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#asozialenetzwerke — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #asozialenetzwerke, aggregated by home.social.

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  1. Der Anschlagsreflex – ein Ablenkungsmanöver?

    Lange keinen Anschlag gehabt? Nun überbieten sich die rechten Politiker wieder ohne Sachkenntnis, aber mit jeder Menge neuer Maßnahmen zum Rechtstaatsabbau, um von den Verantwortlichkeiten im Einzelnen abzulenken, das eigene politische Süppchen zu kochen. Und Dinge zu fordern, die sachfremd sind, nichts nützen, aber Vorurteile vertiefen, ein Klima der Intoleranz und des Glaubens in die Allmacht eines “starken Staates” und einer autoritären Gesellschaft stärken. Sprich: die Demokratie weiter in Zweifel ziehen und abbauen. Verschärfung des Jugendstrafrechts, elektronische Fußfessel, Entzug der Staatsbürgerschaft – politischer Unsinn, den die CDU/CSU fordert, bevor es die AfD tut.

    Egal wie sachfremd, wirkungslos oder bereits vorhanden, erstmal wird drauflosgeschwafelt, irgendeine Symbolpolitik ohne Wirkung  wird man am Ende auf jeden Fall durchbekommen – so das Ergebnis der meisten Anschläge der letzten dreißig Jahre, von 9/11 bis heute.  Ob von Rechtsextremisten (die allermeisten), Islamisten (die spektakulärsten und am meisten von rechts politisch instrumentalisierten) Linksextremisten (von denen bisher keine gefunden oder identifiziert wurden, die es aber gewesen sein müssen, damit die blödsinnige “Hufeisentheorie:” links gleich rechts, wieder stimmt). Nach jedem Vorfall dieser Art melden sich die üblichen Verdächtigen, Dobrindt, Söder, ein Polizei-Lobbyist mit SPD-Parteibuch, und alle fordern sie “Härte” des Gesetzes, Verschärfungen, und mehr staatliches Eingreifen – nur gegen die Ursachen geht niemand vor.

    Präventivhaft, Fußfessel und Erwachsenenstrafrecht?

    Wer wie Innenminister Dobrindt “Präventivhaft” für Gefährder vorschlägt, macht damit deutlich, zum einen nicht zu wissen, wovon er spricht, denn die Zahl allein der islamistischen “Gefährder” wird in Deutschland von den Verfassungsschutzbehörden mit zwischen 410 und ca. neuntausend beziffert. Aber diese Erkenntnisse sind Vermutungen und Einschätzungen, die nicht aus konkreten strafbaren Handlungen, sondern überwiegend aufgrund von Beobachtungen im Vorfeld, Nutzung bestimmter Inhalte im Netz, Zugehörigkeit zu bestimmten Foren oder Chatgruppen, Teilnahme an Veranstaltungen oder Besuch von bestimmten Moscheen beruhen. Ein Rechtsstaat des Grundgesetzes kann aber nicht wie der NS-Staat aufgrund von Vermutungen “präventiv” in “Schutzhaft” nehmen, wer nicht wegen konkreter Taten oder Tatpläne verurteilt wurde. Selbst bei verurteilten Straftätern wie dem Berliner Fall ist die konkrete Situation eben nicht einfach. Der befand sich nämlich mitnichten “auf Bewährung” in Freiheit, sondern weil die Staatsanwaltschaft gegen seine Verurteilung Revision eingelegt hatte und deshalb das Urteil nicht rechtskräftig war. Die Aufhebung des Haftbefehls war somit zwangsläufig.

    Täter war unter Beobachtung des LKA

    Das zuständige Gericht hatte die Strafe gerade nicht zur Bewährung ausgesetzt, sondern eine “Vorbewährung” verhängt, mit der Deliquenten zur Teilnahme an einem  De-Islamisierungskurs gezwungen werden können. Dieses war eingeleitet worden, zwei Termine hatten stattgefunden, aber ebensowenig zu einem Ergebnis geführt,  wie eine vom LKA Berlin durchgeführte Videoüberwachung seines Hauseingangs, die keine konkreten Hiweise auf seine geplante Tat ergaben. Auch eine elektronische Fußfessel hätte mit großer Wahrscheinlichkeit seinen Anschlag nicht verhindern können, da damit zwar sein Standort zu verfolgen gewesen wäre, aber anders als im Falle der Annäherung von verurteilten Beziehungstätern an ihre Opfer, ja keine permanente Überwachung rund um die Uhr möglich gewesen ist. Die Frage, an welcher Stelle Fehler gemacht wurden, wird sich also viel eher im Bereich der ja stattgefundenen Observationsmaßnahmen und der Anwendung von Gesetzen stellen, nicht aber im Bereich der jetzt wieder erhobenen Forderungen nach Gesetzesverschärfungen.

    Jurist sieht Forderungen nach Strafverschärfungen kritisch

    Ein aufschlussreiches Interview gab heute der Jurist Prof. Dr. Matthias Jahn dem Deutschlandfunk. Er hält die vorgeschlagenen Maßnahmen für eine “Ablenkungsstrategie”. Denn die geforderten Möglichkeiten, gegen einen konkret bevorstehenden Anschlag Präventivgewahrsam zu verhängen, wie sie in einigen Landespolizeigesetzen z.B. in Bayern möglich ist, ist nur in sehr engen Grenzen wegen der Verhältnismäßigkeit eines derartig tiefen des Grundrechtseingriffes möglich. Auch wurde diese Möglichkeit geschaffen, um z.B. Gewalttaten im Zusammenhang mit Demonstrationen zu verhindern.  Gleichwohl hätten die Behörden in Berlin nach der dortigen Rechtslage wohl auch ohne Gesetzesänderungen zumindest zeitlich begrenzt von einer solchen Regelung Gebrauch machen können. Wenn man denn zur Einschätzung gekommen wäre, dass ein Terroranschlag wirklich konkret bevorstand. Genau dafür hat aber wohl die Observation durch das LKA keine Anhaltspunkte ergeben. Es fällt Politikern wie Dobrindt offensichtlich schwer, zuzugeben, dass es eben bei der Einschätzung auch im konkreten Fall niemals absolute Sicherheit geben kann. Anstatt dies zuzugeben, werden nun wieder alle möglichen Verschärfungen gefordert, die die Illusion wecken, es gäbe eine absolute Sicherheit, die es in Wirklichkeit in einem demokratischen Rechtsstaat niemals geben kann.

    Handlungsunfähigkeit gegen Agitation im Internet und vor Ort?

    Aufgrund des offensichtlichen Widerspruchs zwischen Forderung von Scheinlösungen aus der Politik, von denen die Politiker, die sie erheben, eigentlich wissen müssten, dass sie weder mit unserer Verfassung vereinbar sind, und zudem auch gar nicht wirksam wären, selbst wenn sie beschlossen würden, entsteht genau die Glaubwürdigkeitslücke, die Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremisten von der AfD ist. So kann die AfD ein Wahlkampfthema besetzen und “AfD-Halbierer” Merz hat wieder ein Eigentor geschossen.  Anstatt das Jugendstrafrecht verschärfen zu wollen, das ohnehin für den 21-jährigen Täter eine untergeordnete Rolle spielte, wäre es besser gewesen nachzudenken und die Ursachen zu betrachten, wie Thüringens Verfassungsschutzchef  Stephen Kramer gegenüber dem “Kölner Stadtanzeiger”:  “Wir stellen fest, dass wir es bei radikalisierten Extremisten immer öfter mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Sie sind insbesondere in der Adoleszenz besonders vulnerabel, d.h. emotional empfänglich für soziale Bindungen, die dann später missbraucht werden und zur Radikalisierung führen. Die Hemmschwelle, auch brutale Gewalt einzusetzen, sinkt abei immer schneller und öfter.”

    Salafistin im Rheinischen Braunkohlerevier

    Ein nahes Beispiel dafür ist die Salafistin Hanna Hansen, fünfmalige Deutsche Meisterin im Kickboxen, die auf ihren Social-Media-Kanälen u.a. bei Instagram mit 224.000 Followern vor allem junge Frauen missioniert, zum Islam zu konvertieren. Sie befürwortet die Unterwerfung unter eine religiöse Ordnung und hetzt gegen demokratische Freiheiten u.a. unter Verwendung verfassungswidriger Symbole.  In Niederaußem bei Bergheim nahe Köln bot sie in einer Kampfsportschule, die vom bekannten Salafisten Pierre Vogel gegründet und betrieben wurde, Kampfsporttraining für Frauen an. Vogel wiederum erteilt laut “Kölner Stadtanzeiger” im dortigen “Fight Club” vier- bis zehnjährigen Kindern Boxtraining. Die Gemeinde Bergheim hat bisher dagegen keine rechtliche Handhabe gefunden.

    Islamismus und rechte Gewalt, Terror und Hetze – ohne Konsequenz für die Plattformen

    Nach unserem Strafgesetzbuch wird der Anstifter wie der Täter bestraft. Wer also jemanden dazu bestimmt, eine Straftat zu begehen, oder jemandem die Gelegenheit bietet, dies zu tun, sollte wie der Täter bestraft werden. Das gilt in der analogen Welt. Aber der Rechtsstaat und auch die Politik weigern sich hartnäckig, die Gesetze in der digitalen Welt durchzusetzen. Nahezu alle Terroristen, die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland aus rassistischen, religiösen, rechtsextremistischen oder islamistischen Motiven gemordet haben, haben sich im Internet und auf ganz konkreten Plattformen radikalisiert, die alle bisher ungeschoren geblieben sind. Nicht zuletzt, weil die Politik es versäumt hat, diese Plattformen wirkungsvoll zu regulieren und Presserecht und Strafrecht gegen diese Plattformen und ihre Nutzer durchzusetzen.

    Tech-Oligarchen hofieren – EU-Grundrechtsschutz der Bürger:innen preisgeben

    Die US-Tech-Oligarchen manipulieren mit ihren Algorithmen, die Krawall, Extremismus, Demokratiefeindlichkeit und Islamismus ebenso vorrangig verbreiten, wie Rechtsextremismus. Sie werden dafür weder besteuert, noch von der EU und dem Bundesgesetzgeber zur Verantwortung gezogen. Schlimmer: sie werden geschont und gestreichelt, weil ihr “Pate” Trump mit Zöllen droht. Schlimmer noch: Datenschutz-Grundverordnung, IA-Act und Digital Markets Act, drei wichtige Waffen der EU gegen die Übergriffe, Manipulationen und Datenklau der (a)sozialen Netzwerke werden derzeit “entschärft”. Ausgerechnet EVP-Fraktionschef Weber (CSU) betreibt seit Monaten im Bündnis und mit Unterstützung der rechtsextremen Fraktion im EU-Prlament mit den “Omnibus-Gesetzen” die Verwässerung der Schutzrechte gegenüber den Internetkonzernen der USA.

    Grundrecht auf Informationsfreiheit und informationelle Selbstbestimmung in Gefahr

    Die schwarz-rote Bundesregierung hat darüber hinaus die praktische Abschaffung des Datenschutzes beschlossen, den Teile der Wirtschaft Merz, Dobrindt und Reiche systematisch als “Bürokratie” diffamieren. Wer im Jahr 2026 noch nicht erkannt hat, dass die Bedrohung der Freiheitsrechte im Internet nicht von den Behörden ausgeht, die Grundrechte der Menschen und persönliche Daten schützen, sondern von den Digitalkonzernen, die immer mehr Daten über Konsumenten sammeln, Urheberrechte mißachten, Betriebsgeheimnisse stehlen und Spionage betreiben und damit Menschen gläsern machen, die ihnen inzwischen freiwillig ihre Daten ausliefern, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

    Der SPD muss, als diese Pläne in die Koalitionsvereinbarung geschrieben und im  Kabinett kürzlich bekräftigt  wurden, wohl gerade der Kopf vor Müdigkeit in die Suppenschüssel gefallen sein. Über beide Ohren. Die Wählerin wird es ihnen danken: SPD demnächst einstellig.

  2. Karin Prien besinnungslos?

    Die ohnehin irrlichternde Jugend- und Familienministerin Prien (als Bildungsministerin in Schleswig-Holstein hatte sie per Erlass das Gendern in Schulen verboten) hat ihre neue Weisheit verkündet: Kinder unter drei Jahren sollten keinen Kontakt zu digitalen Medien respektive Smartphones  haben. Wie bitte? DREI Jahre? Wer gibt um Himmels Willen Dreijährigen Smartphones in die Hand? Man wolle “rechtliche Regelungen nicht ausschließen”. Fügte sie hinzu. Wo, frage ich mich, lebt diese Ministerin und in welcher Welt? Was ist das für eine Amateur:innentruppe um Friedrich Merz? Schon die Nummer mit den Demokratie-, Antirassismus- und Antisemitismusprojekten, die Prien gestrichen, abgebrochen oder beendet hat, deutet auf massive Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit dieser Ministerin hin.

    Alle Welt diskutiert derzeit die Möglichkeiten, Jugendliche von Smartphones auszuschließen. Von dreizehn und vierzehn Jahren ist dabei die Rede. Jenseits der Frage, ob ein solches Smartphone-Verbot überhaupt wirkungsvoll wäre, und der Frage, ob damit nicht auch das Grundrecht auf Informationsfreiheit Minderjähriger verletzt würde, spricht es doch nicht für die Kompetenz einer Jugendministerin, wenn sie ernsthaft erklärt, dass Kinder unter drei Jahren keinen Zugang zu digitalen Medien bekommen sollten. Ist das wirklich das eigentliche Problem? Gibt es eine relevante Zahl von Kleinkindern unter 3 Jahren, die schon Opfer digitaler Medien sind? Wäre dem wirklich so, wäre die Reaktion der Ministerin geradezu eine Verharmlosung und allein deswegen kritikwürdig und unangemessen.

    Abstinenz ist nicht die Lösung!

    Ich gebe zu, dass ich, trotz Datenschützer zu sein, meine eigene Tochter im Alter von sieben Jahren mit einem eigenen Handy ausgestattet habe. Das war ein blaues Ericsson T10 – mit dem konnte man telefonieren, SMS austauschen und 110 anrufen. Wir waren gerade nach Bornheim umgezogen, und sie ging weiter in Bonn in die Schule – unterwegs mit der Straßenbahn und auf dem Schulweg an Junkies vorbei.  Sie hat es nie für Notfälle benutzt – es war nur ein Backup, aber sie ging damit verantwortungsvoll um, wie später mit ihrem ersten Laptop. Aber von Datenabhängigkeit, asozialen Netzwerken, Manipulation durch Fake News war 1998 auch noch keine Rede und nichts in Sicht. Aber digitale Medien ab drei oder vier Jahre? In welchem Universum hält sich diese Ministerin auf? Welche Expert:innen im Ministerium lesen ihre Presseerklärungen gegen?

    Digitale Unkenntnis und Hilflosigkeit prägt diese Bundesregierung

    Die Gefahren asozialer Netzwerke, deren Opfer Kinder und Jugendliche werden können bzw. schon sind, steht diese Bundesregierung stümperhaft und völlig hilflos gegenüber. Weil sie sich nicht nur weigert, die asozialen Netzwerke der US-Tech-Oligarchen zu regulieren, sondern stattdessen die europäischen Bollwerke dagegen schwächt, indem sie den Digital Markets Act, AI-Act und DSGVO durchlöchert und abschwächt. Dank dem CSU-Strippenzieher im EU-Parlament, Herrn Manfred Weber mit Unterstützung der Ultrarechten um Meloni, Le Pen, AfD und Co.  mit den “Omnibus”-Gesetzen. Und in Deutschland betrachtet die rot-schwarze Koalition von Merz/Reiche Datenschutz sowieso als “Bürokratie” und arbeitet an seiner Abschaffung. Die Meldung über Frau Prien müsste also richtg heissen: “Prien will Kinder von 4 Jahren  an nicht mehr vor digitalen Medien schützen”. Was für eine Kapitulation vor den asozialen Netzwerken und Manipulationsapparaten der US-Tech-Oligarchen! J.D. Vance hätte seine reine Freude daran. Und Elon Musk und Mark Zuckerbarg sowieso. Die trinken darauf ein Eierlikörchen.

    Fazit: Sie können es nicht

    Ich bekomme regelmässig Pickel, wenn ich junge Mütter und Väter sehe, die mit ihren Säuglingen oder Kleinkindern im Kinderwagen unterwegs sind und dabei am Handy hängen. Das Kleine schreit, deutet, sabbert, gurgelt oder übt erste Laute und Mama chattet oder guckt irgendeinen Scheiß auf Instagram oder TikTok. Ich wage mir die Folgen nicht auszumalen. Mein Psychologe nennt das Schädigung durch Ignoranz. Wenn Kleinstkinder kein reales Gegenüber haben oder ständig ignoriert werden, keine Gefühläußerungen gespiegelt bekommen, können diese etwa die Borderline-Störung entwickeln. Was wäre die Aufgabe der Familienministerin wirklich: wissenschaftliche Untersuchungen, Feldstudien, Analysen zu beauftragen über Medienkonsum, mögliche Folgen, Auswirkungen auf die Gehirnleistung und Anhaltspunkte für Verhaltensänderungen. Um daraus Konsequenzen zu ziehen und entsprechende Initiativen zu ermöglichen.

    Keine Initiativen erkennbar

    Die wissenschaftliche Untersuchung der Folgen einer immer rascheren Folge von Digitalisierungsschüben und ihrer Auswirkungen wäre das Gebot der Stunde, um zu klären, welche Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft und das Sozialverhalten, wie z.B. die steigende Gewaltbereitschaft, ebenso wie die das ständige Überschreiten von Grenzen des sozialen Verhaltens, der Achtung der Menschenwürde, der persönlichen Wertschätzung und desssen, was einmal “Sitte und Anstand” genannt wurde. Was bringt Menschen dazu, sich über das Internet zu radikalisieren, humane Maßstäbe zu ignorieren, faschistische und rassistische, homophobe oder frauenfeindliche Verhaltensweisen nicht nur zu tolerieren, sondern anzunehmen und zu verstärken? Wer profitiert von dieser Entwicklung, und welche Gesetze und Regulierungen wären notwendig, um diese für Jugendschutz und soziale Entwicklung gefährlichen Tendenzen zu verhindern oder ihnen aktiv entgegen zu wirken? – Bisher Fehlanzeige! Seit Angela Merkel hat die CDU/CSU nichts dazugelernt. Das Internet ist immer noch Neuland…

     

  3. Krieg als Kulissenschieberei

    mit Update mittags

    Es wäre komisch, ja albern und lächerlich – wenn es nicht so viele Opfer, Tote, Verstümmelte, Traumatisierte – mit sich brächte.

    René Martens/MDR-Altpapier: “Online-Radikalisierung als Staatsräson – Wenn es einer kriegführenden Regierung vor allem darum geht, spektakuläre Grausamkeiten für die digitalen Ökonomien zu produzieren: Sind für den Journalismus solche Entwicklungen mit den herkömmlichen außenpolitischen Kategorien überhaupt analysierbar?”

    Während “Europa” in Gestalt von von der Leyen (EU-Kommission), Weber (EVP) und Merz die Nähe von Trump und seinen Jüngern sucht, weiss der nicht, wie er zuhause noch Wahlen überstehen soll – sofern er die stattfinden lassen muss …

    Wer leistet Widerstand? (mehr dazu hier am Nachmittag als Update).

    Update

    Zunächst: welchen Widerstand?

    Ich sehe zwei Möglichkeiten: den kommunikativen Rahmen so akzeptieren, wie er ist, weil der Versuch, ihn zu revolutionieren, sowieso zwecklos ist. So agieren derzeit nach meinem Eindruck alle relevanten Parteien, wählbare wie unwählbare.

    Auf dieser Basis sollten und können Cem Özdemir und die Jungen Grünen. sich zusammentun. Bei der Inszenierung ihres angeblich “fundamentalen” Konflikts miteinander schaffen sie vor allem eines: Aufmerksamkeit. Beide Seiten funktionieren auch exakt so. Inszenierung: 1a. Veränderung gesellschaftlicher Machtverhältnisse: NULL. Wenn Özdemir gut beraten ist, und beratbar ist er meines Wissens, wird er die Schlauesten dieser Jungen Grünen – vermutlich geräuschlos – in seine Staatskanzlei locken und dort mit Arbeitsverträgen ausstatten.

    Auch bei der Linkspartei beherrschen sie diese Klaviere zumindest hinreichend dafür, dass sie als Partei nicht getötet werden. Heidi Reichinnek ist mehr als bekannt, und Jan van Aken kann in den alten Medien ganze Sätze unfallfrei formulieren, ohne sich in die zahlreichen gestellten Fallen zu verirren.

    Das aber tun seine Mitglieder in Westberliner Bezirken und anderswo. Es funktioniert einfach zu gut, zur Freude alter und neuer Medien. Und das nicht nur in Westberlin, sondern in allen europäischen Schlüsselländern: wirf den Linken (gesellschaftlich, nicht nur die Partei dieses Namens) einen Israel/Antisemitismus/Palästina/Gaza/Völkermord-Knochen hin, und sie sind so mit ihrer inneren Rechthaber-Erregung ausgelastet, dass sie bei landesweiten Wahlen kein wirkliches Problem mehr darstellen.

    England, Frankreich, Spanien können auf diese Weise alle (noch weiter) nach Rechts kippen. Die jetzigen Regierungen haben mit ihrer neoliberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik den Rechten den Teppich ausgerollt. Und wenn es nicht so ist, stellen die Linken sich selbst ein Bein.

    Damit wäre “meine” Alternative schon erledigt

    Denn die hätte nur europäisch eine Machtoption: die asozialen US-IT-Konzern-Netzwerke werden ebenso mit Regulierung bekämpft und bei Bedarf gefeuert, wie die chinesischen und russischen. Stattdessen werden diskriminierungsfreie, bürgerrechtsorientierte, datensparsame und datenschutzfreundliche europäische Kommunikationsplattformen in öffentlichem Besitz und Verwaltung aufgebaut und politisch gefördert.

    Weil Kommunikation kein Wirtschaftsgut ist, sondern Daseinsvorsorge – für alle Bürger*innen und die Demokratie als System.

    Auf diese Weise wäre Europa eine emanzipatorisches und menschenrechtliches Angebot für die ganze von autoritärer Herrschaft gequälte Welt – “Soft-Power”, die auch ökonomisch manchen Vorteil mit sich brächte.

    “Der Chinese” wäre nicht amüsiert. Denn er ist auf der Gewinnerstrasse. Die Trump-USA und EU-Europa sind so ineinander und miteinander verkeilt, dass sie sich ökonomisch und sozial selbst ruinieren. Die gesperrte Hormuz-Strasse ist zwar für China und ganz Asien ein schmerzhafter Nadelstich. Aber China installiert jetzt schon mehr erneuerbare Energien als der Rest der Welt zusammengerechnet. Und dann sind da noch die “Seltenen Erden”. “DER Chinese” muss also nur ruhigbleiben. Er überfällt ja noch nicht mal Taiwan. Denn es könnte nicht besser laufen. Frage an Gilbert Kolonko: weisst Du, wie der Modi darüber denkt?

    Und ich heissblütiger Rentner muss einsehen: wo sind die, die das umsetzen? Ich kenne keine. Von der Leyen, Weber, Merz, Farage, Le Pen und Meloni sind auf dem Weg unter den Mantel des Donald-Regimes. Eine politikmächtige linke Alternative ist nirgends in Europa zu erkennen. Die Linken sind ja schon für nationalstaatliche Macht zu doof.

    Müssen wir also auf die US-Wähler*innen hoffen? Schon vor den Midterm-Elections, die erst für Anfang November anstehen, versuchen die herrschenden Medien bereits personelle “Alternativen” zum niederlagenbedrohten Trump hochzuschreiben, die eine wichtige Bedingung erfüllen müssen: sie dürfen nichts mit den Alternativen von Bernie Sanders, Alexandria Ocasio-Cortez oder Zohran Mamdani zu tun haben. Denn das liefe womöglich auf Klassenverrat raus. Und welcher*m Milliardär*in, fast alle in aufrüstungsaffinen IT-Konzernen investiert, würde das gefallen?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  4. #Fediverse-Fail: Mainz, Verbraucherzentrale-SH et al.

    Die @verbraucherzentrale_sh ist ja nur die letzte „Institution“ im Dienste der Öffentlichkeit (und ein eingetragener gemeinnütziger Verein), der das Fediverse (noch) nicht verstanden hat. Auch die Landeshauptstadt @mainz_de, deren Rückzug aus dem offenen Netzwerk auf der Zielgeraden des vergangenen Jahres gerade noch abgewendet wurde, hat eigentlich die falschen Schlüsse gezogen.

    Zum Blog: nexxtpress.de/ruhrwellenreiter
  5. Ninja Thyberg – „Pleasure“ (2022)

    „Sexuelle Objektivierung ist nicht unbedingt schlecht“ – Ninja Thyberg hat mit „Pleasure“ einen Film über das Pornobusiness gedreht. Im Interview erzählt die schwedische Regisseurin, warum sie früher Anti-Porno-Aktivistin war – ihre Meinung aber geändert hat. Interview: Fabian Schäfer / fluter.de (ZDF)

    Zum Blog: nexxtpress.de/mediathekperlen/
  6. Arnold Schwarzenegger – „Running Man“ (1987)

    Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, die überzeichneten Muskelkörper. Die gesamte Oberfläche dieses Films hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich das komplett anders. (ARD, Wh.)

    Zum Blog: nexxtpress.de/mediathekperlen/

  7. Juliette Binoche – „So wie du mich willst“ (2019)

    Sie dürfen das gerne auch anders sehen, doch ich halte Frau Binoche für die „größte“ europäische Darstellerin ihrer (meiner) Generation. Ich war erst 23, als ich mich unsterblich in sie verliebt habe und bin ihr seitdem treu geblieben. Somit ist das wohl eine der längsten Beziehungen meines Lebens. (ARTE, Wh.)

    Zum Blog: nexxtpress.de/mediathekperlen/

  8. Sandra Bullock – „Das Netz“ (1995)

    Es gab mal eine Zeit, da war „Cyberspace“ noch kein slicker Marketingbegriff, sondern eine ziemlich apokalyptische Landschaft aus grünem Code, LAN-Kabeln und knarzenden, piependen Modems. 1995 war die Angst noch frisch – und Hollywood gierig danach. „Hackers“ war bunt und anarchisch, „Sneakers“ charmant-paranoid, und dann kam „Das Netz“: der brave, etwas niedliche Corporate-Thriller, der Sandra Bullock mitten ins digitale Bermuda-Dreieck warf. (ZDF)

    Zum Blog: nexxtpress.de/mediathekperlen/

  9. Julius Drost, Moritz Henneberg – „Der talentierte Mr. F.“ (2025)

    Ein Diebstahl der Imagination und eine Geschichte, die fast zu absurd wirkt, um wahr zu sein. Zwei Filmstudenten aus Berlin, Moritz Henneberg und Julius Drost, schaffen mit „Butty“ ein kleines, präzises Stück Animationskunst, das ausgerechnet dort seine Unschuld verliert, wo die Branche sonst nach künstlerischer Anerkennung sucht. Denn plötzlich läuft ihr Film – minimal verändert – unter neuem Namen, und gefeiert als Werk eines völlig Fremden auf den Film-Festivals. (ARD, Neu)

  10. Kristine Kujath Thorp – „Sick of Myself“ (2023)

    Glanz, Glam und Ganzkörperausschlag. Das hier ist der vielleicht fieseste Kommentar zur Selfie-Ära seit „Black Mirror“. Regisseur Kristoffer Borgli verwandelt Selbstmitleid in Hochglanz-Horror und Influencer-Ästhetik in pure Gewalt. Eine abgrundtief-bitterböse Komödie über Liebe, Narzissmus und die Sucht nach Aufmerksamkeit – so brutal ehrlich, dass mir jedes Lachen im Hals stecken bleibt. (ARD, Wh.)

  11. Shirin Neshat, Shoja Azari – „Land of Dreams“ (2021)

    Die USA als Überwachungsstaat, in dem nicht nur Daten, sondern selbst Träume extrahiert, gespeichert und bewertet werden. Ein unglaublicher Film, in dem Migration, Gender, KI und Datenkolonialismus zu surrealen Sequenzen verschmelzen. Die Protagonistin navigiert zwischen Widerstand und Kompliz:innenschaft mit einem totalitären Regime. Das ist satirisch, politisch und visuell unglaublich stark. Eine Allegorie auf Identität, Macht, Kontrolle und die ethische Krise digitaler Gesellschaften. Vielleicht der eine Film, den Sie diesen Monat noch sehen sollten. Weil er einfach völlig anders ist – und so etwas ist wirklich selten! (ARD, Wh.)

  12. Die Spur – „Fake Rescues: Das Geschäft mit dem Tierleid“ (ZDF, 2025)

    Halb tote Pferde, verletzte Hunde, ein trauriger Anblick auf Social Media – dann die Rettung im Video und ein Aufruf zum Spenden. Was steckt wirklich hinter solchen Tierrettungsvideos? Die Autorinnen Caterina Klaeden und Susan Penack haben Videos von selbst ernannten Tierrettern Bild für Bild untersucht. Sie haben Spendenkampagnen durchleuchtet und versucht, herauszufinden, wie es den Tieren aus den Postings wirklich geht. (OTS/ZDF)

  13. Sandra Bullock – „Das Netz“ (1995)

    Es gab mal eine Zeit, da war „Cyberspace“ noch kein slicker Marketingbegriff, sondern eine ziemlich apokalyptische Landschaft aus grünem Code, LAN-Kabeln und knarzenden, piependen Modems. 1995 war die Angst noch frisch – und Hollywood gierig danach. „Hackers“ war bunt und anarchisch, „Sneakers“ charmant-paranoid, und dann kam „Das Netz“: der brave, etwas niedliche Corporate-Thriller, der Sandra Bullock mitten ins digitale Bermuda-Dreieck warf. (ZDF)

  14. Re: „Zwischen Blog, Facebook & Mastodon…“

    Ich lese bei @stefanpfeiffer.blog schon länger mit, als ich mich erinnern kann. Grund dafür ist unsere Schicksalsgemeinschaft. Denn sein FohlenTicker, ist als Ergänzung zu meiner Stammquelle „Seitenwahl“, meine beste Verbindung zum Leid (hauptsächlich) und Freud (eher selten) der einzig wahren Borussia. Dass er nebenbei auch noch über weit mehr als das bloggt, nehme ich als Benefit gerne mit…

    Stefans offenes Bekenntnis dazu, auch weiterhin Meta als Multiplikator seines Blogs zu nutzen, respektiere ich. Auch wenn es jede Menge Grund dafür gibt, diese Entscheidung zu kritisieren. Aber das überlasse ich gerne anderen. Mir steht das nicht zu, denke ich.

    Meine „Ergänzung“ zu Stefans Beitrag ist viel mehr, dass der Grund „Reichweite“ sozusagen als sowas wie die Generalabsolution von allen benutzt wird, die sich die Arbeit nicht machen wollen – oder objektiv aus Mangel an Ressourcen, nicht machen können, dabei denke ich an manch unterbesetztes Social-Media-Team – auf anderen „Plattformen“ eine neue „Reichweite“ aufzubauen. Also quasi mit nichts mehr als einem Handtuch im Gepäck auf einem anderen Planeten ein neues Leben aufzubauen.

    Ich habe da eine komplett andere Perspektive. Und das liegt daran, dass ich mit meinem Blog @mediathekperlen nie auf irgendeiner Social-Media-Plattform vertreten war. Das Ding wurde von Anfang an nur für das Fediverse gebaut. Und obwohl es auf der Blog-Software WordPress läuft, hat es inzwischen mehr Reichweite (2.200+), als jedes meiner zahlreichen anderen Blogs jemals vorher – völlig egal, in welchem asozialen Netzwerk ich deren Links geteilt habe.

    Mehr geht immer, klar! Aber wenn Bots und Fakeprofile wegfallen, dann schrumpft die Zahl der Follows vermutlich auch auf den datenkapitalistischen Plattformen signifikant. Und 2.200+ echte Menschen sind dann schon eine erhebliche Zielgruppe, von der ich nicht geahnt hätte, sie im Fediverse erreichen zu können, als ich mit dem Projekt begonnen habe…

    Am Ende zählen aber nicht die Anzahl der Follows, sondern die Anzahl und die Qualität der Interaktionen. Für die Blogger:innen der alten Schule: die Anzahl der Kommentare / Pingbacks im Blog. Denn was ist ein „Like“ auf Facebook/Insta/X, wenn es nicht in den Blog zurückkommt, sondern nur bei Zuckerberg et al. existiert? Und was ist ein Kommentar, wenn er nur in meinem Blog lesbar ist – für die ganz wenigen Leser:innen, die in einem Beitrag überhaupt weit genug runterscrollen, um sie zu sehen?

    Wenn alles für alle überall zugänglich ist, um damit zu interagieren, erst dann entwickelt sich daraus auch so etwas wie eine Community. Hashtags und Gruppen tragen es noch weiter über die eigenen Follows hinaus, Reposts (die wertvollste Interaktion überhaupt) potentieren es nochmal.

    Es hat rund zwei Jahre gedauert, bis dass der Mediathekperlen-Blog aus sich heraus organisch exponentiell gewachsen ist. Noch zu Weihnachten 2024 lag die Zahl meiner Follower:innen bei rund 500 Accounts. Ein Jahr vorher waren es nur 160… und wenn ich hochrechnen soll, dann wäre es nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass es zu Weihnachten 2025 schon mehr als 3.000 sind.

    Hätte mir das eine:r vor drei Jahren so vorhergesagt, dann hätte ich wohl gesagt „Du spinnst doch…!“

    Ich habe mich schon etwas schwergetan, mich vom Usenet zu verabschieden, MySpace und StudiDingens habe ich ausgelassen. Facebook und Twitter habe ich eh‘ nur als Linkschleuder für politische Kampagnen genutzt, die waren aber irgendwann vorüber und ich war wieder weg. LinkedIn hatte ich auch – als es gehackt wurde, habe ich drauf verzichtet. Im Fediverse bin ich schon seit 2018… aber richtig angekommen bin ich erst, seit mein Blog „ActivityPub“ versteht.

    Ich will nix anderes mehr!

  15. Ninja Thyberg – “Pleasure” (2022)

    „Sexuelle Objektivierung ist nicht unbedingt schlecht“ – Ninja Thyberg hat mit „Pleasure“ einen Film über das Pornobusiness gedreht. Im Interview erzählt die schwedische Regisseurin, warum sie früher Anti-Porno-Aktivistin war – ihre Meinung aber geändert hat. Interview: Fabian Schäfer / fluter.de (ZDF)

  16. Im Maschinenraum der Cinephile: Letterboxd?

    Es beginnt immer gleich: Da wollen wir nur ein bisschen Ordnung schaffen. Haben Filme gesehen, Filme vergessen, Filme verwechselt. Also loggen wir uns irgendwo ein, vergeben Sterne, tippen Listen, liken „favorite movie romances“ (Toller Beitrag, wünschte ich hätte ihn geschrieben.). Fühlen uns verstanden. Endlich ein Ort, wo alle wissen, dass „Possession“ (1981) kein Horrorfilm, sondern ein Beziehungsdrama ist.

  17. Introducing the Fediverse: A New Era of Social Media

    Haben Sie noch einen (möglicherweise unbenutzten) Account bei Facebook, Twitter/X, Instagram, TikTok, LinkedIn, Reddit oder irgendeinem anderen durchkommerzialisierten (A)Sozialen Netzwerk, von dem ich wahrscheinlich noch nie gehört habe???

    Wenn das der Fall sein sollte, dann habe ich heute nur eine Aufgabe, einen Wunsch, ein persönliches Anliegen: Bitte teilen Sie dieses wundervolle Video von @_elena.

  18. Re: The Future is Federated!

    @_elena is who the Fediverse needed like 10 years ago. A great communicator with an unbelievable talent, not only to tell a story, but also to visualize in a way, that everyone watching her four-minute video should ask themself: „Why in the world am I still wasting my life in capitalist-social-media bunkers instead of using the second-greatest thing since Tim Berners-Lee invented the internet.“

  19. David Fincher – „The Social Network“ (2010)

    Ein Film von David Fincher, nach einem Buch von Aaron Sorkin, über eine der umstrittensten Personen der Gegenwart. Eigentlich ein „No-Brainer“, dass es sich dabei um ein Werk auf der Höhe seiner Zeit handelt. Doch vielleicht kam er einfach ein paar Jahrzehnte zu früh? Nichtsdestotrotz: Hoch sehenswert! (ZDFneo)

  20. Peter Weir, Jim Carrey – „The Truman Show“ (1998)

    Haben Sie damals auch gedacht: „Naja, gut, ein bisschen sehr zugespitzt, diese Mediensatire“? Ein Mann, dessen gesamtes Leben heimlich live im Fernsehen läuft? Damals, 1998, schämten wir uns wenigstens noch vor der Kamera. Dann kam „Big Brother“, und plötzlich wurde die Scham zur Unterhaltungsware. Heute streamen wir unser Leben, nennen es Authentizität und merken nicht einmal, dass wir längst unter dauernder kommerzieller Überwachung leben – selbst gewollt, permanent und allgegenwärtig. (ZDF)

  21. Zwei Drittel der Deutschen halten öffentlich-rechtlichen Rundfunk für unverzichtbar (WDR)

    Eine repräsentative Studie im Auftrag des WDR zeigt: Das Vertrauen in Medien in Deutschland ist wieder gewachsen. Als glaubwürdig gelten vor allem öffentlich-rechtliche Angebote. Und: Junge Menschen schätzen ihre Hauptinformationsquelle Soziale Medien mehrheitlich als nicht ausgewogen oder glaubwürdig ein. (WDR/OTS)

  22. Rabbit-Hole: TikTok – die mächtigste App der Welt (ARTE)

    Rabbit-Holes sind Tik-Tok, YouTube und die ARTE-Mediathek gleichermaßen. Während ich erst gestern dem Verweis einer sehr vertrauenswürdigen Quelle nachgegangen bin, bin ich auch gleich mitten hineingestürzt. Und dieses Mal konnte ich tatsächlich sehr viel lernen. Denn TikTok kannte ich vorher nur als Thema. Und auf eine eventuelle Nutzung kann ich nun wirklich auf alle Zeiten verzichten. (ARTE)

  23. Gefühlskiller Social Media (ARTE)

    Darüber war ich tatsächlich in der Vergangenheit eher irritiert. Doch es gibt einen sehr guten Grund für ÖRR Anstalten, mit ihren „Factuals“, also Dokumentarfilmen oder Magazinbeiträgen auch auf sozialen Netzwerken wie TikTok oder, wie in diesem Beispiel, YouTube vertreten zu sein. Denn dort erreichen diese die Menschen, in deren Leben „Fernsehen“ eigentlich schon gar nicht mehr existiert. Und mit Glück sehen diese dann auch diesen Film. (ARTE).

  24. Über die Mediathekperlen

    Dieser Blog ist jetzt schon fast zwei Jahre alt und existiert eigentlich nur, weil sein Autor 2018 das Fediverse für sich entdeckt hat. Dort habe ich zunächst auf Hubzilla, später dann Streams und Mastodon immer wieder einmal auch Beiträge über die öffentlich-rechtlichen Mediatheken geschrieben.

  25. #NeuHier

    Tatsächlich ist die Überschrift ungenau. Denn ich bin lange nicht mehr „neu“ im Fediverse. Sechs bis sieben Jahre treibe ich mich schon darin herum. Habe eine Hubzilla- und eine Streams-Instanz betrieben (nur für mich allein), war auf Mastodonten.de, bis dass der Admin (mein Freund) dort den Stecker gezogen hat, und heute habe ich (auch) ein Konto auf Mastodon.social dem Dickschiff unter den Servern im Fediverse… (615 Wörter, 3 Minuten Lesezeit.)

  26. Über die Mediathekperlen

    Dieser Blog ist jetzt schon ein Jahr alt und existiert eigentlich nur, weil sein Autor 2018 das Fediverse für sich entdeckt hat. Dort habe ich zunächst über Hubzilla, später dann Streams und Mastodon immer wieder einmal auch über Beiträge in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken geschrieben.

  27. WordPress & das Fediverse (I.)

    Warum, in aller Welt, baut sich ein Mensch vier verschiedene Blogs, weil er/sie eine eigene Instanz für das Fediverse betreibt? Weil er/sie es kann! Und weil es „Sinn macht“. Warum das so ist, und wie ich das mit der 20 Jahre alten Software „WordPress“ und einem, immer noch ziemlich neuen Plug-In zusammengeschraubt habe, versuche ich – unter anderem – in diesem Blog zu beschreiben…

  28. Metas strategische „Öffnung“ ihres Datenbunkers

    Auch wenn es unserem Ego weh tut. Wenn ich – nüchtern, was ich in der Sache vielleicht zu selten bin – auf die tatsächlichen Sachverhalte schaue, dann sehe ich keinen Kampf des David „Fediverse“ mit dem Goliath Meta aufziehen. Ich sehe vielmehr, wie der Gigant sich hinter dem David versteckt, um sich vor der Macht der Politik zu schützen.

  29. Metas strategische „Öffnung“ ihres Datenbunkers

    Auch wenn es unserem Ego weh tut, wenn ich auf die tatsächlichen Sachverhalte schaue, dann sehe ich keinen Kampf des David #Fediverse mit dem Goliath #Meta aufziehen. Ich sehe vielmehr, wie der Gigant sich hinter dem David versteckt, um sich vor der Macht der Politik zu schützen.

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