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#konfliktlosung — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #konfliktlosung, aggregated by home.social.

  1. Reflektierendes #Erinnern, angestoßen durch #Psychologie-Podcast-Folge:

    Habe ich je erlebt, dass ein Elter sich bei mir als #Kind für etwas entschuldigt hat? – Nein.

    Hat es von mir verlangt, mich bei *ihn* / dem anderen Elter zu entschuldigen? – Ja.

    Habe ich je erlebt, dass meine #Eltern sich bei einander für etwas entschuldigt haben? – Nein.

    Manchmal fasse ich nicht, was trotz meiner Eltern aus mir geworden ist.
    #Parentifizierung ➡️ #Selbstschutz

    #Konfliktlösung #Entschuldigen #Augenhöhe

  2. Reflektierendes #Erinnern, angestoßen durch #Psychologie-Podcast-Folge:

    Habe ich je erlebt, dass ein Elter sich bei mir als #Kind für etwas entschuldigt hat? – Nein.

    Hat es von mir verlangt, mich bei *ihn* / dem anderen Elter zu entschuldigen? – Ja.

    Habe ich je erlebt, dass meine #Eltern sich bei einander für etwas entschuldigt haben? – Nein.

    Manchmal fasse ich nicht, was trotz meiner Eltern aus mir geworden ist.
    #Parentifizierung ➡️ #Selbstschutz

    #Konfliktlösung #Entschuldigen #Augenhöhe

  3. Reflektierendes #Erinnern, angestoßen durch #Psychologie-Podcast-Folge:

    Habe ich je erlebt, dass ein Elter sich bei mir als #Kind für etwas entschuldigt hat? – Nein.

    Hat es von mir verlangt, mich bei *ihn* / dem anderen Elter zu entschuldigen? – Ja.

    Habe ich je erlebt, dass meine #Eltern sich bei einander für etwas entschuldigt haben? – Nein.

    Manchmal fasse ich nicht, was trotz meiner Eltern aus mir geworden ist.
    #Parentifizierung ➡️ #Selbstschutz

    #Konfliktlösung #Entschuldigen #Augenhöhe

  4. Reflektierendes #Erinnern, angestoßen durch #Psychologie-Podcast-Folge:

    Habe ich je erlebt, dass ein Elter sich bei mir als #Kind für etwas entschuldigt hat? – Nein.

    Hat es von mir verlangt, mich bei *ihn* / dem anderen Elter zu entschuldigen? – Ja.

    Habe ich je erlebt, dass meine #Eltern sich bei einander für etwas entschuldigt haben? – Nein.

    Manchmal fasse ich nicht, was trotz meiner Eltern aus mir geworden ist.
    #Parentifizierung ➡️ #Selbstschutz

    #Konfliktlösung #Entschuldigen #Augenhöhe

  5. Umgang mit gemeinsamen Immobilien: Konfliktlinien erkennen und mediativen Lösungen Raum geben

    1. Einführung: Immobilien als zentrales Konfliktfeld Gemeinsames Eigentum an Immobilien stellt nach Trennung oder Scheidung ein besonders sensibles Konfliktfeld dar. Immobilien sind nicht nur finanzielle Werte, sondern oft auch emotionale Ankerpunkte, etwa Familienhäuser oder Eigentumswohnungen. Photo by Susanne Jutzeler on Pexels.com Konflikte entstehen häufig durch unterschiedliche Vorstellungen über Nutzung, Verwertung oder Verkauf und durch finanzielle Belastungen, die beide […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  6. Umgang mit gemeinsamen Immobilien: Konfliktlinien erkennen und mediativen Lösungen Raum geben

    1. Einführung: Immobilien als zentrales Konfliktfeld Gemeinsames Eigentum an Immobilien stellt nach Trennung oder Scheidung ein besonders sensibles Konfliktfeld dar. Immobilien sind nicht nur finanzielle Werte, sondern oft auch emotionale Ankerpunkte, etwa Familienhäuser oder Eigentumswohnungen. Photo by Susanne Jutzeler on Pexels.com Konflikte entstehen häufig durch unterschiedliche Vorstellungen über Nutzung, Verwertung oder Verkauf und durch finanzielle Belastungen, die beide […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  7. Umgang mit gemeinsamen Immobilien: Konfliktlinien erkennen und mediativen Lösungen Raum geben

    1. Einführung: Immobilien als zentrales Konfliktfeld Gemeinsames Eigentum an Immobilien stellt nach Trennung oder Scheidung ein besonders sensibles Konfliktfeld dar. Immobilien sind nicht nur finanzielle Werte, sondern oft auch emotionale Ankerpunkte, etwa Familienhäuser oder Eigentumswohnungen. Photo by Susanne Jutzeler on Pexels.com Konflikte entstehen häufig durch unterschiedliche Vorstellungen über Nutzung, Verwertung oder Verkauf und durch finanzielle Belastungen, die beide […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  8. Umgang mit gemeinsamen Immobilien: Konfliktlinien erkennen und mediativen Lösungen Raum geben

    1. Einführung: Immobilien als zentrales Konfliktfeld Gemeinsames Eigentum an Immobilien stellt nach Trennung oder Scheidung ein besonders sensibles Konfliktfeld dar. Immobilien sind nicht nur finanzielle Werte, sondern oft auch emotionale Ankerpunkte, etwa Familienhäuser oder Eigentumswohnungen. Photo by Susanne Jutzeler on Pexels.com Konflikte entstehen häufig durch unterschiedliche Vorstellungen über Nutzung, Verwertung oder Verkauf und durch finanzielle Belastungen, die beide […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  9. Umgang mit gemeinsamen Immobilien: Konfliktlinien erkennen und mediativen Lösungen Raum geben

    1. Einführung: Immobilien als zentrales Konfliktfeld Gemeinsames Eigentum an Immobilien stellt nach Trennung oder Scheidung ein besonders sensibles Konfliktfeld dar. Immobilien sind nicht nur finanzielle Werte, sondern oft auch emotionale Ankerpunkte, etwa Familienhäuser oder Eigentumswohnungen. Photo by Susanne Jutzeler on Pexels.com Konflikte entstehen häufig durch unterschiedliche Vorstellungen über Nutzung, Verwertung oder Verkauf und durch finanzielle Belastungen, die beide […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  10. Eigeninteresse, Gemeinwohl und ethische Orientierung

    Die Balance zwischen Selbstschutz und Verantwortung 1. Einführung: Die ethische Dimension von Konflikten Konflikte konfrontieren Menschen nicht nur mit äußeren Herausforderungen, sondern auch mit inneren Dilemmata. Jede Entscheidung betrifft nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch das Umfeld und die sozialen Beziehungen. Es zeigt sich, dass innere Klarheit, emotionale Intelligenz und systemisches Verständnis die Grundlage wirksamer Konfliktbearbeitung bilden. Die zentrale These […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  11. Eigeninteresse, Gemeinwohl und ethische Orientierung

    Die Balance zwischen Selbstschutz und Verantwortung 1. Einführung: Die ethische Dimension von Konflikten Konflikte konfrontieren Menschen nicht nur mit äußeren Herausforderungen, sondern auch mit inneren Dilemmata. Jede Entscheidung betrifft nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch das Umfeld und die sozialen Beziehungen. Es zeigt sich, dass innere Klarheit, emotionale Intelligenz und systemisches Verständnis die Grundlage wirksamer Konfliktbearbeitung bilden. Die zentrale These […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  12. Eigeninteresse, Gemeinwohl und ethische Orientierung

    Die Balance zwischen Selbstschutz und Verantwortung 1. Einführung: Die ethische Dimension von Konflikten Konflikte konfrontieren Menschen nicht nur mit äußeren Herausforderungen, sondern auch mit inneren Dilemmata. Jede Entscheidung betrifft nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch das Umfeld und die sozialen Beziehungen. Es zeigt sich, dass innere Klarheit, emotionale Intelligenz und systemisches Verständnis die Grundlage wirksamer Konfliktbearbeitung bilden. Die zentrale These […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  13. Eigeninteresse, Gemeinwohl und ethische Orientierung

    Die Balance zwischen Selbstschutz und Verantwortung 1. Einführung: Die ethische Dimension von Konflikten Konflikte konfrontieren Menschen nicht nur mit äußeren Herausforderungen, sondern auch mit inneren Dilemmata. Jede Entscheidung betrifft nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch das Umfeld und die sozialen Beziehungen. Es zeigt sich, dass innere Klarheit, emotionale Intelligenz und systemisches Verständnis die Grundlage wirksamer Konfliktbearbeitung bilden. Die zentrale These […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  14. Eigeninteresse, Gemeinwohl und ethische Orientierung

    Die Balance zwischen Selbstschutz und Verantwortung 1. Einführung: Die ethische Dimension von Konflikten Konflikte konfrontieren Menschen nicht nur mit äußeren Herausforderungen, sondern auch mit inneren Dilemmata. Jede Entscheidung betrifft nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch das Umfeld und die sozialen Beziehungen. Es zeigt sich, dass innere Klarheit, emotionale Intelligenz und systemisches Verständnis die Grundlage wirksamer Konfliktbearbeitung bilden. Die zentrale These […]

    anwaltsblog.wordpress.com/2026

  15. @_rya_

    Wenn ich es richtige verstehe geht es zum einen um eine Voraussetzung, d.h. um einen bestehenden Konflikt, der als nicht lösbar beurteilt wird. Hieraus soll dann eine Schlussfolgerung, nämlich Konsequenzen, gezogen werden.

    Fangen wir beim Konflikt an: das Leben ist voller Konflikte, schon wenn es um die Befruchtung der Eizelle geht- bis hin zum Ende, wenn Menschen sich an das Leben klammern, nicht loslassen wollen, dem Tod noch einige Tage, Stunden, Monate abzuringen versuchen.

    Sprich, ein Leben ohne Konflikte gibt es nicht.

    Wann ist ein Konflikt unlösbar? Immer wenn Menschen miteinander zu tun haben, so meine Haltung, gibt es keine wirklich unlösbaren Konflikte, denn Menschen sind prinzipiell veränderungsfähig.

    Mit ist schon klar, in der Praxis stehen wir regelmäßig vor unlösbar scheinenden Konflikten.

    Gehen wir also von einem solchen aus: welche Konsequenzen ziehen wir?

    Welche Haltung nehmen wir, wenn es um Konflikte mit Mitmenschen geht, ein? Nehme ich das Gegenüber als Mitmenschen wahr, der mit mir in der Welt zu sein genauso ein Anrecht hat, wie ich selbst?! Dann mag mich sein Verhalten stören, seine Meinungen mag ich nicht ansatzweise teilen, aber als Menschen kann ich ihm begegnen. Mit einer Haltung des Mitgefühls. Nicht des Mitleids. Oftmals sind Mitmenschen die uns 'schwierig' dünken, traurige, innerlich einsame Menschen, sie leben innerlich in einer Wüste. Sich Menschen mit Mitgefühl zu nähern, kann uns entlasten, nimmt Druck aus Konflikten.

    Vielleicht geht es bei Ihnen um etwas viel banaleres?

    #konflikt #konflikte #Konfliktlösung #konfliktlosungsmoglichkeiten #trauer #wuste #leere #freitag #freitagabend

  16. @_rya_

    Wenn ich es richtige verstehe geht es zum einen um eine Voraussetzung, d.h. um einen bestehenden Konflikt, der als nicht lösbar beurteilt wird. Hieraus soll dann eine Schlussfolgerung, nämlich Konsequenzen, gezogen werden.

    Fangen wir beim Konflikt an: das Leben ist voller Konflikte, schon wenn es um die Befruchtung der Eizelle geht- bis hin zum Ende, wenn Menschen sich an das Leben klammern, nicht loslassen wollen, dem Tod noch einige Tage, Stunden, Monate abzuringen versuchen.

    Sprich, ein Leben ohne Konflikte gibt es nicht.

    Wann ist ein Konflikt unlösbar? Immer wenn Menschen miteinander zu tun haben, so meine Haltung, gibt es keine wirklich unlösbaren Konflikte, denn Menschen sind prinzipiell veränderungsfähig.

    Mit ist schon klar, in der Praxis stehen wir regelmäßig vor unlösbar scheinenden Konflikten.

    Gehen wir also von einem solchen aus: welche Konsequenzen ziehen wir?

    Welche Haltung nehmen wir, wenn es um Konflikte mit Mitmenschen geht, ein? Nehme ich das Gegenüber als Mitmenschen wahr, der mit mir in der Welt zu sein genauso ein Anrecht hat, wie ich selbst?! Dann mag mich sein Verhalten stören, seine Meinungen mag ich nicht ansatzweise teilen, aber als Menschen kann ich ihm begegnen. Mit einer Haltung des Mitgefühls. Nicht des Mitleids. Oftmals sind Mitmenschen die uns 'schwierig' dünken, traurige, innerlich einsame Menschen, sie leben innerlich in einer Wüste. Sich Menschen mit Mitgefühl zu nähern, kann uns entlasten, nimmt Druck aus Konflikten.

    Vielleicht geht es bei Ihnen um etwas viel banaleres?

    #konflikt #konflikte #Konfliktlösung #konfliktlosungsmoglichkeiten #trauer #wuste #leere #freitag #freitagabend

  17. @_rya_

    Wenn ich es richtige verstehe geht es zum einen um eine Voraussetzung, d.h. um einen bestehenden Konflikt, der als nicht lösbar beurteilt wird. Hieraus soll dann eine Schlussfolgerung, nämlich Konsequenzen, gezogen werden.

    Fangen wir beim Konflikt an: das Leben ist voller Konflikte, schon wenn es um die Befruchtung der Eizelle geht- bis hin zum Ende, wenn Menschen sich an das Leben klammern, nicht loslassen wollen, dem Tod noch einige Tage, Stunden, Monate abzuringen versuchen.

    Sprich, ein Leben ohne Konflikte gibt es nicht.

    Wann ist ein Konflikt unlösbar? Immer wenn Menschen miteinander zu tun haben, so meine Haltung, gibt es keine wirklich unlösbaren Konflikte, denn Menschen sind prinzipiell veränderungsfähig.

    Mit ist schon klar, in der Praxis stehen wir regelmäßig vor unlösbar scheinenden Konflikten.

    Gehen wir also von einem solchen aus: welche Konsequenzen ziehen wir?

    Welche Haltung nehmen wir, wenn es um Konflikte mit Mitmenschen geht, ein? Nehme ich das Gegenüber als Mitmenschen wahr, der mit mir in der Welt zu sein genauso ein Anrecht hat, wie ich selbst?! Dann mag mich sein Verhalten stören, seine Meinungen mag ich nicht ansatzweise teilen, aber als Menschen kann ich ihm begegnen. Mit einer Haltung des Mitgefühls. Nicht des Mitleids. Oftmals sind Mitmenschen die uns 'schwierig' dünken, traurige, innerlich einsame Menschen, sie leben innerlich in einer Wüste. Sich Menschen mit Mitgefühl zu nähern, kann uns entlasten, nimmt Druck aus Konflikten.

    Vielleicht geht es bei Ihnen um etwas viel banaleres?

    #konflikt #konflikte #Konfliktlösung #konfliktlosungsmoglichkeiten #trauer #wuste #leere #freitag #freitagabend

  18. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  19. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  20. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  21. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  22. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  23. #Beteiligungsverfahren führen nicht zu Verzögerungen bei der #Energiewende, sondern tragen zur #Konfliktlösung u. #Akzeptanz bei. Trotz des Aufwandes sind sie daher eine lohnende Investition
    l1nq.com/vtJWr
    F: S. Reents/BePart

  24. 🤝 #ScrumDay2025 Rückblick – „Konflikte lösen mit dem Harvard-Prinzip – verhandeln statt streiten“ vonTal Uscher & Anne Leut
    Konflikte? Gern. Aber ohne Schaum vorm Mund. Harvard-Prinzip statt Reiz-Reaktion.
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    Takeaway: Besser verhandeln als streiten.
    #Konfliktlösung #Teams

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  26. Buchvorstellung in Augsburg: „Reden statt streiten“ von Robert C. Summers!

    Heute wurde in Augsburg das Buch meines wirklich sehr geschätzten Freundes und inspirierenden Gesprächspartners Robert C. Summers vorgestellt. 20 Strategien für respektvolle Kommunikation & klare Grenzen – ein wertvoller Leitfaden für alle, die Konflikte lösen statt eskalieren lassen wollen.

    📖 Mehr zum Buch: buchshop.bod.de/reden-statt-st

    #Buchvorstellung #Kommunikation #Konfliktlösung #Augsburg #Gesprächskultur #BuchTipp

  27. @m0n0krom

    Pazifismus erzwingt, dass wir deeskalieren müssen.

    Das gibt inzwischen für Jugendliche und Erwachsene.
    zB:
    prodema-online.de/deeskalation

    Und das muss für Konflikte zwischen Staaten entwickelt werden.

    Dabei gibt bereits Menschen, die sich damit beschäftigen, zB:

    wissenschaft-und-frieden.de/ar

    #Friedensforschung #Frieden #Krieg
    #Konfliktlösung #Deeskalation