#jungleworld — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #jungleworld, aggregated by home.social.
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mit Update mittags
“El Niño” ist es ganz sicher nicht (die Trivialisierung), sondern könnte ihr eher den Namen verleihen (der Krise). Davon wollen aber hierzulande weder die herrschenden Medien, noch die Mehrheit der (noch) Wählenden, noch gar die Regierung irgendwas wissen. Eine AfD/CDU-Verbindung wäre sicher das Ideal für eine Ignoranzkoalition. Aber die SPD tuts auch – angeführt vom angeblich “beliebtesten Politiker” dieses Landes. Auf den komme ich gleich zurück. Sein langjähriger Vorgänger in dieser Rolle war übrigens der Wolfgang Schäuble, dem wir unsere heutige Infrastruktur verdanken. Und gemäss seiner Leitsätze sollen die Pleitekommunen doch selber sehen, wie sie damit klarkommen. Müssen sie mit der Klimakatastrophe ja auch.
In den meisten Ländern dieser Welt haben die Menschen längst gerafft, wie sich das herrschende Kapital und seine Regierungen den Krisenablauf vorstellen. Und wo die Frauen nicht nur das Wissen sondern auch die Macht und Kraft zur Schwangerschaftsverhütung haben, nutzen sie sie sofort und unmittelbar. So bestrafen die Beherrschten die Herrschenden:
Bernhard Torsch/Jungle World: “Sorge ums Humankapital: Herumlaborieren am Humankapital – Länger arbeiten und dabei weniger krank sein – so sollen die Arbeiter:innen die Wirtschaftskrise überwinden, wenn es nach der Bundesregierung und Kapitalvertreter:innen geht. Letztere treibt dabei jedoch noch ein viel gravierenderes Problem um: Es gibt immer weniger Arbeiter:innen.”
So ist das, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Die Rechten mobilisieren erfolgreicher zu Wahlen, die Anstrengungen kluger Linker, wie Joachim Wille/FR oder Christian Jakob/taz dienen hoffentlich dem mittel- und langfristigen Fortschritt. Den September werden sie politisch nicht mehr retten. Da ist der Erkenntnisprozess der Völker dieser Welt – s. Torsch – schon weiter, als die professionellen Klugscheisser*innen des Überbaus in den reichen Ländern.
Wie die Herrschenden sich das Näherrücken an die Apokalypse politökonomisch vorstellen, das beschreibt die Londoner Professorin
Elke Schwarz/Jacobin: “Das Silicon Valley sieht im Krieg einen Wachstumsmarkt – Venture Capital flutet die Verteidigungsindustrie und damit durchdringt die Sprache des Silicon Valley immer häufiger die Kriegsführung. Wer hier »gewinnen« will, möchte Profit machen – auch auf Kosten des Friedens.”
Wenn Donald Trump heute oder morgen tot umfällt, dann übernimmmt ein Thiel-Angestellter ganz direkt den Job. Das würde denen vieles einfacher machen, als es schon ist. Im Plan steht, dass in Kürze UK, Frankreich, Spanien und Deutschland von eigenen Jüngern übernommen werden. Lesben aus der Schweiz nähmen sie auch. Da sind die ganz pragmatisch. Entscheidend ist die Profitrate. In kapitalistischen Marktwirtschaften fällt die. Das wurde schon vor 200 Jahren vom weltweit berühmtesten Rheinländer erforscht. Darum muss sie mit Staatsaufträgen (= Aufrüstung) gerettet und gepampert werden. Das geschieht nicht durch Wettbewerb (das ist, wie Thiel weiss, nur was für doofe Schwächlinge), sondern durch politische Entscheidungen. Das ist bei der Aufrüstung ganz ähnlich, wie bei der Errichtung der klima- und sozialschädlichen KI-Rechenzentren.
In Deutschland aktuell z.B. durch seinen “beliebtesten Politiker”. Vor dem hatte das z.B. die EU-Bossin erledigt, die mit der Beseitigung aller Entscheidungsspuren bis heute emsig beschäftigt ist. Diese Figuren sind, zum Glück für die Profitrate, jederzeit austauschbar. Sie dürfen doof und schlau sein – hauptsache nicht klug.
Wenn Sie nun Aufheiterung benötigen, dann lesen Sie mal hier, wie es den alten Verdummungsmaschinen ergeht. Es gibt also doch Gerechtigkeit. Der Hydra wachsen immer Köpfe nach. Die müssen unsere Nachkommen abschlagen. Die sind ja nicht blöd.
Update mittags
Unser meistgelesener Autor Anreas Zumach empfehlt diese ergänzende Lektüre aus der Schweiz:
Daniel Graf/Republik: “Was «neuer Faschismus» meint – und wie man ihn bekämpft – Der Faschismus-Begriff prägt die politischen Analysen der Gegenwart. Hilft er, die Demokratie zu verteidigen?”
Vorzüge dieses Textes: erstens versteht er Krise und “Faschisierung” nicht als Zustand, sondern als Prozess. Zweitens bleibt er nicht bei der Analyse stehen, sondern stellt sich der Frage “Was nun? Was tun?” Bravo. Unbeleuchtet bleiben die politökonomischen Triebkräfte (s.o. Elke Schwarz).
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mit Update mittags
“El Niño” ist es ganz sicher nicht (die Trivialisierung), sondern könnte ihr eher den Namen verleihen (der Krise). Davon wollen aber hierzulande weder die herrschenden Medien, noch die Mehrheit der (noch) Wählenden, noch gar die Regierung irgendwas wissen. Eine AfD/CDU-Verbindung wäre sicher das Ideal für eine Ignoranzkoalition. Aber die SPD tuts auch – angeführt vom angeblich “beliebtesten Politiker” dieses Landes. Auf den komme ich gleich zurück. Sein langjähriger Vorgänger in dieser Rolle war übrigens der Wolfgang Schäuble, dem wir unsere heutige Infrastruktur verdanken. Und gemäss seiner Leitsätze sollen die Pleitekommunen doch selber sehen, wie sie damit klarkommen. Müssen sie mit der Klimakatastrophe ja auch.
In den meisten Ländern dieser Welt haben die Menschen längst gerafft, wie sich das herrschende Kapital und seine Regierungen den Krisenablauf vorstellen. Und wo die Frauen nicht nur das Wissen sondern auch die Macht und Kraft zur Schwangerschaftsverhütung haben, nutzen sie sie sofort und unmittelbar. So bestrafen die Beherrschten die Herrschenden:
Bernhard Torsch/Jungle World: “Sorge ums Humankapital: Herumlaborieren am Humankapital – Länger arbeiten und dabei weniger krank sein – so sollen die Arbeiter:innen die Wirtschaftskrise überwinden, wenn es nach der Bundesregierung und Kapitalvertreter:innen geht. Letztere treibt dabei jedoch noch ein viel gravierenderes Problem um: Es gibt immer weniger Arbeiter:innen.”
So ist das, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Die Rechten mobilisieren erfolgreicher zu Wahlen, die Anstrengungen kluger Linker, wie Joachim Wille/FR oder Christian Jakob/taz dienen hoffentlich dem mittel- und langfristigen Fortschritt. Den September werden sie politisch nicht mehr retten. Da ist der Erkenntnisprozess der Völker dieser Welt – s. Torsch – schon weiter, als die professionellen Klugscheisser*innen des Überbaus in den reichen Ländern.
Wie die Herrschenden sich das Näherrücken an die Apokalypse politökonomisch vorstellen, das beschreibt die Londoner Professorin
Elke Schwarz/Jacobin: “Das Silicon Valley sieht im Krieg einen Wachstumsmarkt – Venture Capital flutet die Verteidigungsindustrie und damit durchdringt die Sprache des Silicon Valley immer häufiger die Kriegsführung. Wer hier »gewinnen« will, möchte Profit machen – auch auf Kosten des Friedens.”
Wenn Donald Trump heute oder morgen tot umfällt, dann übernimmmt ein Thiel-Angestellter ganz direkt den Job. Das würde denen vieles einfacher machen, als es schon ist. Im Plan steht, dass in Kürze UK, Frankreich, Spanien und Deutschland von eigenen Jüngern übernommen werden. Lesben aus der Schweiz nähmen sie auch. Da sind die ganz pragmatisch. Entscheidend ist die Profitrate. In kapitalistischen Marktwirtschaften fällt die. Das wurde schon vor 200 Jahren vom weltweit berühmtesten Rheinländer erforscht. Darum muss sie mit Staatsaufträgen (= Aufrüstung) gerettet und gepampert werden. Das geschieht nicht durch Wettbewerb (das ist, wie Thiel weiss, nur was für doofe Schwächlinge), sondern durch politische Entscheidungen. Das ist bei der Aufrüstung ganz ähnlich, wie bei der Errichtung der klima- und sozialschädlichen KI-Rechenzentren.
In Deutschland aktuell z.B. durch seinen “beliebtesten Politiker”. Vor dem hatte das z.B. die EU-Bossin erledigt, die mit der Beseitigung aller Entscheidungsspuren bis heute emsig beschäftigt ist. Diese Figuren sind, zum Glück für die Profitrate, jederzeit austauschbar. Sie dürfen doof und schlau sein – hauptsache nicht klug.
Wenn Sie nun Aufheiterung benötigen, dann lesen Sie mal hier, wie es den alten Verdummungsmaschinen ergeht. Es gibt also doch Gerechtigkeit. Der Hydra wachsen immer Köpfe nach. Die müssen unsere Nachkommen abschlagen. Die sind ja nicht blöd.
Update mittags
Unser meistgelesener Autor Anreas Zumach empfehlt diese ergänzende Lektüre aus der Schweiz:
Daniel Graf/Republik: “Was «neuer Faschismus» meint – und wie man ihn bekämpft – Der Faschismus-Begriff prägt die politischen Analysen der Gegenwart. Hilft er, die Demokratie zu verteidigen?”
Vorzüge dieses Textes: erstens versteht er Krise und “Faschisierung” nicht als Zustand, sondern als Prozess. Zweitens bleibt er nicht bei der Analyse stehen, sondern stellt sich der Frage “Was nun? Was tun?” Bravo. Unbeleuchtet bleiben die politökonomischen Triebkräfte (s.o. Elke Schwarz).
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Nein, eine Neuigkeit ist das nicht.
WDR: “Illegale Autorennen: Warum fast nur Männer rasen – Vor allem Männer rasen gerne – oft mit tödlichen Folgen. Autor Boris von Heesen hat ein Buch über die Gründe geschrieben.”
Was nun? “Gartenhaltung” (Gerburg Jahnke) ist definitiv eine bessere Alternative als Strassenhaltung. Aber wer verfügt schon über einen Garten und kann sich diese Art Männerhaltung überhaupt leisten?
Matthias Vogler/NDR hat zwei Schwestern gefunden, die das immerhin mit echten Hähnen schaffen. Aber gucken Sie mal, was das für eine Arbeit ist:
“die nordstory – Die Landwirtschaft ist weiblich – Die Schwestern vom Fürstenhof und ihre Brüderhähne”. Video 60 min. Verfügbar 2 Jahre. Diese Hähne sind allerdings schon aufgegessen, wenn dieser Film wieder aus der ARD-Mediathek verschwindet. Das kann echten Männern nicht als Vorbild dienen, und ist ja kaum besser als es bei den Spinnen zugeht.
In Köln sollen die Raser – ganz im Gegensatz zu Bonn, obwohl die gleichen Parteien die politische Mehrheit bilden – durch Radspuren zum Bremsen gezwungen werden. Der Fortschritt in Köln ist eine Schnecke. Aber was ist er dann in Bonn?
Sie merken, es fällt mir schwer, bei diesen Themen noch ernst zu bleiben. Ärgern macht krank. Darum noch zwei Verbesserungsvorschläge.
Mediathekperle
Peter Weissenburger/taz hat die gleiche ZDF-Serie geguckt, wie ich: “Krimiserie ‘Back Up’ – Der perfekte lesbische Buddy-Cop-Filmabend mit der Ex – In ‘Back Up’ lösen zwei Polizistinnen aberwitzige Kriminalfälle. Aber eigentlich versuchen sie vor allem, ihre Gefühle füreinander zu entzwirbeln.” Als Hetero-Mann stelle ich die These auf, dass für vergnügliches Glotzen weder ein/e Ex noch eine spezifische sexuelle Orientierung erforderlich ist. Bitte hier entlang:
“BackUp – zwei Ex-Partnerinnen treffen als Cops wieder aufeinander und stolpern zwischen Verbrechen, Chaos und bissigem Humor durch ihren Alltag. Schräg, turbulent und überraschend herzlich”. 6 Folgen á 50 min. Verfügbarkeit nicht angegeben. ZDF fragen, warum sie das geheim halten, obwohl Sie und ich es bezahlen.
Die Landschaft Neuseelands spielt hier, ähnlich wie beim australischen “Wakefield”, eine Hauptrolle. Und die, die uns Heteros heissmachen kann, ist Hauptdarstellerin Roimata Fox. Muss ich mehr schreiben?
Doch zum Schluss noch mal (politischer) Ernst
Antje Schrupp/Jungle World: “Debatte um Männlichkeitsbilder: Das andere Geschlecht – Statt neue Vorstellungen von Männlichkeit zu entwerfen, sollte der Feminismus an seinem eigentlichen Versprechen festhalten: Freiheit statt neuer Normen.”
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Nein, eine Neuigkeit ist das nicht.
WDR: “Illegale Autorennen: Warum fast nur Männer rasen – Vor allem Männer rasen gerne – oft mit tödlichen Folgen. Autor Boris von Heesen hat ein Buch über die Gründe geschrieben.”
Was nun? “Gartenhaltung” (Gerburg Jahnke) ist definitiv eine bessere Alternative als Strassenhaltung. Aber wer verfügt schon über einen Garten und kann sich diese Art Männerhaltung überhaupt leisten?
Matthias Vogler/NDR hat zwei Schwestern gefunden, die das immerhin mit echten Hähnen schaffen. Aber gucken Sie mal, was das für eine Arbeit ist:
“die nordstory – Die Landwirtschaft ist weiblich – Die Schwestern vom Fürstenhof und ihre Brüderhähne”. Video 60 min. Verfügbar 2 Jahre. Diese Hähne sind allerdings schon aufgegessen, wenn dieser Film wieder aus der ARD-Mediathek verschwindet. Das kann echten Männern nicht als Vorbild dienen, und ist ja kaum besser als es bei den Spinnen zugeht.
In Köln sollen die Raser – ganz im Gegensatz zu Bonn, obwohl die gleichen Parteien die politische Mehrheit bilden – durch Radspuren zum Bremsen gezwungen werden. Der Fortschritt in Köln ist eine Schnecke. Aber was ist er dann in Bonn?
Sie merken, es fällt mir schwer, bei diesen Themen noch ernst zu bleiben. Ärgern macht krank. Darum noch zwei Verbesserungsvorschläge.
Mediathekperle
Peter Weissenburger/taz hat die gleiche ZDF-Serie geguckt, wie ich: “Krimiserie ‘Back Up’ – Der perfekte lesbische Buddy-Cop-Filmabend mit der Ex – In ‘Back Up’ lösen zwei Polizistinnen aberwitzige Kriminalfälle. Aber eigentlich versuchen sie vor allem, ihre Gefühle füreinander zu entzwirbeln.” Als Hetero-Mann stelle ich die These auf, dass für vergnügliches Glotzen weder ein/e Ex noch eine spezifische sexuelle Orientierung erforderlich ist. Bitte hier entlang:
“BackUp – zwei Ex-Partnerinnen treffen als Cops wieder aufeinander und stolpern zwischen Verbrechen, Chaos und bissigem Humor durch ihren Alltag. Schräg, turbulent und überraschend herzlich”. 6 Folgen á 50 min. Verfügbarkeit nicht angegeben. ZDF fragen, warum sie das geheim halten, obwohl Sie und ich es bezahlen.
Die Landschaft Neuseelands spielt hier, ähnlich wie beim australischen “Wakefield”, eine Hauptrolle. Und die, die uns Heteros heissmachen kann, ist Hauptdarstellerin Roimata Fox. Muss ich mehr schreiben?
Doch zum Schluss noch mal (politischer) Ernst
Antje Schrupp/Jungle World: “Debatte um Männlichkeitsbilder: Das andere Geschlecht – Statt neue Vorstellungen von Männlichkeit zu entwerfen, sollte der Feminismus an seinem eigentlichen Versprechen festhalten: Freiheit statt neuer Normen.”
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Meine erste Freundin war Pizzi, das einzige schwarze Huhn unter lauter Weissen bei meinen Grosseltern im Garten ihres Behelfsheims in Glinde, östlich von Hamburg. Hinter der Fina-Tankstelle rechts rein war es (heute alles weg). Ein Kinderparadies. Denn die “Strassen” waren felsige Schotterwege, auf denen jeder über 20km/h sein Auto in Schrott verwandelt hätte. Ich war 3.
Glinde übrigens war die Heimat einer Fussball-Legende. Klaus Stürmer hatte dort ein Textilgeschäft. Seinen Namenszug in Glinde habe ich auf meiner kleinkindlichen Festplatte im Gehirn fotografiert. Ihn selbst habe ich nie gesehen, auch im Fernsehen nicht. Meine Eltern hatten noch keins, nur Radio. Und in seinen letzten 10 Spieler- und Lebensjahren in der Schweiz (1961-71) fand der jung verstorbene Fussballheld in der Sportschau keine Berücksichtigung. Im Ausland spielen galt damals noch als “Landesverrat” – Uwe Seeler traute sich das auf kluges Anraten seiner Gattin Ilka nicht. Rosa Lienen erinnerte mich stark an diese starke Frau.
Und Pizzi wurde von seinen Mithühnern bei jeder Futterausgabe systematisch diskriminiert. Das war ich nicht bereit zu ertragen. Später lernte ich, dass es bei den Menschen ganz ähnlich lief. Obwohl diese doch weit bessere Voraussetzungen für intelligentes Leben haben, als sie Hühnern zur Verfügung stehen.
Genau das ist Thema eines ungarischen Spielfilms, auf den Markus Ströhlein/Jungle World aufmerksam macht:
“Der Film »Lebensansichten eines Huhns« folgt einer echten Henne: Federnah dran – Eine Henne als Filmstar? Der ungarische Regisseur György Pálfi folgt in »Lebensansichten eines Huhns« einem ausgebüxten Tier in der freien Wildbahn. Der Film erzählt allerdings mehr über Menschen und ihre Abgründe als über Tiere.”
Dass ich 3 war, ist nun 66 Jahre her. Wie gross ist der seitherige Fortschritt? Der menschliche. Denn für die Hühner ist der industrielle Rückschritt evident. Die Rolle der Frauen im Fussball (s.o.) hat sich stark verbessert – mit weiterhin viel Luft nach oben.
Die Jungle World verzichtete, warum auch immer, auf einen Link zum Film. Das wäre mir zu blöd. Ab heute hier in Beuel.
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Meine erste Freundin war Pizzi, das einzige schwarze Huhn unter lauter Weissen bei meinen Grosseltern im Garten ihres Behelfsheims in Glinde, östlich von Hamburg. Hinter der Fina-Tankstelle rechts rein war es (heute alles weg). Ein Kinderparadies. Denn die “Strassen” waren felsige Schotterwege, auf denen jeder über 20km/h sein Auto in Schrott verwandelt hätte. Ich war 3.
Glinde übrigens war die Heimat einer Fussball-Legende. Klaus Stürmer hatte dort ein Textilgeschäft. Seinen Namenszug in Glinde habe ich auf meiner kleinkindlichen Festplatte im Gehirn fotografiert. Ihn selbst habe ich nie gesehen, auch im Fernsehen nicht. Meine Eltern hatten noch keins, nur Radio. Und in seinen letzten 10 Spieler- und Lebensjahren in der Schweiz (1961-71) fand der jung verstorbene Fussballheld in der Sportschau keine Berücksichtigung. Im Ausland spielen galt damals noch als “Landesverrat” – Uwe Seeler traute sich das auf kluges Anraten seiner Gattin Ilka nicht. Rosa Lienen erinnerte mich stark an diese starke Frau.
Und Pizzi wurde von seinen Mithühnern bei jeder Futterausgabe systematisch diskriminiert. Das war ich nicht bereit zu ertragen. Später lernte ich, dass es bei den Menschen ganz ähnlich lief. Obwohl diese doch weit bessere Voraussetzungen für intelligentes Leben haben, als sie Hühnern zur Verfügung stehen.
Genau das ist Thema eines ungarischen Spielfilms, auf den Markus Ströhlein/Jungle World aufmerksam macht:
“Der Film »Lebensansichten eines Huhns« folgt einer echten Henne: Federnah dran – Eine Henne als Filmstar? Der ungarische Regisseur György Pálfi folgt in »Lebensansichten eines Huhns« einem ausgebüxten Tier in der freien Wildbahn. Der Film erzählt allerdings mehr über Menschen und ihre Abgründe als über Tiere.”
Dass ich 3 war, ist nun 66 Jahre her. Wie gross ist der seitherige Fortschritt? Der menschliche. Denn für die Hühner ist der industrielle Rückschritt evident. Die Rolle der Frauen im Fussball (s.o.) hat sich stark verbessert – mit weiterhin viel Luft nach oben.
Die Jungle World verzichtete, warum auch immer, auf einen Link zum Film. Das wäre mir zu blöd. Ab heute hier in Beuel.
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“Vierte Gewalt” – materialistisch
An das verfassungsmässige Phantasma von der “vierten Gewalt” (1. Legislative, 2. Exekutive, 3. Judikative) habe ich schon in meiner Jugend nicht geglaubt. Als Leser der WAZ, als Hörer des WDR und durch frühes Lesen medienkritischer Bücher wurde dieser Glaube verdorben, noch bevor ich wahlberechtigt wurde. Viele meiner Altersgenoss*inn*en, denen dieses Bildungsprivileg offenbar nicht oder nur unzureichend vergönnt war, glauben allen Ernstes, die “vierte Gewalt” sterbe erst jetzt. Eine völlig unangemessene Nostalgie.
Auch ohne diesen Aberglauben gibt es Gründe genug, um Meinungsfreiheit und -vielfalt gegen Rechts zu verteidigen. Die gab es immer schon im real existierenden Kapitalismus und angeblich “sozialer” Marktwirtschaft. Was in früheren Jahrzehnten versäumt wurde, rächt sich heute in gewachsenen Gefahren.
Diese äussern sich aktuell so:
Stefan Gärtner/Jungle World: “Friedrich Merz gegen Mathias Döpfner: Komm doch mit auf den Hugenberg – Dass der Bundeskanzler sich mit dem Springer-Vorstandsvorsitzenden Döpfner überworfen haben soll, macht Merz nachgerade zum Antifaschisten.”
Völlig richtig betrachtet. Dafür ist es unerheblich, wann und wie oft sich die Herren getroffen, und auf welche Weise sie sich beschimpft haben. Keine Beleidigung wird einen Falschen getroffen haben.
Neu dagegen und für mich in deutschen Medien unauffindbar – Frau Dittert ist in Rente – ist dieser erfreuliche Sachverhalt aus der britischen Medienöffentlichkeit:
Johannes Hartmann/Jungle World: “Die dubiosen Großspender von Reform UK: Farage gegen den Mülleimer – Nigel Farage, der Anführer der rechtspopulistischen Partei Reform UK, geriet wegen nicht gemeldeter millionenschwerer Spenden dubioser Krypto-Unternehmer in die Bredouille. Sein Versuch, sich durch Aufgabe seines Parlamentsmandats und eine Neuwahl aus der Affäre zu ziehen, scheint nach hinten loszugehen.”
Sollte sie trotz Murdochs Übermacht noch funktionieren? Dieser Stoff scheint mir geeignet, Fortsetzungsstaffeln von “Das Gold” zu projektieren.
Das sind die Machtkämpfe der alten Welt. Wichtiger in der neuen Welt sind diese:
Christoph Jehle/telepolis: “Wenn jeder seine eigene Wahrheit liest – KI, personalisierte Informationsströme und flüchtige Quellen untergraben den gemeinsamen Wissensstand. Damit wankt auch die Grundlage öffentlicher Debatten.”
Dazu noch ein (un-)schönes Beispiel. Deutsche Übersetzungen bzw. Adaptionen von “Ilias” und “Odyssee” habe ich als Jugendlicher mit Begeisterung und Spannung gelesen. So, wie ich für Günter Netzer war, war ich für Achilleus und die Griechen, gegen Troja. Heute würde ich nie auf die Idee kommen, in einen Hollywood-Schinken mit diesem Sujet zu gehen. So ist mir entgangen, was die famose Jenni Zylka/MDR-Altpapier dazu politisch protokolliert hat:
“Schweinische Krieger – Es ist zum Schafemelken: Durch die medial breit geführte Debatte um Christopher Nolans Hollywood-Version der ‘Odyssee’ wird der Film immer mehr zum Politikum.”
Gerne unterstreiche ich ihren guten Schluss: “… halb mystisches, halb historisches Beispiel dafür, was Krieg mit Menschen macht, ziemlich grandios ist. Dieser psychologisch wichtige, für mich wichtigste Punkt spielt allerdings in der genannten Debatte bislang kaum eine Rolle. Ist doch erstaunlich. Hoffentlich zürnt Zeus nicht.”
Ich zweifle, ob es Zeus gibt. Aber Homer hat sie verstanden.
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“Vierte Gewalt” – materialistisch
An das verfassungsmässige Phantasma von der “vierten Gewalt” (1. Legislative, 2. Exekutive, 3. Judikative) habe ich schon in meiner Jugend nicht geglaubt. Als Leser der WAZ, als Hörer des WDR und durch frühes Lesen medienkritischer Bücher wurde dieser Glaube verdorben, noch bevor ich wahlberechtigt wurde. Viele meiner Altersgenoss*inn*en, denen dieses Bildungsprivileg offenbar nicht oder nur unzureichend vergönnt war, glauben allen Ernstes, die “vierte Gewalt” sterbe erst jetzt. Eine völlig unangemessene Nostalgie.
Auch ohne diesen Aberglauben gibt es Gründe genug, um Meinungsfreiheit und -vielfalt gegen Rechts zu verteidigen. Die gab es immer schon im real existierenden Kapitalismus und angeblich “sozialer” Marktwirtschaft. Was in früheren Jahrzehnten versäumt wurde, rächt sich heute in gewachsenen Gefahren.
Diese äussern sich aktuell so:
Stefan Gärtner/Jungle World: “Friedrich Merz gegen Mathias Döpfner: Komm doch mit auf den Hugenberg – Dass der Bundeskanzler sich mit dem Springer-Vorstandsvorsitzenden Döpfner überworfen haben soll, macht Merz nachgerade zum Antifaschisten.”
Völlig richtig betrachtet. Dafür ist es unerheblich, wann und wie oft sich die Herren getroffen, und auf welche Weise sie sich beschimpft haben. Keine Beleidigung wird einen Falschen getroffen haben.
Neu dagegen und für mich in deutschen Medien unauffindbar – Frau Dittert ist in Rente – ist dieser erfreuliche Sachverhalt aus der britischen Medienöffentlichkeit:
Johannes Hartmann/Jungle World: “Die dubiosen Großspender von Reform UK: Farage gegen den Mülleimer – Nigel Farage, der Anführer der rechtspopulistischen Partei Reform UK, geriet wegen nicht gemeldeter millionenschwerer Spenden dubioser Krypto-Unternehmer in die Bredouille. Sein Versuch, sich durch Aufgabe seines Parlamentsmandats und eine Neuwahl aus der Affäre zu ziehen, scheint nach hinten loszugehen.”
Sollte sie trotz Murdochs Übermacht noch funktionieren? Dieser Stoff scheint mir geeignet, Fortsetzungsstaffeln von “Das Gold” zu projektieren.
Das sind die Machtkämpfe der alten Welt. Wichtiger in der neuen Welt sind diese:
Christoph Jehle/telepolis: “Wenn jeder seine eigene Wahrheit liest – KI, personalisierte Informationsströme und flüchtige Quellen untergraben den gemeinsamen Wissensstand. Damit wankt auch die Grundlage öffentlicher Debatten.”
Dazu noch ein (un-)schönes Beispiel. Deutsche Übersetzungen bzw. Adaptionen von “Ilias” und “Odyssee” habe ich als Jugendlicher mit Begeisterung und Spannung gelesen. So, wie ich für Günter Netzer war, war ich für Achilleus und die Griechen, gegen Troja. Heute würde ich nie auf die Idee kommen, in einen Hollywood-Schinken mit diesem Sujet zu gehen. So ist mir entgangen, was die famose Jenni Zylka/MDR-Altpapier dazu politisch protokolliert hat:
“Schweinische Krieger – Es ist zum Schafemelken: Durch die medial breit geführte Debatte um Christopher Nolans Hollywood-Version der ‘Odyssee’ wird der Film immer mehr zum Politikum.”
Gerne unterstreiche ich ihren guten Schluss: “… halb mystisches, halb historisches Beispiel dafür, was Krieg mit Menschen macht, ziemlich grandios ist. Dieser psychologisch wichtige, für mich wichtigste Punkt spielt allerdings in der genannten Debatte bislang kaum eine Rolle. Ist doch erstaunlich. Hoffentlich zürnt Zeus nicht.”
Ich zweifle, ob es Zeus gibt. Aber Homer hat sie verstanden.
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Lese Empfehlung in der neuen #Jungleworld »Berlin war grau, aber voller Möglichkeiten«
Irene Eidinger Die Geschichte der alternativen #Schwulenszene in #Berlin. https://jungle.world/inhalt/2026/29 #LGBTQ #Politik #Queer -
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Wie sich Deutsche wegen Nazi-Verwandten selbst bemitleiden
Kolumne »Podkowik Propaganda« von Kolja Podkowikhttps://jungle.world/artikel/2026/26/deutsche-nazi-verwandte-nabelschau-des-taetervolks
#jungleworld #nazikartei -
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#jungleworld #nazikartei -
Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:
Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: “Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”
Wenig überraschend: Trump und die Mullahs
Luca Schäfer/telepolis: “Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.
Die gute Nachricht: die Rente ist sicher
Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.
Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.
Hier die komplette Untersuchung: “Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”
Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz
Constanze Kurz/netzpolitik: “‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”
Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: “Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.
Mein schönster Sieg
Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: “Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.
Die schlechte Nachricht: Überwachung in China
Christoph Jehle/telepolis: “Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …
Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31
Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: “Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”
Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)
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Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:
Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: “Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”
Wenig überraschend: Trump und die Mullahs
Luca Schäfer/telepolis: “Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.
Die gute Nachricht: die Rente ist sicher
Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.
Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.
Hier die komplette Untersuchung: “Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”
Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz
Constanze Kurz/netzpolitik: “‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”
Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: “Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.
Mein schönster Sieg
Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: “Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.
Die schlechte Nachricht: Überwachung in China
Christoph Jehle/telepolis: “Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …
Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31
Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: “Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”
Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amsüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:
Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: “Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”
Wenig überraschend: Trump und die Mullahs
Luca Schäfer/telepolis: “Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.
Die gute Nachricht: die Rente ist sicher
Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.
Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.
Hier die komplette Untersuchung: “Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”
Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz
Constanze Kurz/netzpolitik: “‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”
Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: “Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.
Mein schönster Sieg
Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: “Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.
Die schlechte Nachricht: Überwachung in China
Christoph Jehle/telepolis: “Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …
Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31
Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: “Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”
Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)
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“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”
“Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden.
Lassen Sie uns ferner festhalten, dass “die Jugend” nur mehr oder weniger, eher mehr intelligent das an Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit adaptiert und für sich anwendet, was die vor ihr Geborenen ihr zubereitet haben. Das sind Fakten, an denen vernunftorientierte Zweifel nicht wirklich möglich sind.
Was mag es bedeuten, wenn nun z.B. Bernardo Cantz/telepolis, der – und dessen Medium – seinen persönlichen Hintergrund nicht bekannt macht, feststellt: “Studium, Smartphones, Sinkflug: Warum die Gen Z schlechter abschneidet – Forscher schlagen Alarm: Eine ganze Generation könnte kognitiv zurückfallen – und die Ursache liegt näher, als viele denken.”
Der Autor macht immerhin transparent, berücksichtigt das in seiner Kommentierung aber nicht, dass er über “Meta-Studien” berichtet. Was das ist, erklärt Wikipedia so:
“Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsarbeiten quantitativ bzw. statistisch zusammenzufassen und zu präsentieren. Der Unterschied zur systematischen Übersichtsarbeit (auch ‘Review’ genannt) liegt darin, dass ein Review die früheren Forschungsdaten und Publikationen kritisch würdigt, während die Metaanalyse nur die quantitative und statistische Aufarbeitung der früheren Ergebnisse umfasst.”
Mann nennt es Politik
Sie untersuchen also nicht selbst, sondern fassen zusammen, was untersucht wurde. Untersucht wird halt das, was jemand zum Untersuchen beauftragt hat. Was nicht untersucht wird, wird auch nicht rausgefunden. Untersucht wird, was die*der Auftraggebende herausfinden will. Mann nennt es Politik. Oder, wenn Sie so wollen, auch: Kapitalismus.
Erfreulich differenzierter geht es in diesem Interview von Yann Barte/Jungle World zu: “François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich: »Religion ist zu einer Identität geworden« – Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.”
Als Ungläubiger muss ich die überbordende Gläubigkeit zur Kenntnis nehmen. Das missionarische Atheistendasein habe ich vor etlichen Jahrzehnten aufgegeben. Ich will ja anders sein, als all die irren Missionar*inn*e*n. Als Agnostiker ist das Maximalziel die friedliche Koexistenz mit der Übermacht der Verrückten. Gewiss dürfte das Muslimische in Frankreich ein höheres gesellschaftlich relevantes Gewicht haben, als hierzulande. Prinzipiell gegensätzliche Verhältnisse kann ich dagegen nicht erkennen. Sie? Generell sind die Ergebnisse eher nicht weltabgewandt von der die befragten Menschen umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mann könnte halt schlicht zu vernünftigeren Schlüssen kommen, als es viele mindergebildete Geschlechtsgenossen tun. In Frankreich wie hier.
Und die Mächtigen? Alle unter einer Decke?
Spektakulär finde ich die Erkenntnisse, die Philipp Fess/telepolis hier referiert:
“China, Russland und der Traum vom ‘eurasischen Jahrhundert'” – Putin und Xi präsentieren ein Manifest gegen US-Dominanz. Kritiker sehen darin Hoffnung auf Multipolarität – andere nur eine neue Form globaler Kontrolle. – Vereint gegen die eine Nation? Wladimir Putin und Xi Jinping haben beim russischen Staatsbesuch am 20. Mai in Peking eine gemeinsame ‘Erklärung zur Errichtung einer multipolaren Weltordnung und einer neuen Art internationaler Beziehungen’ unterzeichnet.”
Gegen Ende zitiert der Autor einen “US-Ökonomen” namens Patrick Wood, den er so zusammenfasst: “Woods These ist so einfach wie provokant: Die Eliten aus Washington und Peking arbeiteten seit Jahrzehnten am selben Projekt: dem einer technokratischen Weltordnung.” Das wäre, wenn es stimmte, eine spektakuläre Erkenntnis. Wirklich?
Nunja, es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten herrschen. Und es ist leider noch nicht einmal ausgeschlossen, dass sie mit- bzw. gegeneinander Krieg führen, auf Kosten der Beherrschten beider Seiten. Oder was machen Netanyahu und die Hamas? Oder Trump und der Iran? Auch Putin und Selenskyi? Hitler und Stalin? Die Imperialisten, die gegeneinander den 1. Weltkrieg 1914 entfesselten? Was all die können, können Trump (oder sein baldiger Nachfolger) und Xi Jinping schon lange. Xi Jinping hat kein Interesse an Kriegführung, weil er ihren ökonomischen Unsinn und ihre Risiken kennt, ein Imperialist mit Stärke. Bei Trump hingegen regiert der Imperialismus der Schwäche. Der ist und bleibt gefährlich.
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“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”
“Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden.
Lassen Sie uns ferner festhalten, dass “die Jugend” nur mehr oder weniger, eher mehr intelligent das an Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit adaptiert und für sich anwendet, was die vor ihr Geborenen ihr zubereitet haben. Das sind Fakten, an denen vernunftorientierte Zweifel nicht wirklich möglich sind.
Was mag es bedeuten, wenn nun z.B. Bernardo Cantz/telepolis, der – und dessen Medium – seinen persönlichen Hintergrund nicht bekannt macht, feststellt: “Studium, Smartphones, Sinkflug: Warum die Gen Z schlechter abschneidet – Forscher schlagen Alarm: Eine ganze Generation könnte kognitiv zurückfallen – und die Ursache liegt näher, als viele denken.”
Der Autor macht immerhin transparent, berücksichtigt das in seiner Kommentierung aber nicht, dass er über “Meta-Studien” berichtet. Was das ist, erklärt Wikipedia so:
“Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsarbeiten quantitativ bzw. statistisch zusammenzufassen und zu präsentieren. Der Unterschied zur systematischen Übersichtsarbeit (auch ‘Review’ genannt) liegt darin, dass ein Review die früheren Forschungsdaten und Publikationen kritisch würdigt, während die Metaanalyse nur die quantitative und statistische Aufarbeitung der früheren Ergebnisse umfasst.”
Mann nennt es Politik
Sie untersuchen also nicht selbst, sondern fassen zusammen, was untersucht wurde. Untersucht wird halt das, was jemand zum Untersuchen beauftragt hat. Was nicht untersucht wird, wird auch nicht rausgefunden. Untersucht wird, was die*der Auftraggebende herausfinden will. Mann nennt es Politik. Oder, wenn Sie so wollen, auch: Kapitalismus.
Erfreulich differenzierter geht es in diesem Interview von Yann Barte/Jungle World zu: “François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich: »Religion ist zu einer Identität geworden« – Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.”
Als Ungläubiger muss ich die überbordende Gläubigkeit zur Kenntnis nehmen. Das missionarische Atheistendasein habe ich vor etlichen Jahrzehnten aufgegeben. Ich will ja anders sein, als all die irren Missionar*inn*e*n. Als Agnostiker ist das Maximalziel die friedliche Koexistenz mit der Übermacht der Verrückten. Gewiss dürfte das Muslimische in Frankreich ein höheres gesellschaftlich relevantes Gewicht haben, als hierzulande. Prinzipiell gegensätzliche Verhältnisse kann ich dagegen nicht erkennen. Sie? Generell sind die Ergebnisse eher nicht weltabgewandt von der die befragten Menschen umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mann könnte halt schlicht zu vernünftigeren Schlüssen kommen, als es viele mindergebildete Geschlechtsgenossen tun. In Frankreich wie hier.
Und die Mächtigen? Alle unter einer Decke?
Spektakulär finde ich die Erkenntnisse, die Philipp Fess/telepolis hier referiert:
“China, Russland und der Traum vom ‘eurasischen Jahrhundert'” – Putin und Xi präsentieren ein Manifest gegen US-Dominanz. Kritiker sehen darin Hoffnung auf Multipolarität – andere nur eine neue Form globaler Kontrolle. – Vereint gegen die eine Nation? Wladimir Putin und Xi Jinping haben beim russischen Staatsbesuch am 20. Mai in Peking eine gemeinsame ‘Erklärung zur Errichtung einer multipolaren Weltordnung und einer neuen Art internationaler Beziehungen’ unterzeichnet.”
Gegen Ende zitiert der Autor einen “US-Ökonomen” namens Patrick Wood, den er so zusammenfasst: “Woods These ist so einfach wie provokant: Die Eliten aus Washington und Peking arbeiteten seit Jahrzehnten am selben Projekt: dem einer technokratischen Weltordnung.” Das wäre, wenn es stimmte, eine spektakuläre Erkenntnis. Wirklich?
Nunja, es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten herrschen. Und es ist leider noch nicht einmal ausgeschlossen, dass sie mit- bzw. gegeneinander Krieg führen, auf Kosten der Beherrschten beider Seiten. Oder was machen Netanyahu und die Hamas? Oder Trump und der Iran? Auch Putin und Selenskyi? Hitler und Stalin? Die Imperialisten, die gegeneinander den 1. Weltkrieg 1914 entfesselten? Was all die können, können Trump (oder sein baldiger Nachfolger) und Xi Jinping schon lange. Xi Jinping hat kein Interesse an Kriegführung, weil er ihren ökonomischen Unsinn und ihre Risiken kennt, ein Imperialist mit Stärke. Bei Trump hingegen regiert der Imperialismus der Schwäche. Der ist und bleibt gefährlich.
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Imprint in der aktuellen #JungleWorld, kommt auf die Bücherwunschliste.
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Imprint in der aktuellen #JungleWorld, kommt auf die Bücherwunschliste.
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Imprint in der aktuellen #JungleWorld, kommt auf die Bücherwunschliste.
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Imprint in der aktuellen #JungleWorld, kommt auf die Bücherwunschliste.
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Imprint in der aktuellen #JungleWorld, kommt auf die Bücherwunschliste.
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Von China, Mali, USA bis ganz unten, nach Mönchengladbach
Den Kerl habe ich noch nie beim Talkshow-Trash gesehen. Das spricht für ihn. Peter Korig (Interview)/Jungle World sprach mit “Daniel Fuchs, Sinologe, im Gespräch über soziale Konflikte in China: »Es gibt eine lebhafte Streikkultur« – Immobilienkrise, schwacher Konsum und hohe Jugendarbeitslosigkeit setzen Chinas Wirtschaft unter Druck. Die Führung will mit einem neuen Fünfjahresplan technologische Eigenständigkeit und »hochwertige Entwicklung« fördern. Ein Gespräch mit dem Sinologen Daniel Fuchs über strukturelle Probleme von Gesellschaft und Wirtschaft sowie Konflikte wegen schlechter Arbeitsbedingungen in China.”
Unverständlich bleibt für mich – der Interviewer hat auch nicht danach gefragt – warum die demografische Entwicklung Chinas keinen Eingang in das ansonsten informative Gespräch fand. Ich gehe sicher davon aus, dass die Staatsführung das Thema im Blick hat. Jedoch keineswegs seine Kontrolle und Steuerung. Wäre eine gute Frage an Klügere.
Mali
Bernard Schmid/Junge Welt setzt seine Mali-Berichterstattung fort: “Sahelallianz: Angespannte Ruhe in Mali – Mali: Tuareg-Separatisten kontrollieren erneut nördliche Stadt Kidal. Tod von Verteidigungsminister bestätigt. Russische Truppen kampflos abgezogen”. Dieser Text wird in einigen Tagen in einem Paywallarchiv beerdigt.
USA
Bei telepolis schreibt der Chef selbst, sein Vorgänger Harald Neuber (jetzt: Berliner Zeitung des Milliardärs Holger Friedrich) hätte es als “Leitartikel” tituliert, Bernd Müller: “Greater North America: Washingtons neue Landkarte der Macht – Vom Polarkreis bis zum Äquator: Wie ein Konzept aus Washington die internationale Ordnung aushebelt – und warum das niemand zufällig erfunden hat.” Ein sachdienlicher Hinweis auf die Frage, was kommt, wenn Trump mal nicht mehr ist.
Allerdings macht der Herr Chefredakteur einen schwerwiegenden Denk- und Schreibfehler. Sein Fazit lautet: “Wer die kommenden Jahre der Weltpolitik lesen will, sollte diese Karte zur Hand haben. Sie zeigt nicht nur, wo Macht künftig verläuft. Sie zeigt auch, wie viel von der alten Ordnung übrig bleibt – und wie wenig.” Wie kann ein politisch denkender Mensch hier auf den Konjunktiv verzichten? Politik war noch nie ein statisch-linearer Prozess. Propheterie ist in höchstem Masse unseriös, und soll der Entwaffnung jener dienen, die in Alternativen denken und handeln. Die KI ist nicht an der Macht, und wird sie auch nicht ausüben. Sie ist von Menschen gemacht. Und darum ist alles beeinflussbar. Aufgeben ist keine Option.
Ganz unten: Mönchengladbach
Das ist das passende Stichwort für Borussia Mönchengladbach. Ich habe gleich geahnt, dass ich mir Kommentieren sparen kann, weil die seitenwahl-Kollegen die richtigen Worte finden. Der weinende Herr Bonhof muss eingestehen, dass sein grösster strategischer Fehler einen Namen hat: Roland Virkus.
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Von China, Mali, USA bis ganz unten, nach Mönchengladbach
Den Kerl habe ich noch nie beim Talkshow-Trash gesehen. Das spricht für ihn. Peter Korig (Interview)/Jungle World sprach mit “Daniel Fuchs, Sinologe, im Gespräch über soziale Konflikte in China: »Es gibt eine lebhafte Streikkultur« – Immobilienkrise, schwacher Konsum und hohe Jugendarbeitslosigkeit setzen Chinas Wirtschaft unter Druck. Die Führung will mit einem neuen Fünfjahresplan technologische Eigenständigkeit und »hochwertige Entwicklung« fördern. Ein Gespräch mit dem Sinologen Daniel Fuchs über strukturelle Probleme von Gesellschaft und Wirtschaft sowie Konflikte wegen schlechter Arbeitsbedingungen in China.”
Unverständlich bleibt für mich – der Interviewer hat auch nicht danach gefragt – warum die demografische Entwicklung Chinas keinen Eingang in das ansonsten informative Gespräch fand. Ich gehe sicher davon aus, dass die Staatsführung das Thema im Blick hat. Jedoch keineswegs seine Kontrolle und Steuerung. Wäre eine gute Frage an Klügere.
Mali
Bernard Schmid/Junge Welt setzt seine Mali-Berichterstattung fort: “Sahelallianz: Angespannte Ruhe in Mali – Mali: Tuareg-Separatisten kontrollieren erneut nördliche Stadt Kidal. Tod von Verteidigungsminister bestätigt. Russische Truppen kampflos abgezogen”. Dieser Text wird in einigen Tagen in einem Paywallarchiv beerdigt.
USA
Bei telepolis schreibt der Chef selbst, sein Vorgänger Harald Neuber (jetzt: Berliner Zeitung des Milliardärs Holger Friedrich) hätte es als “Leitartikel” tituliert, Bernd Müller: “Greater North America: Washingtons neue Landkarte der Macht – Vom Polarkreis bis zum Äquator: Wie ein Konzept aus Washington die internationale Ordnung aushebelt – und warum das niemand zufällig erfunden hat.” Ein sachdienlicher Hinweis auf die Frage, was kommt, wenn Trump mal nicht mehr ist.
Allerdings macht der Herr Chefredakteur einen schwerwiegenden Denk- und Schreibfehler. Sein Fazit lautet: “Wer die kommenden Jahre der Weltpolitik lesen will, sollte diese Karte zur Hand haben. Sie zeigt nicht nur, wo Macht künftig verläuft. Sie zeigt auch, wie viel von der alten Ordnung übrig bleibt – und wie wenig.” Wie kann ein politisch denkender Mensch hier auf den Konjunktiv verzichten? Politik war noch nie ein statisch-linearer Prozess. Propheterie ist in höchstem Masse unseriös, und soll der Entwaffnung jener dienen, die in Alternativen denken und handeln. Die KI ist nicht an der Macht, und wird sie auch nicht ausüben. Sie ist von Menschen gemacht. Und darum ist alles beeinflussbar. Aufgeben ist keine Option.
Ganz unten: Mönchengladbach
Das ist das passende Stichwort für Borussia Mönchengladbach. Ich habe gleich geahnt, dass ich mir Kommentieren sparen kann, weil die seitenwahl-Kollegen die richtigen Worte finden. Der weinende Herr Bonhof muss eingestehen, dass sein grösster strategischer Fehler einen Namen hat: Roland Virkus.
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Wie konnte das passieren? Myrte Palatini/Jungle World: “Der französische Manager Bruno Lafont hat Jihadisten in Syrien finanziert: Hauptsache Profit – Das französische Baustoffunternehmen Lafarge bezahlte dem »Islamischen Staat« und anderen Jihadisten in Syrien lieber Geld, statt auf Gewinn zu verzichten. Nun verurteilte ein Gericht den ehemaligen Konzernchef zu sechs Jahren Gefängnis.” Mehr zu Lafarge bei Wikipedia.
Der böse Straftäter hat sich offenbar nicht ausreichend mit seiner gutherzigen Regierung abgestimmt. Denn völlig abgeneigt ist die seinem Vorgehen nicht, wie sich aktuell in Mali zeigt. Aus Paris berichtet Bernard Schmid/Junge Welt, der häufig auch in der Jungle World und langjährig bei telepolis schrieb: “Bamako unter Feuer – Mali: Tuareg-Separatisten und Dschihadisten starten koordinierte Offensive gegen die Zentralregierung”. Dieser Bericht verschwindet in einigen Tagen im Paywallarchiv der Jungen Welt.
Das Beispiel Sahel zeigt, dass Frankreichs Neokolonialist*inn*en, und nicht nur die, schon lange studiert haben und bedenkenlos zur Anwendung bringen, was Lars Lange/telepolis hier anschaulich beschreibt: “Anarchie als Strategie: Die neue Logik des Krieges – Krieg ohne Zentrum: Drohnen, Mosaike, Code. Asymmetrische Kriegsführung formt neue Logik. Doch wer kämpft, wenn niemand mehr Befehle gibt? Eine Einschätzung.” Der Autor zeigt, dass in der asymmetrischen Kriegsführung die Grenzen zwischen Staaten, Regierungen und Terrororganisationen verschwimmen. Sie gehen mitunter fliessend ineinander über. Wer ist Terrorregime? Und wer nicht? Da hatte der böse Monsieur Lafont (s.o.) wohl etwas die Übersicht verloren … Mutmasslich halten sich Zementkonzerne angesichts der demagogisch grassierenden Parole “Bauen, bauen, bauen …” und der in jeder kapitalistisch strukturierten Kommune grassierenden “Abreissen-und-neu-bauen”-Epidemie – Bonner*innen wissen, was ich meine – für die Herrscher der Welt und unverwundbar. Sie sind es nicht.
Das sind ein paar Einführungsleseminuten für Anfänger*innen. Militärs, die noch ihre Sinne beisammen haben, auch professionell damit beschäftigten Politiker*inne*n ist das schon lange nicht mehr neu. Aber wieviele von denen haben ihre Sinne noch beisammen? Das fragt mit einigem Recht Hans-Peter Waldrich/overton: “Trump und der Zerfall rationaler Politik – Trumps mentale Erkrankung und die Logik des Populismus.”
Alles richtig beobachtet. Es wird von mir persönlich und vielen meiner Freund*inn*e*n geteilt. Ist aber leider vollständig befreit von strategischen Konsequenzen und politischen Handlungsideen. Also – “was unten rauskommt” – am Ende politikfrei. Damit ist das Defizit demokratischer Oppositionen in Parlamenten und Parteien, ob in den USA oder EU-Europa, leider schon fast vollständig beschrieben.
Der Druck gegen das von Waldrich charakterisierte zunehmend militarisierte und kriegerische System muss von aussen und unten organisiert werden. Parteien dürfen dabei mithelfen. Wenn sie es noch können …
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Wie konnte das passieren? Myrte Palatini/Jungle World: “Der französische Manager Bruno Lafont hat Jihadisten in Syrien finanziert: Hauptsache Profit – Das französische Baustoffunternehmen Lafarge bezahlte dem »Islamischen Staat« und anderen Jihadisten in Syrien lieber Geld, statt auf Gewinn zu verzichten. Nun verurteilte ein Gericht den ehemaligen Konzernchef zu sechs Jahren Gefängnis.” Mehr zu Lafarge bei Wikipedia.
Der böse Straftäter hat sich offenbar nicht ausreichend mit seiner gutherzigen Regierung abgestimmt. Denn völlig abgeneigt ist die seinem Vorgehen nicht, wie sich aktuell in Mali zeigt. Aus Paris berichtet Bernard Schmid/Junge Welt, der häufig auch in der Jungle World und langjährig bei telepolis schrieb: “Bamako unter Feuer – Mali: Tuareg-Separatisten und Dschihadisten starten koordinierte Offensive gegen die Zentralregierung”. Dieser Bericht verschwindet in einigen Tagen im Paywallarchiv der Jungen Welt.
Das Beispiel Sahel zeigt, dass Frankreichs Neokolonialist*inn*en, und nicht nur die, schon lange studiert haben und bedenkenlos zur Anwendung bringen, was Lars Lange/telepolis hier anschaulich beschreibt: “Anarchie als Strategie: Die neue Logik des Krieges – Krieg ohne Zentrum: Drohnen, Mosaike, Code. Asymmetrische Kriegsführung formt neue Logik. Doch wer kämpft, wenn niemand mehr Befehle gibt? Eine Einschätzung.” Der Autor zeigt, dass in der asymmetrischen Kriegsführung die Grenzen zwischen Staaten, Regierungen und Terrororganisationen verschwimmen. Sie gehen mitunter fliessend ineinander über. Wer ist Terrorregime? Und wer nicht? Da hatte der böse Monsieur Lafont (s.o.) wohl etwas die Übersicht verloren … Mutmasslich halten sich Zementkonzerne angesichts der demagogisch grassierenden Parole “Bauen, bauen, bauen …” und der in jeder kapitalistisch strukturierten Kommune grassierenden “Abreissen-und-neu-bauen”-Epidemie – Bonner*innen wissen, was ich meine – für die Herrscher der Welt und unverwundbar. Sie sind es nicht.
Das sind ein paar Einführungsleseminuten für Anfänger*innen. Militärs, die noch ihre Sinne beisammen haben, auch professionell damit beschäftigten Politiker*inne*n ist das schon lange nicht mehr neu. Aber wieviele von denen haben ihre Sinne noch beisammen? Das fragt mit einigem Recht Hans-Peter Waldrich/overton: “Trump und der Zerfall rationaler Politik – Trumps mentale Erkrankung und die Logik des Populismus.”
Alles richtig beobachtet. Es wird von mir persönlich und vielen meiner Freund*inn*e*n geteilt. Ist aber leider vollständig befreit von strategischen Konsequenzen und politischen Handlungsideen. Also – “was unten rauskommt” – am Ende politikfrei. Damit ist das Defizit demokratischer Oppositionen in Parlamenten und Parteien, ob in den USA oder EU-Europa, leider schon fast vollständig beschrieben.
Der Druck gegen das von Waldrich charakterisierte zunehmend militarisierte und kriegerische System muss von aussen und unten organisiert werden. Parteien dürfen dabei mithelfen. Wenn sie es noch können …
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Das!
Interview mit Madeleine Bernstorrf, einer der Leiterinnen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in der #JungleWorld.
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Das!
Interview mit Madeleine Bernstorrf, einer der Leiterinnen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in der #JungleWorld.
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Das!
Interview mit Madeleine Bernstorrf, einer der Leiterinnen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in der #JungleWorld.
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Das!
Interview mit Madeleine Bernstorrf, einer der Leiterinnen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in der #JungleWorld.
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Das!
Interview mit Madeleine Bernstorrf, einer der Leiterinnen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in der #JungleWorld.
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Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck
Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:
“Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”
Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.
In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?
-
Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck
Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:
“Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”
Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.
In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck
Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:
“Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”
Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.
In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?
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Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck
Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:
“Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”
Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.
In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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Weiterer Schreck in der Morgenstunde durch Bruch meiner Mediendiät – Wundersame Bahn CCXLV
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Brandstifter nach der Feuerwehr ruft, das sprichwörtliche “Haltet den Dieb!” Wieder habe ich nach dem Aufwachen Radio gehört. Und da kam das raus. Dass sich den Namen von dem Mann noch keine*r merken kann, wurmt ihn und die “Funke-Mediengruppe” offenbar. Dabei ist das noch das Positivste, was ihn von seinen Amtsvorgängern unterscheidet.
Der Begriff in obiger Schlagzeile ist das, was Jurist*inn*en nach meiner Kenntnis einen “unbestimmten Rechtsbegriff” nennen. Das ist für uns Nichtstudierte, was wir als “politische Propaganda” und als “Kampfbegriff” kennen. Er wurde in den 70er Jahren auf linke Postboten und Lokomotivführer, sowie zahlreiche Lehrer*innen angewandt, die alle als Nachfahren der 68er ins Arbeitsleben wechseln wollten. Da wollten sie die damals herrschenden Parteien aber nicht haben. Und das das Bundesverfassungsgericht entscheiden zu lassen, war ihnen zu kompliziert und ungewiss. Darum erfanden sie diesen Kampfbegriff.
Für die gegenwärtige Debatte, in der Faschist*inn*en ihre “Normalisierung” längst wieder durchgedrückt haben, wird das hier problematisiert:
Marek Winter/Jungle World: “Prüf-Demos: Kein Freund und Helfer – Im Kampf gegen die extreme Rechte beziehen sich Antifaschistischen immer häufiger auf den Verfassungsschutz. Dass auf den nicht zu rechnen ist, zeigte nicht zuletzt der geheimdienstliche Umgang mit dem NSU. Auch an der Extremismusdoktrin, an der der Verfassungsschutz festhält, scheint sich kaum mehr jemand zu stoßen.”
Angewandt auf diesen Fall meines Schrecks in der Morgenstunde bedarf es keines Inlandsgeheimdienstes, der sich mit einem politischen Kampfbegriff selbst zu schmücken versucht, sondern dafür genügt Wikipedia:
Liste der deutschen Verkehrsminister
Hier sind die politisch Verantwortlichen für den demokratiegefährdenden Zustand der deutschen Bahn vollständig aufgezählt. Gut, sie sind es nicht alleine. Die Aufsichtsratsmitglieder gehören auch dazu. Eine Liste ihrer Vorgänger*innen wäre sicher von weiterem Interesse. Wenn Sie so eine finden, ergänze ich die gerne.
Das Verkehrsministerium als Vertretung des Anteilseigners ist aber die politische Stelle, die die Findung und Rekrutierung dieser Verantwortlichen steuert. Patrick Schnieder heisst der Boss davon heute. Keine Ahnung, ob mann sich den Namen merken muss …
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Weiterer Schreck in der Morgenstunde durch Bruch meiner Mediendiät – Wundersame Bahn CCXLV
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Brandstifter nach der Feuerwehr ruft, das sprichwörtliche “Haltet den Dieb!” Wieder habe ich nach dem Aufwachen Radio gehört. Und da kam das raus. Dass sich den Namen von dem Mann noch keine*r merken kann, wurmt ihn und die “Funke-Mediengruppe” offenbar. Dabei ist das noch das Positivste, was ihn von seinen Amtsvorgängern unterscheidet.
Der Begriff in obiger Schlagzeile ist das, was Jurist*inn*en nach meiner Kenntnis einen “unbestimmten Rechtsbegriff” nennen. Das ist für uns Nichtstudierte, was wir als “politische Propaganda” und als “Kampfbegriff” kennen. Er wurde in den 70er Jahren auf linke Postboten und Lokomotivführer, sowie zahlreiche Lehrer*innen angewandt, die alle als Nachfahren der 68er ins Arbeitsleben wechseln wollten. Da wollten sie die damals herrschenden Parteien aber nicht haben. Und das das Bundesverfassungsgericht entscheiden zu lassen, war ihnen zu kompliziert und ungewiss. Darum erfanden sie diesen Kampfbegriff.
Für die gegenwärtige Debatte, in der Faschist*inn*en ihre “Normalisierung” längst wieder durchgedrückt haben, wird das hier problematisiert:
Marek Winter/Jungle World: “Prüf-Demos: Kein Freund und Helfer – Im Kampf gegen die extreme Rechte beziehen sich Antifaschistischen immer häufiger auf den Verfassungsschutz. Dass auf den nicht zu rechnen ist, zeigte nicht zuletzt der geheimdienstliche Umgang mit dem NSU. Auch an der Extremismusdoktrin, an der der Verfassungsschutz festhält, scheint sich kaum mehr jemand zu stoßen.”
Angewandt auf diesen Fall meines Schrecks in der Morgenstunde bedarf es keines Inlandsgeheimdienstes, der sich mit einem politischen Kampfbegriff selbst zu schmücken versucht, sondern dafür genügt Wikipedia:
Liste der deutschen Verkehrsminister
Hier sind die politisch Verantwortlichen für den demokratiegefährdenden Zustand der deutschen Bahn vollständig aufgezählt. Gut, sie sind es nicht alleine. Die Aufsichtsratsmitglieder gehören auch dazu. Eine Liste ihrer Vorgänger*innen wäre sicher von weiterem Interesse. Wenn Sie so eine finden, ergänze ich die gerne.
Das Verkehrsministerium als Vertretung des Anteilseigners ist aber die politische Stelle, die die Findung und Rekrutierung dieser Verantwortlichen steuert. Patrick Schnieder heisst der Boss davon heute. Keine Ahnung, ob mann sich den Namen merken muss …
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Die SZ thematisiert es heute mal wieder, selbstverständlich digital eingemauert für ihre solventen Abonnent*inn*en: “Umstrittene Kredite: Es riecht nach Finanzkrise – Schattenbanken haben Kredite in Billionenhöhe vergeben. Erste Unternehmen fallen aus, Fonds müssen die Rückgabe aussetzen. Jetzt redet die Finanzbranche über zwei unappetitliche Dinge: einen Crash – und Kakerlaken.” So geht es nun schon seit Monaten. Oder gar Jahren? Sicher ist: es wird kommen. Nur wann? Und wer weiss es zuerst?
Ex-taz-Redakteur Felix Lee schreibt hinter der gleichen Mauer – “Lesedauer 16 Minuten” – das hier: “Billiger Strom ist Chinas groser Trumpf im KI-Wettlauf … Während US- und EU-Rechenzentren unter Kosten und Engpässen leiden, baut China im Rekordtempo aus …” Dä.
Und jetzt stellen wir uns mal ganz dumm. Wie hängt das mit Trumps und Netanyahus Irankrieg zusammen? Wollen sie die Blase jetzt platzen lassen? Und sich, weil sie es vorher wissen, an den Monsterspekulationsgewinnen laben? Ich weisses doch auch nicht. Doch mittlerweile müssen wir alles für möglich halten.
Und hier können Sie es paywallfrei lesen:
Tomasz Konicz/Jungle World: “KI-Blase: Kapitale Kannibalen – Das disruptive Potential der KI-Entwicklung manifestiert sich bereits deutlich in der wachsenden Labilität der Finanzmärkte in den USA.”
Und eine medial unterbelichtete Ergänzung zu den Mördern und Kriegsstrategen gibt es hier:
Stephan Roll/Qantara: “Angriff auf Iran: Wollten die Saudis diesen Krieg? – Saudi-Arabiens Kalkül könnte ein anderes sein, als viele denken. Zwar fliegen Raketen und Drohnen auf Doha, Dubai und auch auf Riad. Doch einiges spricht dafür, dass sich das Königreich vom Irankrieg auch Vorteile erhofft.”
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Die SZ thematisiert es heute mal wieder, selbstverständlich digital eingemauert für ihre solventen Abonnent*inn*en: “Umstrittene Kredite: Es riecht nach Finanzkrise – Schattenbanken haben Kredite in Billionenhöhe vergeben. Erste Unternehmen fallen aus, Fonds müssen die Rückgabe aussetzen. Jetzt redet die Finanzbranche über zwei unappetitliche Dinge: einen Crash – und Kakerlaken.” So geht es nun schon seit Monaten. Oder gar Jahren? Sicher ist: es wird kommen. Nur wann? Und wer weiss es zuerst?
Ex-taz-Redakteur Felix Lee schreibt hinter der gleichen Mauer – “Lesedauer 16 Minuten” – das hier: “Billiger Strom ist Chinas groser Trumpf im KI-Wettlauf … Während US- und EU-Rechenzentren unter Kosten und Engpässen leiden, baut China im Rekordtempo aus …” Dä.
Und jetzt stellen wir uns mal ganz dumm. Wie hängt das mit Trumps und Netanyahus Irankrieg zusammen? Wollen sie die Blase jetzt platzen lassen? Und sich, weil sie es vorher wissen, an den Monsterspekulationsgewinnen laben? Ich weisses doch auch nicht. Doch mittlerweile müssen wir alles für möglich halten.
Und hier können Sie es paywallfrei lesen:
Tomasz Konicz/Jungle World: “KI-Blase: Kapitale Kannibalen – Das disruptive Potential der KI-Entwicklung manifestiert sich bereits deutlich in der wachsenden Labilität der Finanzmärkte in den USA.”
Und eine medial unterbelichtete Ergänzung zu den Mördern und Kriegsstrategen gibt es hier:
Stephan Roll/Qantara: “Angriff auf Iran: Wollten die Saudis diesen Krieg? – Saudi-Arabiens Kalkül könnte ein anderes sein, als viele denken. Zwar fliegen Raketen und Drohnen auf Doha, Dubai und auch auf Riad. Doch einiges spricht dafür, dass sich das Königreich vom Irankrieg auch Vorteile erhofft.”
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#Nigeria. Selon Boubacar Diop que j'ai interviewé pour #JungleWorld, les frappes US relèvaient plus du coup de menton que de la stratégie : bombarder le nord-ouest "bandit" plutôt que le nord-est de Boko Haram et de l'État islamique en Afrique de l'Ouest. jungle.world/artikel/2026...
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mit Update am Nachmittag
Marktführer der Diagnose deutscher Medienignoranz ist der Wissenschaftler Ladislaus Ludescher. Hier eine kleine Auswahl seiner erhellenden Veröffentlichungen. Ein Monopol hat er nur beinahe. Gestern fand ich zwei beachtenswerte Beispiele.
Bernhard Schmid/Jungle World arbeitet in Paris und profitiert von dem dort durch Jahrhunderte des Kolonialismus und Neokolonialismus geweiteten Blick auf die Ex-Kolonien. Dabei behält er seinen eigenen kritischen Blick, mit dem er Statements diversester politischer Kräfte und Regierungen liest. Aktuell hier:
“Attacke des »Islamischen Staats im Sahel« auf den Flughafen von Niamey: Propagandacoup für den IS – Der »Islamische Staat im Sahel« hat den hauptstädtischen Flughafen in Niger attackiert. Die Militärjunta des Landes beschuldigt fälschlich Frankreich, Benin und die Côte d’Ivoire.”
Noch erhellender, weil er zarte emanzipatorische afrikanische Ansätze beschreibt, ist Kambale Musavuli aus der Demokratischen Republik Kongo in der Jungen Welt:
“Neokoloniolismus: Ein neuer Wettlauf – Wie Handelsabkommen und KI die Zukunft Afrikas neu gestalten”.
Schade nur, dass es bei der Jungen Welt Unsitte ist, die Texte nach einigen Tagen in einem Paywallarchiv zu beerdigen. Da wäre der Autor bei den netzpolitik-Kolleg*inn*en besser aufgehoben.
Update am Nachmittag
Bis heute völlig an mir vorbeigelaufen ist ein gesellschaftlich relevanter Medienvorgang, der jetzt erst bei uebermedien aus der Paywall befreit wurde. Vergessen Sie irgendwelche angeblichen deutschen “Leitmedien”, und nehmen Sie das zur Kenntnis, es wird Sie nicht dümmer machen:
Andrej Reisin/uebermedien: “Afrika-Tour von YouTuber ‘IShowSpeed’: So hat die Welt Afrika noch nicht gesehen. Oder doch? – Der US-amerikanische YouTube-Star ‘IShowSpeed’ hat mit seinen Livestreams aus Afrika weltweit einen Hype ausgelöst: mit Millionen Abrufen, emotionalen Reaction-Videos und Menschenmassen vor Ort. Viele Fans glauben, er zeige den Kontinent so, wie es ihn sonst nie zu sehen gibt. Doch so einfach ist es nicht.”
Einen ähnlichen Stellenwert in der afrikanischen Öffentlichkeit hatte allenfalls Muhammad Ali erobert. Der musste viel mehr und viel besser boxen, also härter arbeiten – und ist nun schon fast zehn Jahre tot.
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mit Update am Nachmittag
Marktführer der Diagnose deutscher Medienignoranz ist der Wissenschaftler Ladislaus Ludescher. Hier eine kleine Auswahl seiner erhellenden Veröffentlichungen. Ein Monopol hat er nur beinahe. Gestern fand ich zwei beachtenswerte Beispiele.
Bernhard Schmid/Jungle World arbeitet in Paris und profitiert von dem dort durch Jahrhunderte des Kolonialismus und Neokolonialismus geweiteten Blick auf die Ex-Kolonien. Dabei behält er seinen eigenen kritischen Blick, mit dem er Statements diversester politischer Kräfte und Regierungen liest. Aktuell hier:
“Attacke des »Islamischen Staats im Sahel« auf den Flughafen von Niamey: Propagandacoup für den IS – Der »Islamische Staat im Sahel« hat den hauptstädtischen Flughafen in Niger attackiert. Die Militärjunta des Landes beschuldigt fälschlich Frankreich, Benin und die Côte d’Ivoire.”
Noch erhellender, weil er zarte emanzipatorische afrikanische Ansätze beschreibt, ist Kambale Musavuli aus der Demokratischen Republik Kongo in der Jungen Welt:
“Neokoloniolismus: Ein neuer Wettlauf – Wie Handelsabkommen und KI die Zukunft Afrikas neu gestalten”.
Schade nur, dass es bei der Jungen Welt Unsitte ist, die Texte nach einigen Tagen in einem Paywallarchiv zu beerdigen. Da wäre der Autor bei den netzpolitik-Kolleg*inn*en besser aufgehoben.
Update am Nachmittag
Bis heute völlig an mir vorbeigelaufen ist ein gesellschaftlich relevanter Medienvorgang, der jetzt erst bei uebermedien aus der Paywall befreit wurde. Vergessen Sie irgendwelche angeblichen deutschen “Leitmedien”, und nehmen Sie das zur Kenntnis, es wird Sie nicht dümmer machen:
Andrej Reisin/uebermedien: “Afrika-Tour von YouTuber ‘IShowSpeed’: So hat die Welt Afrika noch nicht gesehen. Oder doch? – Der US-amerikanische YouTube-Star ‘IShowSpeed’ hat mit seinen Livestreams aus Afrika weltweit einen Hype ausgelöst: mit Millionen Abrufen, emotionalen Reaction-Videos und Menschenmassen vor Ort. Viele Fans glauben, er zeige den Kontinent so, wie es ihn sonst nie zu sehen gibt. Doch so einfach ist es nicht.”
Einen ähnlichen Stellenwert in der afrikanischen Öffentlichkeit hatte allenfalls Muhammad Ali erobert. Der musste viel mehr und viel besser boxen, also härter arbeiten – und ist nun schon fast zehn Jahre tot.
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„Ist Reza Pahlavi also eine Symbolfigur für die Opposition?
Das muss nicht von Dauer sein. Die Persönlichkeit Pahlavis selbst, die Tatsache, dass seine Berater und viele seiner Unterstützer wenig an Substanz anzubieten haben, werden dazu führen, dass er an Bedeutung verliert. Personen mit mehr Substanz werden aus diesem Kampf hervorgehen. Aber im Moment ist es eine deprimierende Situation.“ -
„Ist Reza Pahlavi also eine Symbolfigur für die Opposition?
Das muss nicht von Dauer sein. Die Persönlichkeit Pahlavis selbst, die Tatsache, dass seine Berater und viele seiner Unterstützer wenig an Substanz anzubieten haben, werden dazu führen, dass er an Bedeutung verliert. Personen mit mehr Substanz werden aus diesem Kampf hervorgehen. Aber im Moment ist es eine deprimierende Situation.“ -
„Ist Reza Pahlavi also eine Symbolfigur für die Opposition?
Das muss nicht von Dauer sein. Die Persönlichkeit Pahlavis selbst, die Tatsache, dass seine Berater und viele seiner Unterstützer wenig an Substanz anzubieten haben, werden dazu führen, dass er an Bedeutung verliert. Personen mit mehr Substanz werden aus diesem Kampf hervorgehen. Aber im Moment ist es eine deprimierende Situation.“ -
„Ist Reza Pahlavi also eine Symbolfigur für die Opposition?
Das muss nicht von Dauer sein. Die Persönlichkeit Pahlavis selbst, die Tatsache, dass seine Berater und viele seiner Unterstützer wenig an Substanz anzubieten haben, werden dazu führen, dass er an Bedeutung verliert. Personen mit mehr Substanz werden aus diesem Kampf hervorgehen. Aber im Moment ist es eine deprimierende Situation.“ -
„Ist Reza Pahlavi also eine Symbolfigur für die Opposition?
Das muss nicht von Dauer sein. Die Persönlichkeit Pahlavis selbst, die Tatsache, dass seine Berater und viele seiner Unterstützer wenig an Substanz anzubieten haben, werden dazu führen, dass er an Bedeutung verliert. Personen mit mehr Substanz werden aus diesem Kampf hervorgehen. Aber im Moment ist es eine deprimierende Situation.“ -
Und das mehrtägig – es war “schon immer so”
Mit der Kölner Silvesternacht 2015/16 gelang es den Rassist*inn*en dieser Republik, die Herrschaft über den medienbasierten Diskurs unseres Zwergstaates (zurück) zu erobern. “Den Frauen” ist das in keiner auch nur ähnlichen Weise gelungen. Die gute Nachricht ist: sie haben in der Zwischenzeit eigene Schutzstrategien entwickelt, nicht alle aber viele.
Das ist dieser gelungenen Reportage von Verena Köplin/WDR zu entnehmen: “Unter Umständen sicher: Wie sich der Kölner Karneval als Frau anfühlt – Karnevalssamstag, der Pegel steigt, die Kölner Straßen füllen sich. Wie sicher ist das eigentlich, wenn man als Frau feiern geht?”
Männer gibt es eben nicht nur in Nordafrika. Doch wohin mit ihnen in diesen Tagen? Beruhigen Sie sich – nicht “alle”. Aber auch nicht wenige.
Was bei o.g. Diskurswende “unten raus gekommen” (zit. Helmut Kohl) ist, und zwar für Frauen und Männer, das weiss Bernhard Torsch/Jungle World:
“Die Bundesregierung fordert mehr Arbeit und weniger Kranksein: Lieber leidvoll leben – Die Bundesregierung, Unternehmerlobby und Boulevardmedien mahnen das deutsche Arbeitsethos an. Da kann der eine oder die andere eben auch mal auf der Strecke bleiben. Eine Kolumne über Leistungsideologie und deutschen Wahn.”
Ist daran was besonders deutsch? Das untersucht Catherine Liu/overton aus New York:
“Ketch’up, Germany! – Deutschlands Versuch, mit dem US-Kapitalismus ‘aufzuholen’, hat eine neue Elite hervorgebracht – und eine wachsende Entfremdung von der Arbeiterklasse.”
Ihre Folgerung “Parteien wie die AfD könnten nicht gedeihen, wenn es keine abgehobene deutsche PMC gäbe …” ist zwar rhetorisch verführerisch, aber analytisch allzu lässig. Diese gedankliche Nachlässigkeit – und ihre optische Hervorhebung durch die BSW-nahe overton-Redaktion – droht ihre erwägenswerten Gesichtspunkte zu entwerten.
Wäre schade eigentlich, denn abwegig ist Mrs. Lius Blick nicht. Die Spaltung der Lohnabhängigen ist eine jahrhundertelang erprobte Herrschaftstechnik. In nur wenigen Ländern dieser Welt funktioniert sie so “perfekt”, wie in Deutschland. Eine Perfektion, die sich in zwei von hier aus angefangenen Weltkriegen dokumentierte. Geschichte wiederholt sich als Farce.
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Und das mehrtägig – es war “schon immer so”
Mit der Kölner Silvesternacht 2015/16 gelang es den Rassist*inn*en dieser Republik, die Herrschaft über den medienbasierten Diskurs unseres Zwergstaates (zurück) zu erobern. “Den Frauen” ist das in keiner auch nur ähnlichen Weise gelungen. Die gute Nachricht ist: sie haben in der Zwischenzeit eigene Schutzstrategien entwickelt, nicht alle aber viele.
Das ist dieser gelungenen Reportage von Verena Köplin/WDR zu entnehmen: “Unter Umständen sicher: Wie sich der Kölner Karneval als Frau anfühlt – Karnevalssamstag, der Pegel steigt, die Kölner Straßen füllen sich. Wie sicher ist das eigentlich, wenn man als Frau feiern geht?”
Männer gibt es eben nicht nur in Nordafrika. Doch wohin mit ihnen in diesen Tagen? Beruhigen Sie sich – nicht “alle”. Aber auch nicht wenige.
Was bei o.g. Diskurswende “unten raus gekommen” (zit. Helmut Kohl) ist, und zwar für Frauen und Männer, das weiss Bernhard Torsch/Jungle World:
“Die Bundesregierung fordert mehr Arbeit und weniger Kranksein: Lieber leidvoll leben – Die Bundesregierung, Unternehmerlobby und Boulevardmedien mahnen das deutsche Arbeitsethos an. Da kann der eine oder die andere eben auch mal auf der Strecke bleiben. Eine Kolumne über Leistungsideologie und deutschen Wahn.”
Ist daran was besonders deutsch? Das untersucht Catherine Liu/overton aus New York:
“Ketch’up, Germany! – Deutschlands Versuch, mit dem US-Kapitalismus ‘aufzuholen’, hat eine neue Elite hervorgebracht – und eine wachsende Entfremdung von der Arbeiterklasse.”
Ihre Folgerung “Parteien wie die AfD könnten nicht gedeihen, wenn es keine abgehobene deutsche PMC gäbe …” ist zwar rhetorisch verführerisch, aber analytisch allzu lässig. Diese gedankliche Nachlässigkeit – und ihre optische Hervorhebung durch die BSW-nahe overton-Redaktion – droht ihre erwägenswerten Gesichtspunkte zu entwerten.
Wäre schade eigentlich, denn abwegig ist Mrs. Lius Blick nicht. Die Spaltung der Lohnabhängigen ist eine jahrhundertelang erprobte Herrschaftstechnik. In nur wenigen Ländern dieser Welt funktioniert sie so “perfekt”, wie in Deutschland. Eine Perfektion, die sich in zwei von hier aus angefangenen Weltkriegen dokumentierte. Geschichte wiederholt sich als Farce.
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#InsRegalGestellt
Gertraud Klemm, Einzeller, Kremayr & ScheriauZwischen
Gertraud Klemm, Abschied vom Phallozän, Matthes &SeitzUnd
Almut Klotz, Fotzenfenderschweine, Verbrecher VerlagEs gelingt Klemm, die Konfliktlinien aufzuzeigen. Zur Streitschrift empfehle ich die Buchkritik in der #JungleWorld 2025/49.
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#InsRegalGestellt
Gertraud Klemm, Einzeller, Kremayr & ScheriauZwischen
Gertraud Klemm, Abschied vom Phallozän, Matthes &SeitzUnd
Almut Klotz, Fotzenfenderschweine, Verbrecher VerlagEs gelingt Klemm, die Konfliktlinien aufzuzeigen. Zur Streitschrift empfehle ich die Buchkritik in der #JungleWorld 2025/49.
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#InsRegalGestellt
Gertraud Klemm, Einzeller, Kremayr & ScheriauZwischen
Gertraud Klemm, Abschied vom Phallozän, Matthes &SeitzUnd
Almut Klotz, Fotzenfenderschweine, Verbrecher VerlagEs gelingt Klemm, die Konfliktlinien aufzuzeigen. Zur Streitschrift empfehle ich die Buchkritik in der #JungleWorld 2025/49.
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#InsRegalGestellt
Gertraud Klemm, Einzeller, Kremayr & ScheriauZwischen
Gertraud Klemm, Abschied vom Phallozän, Matthes &SeitzUnd
Almut Klotz, Fotzenfenderschweine, Verbrecher VerlagEs gelingt Klemm, die Konfliktlinien aufzuzeigen. Zur Streitschrift empfehle ich die Buchkritik in der #JungleWorld 2025/49.