er ist noch nicht alt, und für die real Mächtigen im deutschen Grosskapital – insbesondere im Vergleich zu dem altersstarrsinnigen Merz – fantastisch formbar und nutzbar. Für seine Karriere nach ganz oben ist der Wicht zu allem bereit. Koalition? Egal mit wem.

    Und nun?

    Vor einem Jahr schrieb Raul Zelik, dem ich vor rund 20 Jahren mal bei einer Lesung hier in Bonn begegnet bin, in “Analyse und Kritik” das: Treiber des Faschismus – Die Antifa bekämpft die extreme Rechte. Aber wie wichtig ist die überhaupt für den Prozess der Faschisierung?” Ein kritisch-konstruktiver Beitrag zur Analyse des Problems. Aus der in meiner Jugend relevanten “Marburger Schule” gibt es dieses Handwerkszeug.

    Die der Linkspartei nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet das: Alexander Häusler, Michael Fehrenschild: Faschismus in Geschichte und Gegenwart – Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs”.

    Alles zu akademisch?

    Wahrscheinlich Ja. Aber mit leerem Kopf funktioniert keine Mobilisierung. Hohler Aktionismus hilft den Falschen. Niemand hat je behauptet, dass Antifaschismus ein Kinderspiel ist. Es ist ernst. Sehr.

  9. „Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

    Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

    Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem?

    Ich weisess doch auch nicht. Ich erinnere mich aber, dass Merzens Vorgängerin Angela Merkel eine regelrechte Freundschaft zu den Medienoligarchinnen und Multillionärinnen Friede Springer und Liz Mohn angedichtet wurde. Alle drei Damen hatten ihre Karriere unter Obhut und Schutz mächtiger Männer gestartet. Und sich über viele gewiss anstrengende Jahrzehnte davon emanzipiert. Die Gerüchte über ihre Freundschaft haben sie nie dementiert. Warum auch? Alle drei profitierten davon – im Sinne des Wortes.

    Und nun die Jungs, herrjeh, wie arm.

    Wer macht bei denen die was-mit-Medien-Beratung? Ich fürchte, ein aussichtsloser Job. Solche Ü70-Jungs sind wie frei flottierende Kanonenkugeln. Wer mag ihnen nun das Bein mit dieser Quadbeck/Lamby-Story gestellt und durchgestochen haben? Drei Möglichkeiten.

    Das Döpfner-Umfeld? Zur Aggressivität des Herrn Döpfner täte das passen. Diskretion? Aus dem Alter ist der raus. Oder wie es Blazekovic und Tieschky ausdrücken: “Mathias Döpfner spielt in einer Kategorie, in der man nicht gefeuert werden kann.”

    Das Merz-Umfeld? Das muss unterteilt werden in Feind*inn*e*n und Freund*inn*e*n – obwohl: streichen Sie das Gendern, es geht fast ausschliesslich um Männer. Merz könnte mit der Ausbreitung dieses Gerüchts die an ihm sägende Hendrik-Wüst-Strömung aus dem ihm wohlbekannten NRW binden wollen. Und/Oder Widerstand gegen die AfD in Sachsen-Anhalt an seine notleidende CDU binden wollen, zumal niemand, auch er nicht, weiss, ob SPD und Grüne überhaupt wieder in den Landtag dieses Zwergstaates kommen. Und so findet das Überschrift-Zitat den Weg zu mir: ich stimme Friedrich Merz darin zu! Jede*r Demokrat*in wird das tun. Und wer hätte von diesem Pannen-am-Fliessband-Produzenten noch so viel politische Einsicht und Klugheit erwartet?

    Das Spahn? Spahn sägt. Sein Intriganz-Talent kann jede*r an seiner Nasenspitze ablesen. Seine privilegierten Beziehungen in den Springerkonzern – vor und nach Reichelt – werden so wenig dementiert, wie Merkels Frauenfreundschaften. Er ist noch nicht alt, und für die real Mächtigen im deutschen Grosskapital – insbesondere im Vergleich zu dem altersstarrsinnigen Merz – fantastisch formbar und nutzbar. Für seine Karriere nach ganz oben ist der Wicht zu allem bereit. Koalition? Egal mit wem.

    Und nun?

    Vor einem Jahr schrieb Raul Zelik, dem ich vor rund 20 Jahren mal bei einer Lesung hier in Bonn begegnet bin, in “Analyse und Kritik” das: Treiber des Faschismus – Die Antifa bekämpft die extreme Rechte. Aber wie wichtig ist die überhaupt für den Prozess der Faschisierung?” Ein kritisch-konstruktiver Beitrag zur Analyse des Problems. Aus der in meiner Jugend relevanten “Marburger Schule” gibt es dieses Handwerkszeug.

    Die der Linkspartei nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet das: Alexander Häusler, Michael Fehrenschild: Faschismus in Geschichte und Gegenwart – Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs”.

    Alles zu akademisch?

    Wahrscheinlich Ja. Aber mit leerem Kopf funktioniert keine Mobilisierung. Hohler Aktionismus hilft den Falschen. Niemand hat je behauptet, dass Antifaschismus ein Kinderspiel ist. Es ist ernst. Sehr.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  10. #50ShadesOfBraun

    #MathiasDöpfner (SpringerVerlag, Kumpel von #JensSpahn von der #NOcdu und #PeterThiel....) als Redner auf der #ARC in London, ein Netzwerk für Antifeministen, christlichen Fundis und Demokratiefeinden lt. @campact.de .

    Artikel aus 2025 aus gegebenem Anlass

    campact.de/blog/2025/02/arc-ko

  11. #50ShadesOfBraun

    #MathiasDöpfner (SpringerVerlag, Kumpel von #JensSpahn von der #NOcdu und #PeterThiel....) als Redner auf der #ARC in London, ein Netzwerk für Antifeministen, christlichen Fundis und Demokratiefeinden lt. @campact.de .

    Artikel aus 2025 aus gegebenem Anlass

    campact.de/blog/2025/02/arc-ko

  12. #50ShadesOfBraun

    #MathiasDöpfner (SpringerVerlag, Kumpel von #JensSpahn von der #NOcdu und #PeterThiel....) als Redner auf der #ARC in London, ein Netzwerk für Antifeministen, christlichen Fundis und Demokratiefeinden lt. @campact.de .

    Artikel aus 2025 aus gegebenem Anlass

    campact.de/blog/2025/02/arc-ko

  13. #50ShadesOfBraun

    #MathiasDöpfner (SpringerVerlag, Kumpel von #JensSpahn von der #NOcdu und #PeterThiel....) als Redner auf der #ARC in London, ein Netzwerk für Antifeministen, christlichen Fundis und Demokratiefeinden lt. @campact.de .

    Artikel aus 2025 aus gegebenem Anlass

    campact.de/blog/2025/02/arc-ko

  14. #50ShadesOfBraun

    #MathiasDöpfner (SpringerVerlag, Kumpel von #JensSpahn von der #NOcdu und #PeterThiel....) als Redner auf der #ARC in London, ein Netzwerk für Antifeministen, christlichen Fundis und Demokratiefeinden (siehe Anhang) lt. @[email protected] .

    RE: https://bsky.app/profile/did:plc:3dfnd2wsslno77zbemo6rlyi/post/3mozr3v4tgk2d

  15. Axel Springer steigert nach der Trennung von Investoren Umsatz und Gewinn - Der Medienkonzern meldet ein starkes Wachstum im Jahr 2025.

    Der Medienkonzern Axel Springer hat erstmals nach der Trennung von den Finanzinvestoren KKR und CPP Investments neue Geschäftszahlen veröffentlicht. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin konnte nach eigenen Angaben sowohl den Umsatz als auch den operativen Gewinn steigern.

    t1p.de/yrn6j

    #AxelSpringer #Medienkonzern #MathiasDöpfner #Bild #Welt #Politico

  16. Support Israel or quit, European media boss tells journalists

    Axel Springer CEO Mathias Dopfner has drawn criticism after suggesting journalists should support Israel or consider resigning, raising…
    #Europe #EU #axelspringer #European #israelipropaganda #mathiasdopfner #Mediafreedom #telegraph
    europesays.com/europe/27824/

  17. The Guardian | Revealed: Axel Springer skipped due diligence before £575m Telegraph takeover by Mark Sweney

    AI generated summary, Read the full article for complete information.

    Axel Springer sealed a £575 million takeover of the Telegraph Media Group without the usual due‑diligence checks, a move that could make it hard to recover the price as the titles move from a print‑heavy model toward cheaper, heavily discounted digital subscriptions. The Telegraph still depends on print, with print sales, subscriptions and advertising accounting for 61 % of its £255.3 million 2024 revenue, but all three streams fell between 2023 and 2024 and high‑value print subscribers are rapidly disappearing. Digital subscribers rose 5 % to 1.09 million (78 % of which are digital) and digital revenue grew 18 % to £81 million, yet a large share of the subscriber base is low‑value or free‑trial users, and aggressive discounting has suppressed average subscription prices. Despite the market challenges, adjusted profits held at £60.7 million and total revenue edged up 1.2 % to £279 million, while Axel Springer’s CEO Mathias Döpfner, who has long coveted a flagship UK media asset, views the purchase as a long‑term, “digital‑first” investment.

    Read more: theguardian.com/media/2026/apr

    #AxelSpringer #Telegraph #MathiasDöpfner #RedBirdIMI #FinancialTimes #BusinessInsider #business #media #mergersandacquisitions #nationalnewspapers #newspapers #newspapers&magazines #telegraphmediagroup

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  18. The Guardian | Revealed: Axel Springer skipped due diligence before £575m Telegraph takeover by Mark Sweney

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    Axel Springer sealed a £575 million takeover of the Telegraph Media Group without the usual due‑diligence checks, a move that could make it hard to recover the price as the titles move from a print‑heavy model toward cheaper, heavily discounted digital subscriptions. The Telegraph still depends on print, with print sales, subscriptions and advertising accounting for 61 % of its £255.3 million 2024 revenue, but all three streams fell between 2023 and 2024 and high‑value print subscribers are rapidly disappearing. Digital subscribers rose 5 % to 1.09 million (78 % of which are digital) and digital revenue grew 18 % to £81 million, yet a large share of the subscriber base is low‑value or free‑trial users, and aggressive discounting has suppressed average subscription prices. Despite the market challenges, adjusted profits held at £60.7 million and total revenue edged up 1.2 % to £279 million, while Axel Springer’s CEO Mathias Döpfner, who has long coveted a flagship UK media asset, views the purchase as a long‑term, “digital‑first” investment.

    Read more: theguardian.com/media/2026/apr

    #AxelSpringer #Telegraph #MathiasDöpfner #RedBirdIMI #FinancialTimes #BusinessInsider #business #media #mergersandacquisitions #nationalnewspapers #newspapers #newspapers&magazines #telegraphmediagroup

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  19. The Guardian | Revealed: Axel Springer skipped due diligence before £575m Telegraph takeover by Mark Sweney

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    Axel Springer sealed a £575 million takeover of the Telegraph Media Group without the usual due‑diligence checks, a move that could make it hard to recover the price as the titles move from a print‑heavy model toward cheaper, heavily discounted digital subscriptions. The Telegraph still depends on print, with print sales, subscriptions and advertising accounting for 61 % of its £255.3 million 2024 revenue, but all three streams fell between 2023 and 2024 and high‑value print subscribers are rapidly disappearing. Digital subscribers rose 5 % to 1.09 million (78 % of which are digital) and digital revenue grew 18 % to £81 million, yet a large share of the subscriber base is low‑value or free‑trial users, and aggressive discounting has suppressed average subscription prices. Despite the market challenges, adjusted profits held at £60.7 million and total revenue edged up 1.2 % to £279 million, while Axel Springer’s CEO Mathias Döpfner, who has long coveted a flagship UK media asset, views the purchase as a long‑term, “digital‑first” investment.

    Read more: theguardian.com/media/2026/apr

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  20. The Guardian | Revealed: Axel Springer skipped due diligence before £575m Telegraph takeover by Mark Sweney

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    Axel Springer sealed a £575 million takeover of the Telegraph Media Group without the usual due‑diligence checks, a move that could make it hard to recover the price as the titles move from a print‑heavy model toward cheaper, heavily discounted digital subscriptions. The Telegraph still depends on print, with print sales, subscriptions and advertising accounting for 61 % of its £255.3 million 2024 revenue, but all three streams fell between 2023 and 2024 and high‑value print subscribers are rapidly disappearing. Digital subscribers rose 5 % to 1.09 million (78 % of which are digital) and digital revenue grew 18 % to £81 million, yet a large share of the subscriber base is low‑value or free‑trial users, and aggressive discounting has suppressed average subscription prices. Despite the market challenges, adjusted profits held at £60.7 million and total revenue edged up 1.2 % to £279 million, while Axel Springer’s CEO Mathias Döpfner, who has long coveted a flagship UK media asset, views the purchase as a long‑term, “digital‑first” investment.

    Read more: theguardian.com/media/2026/apr

    #AxelSpringer #Telegraph #MathiasDöpfner #RedBirdIMI #FinancialTimes #BusinessInsider #business #media #mergersandacquisitions #nationalnewspapers #newspapers #newspapers&magazines #telegraphmediagroup

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  21. The Guardian | Revealed: Axel Springer skipped due diligence before £575m Telegraph takeover by Mark Sweney

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    Axel Springer sealed a £575 million takeover of the Telegraph Media Group without the usual due‑diligence checks, a move that could make it hard to recover the price as the titles move from a print‑heavy model toward cheaper, heavily discounted digital subscriptions. The Telegraph still depends on print, with print sales, subscriptions and advertising accounting for 61 % of its £255.3 million 2024 revenue, but all three streams fell between 2023 and 2024 and high‑value print subscribers are rapidly disappearing. Digital subscribers rose 5 % to 1.09 million (78 % of which are digital) and digital revenue grew 18 % to £81 million, yet a large share of the subscriber base is low‑value or free‑trial users, and aggressive discounting has suppressed average subscription prices. Despite the market challenges, adjusted profits held at £60.7 million and total revenue edged up 1.2 % to £279 million, while Axel Springer’s CEO Mathias Döpfner, who has long coveted a flagship UK media asset, views the purchase as a long‑term, “digital‑first” investment.

    Read more: theguardian.com/media/2026/apr

    #AxelSpringer #Telegraph #MathiasDöpfner #RedBirdIMI #FinancialTimes #BusinessInsider #business #media #mergersandacquisitions #nationalnewspapers #newspapers #newspapers&magazines #telegraphmediagroup

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  22. Zum Blauen Ross

    Kubicki, Döpfner und die AfD

    Wie Klatsch Politik ersetzt, zeigt die Berichterstattung zur Wolfgang Kubickis Kandidatur als FDP-Chef. Gut, dass Klatschreporter politisch sind. Kubickis Kandidatur ist weniger ein Angebot an die FDP als eine Drohung an CDU und CSU.

    Zu Ostern konnte die Welt endlich Vollzug melden. Wolfgang Kubicki tritt an um FDP-Chef zu werden. Dafür hatte die Bild schon lange getrommelt.

    Bei Wolfgang Kubicki ist Unterhaltung garantiert. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte noch im Januar zusammen mit Muppet Kubicki in Stuttgart Statler und Walldorf gemimt. Nun kofferte sie gegen ihn. Er sei ein altes „Schlachtross“ und nicht die Zukunft der FDP. Worauf Kubicki konterte „Besser ein altes Schlachtross als ein lahmes Steckenpferd“. Ein schräger Vergleich in Zeiten, in denen sich Enkelinnen stolz im Hobby-Horsing versuchen.

    Kubicki bringt die nötige Robustheit mit, eine Partei zu führen, die gerade in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz rasiert wurde. Motto: Drei Prozent oder drei Promille. Egal – Hauptsache Weißwein. Und so begleitete die Presse seine Kandidatur vor allem mit Fragen zu seinem Alter, seiner Frau und seiner Lieblingsdroge.

    Das ist nicht fair. Es ist fahrlässig. Es verkennt den politischen und strategischen Gehalt seiner Kandidatur. Kubickis Move zielt weniger auf die Rettung der FDP als auf die Erpressung von CDU und CSU. Kubickis Kandidatur soll die Tür aufmachen für rechte Mehrheiten in Deutschland. Die Brandmauer zur AfD soll weg.

    Dafür steht sein vorgeschlagener Generalsekretär Martin Hagen. Hagen ist aktuell Geschäftsführer der denkfabrik R21. Deren Vize, Ex-CDU-Ministerin Kristina Schröder steht nicht nur für ein Zurück zu Atomenergie. Der R21-Vorsitzende Andreas Rödder musste seinen Job als Chef der CDU-Grundsatzkommission aufgeben, nachdem er die Brandmauer zur AfD durch ein Konzept „Roter Linien“ ersetzen wollte. Sie sollte es CDU und CSU ermöglichen, sich von der AfD tolerieren zu lassen. Unterstützt wurde er dabei vom Felix Krull der deutschen Politik, Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, heute Lebensgefährte von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche

    Das Plädoyer für rechte Mehrheiten teilen Rödder und Guttenberg nicht nur mit Plattformen wie Julien Reichelts NIUS, einer Postille finanziert von einem CDU-Großspender. Rechtes Regieren ist Linie beim Springer-Verlag. Prominent rückte Döpfner eine These von Kemi Bandenoch, Chefin der britischen Konservativen aus seinem Podcast in die Bild. Die Konservativen seien gescheitert, „teilweise, weil wir rechts geredet, aber links regiert haben.“ Es war eine Botschaft an Friedrich Merz, der in der Koalition mit der SPD eingebunden ist.

    Rechtes Regieren gibt es in Deutschland nur mit der AfD. Schwarz-Gelb hat absehbar keine Chance. Die demokratische Alternative zur SPD ist mit den woken Grünen bei Springer noch verhasster als die Koalition mit den fossilen Sozis.

    Döpfners Verhältnis zur FDP und Wolfgang Kubicki ist rein instrumentell. Ihm ging und geht es weniger um die Partei der Liberalen. Er benutzt sie. Das war nicht erst 2023 so. Damals forderte er seinen damaligen Bild-Chef Reichelt auf die FDP zu stärken, um Rot-Grün in der Ampel zu schwächen.

    Schon 2017 wollte Springer im Zusammenspiel mit Kubicki und Lindner eine erneute Kanzlerschaft Angela Merkels verhindern. Dafür erwogen Lindner und Kubicki damals schon, gemeinsam mit der AfD den Familiennachzug von Geflüchteten weiter auszusetzen. Als dies in den Jamaika-Verhandlungen an Horst Seehofer scheiterte, organisierten Lindner und Kubicki den Abgang der FDP aus den Verhandlungen. Trotz aktiver Schützenhilfe aus der BamS-Redaktion gelang es den beiden nicht, den Grünen den Schwarzen Peter für das Scheitern von Jamaika zuzuschieben.

    Heute zielt die Kubicki-Kandidatur weniger auf die FDP als auf frustrierte Unionswähler, denen Merz zu merkelig regiert. Die Kubicki-FDP ist ein Angebot, die Union von rechts unter Druck zu setzen.

    Ob das die FDP rettet, ist eine offene Frage. Schon Sarah Wagenknechts Bündnis ist mit dem Modell einer AfD-light gescheitert. Eine kulturell klar rechts und neoliberal aufgestellte FDP könnte die gleiche Erfahrung machen. Die Menschen wählen dann gleich das Original. Doch anders als hinter Sarah Wagenknecht stehen hinter Wolfgang Kubicki finanzstarke Kräfte – weit über Döpfners Springer-Konzern hinaus.

    Die Orientierungskrise der Union wird von ihnen weiter befeuert. Von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bis zur Konzernlobby der Familienunternehmen wird die Union massiv unter Druck gesetzt. Sie wissen, dass das deutsche Geschäftsmodell am Ende ist. Mit billigem Gas aus Russland auf offenen Märkten Autos, Maschinen und Chemikalien zu verkaufen ist nicht mehr. Es gibt kein billiges Gas, Trump und China haben die Märkte zugemacht und deutsche Verbrenner sind weltweit immer weniger gefragt.

    Geht es nach den Konzernlobbys soll die Krise des deutschen Exportkapitalismus durch Lohnkürzung, Abbau von Sozial- und Umweltstandards und massive Subventionen angegangen werden. Wenn die Rückkehr zum Neoliberalismus mit der SPD nicht geht, müssen eben andere Mehrheiten her.

    Die Förderung einer Partei rechts von der Union ohne Faschismus-Affinität erhöht den Druck auf die Union. Merz soll seinen Reden aus dem Münchner Löwenbräukeller endlich Taten folgen zu lassen. „Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland.“ Merz versprach im Wahlkampf Politik für jene Mehrheit der Bevölkerung machen, die „gerade denkt“ und „alle Tassen im Schrank“ habe – und nicht „für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt“.

    Zu denen, die gerade denken und alle Tassen im Schrank haben zählte er offenbar auch die AfD. Denn nur mit den blauen Antidemokraten gibt es eine Mehrheit gegen links.

    Letzten Sonntag widmete sich Jörg Thoman in der FAZ Kubickis Kandidatur. In den Herzblattgeschichten kam er vom „Schlachtross“ übers „Steckenpferd“ auf Franz Marcs „Blaues Pferd 1“. Blau würde doch ganz gut zu Kubicki passen. Das stimmt. Aber nicht wegen seines Promillegehalts.

    Es ist das Blau der AfD. Kubicki ist eher das Pferd vor Troja, in dem Weidel, Chrupalla und Höcke von der Union an die Macht getragen werden sollen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

    Über Jürgen Trittin:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  23. Zum Blauen Ross

    Kubicki, Döpfner und die AfD

    Wie Klatsch Politik ersetzt, zeigt die Berichterstattung zur Wolfgang Kubickis Kandidatur als FDP-Chef. Gut, dass Klatschreporter politisch sind. Kubickis Kandidatur ist weniger ein Angebot an die FDP als eine Drohung an CDU und CSU.

    Zu Ostern konnte die Welt endlich Vollzug melden. Wolfgang Kubicki tritt an um FDP-Chef zu werden. Dafür hatte die Bild schon lange getrommelt.

    Bei Wolfgang Kubicki ist Unterhaltung garantiert. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte noch im Januar zusammen mit Muppet Kubicki in Stuttgart Statler und Walldorf gemimt. Nun kofferte sie gegen ihn. Er sei ein altes „Schlachtross“ und nicht die Zukunft der FDP. Worauf Kubicki konterte „Besser ein altes Schlachtross als ein lahmes Steckenpferd“. Ein schräger Vergleich in Zeiten, in denen sich Enkelinnen stolz im Hobby-Horsing versuchen.

    Kubicki bringt die nötige Robustheit mit, eine Partei zu führen, die gerade in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz rasiert wurde. Motto: Drei Prozent oder drei Promille. Egal – Hauptsache Weißwein. Und so begleitete die Presse seine Kandidatur vor allem mit Fragen zu seinem Alter, seiner Frau und seiner Lieblingsdroge.

    Das ist nicht fair. Es ist fahrlässig. Es verkennt den politischen und strategischen Gehalt seiner Kandidatur. Kubickis Move zielt weniger auf die Rettung der FDP als auf die Erpressung von CDU und CSU. Kubickis Kandidatur soll die Tür aufmachen für rechte Mehrheiten in Deutschland. Die Brandmauer zur AfD soll weg.

    Dafür steht sein vorgeschlagener Generalsekretär Martin Hagen. Hagen ist aktuell Geschäftsführer der denkfabrik R21. Deren Vize, Ex-CDU-Ministerin Kristina Schröder steht nicht nur für ein Zurück zu Atomenergie. Der R21-Vorsitzende Andreas Rödder musste seinen Job als Chef der CDU-Grundsatzkommission aufgeben, nachdem er die Brandmauer zur AfD durch ein Konzept „Roter Linien“ ersetzen wollte. Sie sollte es CDU und CSU ermöglichen, sich von der AfD tolerieren zu lassen. Unterstützt wurde er dabei vom Felix Krull der deutschen Politik, Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, heute Lebensgefährte von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche

    Das Plädoyer für rechte Mehrheiten teilen Rödder und Guttenberg nicht nur mit Plattformen wie Julien Reichelts NIUS, einer Postille finanziert von einem CDU-Großspender. Rechtes Regieren ist Linie beim Springer-Verlag. Prominent rückte Döpfner eine These von Kemi Bandenoch, Chefin der britischen Konservativen aus seinem Podcast in die Bild. Die Konservativen seien gescheitert, „teilweise, weil wir rechts geredet, aber links regiert haben.“ Es war eine Botschaft an Friedrich Merz, der in der Koalition mit der SPD eingebunden ist.

    Rechtes Regieren gibt es in Deutschland nur mit der AfD. Schwarz-Gelb hat absehbar keine Chance. Die demokratische Alternative zur SPD ist mit den woken Grünen bei Springer noch verhasster als die Koalition mit den fossilen Sozis.

    Döpfners Verhältnis zur FDP und Wolfgang Kubicki ist rein instrumentell. Ihm ging und geht es weniger um die Partei der Liberalen. Er benutzt sie. Das war nicht erst 2023 so. Damals forderte er seinen damaligen Bild-Chef Reichelt auf die FDP zu stärken, um Rot-Grün in der Ampel zu schwächen.

    Schon 2017 wollte Springer im Zusammenspiel mit Kubicki und Lindner eine erneute Kanzlerschaft Angela Merkels verhindern. Dafür erwogen Lindner und Kubicki damals schon, gemeinsam mit der AfD den Familiennachzug von Geflüchteten weiter auszusetzen. Als dies in den Jamaika-Verhandlungen an Horst Seehofer scheiterte, organisierten Lindner und Kubicki den Abgang der FDP aus den Verhandlungen. Trotz aktiver Schützenhilfe aus der BamS-Redaktion gelang es den beiden nicht, den Grünen den Schwarzen Peter für das Scheitern von Jamaika zuzuschieben.

    Heute zielt die Kubicki-Kandidatur weniger auf die FDP als auf frustrierte Unionswähler, denen Merz zu merkelig regiert. Die Kubicki-FDP ist ein Angebot, die Union von rechts unter Druck zu setzen.

    Ob das die FDP rettet, ist eine offene Frage. Schon Sarah Wagenknechts Bündnis ist mit dem Modell einer AfD-light gescheitert. Eine kulturell klar rechts und neoliberal aufgestellte FDP könnte die gleiche Erfahrung machen. Die Menschen wählen dann gleich das Original. Doch anders als hinter Sarah Wagenknecht stehen hinter Wolfgang Kubicki finanzstarke Kräfte – weit über Döpfners Springer-Konzern hinaus.

    Die Orientierungskrise der Union wird von ihnen weiter befeuert. Von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bis zur Konzernlobby der Familienunternehmen wird die Union massiv unter Druck gesetzt. Sie wissen, dass das deutsche Geschäftsmodell am Ende ist. Mit billigem Gas aus Russland auf offenen Märkten Autos, Maschinen und Chemikalien zu verkaufen ist nicht mehr. Es gibt kein billiges Gas, Trump und China haben die Märkte zugemacht und deutsche Verbrenner sind weltweit immer weniger gefragt.

    Geht es nach den Konzernlobbys soll die Krise des deutschen Exportkapitalismus durch Lohnkürzung, Abbau von Sozial- und Umweltstandards und massive Subventionen angegangen werden. Wenn die Rückkehr zum Neoliberalismus mit der SPD nicht geht, müssen eben andere Mehrheiten her.

    Die Förderung einer Partei rechts von der Union ohne Faschismus-Affinität erhöht den Druck auf die Union. Merz soll seinen Reden aus dem Münchner Löwenbräukeller endlich Taten folgen zu lassen. „Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland.“ Merz versprach im Wahlkampf Politik für jene Mehrheit der Bevölkerung machen, die „gerade denkt“ und „alle Tassen im Schrank“ habe – und nicht „für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt“.

    Zu denen, die gerade denken und alle Tassen im Schrank haben zählte er offenbar auch die AfD. Denn nur mit den blauen Antidemokraten gibt es eine Mehrheit gegen links.

    Letzten Sonntag widmete sich Jörg Thoman in der FAZ Kubickis Kandidatur. In den Herzblattgeschichten kam er vom „Schlachtross“ übers „Steckenpferd“ auf Franz Marcs „Blaues Pferd 1“. Blau würde doch ganz gut zu Kubicki passen. Das stimmt. Aber nicht wegen seines Promillegehalts.

    Es ist das Blau der AfD. Kubicki ist eher das Pferd vor Troja, in dem Weidel, Chrupalla und Höcke von der Union an die Macht getragen werden sollen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

  24. Zum Blauen Ross

    Kubicki, Döpfner und die AfD

    Wie Klatsch Politik ersetzt, zeigt die Berichterstattung zur Wolfgang Kubickis Kandidatur als FDP-Chef. Gut, dass Klatschreporter politisch sind. Kubickis Kandidatur ist weniger ein Angebot an die FDP als eine Drohung an CDU und CSU.

    Zu Ostern konnte die Welt endlich Vollzug melden. Wolfgang Kubicki tritt an um FDP-Chef zu werden. Dafür hatte die Bild schon lange getrommelt.

    Bei Wolfgang Kubicki ist Unterhaltung garantiert. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte noch im Januar zusammen mit Muppet Kubicki in Stuttgart Statler und Walldorf gemimt. Nun kofferte sie gegen ihn. Er sei ein altes „Schlachtross“ und nicht die Zukunft der FDP. Worauf Kubicki konterte „Besser ein altes Schlachtross als ein lahmes Steckenpferd“. Ein schräger Vergleich in Zeiten, in denen sich Enkelinnen stolz im Hobby-Horsing versuchen.

    Kubicki bringt die nötige Robustheit mit, eine Partei zu führen, die gerade in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz rasiert wurde. Motto: Drei Prozent oder drei Promille. Egal – Hauptsache Weißwein. Und so begleitete die Presse seine Kandidatur vor allem mit Fragen zu seinem Alter, seiner Frau und seiner Lieblingsdroge.

    Das ist nicht fair. Es ist fahrlässig. Es verkennt den politischen und strategischen Gehalt seiner Kandidatur. Kubickis Move zielt weniger auf die Rettung der FDP als auf die Erpressung von CDU und CSU. Kubickis Kandidatur soll die Tür aufmachen für rechte Mehrheiten in Deutschland. Die Brandmauer zur AfD soll weg.

    Dafür steht sein vorgeschlagener Generalsekretär Martin Hagen. Hagen ist aktuell Geschäftsführer der denkfabrik R21. Deren Vize, Ex-CDU-Ministerin Kristina Schröder steht nicht nur für ein Zurück zu Atomenergie. Der R21-Vorsitzende Andreas Rödder musste seinen Job als Chef der CDU-Grundsatzkommission aufgeben, nachdem er die Brandmauer zur AfD durch ein Konzept „Roter Linien“ ersetzen wollte. Sie sollte es CDU und CSU ermöglichen, sich von der AfD tolerieren zu lassen. Unterstützt wurde er dabei vom Felix Krull der deutschen Politik, Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, heute Lebensgefährte von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche

    Das Plädoyer für rechte Mehrheiten teilen Rödder und Guttenberg nicht nur mit Plattformen wie Julien Reichelts NIUS, einer Postille finanziert von einem CDU-Großspender. Rechtes Regieren ist Linie beim Springer-Verlag. Prominent rückte Döpfner eine These von Kemi Bandenoch, Chefin der britischen Konservativen aus seinem Podcast in die Bild. Die Konservativen seien gescheitert, „teilweise, weil wir rechts geredet, aber links regiert haben.“ Es war eine Botschaft an Friedrich Merz, der in der Koalition mit der SPD eingebunden ist.

    Rechtes Regieren gibt es in Deutschland nur mit der AfD. Schwarz-Gelb hat absehbar keine Chance. Die demokratische Alternative zur SPD ist mit den woken Grünen bei Springer noch verhasster als die Koalition mit den fossilen Sozis.

    Döpfners Verhältnis zur FDP und Wolfgang Kubicki ist rein instrumentell. Ihm ging und geht es weniger um die Partei der Liberalen. Er benutzt sie. Das war nicht erst 2023 so. Damals forderte er seinen damaligen Bild-Chef Reichelt auf die FDP zu stärken, um Rot-Grün in der Ampel zu schwächen.

    Schon 2017 wollte Springer im Zusammenspiel mit Kubicki und Lindner eine erneute Kanzlerschaft Angela Merkels verhindern. Dafür erwogen Lindner und Kubicki damals schon, gemeinsam mit der AfD den Familiennachzug von Geflüchteten weiter auszusetzen. Als dies in den Jamaika-Verhandlungen an Horst Seehofer scheiterte, organisierten Lindner und Kubicki den Abgang der FDP aus den Verhandlungen. Trotz aktiver Schützenhilfe aus der BamS-Redaktion gelang es den beiden nicht, den Grünen den Schwarzen Peter für das Scheitern von Jamaika zuzuschieben.

    Heute zielt die Kubicki-Kandidatur weniger auf die FDP als auf frustrierte Unionswähler, denen Merz zu merkelig regiert. Die Kubicki-FDP ist ein Angebot, die Union von rechts unter Druck zu setzen.

    Ob das die FDP rettet, ist eine offene Frage. Schon Sarah Wagenknechts Bündnis ist mit dem Modell einer AfD-light gescheitert. Eine kulturell klar rechts und neoliberal aufgestellte FDP könnte die gleiche Erfahrung machen. Die Menschen wählen dann gleich das Original. Doch anders als hinter Sarah Wagenknecht stehen hinter Wolfgang Kubicki finanzstarke Kräfte – weit über Döpfners Springer-Konzern hinaus.

    Die Orientierungskrise der Union wird von ihnen weiter befeuert. Von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bis zur Konzernlobby der Familienunternehmen wird die Union massiv unter Druck gesetzt. Sie wissen, dass das deutsche Geschäftsmodell am Ende ist. Mit billigem Gas aus Russland auf offenen Märkten Autos, Maschinen und Chemikalien zu verkaufen ist nicht mehr. Es gibt kein billiges Gas, Trump und China haben die Märkte zugemacht und deutsche Verbrenner sind weltweit immer weniger gefragt.

    Geht es nach den Konzernlobbys soll die Krise des deutschen Exportkapitalismus durch Lohnkürzung, Abbau von Sozial- und Umweltstandards und massive Subventionen angegangen werden. Wenn die Rückkehr zum Neoliberalismus mit der SPD nicht geht, müssen eben andere Mehrheiten her.

    Die Förderung einer Partei rechts von der Union ohne Faschismus-Affinität erhöht den Druck auf die Union. Merz soll seinen Reden aus dem Münchner Löwenbräukeller endlich Taten folgen zu lassen. „Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland.“ Merz versprach im Wahlkampf Politik für jene Mehrheit der Bevölkerung machen, die „gerade denkt“ und „alle Tassen im Schrank“ habe – und nicht „für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt“.

    Zu denen, die gerade denken und alle Tassen im Schrank haben zählte er offenbar auch die AfD. Denn nur mit den blauen Antidemokraten gibt es eine Mehrheit gegen links.

    Letzten Sonntag widmete sich Jörg Thoman in der FAZ Kubickis Kandidatur. In den Herzblattgeschichten kam er vom „Schlachtross“ übers „Steckenpferd“ auf Franz Marcs „Blaues Pferd 1“. Blau würde doch ganz gut zu Kubicki passen. Das stimmt. Aber nicht wegen seines Promillegehalts.

    Es ist das Blau der AfD. Kubicki ist eher das Pferd vor Troja, in dem Weidel, Chrupalla und Höcke von der Union an die Macht getragen werden sollen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

    Über Jürgen Trittin:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  25. UK clears POLITICO owner Axel Springer to buy the Telegraph – POLITICO

    LONDON — U.K. Culture Secretary Lisa Nandy said Tuesday she will allow Axel Springer’s purchase of the U.K.’s Telegraph…
    #NewsBeep #News #UnitedKingdom #Austria #Britishpolitics #Competition #Culture #GB #GreatBritain #Growth #Ireland #LisaNandy #MathiasDopfner #Media #mergers #Parliament #regulatory #Rights #UK
    newsbeep.com/uk/530280/

  26. The Big Deal + Original-Protest

    Der grösste Medien-Macht-Deal – er ist nicht von Springer

    Der Nordkorea-Experte Mathias Döpfner hätte sooo gerne kulturellen Anschluss an das, was er für die Weltherrschaft hält: die Make-America-Great-Again-Welt (“Trump zuhören!”). Für “One Billion $” (zu deutsch nur eine Milliarde) hat der das Online-“Eliten”-Organ Politico gekauft. Bzw. seine betagte Geschäftspartnerin, die ihn machen lässt. Nun kamen nochmal über 600 Mio. für eine Zeitung dazu, den britischen “Telegraph”. Damit hat England den 2. Weltkrieg doch noch verloren. Und den ersten auch.

    Dafür kann mann doch so ein Sümmchen mal springen lassen. Der Verlust ihres ideologischen Meinungsführers dokumentiert die Selbstauflösung und den vollständigen Schwund der englischen Tories, die ihre Macht freiwillig an die zeitgemässeren Faschisten übergeben. Und wer weiss besser als Döpfner, wie mann denen zuhört?

    Aber das ist europäischer Fliegenschiss gegenüber der Übernahme des US Konzerns Warner durch den mit Trump verbrüderten Clan der Ellisons, die bereits Paramount besitzen (und damit als Beifang die Champions League der europäischen Fussballmafia Uefa). Die legen mehr als die hundertfache Summe dessen hin, was Herr Döpfner aus dem Vermögen von Frau Springer verschwendet. Ist das nicht grossartig, und ein weiterer Beweis wie great America ist, … äh … again!

    Nee, meinen einige widerspenstige Beschäftigte dieser Medienindustrie. Ja, isses denn möglich? Und immer noch erlaubt? Ich hörte davon im Radio. Dann suchte ich die Meldung online, und fand sie auch bei den Superduper-IT-Experten von heise (als automatisierte Wiedergabe von dpa). Eine Verlinkung zum Original ist aber weder der dpa noch den hochqualifizierten Fuzzys von Heise gelungen. Und der nur noch “digital” erscheinenden taz, mit einer etwas ausführlicheren AFP-Meldung ebenso wenig. Die Verlinken sogar, aber nur an sich selbst – wo waren die in ihrer Journalismus-Ausbildung? Vermutlich auch bei sich selbst. 1,5-Minuten-Recherche: bitte schön! Statt 1.000 haben mittlerweile knapp 1.500 unterschrieben. Update: Abends dann knapp 2.100.

    Europäer*innen dürfen sich gerne anschliessen. “Dieses Internet” hat auch Vorteile. Wer jedoch immer noch nicht gelernt hat, Links zu Originalquellen zu setzen, sollte nochmal ganz von vorne anfangen. Mann nennt es “Medienkompetenz”. Fragen Sie Ihre Enkelkinder, denen Sie alles Mögliche verbieten wollen …

  27. The Big Deal + Original-Protest

    Der grösste Medien-Macht-Deal – er ist nicht von Springer

    Der Nordkorea-Experte Mathias Döpfner hätte sooo gerne kulturellen Anschluss an das, was er für die Weltherrschaft hält: die Make-America-Great-Again-Welt (“Trump zuhören!”). Für “One Billion $” (zu deutsch nur eine Milliarde) hat der das Online-“Eliten”-Organ Politico gekauft. Bzw. seine betagte Geschäftspartnerin, die ihn machen lässt. Nun kamen nochmal über 600 Mio. für eine Zeitung dazu, den britischen “Telegraph”. Damit hat England den 2. Weltkrieg doch noch verloren. Und den ersten auch.

    Dafür kann mann doch so ein Sümmchen mal springen lassen. Der Verlust ihres ideologischen Meinungsführers dokumentiert die Selbstauflösung und den vollständigen Schwund der englischen Tories, die ihre Macht freiwillig an die zeitgemässeren Faschisten übergeben. Und wer weiss besser als Döpfner, wie mann denen zuhört?

    Aber das ist europäischer Fliegenschiss gegenüber der Übernahme des US Konzerns Warner durch den mit Trump verbrüderten Clan der Ellisons, die bereits Paramount besitzen (und damit als Beifang die Champions League der europäischen Fussballmafia Uefa). Die legen mehr als die hundertfache Summe dessen hin, was Herr Döpfner aus dem Vermögen von Frau Springer verschwendet. Ist das nicht grossartig, und ein weiterer Beweis wie great America ist, … äh … again!

    Nee, meinen einige widerspenstige Beschäftigte dieser Medienindustrie. Ja, isses denn möglich? Und immer noch erlaubt? Ich hörte davon im Radio. Dann suchte ich die Meldung online, und fand sie auch bei den Superduper-IT-Experten von heise (als automatisierte Wiedergabe von dpa). Eine Verlinkung zum Original ist aber weder der dpa noch den hochqualifizierten Fuzzys von Heise gelungen. Aber mir: bitte schön! Statt 1.000 haben mittlerweile knapp 1.500 unterschrieben.

    Europäer*innen dürfen sich gerne anschliessen. “Dieses Internet” hat auch Vorteile. Wer jedoch immer noch nicht gelernt hat, Links zu Originalquellen zu setzen, sollte nochmal ganz von vorne anfangen. Mann nennt es “Medienkompetenz”. Fragen Sie Ihre Enkelkinder, denen Sie alles Mögliche verbieten wollen …

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  28. The Big Deal + Original-Protest

    Der grösste Medien-Macht-Deal – er ist nicht von Springer

    Der Nordkorea-Experte Mathias Döpfner hätte sooo gerne kulturellen Anschluss an das, was er für die Weltherrschaft hält: die Make-America-Great-Again-Welt (“Trump zuhören!”). Für “One Billion $” (zu deutsch nur eine Milliarde) hat der das Online-“Eliten”-Organ Politico gekauft. Bzw. seine betagte Geschäftspartnerin, die ihn machen lässt. Nun kamen nochmal über 600 Mio. für eine Zeitung dazu, den britischen “Telegraph”. Damit hat England den 2. Weltkrieg doch noch verloren. Und den ersten auch.

    Dafür kann mann doch so ein Sümmchen mal springen lassen. Der Verlust ihres ideologischen Meinungsführers dokumentiert die Selbstauflösung und den vollständigen Schwund der englischen Tories, die ihre Macht freiwillig an die zeitgemässeren Faschisten übergeben. Und wer weiss besser als Döpfner, wie mann denen zuhört?

    Aber das ist europäischer Fliegenschiss gegenüber der Übernahme des US Konzerns Warner durch den mit Trump verbrüderten Clan der Ellisons, die bereits Paramount besitzen (und damit als Beifang die Champions League der europäischen Fussballmafia Uefa). Die legen mehr als die hundertfache Summe dessen hin, was Herr Döpfner aus dem Vermögen von Frau Springer verschwendet. Ist das nicht grossartig, und ein weiterer Beweis wie great America ist, … äh … again!

    Nee, meinen einige widerspenstige Beschäftigte dieser Medienindustrie. Ja, isses denn möglich? Und immer noch erlaubt? Ich hörte davon im Radio. Dann suchte ich die Meldung online, und fand sie auch bei den Superduper-IT-Experten von heise (als automatisierte Wiedergabe von dpa). Eine Verlinkung zum Original ist aber weder der dpa noch den hochqualifizierten Fuzzys von Heise gelungen. Und der nur noch “digital” erscheinenden taz, mit einer etwas ausführlicheren AFP-Meldung ebenso wenig. Die Verlinken sogar, aber nur an sich selbst – wo waren die in ihrer Journalismus-Ausbildung? Vermutlich auch bei sich selbst. 1,5-Minuten-Recherche: bitte schön! Statt 1.000 haben mittlerweile knapp 1.500 unterschrieben. Update: Abends dann knapp 2.100.

    Europäer*innen dürfen sich gerne anschliessen. “Dieses Internet” hat auch Vorteile. Wer jedoch immer noch nicht gelernt hat, Links zu Originalquellen zu setzen, sollte nochmal ganz von vorne anfangen. Mann nennt es “Medienkompetenz”. Fragen Sie Ihre Enkelkinder, denen Sie alles Mögliche verbieten wollen …

  29. The Big Deal + Original-Protest

    Der grösste Medien-Macht-Deal – er ist nicht von Springer

    Der Nordkorea-Experte Mathias Döpfner hätte sooo gerne kulturellen Anschluss an das, was er für die Weltherrschaft hält: die Make-America-Great-Again-Welt (“Trump zuhören!”). Für “One Billion $” (zu deutsch nur eine Milliarde) hat der das Online-“Eliten”-Organ Politico gekauft. Bzw. seine betagte Geschäftspartnerin, die ihn machen lässt. Nun kamen nochmal über 600 Mio. für eine Zeitung dazu, den britischen “Telegraph”. Damit hat England den 2. Weltkrieg doch noch verloren. Und den ersten auch.

    Dafür kann mann doch so ein Sümmchen mal springen lassen. Der Verlust ihres ideologischen Meinungsführers dokumentiert die Selbstauflösung und den vollständigen Schwund der englischen Tories, die ihre Macht freiwillig an die zeitgemässeren Faschisten übergeben. Und wer weiss besser als Döpfner, wie mann denen zuhört?

    Aber das ist europäischer Fliegenschiss gegenüber der Übernahme des US Konzerns Warner durch den mit Trump verbrüderten Clan der Ellisons, die bereits Paramount besitzen (und damit als Beifang die Champions League der europäischen Fussballmafia Uefa). Die legen mehr als die hundertfache Summe dessen hin, was Herr Döpfner aus dem Vermögen von Frau Springer verschwendet. Ist das nicht grossartig, und ein weiterer Beweis wie great America ist, … äh … again!

    Nee, meinen einige widerspenstige Beschäftigte dieser Medienindustrie. Ja, isses denn möglich? Und immer noch erlaubt? Ich hörte davon im Radio. Dann suchte ich die Meldung online, und fand sie auch bei den Superduper-IT-Experten von heise (als automatisierte Wiedergabe von dpa). Eine Verlinkung zum Original ist aber weder der dpa noch den hochqualifizierten Fuzzys von Heise gelungen. Aber mir: bitte schön! Statt 1.000 haben mittlerweile knapp 1.500 unterschrieben.

    Europäer*innen dürfen sich gerne anschliessen. “Dieses Internet” hat auch Vorteile. Wer jedoch immer noch nicht gelernt hat, Links zu Originalquellen zu setzen, sollte nochmal ganz von vorne anfangen. Mann nennt es “Medienkompetenz”. Fragen Sie Ihre Enkelkinder, denen Sie alles Mögliche verbieten wollen …

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger