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#wolframweimer — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #wolframweimer, aggregated by home.social.

  1. #Lesenswert !

    Jeder einzelne Weimer-Skandal hat das Potenzial zum Rücktritt
    #DerSPIEGEL -Leitartikel von #HannahPilarczyk
    Nicht nur die Kultur hat #WolframWeimer gegen sich aufgebracht. Mit seinen Täuschungen und leeren Versprechen hat er auch in der Politik Vertrauen verspielt. Zeit, dass jemand übernimmt, der gestalten kann und will.

    "So hat Wolfram Weimer parallel das Vertrauen der Politik und der Kultur verspielt. Ein ehrbarer Politiker würde sich fragen, wie er unter diesen Umständen noch Politik machen soll, wenn ihm auf allen Seiten die Partner fehlen. Aber Weimer dürfte das wenig kümmern. Er will ja keine Politik gestalten, sondern einfach weiter: reden.

    Das qualifiziert ihn vielleicht als Talkshowgast. Als #Kulturstaatsminister könnte er keine größere Fehlbesetzung sein."

    spiegel.de/politik/wolfram-wei

  2. Kritik an #Kulturstaatsminister

    #WolframWeimer profitiert wohl weiter von seinem Unternehmen
    Wolfram Weimer wollte seine Verbindungen zur Weimer Media Group eigentlich kappen. Ein Registereintrag legt nun etwas anderes nahe. t-online.de/nachrichten/deutsc

  3. Kulturstaatsminister #WolframWeimer hat also die von ihm persönlich aus dem Wettbewerb ausgeschlossenen #Buchhandlungen belogen, indem er ihnen entgegen den Fakten mitteilte, sie seien nicht für den Preis ausgewählt worden. Bei zweien entspricht das nicht den Tatsachen, sie hätten jeweils 15000€ gewonnen.
    Wieder einmal erleben wir die Vorliebe rechtsdrehender Zeitgenossen für alternative Fakten. #Rücktritt jetzt, Herr #Weimer. #AfD nicht verbieten, aber Buchhandlungen. Soweit kommt es noch!

  4. #WolframWeimer - hat er bisher irgendetwas richtig gemacht in seinem job, oder hat er sich nur als bremser und verhinderer einen namen gemacht?

    ...frage für einen freund am #tegernsee

  5. #WolframWeimer - hat er bisher irgendetwas richtig gemacht in seinem job, oder hat er sich nur als bremser und verhinderer einen namen gemacht?

    ...frage für einen freund am #tegernsee

  6. #WolframWeimer - hat er bisher irgendetwas richtig gemacht in seinem job, oder hat er sich nur als bremser und verhinderer einen namen gemacht?

    ...frage für einen freund am #tegernsee

  7. @RDL Kollege Fabian hat mit dem Göttinger Rechtsanwalt Sven Adam gesprochen. Dieser vertritt die drei von Kulturstaatsminister Weimer gebannten Buchhandlungen anwaltlich: den "Golden Shop" (Bremen), die "Rote Straße" (Göttingen) und "Zur schwankenden Weltkugel" (Berlin).

    Alle drei werden nun gegen den rechten Kulturkampf des Kulturstaatsminister vorgehen und gegen die Bundesrepublik Deutschland, aber auch gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz vor Gericht ziehen.

    rdl.de/beitrag/wir-haben-es-mi

    #kultur #kulturkampf #kulturkampfminister #weimer #wolframweimer #kulturstaatsminister #brd #deutschland #bfv #Verfassungsschutz #BundesamtfürVerfassungsschutz #gesinnung #gesinnungskommission #gesinnungsprufung #sonntag #svenadam #Rechtsanwalt #Jurabubble #berlin #gottingen #omas_gegen_rechts_gottingen #bremen #HansestadtBremen #buchhandlung #buchhandlungspreis #rechtspolitik #innenpolitik #politik

  8. Dennis Hasemann von der renommierten Buchhandlung Schmitz in Essen-Werden nimmt aus Protest und Solidarität den Buchhandlungspreis nicht an, hörte ich im Radio.
    Sicher keine leichte Entscheidung bei einem Preisgeld von 25.000 Euro.

    #Kulturstaatsminister #WolframWeimer #Verfassungsschutz #Weimer #LiteraturgebietRuhr #Buchhandlungspreis #Ruhrgebiet #Buchhandlung

  9. Die #Buchhandlung, vor der dich Wolfram Weimer immer gewarnt hat.

    Zur schwankenden Weltkugel, Kastanienallee Berlin. Kann man mal hingehen!
    #wolframweimer #buchhandlungspreis #DeutscherBuchhandlungspreis

  10. Die letzten lebenden Holocaust-Überlebenden mahnen uns, was wir den Millionen Opfern des Völkermords noch immer schuldig sind. Tova Friedman ist eine von ihnen. Derweil bietet die Berlinale blindem Israelhass eine steuerfinanzierte Plattform, was für ein Desaster.#Politik #Israel #WolframWeimer #CarstenSchneider #Berlinale #Antisemitismus #Gaza #Holocaust #Auschwitz
    Berlin Tag & Macht: Der Preis für Haltungslosigkeit geht dieses Jahr an die Berlinale
  11. Wie der Kulturkampf die Mitte erfasst

    Die AfD führt einen Kulturkampf gegen das linke Lager. Und findet damit Anschluss bei Spitzen des politischen wie medialen Establishments, allen voran bei Kulturstaatsminister Wolfram Weimer

    Der Kampf um die Macht beginnt in der Demokratie nicht erst an Wahlterminen, sondern im Streit um Denkweisen, Deutungen und Selbstverständlichkeiten. Das weiß die AfD offenbar. In einem internen Papier aus dem Sommer vergangenen Jahres spricht sich die AfD-Bundestagsfraktion offen dafür aus, einen Kulturkampf gegen das linke Lager zu führen. Es gehe um die gesellschafts- und kulturpolitischen Grundkonflikte: “Familie versus Gender, Nation versus offene Grenzen, Freiheit versus Sozialismus.”

    Für die radikale Rechte ist der Kulturkampf jedoch nicht nur aus strategischen Erwägungen von zentraler Bedeutung, sondern ebenso aus ideologischen. Ihr Kampf gegen Feminismus, gegen eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, gegen den politischen Gegner, gegen die Einwanderungsgesellschaft sowie gegen freie Kunst und Kultur dient allesamt ihrer autoritären und völkisch-nationalistischen Agenda. Das Volk kann nach gängigen Vorstellungen der radikalen Rechten in AfD und vorpolitischem Vorfeld nur dann zu voller Geltung kommen, wenn es zum einen ethnisch wie kulturell weitgehend homogen ist und zum anderen ein autoritärer Staat in der Lage ist, dieses Volk zu formen – von oben nach unten.

    Eine äußerst restriktive Einwanderungspolitik, verbunden mit der von Seiten der AfD offen ausgesprochenen Forderung nach millionenfacher Remigration, ist dabei das offensichtlichste, aber keineswegs das einzige Feld ihres Kulturkampfes. Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt Klassenfahrten zu Gedenkstätten streichen möchte, will sie erreichen, dass sich Deutsche nicht von vermeintlichen Nebensächlichkeiten wie dem Holocaust vom rechten Weg abbringen lassen. Wenn die AfD gegen Queerness und Feminismus ätzt, geht es ihr letztlich um ein Frauenbild, das wesentlich auf die Rolle der Mutter reduziert ist. Wenn sie gegen experimentelle Musik oder die Bauhaus-Ästhetik Stimmung macht, will sie langfristig Kulturmittel in Bahnen lenken, die aus ihrer Sicht stärker vom “deutschen Geist” geprägt seien.

    Der Blick nach Italien

    Die Forderung nach dem Ende linker Wokeness und nach einer “patriotischen Kulturförderung” gehören bei der AfD untrennbar zusammen. Dahinter steht ein instrumentelles reaktionäres Verständnis von Kultur: Kultur soll die Identität eines homogenen Volks stiften, aber eher nicht das Vergangene kritisch reflektieren und für das Neue und Unbekannte öffnen.

    Flügelübergreifend blickt man in der AfD mit Respekt nach Italien, wo die Postfaschistin Giorgia Meloni regiert. Zwar gilt sie vielen in der AfD als zu zögerlich, etwa in der Migrationspolitik. In Sachen Kulturkampf jedoch haben selbst besonders radikale Ausleger der Partei viel Lob für Meloni übrig. Ihre Regierung hat der vermeintlich jahrzehntelangen Dominanz der Linken im Kulturbereich den Kampf angesagt, Schlüsselpositionen im Kultursektor neu besetzt und, wie in Italien allerdings üblich, die Leitung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ausgetauscht.

    Auch demokratiepolitisch treibt Meloni grundlegende Veränderungen voran: Demonstrations- und Versammlungsrechte wurden faktisch eingeschränkt, härtere Strafen für bestimmte Protestformen wie Straßenblockaden eingeführt. Auf Verfassungsebene ist geplant, die Macht des Ministerpräsidenten deutlich zu stärken und ihn künftig nicht mehr vom Parlament, sondern direkt wählen zu lassen. Für diese grundlegende Verfassungsreform, die das ursprüngliche Anliegen der antifaschistischen Verfassung, Machtkonzentrationen zu verhindern, konterkarieren soll, ist voraussichtlich eine Volksabstimmung notwendig.

    Melonis gesellschafts-, demokratie- und kulturpolitisches Wirken ist Vorbild für die AfD. Doch hierzulande beschränken sich die kulturellen und gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen nicht auf das Lager, dem ein grundsätzlich anderer Staat und eine andere Gesellschaft vorschwebt, sondern finden auch unter jenen Anschluss, die sich selbst als Verteidiger des Bestehenden sehen, bei Spitzen des politischen wie medialen Establishments, bei Liberalen und Konservativen.

    Merz’ Duzfreund Weimer

    Das prominenteste und ranghöchste Beispiel ist Wolfram Weimer. Bereits kurz nachdem im vergangenen Frühjahr öffentlich wurde, dass Friedrich Merz seinen Duzfreund Weimer zum Kulturstaatsminister machen wollte, hagelte es von vielen Seiten Kritik an der Personalie, weil Weimer sich bereits in der Vergangenheit als dezidiert konservativer Publizist positioniert hat. Weimer reagierte und beteuerte, kein rechter Kulturkämpfer zu sein, und präsentiert sich seither als Mann der Mitte, der gegen Extremisten an beiden Rändern kämpfe.

    Die Gleichsetzung von “Wokeness” und Neonationalismus gehört entsprechend zu den Dauerthemen Weimers, die er immer wieder proaktiv aufgreift. Linke und Rechte würden sich gegenseitig anstacheln, beide wollten die Kunst politisieren, schrieb Weimer im Juni 2025 in der Süddeutschen Zeitung. Freiheitsfeinde gebe es schließlich rechts wie links. Wo bei Weimer die Mitte endet und die Ränder beginnen, wird deutlich, wenn es um konkrete Akteure geht. Immer wieder nennt er etwa die Partei Die Linke, aber auch noch weitere Akteure. Die Polarisierung zwischen links und rechts spalte die Mitte, sagte Weimer im November 2025 in einem Interview mit der ZEIT. Besonders betrieben werde diese Polarisierung von den Grünen.

    Auch wenn sich Weimer von links wie rechts abgrenzt, nimmt er auffallend häufig Positionen ein, die von jenen rechten Kulturkämpfern, von denen er sich absetzen möchte, nicht weit entfernt sind. So verbot er bei Amtsantritt per Dienstanweisung zunächst Gendersternchen und Binnen-I in seiner Behörde und empfahl auch Museen, Stiftungen sowie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, auf Genderzeichen zu verzichten. Es handele sich dabei um Eingriffe in den Sprachgebrauch und um eine bevormundende Spracherziehung. Gendern vertiefe die Spaltung der Gesellschaft, sagte Weimer im August gegenüber der BILD.

    Nur formale Abgrenzung nach rechts

    Auch in der Erinnerungspolitik setzt Weimer deutliche Duftmarken. Im neuen Gedenkstättenkonzept des Bundes geht es um die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Herrschaft ebenso wie um die der “kommunistischen Diktatur und des SED-Unrechts”, womit mindestens implizit eine Gleichsetzung nahegelegt wird. Nicht enthalten ist jedoch eine kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus. Er wolle vermeiden, die Aufarbeitung des Holocausts zu relativieren, sagte Weimer im Kulturausschuss.

    Weimer ist kein rechtsradikaler Kulturkämpfer, kein verkappter AfD-Mann. Doch er steht für einen Konservatismus, der sich inhaltlich nicht haarscharf von Rechtsaußen trennen lässt. Seine Abgrenzung nach rechts ist vor allem eine formale. Und das macht sein Wirken so gefährlich, denn Kulturkämpfe sind nur wirklich erfolgreich, wenn sie über das Lager, das die Kämpfe bewusst führt, hinaus Wirkung entfalten, wenn es also gelingt, die eigenen Vorstellungen als gesellschaftlich etabliert, als Normalität durchzusetzen, wenn etwa das, was einst als rechts galt, nicht mehr rechts erscheint, sondern als Teil der Mitte.

    Der rechte Kulturkampf – er entfaltet bereits Wirkung.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von ver.di-publik, mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

  12. Die “Deepfake Diaries” im ZDF (2025)

    Mehr oder weniger gelungene Reenacting-Geschichten kennen wir vom ZDF schon lange. Und es ist kein Trend, der etwa am Sender festzumachen ist. Ganz grundsätzlich haben sich über Szenen oder ganze Episoden nachgespielte historische Ereignisse in einer speziellen Sorte Dokumentarfilm als Genrestandard etabliert. Und als Nächstes dann Deepfakes aus der KI? (ZDF)

  13. Kultur unter Druck? - Sven Lehmann: "Kultur ist für mich Demokratiepolitik"

    Sven Lehmann ist der neue Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Bundestag. Er könnte zum Gegenspieler von Kulturstaatsminister Weimer werden.#SvenLehmann #WolframWeimer #AusschussfürKulturundMedien #Kulturetat #KULTUR #Medien #Freie #FreieKulturszene #VIELFALT #Freischaffend
    Ausschuss für Kultur und Medien - Was plant Sven Lehmann?

  14. Digitaler Wochenrückblick 23. KW 2025

    Du, Papa, ist das ein Fake“ und schickt mir einen Link, ich sehe drauf, bin begeistert! „Ne“, sage ich, „Das ist das Endstadium des Kapitalismus!BlackRock, ein nicht unbedeutender Vermögensverwalter aus Nordamerika, „is PISSED about it“, weil UnitedHealth (größter Krankenversicherer) versagt hat. Begonnen hat die Misere, nachdem Luigi Mangione als Schadensregulierer im Dezember des letzten Jahres den knallharten Top-Manager Brian Thompson auf offener Straße zur Strecke gebracht hat, hatten wir hier besprochen.

    BlackRock verklagt UnitedHealth, sie hätten die Anleger „in die Irre geführt“. Es sei nicht absehbar gewesen, dass die negative Publicity dazu führen könne, die Verträge einzuhalten und mehr Behandlungen abzurechnen als vorher, das schmälert die Gewinne. Absurd? Dann werft selbst ein Blick drauf

    Der nordamerikanische Wirtschaftszweig Gesundheit ist nicht unbedingt Vorbild für unser Land, das bemerkt auch gerade unsere Ärzteschaft. Der Co-Vorsitzende des Ausschusses „Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung“ Dr. Peter Bobbert macht Anleihen bei Airbus und sagt: „Wir brauchen jetzt Souveränität, Unabhängigkeit und einen echten europäischen ‘Airbus-Moment’ in der KI-Entwicklung.“ Klingt ansprechend, hat nur einen Haken, denn den Airbus konnten wir selbst entwerfen und in die Lüfte steigen lassen, bei der Digitalisierung stürzen wir ungebremst in ein Loch, weil Politik und Entscheidungsträger damit nix anfangen können.

    Kopfzerbrechen bereitet der Ärzteschaft die Monopolisierung der KI-Systeme, die auch nicht alles können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Qualität der Daten entscheidend sei. Dem kann natürlich Abhilfe geschaffen werden, die Daten stehen demnächst – dank der elektronischen Patientenakte (ePA) – im Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) zur Verfügung. Microsoft, Google, Amazon stehen bereit, ihre KIs mit diesem einmaligen Datenschatz zu trainieren, bunt aufzupeppen und dem Wirtschaftszweig Gesundheit in Deutschland wieder zuzuführen – gegen ein angemessenes Entgelt, versteht sich.

    Damit das funktionieren kann, müssen wir das FDZ über die ePA fleißig füttern. Das hat die Gematik perfekt gelöst, denn die Kosten tragen tragen unsere Kassen, vulgo wir. Insgesamt eine Win-Win-Situation, wir stellen die Daten auf unsere Kosten, die die Big-Tech-Konzerne brauchen, um uns danach ihre KI für unsere Ärzte zu verkaufen. Eingepasst in proprietäre Praxisverwaltungssysteme der Koblenzer CGM, ebenfalls ein Monopolist. Demnächst alles mit einem Aufschlag für Kassenpatienten.

    Sollen wir uns wirklich dagegen wehren?

    Mit den bestehenden Monopolen fahren wir doch sehr gut. Unser neuer Kulturstaatsminister, Wolfram Weimer, möchte davon profitieren, er wünscht von Google oder Meta eine Art Digitalzoll, eine Abgabe von zehn Prozent auf Einkünfte aus der Werbevermarktung hält er für moderat und legitim, redet von einem „Plattform-Soli“. Fragt sich nur, warum die Amis unsere digitale Inkompetenz finanzieren sollen. Nimmt sich als Vorbild Österreich, die „nur“ fünf Prozent verlangen, sagt „Es hat aber dazu geführt, dass die Konzerne endlich einen kleinen Steuerbeitrag für die Gesellschaft leisten, also ihre gewaltige Marge etwas sinkt. Zugleich öffnet das den Wettbewerb.” – Äh, welcher Wettbewerb? Er bezieht sich auf den Koalitionsvertrag „Medienvielfalt stärken – Meinungsfreiheit sichern“, verbreitet weiterhin Regierungsmitteilungen auf Elon Musks „X“-Plattform, selbst hat der Beauftragte für Kultur und Medien zum Beispiel keinen Auftritt bei Mastodon (wie andere Regierungsbehörden), das nenne ich Einfalt, nicht Vielfalt. Und Zoll, ist das nicht das Stichwort unserer Tage? Bin gespannt, was aus Nordamerika zurückkommt.

    Souveränität gestaltet sich anders, selbst die Bundeswehr findet es mittlerweile wenig bekömmlich, dass ihre frisch bestellten milliardenschweren F35-Kampfjets nur mit einer Cloud aus Übersee betrieben werden können. Da haben Worte wie: Softwarefehler, Cyberangriff, Manipulation einen ganz anderen, sicherheitsrelevanten Wert.

    Bekomme ich von Martin Böttger einen Link zur Bundeswehr und sehe: es ist nicht die einzige Panne! Der Bundeswehr fehlen so ungefähr eine Million Reservisten, schreibt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Den Schuldigen hat die Bundeswehr bereits ausgemacht, nicht die Russen, der Datenschutz ist schuld. Und klar, für die Sicherheit muss der Datenschutz zurücktreten, eine Gesetzesänderung steht zur Debatte.

    Der Vorsitzende des Reservistenverbandes Patrick Sensburg sagt in der WAZ: „Wir haben ihre Kontaktdaten verloren“ und nennt tatsächlich als Grund strenge Datenschutzregeln! Die hatten mit der Aussetzung der Wehrkraft schlichtweg vergessen, ihre altgedienten Soldaten in der Reserve zu katalogisieren, selbst von den kampferprobten Afghanistan-Veteranen haben sie keine Anschriften. Deshalb wollen sie die Einwohnermeldeämter anzapfen. Von den Big-Tech-Konzernen lernen, heißt siegen lernen – die hätten sich nur unterschreiben lassen müssen, wie ihre Daten verwendet werden und wofür. Das haben Meta und Co auch getan, vor Jahren schon, mit deutlich weniger ehrenhaften Zielen.

    Die Augen gerade aus – und: Abmarsch!

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geographie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digtalpurist)

  15. Die „Deepfake Diaries“ im ZDF

    Mehr oder weniger gelungene Reenacting-Geschichten kennen wir von ZDF schon lange. Und es ist kein Trend, der etwa am Sender festzumachen ist. Ganz grundsätzlich haben sich über Szenen oder ganze Episoden nachgespielte historische Ereignisse in einer speziellen Sorte Dokumentarfilm als Genrestandard etabliert. Und als Nächstes dann Deepfakes aus der KI?