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292 results for “dietersar”

  1. @GhostOnTheHalfShell

    Ooouf... I'm an not going to dismiss Gabriele because of their age... There are smart people of their age... but for a person who uses #science in their content... they need to try harder.

    They conflate a few things together in their #Aibad cauldron and stir with a ladel of emotion.

    They conflate bots (not all #AI) with psychology (AI adjecent) and a couple of opinion pieces pushed as "Science"

    Of course we lead with Kosmyna!

    Kosmyna - The headline finding rests on six people's brainwaves.

    Lee et al. - People self-reporting how much they thought is like asking dieters how much they ate.

    Wan et al. - The authors say don't trust their own labels.

    Nosta - A blog post having an existential crisis in a lab coat.

    And thats in the 'further reading' description, lets hope they meant 'sources' because otherwise it looks like an emo blog source.

    Lets hope that video doesnt get much more than the 12K it already has, its not doing the neo-luddites much good in the credibility stakes.

    #AISlop #NeoLuddites

  2. @GhostOnTheHalfShell

    Ooouf... I'm an not going to dismiss Gabriele because of their age... There are smart people of their age... but for a person who uses #science in their content... they need to try harder.

    They conflate a few things together in their #Aibad cauldron and stir with a ladel of emotion.

    They conflate bots (not all #AI) with psychology (AI adjecent) and a couple of opinion pieces pushed as "Science"

    Of course we lead with Kosmyna!

    Kosmyna - The headline finding rests on six people's brainwaves.

    Lee et al. - People self-reporting how much they thought is like asking dieters how much they ate.

    Wan et al. - The authors say don't trust their own labels.

    Nosta - A blog post having an existential crisis in a lab coat.

    And thats in the 'further reading' description, lets hope they meant 'sources' because otherwise it looks like an emo blog source.

    Lets hope that video doesnt get much more than the 12K it already has, its not doing the neo-luddites much good in the credibility stakes.

    #AISlop #NeoLuddites

  3. Zeit:

    „Die Art und Weise, wie sich Neoliberalismus als Ruinen produzierendes, Gespenster austreibendes Stadium des Kapitalismus verhält, ist als Zuspitzung eines Zeitregimes zu verstehen, das seiner Produktionsweise von Anfang an mit Zügen von Blut und Feuer eingeschrieben ist. Zeit einzuhegen, also Formen des Arbeitens, Sorgens und Gemeinsamseins einzustreichen, die jenseits der Logik von Verwertbarkeit existieren, ist seit jeher das kapitalistische Projekt. Neu an der spezifisch neoliberalen Konterrevolution ist die Dynamik, zukünftige Zeitlichkeiten systematisch zu akkumulieren, um dieserart ihren Stachel zu ziehen und sie zu neutralisieren. Neoliberalismus schlägt Kämpfe nieder und erzählt sie als der Vergangenheit angehörig und gescheitert, bevor sie überhaupt anheben können. Oder er entsorgt sie durch den Anschein, ihren Forderungen nachgekommen zu sein und sie bereits erfüllt zu haben, während er doch nur weiter Mangel produziert.“

    via Zeit abschaffen, Simon Nagy.

    Permalink: https://schoenswetter.servus.at/596/

    #arbeit #familie #kapitalismus #neoliberalismus #simonNagy #zeit #zeitAbschaffen #zitat

  4. Von Brandmauern und Friedensbewegten ohne moralischen Kompass

    Am 18. April fand in Dresden erneut eine rechte Demonstration statt, welche man durchaus als konsequente Querfront bezeichnen kann. Während nicht unerhebliche Teile der CDU eine Normalisierung der faschistischen AfD forcieren und die Brandmauer immer weiter unterminieren, wurde diese in Dresden mit Anlauf und Ansage eingerissen. Mal wieder.

    So versammelten sich am Karfreitag zirka 3.000 Friedensbewegte fast aller Spektren und Sphären zu einer selbsternannten Friedensprozession. Unter dem Motto „Frieden kennt keine Brandmauern“ lud eine nur schwer verdauliche Melange aus Querdenker*innen, Putinfans, kruden Antiimperialist*innen, Antisemit*innen und anderen rechtsdrehenden Realitätsverweiger*innen auf den Postplatz. Unter ihnen Dieter Dehm, Jürgen Fliege und Marcus Fuchs. Der gemeinsame Aufruf endete mit den Worten: „Nie wieder Antisemitismus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Kommt nach Dresden! Bitte!“

    Wie viel von diesem Motto zu halten war und welche Absicht die Veranstalter*innen wirklich hatten, zeigte sich sowohl auf, als auch vor der Bühne, die von Kilian Forster von den Dresdner Jazztagen tatkräftig unterstützt wurde. Neben regressiv-pastoralen Tönen von Jürgen Fliege und Videoeinspielern von diversen Friedensikonen, die sich nicht mehr dagegen wehren konnten, kamen zum Beispiel auch Justus Frantz, Eugen Drewermann, Uwe Steimle, Dieter Hallervorden, Christian Klar und Ulrike Guérot zu Wort. Musikalische Beiträge gab es unter anderem vom Putin-Fan Toni Eisbrenner.
    Wem die Namen nichts sagen, kein Problem. Dem werden wir jetzt Abhilfe schaffen. Ganz kurz, versprochen.

    Jürgen Fliege war einst öffentlich-rechtlicher, evangelischer Talkshowpastor, der schon früh Kritik auf sich zog, da er für die Scientology-Sekte und andere esoterische Scharlatanerie warb. Seit spätestens 2020 trat und tritt er immer wieder auf Querdenken- und Querfrontveranstaltungen auf. Zudem ist er Mitglied der Partei Die Basis.

    Justus Frantz ist ein deutscher Pianist und Dirigent, welcher 2014 die Annexion der Krim durch Russland rechtfertigte und sich selbst als Putin-Versteher bezeichnet.

    Eugen Drewermann, Psychoanalytiker, Theologe und suspendierter katholischer Priester, ist Erstunterzeichner des „Neuen Krefelder Appells“, in welchem auf den antisemitischen Verschwörungsmythos vom „Great Reset“ zurückgegriffen wird, um sich die komplexe Weltlage möglichst simpel zu erklären.

    Ulrike Guérot, ihres Zeichens Politikwissenschaftlerin, Putin-Versteherin und Ikone der Querdenkenbewegung, sagte: „Ich bin nicht rechts, ich bin nicht radikal und ich bin keine Schwurblerin, weil das niemand hier ist…“ Sie forderte auf der Bühne, man müsse die „einseitige Kriegsverantwortung in der Ukraine zurückweisen und gezielt verbreitete Russophobie beenden“.

    Zu Uwe Steimle, den man juristisch einwandfrei einen antisemitischen Jammerossi nennen darf, wurde an anderen Stellen schon mehr als genug gesagt.

    Der große Überraschungsgast, Dieter Hallervorden, bewies erneut, dass er nur noch Honig im Kopf hat. Er versuchte sich mit schiefen historischen Vergleichen für den Frieden stark zu machen, wobei auch er lediglich Putin zur Seite sprang. Natürlich durfte auch seine einseitige und verkürzte Kritik an Israel nicht fehlen.

    Christian Klar, mehrfach vorbestrafter Neonazi aus dem thüringischen Gera, der zum diesjährigen Neonazitrauermarsch im Februar prominent als Kranzträger fungierte, komplettierte dann die neuerliche Querfront zu Dresden.

    Und als ob das alles nicht schon gruselig genug wäre, stimmte Dieter Dehm seine eigene Version des „Lied der Deutschen“ an, wobei es förmlich zu spüren war, wie wichtig es ihm war, vollen Herzens „Deutschland, Deutschland über alles“ über den Postplatz zu schmettern, obwohl es nicht erlaubt sei. Was natürlich Quatsch ist. Dehm, im Selbstverständnis Linker, freut sich auf einer Querfrontveranstaltung nur konsequenter Weise darüber, auch die Faschisten Jörg Urban und Tino Chrupalla im Publikum begrüßen zu dürfen und solidarisierte sich auch gleich noch mit der rechten Verlegerin Susanne Dagen.

    Was alle Menschen auf der Bühne zu einen schien, war, dass man keinerlei Kritik an Russlands Angriffskrieg hat, im Gegenteil. Schuld haben alle anderen, nur nicht Putin. Auch im Antisemitismus und der Dämonisierung Israels war man sich auf der Bühne offenbar einig.

    So verwundert es dann auch nicht, wer und was sich da vor der Bühne und auf dem Marsch wiederfand. Parteidelegationen schickten die BüSo’s, das BSW und Die Basis. Die Freien Sachsen präsentierten sich mit einem Infostand auf dem Postplatz. Die AfD war mit Transparenten der Stadtratsfraktion und der des Landtages anwesend und marschierte mit. Im Gleichschritt u.a. mit den Jungen Nationalisten/ Elblandrevolte. Ebenfalls anwesend waren Jörg Urban, Vorsitzender der AfD Sachsen und Mitglied des sächsischen Landtags, und Matthias Rentzsch, Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion für den Wahlkreis Dresden II – Bautzen II. An bekannten und bekennenden extrem Rechten wie Michael Brück, Chrisitian Klar und Stefan Trautmann lies man sich wieder nicht stören und auch nicht an der Teilnahme der Freien Sachsen und anderer offensichtlicher Neonazis.

    Das Ganze hatte rein gar nichts mit „Nie wieder Antisemitismus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ zu tun und sollte es auch nie. Wenn sich Verschwörungsgläubige, Antisemit*innen und Neonazis treffen, geht es immer darum sich gegenseitig selbst zu bestätigen und um das Erringen von Deutungshoheit und Hegemonie. Das Motto galt einzig und allein der Selbstimmunisierung gegenüber Kritik und der weiteren Normalisierung rechter und antisemitischer Narrative.

    #AfD #ChristianKlar #DieterDehm #DieterHallervorden #Elblandrevolte #EugenDrewermann #FreieSachsen #JörgUrban #JürgenFliege #JustusFrantz #MarcusFuchs #MatthiasRentzsch #MaxSchreiber #MichaelBrück #UlrikeGuérot #UweSteimle

  5. Della Musica humana – 1.7.4

    Similmente se noi vorremo che le parti dell’Anima siano la sede della Ragione, dell’ Ira, et della Cupidità; ritrouaremo nella prima sette cose corrispondenti a gli interualli et alle specie della Diapason, cioè l’Acutezza, l’ Ingegno, la Diligenza, il Conseglio, la Sapienza, la Prudenza, et l’Esperienza.

    Nella seconda ritrouaremo quattro cose, che corrisponderanno alle specie et a gli interualli della Diapente, cioè Mansuetudine o Temperanza d’animo, Animosità, Fortezza, et Tolleranza.

    Nella terza tre cose corrispondenti a gli interualli et alle specie della Diatessaron, cioè Sobrietà o Temperanza, Continenza, et Rispetto.

    Oltra di ciò si considera ancora tale harmonia nelle potenze di essa anima, si come nell’Ira, nella Ragione; et nelle Virtù; come sarebbe dire nella Iustitia et nella Fortezza: percioche queste cose tra loro si vengono a temperare nel modo che nei suoni della consonanza si contempera il suono graue con l’acuto.

    #IH1568

    https://www.matteozenatti.net/?p=6768

  6. Della Musica humana – 1.7.3

    Conoscesi ancora tal harmonia dall’Anima, cioè dalle sue parti, che sono l’Intelletto, li Sentimenti et l’Habito: Imperoche, secondo Tolomeo, corrispondeno alle ragioni di tre consonanze, cioe della Diapason, della Diapente, et della Diatessaron:

    conciosia che la parte intellettuale corrisponda alla Diapason, che hà sette interualli, et sette sono le sue Specie; onde in essa si ritrouano sette cose, cioè la Mente, l’ Imaginatione, la Memoria, la Cogitatione, l’ Opinione, la Ragione, et la Scienza.

    Alla Diapente, la quale ha quattro Specie et quattro interualli, corrisponde la sensitiua in quattro cose, nel Vedere, nell’Vdire, nell’Odorare, et nel Gustare: conciosia che il Toccare sia commune a ciascun de i nominati quattro sentimenti, et massimamente al Gusto.

    Ma alla Diatessaron, la qual si fa di tre interualli et contiene tre Specie corrisponde la parte habituale, nell’Augumento, nella Summità, et nel Decrescimento.

    #IH1568

    https://www.matteozenatti.net/?p=6763

  7. Della Musica mondana – 1.6.7

    Chi vorrà poi essaminare li cieli nelle sue parti, secondo che con gran diligenza hà fatto Tolomeo, ritrouerà (comparate insieme le dodici parti del Zodiaco, nelle quali sono li dodici segni celesti) le consonanze musicali, cioè la Diatessaron, la Diapente, la Diapason, et le altre per ordine;

    et nelli motti fatti verso l’ Oriente et l’ Occidente potrà conoscere esser collocati li suoni grauissimi;

    et in quelli, che si fanno nel mezo del cielo gli acutissimi.

    Nelle altitudini poi ritrouerà il Diatonico, il Chromatico, et l’ Enharmonico genere.

    Similmente nelle latitudini li Tropi, o Modi, che vogliamo nominarli;

    et nelle faccie della Luna, secondo gli varij aspetti col Sole, esser le congiuntioni delli Tetrachordi.

    Ma non solo dalle predette cose si può conoscere cotale harmonia; ma dalli varij aspetti de i sette Pianeti ancora; dalla natura, et dalla positione, o sito loro. Da gli aspetti, si come dal Trino, dal Quadrato, dal Sestile, dalle congiuntioni, et dalle oppositioni; li quali fanno nelle cose inferiori, secondo i loro influssi buoni, et rei, vna tale et tanta diuersità di harmonia di cose, che è impossibile di poterla esplicare.

    #IH1568

    https://www.matteozenatti.net/?p=6606

  8. Della Musica mondana – 1.6.6

    Dipoi andauano ponendo dalla sphera della Luna a quella di Mercurio l’ interuallo d’ un Semituono maggiore;

    et da Mercurio a Venere quello del minore;

    e da Venere al Sole il Tuono, et il minor semituono;

    et questa diceuano esser distante dalla terra per tre tuoni, et vno semituono; il qual spatio è nominato Diapente.

    Et dalla Luna al Sole poneuano la distanza di due tuoni, et vno semituono; li quali costituiscono lo spatio della Diatessaron.

    Ritornando poi al principiato ordine, dissero, il Sole esser lontano da Marte per la medesima distanza, che è la Luna dalla terra;

    et da Marte a Gioue essere l’ interuallo del semituono minore;

    et da questo a Saturno lo spatio del semituono maggiore:

    dal quale per fino all’ vltimo cielo, oue sono li segni celesti, posero lo spatio del minor semituono.

    Per la qual cosa dall’ vltimo cielo alla sphera del Sole si comprende esser lo spatio, o interuallo della Diatessaron; et dalla terra all’ vltimo cielo lo spatio di cinque tuoni, et due minori semituoni, cioè la Diapason.

    #IH1568

    https://www.matteozenatti.net/?p=6596

  9. Ich gestehe, dass ich seine Texte liebe und seinen #Tauchsieder eigentlich immer mit Genuss, Wonne und zustimmend lese. Umso mehr freue ich mich, ihn hier gefunden zu haben. Irgendwie zwar gedacht, dass er -mit als Erster von der #WiWo- mit auf Mastodon sein wird, aber nunmehr Gewissheit. Schön, gleich @dieterschnaas folgen zu können. :-)

  10. Ich gestehe, dass ich seine Texte liebe und seinen #Tauchsieder eigentlich immer mit Genuss, Wonne und zustimmend lese. Umso mehr freue ich mich, ihn hier gefunden zu haben. Irgendwie zwar gedacht, dass er -mit als Erster von der #WiWo- mit auf Mastodon sein wird, aber nunmehr Gewissheit. Schön, gleich @dieterschnaas folgen zu können. :-)

  11. Nach diesen abstrusen Kategorien wird hierzulande der öffentliche Diskurs über den Ukrainekrieg bestimmt. Die, die auf jeden Fall verlieren, die Toten auf beiden Seiten, interessieren dabei nicht. Als Person. Als statistische (Spekulations-)Grösse werden sie dagegen gerne genommen. Die Gut-und-Böse-Einteilung wird ferner dadurch erschüttert, das weder EU-Europa geschlossen, noch “die Welt” hinter den “Guten” steht. Hier das Wasser für dieserart Billigwein. Jörg Kronauer/Junge Welt: “Globale Geschäfte mit Öl und Gas: Fragmentierter Welthandel – Die EU fällt […]

    https://extradienst.net/2022/07/27/wer-gewinnt-wer-verliert/

  12. Bei den Ermittlungen zum Wirecard-Bilanzskandal hat die Staatsanwaltschaft große Fortschritte erzielt. Demnach steckte der Konzern bereits seit 2015 in den roten Zahlen. Dank eines Kronzeugen gibt es neue Festnahmen.
    Drei neue Haftbefehle im Wirecard-Skandal | DW | 22.07.2020
    #Wirecard #Finanzdienstleister #Bundesfinanzministerium #OlafScholz #Bafin #Finanzaufsicht #Bundeskanzleramt #Klaus-DieterFritsche
  13. Dieter Bott gestorben

    mit update 9.5.

    Unser Freund und Autor Dieter Bott ist gestern gestorben. Ein herzlicher Dank geht an unsere gemeinsame Freundin Gisela Schauer. Zusammen mit ihr besuchte er im vergangenen Jahr noch Bonn, und ich durfte ihm einige prägnante Stellen unserer schönen Stadt zeigen. Bundesweit bekannt wurde und blieb er als politischer Gründervater eines der ersten Fanprojekte im deutschen Profifussballbetrieb. Immer wieder eckte er mit seiner – mir sympathischen – Neigung zu politischen Widerworten an.

    Darum führte ihn sein Berufsweg u.a. zu Fanprojekten in Bochum und Duisburg, sowie zu damit inhaltlich zusammenhängenden Lehraufträgen in Düsseldorf. Er wandte sich immer kritisch gegen eine unpolitische Sozialarbeit. Politisierung führte ihn zu den zahlreichen sein Leben begleitenden Konflikten. Dafür nahm er auch längere “Hartz-IV”-Perioden in Kauf. Immer und überall in dichtem Kontakt mit gesellschaftlichen Wirklichkeiten diversester Art. Das macht einen klugen Kopf.

    Für mich war Dieter die personifizierte Öffnung und Verkörperung der “Kritischen Theorie” der berühmten “Frankfurter Schule”, zu der ich zuvor nie einen persönlichen Zugang gefunden hatte. Alles, was ich über seinen Lehrer Theodor W. Adorno weiss, und das ist einiges mehr, als in Wikipedia steht, weiss ich von Dieter 😉

    Es war mir eine Freude mit ihm zusammengearbeitet zu haben, und dass wir dabei Freunde wurden. Ich weiss von Mitmenschen, die ihn als Nervensäge sahen. Dieters bewundernswerte bis ins hohe Alter temperamentsvolle Renitenz war immer politisch und wissenschaftlich grundiert. Von dieser Art widerständigen Nervensägen hat unsere Gesellschaft entschieden zu wenig. Wieder einer weniger. Er wird der Demokratie fehlen. Solchen Menschen sind wir zu besonderem Dank verpflichtet.

    Update 9.5.

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte veröffentlichte diesen Nachruf auf Dieter:

    Nachruf auf Dieter Bott

    Am 26.04.2026 ist der Soziologe und Fanforscher Dieter Bott im Alter von 82 Jahren verstorben.

    Dieter Bott gehörte zu den Pionieren der Fansozialarbeit und hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Fanprojektarbeit dorthin entwickelt hat, wo sie heute steht.

    Sein Wirken war geprägt von der Frankfurter Schule. Bei deren Hauptvertreter, dem Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno, studierte Dieter Bott in den 60er Jahren. Interdisziplinäres Arbeiten, Kritik an Machtstrukturen und sozialer Kontrolle waren für Dieter Bott in all seinem Wirken leitend.

    Die Entstehungsphase der ersten Fanprojekte hat er sehr nah begleitet, teilweise auch bei diversen Neugründungen vor Ort mitgewirkt und Leitungsaufgaben übernommen. Dabei war er stets kritisch und hat die Wichtigkeit, strukturelle und konzeptionelle Gegebenheiten nicht als selbstverständlich hinzunehmen und diese stattdessen zu hinterfragen und dabei auch mal fordernd laut zu sein, immer wieder betont.

    Er scheute keinen Diskurs, stellte unbequeme Fragen und suchte stets die inhaltliche Auseinandersetzung. Dabei ließ er sich weder von institutionellen Hierarchien noch von Autoritäten beeindrucken. Sein Denken war unabhängig, seine Haltung klar.

    Viele Kolleginnen und Kollegen verdanken ihm wichtige Impulse, Inspiration und auch die Ermutigung, eigene Positionen zu entwickeln und zu vertreten. Es zeichnete ihn aus, dass er bei seinem Wirken an den verschiedenen Standorten stets den Blick für den Nachwuchs in der Sozialen Arbeit hatte und diesen immer förderte und immer wieder forderte.

    Wir verlieren mit Dieter Bott nicht nur einen prägenden Wegbereiter, sondern auch einen leidenschaftlichen Mitstreiter.

    Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.
    Dieter wird uns fehlen.

  14. Dieter Bott gestorben

    mit update 9.5.

    Unser Freund und Autor Dieter Bott ist gestern gestorben. Ein herzlicher Dank geht an unsere gemeinsame Freundin Gisela Schauer. Zusammen mit ihr besuchte er im vergangenen Jahr noch Bonn, und ich durfte ihm einige prägnante Stellen unserer schönen Stadt zeigen. Bundesweit bekannt wurde und blieb er als politischer Gründervater eines der ersten Fanprojekte im deutschen Profifussballbetrieb. Immer wieder eckte er mit seiner – mir sympathischen – Neigung zu politischen Widerworten an.

    Darum führte ihn sein Berufsweg u.a. zu Fanprojekten in Bochum und Duisburg, sowie zu damit inhaltlich zusammenhängenden Lehraufträgen in Düsseldorf. Er wandte sich immer kritisch gegen eine unpolitische Sozialarbeit. Politisierung führte ihn zu den zahlreichen sein Leben begleitenden Konflikten. Dafür nahm er auch längere “Hartz-IV”-Perioden in Kauf. Immer und überall in dichtem Kontakt mit gesellschaftlichen Wirklichkeiten diversester Art. Das macht einen klugen Kopf.

    Für mich war Dieter die personifizierte Öffnung und Verkörperung der “Kritischen Theorie” der berühmten “Frankfurter Schule”, zu der ich zuvor nie einen persönlichen Zugang gefunden hatte. Alles, was ich über seinen Lehrer Theodor W. Adorno weiss, und das ist einiges mehr, als in Wikipedia steht, weiss ich von Dieter 😉

    Es war mir eine Freude mit ihm zusammengearbeitet zu haben, und dass wir dabei Freunde wurden. Ich weiss von Mitmenschen, die ihn als Nervensäge sahen. Dieters bewundernswerte bis ins hohe Alter temperamentsvolle Renitenz war immer politisch und wissenschaftlich grundiert. Von dieser Art widerständigen Nervensägen hat unsere Gesellschaft entschieden zu wenig. Wieder einer weniger. Er wird der Demokratie fehlen. Solchen Menschen sind wir zu besonderem Dank verpflichtet.

    Update 9.5.

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte veröffentlichte diesen Nachruf auf Dieter:

    Nachruf auf Dieter Bott

    Am 26.04.2026 ist der Soziologe und Fanforscher Dieter Bott im Alter von 82 Jahren verstorben.

    Dieter Bott gehörte zu den Pionieren der Fansozialarbeit und hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Fanprojektarbeit dorthin entwickelt hat, wo sie heute steht.

    Sein Wirken war geprägt von der Frankfurter Schule. Bei deren Hauptvertreter, dem Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno, studierte Dieter Bott in den 60er Jahren. Interdisziplinäres Arbeiten, Kritik an Machtstrukturen und sozialer Kontrolle waren für Dieter Bott in all seinem Wirken leitend.

    Die Entstehungsphase der ersten Fanprojekte hat er sehr nah begleitet, teilweise auch bei diversen Neugründungen vor Ort mitgewirkt und Leitungsaufgaben übernommen. Dabei war er stets kritisch und hat die Wichtigkeit, strukturelle und konzeptionelle Gegebenheiten nicht als selbstverständlich hinzunehmen und diese stattdessen zu hinterfragen und dabei auch mal fordernd laut zu sein, immer wieder betont.

    Er scheute keinen Diskurs, stellte unbequeme Fragen und suchte stets die inhaltliche Auseinandersetzung. Dabei ließ er sich weder von institutionellen Hierarchien noch von Autoritäten beeindrucken. Sein Denken war unabhängig, seine Haltung klar.

    Viele Kolleginnen und Kollegen verdanken ihm wichtige Impulse, Inspiration und auch die Ermutigung, eigene Positionen zu entwickeln und zu vertreten. Es zeichnete ihn aus, dass er bei seinem Wirken an den verschiedenen Standorten stets den Blick für den Nachwuchs in der Sozialen Arbeit hatte und diesen immer förderte und immer wieder forderte.

    Wir verlieren mit Dieter Bott nicht nur einen prägenden Wegbereiter, sondern auch einen leidenschaftlichen Mitstreiter.

    Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.
    Dieter wird uns fehlen.

  15. Della Musica mondana – 1.7.1

    Della Musica humana. Capitolo 7.

    LA Musica humana poi è quell’harmonia, che può esser intesa da ciascuno, che si riuolga alla contemplatione di se stesso: imperoche quella cosa, la quale mescola col corpo la viuacità incorporea della ragione, non è altro, che vn certo adattamento et temperamento, come di voci graui et acute; il quale faccia quasi vna consonanza. Questa è quella, che congiunge tra se le parti dell’Anima, et tiene vnita la parte rationale con la irrationale, et e quella, che mescola gli elementi, ouer le qualità loro nel corpo humano con ragioneuole proportione.

    Onde principalmente si de auertire, ch’io hò detto, che può esser intesa da ciascuno, che si riuolga alla contemplatione di se stesso; accioche non si credesse, che la Musica humana fusse, o si chiamasse quell’ordine, che osserua la Natura nella generatione de nostri corpi.

    La quale (come dicono li Medici, et anche lo conferma Agostino) poi che nella matrice della donna ritroua il seme humano, corropendolo per ispatio di sei giorni lo conuerte in latte; ilquale in noue giorni trasforma in sangue; et in termine di dodici di ne produce vna massa di carne senza forma: Ma a poco a poco introducendouela, in diciotto giorni la fa diuenire humana: di modo che essendo in quarantacinque giorni compiuta la generatione, l’Onnipotente Iddio le infonde l’Anima intellettiua.

    Et veramente questo mirabilissimo ordine hà in se concento et harmonia, considerata la distanza di un numero all’altro; si come è chiaro da vedere, che dal primo al secondo si ritroua la forma della consonanza Diapente; et da questo al terzo quella della Diatessaron; et dal terzo all’vltimo quella della medesima Diapente. Et di nuouo dal primo al terzo, et dal secondo all’vltimo la forma della Diapason; et dal primo all’vltimo chiaramente si scorge quella della Diapasondiapente; come più facilmente nella figura si vede:

    #IH1568

    https://www.matteozenatti.net/?p=6708

  16. Die Richtung stimmt nicht

    Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit

    Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, und ich weiss auch nicht, ob die das Heute Abend in der Glotze überhaupt zeigen. Aber die Marktforscher*innen, die für das ZDF-Politbarometer arbeiten, haben in ihrer sog. “politischen Stimmung” eine linke Wähler*innenmehrheit errechnet. Ich weiss auch nicht, warum: Grüne 23, Linke 14, SPD 13. Zumindest ist das originell.

    Nun bin ich der Letzte, der was auf die Wahrsagereien von Markt- und “Stimmungs”-Forscher*inne*n gibt. Und die jüngere Vergangenheit dieser Republik lehrt, dass rechnerische Mehrheiten ohne politische Substanz wertlos sind. Politische Substanz verlangt nämlich Arbeit. Und nicht nur bündnispolitische.

    So wäre es nicht verkehrt, wenn in Parteivorstaänden und Fraktionen der genannten Parteien diese immerhin schon zwei Jahre alte Dissertation der Belgierin Julia van Dessel zur Kenntnis genommen würde. Sie enthüllt auf wissenschaftlich fundierte Weise, auf welchem falschen Damofer Deutschland und die EU gegen Afrika durch die Weltgeschichte irren. Der gesamte von Politik und Medien genährte Diskurs geht an der Wirklichkeit der Menschen vorbei und ist durchsetzt von Heuchelei und (kurzfristigem!) Eigennutz.

    Diese Erkenntnisse verdanke ich der deutschsprachigen Rezension von Christopher Chanco/ejo-online: “Informationskampagnen zu Migration: Die Regulierung von Mobilität in Westafrika”. Diese Kampagnen, die sogar schon eine gebräuchliche Abkürzung kreiert haben – “MICs” – sind von der EU teuer bezahlt, und stehen in direktem Gegensatz zu Flüchtlingshilfe und -rettung, weil sie auf Mobilitätsbekämpfung ausgerichtet sind. Und das so unglaubwürdig wie erfolglos. Weil sie in erster Linie der Legitimation und Rechtfertigung rassistischer Politiker*innen in ihren reichen Wähler*innen-Ländern dienen. Aber teuer. Nichts ist umsonst. Eine eigene “Branche” ist um den Wirtschaftszweig der “MICs” erwachsen, die sich selbst lobbyistisch zu ernähren vermag. Super, oder?

    Wer eine linke Mehrheit politisch, und nicht nur rechnerisch, realisieren will, die*der müsste dieserart verlogenen Rassismus öffentlich bekämpfen, statt ihm hinterherzudackeln. Ein weiter Weg, nicht nur für die genannten Parteien – ich weiss.

    Überraschend immerhin, das diese erkenntnisfördernde Veröffentlichung vom Erich-Brost-Institut in Dortmund ausgeht. Hat Gerhard Schröders Chef-Intrigant Bodo Hombach da zuwenig aufgepasst? Nein, “Institut” und “Stiftung” sind nicht dasselbe. Und wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. War es auch für Erich und Anneliese Brost. Ihre reiche Erbengemeinschaft “muss Steuern sparen”.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  17. Die Richtung stimmt nicht

    Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit

    Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, und ich weiss auch nicht, ob die das heute Abend in der Glotze überhaupt zeigen. Aber die Marktforscher*innen, die für das ZDF-Politbarometer arbeiten, haben in ihrer sog. “politischen Stimmung” eine linke Wähler*innenmehrheit errechnet. Ich weiss auch nicht, warum: Grüne 23, Linke 14, SPD 13. Zumindest ist das originell.

    Nun bin ich der Letzte, der was auf die Wahrsagereien von Markt- und “Stimmungs”-Forscher*inne*n gibt. Und die jüngere Vergangenheit dieser Republik lehrt, dass rechnerische Mehrheiten ohne politische Substanz wertlos sind. Politische Substanz verlangt nämlich Arbeit. Und nicht nur bündnispolitische.

    So wäre es nicht verkehrt, wenn in Parteivorständen und Fraktionen der genannten Parteien diese immerhin schon zwei Jahre alte Dissertation der Belgierin Julia van Dessel zur Kenntnis genommen würde. Sie enthüllt auf wissenschaftlich fundierte Weise, auf welchem falschen Dampfer Deutschland und die EU gegen Afrika durch die Weltgeschichte irren. Der gesamte von Politik und Medien genährte Diskurs geht an der Wirklichkeit der Menschen vorbei und ist durchsetzt von Heuchelei und (kurzfristigem!) Eigennutz.

    Diese Erkenntnisse verdanke ich der deutschsprachigen Rezension von Christopher Chanco/ejo-online: “Informationskampagnen zu Migration: Die Regulierung von Mobilität in Westafrika”. Diese Kampagnen, die sogar schon eine gebräuchliche Abkürzung kreiert haben – “MICs” – sind von der EU teuer bezahlt, und stehen in direktem Gegensatz zu Flüchtlingshilfe und -rettung, weil sie auf Mobilitätsbekämpfung ausgerichtet sind. Und das so unglaubwürdig wie erfolglos. Weil sie in erster Linie der Legitimation und Rechtfertigung rassistischer Politiker*innen in ihren reichen Wähler*innen-Ländern dienen. Aber teuer. Nichts ist umsonst. Eine eigene “Branche” ist um den Wirtschaftszweig der “MICs” erwachsen, die sich selbst lobbyistisch zu ernähren vermag. Super, oder?

    Diese Politik steht in direkter Tradition zur kolonialistischen Sklaverei. Die hiesige “Staatsräson” ist bis heute nicht bereit, damit zu brechen. Wer eine linke Mehrheit politisch, und nicht nur rechnerisch, realisieren will, die*der müsste dieserart verlogenen Rassismus öffentlich bekämpfen, statt ihm hinterherzudackeln. Ein weiter Weg, nicht nur für die genannten Parteien – ich weiss.

    Überraschend immerhin, dass diese erkenntnisfördernde Veröffentlichung vom Erich-Brost-Institut in Dortmund ausgeht. Hat Gerhard Schröders Chef-Intrigant Bodo Hombach da zuwenig aufgepasst? Nein, “Institut” und “Stiftung” sind nicht dasselbe. Und wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. War es auch für Erich und Anneliese Brost. Ihre reiche Erbengemeinschaft “muss Steuern sparen”.

  18. Die Richtung stimmt nicht

    Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit

    Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, und ich weiss auch nicht, ob die das Heute Abend in der Glotze überhaupt zeigen. Aber die Marktforscher*innen, die für das ZDF-Politbarometer arbeiten, haben in ihrer sog. “politischen Stimmung” eine linke Wähler*innenmehrheit errechnet. Ich weiss auch nicht, warum: Grüne 23, Linke 14, SPD 13. Zumindest ist das originell.

    Nun bin ich der Letzte, der was auf die Wahrsagereien von Markt- und “Stimmungs”-Forscher*inne*n gibt. Und die jüngere Vergangenheit dieser Republik lehrt, dass rechnerische Mehrheiten ohne politische Substanz wertlos sind. Politische Substanz verlangt nämlich Arbeit. Und nicht nur bündnispolitische.

    So wäre es nicht verkehrt, wenn in Parteivorstaänden und Fraktionen der genannten Parteien diese immerhin schon zwei Jahre alte Dissertation der Belgierin Julia van Dessel zur Kenntnis genommen würde. Sie enthüllt auf wissenschaftlich fundierte Weise, auf welchem falschen Damofer Deutschland und die EU gegen Afrika durch die Weltgeschichte irren. Der gesamte von Politik und Medien genährte Diskurs geht an der Wirklichkeit der Menschen vorbei und ist durchsetzt von Heuchelei und (kurzfristigem!) Eigennutz.

    Diese Erkenntnisse verdanke ich der deutschsprachigen Rezension von Christopher Chanco/ejo-online: “Informationskampagnen zu Migration: Die Regulierung von Mobilität in Westafrika”. Diese Kampagnen, die sogar schon eine gebräuchliche Abkürzung kreiert haben – “MICs” – sind von der EU teuer bezahlt, und stehen in direktem Gegensatz zu Flüchtlingshilfe und -rettung, weil sie auf Mobilitätsbekämpfung ausgerichtet sind. Und das so unglaubwürdig wie erfolglos. Weil sie in erster Linie der Legitimation und Rechtfertigung rassistischer Politiker*innen in ihren reichen Wähler*innen-Ländern dienen. Aber teuer. Nichts ist umsonst. Eine eigene “Branche” ist um den Wirtschaftszweig der “MICs” erwachsen, die sich selbst lobbyistisch zu ernähren vermag. Super, oder?

    Wer eine linke Mehrheit politisch, und nicht nur rechnerisch, realisieren will, die*der müsste dieserart verlogenen Rassismus öffentlich bekämpfen, statt ihm hinterherzudackeln. Ein weiter Weg, nicht nur für die genannten Parteien – ich weiss.

    Überraschend immerhin, das diese erkenntnisfördernde Veröffentlichung vom Erich-Brost-Institut in Dortmund ausgeht. Hat Gerhard Schröders Chef-Intrigant Bodo Hombach da zuwenig aufgepasst? Nein, “Institut” und “Stiftung” sind nicht dasselbe. Und wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. War es auch für Erich und Anneliese Brost. Ihre reiche Erbengemeinschaft “muss Steuern sparen”.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  19. Die Richtung stimmt nicht

    Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit

    Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, und ich weiss auch nicht, ob die das heute Abend in der Glotze überhaupt zeigen. Aber die Marktforscher*innen, die für das ZDF-Politbarometer arbeiten, haben in ihrer sog. “politischen Stimmung” eine linke Wähler*innenmehrheit errechnet. Ich weiss auch nicht, warum: Grüne 23, Linke 14, SPD 13. Zumindest ist das originell.

    Nun bin ich der Letzte, der was auf die Wahrsagereien von Markt- und “Stimmungs”-Forscher*inne*n gibt. Und die jüngere Vergangenheit dieser Republik lehrt, dass rechnerische Mehrheiten ohne politische Substanz wertlos sind. Politische Substanz verlangt nämlich Arbeit. Und nicht nur bündnispolitische.

    So wäre es nicht verkehrt, wenn in Parteivorständen und Fraktionen der genannten Parteien diese immerhin schon zwei Jahre alte Dissertation der Belgierin Julia van Dessel zur Kenntnis genommen würde. Sie enthüllt auf wissenschaftlich fundierte Weise, auf welchem falschen Dampfer Deutschland und die EU gegen Afrika durch die Weltgeschichte irren. Der gesamte von Politik und Medien genährte Diskurs geht an der Wirklichkeit der Menschen vorbei und ist durchsetzt von Heuchelei und (kurzfristigem!) Eigennutz.

    Diese Erkenntnisse verdanke ich der deutschsprachigen Rezension von Christopher Chanco/ejo-online: “Informationskampagnen zu Migration: Die Regulierung von Mobilität in Westafrika”. Diese Kampagnen, die sogar schon eine gebräuchliche Abkürzung kreiert haben – “MICs” – sind von der EU teuer bezahlt, und stehen in direktem Gegensatz zu Flüchtlingshilfe und -rettung, weil sie auf Mobilitätsbekämpfung ausgerichtet sind. Und das so unglaubwürdig wie erfolglos. Weil sie in erster Linie der Legitimation und Rechtfertigung rassistischer Politiker*innen in ihren reichen Wähler*innen-Ländern dienen. Aber teuer. Nichts ist umsonst. Eine eigene “Branche” ist um den Wirtschaftszweig der “MICs” erwachsen, die sich selbst lobbyistisch zu ernähren vermag. Super, oder?

    Diese Politik steht in direkter Tradition zur kolonialistischen Sklaverei. Die hiesige “Staatsräson” ist bis heute nicht bereit, damit zu brechen. Wer eine linke Mehrheit politisch, und nicht nur rechnerisch, realisieren will, die*der müsste dieserart verlogenen Rassismus öffentlich bekämpfen, statt ihm hinterherzudackeln. Ein weiter Weg, nicht nur für die genannten Parteien – ich weiss.

    Überraschend immerhin, dass diese erkenntnisfördernde Veröffentlichung vom Erich-Brost-Institut in Dortmund ausgeht. Hat Gerhard Schröders Chef-Intrigant Bodo Hombach da zuwenig aufgepasst? Nein, “Institut” und “Stiftung” sind nicht dasselbe. Und wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. War es auch für Erich und Anneliese Brost. Ihre reiche Erbengemeinschaft “muss Steuern sparen”.

  20. Die Richtung stimmt nicht

    Überraschung: linke Mehrheit ist möglich – aber nicht ohne Arbeit

    Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, und ich weiss auch nicht, ob die das Heute Abend in der Glotze überhaupt zeigen. Aber die Marktforscher*innen, die für das ZDF-Politbarometer arbeiten, haben in ihrer sog. “politischen Stimmung” eine linke Wähler*innenmehrheit errechnet. Ich weiss auch nicht, warum: Grüne 23, Linke 14, SPD 13. Zumindest ist das originell.

    Nun bin ich der Letzte, der was auf die Wahrsagereien von Markt- und “Stimmungs”-Forscher*inne*n gibt. Und die jüngere Vergangenheit dieser Republik lehrt, dass rechnerische Mehrheiten ohne politische Substanz wertlos sind. Politische Substanz verlangt nämlich Arbeit. Und nicht nur bündnispolitische.

    So wäre es nicht verkehrt, wenn in Parteivorstaänden und Fraktionen der genannten Parteien diese immerhin schon zwei Jahre alte Dissertation der Belgierin Julia van Dessel zur Kenntnis genommen würde. Sie enthüllt auf wissenschaftlich fundierte Weise, auf welchem falschen Damofer Deutschland und die EU gegen Afrika durch die Weltgeschichte irren. Der gesamte von Politik und Medien genährte Diskurs geht an der Wirklichkeit der Menschen vorbei und ist durchsetzt von Heuchelei und (kurzfristigem!) Eigennutz.

    Diese Erkenntnisse verdanke ich der deutschsprachigen Rezension von Christopher Chanco/ejo-online: “Informationskampagnen zu Migration: Die Regulierung von Mobilität in Westafrika”. Diese Kampagnen, die sogar schon eine gebräuchliche Abkürzung kreiert haben – “MICs” – sind von der EU teuer bezahlt, und stehen in direktem Gegensatz zu Flüchtlingshilfe und -rettung, weil sie auf Mobilitätsbekämpfung ausgerichtet sind. Und das so unglaubwürdig wie erfolglos. Weil sie in erster Linie der Legitimation und Rechtfertigung rassistischer Politiker*innen in ihren reichen Wähler*innen-Ländern dienen. Aber teuer. Nichts ist umsonst. Eine eigene “Branche” ist um den Wirtschaftszweig der “MICs” erwachsen, die sich selbst lobbyistisch zu ernähren vermag. Super, oder?

    Wer eine linke Mehrheit politisch, und nicht nur rechnerisch, realisieren will, die*der müsste dieserart verlogenen Rassismus öffentlich bekämpfen, statt ihm hinterherzudackeln. Ein weiter Weg, nicht nur für die genannten Parteien – ich weiss.

    Überraschend immerhin, das diese erkenntnisfördernde Veröffentlichung vom Erich-Brost-Institut in Dortmund ausgeht. Hat Gerhard Schröders Chef-Intrigant Bodo Hombach da zuwenig aufgepasst? Nein, “Institut” und “Stiftung” sind nicht dasselbe. Und wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. War es auch für Erich und Anneliese Brost. Ihre reiche Erbengemeinschaft “muss Steuern sparen”.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

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