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#vergesellschaftung — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #vergesellschaftung, aggregated by home.social.

  1. Wenn Die Linke klug ist, bieten sie den Beschäftigten der Vonovia Jobs bei der neu zu schaffenden Verwaltungsgesellschaft an und lässt die Vorstände am ausgestreckten Arm verhungern.

    archive.ph/Xi5lq

    #DWundCoEnteignen #Berlin #Vergesellschaftung

  2. Wenn Die Linke klug ist, bieten sie den Beschäftigten der Vonovia Jobs bei der neu zu schaffenden Verwaltungsgesellschaft an und lässt die Vorstände am ausgestreckten Arm verhungern.

    archive.ph/Xi5lq

    #DWundCoEnteignen #Berlin #Vergesellschaftung

  3. Wenn Die Linke klug ist, bieten sie den Beschäftigten der Vonovia Jobs bei der neu zu schaffenden Verwaltungsgesellschaft an und lässt die Vorstände am ausgestreckten Arm verhungern.

    archive.ph/Xi5lq

    #DWundCoEnteignen #Berlin #Vergesellschaftung

  4. Das was bei uns #Enteignungen (omg, der Teufel persönlich 😱👹) bzw. #Vergesellschaftung (was ist das?) genannt wird, ist de facto ne Art #Verstaatlichung.

    Sowas wird ständig & überall gemacht.
    Sogar in den USA. 🙄

  5. Das was bei uns #Enteignungen (omg, der Teufel persönlich 😱👹) bzw. #Vergesellschaftung (was ist das?) genannt wird, ist de facto ne Art #Verstaatlichung.

    Sowas wird ständig & überall gemacht.
    Sogar in den USA. 🙄

  6. Das was bei uns #Enteignungen (omg, der Teufel persönlich 😱👹) bzw. #Vergesellschaftung (was ist das?) genannt wird, ist de facto ne Art #Verstaatlichung.

    Sowas wird ständig & überall gemacht.
    Sogar in den USA. 🙄

  7. Das was bei uns #Enteignungen (omg, der Teufel persönlich 😱👹) bzw. #Vergesellschaftung (was ist das?) genannt wird, ist de facto ne Art #Verstaatlichung.

    Sowas wird ständig & überall gemacht.
    Sogar in den USA. 🙄

  8. Das was bei uns #Enteignungen (omg, der Teufel persönlich 😱👹) bzw. #Vergesellschaftung (was ist das?) genannt wird, ist de facto ne Art #Verstaatlichung.

    Sowas wird ständig & überall gemacht.
    Sogar in den USA. 🙄

  9. TIP #Berlin [ Stadtmagazin ] versucht Steffen #Krach [ Spitzenkandidat der Berliner #SPD ] ganz vorsichtig darauf hinzuweisen, dass es in seiner Partei einen Parteitagsbeschluss FÜR #Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gibt.

    Und er so?

    "Ich habe schon bei meiner allerersten Pressekonferenz am 1. 9. letzen Jahres gesagt, dass ich das nicht für den richtigen Weg halte."

    Tja, da muss die Partei wohl noch ein bisschen an sich arbeiten. 😂

  10. TIP #Berlin [ Stadtmagazin ] versucht Steffen #Krach [ Spitzenkandidat der Berliner #SPD ] ganz vorsichtig darauf hinzuweisen, dass es in seiner Partei einen Parteitagsbeschluss FÜR #Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gibt.

    Und er so?

    "Ich habe schon bei meiner allerersten Pressekonferenz am 1. 9. letzen Jahres gesagt, dass ich das nicht für den richtigen Weg halte."

    Tja, da muss die Partei wohl noch ein bisschen an sich arbeiten. 😂

  11. TIP #Berlin [ Stadtmagazin ] versucht Steffen #Krach [ Spitzenkandidat der Berliner #SPD ] ganz vorsichtig darauf hinzuweisen, dass es in seiner Partei einen Parteitagsbeschluss FÜR #Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gibt.

    Und er so?

    "Ich habe schon bei meiner allerersten Pressekonferenz am 1. 9. letzen Jahres gesagt, dass ich das nicht für den richtigen Weg halte."

    Tja, da muss die Partei wohl noch ein bisschen an sich arbeiten. 😂

  12. TIP #Berlin [ Stadtmagazin ] versucht Steffen #Krach [ Spitzenkandidat der Berliner #SPD ] ganz vorsichtig darauf hinzuweisen, dass es in seiner Partei einen Parteitagsbeschluss FÜR #Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gibt.

    Und er so?

    "Ich habe schon bei meiner allerersten Pressekonferenz am 1. 9. letzen Jahres gesagt, dass ich das nicht für den richtigen Weg halte."

    Tja, da muss die Partei wohl noch ein bisschen an sich arbeiten. 😂

  13. TIP #Berlin [ Stadtmagazin ] versucht Steffen #Krach [ Spitzenkandidat der Berliner #SPD ] ganz vorsichtig darauf hinzuweisen, dass es in seiner Partei einen Parteitagsbeschluss FÜR #Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gibt.

    Und er so?

    "Ich habe schon bei meiner allerersten Pressekonferenz am 1. 9. letzen Jahres gesagt, dass ich das nicht für den richtigen Weg halte."

    Tja, da muss die Partei wohl noch ein bisschen an sich arbeiten. 😂

  14. Undank ist der Welten Lohn: Ina #Scharrenbach hat die Blumen und Pralinen der „Aktionäre" verweigert!
    Bericht in der RP zur Aktion in #Düsseldorf:
    #Vergesellschaftung
    #Art15verteidigen

  15. Düsseldorfer „Bündnis für bezahlbaren
    Wohnraum“ ruft am DONNERSTAG 16.7. 26 UM 11 Uhr zu einer PROTESTAKTION
    VOR DEM NRW-BAUMINISTERIUM (Düsseldorf, Rheinkniebrücke, Hubertusstr. 9) auf:
    Vergesellschaftung von Wohnraum muss möglich bleiben – in Berlin und
    bundesweit!
    #Merz, #Scharrenbach%Co stoppen! Grundgesetz verteidigen!
    Auf Initiative der NRW-Bauministerin Ines Scharrenbach und ihres bayerischen Amtskollegen hatte sich die
    Sonder-#Bauministerkonferenz bereits am 11. Juni diese Forderung zu eigen
    gemacht, der die Bundesregierung inzwischen gefolgt ist.
    Der Angriff der #Bundesregierung richtet sich gegen das Grundgesetz, das
    in Art. 15 ausdrücklich die #Vergesellschaftung, das heißt die
    Überführung u.a. von Grund und Boden in #Gemeineigentum oder andere
    Formen der #Gemeinwirtschaft erlaubt. Der Vorstoß richtet sich gegen das Ergebnis des Berliner Volksentscheids von 2021, in dem sich 59 % der
    Stimmberechtigen für die Enteignung und Vergesellschaftung großer
    #Wohnungsunternehmen in Berlin ausgesprochen hatten.
    Diesem Angriff auf #Grundgesetz und #Demokratie von oben müssen wir den #Widerstand von unten entgegensetzen!

  16. #b1007 :BoostOK:

    Protest gegen Vergesellschaftungsverbot
    vor dem Bundesrat

    – Neuigkeiten –

    Deutsche Wohnen & Co enteignen

    +++ Kundgebung vor dem Bundesrat, 10.7. 9 Uhr +++

    dwenteignen.de/aktuelles/neuig

    Protest gegen Vergesellschaftungsverbot

    Einladung zur Berichterstattung

    Mieter*innen protestieren gemeinsam mit der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen

    am Freitag, 10. Juli 9 - 10 Uhr

    vor dem Bundesrat gegen das Verbot der Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne. Sie fordern die Umsetzung des 2021 gewonnenen Volksentscheids. Dabei stimmten fast 60 Prozent für die Überführung der Wohnungsbestände von Vonovia, Adler, Heimstaden und anderen Großkonzernen in Gemeineigentum.

    Dazu erklärt die Initiative:

    “Berlin hat längst abgestimmt: die Vergesellschaftung muss kommen. Mit einem fiesen Taschenspielertrick wollen CDU und SPD die Umsetzung dieser demokratischen Entscheidung nun verhindern. Offenbar schützen diese Parteien lieber die Interessen von Immobilienkonzernen als von uns Mieter*innen”.

    Die Bayerische Landesregierung will am Freitag eine Bundesratsinitiative einbringen, in der sie die Regierung auffordert, ein Verbot der Vergesellschaftung von Wohnraum zu erlassen. Vergangene Woche hatte der Koalitionsausschuss aus CDU, CSU und SPD sich bereits auf ein solches Verbot verständigt. Es bräuchte eine Mehrheit der Unions- und SPD-Abgeordneten im Bundestag, um so ein Gesetz zu erlassen. Nach mehrheitlicher juristischer Expertise wäre ein solches Gesetz allerdings verfassungswidrig.

    Zur Kundgebung vor dem Bundesrat von 9 bis 10 Uhr sind Pressevertreter*innen herzlich eingeladen.

    #Protest #Kundgebung #Vergesellschaftungsverbot #Bundesrat #Berlin
    #Presse #DeutscheWohnenenteignen
    #DWenteignen #Miete #Wohnung #Mieter #Initiative #DeutscheWohnen #enteignen
    #Vergesellschaftung #Immobilienkonzerne #Volksentscheid #Wohnungsbestände #Vonovia #Adler #Heimstaden #Padovicz #NoPadovicz #Großkonzerne #Gemeineigentum #Bayern #Bundesratsinitiative #Regierung #Wohnraum #Abgeordnete #Gesetz #juristischeExpertise #Verfassung

  17. #WohnungsNot bzw. die #MietenKrise in Deutschland wird nicht durch den Bau von (weiteren) #Luxuswohnungen gelöst, Frau #Scharrenbach (#CDU). 🤨

    Sie wird dadurch gelöst, dass die (Oligopol-) #Marktmacht von (Groß-) Vermieter*innen lokal gebrochen wird.

    Genau DAS ist die Idee der #Vergesellschaftung in #Berlin.

    Und genau deswegen habt ihr solche Riesen-Angst davor. 👻

    Weil es nachweislich funktioniert.

    paywall:

    handelsblatt.com/politik/deuts

    lesbarer Link:

    msn.com/de-de/politik/beh%C3%B

    Danke @asltf 💪

    .

  18. Widerstand gegen Big Tech

    „KI wollen wir in unserer befreiten Welt nicht haben“

    KI sei verfänglich für faschistische Ideologien und gehe mit autoritären Machtzentren einher. Große Plattformen wie ImmobilienScout24 und Doctolib machen Profit mit Grundbedürfnissen der Menschen. Zwei Aktivist*innen schlagen im Interview konkrete Schritte hin zu einer demokratischen digitalen Teilhabe vor.

    Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Ihr wird nachgesagt, nicht nur Arbeitsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Sie soll auch der Wirtschaft zu neuem Aufschwung verhelfen. Doch immer mehr kritische Stimmen greifen in die Debatte ein und beziehen eine klare Haltung gegen diese Technologie. Zwei von ihnen sind die Digitalexpert*innen Aline Blankertz und Malte Engeler.

    Anlässlich der Konferenz „Cables of Resistance. Bewegungskonferenz gegen Big Tech“, die am Wochenende in Berlin stattfindet und mögliche Widerstandsstrategien gegen KI und große Plattformen ausloten möchte, haben wir mit ihnen gesprochen. Aline Blankertz ist angewandte Ökonomin und setzt sich für die demokratische Ausgestaltung von Wirtschaft ein, unter anderem im digitalpolitischen Kollektiv „Structural Integrity“. Sie ist an der Organisation der Konferenz beteiligt. Malte Engeler ist Jurist und Mitbegründer des digitalpolitischen Kollektivs.

    Im Interview erklären sie, warum sogenannte KI besonders gut verfänglich für autoritäre Politiken ist, wie ihre Sabotage aussehen kann und wie die Gesellschaft wieder mehr demokratische Kontrolle über große Plattformen erreichen kann. Sie plädieren für eine politische Organisierung und die Vergesellschaftung von Plattformen, die solch essenziellen Bereiche der Daseinsvorsorge wie Wohnungssuche oder Arztterminbuchungen strukturieren.

    „Künstliche Gebärmutter“ und KI haben den gleichen ideologischen Ursprung

    Was ist eigentlich eine “künstliche Gebärmutter”? Im Manifest der Konferenz ist die Rede davon.

    Aline Blankertz: Die künstliche Gebärmutter ist eine Figur, die immer mal wieder rund um Elon Musk auftaucht. Dieser Idee des selektiven Pronatalismus liegt zugrunde, dass man stärker steuern möchte, wer Kinder bekommen darf. Die künstliche Gebärmutter ist das Mittel, um sich letztlich vom „weiblichen Körper“ lösen zu können. Es geht darum, aus einer weißen cis-männlichen Perspektive technisch steuern zu können, wohin es mit der Menschheit geht. Mein Verständnis ist, dass es diese künstliche Gebärmütter noch nicht technisch ausgereift gibt. Aber es laufen Forschungsprojekte, die das aktiv vorantreiben. Daneben existieren viele andere transhumanistische Projekte, wie zum Beispiel „Neuralink“, um menschliche Gehirne und Maschinen stärker miteinander zu verbinden.

    In Europa ist es subtiler, aber viele dieser Entwicklungen hin zu solchen transhumanistischen Ideen ‒ also wie können Menschen mit technischen Upgrades besser gemacht werden ‒ sehen wir auch hier. Die künstliche Gebärmutter und die Brain-Computer-Interfaces unterscheiden sich zwar von KI, weil sie unmittelbarer auf die Ebene von Hardware und menschlichen Körpern setzen. Doch auch der KI-Diskurs hat den gleichen ideologischen Ursprung und wird technisch von denselben Menschen vorangetrieben.

    „Diese Infrastrukturen kann niemand bei sich im Keller haben“

    Ist das der Grund warum ihr KI fundamental ablehnt? Und was versteht ihr unter KI genau?

    Malte Engeler: Wenn wir von KI reden, dann meinen wir die in der Gesellschaft aktuell sehr präsente Form von KI: große Datenmodelle, die aus vorhandenen Datenquellen zukünftige oder neue Ergebnisse berechnen. Wir meinen maschinelles Lernen, das Menschen dazu nutzen, um neue Texte, Bilder, Videos oder Ton zu erstellen. Die Modelle werden auch in sozialen Situationen eingesetzt, um neue Entscheidungspunkte zu generieren. Zum Beispiel in militärischen Aktionen, in Verwaltungsentscheidungen oder zur Benotung im Bildungswesen. Es geht also um eine Technologie, die auf Basis einer immensen Datenmenge Muster erlernt und neue Ergebnisse mit diesen Mustern produziert. Wir reden hier von ganz großen Modellen.

    Dieser Technologie ist inhärent, dass sie besonders für autoritäre und faschistische Kräfte anknüpfbar ist. Das ist also kein technischer Fehler, sondern die Technologie ist schlicht und einfach so gebaut. Dazu gehört, dass diese gigantischen Modelle eine große Zentralisierung mit sich bringen. Die Infrastrukturen, die zum Training und Erhalt der Modelle nötig sind, kann niemand bei sich im Keller haben. Diese riesigen Rechenzentren können eigentlich nur zentralisiert betrieben werden. Politisch anknüpfbar für faschistische Politiken sind diese Infrastrukturen deshalb, weil sie autoritäre Machtzentren stark bevorzugen.

    Zum anderen ist da diese Mustererkennung, die immer auf Daten aus der Vergangenheit trainiert wird. Sie überträgt deshalb notwendigerweise diese Vergangenheit in die Zukunft und vereinheitlicht diese Zukunft statistisch auf einen weiß-patriarchal geprägten Mittelwert. Laut diversen Theorien steckt im Kern des Faschismus die Idee, dass es eine Wahrheit, eine tiefes völkisches, echtes Leben in der Gesellschaft gibt, das zum Erblühen gebracht werden soll. Und diese Idee von einer Wiedergeburt der nationalen Stärke findet sich im technischen Prinzip wieder, massenhaft Daten zu sammeln und das vermeintlich Wahre aus diesen Daten wieder extrapolieren zu können.

    „Wünschenswert, wenn Menschen KI nicht auch noch freiwillig nutzen“

    Ist es aus antifaschistischer Sicht ein Problem, wenn Menschen ihre Suchanfragen nicht mehr in eine klassische Suchmaschine eingeben, sondern zum Beispiel in ChatGPT?

    Aline Blankertz: Wir beschäftigen uns vor allem mit der kollektiven Dimension. Es ist nicht die einzelne Suchanfrage bei ChatGPT, die uns dem Faschismus näher bringt. Es sind eben die Zwänge, die an vielen Stellen bestehen. Beispielsweise, dass viele Menschen nun Dinge schneller machen müssen und es deswegen mit KI tun. Dass sie im Wettbewerb mit anderen stehen, um bessere Betriebsergebnisse hervorzubringen.

    Es ist wünschenswert, wenn Menschen KI nicht auch noch freiwillig nutzen. Wenn sie es nur unterhaltsam finden, könnten sie sich eine andere Beschäftigung suchen, die weniger klimaschädlich ist und den KI-Hype nicht weiter am Leben hält. Aber das ist nicht das, womit wir antifaschistisch wirken können, indem wir einfach keine KI mehr verwenden.

    „KI-Unternehmer*innen werden hierzulande glorifiziert“

    Welchen konkreten Schaden seht ihr in Europa und in Deutschland durch KI bereits?

    Aline Blankertz: Aktuell läuft die Debatte, dass man in der Verwaltung großflächig KI einsetzen möchte, etwa nach dem Vorbild von DOGE aus den USA. Das wird zwangsläufig dazu führen, dass mehr Menschen diskriminiert werden und dafür wiederum weniger Verantwortung übernommen wird. Das kennen wir beispielsweise aus Amsterdam, wo ein Algorithmus zur Folge hatte, dass vor allem sozial schwachen Familien Betrugsvorwürfe gemacht wurden. Oder aus England, wo Abiturergebnisse während der Corona-Pandemie insbesondere von Schüler*innen aus ärmeren Gegenden abgewertet wurden.

    Ein anderer Aspekt ist, dass auch hierzulande KI-Unternehmer*innen als Heilsbringende glorifiziert werden. Ein starkes Beispiel hierfür ist Dieter Schwarz, dem die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland gehört. Neben vielen Rechenzentren baut er so etwas wie eine Privatstadt in Baden-Württemberg auf und wird dafür gefeiert. Die CEOs von SAP und Telekom werden ebenfalls häufig gefragt, was für eine Gesellschaft sie sich wünschen. Ganz so, als ob sie gesellschaftliche Interessen im Blick hätten.

    Außerdem beschleunigt KI die gesellschaftliche Spaltung nicht nur im Mediendiskurs, indem plausibel klingende Outputs ohne Anspruch auf Wahrheit eine demokratische Diskussionsbasis untergraben. Sie entwertet schon jetzt Arbeit. Menschen haben Angst, von sogenannter KI ersetzt zu werden, die Gewerkschaften fahren ihre Forderungen zurück. Gleichzeitig erwirtschaften diejenigen, die in Aktien investiert haben, umso mehr Gewinne. Die ökonomische Ungleichheit wächst also noch stärker durch KI.

    „In den USA zünden Menschen autonom fahrende Autos an“

    Was kann man dagegen tun?

    Aline Blankertz: Wir können uns gegen KI wenden. Wir können uns verweigern. Wir können Trainingsdaten vergiften. Man kann auch so etwas wie Sabotage nach dem CIA-Sabotage-Manual betreiben. Es enthält einige inspirierende Ideen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, wie Menschen den Faschismus verlangsamen können. Man kann Abläufe verringern, verlangsamen und weniger effizient machen. Man kann sich gegen Rechenzentren engagieren.

    In den USA gibt es noch weitergehende Aktivitäten. Da zünden Menschen autonom fahrende Autos von Waymo an. Dort gibt es Roboter, die die Gehwege von Obdachlosen freihalten sollen. Menschen attackieren auch diese Roboter.

    Um wirklich politisch wirksam sein zu können, müssen wir uns aber organisieren. Da führt kein Weg dran vorbei. Die Dienste im Individuellen zu wechseln reicht nicht. Zu sagen, „ich finde KI doof, reicht auch nicht“. Wir müssen uns politisch zusammenfinden und die Auswirkungen solcher digitalen Technologien stärker als Problem verstehen.

    „Vergesellschaftung ist die Antwort“

    Auf der Konferenz gebt ihr einen Talk darüber, dass Regulierung und Open-Source-Alternativen nicht ausreichen, um gegen die Macht der Tech Giganten anzukommen. Stattdessen schlagt ihr vor, große Tech Plattformen zu vergesellschaften.

    Malte Engeler: Aktuell erleben wir eine autoritäre Wende. In Zeiten von Kipppunkten wie diesen ist Abwehrkampf ein ganz wesentlicher Teil. Gegen etwas zu kämpfen ist nicht so motivierend wie für etwas. Ich kann das für mich persönlich ganz klar sagen: mich motiviert nicht der Hass auf Big Tech. Mich motiviert der Wunsch nach einer besseren Welt. Wir brauchen konkrete Vorstellungen einer Realität, in der diese Technologien, die wir gerade bekämpfen, anders funktionieren. Und wie kommen wir dahin? Wie kann man eine Plattform, die uns jetzt ausbeutet und aus unseren Bedürfnissen Profit schlägt, in etwas Besseres verwandeln?

    Die Antwort auf diese Fragen ist Vergesellschaftung: also die Überführung einer privatwirtschaftlich betriebenen kommerziellen Plattform in einen Zustand, in dem sie im Sinne des Gemeinwohls und der Bedürfnisbefriedung der Menschen demokratisch verwaltet wird.

    „Mit kleineren Plattformen anfangen“

    Welche Plattformen würdet ihr gern vergesellschaften?

    Malte Engeler: Sich allein diese Frage zu stellen, ist sehr spannend. Das führt dazu, dass auch linke und progressive Kräfte auf einmal anfangen, darüber nachzudenken: Was ist unsere Vision? Was ist unsere Idee von einer digitalen Wohnungsvermittlung oder von einem Portal, auf dem man sich Arzttermine klicken kann? Was würden wir mit diesen Infrastrukturen machen, wenn sie nicht nach kapitalistischen Prinzipien betrieben werden würden?

    Auf der „Cables of Resistance“ gibt es auch einen Talk von der Redscout24 Gruppe, in der Aline und ich beteiligt sind. Das ist ein ganz konkreter Versuch zu zeigen, wie ImmobilienScout24 anders aussehen könnte. Aber das ist nur ein Beispiel von vielen. Doctolib wäre ein anderes.

    Die Frage der Vergesellschaftung zwingt uns aber auch dazu, uns zu positionieren, welche Plattformen wir vielleicht gar nicht wollen. Man kann vergesellschaften, um dann nur abzuschalten. KI ist ein Beispiel für eine Technologie, die wir in unserer befreiten Welt nicht haben wollen.

    Aline Blankertz: Konkret plädieren wir dafür, mit den kleineren Plattformen wie ImmoScout24 und Doctolib anzufangen. Denn über sie läuft aktuell der Zugang zu für alle Menschen wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge wie Wohnungen und Gesundheitsversorgung. So können wir erst einmal lernen, wie die Umstellung auf Bedürfnisorientierung funktioniert. Mittelfristig können wir dann unseren Blick stärker auf digitale Infrastrukturen wie Rechenzentren und globale Plattformen richten.

    Was wir durch Vergesellschaftung gewinnen, ist, dass wir überhaupt wieder gesellschaftlich gestalten können. Im Moment läuft es danach, wie am meisten Geld für die Anteilseignenden herausspringt. Wenn wir an Demokratie glauben, müssen wir auch daran glauben, dass wir gesellschaftliche Infrastrukturen danach gestalten können.

    Da kann man sich gut bei „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ umsehen, die für ihre Anstalt öffentlichen Rechts ‒ so unsexy das auch klingen mag ‒ sehr detailliert ausbuchstabieren, welche Gruppen wie an Entscheidungsprozessen beteiligt werden sollen. Gleichermaßen wäre das auch bei einer digitalen Wohnungsvermittlungsplattform, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten ist.

    „ImmoScout24 vom Markt verdrängen“

    Wie kann eine Bewegung oder ein Zusammenschluss von Bewegungen praktisch an ein Unternehmen wie ImmoScout24 herankommen?

    Malte Engeler: Wir sollten nicht vergessen, dass es schon viele Strukturen gibt, die so organisiert sind. Man vergisst, dass wir das Rad nicht neu erfinden müssen. Bibliotheken zum Beispiel sind eine gut funktionierende öffentliche Infrastruktur. Sie haben einen gemeinsamen Datenbestand. Beispielsweise kann ich heute in der Staatsbibliothek Berlin ein Buch aus Heidelberg bestellen und es übermorgen abholen. Das sind auch keine privatwirtschaftlich betriebenen Informationszugangssysteme.

    Es gibt verschiedene Wege zum Ziel. In einigen Gemeinden existieren noch kommunale Online-Plattformen zur Wohnungsverwaltung, auf denen sie den eigenen Wohnungsbestand anbieten. Sie stellen ihn nicht auf ImmoScout24 ein. Man könnte also festlegen: Wer Wohnraum hat und vermieten will, muss dafür die Plattform der Gemeinde nutzen. Bei einigen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge wie Müllabfuhr oder Wasseranschluss gibt es schon ein ähnliches Prinzip, den sogenannten Anschluss- und Benutzungszwang.

    Mit Aktivist*innen aus dem Fediverse, die viel Erfahrung mit dezentralen Strukturen haben, und Menschen, die solche Bibliotheken-Systeme bauen, könnte man ausloten, wie ein deutschlandweiter Katalog aussähe, mit dem man in jeder Kommune auf alle Wohnungen in Deutschland zugreifen kann.

    Im Grunde verdrängt man ImmoScout24 auf diese Weise vom Markt und vergesellschaftet es gar nicht. Die Plattform wird so immer unwichtiger. Sie kann dann noch Eigentumswohnungen auf dem Land vermitteln, aber ist aus dem Mietraum raus. Das wäre bereits eine Errungenschaft.

    Timur Vorkul ist seit September 2025 Volontär bei netzpolitik.org. Er hat Sozialwissenschaften und Kulturanthropologie studiert und zuletzt für den MDR gearbeitet. Neben seinem Volontariat macht er Beiträge für den Fernsehsender KiKA. Er interessiert sich für staatliche Überwachung, Migrationsregime und Ungleichheit. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  19. @kielkontrovers es wäre eine bildungslücke, wenn die proteste und blockaden gegen die internationale auto austellung #IAA in #münchen an dir vorbei gegangen sind, oder die aktuellen proteste gegen den ausbau der volkswagen werke #VW in #Wolfsburg und die kampange für die #vergesellschaftung derselben. #enteignen

    #elektroauto #autokorrektur #auto #mobilitatswende #verkehrswendestattautokonzerne #disrupt #disrupttesla #tesla #greencapitalism #umweltkatastrophe