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#erinnerung — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #erinnerung, aggregated by home.social.

  1. Licht
    erinnert sich

    nicht Schwere
    von Verlust

    sondern bleibt
    das Leuchten

    leises Echo
    Wärme
    einst
    gelebt

    #Poesie #Gedicht #Dichtung #Lyrik #Kunst #Bewusstwerdung #Erinnerung #Licht

  2. Die gebürtige Ulmerin (siehe Kopie des 📃Geburtseintrags) Hildegard Knef hat sehr viel für die #Emanzipation geleistet. Folgerichtig (und eher zu spät) würdigt die Stadt sie nun mit einer Stele.

    Dem Dank der Bürgermeisterin Iris Mann an Jochen Aminde (Stadtverwaltung) und Larissa Gramatzki (Projekt Frauenstelen) schließe ich mich zu 💯 an!

    #Erinnerung

  3. Die gebürtige Ulmerin (siehe Kopie des 📃Geburtseintrags) Hildegard Knef hat sehr viel für die #Emanzipation geleistet. Folgerichtig (und eher zu spät) würdigt die Stadt sie nun mit einer Stele.

    Dem Dank der Bürgermeisterin Iris Mann an Jochen Aminde (Stadtverwaltung) und Larissa Gramatzki (Projekt Frauenstelen) schließe ich mich zu 💯 an!

    #Erinnerung

  4. Die gebürtige Ulmerin (siehe Kopie des 📃Geburtseintrags) Hildegard Knef hat sehr viel für die #Emanzipation geleistet. Folgerichtig (und eher zu spät) würdigt die Stadt sie nun mit einer Stele.

    Dem Dank der Bürgermeisterin Iris Mann an Jochen Aminde (Stadtverwaltung) und Larissa Gramatzki (Projekt Frauenstelen) schließe ich mich zu 💯 an!

    #Erinnerung

  5. Die gebürtige Ulmerin (siehe Kopie des 📃Geburtseintrags) Hildegard Knef hat sehr viel für die #Emanzipation geleistet. Folgerichtig (und eher zu spät) würdigt die Stadt sie nun mit einer Stele.

    Dem Dank der Bürgermeisterin Iris Mann an Jochen Aminde (Stadtverwaltung) und Larissa Gramatzki (Projekt Frauenstelen) schließe ich mich zu 💯 an!

    #Erinnerung

  6. Die gebürtige Ulmerin (siehe Kopie des 📃Geburtseintrags) Hildegard Knef hat sehr viel für die #Emanzipation geleistet. Folgerichtig (und eher zu spät) würdigt die Stadt sie nun mit einer Stele.

    Dem Dank der Bürgermeisterin Iris Mann an Jochen Aminde (Stadtverwaltung) und Larissa Gramatzki (Projekt Frauenstelen) schließe ich mich zu 💯 an!

    #Erinnerung

  7. Seit 1282 gibt es jüdisches Leben in Braunschweig. Im Städtischen Museum wird nun sichtbar, wie der Zentralrat seit 75 Jahren nicht nur Kultur fördert, sondern für demokratische Werte kämpft – von der Nachkriegszeit bis zur documenta-Debatte.

    #Museum #JüdischesLeben #Braunschweig #Demokratie #Erinnerung
    kunst-mag.de/2026/02/15/75-jah

  8. Seit 15 Jahren arbeitet das Post-Conflict Research Center (PCRC) daran, Erinnerungsarbeit, Dialog und kritisches Denken in Bosnien und Herzegowina zu stärken.

    Programmdirektorin Tatjana Milovanović bringt Jugendliche aus der Region zusammen, dokumentiert Geschichten jenseits nationalistischer Narrative und steht mit ihrem Team zunehmend unter politischem Druck.

    Im Interview spricht sie über ihren persönlichen Weg in die Friedensarbeit, die realen Gefahren für zivilgesellschaftliche Initiativen – und darüber, warum sie trotz allem Hoffnung hat.

    propeace.de/de/frieden-entsteh

    #Bosnien #Dayton #Friedensarbeit #Erinnerung #Zivilgesellschaft

  9. Der #9November erinnert uns daran, dass Ausgrenzung nicht mit Gewalt beginnt – sondern mit Gleichgültigkeit.

    🕯️ Wir erinnern heute, weil #Erinnerung schützt. Wir putzen #Stolpersteine, damit die Namen sichtbar bleiben. Wir gehen auf die Knie und lesen die Namen. Namen von Menschen, die hier lebten, lachten, arbeiteten - Chemnitzer*innen, die entrechtet und ermordet wurden, weil sie Jüd*innen waren.

    🕯️ Wir erinnern, weil das, was einmal geschah, nie wieder geschehen darf.

    #NieWiederIstJetzt

  10. Der #9November erinnert uns daran, dass Ausgrenzung nicht mit Gewalt beginnt – sondern mit Gleichgültigkeit.

    🕯️ Wir erinnern heute, weil #Erinnerung schützt. Wir putzen #Stolpersteine, damit die Namen sichtbar bleiben. Wir gehen auf die Knie und lesen die Namen. Namen von Menschen, die hier lebten, lachten, arbeiteten - Chemnitzer*innen, die entrechtet und ermordet wurden, weil sie Jüd*innen waren.

    🕯️ Wir erinnern, weil das, was einmal geschah, nie wieder geschehen darf.

    #NieWiederIstJetzt

  11. Ich muss euch jetzt etwas erzählen. (Das Postinc rnthält 6 Bilder)
    Es geht ums Thema #Erinnerung. Und wie weit kann ich meinen eigenen Erinnerungen trauen.

    Das Thema beschäftigt mich nun schon mein nahezu gesamtes Leben, also ein halbes Jahrhundert.

    Als Kind, irgendwo mit 4, 5 Jahren fuhr ich - und folgendes spielt sich alles in meiner Erinnerung ab - mit meinem Vater zu einer Bahn-Haltestelle namens Auhof. Ich war unfassbar fasziniert. Denn das war eine kleine Haltstelle mit einem kurzen Ladegleis, einem gemauerten Hütterl und am Gleis standen 2 Waggons. Ich glaub, mit Holz beladen.
    Ich erinnere mich an das Gleis, welches auch die Straße querte und an die Weichenlaterne und das Gewicht des Weichenhebels.

    #Gleise und #Bahntechnik haben mich schon in diesem Alter fasziniert. Es gibt eine Kinderzeichnung von mir, wo ich eine Dampflok gezeichnet habe... sehr detailreich und mit viel Phantasie... also nicht alles ganz so wie es bei einer Dampflok wirklich ist. Aber das Prinzip passte schon.

    Ein paar Jahre später, war dieses Gleis aber verschwunden.

    Zwischen dem Haltestellenhäuschen und dem verbliebenen Streckengleis ist so viel Platz, dass dort ein Gleis hätte Platz finden können. Diese Hütte wurde erst vor wenigen Jahren entfernt, da die Haltestelle selbst schon vor 30 Jahren zugunsten einer günstiger gelegenen aufgelassen wurde.

    Hier ein Foto


    Das wurde aus einem fahrenden Zug aufgenommen, und man sieht gut, den Platz zwischen Wartehütte und Gleis und dass hier mal ein weiteres Gleis hätte Platz gehabt.

    Ich habe all die Jahre immer wieder an dieses Ladegleis samt Waggons gedacht. Es kam mir bei meinem Studium im Eisenbahnwesen in den Sinn und ich erinnere mich noch, als ich lernte, was einen Bahnhof von einer Haltestelle unterscheide: Das Vorhandensein einer Weiche (stimmt nicht ganz, aber in den 1980ern als ich mit mit Modellbahn beschäftigen begann, reichte es aus)... und mir schoß damals sofort diese #Haltestelle #Auhof in den Kopf, dass dies ja ein #Bahnhof sei und keine Haltestelle...

    Und da eben der Platz für das Gleis immer vorhanden war, stellte ich meine Erinnerung auch nie in Frage.

    Bis vor kurzem. Da warf ich in einem Eisenbahnforum ein, dass Auhof ja auch dereinst ein Ladegleis besaß... und erntete Widerspruch.
    Leute aus der Gegend, in etwa so alt wie ich meinten, sie können sich an keines erinnern. Recherchen auf einschlägigen Websites ergaben: Kein Gleis.

    Ich kontaktierte das örtliche Museum: Keine Erinnerung an ein Gleis.

    Ich kontaktierte den Besitzer des nahegelegenen Schlosses, nach dem die Haltestelle benannt ist, und wovon ich wusste, dass der Grundbesitzer zur Bauzeit der Bahn Grund abtreten musste... Ergebnis: Kein Gleis.

    Aber das gibts doch nicht... so mein Gedanke. Meine Erinnerung ist so dermaßen lebendig. Diese Ausflüge mit meinem Vater sind mir lebhaft in Erinnerung. Diese Waggons, das Licht, die Wolken, die Weichenlaterne, die Bäume daneben,... alles zum Anfassen scharf und klar in meiner Erinnerung. Kaum eine Erinnerung ist so detailreich in meinem Kopf vorhanden, wie diese Situation.

    Gestern war ich dann wieder am Ort des Geschehens. Hab im Gras gewühlt... dort wo in meiner Erinnerung das Gleis war... siehe da, es kam an mehreren Stellen Gleisschotter zum Vorschein. und einen halben Meter daneben, wo das Gleis nicht war, auch kein Gleisschotter... Vielleicht erinnere ich mich doch richtig?

    Hier in der Sichtachse sollte es gewesen sein:

    Der Betonklotz ist die Steuerung für die Lichtsignalanlage und ist erst vor wenigen Jahren aufgestellt worden. Das Wartehäuschen vom Bild weiter oben, stand in dem Gestrüpp rechts der Sichtachse.
    Und die Gleisschotterfunde unter dem Gras sind ein wenig rechts der Sichtachse... also gerade noch dort, wo das Gleis gewesen sein hätte können.

    Weitere Recherchen förderten nun ein #Orthofoto von 1960 zu Tage...

    Auf doris.at hat es ein Kollege entdeckt...

    KEIN GLEIS!!!

    Dafür eine Wartehütte ungefähr dort, wo heute der Steuerungsblock für die Lichtsignalanlage vom letzten Foto steht.
    Die Bäume stehen auch genau dort, wo ich mich erinnere.

    Es wurde also zwischen 1960 und den späten 1970ern die Wartehütte abgerissen und etwas weiter weg vom Gleis neu aufgebaut. Das belegt die Fotodokumentation.

    Jetzt bin ich also wieder nicht sicher... warum hat man die Wartehütte verlegt? Und zwar genau so, dass dort ein Gleis Platz finden könnte?

    Der Besitzer von Schloss Auhof aber sagte mir, er könne sich an keinerlei Bauarbeiten in diesen Jahren erinnern. Das Archiv der ÖBB-Infrastruktur gibt es zwar. Dort könnte man möglicherweise Infos dazu finden... nur ist es selbst für Mitarbeiter der ÖBB-INFRA nicht verfügbar... ein anderer Kollege arbeitet dort und hätte selbst schon beruflich einiges aus dem Archiv benötigt... und kriegt nix. Die Unterlagen dürften irgendwo in einem Keller lagern... nicht indiziert und nicht digitalisiert... und es wird von den ÖBB kein Geld ausgegeben, damit dort ein Mitarbeiter herumwühlt... Dies (und wohl einzige) Quelle ist also aktuell nicht verfügbar.

    FAZIT:
    Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Gleis nur in meiner Phantasie existierte ist also mit Stand heute extrem hoch. Und ich bin echt verunsichert, welche meiner Erinnerungen auch nur in meiner Phantasie existieren und nie Wirklichkeit waren. Wenn schon die klarste und plastischste Erinnerung offensichtlich bloß eine Phantasie ist.

    Andererseits bestätigt dieses Erlebnis sehr schmerzhaft, was Hirnforscher schon lange sagen: Erinnerungen sind nicht real. Die baut sich das Gehirn jedes Mal neu zusammen. Und wenn man sich nur oft genug "falsch" an etwas erinnert (sei es weil man es absichtlich oder unabsichtlich macht, oder von jemandem dazu angeleitet wird) werden im Gehirn neue Verbindungen geschaffen sodass über die Zeit die Erinnerung ganz real "falsch" wird sich aber extrem "richtig" anfühlt.

    Ich bin wirklich ob meiner eigenen Erinnerung gerade SEHR verunsichert. Und es fällt mir fast unmöglich schwer, diese Erinnerung loszulassen und als Phantasie oder Traum abzulegen. Es begleitete mich mein ganzes Leben und nun soll es sich als vollkommen falsch herausstellen? Ich kann das nicht loslassen.

    Und nun frag ich mich, wieviel sind Zeugenaussagen (ohne Beleg) wert, wenn etwas 40, 50 Jahre zurück liegt...

  12. K inder O rdentlich N iedermachen KL einkinder A nal VE rgewaltigen In #Erinnerung an all die Missbrauchsopfer der letzten Jahrhunderte! Und der weiße #Rauch entsteht, wenn am Ende alle die Glut auswiXXXen! #Konklave #Kirche #Pabst #Zölibat #Rom #Pabstwahl #Vatikan

  13. #news ⚡ Jeder Fünfte für mehr Erinnerung an Nazi-Verbrechen: Das Erinnern in Deutschland an die Naziverbrechen hält die Hälfte der Bundesbürger für weiter angemessen (-5 im Vgl. zu Januar 2020).... hubu.de/?p=277539 | #erinnerung #fuenfte #jeder #naziverbrechen #hubu

  14. #news ⚡ Jeder Fünfte für mehr Erinnerung an Nazi-Verbrechen: Das Erinnern in Deutschland an die Naziverbrechen hält die Hälfte der Bundesbürger für weiter angemessen (-5 im Vgl. zu Januar 2020).... hubu.de/?p=277539 | #erinnerung #fuenfte #jeder #naziverbrechen #hubu

  15. #news ⚡ Jeder Fünfte für mehr Erinnerung an Nazi-Verbrechen: Das Erinnern in Deutschland an die Naziverbrechen hält die Hälfte der Bundesbürger für weiter angemessen (-5 im Vgl. zu Januar 2020).... hubu.de/?p=277539 | #erinnerung #fuenfte #jeder #naziverbrechen #hubu

  16. Ehrung für den früheren #Thomaskantor und Organisten Günther Ramin: Anlässlich seines 125 Geburtstages wurde am Montag eine #Gedenktafel enthüllt.

    Ramin hatte sich Zeit seines Lebens um die Pflege des Werkes von Johann Sebastian #Bach verdient gemacht.

    Mehr dazu in unserem #LZTV-Beitrag.

    #Musik #geschichte #Erinnerung #wissen

  17. Wissen ist irreversibel und es gibt keinen Weg zurück in die Dunkelheit süßer Ignoranz.

    Am 12. September (oder auch am 13.9.) 1921 wurde Stanisław Lem geboren. Sein Werk speist sich aus den Erfahrungen der Shoa und der vergeblichen Hoffnung auf eine durch Technik zivilisierte Welt.

    #andiesemtag #OnThisDay #stanisławlem #literatur #scienceficion #utopie #Erinnerung

  18. Die Frankfurter Poetikvorlesung „Wir hätten uns alles gesagt“ ist ähnlich somnambul wie alle Bücher von Judith Hermann. Und hier schreibt sie eher eine Erzählung über diesen Umstand, als dass sie ihn erklären würde. Vom eigentlichen ablenken, schreibt Judith Hermann und Dincer sagt (und Johanna auch), sich von der Erinnerung überschwemmen lassen. Beides gehört zusammen. Und es geschieht, entweder auf unbewusste Weise, oder durch harte Arbeit, wenn ein Text entsteht, der berührt, der weiterführt, auch die Leserin. Und während ich weiterlese, und jeden Satz wunderbar finde, denke ich plötzlich wirklich das erste Mal daran, dass all die alten wunderbaren Bücher, die ich seit meiner Kindheit bestaunt habe, verloren sein werden, wenn ich sterbe, dass ihre Lebensdauer nicht an meine geknüpft ist, dass ich aber kaum etwas dagegen tun kann, dass sie so abhängig sind von mir. Das macht mich unendlich traurig, weil ich sie immer für unsterblich gehalten habe, an ihnen prallte jegliche Zeit ab, sie waren voller Vergangenheit und würden das bis in alle Ewigkeit sein. Jetzt erst verstehe ich, dass auch sie eine ungewisse Zukunft haben werden. Ohne mich. Judith Hermann schreibt, dass es in den Geschichten immer um etwas geht, das da ist, wofür es aber keine Worte gibt, nur Stimmungen, Gefühle, Bilder, Annäherungen. Dass das eigentliche immer ausgespart bleiben muss. Nicht aus Kalkül, sondern weil es schlicht nicht erzählbar ist, weil dieses Unaussprechliche das ausmacht, was uns verbindet beim Lesen, weil wir lesend diese Annäherung mitvollziehen können. Wir treten ein in die Geschichte, wir wissen so viel und so wenig wie die Erzählerin und jede:r Leser:in weiß vielleicht ein anderes Detail, aber in dieser Unbestimmtheit sind wir vereint. Teilen mit:

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    #erinnerung #geheimnisse #judith-hermann #leerstelle #lesetagebuch #poetikvorlesungen

    https://muetzenfalterin.blogda.ch/2023/05/28/wie-allein-ist-ein-finger-judith-hermanns-poetikvorlesung-wir-haetten-uns-alles-gesagt/

  19. Die Frankfurter Poetikvorlesung „Wir hätten uns alles gesagt“ ist ähnlich somnambul wie alle Bücher von Judith Hermann. Und hier schreibt sie eher eine Erzählung über diesen Umstand, als dass sie ihn erklären würde. Vom eigentlichen ablenken, schreibt Judith Hermann und Dincer sagt (und Johanna auch), sich von der Erinnerung überschwemmen lassen. Beides gehört zusammen. Und es geschieht, entweder auf unbewusste Weise, oder durch harte Arbeit, wenn ein Text entsteht, der berührt, der weiterführt, auch die Leserin. Und während ich weiterlese, und jeden Satz wunderbar finde, denke ich plötzlich wirklich das erste Mal daran, dass all die alten wunderbaren Bücher, die ich seit meiner Kindheit bestaunt habe, verloren sein werden, wenn ich sterbe, dass ihre Lebensdauer nicht an meine geknüpft ist, dass ich aber kaum etwas dagegen tun kann, dass sie so abhängig sind von mir. Das macht mich unendlich traurig, weil ich sie immer für unsterblich gehalten habe, an ihnen prallte jegliche Zeit ab, sie waren voller Vergangenheit und würden das bis in alle Ewigkeit sein. Jetzt erst verstehe ich, dass auch sie eine ungewisse Zukunft haben werden. Ohne mich. Judith Hermann schreibt, dass es in den Geschichten immer um etwas geht, das da ist, wofür es aber keine Worte gibt, nur Stimmungen, Gefühle, Bilder, Annäherungen. Dass das eigentliche immer ausgespart bleiben muss. Nicht aus Kalkül, sondern weil es schlicht nicht erzählbar ist, weil dieses Unaussprechliche das ausmacht, was uns verbindet beim Lesen, weil wir lesend diese Annäherung mitvollziehen können. Wir treten ein in die Geschichte, wir wissen so viel und so wenig wie die Erzählerin und jede:r Leser:in weiß vielleicht ein anderes Detail, aber in dieser Unbestimmtheit sind wir vereint. Teilen mit:

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