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Happy birthday, Alan Kay! Kay received the 2003 #ACMTuringAward for pioneering many of the ideas at the root of contemporary object-oriented programming languages, leading the team that developed Smalltalk, and for fundamental contributions to personal computing. https://amturing.acm.org/award_winners/kay_3972189.cfm
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Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat
Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.
Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen
Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken.
Wer ist Alan Kay?
Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.
Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]
Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war
1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.
Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]
Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft
Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:
- Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
- Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.
Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.
Der Turing Award
2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“
Werke von und über Alan Kay
Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:
Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DLSchriften von Alan Kay
- Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
- Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
- Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
- Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
- Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3
Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)
- Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
- Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
- Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)
„Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen
Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.
In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.
Weitere Quellen & Nachweise
- Wikipedia DE: Alan Kay (Biografie, Werke, Auszeichnungen) – https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
- Heise Online: Porträt zum 80. Geburtstag (Mai 2020) – https://www.heise.de/news/Der-Mann-der-Visionen-hatte-Zum-80-Geburtstag-von-Alan-Kay-4722700.html
- HNF Blog: „Alan Kay – der Visionär“ – https://blog.hnf.de/alan-kay-der-visionaer/
- ACM Turing Award 2003: offizielle Begründung – https://amturing.acm.org/award_winners/kay_3972189.cfm
- Computer History Museum: Alan Kay – https://computerhistory.org/profile/alan-kay/
- Friedewald, M. (2003) Ein Computer für Kinder jeden Alters: Alan Kay und die Ursprünge grafischer Benutzungsoberflächen. i-com, Vol. 2 (Issue 2), pp. 38-42.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)
#ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker -
Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat
Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.
Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen
Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken.
Wer ist Alan Kay?
Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.
Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]
Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war
1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.
Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]
Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft
Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:
- Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
- Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.
Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.
Der Turing Award
2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“
Werke von und über Alan Kay
Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:
Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DLSchriften von Alan Kay
- Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
- Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
- Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
- Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
- Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3
Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)
- Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
- Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
- Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)
„Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen
Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.
In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.
Weitere Quellen & Nachweise
- Wikipedia DE: Alan Kay (Biografie, Werke, Auszeichnungen) – https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
- Heise Online: Porträt zum 80. Geburtstag (Mai 2020) – https://www.heise.de/news/Der-Mann-der-Visionen-hatte-Zum-80-Geburtstag-von-Alan-Kay-4722700.html
- HNF Blog: „Alan Kay – der Visionär“ – https://blog.hnf.de/alan-kay-der-visionaer/
- ACM Turing Award 2003: offizielle Begründung – https://amturing.acm.org/award_winners/kay_3972189.cfm
- Computer History Museum: Alan Kay – https://computerhistory.org/profile/alan-kay/
- Friedewald, M. (2003) Ein Computer für Kinder jeden Alters: Alan Kay und die Ursprünge grafischer Benutzungsoberflächen. i-com, Vol. 2 (Issue 2), pp. 38-42.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)
#PersonalComputer #Dynabook #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker #ComputerScientist -
Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat
Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.
Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen
Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken.
Wer ist Alan Kay?
Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.
Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]
Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war
1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.
Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]
Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft
Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:
- Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
- Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.
Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.
Der Turing Award
2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“
Werke von und über Alan Kay
Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:
Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DLSchriften von Alan Kay
- Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
- Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
- Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
- Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
- Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3
Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)
- Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
- Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
- Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)
„Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen
Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.
In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.
Weitere Quellen & Nachweise
- Wikipedia DE: Alan Kay (Biografie, Werke, Auszeichnungen) – https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
- Heise Online: Porträt zum 80. Geburtstag (Mai 2020) – https://www.heise.de/news/Der-Mann-der-Visionen-hatte-Zum-80-Geburtstag-von-Alan-Kay-4722700.html
- HNF Blog: „Alan Kay – der Visionär“ – https://blog.hnf.de/alan-kay-der-visionaer/
- ACM Turing Award 2003: offizielle Begründung – https://amturing.acm.org/award_winners/kay_3972189.cfm
- Computer History Museum: Alan Kay – https://computerhistory.org/profile/alan-kay/
- Friedewald, M. (2003) Ein Computer für Kinder jeden Alters: Alan Kay und die Ursprünge grafischer Benutzungsoberflächen. i-com, Vol. 2 (Issue 2), pp. 38-42.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)
#ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker #ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook -
Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat
Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.
Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen
Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken.
Wer ist Alan Kay?
Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.
Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]
Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war
1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.
Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]
Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft
Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:
- Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
- Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.
Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.
Der Turing Award
2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“
Werke von und über Alan Kay
Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:
Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DLSchriften von Alan Kay
- Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
- Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
- Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
- Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
- Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3
Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)
- Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
- Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
- Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)
„Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen
Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.
In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.
Weitere Quellen & Nachweise
- Wikipedia DE: Alan Kay (Biografie, Werke, Auszeichnungen) – https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
- Heise Online: Porträt zum 80. Geburtstag (Mai 2020) – https://www.heise.de/news/Der-Mann-der-Visionen-hatte-Zum-80-Geburtstag-von-Alan-Kay-4722700.html
- HNF Blog: „Alan Kay – der Visionär“ – https://blog.hnf.de/alan-kay-der-visionaer/
- ACM Turing Award 2003: offizielle Begründung – https://amturing.acm.org/award_winners/kay_3972189.cfm
- Computer History Museum: Alan Kay – https://computerhistory.org/profile/alan-kay/
- Friedewald, M. (2003) Ein Computer für Kinder jeden Alters: Alan Kay und die Ursprünge grafischer Benutzungsoberflächen. i-com, Vol. 2 (Issue 2), pp. 38-42.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)
#ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook #ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker -
Der Mann, der Ihr Smartphone erdacht hat
Tippen Sie gerade auf einem Smartphone? Wischen Sie durch ein Menü mit Icons? Nutzen Sie eine Maus? Dann arbeiten Sie mit Ideen, die ein Mann vor über 50 Jahren skizziert hat. Damals noch auf Papier – für einen Computer, den es noch gar nicht gab.
Alan Kay wird 86 – ein Visionär, dessen Ideen unseren Alltag prägen
Am 17. Mai 2026 feiert Alan Curtis Kay seinen 86. Geburtstag. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der einflussreichsten Vordenker der Computergeschichte – und ist dennoch dem breiten Publikum weit weniger bekannt als seine Ideen. Ein guter Anlass, ihn und sein Werk zu entdecken.
Wer ist Alan Kay?
Alan Curtis Kay wurde am 17. Mai 1940 in Springfield, Massachusetts, geboren als Sohn eines australischen Prothesenbauers und einer US-amerikanischen Musikerin. Diese ungewöhnliche Mischung aus Naturwissenschaft und Kunst sollte sein gesamtes Denken prägen. Kay war nicht nur Informatiker: Im Laufe seines Lebens arbeitete er als professioneller Jazzgitarrist, Komponist, Theatergestalter und klassischer Organist – ein Denker mit Künstlerseele.
Er studierte Mathematik, Molekularbiologie und schließlich Informatik an der University of Utah, wo er mit Ivan Sutherland – dem Pionier der Computergrafik – zusammenarbeitete. 1969 promovierte er mit einer Dissertation über ein von ihm entwickeltes Konzept/System namens FLEX, ein früher Vorläufer dessen, was später als Personal Computer die Welt verändern sollte.[1]
Das Dynabook – das Tablet, das seiner Zeit 40 Jahre voraus war
1968 hatte Kay eine Vision, die ihn nicht mehr losließ: ein flacher, tragbarer Computer, leicht genug für ein Kind, mit dem man lesen, schreiben, rechnen und programmieren konnte. Er nannte es das Dynabook. Gebaut wurde es nie, aber Jahrzehnte später hielt die Welt sein Konzept in Händen: als iPad, als Kindle, als Laptop.
Kay ließ sich dabei von Seymour Papert inspirieren, dem Pionier des Lernens mit Computern am MIT, Massachusetts Institute of Technology. Seine Überzeugung: Computer sollten keine Rechenmaschinen für Experten sein, sondern Werkzeuge des Denkens für alle – besonders für Kinder.[2]
Xerox PARC – die Werkstatt der Zukunft
Ab 1971 arbeitete Kay ein Jahrzehnt lang im legendären Palo Alto Research Center (PARC) [3] des Xerox-Konzerns in Kalifornien. Dort entwickelte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Erfindungen, die die Computerwelt bis heute prägen:
- Smalltalk – eine der ersten objektorientierten Programmiersprachen, die Grundlage für Objective-C, Java, Ruby, Python und viele weitere moderne Sprachen war[4].
- Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) – Fenster, Icons, Maus, Menüs. Was Apple mit dem Macintosh 1984 der Welt präsentierte, stammte konzeptionell aus dem PARC. Steve Jobs selbst besuchte das Labor und ließ sich inspirieren.
Kay drehte in dieser Zeit Filme, in denen Kinder mit Computern spielten und eigene Programme schrieben – in einer Ära, in der Computer noch riesige, unzugängliche Maschinen für Spezialisten waren.
Der Turing Award
2003 erhielt Kay den ACM Turing Award – den höchsten Preis der Informatik, oft als „Nobelpreis der Informatik“ bezeichnet. Die Begründung: „… für viele der Ideen, die den heutigen objektorientierten Programmiersprachen zugrunde liegen, für die Leitung des Teams, das Smalltalk entwickelt hat, und für grundlegende Beiträge zum Personal Computing.“
Werke von und über Alan Kay
Wer tiefer in Kays Denken eintauchen möchte, findet in unserem Bestand sowie Fachdatenbanken wie zum Beispiel der „ACM Digital Library“ hervorragendes Material:
Author‘s Profile: Alan Curtis Kay via ACM DLSchriften von Alan Kay
- Kay, Alan (1972): A Personal Computer for Children of All Ages – das ursprüngliche Dynabook-Konzeptpapier (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/800193.1971922
- Kay, Alan Curtis (1968): FLEX – a flexible extendable language (über TIB-Portal und vor Ort)
- Goldberg, A., & Kay, A. (1977): Methods for teaching the programming language Smalltalk. In Teaching Smalltalk (Issue 1). XEROX Palo Alto Research Center (über TIB-Portal und vor Ort)
- Kay, Alan (1993): The Early History of Smalltalk – Kays persönliche Rückschau auf die Entstehung von Smalltalk (frei online über ACM) https://dl.acm.org/doi/10.1145/154766.155364
- Kay, A. (2002). The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet. In: Herczeg, M., Prinz, W., Oberquelle, H. (eds) Mensch & Computer 2002. Berichte des German Chapter of the ACM, vol 56. Vieweg+Teubner Verlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-89884-5_3
Unterschiedliche Medien über Kay und seine Epoche (Bibliotheksbestand)
- Kay, A. (2017). The HLF Portraits: Alan Kay. In The HLF Portraits. Heidelberg Laureate Forum Foundation. https://doi.org/10.5446/40194
- Goldberg, Adele / Robson, David: Smalltalk-80: The Language and Its Implementation (1983) – Das Standardwerk zur von Kay mitentwickelten Sprache. ISBN 978-0201113716 (über TIB-Portal)
- Shasha, Dennis / Lazere, Cathy: Out of Their Minds: The Lives and Discoveries of 15 Great Computer Scientists (1995) – enthält ein eigenes Kapitel über Kay. Corr. 2. printing. Copernicus. ISBN 0387979921 (über TIB Portal)
„Die Computer-Revolution hat noch nicht begonnen
Was bleibt von Alan Kay? Eine scheinbar paradoxe Aussage: 1997 erklärte er, die Computer-Revolution habe noch gar nicht stattgefunden – und steht bis heute zu dieser Einschätzung. Für Kay sind Computer noch immer zu sehr Werkzeuge der Routine und zu wenig Instrumente des tiefen Denkens. Seine Vision war stets eine andere: Computer, die Menschen helfen, Ideen zu entwickeln, die Welt wirklich zu verstehen und Probleme grundlegend neu zu durchdenken.
In Zeiten Künstlicher Intelligenz, in denen Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, klingt Kays Frage aktueller denn je: Nutzen wir Technologie wirklich, um klüger zu werden – oder nur, um schneller zu sein? Am 17. Mai feiert er seinen 86. Geburtstag. Ein guter Anlass, sein Denken (wieder) zu entdecken – in unserer Bibliothek und online.
Weitere Quellen & Nachweise
- Wikipedia DE: Alan Kay (Biografie, Werke, Auszeichnungen) – https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
- Heise Online: Porträt zum 80. Geburtstag (Mai 2020) – https://www.heise.de/news/Der-Mann-der-Visionen-hatte-Zum-80-Geburtstag-von-Alan-Kay-4722700.html
- HNF Blog: „Alan Kay – der Visionär“ – https://blog.hnf.de/alan-kay-der-visionaer/
- ACM Turing Award 2003: offizielle Begründung – https://amturing.acm.org/award_winners/kay_3972189.cfm
- Computer History Museum: Alan Kay – https://computerhistory.org/profile/alan-kay/
- Friedewald, M. (2003) Ein Computer für Kinder jeden Alters: Alan Kay und die Ursprünge grafischer Benutzungsoberflächen. i-com, Vol. 2 (Issue 2), pp. 38-42.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Kay
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Dynabook
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_PARC
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Smalltalk_(Programmiersprache)
#ACMTuringAward #ACMDigitalLibrary #LizenzCCBY40INT #Informatik #ComputerScience #Informatiker #ComputerScientist #PersonalComputer #Dynabook -
Happy Birthday to Ivan Sutherland, recipient of the 1988 #ACMTuringAward for his pioneering and visionary contributions to computer graphics, starting with Sketchpad, a groundbreaking interactive computer-aided design system, and continuing thereafter: https://amturing.acm.org/award_winners/sutherland_3467412.cfm
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#OTD in 1930, 1972 #ACMTuringAward recipient Edsger Dijkstra was born. He received the award for elevating programming to a rigorous, intellectual discipline, arguing programs should be built correctly, not debugged into correctness. For more: https://amturing.acm.org/award_winners/dijkstra_1053701.cfm
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Happy birthday, Patrick Hanrahan! Hanrahan received the #ACMTuringAward in 2019 for fundamental contributions to 3D computer graphics, and the impact of computer-generated imagery (CGI) in filmmaking and other applications. Read more about Hanrahan: https://amturing.acm.org/award_winners/hanrahan_4652251.cfm
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Happy birthday, Ron Rivest! Ron Rivest, Leonard M. Adleman, and Adi Shamir received the 2002 #ACMTuringAward for their ingenious contribution to making public-key cryptography useful in practice with the RSA public key cryptosystem. Rivest discusses RSA: https://youtu.be/p1I1LC1DpeA?si=dsdo2_tktl48HJ7o
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Happy birthday, Robert E. Tarjan! With John E. Hopcroft, Tarjan received the 1986 #ACMTuringAward for fundamental achievements in the design and analysis of algorithms and data structures. His work laid the foundation for efficient problem-solving, influencing generations of researchers in computer science. Visit Tarjan’s ACM profile, here: https://amturing.acm.org/award_winners/tarjan_1092048.cfm
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Happy birthday to #ACMTuringAward recipient Manuel Blum! Blum received the 1995 ACM Turing Award for his contributions to the foundations of computational complexity theory and its applications to cryptography and program checking.
In this video, Blum explains his counterintuitive thesis result known as the “speedup theorem”: https://youtu.be/jxpg9oub6ek?si=1dhocyvDdXfxbhD-
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On this day in 1941, Amir Pnueli was born. He received the 1996 #ACMTuringAward for seminal work introducing temporal logic into computing science and for outstanding contributions to program and system verification: https://amturing.acm.org/award_winners/pnueli_4725172.cfm
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On this day in 1931, #ACMTuringAward recipient Frederick Brooks, who was born. Brooks received the 1999 #ACMTuringAward for landmark contributions to computer architecture, operating systems, and software engineering.
Brooks discusses his experiences as a Harvard graduate student with Howard Aiken and fellow Turing awardee Ken Iverson: https://youtu.be/LaRN7LQkwE8?si=StGDMT0kKmWo4s5R
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”They were there since before quantum computing was even a field.“ --Scott Aaronson. Check out Ben Brubaker's Quanta piece on the story behind the accomplishments of the 2026 ACM Turing Laureates Gilles Brassard and Charles Bennett. https://www.quantamagazine.org/quantum-cryptography-pioneers-win-turing-award-20260318/ #ACMTuringAward
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#OTD in 1922, the first #ACMTuringAward recipient, Alan Perlis was born. Perlis received the award in 1966 for his influence in the area of advanced programming techniques and compiler construction. We owe much to Perlis for helping to mold the nascent field of Computer Science into an academic discipline. Read more about his career: https://amturing.acm.org/award_winners/perlis_0132439.cfm #computerscience
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Happy birthday, Edwin Catmull! Together with Patrick M. Hanrahan, Catmull received the 2019 #ACMTuringAward for fundamental contributions to 3D computer graphics, and the impact of computer-generated imagery (#CGI) in filmmaking and other applications.
Edwin Catmull’s pioneering work in the field of computer graphics and animation underpins the film industry as we know it today. Catmull co-founded #Pixar, revolutionizing the art of animation. https://amturing.acm.org/award_winners/catmull_1244219.cfm#_ftnref3
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HBD, Leslie Valiant! Valiant received the 2010 #ACMTuringAward for transformative contributions to the theory of computation. In this video, he discusses why he decided to pursue learning as the "fundamental theoretical building block" of artificial intelligence.
https://www.youtube.com/watch?v=jjAdWsjU2Jg -
On this day in 1927, 1975 #ACMTuringAward Laureate Allen Newell was born. Newell received the award with co-recipient Herbert A. Simon for making basic contributions to artificial intelligence, the psychology of human cognition, and list processing. https://amturing.acm.org/award_winners/newell_3167755.cfm
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One. Day. Away. 🏆
From the foundations of AI to the architecture of the modern web, the ACM A.M. Turing Award honors the visionaries who have redefined what is possible.
Join us tomorrow as we announce the recipient of the 2025 ACM A.M. Turing Award and celebrate a lifetime of extraordinary technical achievement.
🗓️ March 18, 2026
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HBD to Yoshua Bengio, 2018 #ACMTuringAward Laureate! Bengio received the award for conceptual and engineering breakthroughs that have made deep neural networks a critical component of computing. In this HLF interview, Bengio discusses the nature of intelligence: https://www.youtube.com/watch?v=PHhFI8JexLg.
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Today, let’s remember Charles Thacker, who was born on this day in 1943. Thacker received the #ACMTuringAward in 2009 for the pioneering design and realization of the first modern personal computer -- the Alto at Xerox PARC -- and seminal inventions and contributions to local area networks (including the Ethernet), multiprocessor workstations, snooping cache coherence protocols, and tablet personal computers.
Read more about him, here: https://amturing.acm.org/award_winners/thacker_1336106.cfm #OTD
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Today, let’s remember Niklaus Wirth, who was born #OTD in 1934. Wirth received the 1984 #ACMTuringAward for developing a sequence of innovative computer languages, EULER, ALGOL-W, MODULA and PASCAL. Read more about him, here: https://amturing.acm.org/award_winners/wirth_1025774.cfm #OTD
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Today, let’s remember Richard Hamming, who was born #OTD 1915. Hamming received the 1968 #ACMTuringAward for his work on numerical methods, automatic coding systems, and error-detecting and error-correcting codes. Read Hamming’s bio, here: https://amturing.acm.org/award_winners/hamming_1000652.cfm
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HBD, Leslie Lamport! Lamport received the #ACMTuringAward in 2013 for fundamental contributions to the theory and practice of distributed and concurrent systems. He explains how he formalized precise semantics of memory when multiple processes interact: https://youtu.be/iAqyufwYcHc
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HBD, Ken Thompson! Thompson received the 1983 #ACMTuringAward with Dennis Ritchie, for their development of generic operating systems theory and specifically for the implementation of the #UNIX operating system. Thompson explains creating UNIX: https://www.youtube.com/watch?v=8E2cCqAS9AM
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Why oh why hasn't Trump been given this #ACMTuringAward ???
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Today in 1925, #ACMTuringAward recipient Douglas Engelbart was born. Engelbart received the Turing Award in 1997 for his inspiring vision of the future of interactive computing and the invention of key technologies to help realize this vision. https://amturing.acm.org/award_winners/engelbart_5078811.cfm
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Happy Birthday, Edward Feigenbaum! Feigenbaum received the 1994 #ACMTuringAward for pioneering the design and construction of large scale artificial intelligence systems, demonstrating the practical importance and potential commercial impact of artificial intelligence technology.
Feigenbaum remembers his work with Julian Feldman to edit Computers and Thought, the first textbook for artificial intelligence: https://www.youtube.com/watch?v=kfr2GnWNYzg
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Where did 2025 leave the AI doomers? MIT Tech Review talked to 20 people who study or advocate AI safety and governance—including #ACMTuringAward recipients Geoffrey Hinton and Yoshua Bengio—to see if the recent setbacks and general vibe shift had altered their views.
While Geoffrey Hinton is not sure what’s coming, Yoshua Bengio wishes he’d seen the risks sooner.
Learn more: https://www.technologyreview.com/2025/12/15/1129171/the-ai-doomers-feel-undeterred/ #TechNews #AIdoomers
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Today in 1934, #ACMTuringAward recipient Robin Milner was born. Milner received the Turing Award in 1991 for foundational contributions to programming languages, logic, and concurrency. Read more about his contributions and impressive career, here: https://amturing.acm.org/award_winners/milner_1569367.cfm
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Today in in 1944, #ACMTuringAward recipient Jim Gray was born. Gray received the award in 1998 for for seminal contributions to database and transaction processing research and technical leadership in system implementation. Gray talks database transactions in this 1988 clip: https://youtu.be/lGyMiW6PnKI
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Happy Birthday to #ACMTuringAward recipient Tony Hoare! Hoare received the 1980 Turing Award for his fundamental contributions to the definition and design of programming languages.
Watch Hoare explain how he came to study computer science: https://youtu.be/9o5K9MU245w
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HBD, Donald Knuth! Knuth received the 1974 #ACMTuringAward for major contributions to algorithms and programming languages, and for contributions to the "art of computer programming" through his well-known books in a continuous series by this title. https://amturing.acm.org/award_winners/knuth_1013846.cfm
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Happy Birthday to Richard Karp! Karp received the 1985 #ACMTuringAward for his continuing contributions to the theory of algorithms. https://amturing.acm.org/award_winners/karp_3256708.cfm
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Happy birthday to Leonard Adleman! In 2002, Adleman received the #ACMTuringAward with Ronald Rivest and Adi Shamir, for their ingenious contribution to making public-key cryptography useful in practice. Adleman reflects on inventing DNA computing: https://www.youtube.com/watch?v=Bhqf8M5yYIw
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Happy birthday to Joseph Sifakis! In 2007, Sifakis received the #ACMTuringAward with Edmund Clarke and E. Allen Emerson, for their role in developing Model-Checking into a highly effective verification technology. He discusses his research focus shift: https://www.youtube.com/watch?v=XoYz0EebUQw&t=2s
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📖 On 9/18 at #HLF25, Avi Wigderson (#ACMTuringAward) will give the lecture:
“The Value of Errors in Proofs: The Fascinating Journey From Turing’s 1936 R ≠ RE to the 2020 Breakthrough of MIP* = RE"
In 2020, the result MIP* = RE shook computational complexity—and even rippled into math and physics. Wigderson traces this surprising journey, exploring how our understanding of proofs has evolved from Turing’s time to today.
🔗 https://www.heidelberg-laureate-forum.org/forum/12th-hlf-2025/program-12th-hlf-2025/
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✨ Spark Session returns on 9/18 at #HLF25 with a powerhouse lineup of laureates sharing bold ideas:
Vinton Cerf (#ACMTuringAward): Digital Preservation
Patrick Hanrahan (#ACMTuringAward): The Languages of Mathematics and Computing
Martin Hellman (#ACMTuringAward): Graphs in Cryptography
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Torsten Hoefler (#ACMPrize in Computing): The Computational Path Towards Artificial Human-like Intelligence🔗 https://www.heidelberg-laureate-forum.org/forum/12th-hlf-2025/program-12th-hlf-2025/
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✨ Spark Session is back again on 9/16 at #HLF25!
In these fast-paced plenary talks, laureates share insights from their groundbreaking research and spark new ideas:
- Jeffrey Dean (#ACMPrize in Computing) & David Patterson (#ACMTuringAward): Shaping AI’s Impact to Help Billions
- Leslie G. Valiant (#ACMTuringAward): Education and EducabilityDon’t miss this chance to be inspired.
🔗 https://www.heidelberg-laureate-forum.org/forum/12th-hlf-2025/program-12th-hlf-2025/ -
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#ACMPrize
#2024ACMPrize
#ACMTuringAward» #ReinforcementLearning
An Introduction
1998
standard reference...cited over 75,000
...
prominent example of #RL
#AlphaGo victory
over best human #Go players
2016 2017
....
recently has been the development of the chatbot #ChatGPT
...
large language model #LLM trained in two phases ...employs a technique called
reinforcement learning from human feedback #RLHF «aka cheap labor unnamed in papers
https://awards.acm.org/about/2024-turing
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