home.social

#vertragsarbeiter — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #vertragsarbeiter, aggregated by home.social.

fetched live
  1. @stralau

    Danke! Das ist auch mal mit Quellen. Nicht nur ein journalistischer Beitrag.

    Mich interessieren da mal die wirklichen Verträge.

    Ich glaube, mir ist etwas klar geworden. Etwas zum Unterschied zwischen #Osten und #Westen.

    Im Ost-Blog gehörten die Menschen dem Staat. Im Westen irgendwie auch, aber es wurde anders gerechnet.

    Im Osten hat der Staat alles bezahlt: Kindergartenplatz, Schule, Studium, Gesundheitsversorgung. Dafür hat er Dankbarkeit und Loyalität erwartet, was zu bestimmten Schwierigkeiten geführt hat.

    Die Summen, die in die Ausbildung investiert wurden, konnten berechnet werden. Deshalb hatte ein #DDR-Bürger für den Staat einen zu beziffernden Wert. Nachdem die Mauer zu war konnte man dann Dissidenten gegen Apfelsinen tauschen. Das ist/klingt alles sehr zynisch, aber im Westen geben Ökonom*innen Menschen auch einen Wert. Der Wert entspricht dem, was jemand bezahlen würde, damit die Person weiterlebt. Da ist #Rassismus schon eingebaut, weil dieser Wert für Menschen im globalen Süden wahrscheinlich niedriger ist.

    Wenn man so rechnet, dann ergeben sich Verträge wie die mit #Vietnam und #Mosambik. Man macht einen Deal, wonach X Personen für Y Jahre in die DDR kommen. Dort eine Fähigkeit Z erwerben und dann wieder zurück gehen. Die Menschen haben dann für ihre Heimatländer an Wert gewonnen, weil sie mehr können und sie haben für die DDR gewisse Werte geschaffen.

    So, wie die DDR ihre Bürger*innen nicht in den Westen verlieren wollte, wollte Vietnam nicht ihre Bürger*innen in die DDR verlieren. Die sollten unbedingt zurückkommen. Wenn nun der Vertrag eine Aufenthaltszeit von fünf Jahren vorsah und in Jahr zwei wurde die Arbeiterin schwanger, dann bedeutete das, dass sie ja ein Jahr mit Mutterschutz und Mutterschaftsurlaub ausfallen würde. Und das brachte alles durcheinander. Dafür gab es Regelungen, die uns nicht gefallen, die aber aus dieser Das-Volk-gehört-mir-Sicht der sozialistischen Staaten in sich schlüssig sind. Aus Sicht Vietnams wäre es ok gewesen, wenn die Vietnames*innen hier geblieben wären, sie hätten dann „nur“ die Ablöse zahlen müssen. Für die Ossis hatte das der Westen übernommen. Für die Vietnames*innen niemand. Das hätten die selbst abarbeiten müssen.

    Ergibt das Sinn?

    #DDR #Vertragsarbeiter #vertragsarbeiter_innen

  2. @OhWeh Soweit ich weiß, kamen die Nazis in den Osten und nicht andersrum. Das war übrigens auch bei #LIchtenhagen so, wie man in Wikipedia nachlesen kann.

    de.wikipedia.org/wiki/Ausschre

    Überfallen wurde Wohnheime der #Vertragsarbeiter*innen. Die Vertragsarbeiter gab es da ja noch, die wurden dann mit dem Einigungsvertrag zurückgeschickt.

    #Magdeburg, #Eisenach usw.

    „In Eisenach griffen am Abend des 2. Oktober 1990 und an den Folgetagen bis zu 100 Personen – thüringische und hessische Neonazis mit Unterstützung der Anwohner:innen – das Wohnheim der mosambikanischen Vertragsarbeiter:innen im Stadtteil Nord an…“

    zweiteroktober90.de/angriffe/

  3. 15/ So, und nun wird es richtig interessant. In diesem Protokoll mischt sich sehr viel. Rassistische Passagen mit dem genauen Gegenteil. Der Mann hat direkt neben dem Wohnheim der Mosambikaner gewohnt.

    Er hat sie getröstet, wenn sie Kummer hatten. Sie haben ihnen Essen gekocht und mit ihnen gegessen. Seine Frau hat ihnen einen Pullover zu Weihnachten gestrickt.

    Sie haben wie Freunde miteinander gelebt, aber dennoch fand er es nicht schön, dass sie laut waren, in der Nacht getrommelt haben, laute Musik gehört haben.

    Das Interview ist von 1982.

    Als der Interviewer später, nach der Wende, noch einmal sprechen wollte, wollte er nicht. Da gab es aber schon die Erfahrungen mit westdeutschen Medien. Also: Kein Wunder.

    Er bedauert, dass sie nicht mehr da sind: „Bevor er das Fenster schließt, bedauert er, daß die Moçambiquaner 1990 ausgezogen sind. »Danach war es plötzlich still hier. Niemand redete mehr mit mir, wenn ich im Garten saß. Niemand.“, ist aber auch froh, dass das Wohnheim abgerissen wurde.

    #DDR #Vertragsarbeiter #Vertragsarbeiter_innen

  4. Die Ausschreitungen von Erfurt sind die ersten bekannten Massenhetzjagden auf Ausländer in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. 🔗 taz.de/!6102653 Ein Artikel von @derherrschulz, Anne Fromm und Jan Daniel Schubert. #antifa #ddr #vertragsarbeiter #rassismus #rassismustötet

  5. Pogromartige Ausschreitungen gegen Algerier in #Erfurt 1975

    Im August 1975 attackierten Erfurter Bürger über mehrere Tage algerische #Vertragsarbeiter im Stadtzentrum. Die Ereignisse wurden in der #DDR verschwiegen. Die Ausschreitungen sind ein frühes Beispiel für gesellschaftlichen #Rassismus in #Deutschland.

    deutschlandfunk.de/ausschreitu

    Uni Erfurt "Algerische Arbeitsmigranten in der DDR":
    uni-erfurt.de/philosophische-f

    "ein frühes Beispiel"? Rassismus war neu in Deutschland? 😳
    #Kalenderblatt #Algerien

  6. taz.de/Rassistische-Ausschreit #Rassistische Ausschreitungen in #Erfurt
    Vom Verschwinden des 10. August
    Vor 50 Jahren jagten mehrere hundert Menschen #algerische #Vertragsarbeiter durch Erfurt – doch aus dem öffentlichen Bewusstsein ist das wie ausradiert. Was erzählen die Männer, die sich damals wehrten? #Rassismus #DDRGeschichte #DDR #Stasi #OTD #andiesemtag #Geschichte

  7. Erfurt: Vor 50 Jahren jagten mehrere hundert Menschen algerische Vertragsarbeiter durch die Straßen

    Über die rassistische Ausschreitungen in Erfurt vom 10.08.1975, die aus dem öffentlichen Bewusstsein getilgt scheinen, berichtet die taz ausführlich in ihrer Wochenendausgabe.

    taz.de/Rassistische-Ausschreit

    #erfurt #Ausschreitungen #faschisten #xenophobie #fremdenhass #rassismus #Fremdenfeindlichkeit #ddr #sommer #august #samstag #algerier #rummel #algerien #vertragsarbeiter #Bezirkshauptstadt #erinnerung #keinvergebenkeinvergessen #mob #stasi #staatssicherheit

  8. taz.de/Vietnamesische-Familie- manchmal gibt's doch noch gute Nachrichten: #Familie in #Berlin
    Der Kampf hat sich gelohnt
    Jetzt ist es offiziell: Der frühere #DDR- #Vertragsarbeiter Pham Phi Son und seine Familie müssen keine #Abschiebung mehr fürchten.

  9. Das Schicksal von Vertragsarbeitern aus Mosambik in der DDR

    David Macou war 19, als er 1979 als Vertragsarbeiter aus Mosambik in die DDR kam. Versprochen war ihm eine Berufsausbildung und Geld, mit dem er eine Zukunft in Mosambik aufbauen wollte. Heute zieht er eine bittere Bilanz. Von Anke Hahn.

    ➡️ tagesschau.de/wirtschaft/weltw

    #Vertragsarbeiter #DDR #Mosambik

  10. Gestern bei der spannenden Reihe "Mut/Wut! #Protest Aufstand und politischer Aktivismus in #Diktatur und #Demokratie" zu unerhörtem oder vergessenem Protest. Also: Mal erhört, aber vergessen, was zu gesellschaftlichem Fortschritt beigetragen hat. Mal weitgehend ungehört.
    youtube.com/watch?v=dWk3Wx4s73
    (Ton leider erst ab Minute 15)

    Besonders unerhört finde ich, dass der Protest ehemaliger #Vertragsarbeiter:innen aus #Mosambik gegen ihre fortdauernde ungerechte Behandlung bis heute nicht erhört ist, das Unrecht fast vergessen ist. Das gestern zu hören hat mich sehr berührt. Infos dazu:
    vertragsarbeit-mosambik-ddr.de

  11. Der Familie des Ex-DDR-Vertragsarbeiters Pham Phi Son droht weiter die Abschiebung. Daniel Frank von der Katholischen Kirche Sachsen setzt sich für sie ein.
    Kirchenrechtler über Abschiebung: „Sie gehören zu uns“
  12. Der Familie des ehemaligen DDR-Vertragsarbeiters Pham Phi Son aus Chemnitz droht weiter die Abschiebung. Nur der Vater erhielt die Zulassung.
    Familie von Abschiebung bedroht: Keine Duldung für Mutter und Tochter
  13. Im Jahr 1991 ermordeten Rechtsradikale in Dresden den Ex-Vertragsarbeiter Jorge Gomondai. Mit einer Gedenkveranstaltung wurde nun an ihn erinnert.
    Von Nazis ermordeter Mosambikaner: Dresden erinnert an Jorge Gomondai
  14. Familie Pham darf vorerst in Chemnitz bleiben. Die Stadt will das Bleiberecht erneut prüfen. Pham Phi Son hat ähnliche Zusagen schon früher erhalten.
    Drohende Abschiebung der Familie Pham: Vorsichtiger Optimismus
  15. Pham Phi Son, seine Frau und seine Tochter müssen aus Deutschland ausreisen. Die sächsische Härtefallkommission hat seinen Antrag abgelehnt.
    Von Abschiebung bedrohter Vietnamese: Antrag abgelehnt
  16. Marcos Simpson kam 1979 als Vertragsarbeiter aus Kuba in die DDR. Nur vier Jahre sollte er bleiben, doch er verliebte sich. Das war nicht vorgesehen.
    Der Hausbesuch: Aus Kuba in die DDR
  17. Die drohende Abschiebung des Vietnamesen Pham Phi Son aus Chemnitz wird nun doch noch einmal geprüft. Das müsste eine Selbstverständlichkeit sein.
    Drohende Abschiebung eines Vietnamesen: Für Sachsen eine gute Nachricht
  18. Dem ehemaligen vietnamesischen Vertragsarbeiter Pham Phi Son droht in Sachsen die Abschiebung. Die Ausländerbehörde stellt sich quer.
    Von Abschiebung bedrohter Vietnamese: Noch mal zur Härtefallkommission
  19. 35 Jahre lebt Pham Phi Son in Sachsen. Nun droht seiner Familie die Abschiebung. Eine Petition dagegen mit 81.000 Unterschriften kratzt die CDU nicht.
    Drohende Abschiebung in Sachsen: CDU will trotz Petition abschieben
  20. Sächsische Behörden wollen den vietnamesischen Gastarbeiter Pham Phi Son mit seiner Familie abschieben. Eine Onlinepetition macht nun Druck dagegen.
    Drohende Abschiebung in Sachsen: 66.000 unterstützen Familie Son
  21. Rechtsextremismus ist in Brandenburg weiterhin eine Gefahr. In Eberswalde erinnert man an den gewaltsamen Tod von Amadeu Antonio Kiowa.
    Erinnerung an rassistische Gewalt: Zeichen gegen rechtssaußen
  22. Die Compilation „Songs of Gastarbeiter Vol. 2“ sammelt vergessene Musik der ersten Einwanderergeneration und liefert dazu den fehlenden Kontext.
    „Songs of Gastarbeiter“ Teil Zwei: Discofolk in Almanya
  23. Seit mehr als dreißig Jahren lebt und arbeitet Pham Phi Son in Sachsen. Chemnitz will den ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter abschieben. Warum?
    DDR-Vertragsarbeiter aus Vietnam: Urlaub mit bösen Folgen
  24. Unsere Autorin hat als Kind viel Zeit im Blumenladen ihrer Eltern verbracht. Über vietdeutsches Leben und das harte Geschäft mit schönen Blumen.
    Vietdeutsche in Berlin: Ein Leben für die Blumen