#jugendbewegung — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #jugendbewegung, aggregated by home.social.
-
@3sat Der 1. August sollte ein arbeitsfreier Feiertag für alle #Pfadfinder*innen sein und der 1. November für alle Mitglieder*innen der #Jugendbewegung einschließlich aller Pfadfinder*innen.
Deren Leistung für die Gesellschaft ist so hoch, daß sie eigentlich noch mehr Feiertage verdient hätten.Und vor allem sollte der 1. Dezember als 3sat-Tag ein Feiertag im gesamten 3sat-Sendegebiet sein!
Und dann hätte ich noch gerne den Feiertag, an dem der gesamte ÖRR vollständig werbefrei wird.
-
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
-
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
-
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
-
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
-
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
-
Octavio Alberola Suriñach (1928–2025)
Der lebenslange CNT-Aktivist war Teil der kubanischen Revolution und hat sich im aktiven Widerstand gegen Franco engagiert.
Octavio Alberola Suriñach, der letzte Woche in Südfrankreich gestorben ist, war der Sohn rationalistischer Lehrer und libertärer Aktivisten. Sein Vater, José Alberola Navarro, war während der Spanischen #Revolution von 1936–1937 Bildungsrat des Rates von #Aragon, und seine Mutter, Carmen Suriñach, war Lehrerin aus #Olot.
1939 ging die Familie ins Exil nach #Mexiko. Dort studierte Alberola Bauingenieurwesen in #Mexiko-Stadt und wurde eine bekannte Figur in der libertären #Jugendbewegung. 1946 wurde er verhaftet und half bei der Gründung der mexikanischen libertären Jugendorganisation, ihres Medienarms „Alba Roja“ und der spanischen Anti-Franco-Jugend.
Ab 1957 organisierte er Kundgebungen in Mexiko und knüpfte Kontakte nach Europa. Er engagierte sich in der „Spanischen Bewegung 59“ (ME/59) und bereitete zusammen mit Juan García #Oliver G#uerillaaktionen vor. Außerdem unterstützte er Kubas „Bewegung des 26. Juli“ und half den #Castro-Brüdern mit Hilfe der anarchistischen #Diaspora in #Mexiko im #Guerillakampf gegen das #Batista-Regime. Die Ernüchterung kam, als sich das neue kubanische #Regime den Interessen der #Sowjetunion anschloss und seine Versprechen zur Unterstützung der iberischen Befreiung aufgab. 1960 wurde er Verteidigungssekretär der Nationalen Konföderation der Arbeit (CNT) in #Amerika und vertrat die mexikanische #CNT auf dem Kongress von #Limoges 1961, wo die geheime Defensa Interior (#DI) gegründet wurde, um das #Franco-Regime zu bekämpfen.
Der militante Flügel der DI unternahm mehrere erfolglose Attentate auf Franco. Von 1962 bis 1965 war Alberola zusammen mit García Oliver und Cipriano Mera im Untergrund in Frankreich aktiv. Ab 1965 war Alberola an zahlreichen Aktionen gegen Franco beteiligt. Er bevorzugte direkte Propagandaaktionen ohne Opfer und geriet in dieser Frage öffentlich mit Gaston #Leval aneinander. 1966 lehnte er die Fünf-Punkte-Bewegung ab, die die CNT schwächte und den Aufstieg autonomer anarchistischer Gruppen vor allem in #Katalonien, #Aragon, #Andalusien und #Madrid förderte.
Im selben Jahr schloss er sich der Libertären Jugendföderation (FIJL) und der Zeitschrift Presencia an und war Mitglied der Aktionsgruppe Primero de Mayo, die für spektakuläre Aktionen wie die Entführung des spanischen Botschafters im Vatikan in Rom (April 1966) und die versuchte Entführung des spanischen Botschafters in Belgien (1968) verantwortlich war. 1968 wurde er in Belgien verhaftet und verbrachte fünf Monate im Gefängnis.
Mitte der 1970er Jahre arbeitete Alberola als Erzieher in Lüttich und kehrte 1974 nach Frankreich zurück. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung des spanischen Bankiers Baltasar Suárez und wegen seiner Mitgliedschaft in der #GARI (Gruppen für internationalistische revolutionäre Aktion) wurde er in Avignon verhaftet und zu neun Monaten Haft verurteilt.
Von 1975 bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete er als Zeitungslayoutgrafiker und lebte in #Perpignan, wo er Vorträge in ganz #Spanien hielt und weiter schrieb. Er schrieb ohne Sektierertum für Publikationen der #CGT und der CNT. Außerdem war er Mitglied des #COJRA (Komitee für antiautoritäre Reflexionstage) und moderierte von 1980 bis 2000 die Sendung „Tribuna Latinoamericana” auf #Radio #Libertaire.
In den 2000er Jahren war er Mitbegründer der Bemühungen um die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die 1963 hingerichteten Anarchisten Joaquín #Delgado und Francisco #Granado und half 2003 bei der Gründung von #GALSIC (Unterstützungsgruppen für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in #Kuba).
Er schrieb für viele Publikationen, darunter Cenit, El Viejo Topo, Tierra y Libertad, El Topo Avizor und andere.
Zu seinen Büchern gehören „Die Probleme der Wissenschaft: Determinismus und Freiheit“ (1951), „Spanischer Anarchismus und revolutionäre Aktion (1961–1974)“ und „Die libertäre Opposition gegen das Franco-Regime“ (1993).
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview der Anarchist News Agency (#ANA) aus dem Jahr 2018
ANA: Wie bist du zum Anarchismus gekommen?
Octavio Alberola: Nun, ohne Zweifel durch das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe, die mitten in den Ereignissen standen. Genauer gesagt: durch ihre Beziehungen zu anderen Klassengenossen, durch ihre Arbeit als rationalistische Lehrer, durch das Erleben der Folgen der #Repression, unter der sie litten, und höchstwahrscheinlich auch durch die Diskussionen, Lektüren und Propagandaaktionen, an denen ich nach und nach mit ihnen und ihren CNT-Genossen teilnahm, sowohl in Spanien als auch später im Exil: zuerst in Frankreich und dann in Mexiko. Auch durch meine Diskussionen mit meinen Klassengenossen über verschiedene politische, soziale und kulturelle Themen und durch die Konfrontation mit der autoritären Disziplin des Lehrpersonals an der Sekundar- und Vorbereitungsschule in #Jalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates #Veracruz in der mexikanischen Republik. Aber vielleicht haben sich meine anarchistischen Ideen erst richtig entwickelt, als ich nach Mexiko-Stadt zog, um mein Studium zu beginnen, weil ich mich in der mexikanischen libertären Jugendorganisation engagierte und kurz danach mit drei anderen jungen Leuten eine (geheime) Zelle teilen musste. Die mexikanischen Behörden sperrten uns einen Monat lang in diese Zelle, nachdem sie uns verhaftet hatten, weil wir ein libertäres Manifest in den Straßen von Mexiko-Stadt verteilt hatten.
ANA: War deine Familie anarchistisch?
Octavio Alberola: Mein Vater war der Sohn von Bauern aus #Aragón, die um 1899/90 nach #Barcelona ausgewandert waren. Als junger Mann besuchte er die moderne Schule Francisco Ferrer y Guardia. Er lernte meine Mutter in Olot in der Provinz #Girona nach einem #Streik kennen, der zum ersten Mal eine 48Stunden-Woche durchgesetzt hatte. Er wurde deportiert und war 1928, als ich geboren wurde, rationalistischer Lehrer an der säkularen Schule in #Alayor auf #Menorca, Balearen. 1936, während des Militärputsches, war er in #Fraga, Aragon, und unterrichtete an der rationalistischen Schule der CNT. Als nach dem 18. Juli der Rat von Aragon gegründet wurde, wurde mein Vater zum #Kulturminister ernannt. Nach dem Krieg gingen wir nach #Frankreich und dann ins Exil nach Mexiko. Dort war er Direktor der #Cervantes-Schule in der Stadt #Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Meine Mutter half ihm immer bei seinem rationalistischen Unterricht.
ANA: War es in Mexiko, wo du zum ersten Mal mit Mitgliedern der kubanischen libertären Vereinigung in Kontakt kamst?
Octavio Alberola: 1956 wurde ich von kubanischen Exilanten in Mexiko kontaktiert, vor allem von denen der Bewegung 26. Juli und der Revolutionären Studentendirektion. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet, bis die Diktatur von General #Batista gestürzt wurde. Es war wirklich eine sehr turbulente Zeit, die viele Hoffnungen auf die Möglichkeit eines #Sozialismus in Freiheit weckte; aber mit der #Institutionalisierung der kubanischen #Revolution unter dem #Staatskapitalismus und der #Diktatur habe ich den Kontakt zu den Castro-Anhängern abgebrochen. 1961 traf ich mehrere kubanische Libertäre, die in der Sierra Maestra gekämpft hatten, aber erst viele Jahre später begann ich, mit meinen MLC-Genossen zu schreiben. Diese Kontakte wurden durch die Reise von Frank #Fernández nach #Paris im Jahr 2000 konkret. Kurz zuvor hatte er zur Gründung der Unterstützungsgruppe für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in Kuba (GALSIC) beigetragen. Aber seit Anfang der 1990er Jahre war ich stark mit den kubanischen linken Dissidenten verbunden, die nach Frankreich kamen, und Ende der 1990er Jahre reiste ich nach Kuba, um den sogenannten #Gewerkschaften und unabhängigen #Buchhandlungen zu helfen, die anlässlich des iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staatschefs in #Havanna eine Demonstration der Frauen der Gefangenen (die Vorgängerinnen der Frauen in Weiß) organisieren wollten. Ich habe die Hilfe der #SAC (#Schweden) in Anspruch genommen, um den Dokumentarfilm über die #Gewerkschaftsbewegung in Kuba zu drehen.
ANA: Gibt es eine Episode aus diesen Jahren, die dich besonders geprägt hat?
Octavio Alberola: Eine Episode, die ich nie vergessen habe und die bereits damals für die Zukunft sehr bedeutsam war, war die Konfrontation, die ich 1958 bei einer Veranstaltung im Spanischen Athenaeum in Mexiko mit Mitgliedern der Bewegung des 26. Juli hatte. Sie versuchten, einen jungen Schwarzen aus dem Revolutionären Studentendirektorium, der gerade heimlich die Insel verlassen hatte, daran zu hindern, seine Rede fortzusetzen, nachdem er die Gefahr des #Caudillismus im Kampf gegen die Batista-Diktatur angeprangert hatte. Da ich die Veranstaltung leitete, gelang es mir, dafür zu sorgen, dass der junge Schwarze am Mikrofon bleiben und seine Rede beenden konnte. Es war eine Konfrontation, die einen Vorgeschmack auf den Machtkampf nach Batistas Sturz gab.
ANA: Was war der schwierigste Moment in dieser Zeit?
Octavio Alberola: Der schwierigste Moment war, als die mexikanischen Behörden mich unter Beobachtung stellten (mehrere Agenten folgten mir in einem Auto ...) unter dem Vorwand, ich könnte nach dem Anschlag auf den Venezolaner #Betancourt das Ziel eines Anschlags (durch #Trujillo-Anhänger) sein. Das bestätigte mir natürlich, dass ich schon seit einiger Zeit überwacht wurde... Später, in Europa, waren die schwierigsten Momente meine drei Verhaftungen (zuerst durch die belgischen Behörden und dann zweimal durch die französischen).
(...)
-
Octavio Alberola Suriñach (1928–2025)
Der lebenslange CNT-Aktivist war Teil der kubanischen Revolution und hat sich im aktiven Widerstand gegen Franco engagiert.
Octavio Alberola Suriñach, der letzte Woche in Südfrankreich gestorben ist, war der Sohn rationalistischer Lehrer und libertärer Aktivisten. Sein Vater, José Alberola Navarro, war während der Spanischen #Revolution von 1936–1937 Bildungsrat des Rates von #Aragon, und seine Mutter, Carmen Suriñach, war Lehrerin aus #Olot.
1939 ging die Familie ins Exil nach #Mexiko. Dort studierte Alberola Bauingenieurwesen in #Mexiko-Stadt und wurde eine bekannte Figur in der libertären #Jugendbewegung. 1946 wurde er verhaftet und half bei der Gründung der mexikanischen libertären Jugendorganisation, ihres Medienarms „Alba Roja“ und der spanischen Anti-Franco-Jugend.
Ab 1957 organisierte er Kundgebungen in Mexiko und knüpfte Kontakte nach Europa. Er engagierte sich in der „Spanischen Bewegung 59“ (ME/59) und bereitete zusammen mit Juan García #Oliver G#uerillaaktionen vor. Außerdem unterstützte er Kubas „Bewegung des 26. Juli“ und half den #Castro-Brüdern mit Hilfe der anarchistischen #Diaspora in #Mexiko im #Guerillakampf gegen das #Batista-Regime. Die Ernüchterung kam, als sich das neue kubanische #Regime den Interessen der #Sowjetunion anschloss und seine Versprechen zur Unterstützung der iberischen Befreiung aufgab. 1960 wurde er Verteidigungssekretär der Nationalen Konföderation der Arbeit (CNT) in #Amerika und vertrat die mexikanische #CNT auf dem Kongress von #Limoges 1961, wo die geheime Defensa Interior (#DI) gegründet wurde, um das #Franco-Regime zu bekämpfen.
Der militante Flügel der DI unternahm mehrere erfolglose Attentate auf Franco. Von 1962 bis 1965 war Alberola zusammen mit García Oliver und Cipriano Mera im Untergrund in Frankreich aktiv. Ab 1965 war Alberola an zahlreichen Aktionen gegen Franco beteiligt. Er bevorzugte direkte Propagandaaktionen ohne Opfer und geriet in dieser Frage öffentlich mit Gaston #Leval aneinander. 1966 lehnte er die Fünf-Punkte-Bewegung ab, die die CNT schwächte und den Aufstieg autonomer anarchistischer Gruppen vor allem in #Katalonien, #Aragon, #Andalusien und #Madrid förderte.
Im selben Jahr schloss er sich der Libertären Jugendföderation (FIJL) und der Zeitschrift Presencia an und war Mitglied der Aktionsgruppe Primero de Mayo, die für spektakuläre Aktionen wie die Entführung des spanischen Botschafters im Vatikan in Rom (April 1966) und die versuchte Entführung des spanischen Botschafters in Belgien (1968) verantwortlich war. 1968 wurde er in Belgien verhaftet und verbrachte fünf Monate im Gefängnis.
Mitte der 1970er Jahre arbeitete Alberola als Erzieher in Lüttich und kehrte 1974 nach Frankreich zurück. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung des spanischen Bankiers Baltasar Suárez und wegen seiner Mitgliedschaft in der #GARI (Gruppen für internationalistische revolutionäre Aktion) wurde er in Avignon verhaftet und zu neun Monaten Haft verurteilt.
Von 1975 bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete er als Zeitungslayoutgrafiker und lebte in #Perpignan, wo er Vorträge in ganz #Spanien hielt und weiter schrieb. Er schrieb ohne Sektierertum für Publikationen der #CGT und der CNT. Außerdem war er Mitglied des #COJRA (Komitee für antiautoritäre Reflexionstage) und moderierte von 1980 bis 2000 die Sendung „Tribuna Latinoamericana” auf #Radio #Libertaire.
In den 2000er Jahren war er Mitbegründer der Bemühungen um die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die 1963 hingerichteten Anarchisten Joaquín #Delgado und Francisco #Granado und half 2003 bei der Gründung von #GALSIC (Unterstützungsgruppen für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in #Kuba).
Er schrieb für viele Publikationen, darunter Cenit, El Viejo Topo, Tierra y Libertad, El Topo Avizor und andere.
Zu seinen Büchern gehören „Die Probleme der Wissenschaft: Determinismus und Freiheit“ (1951), „Spanischer Anarchismus und revolutionäre Aktion (1961–1974)“ und „Die libertäre Opposition gegen das Franco-Regime“ (1993).
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview der Anarchist News Agency (#ANA) aus dem Jahr 2018
ANA: Wie bist du zum Anarchismus gekommen?
Octavio Alberola: Nun, ohne Zweifel durch das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe, die mitten in den Ereignissen standen. Genauer gesagt: durch ihre Beziehungen zu anderen Klassengenossen, durch ihre Arbeit als rationalistische Lehrer, durch das Erleben der Folgen der #Repression, unter der sie litten, und höchstwahrscheinlich auch durch die Diskussionen, Lektüren und Propagandaaktionen, an denen ich nach und nach mit ihnen und ihren CNT-Genossen teilnahm, sowohl in Spanien als auch später im Exil: zuerst in Frankreich und dann in Mexiko. Auch durch meine Diskussionen mit meinen Klassengenossen über verschiedene politische, soziale und kulturelle Themen und durch die Konfrontation mit der autoritären Disziplin des Lehrpersonals an der Sekundar- und Vorbereitungsschule in #Jalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates #Veracruz in der mexikanischen Republik. Aber vielleicht haben sich meine anarchistischen Ideen erst richtig entwickelt, als ich nach Mexiko-Stadt zog, um mein Studium zu beginnen, weil ich mich in der mexikanischen libertären Jugendorganisation engagierte und kurz danach mit drei anderen jungen Leuten eine (geheime) Zelle teilen musste. Die mexikanischen Behörden sperrten uns einen Monat lang in diese Zelle, nachdem sie uns verhaftet hatten, weil wir ein libertäres Manifest in den Straßen von Mexiko-Stadt verteilt hatten.
ANA: War deine Familie anarchistisch?
Octavio Alberola: Mein Vater war der Sohn von Bauern aus #Aragón, die um 1899/90 nach #Barcelona ausgewandert waren. Als junger Mann besuchte er die moderne Schule Francisco Ferrer y Guardia. Er lernte meine Mutter in Olot in der Provinz #Girona nach einem #Streik kennen, der zum ersten Mal eine 48Stunden-Woche durchgesetzt hatte. Er wurde deportiert und war 1928, als ich geboren wurde, rationalistischer Lehrer an der säkularen Schule in #Alayor auf #Menorca, Balearen. 1936, während des Militärputsches, war er in #Fraga, Aragon, und unterrichtete an der rationalistischen Schule der CNT. Als nach dem 18. Juli der Rat von Aragon gegründet wurde, wurde mein Vater zum #Kulturminister ernannt. Nach dem Krieg gingen wir nach #Frankreich und dann ins Exil nach Mexiko. Dort war er Direktor der #Cervantes-Schule in der Stadt #Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Meine Mutter half ihm immer bei seinem rationalistischen Unterricht.
ANA: War es in Mexiko, wo du zum ersten Mal mit Mitgliedern der kubanischen libertären Vereinigung in Kontakt kamst?
Octavio Alberola: 1956 wurde ich von kubanischen Exilanten in Mexiko kontaktiert, vor allem von denen der Bewegung 26. Juli und der Revolutionären Studentendirektion. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet, bis die Diktatur von General #Batista gestürzt wurde. Es war wirklich eine sehr turbulente Zeit, die viele Hoffnungen auf die Möglichkeit eines #Sozialismus in Freiheit weckte; aber mit der #Institutionalisierung der kubanischen #Revolution unter dem #Staatskapitalismus und der #Diktatur habe ich den Kontakt zu den Castro-Anhängern abgebrochen. 1961 traf ich mehrere kubanische Libertäre, die in der Sierra Maestra gekämpft hatten, aber erst viele Jahre später begann ich, mit meinen MLC-Genossen zu schreiben. Diese Kontakte wurden durch die Reise von Frank #Fernández nach #Paris im Jahr 2000 konkret. Kurz zuvor hatte er zur Gründung der Unterstützungsgruppe für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in Kuba (GALSIC) beigetragen. Aber seit Anfang der 1990er Jahre war ich stark mit den kubanischen linken Dissidenten verbunden, die nach Frankreich kamen, und Ende der 1990er Jahre reiste ich nach Kuba, um den sogenannten #Gewerkschaften und unabhängigen #Buchhandlungen zu helfen, die anlässlich des iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staatschefs in #Havanna eine Demonstration der Frauen der Gefangenen (die Vorgängerinnen der Frauen in Weiß) organisieren wollten. Ich habe die Hilfe der #SAC (#Schweden) in Anspruch genommen, um den Dokumentarfilm über die #Gewerkschaftsbewegung in Kuba zu drehen.
ANA: Gibt es eine Episode aus diesen Jahren, die dich besonders geprägt hat?
Octavio Alberola: Eine Episode, die ich nie vergessen habe und die bereits damals für die Zukunft sehr bedeutsam war, war die Konfrontation, die ich 1958 bei einer Veranstaltung im Spanischen Athenaeum in Mexiko mit Mitgliedern der Bewegung des 26. Juli hatte. Sie versuchten, einen jungen Schwarzen aus dem Revolutionären Studentendirektorium, der gerade heimlich die Insel verlassen hatte, daran zu hindern, seine Rede fortzusetzen, nachdem er die Gefahr des #Caudillismus im Kampf gegen die Batista-Diktatur angeprangert hatte. Da ich die Veranstaltung leitete, gelang es mir, dafür zu sorgen, dass der junge Schwarze am Mikrofon bleiben und seine Rede beenden konnte. Es war eine Konfrontation, die einen Vorgeschmack auf den Machtkampf nach Batistas Sturz gab.
ANA: Was war der schwierigste Moment in dieser Zeit?
Octavio Alberola: Der schwierigste Moment war, als die mexikanischen Behörden mich unter Beobachtung stellten (mehrere Agenten folgten mir in einem Auto ...) unter dem Vorwand, ich könnte nach dem Anschlag auf den Venezolaner #Betancourt das Ziel eines Anschlags (durch #Trujillo-Anhänger) sein. Das bestätigte mir natürlich, dass ich schon seit einiger Zeit überwacht wurde... Später, in Europa, waren die schwierigsten Momente meine drei Verhaftungen (zuerst durch die belgischen Behörden und dann zweimal durch die französischen).
(...)
-
Octavio Alberola Suriñach (1928–2025)
Der lebenslange CNT-Aktivist war Teil der kubanischen Revolution und hat sich im aktiven Widerstand gegen Franco engagiert.
Octavio Alberola Suriñach, der letzte Woche in Südfrankreich gestorben ist, war der Sohn rationalistischer Lehrer und libertärer Aktivisten. Sein Vater, José Alberola Navarro, war während der Spanischen #Revolution von 1936–1937 Bildungsrat des Rates von #Aragon, und seine Mutter, Carmen Suriñach, war Lehrerin aus #Olot.
1939 ging die Familie ins Exil nach #Mexiko. Dort studierte Alberola Bauingenieurwesen in #Mexiko-Stadt und wurde eine bekannte Figur in der libertären #Jugendbewegung. 1946 wurde er verhaftet und half bei der Gründung der mexikanischen libertären Jugendorganisation, ihres Medienarms „Alba Roja“ und der spanischen Anti-Franco-Jugend.
Ab 1957 organisierte er Kundgebungen in Mexiko und knüpfte Kontakte nach Europa. Er engagierte sich in der „Spanischen Bewegung 59“ (ME/59) und bereitete zusammen mit Juan García #Oliver G#uerillaaktionen vor. Außerdem unterstützte er Kubas „Bewegung des 26. Juli“ und half den #Castro-Brüdern mit Hilfe der anarchistischen #Diaspora in #Mexiko im #Guerillakampf gegen das #Batista-Regime. Die Ernüchterung kam, als sich das neue kubanische #Regime den Interessen der #Sowjetunion anschloss und seine Versprechen zur Unterstützung der iberischen Befreiung aufgab. 1960 wurde er Verteidigungssekretär der Nationalen Konföderation der Arbeit (CNT) in #Amerika und vertrat die mexikanische #CNT auf dem Kongress von #Limoges 1961, wo die geheime Defensa Interior (#DI) gegründet wurde, um das #Franco-Regime zu bekämpfen.
Der militante Flügel der DI unternahm mehrere erfolglose Attentate auf Franco. Von 1962 bis 1965 war Alberola zusammen mit García Oliver und Cipriano Mera im Untergrund in Frankreich aktiv. Ab 1965 war Alberola an zahlreichen Aktionen gegen Franco beteiligt. Er bevorzugte direkte Propagandaaktionen ohne Opfer und geriet in dieser Frage öffentlich mit Gaston #Leval aneinander. 1966 lehnte er die Fünf-Punkte-Bewegung ab, die die CNT schwächte und den Aufstieg autonomer anarchistischer Gruppen vor allem in #Katalonien, #Aragon, #Andalusien und #Madrid förderte.
Im selben Jahr schloss er sich der Libertären Jugendföderation (FIJL) und der Zeitschrift Presencia an und war Mitglied der Aktionsgruppe Primero de Mayo, die für spektakuläre Aktionen wie die Entführung des spanischen Botschafters im Vatikan in Rom (April 1966) und die versuchte Entführung des spanischen Botschafters in Belgien (1968) verantwortlich war. 1968 wurde er in Belgien verhaftet und verbrachte fünf Monate im Gefängnis.
Mitte der 1970er Jahre arbeitete Alberola als Erzieher in Lüttich und kehrte 1974 nach Frankreich zurück. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung des spanischen Bankiers Baltasar Suárez und wegen seiner Mitgliedschaft in der #GARI (Gruppen für internationalistische revolutionäre Aktion) wurde er in Avignon verhaftet und zu neun Monaten Haft verurteilt.
Von 1975 bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete er als Zeitungslayoutgrafiker und lebte in #Perpignan, wo er Vorträge in ganz #Spanien hielt und weiter schrieb. Er schrieb ohne Sektierertum für Publikationen der #CGT und der CNT. Außerdem war er Mitglied des #COJRA (Komitee für antiautoritäre Reflexionstage) und moderierte von 1980 bis 2000 die Sendung „Tribuna Latinoamericana” auf #Radio #Libertaire.
In den 2000er Jahren war er Mitbegründer der Bemühungen um die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die 1963 hingerichteten Anarchisten Joaquín #Delgado und Francisco #Granado und half 2003 bei der Gründung von #GALSIC (Unterstützungsgruppen für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in #Kuba).
Er schrieb für viele Publikationen, darunter Cenit, El Viejo Topo, Tierra y Libertad, El Topo Avizor und andere.
Zu seinen Büchern gehören „Die Probleme der Wissenschaft: Determinismus und Freiheit“ (1951), „Spanischer Anarchismus und revolutionäre Aktion (1961–1974)“ und „Die libertäre Opposition gegen das Franco-Regime“ (1993).
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview der Anarchist News Agency (#ANA) aus dem Jahr 2018
ANA: Wie bist du zum Anarchismus gekommen?
Octavio Alberola: Nun, ohne Zweifel durch das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe, die mitten in den Ereignissen standen. Genauer gesagt: durch ihre Beziehungen zu anderen Klassengenossen, durch ihre Arbeit als rationalistische Lehrer, durch das Erleben der Folgen der #Repression, unter der sie litten, und höchstwahrscheinlich auch durch die Diskussionen, Lektüren und Propagandaaktionen, an denen ich nach und nach mit ihnen und ihren CNT-Genossen teilnahm, sowohl in Spanien als auch später im Exil: zuerst in Frankreich und dann in Mexiko. Auch durch meine Diskussionen mit meinen Klassengenossen über verschiedene politische, soziale und kulturelle Themen und durch die Konfrontation mit der autoritären Disziplin des Lehrpersonals an der Sekundar- und Vorbereitungsschule in #Jalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates #Veracruz in der mexikanischen Republik. Aber vielleicht haben sich meine anarchistischen Ideen erst richtig entwickelt, als ich nach Mexiko-Stadt zog, um mein Studium zu beginnen, weil ich mich in der mexikanischen libertären Jugendorganisation engagierte und kurz danach mit drei anderen jungen Leuten eine (geheime) Zelle teilen musste. Die mexikanischen Behörden sperrten uns einen Monat lang in diese Zelle, nachdem sie uns verhaftet hatten, weil wir ein libertäres Manifest in den Straßen von Mexiko-Stadt verteilt hatten.
ANA: War deine Familie anarchistisch?
Octavio Alberola: Mein Vater war der Sohn von Bauern aus #Aragón, die um 1899/90 nach #Barcelona ausgewandert waren. Als junger Mann besuchte er die moderne Schule Francisco Ferrer y Guardia. Er lernte meine Mutter in Olot in der Provinz #Girona nach einem #Streik kennen, der zum ersten Mal eine 48Stunden-Woche durchgesetzt hatte. Er wurde deportiert und war 1928, als ich geboren wurde, rationalistischer Lehrer an der säkularen Schule in #Alayor auf #Menorca, Balearen. 1936, während des Militärputsches, war er in #Fraga, Aragon, und unterrichtete an der rationalistischen Schule der CNT. Als nach dem 18. Juli der Rat von Aragon gegründet wurde, wurde mein Vater zum #Kulturminister ernannt. Nach dem Krieg gingen wir nach #Frankreich und dann ins Exil nach Mexiko. Dort war er Direktor der #Cervantes-Schule in der Stadt #Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Meine Mutter half ihm immer bei seinem rationalistischen Unterricht.
ANA: War es in Mexiko, wo du zum ersten Mal mit Mitgliedern der kubanischen libertären Vereinigung in Kontakt kamst?
Octavio Alberola: 1956 wurde ich von kubanischen Exilanten in Mexiko kontaktiert, vor allem von denen der Bewegung 26. Juli und der Revolutionären Studentendirektion. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet, bis die Diktatur von General #Batista gestürzt wurde. Es war wirklich eine sehr turbulente Zeit, die viele Hoffnungen auf die Möglichkeit eines #Sozialismus in Freiheit weckte; aber mit der #Institutionalisierung der kubanischen #Revolution unter dem #Staatskapitalismus und der #Diktatur habe ich den Kontakt zu den Castro-Anhängern abgebrochen. 1961 traf ich mehrere kubanische Libertäre, die in der Sierra Maestra gekämpft hatten, aber erst viele Jahre später begann ich, mit meinen MLC-Genossen zu schreiben. Diese Kontakte wurden durch die Reise von Frank #Fernández nach #Paris im Jahr 2000 konkret. Kurz zuvor hatte er zur Gründung der Unterstützungsgruppe für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in Kuba (GALSIC) beigetragen. Aber seit Anfang der 1990er Jahre war ich stark mit den kubanischen linken Dissidenten verbunden, die nach Frankreich kamen, und Ende der 1990er Jahre reiste ich nach Kuba, um den sogenannten #Gewerkschaften und unabhängigen #Buchhandlungen zu helfen, die anlässlich des iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staatschefs in #Havanna eine Demonstration der Frauen der Gefangenen (die Vorgängerinnen der Frauen in Weiß) organisieren wollten. Ich habe die Hilfe der #SAC (#Schweden) in Anspruch genommen, um den Dokumentarfilm über die #Gewerkschaftsbewegung in Kuba zu drehen.
ANA: Gibt es eine Episode aus diesen Jahren, die dich besonders geprägt hat?
Octavio Alberola: Eine Episode, die ich nie vergessen habe und die bereits damals für die Zukunft sehr bedeutsam war, war die Konfrontation, die ich 1958 bei einer Veranstaltung im Spanischen Athenaeum in Mexiko mit Mitgliedern der Bewegung des 26. Juli hatte. Sie versuchten, einen jungen Schwarzen aus dem Revolutionären Studentendirektorium, der gerade heimlich die Insel verlassen hatte, daran zu hindern, seine Rede fortzusetzen, nachdem er die Gefahr des #Caudillismus im Kampf gegen die Batista-Diktatur angeprangert hatte. Da ich die Veranstaltung leitete, gelang es mir, dafür zu sorgen, dass der junge Schwarze am Mikrofon bleiben und seine Rede beenden konnte. Es war eine Konfrontation, die einen Vorgeschmack auf den Machtkampf nach Batistas Sturz gab.
ANA: Was war der schwierigste Moment in dieser Zeit?
Octavio Alberola: Der schwierigste Moment war, als die mexikanischen Behörden mich unter Beobachtung stellten (mehrere Agenten folgten mir in einem Auto ...) unter dem Vorwand, ich könnte nach dem Anschlag auf den Venezolaner #Betancourt das Ziel eines Anschlags (durch #Trujillo-Anhänger) sein. Das bestätigte mir natürlich, dass ich schon seit einiger Zeit überwacht wurde... Später, in Europa, waren die schwierigsten Momente meine drei Verhaftungen (zuerst durch die belgischen Behörden und dann zweimal durch die französischen).
(...)
-
Octavio Alberola Suriñach (1928–2025)
Der lebenslange CNT-Aktivist war Teil der kubanischen Revolution und hat sich im aktiven Widerstand gegen Franco engagiert.
Octavio Alberola Suriñach, der letzte Woche in Südfrankreich gestorben ist, war der Sohn rationalistischer Lehrer und libertärer Aktivisten. Sein Vater, José Alberola Navarro, war während der Spanischen #Revolution von 1936–1937 Bildungsrat des Rates von #Aragon, und seine Mutter, Carmen Suriñach, war Lehrerin aus #Olot.
1939 ging die Familie ins Exil nach #Mexiko. Dort studierte Alberola Bauingenieurwesen in #Mexiko-Stadt und wurde eine bekannte Figur in der libertären #Jugendbewegung. 1946 wurde er verhaftet und half bei der Gründung der mexikanischen libertären Jugendorganisation, ihres Medienarms „Alba Roja“ und der spanischen Anti-Franco-Jugend.
Ab 1957 organisierte er Kundgebungen in Mexiko und knüpfte Kontakte nach Europa. Er engagierte sich in der „Spanischen Bewegung 59“ (ME/59) und bereitete zusammen mit Juan García #Oliver G#uerillaaktionen vor. Außerdem unterstützte er Kubas „Bewegung des 26. Juli“ und half den #Castro-Brüdern mit Hilfe der anarchistischen #Diaspora in #Mexiko im #Guerillakampf gegen das #Batista-Regime. Die Ernüchterung kam, als sich das neue kubanische #Regime den Interessen der #Sowjetunion anschloss und seine Versprechen zur Unterstützung der iberischen Befreiung aufgab. 1960 wurde er Verteidigungssekretär der Nationalen Konföderation der Arbeit (CNT) in #Amerika und vertrat die mexikanische #CNT auf dem Kongress von #Limoges 1961, wo die geheime Defensa Interior (#DI) gegründet wurde, um das #Franco-Regime zu bekämpfen.
Der militante Flügel der DI unternahm mehrere erfolglose Attentate auf Franco. Von 1962 bis 1965 war Alberola zusammen mit García Oliver und Cipriano Mera im Untergrund in Frankreich aktiv. Ab 1965 war Alberola an zahlreichen Aktionen gegen Franco beteiligt. Er bevorzugte direkte Propagandaaktionen ohne Opfer und geriet in dieser Frage öffentlich mit Gaston #Leval aneinander. 1966 lehnte er die Fünf-Punkte-Bewegung ab, die die CNT schwächte und den Aufstieg autonomer anarchistischer Gruppen vor allem in #Katalonien, #Aragon, #Andalusien und #Madrid förderte.
Im selben Jahr schloss er sich der Libertären Jugendföderation (FIJL) und der Zeitschrift Presencia an und war Mitglied der Aktionsgruppe Primero de Mayo, die für spektakuläre Aktionen wie die Entführung des spanischen Botschafters im Vatikan in Rom (April 1966) und die versuchte Entführung des spanischen Botschafters in Belgien (1968) verantwortlich war. 1968 wurde er in Belgien verhaftet und verbrachte fünf Monate im Gefängnis.
Mitte der 1970er Jahre arbeitete Alberola als Erzieher in Lüttich und kehrte 1974 nach Frankreich zurück. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung des spanischen Bankiers Baltasar Suárez und wegen seiner Mitgliedschaft in der #GARI (Gruppen für internationalistische revolutionäre Aktion) wurde er in Avignon verhaftet und zu neun Monaten Haft verurteilt.
Von 1975 bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete er als Zeitungslayoutgrafiker und lebte in #Perpignan, wo er Vorträge in ganz #Spanien hielt und weiter schrieb. Er schrieb ohne Sektierertum für Publikationen der #CGT und der CNT. Außerdem war er Mitglied des #COJRA (Komitee für antiautoritäre Reflexionstage) und moderierte von 1980 bis 2000 die Sendung „Tribuna Latinoamericana” auf #Radio #Libertaire.
In den 2000er Jahren war er Mitbegründer der Bemühungen um die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die 1963 hingerichteten Anarchisten Joaquín #Delgado und Francisco #Granado und half 2003 bei der Gründung von #GALSIC (Unterstützungsgruppen für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in #Kuba).
Er schrieb für viele Publikationen, darunter Cenit, El Viejo Topo, Tierra y Libertad, El Topo Avizor und andere.
Zu seinen Büchern gehören „Die Probleme der Wissenschaft: Determinismus und Freiheit“ (1951), „Spanischer Anarchismus und revolutionäre Aktion (1961–1974)“ und „Die libertäre Opposition gegen das Franco-Regime“ (1993).
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview der Anarchist News Agency (#ANA) aus dem Jahr 2018
ANA: Wie bist du zum Anarchismus gekommen?
Octavio Alberola: Nun, ohne Zweifel durch das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe, die mitten in den Ereignissen standen. Genauer gesagt: durch ihre Beziehungen zu anderen Klassengenossen, durch ihre Arbeit als rationalistische Lehrer, durch das Erleben der Folgen der #Repression, unter der sie litten, und höchstwahrscheinlich auch durch die Diskussionen, Lektüren und Propagandaaktionen, an denen ich nach und nach mit ihnen und ihren CNT-Genossen teilnahm, sowohl in Spanien als auch später im Exil: zuerst in Frankreich und dann in Mexiko. Auch durch meine Diskussionen mit meinen Klassengenossen über verschiedene politische, soziale und kulturelle Themen und durch die Konfrontation mit der autoritären Disziplin des Lehrpersonals an der Sekundar- und Vorbereitungsschule in #Jalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates #Veracruz in der mexikanischen Republik. Aber vielleicht haben sich meine anarchistischen Ideen erst richtig entwickelt, als ich nach Mexiko-Stadt zog, um mein Studium zu beginnen, weil ich mich in der mexikanischen libertären Jugendorganisation engagierte und kurz danach mit drei anderen jungen Leuten eine (geheime) Zelle teilen musste. Die mexikanischen Behörden sperrten uns einen Monat lang in diese Zelle, nachdem sie uns verhaftet hatten, weil wir ein libertäres Manifest in den Straßen von Mexiko-Stadt verteilt hatten.
ANA: War deine Familie anarchistisch?
Octavio Alberola: Mein Vater war der Sohn von Bauern aus #Aragón, die um 1899/90 nach #Barcelona ausgewandert waren. Als junger Mann besuchte er die moderne Schule Francisco Ferrer y Guardia. Er lernte meine Mutter in Olot in der Provinz #Girona nach einem #Streik kennen, der zum ersten Mal eine 48Stunden-Woche durchgesetzt hatte. Er wurde deportiert und war 1928, als ich geboren wurde, rationalistischer Lehrer an der säkularen Schule in #Alayor auf #Menorca, Balearen. 1936, während des Militärputsches, war er in #Fraga, Aragon, und unterrichtete an der rationalistischen Schule der CNT. Als nach dem 18. Juli der Rat von Aragon gegründet wurde, wurde mein Vater zum #Kulturminister ernannt. Nach dem Krieg gingen wir nach #Frankreich und dann ins Exil nach Mexiko. Dort war er Direktor der #Cervantes-Schule in der Stadt #Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Meine Mutter half ihm immer bei seinem rationalistischen Unterricht.
ANA: War es in Mexiko, wo du zum ersten Mal mit Mitgliedern der kubanischen libertären Vereinigung in Kontakt kamst?
Octavio Alberola: 1956 wurde ich von kubanischen Exilanten in Mexiko kontaktiert, vor allem von denen der Bewegung 26. Juli und der Revolutionären Studentendirektion. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet, bis die Diktatur von General #Batista gestürzt wurde. Es war wirklich eine sehr turbulente Zeit, die viele Hoffnungen auf die Möglichkeit eines #Sozialismus in Freiheit weckte; aber mit der #Institutionalisierung der kubanischen #Revolution unter dem #Staatskapitalismus und der #Diktatur habe ich den Kontakt zu den Castro-Anhängern abgebrochen. 1961 traf ich mehrere kubanische Libertäre, die in der Sierra Maestra gekämpft hatten, aber erst viele Jahre später begann ich, mit meinen MLC-Genossen zu schreiben. Diese Kontakte wurden durch die Reise von Frank #Fernández nach #Paris im Jahr 2000 konkret. Kurz zuvor hatte er zur Gründung der Unterstützungsgruppe für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in Kuba (GALSIC) beigetragen. Aber seit Anfang der 1990er Jahre war ich stark mit den kubanischen linken Dissidenten verbunden, die nach Frankreich kamen, und Ende der 1990er Jahre reiste ich nach Kuba, um den sogenannten #Gewerkschaften und unabhängigen #Buchhandlungen zu helfen, die anlässlich des iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staatschefs in #Havanna eine Demonstration der Frauen der Gefangenen (die Vorgängerinnen der Frauen in Weiß) organisieren wollten. Ich habe die Hilfe der #SAC (#Schweden) in Anspruch genommen, um den Dokumentarfilm über die #Gewerkschaftsbewegung in Kuba zu drehen.
ANA: Gibt es eine Episode aus diesen Jahren, die dich besonders geprägt hat?
Octavio Alberola: Eine Episode, die ich nie vergessen habe und die bereits damals für die Zukunft sehr bedeutsam war, war die Konfrontation, die ich 1958 bei einer Veranstaltung im Spanischen Athenaeum in Mexiko mit Mitgliedern der Bewegung des 26. Juli hatte. Sie versuchten, einen jungen Schwarzen aus dem Revolutionären Studentendirektorium, der gerade heimlich die Insel verlassen hatte, daran zu hindern, seine Rede fortzusetzen, nachdem er die Gefahr des #Caudillismus im Kampf gegen die Batista-Diktatur angeprangert hatte. Da ich die Veranstaltung leitete, gelang es mir, dafür zu sorgen, dass der junge Schwarze am Mikrofon bleiben und seine Rede beenden konnte. Es war eine Konfrontation, die einen Vorgeschmack auf den Machtkampf nach Batistas Sturz gab.
ANA: Was war der schwierigste Moment in dieser Zeit?
Octavio Alberola: Der schwierigste Moment war, als die mexikanischen Behörden mich unter Beobachtung stellten (mehrere Agenten folgten mir in einem Auto ...) unter dem Vorwand, ich könnte nach dem Anschlag auf den Venezolaner #Betancourt das Ziel eines Anschlags (durch #Trujillo-Anhänger) sein. Das bestätigte mir natürlich, dass ich schon seit einiger Zeit überwacht wurde... Später, in Europa, waren die schwierigsten Momente meine drei Verhaftungen (zuerst durch die belgischen Behörden und dann zweimal durch die französischen).
(...)
-
Octavio Alberola Suriñach (1928–2025)
Der lebenslange CNT-Aktivist war Teil der kubanischen Revolution und hat sich im aktiven Widerstand gegen Franco engagiert.
Octavio Alberola Suriñach, der letzte Woche in Südfrankreich gestorben ist, war der Sohn rationalistischer Lehrer und libertärer Aktivisten. Sein Vater, José Alberola Navarro, war während der Spanischen #Revolution von 1936–1937 Bildungsrat des Rates von #Aragon, und seine Mutter, Carmen Suriñach, war Lehrerin aus #Olot.
1939 ging die Familie ins Exil nach #Mexiko. Dort studierte Alberola Bauingenieurwesen in #Mexiko-Stadt und wurde eine bekannte Figur in der libertären #Jugendbewegung. 1946 wurde er verhaftet und half bei der Gründung der mexikanischen libertären Jugendorganisation, ihres Medienarms „Alba Roja“ und der spanischen Anti-Franco-Jugend.
Ab 1957 organisierte er Kundgebungen in Mexiko und knüpfte Kontakte nach Europa. Er engagierte sich in der „Spanischen Bewegung 59“ (ME/59) und bereitete zusammen mit Juan García #Oliver G#uerillaaktionen vor. Außerdem unterstützte er Kubas „Bewegung des 26. Juli“ und half den #Castro-Brüdern mit Hilfe der anarchistischen #Diaspora in #Mexiko im #Guerillakampf gegen das #Batista-Regime. Die Ernüchterung kam, als sich das neue kubanische #Regime den Interessen der #Sowjetunion anschloss und seine Versprechen zur Unterstützung der iberischen Befreiung aufgab. 1960 wurde er Verteidigungssekretär der Nationalen Konföderation der Arbeit (CNT) in #Amerika und vertrat die mexikanische #CNT auf dem Kongress von #Limoges 1961, wo die geheime Defensa Interior (#DI) gegründet wurde, um das #Franco-Regime zu bekämpfen.
Der militante Flügel der DI unternahm mehrere erfolglose Attentate auf Franco. Von 1962 bis 1965 war Alberola zusammen mit García Oliver und Cipriano Mera im Untergrund in Frankreich aktiv. Ab 1965 war Alberola an zahlreichen Aktionen gegen Franco beteiligt. Er bevorzugte direkte Propagandaaktionen ohne Opfer und geriet in dieser Frage öffentlich mit Gaston #Leval aneinander. 1966 lehnte er die Fünf-Punkte-Bewegung ab, die die CNT schwächte und den Aufstieg autonomer anarchistischer Gruppen vor allem in #Katalonien, #Aragon, #Andalusien und #Madrid förderte.
Im selben Jahr schloss er sich der Libertären Jugendföderation (FIJL) und der Zeitschrift Presencia an und war Mitglied der Aktionsgruppe Primero de Mayo, die für spektakuläre Aktionen wie die Entführung des spanischen Botschafters im Vatikan in Rom (April 1966) und die versuchte Entführung des spanischen Botschafters in Belgien (1968) verantwortlich war. 1968 wurde er in Belgien verhaftet und verbrachte fünf Monate im Gefängnis.
Mitte der 1970er Jahre arbeitete Alberola als Erzieher in Lüttich und kehrte 1974 nach Frankreich zurück. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung des spanischen Bankiers Baltasar Suárez und wegen seiner Mitgliedschaft in der #GARI (Gruppen für internationalistische revolutionäre Aktion) wurde er in Avignon verhaftet und zu neun Monaten Haft verurteilt.
Von 1975 bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete er als Zeitungslayoutgrafiker und lebte in #Perpignan, wo er Vorträge in ganz #Spanien hielt und weiter schrieb. Er schrieb ohne Sektierertum für Publikationen der #CGT und der CNT. Außerdem war er Mitglied des #COJRA (Komitee für antiautoritäre Reflexionstage) und moderierte von 1980 bis 2000 die Sendung „Tribuna Latinoamericana” auf #Radio #Libertaire.
In den 2000er Jahren war er Mitbegründer der Bemühungen um die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die 1963 hingerichteten Anarchisten Joaquín #Delgado und Francisco #Granado und half 2003 bei der Gründung von #GALSIC (Unterstützungsgruppen für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in #Kuba).
Er schrieb für viele Publikationen, darunter Cenit, El Viejo Topo, Tierra y Libertad, El Topo Avizor und andere.
Zu seinen Büchern gehören „Die Probleme der Wissenschaft: Determinismus und Freiheit“ (1951), „Spanischer Anarchismus und revolutionäre Aktion (1961–1974)“ und „Die libertäre Opposition gegen das Franco-Regime“ (1993).
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview der Anarchist News Agency (#ANA) aus dem Jahr 2018
ANA: Wie bist du zum Anarchismus gekommen?
Octavio Alberola: Nun, ohne Zweifel durch das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe, die mitten in den Ereignissen standen. Genauer gesagt: durch ihre Beziehungen zu anderen Klassengenossen, durch ihre Arbeit als rationalistische Lehrer, durch das Erleben der Folgen der #Repression, unter der sie litten, und höchstwahrscheinlich auch durch die Diskussionen, Lektüren und Propagandaaktionen, an denen ich nach und nach mit ihnen und ihren CNT-Genossen teilnahm, sowohl in Spanien als auch später im Exil: zuerst in Frankreich und dann in Mexiko. Auch durch meine Diskussionen mit meinen Klassengenossen über verschiedene politische, soziale und kulturelle Themen und durch die Konfrontation mit der autoritären Disziplin des Lehrpersonals an der Sekundar- und Vorbereitungsschule in #Jalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates #Veracruz in der mexikanischen Republik. Aber vielleicht haben sich meine anarchistischen Ideen erst richtig entwickelt, als ich nach Mexiko-Stadt zog, um mein Studium zu beginnen, weil ich mich in der mexikanischen libertären Jugendorganisation engagierte und kurz danach mit drei anderen jungen Leuten eine (geheime) Zelle teilen musste. Die mexikanischen Behörden sperrten uns einen Monat lang in diese Zelle, nachdem sie uns verhaftet hatten, weil wir ein libertäres Manifest in den Straßen von Mexiko-Stadt verteilt hatten.
ANA: War deine Familie anarchistisch?
Octavio Alberola: Mein Vater war der Sohn von Bauern aus #Aragón, die um 1899/90 nach #Barcelona ausgewandert waren. Als junger Mann besuchte er die moderne Schule Francisco Ferrer y Guardia. Er lernte meine Mutter in Olot in der Provinz #Girona nach einem #Streik kennen, der zum ersten Mal eine 48Stunden-Woche durchgesetzt hatte. Er wurde deportiert und war 1928, als ich geboren wurde, rationalistischer Lehrer an der säkularen Schule in #Alayor auf #Menorca, Balearen. 1936, während des Militärputsches, war er in #Fraga, Aragon, und unterrichtete an der rationalistischen Schule der CNT. Als nach dem 18. Juli der Rat von Aragon gegründet wurde, wurde mein Vater zum #Kulturminister ernannt. Nach dem Krieg gingen wir nach #Frankreich und dann ins Exil nach Mexiko. Dort war er Direktor der #Cervantes-Schule in der Stadt #Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Meine Mutter half ihm immer bei seinem rationalistischen Unterricht.
ANA: War es in Mexiko, wo du zum ersten Mal mit Mitgliedern der kubanischen libertären Vereinigung in Kontakt kamst?
Octavio Alberola: 1956 wurde ich von kubanischen Exilanten in Mexiko kontaktiert, vor allem von denen der Bewegung 26. Juli und der Revolutionären Studentendirektion. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet, bis die Diktatur von General #Batista gestürzt wurde. Es war wirklich eine sehr turbulente Zeit, die viele Hoffnungen auf die Möglichkeit eines #Sozialismus in Freiheit weckte; aber mit der #Institutionalisierung der kubanischen #Revolution unter dem #Staatskapitalismus und der #Diktatur habe ich den Kontakt zu den Castro-Anhängern abgebrochen. 1961 traf ich mehrere kubanische Libertäre, die in der Sierra Maestra gekämpft hatten, aber erst viele Jahre später begann ich, mit meinen MLC-Genossen zu schreiben. Diese Kontakte wurden durch die Reise von Frank #Fernández nach #Paris im Jahr 2000 konkret. Kurz zuvor hatte er zur Gründung der Unterstützungsgruppe für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in Kuba (GALSIC) beigetragen. Aber seit Anfang der 1990er Jahre war ich stark mit den kubanischen linken Dissidenten verbunden, die nach Frankreich kamen, und Ende der 1990er Jahre reiste ich nach Kuba, um den sogenannten #Gewerkschaften und unabhängigen #Buchhandlungen zu helfen, die anlässlich des iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staatschefs in #Havanna eine Demonstration der Frauen der Gefangenen (die Vorgängerinnen der Frauen in Weiß) organisieren wollten. Ich habe die Hilfe der #SAC (#Schweden) in Anspruch genommen, um den Dokumentarfilm über die #Gewerkschaftsbewegung in Kuba zu drehen.
ANA: Gibt es eine Episode aus diesen Jahren, die dich besonders geprägt hat?
Octavio Alberola: Eine Episode, die ich nie vergessen habe und die bereits damals für die Zukunft sehr bedeutsam war, war die Konfrontation, die ich 1958 bei einer Veranstaltung im Spanischen Athenaeum in Mexiko mit Mitgliedern der Bewegung des 26. Juli hatte. Sie versuchten, einen jungen Schwarzen aus dem Revolutionären Studentendirektorium, der gerade heimlich die Insel verlassen hatte, daran zu hindern, seine Rede fortzusetzen, nachdem er die Gefahr des #Caudillismus im Kampf gegen die Batista-Diktatur angeprangert hatte. Da ich die Veranstaltung leitete, gelang es mir, dafür zu sorgen, dass der junge Schwarze am Mikrofon bleiben und seine Rede beenden konnte. Es war eine Konfrontation, die einen Vorgeschmack auf den Machtkampf nach Batistas Sturz gab.
ANA: Was war der schwierigste Moment in dieser Zeit?
Octavio Alberola: Der schwierigste Moment war, als die mexikanischen Behörden mich unter Beobachtung stellten (mehrere Agenten folgten mir in einem Auto ...) unter dem Vorwand, ich könnte nach dem Anschlag auf den Venezolaner #Betancourt das Ziel eines Anschlags (durch #Trujillo-Anhänger) sein. Das bestätigte mir natürlich, dass ich schon seit einiger Zeit überwacht wurde... Später, in Europa, waren die schwierigsten Momente meine drei Verhaftungen (zuerst durch die belgischen Behörden und dann zweimal durch die französischen).
(...)
-
#Brandenburg – Feindbild Homosexuelle: #Verfassungsschutz beobachtet neue Neonazi-#Jugendbewegung
Glatze, Bomberjacke, 15 Jahre alt: Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor neuen, gewaltbereiten Neonazi-Jugendgruppen. Im vergangenen Jahr demonstrierten sie gegen CSD-Paraden. Sie sind auffallend jung und gewaltbereit – dzB Angriffe gegen Jugendclubs im südbrandenburgischen Spremberg und Senftenberg sowie eine schwere Brandstiftung in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz)
https://dokmz.com/2025/04/10/brandenburg-feindbild-homosexuelle-verfassungsschutz-beobachtet-neue-neonazi-jugendbewegung/ -
#Brandenburg – Feindbild Homosexuelle: #Verfassungsschutz beobachtet neue Neonazi-#Jugendbewegung
Glatze, Bomberjacke, 15 Jahre alt: Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor neuen, gewaltbereiten Neonazi-Jugendgruppen. Im vergangenen Jahr demonstrierten sie gegen CSD-Paraden. Sie sind auffallend jung und gewaltbereit – dzB Angriffe gegen Jugendclubs im südbrandenburgischen Spremberg und Senftenberg sowie eine schwere Brandstiftung in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz)
https://dokmz.com/2025/04/10/brandenburg-feindbild-homosexuelle-verfassungsschutz-beobachtet-neue-neonazi-jugendbewegung/ -
#Brandenburg – Feindbild Homosexuelle: #Verfassungsschutz beobachtet neue Neonazi-#Jugendbewegung
Glatze, Bomberjacke, 15 Jahre alt: Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor neuen, gewaltbereiten Neonazi-Jugendgruppen. Im vergangenen Jahr demonstrierten sie gegen CSD-Paraden. Sie sind auffallend jung und gewaltbereit – dzB Angriffe gegen Jugendclubs im südbrandenburgischen Spremberg und Senftenberg sowie eine schwere Brandstiftung in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz)
https://dokmz.com/2025/04/10/brandenburg-feindbild-homosexuelle-verfassungsschutz-beobachtet-neue-neonazi-jugendbewegung/ -
#Brandenburg – Feindbild Homosexuelle: #Verfassungsschutz beobachtet neue Neonazi-#Jugendbewegung
Glatze, Bomberjacke, 15 Jahre alt: Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor neuen, gewaltbereiten Neonazi-Jugendgruppen. Im vergangenen Jahr demonstrierten sie gegen CSD-Paraden. Sie sind auffallend jung und gewaltbereit – dzB Angriffe gegen Jugendclubs im südbrandenburgischen Spremberg und Senftenberg sowie eine schwere Brandstiftung in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz)
https://dokmz.com/2025/04/10/brandenburg-feindbild-homosexuelle-verfassungsschutz-beobachtet-neue-neonazi-jugendbewegung/ -
#Brandenburg – Feindbild Homosexuelle: #Verfassungsschutz beobachtet neue Neonazi-#Jugendbewegung
Glatze, Bomberjacke, 15 Jahre alt: Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor neuen, gewaltbereiten Neonazi-Jugendgruppen. Im vergangenen Jahr demonstrierten sie gegen CSD-Paraden. Sie sind auffallend jung und gewaltbereit – dzB Angriffe gegen Jugendclubs im südbrandenburgischen Spremberg und Senftenberg sowie eine schwere Brandstiftung in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz)
https://dokmz.com/2025/04/10/brandenburg-feindbild-homosexuelle-verfassungsschutz-beobachtet-neue-neonazi-jugendbewegung/ -
Perlenfabrik und Westendheim (Ginnheimer Landstraße 40-42)
Vom reformpädagogischen Erziehungsheim zum „wilden KZ“ (1916-1933)
Dort, wo heute zwei Hochhäuser mit Wohnungen für #Studierende stehen, befand sich vor etwas mehr als 100 Jahren ein Krankenhaus, das Anfang der 20er Jahre zum ein der freiheitlichen #Pädagogik verpflichteten Führsorge-Erziehungsheim wurde. Fast 10 Jahre, bis die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ein sog. wildes KZ dort errichteten, versuchte die Pädagogen und ihre Unterstützer dort ein Heim für obdachlose oder straffällig gewordene Jugendliche zu schaffen, das die Ideen der #Jugendbewegung der Zeit aufnahm und moderne, reformpädagogische Umgang mit den Jugendlichen zu praktizieren.
Irmgard Verleger-Aycon hat de an unterschiedlichen Orten verstreuten Informationen über das Westendheim, das im Volksmund auch lange noch „Perlenfabrik“ genannt wurde, zusammengetragen. Dazu gehört u.a. die Kenntnis über die enge Verbindung, die das Westendheim mit der Naturfreundejugend in Frankfurt hatte.
Vortrag und Gespräch mit der Stadtteilhistorikerin Irmgard Verleger-Aycan
10. Oktober 2024. Beginn: 19:00
Ort: Café Rabe, Jordanstraße 3.
Reihe: Orte mit #Geschichte in #Bockenheim.
Veranstaltung der Freunde Bockenheims in Kooperation mit #Naturfreunde #Frankfurt -
Perlenfabrik und Westendheim (Ginnheimer Landstraße 40-42)
Vom reformpädagogischen Erziehungsheim zum „wilden KZ“ (1916-1933)
Dort, wo heute zwei Hochhäuser mit Wohnungen für #Studierende stehen, befand sich vor etwas mehr als 100 Jahren ein Krankenhaus, das Anfang der 20er Jahre zum ein der freiheitlichen #Pädagogik verpflichteten Führsorge-Erziehungsheim wurde. Fast 10 Jahre, bis die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ein sog. wildes KZ dort errichteten, versuchte die Pädagogen und ihre Unterstützer dort ein Heim für obdachlose oder straffällig gewordene Jugendliche zu schaffen, das die Ideen der #Jugendbewegung der Zeit aufnahm und moderne, reformpädagogische Umgang mit den Jugendlichen zu praktizieren.
Irmgard Verleger-Aycon hat de an unterschiedlichen Orten verstreuten Informationen über das Westendheim, das im Volksmund auch lange noch „Perlenfabrik“ genannt wurde, zusammengetragen. Dazu gehört u.a. die Kenntnis über die enge Verbindung, die das Westendheim mit der Naturfreundejugend in Frankfurt hatte.
Vortrag und Gespräch mit der Stadtteilhistorikerin Irmgard Verleger-Aycan
10. Oktober 2024. Beginn: 19:00
Ort: Café Rabe, Jordanstraße 3.
Reihe: Orte mit #Geschichte in #Bockenheim.
Veranstaltung der Freunde Bockenheims in Kooperation mit #Naturfreunde #Frankfurt -
Perlenfabrik und Westendheim (Ginnheimer Landstraße 40-42)
Vom reformpädagogischen Erziehungsheim zum „wilden KZ“ (1916-1933)
Dort, wo heute zwei Hochhäuser mit Wohnungen für #Studierende stehen, befand sich vor etwas mehr als 100 Jahren ein Krankenhaus, das Anfang der 20er Jahre zum ein der freiheitlichen #Pädagogik verpflichteten Führsorge-Erziehungsheim wurde. Fast 10 Jahre, bis die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ein sog. wildes KZ dort errichteten, versuchte die Pädagogen und ihre Unterstützer dort ein Heim für obdachlose oder straffällig gewordene Jugendliche zu schaffen, das die Ideen der #Jugendbewegung der Zeit aufnahm und moderne, reformpädagogische Umgang mit den Jugendlichen zu praktizieren.
Irmgard Verleger-Aycon hat de an unterschiedlichen Orten verstreuten Informationen über das Westendheim, das im Volksmund auch lange noch „Perlenfabrik“ genannt wurde, zusammengetragen. Dazu gehört u.a. die Kenntnis über die enge Verbindung, die das Westendheim mit der Naturfreundejugend in Frankfurt hatte.
Vortrag und Gespräch mit der Stadtteilhistorikerin Irmgard Verleger-Aycan
10. Oktober 2024. Beginn: 19:00
Ort: Café Rabe, Jordanstraße 3.
Reihe: Orte mit #Geschichte in #Bockenheim.
Veranstaltung der Freunde Bockenheims in Kooperation mit #Naturfreunde #Frankfurt -
Perlenfabrik und Westendheim (Ginnheimer Landstraße 40-42)
Vom reformpädagogischen Erziehungsheim zum „wilden KZ“ (1916-1933)
Dort, wo heute zwei Hochhäuser mit Wohnungen für #Studierende stehen, befand sich vor etwas mehr als 100 Jahren ein Krankenhaus, das Anfang der 20er Jahre zum ein der freiheitlichen #Pädagogik verpflichteten Führsorge-Erziehungsheim wurde. Fast 10 Jahre, bis die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ein sog. wildes KZ dort errichteten, versuchte die Pädagogen und ihre Unterstützer dort ein Heim für obdachlose oder straffällig gewordene Jugendliche zu schaffen, das die Ideen der #Jugendbewegung der Zeit aufnahm und moderne, reformpädagogische Umgang mit den Jugendlichen zu praktizieren.
Irmgard Verleger-Aycon hat de an unterschiedlichen Orten verstreuten Informationen über das Westendheim, das im Volksmund auch lange noch „Perlenfabrik“ genannt wurde, zusammengetragen. Dazu gehört u.a. die Kenntnis über die enge Verbindung, die das Westendheim mit der Naturfreundejugend in Frankfurt hatte.
Vortrag und Gespräch mit der Stadtteilhistorikerin Irmgard Verleger-Aycan
10. Oktober 2024. Beginn: 19:00
Ort: Café Rabe, Jordanstraße 3.
Reihe: Orte mit #Geschichte in #Bockenheim.
Veranstaltung der Freunde Bockenheims in Kooperation mit #Naturfreunde #Frankfurt -
Perlenfabrik und Westendheim (Ginnheimer Landstraße 40-42)
Vom reformpädagogischen Erziehungsheim zum „wilden KZ“ (1916-1933)
Dort, wo heute zwei Hochhäuser mit Wohnungen für #Studierende stehen, befand sich vor etwas mehr als 100 Jahren ein Krankenhaus, das Anfang der 20er Jahre zum ein der freiheitlichen #Pädagogik verpflichteten Führsorge-Erziehungsheim wurde. Fast 10 Jahre, bis die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ein sog. wildes KZ dort errichteten, versuchte die Pädagogen und ihre Unterstützer dort ein Heim für obdachlose oder straffällig gewordene Jugendliche zu schaffen, das die Ideen der #Jugendbewegung der Zeit aufnahm und moderne, reformpädagogische Umgang mit den Jugendlichen zu praktizieren.
Irmgard Verleger-Aycon hat de an unterschiedlichen Orten verstreuten Informationen über das Westendheim, das im Volksmund auch lange noch „Perlenfabrik“ genannt wurde, zusammengetragen. Dazu gehört u.a. die Kenntnis über die enge Verbindung, die das Westendheim mit der Naturfreundejugend in Frankfurt hatte.
Vortrag und Gespräch mit der Stadtteilhistorikerin Irmgard Verleger-Aycan
10. Oktober 2024. Beginn: 19:00
Ort: Café Rabe, Jordanstraße 3.
Reihe: Orte mit #Geschichte in #Bockenheim.
Veranstaltung der Freunde Bockenheims in Kooperation mit #Naturfreunde #Frankfurt -
Im November 2024 gibt es eine Reihe von drei Veranstaltungen mit Hashomer Hatzair im Ruhrgebiet.
DatumVeranstaltungZeitOrtMi. 13. 11.Vortrag und Diskussion 19:00 UhrTrotz Allem (Witten)Do. 14. 11.Workshop19:00 UhrFalkenhaus EssenFr. 15. 11.Gespräch und Kabbalat Schabbat19:00 UhrZanke (Bochum)Bücher in der Gustav-Landauer-Bibliothek
- Julius H. Schoeps (Hrsg.):
- Palästinaliebe
- Leon Pinsker, der Antisemitismus und die Anfänge der nationaljüdischen Bewegung in Deutschland
- Hildesheim, Zürich, New York City: Georg Olms Verlag, 2012 (2. Auflage)
- ISBN: 978-3-487-13963-0
- Signatur: invalid-1004
- Schlagworte: Antisemitismus, Zionismus
- Reihe: Deutsch-jüdische Geschichte durch drei Jahrhunderte (9)
- 224 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Michael Comay:
- Der Zionismus
- Entstehung, Fakten, Hintergründe
- Originaltitel: Zionism, Israel, and the Palestinian Arabs
- Neuhausen auf den Fildern: Hänssler Verlag, 1985
- ISBN: 978-3-7751-0992-5
- Signatur: invalid-395
- Schlagwort: Zionismus
- Reihe: Tagesfragen (21)
- 120 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Jack Lester Jacobs (Hrsg.):
- Jews and Leftist Politics
- Judaism, Israel, Antisemitism, and Gender
- Cambridge, New York City: Cambridge University Press, 2017
- ISBN: 978-1-107-25652-1
- Signatur: invalid-725
- Schlagworte: Antisemitismus, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Judentum
- Sprache: Englisch
- 374 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, LibraryThing, Goodreads
- James Horrox:
- A Living Revolution
- Anarchism in the Kibbutz Movement
- Oakland: AK Press, 2009
- ISBN: 978-1-904859-92-5
- Signatur: gesc-isra-2
- Schlagworte: Anarchismus, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Kibbuz
- Sprache: Englisch
- 168 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, Perlentaucher
- Gerhard Senft:
- Aufbruch in das gelobte Land
- Die Ursprünge der Kibbutz-Wirtschaft
- Wien: Verlag Monte Verita, 1997
- ISBN: 978-3-900434-54-0
- Signatur: gesc-isra-4
- Schlagworte: Israel, Kibbuz, Wirtschaft
- Reihe: Edition wilde Mischung (15)
- 66 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Mathias Lindenau:
- Requiem für einen Traum?
- Transformation und Zukunft der Kibbutzim in der israelischen Gesellschaft
- Berlin, Münster: Lit Verlag, 2007
- ISBN: 978-3-8258-0237-0
- Signatur: gesc-isra-1
- Schlagworte: Geschichte, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Kibbuz
- Reihe: Politica et ars (11)
- 424 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Conor Cruise O’Brien:
- Belagerungszustand
- Die Geschichte des Zionismus und des Staates Israel
- Originaltitel: The Siege: The Saga of Israel and Zionism
- München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1991
- ISBN: 978-3-423-11424-0
- Signatur: invalid-1073
- Schlagworte: Israel, Zionismus
- Reihen: DTV (11424), DTV Zeitgeschichte
- 457 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- William Stevenson:
- Werft sie ins Meer
- Der Krieg der 100 Stunden; Israels Kampf um seine Existenz
- Originaltitel: Strike Zion
- München: Heyne Verlag, 1967
- Signatur: invalid-939
- Schlagwort: Israel
- Reihe: Heyne Sachbuch (90)
- 158 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Jürgen Mümken (Hrsg.), Siegbert Wolf (Hrsg.):
- „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“
- Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel – Band 1: Von Proudhon bis zur Staatsgründung
- Lich: Edition AV, 2013 (1. Auflage)
- ISBN: 978-3-86841-088-4
- Signatur: gesc-isra-8
- Schlagworte: Antisemitismus, Israel, Judentum, Geschichte
- Reihe: „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ (1)
- 295 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Jürgen Mümken (Hrsg.), Siegbert Wolf (Hrsg.):
- „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“
- Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel – Band 2: Von der Staatsgründung bis heute
- Lich: Edition AV, 2014 (1. Auflage)
- ISBN: 978-3-86841-118-8
- Signatur: invalid-15
- Schlagworte: Antisemitismus, Israel, Judentum, Geschichte
- Reihe: „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ (2)
- 268 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Martin Buber, Paul Mendes-Flohr (Hrsg.):
- A Land of Two Peoples
- Martin Buber on Jews and Arabs
- Originaltitel: Ein Land und zwei Völker
- New York City: Oxford University Press, 1983
- ISBN: 978-0-19-503165-2
- Signatur: invalid-765
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Israel
- Sprache: Englisch
- 319 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, LibraryThing, Goodreads
- Samuel Hayim Brody:
- Martin Buber’s Theopolitics
- Bloomington: Indiana University Press, 2018
- ISBN: 978-0-253-03003-0
- Signatur: invalid-801
- Schlagworte: Anarchismus, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Judentum
- Reihe: New Jewish Philosophy and Thought
- Sprache: Englisch
- 317 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, LibraryThing, Goodreads
- Martin Buber, Abraham Melzer (Hrsg.):
- Politische Schriften
- Frankfurt am Main: Zweitausendeins, 2010
- ISBN: 978-3-86150-836-6
- Signatur: invalid-1445
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Politik
- Reihe: Zweitausendeins Klassiker-Bibliothek
- 778 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Martin Buber:
- Pfade in Utopia
- Heidelberg: Lambert Schneider Verlag, 1950
- Signatur: b-bube-2-3
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Sozialismus
- 248 Seiten
- auch auf englisch als invalid-839
- Rezensionen: BookWyrm
- Maurice Stanley Friedman:
- Encounter on the Narrow Ridge
- A Life of Martin Buber
- New York City: Paragon House, 1991 (1. Auflage)
- ISBN: 978-1-55778-453-7
- Signatur: b-bube-1-1
- Schlagwort: Gustav-Landauer-Sammlung
- Sprache: Englisch
- 496 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Paul Mendes-Flohr:
- Von der Mystik zum Dialog
- Martin Bubers geistige Entwicklung bis hin zu „Ich und Du“
- Originaltitel: From Kulturmystik to Dialogue: An Inquiry into the Formation of Martin Buber’s Philosophy of ‘I and Thou’
- Königstein im Taunus: Jüdischer Verlag, 1979
- ISBN: 978-3-7610-8038-2
- Signatur: b-bube-1-2
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Judentum, Mystik
- 222 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Martin Buber:
- Der heilige Weg
- Ein Wort an die Juden und an die Völker
- Berlin: Rütten & Loening, 1920 (2. Auflage)
- Signatur: b-bube-2-2
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Judentum
- 90 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Joachim Willems:
- Religiöser Gehalt des Anarchismus und anarchistischer Gehalt der Religion?
- Die jüdisch-christlich-atheistische Mystik Gustav Landauers zwischen Meister Eckhart und Martin Buber
- Albeck bei Ulm: Verlag Ulmer Manuskripte, 2001
- ISBN: 3-934869-16-5
- Signatur: b-eckh-1-2
- Schlagworte: Anarchismus, Christentum, Gustav-Landauer-Sammlung, Judentum, Religion
- Reihe: Reihe Sozialwissenschaften und Kultur
- 336 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Harry Pross:
- Lob der Anarchie
- Erfahrenes und Erlesenes; Essays über Camus, Gustav Landauer, Martin Buber, B. Traven, Erich Mühsam, Leo Tolstoi
- Berlin: Karin Kramer Verlag, 2004 (1. Auflage)
- ISBN: 978-3-87956-290-9
- Signatur: b-pros-2-1
- Schlagwort: Anarchismus
- 198 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, Perlentaucher
- Martin Buber
- Religionsphilosoph und Humanist
- Arte, 2015
- Signatur: invalid-740
- Schlagworte: Fernsehen, Gustav-Landauer-Sammlung
- Klaus Faber (Hrsg.), Julius H. Schoeps (Hrsg.), Sacha Stawski (Hrsg.):
- Neu-alter Judenhass
- Antisemitismus, arabisch-iraelischer Konflikt und europäische Politik
- Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg, 2007 (2. Auflage)
- ISBN: 978-3-86650-163-8
- Signatur: invalid-1003
- Schlagworte: Antisemitismus, Israel
- 424 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, Perlentaucher
-
Im November 2024 gibt es eine Reihe von drei Veranstaltungen mit Hashomer Hatzair im Ruhrgebiet.
DatumVeranstaltungZeitOrtMi. 13. 11.Vortrag und Diskussion 19:00 UhrTrotz Allem (Witten)Do. 14. 11.Workshop19:00 UhrFalkenhaus EssenFr. 15. 11.Gespräch und Kabbalat Schabbat19:00 UhrZanke (Bochum)Bücher in der Gustav-Landauer-Bibliothek
- Julius H. Schoeps (Hrsg.):
- Palästinaliebe
- Leon Pinsker, der Antisemitismus und die Anfänge der nationaljüdischen Bewegung in Deutschland
- Hildesheim, Zürich, New York City: Georg Olms Verlag, 2012 (2. Auflage)
- ISBN: 978-3-487-13963-0
- Signatur: invalid-1004
- Schlagworte: Antisemitismus, Zionismus
- Reihe: Deutsch-jüdische Geschichte durch drei Jahrhunderte (9)
- 224 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Michael Comay:
- Der Zionismus
- Entstehung, Fakten, Hintergründe
- Originaltitel: Zionism, Israel, and the Palestinian Arabs
- Neuhausen auf den Fildern: Hänssler Verlag, 1985
- ISBN: 978-3-7751-0992-5
- Signatur: invalid-395
- Schlagwort: Zionismus
- Reihe: Tagesfragen (21)
- 120 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Jack Lester Jacobs (Hrsg.):
- Jews and Leftist Politics
- Judaism, Israel, Antisemitism, and Gender
- Cambridge, New York City: Cambridge University Press, 2017
- ISBN: 978-1-107-25652-1
- Signatur: invalid-725
- Schlagworte: Antisemitismus, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Judentum
- Sprache: Englisch
- 374 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, LibraryThing, Goodreads
- James Horrox:
- A Living Revolution
- Anarchism in the Kibbutz Movement
- Oakland: AK Press, 2009
- ISBN: 978-1-904859-92-5
- Signatur: gesc-isra-2
- Schlagworte: Anarchismus, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Kibbuz
- Sprache: Englisch
- 168 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, Perlentaucher
- Gerhard Senft:
- Aufbruch in das gelobte Land
- Die Ursprünge der Kibbutz-Wirtschaft
- Wien: Verlag Monte Verita, 1997
- ISBN: 978-3-900434-54-0
- Signatur: gesc-isra-4
- Schlagworte: Israel, Kibbuz, Wirtschaft
- Reihe: Edition wilde Mischung (15)
- 66 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Mathias Lindenau:
- Requiem für einen Traum?
- Transformation und Zukunft der Kibbutzim in der israelischen Gesellschaft
- Berlin, Münster: Lit Verlag, 2007
- ISBN: 978-3-8258-0237-0
- Signatur: gesc-isra-1
- Schlagworte: Geschichte, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Kibbuz
- Reihe: Politica et ars (11)
- 424 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Conor Cruise O’Brien:
- Belagerungszustand
- Die Geschichte des Zionismus und des Staates Israel
- Originaltitel: The Siege: The Saga of Israel and Zionism
- München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1991
- ISBN: 978-3-423-11424-0
- Signatur: invalid-1073
- Schlagworte: Israel, Zionismus
- Reihen: DTV (11424), DTV Zeitgeschichte
- 457 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- William Stevenson:
- Werft sie ins Meer
- Der Krieg der 100 Stunden; Israels Kampf um seine Existenz
- Originaltitel: Strike Zion
- München: Heyne Verlag, 1967
- Signatur: invalid-939
- Schlagwort: Israel
- Reihe: Heyne Sachbuch (90)
- 158 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Jürgen Mümken (Hrsg.), Siegbert Wolf (Hrsg.):
- „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“
- Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel – Band 1: Von Proudhon bis zur Staatsgründung
- Lich: Edition AV, 2013 (1. Auflage)
- ISBN: 978-3-86841-088-4
- Signatur: gesc-isra-8
- Schlagworte: Antisemitismus, Israel, Judentum, Geschichte
- Reihe: „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ (1)
- 295 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Jürgen Mümken (Hrsg.), Siegbert Wolf (Hrsg.):
- „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“
- Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel – Band 2: Von der Staatsgründung bis heute
- Lich: Edition AV, 2014 (1. Auflage)
- ISBN: 978-3-86841-118-8
- Signatur: invalid-15
- Schlagworte: Antisemitismus, Israel, Judentum, Geschichte
- Reihe: „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ (2)
- 268 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Martin Buber, Paul Mendes-Flohr (Hrsg.):
- A Land of Two Peoples
- Martin Buber on Jews and Arabs
- Originaltitel: Ein Land und zwei Völker
- New York City: Oxford University Press, 1983
- ISBN: 978-0-19-503165-2
- Signatur: invalid-765
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Israel
- Sprache: Englisch
- 319 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, LibraryThing, Goodreads
- Samuel Hayim Brody:
- Martin Buber’s Theopolitics
- Bloomington: Indiana University Press, 2018
- ISBN: 978-0-253-03003-0
- Signatur: invalid-801
- Schlagworte: Anarchismus, Gustav-Landauer-Sammlung, Israel, Judentum
- Reihe: New Jewish Philosophy and Thought
- Sprache: Englisch
- 317 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, LibraryThing, Goodreads
- Martin Buber, Abraham Melzer (Hrsg.):
- Politische Schriften
- Frankfurt am Main: Zweitausendeins, 2010
- ISBN: 978-3-86150-836-6
- Signatur: invalid-1445
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Politik
- Reihe: Zweitausendeins Klassiker-Bibliothek
- 778 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Martin Buber:
- Pfade in Utopia
- Heidelberg: Lambert Schneider Verlag, 1950
- Signatur: b-bube-2-3
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Sozialismus
- 248 Seiten
- auch auf englisch als invalid-839
- Rezensionen: BookWyrm
- Maurice Stanley Friedman:
- Encounter on the Narrow Ridge
- A Life of Martin Buber
- New York City: Paragon House, 1991 (1. Auflage)
- ISBN: 978-1-55778-453-7
- Signatur: b-bube-1-1
- Schlagwort: Gustav-Landauer-Sammlung
- Sprache: Englisch
- 496 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Paul Mendes-Flohr:
- Von der Mystik zum Dialog
- Martin Bubers geistige Entwicklung bis hin zu „Ich und Du“
- Originaltitel: From Kulturmystik to Dialogue: An Inquiry into the Formation of Martin Buber’s Philosophy of ‘I and Thou’
- Königstein im Taunus: Jüdischer Verlag, 1979
- ISBN: 978-3-7610-8038-2
- Signatur: b-bube-1-2
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Judentum, Mystik
- 222 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Martin Buber:
- Der heilige Weg
- Ein Wort an die Juden und an die Völker
- Berlin: Rütten & Loening, 1920 (2. Auflage)
- Signatur: b-bube-2-2
- Schlagworte: Gustav-Landauer-Sammlung, Judentum
- 90 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Joachim Willems:
- Religiöser Gehalt des Anarchismus und anarchistischer Gehalt der Religion?
- Die jüdisch-christlich-atheistische Mystik Gustav Landauers zwischen Meister Eckhart und Martin Buber
- Albeck bei Ulm: Verlag Ulmer Manuskripte, 2001
- ISBN: 3-934869-16-5
- Signatur: b-eckh-1-2
- Schlagworte: Anarchismus, Christentum, Gustav-Landauer-Sammlung, Judentum, Religion
- Reihe: Reihe Sozialwissenschaften und Kultur
- 336 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm
- Harry Pross:
- Lob der Anarchie
- Erfahrenes und Erlesenes; Essays über Camus, Gustav Landauer, Martin Buber, B. Traven, Erich Mühsam, Leo Tolstoi
- Berlin: Karin Kramer Verlag, 2004 (1. Auflage)
- ISBN: 978-3-87956-290-9
- Signatur: b-pros-2-1
- Schlagwort: Anarchismus
- 198 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, Perlentaucher
- Martin Buber
- Religionsphilosoph und Humanist
- Arte, 2015
- Signatur: invalid-740
- Schlagworte: Fernsehen, Gustav-Landauer-Sammlung
- Klaus Faber (Hrsg.), Julius H. Schoeps (Hrsg.), Sacha Stawski (Hrsg.):
- Neu-alter Judenhass
- Antisemitismus, arabisch-iraelischer Konflikt und europäische Politik
- Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg, 2007 (2. Auflage)
- ISBN: 978-3-86650-163-8
- Signatur: invalid-1003
- Schlagworte: Antisemitismus, Israel
- 424 Seiten
- Rezensionen: BookWyrm, Perlentaucher
-
✨ Ein herzlicher Gruß von der BUNDjugend #Sachsen! 💚
"Wir schauen mit #Dankbarkeit auf ein Jahr voller Ereignisse und Veranstaltungen zurück, die ihr, liebe #BUNDjugend, mit eurem Einsatz und eurer Leidenschaft möglich gemacht habt! Von inspirierenden Kleidertauschs bis hin zu mitreißenden Klimastreiks – euer Engagement hat 2023 zu etwas Besonderem gemacht.
Projekttagen an Schulen, Kundgebungen, Podcasts, Naturtagebuch-Wettbewerben, Perspektiv-Wochenenden, Filmvorführungen und Workshops – in diesem Jahr war wirklich alles dabei! 🌈✨
Wir freuen uns schon riesig darauf, gemeinsam mit euch auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Aktionen auf die Beine zu stellen und weiterhin gemeinsam für unsere #Umwelt einzutreten. 💪💚
Ein herzliches DANKESCHÖN an alle, die ihren Beitrag geleistet haben! Mögt ihr alle ein wundervolles neues Jahr haben." 🎄✨ #Umweltschutz #Engagement #Jugendbewegung #Ziele2024 #Nachhaltigkeit
-
✨ Ein herzlicher Gruß von der BUNDjugend #Sachsen! 💚
"Wir schauen mit #Dankbarkeit auf ein Jahr voller Ereignisse und Veranstaltungen zurück, die ihr, liebe #BUNDjugend, mit eurem Einsatz und eurer Leidenschaft möglich gemacht habt! Von inspirierenden Kleidertauschs bis hin zu mitreißenden Klimastreiks – euer Engagement hat 2023 zu etwas Besonderem gemacht.
Projekttagen an Schulen, Kundgebungen, Podcasts, Naturtagebuch-Wettbewerben, Perspektiv-Wochenenden, Filmvorführungen und Workshops – in diesem Jahr war wirklich alles dabei! 🌈✨
Wir freuen uns schon riesig darauf, gemeinsam mit euch auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Aktionen auf die Beine zu stellen und weiterhin gemeinsam für unsere #Umwelt einzutreten. 💪💚
Ein herzliches DANKESCHÖN an alle, die ihren Beitrag geleistet haben! Mögt ihr alle ein wundervolles neues Jahr haben." 🎄✨ #Umweltschutz #Engagement #Jugendbewegung #Ziele2024 #Nachhaltigkeit
-
Save the date! #Köln Veranstaltung über die zionistische sozialistische #Jugendbewegung #HashomerHatzair in der #Synagogengemeinde am 27.11
-
Fredy Meier war für die Zürcher #Jugendbewegung der 80er Jahre wichtig - hat Mediengeschichte geschrieben. #Schweiz
Nun ist er mit 67 Jahren gestorben.
#Empfehlung: sich die "gesprengte" Sendung anzuschauen, lohnt sich. Ein Medienmeilenstein. (Ist im NZZ-Artikel verlinkt.)
Dass auch Frau #Lieberherr von der Schweizer Sozialdemokratie #SP ins Bild kommt, muss man erdulden, auch wenn das für mich kaum zu ertragen ist.
-
Fredy Meier war für die Zürcher #Jugendbewegung der 80er Jahre wichtig - hat Mediengeschichte geschrieben. #Schweiz
Nun ist er mit 67 Jahren gestorben.
#Empfehlung: sich die "gesprengte" Sendung anzuschauen, lohnt sich. Ein Medienmeilenstein. (Ist im NZZ-Artikel verlinkt.)
Dass auch Frau #Lieberherr von der Schweizer Sozialdemokratie #SP ins Bild kommt, muss man erdulden, auch wenn das für mich kaum zu ertragen ist.
-
Fredy Meier war für die Zürcher #Jugendbewegung der 80er Jahre wichtig - hat Mediengeschichte geschrieben. #Schweiz
Nun ist er mit 67 Jahren gestorben.
#Empfehlung: sich die "gesprengte" Sendung anzuschauen, lohnt sich. Ein Medienmeilenstein. (Ist im NZZ-Artikel verlinkt.)
Dass auch Frau #Lieberherr von der Schweizer Sozialdemokratie #SP ins Bild kommt, muss man erdulden, auch wenn das für mich kaum zu ertragen ist.
-
Fredy Meier war für die Zürcher #Jugendbewegung der 80er Jahre wichtig - hat Mediengeschichte geschrieben. #Schweiz
Nun ist er mit 67 Jahren gestorben.
#Empfehlung: sich die "gesprengte" Sendung anzuschauen, lohnt sich. Ein Medienmeilenstein. (Ist im NZZ-Artikel verlinkt.)
Dass auch Frau #Lieberherr von der Schweizer Sozialdemokratie #SP ins Bild kommt, muss man erdulden, auch wenn das für mich kaum zu ertragen ist.
-
Fredy Meier war für die Zürcher #Jugendbewegung der 80er Jahre wichtig - hat Mediengeschichte geschrieben. #Schweiz
Nun ist er mit 67 Jahren gestorben.
#Empfehlung: sich die "gesprengte" Sendung anzuschauen, lohnt sich. Ein Medienmeilenstein. (Ist im NZZ-Artikel verlinkt.)
Dass auch Frau #Lieberherr von der Schweizer Sozialdemokratie #SP ins Bild kommt, muss man erdulden, auch wenn das für mich kaum zu ertragen ist.
-
LUCHA – Kampf für Veränderung. Eine NGO in DR #Kongo
LUCHA heißt #Lutte pour le changement – „Kampf für die Veränderung“ – und ist eine Menschenrechtsorganisation aus Goma aus der DR Kongo. , die die Beteiligung der jungen Zivilbevölkerung an der Demokratisierung des Landes anstrebt. LUCHA startete Mitte Juni 2011 als #Jugendbewegung. In gewaltfreien Kampagnen arbeitet LUCHA an der Demokratisierung von Politik und Gesellschaft in Kongo. Vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen haben wir mit dem Mitbegründer von LUCHA Steward über die politische und gesellschaftliche Situation in Kongo, das Selbstverständnis, die Ziele und die Arbeit der Organisation gesprochen.
nachhören auf:
-
LUCHA – Kampf für Veränderung. Eine NGO in DR #Kongo
LUCHA heißt #Lutte pour le changement – „Kampf für die Veränderung“ – und ist eine Menschenrechtsorganisation aus Goma aus der DR Kongo. , die die Beteiligung der jungen Zivilbevölkerung an der Demokratisierung des Landes anstrebt. LUCHA startete Mitte Juni 2011 als #Jugendbewegung. In gewaltfreien Kampagnen arbeitet LUCHA an der Demokratisierung von Politik und Gesellschaft in Kongo. Vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen haben wir mit dem Mitbegründer von LUCHA Steward über die politische und gesellschaftliche Situation in Kongo, das Selbstverständnis, die Ziele und die Arbeit der Organisation gesprochen.
nachhören auf:
-
Nackte Körper, rote Punkte und Sekundenkleber: Welche Vorläufer hat die Klimabewegung? Gespräch im @dlf über die Geschichte jugendlicher Protestbewegungen -- vom Wandervogel über die Schwabinger Krawalle bis zur Globalisierungskritik. https://www.deutschlandfunk.de/fkk-rote-punkte-und-sekundenkleber-jugendbewegungen-und-ihre-mittel-dlf-fb0399f6-100.html #histodons #IfZ #histodonsDE #KlimaBewegung #LetzteGeneration #JugendBewegung #FridaysForFuture
-
Nackte Körper, rote Punkte und Sekundenkleber: Welche Vorläufer hat die Klimabewegung? Gespräch im @dlf über die Geschichte jugendlicher Protestbewegungen -- vom Wandervogel über die Schwabinger Krawalle bis zur Globalisierungskritik. https://www.deutschlandfunk.de/fkk-rote-punkte-und-sekundenkleber-jugendbewegungen-und-ihre-mittel-dlf-fb0399f6-100.html #histodons #IfZ #histodonsDE #KlimaBewegung #LetzteGeneration #JugendBewegung #FridaysForFuture
-
Nackte Körper, rote Punkte und Sekundenkleber: Welche Vorläufer hat die Klimabewegung? Gespräch im @dlf über die Geschichte jugendlicher Protestbewegungen -- vom Wandervogel über die Schwabinger Krawalle bis zur Globalisierungskritik. https://www.deutschlandfunk.de/fkk-rote-punkte-und-sekundenkleber-jugendbewegungen-und-ihre-mittel-dlf-fb0399f6-100.html #histodons #IfZ #histodonsDE #KlimaBewegung #LetzteGeneration #JugendBewegung #FridaysForFuture
-
@jpreisendoerfer Im Verlauf der #Zürcher #Opernhauskrawalle nehmen Mitte Juli 1980 #HerrUndFrauMüller als #Delegierte der #autonomen #Jugendbewegung an einer #Talkshow des #SRF teil.
#Akkurat gekleidet und frisiert fordern sie zur Überraschung der übrigen Beteiligten die Verwendung größerer #Gummigeschosse, den Einsatz der #Armee und den Abwurf von #Napalm auf das #autonome #Jugendzentrum.
Die beteiligten Jugendlichen solle man ›gleich an die Wand stellen‹.
Emilie Lieberherr verlangt energisch: ›Keine weiteren unbewilligten Demonstrationen mehr!‹
Viele Zuschauer/innen sind #notAmused. Der größte Medienskandal in der Geschichte der #Schweiz nimmt seinen Lauf:
🧷 Archivperlen - Emilie Lieberherr mit den «Müllers» im Gespräch - Play SRF
Ein Klassiker in Sachen #paradoxeIntervention gegen #Rechtsstaat-Schwurbler, von dem auch die #Klimabewegung von heute noch etwas lernen kann.
Die Teilnehmenden der Talkrunde:
Rolf Bertschi, Kommandant der Zürcher Stadtpolizei;
Hans Frick, Zürcher Stadtrat des Landesrings der Unabhängigen und Chef des Polizeiamtes;
Emilie Lieberherr, Sozialdemokratische Stadträtin in Zürich und Vorsteherin des Zürcher Sozialamtes;
Jan Kriesemer, Moderator;
Anna Müller (eigentlich Hayat Jamal Aldin);
Hans Müller (eigentlich Fredy Meier);
Leonhard Fünfschilling, Präsident der Sozialdemokratischen Partei in der Stadt Zürich.
🌺
🏷️ #ClimateJustice #Landfriedensbruch #Tränengas #Demonstration #Besetzung #Lützerath #EndCoal #PeakCoal #Klimawandel #Energiewende #Barrikaden #Unruhen #ClimateJustice #WirHabenNichtsZuVerlieren #FDGO #Tagebau #Braunkohle #RWE #MarkusLanz #AnneWill #HartAberFair #Zentrismus #KonstantinKuhle ›#Klimakleber‹ -
@jpreisendoerfer Im Verlauf der #Zürcher #Opernhauskrawalle nehmen Mitte Juli 1980 #HerrUndFrauMüller als #Delegierte der #autonomen #Jugendbewegung an einer #Talkshow des #SRF teil.
#Akkurat gekleidet und frisiert fordern sie zur Überraschung der übrigen Beteiligten die Verwendung größerer #Gummigeschosse, den Einsatz der #Armee und den Abwurf von #Napalm auf das #autonome #Jugendzentrum.
Die beteiligten Jugendlichen solle man ›gleich an die Wand stellen‹.
Emilie Lieberherr verlangt energisch: ›Keine weiteren unbewilligten Demonstrationen mehr!‹
Viele Zuschauer/innen sind #notAmused. Der größte Medienskandal in der Geschichte der #Schweiz nimmt seinen Lauf:
🧷 Archivperlen - Emilie Lieberherr mit den «Müllers» im Gespräch - Play SRF
Ein Klassiker in Sachen #paradoxeIntervention gegen #Rechtsstaat-Schwurbler, von dem auch die #Klimabewegung von heute noch etwas lernen kann.
Die Teilnehmenden der Talkrunde:
Rolf Bertschi, Kommandant der Zürcher Stadtpolizei;
Hans Frick, Zürcher Stadtrat des Landesrings der Unabhängigen und Chef des Polizeiamtes;
Emilie Lieberherr, Sozialdemokratische Stadträtin in Zürich und Vorsteherin des Zürcher Sozialamtes;
Jan Kriesemer, Moderator;
Anna Müller (eigentlich Hayat Jamal Aldin);
Hans Müller (eigentlich Fredy Meier);
Leonhard Fünfschilling, Präsident der Sozialdemokratischen Partei in der Stadt Zürich.
🌺
🏷️ #ClimateJustice #Landfriedensbruch #Tränengas #Demonstration #Besetzung #Lützerath #EndCoal #PeakCoal #Klimawandel #Energiewende #Barrikaden #Unruhen #ClimateJustice #WirHabenNichtsZuVerlieren #FDGO #Tagebau #Braunkohle #RWE #MarkusLanz #AnneWill #HartAberFair #Zentrismus #KonstantinKuhle ›#Klimakleber‹ -
@jpreisendoerfer Im Verlauf der #Zürcher #Opernhauskrawalle nehmen Mitte Juli 1980 #HerrUndFrauMüller als #Delegierte der #autonomen #Jugendbewegung an einer #Talkshow des #SRF teil.
#Akkurat gekleidet und frisiert fordern sie zur Überraschung der übrigen Beteiligten die Verwendung größerer #Gummigeschosse, den Einsatz der #Armee und den Abwurf von #Napalm auf das #autonome #Jugendzentrum.
Die beteiligten Jugendlichen solle man ›gleich an die Wand stellen‹.
Emilie Lieberherr verlangt energisch: ›Keine weiteren unbewillten Demonstrationen mehr!‹
Viele Zuschauer/innen sind #notAmused. Der größte Medienskandal in der Geschichte der #Schweiz nimmt seinen Lauf:
🧷 Archivperlen - Emilie Lieberherr mit den «Müllers» im Gespräch - Play SRF
Ein Klassiker in Sachen #paradoxeIntervention gegen #Rechtsstaat-Schwurbler, von dem auch die #Klimabewegung von heute noch etwas lernen kann.
Die Teilnehmenden der Talkrunde:
Rolf Bertschi, Kommandant der Zürcher Stadtpolizei;
Hans Frick, Zürcher Stadtrat des Landesrings der Unabhängigen und Chef des Polizeiamtes;
[url=https://de.wikipedia.org/wiki/Emilie_Lieberherr]Emilie Lieberherr[url], Sozialdemokratische Stadträtin in Zürich und Vorsteherin des Sozialamtes;
Jan Kriesemer, Moderator;
Anna Müller (eigentlich Hayat Jamal Aldin);
Hans Müller (eigentlich Fredy Meier);
Leonhard Fünfschilling, Präsident der Sozialdemokratischen Partei in der Stadt Zürich.
🌺
🏷️ #ClimateJustice #Landfriedensbruch #Tränengas #Demonstration #Besetzung #Lützerath #EndCoal #PeakCoal #Klimawandel #Energiewende #Barrikaden #Unruhen #ClimateJustice #WirHabenNichtsZuVerlieren #FDGO #Tagebau #Braunkohle #RWE -
@jpreisendoerfer Im Verlauf der #Zürcher #Opernhauskrawalle nehmen Mitte Juli 1980 #HerrUndFrauMüller als #Delegierte der #autonomen #Jugendbewegung an einer #Talkshow des #SRF teil.
#Akkurat gekleidet und frisiert fordern sie zur Überraschung der übrigen Beteiligten die Verwendung größerer #Gummigeschosse, den Einsatz der #Armee und den Abwurf von #Napalm auf das #autonome #Jugendzentrum.
Die beteiligten Jugendlichen solle man ›gleich an die Wand stellen‹.
Emilie Lieberherr verlangt energisch: ›Keine weiteren unbewillten Demonstrationen mehr!‹
Viele Zuschauer/innen sind #notAmused. Der größte Medienskandal in der Geschichte der #Schweiz nimmt seinen Lauf:
🧷 Archivperlen - Emilie Lieberherr mit den «Müllers» im Gespräch - Play SRF
Ein Klassiker in Sachen #paradoxeIntervention gegen #Rechtsstaat-Schwurbler, von dem auch die #Klimabewegung von heute noch etwas lernen kann.
Die Teilnehmenden der Talkrunde:
Rolf Bertschi, Kommandant der Zürcher Stadtpolizei;
Hans Frick, Zürcher Stadtrat des Landesrings der Unabhängigen und Chef des Polizeiamtes;
[url=https://de.wikipedia.org/wiki/Emilie_Lieberherr]Emilie Lieberherr[url], Sozialdemokratische Stadträtin in Zürich und Vorsteherin des Sozialamtes;
Jan Kriesemer, Moderator;
Anna Müller (eigentlich Hayat Jamal Aldin);
Hans Müller (eigentlich Fredy Meier);
Leonhard Fünfschilling, Präsident der Sozialdemokratischen Partei in der Stadt Zürich.
🌺
🏷️ #ClimateJustice #Landfriedensbruch #Tränengas #Demonstration #Besetzung #Lützerath #EndCoal #PeakCoal #Klimawandel #Energiewende #Barrikaden #Unruhen #ClimateJustice #WirHabenNichtsZuVerlieren #FDGO #Tagebau #Braunkohle #RWE -
@[email protected] Apropos #Protestforschung, 2019 haben sich Forschende um Dieter Rucht (@[email protected]) im @[email protected] Paper 2/2019 mit der "weltweit größten und überraschendsten #Jugendbewegung der Neuzeit", @[email protected], befasst. https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/studie-zu-fridays-for-future/
-
@[email protected] Apropos #Protestforschung, 2019 haben sich Forschende um Dieter Rucht (@[email protected]) im @[email protected] Paper 2/2019 mit der "weltweit größten und überraschendsten #Jugendbewegung der Neuzeit", @[email protected], befasst. https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/studie-zu-fridays-for-future/
-
@[email protected] Apropos #Protestforschung, 2019 haben sich Forschende um Dieter Rucht (@[email protected]) im @[email protected] Paper 2/2019 mit der "weltweit größten und überraschendsten #Jugendbewegung der Neuzeit", @[email protected], befasst. https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/studie-zu-fridays-for-future/
-
Die Burg #Ludwigstein bei Witzenhausen, in der auch das Archiv der deutschen #Jugendbewegung – eine Außenstelle des Hessischen Landesarchivs – untergebracht ist, gilt seit vielen Jahrzehnten als beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel, vor allem für Kindergruppen und Familien. Davon zeugen nicht zuletzt die Einträge in den #Gästebüchern der #Burg, in denen Besucher*innen seit den 1920er Jahren Grüße, Zeichnungen und Erlebnisberichte hinterlassen (AdJb, Best. CH 1 Nr. 90: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3857035).