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#jungleworld — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #jungleworld, aggregated by home.social.

  1. Trotz WM

    Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:

    Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”

    Wenig überraschend: Trump und die Mullahs

    Luca Schäfer/telepolis: Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.

    Die gute Nachricht: die Rente ist sicher

    Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.

    Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.

    Hier die komplette Untersuchung: Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”

    Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz

    Constanze Kurz/netzpolitik: ‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”

    Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.

    Mein schönster Sieg

    Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.

    Die schlechte Nachricht: Überwachung in China

    Christoph Jehle/telepolis: Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …

    Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31

    Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”

    Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amsüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  2. Trotz WM

    Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:

    Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”

    Wenig überraschend: Trump und die Mullahs

    Luca Schäfer/telepolis: Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.

    Die gute Nachricht: die Rente ist sicher

    Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.

    Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.

    Hier die komplette Untersuchung: Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”

    Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz

    Constanze Kurz/netzpolitik: ‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”

    Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.

    Mein schönster Sieg

    Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.

    Die schlechte Nachricht: Überwachung in China

    Christoph Jehle/telepolis: Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …

    Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31

    Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”

    Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)

  3. Trotz WM

    Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:

    Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”

    Wenig überraschend: Trump und die Mullahs

    Luca Schäfer/telepolis: Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.

    Die gute Nachricht: die Rente ist sicher

    Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.

    Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.

    Hier die komplette Untersuchung: Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”

    Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz

    Constanze Kurz/netzpolitik: ‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”

    Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.

    Mein schönster Sieg

    Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.

    Die schlechte Nachricht: Überwachung in China

    Christoph Jehle/telepolis: Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …

    Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31

    Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”

    Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)

  4. Alles Dasselbe?

    “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”

    “Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden.

    Lassen Sie uns ferner festhalten, dass “die Jugend” nur mehr oder weniger, eher mehr intelligent das an Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit adaptiert und für sich anwendet, was die vor ihr Geborenen ihr zubereitet haben. Das sind Fakten, an denen vernunftorientierte Zweifel nicht wirklich möglich sind.

    Was mag es bedeuten, wenn nun z.B. Bernardo Cantz/telepolis, der – und dessen Medium – seinen persönlichen Hintergrund nicht bekannt macht, feststellt: Studium, Smartphones, Sinkflug: Warum die Gen Z schlechter abschneidet – Forscher schlagen Alarm: Eine ganze Generation könnte kognitiv zurückfallen – und die Ursache liegt näher, als viele denken.”

    Der Autor macht immerhin transparent, berücksichtigt das in seiner Kommentierung aber nicht, dass er über “Meta-Studien” berichtet. Was das ist, erklärt Wikipedia so:

    “Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsarbeiten quantitativ bzw. statistisch zusammenzufassen und zu präsentieren. Der Unterschied zur systematischen Übersichtsarbeit (auch ‘Review’ genannt) liegt darin, dass ein Review die früheren Forschungsdaten und Publikationen kritisch würdigt, während die Metaanalyse nur die quantitative und statistische Aufarbeitung der früheren Ergebnisse umfasst.”

    Mann nennt es Politik

    Sie untersuchen also nicht selbst, sondern fassen zusammen, was untersucht wurde. Untersucht wird halt das, was jemand zum Untersuchen beauftragt hat. Was nicht untersucht wird, wird auch nicht rausgefunden. Untersucht wird, was die*der Auftraggebende herausfinden will. Mann nennt es Politik. Oder, wenn Sie so wollen, auch: Kapitalismus.

    Erfreulich differenzierter geht es in diesem Interview von Yann Barte/Jungle World zu: François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich: »Religion ist zu einer Identität geworden« – Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.”

    Als Ungläubiger muss ich die überbordende Gläubigkeit zur Kenntnis nehmen. Das missionarische Atheistendasein habe ich vor etlichen Jahrzehnten aufgegeben. Ich will ja anders sein, als all die irren Missionar*inn*e*n. Als Agnostiker ist das Maximalziel die friedliche Koexistenz mit der Übermacht der Verrückten. Gewiss dürfte das Muslimische in Frankreich ein höheres gesellschaftlich relevantes Gewicht haben, als hierzulande. Prinzipiell gegensätzliche Verhältnisse kann ich dagegen nicht erkennen. Sie? Generell sind die Ergebnisse eher nicht weltabgewandt von der die befragten Menschen umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mann könnte halt schlicht zu vernünftigeren Schlüssen kommen, als es viele mindergebildete Geschlechtsgenossen tun. In Frankreich wie hier.

    Und die Mächtigen? Alle unter einer Decke?

    Spektakulär finde ich die Erkenntnisse, die Philipp Fess/telepolis hier referiert:

    China, Russland und der Traum vom ‘eurasischen Jahrhundert'” – Putin und Xi präsentieren ein Manifest gegen US-Dominanz. Kritiker sehen darin Hoffnung auf Multipolarität – andere nur eine neue Form globaler Kontrolle. – Vereint gegen die eine Nation? Wladimir Putin und Xi Jinping haben beim russischen Staatsbesuch am 20. Mai in Peking eine gemeinsame ‘Erklärung zur Errichtung einer multipolaren Weltordnung und einer neuen Art internationaler Beziehungen’ unterzeichnet.”

    Gegen Ende zitiert der Autor einen “US-Ökonomen” namens Patrick Wood, den er so zusammenfasst: “Woods These ist so einfach wie provokant: Die Eliten aus Washington und Peking arbeiteten seit Jahrzehnten am selben Projekt: dem einer technokratischen Weltordnung.” Das wäre, wenn es stimmte, eine spektakuläre Erkenntnis. Wirklich?

    Nunja, es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten herrschen. Und es ist leider noch nicht einmal ausgeschlossen, dass sie mit- bzw. gegeneinander Krieg führen, auf Kosten der Beherrschten beider Seiten. Oder was machen Netanyahu und die Hamas? Oder Trump und der Iran? Auch Putin und Selenskyi? Hitler und Stalin? Die Imperialisten, die gegeneinander den 1. Weltkrieg 1914 entfesselten? Was all die können, können Trump (oder sein baldiger Nachfolger) und Xi Jinping schon lange. Xi Jinping hat kein Interesse an Kriegführung, weil er ihren ökonomischen Unsinn und ihre Risiken kennt, ein Imperialist mit Stärke. Bei Trump hingegen regiert der Imperialismus der Schwäche. Der ist und bleibt gefährlich.

  5. Alles Dasselbe?

    “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”

    “Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden.

    Lassen Sie uns ferner festhalten, dass “die Jugend” nur mehr oder weniger, eher mehr intelligent das an Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit adaptiert und für sich anwendet, was die vor ihr Geborenen ihr zubereitet haben. Das sind Fakten, an denen vernunftorientierte Zweifel nicht wirklich möglich sind.

    Was mag es bedeuten, wenn nun z.B. Bernardo Cantz/telepolis, der – und dessen Medium – seinen persönlichen Hintergrund nicht bekannt macht, feststellt: Studium, Smartphones, Sinkflug: Warum die Gen Z schlechter abschneidet – Forscher schlagen Alarm: Eine ganze Generation könnte kognitiv zurückfallen – und die Ursache liegt näher, als viele denken.”

    Der Autor macht immerhin transparent, berücksichtigt das in seiner Kommentierung aber nicht, dass er über “Meta-Studien” berichtet. Was das ist, erklärt Wikipedia so:

    “Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsarbeiten quantitativ bzw. statistisch zusammenzufassen und zu präsentieren. Der Unterschied zur systematischen Übersichtsarbeit (auch ‘Review’ genannt) liegt darin, dass ein Review die früheren Forschungsdaten und Publikationen kritisch würdigt, während die Metaanalyse nur die quantitative und statistische Aufarbeitung der früheren Ergebnisse umfasst.”

    Mann nennt es Politik

    Sie untersuchen also nicht selbst, sondern fassen zusammen, was untersucht wurde. Untersucht wird halt das, was jemand zum Untersuchen beauftragt hat. Was nicht untersucht wird, wird auch nicht rausgefunden. Untersucht wird, was die*der Auftraggebende herausfinden will. Mann nennt es Politik. Oder, wenn Sie so wollen, auch: Kapitalismus.

    Erfreulich differenzierter geht es in diesem Interview von Yann Barte/Jungle World zu: François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich: »Religion ist zu einer Identität geworden« – Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.”

    Als Ungläubiger muss ich die überbordende Gläubigkeit zur Kenntnis nehmen. Das missionarische Atheistendasein habe ich vor etlichen Jahrzehnten aufgegeben. Ich will ja anders sein, als all die irren Missionar*inn*e*n. Als Agnostiker ist das Maximalziel die friedliche Koexistenz mit der Übermacht der Verrückten. Gewiss dürfte das Muslimische in Frankreich ein höheres gesellschaftlich relevantes Gewicht haben, als hierzulande. Prinzipiell gegensätzliche Verhältnisse kann ich dagegen nicht erkennen. Sie? Generell sind die Ergebnisse eher nicht weltabgewandt von der die befragten Menschen umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mann könnte halt schlicht zu vernünftigeren Schlüssen kommen, als es viele mindergebildete Geschlechtsgenossen tun. In Frankreich wie hier.

    Und die Mächtigen? Alle unter einer Decke?

    Spektakulär finde ich die Erkenntnisse, die Philipp Fess/telepolis hier referiert:

    China, Russland und der Traum vom ‘eurasischen Jahrhundert'” – Putin und Xi präsentieren ein Manifest gegen US-Dominanz. Kritiker sehen darin Hoffnung auf Multipolarität – andere nur eine neue Form globaler Kontrolle. – Vereint gegen die eine Nation? Wladimir Putin und Xi Jinping haben beim russischen Staatsbesuch am 20. Mai in Peking eine gemeinsame ‘Erklärung zur Errichtung einer multipolaren Weltordnung und einer neuen Art internationaler Beziehungen’ unterzeichnet.”

    Gegen Ende zitiert der Autor einen “US-Ökonomen” namens Patrick Wood, den er so zusammenfasst: “Woods These ist so einfach wie provokant: Die Eliten aus Washington und Peking arbeiteten seit Jahrzehnten am selben Projekt: dem einer technokratischen Weltordnung.” Das wäre, wenn es stimmte, eine spektakuläre Erkenntnis. Wirklich?

    Nunja, es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten herrschen. Und es ist leider noch nicht einmal ausgeschlossen, dass sie mit- bzw. gegeneinander Krieg führen, auf Kosten der Beherrschten beider Seiten. Oder was machen Netanyahu und die Hamas? Oder Trump und der Iran? Auch Putin und Selenskyi? Hitler und Stalin? Die Imperialisten, die gegeneinander den 1. Weltkrieg 1914 entfesselten? Was all die können, können Trump (oder sein baldiger Nachfolger) und Xi Jinping schon lange. Xi Jinping hat kein Interesse an Kriegführung, weil er ihren ökonomischen Unsinn und ihre Risiken kennt, ein Imperialist mit Stärke. Bei Trump hingegen regiert der Imperialismus der Schwäche. Der ist und bleibt gefährlich.

  6. Weltreise

    Von China, Mali, USA bis ganz unten, nach Mönchengladbach

    Den Kerl habe ich noch nie beim Talkshow-Trash gesehen. Das spricht für ihn. Peter Korig (Interview)/Jungle World sprach mit Daniel Fuchs, Sinologe, im Gespräch über soziale Konflikte in China: »Es gibt eine lebhafte Streikkultur« – Immobilienkrise, schwacher Konsum und hohe Jugendarbeitslosigkeit setzen Chinas Wirtschaft unter Druck. Die Führung will mit einem neuen Fünfjahresplan technologische Eigenständigkeit und »hochwertige Entwicklung« fördern. Ein Gespräch mit dem Sinologen Daniel Fuchs über strukturelle Probleme von Gesellschaft und Wirtschaft sowie Konflikte wegen schlechter Arbeitsbedingungen in China.”

    Unverständlich bleibt für mich – der Interviewer hat auch nicht danach gefragt – warum die demografische Entwicklung Chinas keinen Eingang in das ansonsten informative Gespräch fand. Ich gehe sicher davon aus, dass die Staatsführung das Thema im Blick hat. Jedoch keineswegs seine Kontrolle und Steuerung. Wäre eine gute Frage an Klügere.

    Mali

    Bernard Schmid/Junge Welt setzt seine Mali-Berichterstattung fort: Sahelallianz: Angespannte Ruhe in Mali – Mali: Tuareg-Separatisten kontrollieren erneut nördliche Stadt Kidal. Tod von Verteidigungsminister bestätigt. Russische Truppen kampflos abgezogen”. Dieser Text wird in einigen Tagen in einem Paywallarchiv beerdigt.

    USA

    Bei telepolis schreibt der Chef selbst, sein Vorgänger Harald Neuber (jetzt: Berliner Zeitung des Milliardärs Holger Friedrich) hätte es als “Leitartikel” tituliert, Bernd Müller: Greater North America: Washingtons neue Landkarte der Macht – Vom Polarkreis bis zum Äquator: Wie ein Konzept aus Washington die internationale Ordnung aushebelt – und warum das niemand zufällig erfunden hat.” Ein sachdienlicher Hinweis auf die Frage, was kommt, wenn Trump mal nicht mehr ist.

    Allerdings macht der Herr Chefredakteur einen schwerwiegenden Denk- und Schreibfehler. Sein Fazit lautet: “Wer die kommenden Jahre der Weltpolitik lesen will, sollte diese Karte zur Hand haben. Sie zeigt nicht nur, wo Macht künftig verläuft. Sie zeigt auch, wie viel von der alten Ordnung übrig bleibt – und wie wenig.” Wie kann ein politisch denkender Mensch hier auf den Konjunktiv verzichten? Politik war noch nie ein statisch-linearer Prozess. Propheterie ist in höchstem Masse unseriös, und soll der Entwaffnung jener dienen, die in Alternativen denken und handeln. Die KI ist nicht an der Macht, und wird sie auch nicht ausüben. Sie ist von Menschen gemacht. Und darum ist alles beeinflussbar. Aufgeben ist keine Option.

    Ganz unten: Mönchengladbach

    Das ist das passende Stichwort für Borussia Mönchengladbach. Ich habe gleich geahnt, dass ich mir Kommentieren sparen kann, weil die seitenwahl-Kollegen die richtigen Worte finden. Der weinende Herr Bonhof muss eingestehen, dass sein grösster strategischer Fehler einen Namen hat: Roland Virkus.

  7. Weltreise

    Von China, Mali, USA bis ganz unten, nach Mönchengladbach

    Den Kerl habe ich noch nie beim Talkshow-Trash gesehen. Das spricht für ihn. Peter Korig (Interview)/Jungle World sprach mit Daniel Fuchs, Sinologe, im Gespräch über soziale Konflikte in China: »Es gibt eine lebhafte Streikkultur« – Immobilienkrise, schwacher Konsum und hohe Jugendarbeitslosigkeit setzen Chinas Wirtschaft unter Druck. Die Führung will mit einem neuen Fünfjahresplan technologische Eigenständigkeit und »hochwertige Entwicklung« fördern. Ein Gespräch mit dem Sinologen Daniel Fuchs über strukturelle Probleme von Gesellschaft und Wirtschaft sowie Konflikte wegen schlechter Arbeitsbedingungen in China.”

    Unverständlich bleibt für mich – der Interviewer hat auch nicht danach gefragt – warum die demografische Entwicklung Chinas keinen Eingang in das ansonsten informative Gespräch fand. Ich gehe sicher davon aus, dass die Staatsführung das Thema im Blick hat. Jedoch keineswegs seine Kontrolle und Steuerung. Wäre eine gute Frage an Klügere.

    Mali

    Bernard Schmid/Junge Welt setzt seine Mali-Berichterstattung fort: Sahelallianz: Angespannte Ruhe in Mali – Mali: Tuareg-Separatisten kontrollieren erneut nördliche Stadt Kidal. Tod von Verteidigungsminister bestätigt. Russische Truppen kampflos abgezogen”. Dieser Text wird in einigen Tagen in einem Paywallarchiv beerdigt.

    USA

    Bei telepolis schreibt der Chef selbst, sein Vorgänger Harald Neuber (jetzt: Berliner Zeitung des Milliardärs Holger Friedrich) hätte es als “Leitartikel” tituliert, Bernd Müller: Greater North America: Washingtons neue Landkarte der Macht – Vom Polarkreis bis zum Äquator: Wie ein Konzept aus Washington die internationale Ordnung aushebelt – und warum das niemand zufällig erfunden hat.” Ein sachdienlicher Hinweis auf die Frage, was kommt, wenn Trump mal nicht mehr ist.

    Allerdings macht der Herr Chefredakteur einen schwerwiegenden Denk- und Schreibfehler. Sein Fazit lautet: “Wer die kommenden Jahre der Weltpolitik lesen will, sollte diese Karte zur Hand haben. Sie zeigt nicht nur, wo Macht künftig verläuft. Sie zeigt auch, wie viel von der alten Ordnung übrig bleibt – und wie wenig.” Wie kann ein politisch denkender Mensch hier auf den Konjunktiv verzichten? Politik war noch nie ein statisch-linearer Prozess. Propheterie ist in höchstem Masse unseriös, und soll der Entwaffnung jener dienen, die in Alternativen denken und handeln. Die KI ist nicht an der Macht, und wird sie auch nicht ausüben. Sie ist von Menschen gemacht. Und darum ist alles beeinflussbar. Aufgeben ist keine Option.

    Ganz unten: Mönchengladbach

    Das ist das passende Stichwort für Borussia Mönchengladbach. Ich habe gleich geahnt, dass ich mir Kommentieren sparen kann, weil die seitenwahl-Kollegen die richtigen Worte finden. Der weinende Herr Bonhof muss eingestehen, dass sein grösster strategischer Fehler einen Namen hat: Roland Virkus.

  8. Krimineller Zement

    Wie konnte das passieren? Myrte Palatini/Jungle World: Der französische Manager Bruno Lafont hat Jihadisten in Syrien finanziert: Hauptsache Profit – Das französische Baustoffunternehmen Lafarge bezahlte dem »Islamischen Staat« und anderen Jihadisten in Syrien lieber Geld, statt auf Gewinn zu verzichten. Nun verurteilte ein Gericht den ehemaligen Konzernchef zu sechs Jahren Gefängnis.” Mehr zu Lafarge bei Wikipedia.

    Der böse Straftäter hat sich offenbar nicht ausreichend mit seiner gutherzigen Regierung abgestimmt. Denn völlig abgeneigt ist die seinem Vorgehen nicht, wie sich aktuell in Mali zeigt. Aus Paris berichtet Bernard Schmid/Junge Welt, der häufig auch in der Jungle World und langjährig bei telepolis schrieb: Bamako unter Feuer – Mali: Tuareg-Separatisten und Dschihadisten starten koordinierte Offensive gegen die Zentralregierung”. Dieser Bericht verschwindet in einigen Tagen im Paywallarchiv der Jungen Welt.

    Das Beispiel Sahel zeigt, dass Frankreichs Neokolonialist*inn*en, und nicht nur die, schon lange studiert haben und bedenkenlos zur Anwendung bringen, was Lars Lange/telepolis hier anschaulich beschreibt: Anarchie als Strategie: Die neue Logik des Krieges – Krieg ohne Zentrum: Drohnen, Mosaike, Code. Asymmetrische Kriegsführung formt neue Logik. Doch wer kämpft, wenn niemand mehr Befehle gibt? Eine Einschätzung.” Der Autor zeigt, dass in der asymmetrischen Kriegsführung die Grenzen zwischen Staaten, Regierungen und Terrororganisationen verschwimmen. Sie gehen mitunter fliessend ineinander über. Wer ist Terrorregime? Und wer nicht? Da hatte der böse Monsieur Lafont (s.o.) wohl etwas die Übersicht verloren … Mutmasslich halten sich Zementkonzerne angesichts der demagogisch grassierenden Parole “Bauen, bauen, bauen …” und der in jeder kapitalistisch strukturierten Kommune grassierenden “Abreissen-und-neu-bauen”-Epidemie – Bonner*innen wissen, was ich meine – für die Herrscher der Welt und unverwundbar. Sie sind es nicht.

    Das sind ein paar Einführungsleseminuten für Anfänger*innen. Militärs, die noch ihre Sinne beisammen haben, auch professionell damit beschäftigten Politiker*inne*n ist das schon lange nicht mehr neu. Aber wieviele von denen haben ihre Sinne noch beisammen? Das fragt mit einigem Recht Hans-Peter Waldrich/overton: Trump und der Zerfall rationaler Politik – Trumps mentale Erkrankung und die Logik des Populismus.”

    Alles richtig beobachtet. Es wird von mir persönlich und vielen meiner Freund*inn*e*n geteilt. Ist aber leider vollständig befreit von strategischen Konsequenzen und politischen Handlungsideen. Also – “was unten rauskommt” – am Ende politikfrei. Damit ist das Defizit demokratischer Oppositionen in Parlamenten und Parteien, ob in den USA oder EU-Europa, leider schon fast vollständig beschrieben.

    Der Druck gegen das von Waldrich charakterisierte zunehmend militarisierte und kriegerische System muss von aussen und unten organisiert werden. Parteien dürfen dabei mithelfen. Wenn sie es noch können …

  9. Krimineller Zement

    Wie konnte das passieren? Myrte Palatini/Jungle World: Der französische Manager Bruno Lafont hat Jihadisten in Syrien finanziert: Hauptsache Profit – Das französische Baustoffunternehmen Lafarge bezahlte dem »Islamischen Staat« und anderen Jihadisten in Syrien lieber Geld, statt auf Gewinn zu verzichten. Nun verurteilte ein Gericht den ehemaligen Konzernchef zu sechs Jahren Gefängnis.” Mehr zu Lafarge bei Wikipedia.

    Der böse Straftäter hat sich offenbar nicht ausreichend mit seiner gutherzigen Regierung abgestimmt. Denn völlig abgeneigt ist die seinem Vorgehen nicht, wie sich aktuell in Mali zeigt. Aus Paris berichtet Bernard Schmid/Junge Welt, der häufig auch in der Jungle World und langjährig bei telepolis schrieb: Bamako unter Feuer – Mali: Tuareg-Separatisten und Dschihadisten starten koordinierte Offensive gegen die Zentralregierung”. Dieser Bericht verschwindet in einigen Tagen im Paywallarchiv der Jungen Welt.

    Das Beispiel Sahel zeigt, dass Frankreichs Neokolonialist*inn*en, und nicht nur die, schon lange studiert haben und bedenkenlos zur Anwendung bringen, was Lars Lange/telepolis hier anschaulich beschreibt: Anarchie als Strategie: Die neue Logik des Krieges – Krieg ohne Zentrum: Drohnen, Mosaike, Code. Asymmetrische Kriegsführung formt neue Logik. Doch wer kämpft, wenn niemand mehr Befehle gibt? Eine Einschätzung.” Der Autor zeigt, dass in der asymmetrischen Kriegsführung die Grenzen zwischen Staaten, Regierungen und Terrororganisationen verschwimmen. Sie gehen mitunter fliessend ineinander über. Wer ist Terrorregime? Und wer nicht? Da hatte der böse Monsieur Lafont (s.o.) wohl etwas die Übersicht verloren … Mutmasslich halten sich Zementkonzerne angesichts der demagogisch grassierenden Parole “Bauen, bauen, bauen …” und der in jeder kapitalistisch strukturierten Kommune grassierenden “Abreissen-und-neu-bauen”-Epidemie – Bonner*innen wissen, was ich meine – für die Herrscher der Welt und unverwundbar. Sie sind es nicht.

    Das sind ein paar Einführungsleseminuten für Anfänger*innen. Militärs, die noch ihre Sinne beisammen haben, auch professionell damit beschäftigten Politiker*inne*n ist das schon lange nicht mehr neu. Aber wieviele von denen haben ihre Sinne noch beisammen? Das fragt mit einigem Recht Hans-Peter Waldrich/overton: Trump und der Zerfall rationaler Politik – Trumps mentale Erkrankung und die Logik des Populismus.”

    Alles richtig beobachtet. Es wird von mir persönlich und vielen meiner Freund*inn*e*n geteilt. Ist aber leider vollständig befreit von strategischen Konsequenzen und politischen Handlungsideen. Also – “was unten rauskommt” – am Ende politikfrei. Damit ist das Defizit demokratischer Oppositionen in Parlamenten und Parteien, ob in den USA oder EU-Europa, leider schon fast vollständig beschrieben.

    Der Druck gegen das von Waldrich charakterisierte zunehmend militarisierte und kriegerische System muss von aussen und unten organisiert werden. Parteien dürfen dabei mithelfen. Wenn sie es noch können …

  10. Kein Systemfehler

    Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck

    Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:

    Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”

    Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.

    In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  11. Kein Systemfehler

    Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck

    Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:

    Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”

    Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.

    In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?

  12. Kein Systemfehler

    Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck

    Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:

    Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”

    Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.

    In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  13. Kein Systemfehler

    Der Windbeutel im Kanzleramt ist kein Systemfehler, sondern sein Ausdruck

    Das, was die Merz-Bundesregierung als Kulturpolitik simuliert, ist angetrieben vom neidischen Blick auf das Trump-Regime. Das steuerpolitische Aushungern des Föderalismus, die Haushaltspleiten fast aller Bundesländer und Kommunen, machen die verfassungswidrige Durchsetzung geradezu fabelhaft möglich. Georg Seesslen/Jungle World hat es begriffen, und hier besser als irgendjemand Anderes erklärt:

    Staatliche Gängelungen: Weimer als oberster Kurator – Unter der Ägide des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Wolfram Weimer, verabschiedet sich die BRD von einer demokratischen Kulturpolitik, wie sie einst als Lehre aus der Gleichschaltung im Nationalsozialismus konzipiert wurde. Weimer und seine Unterstützer verbinden die Gängelung geschickt mit wirtschaftspolitischen Argumenten.”

    Die AfD freut sich. Sollte ihr eine Machtergreifung gelingen, hat sie weniger Arbeit.

    In den USA gibt es immerhin “No Kings”. Hier dagegen: nur Hosenscheisserei?

  14. Neues aus Afrika

    mit Update am Nachmittag

    Marktführer der Diagnose deutscher Medienignoranz ist der Wissenschaftler Ladislaus Ludescher. Hier eine kleine Auswahl seiner erhellenden Veröffentlichungen. Ein Monopol hat er nur beinahe. Gestern fand ich zwei beachtenswerte Beispiele.

    Bernhard Schmid/Jungle World arbeitet in Paris und profitiert von dem dort durch Jahrhunderte des Kolonialismus und Neokolonialismus geweiteten Blick auf die Ex-Kolonien. Dabei behält er seinen eigenen kritischen Blick, mit dem er Statements diversester politischer Kräfte und Regierungen liest. Aktuell hier:

    Attacke des »Islamischen Staats im Sahel« auf den Flughafen von Niamey: Propagandacoup für den IS – Der »Islamische Staat im Sahel« hat den hauptstädtischen Flughafen in Niger attackiert. Die Militärjunta des Landes beschuldigt fälschlich Frankreich, Benin und die Côte d’Ivoire.”

    Noch erhellender, weil er zarte emanzipatorische afrikanische Ansätze beschreibt, ist Kambale Musavuli aus der Demokratischen Republik Kongo in der Jungen Welt:

    Neokoloniolismus: Ein neuer Wettlauf – Wie Handelsabkommen und KI die Zukunft Afrikas neu gestalten”.

    Schade nur, dass es bei der Jungen Welt Unsitte ist, die Texte nach einigen Tagen in einem Paywallarchiv zu beerdigen. Da wäre der Autor bei den netzpolitik-Kolleg*inn*en besser aufgehoben.

    Update am Nachmittag

    Bis heute völlig an mir vorbeigelaufen ist ein gesellschaftlich relevanter Medienvorgang, der jetzt erst bei uebermedien aus der Paywall befreit wurde. Vergessen Sie irgendwelche angeblichen deutschen “Leitmedien”, und nehmen Sie das zur Kenntnis, es wird Sie nicht dümmer machen:

    Andrej Reisin/uebermedien: Afrika-Tour von YouTuber ‘IShowSpeed’: So hat die Welt Afrika noch nicht gesehen. Oder doch? – Der US-amerikanische YouTube-Star ‘IShowSpeed’ hat mit seinen Livestreams aus Afrika weltweit einen Hype ausgelöst: mit Millionen Abrufen, emotionalen Reaction-Videos und Menschenmassen vor Ort. Viele Fans glauben, er zeige den Kontinent so, wie es ihn sonst nie zu sehen gibt. Doch so einfach ist es nicht.”

    Einen ähnlichen Stellenwert in der afrikanischen Öffentlichkeit hatte allenfalls Muhammad Ali erobert. Der musste viel mehr und viel besser boxen, also härter arbeiten – und ist nun schon fast zehn Jahre tot.

  15. Neues aus Afrika

    mit Update am Nachmittag

    Marktführer der Diagnose deutscher Medienignoranz ist der Wissenschaftler Ladislaus Ludescher. Hier eine kleine Auswahl seiner erhellenden Veröffentlichungen. Ein Monopol hat er nur beinahe. Gestern fand ich zwei beachtenswerte Beispiele.

    Bernhard Schmid/Jungle World arbeitet in Paris und profitiert von dem dort durch Jahrhunderte des Kolonialismus und Neokolonialismus geweiteten Blick auf die Ex-Kolonien. Dabei behält er seinen eigenen kritischen Blick, mit dem er Statements diversester politischer Kräfte und Regierungen liest. Aktuell hier:

    Attacke des »Islamischen Staats im Sahel« auf den Flughafen von Niamey: Propagandacoup für den IS – Der »Islamische Staat im Sahel« hat den hauptstädtischen Flughafen in Niger attackiert. Die Militärjunta des Landes beschuldigt fälschlich Frankreich, Benin und die Côte d’Ivoire.”

    Noch erhellender, weil er zarte emanzipatorische afrikanische Ansätze beschreibt, ist Kambale Musavuli aus der Demokratischen Republik Kongo in der Jungen Welt:

    Neokoloniolismus: Ein neuer Wettlauf – Wie Handelsabkommen und KI die Zukunft Afrikas neu gestalten”.

    Schade nur, dass es bei der Jungen Welt Unsitte ist, die Texte nach einigen Tagen in einem Paywallarchiv zu beerdigen. Da wäre der Autor bei den netzpolitik-Kolleg*inn*en besser aufgehoben.

    Update am Nachmittag

    Bis heute völlig an mir vorbeigelaufen ist ein gesellschaftlich relevanter Medienvorgang, der jetzt erst bei uebermedien aus der Paywall befreit wurde. Vergessen Sie irgendwelche angeblichen deutschen “Leitmedien”, und nehmen Sie das zur Kenntnis, es wird Sie nicht dümmer machen:

    Andrej Reisin/uebermedien: Afrika-Tour von YouTuber ‘IShowSpeed’: So hat die Welt Afrika noch nicht gesehen. Oder doch? – Der US-amerikanische YouTube-Star ‘IShowSpeed’ hat mit seinen Livestreams aus Afrika weltweit einen Hype ausgelöst: mit Millionen Abrufen, emotionalen Reaction-Videos und Menschenmassen vor Ort. Viele Fans glauben, er zeige den Kontinent so, wie es ihn sonst nie zu sehen gibt. Doch so einfach ist es nicht.”

    Einen ähnlichen Stellenwert in der afrikanischen Öffentlichkeit hatte allenfalls Muhammad Ali erobert. Der musste viel mehr und viel besser boxen, also härter arbeiten – und ist nun schon fast zehn Jahre tot.

  16. Alljährliche “Silvesternacht”

    Und das mehrtägig – es war “schon immer so”

    Mit der Kölner Silvesternacht 2015/16 gelang es den Rassist*inn*en dieser Republik, die Herrschaft über den medienbasierten Diskurs unseres Zwergstaates (zurück) zu erobern. “Den Frauen” ist das in keiner auch nur ähnlichen Weise gelungen. Die gute Nachricht ist: sie haben in der Zwischenzeit eigene Schutzstrategien entwickelt, nicht alle aber viele.

    Das ist dieser gelungenen Reportage von Verena Köplin/WDR zu entnehmen: Unter Umständen sicher: Wie sich der Kölner Karneval als Frau anfühlt – Karnevalssamstag, der Pegel steigt, die Kölner Straßen füllen sich. Wie sicher ist das eigentlich, wenn man als Frau feiern geht?”

    Männer gibt es eben nicht nur in Nordafrika. Doch wohin mit ihnen in diesen Tagen? Beruhigen Sie sich – nicht “alle”. Aber auch nicht wenige.

    Was bei o.g. Diskurswende “unten raus gekommen” (zit. Helmut Kohl) ist, und zwar für Frauen und Männer, das weiss Bernhard Torsch/Jungle World:

    Die Bundesregierung fordert mehr Arbeit und weniger Kranksein: Lieber leidvoll leben – Die Bundesregierung, Unternehmerlobby und Boulevardmedien mahnen das deutsche Arbeitsethos an. Da kann der eine oder die andere eben auch mal auf der Strecke bleiben. Eine Kolumne über Leistungsideologie und deutschen Wahn.”

    Ist daran was besonders deutsch? Das untersucht Catherine Liu/overton aus New York:

    Ketch’up, Germany! – Deutschlands Versuch, mit dem US-Kapitalismus ‘aufzuholen’, hat eine neue Elite hervorgebracht – und eine wachsende Entfremdung von der Arbeiterklasse.”

    Ihre Folgerung “Parteien wie die AfD könnten nicht gedeihen, wenn es keine abgehobene deutsche PMC gäbe …” ist zwar rhetorisch verführerisch, aber analytisch allzu lässig. Diese gedankliche Nachlässigkeit – und ihre optische Hervorhebung durch die BSW-nahe overton-Redaktion – droht ihre erwägenswerten Gesichtspunkte zu entwerten.

    Wäre schade eigentlich, denn abwegig ist Mrs. Lius Blick nicht. Die Spaltung der Lohnabhängigen ist eine jahrhundertelang erprobte Herrschaftstechnik. In nur wenigen Ländern dieser Welt funktioniert sie so “perfekt”, wie in Deutschland. Eine Perfektion, die sich in zwei von hier aus angefangenen Weltkriegen dokumentierte. Geschichte wiederholt sich als Farce.

  17. Alljährliche “Silvesternacht”

    Und das mehrtägig – es war “schon immer so”

    Mit der Kölner Silvesternacht 2015/16 gelang es den Rassist*inn*en dieser Republik, die Herrschaft über den medienbasierten Diskurs unseres Zwergstaates (zurück) zu erobern. “Den Frauen” ist das in keiner auch nur ähnlichen Weise gelungen. Die gute Nachricht ist: sie haben in der Zwischenzeit eigene Schutzstrategien entwickelt, nicht alle aber viele.

    Das ist dieser gelungenen Reportage von Verena Köplin/WDR zu entnehmen: Unter Umständen sicher: Wie sich der Kölner Karneval als Frau anfühlt – Karnevalssamstag, der Pegel steigt, die Kölner Straßen füllen sich. Wie sicher ist das eigentlich, wenn man als Frau feiern geht?”

    Männer gibt es eben nicht nur in Nordafrika. Doch wohin mit ihnen in diesen Tagen? Beruhigen Sie sich – nicht “alle”. Aber auch nicht wenige.

    Was bei o.g. Diskurswende “unten raus gekommen” (zit. Helmut Kohl) ist, und zwar für Frauen und Männer, das weiss Bernhard Torsch/Jungle World:

    Die Bundesregierung fordert mehr Arbeit und weniger Kranksein: Lieber leidvoll leben – Die Bundesregierung, Unternehmerlobby und Boulevardmedien mahnen das deutsche Arbeitsethos an. Da kann der eine oder die andere eben auch mal auf der Strecke bleiben. Eine Kolumne über Leistungsideologie und deutschen Wahn.”

    Ist daran was besonders deutsch? Das untersucht Catherine Liu/overton aus New York:

    Ketch’up, Germany! – Deutschlands Versuch, mit dem US-Kapitalismus ‘aufzuholen’, hat eine neue Elite hervorgebracht – und eine wachsende Entfremdung von der Arbeiterklasse.”

    Ihre Folgerung “Parteien wie die AfD könnten nicht gedeihen, wenn es keine abgehobene deutsche PMC gäbe …” ist zwar rhetorisch verführerisch, aber analytisch allzu lässig. Diese gedankliche Nachlässigkeit – und ihre optische Hervorhebung durch die BSW-nahe overton-Redaktion – droht ihre erwägenswerten Gesichtspunkte zu entwerten.

    Wäre schade eigentlich, denn abwegig ist Mrs. Lius Blick nicht. Die Spaltung der Lohnabhängigen ist eine jahrhundertelang erprobte Herrschaftstechnik. In nur wenigen Ländern dieser Welt funktioniert sie so “perfekt”, wie in Deutschland. Eine Perfektion, die sich in zwei von hier aus angefangenen Weltkriegen dokumentierte. Geschichte wiederholt sich als Farce.

  18. Rassismus-Vorbild Musk

    Nachdem Sie (hoffentlich) von der klugen Abwägung der netzpolitik-Kolumnistin Carla Siepmann ausgerüstet wurden, verkraften Sie etwas besser das, was ich Ihnen hier andienen will.

    Denn den besten Text des Tages fand ich heute – und nicht zum ersten Mal – in der Jungle World, mal wieder vom Kollegen Georg Seeßlen, und freundlicherweise von der Redaktion nicht digital eingemauert. Doch ich warne Sie: zu Ihrem Wohlbefinden wird diese Lektüre nicht beitragen. Aber etwas mehr oder weniger zu Ihrer politischen Intelligenz. Für Nachfrage nach Frauenhäusern ist gesorgt. Und nach kämpferischem Feminismus. Also bitte hier entlang:

    Eine Analyse von Elon Musks Pronatalismus: (Not) A Family Man – Die eigene Privatsphäre wird kleiner, je mehr Macht man ausübt, nicht zuletzt weil die Inszenierung und Glamourifizierung des Privaten Teil der Macht wird. Das gilt in besonderem Maße für eine Figur wie Elon Musk. In diesem Sinne zeichnet Georg Seeßlen in seinem Buch »Elon Musk. Der dunkle Visionär« die ereignisreiche Biographie des Raumfahrt- und Medienunternehmers nach und analysiert sein Denken. Ein Auszug aus dem bei Bertz und Fischer erschienenen Buch.”

    Die neoliberale Ideologie, deren besonders rassistisch-faschistische Ausprägung Mr. Musk auf die Bühnen dieser Welt bringt, besagt ja: “Du kannst es auch schaffen, wenn du es nur ganz, ganz doll willst!”

    Dä. Wer will das? Wer sind die, die das wollen?

  19. Rassismus-Vorbild Musk

    Nachdem Sie (hoffentlich) von der klugen Abwägung der netzpolitik-Kolumnistin Carla Siepmann ausgerüstet wurden, verkraften Sie etwas besser das, was ich Ihnen hier andienen will.

    Denn den besten Text des Tages fand ich heute – und nicht zum ersten Mal – in der Jungle World, mal wieder vom Kollegen Georg Seeßlen, und freundlicherweise von der Redaktion nicht digital eingemauert. Doch ich warne Sie: zu Ihrem Wohlbefinden wird diese Lektüre nicht beitragen. Aber etwas mehr oder weniger zu Ihrer politischen Intelligenz. Für Nachfrage nach Frauenhäusern ist gesorgt. Und nach kämpferischem Feminismus. Also bitte hier entlang:

    Eine Analyse von Elon Musks Pronatalismus: (Not) A Family Man – Die eigene Privatsphäre wird kleiner, je mehr Macht man ausübt, nicht zuletzt weil die Inszenierung und Glamourifizierung des Privaten Teil der Macht wird. Das gilt in besonderem Maße für eine Figur wie Elon Musk. In diesem Sinne zeichnet Georg Seeßlen in seinem Buch »Elon Musk. Der dunkle Visionär« die ereignisreiche Biographie des Raumfahrt- und Medienunternehmers nach und analysiert sein Denken. Ein Auszug aus dem bei Bertz und Fischer erschienenen Buch.”

    Die neoliberale Ideologie, deren besonders rassistisch-faschistische Ausprägung Mr. Musk auf die Bühnen dieser Welt bringt, besagt ja: “Du kannst es auch schaffen, wenn du es nur ganz, ganz doll willst!”

    Dä. Wer will das? Wer sind die, die das wollen?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  20. CW: Netzfund, Bändchengate

    Die liebe @Elquee hat in der #JungleWorld (warum ist die nicht im Fedi?) in 2010 #bändchengate zusammengefasst:
    .
    https://jungle.world/artikel/2010/47/gepruegelte-piraten

    Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass die "brutale Gewalt" beim Wegzupfen des Papierbändchens. die mir von der Versammlungsleitung #JanLeutert zu sehen im trotz allgemeinem Fotoverbot "zufällig" gut getimt aufgenommmen und sofort verbreitetes YT-Video aus dem Kreis der damaligen rechts-liberösen #FreezePeach #AntiAntifa unterstellt wurde, nur *auf einem Bein* stand, weil ich mit operiertem Knie auf Krücken unterwegs war, und so nicht mal für 'n Klappstuhlwie #BodoThiesen
    https://t1p.de/1kdoc
    eine Gefahr darstellte.

    Zumal er es mir ja freiwillig vor die Nase gehalten hatte, weil ich (um Schein) die die Echtheit bezweifelte, und er so *in meine* Privatone eindrang, und nicht andersherum.

    Der @AndiPopp stand ja als BuVo neben mir und weiß wie es ablief.

    Wurde auch weder an dem Tag angehört, sondern musste die Halle sofort verlassen und zurück nach Dresden humpeln, noch nachdem ich am gleichen Tag Beschwerde und Klage beim Bundesschiedsgericht erhoben hatte.

    Stattdessen hat Tomate @jascha als Vorsitzender des Bundesschiedsgericht die Klage bis heute filibustert, d.h. einfach ignoriert, sodass ich nie offiziell rehabilitiert wurde.

    Stattdessen durfte ich am nächsten Tag wieder von Dresden nach Karl-Marx-Stadt humpeln, und das Hausverbot wurde vom VL Leutert gönnerhaft und unter Ermahnung mich"zu benehmen" aufgehoben, aber da war es schon zu spät für mein Plädoyer zu den von mir eingereichten vielen Programmanträgen.
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge/Bundesparteitag_2010.1#Transparenz_und_Korruptionsbek.C3.A4mpfung

    [Shoutout @ Korbinian, der zwar keine Ahnung vom Thema hatte, die Dinger aber in meiner Vetretung formal eintütete!]

    Was in dem Artikel auch nicht steht ist, dass Thiesen & Co mich bei der #Pegizei *wegen Raubes* seines Bändchens denunzierten, was mir einen unangenehmen Hausbesuch der Polizei (ist ein Kapitalverbrechen) und strafrechtl. entsprechend Ärger und Verteidigungsaufwand einbrachte.

    Mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen usw. machten mir Thiesen und sein reicher Sponsor Schimmelpfennig dann noch jahrelang das Leben schwer.
    Alleine die Anwaltskosten der (so protzten sie) teuersten Anwaltskanzlei Baden-Badens stehen als fünfstellige Forderung bis heute in meinem Schuldenregister.

    Doch bevor ich vor lauter Flashbacks jetzt schlechte Laune bekomme, möchte ich das Wichtigste nicht unerwähnt lassen:

    Dank der geilen Orga von @neu3no, der uns ein ganzes Haus als Hostel und Partylocation klargemacht hatte, könnten wir, die progressive Fraktion, den ReSET-Beschluss (BGE auf piratisch) u.a. mit dem Absingen der Internationale auf der Starße vor dem Ecklokal hart feiern.
    --
    Schweigeminute für OreoPirat aka Silberrücken.

    Du fehlst, mein Freund. Möge Dir die Erde leicht sein. <3
    --
    Die Partei-Rechten mit ihren "BGE blauäugig,- gutgläubig - einfältig" T-Shirts hatten zwar mich aus dem Spiel genommen, aber die Abstimmung dazu letztlich verloren bzw wir hatten sie gewonnen. \o/

    Naja,ist alles lange her, aber aus meiner Perspektive war die Rückgratlosigkeit der Parteiführung und das Versagen jeder Solidarität weiter Teile der Partei der Moment indem das Scheitern des Projekts absehbar war.

    Denn dieselben (nicht nur die gleichen) Dudes, die da den "Kopf der Pirantifa" kaltgestellt hatten und sich dafür feierten, feierten 4 Jahre später mit Deutschlandfahnen auf dem Campgelände zum BPT in #Halle ihren "Endsieg", und der Braindrain und Exodus der Guten und damit die polit. bedeutungslosigkeit der #Piratenpartei war unausweichlch.

    Sowas kommt eben von sowas:

    https://www.youtube.com/watch?v=-w37Jv0XYFU

  21. CW: Netzfund, Bändchengate

    Die liebe @Elquee hat in der #JungleWorld (warum ist die nicht im Fedi?) in 2010 #bändchengate zusammengefasst:
    .
    https://jungle.world/artikel/2010/47/gepruegelte-piraten

    Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass die "brutale Gewalt" beim Wegzupfen des Papierbändchens. die mir von der Versammlungsleitung #JanLeutert zu sehen im trotz allgemeinem Fotoverbot "zufällig" gut getimt aufgenommmen und sofort verbreitetes YT-Video aus dem Kreis der damaligen rechts-liberösen #FreezePeach #AntiAntifa unterstellt wurde, nur *auf einem Bein* stand, weil ich mit operiertem Knie auf Krücken unterwegs war, und so nicht mal für 'n Klappstuhlwie #BodoThiesen
    https://t1p.de/1kdoc
    eine Gefahr darstellte.

    Zumal er es mir ja freiwillig vor die Nase gehalten hatte, weil ich (um Schein) die die Echtheit bezweifelte, und er so *in meine* Privatone eindrang, und nicht andersherum.

    Der @AndiPopp stand ja als BuVo neben mir und weiß wie es ablief.

    Wurde auch weder an dem Tag angehört, sondern musste die Halle sofort verlassen und zurück nach Dresden humpeln, noch nachdem ich am gleichen Tag Beschwerde und Klage beim Bundesschiedsgericht erhoben hatte.

    Stattdessen hat Tomate @jascha als Vorsitzender des Bundesschiedsgericht die Klage bis heute filibustert, d.h. einfach ignoriert, sodass ich nie offiziell rehabilitiert wurde.

    Stattdessen durfte ich am nächsten Tag wieder von Dresden nach Karl-Marx-Stadt humpeln, und das Hausverbot wurde vom VL Leutert gönnerhaft und unter Ermahnung mich"zu benehmen" aufgehoben, aber da war es schon zu spät für mein Plädoyer zu den von mir eingereichten vielen Programmanträgen.
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge/Bundesparteitag_2010.1#Transparenz_und_Korruptionsbek.C3.A4mpfung

    [Shoutout @ Korbinian, der zwar keine Ahnung vom Thema hatte, die Dinger aber in meiner Vetretung formal eintütete!]

    Was in dem Artikel auch nicht steht ist, dass Thiesen & Co mich bei der #Pegizei *wegen Raubes* seines Bändchens denunzierten, was mir einen unangenehmen Hausbesuch der Polizei (ist ein Kapitalverbrechen) und strafrechtl. entsprechend Ärger und Verteidigungsaufwand einbrachte.

    Mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen usw. machten mir Thiesen und sein reicher Sponsor Schimmelpfennig dann noch jahrelang das Leben schwer.
    Alleine die Anwaltskosten der (so protzten sie) teuersten Anwaltskanzlei Baden-Badens stehen als fünfstellige Forderung bis heute in meinem Schuldenregister.

    Doch bevor ich vor lauter Flashbacks jetzt schlechte Laune bekomme, möchte ich das Wichtigste nicht unerwähnt lassen:

    Dank der geilen Orga von @neu3no, der uns ein ganzes Haus als Hostel und Partylocation klargemacht hatte, könnten wir, die progressive Fraktion, den ReSET-Beschluss (BGE auf piratisch) u.a. mit dem Absingen der Internationale auf der Starße vor dem Ecklokal hart feiern.
    --
    Schweigeminute für OreoPirat aka Silberrücken.

    Du fehlst, mein Freund. Möge Dir die Erde leicht sein. <3
    --
    Die Partei-Rechten mit ihren "BGE blauäugig,- gutgläubig - einfältig" T-Shirts hatten zwar mich aus dem Spiel genommen, aber die Abstimmung dazu letztlich verloren bzw wir hatten sie gewonnen. \o/

    Naja,ist alles lange her, aber aus meiner Perspektive war die Rückgratlosigkeit der Parteiführung und das Versagen jeder Solidarität weiter Teile der Partei der Moment indem das Scheitern des Projekts absehbar war.

    Denn dieselben (nicht nur die gleichen) Dudes, die da den "Kopf der Pirantifa" kaltgestellt hatten und sich dafür feierten, feierten 4 Jahre später mit Deutschlandfahnen auf dem Campgelände zum BPT in #Halle ihren "Endsieg", und der Braindrain und Exodus der Guten und damit die polit. bedeutungslosigkeit der #Piratenpartei war unausweichlch.

    Sowas kommt eben von sowas:

    https://www.youtube.com/watch?v=-w37Jv0XYFU

  22. CW: Netzfund, Bändchengate

    Die liebe @Elquee hat in der #JungleWorld (warum ist die nicht im Fedi?) in 2010 #bändchengate zusammengefasst:
    .
    https://jungle.world/artikel/2010/47/gepruegelte-piraten

    Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass die "brutale Gewalt" beim Wegzupfen des Papierbändchens. die mir von der Versammlungsleitung #JanLeutert zu sehen im trotz allgemeinem Fotoverbot "zufällig" gut getimt aufgenommmen und sofort verbreitetes YT-Video aus dem Kreis der damaligen rechts-liberösen #FreezePeach #AntiAntifa unterstellt wurde, nur *auf einem Bein* stand, weil ich mit operiertem Knie auf Krücken unterwegs war, und so nicht mal für 'n Klappstuhlwie #BodoThiesen
    https://t1p.de/1kdoc
    eine Gefahr darstellte.

    Zumal er es mir ja freiwillig vor die Nase gehalten hatte, weil ich (um Schein) die die Echtheit bezweifelte, und er so *in meine* Privatone eindrang, und nicht andersherum.

    Der @AndiPopp stand ja als BuVo neben mir und weiß wie es ablief.

    Wurde auch weder an dem Tag angehört, sondern musste die Halle sofort verlassen und zurück nach Dresden humpeln, noch nachdem ich am gleichen Tag Beschwerde und Klage beim Bundesschiedsgericht erhoben hatte.

    Stattdessen hat Tomate @jascha als Vorsitzender des Bundesschiedsgericht die Klage bis heute filibustert, d.h. einfach ignoriert, sodass ich nie offiziell rehabilitiert wurde.

    Stattdessen durfte ich am nächsten Tag wieder von Dresden nach Karl-Marx-Stadt humpeln, und das Hausverbot wurde vom VL Leutert gönnerhaft und unter Ermahnung mich"zu benehmen" aufgehoben, aber da war es schon zu spät für mein Plädoyer zu den von mir eingereichten vielen Programmanträgen.
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge/Bundesparteitag_2010.1#Transparenz_und_Korruptionsbek.C3.A4mpfung

    [Shoutout @ Korbinian, der zwar keine Ahnung vom Thema hatte, die Dinger aber in meiner Vetretung formal eintütete!]

    Was in dem Artikel auch nicht steht ist, dass Thiesen & Co mich bei der #Pegizei *wegen Raubes* seines Bändchens denunzierten, was mir einen unangenehmen Hausbesuch der Polizei (ist ein Kapitalverbrechen) und strafrechtl. entsprechend Ärger und Verteidigungsaufwand einbrachte.

    Mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen usw. machten mir Thiesen und sein reicher Sponsor Schimmelpfennig dann noch jahrelang das Leben schwer.
    Alleine die Anwaltskosten der (so protzten sie) teuersten Anwaltskanzlei Baden-Badens stehen als fünfstellige Forderung bis heute in meinem Schuldenregister.

    Doch bevor ich vor lauter Flashbacks jetzt schlechte Laune bekomme, möchte ich das Wichtigste nicht unerwähnt lassen:

    Dank der geilen Orga von @neu3no, der uns ein ganzes Haus als Hostel und Partylocation klargemacht hatte, könnten wir, die progressive Fraktion, den ReSET-Beschluss (BGE auf piratisch) u.a. mit dem Absingen der Internationale auf der Starße vor dem Ecklokal hart feiern.
    --
    Schweigeminute für OreoPirat aka Silberrücken.

    Du fehlst, mein Freund. Möge Dir die Erde leicht sein. <3
    --
    Die Partei-Rechten mit ihren "BGE blauäugig,- gutgläubig - einfältig" T-Shirts hatten zwar mich aus dem Spiel genommen, aber die Abstimmung dazu letztlich verloren bzw wir hatten sie gewonnen. \o/

    Naja,ist alles lange her, aber aus meiner Perspektive war die Rückgratlosigkeit der Parteiführung und das Versagen jeder Solidarität weiter Teile der Partei der Moment indem das Scheitern des Projekts absehbar war.

    Denn dieselben (nicht nur die gleichen) Dudes, die da den "Kopf der Pirantifa" kaltgestellt hatten und sich dafür feierten, feierten 4 Jahre später mit Deutschlandfahnen auf dem Campgelände zum BPT in #Halle ihren "Endsieg", und der Braindrain und Exodus der Guten und damit die polit. bedeutungslosigkeit der #Piratenpartei war unausweichlch.

    Sowas kommt eben von sowas:

    https://www.youtube.com/watch?v=-w37Jv0XYFU

  23. CW: Netzfund, Bändchengate

    Die liebe @Elquee hat in der #JungleWorld (warum ist die nicht im Fedi?) in 2010 #bändchengate zusammengefasst:
    .
    https://jungle.world/artikel/2010/47/gepruegelte-piraten

    Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass die "brutale Gewalt" beim Wegzupfen des Papierbändchens. die mir von der Versammlungsleitung #JanLeutert zu sehen im trotz allgemeinem Fotoverbot "zufällig" gut getimt aufgenommmen und sofort verbreitetes YT-Video aus dem Kreis der damaligen rechts-liberösen #FreezePeach #AntiAntifa unterstellt wurde, nur *auf einem Bein* stand, weil ich mit operiertem Knie auf Krücken unterwegs war, und so nicht mal für 'n Klappstuhlwie #BodoThiesen
    https://t1p.de/1kdoc
    eine Gefahr darstellte.

    Zumal er es mir ja freiwillig vor die Nase gehalten hatte, weil ich (um Schein) die die Echtheit bezweifelte, und er so *in meine* Privatone eindrang, und nicht andersherum.

    Der @AndiPopp stand ja als BuVo neben mir und weiß wie es ablief.

    Wurde auch weder an dem Tag angehört, sondern musste die Halle sofort verlassen und zurück nach Dresden humpeln, noch nachdem ich am gleichen Tag Beschwerde und Klage beim Bundesschiedsgericht erhoben hatte.

    Stattdessen hat Tomate @jascha als Vorsitzender des Bundesschiedsgericht die Klage bis heute filibustert, d.h. einfach ignoriert, sodass ich nie offiziell rehabilitiert wurde.

    Stattdessen durfte ich am nächsten Tag wieder von Dresden nach Karl-Marx-Stadt humpeln, und das Hausverbot wurde vom VL Leutert gönnerhaft und unter Ermahnung mich"zu benehmen" aufgehoben, aber da war es schon zu spät für mein Plädoyer zu den von mir eingereichten vielen Programmanträgen.
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge/Bundesparteitag_2010.1#Transparenz_und_Korruptionsbek.C3.A4mpfung

    [Shoutout @ Korbinian, der zwar keine Ahnung vom Thema hatte, die Dinger aber in meiner Vetretung formal eintütete!]

    Was in dem Artikel auch nicht steht ist, dass Thiesen & Co mich bei der #Pegizei *wegen Raubes* seines Bändchens denunzierten, was mir einen unangenehmen Hausbesuch der Polizei (ist ein Kapitalverbrechen) und strafrechtl. entsprechend Ärger und Verteidigungsaufwand einbrachte.

    Mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen usw. machten mir Thiesen und sein reicher Sponsor Schimmelpfennig dann noch jahrelang das Leben schwer.
    Alleine die Anwaltskosten der (so protzten sie) teuersten Anwaltskanzlei Baden-Badens stehen als fünfstellige Forderung bis heute in meinem Schuldenregister.

    Doch bevor ich vor lauter Flashbacks jetzt schlechte Laune bekomme, möchte ich das Wichtigste nicht unerwähnt lassen:

    Dank der geilen Orga von @neu3no, der uns ein ganzes Haus als Hostel und Partylocation klargemacht hatte, könnten wir, die progressive Fraktion, den ReSET-Beschluss (BGE auf piratisch) u.a. mit dem Absingen der Internationale auf der Starße vor dem Ecklokal hart feiern.
    --
    Schweigeminute für OreoPirat aka Silberrücken.

    Du fehlst, mein Freund. Möge Dir die Erde leicht sein. <3
    --
    Die Partei-Rechten mit ihren "BGE blauäugig,- gutgläubig - einfältig" T-Shirts hatten zwar mich aus dem Spiel genommen, aber die Abstimmung dazu letztlich verloren bzw wir hatten sie gewonnen. \o/

    Naja,ist alles lange her, aber aus meiner Perspektive war die Rückgratlosigkeit der Parteiführung und das Versagen jeder Solidarität weiter Teile der Partei der Moment indem das Scheitern des Projekts absehbar war.

    Denn dieselben (nicht nur die gleichen) Dudes, die da den "Kopf der Pirantifa" kaltgestellt hatten und sich dafür feierten, feierten 4 Jahre später mit Deutschlandfahnen auf dem Campgelände zum BPT in #Halle ihren "Endsieg", und der Braindrain und Exodus der Guten und damit die polit. bedeutungslosigkeit der #Piratenpartei war unausweichlch.

    Sowas kommt eben von sowas:

    https://www.youtube.com/watch?v=-w37Jv0XYFU

  24. CW: Netzfund, Bändchengate

    Die liebe @Elquee hat in der #JungleWorld (warum ist die nicht im Fedi?) in 2010 #bändchengate zusammengefasst:
    .
    https://jungle.world/artikel/2010/47/gepruegelte-piraten

    Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass die "brutale Gewalt" beim Wegzupfen des Papierbändchens. die mir von der Versammlungsleitung #JanLeutert zu sehen im trotz allgemeinem Fotoverbot "zufällig" gut getimt aufgenommmen und sofort verbreitetes YT-Video aus dem Kreis der damaligen rechts-liberösen #FreezePeach #AntiAntifa unterstellt wurde, nur *auf einem Bein* stand, weil ich mit operiertem Knie auf Krücken unterwegs war, und so nicht mal für 'n Klappstuhlwie #BodoThiesen
    https://t1p.de/1kdoc
    eine Gefahr darstellte.

    Zumal er es mir ja freiwillig vor die Nase gehalten hatte, weil ich (um Schein) die die Echtheit bezweifelte, und er so *in meine* Privatone eindrang, und nicht andersherum.

    Der @AndiPopp stand ja als BuVo neben mir und weiß wie es ablief.

    Wurde auch weder an dem Tag angehört, sondern musste die Halle sofort verlassen und zurück nach Dresden humpeln, noch nachdem ich am gleichen Tag Beschwerde und Klage beim Bundesschiedsgericht erhoben hatte.

    Stattdessen hat Tomate @jascha als Vorsitzender des Bundesschiedsgericht die Klage bis heute filibustert, d.h. einfach ignoriert, sodass ich nie offiziell rehabilitiert wurde.

    Stattdessen durfte ich am nächsten Tag wieder von Dresden nach Karl-Marx-Stadt humpeln, und das Hausverbot wurde vom VL Leutert gönnerhaft und unter Ermahnung mich"zu benehmen" aufgehoben, aber da war es schon zu spät für mein Plädoyer zu den von mir eingereichten vielen Programmanträgen.
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge/Bundesparteitag_2010.1#Transparenz_und_Korruptionsbek.C3.A4mpfung

    [Shoutout @ Korbinian, der zwar keine Ahnung vom Thema hatte, die Dinger aber in meiner Vetretung formal eintütete!]

    Was in dem Artikel auch nicht steht ist, dass Thiesen & Co mich bei der #Pegizei *wegen Raubes* seines Bändchens denunzierten, was mir einen unangenehmen Hausbesuch der Polizei (ist ein Kapitalverbrechen) und strafrechtl. entsprechend Ärger und Verteidigungsaufwand einbrachte.

    Mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen usw. machten mir Thiesen und sein reicher Sponsor Schimmelpfennig dann noch jahrelang das Leben schwer.
    Alleine die Anwaltskosten der (so protzten sie) teuersten Anwaltskanzlei Baden-Badens stehen als fünfstellige Forderung bis heute in meinem Schuldenregister.

    Doch bevor ich vor lauter Flashbacks jetzt schlechte Laune bekomme, möchte ich das Wichtigste nicht unerwähnt lassen:

    Dank der geilen Orga von @neu3no, der uns ein ganzes Haus als Hostel und Partylocation klargemacht hatte, könnten wir, die progressive Fraktion, den ReSET-Beschluss (BGE auf piratisch) u.a. mit dem Absingen der Internationale auf der Starße vor dem Ecklokal hart feiern.
    --
    Schweigeminute für OreoPirat aka Silberrücken.

    Du fehlst, mein Freund. Möge Dir die Erde leicht sein. <3
    --
    Die Partei-Rechten mit ihren "BGE blauäugig,- gutgläubig - einfältig" T-Shirts hatten zwar mich aus dem Spiel genommen, aber die Abstimmung dazu letztlich verloren bzw wir hatten sie gewonnen. \o/

    Naja,ist alles lange her, aber aus meiner Perspektive war die Rückgratlosigkeit der Parteiführung und das Versagen jeder Solidarität weiter Teile der Partei der Moment indem das Scheitern des Projekts absehbar war.

    Denn dieselben (nicht nur die gleichen) Dudes, die da den "Kopf der Pirantifa" kaltgestellt hatten und sich dafür feierten, feierten 4 Jahre später mit Deutschlandfahnen auf dem Campgelände zum BPT in #Halle ihren "Endsieg", und der Braindrain und Exodus der Guten und damit die polit. bedeutungslosigkeit der #Piratenpartei war unausweichlch.

    Sowas kommt eben von sowas:

    https://www.youtube.com/watch?v=-w37Jv0XYFU

  25. Mörderpack

    Im Rahmen meiner Mediendiät umgehe ich weitgehend den breitgetretenen Quark, den die meisten Medien zu Merkels “Wir schaffen das” ausbreiten. Eine Ausnahme habe ich nur bei taz-Redakteur Christian Jakob gemacht, dessen Würdigung jedoch in der Jungle World erschien:

    Blick zurück auf zehn Jahre »Sommer der Migration« und »Wir schaffen das«: Willkommen war gestern – Das Jahr 2015 war in Deutschland geprägt durch den sogenannten Sommer der Migration und den Satz: »Wir schaffen das.« Zehn Jahre später ist von dem Taumel der damals beschworenen Willkommenskultur wenig geblieben.”

    Jakob weiss, dass schon damals nichts so gülden glänzte, wie es medial gemalt wurde. Der mediale öffentliche Diskurs kreiste nie um die Flüchtlinge, sondern immer um das “Bild” von Deutschland selbst. Das tut er bis heute und ähnelt darin dem abstrusen Streit um den Nahostkonflikt und den Antisemitismus. Deutschland streitet selten um Tatsachen und Fakten, sondern vorzugsweise um sich.

    Darum interessiert sich die hiesige Medienöffentlichkeit auch nicht wirklich – weil es sich für fast nichts instrumentalisieren lässt – für das, was Christian Jakob ebenfalls weiss, und uns über die Jungle World daran teilhaben lässt – wenn wir es denn überhaupt wissen wollen:

    Mehr als zehn Millionen Menschen aus dem Bürgerkriegsland sind auf der Flucht: Sudan: Kein Ausweg – Die UN beschreiben die Lage im Sudan als die »schlimmste humanitäre Krise der Welt«. Über zehn Millionen Menschen sind dort auf der Flucht. Die EU arbeitet seit Jahren intensiv daran, zu verhindern, dass Flüchtlinge aus Ostafrika nach Europa gelangen.”

    Dä.

    Die EU zahlt also unzählige Milliarden an faschistische Militärdiktatoren, damit die für “uns” Flüchtlinge aufhalten, in Lager stecken, als Sklaven halten, selbstverständlich vergewaltigen und foltern, und notfalls eben auch verhungern lassen, also umbringen. Welche “Werte” sind das nochmal genau, auf denen das basiert? Deutschland, also “wir”, sind politisch und finanzierend das führende und mächtigste EU-Mitglied. Und selbstverständlich von alldem “überfordert”. Dann heult doch … aber Wölfe erschiessen wollen …

    Was tun?

    “Der mächtigste Mann der Welt” wies schon 2019 den Weg: “Detect Mass Shooters Before They Strike”“Massen-Erschießer erkennen, bevor sie zuschlagen”. Wie kommich drauf?

    Telepolis-Autor Philipp Fess hat sich fleissig umgelesen: “Minority Report wird real: Melania Trump will Verbrechen vorhersagen”. Dort hat er auch herausgefunden, warum der grosse dicke Trump im Fall Epstein so rumeiert. Weil der wie auch immer verstorbene Kerl ihm seine Frau vermittelt hat, vielleicht auch direkt als Standesbeamter fungierte. Kommt, fürchte ich, als Story total blöd …

  26. Mörderpack

    Im Rahmen meiner Mediendiät umgehe ich weitgehend den breitgetretenen Quark, den die meisten Medien zu Merkels “Wir schaffen das” ausbreiten. Eine Ausnahme habe ich nur bei taz-Redakteur Christian Jakob gemacht, dessen Würdigung jedoch in der Jungle World erschien:

    Blick zurück auf zehn Jahre »Sommer der Migration« und »Wir schaffen das«: Willkommen war gestern – Das Jahr 2015 war in Deutschland geprägt durch den sogenannten Sommer der Migration und den Satz: »Wir schaffen das.« Zehn Jahre später ist von dem Taumel der damals beschworenen Willkommenskultur wenig geblieben.”

    Jakob weiss, dass schon damals nichts so gülden glänzte, wie es medial gemalt wurde. Der mediale öffentliche Diskurs kreiste nie um die Flüchtlinge, sondern immer um das “Bild” von Deutschland selbst. Das tut er bis heute und ähnelt darin dem abstrusen Streit um den Nahostkonflikt und den Antisemitismus. Deutschland streitet selten um Tatsachen und Fakten, sondern vorzugsweise um sich.

    Darum interessiert sich die hiesige Medienöffentlichkeit auch nicht wirklich – weil es sich für fast nichts instrumentalisieren lässt – für das, was Christian Jakob ebenfalls weiss, und uns über die Jungle World daran teilhaben lässt – wenn wir es denn überhaupt wissen wollen:

    Mehr als zehn Millionen Menschen aus dem Bürgerkriegsland sind auf der Flucht: Sudan: Kein Ausweg – Die UN beschreiben die Lage im Sudan als die »schlimmste humanitäre Krise der Welt«. Über zehn Millionen Menschen sind dort auf der Flucht. Die EU arbeitet seit Jahren intensiv daran, zu verhindern, dass Flüchtlinge aus Ostafrika nach Europa gelangen.”

    Dä.

    Die EU zahlt also unzählige Milliarden an faschistische Militärdiktatoren, damit die für “uns” Flüchtlinge aufhalten, in Lager stecken, als Sklaven halten, selbstverständlich vergewaltigen und foltern, und notfalls eben auch verhungern lassen, also umbringen. Welche “Werte” sind das nochmal genau, auf denen das basiert? Deutschland, also “wir”, sind politisch und finanzierend das führende und mächtigste EU-Mitglied. Und selbstverständlich von alldem “überfordert”. Dann heult doch … aber Wölfe erschiessen wollen …

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  27. Mörderpack

    Im Rahmen meiner Mediendiät umgehe ich weitgehend den breitgetretenen Quark, den die meisten Medien zu Merkels “Wir schaffen das” ausbreiten. Eine Ausnahme habe ich nur bei taz-Redakteur Christian Jakob gemacht, dessen Würdigung jedoch in der Jungle World erschien:

    Blick zurück auf zehn Jahre »Sommer der Migration« und »Wir schaffen das«: Willkommen war gestern – Das Jahr 2015 war in Deutschland geprägt durch den sogenannten Sommer der Migration und den Satz: »Wir schaffen das.« Zehn Jahre später ist von dem Taumel der damals beschworenen Willkommenskultur wenig geblieben.”

    Jakob weiss, dass schon damals nichts so gülden glänzte, wie es medial gemalt wurde. Der mediale öffentliche Diskurs kreiste nie um die Flüchtlinge, sondern immer um das “Bild” von Deutschland selbst. Das tut er bis heute und ähnelt darin dem abstrusen Streit um den Nahostkonflikt und den Antisemitismus. Deutschland streitet selten um Tatsachen und Fakten, sondern vorzugsweise um sich.

    Darum interessiert sich die hiesige Medienöffentlichkeit auch nicht wirklich – weil es sich für fast nichts instrumentalisieren lässt – für das, was Christian Jakob ebenfalls weiss, und uns über die Jungle World daran teilhaben lässt – wenn wir es denn überhaupt wissen wollen:

    Mehr als zehn Millionen Menschen aus dem Bürgerkriegsland sind auf der Flucht: Sudan: Kein Ausweg – Die UN beschreiben die Lage im Sudan als die »schlimmste humanitäre Krise der Welt«. Über zehn Millionen Menschen sind dort auf der Flucht. Die EU arbeitet seit Jahren intensiv daran, zu verhindern, dass Flüchtlinge aus Ostafrika nach Europa gelangen.”

    Dä.

    Die EU zahlt also unzählige Milliarden an faschistische Militärdiktatoren, damit die für “uns” Flüchtlinge aufhalten, in Lager stecken, als Sklaven halten, selbstverständlich vergewaltigen und foltern, und notfalls eben auch verhungern lassen, also umbringen. Welche “Werte” sind das nochmal genau, auf denen das basiert? Deutschland, also “wir”, sind politisch und finanzierend das führende und mächtigste EU-Mitglied. Und selbstverständlich von alldem “überfordert”. Dann heult doch … aber Wölfe erschiessen wollen …

    Was tun?

    “Der mächtigste Mann der Welt” wies schon 2019 den Weg: “Detect Mass Shooters Before They Strike”“Massen-Erschießer erkennen, bevor sie zuschlagen”. Wie kommich drauf?

    Telepolis-Autor Philipp Fess hat sich fleissig umgelesen: “Minority Report wird real: Melania Trump will Verbrechen vorhersagen”. Dort hat er auch herausgefunden, warum der grosse dicke Trump im Fall Epstein so rumeiert. Weil der wie auch immer verstorbene Kerl ihm seine Frau vermittelt hat, vielleicht auch direkt als Standesbeamter fungierte. Kommt, fürchte ich, als Story total blöd …

  28. Neuber vs. Rötzer

    Ein Vergleich

    mit Update nachmittags

    Wir dürfen davon ausgehen, dass die sich nicht (mehr) leiden können. Harald Neuber ist der Nachfolger von Florian Rötzer als Chefredakteur des bei der Heise-Gruppe angesiedelten Onlinemagazins telepolis. Rötzer wurde nicht gefeuert, sondern ging in Rente. Ob sie bei Heise drei Kreuze geschlagen haben? Das sieht heute so aus. Wie kommich auf das abseitige Thema?

    Ich bin Leser von beiden, seit langem, seit Ende der 90er Jahre. Und glaube intellektuell davon profitiert zu haben. Heute mache ich mir Sorgen, ob das (für mich) noch möglich ist.

    Sehr genervt bin ich, und schalte als Leser clickverweigernd davon ab, wie sich Neuber redaktionell aufbläst. Das ist so anstrengend, wie die Presenter-Dokus in der Glotze. Der Inhalt verschwindet immer mehr hinter einer aufgeblasenen Person. Und wenn die sich auch noch selbst aufbläst, weil es niemand anders macht – dann braucht die Person doch wohl eher professionelle Hilfe, als was mit Medien. Aber gut, das ist meine private Meinung.

    Heute nun ist vom Kollegen Neuber ein vielsagender Text erschienen. Er als Chef tut sowas natürlich nicht unterhalb der Selbstbezeichnung Leitartikel. Aber geschenkt, darüber lässt sich hinwegsehen.

    Harald Neuber/telepolis: Europa außen vor: Wie die USA und Russland über unsere Zukunft verhandeln – Die EU setzt auf Moral, doch am Verhandlungstisch zählt Macht. Warum Europa zunehmend nur noch Zuschauer ist. Ein Telepolis-Leitartikel.”

    Das ist nach meinem Empfinden einer der besseren Neuber-Texte. Ich stimme überein, weitgehend. Lobend ist zu erwähnen, dass er sich an Genscher erinnern kann, und sogar an dessen Politik. Ich teile auch seine Kritik an der nur sog. “wertebasierten Aussenpolitik”, wie sie einige Grüne propagieren, die doch nur eine heuchlerische Verpackung für blankes “Atlantiker”-tum ist (und war). Was ich bei Neuber nicht nur in diesem Text vermisse – und das hält er wohl für “unabhängigen Journalismus”, den er gegen Rötzer wendet – den eigenen Standpunkt, von dem aus er analysiert und – wertet! Was er dagegen als Telepolis-Strategie praktiziert, ist Seitensteherei. Die eigene Position enttarnt sich ausschliesslich im Agendasetting. Und das ist bei Herrn Neuber dünn geworden (Ex-Telepolis-Autor Kolonko nannte es vor einem Jahr treffend: “News-Fabrik”). Es wird verzichtbar, weil es sich immer weniger vom herrschenden Brei unterscheidet.

    Neuber bejubelt nicht überprüfbare Clickzahlen. Exakt das könnte das Problem sein.

    Nun zu Rötzer

    Er ist als Rentner beim Westend-Verlag ins publizistische Exil geflüchtet. Dort werden auch rechte Spinner, wie der leitende Angestellte des Springer-Verlages Poschardt, verlegerisch gepampert. Warum wohl? Ein Grund könnte darin liegen, dass Online-Umfragen des overton-magazins nicht nur dominierende BSW-Sympathien dokumentieren, sondern – direkt darauf folgend – solche für die faschistische AfD. Ich wäre längst weg, wg. Allergieschock. Aber bitte, hier schreibt

    Florian Rötzer/overton: Die nächste Droge: Der Umgang mit den KI-Chatbots soll KI-Psychosen auslösen können – Ein Gespenst geht um: die KI-Psychose. Das soll eine neue psychische Erkrankung sein, die mit der zu intensiven Nutzung der intelligenten Chatbots oder generativen LLMs verbunden ist. Wenn Menschen KI-Agenten oder extra für persönliche Gespräche zugeschnittene KI-Companions als Freunde oder gar als Therapeuten sehen oder sich mit ihnen in wahnhafte Welten einspinnen, soll dies psychotische Tendenzen verstärken oder auslösen können.”

    Das ist in diesem Fall sicher nicht – im Gegensatz zu Neuber oben – einer der besten Rötzer-Texte, sondern eine seiner Routine-Arbeiten, darin ebenso vielsagend. Die starke Seite ist sein Agendasetting. Er dackelt nicht dem Tagesstrom hinterher, sondern sucht nach Trüffeln, die Hinweise auf die Zukunft geben. Das schätze ich an ihm.

    Und eine Fehleinschätzung vermeidet er stringent. Nicht das Medium/die Technik ist das Böse. Sondern die Gesellschaft, die es sozioökonomisch hervorbringt. Mit dieser Erkenntnis eilt er aber dem öffentlichen Diskurs nicht meilenweit voraus, um am Ende von niemandem mehr verstanden zu werden. Sondern Rötzer bleibt anschlussfähig, schreibt verständlich und nachvollziehbar. Jedenfalls für mich.

    Und er hört nicht auf. Danke.

    Update nachmittags

    Lesen Sie zum Wirken von KI/AI ergänzend auch den wie immer anregenden

    Georg Seeßlen/Jungle World: Künstliche Intelligenz ersetzt zukünftig vielleicht nicht nur den Künstler, sondern auch den Kritiker: Kunstkrieg mit der KI – Ob etwas Kunst ist oder nicht, wird bisher gesellschaftlich ausgehandelt. Schreitet die Künstliche Intelligenz nicht nur darin voran, Kunstwerke zu verarbeiten, sondern auch darin, in ihrer totalitären Tendenz den gesellschaftlichen Aushandlungsprozess zu untergraben, wird sie zukünftig vielleicht nicht nur Kunst produzieren, sondern darüber entscheiden, was als Kunst gilt.”

    Und noch eine Preisfrage hinterher. Über Gesetzgebung lamentieren, die Jahrzehnte hinterherdackelt? Das mache ich jetzt auch schon über zehn Jahre. und lasse es dieses Mal – ausnahmsweise. Stattdessen meine Preisfrage als Hausaufgabe: nennen Sie mir eine*n oder mehrere Politiker*innen mit einem Amt oder Mandat, die die hier aufgezählten Texte überhaupt lesen (können)! Als Preis winkt Ihnen eine innere Beruhigung.

  29. Neuber vs. Rötzer

    Ein Vergleich

    mit Update nachmittags

    Wir dürfen davon ausgehen, dass die sich nicht (mehr) leiden können. Harald Neuber ist der Nachfolger von Florian Rötzer als Chefredakteur des bei der Heise-Gruppe angesiedelten Onlinemagazins telepolis. Rötzer wurde nicht gefeuert, sondern ging in Rente. Ob sie bei Heise drei Kreuze geschlagen haben? Das sieht heute so aus. Wie kommich auf das abseitige Thema?

    Ich bin Leser von beiden, seit langem, seit Ende der 90er Jahre. Und glaube intellektuell davon profitiert zu haben. Heute mache ich mir Sorgen, ob das (für mich) noch möglich ist.

    Sehr genervt bin ich, und schalte als Leser clickverweigernd davon ab, wie sich Neuber redaktionell aufbläst. Das ist so anstrengend, wie die Presenter-Dokus in der Glotze. Der Inhalt verschwindet immer mehr hinter einer aufgeblasenen Person. Und wenn die sich auch noch selbst aufbläst, weil es niemand anders macht – dann braucht die Person doch wohl eher professionelle Hilfe, als was mit Medien. Aber gut, das ist meine private Meinung.

    Heute nun ist vom Kollegen Neuber ein vielsagender Text erschienen. Er als Chef tut sowas natürlich nicht unterhalb der Selbstbezeichnung Leitartikel. Aber geschenkt, darüber lässt sich hinwegsehen.

    Harald Neuber/telepolis: Europa außen vor: Wie die USA und Russland über unsere Zukunft verhandeln – Die EU setzt auf Moral, doch am Verhandlungstisch zählt Macht. Warum Europa zunehmend nur noch Zuschauer ist. Ein Telepolis-Leitartikel.”

    Das ist nach meinem Empfinden einer der besseren Neuber-Texte. Ich stimme überein, weitgehend. Lobend ist zu erwähnen, dass er sich an Genscher erinnern kann, und sogar an dessen Politik. Ich teile auch seine Kritik an der nur sog. “wertebasierten Aussenpolitik”, wie sie einige Grüne propagieren, die doch nur eine heuchlerische Verpackung für blankes “Atlantiker”-tum ist (und war). Was ich bei Neuber nicht nur in diesem Text vermisse – und das hält er wohl für “unabhängigen Journalismus”, den er gegen Rötzer wendet – den eigenen Standpunkt, von dem aus er analysiert und – wertet! Was er dagegen als Telepolis-Strategie praktiziert, ist Seitensteherei. Die eigene Position enttarnt sich ausschliesslich im Agendasetting. Und das ist bei Herrn Neuber dünn geworden (Ex-Telepolis-Autor Kolonko nannte es vor einem Jahr treffend: “News-Fabrik”). Es wird verzichtbar, weil es sich immer weniger vom herrschenden Brei unterscheidet.

    Neuber bejubelt nicht überprüfbare Clickzahlen. Exakt das könnte das Problem sein.

    Nun zu Rötzer

    Er ist als Rentner beim Westend-Verlag ins publizistische Exil geflüchtet. Dort werden auch rechte Spinner, wie der leitende Angestellte des Springer-Verlages Poschardt, verlegerisch gepampert. Warum wohl? Ein Grund könnte darin liegen, dass Online-Umfragen des overton-magazins nicht nur dominierende BSW-Sympathien dokumentieren, sondern – direkt darauf folgend – solche für die faschistische AfD. Ich wäre längst weg, wg. Allergieschock. Aber bitte, hier schreibt

    Florian Rötzer/overton: Die nächste Droge: Der Umgang mit den KI-Chatbots soll KI-Psychosen auslösen können – Ein Gespenst geht um: die KI-Psychose. Das soll eine neue psychische Erkrankung sein, die mit der zu intensiven Nutzung der intelligenten Chatbots oder generativen LLMs verbunden ist. Wenn Menschen KI-Agenten oder extra für persönliche Gespräche zugeschnittene KI-Companions als Freunde oder gar als Therapeuten sehen oder sich mit ihnen in wahnhafte Welten einspinnen, soll dies psychotische Tendenzen verstärken oder auslösen können.”

    Das ist in diesem Fall sicher nicht – im Gegensatz zu Neuber oben – einer der besten Rötzer-Texte, sondern eine seiner Routine-Arbeiten, darin ebenso vielsagend. Die starke Seite ist sein Agendasetting. Er dackelt nicht dem Tagesstrom hinterher, sondern sucht nach Trüffeln, die Hinweise auf die Zukunft geben. Das schätze ich an ihm.

    Und eine Fehleinschätzung vermeidet er stringent. Nicht das Medium/die Technik ist das Böse. Sondern die Gesellschaft, die es sozioökonomisch hervorbringt. Mit dieser Erkenntnis eilt er aber dem öffentlichen Diskurs nicht meilenweit voraus, um am Ende von niemandem mehr verstanden zu werden. Sondern Rötzer bleibt anschlussfähig, schreibt verständlich und nachvollziehbar. Jedenfalls für mich.

    Und er hört nicht auf. Danke.

    Update nachmittags

    Lesen Sie zum Wirken von KI/AI ergänzend auch den wie immer anregenden

    Georg Seeßlen/Jungle World: Künstliche Intelligenz ersetzt zukünftig vielleicht nicht nur den Künstler, sondern auch den Kritiker: Kunstkrieg mit der KI – Ob etwas Kunst ist oder nicht, wird bisher gesellschaftlich ausgehandelt. Schreitet die Künstliche Intelligenz nicht nur darin voran, Kunstwerke zu verarbeiten, sondern auch darin, in ihrer totalitären Tendenz den gesellschaftlichen Aushandlungsprozess zu untergraben, wird sie zukünftig vielleicht nicht nur Kunst produzieren, sondern darüber entscheiden, was als Kunst gilt.”

    Und noch eine Preisfrage hinterher. Über Gesetzgebung lamentieren, die Jahrzehnte hinterherdackelt? Das mache ich jetzt auch schon über zehn Jahre. und lasse es dieses Mal – ausnahmsweise. Stattdessen meine Preisfrage als Hausaufgabe: nennen Sie mir eine*n oder mehrere Politiker*innen mit einem Amt oder Mandat, die die hier aufgezählten Texte überhaupt lesen (können)! Als Preis winkt Ihnen eine innere Beruhigung.

  30. Qualitätsmängel

    Die sinkende Qualität der Medienöffentlichkeit wird – leider – wie immer im Fussball besonders deutlich

    Parallel zur Ausbreitung eines faschismuskompatiblen Oligarchentums in Politik und Ökonomie (“KI/AI”) ist der heisse Scheiss im Fussball der Herren und der Damen die “Datenrevolution”. Hier ein Eindruck in einer Buchrezension von Fabian Kunow/Jungle World: Leistung vom Rauschen trennen – Die Entwicklung mathematischer Modelle für Spielerbewertung oder Vorhersagen ist Teil des Fußballgeschäfts geworden. Der Brite Ian Graham war hierin ein Pionier. Nun ist sein autobiographisch geprägtes Buch zum Thema auf Deutsch erschienen.”

    Nun will ich nicht bestreiten, dass Datensammlung und -analyse zum Handwerkszeug professioneller Fussballlehrer*innen gehört. Damit habe ich schon 1965 als achtjähtiger Fan begonnen. Als vom Internet noch niemand eine Ahnung hatte, verblüffte ich zusammen mit einem weiteren Gladbach-Fan den Nachbartisch einer Düsseldorfer Altstadtkneipe mit einem improvisierten Fussballquiz, bei dem wir auch alles Wesentliche über Fortuna wussten. Ob Smartphone-Nutzer*innen das heute noch hinbekommen würden, zweifle ich an; sie gucken alles nach. Okay, halb so schlimm.

    Wenn sich die Handelnden jedoch von der Marketingpropaganda der Daten-Dienstleister*innen hinter die Fichte führen lassen, werden Grenzen überschritten. Entscheidend im Fussball sind nicht die Daten, sondern das Team. Das Team kreiert und verhindert Torerfolge. Entscheidend is aufm Platz! Diese Erkenntnis breitete sich bereits in den 50er Jahren vom Ruhrpott ausgehend in der West-BRD wissenschaftlich aus.

    Was ist ein Team? Ein sehr komplizierter psychologischer Mechanismus von weit mehr als 11 Individuen (+ Ersatzbank, plus Nichteingesetzte, plus zahlreiche Betreuer*innen, plus Familienangehörige/Lebenspartner*innen), die den inneren Antrieb, das Selbstvertrauen, den Mut einer*s Spieler*in hoch- oder runterbeeinflussen – wie es übrigens auch die Stadionzuschauer*innen können und tun. Was als Leistung einzelner Spieler*innen und ihres Zusammenwirkens aufm Platz sichtbar wird – dahinter steckt sehr viel Arbeit von sehr, sehr vielen Unsichtbaren. Und das Schönste daran: das ist nicht berechenbar! Darum weiss mann – meistens – im Fussball nicht, wie es ausgeht. Und darum versucht das Oligarchenkapital ihn zu fressen und das zu ändern.

    Derzeit überschlagen sich die Sommerlochmedien im Hochjubeln eines 17-jährigen Angestellten des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum. Der Auftrag ist mutmasslich, seinen Transferwert, z.Zt. mickrige 1,5 Mio., hochzupuschen. Ich habe den Jungen gesehen. Zweifellos kann der was. Vielleicht sind sogar seine Datenberge beeindruckend für Leute, die sich das Zugucken sparen wollen. Aber es war so sinnlos. Jedenfalls im Halbfinale der deutschen U17-Meisterschaft (der Jungs) gegen Borussia Mönchengladbach -1:3. Dä.

    Ich habe das Spiel in meiner Herzinfarkt-Reha komplett gesehen. Und das Beste an Lennart Karl war, wie die Gladbacher Defensivarbeit ihn komplett vergeblich die rechte Seitenlinie auf- und abrennen liess. An dieser disziplinierten Defensivarbeit könnte sich das Profiteam in der Bundesliga mal ein Beispiel nehmen. Und sich nicht immer nur auf den regelmässigen Geschenken von Manuel Neuer ausruhen.

    Hausaufgabe: was bedeuten diese Erkenntnisse für die Organisation demokratischer Politik und Medien?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  31. Qualitätsmängel

    Die sinkende Qualität der Medienöffentlichkeit wird – leider – wie immer im Fussball besonders deutlich

    Parallel zur Ausbreitung eines faschismuskompatiblen Oligarchentums in Politik und Ökonomie (“KI/AI”) ist der heisse Scheiss im Fussball der Herren und der Damen die “Datenrevolution”. Hier ein Eindruck in einer Buchrezension von Fabian Kunow/Jungle World: Leistung vom Rauschen trennen – Die Entwicklung mathematischer Modelle für Spielerbewertung oder Vorhersagen ist Teil des Fußballgeschäfts geworden. Der Brite Ian Graham war hierin ein Pionier. Nun ist sein autobiographisch geprägtes Buch zum Thema auf Deutsch erschienen.”

    Nun will ich nicht bestreiten, dass Datensammlung und -analyse zum Handwerkszeug professioneller Fussballlehrer*innen gehört. Damit habe ich schon 1965 als achtjähriger Fan begonnen. Als vom Internet noch niemand eine Ahnung hatte, verblüffte ich zusammen mit einem weiteren Gladbach-Fan den Nachbartisch einer Düsseldorfer Altstadtkneipe mit einem improvisierten Fussballquiz, bei dem wir auch alles Wesentliche über Fortuna wussten. Ob Smartphone-Nutzer*innen das heute noch hinbekommen würden, zweifle ich an; sie gucken alles nach. Okay, halb so schlimm.

    Wenn sich die Handelnden jedoch von der Marketingpropaganda der Daten-Dienstleister*innen hinter die Fichte führen lassen, werden Grenzen überschritten. Entscheidend im Fussball sind nicht die Daten, sondern das Team. Das Team kreiert und verhindert Torerfolge. Entscheidend is aufm Platz! Diese Erkenntnis breitete sich bereits in den 50er Jahren vom Ruhrpott ausgehend in der West-BRD wissenschaftlich aus.

    Was ist ein Team? Ein sehr komplizierter psychologischer Mechanismus von weit mehr als 11 Individuen (+ Ersatzbank, plus Nichteingesetzte, plus zahlreiche Betreuer*innen, plus Familienangehörige/Lebenspartner*innen), die den inneren Antrieb, das Selbstvertrauen, den Mut einer*s Spieler*in hoch- oder runterbeeinflussen – wie es übrigens auch die Stadionzuschauer*innen können und tun. Was als Leistung einzelner Spieler*innen und ihres Zusammenwirkens aufm Platz sichtbar wird – dahinter steckt sehr viel Arbeit von sehr, sehr vielen Unsichtbaren. Und das Schönste daran: das ist nicht berechenbar! Darum weiss mann – meistens – im Fussball nicht, wie es ausgeht. Und darum versucht das Oligarchenkapital ihn zu fressen und das zu ändern.

    Derzeit überschlagen sich die Sommerlochmedien im Hochjubeln eines 17-jährigen Angestellten des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum. Der Auftrag ist mutmasslich, seinen Transferwert, z.Zt. mickrige 1,5 Mio., hochzupuschen. Ich habe den Jungen gesehen. Zweifellos kann der was. Vielleicht sind sogar seine Datenberge beeindruckend für Leute, die sich das Zugucken sparen wollen. Aber es war so sinnlos. Jedenfalls im Halbfinale der deutschen U17-Meisterschaft (der Jungs) gegen Borussia Mönchengladbach -1:3. Dä.

    Ich habe das Spiel in meiner Herzinfarkt-Reha komplett gesehen. Und das Beste an Lennart Karl war, wie die Gladbacher Defensivarbeit ihn komplett vergeblich die rechte Seitenlinie auf- und abrennen liess. An dieser disziplinierten Defensivarbeit könnte sich das Profiteam in der Bundesliga mal ein Beispiel nehmen. Und sich nicht immer nur auf den regelmässigen Geschenken von Manuel Neuer ausruhen.

    Hausaufgabe: was bedeuten diese Erkenntnisse für die Organisation demokratischer Politik und Medien?

  32. Mein Reden: Man kann lachen über die da oben, so viel man will. Im besten Fall verschafft das Lachen Erleichterung, viel eher aber Verbitterung und Gleichgültigkeit.

    Was es aber auf keinen Fall macht, ist etwas an den Verhältnissen zu ändern. Ich kann diese lustigen und originellen Demoschilder oder diese Reddit-Posts über den letzten geistigen Aussetzer von #Hegseth, #Musk oder #Trump nicht mehr sehen.

    Alles Scheiße!

    opensocial.at/display/59c238fc

    #JungleWorld #LarsQuadfasel #Humor #DieDaOben

  33. Kapital und Ideologie

    Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?

    Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.

    Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert.

    Um diese Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”

    So dumm und dämlich können Medien funktionieren: Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”

    Mehr Intelligenz

    versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:

    Christian Bartels/MDR-Altpapier: Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zu letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.

    Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.

    Wohin das Rüstungskapital führen will

    Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”

    Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.

    Und wer tut was dagegen?

    Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:

    Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen“.

    Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  34. Kapital und Ideologie

    Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?

    Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.

    Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert. Dass ich den Text überhaupt gefunden habe, liegt an den linksradikalen Miesepetern bei den nachdenkseiten, “Hinweise des Tages” – so viel Fairness muss sein. Die Kommentare zu den Links lassen sich überlesen …

    Wie funktioniert diese Gangster-Systematik in der US-Regierung? Der hier in Bonn ansässige Schnellschreiber Uwe Kerkow/telepolis vermittelt dazu einen ebenso schnell zu lesenden prägnanten Eindruck und lässt dabei auch die inneren Widersprüche (= Schwachstellen) nicht aus: Wie Silicon Valley und Pentagon zur Supermacht verschmelzen – Silicon Valley und das Pentagon gehen eine historische Allianz ein. Die Tech-Giganten liefern KI-Expertise, Washington bietet Geld und Macht. Doch zu welchem Preis?”

    Um das Denken dieser Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”

    So dumm und dämlich können Medien funktionieren

    Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”

    Zwei weitere Beispiele sind der Paywall von uebermedien entsprungen, und haben von ihrer schockierenden Brisanz leider nichts verloren:

    Johanna Bernklau/uebermedien: Reportage aus Erfurt: ‘Y-Kollektiv’ will sich Klischees genau anschauen, guckt aber dran vorbei – ‘Ausländer kriminell, Ossis rassistisch?’, fragt eine ARD-Doku. Doch statt Vorurteilen wirklich auf den Grund zu gehen, bleibt der Film oberflächlich. Auf ihrem Trip nach Erfurt fragt die Reporterin nicht ausreichend nach, sie ordnet nicht ein. Und lässt problematische Aussagen einfach so stehen.” Die Presenter-Pest – da ist sie wieder. Und die fragliche Dame war noch nicht mal aus dem dummen Westen zum Zoobesuch angereist, sondern – aus Leipzig.

    Stefan Niggemeier macht die mächtigste Verlegerin NRWs nackig: Wie ‘Der Westen’ mit Clickbait für Medienkritik wirbt – Das Funke-Clickbait-Portal ‘Der Westen’ führt Menschen mit einer Schlagzeile zu Friedrich Merz in die Irre. Aber vielleicht dient das alles ja nur dem angeblichen Traum von Verlegerin Julia Becker, eine medienkritische Gesellschaft zu fördern?”

    Mehr Intelligenz

    versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:

    Christian Bartels/MDR-Altpapier: Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zum letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.

    Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.

    Wohin das Rüstungskapital führen will

    Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”

    Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.

    Und wer tut was dagegen?

    Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:

    Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen.

    Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?

  35. Kapital und Ideologie

    Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?

    Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.

    Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert.

    Um diese Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”

    So dumm und dämlich können Medien funktionieren: Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”

    Mehr Intelligenz

    versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:

    Christian Bartels/MDR-Altpapier: Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zu letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.

    Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.

    Wohin das Rüstungskapital führen will

    Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”

    Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.

    Und wer tut was dagegen?

    Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:

    Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen“.

    Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  36. Kapital und Ideologie

    Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?

    Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.

    Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert. Dass ich den Text überhaupt gefunden habe, liegt an den linksradikalen Miesepetern bei den nachdenkseiten, “Hinweise des Tages” – so viel Fairness muss sein. Die Kommentare zu den Links lassen sich überlesen …

    Wie funktioniert diese Gangster-Systematik in der US-Regierung? Der hier in Bonn ansässige Schnellschreiber Uwe Kerkow/telepolis vermittelt dazu einen ebenso schnell zu lesenden prägnanten Eindruck und lässt dabei auch die inneren Widersprüche (= Schwachstellen) nicht aus: Wie Silicon Valley und Pentagon zur Supermacht verschmelzen – Silicon Valley und das Pentagon gehen eine historische Allianz ein. Die Tech-Giganten liefern KI-Expertise, Washington bietet Geld und Macht. Doch zu welchem Preis?”

    Um das Denken dieser Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”

    So dumm und dämlich können Medien funktionieren

    Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”

    Zwei weitere Beispiele sind der Paywall von uebermedien entsprungen, und haben von ihrer schockierenden Brisanz leider nichts verloren:

    Johanna Bernklau/uebermedien: Reportage aus Erfurt: ‘Y-Kollektiv’ will sich Klischees genau anschauen, guckt aber dran vorbei – ‘Ausländer kriminell, Ossis rassistisch?’, fragt eine ARD-Doku. Doch statt Vorurteilen wirklich auf den Grund zu gehen, bleibt der Film oberflächlich. Auf ihrem Trip nach Erfurt fragt die Reporterin nicht ausreichend nach, sie ordnet nicht ein. Und lässt problematische Aussagen einfach so stehen.” Die Presenter-Pest – da ist sie wieder. Und die fragliche Dame war noch nicht mal aus dem dummen Westen zum Zoobesuch angereist, sondern – aus Leipzig.

    Stefan Niggemeier macht die mächtigste Verlegerin NRWs nackig: Wie ‘Der Westen’ mit Clickbait für Medienkritik wirbt – Das Funke-Clickbait-Portal ‘Der Westen’ führt Menschen mit einer Schlagzeile zu Friedrich Merz in die Irre. Aber vielleicht dient das alles ja nur dem angeblichen Traum von Verlegerin Julia Becker, eine medienkritische Gesellschaft zu fördern?”

    Mehr Intelligenz

    versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:

    Christian Bartels/MDR-Altpapier: Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zum letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.

    Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.

    Wohin das Rüstungskapital führen will

    Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”

    Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.

    Und wer tut was dagegen?

    Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:

    Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen.

    Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?

  37. Opiumhändler

    mit Update 28.5.

    Der hier zu lobende, zu preisende und in erster Linie (mal wieder) hervorzuhebende Autor Georg Seeßlen/Jungle World zitiert das Objekt seiner Analyse mit diesen pathostriefenden Ausführungen: »Das 21. Jahrhundert wird ein Zeitalter der Religion. Gott kehrt zurück, und zwar mit Macht im doppelten Sinne des Wortes. Nicht nur als philosophische Kategorie, revitalisierte Tradi­tion, theologische Erzeugung oder spirituelle Kraft. Er kommt mitten hinein in den politischen Raum. Dieses Traktat vertritt die These, dass sich der Säkularisierungsprozess umkehren wird. Wir gehen vom postmodernen ins neoreligiöse Zeitalter.« Lachen und weglegen? Wenn es so einfach wäre – oder Sie meinen, dass es das ist – können Sie hier mit dem Weiterlesen aufhören.

    Ich rate zum Weiterlesen. Georg Seeßlen/Jungle World: Der neue Kulturstaatsminister soll vollenden, was Helmut Kohl nur vorschwebte: Bitte wenden: Wolfram Weimer und der Kulturkreis vom Tegernsee – Weg mit den Joints, jetzt wird die Ludwig-Erhard-Zigarre wieder angesteckt! Mit Wolfram Weimer als neuem Staatsminister für Kultur und Medien soll die Ära einer vermeintlich linkslastigen Förderungspolitik enden. Aber es geht um mehr: Die von Helmut Kohl eingeforderte »geistig-moralische Wende« kommt zu neuen Ehren. Und auch Gott kehrt in den politischen Raum zurück, verspricht Weimer.”

    Wie der Autor schon richtig beschreibt, funktioniert diese dubiose Figur in erster Linie als öffentlicher Lautsprecher. Praktische Kulturarbeit wird von Ländern und Kommunen bezahlt. Zum Ausruhen ist das, das wissen alle, die damit zu tun haben, schon lange nicht. War es noch nie. Es ist immer, jedes Haushaltsjahr wieder, Gegenstand von Verteilungskämpfen. Und weil es sich um angeblich “freiwillige Leistungen” handelt, umso mehr.

    Böswillige (und unfähige) Kommunalpolitiker*innen versuchen gerne, z.B. “Sport” und “Kultur” gegeneinander zu hetzen. Stadtgesellschaften, die nicht dumm genug dafür sind, sich spalten zu lassen, schliessen sich dann erst recht zusammen. Aber das ist einfach geschrieben, und schwere harte Arbeit für die abnehmende Zahl ehrenamtlich engagierter Bürger*innen.

    Insofern braucht es für dieses Zerstörungswerk keinen Weimer. Der ist komplett überflüssig. Aber das zur Kenntnis zu nehmen, verkraftet der nicht.

    Für wen der Kerl von Bedeutung ist

    Die Incels, die ihren Schwanz mit ihrem Auto verlängern, die haben in ihm einen verlässlichen Partner. Sein Apologet bei Springer, dessen Name mir einfach nicht mehr einfällt, der aber bei Westend eine Buchverlegerheimat gefunden hat, der weiss, was ich meine.

    Und wenn Sie meinen, dass diese Typen Sie nicht interessieren, dann lesen Sie vorher lieber nochmal, was Harald Gesterkamp/bruchstuecke dazu dem Ökonomen (!) Boris von Heesen entlockt hat: Aggressiv, rasend, betrunken – Mann am Steuer – Überdimensionierte Fahrzeuge, aggressives Verhalten, männliche Netzwerke in Konzernen, Parlamenten und Verbänden: Der Ökonom Boris von Heesen hat untersucht, wie patriarchale Strukturen eine nachhaltige Verkehrspolitik blockieren.”

    Jederzeit begegnen Sie denen im öffentlichen Verkehr. Machen Sie sich also sachkundig.

    Wohlbefinden für den Verstand

    Heute 22.15 h im ZDF und dann auch hier: “Die Anstalt”.

    Update 28.5.

    Die Anstalt behandelte als Thema die deutsche Abfallwirtschaft. In Deutschland funktioniert die so: wir trennen den Müll sorgfältiger, als Gemeinwohl und Profitinteresse. Schon die legendären “Sopranos” (1999-2006) wussten, wie lukrativ Abfallwirtschaft ist, und wurden vom ZDF systematisch totgesendet (wie später auch “Better Call Saul”). Die Sopranos waren von Erfinder David Chase angesiedelt in Newark/New Jersey. So schliessen sich die Kreise.

    Dass deutsche TV-Anstalten solche Zusammenhänge nicht oben in ihr Agendasetting nehmen, darauf immerhin ist Verlass.

  38. Opiumhändler

    mit Update 28.5.

    Der hier zu lobende, zu preisende und in erster Linie (mal wieder) hervorzuhebende Autor Georg Seeßlen/Jungle World zitiert das Objekt seiner Analyse mit diesen pathostriefenden Ausführungen: »Das 21. Jahrhundert wird ein Zeitalter der Religion. Gott kehrt zurück, und zwar mit Macht im doppelten Sinne des Wortes. Nicht nur als philosophische Kategorie, revitalisierte Tradi­tion, theologische Erzeugung oder spirituelle Kraft. Er kommt mitten hinein in den politischen Raum. Dieses Traktat vertritt die These, dass sich der Säkularisierungsprozess umkehren wird. Wir gehen vom postmodernen ins neoreligiöse Zeitalter.« Lachen und weglegen? Wenn es so einfach wäre – oder Sie meinen, dass es das ist – können Sie hier mit dem Weiterlesen aufhören.

    Ich rate zum Weiterlesen. Georg Seeßlen/Jungle World: Der neue Kulturstaatsminister soll vollenden, was Helmut Kohl nur vorschwebte: Bitte wenden: Wolfram Weimer und der Kulturkreis vom Tegernsee – Weg mit den Joints, jetzt wird die Ludwig-Erhard-Zigarre wieder angesteckt! Mit Wolfram Weimer als neuem Staatsminister für Kultur und Medien soll die Ära einer vermeintlich linkslastigen Förderungspolitik enden. Aber es geht um mehr: Die von Helmut Kohl eingeforderte »geistig-moralische Wende« kommt zu neuen Ehren. Und auch Gott kehrt in den politischen Raum zurück, verspricht Weimer.”

    Wie der Autor schon richtig beschreibt, funktioniert diese dubiose Figur in erster Linie als öffentlicher Lautsprecher. Praktische Kulturarbeit wird von Ländern und Kommunen bezahlt. Zum Ausruhen ist das, das wissen alle, die damit zu tun haben, schon lange nicht. War es noch nie. Es ist immer, jedes Haushaltsjahr wieder, Gegenstand von Verteilungskämpfen. Und weil es sich um angeblich “freiwillige Leistungen” handelt, umso mehr.

    Böswillige (und unfähige) Kommunalpolitiker*innen versuchen gerne, z.B. “Sport” und “Kultur” gegeneinander zu hetzen. Stadtgesellschaften, die nicht dumm genug dafür sind, sich spalten zu lassen, schliessen sich dann erst recht zusammen. Aber das ist einfach geschrieben, und schwere harte Arbeit für die abnehmende Zahl ehrenamtlich engagierter Bürger*innen.

    Insofern braucht es für dieses Zerstörungswerk keinen Weimer. Der ist komplett überflüssig. Aber das zur Kenntnis zu nehmen, verkraftet der nicht.

    Für wen der Kerl von Bedeutung ist

    Die Incels, die ihren Schwanz mit ihrem Auto verlängern, die haben in ihm einen verlässlichen Partner. Sein Apologet bei Springer, dessen Name mir einfach nicht mehr einfällt, der aber bei Westend eine Buchverlegerheimat gefunden hat, der weiss, was ich meine.

    Und wenn Sie meinen, dass diese Typen Sie nicht interessieren, dann lesen Sie vorher lieber nochmal, was Harald Gesterkamp/bruchstuecke dazu dem Ökonomen (!) Boris von Heesen entlockt hat: Aggressiv, rasend, betrunken – Mann am Steuer – Überdimensionierte Fahrzeuge, aggressives Verhalten, männliche Netzwerke in Konzernen, Parlamenten und Verbänden: Der Ökonom Boris von Heesen hat untersucht, wie patriarchale Strukturen eine nachhaltige Verkehrspolitik blockieren.”

    Jederzeit begegnen Sie denen im öffentlichen Verkehr. Machen Sie sich also sachkundig.

    Wohlbefinden für den Verstand

    Heute 22.15 h im ZDF und dann auch hier: “Die Anstalt”.

    Update 28.5.

    Die Anstalt behandelte als Thema die deutsche Abfallwirtschaft. In Deutschland funktioniert die so: wir trennen den Müll sorgfältiger, als Gemeinwohl und Profitinteresse. Schon die legendären “Sopranos” (1999-2006) wussten, wie lukrativ Abfallwirtschaft ist, und wurden vom ZDF systematisch totgesendet (wie später auch “Better Call Saul”). Die Sopranos waren von Erfinder David Chase angesiedelt in Newark/New Jersey. So schliessen sich die Kreise.

    Dass deutsche TV-Anstalten solche Zusammenhänge nicht oben in ihr Agendasetting nehmen, darauf immerhin ist Verlass.

  39. Veranstaltungshinweis für Berlin:
    »Biographien über Wiglaf Droste und Jörg Fauser«. Vortrag und Diskussion mit Christof Meueler, Ambros Waibel und Matthias
    Penzel. Buchhändlerkeller, Alt-Lietzow 12, um 20 Uhr.

    #WiglafDroste #JörgFauser #JungleWorld

  40. Veranstaltungshinweis für Berlin:
    »Biographien über Wiglaf Droste und Jörg Fauser«. Vortrag und Diskussion mit Christof Meueler, Ambros Waibel und Matthias
    Penzel. Buchhändlerkeller, Alt-Lietzow 12, um 20 Uhr.

    #WiglafDroste #JörgFauser #JungleWorld

  41. Veranstaltungshinweis für Berlin:
    »Biographien über Wiglaf Droste und Jörg Fauser«. Vortrag und Diskussion mit Christof Meueler, Ambros Waibel und Matthias
    Penzel. Buchhändlerkeller, Alt-Lietzow 12, um 20 Uhr.

    #WiglafDroste #JörgFauser #JungleWorld

  42. Veranstaltungshinweis für Berlin:
    »Biographien über Wiglaf Droste und Jörg Fauser«. Vortrag und Diskussion mit Christof Meueler, Ambros Waibel und Matthias
    Penzel. Buchhändlerkeller, Alt-Lietzow 12, um 20 Uhr.

    #WiglafDroste #JörgFauser #JungleWorld

  43. Veranstaltungshinweis für Berlin:
    »Biographien über Wiglaf Droste und Jörg Fauser«. Vortrag und Diskussion mit Christof Meueler, Ambros Waibel und Matthias
    Penzel. Buchhändlerkeller, Alt-Lietzow 12, um 20 Uhr.

    #WiglafDroste #JörgFauser #JungleWorld

  44. Linke Antisemit:innen in Polen greifen Kulturkollektiv an. Zum Verzweifeln:

    "Unter den zerstörten Werken befindet sich auch ein Gemälde, das polnische Juden aus der Vorkriegszeit darstellt (...) Linke und autoritäre Kommunisten, aber auch einige Künstler und Gewerkschafter begrüßten den antisemitischen Angriff."

    jungle.world/artikel/2024/45/l

    Über opencollective.com/ocsk-postoj kann man das Kollektiv unterstützen.

    #jungleworld #stopantisemitism #postój #linkerantisemitismus

  45. Zu dem abstoßenden Reel aus NYC:
    „Eine Flut der Grausamkeit
    In seinem Buch »Feuer« legt der israelische Schriftsteller #RonLeshem eine Chronik des 7. Oktober vor, analysiert die Faszination von Linken für die Hamas und den Islamismus [und] geht auch darauf ein, wie verheerend falsch die Regierung Netanyahu die Bedrohung aus dem Gaza-Streifen eingeschätzt hat.“ Die Rezension von Chris Schinke in der #JungleWorld ist noch nur im Abo zu lesen, das Buch könnt ihr trotzdem schon kaufen und lesen.

  46. Zu dem abstoßenden Reel aus NYC:
    „Eine Flut der Grausamkeit
    In seinem Buch »Feuer« legt der israelische Schriftsteller #RonLeshem eine Chronik des 7. Oktober vor, analysiert die Faszination von Linken für die Hamas und den Islamismus [und] geht auch darauf ein, wie verheerend falsch die Regierung Netanyahu die Bedrohung aus dem Gaza-Streifen eingeschätzt hat.“ Die Rezension von Chris Schinke in der #JungleWorld ist noch nur im Abo zu lesen, das Buch könnt ihr trotzdem schon kaufen und lesen.

  47. „Wer Emma Clines genialen Debütroman »The Girls« (2016) über eine weibliche Pubertät im Bann der Manson-Sekte im kalifornischen Sommer 1969 gelesen hat, wusste, dass er [sie] alle kommenden Bücher der US-amerikanischen Autorin lesen würde,“ schreibt Heike Karin Runge in der #JungleWorld 2024/16 zu Clines neuem Roman »Die Einladung«.
    #Frauenlesen #EmmaCline jungle.world/suche?keys=Clines

  48. „Wer Emma Clines genialen Debütroman »The Girls« (2016) über eine weibliche Pubertät im Bann der Manson-Sekte im kalifornischen Sommer 1969 gelesen hat, wusste, dass er [sie] alle kommenden Bücher der US-amerikanischen Autorin lesen würde,“ schreibt Heike Karin Runge in der #JungleWorld 2024/16 zu Clines neuem Roman »Die Einladung«.
    #Frauenlesen #EmmaCline jungle.world/suche?keys=Clines

  49. „Wer Emma Clines genialen Debütroman »The Girls« (2016) über eine weibliche Pubertät im Bann der Manson-Sekte im kalifornischen Sommer 1969 gelesen hat, wusste, dass er [sie] alle kommenden Bücher der US-amerikanischen Autorin lesen würde,“ schreibt Heike Karin Runge in der #JungleWorld 2024/16 zu Clines neuem Roman »Die Einladung«.
    #Frauenlesen #EmmaCline jungle.world/suche?keys=Clines

  50. „Wer Emma Clines genialen Debütroman »The Girls« (2016) über eine weibliche Pubertät im Bann der Manson-Sekte im kalifornischen Sommer 1969 gelesen hat, wusste, dass er [sie] alle kommenden Bücher der US-amerikanischen Autorin lesen würde,“ schreibt Heike Karin Runge in der #JungleWorld 2024/16 zu Clines neuem Roman »Die Einladung«.
    #Frauenlesen #EmmaCline jungle.world/suche?keys=Clines