home.social

#dirkschrodter — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #dirkschrodter, aggregated by home.social.

fetched live
  1. #innovatives #SchleswigHolstein ✊🏼

    Mehrheit der deutschen Wirtschaft habe die Gefahr der Abhängigkeit von USTechnologie erkannt

    SchleswigHolstein macht es vor und holt sich die Hoheit über die Daten zurück. #DirkSchrödter SHdigitalminister

    youtu.be/KEQ1M9ZQNrM?si=zQbnV1

  2. #innovatives #SchleswigHolstein ✊🏼

    Mehrheit der deutschen Wirtschaft habe die Gefahr der Abhängigkeit von USTechnologie erkannt

    SchleswigHolstein macht es vor und holt sich die Hoheit über die Daten zurück. #DirkSchrödter SHdigitalminister

    youtu.be/KEQ1M9ZQNrM?si=zQbnV1

  3. Digitaler Wochenrückblick 25. Januar 2026

    Phlegmatik und Lethargie als Staatsdoktrin mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch es ist unsere einzige Chance, dem wechselvollen Spiel internationaler Wirrungen einzelner Führer zu entgehen. Während wir uns nach außen einer unerschütterlichen Ruhe hingeben, bereiten wir heimlich die Revolution vor. In kleinen Schritten, keinesfalls überhastet!

    Das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr wagt sich vorsichtig an eine rudimentäre Dedigitalisierung im Sinne einer technologieoffenen Zukunftsstrategie, um uns im Krisenfall zu schützen.

    In der Oberlausitz konnten sie erfolgreich Flugblätter von Heliumballons abwerfen, um Menschen zu informieren, die sonst nur schlecht zu erreichen sein könnten.

    Das ist mit den gegebenen Mitteln eine Meisterleistung, zumal auf Personal aus der IT komplett verzichtet wurde. Anders als unsere Sozialversicherer, die im Ernstfall zwar lieber die Bescheide mit Brieftauben verschicken würden, dennoch rüsten sie nach, um die Abhängigkeit von nordamerikanischen Anbietern mit Umsicht und großer Vorsicht etwas zu reduzieren. Es steht unter der Devise „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“. Wird betreut vom „Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung GmbH“ (ZenDiS). Wollen wir aber nicht gleich zu viel machen, geplant ist die Etablierung eines voll funktionsfähigen Notfallarbeitsplatzes, der sogar unabhängig von den bestehenden Anbindungen in die Staaten sein soll – so die Theorie.

    Alexander Pockrandt der Geschäftsführer von Zendis betont die Flexibilität der Softwaresuite, die den Betrieb der kritischen Infrastrukturen vor allem in extremen Krisensituationen gewährleisten kann. Da schwingt schon eine ganze Menge Hoffnung mit, Erleichterung verschafft sich Luft, denn nur in extremen Krisensituationen müsste die neue Staatsdoktrinezur Lethargie kurzzeitig durchbrochen werden.

    In der Berliner Verwaltung sind sie durchweg erfolgreicher! Schon 2005 haben sie im hell schillernden Licht der Phlegmatik alle Probleme einer Umstellung beschreiben können und bis zum heutigen Tag tatkräftig ergänzt.

    Die „Chief Digital Officer Berlin“ Martina Klement, das ist die mutige Frau Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, hat eine Open-Source-Strategie vorgelegt! Wer will, kann dieses Feuerwerk an Phrasen nach Inhalten durchforsten, liegt in diesem PDF vor.

    Mehr als ein Notfallarbeitsplatz bleibt auch hier nicht übrig, der soll bis zum Ende der dritten Amtszeit von Donald Trump im Jahr 2032 stehen! Eine auf Open-Source ausgerichtete Strategie würde kurzfristig die Handlungsfähigkeit einschränken. Ach, dann gibt es noch die ganzen Fachverfahren, die noch völlig ohne freie Alternativen seien. Reicht aber auch noch nicht, wir brauchen noch mehr Probleme, damit Lösungen gar nicht erst sichtbar werden können, denn „Die Umsetzung steht unter Finanzierungsvorbehalt und erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel“. Von solchen Kunden träumt Microsoft, die müssen nur zugreifen, egal, was die brauchen, die nehmen es sich. Da würde ein Finanzierungsvorbehalt greifen, dann müssten sie daran arbeiten und tatsächlich Lösungen finden, sonst bleibt der Computer kalt.

    Finanzschwächere, aber weniger der Lethargie verhaftete Länder, wie Schleswig-Holstein haben Lösungen gefunden, nachdem sie die Probleme angegangen sind. Das waren keine Revolutionäre, sondern gegen allen Unbill hat Dirk Schrödter von der CDU, der Digitalminister und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein ca. 25.000 Arbeitsplätze zukunftsfähig machen können. Sicherlich keine leichte Aufgabe, aber erfolgreich. So wie in Schwäbisch-Hall, die sparsamen Schwaben haben schon 2002 angefangen – ohne groß drüber zu reden, wie sie kostengünstig verwalten.

    Nur um das anzumerken, es gibt immer Ecken und Kanten, die gemeistert werden müssen, darüber zu reden ist so sinnvoll, wie über das, was Microsoft uns im Alltag zumutet, das kostet zusätzlich, wird aber als gottgegeben hingenommen.

    Aber es gibt Hoffnung, die diesen Phlegmatismus auf Schmierseife durchrutschen lassen könnte – und zwar von Brüssel aus in die EU. Es gibt einen „Bericht über die technologische Souveränität Europas und die digitale Infrastruktur“. Letzte Woche, am 22. Januar 2026 hat das EU-Parlament dieses Papier über alle Parteigrenzen hinweg angenommen.

    Das liest sich wie ein digitales Bilderbuch! Die Abhängigkeit von den US-Anbietern soll fundamental zurückgefahren werden und gleichzeitig wird auf eigene Lösungen gesetzt. Zudem sollen die EU-Staaten europäische Technologieträger bevorzugen dürfen. Im Blick haben sie eine systematische Stärkung unserer Standorte.

    Es soll eine europäische digitale Infrastruktur geschaffen werden, offene Standards und Interoperabilität sollen die Basis sein, „Public Money, Public Code“ als Maßgabe. Keine Abhängigkeit von proprietären Lösungen einzelner Anbieter. „Made in EU“ möchten die Grünen zur Regel machen.

    Ein „European Sovereign Tech Fund“ mit zehn Milliarden ist in ersten Gesprächen angedacht, was allerdings nur ein Anfang sein kann, die Nordamerikaner zeigen bei diesen Summen nur ein trübes Lächeln. Der Unterschied zu uns ist, dass wir Masse mit Klasse nicht verwechseln.

    Alexandra Geese – unsere Grüne in Brüssel – ist mit den Verhandlungen im Schatten bestens vertraut, sieht die Sicherheit Europas in Gefahr, wenn unsere Daten bei US-Techkonzernen gespeichert werden, die dem US-Cloud-Act unterliegen. Der Zugriff durch US-Behörden auf alle Daten (auch wenn die Server irgendwo auf der Welt stehen) ist ohne Ankündigung möglich, und die Anbieter dürfen ihre Kunden nicht über die Datendurchsicht informieren.

    Den Beweis, dass Europa auch ohne die digitalen Abhängigkeiten nach Nordamerika überleben kann, finden wir quer über den Kontinent. Es braucht Initiative und Mut, damit es flächendeckend Raum greift.

    Geschützt durch phlegmatische Entscheidungswege täuschen wir glaubwürdig eine Lethargie vor, nutzen diesen Schatten, um digital aufzurüsten, strategisch, gezielt und ohne viel Aufsehen. Wer sagt denn, dass wir uns bei den Chinesen nicht auch was abgucken können.

    Und? Wäre doch eine Gelegenheit selbst heimlich den Windows-Rechner vom Tisch zu schubsen. Oder täuschst Du Deine Lethargie gar nicht vor?

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  4. Digitaler Wochenrückblick 25. Januar 2026

    Phlegmatik und Lethargie als Staatsdoktrin mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch es ist unsere einzige Chance, dem wechselvollen Spiel internationaler Wirrungen einzelner Führer zu entgehen. Während wir uns nach außen einer unerschütterlichen Ruhe hingeben, bereiten wir heimlich die Revolution vor. In kleinen Schritten, keinesfalls überhastet!

    Das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr wagt sich vorsichtig an eine rudimentäre Dedigitalisierung im Sinne einer technologieoffenen Zukunftsstrategie, um uns im Krisenfall zu schützen.

    In der Oberlausitz konnten sie erfolgreich Flugblätter von Heliumballons abwerfen, um Menschen zu informieren, die sonst nur schlecht zu erreichen sein könnten.

    Das ist mit den gegebenen Mitteln eine Meisterleistung, zumal auf Personal aus der IT komplett verzichtet wurde. Anders als unsere Sozialversicherer, die im Ernstfall zwar lieber die Bescheide mit Brieftauben verschicken würden, dennoch rüsten sie nach, um die Abhängigkeit von nordamerikanischen Anbietern mit Umsicht und großer Vorsicht etwas zu reduzieren. Es steht unter der Devise „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“. Wird betreut vom „Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung GmbH“ (ZenDiS). Wollen wir aber nicht gleich zu viel machen, geplant ist die Etablierung eines voll funktionsfähigen Notfallarbeitsplatzes, der sogar unabhängig von den bestehenden Anbindungen in die Staaten sein soll – so die Theorie.

    Alexander Pockrandt der Geschäftsführer von Zendis betont die Flexibilität der Softwaresuite, die den Betrieb der kritischen Infrastrukturen vor allem in extremen Krisensituationen gewährleisten kann. Da schwingt schon eine ganze Menge Hoffnung mit, Erleichterung verschafft sich Luft, denn nur in extremen Krisensituationen müsste die neue Staatsdoktrinezur Lethargie kurzzeitig durchbrochen werden.

    In der Berliner Verwaltung sind sie durchweg erfolgreicher! Schon 2005 haben sie im hell schillernden Licht der Phlegmatik alle Probleme einer Umstellung beschreiben können und bis zum heutigen Tag tatkräftig ergänzt.

    Die „Chief Digital Officer Berlin“ Martina Klement, das ist die mutige Frau Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, hat eine Open-Source-Strategie vorgelegt! Wer will, kann dieses Feuerwerk an Phrasen nach Inhalten durchforsten, liegt in diesem PDF vor.

    Mehr als ein Notfallarbeitsplatz bleibt auch hier nicht übrig, der soll bis zum Ende der dritten Amtszeit von Donald Trump im Jahr 2032 stehen! Eine auf Open-Source ausgerichtete Strategie würde kurzfristig die Handlungsfähigkeit einschränken. Ach, dann gibt es noch die ganzen Fachverfahren, die noch völlig ohne freie Alternativen seien. Reicht aber auch noch nicht, wir brauchen noch mehr Probleme, damit Lösungen gar nicht erst sichtbar werden können, denn „Die Umsetzung steht unter Finanzierungsvorbehalt und erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel“. Von solchen Kunden träumt Microsoft, die müssen nur zugreifen, egal, was die brauchen, die nehmen es sich. Da würde ein Finanzierungsvorbehalt greifen, dann müssten sie daran arbeiten und tatsächlich Lösungen finden, sonst bleibt der Computer kalt.

    Finanzschwächere, aber weniger der Lethargie verhaftete Länder, wie Schleswig-Holstein haben Lösungen gefunden, nachdem sie die Probleme angegangen sind. Das waren keine Revolutionäre, sondern gegen allen Unbill hat Dirk Schrödter von der CDU, der Digitalminister und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein ca. 25.000 Arbeitsplätze zukunftsfähig machen können. Sicherlich keine leichte Aufgabe, aber erfolgreich. So wie in Schwäbisch-Hall, die sparsamen Schwaben haben schon 2002 angefangen – ohne groß drüber zu reden, wie sie kostengünstig verwalten.

    Nur um das anzumerken, es gibt immer Ecken und Kanten, die gemeistert werden müssen, darüber zu reden ist so sinnvoll, wie über das, was Microsoft uns im Alltag zumutet, das kostet zusätzlich, wird aber als gottgegeben hingenommen.

    Aber es gibt Hoffnung, die diesen Phlegmatismus auf Schmierseife durchrutschen lassen könnte – und zwar von Brüssel aus in die EU. Es gibt einen „Bericht über die technologische Souveränität Europas und die digitale Infrastruktur“. Letzte Woche, am 22. Januar 2026 hat das EU-Parlament dieses Papier über alle Parteigrenzen hinweg angenommen.

    Das liest sich wie ein digitales Bilderbuch! Die Abhängigkeit von den US-Anbietern soll fundamental zurückgefahren werden und gleichzeitig wird auf eigene Lösungen gesetzt. Zudem sollen die EU-Staaten europäische Technologieträger bevorzugen dürfen. Im Blick haben sie eine systematische Stärkung unserer Standorte.

    Es soll eine europäische digitale Infrastruktur geschaffen werden, offene Standards und Interoperabilität sollen die Basis sein, „Public Money, Public Code“ als Maßgabe. Keine Abhängigkeit von proprietären Lösungen einzelner Anbieter. „Made in EU“ möchten die Grünen zur Regel machen.

    Ein „European Sovereign Tech Fund“ mit zehn Milliarden ist in ersten Gesprächen angedacht, was allerdings nur ein Anfang sein kann, die Nordamerikaner zeigen bei diesen Summen nur ein trübes Lächeln. Der Unterschied zu uns ist, dass wir Masse mit Klasse nicht verwechseln.

    Alexandra Geese – unsere Grüne in Brüssel – ist mit den Verhandlungen im Schatten bestens vertraut, sieht die Sicherheit Europas in Gefahr, wenn unsere Daten bei US-Techkonzernen gespeichert werden, die dem US-Cloud-Act unterliegen. Der Zugriff durch US-Behörden auf alle Daten (auch wenn die Server irgendwo auf der Welt stehen) ist ohne Ankündigung möglich, und die Anbieter dürfen ihre Kunden nicht über die Datendurchsicht informieren.

    Den Beweis, dass Europa auch ohne die digitalen Abhängigkeiten nach Nordamerika überleben kann, finden wir quer über den Kontinent. Es braucht Initiative und Mut, damit es flächendeckend Raum greift.

    Geschützt durch phlegmatische Entscheidungswege täuschen wir glaubwürdig eine Lethargie vor, nutzen diesen Schatten, um digital aufzurüsten, strategisch, gezielt und ohne viel Aufsehen. Wer sagt denn, dass wir uns bei den Chinesen nicht auch was abgucken können.

    Und? Wäre doch eine Gelegenheit selbst heimlich den Windows-Rechner vom Tisch zu schubsen. Oder täuschst Du Deine Lethargie gar nicht vor?

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  5. Digitaler Wochenrückblick 25. Januar 2026

    Phlegmatik und Lethargie als Staatsdoktrin mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch es ist unsere einzige Chance, dem wechselvollen Spiel internationaler Wirrungen einzelner Führer zu entgehen. Während wir uns nach außen einer unerschütterlichen Ruhe hingeben, bereiten wir heimlich die Revolution vor. In kleinen Schritten, keinesfalls überhastet!

    Das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr wagt sich vorsichtig an eine rudimentäre Dedigitalisierung im Sinne einer technologieoffenen Zukunftsstrategie, um uns im Krisenfall zu schützen.

    In der Oberlausitz konnten sie erfolgreich Flugblätter von Heliumballons abwerfen, um Menschen zu informieren, die sonst nur schlecht zu erreichen sein könnten.

    Das ist mit den gegebenen Mitteln eine Meisterleistung, zumal auf Personal aus der IT komplett verzichtet wurde. Anders als unsere Sozialversicherer, die im Ernstfall zwar lieber die Bescheide mit Brieftauben verschicken würden, dennoch rüsten sie nach, um die Abhängigkeit von nordamerikanischen Anbietern mit Umsicht und großer Vorsicht etwas zu reduzieren. Es steht unter der Devise „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“. Wird betreut vom „Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung GmbH“ (ZenDiS). Wollen wir aber nicht gleich zu viel machen, geplant ist die Etablierung eines voll funktionsfähigen Notfallarbeitsplatzes, der sogar unabhängig von den bestehenden Anbindungen in die Staaten sein soll – so die Theorie.

    Alexander Pockrandt der Geschäftsführer von Zendis betont die Flexibilität der Softwaresuite, die den Betrieb der kritischen Infrastrukturen vor allem in extremen Krisensituationen gewährleisten kann. Da schwingt schon eine ganze Menge Hoffnung mit, Erleichterung verschafft sich Luft, denn nur in extremen Krisensituationen müsste die neue Staatsdoktrinezur Lethargie kurzzeitig durchbrochen werden.

    In der Berliner Verwaltung sind sie durchweg erfolgreicher! Schon 2005 haben sie im hell schillernden Licht der Phlegmatik alle Probleme einer Umstellung beschreiben können und bis zum heutigen Tag tatkräftig ergänzt.

    Die „Chief Digital Officer Berlin“ Martina Klement, das ist die mutige Frau Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, hat eine Open-Source-Strategie vorgelegt! Wer will, kann dieses Feuerwerk an Phrasen nach Inhalten durchforsten, liegt in diesem PDF vor.

    Mehr als ein Notfallarbeitsplatz bleibt auch hier nicht übrig, der soll bis zum Ende der dritten Amtszeit von Donald Trump im Jahr 2032 stehen! Eine auf Open-Source ausgerichtete Strategie würde kurzfristig die Handlungsfähigkeit einschränken. Ach, dann gibt es noch die ganzen Fachverfahren, die noch völlig ohne freie Alternativen seien. Reicht aber auch noch nicht, wir brauchen noch mehr Probleme, damit Lösungen gar nicht erst sichtbar werden können, denn „Die Umsetzung steht unter Finanzierungsvorbehalt und erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel“. Von solchen Kunden träumt Microsoft, die müssen nur zugreifen, egal, was die brauchen, die nehmen es sich. Da würde ein Finanzierungsvorbehalt greifen, dann müssten sie daran arbeiten und tatsächlich Lösungen finden, sonst bleibt der Computer kalt.

    Finanzschwächere, aber weniger der Lethargie verhaftete Länder, wie Schleswig-Holstein haben Lösungen gefunden, nachdem sie die Probleme angegangen sind. Das waren keine Revolutionäre, sondern gegen allen Unbill hat Dirk Schrödter von der CDU, der Digitalminister und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein ca. 25.000 Arbeitsplätze zukunftsfähig machen können. Sicherlich keine leichte Aufgabe, aber erfolgreich. So wie in Schwäbisch-Hall, die sparsamen Schwaben haben schon 2002 angefangen – ohne groß drüber zu reden, wie sie kostengünstig verwalten.

    Nur um das anzumerken, es gibt immer Ecken und Kanten, die gemeistert werden müssen, darüber zu reden ist so sinnvoll, wie über das, was Microsoft uns im Alltag zumutet, das kostet zusätzlich, wird aber als gottgegeben hingenommen.

    Aber es gibt Hoffnung, die diesen Phlegmatismus auf Schmierseife durchrutschen lassen könnte – und zwar von Brüssel aus in die EU. Es gibt einen „Bericht über die technologische Souveränität Europas und die digitale Infrastruktur“. Letzte Woche, am 22. Januar 2026 hat das EU-Parlament dieses Papier über alle Parteigrenzen hinweg angenommen.

    Das liest sich wie ein digitales Bilderbuch! Die Abhängigkeit von den US-Anbietern soll fundamental zurückgefahren werden und gleichzeitig wird auf eigene Lösungen gesetzt. Zudem sollen die EU-Staaten europäische Technologieträger bevorzugen dürfen. Im Blick haben sie eine systematische Stärkung unserer Standorte.

    Es soll eine europäische digitale Infrastruktur geschaffen werden, offene Standards und Interoperabilität sollen die Basis sein, „Public Money, Public Code“ als Maßgabe. Keine Abhängigkeit von proprietären Lösungen einzelner Anbieter. „Made in EU“ möchten die Grünen zur Regel machen.

    Ein „European Sovereign Tech Fund“ mit zehn Milliarden ist in ersten Gesprächen angedacht, was allerdings nur ein Anfang sein kann, die Nordamerikaner zeigen bei diesen Summen nur ein trübes Lächeln. Der Unterschied zu uns ist, dass wir Masse mit Klasse nicht verwechseln.

    Alexandra Geese – unsere Grüne in Brüssel – ist mit den Verhandlungen im Schatten bestens vertraut, sieht die Sicherheit Europas in Gefahr, wenn unsere Daten bei US-Techkonzernen gespeichert werden, die dem US-Cloud-Act unterliegen. Der Zugriff durch US-Behörden auf alle Daten (auch wenn die Server irgendwo auf der Welt stehen) ist ohne Ankündigung möglich, und die Anbieter dürfen ihre Kunden nicht über die Datendurchsicht informieren.

    Den Beweis, dass Europa auch ohne die digitalen Abhängigkeiten nach Nordamerika überleben kann, finden wir quer über den Kontinent. Es braucht Initiative und Mut, damit es flächendeckend Raum greift.

    Geschützt durch phlegmatische Entscheidungswege täuschen wir glaubwürdig eine Lethargie vor, nutzen diesen Schatten, um digital aufzurüsten, strategisch, gezielt und ohne viel Aufsehen. Wer sagt denn, dass wir uns bei den Chinesen nicht auch was abgucken können.

    Und? Wäre doch eine Gelegenheit selbst heimlich den Windows-Rechner vom Tisch zu schubsen. Oder täuschst Du Deine Lethargie gar nicht vor?

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  6. Digitaler Wochenrückblick 25. Januar 2026

    Phlegmatik und Lethargie als Staatsdoktrin mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch es ist unsere einzige Chance, dem wechselvollen Spiel internationaler Wirrungen einzelner Führer zu entgehen. Während wir uns nach außen einer unerschütterlichen Ruhe hingeben, bereiten wir heimlich die Revolution vor. In kleinen Schritten, keinesfalls überhastet!

    Das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr wagt sich vorsichtig an eine rudimentäre Dedigitalisierung im Sinne einer technologieoffenen Zukunftsstrategie, um uns im Krisenfall zu schützen.

    In der Oberlausitz konnten sie erfolgreich Flugblätter von Heliumballons abwerfen, um Menschen zu informieren, die sonst nur schlecht zu erreichen sein könnten.

    Das ist mit den gegebenen Mitteln eine Meisterleistung, zumal auf Personal aus der IT komplett verzichtet wurde. Anders als unsere Sozialversicherer, die im Ernstfall zwar lieber die Bescheide mit Brieftauben verschicken würden, dennoch rüsten sie nach, um die Abhängigkeit von nordamerikanischen Anbietern mit Umsicht und großer Vorsicht etwas zu reduzieren. Es steht unter der Devise „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“. Wird betreut vom „Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung GmbH“ (ZenDiS). Wollen wir aber nicht gleich zu viel machen, geplant ist die Etablierung eines voll funktionsfähigen Notfallarbeitsplatzes, der sogar unabhängig von den bestehenden Anbindungen in die Staaten sein soll – so die Theorie.

    Alexander Pockrandt der Geschäftsführer von Zendis betont die Flexibilität der Softwaresuite, die den Betrieb der kritischen Infrastrukturen vor allem in extremen Krisensituationen gewährleisten kann. Da schwingt schon eine ganze Menge Hoffnung mit, Erleichterung verschafft sich Luft, denn nur in extremen Krisensituationen müsste die neue Staatsdoktrinezur Lethargie kurzzeitig durchbrochen werden.

    In der Berliner Verwaltung sind sie durchweg erfolgreicher! Schon 2005 haben sie im hell schillernden Licht der Phlegmatik alle Probleme einer Umstellung beschreiben können und bis zum heutigen Tag tatkräftig ergänzt.

    Die „Chief Digital Officer Berlin“ Martina Klement, das ist die mutige Frau Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, hat eine Open-Source-Strategie vorgelegt! Wer will, kann dieses Feuerwerk an Phrasen nach Inhalten durchforsten, liegt in diesem PDF vor.

    Mehr als ein Notfallarbeitsplatz bleibt auch hier nicht übrig, der soll bis zum Ende der dritten Amtszeit von Donald Trump im Jahr 2032 stehen! Eine auf Open-Source ausgerichtete Strategie würde kurzfristig die Handlungsfähigkeit einschränken. Ach, dann gibt es noch die ganzen Fachverfahren, die noch völlig ohne freie Alternativen seien. Reicht aber auch noch nicht, wir brauchen noch mehr Probleme, damit Lösungen gar nicht erst sichtbar werden können, denn „Die Umsetzung steht unter Finanzierungsvorbehalt und erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel“. Von solchen Kunden träumt Microsoft, die müssen nur zugreifen, egal, was die brauchen, die nehmen es sich. Da würde ein Finanzierungsvorbehalt greifen, dann müssten sie daran arbeiten und tatsächlich Lösungen finden, sonst bleibt der Computer kalt.

    Finanzschwächere, aber weniger der Lethargie verhaftete Länder, wie Schleswig-Holstein haben Lösungen gefunden, nachdem sie die Probleme angegangen sind. Das waren keine Revolutionäre, sondern gegen allen Unbill hat Dirk Schrödter von der CDU, der Digitalminister und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein ca. 25.000 Arbeitsplätze zukunftsfähig machen können. Sicherlich keine leichte Aufgabe, aber erfolgreich. So wie in Schwäbisch-Hall, die sparsamen Schwaben haben schon 2002 angefangen – ohne groß drüber zu reden, wie sie kostengünstig verwalten.

    Nur um das anzumerken, es gibt immer Ecken und Kanten, die gemeistert werden müssen, darüber zu reden ist so sinnvoll, wie über das, was Microsoft uns im Alltag zumutet, das kostet zusätzlich, wird aber als gottgegeben hingenommen.

    Aber es gibt Hoffnung, die diesen Phlegmatismus auf Schmierseife durchrutschen lassen könnte – und zwar von Brüssel aus in die EU. Es gibt einen „Bericht über die technologische Souveränität Europas und die digitale Infrastruktur“. Letzte Woche, am 22. Januar 2026 hat das EU-Parlament dieses Papier über alle Parteigrenzen hinweg angenommen.

    Das liest sich wie ein digitales Bilderbuch! Die Abhängigkeit von den US-Anbietern soll fundamental zurückgefahren werden und gleichzeitig wird auf eigene Lösungen gesetzt. Zudem sollen die EU-Staaten europäische Technologieträger bevorzugen dürfen. Im Blick haben sie eine systematische Stärkung unserer Standorte.

    Es soll eine europäische digitale Infrastruktur geschaffen werden, offene Standards und Interoperabilität sollen die Basis sein, „Public Money, Public Code“ als Maßgabe. Keine Abhängigkeit von proprietären Lösungen einzelner Anbieter. „Made in EU“ möchten die Grünen zur Regel machen.

    Ein „European Sovereign Tech Fund“ mit zehn Milliarden ist in ersten Gesprächen angedacht, was allerdings nur ein Anfang sein kann, die Nordamerikaner zeigen bei diesen Summen nur ein trübes Lächeln. Der Unterschied zu uns ist, dass wir Masse mit Klasse nicht verwechseln.

    Alexandra Geese – unsere Grüne in Brüssel – ist mit den Verhandlungen im Schatten bestens vertraut, sieht die Sicherheit Europas in Gefahr, wenn unsere Daten bei US-Techkonzernen gespeichert werden, die dem US-Cloud-Act unterliegen. Der Zugriff durch US-Behörden auf alle Daten (auch wenn die Server irgendwo auf der Welt stehen) ist ohne Ankündigung möglich, und die Anbieter dürfen ihre Kunden nicht über die Datendurchsicht informieren.

    Den Beweis, dass Europa auch ohne die digitalen Abhängigkeiten nach Nordamerika überleben kann, finden wir quer über den Kontinent. Es braucht Initiative und Mut, damit es flächendeckend Raum greift.

    Geschützt durch phlegmatische Entscheidungswege täuschen wir glaubwürdig eine Lethargie vor, nutzen diesen Schatten, um digital aufzurüsten, strategisch, gezielt und ohne viel Aufsehen. Wer sagt denn, dass wir uns bei den Chinesen nicht auch was abgucken können.

    Und? Wäre doch eine Gelegenheit selbst heimlich den Windows-Rechner vom Tisch zu schubsen. Oder täuschst Du Deine Lethargie gar nicht vor?

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  7. Digitaler Wochenrückblick 07. Dezember 2025

    Marco Rubio, Außenminister der USA ist erzürnt! Sehr erzürnt, die Strafe der EU-Kommission gegen X (vormals Twitter) über 120 Millionen Euro, versteht er als „Angriff auf die amerikanischen Menschen“. Uups, der Blödel meint hoffentlich nur die Nordamerikaner. Elon Musk ist etwas versöhnlicher, spricht von „Bullshit“ – im Gegensatz zu mir, zahlt er das aus der Portokasse – wenn überhaupt. Er legt aber noch einen drauf, denn die EU müsse abgeschafft werden und die „Souveränität zu den einzelnen Staaten zurückübertragen“. Kleiner Querdenker…

    Da klatscht der russische Interimspräsident Dmitri Medwedew laut Beifall. Senator Ted Cruz regt Sanktionen gegen die EU an, möchte damit ganz diplomatisch erreichen, dass diese „Farce“ rückgängig gemacht wird. Diese „Farce“ ist nicht nur die Strafe gegen X, sondern insgesamt der Digital Services Act (DSA), mit dem die EU uns schützen möchte. Das behindert aber die Geschäftsmodelle großer nordamerikanischer Unternehmen – das ist wettbewerbsfeindlich, sagt sogar Donald Trump.

    Sofort hat auch X reagiert und der Produktchef von X, Nikita Bier (schöner Name…) und hat öffentlichkeitswirksam das Werbekonto der EU bei X gekündigt. Gut, die EU hat gar keine Werbekonto, nur ihren X-Auftritt. Muss eigentlich auch nicht sein. (das findet sich alles auf X, das verlinke ich nicht)

    Was für ein Wettbewerb ist da eigentlich gemeint? Der Wettbewerb der Monokulturen?

    Wie es enden kann, wenn innerhalb der EU, nein, innerhalb Deutschlands Souveränität geprobt wird, lässt sich in Schleswig-Holstein beobachten. Dirk Schrödter von der CDU ist dort Digitalminister und hat entgegen aller Ratschläge der geschulten Berater von Microsoft wettbewerbsfeindlich gehandelt und angefangen Windows und MS-Office 365 abzuschaffen.

    Das ist ein harter Schlag gegen alle Mitarbeitenden in den Amtsstuben. Die müssen nun sehen, wie sie ihre Word-Dokumente und ihre heißgeliebten Excel-Tabellen ohne Windows und MS-Office öffnen. Vor allem, das ist die größte Katastrophe, es ist ganz einfach, geht schneller – sieht aber komplett anders aus, obwohl das von Microsoft nicht veranlasst wurde. Das kann nicht funktionieren.

    Vor allem ist es haushaltspolitisch unerträglich, allein die Umstellung kostet den blutenden Steuerzahler rund neun Millionen Euro. Trotz des Aufwandes haben sie danach keinen Rechner mehr, der mit Windows funktioniert. Und was haben sie davon? Nur demotiviertes Personal, die müssen schließlich arbeiten – so wie es von Microsoft vorgesehen ist.

    Die Lizenzen für die Microsoft-Produkte hätten nur fünfzehn Millionen Euro gekostet und das Personal wäre zufrieden, jedes Jahr, versteht sich. Die neun Millionen für die Umstellung fallen nur einmal an, danach die Pflege und Weiterentwicklung im eigenen Land, was in sich bereits USA-feindlich und wahrscheinlich auch wettbewerbsfeindlich sein wird.

    Die Tech-Revolutionäre in der EU führen ähnliches im Schilde. Sie befürchten, dass die Tech-Konzerne als politisches Druckmittel genutzt werden.

    Völlig übersehen wird in diesem Zusammenhang, dass wir damit von aller technischen Innovation die Microsoft uns andient, komplett abgeschnitten werden. Gerade jetzt machen sie mit einem erweiterten Zugriff auf Unternehmensdaten ihre KI intelligenter (Hüstel…), eine „Agent Factory“ hilft eigene KI-Agenten (das sind die Dinger, die nicht nur halluzinieren, sondern das auch in die Tat umsetzen, was der Blechtrottel via KI fabriziert) einfach aufzubauen. Dazu gibt es dann den „Agent 365“, der die Kontrolle über die KI-Agenten haben soll.

    KI-Agenten sind die Zukunft“, sagt Microsoft, auf die jedes moderne Unternehmen keinesfalls verzichten darf. Keinesfalls! Das gilt auch für Verwaltungen,  außer Schleswig-Holstein.

    Das hat natürlich alles seinen Preis. Wer sein Windows 11 pflegt, darf bei Office365 nächstes Jahr die Refinanzierung der gewaltigen Leistungen von Microsoft unterstützen. Die Lizenzkosten  für Microsoft 365 E3 und Office 365 E3 steigen um bis zu 25 Prozent. Das mag in erster Linie Firmen (und die öffentliche Verwaltung – außer Schleswig-Holstein – treffen, aber diese KI-Kosten werden letztlich bei uns aus Taschen gezogen, ein echter Mehrwert – außer für Microsoft – ist nicht zu erkennen. Muss auch nicht, das wäre wettbewerbsfeindlich.

    Aber wir zahlen nicht nur das. Zum Beispiel SSDs – das sind die Massenspeicher in unseren Rechnern – und auch die Speicherbausteine gehen in erster Linie in die KI-Produktion, Crucial zum Beispiel hört ganz auf, Endkunden zu beliefern.

    Insgesamt steigen die Preise für Speicherbausteine und Massenspeicher, was aber nicht weiter tragisch ist. Neue Rechner haben sowieso nur noch kleine Massenspeicher – sonst gibt es ja keinen Grund, alle Daten gleich in die Cloud zu schieben.

    Von den enormen Entwicklungen und der unbezähmbaren Fortschritte der KI haben wir alle etwas, was wir so dringend brauchen, wie ein Nebelhorn auf dem Dach unseres SUVs.

    Es sind die kleinen Dinge die nun Freude machen, fragt mich eine Freundin, „was ist eigentlich ChatGPT“, die andere fragt die KI nach Kochrezepten: „Gib mir eine Rezept für eine deftige Wurstbowle, aber ohne Petersilie, die ist bei mir gerade aus.“ Nun denn, dann machen wir das doch – mit KI:

    Wurstbowle

    Zutaten (ohne Petersilie) für 4 bis 6 Personen:
    200 g feine Lyoner oder Geflügelwurst
    600 g Fleischwurst
    150 g Schinkenwurst
    1 Glas Cornichons + 100 ml Sud
    1 rote Zwiebel
    1 kleine Gewürzgurke + 150 ml Sud
    1 TL grober Senf
    1 TL scharfer Senf
    1 TL Paprikapulver, edelsüß
    ½ TL Knoblauchgranulat
    200 g Käsewürfel
    800 ml Weißburgunder oder Sauvignon Blanc (trocken)
    150 ml Weißweinessig
    80–100 ml Olivenöl oder Rapsöl
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung:
    Wurst, Käse, Paprika, Zwiebeln und Gewürzgurken in eine große Schüssel geben.
    Erbsen & Möhrchen vorsichtig untermischen.

    Dressing anrühren:
    Weißburgunder oder Sauvignon Blanc (trocken)
    Gurkensud
    Essig
    Öl
    Senf
    Zucker
    Salz & Pfeffer

    Alles gut verrühren, bis eine leicht sämige Marinade entsteht. Dressing über die Wurstmischung gießen, gründlich durchrühren. Die Wurstbowle mindestens 3–4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, gerne über Nacht. Der Alkohol bleibt dabei erhalten!

    Sag jetzt noch jemand, KI ist zu nix nutze!

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  8. Digitaler Wochenrückblick 07. Dezember 2025

    Marco Rubio, Außenminister der USA ist erzürnt! Sehr erzürnt, die Strafe der EU-Kommission gegen X (vormals Twitter) über 120 Millionen Euro, versteht er als „Angriff auf die amerikanischen Menschen“. Uups, der Blödel meint hoffentlich nur die Nordamerikaner. Elon Musk ist etwas versöhnlicher, spricht von „Bullshit“ – im Gegensatz zu mir, zahlt er das aus der Portokasse – wenn überhaupt. Er legt aber noch einen drauf, denn die EU müsse abgeschafft werden und die „Souveränität zu den einzelnen Staaten zurückübertragen“. Kleiner Querdenker…

    Da klatscht der russische Interimspräsident Dmitri Medwedew laut Beifall. Senator Ted Cruz regt Sanktionen gegen die EU an, möchte damit ganz diplomatisch erreichen, dass diese „Farce“ rückgängig gemacht wird. Diese „Farce“ ist nicht nur die Strafe gegen X, sondern insgesamt der Digital Services Act (DSA), mit dem die EU uns schützen möchte. Das behindert aber die Geschäftsmodelle großer nordamerikanischer Unternehmen – das ist wettbewerbsfeindlich, sagt sogar Donald Trump.

    Sofort hat auch X reagiert und der Produktchef von X, Nikita Bier (schöner Name…) und hat öffentlichkeitswirksam das Werbekonto der EU bei X gekündigt. Gut, die EU hat gar keine Werbekonto, nur ihren X-Auftritt. Muss eigentlich auch nicht sein. (das findet sich alles auf X, das verlinke ich nicht)

    Was für ein Wettbewerb ist da eigentlich gemeint? Der Wettbewerb der Monokulturen?

    Wie es enden kann, wenn innerhalb der EU, nein, innerhalb Deutschlands Souveränität geprobt wird, lässt sich in Schleswig-Holstein beobachten. Dirk Schrödter von der CDU ist dort Digitalminister und hat entgegen aller Ratschläge der geschulten Berater von Microsoft wettbewerbsfeindlich gehandelt und angefangen Windows und MS-Office 365 abzuschaffen.

    Das ist ein harter Schlag gegen alle Mitarbeitenden in den Amtsstuben. Die müssen nun sehen, wie sie ihre Word-Dokumente und ihre heißgeliebten Excel-Tabellen ohne Windows und MS-Office öffnen. Vor allem, das ist die größte Katastrophe, es ist ganz einfach, geht schneller – sieht aber komplett anders aus, obwohl das von Microsoft nicht veranlasst wurde. Das kann nicht funktionieren.

    Vor allem ist es haushaltspolitisch unerträglich, allein die Umstellung kostet den blutenden Steuerzahler rund neun Millionen Euro. Trotz des Aufwandes haben sie danach keinen Rechner mehr, der mit Windows funktioniert. Und was haben sie davon? Nur demotiviertes Personal, die müssen schließlich arbeiten – so wie es von Microsoft vorgesehen ist.

    Die Lizenzen für die Microsoft-Produkte hätten nur fünfzehn Millionen Euro gekostet und das Personal wäre zufrieden, jedes Jahr, versteht sich. Die neun Millionen für die Umstellung fallen nur einmal an, danach die Pflege und Weiterentwicklung im eigenen Land, was in sich bereits USA-feindlich und wahrscheinlich auch wettbewerbsfeindlich sein wird.

    Die Tech-Revolutionäre in der EU führen ähnliches im Schilde. Sie befürchten, dass die Tech-Konzerne als politisches Druckmittel genutzt werden.

    Völlig übersehen wird in diesem Zusammenhang, dass wir damit von aller technischen Innovation die Microsoft uns andient, komplett abgeschnitten werden. Gerade jetzt machen sie mit einem erweiterten Zugriff auf Unternehmensdaten ihre KI intelligenter (Hüstel…), eine „Agent Factory“ hilft eigene KI-Agenten (das sind die Dinger, die nicht nur halluzinieren, sondern das auch in die Tat umsetzen, was der Blechtrottel via KI fabriziert) einfach aufzubauen. Dazu gibt es dann den „Agent 365“, der die Kontrolle über die KI-Agenten haben soll.

    KI-Agenten sind die Zukunft“, sagt Microsoft, auf die jedes moderne Unternehmen keinesfalls verzichten darf. Keinesfalls! Das gilt auch für Verwaltungen,  außer Schleswig-Holstein.

    Das hat natürlich alles seinen Preis. Wer sein Windows 11 pflegt, darf bei Office365 nächstes Jahr die Refinanzierung der gewaltigen Leistungen von Microsoft unterstützen. Die Lizenzkosten  für Microsoft 365 E3 und Office 365 E3 steigen um bis zu 25 Prozent. Das mag in erster Linie Firmen (und die öffentliche Verwaltung – außer Schleswig-Holstein – treffen, aber diese KI-Kosten werden letztlich bei uns aus Taschen gezogen, ein echter Mehrwert – außer für Microsoft – ist nicht zu erkennen. Muss auch nicht, das wäre wettbewerbsfeindlich.

    Aber wir zahlen nicht nur das. Zum Beispiel SSDs – das sind die Massenspeicher in unseren Rechnern – und auch die Speicherbausteine gehen in erster Linie in die KI-Produktion, Crucial zum Beispiel hört ganz auf, Endkunden zu beliefern.

    Insgesamt steigen die Preise für Speicherbausteine und Massenspeicher, was aber nicht weiter tragisch ist. Neue Rechner haben sowieso nur noch kleine Massenspeicher – sonst gibt es ja keinen Grund, alle Daten gleich in die Cloud zu schieben.

    Von den enormen Entwicklungen und der unbezähmbaren Fortschritte der KI haben wir alle etwas, was wir so dringend brauchen, wie ein Nebelhorn auf dem Dach unseres SUVs.

    Es sind die kleinen Dinge die nun Freude machen, fragt mich eine Freundin, „was ist eigentlich ChatGPT“, die andere fragt die KI nach Kochrezepten: „Gib mir eine Rezept für eine deftige Wurstbowle, aber ohne Petersilie, die ist bei mir gerade aus.“ Nun denn, dann machen wir das doch – mit KI:

    Wurstbowle

    Zutaten (ohne Petersilie) für 4 bis 6 Personen:
    200 g feine Lyoner oder Geflügelwurst
    600 g Fleischwurst
    150 g Schinkenwurst
    1 Glas Cornichons + 100 ml Sud
    1 rote Zwiebel
    1 kleine Gewürzgurke + 150 ml Sud
    1 TL grober Senf
    1 TL scharfer Senf
    1 TL Paprikapulver, edelsüß
    ½ TL Knoblauchgranulat
    200 g Käsewürfel
    800 ml Weißburgunder oder Sauvignon Blanc (trocken)
    150 ml Weißweinessig
    80–100 ml Olivenöl oder Rapsöl
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung:
    Wurst, Käse, Paprika, Zwiebeln und Gewürzgurken in eine große Schüssel geben.
    Erbsen & Möhrchen vorsichtig untermischen.

    Dressing anrühren:
    Weißburgunder oder Sauvignon Blanc (trocken)
    Gurkensud
    Essig
    Öl
    Senf
    Zucker
    Salz & Pfeffer

    Alles gut verrühren, bis eine leicht sämige Marinade entsteht. Dressing über die Wurstmischung gießen, gründlich durchrühren. Die Wurstbowle mindestens 3–4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, gerne über Nacht. Der Alkohol bleibt dabei erhalten!

    Sag jetzt noch jemand, KI ist zu nix nutze!

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  9. Digitaler Wochenrückblick 07. Dezember 2025

    Marco Rubio, Außenminister der USA ist erzürnt! Sehr erzürnt, die Strafe der EU-Kommission gegen X (vormals Twitter) über 120 Millionen Euro, versteht er als „Angriff auf die amerikanischen Menschen“. Uups, der Blödel meint hoffentlich nur die Nordamerikaner. Elon Musk ist etwas versöhnlicher, spricht von „Bullshit“ – im Gegensatz zu mir, zahlt er das aus der Portokasse – wenn überhaupt. Er legt aber noch einen drauf, denn die EU müsse abgeschafft werden und die „Souveränität zu den einzelnen Staaten zurückübertragen“. Kleiner Querdenker…

    Da klatscht der russische Interimspräsident Dmitri Medwedew laut Beifall. Senator Ted Cruz regt Sanktionen gegen die EU an, möchte damit ganz diplomatisch erreichen, dass diese „Farce“ rückgängig gemacht wird. Diese „Farce“ ist nicht nur die Strafe gegen X, sondern insgesamt der Digital Services Act (DSA), mit dem die EU uns schützen möchte. Das behindert aber die Geschäftsmodelle großer nordamerikanischer Unternehmen – das ist wettbewerbsfeindlich, sagt sogar Donald Trump.

    Sofort hat auch X reagiert und der Produktchef von X, Nikita Bier (schöner Name…) und hat öffentlichkeitswirksam das Werbekonto der EU bei X gekündigt. Gut, die EU hat gar keine Werbekonto, nur ihren X-Auftritt. Muss eigentlich auch nicht sein. (das findet sich alles auf X, das verlinke ich nicht)

    Was für ein Wettbewerb ist da eigentlich gemeint? Der Wettbewerb der Monokulturen?

    Wie es enden kann, wenn innerhalb der EU, nein, innerhalb Deutschlands Souveränität geprobt wird, lässt sich in Schleswig-Holstein beobachten. Dirk Schrödter von der CDU ist dort Digitalminister und hat entgegen aller Ratschläge der geschulten Berater von Microsoft wettbewerbsfeindlich gehandelt und angefangen Windows und MS-Office 365 abzuschaffen.

    Das ist ein harter Schlag gegen alle Mitarbeitenden in den Amtsstuben. Die müssen nun sehen, wie sie ihre Word-Dokumente und ihre heißgeliebten Excel-Tabellen ohne Windows und MS-Office öffnen. Vor allem, das ist die größte Katastrophe, es ist ganz einfach, geht schneller – sieht aber komplett anders aus, obwohl das von Microsoft nicht veranlasst wurde. Das kann nicht funktionieren.

    Vor allem ist es haushaltspolitisch unerträglich, allein die Umstellung kostet den blutenden Steuerzahler rund neun Millionen Euro. Trotz des Aufwandes haben sie danach keinen Rechner mehr, der mit Windows funktioniert. Und was haben sie davon? Nur demotiviertes Personal, die müssen schließlich arbeiten – so wie es von Microsoft vorgesehen ist.

    Die Lizenzen für die Microsoft-Produkte hätten nur fünfzehn Millionen Euro gekostet und das Personal wäre zufrieden, jedes Jahr, versteht sich. Die neun Millionen für die Umstellung fallen nur einmal an, danach die Pflege und Weiterentwicklung im eigenen Land, was in sich bereits USA-feindlich und wahrscheinlich auch wettbewerbsfeindlich sein wird.

    Die Tech-Revolutionäre in der EU führen ähnliches im Schilde. Sie befürchten, dass die Tech-Konzerne als politisches Druckmittel genutzt werden.

    Völlig übersehen wird in diesem Zusammenhang, dass wir damit von aller technischen Innovation die Microsoft uns andient, komplett abgeschnitten werden. Gerade jetzt machen sie mit einem erweiterten Zugriff auf Unternehmensdaten ihre KI intelligenter (Hüstel…), eine „Agent Factory“ hilft eigene KI-Agenten (das sind die Dinger, die nicht nur halluzinieren, sondern das auch in die Tat umsetzen, was der Blechtrottel via KI fabriziert) einfach aufzubauen. Dazu gibt es dann den „Agent 365“, der die Kontrolle über die KI-Agenten haben soll.

    KI-Agenten sind die Zukunft“, sagt Microsoft, auf die jedes moderne Unternehmen keinesfalls verzichten darf. Keinesfalls! Das gilt auch für Verwaltungen,  außer Schleswig-Holstein.

    Das hat natürlich alles seinen Preis. Wer sein Windows 11 pflegt, darf bei Office365 nächstes Jahr die Refinanzierung der gewaltigen Leistungen von Microsoft unterstützen. Die Lizenzkosten  für Microsoft 365 E3 und Office 365 E3 steigen um bis zu 25 Prozent. Das mag in erster Linie Firmen (und die öffentliche Verwaltung – außer Schleswig-Holstein – treffen, aber diese KI-Kosten werden letztlich bei uns aus Taschen gezogen, ein echter Mehrwert – außer für Microsoft – ist nicht zu erkennen. Muss auch nicht, das wäre wettbewerbsfeindlich.

    Aber wir zahlen nicht nur das. Zum Beispiel SSDs – das sind die Massenspeicher in unseren Rechnern – und auch die Speicherbausteine gehen in erster Linie in die KI-Produktion, Crucial zum Beispiel hört ganz auf, Endkunden zu beliefern.

    Insgesamt steigen die Preise für Speicherbausteine und Massenspeicher, was aber nicht weiter tragisch ist. Neue Rechner haben sowieso nur noch kleine Massenspeicher – sonst gibt es ja keinen Grund, alle Daten gleich in die Cloud zu schieben.

    Von den enormen Entwicklungen und der unbezähmbaren Fortschritte der KI haben wir alle etwas, was wir so dringend brauchen, wie ein Nebelhorn auf dem Dach unseres SUVs.

    Es sind die kleinen Dinge die nun Freude machen, fragt mich eine Freundin, „was ist eigentlich ChatGPT“, die andere fragt die KI nach Kochrezepten: „Gib mir eine Rezept für eine deftige Wurstbowle, aber ohne Petersilie, die ist bei mir gerade aus.“ Nun denn, dann machen wir das doch – mit KI:

    Wurstbowle

    Zutaten (ohne Petersilie) für 4 bis 6 Personen:
    200 g feine Lyoner oder Geflügelwurst
    600 g Fleischwurst
    150 g Schinkenwurst
    1 Glas Cornichons + 100 ml Sud
    1 rote Zwiebel
    1 kleine Gewürzgurke + 150 ml Sud
    1 TL grober Senf
    1 TL scharfer Senf
    1 TL Paprikapulver, edelsüß
    ½ TL Knoblauchgranulat
    200 g Käsewürfel
    800 ml Weißburgunder oder Sauvignon Blanc (trocken)
    150 ml Weißweinessig
    80–100 ml Olivenöl oder Rapsöl
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung:
    Wurst, Käse, Paprika, Zwiebeln und Gewürzgurken in eine große Schüssel geben.
    Erbsen & Möhrchen vorsichtig untermischen.

    Dressing anrühren:
    Weißburgunder oder Sauvignon Blanc (trocken)
    Gurkensud
    Essig
    Öl
    Senf
    Zucker
    Salz & Pfeffer

    Alles gut verrühren, bis eine leicht sämige Marinade entsteht. Dressing über die Wurstmischung gießen, gründlich durchrühren. Die Wurstbowle mindestens 3–4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, gerne über Nacht. Der Alkohol bleibt dabei erhalten!

    Sag jetzt noch jemand, KI ist zu nix nutze!

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  10. Schleswig-Holstein: Fast 80 Prozent der Microsoft-Lizenzen gekündigt

    "Im Interview zieht Minister Dirk Schrödter eine Zwischenbilanz des Umstiegs auf Open Source..."

    heise.de/hintergrund/Schleswig

    "Einige Länder wie Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Bayern ... wechseln zu Microsoft Teams oder Microsoft 365 in der Microsoft-Cloud" 😟

    #SchleswigHolstein #DigitaleSouveränität #digitalSovereignty #OpenXchange #microsoft #microsoft365 #linux #DirkSchrödter #DigitalOnly

  11. Schleswig-Holstein: Fast 80 Prozent der Microsoft-Lizenzen gekündigt

    "Im Interview zieht Minister Dirk Schrödter eine Zwischenbilanz des Umstiegs auf Open Source..."

    heise.de/hintergrund/Schleswig

    "Einige Länder wie Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Bayern ... wechseln zu Microsoft Teams oder Microsoft 365 in der Microsoft-Cloud" 😟

    #SchleswigHolstein #DigitaleSouveränität #digitalSovereignty #OpenXchange #microsoft #microsoft365 #linux #DirkSchrödter #DigitalOnly

  12. Schleswig-Holstein: Fast 80 Prozent der Microsoft-Lizenzen gekündigt

    "Im Interview zieht Minister Dirk Schrödter eine Zwischenbilanz des Umstiegs auf Open Source..."

    heise.de/hintergrund/Schleswig

    "Einige Länder wie Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Bayern ... wechseln zu Microsoft Teams oder Microsoft 365 in der Microsoft-Cloud" 😟

    #SchleswigHolstein #DigitaleSouveränität #digitalSovereignty #OpenXchange #microsoft #microsoft365 #linux #DirkSchrödter #DigitalOnly

  13. Schleswig-Holstein: Fast 80 Prozent der Microsoft-Lizenzen gekündigt

    "Im Interview zieht Minister Dirk Schrödter eine Zwischenbilanz des Umstiegs auf Open Source..."

    heise.de/hintergrund/Schleswig

    "Einige Länder wie Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Bayern ... wechseln zu Microsoft Teams oder Microsoft 365 in der Microsoft-Cloud" 😟

    #SchleswigHolstein #DigitaleSouveränität #digitalSovereignty #OpenXchange #microsoft #microsoft365 #linux #DirkSchrödter #DigitalOnly

  14. Schleswig-Holstein: Fast 80 Prozent der Microsoft-Lizenzen gekündigt

    "Im Interview zieht Minister Dirk Schrödter eine Zwischenbilanz des Umstiegs auf Open Source..."

    heise.de/hintergrund/Schleswig

    "Einige Länder wie Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Bayern ... wechseln zu Microsoft Teams oder Microsoft 365 in der Microsoft-Cloud" 😟

    #SchleswigHolstein #DigitaleSouveränität #digitalSovereignty #OpenXchange #microsoft #microsoft365 #linux #DirkSchrödter #DigitalOnly

  15. Einweihung bei IT-Dienstleister #adesso dessen Mitarbeiter*innen jetzt im Wissenschaftspark auf 100 wachsen sollen.

    Digitalminister #DirkSchrödter betont, wie wichtig Open Source ist. Öffentliche Gelder machen IT-Milliardäre reicher, uns abhängiger. Open Source-Inventionen schaffen in Kiel zukunftssichere Arbeitsplätze.

    Danke für die Unterhaltung #gerritderkowski und das Interesse an den Problemen einer #lieblingsmaklerin z. B. wegen fehlendem Bedienpersonal des Scanners im Bauaktenarchiv.

  16. @kielkontrovers das passt wieder in die Liste: Man kann mit der #CDU keine Verträge machen. Das gilt natürlich auch für #kiel.

    Spannend daran, dass #DirkSchrödter damit gegen seinen Chef schießt.

    Wahlen gewinnen in Kiel, werden sie damit auch nicht können. Also ist das einfach nur destruktiv aus Prinzip oder so ein internes CDU Geplänkel?

  17. @kielkontrovers das passt wieder in die Liste: Man kann mit der #CDU keine Verträge machen. Das gilt natürlich auch für #kiel.

    Spannend daran, dass #DirkSchrödter damit gegen seinen Chef schießt.

    Wahlen gewinnen in Kiel, werden sie damit auch nicht können. Also ist das einfach nur destruktiv aus Prinzip oder so ein internes CDU Geplänkel?

  18. @kielkontrovers das passt wieder in die Liste: Man kann mit der #CDU keine Verträge machen. Das gilt natürlich auch für #kiel.

    Spannend daran, dass #DirkSchrödter damit gegen seinen Chef schießt.

    Wahlen gewinnen in Kiel, werden sie damit auch nicht können. Also ist das einfach nur destruktiv aus Prinzip oder so ein internes CDU Geplänkel?

  19. @kielkontrovers das passt wieder in die Liste: Man kann mit der #CDU keine Verträge machen. Das gilt natürlich auch für #kiel.

    Spannend daran, dass #DirkSchrödter damit gegen seinen Chef schießt.

    Wahlen gewinnen in Kiel, werden sie damit auch nicht können. Also ist das einfach nur destruktiv aus Prinzip oder so ein internes CDU Geplänkel?

  20. @kielkontrovers das passt wieder in die Liste: Man kann mit der #CDU keine Verträge machen. Das gilt natürlich auch für #kiel.

    Spannend daran, dass #DirkSchrödter damit gegen seinen Chef schießt.

    Wahlen gewinnen in Kiel, werden sie damit auch nicht können. Also ist das einfach nur destruktiv aus Prinzip oder so ein internes CDU Geplänkel?

  21. Mal deutlich ausgesprochen: De CDU will die Stadtbahn verhindern. #DirkSchrödter (ist glaube ich richtige Schreibweise) als Mitgarbeiter der Staatskanzlei von Günter will dessen Pläne zu Fall bringen. Haben wir nicht unendlich viele Studien hinter uns? Kann sich Kiel weiter leisten KEINE Stadtbahn zu haben? Ich habe immer gesagt diese ganze Konsensbemühungen sind Zeitverschwendung. Die Bahn könnte schon lange fahren, wenn SPD und GRÜNE nicht so getrödelt hätten.

  22. Mal deutlich ausgesprochen: De CDU will die Stadtbahn verhindern. #DirkSchrödter (ist glaube ich richtige Schreibweise) als Mitgarbeiter der Staatskanzlei von Günter will dessen Pläne zu Fall bringen. Haben wir nicht unendlich viele Studien hinter uns? Kann sich Kiel weiter leisten KEINE Stadtbahn zu haben? Ich habe immer gesagt diese ganze Konsensbemühungen sind Zeitverschwendung. Die Bahn könnte schon lange fahren, wenn SPD und GRÜNE nicht so getrödelt hätten.

  23. Mal deutlich ausgesprochen: De CDU will die Stadtbahn verhindern. #DirkSchrödter (ist glaube ich richtige Schreibweise) als Mitgarbeiter der Staatskanzlei von Günter will dessen Pläne zu Fall bringen. Haben wir nicht unendlich viele Studien hinter uns? Kann sich Kiel weiter leisten KEINE Stadtbahn zu haben? Ich habe immer gesagt diese ganze Konsensbemühungen sind Zeitverschwendung. Die Bahn könnte schon lange fahren, wenn SPD und GRÜNE nicht so getrödelt hätten.

  24. Mal deutlich ausgesprochen: De CDU will die Stadtbahn verhindern. #DirkSchrödter (ist glaube ich richtige Schreibweise) als Mitgarbeiter der Staatskanzlei von Günter will dessen Pläne zu Fall bringen. Haben wir nicht unendlich viele Studien hinter uns? Kann sich Kiel weiter leisten KEINE Stadtbahn zu haben? Ich habe immer gesagt diese ganze Konsensbemühungen sind Zeitverschwendung. Die Bahn könnte schon lange fahren, wenn SPD und GRÜNE nicht so getrödelt hätten.

  25. Mal deutlich ausgesprochen: De CDU will die Stadtbahn verhindern. #DirkSchrödter (ist glaube ich richtige Schreibweise) als Mitgarbeiter der Staatskanzlei von Günter will dessen Pläne zu Fall bringen. Haben wir nicht unendlich viele Studien hinter uns? Kann sich Kiel weiter leisten KEINE Stadtbahn zu haben? Ich habe immer gesagt diese ganze Konsensbemühungen sind Zeitverschwendung. Die Bahn könnte schon lange fahren, wenn SPD und GRÜNE nicht so getrödelt hätten.

  26. Medien als Säule der Demokratie

    Wie müs­sen wir die Platt­for­men regu­lie­ren, damit sie wirk­lich zur Medi­en­viel­falt beitragen?

    Auf dem Som­mer­li­chen Emp­fand der Medi­en­an­stalt Ham­bur­g/­Schles­wig-Hol­stein lob­te Schles­wig-Hol­steins Medi­en­mi­nis­ter Dirk Schröd­ter die pri­va­ten Rund­funk­an­bie­ter als „Säu­len der frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung“. Und ich frag­te mich, ob man das eigent­lich auch über die heu­te mäch­tigs­ten Medi­en der Welt sagen wür­den – die Social Media Plattformen.

    Zeitung, Radio, Fernsehen unter Druck

    Die klas­si­schen Medi­en ste­hen unter Druck. Welt­weit gehen Zei­tun­gen ein, Redak­tio­nen wer­den zusam­men­ge­legt, das Ange­bot ver­klei­nert. In den USA gibt es schon gan­ze Regio­nen ohne Zei­tung. Dort sind jetzt auch die Anbie­ter von Kabel­fern­se­hen unter Druck. Das Ange­bot der Strea­ming-Diens­te ist wesent­lich bil­li­ger. In Deutsch­land lau­fen eini­ge Sen­der schon prak­tisch ohne Per­so­nal.

    Einer der Grün­de: Das Wer­be­ge­schäft ist zu einem gro­ßen Teil zu Meta und Goog­le und ande­ren Online-Anbie­tern abge­wan­dert. Die ver­spre­chen ziel­ge­naue Aus­spie­lung, weil sie alle Men­schen kreuz und quer durch ihr Leben tra­cken können.

    Big-Tech schließt die Ausgänge

    Auch ein Groß­teil des Traf­fics, den klas­si­sche Medi­en­an­ge­bo­te noch bekom­men, kommt von den Big-Tech-Platt­for­men: Per Such­ma­schi­ne oder als Links in Sozia­len Netz­wer­ken. Auf den Platt­for­men von Meta wer­den exter­ne Links ohne­hin schlech­ter ange­zeigt, als Inhal­te, die die Leu­te auf der Platt­form hal­ten. Insta­gram hat prak­ti­sche kei­ne aus­ge­hen­den Links. Jetzt wer­den gene­rell poli­ti­sche Inhal­te ver­steckt. Auch die Micro­soft-Platt­form Lin­ke­dIn bestraft aus­ge­hen­de Links. Die Leu­te sol­len auf den Platt­for­men bleiben.

    Gleich­zei­tig wer­den aus den ehe­mals „Sozia­len Netz­wer­ken“ immer mehr Unter­hal­tungs­ap­ps. Tik­Tok hat es vor­ge­macht: Fol­lower spie­len prak­tisch kei­ne Rol­le mehr – es zählt allein, was der Algo­rith­mus für den „For-You-Feed“ aus­wählt. Vide­os, die dem indi­vi­du­el­len User sehr wahr­schein­lich gefal­len. Ande­re machen es nach: You­Tube, Insta­gram, X, Face­book. Selbst bei Lin­ke­dIn mischen sich immer mehr Inhal­te von Leu­ten in mei­nen Feed, denen ich nicht folge.

    Social Media muss sich ver­än­dern, weil die Ansprü­che jun­ger Men­schen ande­re sind als die der älte­ren. Ich bin noch damit auf­ge­wach­sen, dass man froh sein konn­te, wenn jemand „im Inter­net“ war. Im IRC haben wir mit allen gechat­tet, die da waren. Bei Face­book waren mei­ne ers­ten Kon­tak­te Leu­te, die ich nicht kann­te – die waren ein­fach da. 

    Jun­ge Men­schen haben alle ihre wich­ti­gen Kon­tak­te im Smart­phone, sobald sie eines bekom­men. Wenn sie mit jeman­den kom­mu­ni­zie­ren wol­len, dann kön­nen sie das mit Leu­te tun, die sie ken­nen. Die brau­chen kein Social Net­work, um mit Ran­doms zu spre­chen. Die wol­len unter­hal­ten wer­den. Also wer­den aus Sozia­len Netz­wer­ken Unterhaltungsapps.

    Das Web unter Druck

    Goog­le ärgert sich natür­lich, dass die sich aus­ge­rech­net ein Busi­ness aus­ge­sucht haben, das davon lebt, Leu­te auf ande­re Web­sites zu schi­cken. Aber halt! Die Leu­te wol­len doch gar nicht durchs Inter­net sur­fen – die wol­len Ant­wor­ten auf ihre Fra­gen! Also wird Goog­le zukünf­tig alle Anfra­gen selbst per Chat­bot beant­wor­ten. Immer weni­ger Traf­fic wer­den klas­si­sche Medi­en­sei­ten von Goog­le und ande­ren Such­ma­schi­ne bekom­men. Das Tech-Maga­zin „The Ver­ge“ spricht in die­sem Zusam­men­hang von dem Sze­na­rio „Goog­le Zero“ – wenn also gar kein Traf­fic mehr von Goog­le kommt. 

    Ich weiß nicht, wie reprä­sen­ta­tiv mein klei­nes Blog hier ist – mir schickt Goog­le nur noch 1/​4 der Lesen­den heu­te im Ver­gleich zu 2020. Wenn das bei Medi­en­sei­ten auch so wäre, ist das schon signi­fi­kant weni­ger Traf­fic, den die Platt­for­men zusam­men weitergeben.

    Rechtlicher Rahmen

    Die Social_­Me­dia-Platt­for­men wer­den im Medi­en­staats­ver­trag als Medi­en­in­ter­me­diä­re bezeich­net, weil sie ursprüng­lich mal zwi­schen Medi­en und Publi­kum ver­mit­telt haben. Dadurch haben dort bei­spiels­wei­se die Ver­pflich­tung bekom­men, nicht bestimm­te Medi­en zu dis­kri­mi­nie­ren (§ 94 MStV) und „die zen­tra­len Kri­te­ri­en einer Aggre­ga­ti­on, Selek­ti­on und Prä­sen­ta­ti­on von Inhal­ten und ihre Gewich­tung ein­schließ­lich Infor­ma­tio­nen über die Funk­ti­ons­wei­se der ein­ge­setz­ten Algo­rith­men in ver­ständ­li­cher Spra­che“ trans­pa­rent zu machen (§ 93 MStV).

    Dane­ben gibt es noch die Medi­en­platt­for­men, die klas­si­sche Medi­en­an­ge­bo­te von Rund­funk und Fern­se­hen bün­deln. Das sind bei­spiels­wei­se Magen­ta TV, Zat­too aber auch Net­flix oder Ama­zon Prime. Medi­en­platt­for­men sind im Medi­en­staats­ver­trag viel detail­lier­ter regu­liert als die rie­si­gen Medi­en­in­ter­me­diä­re. Da müs­sen die Betrei­ber sogar den Lan­des­me­di­en­an­stal­ten gegen­über offen­le­gen, zu wel­chen Prei­sen Medi­en Zugang zu ihrer Platt­form bekom­men (§ 83 MStV). Es ist auch vor­ge­schrie­ben, dass die Ange­bo­te der Öffent­lich-Recht­li­chen Medi­en und aus­ge­wähl­ter pri­va­ter Anbie­ter leicht auf­find­bar sein müs­sen (§ 84 MStV). Das gilt dann bei­spiels­wei­se auch für Enter­tain­ment-Sys­te­me in Autos.

    Das mag alles ein Fort­schritt gewe­sen sein, als der Medi­en­staats­ver­trag 2020 beschlos­sen wur­de. Es passt aber nicht mehr zu der Medi­en­land­schaft, die sich gera­de am Hori­zont abzeich­net: Inter­me­diä­re wol­len kei­ne Inter­me­diä­re sein. Alle haben wei­ter­hin Zugang zu den Platt­for­men, aber alle Inhal­te von „Säu­len der frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung“ wer­den gleich schlecht behan­delt – um der Dis­kri­mi­nie­rungs­frei­heit aus dem Medi­en­staats­ver­trag gerecht zu werden.

    Unterhaltsamkeit als einziger Maßstab

    Wer Din­ge auf die­sen Platt­for­men ver­öf­fent­licht muss sie allein nach den Regeln der Platt­form ver­öf­fent­li­chen. Social-Media-Leu­te sagen dann so Sachen wie „damit es im Algo­rith­mus per­formt“. Das sind so Klei­nig­kei­ten wie, dass Posts mit Bild bes­ser ange­zeigt wer­den als ohne – klar: ten­den­zi­ell ver­spricht ein „Hin­gu­cker“ mehr Auf­merk­sam­keit und mehr Inter­ak­ti­on. Mehr Inter­ak­ti­on heißt, die Leu­te sind län­ger in der App und je län­ger sie in der App sind, des­to mehr Rekla­me kann man ihnen anzei­gen. Also ver­dient die Platt­form mehr Geld. 

    Grund­sätz­lich bedeu­tet das natür­lich, dass ein Algo­rith­mus die inter­es­san­tes­ten Sachen für die User her­aus­sucht. Das macht den Dienst inter­es­sant und hält die Leu­te an der App. Aus der Unter­hal­tungs-Per­spek­ti­ve ist das natür­lich super. Nichts gegen Unter­hal­tung. Die muss auch nicht immer einen Bil­dungs­auf­trag erfül­len. Auch frü­her gab es jede Men­ge „Blöd­sinn“. Unter­hal­tung muss kei­ne „Säu­le der frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung“ sein.

    Unter­halt­sam ist im Zusam­men­hang mit Social-Media nicht gleich­be­deu­tend mit „wit­zig“ oder „schön“: Denn wenn man Unter­halt­sam­keit in der Wäh­rung von Inter­ak­tio­nen wer­tet, weil die am meis­ten Geld brin­gen, dann sind Kon­tro­ver­sen und Auf­re­ger sehr unterhaltsam.

    Die Inhal­te auf den ehe­ma­li­gen Social-Media-Platt­for­men sind nicht aus­schließ­lich klas­si­sche Unter­hal­tung, son­dern auch Nach­rich­ten und Poli­tik. Dabei för­dert der auf Inter­ak­ti­on getrimm­te Algo­rith­mus die Art Inhal­te, die das „schnel­le Den­ken“ – die Instink­te – anspricht: Schnell liken, tei­len, kur­ze Kom­men­ta­re – „einen raus­hau­en“. Wie wir von dem Psy­cho­lo­gen und Nobel­preis­trä­ger Dani­el Kah­ne­man wis­sen, sind Instink­te leicht in die Irre zu füh­ren und Men­schen sam­meln dann Über­zeu­gun­gen, zu denen sie nicht kämen, wenn sie ein­mal wirk­lich dar­über nach­den­ken würden. 

    Wah­re Infor­ma­tio­nen gehen oft nicht so schnell und unge­fil­tert ins Hirn, weil wir dazu das lang­sa­me Den­ken benö­ti­gen, um sie wirk­lich zu ver­ste­hen. Des­we­gen ist es ein unglei­ches Spiel­feld für Orga­ni­sa­tio­nen, die Des­in­for­ma­ti­on ver­brei­ten und die Orga­ni­sa­tio­nen, die ech­te Infor­ma­tio­nen ver­brei­ten wol­len. (Nein, ihr Social-Media-Schlau­mei­er-Exper­ten, die ande­ren Par­tei­en kön­nen nicht ein­fach das machen, was die AfD auf Tik­Tok macht.)

    Welche Medien wollen wir?

    Eine Fra­ge ist, was wir für ein Medi­en­sys­tem brau­chen, und was wir dafür tun müssen. 

    Wie können sich Medien finanzieren?

    Selbst Lokal­me­di­en müs­sen zukünf­tig leben kön­nen. Sie brau­chen ein rela­tiv ein­fa­ches und zuver­läs­si­ges Geschäfts­mo­dell. Wir kön­nen es nicht jeder Zei­tung ein­zeln über­las­sen, da etwas indi­vi­du­el­les her­aus­zu­fin­den. Denn wenn Zei­tun­gen vor Ort schei­tern, gibt es in der Regi­on kei­nen Lokal­jour­na­lis­mus mehr. Den aber wür­den wir wohl als „Säu­le der frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung“ bezeichnen.

    Brau­chen wir hier irgend­ei­ne Art Sys­tem der Umver­tei­lung? Wie der öffent­lich-recht­li­che Rund­funk, aber pri­vat­wirt­schaft­lich? Kön­nen wir die Platt­for­men ver­pflich­ten, in ein sol­ches Sys­tem ein­zu­zah­len – ent­we­der in Form von Geld oder in Form von Reichweite?

    Wie funktioniert die Distribution?

    Auf wel­chem Weg fin­den die Men­schen ihren Jour­na­lis­mus, wenn nicht mehr über die ehe­ma­li­gen Inter­me­diä­re? Wel­che Art der Dis­tri­bu­ti­on soll dann funk­tio­nie­ren? Wir haben im Inter­net nicht all­zu vie­le Tech­no­lo­gien, die dabei hel­fen. Es ist http – als Pro­to­koll für das Web. Die Leu­te könn­ten direkt die URLs abtip­pen. Aber wer macht das? Dann gibt es Links. Aber wenn die Such­ma­schi­nen als ehe­mals zen­tra­le Ver­tei­ler nicht mehr ver­lin­ken wol­len und die Social-Media-Platt­for­men auch nicht mehr – was bleibt dann? Die Leu­te kön­nen per News­let­ter oder RSS abon­nie­ren – ePa­per wür­de ich unter News­let­ter fas­sen. Und man könn­te Reich­wei­te per Acti­vi­ty­Pub auf­bau­en. Das ist der­zeit auch noch ein har­tes Brot.

    War­um kön­nen wir die ehe­ma­li­gen Inter­me­diä­re nicht zu Medi­en­platt­for­men erklä­ren und sie dazu zwin­gen, bestimm­ten Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten auch eine Sicht­bar­keit in ihrem For-You-Feed zu geben?

    Was auch immer wir tun: Wir müs­sen eini­ger­ma­ßen schnell han­deln, damit wir erhal­ten kön­nen, was an demo­kra­ti­scher Öffent­lich­keit noch vor­han­den ist. Wir brau­chen die­se „Säu­le der frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grundordnung“!

    Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Mono­po­le zer­schla­gen wer­den müssen.

    #AfD #DanielKahneman #DirkSchrödter #Facebook #Google #Instagram #IRC #LinkedIn #Medien #MedienanstaltHamburgSchleswigHolstein #Meta #Microsoft #Smartphone #SocialMedia #Streaming #TheVerge #TikTok #Twitter #USA #Wirtschaft #X #YouTube #Zeitungen

    Link: kaffeeringe.de/2024/09/04/medi

  27. Der Stellenwert Sozialer Netzwerke

    Sind Sozia­le Netz­wer­ke „Säu­len unse­rer frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung“ wie Zei­tun­gen, Radio und Fern­se­hen? Eini­ge Gedanken.

    https://kaffeeringe.de/2024/07/26/der-stellenwert-sozialer-netzwerke/

    #AfD #Breitband #DeutschlandfunkKultur #DirkSchrödter #ElonMusk #Facebook #Instagram #LinkedIn #MedienanstaltHamburgSchleswigHolstein #Medienrat #SocialMedia #Steam #Threads #TikTok #Twitter #X