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#funkemediengruppe — Public Fediverse posts

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  1. Dieses Land

    Wo es hier im Westen am kaputtesten ist

    “Dieses Land kriegt wirklich gar nichts mehr hin” meldet eine sog. tageszeitung heute. Als ich lesen lernte, waren Tageszeitungen noch dazu da, neue Nachrichten zu verbreiten. Diese altbekannte Klage von Bahnpassagier*inn*en haben wir in den letzten 10 Jahren in mittlerweile 267 Folgen ausführlich behandelt. Und sind noch nicht fertig damit. Schalten wir mal um in den grössten urbanen Ballungsraum dieses Landes, und dort zum grössten und mächtigsten Medium (oder ist das nicht auch schon veraltet?). Das macht seine Online-Seite heute mit dieser ersten Meldung auf:

    “SSV Buer verlegt Heimspiel gegen Obersprockhövel – und geht Schalke 04 aus dem Weg”.

    Dä! Interessiert Sie das auch nicht?

    Sehen Sie, das ist die einstmalige “Westdeutsche Allgemeine Zeitung”, die sich seit Menschengedenken als Konzern immer weiter durch die Medienlandschaft NRWs, das ist ungefähr 10mal Sachsen-Anhalt, oder 18mal Saarland, gefressen hat, und heute unter der Bezeichnung “Funke-Mediengruppe” firmiert. Mit der habe ich lesen gelernt, jeden Morgen vor der Schule. Aus der erfährt das Ruhrgebiet, was los ist. Dort, wo die SPD jahrzehntelang nur einen “Besenstiel” aufstellen musste, um gewählt zu werden. Bei mir im Stadtteil hatte sie 75%. Und ich habe sie dafür gehasst. Heute sind es noch 36%, aber nur ein Drittel nimmt überhaupt noch teil. Real also eher: 12!

    Dieses Medium beherrscht das Land weit mächtiger, als der immer überschätzte WDR, und machte die Familien Brost und Funke unermesslich reich. Die “Funkes” hiessen schlussendlich Grotkamp und kauften die Brost-Erbengemeinschaft raus (Geld lässt sich besser aufteilen). Und die Erbin von Grotkamp heisst heute Becker. Aber ich schweife ab – obwohl, nein: der materielle Hintergrund ist das Fundament des hier anzuzeigenden Elends.

    Denn diese Art von Publizismus und Agendasetting prägt die Köpfe der Menschen, die nicht so genau wissen, oder denen egal ist, was gerade aktuell und wichtig ist. Und womit sie sich als Öffentlichkeit beschäftigen sollen/müssen.

    Und wie können Oligarch*inn*en ihren Plebs und Prolls deutlicher mitteilen, wie schnurzegal sie ihnen sind? Erwähnte ich schon den privaten Reichtum in Deutschland? Achja: 9.490.000.000.000 €.

    Es ist kein Zufall, dass die 11 Städte und vier Kreise des Ruhrpotts mitsamt ihrer Infrastruktur, “Daseinsvorsorge” etc. jede*r Einzelne noch viel kaputter und pleiter sind, als das von einer inkompetenten politischen Führung regierte Bonn. Oder – s.o. – die Deutsche Bahn.

    Genau dort ist heute die West-Hochburg der AfD.

  2. Der Nichtsnutz auf dem Sprung

    Kanzlerkandidaten-Bingo: die Strategie des Niemandem-auf-die-Füsse-Tretens wird weder das Klima, noch die Kultur noch die CDU retten

    Es war Ende 2020, als eine Lärmschutzwand an einer Autobahn in Köln eine Frau tötete. Die Suchmaschine zur heutigen Anzeige des damaligen Vorfalls wurde gut gesäubert, aber nicht perfekt. Der damalige zuständige NRW-Verkehrsminister macht sich heute warm als möglicher Nachfolgekandidat des für alle Welt sichtbar unbegabten Staatsamtsinhabers des Bundeskanzleramtes. Beim Todesfall in seinem Verantwortungsbereich blieb er planmässig öffentlich unsichtbar. In NRW war das seinerzeit die erfolgreiche Taktik. Aber wollen Sie von so einem regiert werden? Ich nicht.

    Rechtzeitig zum heutigen Wahltag liess die CDU-nahe Funke-Mediengruppe der superreichen (und nicht ganz dummen) Julia Becker ihren NRW-Landeskorrespondenten in ihrer Paywall das proklamieren:

    “Mehr Mensch als Macher, niemals Macker: Nerven behalten, bella figura machen: So facht Wüst die Kanzlertausch-Debatte an – Ein Wahldebakel im Osten dürfte die Merz-Dämmerung beschleunigen, zu der sich Kronprinz Hendrik Wüst weiterhin nicht eindeutig verhält”

    Wer solche Freunde hat …

    Der Nachfolgekandidat für die NRW-Staatskanzlei ist gesetzt. Er kann gleich da sitzen bleiben, wo er schon sitzt. Hier in Beuel hat er sein Wahlkreisbüro, gleich über der vor brummendem Umsatz kaum laufen könnenden Apotheke eines CDU-Spenders (wesentliche Finanzquelle Ihre und meine Krankenkassenbeiträge). Er ist, so höre ich aus sehr zuverlässigen Quellen, sehr, sehr schlau, schlauer als alle seine grünen Koalitionspartner*innen zusammen, und nicht ganz so reaktionär wie sein Vater es war. Das Büro hat er vom Oberbürgermeister übernommen, der hat jetzt ein grösseres – allerdings baufälliges, dessen Sanierung er gerade selber abgesagt hat … aber ich will nicht abschweifen. Wohin will er wohl flüchten, wenn der Herr Liminski sein (vorläufiges) Ziel erreicht hat?

    Besserungsvorschläge für den Kandidaten

    Seit 2021 ist der Kerl Ministerpräsident des grössten Bundeslandes NRW. Es stellt rund ein Fünftel der deutschen Gesamtbevölkerung. Wer dort mal eine Wahl gewinnt, wird – egal ob CDU oder einstmals SPD – quasi automatisch Kanzlerkandidat*in der Medien. Eine Wahl hat er 2022 mit Hilfe sehr starker Grüner gewonnen. Aber was hat er im Amt geleistet, ausser niemanden zu stören? Die Verkehrsinfrastruktur in NRW, seinem alten Fachressort, ist weitgehend niedergelegt. Nicht nur bei uns in Bonn. Nun gut, für die “Bundes-“!)Autobahnen inkl. ihrer Brücken kann er zuständigkeitshalber so wenig, wie für das Schienennetz der Deutschen (Ex-“Bundes-!)Bahn. Das waren von 2009-21 durchgehend CSU-Minister. Haben sie in jener Zeit – oder danach mit dem noch höheren Staatsamt – irgendwas von einem wenigstens kritischen kämpfenden Herrn Wüst gehört? Ich nicht. Da ist selbst Oliver Krischer (Grüne) vernehmbarer, wenn auch ähnlich folgenlos.

    Und jetzt die Kultur-Infrastuktur

    Wenn es überhaupt eine erkennbare CDU-Strategie zur Bekämpfung der neofaschistischen AfD gibt, dann ist es die, möglichst viel vorauseilend vorwegzunehmen, was die sowieso vorhat. Die CDU ist dabei so autistisch (ich bitte um Entschuldigung für den die Betroffenen diskriminierenden Begriff, im Zorn fiel mir kein besserer ein, aber diese Wikipedia-Beschreibungen treffen es: “Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktion (z. B. Verständnis und Aufbau von Beziehungen) … Über- oder Unterempfindlichkeit auf äußere und innere Sinnesreize”), dass sie aus dem damit einhergehenden Misserfolg nichts lernt, im Gegenteil, ihre Lage weiter verschlimmert. So legt sie nun überall, wo sie noch politische Verantwortung trägt, demokratisch orientierte Kultureinrichtungen zu Grabe, nicht nur in Bonn.

    Der fachkundige Stefan Keim gab in diesem Beitrag für DLF-Kultur einen Überblick über die – ökonomisch noch prosperierende – Rheinschiene:

    “Kahlschlag aus Finanznot – In NRW wanken viele Kulturinstitutionen” Audio 9 min.

    Ein informierter und kämpferisch orientierter NRW-Ministerpräsident würde nun mit seinem Parteifreund im Kanzleramt, dem sog. “Bundeskulturminister”, und wenn der sich als Nichtsnutz erweist, mit seinem politischen Dienstvorgesetzten im gleichen Haus, in Klausur gehen, und einen Plan entwickeln, wie die im In- und Ausland beim gross- und kleinbürgerlichen Publikum hochangesehene Kulturbranche dieser bedrohten Republik gestärkt werden kann für die bevorstehenden Kämpfe um die bürgerliche Demokratie. Vor dem heutigen Wahltag wäre das mal ein starkes gemeinsames Signal von einem Rheinländer und einem Westfalen gewesen. Mann wird ja wohl noch träumen dürfen …

    Die neoliberal vergammelte CDU wird niemals auf die Idee kommen, die finanziell bewegungsunfähigen Kommunen in NRW und anderswo, die – als “freiwillige Leistung” – für die kulturelle Basisarbeit verfassungsmässig “zuständig” sind, mit einem sozial gerechten Steuersystem wieder arbeitsfähig zu machen. So viel ist ihnen die Rettung der Demokratie dann auch wieder nicht wert. Weder ihre Oberbürgermeister noch ihre Ministerpräsident*inn*en verlassen dafür auch nur ihr Büro. Sie müssen ja Angst haben, dass dann schon wieder einer an ihnen sägt. Wie der Herr Wüst es heimlich beim unfähigen Merz tut.

    Sie tun es nicht. Sie mobilisieren nichts. Und niemanden. Darum geht es so aus, wie es ausgeht. Wem wird es eine Lehre sein?

  3. Die guten Nachrichten

    mit Update nachmittags

    Dirk Hautkapp/Funke-Mediengruppe scheint wenig Freude daran zu haben. Ich dagegen meine: ein Versager im Amt eines Kriegsministers ist immer noch besser als ein Könner. “Ex-TV-Moderator: Pentagon im freien Fall: Warum Trump seinen ‘Demolition Man’ feuern muss – Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth entlässt Generäle, vertreibt Fachleute und schwächt Amerikas Militär. Er wird zum Sicherheitsrisiko.”

    Eine weitere gute Nachricht hat die Funke-Mediengruppe per Clickbaiting-Betrug in ihrer Paywall vergraben. Es fehlt einem aber auch nichts, wenn es vor der Wand heisst: “Deadline Day: Transferausgaben: England enteilt weiter – wer außer Bayern soll da mithalten? – Sogar die englischen Aufsteiger werfen auf dem Transfermarkt mit Geld um sich. Das wird für die deutschen Klubs zunehmend zum Problem.”

    2. gute Nachricht: Deutsche weniger bekloppt

    Wenn ich Ihnen das mal übersetzen darf: die Deutschen sind weit weniger verrückt als die Engländer, was ihre Bereitschaft betrifft, ihr knappes Geld für überteuerte Pay-TV-Abos zu verbrennen. Denn das ist die Haupteinnahmequelle des Profifussballs (der Herren) – s. dazu Holger Gertz/SZ in der dortigen – Überraschung! – Paywall. Die verrückten Engländer ziehen darum überproportional verbrecherische Superreiche aus der ganzen Welt, darunter nicht wenige Todesstrafenverhänger, Kopfabschneider und Knochenzersäger, als Investoren an. Nicht jedem gefällt das. Dagegen hat der deutsche Fussball die “50+1-Regel” erfunden, die weniger von den in den Vereinen waltenden Oligarchen als von den radikalen Fans verteidigt wird. Und kürzlich auch dem Bundeskartellamt. Besser so als anders.

    Das heisst noch lange nicht, dass es in irgendeiner Weise gerecht zugeht. Hier die Tabelle der Champions-League-Einnahmen. Und hier die entsprechende Bundesliga-Tabelle.

    Mann nennt es Kapitalismus. Sport ist was Anderes.

    Update nachmittags

    Schadenfreude ist die schönste Freude: Immobilienkrise in Hamburger Millionärsvorort

    In der FAZ/FAS-Paywall fand ich diese vergnügliche Geschichte von Karin Finkenzeller:

    “Auf dieser Insel ist die Party vorbei – Angestachelt durch eine schier endlose Nachfrage wurden Häuser und Wohnungen auf Sylt auf Pump gebaut. Jetzt stehen Hunderte leer. Unternehmer gehen pleite – und manch Käufer wittert seine Chance.”

    Sie und ich sollten diese Schadenfreude schnell geniessen, so lange die KI-Blase noch nicht geplatzt ist. Wenn das nämlich passiert, haben nicht mehr die Milliardär*inn*e*n dieser Welt den Schaden, weil die vorher Bescheid und ihr Vermögen in Sicherheit bekommen, sondern Sie und ich, und wer sonst im real existierenden Kapitalismus noch so doof ist, dass sie*er Steuern zahlt.

    Den o.g. Text schicke ich Ihnen gerne auf Anforderung nichtgewerblich und “nur zum persönlichen Gebrauch” zu, wie auch einen digital vermauerten Text von Willi Winkler über eine neue Studie zu den Nazis im Staatsdienst der West-BRD bis hinauf ins Bundeskanzleramt.

  4. Betrügerisches Clickbaiting

    Hier im Extradienst gibt es noch nicht mal Bilder. Nur Buchstaben. Emotionen sind zwar politisch relevant, tragen zur Sache und zur Problemlösung aber selten bei. Je seltener es wird, umso wichtiger: das Denken im und mit Verstand. Massenmacht und Berühmtheit ist damit nicht zu erreichen. Deutschlands Milliardär*inn*e*n, denen Noch-Massenmedien gehören, wissen das. Die sind ja nicht blöd. Obwohl …

    Eine Idee gegen dieses fiese Internet ist ihnen in nunmehr über 30 Jahren noch nicht gekommen. Immer neue Tricks lassen sie ihre IT-Abteilungen ausdenken, die ihre Lage noch schlimmer machen. Ganz vorne dabei die Ippen-Gruppe, die online den Wert der einst politisch relevanten Frankfurter Rundschau seit 2018 konsequent ruiniert.

    Konsequent flutet sie die Onlinepräsenz mit billiger KI und belegt in dieser Disziplin einen nationalen Spitzenplatz. Sehr mühselig ist es, in dieser Flut die letzten noch überlebenden – und ach so teuren – qualifizierten Autor*inn*en und Redakteur*inn*en aufzufinden, die noch echte Gedanken mitzuteilen haben. Zunächst muss eine Halde von Popuptrash zur Seite geräumt werden, um zu echten Texten durchzudringen. Und oohps, immer häufiger landet die*der Interessierte dann vor einer Bezahlmauer, die vorne nicht zu erkennen, also beim Teaser/Aufmacher nicht gekennzeichnet war. Aber der Click ist gezählt.

    Die in der deutschen Zeitungsverlagswelt sich ausbreitenden Paywalls, die mittlerweile rund 90% des Textangebots gegen Leser*innen*schaft verteidigen sollen, sie schränken faktisch schlicht Informations- und Meinungsfreiheit ein, statt sie zu verteidigen. Wissen soll zahlenden Eliten vorbehalten bleiben. So stellen sich die Milliardär*inne*n ihren Kapitalismus vor. Derweil sich im nichtzahlenden Plebs, vornehmlich dem technikkompetenten jüngeren Teil, längst ausgebreitet hat, wie Mauern zu überwinden sind – übrigens auch bei Alterskontrollen. Auf den Schulhöfen wissen alle bescheid. In Lehrerzimmern, Parteibüros, Regierungen, EU-Komissionen dieser Welt dagegen … Daran scheitert jede Verbotsdebatte. Aber ich will nicht abschweifen.

    Mich 69-jährigen nervt das unendlich, neben dem Schaden, den diese Debattenprävention der Demokratie (“vierte Gewalt” – haha) zufügt. Ich habe längst gelernt, wie ich durch die Bezahlmauern durchkomme. Aber es macht Arbeit. Ein wenig. Der Gewohnheits-Sofortismus bei der Netznutzung wird empfindlich gestört. Und ständig die Frage aufgeworfen: muss/will ich das wirklich lesen? In 80-90% der Fälle siegt die Mediendiät. Und es ist wieder Zeit gespart.

    Die oben beschriebene schlechte Gewohnheit der verborgenen nicht gekennzeichneten Paywall hat nun auch die Funke-Mediengruppe der durch ihren scheinbar antioligarchischen Widerspruchsgeist verhaltensauffälligen Frau Becker eingeführt. Die Clicks sind die Währung für vorgebliche publizistische Relevanz und die noch verbliebenen Werbekunden. It’s the economy, stupid! Und das Sein bestimmt das Bewusstsein – auch und besonders bei Milliardär*inn*en.

    Die grossen Räder werden woanders gedreht. Die FAZ berichtet – selbstverständlich hinter Paywall – über den fetten Datendiebstahl, den das Trump-Regime mit Infantinos Fifa mit ihrer kulissenschiebenden WM gemeinschaftlich begehen. Das “Telefonat” der Herren Trump und Infantino wurde offenbar absichtlich durchgestochen, um die ahnungslosen was-mit-Medien-Fuzzys zu beschäftigen. “Vierte Gewalt” – haha. Den FAZ-Text überlasse ich Ihnen gerne. Falls Sie nicht wissen, wie das geht … (und “nur für den persönlichen Gebrauch”!)

    Zu Paywalls finden Sie das Wesentliche hier.

  5. CW: Epstein Files Berichterstattung

    MrWissen2go über die Epstein Files:

    Kinder werden zu "jungen minderjährigen Frauen" und Vergewaltigung wird als "Zu sex gezwungen" beschönigt. 3:08

    "Oft geht es um Frauen, um Sex, oder um ähnliche Dinge..." 7:18 - Ich Kotze!!!

    Völlig Absurd wie hier Mirko Drotschmann auf seinem Kanal vor 1,2 Millionen Zuschauer*innen diese Verbrechen beschönigt! Bezahlt von UNS ALLEN!

    Macht euch selbst ein Bild:
    youtube.com/watch?v=RgwO0qVFW-Q

    #funkemediengruppe #epstein

  6. Wie stellt Ihr Euch das vor, wenn Ihr lest, dass XYZ mit der Funke-Mediengruppe gesprochen hat?

    Mich würde wirklich mal interessieren, wie so etwas abläuft.

    #Medien #FunkeMediengruppe

  7. Das Spahn furzt wieder

    Und angeblich “seriöse” Medien rollen ihm immer wieder den Teppich aus

    Frechheit siegt? Jedenfalls hat sich das Spahn heute um mein Aufwachen und meinen Adrenalinspiegel mehr verdient gemacht, als mein leistungsstarker Espresso. Wie hat er das geschafft? Ich unterstelle, dass für ihn diese Mühe gering ist. Er ist so, wie er ist. Alle wissen das. Aber warum kriechen sie als PR-Helfer*innen zu Kreuze, wie es sonst nur Gianni Infantino im Darm von Donald Trump macht?

    Es tut mir ja leid, Sie mit Wiederholungen zu quälen. Aber es muss die Klassenfrage sein, die diese dubiosen Figuren vereint. Die Bossin, deren Leute dem Spahn den roten Teppich für seine Propaganda ausrollen, ist Julia Becker. Sie hat die Macht im einst mächtigen WAZ-Konzern geerbt. Viele Jahrzehnte gehörte er zwei Clans, den Brosts (SPD-nah) und den Funkes (CDU-nah). Milch und Honig flossen in beider Kassen. Im grössten deutschen Ballungsraum Ruhrpott und weit darüber hinaus eroberten sie sich mit den üblichen Mechanismen des Kapitalismus ein Zeitungsmonopol, Fluch und Segen zugleich.

    Segen, weil sie unermesslich reich wurden. Fluch, weil es satt und doof machte. Wie ein schwerer Teppich legte sich ihre Medienmacht über den Ruhrpott, und trocknete seine intellektuellen Potenzen so wirkungsvoll aus (u.a. das, was dort früher als SPD bekannt war), dass die Region heute ein fruchtbarer Acker für Faschisten ist, und sich darin mit dem menschenleeren Sachsen-Anhalt (weniger als halb so viele Einwohner) messen kann. Als Witwe Brost verstorben war, nutzte der greise Günther Grotkamp das Fenster der Gelegenheit, die Brost-Erb*inn*en aus dem Laden rauszukaufen. Intrigenweltmeister Bodo Hombach wurde zum Geschäftsführer ihrer steuermindernden Stiftung. Ich will nicht lästern, die machen auch Gutes.

    Grotkamp kaufte auch dem Springerkonzern u.a. einigen Trash an gedruckten Zeitungen und bunten Zeitschriften für das wachsende Senior*inn*enpublikum ab, mit der Absicht rentable Rationalisierungseffekte in der Herstellung zu erzielen. Es dauerte sehr lange, aber irgendwann musste auch er diese Welt verlassen. Und Julia Becker war die Gewinnerin des Erbes. Wieviel “Gewinn” das real bedeutet, muss angesichts heutiger Medienentwicklung offenbleiben. Ich gehe davon aus, dass die Dame intelligent genug ist, reich und mächtig zu bleiben, auch wenn ihr unternehmerisches Erbe in Unwetter gerät.

    Ich bin sicher, dass sie sich insofern von neureichen Figuren wie dem Österreicher Benko unterscheidet. Dafür spricht ihre sehr bewusste PR-Profilierung gegen den trumpsypathisierenden Medienoligarchen und faktischen Springererben Mathias Döpfner. Aber ihre Klassenzugehörigkeit kann und will sie nicht verleugnen.

    Und also schickt sie ihren von Springer übernommenen leitenden Angestellten Quoos und eine Berliner Ressortleiterin aus, dem Spahn einen Interviewteppich auszurollen. Dankenswerterweise digital eingemauert. Doch als Schlagzeile verkauft und von allen Machtmedien bereitwillig weiterverbreitet wird dieser Furz: „Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“.

    Muss der gerade sagen

    Selbst der schon vergessene Andy Scheuer, der seinerzeit von Kabarettprogrammen gerne genommen wurde, war ein Waisenknabe, was die Schädigung von öffentlichem Reichtum und Infrastruktur betraf, im Vergleich zum zeitweiligen “Bundesgesundheitsminister”, den das Spahn 2018-21 zu Beginn des Ausbruchs der Coranakrise gab.

    Er bewies damals, dass er keineswegs so doof ist, wie er aussieht, indem er finanzielle Fundamente für ein Netzwerk goss, in dem er – und eine nur scheinbare Witzfigur, die ehemalige Weinkönigin Klöckner – heute schwimmt, wie ein Fisch im Wasser. Dafür ist letztendlich dieses Premium-Interview mit einem Medium, das sich selbst immer weiter aus der Premiiumklasse entfernt hat, ein klassisches Dokument. In seiner ganzen Ambivalenz.

    Er will den Kanzler beerben. Das hat er ausdrücklich nicht dementiert.

    Ich bin weit entfernt, den Friedrich aus dem Sauerland deswegen nun als “kleineres Übel” zu betrachten. Im Gegenteil, er gehört ja politisch zu den aktiven Teppichausrollern, selbst für den Fall, dass er das subjektiv als erfahrener Gockel gar nicht will.

    Wir müssen sie alle miteinander bekämpfen. Aber wer ist dafür eine organisierende Kraft?

    Meine lange Nase für das Spahn

    Ach übrigens, eh ichs vergesse, und weswegen ich eigentlich diesen Text angefangen habe. Mein Bergmannsvater ist mein Vorbild: er arbeitete als 18-jähriger auf dem Pütt, 1000m und mehr unter Tage. Mit 52 hörte er auf, mit 55 ging er in Rente. Knappschaftsrente! Und lebt (93). Das habe ich abgewandelt. Ich habe erst als 19-jähriger angefangen dauerhaft für (wenig) Geld zu arbeiten, erst mit 30 war ich sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Und schon mit 59 gelang es mir, damit aufzuhören (dank Wohnungserwerb = “private Vorsorge”). Einen rentensparenden Herzinfarkt habe ich letztes Jahr überlebt. Ich ziehe also in bester Tradition des – zu verteidigenden! – Sozialstaates dem Spahn eine lange Nase. Und berate meinen privaten Freund*inn*enkkreis bis heute darin, wie ich das gemacht habe.

    Es ist gerecht und befriedigend.

    Dieser Text ist, dem Anlass angemessen, unsachlich und polemisch. Wenn Sie sachliche Informationen zur Rentenpolitik suchen, lesen Sie bei Roland Appel und Matthias W. Birkwald, langjähriger MdB, weiter. Oder beim Seniorenaufstand.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  8. Am Wochenende gehts

    Aktuelle Probleme meiner Mediendiät

    Linda Bresonik, Fussballweltmeisterin 2003 und 2007, ist in ihrer alten Heimat Essen öffentlich aufgetreten. Und mein Paywallbohrer funktionierte wieder nicht. Ihre grössten sportichen Erfolge errang sie, als die Mehrheit des Publikums noch gar nicht wusste, dass es leistungsstarken Frauenfussball gibt. Ich dagegen verehrte sie schon, als sie im Mittelfeld Regie führte. Erst später wurde sie zur offensivstarken Aussenverteidigerin umgeschult, scheiterte aber bei der Heim-WM 2011, die erstmals komplett im TV lief, an den späteren Weltmeisterinnen aus Japan. Keine Ahnung also, was die Gute heute zu erzählen hat. Die Funke-Mediengruppe hält es verborgen. Immerhin höchstens halb so schlimm, wie der Springerkonzern – der zog mehrere Jahre ihr Liebes- und Beziehungsleben durch seine Jauche.

    Wiekommichdrauf? Paywalls. Die FAZ und die SZ haben eine missratene öffentliche Aktion von Max Schafroth/extra3/NDR digital vermauert. Dabei ist hier alles offen nachzulesen. Hier stellen sich die wesentlichen Fragen an den NDR, die Heimat der Wegmoderierer und quälend nervenden “Presenter”-Reportagen. Schafroth ist so ein “Presenter”, und sogar gelegentlich lustig, mit zweifellos starken Formschwankungen. Und darüber sind sie nun alle spektakulär gestolpert. Gibt es im NDR noch irgendjemand, die/der fachlich recherchiert, kulturelle Kompetenz und minimales Allgemeinwissen besitzt? Offenbar sind alle, die das mal hatten, schon in Rente. Nicht nur im NDR.

    Womit ich beim eigentlichen Thema bin. Weil mittlerweile fast alle ARD-Radiowellen niedergebügelt (“formatiert”) sind und irritierende – also Gedanken auslösende – “Ausschaltimpulse” dort total verboten sind, bin ich seit Jahrzehnten Deutschlandfunk-Hörer. Es aber mittlerweile auch leid. Am meisten quält mich neben der rechten – und da, wo sie nicht rechts sondern “grün” ist, umso kriegs- und aufrüstungslüsternen – aktuellen Politikberichterstattung das vormittägliche Call-In-Geschwätz. Das Billigste, was Radio machen kann: das Publikum, das weder Sprechen noch Radiomachen gelernt hat, auf sich selbst loslassen. Gecastet, wenn überhaupt, dann nur von billigen studentischen Hilfskräften im sendereigenen Callcenter. Nein danke, ich bin raus.

    Stattdessen höre ich neuerdings alte Musikcharts auf YouTube, definitiv musikalisch und kulturell diverser als irgendwas, was im deutschen Formatradio noch durchgelassen wird. Gestern war ich bei den “Billboard Hot100” von 1971. Und siehe, diese Tina-Turner- und diese Aretha-Franklin-Version kannte ich noch gar nicht (ich war 14). Entdeckungen, die in deutschen Radioprogrammen illegalisiert wurden. Aus purer Ignoranz.

    Gut, es gibt im DLF noch von Fachredaktionen gestaltete Programme. Das Medienmagazin @mediasres arbeitet journalistisch seriös. Wo gibt es das heute noch? Die Wissenschaftsredaktion ebenfalls, sie wurde aber gekürzt, und arbeitet nicht mehr jeden Wochentag aktuell, sondern muss, ähnlich wie die “Lange Nacht” oder “Essay & Diskurs” vermehrt Archivware wiederholen. Das verdanken wir den inkompetenten 16 deutschen Minsterpräsident*inn*en, die sich – ganz anders als beim “Deutschlandticket” – im AfD-Ähnlichkeitswettbewerb engagieren, und öffentlich-rechtliche Qualitätsprogramme, also solche, die journalistische Arbeit machen und also Geld kosten, offensiv bekämpfen. Denn sie könnten ja selbst Opfer davon werden. Wer will so aus dem Amt scheiden, wie Josefine Paul?

    Aber ich schweife ab. Heute morgen war der DLF gut hörbar. Das Wochenendjournal von Vivien Leue, Klassik-Pop-etcetera von Tricia Tuttle, und Zeitzeugen im Gespräch mit Ulrich Schneider, direkt bei mir nebenan in Oberhausen aufgewachsen – alles tippi-toppi. Und morgen ist er es auch. Ich freue mich samstags schon auf “Essay & Diskurs” und den “Sonntagsspaziergang”. Jetzt müsste nur noch eine Programmdirektion die Onlineredaktion ihre Arbeit machen und die Manuskripte nachlesbar stellen lassen. Aber das werden wohl erst kommende Generationen gegen die Lobby der 3-4 Zeitungsmilliardärsclans (“Familienunternehmen”) durchsetzen …

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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  9. Epstein – beim FBI seit 1996

    “Flood the zone with shit” – die angeblichen “Epstein-Files”

    mit Update 24.12.

    Das Beste, was ich bisher zum Fall Epstein gelesen habe, war von der linken US-Journalistin Whitney Webb. Die deutsche Übersetzung ihres Fünf- oder Sechsteilers kann ich online nicht mehr finden. Vielleicht ist sie zum Zwecke der Buchvermarktung verschwunden. Die ganze Story ist für Kapitalinteressen aller Art allzu verführerisch, als sie kostenfreier öffentlicher Transparenz auszusetzen. Prohibitive Vermarktung und “Verschwörungstheorien” reichen sich auf diese Weise die Hand, wie es ansonsten Kriegsherren tun.

    Eine leuchtende Ausnahme bildet dieses Wochenende Dirk Hautkapp/Funke-Mediengruppe, den ich noch in den Nullerjahren als Lokaljournalisten (damals NRZ) schätzen gelernt habe. Ein durch und durch seriöser Kollege, der noch weiss, wie Journalismus geht. Und den seine Arbeitgeber, anders als fast alle andern, dieses eine Mal nicht digital zugemauert haben:

    “Epstein-Akten enthalten brisante Aussage: Hätte das FBI ihn stoppen können? – Washington. Trump hatte versprochen, die Epstein-Akten komplett zu veröffentlichen. Kritiker sprechen nun von bewusster Verzögerung – und drohen mit Klagen.”

    Die Antwort auf die Frage der Schlagzeile lautet schlicht: Ja. Und wirft die Frage auf, warum es nicht geschah. Auch darauf ist die Antwort klar und leicht: weil der Kerl zu wertvoll war, um ihm das Handwerk zu legen und im Knast verschwinden zu lassen. Dieses Interesse eint die “Sicherheitsbehörden”, diversen “Dienste” und diversen US-Präsidenten. Und diese intellektuell nicht sonderlich anspruchsvolle Erkenntnis bleibt eine Gefahr für Donald Trump. Er kann es nicht verbergen.

    “Asymmetrische Demobilisierung” war ein Rezept von Angela Merkel. Wie wir heute wissen, hat sich das eher nicht bewährt, wenn es einer um Demokratie geht. Jetzt ist es verführerisch für die entleerte parlamentarische Opposition der US-Demokraten. Deren Führung sucht verzweifelt nach einer Alternative zu den Wahlsieger*inne*n Zohran Mamdani und Alexandria Ocasio-Cortez/AOC. Wenn die Trump-Fans beleidigt zuhause bleiben – wie es gewöhnlich eine klare Mehrheit der US-Wähler*innen tut – dann könnten sie sich eine eigene unkontrollierbare Mobilisierung ersparen. Und alle Herrschenden (Arte-Dreiteiler verfügbar bis 10.2.26) wären zufrieden.

    Update 24.12.

    Dirk Hautkapp/Funke-Mediengruppe setzt seine informative Berichterstattung fort.

    “Zweite Tranche öffentlich: Neue Epstein-Akten: FBI-Vermerk bringt Donald Trump in Erklärungsnot – Justizministerium warnt vor ‘sensationslüsternen Behauptungen’. Epsteins Bruder: Es war Mord.”

  10. Kapital und Ideologie

    Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?

    Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.

    Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert. Dass ich den Text überhaupt gefunden habe, liegt an den linksradikalen Miesepetern bei den nachdenkseiten, “Hinweise des Tages” – so viel Fairness muss sein. Die Kommentare zu den Links lassen sich überlesen …

    Wie funktioniert diese Gangster-Systematik in der US-Regierung? Der hier in Bonn ansässige Schnellschreiber Uwe Kerkow/telepolis vermittelt dazu einen ebenso schnell zu lesenden prägnanten Eindruck und lässt dabei auch die inneren Widersprüche (= Schwachstellen) nicht aus: “Wie Silicon Valley und Pentagon zur Supermacht verschmelzen – Silicon Valley und das Pentagon gehen eine historische Allianz ein. Die Tech-Giganten liefern KI-Expertise, Washington bietet Geld und Macht. Doch zu welchem Preis?”

    Um das Denken dieser Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: “Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”

    So dumm und dämlich können Medien funktionieren

    Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”

    Zwei weitere Beispiele sind der Paywall von uebermedien entsprungen, und haben von ihrer schockierenden Brisanz leider nichts verloren:

    Johanna Bernklau/uebermedien: “Reportage aus Erfurt: ‘Y-Kollektiv’ will sich Klischees genau anschauen, guckt aber dran vorbei – ‘Ausländer kriminell, Ossis rassistisch?’, fragt eine ARD-Doku. Doch statt Vorurteilen wirklich auf den Grund zu gehen, bleibt der Film oberflächlich. Auf ihrem Trip nach Erfurt fragt die Reporterin nicht ausreichend nach, sie ordnet nicht ein. Und lässt problematische Aussagen einfach so stehen.” Die Presenter-Pest – da ist sie wieder. Und die fragliche Dame war noch nicht mal aus dem dummen Westen zum Zoobesuch angereist, sondern – aus Leipzig.

    Stefan Niggemeier macht die mächtigste Verlegerin NRWs nackig: “Wie ‘Der Westen’ mit Clickbait für Medienkritik wirbt – Das Funke-Clickbait-Portal ‘Der Westen’ führt Menschen mit einer Schlagzeile zu Friedrich Merz in die Irre. Aber vielleicht dient das alles ja nur dem angeblichen Traum von Verlegerin Julia Becker, eine medienkritische Gesellschaft zu fördern?”

    Mehr Intelligenz

    versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:

    Christian Bartels/MDR-Altpapier: “Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zum letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.

    Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.

    Wohin das Rüstungskapital führen will

    Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: “Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”

    Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.

    Und wer tut was dagegen?

    Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:

    Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen“.

    Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?

  11. RTL verkauft "Brigitte","Gala" und "Eltern" an die Funke-Gruppe

    Der TV-Konzern RTL Deutschland fährt sein Verlagsgeschäft weiter zurück und verkauft die Zeitschriften "Brigitte", "Gala" und "Eltern" an die Funke Mediengruppe. Rund 300 Beschäftigten sind betroffen.

    ➡️ tagesschau.de/wirtschaft/unter

    #RTL #FunkeMediengruppe #Gala #Brigitte

  12. #news ⚡ RTL verkauft Zeitschriften an Funke-Mediengruppe: RTL verkauft die Zeitschriften "Brigitte", "Gala" und "Eltern" an die Funke-Mediengruppe. Die rund 300 Mitarbeiter der Marken werden m... hubu.de/?p=271670 | #funkemediengruppe #rtl #zeitschriften #hubu

  13. Scharfe Kritik an die Zeitungsverleger in #NRW, #funkemediengruppe und #LensingMedia noch dazu auf einer Plattform, die zu Funke zählt.

    #lobbyismus

    Ich habe das vorsichtshalber mal archiviert.
    archive.ph/5ZFGl

  14. @davidculley @mago @autinerd
    Um nicht versehentlich bei der Springer-Presse zu landen gibt es diese Liste:
    github.com/autinerd/anti-axels

    Kann man z.B. ganz einfach im Werbeblocker uBlock einbinden.

    Suche noch dasselbe für die #FUNKEmediengruppe mit #News38 #DerWesten und anderem Schund.

  15. Übermedien [€]: Wie #UseTheNews journalistisches Greenwashing betreibt

    Die dpa-Medienkompetenzinitiative bekennt sich zu ihrer Verantwortung für seriösen Journalismus. Aber von unseriösen Praktiken distanziert sie sich nicht.
    Wie #UseTheNews journalistisches Greenwashing betreibt | Übermedien

  16. Übermedien [€]: Wer von "Fake News" lebt, kann seine Chefredakteurin nicht wegen "Fake News" feuern

    Die Chefin des Klatschblatts "Die Aktuelle" hat sich erfolgreich gegen ihre Kündigung gewehrt. Sie hatte ein Fake-Interview mit Michael Schumacher veröffentlicht.
    Wer von "Fake News" lebt, kann seine Chefredakteurin nicht wegen "Fake News" feuern | Übermedien

  17. Welt: ESC 2024: Zentralratspräsident übt Kritik am ARD-Moderator

    Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein verurteilt die Proteste beim ESC: Es entspreche einem gängigen antisemitischen Muster, Israelis kollektiv in Haftung für Handlungen ihrer Regierung zu nehmen.
    ESC 2024: Zentralratspräsident übt Kritik am ARD-Moderator

  18. Übermedien: Oster-Alarm bei „Der Westen“: Die Läden zu und alle Fragen offen

    Hat mein Supermarkt auch auf, wenn Ostern auf einen Sonntag fällt? Das Funke-Portal „Der Westen“ ist im Öffnungszeitenrausch.
    Oster-Alarm bei „Der Westen“: Die Läden zu und alle Fragen offen | Übermedien

  19. Meedia: Funke setzt verstärkt auf Content Commerce

    Mit einer eigenen Vermarktungseinheit will die Funke-Gruppe ihre Aktivitäten im Bereich Content-Commerce ausbauen. Die von Kay Schlemenat geleitete Abteilung arbeitet für alle Print- und Digitalangebote der Gruppe.
    Funke setzt verstärkt auf Content Commerce

  20. Kress: Technik, die in die Zukunft, aber im Moment nicht zum Ziel führt: Warum Hans-Uwe Pöls vor blinder KI-Euphorie warnt

    Hans-Uwe Pöls, vormals Geschäftsleitungsmitglied bei Funke, wirft im kressköpfe-Interview brisante Fragen rund um trügerische Digital-Abo-Erfolge und zur KI-Hoffung in Verlagen auf.
    Technik, die in die Zukunft, aber im Moment nicht zum Ziel führt: Warum Hans-Uwe Pöls vor blinder KI-Euphorie warnt

  21. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Umwidmung der 60 Corona-Milliarden für unzulässig erklärte, wird der Ruf nach einem Aussetzen der Schuldenbremse lauter. Nicht nur SPD-Chefin Saskia Esken und der DGB fordern dies, auch eine Wirtschaftsweise.#Newsteam #Schulden #Klimaschutz #Esken #Saskia #DGBDeutscherGewerkschaftsbund #Schnitzer #Monika #SaskiaEsken #FunkeMediengruppe #Bundesregierung #Bundesverfassungsgericht #MonikaSchnitzer #RheinischePost #Naturschutz #Schuldenbremse
    Esken und DGB fordern, Schuldenbremse für zwei Jahre auszusetzen
  22. Kress: Ranking: Die 10 reichsten Verleger 2023

    Wen das Manager Magazin in die Liste der 500 reichsten Deutschen aufgenommen hat - und wer die Gewinner und Verlierer sind. 
    Top 10: Die reichsten Verleger 2023

  23. Übermedien [€]: Mehr ist weniger: Die Tantiemen der VG Wort schrumpfen, die Probleme wachsen Übermedien

    Die Tantiemen der VG Wort pro Online-Text sinken erheblich. Das liegt nicht nur an der Masse an gemeldeten Texten. Die VG Wort steht nun vor einem Berg von Fragen.
    Mehr ist weniger: Die Tantiemen der VG Wort schrumpfen, die Probleme wachsen | Übermedien

  24. Kress: Wie die Funke Mediengruppe ihre E-Paper-Ausgaben durch KI personalisieren und automatisiert layouten lässt

    Funke-CIO Heiko Weigelt arbeitet an einem KI-gestützten Verfahren, mit dem sich E-Paper-Ausgaben von Tageszeitungen personalisieren lassen. Ebenfalls zukunftsweisend: Die E-Paper sollen auch automatisch layoutet werden.
    Wie die Funke Mediengruppe ihre E-Paper-Ausgaben durch KI personalisieren und automatisiert layouten lässt

  25. Neues von den Oligarch*inn*en

    Benko, Bertelsmann, Becker
    An Hamburgs Hafenkante wächst ein Turm heran. Ob ihm – ökonomisch und metaphorisch gemeint – die Vollendung gelingt, ist zweifelhaft geworden. Ökonomisch könnte er einstürzen, wie die Kinder-Bauklötzchen. Und einen Bundeskanzler darunter begraben. Bauherr ist der Signa-Konzern des österreichischen Oligarchen René Benko. […]

    https://extradienst.net/2023/08/08/neues-von-den-oligarchinnen/

  26. ""Mit sofortiger Wirkung" hat die #FunkeMediengruppe die Chefredakteurin von "#DieAktuelle" entlassen. Der Auslöser: Ein gefälschtes Interview mit der #Formel1-Legende Michael #Schumacher."

    ".. #Funke Verlag .. bat die Familie Schumacher um Entschuldigung. Diese hatte wegen des gefälschten angeblichen Interviews rechtliche Schritte gegen die Illustrierte angekündigt."

    web.de/magazine/panorama/micha

    #Falschinformation #KI #Medien #Missbrauch #Pressekodex #Sensationslust

    22.4.2023

  27. Guten Morgen liebe Troeties!🐘☕️☕️☕️
    "Guter Journalismus ist wichtiger denn je - für eine offene, informierte Gesellschaft!" Mit diesem Slogan wirbt die #FunkeMediengruppe. Eins ihrer Schmierenblätter "Die Aktuelle" hat jetzt ein gefaktes Interview mit Michael Schumacher rausgehauen.🤮

  28. Die Funke-Gruppe will ihren LeserInnen in Ostthüringen das E-Paper aufzwingen. Das mag vor allem das Management – Geld kann es gut gebrauchen.
    Ostthüringer Zeitung nur noch digital: Sparen für die Chefetagen
  29. Wundersam – Sie brauchen nicht zu weinen

    Bahn, BBC, ARD
    Hier zwischen Bonn und Köln sind wir Strecken-Stilllegungen und -Umleitungen nun schon seit Jahren gewöhnt. Die Gründe sind egal, die Bahn findet immer einen. Ob es jahrzehntelanger S-Bahnbau für die Distanz von vier bis fünf Haltepunkten ist, oder die überall als Fortschritt geltende “Digitalisierung” von irgendwas. […]

    https://extradienst.net/2023/03/12/wundersam-sie-brauchen-nicht-zu-weinen/

  30. FAZ: Funke stellt gedruckte Zeitung in Ostthüringen ein

    Weil die Kosten für Papier, Druck und Zustellung explodieren, will die Funke-Mediengruppe ihre Tageszeitung in Ostthüringen ab Mai nur noch digital anbieten.
    „Ostthüringer Zeitung“: Funke stellt in Thüringen Zeitung auf Papier ein
  31. „Sie möchten nicht alle #Tracker auf den Seiten der #FunkeMediengruppe akzeptieren? Na gut, sie können sie gerne auch alle EINZELN ablehnen…“

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