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#jungleworld — Public Fediverse posts

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  1. Trivialisierung der Krise

    mit Update mittags

    “El Niño” ist es ganz sicher nicht (die Trivialisierung), sondern könnte ihr eher den Namen verleihen (der Krise). Davon wollen aber hierzulande weder die herrschenden Medien, noch die Mehrheit der (noch) Wählenden, noch gar die Regierung irgendwas wissen. Eine AfD/CDU-Verbindung wäre sicher das Ideal für eine Ignoranzkoalition. Aber die SPD tuts auch – angeführt vom angeblich “beliebtesten Politiker” dieses Landes. Auf den komme ich gleich zurück. Sein langjähriger Vorgänger in dieser Rolle war übrigens der Wolfgang Schäuble, dem wir unsere heutige Infrastruktur verdanken. Und gemäss seiner Leitsätze sollen die Pleitekommunen doch selber sehen, wie sie damit klarkommen. Müssen sie mit der Klimakatastrophe ja auch.

    In den meisten Ländern dieser Welt haben die Menschen längst gerafft, wie sich das herrschende Kapital und seine Regierungen den Krisenablauf vorstellen. Und wo die Frauen nicht nur das Wissen sondern auch die Macht und Kraft zur Schwangerschaftsverhütung haben, nutzen sie sie sofort und unmittelbar. So bestrafen die Beherrschten die Herrschenden:

    Bernhard Torsch/Jungle World: Sorge ums Humankapital: Herumlaborieren am Humankapital – Länger arbeiten und dabei weniger krank sein – so sollen die Arbeiter:innen die Wirtschaftskrise überwinden, wenn es nach der Bundesregierung und Kapitalvertreter:innen geht. Letztere treibt dabei jedoch noch ein viel gravierenderes Problem um: Es gibt immer weniger Arbeiter:innen.”

    So ist das, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Die Rechten mobilisieren erfolgreicher zu Wahlen, die Anstrengungen kluger Linker, wie Joachim Wille/FR oder Christian Jakob/taz dienen hoffentlich dem mittel- und langfristigen Fortschritt. Den September werden sie politisch nicht mehr retten. Da ist der Erkenntnisprozess der Völker dieser Welt – s. Torsch – schon weiter, als die professionellen Klugscheisser*innen des Überbaus in den reichen Ländern.

    Wie die Herrschenden sich das Näherrücken an die Apokalypse politökonomisch vorstellen, das beschreibt die Londoner Professorin

    Elke Schwarz/Jacobin: Das Silicon Valley sieht im Krieg einen Wachstumsmarkt – Venture Capital flutet die Verteidigungsindustrie und damit durchdringt die Sprache des Silicon Valley immer häufiger die Kriegsführung. Wer hier »gewinnen« will, möchte Profit machen – auch auf Kosten des Friedens.”

    Wenn Donald Trump heute oder morgen tot umfällt, dann übernimmmt ein Thiel-Angestellter ganz direkt den Job. Das würde denen vieles einfacher machen, als es schon ist. Im Plan steht, dass in Kürze UK, Frankreich, Spanien und Deutschland von eigenen Jüngern übernommen werden. Lesben aus der Schweiz nähmen sie auch. Da sind die ganz pragmatisch. Entscheidend ist die Profitrate. In kapitalistischen Marktwirtschaften fällt die. Das wurde schon vor 200 Jahren vom weltweit berühmtesten Rheinländer erforscht. Darum muss sie mit Staatsaufträgen (= Aufrüstung) gerettet und gepampert werden. Das geschieht nicht durch Wettbewerb (das ist, wie Thiel weiss, nur was für doofe Schwächlinge), sondern durch politische Entscheidungen. Das ist bei der Aufrüstung ganz ähnlich, wie bei der Errichtung der klima- und sozialschädlichen KI-Rechenzentren.

    In Deutschland aktuell z.B. durch seinen “beliebtesten Politiker”. Vor dem hatte das z.B. die EU-Bossin erledigt, die mit der Beseitigung aller Entscheidungsspuren bis heute emsig beschäftigt ist. Diese Figuren sind, zum Glück für die Profitrate, jederzeit austauschbar. Sie dürfen doof und schlau sein – hauptsache nicht klug.

    Wenn Sie nun Aufheiterung benötigen, dann lesen Sie mal hier, wie es den alten Verdummungsmaschinen ergeht. Es gibt also doch Gerechtigkeit. Der Hydra wachsen immer Köpfe nach. Die müssen unsere Nachkommen abschlagen. Die sind ja nicht blöd.

    Update mittags

    Unser meistgelesener Autor Anreas Zumach empfehlt diese ergänzende Lektüre aus der Schweiz:

    Daniel Graf/Republik: Was «neuer Faschismus» meint – und wie man ihn bekämpft – Der Faschismus-Begriff prägt die politischen Analysen der Gegenwart. Hilft er, die Demokratie zu verteidigen?”

    Vorzüge dieses Textes: erstens versteht er Krise und “Faschisierung” nicht als Zustand, sondern als Prozess. Zweitens bleibt er nicht bei der Analyse stehen, sondern stellt sich der Frage “Was nun? Was tun?” Bravo. Unbeleuchtet bleiben die politökonomischen Triebkräfte (s.o. Elke Schwarz).

  2. Trivialisierung der Krise

    mit Update mittags

    “El Niño” ist es ganz sicher nicht (die Trivialisierung), sondern könnte ihr eher den Namen verleihen (der Krise). Davon wollen aber hierzulande weder die herrschenden Medien, noch die Mehrheit der (noch) Wählenden, noch gar die Regierung irgendwas wissen. Eine AfD/CDU-Verbindung wäre sicher das Ideal für eine Ignoranzkoalition. Aber die SPD tuts auch – angeführt vom angeblich “beliebtesten Politiker” dieses Landes. Auf den komme ich gleich zurück. Sein langjähriger Vorgänger in dieser Rolle war übrigens der Wolfgang Schäuble, dem wir unsere heutige Infrastruktur verdanken. Und gemäss seiner Leitsätze sollen die Pleitekommunen doch selber sehen, wie sie damit klarkommen. Müssen sie mit der Klimakatastrophe ja auch.

    In den meisten Ländern dieser Welt haben die Menschen längst gerafft, wie sich das herrschende Kapital und seine Regierungen den Krisenablauf vorstellen. Und wo die Frauen nicht nur das Wissen sondern auch die Macht und Kraft zur Schwangerschaftsverhütung haben, nutzen sie sie sofort und unmittelbar. So bestrafen die Beherrschten die Herrschenden:

    Bernhard Torsch/Jungle World: Sorge ums Humankapital: Herumlaborieren am Humankapital – Länger arbeiten und dabei weniger krank sein – so sollen die Arbeiter:innen die Wirtschaftskrise überwinden, wenn es nach der Bundesregierung und Kapitalvertreter:innen geht. Letztere treibt dabei jedoch noch ein viel gravierenderes Problem um: Es gibt immer weniger Arbeiter:innen.”

    So ist das, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Die Rechten mobilisieren erfolgreicher zu Wahlen, die Anstrengungen kluger Linker, wie Joachim Wille/FR oder Christian Jakob/taz dienen hoffentlich dem mittel- und langfristigen Fortschritt. Den September werden sie politisch nicht mehr retten. Da ist der Erkenntnisprozess der Völker dieser Welt – s. Torsch – schon weiter, als die professionellen Klugscheisser*innen des Überbaus in den reichen Ländern.

    Wie die Herrschenden sich das Näherrücken an die Apokalypse politökonomisch vorstellen, das beschreibt die Londoner Professorin

    Elke Schwarz/Jacobin: Das Silicon Valley sieht im Krieg einen Wachstumsmarkt – Venture Capital flutet die Verteidigungsindustrie und damit durchdringt die Sprache des Silicon Valley immer häufiger die Kriegsführung. Wer hier »gewinnen« will, möchte Profit machen – auch auf Kosten des Friedens.”

    Wenn Donald Trump heute oder morgen tot umfällt, dann übernimmmt ein Thiel-Angestellter ganz direkt den Job. Das würde denen vieles einfacher machen, als es schon ist. Im Plan steht, dass in Kürze UK, Frankreich, Spanien und Deutschland von eigenen Jüngern übernommen werden. Lesben aus der Schweiz nähmen sie auch. Da sind die ganz pragmatisch. Entscheidend ist die Profitrate. In kapitalistischen Marktwirtschaften fällt die. Das wurde schon vor 200 Jahren vom weltweit berühmtesten Rheinländer erforscht. Darum muss sie mit Staatsaufträgen (= Aufrüstung) gerettet und gepampert werden. Das geschieht nicht durch Wettbewerb (das ist, wie Thiel weiss, nur was für doofe Schwächlinge), sondern durch politische Entscheidungen. Das ist bei der Aufrüstung ganz ähnlich, wie bei der Errichtung der klima- und sozialschädlichen KI-Rechenzentren.

    In Deutschland aktuell z.B. durch seinen “beliebtesten Politiker”. Vor dem hatte das z.B. die EU-Bossin erledigt, die mit der Beseitigung aller Entscheidungsspuren bis heute emsig beschäftigt ist. Diese Figuren sind, zum Glück für die Profitrate, jederzeit austauschbar. Sie dürfen doof und schlau sein – hauptsache nicht klug.

    Wenn Sie nun Aufheiterung benötigen, dann lesen Sie mal hier, wie es den alten Verdummungsmaschinen ergeht. Es gibt also doch Gerechtigkeit. Der Hydra wachsen immer Köpfe nach. Die müssen unsere Nachkommen abschlagen. Die sind ja nicht blöd.

    Update mittags

    Unser meistgelesener Autor Anreas Zumach empfehlt diese ergänzende Lektüre aus der Schweiz:

    Daniel Graf/Republik: Was «neuer Faschismus» meint – und wie man ihn bekämpft – Der Faschismus-Begriff prägt die politischen Analysen der Gegenwart. Hilft er, die Demokratie zu verteidigen?”

    Vorzüge dieses Textes: erstens versteht er Krise und “Faschisierung” nicht als Zustand, sondern als Prozess. Zweitens bleibt er nicht bei der Analyse stehen, sondern stellt sich der Frage “Was nun? Was tun?” Bravo. Unbeleuchtet bleiben die politökonomischen Triebkräfte (s.o. Elke Schwarz).

  3. Alles Dasselbe?

    “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”

    “Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden.

    Lassen Sie uns ferner festhalten, dass “die Jugend” nur mehr oder weniger, eher mehr intelligent das an Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit adaptiert und für sich anwendet, was die vor ihr Geborenen ihr zubereitet haben. Das sind Fakten, an denen vernunftorientierte Zweifel nicht wirklich möglich sind.

    Was mag es bedeuten, wenn nun z.B. Bernardo Cantz/telepolis, der – und dessen Medium – seinen persönlichen Hintergrund nicht bekannt macht, feststellt: Studium, Smartphones, Sinkflug: Warum die Gen Z schlechter abschneidet – Forscher schlagen Alarm: Eine ganze Generation könnte kognitiv zurückfallen – und die Ursache liegt näher, als viele denken.”

    Der Autor macht immerhin transparent, berücksichtigt das in seiner Kommentierung aber nicht, dass er über “Meta-Studien” berichtet. Was das ist, erklärt Wikipedia so:

    “Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsarbeiten quantitativ bzw. statistisch zusammenzufassen und zu präsentieren. Der Unterschied zur systematischen Übersichtsarbeit (auch ‘Review’ genannt) liegt darin, dass ein Review die früheren Forschungsdaten und Publikationen kritisch würdigt, während die Metaanalyse nur die quantitative und statistische Aufarbeitung der früheren Ergebnisse umfasst.”

    Mann nennt es Politik

    Sie untersuchen also nicht selbst, sondern fassen zusammen, was untersucht wurde. Untersucht wird halt das, was jemand zum Untersuchen beauftragt hat. Was nicht untersucht wird, wird auch nicht rausgefunden. Untersucht wird, was die*der Auftraggebende herausfinden will. Mann nennt es Politik. Oder, wenn Sie so wollen, auch: Kapitalismus.

    Erfreulich differenzierter geht es in diesem Interview von Yann Barte/Jungle World zu: François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich: »Religion ist zu einer Identität geworden« – Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.”

    Als Ungläubiger muss ich die überbordende Gläubigkeit zur Kenntnis nehmen. Das missionarische Atheistendasein habe ich vor etlichen Jahrzehnten aufgegeben. Ich will ja anders sein, als all die irren Missionar*inn*e*n. Als Agnostiker ist das Maximalziel die friedliche Koexistenz mit der Übermacht der Verrückten. Gewiss dürfte das Muslimische in Frankreich ein höheres gesellschaftlich relevantes Gewicht haben, als hierzulande. Prinzipiell gegensätzliche Verhältnisse kann ich dagegen nicht erkennen. Sie? Generell sind die Ergebnisse eher nicht weltabgewandt von der die befragten Menschen umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mann könnte halt schlicht zu vernünftigeren Schlüssen kommen, als es viele mindergebildete Geschlechtsgenossen tun. In Frankreich wie hier.

    Und die Mächtigen? Alle unter einer Decke?

    Spektakulär finde ich die Erkenntnisse, die Philipp Fess/telepolis hier referiert:

    China, Russland und der Traum vom ‘eurasischen Jahrhundert'” – Putin und Xi präsentieren ein Manifest gegen US-Dominanz. Kritiker sehen darin Hoffnung auf Multipolarität – andere nur eine neue Form globaler Kontrolle. – Vereint gegen die eine Nation? Wladimir Putin und Xi Jinping haben beim russischen Staatsbesuch am 20. Mai in Peking eine gemeinsame ‘Erklärung zur Errichtung einer multipolaren Weltordnung und einer neuen Art internationaler Beziehungen’ unterzeichnet.”

    Gegen Ende zitiert der Autor einen “US-Ökonomen” namens Patrick Wood, den er so zusammenfasst: “Woods These ist so einfach wie provokant: Die Eliten aus Washington und Peking arbeiteten seit Jahrzehnten am selben Projekt: dem einer technokratischen Weltordnung.” Das wäre, wenn es stimmte, eine spektakuläre Erkenntnis. Wirklich?

    Nunja, es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten herrschen. Und es ist leider noch nicht einmal ausgeschlossen, dass sie mit- bzw. gegeneinander Krieg führen, auf Kosten der Beherrschten beider Seiten. Oder was machen Netanyahu und die Hamas? Oder Trump und der Iran? Auch Putin und Selenskyi? Hitler und Stalin? Die Imperialisten, die gegeneinander den 1. Weltkrieg 1914 entfesselten? Was all die können, können Trump (oder sein baldiger Nachfolger) und Xi Jinping schon lange. Xi Jinping hat kein Interesse an Kriegführung, weil er ihren ökonomischen Unsinn und ihre Risiken kennt, ein Imperialist mit Stärke. Bei Trump hingegen regiert der Imperialismus der Schwäche. Der ist und bleibt gefährlich.

  4. Alles Dasselbe?

    “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.”

    “Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” Diese Klage von ihm hier ist jetzt mindestens 2425 Jahre alt. Das muss dem Folgenden vorausgeschickt werden.

    Lassen Sie uns ferner festhalten, dass “die Jugend” nur mehr oder weniger, eher mehr intelligent das an Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit adaptiert und für sich anwendet, was die vor ihr Geborenen ihr zubereitet haben. Das sind Fakten, an denen vernunftorientierte Zweifel nicht wirklich möglich sind.

    Was mag es bedeuten, wenn nun z.B. Bernardo Cantz/telepolis, der – und dessen Medium – seinen persönlichen Hintergrund nicht bekannt macht, feststellt: Studium, Smartphones, Sinkflug: Warum die Gen Z schlechter abschneidet – Forscher schlagen Alarm: Eine ganze Generation könnte kognitiv zurückfallen – und die Ursache liegt näher, als viele denken.”

    Der Autor macht immerhin transparent, berücksichtigt das in seiner Kommentierung aber nicht, dass er über “Meta-Studien” berichtet. Was das ist, erklärt Wikipedia so:

    “Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsarbeiten quantitativ bzw. statistisch zusammenzufassen und zu präsentieren. Der Unterschied zur systematischen Übersichtsarbeit (auch ‘Review’ genannt) liegt darin, dass ein Review die früheren Forschungsdaten und Publikationen kritisch würdigt, während die Metaanalyse nur die quantitative und statistische Aufarbeitung der früheren Ergebnisse umfasst.”

    Mann nennt es Politik

    Sie untersuchen also nicht selbst, sondern fassen zusammen, was untersucht wurde. Untersucht wird halt das, was jemand zum Untersuchen beauftragt hat. Was nicht untersucht wird, wird auch nicht rausgefunden. Untersucht wird, was die*der Auftraggebende herausfinden will. Mann nennt es Politik. Oder, wenn Sie so wollen, auch: Kapitalismus.

    Erfreulich differenzierter geht es in diesem Interview von Yann Barte/Jungle World zu: François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich: »Religion ist zu einer Identität geworden« – Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.”

    Als Ungläubiger muss ich die überbordende Gläubigkeit zur Kenntnis nehmen. Das missionarische Atheistendasein habe ich vor etlichen Jahrzehnten aufgegeben. Ich will ja anders sein, als all die irren Missionar*inn*e*n. Als Agnostiker ist das Maximalziel die friedliche Koexistenz mit der Übermacht der Verrückten. Gewiss dürfte das Muslimische in Frankreich ein höheres gesellschaftlich relevantes Gewicht haben, als hierzulande. Prinzipiell gegensätzliche Verhältnisse kann ich dagegen nicht erkennen. Sie? Generell sind die Ergebnisse eher nicht weltabgewandt von der die befragten Menschen umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mann könnte halt schlicht zu vernünftigeren Schlüssen kommen, als es viele mindergebildete Geschlechtsgenossen tun. In Frankreich wie hier.

    Und die Mächtigen? Alle unter einer Decke?

    Spektakulär finde ich die Erkenntnisse, die Philipp Fess/telepolis hier referiert:

    China, Russland und der Traum vom ‘eurasischen Jahrhundert'” – Putin und Xi präsentieren ein Manifest gegen US-Dominanz. Kritiker sehen darin Hoffnung auf Multipolarität – andere nur eine neue Form globaler Kontrolle. – Vereint gegen die eine Nation? Wladimir Putin und Xi Jinping haben beim russischen Staatsbesuch am 20. Mai in Peking eine gemeinsame ‘Erklärung zur Errichtung einer multipolaren Weltordnung und einer neuen Art internationaler Beziehungen’ unterzeichnet.”

    Gegen Ende zitiert der Autor einen “US-Ökonomen” namens Patrick Wood, den er so zusammenfasst: “Woods These ist so einfach wie provokant: Die Eliten aus Washington und Peking arbeiteten seit Jahrzehnten am selben Projekt: dem einer technokratischen Weltordnung.” Das wäre, wenn es stimmte, eine spektakuläre Erkenntnis. Wirklich?

    Nunja, es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten herrschen. Und es ist leider noch nicht einmal ausgeschlossen, dass sie mit- bzw. gegeneinander Krieg führen, auf Kosten der Beherrschten beider Seiten. Oder was machen Netanyahu und die Hamas? Oder Trump und der Iran? Auch Putin und Selenskyi? Hitler und Stalin? Die Imperialisten, die gegeneinander den 1. Weltkrieg 1914 entfesselten? Was all die können, können Trump (oder sein baldiger Nachfolger) und Xi Jinping schon lange. Xi Jinping hat kein Interesse an Kriegführung, weil er ihren ökonomischen Unsinn und ihre Risiken kennt, ein Imperialist mit Stärke. Bei Trump hingegen regiert der Imperialismus der Schwäche. Der ist und bleibt gefährlich.

  5. CW: Netzfund, Bändchengate

    Die liebe @Elquee hat in der #JungleWorld (warum ist die nicht im Fedi?) in 2010 #bändchengate zusammengefasst:
    .
    https://jungle.world/artikel/2010/47/gepruegelte-piraten

    Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass die "brutale Gewalt" beim Wegzupfen des Papierbändchens. die mir von der Versammlungsleitung #JanLeutert zu sehen im trotz allgemeinem Fotoverbot "zufällig" gut getimt aufgenommmen und sofort verbreitetes YT-Video aus dem Kreis der damaligen rechts-liberösen #FreezePeach #AntiAntifa unterstellt wurde, nur *auf einem Bein* stand, weil ich mit operiertem Knie auf Krücken unterwegs war, und so nicht mal für 'n Klappstuhlwie #BodoThiesen
    https://t1p.de/1kdoc
    eine Gefahr darstellte.

    Zumal er es mir ja freiwillig vor die Nase gehalten hatte, weil ich (um Schein) die die Echtheit bezweifelte, und er so *in meine* Privatone eindrang, und nicht andersherum.

    Der @AndiPopp stand ja als BuVo neben mir und weiß wie es ablief.

    Wurde auch weder an dem Tag angehört, sondern musste die Halle sofort verlassen und zurück nach Dresden humpeln, noch nachdem ich am gleichen Tag Beschwerde und Klage beim Bundesschiedsgericht erhoben hatte.

    Stattdessen hat Tomate @jascha als Vorsitzender des Bundesschiedsgericht die Klage bis heute filibustert, d.h. einfach ignoriert, sodass ich nie offiziell rehabilitiert wurde.

    Stattdessen durfte ich am nächsten Tag wieder von Dresden nach Karl-Marx-Stadt humpeln, und das Hausverbot wurde vom VL Leutert gönnerhaft und unter Ermahnung mich"zu benehmen" aufgehoben, aber da war es schon zu spät für mein Plädoyer zu den von mir eingereichten vielen Programmanträgen.
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge/Bundesparteitag_2010.1#Transparenz_und_Korruptionsbek.C3.A4mpfung

    [Shoutout @ Korbinian, der zwar keine Ahnung vom Thema hatte, die Dinger aber in meiner Vetretung formal eintütete!]

    Was in dem Artikel auch nicht steht ist, dass Thiesen & Co mich bei der #Pegizei *wegen Raubes* seines Bändchens denunzierten, was mir einen unangenehmen Hausbesuch der Polizei (ist ein Kapitalverbrechen) und strafrechtl. entsprechend Ärger und Verteidigungsaufwand einbrachte.

    Mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen usw. machten mir Thiesen und sein reicher Sponsor Schimmelpfennig dann noch jahrelang das Leben schwer.
    Alleine die Anwaltskosten der (so protzten sie) teuersten Anwaltskanzlei Baden-Badens stehen als fünfstellige Forderung bis heute in meinem Schuldenregister.

    Doch bevor ich vor lauter Flashbacks jetzt schlechte Laune bekomme, möchte ich das Wichtigste nicht unerwähnt lassen:

    Dank der geilen Orga von @neu3no, der uns ein ganzes Haus als Hostel und Partylocation klargemacht hatte, könnten wir, die progressive Fraktion, den ReSET-Beschluss (BGE auf piratisch) u.a. mit dem Absingen der Internationale auf der Starße vor dem Ecklokal hart feiern.
    --
    Schweigeminute für OreoPirat aka Silberrücken.

    Du fehlst, mein Freund. Möge Dir die Erde leicht sein. <3
    --
    Die Partei-Rechten mit ihren "BGE blauäugig,- gutgläubig - einfältig" T-Shirts hatten zwar mich aus dem Spiel genommen, aber die Abstimmung dazu letztlich verloren bzw wir hatten sie gewonnen. \o/

    Naja,ist alles lange her, aber aus meiner Perspektive war die Rückgratlosigkeit der Parteiführung und das Versagen jeder Solidarität weiter Teile der Partei der Moment indem das Scheitern des Projekts absehbar war.

    Denn dieselben (nicht nur die gleichen) Dudes, die da den "Kopf der Pirantifa" kaltgestellt hatten und sich dafür feierten, feierten 4 Jahre später mit Deutschlandfahnen auf dem Campgelände zum BPT in #Halle ihren "Endsieg", und der Braindrain und Exodus der Guten und damit die polit. bedeutungslosigkeit der #Piratenpartei war unausweichlch.

    Sowas kommt eben von sowas:

    https://www.youtube.com/watch?v=-w37Jv0XYFU