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#gerhartbaum — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #gerhartbaum, aggregated by home.social.

  1. @VoltBerlin

    Ich persönlich bin ja #GerhartBaum-Ultra.

    Sein #Buch #Menschenrechte möchte ich wirklich jedem politisch interessierten #Menschen empfehlen und wer dieses Jahr auf dem Weg in den oder aus dem #Urlaub 5:39 Stunden übrig hat, könnte diese mit Gehart Baum bei "Alles gesagt" von #ZeitOnline verbringen. Es lohnt sich!

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

  2. @VoltBerlin

    Ich persönlich bin ja #GerhartBaum-Ultra.

    Sein #Buch #Menschenrechte möchte ich wirklich jedem politisch interessierten #Menschen empfehlen und wer dieses Jahr auf dem Weg in den oder aus dem #Urlaub 5:39 Stunden übrig hat, könnte diese mit Gehart Baum bei "Alles gesagt" von #ZeitOnline verbringen. Es lohnt sich!

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

  3. @VoltBerlin

    Ich persönlich bin ja #GerhartBaum-Ultra.

    Sein #Buch #Menschenrechte möchte ich wirklich jedem politisch interessierten #Menschen empfehlen und wer dieses Jahr auf dem Weg in den oder aus dem #Urlaub 5:39 Stunden übrig hat, könnte diese mit Gehart Baum bei "Alles gesagt" von #ZeitOnline verbringen. Es lohnt sich!

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

  4. @VoltBerlin

    Ich persönlich bin ja #GerhartBaum-Ultra.

    Sein #Buch #Menschenrechte möchte ich wirklich jedem politisch interessierten #Menschen empfehlen und wer dieses Jahr auf dem Weg in den oder aus dem #Urlaub 5:39 Stunden übrig hat, könnte diese mit Gehart Baum bei "Alles gesagt" von #ZeitOnline verbringen. Es lohnt sich!

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

  5. @VoltBerlin

    Ich persönlich bin ja #GerhartBaum-Ultra.

    Sein #Buch #Menschenrechte möchte ich wirklich jedem politisch interessierten #Menschen empfehlen und wer dieses Jahr auf dem Weg in den oder aus dem #Urlaub 5:39 Stunden übrig hat, könnte diese mit Gehart Baum bei "Alles gesagt" von #ZeitOnline verbringen. Es lohnt sich!

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

  6. Was kann man CDU-Wähler:innen sagen


    wenn diese von der Politk dieser Regierung schwer enttäuscht sind?

    Auch gute Nachbarn von uns haben sich 'verwählt' und finden das, was #FriedrichMerz, #KatherinaReiche und Co. produzieren, schlimm und ein Förderprogramm für die #AfD.

    "Ätsch" oder "selber schuld" ihnen direkt ins Gesicht zu sagen, wäre nicht mein Stil. Es ist doch so: Die #Medien lenken das Wahlverhalten mit der Auswahl ihrer Berichte und mit ihren Kommentaren so ähnlich wie früher die Predigten des Pfarrers von der Kanzel, so daß man sich über das Wahlergebnis nicht wundern darf.

    Ich könnte mich auch jeden Tag speziell über die #Energieministerin aufregen. Lieber freue ich mich aber über jede Gegenstimme, die mir Hoffnung macht, daß noch nicht alles verloren ist, zum Beispiel die des tapferen #CarstenSchneider.

    Die #CDSU in Bausch und Bogen zu verurteilen, wäre auch falsch, solange es noch - zumindest halbwegs - klardenkende Menschen gibt wie #KarlJosefLaumann de.wikipedia.org/wiki/Karl-Jos und andere vom #Arbeitnehmerflügel zdfheute.de/politik/deutschlan oder einen #Solarpunk in der CDU wie @BlumeEvolution .

    Auch die #FDP besteht nicht nur aus harten #Wirtschaftsliberalen; leider stirbt die Generation von #GerhartBaum weg lto.de/recht/hintergruende/h/z .


    Sehr oft habe ich bei neuen Aktionen dieser Regierung gedacht: "Wieder ein Punkt für die AfD."

    Unter CDU-Mitgliedern spukt der Gedanke, ohne die SPD weiterzuregieren, durch die verwirrten Köpfe:
    "Schmeißt die SPD endlich aus der Regierung (...)  Eine Minderheitsregierung hätte für die CDU nur Vorteile."
    focus.de/die-debatte/spd-hat-n
    ("werbefinanziert lesen" akzeptieren !?)

  7. Was kann man CDU-Wähler:innen sagen


    wenn diese von der Politk dieser Regierung schwer enttäuscht sind?

    Auch gute Nachbarn von uns haben sich 'verwählt' und finden das, was #FriedrichMerz, #KatherinaReiche und Co. produzieren, schlimm und ein Förderprogramm für die #AfD.

    "Ätsch" oder "selber schuld" ihnen direkt ins Gesicht zu sagen, wäre nicht mein Stil. Es ist doch so: Die #Medien lenken das Wahlverhalten mit der Auswahl ihrer Berichte und mit ihren Kommentaren so ähnlich wie früher die Predigten des Pfarrers von der Kanzel, so daß man sich über das Wahlergebnis nicht wundern darf.

    Ich könnte mich auch jeden Tag speziell über die #Energieministerin aufregen. Lieber freue ich mich aber über jede Gegenstimme, die mir Hoffnung macht, daß noch nicht alles verloren ist, zum Beispiel die des tapferen #CarstenSchneider.

    Die #CDSU in Bausch und Bogen zu verurteilen, wäre auch falsch, solange es noch - zumindest halbwegs - klardenkende Menschen gibt wie #KarlJosefLaumann de.wikipedia.org/wiki/Karl-Jos und andere vom #Arbeitnehmerflügel zdfheute.de/politik/deutschlan oder einen #Solarpunk in der CDU wie @BlumeEvolution .

    Auch die #FDP besteht nicht nur aus harten #Wirtschaftsliberalen; leider stirbt die Generation von #GerhartBaum weg lto.de/recht/hintergruende/h/z .


    Sehr oft habe ich bei neuen Aktionen dieser Regierung gedacht: "Wieder ein Punkt für die AfD."

    Unter CDU-Mitgliedern spukt der Gedanke, ohne die SPD weiterzuregieren, durch die verwirrten Köpfe:
    "Schmeißt die SPD endlich aus der Regierung (...)  Eine Minderheitsregierung hätte für die CDU nur Vorteile."
    focus.de/die-debatte/spd-hat-n
    ("werbefinanziert lesen" akzeptieren !?)

  8. Was kann man CDU-Wähler:innen sagen


    wenn diese von der Politk dieser Regierung schwer enttäuscht sind?

    Auch gute Nachbarn von uns haben sich 'verwählt' und finden das, was #FriedrichMerz, #KatherinaReiche und Co. produzieren, schlimm und ein Förderprogramm für die #AfD.

    "Ätsch" oder "selber schuld" ihnen direkt ins Gesicht zu sagen, wäre nicht mein Stil. Es ist doch so: Die #Medien lenken das Wahlverhalten mit der Auswahl ihrer Berichte und mit ihren Kommentaren so ähnlich wie früher die Predigten des Pfarrers von der Kanzel, so daß man sich über das Wahlergebnis nicht wundern darf.

    Ich könnte mich auch jeden Tag speziell über die #Energieministerin aufregen. Lieber freue ich mich aber über jede Gegenstimme, die mir Hoffnung macht, daß noch nicht alles verloren ist, zum Beispiel die des tapferen #CarstenSchneider.

    Die #CDSU in Bausch und Bogen zu verurteilen, wäre auch falsch, solange es noch - zumindest halbwegs - klardenkende Menschen gibt wie #KarlJosefLaumann de.wikipedia.org/wiki/Karl-Jos und andere vom #Arbeitnehmerflügel zdfheute.de/politik/deutschlan oder einen #Solarpunk in der CDU wie @BlumeEvolution .

    Auch die #FDP besteht nicht nur aus harten #Wirtschaftsliberalen; leider stirbt die Generation von #GerhartBaum weg lto.de/recht/hintergruende/h/z .


    Sehr oft habe ich bei neuen Aktionen dieser Regierung gedacht: "Wieder ein Punkt für die AfD."

    Unter CDU-Mitgliedern spukt der Gedanke, ohne die SPD weiterzuregieren, durch die verwirrten Köpfe:
    "Schmeißt die SPD endlich aus der Regierung (...)  Eine Minderheitsregierung hätte für die CDU nur Vorteile."
    focus.de/die-debatte/spd-hat-n
    ("werbefinanziert lesen" akzeptieren !?)

  9. Was kann man CDU-Wähler:innen sagen


    wenn diese von der Politk dieser Regierung schwer enttäuscht sind?

    Auch gute Nachbarn von uns haben sich 'verwählt' und finden das, was #FriedrichMerz, #KatherinaReiche und Co. produzieren, schlimm und ein Förderprogramm für die #AfD.

    "Ätsch" oder "selber schuld" ihnen direkt ins Gesicht zu sagen, wäre nicht mein Stil. Es ist doch so: Die #Medien lenken das Wahlverhalten mit der Auswahl ihrer Berichte und mit ihren Kommentaren so ähnlich wie früher die Predigten des Pfarrers von der Kanzel, so daß man sich über das Wahlergebnis nicht wundern darf.

    Ich könnte mich auch jeden Tag speziell über die #Energieministerin aufregen. Lieber freue ich mich aber über jede Gegenstimme, die mir Hoffnung macht, daß noch nicht alles verloren ist, zum Beispiel die des tapferen #CarstenSchneider.

    Die #CDSU in Bausch und Bogen zu verurteilen, wäre auch falsch, solange es noch - zumindest halbwegs - klardenkende Menschen gibt wie #KarlJosefLaumann de.wikipedia.org/wiki/Karl-Jos und andere vom #Arbeitnehmerflügel zdfheute.de/politik/deutschlan oder einen #Solarpunk in der CDU wie @BlumeEvolution .

    Auch die #FDP besteht nicht nur aus harten #Wirtschaftsliberalen; leider stirbt die Generation von #GerhartBaum weg lto.de/recht/hintergruende/h/z .


    Sehr oft habe ich bei neuen Aktionen dieser Regierung gedacht: "Wieder ein Punkt für die AfD."

    Unter CDU-Mitgliedern spukt der Gedanke, ohne die SPD weiterzuregieren, durch die verwirrten Köpfe:
    "Schmeißt die SPD endlich aus der Regierung (...)  Eine Minderheitsregierung hätte für die CDU nur Vorteile."
    focus.de/die-debatte/spd-hat-n
    ("werbefinanziert lesen" akzeptieren !?)

  10. Ein liberaler Freund wird sehr vermisst

    Joachim “Jo” Scheffer war ein sozialliberaler Kämpfer für Umwelt- und Bürgerrechte, der mit offenem Visier und persönlicher Gradlinigkeit für fortschrittlichen Liberalismus lebte. Ich kenne wenige Menschen, die ihre Prinzipien und Grundüberzeugung mit Konsequenz und Gradlinigkeit, aber gleichzeitig mit Humor und Leichtigkeit zu vertreten wussten. Ob bei den Jungdemokraten pder beim Liberalen Hochschulverband, der Friedrich-Naumann-Stiftung, in der örtlichen FDP und nach Genschers “Wende” 1982 bei den Grünen, im BUND, und  beim Radikaldemokratischen Bildungswerk, dem Oldie-Netzwerk der linksliberalen Jungdemokrat:innen, besonders aber im Liberalen Zentrum Köln.

    Jo war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Er tat alles uneitel und unprätentiös und sorgte auch in schwierigen Zeiten immer für Optimismus. Ich lernte Joachim Scheffer bei den Jungdemokraten 1978 kennen, nachdem ich kurz vorher vom Schwäbischen zurück ins Rheinland nach Bonn gezogen war, um zu studieren und Politik zu machen.  Joachim war bei den Jungdemokraten einer, der mit allen Menschen sprechfähig war – in einer Zeit, in der insbesondere im Milieu der Studentenverbände Grabenkämpfe an der Uni abspielten. Ralf Fücks war damals noch bei den chinatreuen K-Gruppen, Joschka Fischer Straßenkämpfer in Frankfurt und Marieluise Beck Trotzkistin. Aber auch die Schwesterorganisation der Jungdemokraten an der Hochschule, der Liberale Hochschulverband (LHV) war damals von Fraktionen bestimmt. 1981 wurde ich zum Bundesvorsitzenden und Joachim mein loyaler Stellvertreter. Wir kämpften damals gegen den Rechtsruck der FDP und den absehbaren Bruch der sozialliberalen Koalition, den Genscher im September 1982 durch seine Unterstützung des Mißtrauensvotums gegen Helmut Schmidt vollendete und damit die FDP spaltete. Damit  legte Genscher den Grundstein für das heutige Desaster einer Partei, die niemand mehr braucht. Und wir waren beide mittendrin.

    Gemeinsam in der Zweifrontenauseinandersetzung

    Als wir gemeinsam in den Bundesvorstand gewählt wurden, hatte  bereits Graf Lambsdorff die erste Bombe gegen die sozialliberale Koalition gezündet. Am Haushalt 1982 sollte es “knallen”, Wir als Studentenverband mit Sitz im FDP-Bundesvorstand  wurden mit theoretischen Horrorszenarien konfrontiert, dass angeblich ein Schüler, der BaFöG erhält, sich vom 14. bis zum 26. Lebensjahr ohne Prüfung durchmogeln könne. Den gab es gar nicht, aber es ging schon damals, wie heute bei Rente und Gesundheit, um Klassenkampf von oben. Joachim, von Beruf Ingenieur, gab immer Zahlen den Vorrang und argumentierte seriös und sachbezogen. Das war unserer “Verbandsopposition”, eher egal. Die einen waren grün-nah, die anderen wurden vom DDR-nahen MSB-Spartakus umworben. Wie der ehemalige Schatzmeister Manfred Confurius, später Anwalt in Hamburg. Der LHV hatte mit meiner Wahl beschlossen, im Herbst “dezentrale Aktionen” mit den grün-nahen Basisgruppen an den Hochschulen gegen Sozialabbau zu unterstützen. Der MSB orientierte auf “bundesweiten Streik” – zu dem mich Confurius in einem 2-stündigen, sehr einseitigen  Telefongespäch überreden versuchte. Er merkte gar nicht, dass ich nicht zuhörte, sondern Spaghetti kochte, während er mich agitierte. Tissy Bruns, MSB-Vertreterin in den Vereinigten Deutschen Studentenschaften VDS in Bonn, hatte ihn da bereits “auf Linie” der Kommis gebracht. Sechs  Wochen war er auf “Schulung” in der Kaderschmiede der DDR, erfuhr ich Tage später von Günter Verheugen, damals Generalsekretär der FDP und vom Verfassungsschutz informiert. Danach rief ich Jo Scheffer an, der mich wieder aufbaute und humorvoll an den Liberalismus als Lebenshaltung erinnerte. Danke, dafür, Jo!  Als wir beide in den 90er Jahren im Fernsehen sahen, dass die Kommunistin Tissy Bruns, inzwischen rechte Redakteurin bei Springers rechter “WELT”, gemeinsam mit Johannes Rau den Bundespresseball eröffnete,  haben wir gemeinsam am Telefon über den Opportunismus der “Kommunistin” abgegackert.

    Ein kurzes, aber ehrenvolles Amt

    Als wir gemeinsam ein Jahr im Bundesvorstand der uns beiden fremden Umgebung der politischen Studierendenorganisation zugebracht hatten, erklärte er sich bereit, mein Nachfolger als LHV-Bundesvorsitzender zu werden. Er wurde gewählt, aber schon nach seiner Wahl versuchte die “Verbandsopposition”, die Wahlen zu unterminieren. Sie versuchten in derselben Versammlung, die Mehrheiten zu kippen und wir, die linksliberal-jungdemokratischen  Kräfte, verlegten uns aufs “filibustern”- nach dem Vorbild des US- Senats, denn man durfte im LHV ohne Redezeitbegrenzung zur Kandidatur reden. Schatzmeister Ulf Gritzka allein redete eine Stunde 20 min. Die Diskussion zog sich Stunden hin. Immer mehr “Berliner” reisten in der Nacht an und gegen 8.00 morgens hatten sie die Mehrheit, gegen 10.00 wählten sie Jo Scheffer ab und übernahmen den Bundesvorstand und die Kasse. Ich wäre da ausgeflippt, Joachim reagierte nur souverän und sagte: die werden keine Freude daran haben, regen wir uns nicht auf! Und er hatte recht – der LHV versank in der Bedeutungslosigkeit zur Freude der “Julis” um Westerwelle!  Sein sonniges, positives Gemüt tröstete uns alle und machte ihn größer, als alle kleinkarierten politischen Zänkereien.

    Private und politische Highlights

    Neben LHV und Jungdemokraten war das Librale Zentrum in Köln ein wichtiger Punkt der Arbeit Jo Scheffers. Das Liberale Zentrum ist bekannt geworden durch sein Wirken in der Domstadt und Forum für die politisch liberalen Diskussionen, die Gerhart Baum immer wieder angestoßen hat. Dieser politisch-kulturelle Club, der durch das legendäre Gespräch zwischen Gerhart Baum als Innenminister und dem ehemaligen Terroristen Horst Mahler bekannt wurde, war ein weiteres Aktionsfeld von Jo Scheffer. Er blieb dem Verein treu und organisierte Veranstaltungen, als das “LZ” Ende der  90er Jahre seine Veranstaltungsräume aufgeben musste, aber bis heute ein Treffpunkt linksliberaler Kultur und Politik in Köln geblieben ist, mit vielen Veranstaltungen und Exkursionen, Führungen und Ausstellungen weiterhin präsent in der Domstadt. Joachim war dort aktiv, bis ihn gesundheitliche Probleme  hinderten, sich weiter einzubringen.

    Gemeinsam in der DDR

    Jo war auch da, wenn wir sensible Missionen zu bewältigen hatten. 1983 fuhren wir gemeinsam auf Politikreise in die DDR. Die Jungdemokraten hatten seit Jahrzehnten im Rahmen der Entspannungspolitik politische Kontakte zur FDJ, der DDR-Jugendorganisationen begründet. 1983 war die Reise von besonderen Umständen geprägt und nicht ganz ohne sensible Vorgänge. Auf Seiten der Jusos fehlte der Delegationsleiter Olaf Scholz, was ich an anderer Stelle politisch beschrieben habe. Auch in dieser schwierigen Situation war es Jo mit seiner Erfahrung und Gelassenheit, der in unserer Delegation dafür sorgte, dass wir wie Pech und Schwefel zusammenhielten und den Versuchen der FDJ, politisches Kapital aus der Abwesenheit des Juso-Chefs zu schlagen, entgegenstanden.  Delegationsmitglied Markus Decker, damals befreundeter Gast, heute Journalist des RND, hat die klare Rolle der Jungdemokraten wiederholt gewürdigt.

    Nach der “Wende” bei den Grünen

    Wie die Mehrheit der ehemaligen Jungdemokrat:innen zog es Joachim Scheffer nach dem Austritt aus der FDP zu den Grünen. Wie der Autor und viele andere Linksliberale sahen wir eine Chance, dort bürgerrechtliche, ökologische, soziale und friedenspolitische Ziele, die wir als Jungdemokraten versucht hatten in der FDP zu etablieren, zu verstärken und zu unterstützen.  Darüber hinaus engagierte sich Jo Scheffer im BUND, getreu dem Prinzip, das wir als Jungdemokraten gepflegt hatten, dass die eingentliche inhaltliche Basisarbeit in NGOs geleistet wird und die Parteien ein Instrument sind, um diese Forderungen realpolitisch umzusetzen.

    Persönliches

    Es war mehr, als Politik, das uns verband und das ich an Joachim schätzte. Als ich nach Bonn kam, waren wir oft privat zusammen – mit unseren damaligen Freundinnen haben wir schöne Wochenenden verbracht, Baggerseen des rheinischen Braunkohlereviers besucht, philosophische Gespräche geführt und uns geerdet. Denn Jo war als Naturwissenschaftler und FH-Absolvent kein abgehobener Theoretiker, sondern immer auf dem Boden der Realität. Er gehörte dem “Fachhochschul”-Teil des LHV an und das wirkte bis in die Rente nach. Wir trafen uns manchmal in meinem Wohnort Bornheim, weil es hier eine italienische Eisdiele gibt, die für gutes Eis so berühmt ist, dass sogar Bürger des Rhein-Erft-Kreises (Wesseling) in den Rhein-Siegkreis (Bornheim) kommen. Ich wohne da um die Ecke. Mindestens zweimal haben mich Jo und seine Frau Beate angerufen, ob ich zum Eisessen runterkomme. Ich hatte keine Zeit oder war unterwegs. Schade – heute bedauere ich das, denn jede Minute mit Jo war ein Vergnügen. Danke, mein Lieber! Du wirst nicht nur von mir vermisst!

  11. Ein liberaler Freund wird sehr vermisst

    Joachim “Jo” Scheffer war ein sozialliberaler Kämpfer für Umwelt- und Bürgerrechte, der mit offenem Visier und persönlicher Gradlinigkeit für fortschrittlichen Liberalismus lebte. Ich kenne wenige Menschen, die ihre Prinzipien und Grundüberzeugung mit Konsequenz und Gradlinigkeit, aber gleichzeitig mit Humor und Leichtigkeit zu vertreten wussten. Ob bei den Jungdemokraten pder beim Liberalen Hochschulverband, der Friedrich-Naumann-Stiftung, in der örtlichen FDP und nach Genschers “Wende” 1982 bei den Grünen, im BUND, und  beim Radikaldemokratischen Bildungswerk, dem Oldie-Netzwerk der linksliberalen Jungdemokrat:innen, besonders aber im Liberalen Zentrum Köln.

    Jo war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Er tat alles uneitel und unprätentiös und sorgte auch in schwierigen Zeiten immer für Optimismus. Ich lernte Joachim Scheffer bei den Jungdemokraten 1978 kennen, nachdem ich kurz vorher vom Schwäbischen zurück ins Rheinland nach Bonn gezogen war, um zu studieren und Politik zu machen.  Joachim war bei den Jungdemokraten einer, der mit allen Menschen sprechfähig war – in einer Zeit, in der insbesondere im Milieu der Studentenverbände Grabenkämpfe an der Uni abspielten. Ralf Fücks war damals noch bei den chinatreuen K-Gruppen, Joschka Fischer Straßenkämpfer in Frankfurt und Marieluise Beck Trotzkistin. Aber auch die Schwesterorganisation der Jungdemokraten an der Hochschule, der Liberale Hochschulverband (LHV) war damals von Fraktionen bestimmt. 1981 wurde ich zum Bundesvorsitzenden und Joachim mein loyaler Stellvertreter. Wir kämpften damals gegen den Rechtsruck der FDP und den absehbaren Bruch der sozialliberalen Koalition, den Genscher im September 1982 durch seine Unterstützung des Mißtrauensvotums gegen Helmut Schmidt vollendete und damit die FDP spaltete. Damit  legte Genscher den Grundstein für das heutige Desaster einer Partei, die niemand mehr braucht. Und wir waren beide mittendrin.

    Gemeinsam in der Zweifrontenauseinandersetzung

    Als wir gemeinsam in den Bundesvorstand gewählt wurden, hatte  bereits Graf Lambsdorff die erste Bombe gegen die sozialliberale Koalition gezündet. Am Haushalt 1982 sollte es “knallen”, Wir als Studentenverband mit Sitz im FDP-Bundesvorstand  wurden mit theoretischen Horrorszenarien konfrontiert, dass angeblich ein Schüler, der BaFöG erhält, sich vom 14. bis zum 26. Lebensjahr ohne Prüfung durchmogeln könne. Den gab es gar nicht, aber es ging schon damals, wie heute bei Rente und Gesundheit, um Klassenkampf von oben. Joachim, von Beruf Ingenieur, gab immer Zahlen den Vorrang und argumentierte seriös und sachbezogen. Das war unserer “Verbandsopposition”, eher egal. Die einen waren grün-nah, die anderen wurden vom DDR-nahen MSB-Spartakus umworben. Wie der ehemalige Schatzmeister Manfred Confurius, später Anwalt in Hamburg. Der LHV hatte mit meiner Wahl beschlossen, im Herbst “dezentrale Aktionen” mit den grün-nahen Basisgruppen an den Hochschulen gegen Sozialabbau zu unterstützen. Der MSB orientierte auf “bundesweiten Streik” – zu dem mich Confurius in einem 2-stündigen, sehr einseitigen  Telefongespäch überreden versuchte. Er merkte gar nicht, dass ich nicht zuhörte, sondern Spaghetti kochte, während er mich agitierte. Tissy Bruns, MSB-Vertreterin in den Vereinigten Deutschen Studentenschaften VDS in Bonn, hatte ihn da bereits “auf Linie” der Kommis gebracht. Sechs  Wochen war er auf “Schulung” in der Kaderschmiede der DDR, erfuhr ich Tage später von Günter Verheugen, damals Generalsekretär der FDP und vom Verfassungsschutz informiert. Danach rief ich Jo Scheffer an, der mich wieder aufbaute und humorvoll an den Liberalismus als Lebenshaltung erinnerte. Danke, dafür, Jo!  Als wir beide in den 90er Jahren im Fernsehen sahen, dass die Kommunistin Tissy Bruns, inzwischen rechte Redakteurin bei Springers rechter “WELT”, gemeinsam mit Johannes Rau den Bundespresseball eröffnete,  haben wir gemeinsam am Telefon über den Opportunismus der “Kommunistin” abgegackert.

    Ein kurzes, aber ehrenvolles Amt

    Als wir gemeinsam ein Jahr im Bundesvorstand der uns beiden fremden Umgebung der politischen Studierendenorganisation zugebracht hatten, erklärte er sich bereit, mein Nachfolger als LHV-Bundesvorsitzender zu werden. Er wurde gewählt, aber schon nach seiner Wahl versuchte die “Verbandsopposition”, die Wahlen zu unterminieren. Sie versuchten in derselben Versammlung, die Mehrheiten zu kippen und wir, die linksliberal-jungdemokratischen  Kräfte, verlegten uns aufs “filibustern”- nach dem Vorbild des US- Senats, denn man durfte im LHV ohne Redezeitbegrenzung zur Kandidatur reden. Schatzmeister Ulf Gritzka allein redete eine Stunde 20 min. Die Diskussion zog sich Stunden hin. Immer mehr “Berliner” reisten in der Nacht an und gegen 8.00 morgens hatten sie die Mehrheit, gegen 10.00 wählten sie Jo Scheffer ab und übernahmen den Bundesvorstand und die Kasse. Ich wäre da ausgeflippt, Joachim reagierte nur souverän und sagte: die werden keine Freude daran haben, regen wir uns nicht auf! Und er hatte recht – der LHV versank in der Bedeutungslosigkeit zur Freude der “Julis” um Westerwelle!  Sein sonniges, positives Gemüt tröstete uns alle und machte ihn größer, als alle kleinkarierten politischen Zänkereien.

    Private und politische Highlights

    Neben LHV und Jungdemokraten war das Librale Zentrum in Köln ein wichtiger Punkt der Arbeit Jo Scheffers. Das Liberale Zentrum ist bekannt geworden durch sein Wirken in der Domstadt und Forum für die politisch liberalen Diskussionen, die Gerhart Baum immer wieder angestoßen hat. Dieser politisch-kulturelle Club, der durch das legendäre Gespräch zwischen Gerhart Baum als Innenminister und dem ehemaligen Terroristen Horst Mahler bekannt wurde, war ein weiteres Aktionsfeld von Jo Scheffer. Er blieb dem Verein treu und organisierte Veranstaltungen, als das “LZ” Ende der  90er Jahre seine Veranstaltungsräume aufgeben musste, aber bis heute ein Treffpunkt linksliberaler Kultur und Politik in Köln geblieben ist, mit vielen Veranstaltungen und Exkursionen, Führungen und Ausstellungen weiterhin präsent in der Domstadt. Joachim war dort aktiv, bis ihn gesundheitliche Probleme  hinderten, sich weiter einzubringen.

    Gemeinsam in der DDR

    Jo war auch da, wenn wir sensible Missionen zu bewältigen hatten. 1983 fuhren wir gemeinsam auf Politikreise in die DDR. Die Jungdemokraten hatten seit Jahrzehnten im Rahmen der Entspannungspolitik politische Kontakte zur FDJ, der DDR-Jugendorganisationen begründet. 1983 war die Reise von besonderen Umständen geprägt und nicht ganz ohne sensible Vorgänge. Auf Seiten der Jusos fehlte der Delegationsleiter Olaf Scholz, was ich an anderer Stelle politisch beschrieben habe. Auch in dieser schwierigen Situation war es Jo mit seiner Erfahrung und Gelassenheit, der in unserer Delegation dafür sorgte, dass wir wie Pech und Schwefel zusammenhielten und den Versuchen der FDJ, politisches Kapital aus der Abwesenheit des Juso-Chefs zu schlagen, entgegenstanden.  Delegationsmitglied Markus Decker, damals befreundeter Gast, heute Journalist des RND, hat die klare Rolle der Jungdemokraten wiederholt gewürdigt.

    Nach der “Wende” bei den Grünen

    Wie die Mehrheit der ehemaligen Jungdemokrat:innen zog es Joachim Scheffer nach dem Austritt aus der FDP zu den Grünen. Wie der Autor und viele andere Linksliberale sahen wir eine Chance, dort bürgerrechtliche, ökologische, soziale und friedenspolitische Ziele, die wir als Jungdemokraten versucht hatten in der FDP zu etablieren, zu verstärken und zu unterstützen.  Darüber hinaus engagierte sich Jo Scheffer im BUND, getreu dem Prinzip, das wir als Jungdemokraten gepflegt hatten, dass die eingentliche inhaltliche Basisarbeit in NGOs geleistet wird und die Parteien ein Instrument sind, um diese Forderungen realpolitisch umzusetzen.

    Persönliches

    Es war mehr, als Politik, das uns verband und das ich an Joachim schätzte. Als ich nach Bonn kam, waren wir oft privat zusammen – mit unseren damaligen Freundinnen haben wir schöne Wochenenden verbracht, Baggerseen des rheinischen Braunkohlereviers besucht, philosophische Gespräche geführt und uns geerdet. Denn Jo war als Naturwissenschaftler und FH-Absolvent kein abgehobener Theoretiker, sondern immer auf dem Boden der Realität. Er gehörte dem “Fachhochschul”-Teil des LHV an und das wirkte bis in die Rente nach. Wir trafen uns manchmal in meinem Wohnort Bornheim, weil es hier eine italienische Eisdiele gibt, die für gutes Eis so berühmt ist, dass sogar Bürger des Rhein-Erft-Kreises (Wesseling) in den Rhein-Siegkreis (Bornheim) kommen. Ich wohne da um die Ecke. Mindestens zweimal haben mich Jo und seine Frau Beate angerufen, ob ich zum Eisessen runterkomme. Ich hatte keine Zeit oder war unterwegs. Schade – heute bedauere ich das, denn jede Minute mit Jo war ein Vergnügen. Danke, mein Lieber! Du wirst nicht nur von mir vermisst!

  12. #GerhartBaum war der #Sozialliberale in der #FDP

    Seine ganze intellektuelle und moralische Größe haben wir leider erst spät bemerkt.

    So war er in seiner #Zeit als #Innenminister (ab 1978) der erste #Politiker, der die #Umweltpolitik in seinem Ministerium integrierte.
    Und auch im hohen #Alter von 90 Jahren war er sich - anders als seine Parteikollegen - bewusst, dass man auch bei der #Digitalisierung die #Folgenabwägung nicht einfach ignorieren darf!

    Selten waren 5 1/2 Stunden so interessant und klug wie in seinem Interview bei "Alles gesagt?"

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

    In seinem Buch " #Menschenrechte "

    beneventopublishing.com/beneve

    schrieb er, dass er sich in Hotelzimmern stets auch eine Ausgabe der #EMRK wünschen würde und deren Text auch im #Buch abgedruckt.

    So war es uns möglich seinen Wunsch im Rahmen unserer Möglichkeiten zu erfüllen und gleichzeitig war er Inspiration dafür, auch unser restliches Sortiment in einer FeWo zur Verfügung zu stellen.

    airbnb.de/rooms/13388146960728

  13. #GerhartBaum war der #Sozialliberale in der #FDP

    Seine ganze intellektuelle und moralische Größe haben wir leider erst spät bemerkt.

    So war er in seiner #Zeit als #Innenminister (ab 1978) der erste #Politiker, der die #Umweltpolitik in seinem Ministerium integrierte.
    Und auch im hohen #Alter von 90 Jahren war er sich - anders als seine Parteikollegen - bewusst, dass man auch bei der #Digitalisierung die #Folgenabwägung nicht einfach ignorieren darf!

    Selten waren 5 1/2 Stunden so interessant und klug wie in seinem Interview bei "Alles gesagt?"

    zeit.de/politik/2023-05/gerhar

    In seinem Buch " #Menschenrechte "

    beneventopublishing.com/beneve

    schrieb er, dass er sich in Hotelzimmern stets auch eine Ausgabe der #EMRK wünschen würde und deren Text auch im #Buch abgedruckt.

    So war es uns möglich seinen Wunsch im Rahmen unserer Möglichkeiten zu erfüllen und gleichzeitig war er Inspiration dafür, auch unser restliches Sortiment in einer FeWo zur Verfügung zu stellen.

    airbnb.de/rooms/13388146960728

  14. "Besinnt Euch!" - Präsentation von Gerhart Baums letztem Buch mit Renate Liesmann-Baum, Marco Buschmann und Manos Tsangaris, moderiert von Sandra Maischberger am Freitag, den 27. Juni um 18:30 Uhr bei uns im Haus #UnterdenLinden 👉 sbb.berlin/a9dwc

    #StabiBerlin #GerhartBaum #Lesung #Buchvorstellung #Veranstaltung #Event #Berlin

  15. "Besinnt Euch!" - Präsentation von Gerhart Baums letztem Buch mit Renate Liesmann-Baum, Marco Buschmann und Manos Tsangaris, moderiert von Sandra Maischberger am Freitag, den 27. Juni um 18:30 Uhr bei uns im Haus #UnterdenLinden 👉 sbb.berlin/a9dwc

    #StabiBerlin #GerhartBaum #Lesung #Buchvorstellung #Veranstaltung #Event #Berlin

  16. "Besinnt Euch!" - Präsentation von Gerhart Baums letztem Buch mit Renate Liesmann-Baum, Marco Buschmann und Manos Tsangaris, moderiert von Sandra Maischberger am Freitag, den 27. Juni um 18:30 Uhr bei uns im Haus #UnterdenLinden 👉 sbb.berlin/a9dwc

    #StabiBerlin #GerhartBaum #Lesung #Buchvorstellung #Veranstaltung #Event #Berlin

  17. "Besinnt Euch!" - Präsentation von Gerhart Baums letztem Buch mit Renate Liesmann-Baum, Marco Buschmann und Manos Tsangaris, moderiert von Sandra Maischberger am Freitag, den 27. Juni um 18:30 Uhr bei uns im Haus #UnterdenLinden 👉 sbb.berlin/a9dwc

    #StabiBerlin #GerhartBaum #Lesung #Buchvorstellung #Veranstaltung #Event #Berlin

  18. "Besinnt Euch!" - Präsentation von Gerhart Baums letztem Buch mit Renate Liesmann-Baum, Marco Buschmann und Manos Tsangaris, moderiert von Sandra Maischberger am Freitag, den 27. Juni um 18:30 Uhr bei uns im Haus #UnterdenLinden 👉 sbb.berlin/a9dwc

    #StabiBerlin #GerhartBaum #Lesung #Buchvorstellung #Veranstaltung #Event #Berlin

  19. Faschismus … »Warum reden wir immer um den heißen Brei herum? Es sind #Neonazis. Jede Stimme für sie ist eine Stimme gegen die Demokratie und auch eine Stimme für die Zerstörung Europas.« #GerhartBaum RIP, #linksliberal, ehemaliger Innenminister, in einem Gastbeitrag über die AfD ZEIT #noAFD🖖

  20. Faschismus … »Warum reden wir immer um den heißen Brei herum? Es sind #Neonazis. Jede Stimme für sie ist eine Stimme gegen die Demokratie und auch eine Stimme für die Zerstörung Europas.« #GerhartBaum RIP, #linksliberal, ehemaliger Innenminister, in einem Gastbeitrag über die AfD ZEIT #noAFD🖖

  21. @wackJackle

    Da sind wir schon wieder beim Liberal.

    #Liberal wäre ich auch ganz gerne, gäbe es da die Vorsilben nicht. Wobei ich bei #Sozialliberal gerade einen alten Geistesgefährten verabschieden musste RIP #GerhartBaum
    Dann gibt es aber noch diese ganzen #Neo's, welche die Welt nun wirklich nicht braucht und in irgendeinem Gulli besser aufgehoben wären, da im Grunde alle #Neoliberal sind.
    //1

  22. @wackJackle

    Da sind wir schon wieder beim Liberal.

    #Liberal wäre ich auch ganz gerne, gäbe es da die Vorsilben nicht. Wobei ich bei #Sozialliberal gerade einen alten Geistesgefährten verabschieden musste RIP #GerhartBaum
    Dann gibt es aber noch diese ganzen #Neo's, welche die Welt nun wirklich nicht braucht und in irgendeinem Gulli besser aufgehoben wären, da im Grunde alle #Neoliberal sind.
    //1

  23. @Andreas_Sturm
    Der letzte #Sozialliberale der #FDP war #GerhartBaum und hat sich leider im Februar dieses Jahres verabschiedet R.I.P.

    Insofern ist der Vorsatz #Neo- oder #Sozial- schon von Bedeutung, wenn man von #Liberal spricht. Ich täte mich auch gerne als #Liberal/#Libertär bezeichnen, wenn eine Gesellschaft denn auch so funktionieren täte, was diese aber nicht tut.

    Z.B sehe ich derweil auch den #Neoliberalismus in einer Spaltung, zwischen #neokapitalistisch und #neonationsozialistisch

  24. @Andreas_Sturm
    Der letzte #Sozialliberale der #FDP war #GerhartBaum und hat sich leider im Februar dieses Jahres verabschiedet R.I.P.

    Insofern ist der Vorsatz #Neo- oder #Sozial- schon von Bedeutung, wenn man von #Liberal spricht. Ich täte mich auch gerne als #Liberal/#Libertär bezeichnen, wenn eine Gesellschaft denn auch so funktionieren täte, was diese aber nicht tut.

    Z.B sehe ich derweil auch den #Neoliberalismus in einer Spaltung, zwischen #neokapitalistisch und #neonationsozialistisch

  25. #InMemoriam #GerhartBaum

    Baum spricht 2021 mit Katharina #Pistor ("Der #CodeDesKapitals") und Tilo #Wesche ("Die #RechteDerNatur") über die Kontinuität des #Eigentumsrecht​s seit dem #Feudalismus, wachsende #Ungleichheit und Vermögenskonzentration und wie dies die #Freiheit und die #Demokratie bedroht.

    youtu.be/L0hzjNld56w

  26. #InMemoriam #GerhartBaum

    Baum spricht 2021 mit Katharina #Pistor ("Der #CodeDesKapitals") und Tilo #Wesche ("Die #RechteDerNatur") über die Kontinuität des #Eigentumsrecht​s seit dem #Feudalismus, wachsende #Ungleichheit und Vermögenskonzentration und wie dies die #Freiheit und die #Demokratie bedroht.

    youtu.be/L0hzjNld56w

  27. #InMemoriam #GerhartBaum

    Baum spricht 2021 mit Katharina #Pistor ("Der #CodeDesKapitals") und Tilo #Wesche ("Die #RechteDerNatur") über die Kontinuität des #Eigentumsrecht​s seit dem #Feudalismus, wachsende #Ungleichheit und Vermögenskonzentration und wie dies die #Freiheit und die #Demokratie bedroht.

    youtu.be/L0hzjNld56w

  28. #InMemoriam #GerhartBaum

    Baum spricht 2021 mit Katharina #Pistor ("Der #CodeDesKapitals") und Tilo #Wesche ("Die #RechteDerNatur") über die Kontinuität des #Eigentumsrecht​s seit dem #Feudalismus, wachsende #Ungleichheit und Vermögenskonzentration und wie dies die #Freiheit und die #Demokratie bedroht.

    youtu.be/L0hzjNld56w

  29. 📺 Doku über #GerhartBaum: "Wir wollten die Republik verändern"
    (Nur 7 Tage in der Mediathek)
    🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹
    Er war eine Figur der Zeitgeschichte und ein großer Politiker. Vom jungen Liberalen zum Bundesinnenminister der sozial-liberalen Koalition und dem Anwalt der Bürgerrechte - Baum war immer kämpferisch.

    Der Film entstand im Oktober 2012 zum 80. Geburtstag von Gerhart Baum.
    ardmediathek.de/video/Y3JpZDov

    Direkter Link:
    wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/
    🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹🔹
    (45 min) verfügbar bis 22.02.2025 #FARBfernsehen

  30. Im Alter von 92 Jahren gestorben: #FDP-Urgestein #GerhartBaum ist tot

    #Baum war von 1978 bis 1982 Innenminister unter #Bundeskanzler Helmut #Schmidt. Nun ist er im Alter von 92 Jahren gestorben.

    #Baum gehörte neben seinem im März 2020 gestorbenen Freund Burkhard #Hirsch zur zuletzt kleinen Gruppe sozialliberaler #FDP-Mitglieder, die sich zusammen mit Hildegard #HammBrücher und dann auch mit Sabine #LeutheusserSchnarrenberger im Freiburger Kreis zusammenschlossen.

    tagesspiegel.de/politik/im-alt

  31. Im Alter von 92 Jahren gestorben: #FDP-Urgestein #GerhartBaum ist tot

    #Baum war von 1978 bis 1982 Innenminister unter #Bundeskanzler Helmut #Schmidt. Nun ist er im Alter von 92 Jahren gestorben.

    #Baum gehörte neben seinem im März 2020 gestorbenen Freund Burkhard #Hirsch zur zuletzt kleinen Gruppe sozialliberaler #FDP-Mitglieder, die sich zusammen mit Hildegard #HammBrücher und dann auch mit Sabine #LeutheusserSchnarrenberger im Freiburger Kreis zusammenschlossen.

    tagesspiegel.de/politik/im-alt

  32. Angebliches #FDP -Drehbuch für #Ampelbruch »Diese Inszenierung zeigt, wie tief Herr Lindner gefallen ist«
    Medienberichte legen nahe: FDP-Chef Lindner hat den Koalitionsbruch von langer Hand geplant. SPD-Spitzenpolitiker wie #RolfMützenich zeigen sich gegenüber dem SPIEGEL empört: »Wichtige Teile der FDP haben sich völlig disqualifiziert.«
    spiegel.de/politik/deutschland #ChristianLindner #GerhartBaum
    spiegel.de/politik/deutschland

  33. Angebliches #FDP -Drehbuch für #Ampelbruch »Diese Inszenierung zeigt, wie tief Herr Lindner gefallen ist«
    Medienberichte legen nahe: FDP-Chef Lindner hat den Koalitionsbruch von langer Hand geplant. SPD-Spitzenpolitiker wie #RolfMützenich zeigen sich gegenüber dem SPIEGEL empört: »Wichtige Teile der FDP haben sich völlig disqualifiziert.«
    spiegel.de/politik/deutschland #ChristianLindner #GerhartBaum
    spiegel.de/politik/deutschland

  34. @neuimneuland

    Der Artikel ist sogar schon von 1983. Mit Otto Graf #Lambsdorff schlug die FDP einen neoliberalen, anti-ökologischen Kurs ein, der bis heute anhält.
    Dabei war die FDP – man mag es heute kaum glauben – in den 1970ern eine Pionierpartei auf dem Gebiet des Umweltschutzes, einer der treibenden Kräfte war der damalige Innenminister #GerhartBaum, der den aktuellen rechten und antiökologischen Kurs der FDP unter #Lindner scharf kritisiert.

    »Das Ende der „grünen“ FDP

    Für Aufsehen sorgte Baum auch mit seiner Unterstützung für die von Umweltverbänden angeregte Kampagne für einen autofreien Sonntag auf freiwilliger Basis. Ausdrücklich forderte er all seine Parteifreunde dazu auf, den bundesweiten Modellversuch am 8. Juni 1980 zu unterstützen, um zu demonstrieren, „daß die F.D.P. die Umweltpartei ist und bleibt“.¹²⁰⁸ Otto Graf Lambsdorff war von derartigen Initiativen wenig begeistert und distanzierte sich vom Innenminister, als dieser das #Auto als „Umweltverschmutzer Nummer eins“ bezeichnete.¹²⁰⁹ Dabei zeigte sich, dass der freidemokratische „Januskopf“¹²¹⁰ in Form des wirtschaftsliberalen Lambsdorff und des linksliberalen Baum in der Umweltpolitik fragiler war als in jedem anderen Bereich, weil hier, trotz des ständigen Beteuerns der Einheit von Ökonomie und Ökologie, ein ganz konkreter Zielkonflikt bestand: Der Umfang des durch das Umweltrecht ausgelösten Investitionsstaus wurde im Jahr 1979 auf rund 30 Milliarden Mark geschätzt.¹²¹¹ […]

    Gerhart Baum ging mit dem ambitionierten Ziel in die Koalitionsverhandlungen, eine „zweite Phase“ der Bonner #Umweltpolitik einzuleiten und auch für andere Ressorts „ökologische Eckwerte“ zu setzen.¹²²⁰ Das missfiel nicht nur Otto Graf Lambsdorff, sondern auch Landwirtschaftsminister Josef #Ertl, welcher der #Agrarindustrie keine übermäßige Rücksichtnahme auf den #Naturschutz zumuten wollte.¹²²¹ […]

    Eine „grüne“ #FDP stand konträr zum Projekt der Haushaltskonsolidierungs- und Steuersenkungspartei, das zeitgleich von Lambsdorff mit massiver Unterstützung Hans-Dietrich Genschers vorangetrieben wurde. Das bereits ausgearbeitete ökologische Aktionsprogramm wurde auf dem Bundesparteitag in München Anfang Dezember 1980 nicht debattiert, die offene Konfrontation von Wirtschafts- und Umweltpolitikern somit vermieden. […]

    Anders als in der Innen- und Rechtspolitik, wo ihnen zumindest das Justizministerium überlassen wurde, verfügten die Liberalen nach 1982 über kein Ressort mit nennenswerter umweltpolitischer Kompetenz mehr. Josef Ertls Landwirtschaftsministerium hatte sich bezüglich des #Naturschutz​es stets als Bremser hervorgetan und letztlich sogar bewirkt, dass die jahrelang geforderte Einführung der #Verbandsklage nicht mehr durchgesetzt werden konnte.¹²⁴⁶ Zudem stand eine allzu ambitionierte Umweltpolitik in einem zu starken Spannungsverhältnis mit dem Ziel einer umfassenden wirtschaftlichen #Liberalisierung, die spätestens mit dem Lambsdorff-Papier zum Markenkern der FDP geworden war. Das Eintreten für liberale Bürgerrechte im traditionellen Sinne ließ sich hingegen vergleichweise unkompliziert in dieses Konzept integrieren, weshalb die verbliebenen Linksliberalen sich fortan fast ausschließlich diesem Anliegen widmeten. Zwar ist unbestritten, dass die Freidemokraten in den Anfangsjahren der sozial-liberalen Koalition umweltpolitische Pionierleistungen erbrachten, doch kann ebenso wenig übersehen werden, dass vom eigenen Anspruch auf die Führungsrolle im Umweltschutz nach 1982 nichts übrig blieb. Mit der #BonnerWende gab die FDP potenzielle Wähler mit dezidiert ökologischen und postmateriellen Einstellungen endgültig verloren und brach damit in diesem Bereich stärker mit ihrem bisherigen Selbstverständnis als irgendwo sonst.«

    Alberding, Jan. Von Den "Freiburger Thesen" Zum "Lambsdorff-Papier". Die Transformation Der FDP in Der Sozial-liberalen Koalition. Philipps-Universität Marburg, 2018. doi.org/10.17192/z2019.0088, S. 281-290

  35. @neuimneuland

    Der Artikel ist sogar schon von 1982. Mit Otto Graf #Lambsdorff schlug die FDP einen neoliberalen, anti-ökologischen Kurs ein, der bis heute anhält.
    Dabei war die FDP – man mag es heute kaum glauben – in den 1970ern eine Pionierpartei auf dem Gebiet des Umweltschutzes, einer der treibenden Kräfte war der damalige Innenminister #GerhartBaum, der den aktuellen rechten und antiökologischen Kurs der FDP unter #Lindner scharf kritisiert.

    »Für Aufsehen sorgte Baum auch mit seiner Unterstützung für die von Umweltverbänden angeregte Kampagne für einen autofreien Sonntag auf freiwilliger Basis. Ausdrücklich forderte er all seine Parteifreunde dazu auf, den bundesweiten Modellversuch am 8. Juni 1980 zu unterstützen, um zu demonstrieren, „daß die F.D.P. die Umweltpartei ist und bleibt“.1208 Otto Graf Lambsdorff war von derartigen Initiativen wenig begeistert und distanzierte sich vom Innenminister, als dieser das #Auto als „Umweltverschmutzer Nummer eins“ bezeichnete.1209 Dabei zeigte sich, dass der freidemokratische „Januskopf“1210 in Form des wirtschaftsliberalen Lambsdorff und des linksliberalen Baum in der Umweltpolitik fragiler war als in jedem anderen Bereich, weil hier, trotz des ständigen Beteuerns der Einheit von Ökonomie und Ökologie, ein ganz konkreter Zielkonflikt bestand: Der Umfang des durch das Umweltrecht ausgelösten Investitionsstaus wurde im Jahr 1979 auf rund 30 Milliarden Mark geschätzt.1211 […]

    Gerhart Baum ging mit dem ambitionierten Ziel in die Koalitionsverhandlungen, eine „zweite Phase“ der Bonner #Umweltpolitik einzuleiten und auch für andere Ressorts „ökologische Eckwerte“ zu setzen.1220 Das missfiel nicht nur Otto Graf Lambsdorff, sondern auch Landwirtschaftsminister Josef #Ertl, welcher der #Agrarindustrie keine übermäßige Rücksichtnahme auf den #Naturschutz zumuten wollte.1221 […]

    Eine „grüne“ #FDP stand konträr zum Projekt der Haushaltskonsolidierungs- und Steuersenkungspartei, das zeitgleich von Lambsdorff mit massiver Unterstützung Hans-Dietrich Genschers vorangetrieben wurde. Das bereits ausgearbeitete ökologische Aktionsprogramm wurde auf dem Bundesparteitag in München Anfang Dezember 1980 nicht debattiert, die offene Konfrontation von Wirtschafts- und Umweltpolitikern somit vermieden. […]

    Anders als in der Innen- und Rechtspolitik, wo ihnen zumindest das Justizministerium überlassen wurde, verfügten die Liberalen nach 1982 über kein Ressort mit nennenswerter umweltpolitischer Kompetenz mehr. Josef Ertls Landwirtschaftsministerium hatte sich bezüglich des #Naturschutz​es stets als Bremser hervorgetan und letztlich sogar bewirkt, dass die jahrelang geforderte Einführung der #Verbandsklage nicht mehr durchgesetzt werden konnte.1246 Zudem stand eine allzu ambitionierte Umweltpolitik in einem zu starken Spannungsverhältnis mit dem Ziel einer umfassenden wirtschaftlichen #Liberalisierung, die spätestens mit dem Lambsdorff-Papier zum Markenkern der FDP geworden war. Das Eintreten für liberale Bürgerrechte im traditionellen Sinne ließ sich hingegen vergleichweise unkompliziert in dieses Konzept integrieren, weshalb die verbliebenen Linksliberalen sich fortan fast ausschließlich diesem Anliegen widmeten. Zwar ist unbestritten, dass die Freidemokraten in den Anfangsjahren der sozial-liberalen Koalition umweltpolitische Pionierleistungen erbrachten, doch kann ebenso wenig übersehen werden, dass vom eigenen Anspruch auf die Führungsrolle im Umweltschutz nach 1982 nichts übrig blieb. Mit der #BonnerWende gab die FDP potenzielle Wähler mit dezidiert ökologischen und postmateriellen Einstellungen endgültig verloren und brach damit in diesem Bereich stärker mit ihrem bisherigen Selbstverständnis als irgendwo sonst.«

    Alberding, Jan. Von Den "Freiburger Thesen" Zum "Lambsdorff-Papier". Die Transformation Der FDP in Der Sozial-liberalen Koalition. Philipps-Universität Marburg, 2018. doi.org/10.17192/z2019.0088, S. 281-290

  36. @neuimneuland

    Der Artikel ist sogar schon von 1983. Mit Otto Graf #Lambsdorff schlug die FDP einen neoliberalen, anti-ökologischen Kurs ein, der bis heute anhält.
    Dabei war die FDP – man mag es heute kaum glauben – in den 1970ern eine Pionierpartei auf dem Gebiet des Umweltschutzes, einer der treibenden Kräfte war der damalige Innenminister #GerhartBaum, der den aktuellen rechten und antiökologischen Kurs der FDP unter #Lindner scharf kritisiert.

    »Das Ende der „grünen“ FDP

    Für Aufsehen sorgte Baum auch mit seiner Unterstützung für die von Umweltverbänden angeregte Kampagne für einen autofreien Sonntag auf freiwilliger Basis. Ausdrücklich forderte er all seine Parteifreunde dazu auf, den bundesweiten Modellversuch am 8. Juni 1980 zu unterstützen, um zu demonstrieren, „daß die F.D.P. die Umweltpartei ist und bleibt“.¹²⁰⁸ Otto Graf Lambsdorff war von derartigen Initiativen wenig begeistert und distanzierte sich vom Innenminister, als dieser das #Auto als „Umweltverschmutzer Nummer eins“ bezeichnete.¹²⁰⁹ Dabei zeigte sich, dass der freidemokratische „Januskopf“¹²¹⁰ in Form des wirtschaftsliberalen Lambsdorff und des linksliberalen Baum in der Umweltpolitik fragiler war als in jedem anderen Bereich, weil hier, trotz des ständigen Beteuerns der Einheit von Ökonomie und Ökologie, ein ganz konkreter Zielkonflikt bestand: Der Umfang des durch das Umweltrecht ausgelösten Investitionsstaus wurde im Jahr 1979 auf rund 30 Milliarden Mark geschätzt.¹²¹¹ […]

    Gerhart Baum ging mit dem ambitionierten Ziel in die Koalitionsverhandlungen, eine „zweite Phase“ der Bonner #Umweltpolitik einzuleiten und auch für andere Ressorts „ökologische Eckwerte“ zu setzen.¹²²⁰ Das missfiel nicht nur Otto Graf Lambsdorff, sondern auch Landwirtschaftsminister Josef #Ertl, welcher der #Agrarindustrie keine übermäßige Rücksichtnahme auf den #Naturschutz zumuten wollte.¹²²¹ […]

    Eine „grüne“ #FDP stand konträr zum Projekt der Haushaltskonsolidierungs- und Steuersenkungspartei, das zeitgleich von Lambsdorff mit massiver Unterstützung Hans-Dietrich Genschers vorangetrieben wurde. Das bereits ausgearbeitete ökologische Aktionsprogramm wurde auf dem Bundesparteitag in München Anfang Dezember 1980 nicht debattiert, die offene Konfrontation von Wirtschafts- und Umweltpolitikern somit vermieden. […]

    Anders als in der Innen- und Rechtspolitik, wo ihnen zumindest das Justizministerium überlassen wurde, verfügten die Liberalen nach 1982 über kein Ressort mit nennenswerter umweltpolitischer Kompetenz mehr. Josef Ertls Landwirtschaftsministerium hatte sich bezüglich des #Naturschutz​es stets als Bremser hervorgetan und letztlich sogar bewirkt, dass die jahrelang geforderte Einführung der #Verbandsklage nicht mehr durchgesetzt werden konnte.¹²⁴⁶ Zudem stand eine allzu ambitionierte Umweltpolitik in einem zu starken Spannungsverhältnis mit dem Ziel einer umfassenden wirtschaftlichen #Liberalisierung, die spätestens mit dem Lambsdorff-Papier zum Markenkern der FDP geworden war. Das Eintreten für liberale Bürgerrechte im traditionellen Sinne ließ sich hingegen vergleichweise unkompliziert in dieses Konzept integrieren, weshalb die verbliebenen Linksliberalen sich fortan fast ausschließlich diesem Anliegen widmeten. Zwar ist unbestritten, dass die Freidemokraten in den Anfangsjahren der sozial-liberalen Koalition umweltpolitische Pionierleistungen erbrachten, doch kann ebenso wenig übersehen werden, dass vom eigenen Anspruch auf die Führungsrolle im Umweltschutz nach 1982 nichts übrig blieb. Mit der #BonnerWende gab die FDP potenzielle Wähler mit dezidiert ökologischen und postmateriellen Einstellungen endgültig verloren und brach damit in diesem Bereich stärker mit ihrem bisherigen Selbstverständnis als irgendwo sonst.«

    Alberding, Jan. Von Den "Freiburger Thesen" Zum "Lambsdorff-Papier". Die Transformation Der FDP in Der Sozial-liberalen Koalition. Philipps-Universität Marburg, 2018. doi.org/10.17192/z2019.0088, S. 281-290

  37. @neuimneuland

    Der Artikel ist sogar schon von 1983. Mit Otto Graf #Lambsdorff schlug die FDP einen neoliberalen, anti-ökologischen Kurs ein, der bis heute anhält.
    Dabei war die FDP – man mag es heute kaum glauben – in den 1970ern eine Pionierpartei auf dem Gebiet des Umweltschutzes, einer der treibenden Kräfte war der damalige Innenminister #GerhartBaum, der den aktuellen rechten und antiökologischen Kurs der FDP unter #Lindner scharf kritisiert.

    »Das Ende der „grünen“ FDP

    Für Aufsehen sorgte Baum auch mit seiner Unterstützung für die von Umweltverbänden angeregte Kampagne für einen autofreien Sonntag auf freiwilliger Basis. Ausdrücklich forderte er all seine Parteifreunde dazu auf, den bundesweiten Modellversuch am 8. Juni 1980 zu unterstützen, um zu demonstrieren, „daß die F.D.P. die Umweltpartei ist und bleibt“.¹²⁰⁸ Otto Graf Lambsdorff war von derartigen Initiativen wenig begeistert und distanzierte sich vom Innenminister, als dieser das #Auto als „Umweltverschmutzer Nummer eins“ bezeichnete.¹²⁰⁹ Dabei zeigte sich, dass der freidemokratische „Januskopf“¹²¹⁰ in Form des wirtschaftsliberalen Lambsdorff und des linksliberalen Baum in der Umweltpolitik fragiler war als in jedem anderen Bereich, weil hier, trotz des ständigen Beteuerns der Einheit von Ökonomie und Ökologie, ein ganz konkreter Zielkonflikt bestand: Der Umfang des durch das Umweltrecht ausgelösten Investitionsstaus wurde im Jahr 1979 auf rund 30 Milliarden Mark geschätzt.¹²¹¹ […]

    Gerhart Baum ging mit dem ambitionierten Ziel in die Koalitionsverhandlungen, eine „zweite Phase“ der Bonner #Umweltpolitik einzuleiten und auch für andere Ressorts „ökologische Eckwerte“ zu setzen.¹²²⁰ Das missfiel nicht nur Otto Graf Lambsdorff, sondern auch Landwirtschaftsminister Josef #Ertl, welcher der #Agrarindustrie keine übermäßige Rücksichtnahme auf den #Naturschutz zumuten wollte.¹²²¹ […]

    Eine „grüne“ #FDP stand konträr zum Projekt der Haushaltskonsolidierungs- und Steuersenkungspartei, das zeitgleich von Lambsdorff mit massiver Unterstützung Hans-Dietrich Genschers vorangetrieben wurde. Das bereits ausgearbeitete ökologische Aktionsprogramm wurde auf dem Bundesparteitag in München Anfang Dezember 1980 nicht debattiert, die offene Konfrontation von Wirtschafts- und Umweltpolitikern somit vermieden. […]

    Anders als in der Innen- und Rechtspolitik, wo ihnen zumindest das Justizministerium überlassen wurde, verfügten die Liberalen nach 1982 über kein Ressort mit nennenswerter umweltpolitischer Kompetenz mehr. Josef Ertls Landwirtschaftsministerium hatte sich bezüglich des #Naturschutz​es stets als Bremser hervorgetan und letztlich sogar bewirkt, dass die jahrelang geforderte Einführung der #Verbandsklage nicht mehr durchgesetzt werden konnte.¹²⁴⁶ Zudem stand eine allzu ambitionierte Umweltpolitik in einem zu starken Spannungsverhältnis mit dem Ziel einer umfassenden wirtschaftlichen #Liberalisierung, die spätestens mit dem Lambsdorff-Papier zum Markenkern der FDP geworden war. Das Eintreten für liberale Bürgerrechte im traditionellen Sinne ließ sich hingegen vergleichweise unkompliziert in dieses Konzept integrieren, weshalb die verbliebenen Linksliberalen sich fortan fast ausschließlich diesem Anliegen widmeten. Zwar ist unbestritten, dass die Freidemokraten in den Anfangsjahren der sozial-liberalen Koalition umweltpolitische Pionierleistungen erbrachten, doch kann ebenso wenig übersehen werden, dass vom eigenen Anspruch auf die Führungsrolle im Umweltschutz nach 1982 nichts übrig blieb. Mit der #BonnerWende gab die FDP potenzielle Wähler mit dezidiert ökologischen und postmateriellen Einstellungen endgültig verloren und brach damit in diesem Bereich stärker mit ihrem bisherigen Selbstverständnis als irgendwo sonst.«

    Alberding, Jan. Von Den "Freiburger Thesen" Zum "Lambsdorff-Papier". Die Transformation Der FDP in Der Sozial-liberalen Koalition. Philipps-Universität Marburg, 2018. doi.org/10.17192/z2019.0088, S. 281-290

  38. @neuimneuland

    Der Artikel ist sogar schon von 1983. Mit Otto Graf #Lambsdorff schlug die FDP einen neoliberalen, anti-ökologischen Kurs ein, der bis heute anhält.
    Dabei war die FDP – man mag es heute kaum glauben – in den 1970ern eine Pionierpartei auf dem Gebiet des Umweltschutzes, einer der treibenden Kräfte war der damalige Innenminister #GerhartBaum, der den aktuellen rechten und antiökologischen Kurs der FDP unter #Lindner scharf kritisiert.

    »Das Ende der „grünen“ FDP

    Für Aufsehen sorgte Baum auch mit seiner Unterstützung für die von Umweltverbänden angeregte Kampagne für einen autofreien Sonntag auf freiwilliger Basis. Ausdrücklich forderte er all seine Parteifreunde dazu auf, den bundesweiten Modellversuch am 8. Juni 1980 zu unterstützen, um zu demonstrieren, „daß die F.D.P. die Umweltpartei ist und bleibt“.¹²⁰⁸ Otto Graf Lambsdorff war von derartigen Initiativen wenig begeistert und distanzierte sich vom Innenminister, als dieser das #Auto als „Umweltverschmutzer Nummer eins“ bezeichnete.¹²⁰⁹ Dabei zeigte sich, dass der freidemokratische „Januskopf“¹²¹⁰ in Form des wirtschaftsliberalen Lambsdorff und des linksliberalen Baum in der Umweltpolitik fragiler war als in jedem anderen Bereich, weil hier, trotz des ständigen Beteuerns der Einheit von Ökonomie und Ökologie, ein ganz konkreter Zielkonflikt bestand: Der Umfang des durch das Umweltrecht ausgelösten Investitionsstaus wurde im Jahr 1979 auf rund 30 Milliarden Mark geschätzt.¹²¹¹ […]

    Gerhart Baum ging mit dem ambitionierten Ziel in die Koalitionsverhandlungen, eine „zweite Phase“ der Bonner #Umweltpolitik einzuleiten und auch für andere Ressorts „ökologische Eckwerte“ zu setzen.¹²²⁰ Das missfiel nicht nur Otto Graf Lambsdorff, sondern auch Landwirtschaftsminister Josef #Ertl, welcher der #Agrarindustrie keine übermäßige Rücksichtnahme auf den #Naturschutz zumuten wollte.¹²²¹ […]

    Eine „grüne“ #FDP stand konträr zum Projekt der Haushaltskonsolidierungs- und Steuersenkungspartei, das zeitgleich von Lambsdorff mit massiver Unterstützung Hans-Dietrich Genschers vorangetrieben wurde. Das bereits ausgearbeitete ökologische Aktionsprogramm wurde auf dem Bundesparteitag in München Anfang Dezember 1980 nicht debattiert, die offene Konfrontation von Wirtschafts- und Umweltpolitikern somit vermieden. […]

    Anders als in der Innen- und Rechtspolitik, wo ihnen zumindest das Justizministerium überlassen wurde, verfügten die Liberalen nach 1982 über kein Ressort mit nennenswerter umweltpolitischer Kompetenz mehr. Josef Ertls Landwirtschaftsministerium hatte sich bezüglich des #Naturschutz​es stets als Bremser hervorgetan und letztlich sogar bewirkt, dass die jahrelang geforderte Einführung der #Verbandsklage nicht mehr durchgesetzt werden konnte.¹²⁴⁶ Zudem stand eine allzu ambitionierte Umweltpolitik in einem zu starken Spannungsverhältnis mit dem Ziel einer umfassenden wirtschaftlichen #Liberalisierung, die spätestens mit dem Lambsdorff-Papier zum Markenkern der FDP geworden war. Das Eintreten für liberale Bürgerrechte im traditionellen Sinne ließ sich hingegen vergleichweise unkompliziert in dieses Konzept integrieren, weshalb die verbliebenen Linksliberalen sich fortan fast ausschließlich diesem Anliegen widmeten. Zwar ist unbestritten, dass die Freidemokraten in den Anfangsjahren der sozial-liberalen Koalition umweltpolitische Pionierleistungen erbrachten, doch kann ebenso wenig übersehen werden, dass vom eigenen Anspruch auf die Führungsrolle im Umweltschutz nach 1982 nichts übrig blieb. Mit der #BonnerWende gab die FDP potenzielle Wähler mit dezidiert ökologischen und postmateriellen Einstellungen endgültig verloren und brach damit in diesem Bereich stärker mit ihrem bisherigen Selbstverständnis als irgendwo sonst.«

    Alberding, Jan. Von Den "Freiburger Thesen" Zum "Lambsdorff-Papier". Die Transformation Der FDP in Der Sozial-liberalen Koalition. Philipps-Universität Marburg, 2018. doi.org/10.17192/z2019.0088, S. 281-290

  39. 75. Jahrestag des #Bundestages . Gerhart Baum, 91 Jahre alt, hielt heute dort eine eindrucksvolle Rede: „Können denn die Deutschen Demokratie?“ fragten sich alle am Anfang. Und die Frage ist leider offener als jemals zuvor.
    #afdverbot #nazisraus #demokratieverteidigen #75jahreBundestag #GerhartBaum
    ▶️ youtu.be/rBqiCeMcKw4

  40. 75. Jahrestag des #Bundestages . Gerhart Baum, 91 Jahre alt, hielt heute dort eine eindrucksvolle Rede: „Können denn die Deutschen Demokratie?“ fragten sich alle am Anfang. Und die Frage ist leider offener als jemals zuvor.
    #afdverbot #nazisraus #demokratieverteidigen #75jahreBundestag #GerhartBaum
    ▶️ youtu.be/rBqiCeMcKw4