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  1. Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat

    Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.

    Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen

    Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken. 

    Wer ist Alan Kay?

    Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.

    Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]

    Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war

    1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.

    Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]

    Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft

    Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:

    • Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
    • Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.

    Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.

    Der Turing Award

    2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“

    Werke von und über Alan Kay

    Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:

    Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DL

    Schriften von Alan Kay

    • Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
    • Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
    • Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3

    Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)

    • Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
    • Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
    • Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)

    „Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen

    Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.

    In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.

    Weitere Quellen & Nachweise

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook

    [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC

    [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)

    #ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker
  2. Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat

    Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.

    Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen

    Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken. 

    Wer ist Alan Kay?

    Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.

    Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]

    Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war

    1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.

    Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]

    Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft

    Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:

    • Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
    • Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.

    Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.

    Der Turing Award

    2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“

    Werke von und über Alan Kay

    Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:

    Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DL

    Schriften von Alan Kay

    • Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
    • Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
    • Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3

    Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)

    • Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
    • Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
    • Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)

    „Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen

    Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.

    In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.

    Weitere Quellen & Nachweise

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook

    [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC

    [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)

    #PersonalComputer #Dynabook #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker #ComputerScientist
  3. Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat

    Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.

    Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen

    Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken. 

    Wer ist Alan Kay?

    Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.

    Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]

    Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war

    1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.

    Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]

    Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft

    Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:

    • Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
    • Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.

    Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.

    Der Turing Award

    2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“

    Werke von und über Alan Kay

    Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:

    Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DL

    Schriften von Alan Kay

    • Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
    • Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
    • Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3

    Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)

    • Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
    • Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
    • Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)

    „Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen

    Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.

    In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.

    Weitere Quellen & Nachweise

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook

    [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC

    [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)

    #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker #ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook
  4. Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat

    Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.

    Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen

    Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken. 

    Wer ist Alan Kay?

    Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.

    Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]

    Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war

    1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.

    Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]

    Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft

    Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:

    • Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
    • Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.

    Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.

    Der Turing Award

    2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“

    Werke von und über Alan Kay

    Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:

    Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DL

    Schriften von Alan Kay

    • Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
    • Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
    • Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3

    Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)

    • Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
    • Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
    • Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)

    „Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen

    Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.

    In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.

    Weitere Quellen & Nachweise

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook

    [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC

    [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)

    #ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker
  5. Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat

    Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.

    Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen

    Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken. 

    Wer ist Alan Kay?

    Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.

    Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]

    Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war

    1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.

    Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]

    Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft

    Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:

    • Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
    • Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.

    Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.

    Der Turing Award

    2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“

    Werke von und über Alan Kay

    Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:

    Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DL

    Schriften von Alan Kay

    • Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
    • Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
    • Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
    • Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3

    Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)

    • Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
    • Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
    • Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)

    „Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen

    Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.

    In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.

    Weitere Quellen & Nachweise

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook

    [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC

    [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)

    #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker #ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook
  6. Der öffentlich-rechtliche #Rundfunk ist Deutschlands beliebtestes Crowdfunding-Projekt, worauf sich wirklich ALLE einigen können. Für 18,36€ im Monat bekommt man neben #Nachrichten, #Kultur und beißender #Satire auch mehr Staffeln „Sturm der Liebe“ als Deutschland Einwohner hat, täglich acht Folgen „Bares für Rares“ und den Lieblings-Radiosender von deinem Onkel, bei dem alle paar Minuten Michael Jackson läuft.

    Aber: Es gibt tatsächlich Menschen, die den #öffentlichrechtlichen Rundfunk kritisch sehen.

    Und das auch nicht erst seit neuestem, sondern seitdem es ihn gibt. Konrad Adenauer zum Beispiel fand den #ÖRR so – Zitat – „whack AF“, dass er einen eigenen Sender gründen wollte: das Adenauer-Fernsehen. Damit war er DER Vordenker für #konservative Politiker*innen, die sich auch heute noch in das Rundfunksystem einmischen wollen.

    zdf.de/play/shows/zdf-magazin-

    @ZDF
    @zdfmagazin

    💯💋🤟🏻👍🏻

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    Aber: Es gibt tatsächlich Menschen, die den #öffentlichrechtlichen Rundfunk kritisch sehen.

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  10. #Europäische #Integration

    #RenéPleven und die #gescheiterte europäische #Armee

    1950 will Frankreichs #Regierungschef René #Pleven eine europäische Armee schaffen. Auch #deutsche #Soldaten sollen für sie kämpfen. Der Plan scheitert. Doch die Idee einer gemeinsamen europäischen #Verteidigung ist heute wieder aktuell.
    deutschlandfunk.de/15-04-1901-

    #Kalenderblatt

  11. @xriss Guck mal bitte in den Blog-Post. Da ist das Geschichtslehrbuch der 9. Klasse drin und auch das Literaturlehrbuch. Vielleicht warst Du ja in beiden Fächern immer Kreide holen, aber die Frühlingssonate solltest Du auch gehabt haben. Da ging es um die Verbrechen der Wehrmacht in Babyn Jar.

    de.wikipedia.org/wiki/Massaker

    Das waren 33.000 Juden in 36 Stunden.

    Im Westen war die #Wehrmachtsausstellung noch nach der Wende ein Riesenskandal. Was? Opa? Der war immer so lieb. Unmöglich!

    Und die ganzen Straßennamen? Die Herbert-Baum-Oberschule in Berlin?

    Klar haben sich die Kommunisten gefeiert. Wer will es ihnen verdenken? Sie haben die Nazis bekämpft und viele sind dafür gestorben. Die Foltermethoden, die #WilliBredel selbst erlebt hat, kannste in #DiePrüfung nachlesen. Aber es ist eben einfach nicht war, dass Juden und der Holocaust in der DDR nicht vorkamen. Oder guck Dir die Briefmarken an. Die Auflagenhöhe steht daneben:

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

    Irgendwer muss die gesehen haben, oder?

    In den Anfangsjahren der DDR

  12. @tagesschau

    Warum einen Flunsch?
    Nach Aussage von M. Söder hat die Arbeit der Bundesregierung (also incl. spd) zwar keine 1-, immerhin aber eine 2+ verdient - vielleicht war an dem Tag aber auch die Luft besonders dünn auf der Zugspitze.
    Und wenn sich diese beiden Vordenker den angeblichen Problemen der Richterwahl mit besonderer Ruhe annehmen wollen, so hat das unwissende Volk dies zu akzeptieren - Basta!

    Außerdem hat die spd die Kandidatin vorgeschlagen, das wäre der #afcdsu nie passiert!

  13. @tagesschau

    Warum einen Flunsch?
    Nach Aussage von M. Söder hat die Arbeit der Bundesregierung (also incl. spd) zwar keine 1-, immerhin aber eine 2+ verdient - vielleicht war an dem Tag aber auch die Luft besonders dünn auf der Zugspitze.
    Und wenn sich diese beiden Vordenker den angeblichen Problemen der Richterwahl mit besonderer Ruhe annehmen wollen, so hat das unwissende Volk dies zu akzeptieren - Basta!

    Außerdem hat die spd die Kandidatin vorgeschlagen, das wäre der #afcdsu nie passiert!

  14. @tagesschau

    Warum einen Flunsch?
    Nach Aussage von M. Söder hat die Arbeit der Bundesregierung (also incl. spd) zwar keine 1-, immerhin aber eine 2+ verdient - vielleicht war an dem Tag aber auch die Luft besonders dünn auf der Zugspitze.
    Und wenn sich diese beiden Vordenker den angeblichen Problemen der Richterwahl mit besonderer Ruhe annehmen wollen, so hat das unwissende Volk dies zu akzeptieren - Basta!

    Außerdem hat die spd die Kandidatin vorgeschlagen, das wäre der #afcdsu nie passiert!

  15. @tagesschau

    Warum einen Flunsch?
    Nach Aussage von M. Söder hat die Arbeit der Bundesregierung (also incl. spd) zwar keine 1-, immerhin aber eine 2+ verdient - vielleicht war an dem Tag aber auch die Luft besonders dünn auf der Zugspitze.
    Und wenn sich diese beiden Vordenker den angeblichen Problemen der Richterwahl mit besonderer Ruhe annehmen wollen, so hat das unwissende Volk dies zu akzeptieren - Basta!

    Außerdem hat die spd die Kandidatin vorgeschlagen, das wäre der #afcdsu nie passiert!

  16. Die Nacht auf den 20. Juli – den Tag, an dem Frantz Fanon 100 Jahre alt geworden wäre – widmet #DeutschlandfunkKultur dem Mann, der viele Rollen verkörperte: antikolonialer Freiheitskämpfer und politischer Aktivist, Psychiater und Rassismuskritiker, Vordenker der Dekolonisierung, existenzialistischer Philosoph. Ihn prägte ein Imperium: die Kolonialherrschaft Frankreichs. Aus dem Blickwinkel derer, die, wie er selbst, Opfer von #Rassismus wurden, formulierte er seine Theorie … /1

  17. 216 Der Heilige König

    Donald Trump ist der Messias, Vizepräsident JD Vance der Heilige König, Verteidungsminister Pete Hegseth berät sich im innigen Gespräch mit Jesus? Der Christliche Nationalismus in den USA treibt immer absurdere Blüten. Aber was, wenn diese christlichen Extremisten nicht nur die Kontrolle über Polizei und Nationalgarde haben, sondern auch noch die breite Unterstützung von ultrareichen Menschen wie Peter Thiel und Elon Musk – und somit mit den üblichen Mechanismen einer liberalen Demokratie kaum noch einzuhegen sind?

    Martina führt uns durch die Welt des Christlichen Nationalismus. Sie zeigt, wie die Christen in den USA ein dichtes Netz aus Beziehungen und Abhängigkeiten geknüpft haben, um im Namen ihrer bösartigen Ideologie die liberale Demokratie abzuschaffen und durch eine christliche Theokratie zu ersetzen. Es geht um den Antichristen, Armageddon, den Katechon, den Weltkaiser der Endzeit, den Nazi-Vordenker Carl Schmitt, die Gotteskrieger im Iran, Abtreibung, LBGTQ-Leute — und immer wieder um Atombomben. Till und Oliver sind entsetzt: Bislang hatten sie die Leute um Donald Trump für im Wesentlichen inkompetente Idioten gehalten — nun zeigt sich, dass sie extrem zielorientiert und skrupellos ihre christliche Ideologie verfolgen.

    https://soundcloud.com/user-869937591/216-der-heilige-konig?utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

    Fragen oder Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen bitte unter diesem Artikel in den Kommentaren hinterlassen oder an [email protected]. Falls ihr mögt, bewertet uns bei Apple Podcasts oder bei Spotify.

    #Armageddon #CarlSchmitt #ChristlicherNationalismus #DonaldTrump #JDVance #PeterThiel #USA

  18. Ich befürchte, dass langfristig #Israel nur als 51. US Bundesstaat überleben kann. Das #Terrorregime #Netanjahu hat mit seinen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit - man denke nur an #Gaza - für viele Generationen eine enorme Zahl an Todfeindschaften provoziert. Nachdem Israel selbst nach dem Gesetz "Auge um Auge, Zahn um Zahn" (ius talionis) atavistisch agiert, ist es seinen Opfern nicht zu verdenken, wenn sie dasselbe Rechtsprinzip für sich in Anspruch nehmen.

  19. Klimakatastrophe - ja, aber man kann ja im Blick auf den "Krieg gegen fossile Brennstoffe"... lest selbst: >>Das nächste Event in Berlin ist bereits geplant: Am 4. und 5. September sollen, so heißt es in der Online-Ankündigung, „Experten und Vordenker aus aller Welt“ zu einem Treffen und Ideen-Austausch zusammenkommen. Diese „Berlin Campaign Conference“ sorgte im vergangenen September bundesweit mit seiner illustren Gästeliste für Schlagzeilen. Dort trafen 2024 MAGA-Unterstützer auf deutsche Lobbyisten und Wirtschaftsvertreter, auch Grover Norquist, Präsident von Americans For Tax Reform, war dort. Ebenso wie Friedrich Merz’ Kampagnen-Managerin Christine Carboni.
    Mit dabei war im vergangenen Jahr auch die Heritage Foundation, die mit ihrem radikalen Staatsabbau-Programm „Project 2025“ praktisch ein Drehbuch für die ersten 180 Tage von Trumps zweite Amtszeit bereitstellte – mit Entlassungen von Beamten, drastischen Steuersenkungen und einem Ende des „unerklärten Kriegs gegen fossile Brennstoffe“. Seit Jahrzehnten leugnet die Heritage Foundation den Klimawandel – auf ihrer Website lobbyiert die Organisation vehement gegen die Klimapolitik von „Big Government“.
    Gerade jetzt, da Europa darum ringt, sich wirtschaftlich und militärisch von den USA unabhängiger zu machen, gewinnen diese Netzwerke an Bedeutung: <<
    https://correctiv.org/aktuelles/trump-und-europa/2025/03/12/geld-macht-kampagnen-der-lange-arm-von-team-trump-2/
    #klimakatastrophe #CO2 #lobbyismus #correctiv #MAGA #fossileindustrie
    @[email protected]

  20. Universität Stuttgart @Uni_Stuttgart@bawü.social ·

    🎉 Schirme auf für Frei Otto! 🌂✨
    Zum 100. Geburtstag des visionären Architekten und Forschers Frei Otto lädt die #UniStuttgart zum Symposium "Frei Otto 100 – The Spirit of Lightweight Construction" ein.

    Ein besonderes Highlight - nicht nur für Architekturliebhaber*innen: Das #Happening "Schirme aufspannen". Lasst euch im StadtPalais von Ottos legendären Schirmkonstruktionen verzaubern begleitet von epischen Pink Floyd-Klängen live interpretiert.

    📅 5. Juni 2025
    📍 StadtPalais Stuttgart

    Mehr Infos👉 sohub.io/77hu

    Frei Otto gehört zu den bedeutendsten Architekturen des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Pionier und Vordenker des Leichtbaus. Er lehre und forschte 25 Jahre als Professir an der #UniStuttgart und gründete ein Institut - das heutige ILEK.

    #Architektur #Kunst #Leichtbau #FreiOtto100

  21. Susanne Dagen plant Büchermesse in Halle – Dresdner Neueste Nachrichten bewerben extrem rechtes Vernetzungsevent

    Im November dieses Jahres organisiert die extrem rechte Buchhändlerin, Verlegerin und AfD-Stadträtin Susanne Dagen ihre eigene Buchmesse in Halle. Seit 30 Jahren betreibt Susanne Dagen das BuchHaus Loschwitz in Dresden und organisiert Veranstaltungen im anliegenden KulturHaus. Spätestens mit dem Aufkommen der PEGIDA-Demonstrationen positionierte sich Dagen in der extrem rechten Ecke. Seit Mai 2018 bespielt sie gemeinsam mit Ellen Kositza, eine der maßgeblichen Figuren der sogenannten Neuen Rechten, die Youtube-Reihe „Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen“. Ein aufgesetzt intellektuelles Format, bei welchem auch schon die selbsternannten Vordenker der faschistischen Neuen Rechten Martin Sellner und Götz Kubitschek zu Gast waren. Dass diese Buchmesse am 9. November stattfinden soll, dem Gedenktag an die Novemberpogrome 1938, ist sicher kein Zufall.

    Doch anstatt die Ideologie und das Vorhaben Dagens und ihrer Kompliz*innen für die Leser*innen der Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) kritisch einzuordnen und die Strategien der extremen Rechten an diesem aufzuzeigen, entscheidet sich der DNN-Autor Tomas Gärtner dafür, Susanne Dagens neuerliches Projekt der Normalisierung extrem rechten Gedankengutes nonchalant zu bewerben. So zitiert er fröhlich und unkommentiert aus Dagens Selbstinterview. Dagen moniert darin, dass die großen Messen „immer homogener“ und „politisch immer enger“ würden. Auch spricht sie konsequent von „konservativen“ Verlagen und Verlagshäusern, wenn sie doch Protagonist*innen der extremen Rechten meint, welche mit völkisch-rassistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Publikationen ihr Geld verdienen. Sie spielt damit fasst blind auf der Klaviatur der Neuen Rechten. Diese Diskursstrategien dienen schlussendlich einzig der Normalisierung rechter, menschenverachtender Ideen und Taten.

    Ellen Kositza, Martin Sellner und Susanne Dagen. Quelle: Youtube

    Fun fact: Die von Dagen geäußerten „Ausschreitungen gegenüber vorab markierter (sic!) konservativer Verlagshäuser auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2017“ waren verbale Reibereien, allein aufgrund rechter Provokationen. Unerwähnt bleibt natürlich auch, dass der Chef des linken Trikont-Musikverlages am Tag davor am Stand der Jungen Freiheit angegriffen und verletzt wurde. Doch auch das stellt der DNN-Autor nicht richtig.

    Wenn Dagen eine Homogenität der großen Buchmessen beklagt, wenn extrem rechte Aussteller*innen Kritik erfahren, sie sich darüber beschweren, dass diese schlechter behandelt würden und ihr eigenes Vorhaben „als ‚rechts‘ geframet“ wird, suhlt sie sich lediglich in der über Jahre hinweg einstudierten Opferrolle rechter Akteur*innen und beeinflusst den Diskurs so zu ihren Gunsten. Man selbst sucht (selbst-)bewusst die Öffentlichkeit, provoziert mit Tabubrüchen, Auslassungen und/oder Falschbehauptungen Kritik und Protest und stellt sich dann selbst als unterdrückte, zensierte und schützenswerte Minderheit dar oder gar als letzte demokratische Bastion gegen eine fortschreitende herbeihalluzinierte Meinungsdiktatur. Je nachdem, was gerade besser in den Kram passt.

    Wenn Dagen sich dann noch darüber beschwert, dass die großen Buchmessen „politisch immer enger“ würden, dann sind wir wieder bei der Klaviatur der Neuen Rechten. Man selbst nimmt für sich die Meinungs- und Redefreiheit immerwährend in Anspruch, ja dehnt die Grenzen dieser über das Maß aus. So zum Beispiel, wenn auf der Seite des KulturHaus Loschwitz die Kritik an Dagen und ihrer extrem rechten Buchmesse mit den Bücherverbrennungen 1933 gleichgesetzt und auf der Seite hervorgehoben wird1. Wenn man dann dafür aber Kritik erntet und Konsequenzen zu spüren bekommt, denn Meinungs- und Redefreiheit gelten auch für deine Kritiker*innen und haben letztendlich Grenzen, kann man sich genüsslich wieder in die Opferrolle begeben und sich als Verteidiger*in der Meinungs- und Redefreiheit aufspielen. Und Tomas Gärtner gibt dies eins zu eins wieder, trägt so, bewusst oder unbewusst, zur Normalisierung menschenverachtender Einstellungen bei. Wieder ein Punkt für die extreme Rechte.

    Doch wem bereitet Susanne Dagen da eigentlich eine Bühne in Halle? Vorab: Ja, Tomas Gärtner gibt die Medienpartner und Aussteller*innen recht nüchtern wieder. In Zeiten diskursiver Raumgewinne der extremen Rechten und damit einer fortschreitenden Faschisierung der Gesellschaft, ist es unseres Erachtens aber mehr als notwendig Susanne Dagen und ihre Kompliz*innen, die Unterstützer*innen, die Medienpartner und Aussteller*innen kritisch zu betrachten, einzuordnen und als das zu benennen was sie sind: extrem Rechte und Faschist*innen!

    Kommen wir nun zu den Aussteller*innen des „alternatives Spektrum[s]“, denen Dagen eine Bühne bieten will und darf, obwohl doch überall Zensur und linke Cancel Culture herrschen:

    Tumult – Magazin für Konsensstörung

    Der Herausgeber Frank Böckelmann, ein ehemaliger Linksintellektueller, gehört zum Dunstkreis Götz Kubitscheks. Seine Selbstinszenierung als seriöser kritischer Geist darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Böckelmann, nach eigener Aussage „neo-reaktionär“2, ein wichtiger Akteur der Neuen Rechten ist und dem Wunsch nach einem Ende des „Schuldkultes“ Raum bietet. So war er nicht nur Gast bei den Kubitscheks, er hat auch das Vorwort für Björn Höckes Buch Nie zweimal in den selbsen Fluß verfasst. In seinem Tumult-Magazin veröffentlichten unter anderem schon Michael Beleites, Mario Müller (Gewaltaffiner Neonazi, Teilnehmer des Potsdamer Treffens 2023 und wissenschaftlicher Mitarbeiter eines AfD-MdB.) und Siegfried Gerlich, dem der Historiker Peter Longerich Elemente des „klassischen »gebildeten« Antisemitismus“ attestiert3.

    Thilo Sarrazin

    Der ehemalige SPD’ler und Berliner Finanzsenator, ist ein Sozialdarwinist und Rassist, welcher Mitte der 2000‘er Jahre die Bühne für all das bereitete, was aus der extrem rechten Ecke bis heute folgen sollte. Der anfängliche Sozialchauvinismus – warme Pullover gegen Heizkosten und 5€ pro Tag für Essen und Trinken für Hartz-IV-Empfängerinnen – wich schnell Rassismus und Antisemitismus. Nachdem alle Menschen muslimischen Glaubens, oder die die dafür gehalten wurden, herabgewürdigt wurden, kam das obligatorische „Judengen“: „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden…“, offenbarte er der Welt am Sonntag  und der Berliner Morgenpost im Jahr 2010. Wer sich weiter für Thilo Sarrazin und seiner Rolle für die Normalisierung extrem rechter Ideologeme interessiert, der*dem legen wir die Bücher Deutschlands „Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin“ und „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes.“ von Volker Weiß wärmstens ans Herz.

    Jungeuropa Verlag

    Der Jungeuropa Verlag, mit Sitz in Dresden, ist ein Projekt des laut eigener Aussage „Rechtsradikalen“ Philip Stein, welcher auch Leiter des neonazistischen Vereins Ein Prozent ist. Das Geschäftsmodell des Verlages beruht darauf, Übersetzungen extrem rechter und faschistischer Autoren zu verlegen und, wie Stein selbst sagt, „Unsagbares wieder sagbar“ zu machen. Stein und sein Verlag sind somit ein wichtiger Bestandteil der Neuen Rechten, welcher völkisch-rassistische und antisemitische Ideen unter die Leute bringt. Auch im BuchHaus Loschwitz durfte man Susanne Dagens Gastfreundschaft für Menschenfeinde schon genießen.

    Hydra Comics

    Gegründet und betrieben vom ehemaligen Kameradschaftsnazi und NPD’ler Michael Schäfer, versucht der Hydra Verlag, mittels popkulturellem Angebot weiter in den vorpolitischen Raum einzudringen. Mittels Comics und Graphic Novels werden rechte Verschwörungsmythen, Rassismus, antisemitische Narrative und Antifeminismus verbreitet. Ein regelmäßiger Zeichner ist Wolf PMS, welcher auch verantwortlich für Motive des neonazistischen Kampfsportevents Kampf der Nibelungen ist. Michael Schäfer ist auch Teil des Netzwerkes von Ein Prozent und somit Bestandteil der braunen Brühe in Dresden, in der sich auch Susanne Dagen wie ein Fisch im Wasser bewegt. Man kennt sich halt.

    Dies sind nur ein paar wenige, aber eindeutige Beispiele dafür, wohin die Reise in Halle gehen wird. Dies nicht als das zu benennen, was es ist, ein Vernetzungsevent der deutschsprachigen extremen Rechten, bedarf schon einer gewissen kognitiven Akrobatik. Tomas Gärtner geht für die DNN aber noch weiter, indem er behauptet: Das „Links-Rechts-Schema taugt schlecht zur Beschreibung der Aussteller.“ Als Zeugen dafür führt Gärtner den Ahriman Verlag und Dieter Dehm ins Feld, und man möchte ihn direkt schütteln und mit Nachdruck nahelegen, dass eine bei Wikipedia zu findende Selbstbezeichnung nicht ausreicht, um die politische Agenda eines Verlages einzuordnen. Ebenso wenig wie ein Parteibuch, das einer mal sein Eigen nannte.

    Der Ahriman Verlag, Relikt des westdeutschen K-Gruppen-Kosmos, hat sich schon Ende der 1980‘er Jahre der Neuen Rechten angedient. Zu einer Zeit, in der das noch nicht opportun war, sondern aus eigenem Antrieb heraus geschah. An AIDS erkrankte Menschen wollte man zwangstätowieren und die Weltbevölkerung aktiv reduzieren. Man sympathisierte früh mit den Republikanern, inserierte in der Jungen Freiheit und gastierte später auf der extrem rechten Messe Zwischentag. Fritz Erik Hoevels, Sektenführer des Bund gegen Anpassung, zu dem der Ahriman Verlag gehört, bezeichnete 2018 Antifaschist*innen als „die echten Faschisten unserer Zeit“, lobte die extrem Rechte für ihre Diskursbereitschaft und feierte Donald Trump und seine Wiederwahl. Ernsthaft, Herr Gärtner?

    Zur politischen Verortung Dieter Dehms haben wir vor kurzem schon etwas geschrieben, worauf wir hier einfach mal verweisen werden: https://naziwatchdd.noblogs.org/post/2025/04/26/von-brandmauern-und-friedensbewegten-ohne-moralischen-kompass/

    Halten wir fest, Tomas Gärtner lässt Susanne Dagen sich unkommentiert den diskursiven Raum nehmen und die von ihr propagierte Normalisierung extrem rechten Denkens vorantreiben. Mit seiner völligen Unkenntnis oder bewusstem Dummstellen bezüglich politischer Spektren und Strategien trägt Gärtner direkt selbst zur Normalisierung menschenverachtender Einstellungen bei. Menschen, die gar nicht bewusst nach extrem rechten Inhalten suchen, bekommen sie hier direkt an die Hand gegeben. Kurz: Die DNN bewirbt prominent ein Event der extremen Rechten, welches der Vernetzung untereinander und der Normalisierung in der Mehrheitsgesellschaft dienen soll und wird.

    1. „Cancel-Culture ist nicht neu. Die Bücherverbrennungen 1933 waren eine ihrer entsetzlichen Höhepunkte. Wer sich aber für angstfreien Austausch geschriebener Gedanken einsetzt – wie die Büchermesse in Halle (Saale) –  bedarf der Ermutigung. Ob „rechts, Mitte oder links“! https://kulturhaus-loschwitz.de/seitenwechsel-die-buechermesse-in-halle/ ↩︎
    2. Krautzone, Nr 23 (2021) ↩︎
    3. Peter Longerich, Antisemitismus: Eine deutsche Geschichte, Siedler 2021, S. 394f. ↩︎

    #BuchhausLoschwitz #EllenKositza #GötzKubitschek #SusanneDagen

  22. Reichtum basiert auf Armut, klärte sie auf, tingelte durch Londons Arbeitsviertel, hielt Reden, trotzte Repressionen, Razzien & der Konfiszierung ihrer Papiere. In der unter großen Schwierigkeiten veröffentlichten Broschüre "Die Arbeiterunion" formulierte #FloraTristan 1843 den revolutionären Gedanken, dass sich die Arbeitenden als eine eigene Klasse begreifen müssten. Von der Arbeitsklasse verehrt, blieb #KarlMarx und #FriedrichEngels Vordenkerin geschichtlich unerwähnt.
    blinkist.com/de/books/die-uner

  23. Spannende Recherche von @a_watch zur Genese des "Wirtschaftswende"-Papiers der #FDP. Dieses stand von Beginn an unter der Prämisse, die #Klimaziele aufzuweichen, um vermeintlich "kumuliert bis 2050" Geld einzusparen. #Klimaschäden und #Klimakosten wurden ausgeblendet.

    Einer der Vordenker des Papiers: der ehemalige #Lindner-Berater #LarsFeld, Gutachter für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft #INSM und Mitglied der #MontPelerinSociety.

    abgeordnetenwatch.de/recherche

    #Klimaschmutzlobby #DelayIsTheNewDenial #Klimaschutz #Klimafolgekosten

  24. Spannende Recherche von @a_watch zur Genese des "Wirtschaftswende"-Papiers der #FDP. Dieses stand von Beginn an unter der Prämisse, die #Klimaziele aufzuweichen, um vermeintlich "kumuliert bis 2050" Geld einzusparen. #Klimaschäden und #Klimakosten wurden ausgeblendet.

    Einer der Vordenker des Papiers: der ehemalige #Lindner-Berater #LarsFeld, Gutachter für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft #INSM und Mitglied der #MontPelerinSociety.

    abgeordnetenwatch.de/recherche

    #Klimaschmutzlobby #DelayIsTheNewDenial #Klimaschutz #Klimafolgekosten

  25. Spannende Recherche von @a_watch zur Genese des "Wirtschaftswende"-Papiers der #FDP. Dieses stand von Beginn an unter der Prämisse, die #Klimaziele aufzuweichen, um vermeintlich "kumuliert bis 2050" Geld einzusparen. #Klimaschäden und #Klimakosten wurden ausgeblendet.

    Einer der Vordenker des Papiers: der ehemalige #Lindner-Berater #LarsFeld, Gutachter für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft #INSM und Mitglied der #MontPelerinSociety.

    abgeordnetenwatch.de/recherche

    #Klimaschmutzlobby #DelayIsTheNewDenial #Klimaschutz #Klimafolgekosten

  26. Spannende Recherche von @a_watch zur Genese des "Wirtschaftswende"-Papiers der #FDP. Dieses stand von Beginn an unter der Prämisse, die #Klimaziele aufzuweichen, um vermeintlich "kumuliert bis 2050" Geld einzusparen. #Klimaschäden und #Klimakosten wurden ausgeblendet.

    Einer der Vordenker des Papiers: der ehemalige #Lindner-Berater #LarsFeld, Gutachter für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft #INSM und Mitglied der #MontPelerinSociety.

    abgeordnetenwatch.de/recherche

    #Klimaschmutzlobby #DelayIsTheNewDenial #Klimaschutz #Klimafolgekosten

  27. Spannende Recherche von @a_watch zur Genese des "Wirtschaftswende"-Papiers der #FDP. Dieses stand von Beginn an unter der Prämisse, die #Klimaziele aufzuweichen, um vermeintlich "kumuliert bis 2050" Geld einzusparen. #Klimaschäden und #Klimakosten wurden ausgeblendet.

    Einer der Vordenker des Papiers: der ehemalige #Lindner-Berater #LarsFeld, Gutachter für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft #INSM und Mitglied der #MontPelerinSociety.

    abgeordnetenwatch.de/recherche

    #Klimaschmutzlobby #DelayIsTheNewDenial #Klimaschutz #Klimafolgekosten

  28. Ja, @plinubius - schon in seinem Hauptwerk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ schrieb der Humanist #Popper bewusst auch vom „Tragen des Kreuzes“ bei der Annahme von #Wahrheit. Er tat dies als NS-Verfolgter in #Neuseeland. Dass #Rödder auch dies ausblendet und dennoch vom #SPIEGEL als „CDU-Vordenker“ promotet wird, besorgt mich sehr. scilogs.spektrum.de/natur-des-

  29. #April1 funktioniert irgendwie ja auch nicht mehr. Wenn eine Zeitung oder Nachrichtenseite heute etwas schreiben würde wie " #Trump erklärt seinen Geburtstag zum höchsten Feiertag der ganzen Welt - Droht Ländern die sich weigern mitzuziehen mit Zöllen" oder " #Taliban empört über Urteil gegen #lepen - Bekunden ihre Solidarität" oder " #Putin verkündet: Sonne und Mond gehören rechtmässig zu #Russland " würde ich mir "Ja, sowas kommt halt vor" denken.

    #April #aprilfools #ErsterApril #Aprilapril

  30. @andreaskemper

    Auch hier Danke. #Machiavelli ist mir leider bisher durch die "Lappen" gegangen. Mir war nicht bewusst, dass der heutige #Faschismus sich noch auf #posttraumatisch e Schriften des 16.Jh. beruft.
    Die #Trauma Folge wird ignoriert.
    Könnte man es als #Stockholm Syndrom gegenüber dem Tyrannen sehen, der Männer auffordert zum Tyrannen zu werden
    Leider war das ein Samen der gewachsen ist, und sie trägt heute noch Früchte, und versamt sich.

    Eindeutig der Schlussatz:

    Musk hat mit X ein Forum erschaffen, in dem rechte Vordenker wie Martin Sellner unzensiert Journalisten drohen können, wie hier am 27. Mai 2024: „Aber wehe, den Zensoren sollten Sie einmal die Früchte des Zorns ernten, diese sie selbst gesät haben. […] Sie haben keine Ahnung, was für eine Welle an Frust und Zorn sich in den Katakomben aufgestaut hat, in die sie uns gezwungen haben.“ Wo das Streben nach Macht nicht aufhört, wo es nie genug, aber immer einen Sündenbock geben kann, wird Gewalt nicht lange auf sich warten lassen.

    #Machiavelli #virtu #Trump #Trumpcoin