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Was funktioniert überhaupt noch? Liegt es an verlorenen Kulturtechniken? Oder liegt es am altwerdenden Betrachter? Entcheiden Sie selbst
Wundersame Bahn CCLXI
Ein Friedensvorschlag von Jörg Phil Friedrich: “Bahn: Abschied vom Fahrplan – Vielleicht sollte die Bahn auf Konzepte wie ‘Fahrplan’, ‘Zugbindung’ und ‘Reservierung’ ganz verzichten. Man geht einfach zum Bahnhof und steigt in den nächsten Zug, der in die richtige Richtung fährt. Eine App könnte einem eine Prognose geben, welche Züge einen zum Ziel bringen. In der Praxis läuft es längst so.” Aber können die das?
Genau so, wie der Kollege das als Vision beschreibt, habe ich es als Berufspendler 1987-90 bis Köln und 1990-2002 bis Düsseldorf getan. Es war ein stressarmer Genuss. Ich habe die Autofahrer*innen bemitleidet, unterwegs gelesen, mit Freund*inn*en entspannt geredet und diskutiert, in damals noch existierenden Speisewagen getafelt und prominente Journalistenkollegen für Interviews mit der NRW-Landesregierung vorbereitet. Dann kam die neue ICE-Rennstrecke Köln-Frankfurt, und das Pendelangebot für mich – 3 Fernzüge in der Stunde, noch ohne ICE-Zuschlag – brach zusammen.
Der entsprechende Streckenabschnitt ist seitdem immer mehr zur Hölle geworden. Es ist eine echte Meldung in Mediennachrichten, wenn mal was (wieder) fährt. Die Fahrpreise sind unzumutbar (das Tarifsystem sowieso). Die heutigen Reiseverhältnisse hätten mich, wäre ich noch Pendler, längst krankgemacht. In Wartezimmern ist es auch nicht unkomfortabler.
Daher ist der Vorschlag des Kollegen Friedrich einerseits pragmatisch. Andererseits bleibt die Frage: kann die Bahn (wenigstens) das? Mindestens, so wäre meine Zusatzforderung, müsste der europarechtlich vorgeschriebene Vorrang des Güterverkehrs vor dem Personenverkehr aufgehoben werden.
Aber ist das nicht auch schon eine Träumerei? Wie das Folgende:
Christian Bartels/MDR-Altpapier: “KI macht abhängig – Im Digitale-Medien-Staatsvertrag stecken ein paar gute Ideen, sogar zum Thema Künstliche Intelligenz. Doof bloß, dass es in der Bundesländer-Medienpolitik kaum voran geht, während Deutschland auf EU-Ebene den ‘Datenschutz-Holzhacker’ gibt.”
Der Kollege Bartels ist Träumer geblieben. Einerseits macht ihn das grundsätzlich sympathisch. Aber wie lange soll/muss er noch träumen? Wenn Sie nun den weit besser informierten Eric Bonse/taz zu einem anderen Thema, aber mit grossteils gleichen Akteur*inn*en lesen:
“EU-Sanktionen gegen Russland: Erfolg für zwei russische Milliardäre – Die EU streicht die Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von ihrer Russland-Sanktionsliste. Für Usmanow hatte sich vor allem Paris eingesetzt.”
Hier wirds konstruktiv: St. Denis – Linker Bürgermeister trifft auf Wirklichkeit
Ich war dort vor vielen Jahrzehnten, im vorigen Jahrtausend. Die Architektur war einschüchternd. Aber immerhin wurden damals überhaupt noch Sozialwohnungen gebaut. In Bonn ist das heute aufgrund der Grundstückspreise gar nicht mehr möglich. Sie nennen es “Marktwirtschaft”, ich nenne es Immobilienkapitalismus. Meinen Rückenwind haben die, die ihn bekämpfen und überwinden wollen. Viele sind es – noch – nicht.
Die einst als junge FR-Redakteurin allzu juso-fromme Jutta Roitsch/bruchstuecke schafft als respektables Alterswerk ein sehr kritisch-informatives Porträt eines schon ins Amt gewählten linken Bürgermeisters:
“Bally Bagayoko, ‘maire noir’ der Stadt toter Könige und des höchst lebendigen Volkes – Nach Saint Denis verirren sich die Pariser und Pariserinnen höchst selten. Die Stadt vor den Toren der Metropole gilt als ein unsicheres Pflaster: Die Polizei ist bewaffnet und schießt schnell, in dunklen Ecken blüht der Drogenhandel und auf den Straßen wandeln tiefverschleierte Frauen, die Universität Paris 8 beherrschen linksradikale Studentengruppen, die die Hamas und den Terror vom 7. Oktober 2023 verherrlichen und wie einst Leo Trotzki von der permanenten Revolution träumen, heute vor allem in einem Palästina ‘vom Fluss bis zum Meer’.” Und kurze Sätze lassen wir uns in unserem Alter nicht mehr vorschreiben 😉
Monsieur Bakayoko schon im Amt. Keine Frau, aber dafür noch schwärzer als Mamdani. Familie aus Mali, ein “failed state” dank des Kolonialismus des Landes, in dem der Monsieur nun regieren muss. Die Angriffe auf ihn sind bei der noch nicht gewählten Frau Eralp bereits eingetroffen. An Unfairness lassen sich die Rechten mit ihren mächtigen Medienadjudanten nirgends und von niemandem übertreffen.
Der schönste Traum von Frau Eralp und ihrer Partei kann wahr werden. Durch die suizidale SPD. Wird sie ihren Todeskampf beschleunigen, und mit den Grünen erneut einen Teppich für die gleichfalls dahinsterbende CDU ausrollen? Das wäre der Ausweg für die sog. “Die Linke” vor ihrer drohenden eigenen Selbstzerlegung. Und ein unfassbares Wachstumsprogramm für die kommenden Wahltermine, um sich von den rechten Hetzmedien endlich unabhängig zu machen. Vision? Träumerei? Oder realistisches Szenario?
Wäre ich Berliner Mieter, wäre ich dann der Dumme. Meine Fantasie reicht nicht aus mir vorzustellen, was ich dann tun würde …
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“heute-show”-Manuskript geleakt
Ich spiele jetzt mal “Darknet”. Das Folgende können die am Freitag in der “heute-show” komplett so vorlesen:
Christian Bartels/MDR-Altpapier: “Der Berlin-Hack – Im Schatten der Aufregung um die Sachsen-Anhalt-Wahl wird der Schaden nach der Veröffentlichung von Millionen Berliner Behörden-Daten analysiert. Außer dem Ausmaß ist auch unklar, ob es sich um ein speziell berlinerisches Problem handelt.”
Wirklichkeit schlägt Satire
Über den grössten Datengangster der Welt gibt es bei den Filmfestspielen in Venedig gerade einen neuen (Dokumentar-!)Film. Der ist vier Stunden lang. Wer will das sehen?
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Nun tobt also die kontroverse Debatte um die Programmreform des Deutschlandfunks. Bis vor wenigen Tagen nur intern im Sender geführt, hat sich seine Führung nun zu einem offensiven Ausfall aus ihrer Festung entschlossen. Christian Bartels/MDR-Altpapier fasst dies und die Reaktionen darauf zusammen: “Breite Tiefe – Der Deutschlandfunk sendet ziemlich erfolgreich Radio, will demnächst aber digital breiter in die Tiefe gehen. Und im linearen Programm tiefer in die Breite? Jedenfalls sind seine Pläne für eine große Programmreform bereits heftig umstritten.”
Ich habe mich in einem der von ihm wiedergegebenen Zitate wiederentdeckt.“Intern umstritten ist die Reform auch deshalb, weil in der Belegschaft die Auffassung vorherrscht, dass die Hörerinnen und Hörer bestimmte Sendungen gezielt einschalten. Aus Sicht von Teichmann ist das die Lebenslüge des Deutschlandfunks …” soll Stefan Fischer in der Paywall der SZ geschrieben haben.
In der Tat sind fast alle Fachsendungen, die ich mannigfach in den letzten 10 Jahren in diesem Blog empfohlen habe, vom Verschwinden bedroht. Diese Art Erlebnis zieht sich wie ein roter Faden durch meine persönliche Geschichte des Radiohörens. Liebgewordenes, gerne Genossenes wird von bewusstlosen Führungskräften liquidiert, weil sie ernsthaft behaupten zu glauben, mich besser zu kennen als ich. Worin unterscheiden sich solche Leute noch von den KIs der globalen Plattformmonopole?
Das dürfen sie nun gerne hinter den Festungsmauern ihres Hochhauses weiterdiskutieren. Meine These: es führt zu nichts, zum “Zerstörungswerk – Deutschlandfunk – die letzte Insel des Fachjournalismus vor ihrer Überschwemmung durch die Formatierungswelle”.
Der entscheidende strategische Fehler war der Import von WDR-Führungskräften und ihrer Sichtweisen in den DLF. Einen Radiosender, der nur noch wenige Monate wertvoller sein wird, als alle fünf WDR-Wellen – mit der Entwertung von Cosmo sechs – zusammen – für weit weniger Geld. Aber es geht nicht um die Sache. Es geht um Personen und den Beweis ihrer Durchsetzungskraft. Mann nennt es Macht.
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“Immer öfter begegnen inzwischen auch wir unserem Endgegner: uns selbst”
mit Update vormittags
So sprach Friedrich Küppersbusch richtiger, als uns und ihm lieb sein kann, in der heute-show (ab Minute 10) kurz vor der WM. Zum gleichen Befund kommen
Klaus Raab/MDR-Altpapier: “Schadet KI dem Journalismus, Krake Paul? – Welcher Umgang mit KI-Tools ist für Journalisten richtig? Die Diskussion ist von großen Thesen und vielen Unsicherheiten geprägt – und läuft auf eine unangenehme Frage zu: Schadet sich der Journalismus mehr, wenn er keine KI benutzt? Oder wenn er es doch tut?”
und
Matthias Dell (kluger Mann!)/DLF: “Bari Weiss und der Niedergang von CBS” (Audio 4 min.) mit allzu passenden Bezügen zur deutschen Medienlandschaft
sowie:
Christian Bartels/telepolis: “152 Millionen für WM: Warum ARD und ZDF ihre Nachrichten kürzen – Für die WM-Rechte zahlen ARD und ZDF Millionen. Doch in den Spielpausen schrumpfen die Hauptnachrichten auf ein Minimum”. Derselbe Autor hatte hier schon die Selbstabschaffung der deutschen Medienpolitik beschrieben.
Einige Nummern kleiner: die Bonner Brücken und ihre Medien
Dass die derzeit gesperrte Bonner Nordbrücke baufällig ist, das weiss Wikipedia schon seit 5-10 Jahren. Seit dem Streit um den sog. “Tausendfüssler”, der sich auf der falschen Rheinseite unmittelbar an die Brücke anschliesst, und noch maroder ist als die, ist das Thema allen bekannt, die sich geringfügig damit beschäftigt haben. Und jetzt, nachdem das “Kind im Brunnen” ist, surfen GA und WDR als Lokalmedien genussvoll und wochenlang auf der Welle. Nach dem Motto: zu dem Thema ist alles gesagt, aber noch nicht von Allen.
Medien, die das Thema, sagen wir nur mal so als Beispiel, vor 2 Jahren aufgegriffen und selbst gesetzt hätten, die wären ernstgenommen worden. Aber das wollen die ja vielleicht garnicht. Die sog. Zeitung “Bild” wird ja auch von ihren Leser*inne*n nicht zum Informieren genommen, sondern zum Unterhalten – und zum Fisch einpacken.
Ist die Partei “Die Linke” auch selbst ihr Endgegner?
Dieser Verdacht wird mir von dieser bemühten Verteidigungsschrift für ihren Parteivorstand nahegelegt:
Lauren Balhorn/Jacobin: “Die Hoffnung organisieren – und dann? – Vor dem Bundesparteitag der Linken regt sich Widerstand gegen die Parteiführung. Dabei hat diese die Partei vor zwei Jahren vor dem Aus gerettet. Haben die Unzufriedenen neue Konzepte, oder wollen sie einfach nicht zu viel Veränderung?”Die Hoffnung organisieren – und dann?”
Besonders gern zerlegen sich Organisationen der Linken an Fragen, die ihnen aus der Gesellschaft niemand stellt.
Regierungsbeteiligung Ja oder Nein?
Nichts könnte weiter weg sein. Näher läge die Frage nach den Beziehungen zur niedergehenden SPD. Soll sie durch eine zu verabredende stategische Arbeitsteilung gerettet werden? Oder aufgesogen? Oder soll ein realistischer Kooperationsprozess mit offenem Ausgang gestartet werden? Eine Option am Ende eines solchen Prozesses könnte sein, aus zwei mittel- bis sehr schwachen Parteien eine mittelstarke zu machen. Das muss nicht so kommen. Kann aber.
Klar bietet die gegenwärtige SPD-Führung dafür keine Andockpunkte. Dann müssen die eben an anderen Stellen identifiziert werden. Wichtig wäre, überhaupt mit gegenseitiger Kommunikation zu beginnen, die sich eines Tages zu regelrechtem Diskurs weiterentwickeln könnte und sollte. Und wer weiss, wer dann SPD-Führung ist? Dialektik ist der Trick.
Abgeordnetenspenden symbolistisch aufgeladen und im Machtkampf instrumentalisiert
Ein klassischer Fall von alle haben Recht. Selbstverständlich wäre es ein Optimum von Glaubwürdigkeit, wenn Abgeordnete für ein Facharbeitergehalt ihre Arbeit machen. Ebenso klar ist, dass eine Partei das gegenüber gewählten Parlamentsmitgliedern nicht durchsetzen kann – das wäre in der Tat verfassungswidrig.
Der Landtagsabgeordnete und zeitweilige Fraktionsvorsitzende, für den ich 10 Jahre (gerne bis sehr gerne) gearbeitet habe, hat sein Spendenverhalten verfassungsgemäss selbst bestimmt. Daraufhin misslang ihm eine zweite Wiederwahl auf die Reserveliste seiner Partei. Alles daran war rechtmässig. Was daran politisch klug und weniger klug war – darüber gingen und gehen die Meinungen weit auseinander, ganz wie es Art. 5 GG (Meinungsfreiheit) vorsieht.
An dieser Frage eine ganze Oppositionspartei zu zerlegen, wäre die grösste anzunehmende Dummheit.
Politische Bildung der Neumitgliedermassen
Das wäre in der Tat eine der zentralen Aufgaben, eine klassische Führungsaufgabe, das zu organisieren. Exakt dafür wurden von den Verfassungsmüttern und -vätern einst die parteinahen Stiftungen und ihre massive finanzielle Privilegierung ausgedacht. In diesem Fall geht es also um die Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Hier wäre auch der richtige Ort, an einem autonomen linken Medien-Ökosystem zu arbeiten. Und zu bauen. Die Linke hat hier einen Kompetenzvorsprung vor den Andern, weil ihre Mitgliederstruktur sich stark verjüngt hat. Als Ingredienz hinzugefügt werden müsste eine konsistente Strategie. Die kann ich bisher nicht erkennen. Aber das kann auch an mir liegen.
Ein erster Schritt wäre, wenn der Autor Balhorn in seinem digitalen Medium Links zu den Texten gesetzt hätte, die er kritisiert, damit wir Leser*innen eine Chance bekämen, seine Gedankengänge nachzuvollziehen – oder fundiert zu kritisieren. Kleines digitales Einmaleins.
Wenn wir uns nun zum Abschluss mal dieses Wohnungsbauprojekt in Köln anschauen, in direkter Nachbarschaft des Deutschlandfunks, der für seine Mitarbeiter*innen wohl die Honorare verdoppeln müsste, dass sie sich diese Wohnungen leisten können, dann identifizieren wir hier die Klassenfrage unserer Zeit. Die seit vielen Jahren darauf wartet, dass die Linke – gemeint als gesellschaftlicher Sektor, und nicht nur eine einzelne Partei – sie erkennt und gesellschaftlich wirksame Bündnisse gegen diesen real existierenden Skandal des Kapitalismus organisiert.
Diese Kölner Preise hochgerechnet – mal abgesehen davon, wie scheisse das aussieht – von der Lage weit weg von funktionierenden Veedels-Strukturen, könnte ich für meine Wohnung in Beuel mehr Miete kassieren, als ich an drei zusammengerechneten Renten erhalte. That may be the economy, stupid! Aber es funktioniert nicht mehr – es ist pervers, und wird wenn nicht ex-, dann implodieren. In Kürze!
Update vormittags
Mann kann das hier Ausgeführte natürlich auch so ausdrücken:
Ambros Waibel/taz: “KI und Journalismus: Selbst schuld – Künstliche Intelligenz trifft den Journalismus wie das E-Auto den Verbrenner. Nur: Ein Tankrabatt wird nicht ausreichen, um die Branche zu retten.”
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Die Welt dreht sich weiter. Schauen Sie mal hier:
Wissen Sie noch, wo Uganda liegt? Lange nichts mehr gehört oder gelesen. Despotendiktaturen sind ja noch lange kein Grund für deutsche Medien, irgendwas zu berichten, obwohl, ooohps: Tonny Katende/Jungle World: “Für Kritik an Ugandas Staatsführung bleibt immer weniger Raum: Der Herbst des Autokraten – Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni treibt in seiner siebten Amtszeit den autoritären Umbau des Landes voran. Für Oppositionspolitik bleibt immer weniger Spielraum.”
Wenig überraschend: Trump und die Mullahs
Luca Schäfer/telepolis: “Ist der Iran-Deal nur politisches Timing für Washington? – Trump feiert den Frieden, Tel Aviv bombardiert, Teherans Hardliner rufen nach Widerstand. Warum der Deal von Genf ein leeres Versprechen ist.” Etwas viele für diesen Autor typische Konjunktive, aber nicht abwegig.
Die gute Nachricht: die Rente ist sicher
Es sei denn, Sie/sie wählen idiotisch, was leider in Deutschland noch nie auszuschliessen war.
Hans-Böckler-Stiftung: “Neue Analyse des WSI: Faktencheck Rente: Zentrale Finanzierungsdaten haben sich positiver entwickelt als oft behauptet wird”.
Hier die komplette Untersuchung: “Florian Blank: Rentenpolitik und Rentenreformen – Fakten und Argumente. WSI Policy Brief Nr. 98, Juni 2026.”
Die gute Nachricht: Schlappe für Palantir in der Schweiz
Constanze Kurz/netzpolitik: “‘Die Republik’ setzt sich gegen Palantir durch – Palantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der ‘Republik’ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.”
Wie hingegen die deutsche Medienpolitik objektiv und im Ergebnis gegenüber den globalen Plattformkonzernen zukreuze kriecht, nach meiner Überzeugung nicht aus Bosheit sondern aus Dummheit, das ergibt sich aus den von Christian Bartels/MDR-Altpapier dargebotenen Fakten: “Das Umsetzungsproblem – Es gibt allerhand gar nicht schlecht formulierte europäische Gesetze gegen schädliche Auswirkungen sogenannter sozialer Medien. Unklar bloß, wer sie wann und wie anwenden sollte – und ob sich überhaupt wer mit den Plattformkonzernen anlegen möchte …”. Dä.
Mein schönster Sieg
Hiernach begann ich meinen Zivildienst in Beuel: Andreas Bohne/Jacobin: “Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid – Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.” Ein klitzekleines Bisschen habe ich dazu beigetragen – mein schönster Sieg.
Die schlechte Nachricht: Überwachung in China
Christoph Jehle/telepolis: “Überwachung in China: Wie neue KI-Brillen das Sozialkreditsystem füttern – In Tianjin tragen Polizisten 40 Gramm leichte KI-Brillen, die Gesichter in Millisekunden scannen und direkt mit Datenbanken abgleichen.” In der VR China werden klare Meinungsmehrheiten für dieserart Kontrolle vermutet, weil die Leute sich damit eine gerechte Eindämmung der grassierenden Korruption und Willkür in Staat und Partei erhoffen. Nicht ausgeschlossen, dass “wir” es auch bald so weit bringen …
Wuppertal: verarscht wie bei Stuttgart21/31
Überraschung? Nö. Julian Piepkorn/WDR: “Keine Chance für Schwimmoper Wuppertal – Trickserei bei Olympia-Bewerbung? – Die Bedenken gegen die Wettkampfstätte waren schon lange bekannt, zeigt eine WDR-Recherche. Sie wurden vor dem Bürgerentscheid allerdings nicht öffentlich gemacht. Die Staatskanzlei hält das für ‘üblich’.”
Jürgen Roth/Junge Welt quält sich genauso mit WM-Gucken, wie Roland Appel, schreibt aber noch brutaler und amüsanter: “WM-Kolumne: Halbfinale – Gras” (nur einige Tage paywallfrei)
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Warum deutsches Fernsehen und deutscher Fussball so schlecht sind
Zum ersten Punkt, dem Fernsehen, kann ich mich kurz fassen. Lesen Sie Christian Bartels/telepolis: “Deutschlands einziges echtes Filmstudio bekommt einen neuen Chef – Christoph Pellander übernimmt ARD-Tochter Degeto – eine 400-Millionen-Maschine für Serien, Krimis und Eskapismus. Ein System zwischen Effizienz und Monotonie.” Dort entstehen die grössten Teile des ARD-Programms. Und wird das meiste Programmgeld ausgegeben. Zu Bartels’ Ausführungen ist eine wichtige politische Ergänzung nötig.
Durch die Auslagerung an die Degeto sind Geld und Programmsteuerung den sog. Rundfunkräten der ARD-Anstalten, die sowieso für ambitionierte Kontrolle weder bekannt noch berüchtigt sind, weitgehend entzogen. Das hier sind die “Gesellschafter” der Degeto. Fällt Ihnen was auf? Aber mir. Der WDR, die grösste ARD-Anstalt, ist gar kein Mitglied. Sondern die WDR mediagrpup GmbH. So kommt gar nicht erst die Gefahr auf, dass der WDR-Rundfunkrat da irgendwas zu kamelle hat.
Und das hier ist der Degeto-Aufsichtsrat. Da fällt auch Ihnen nun sicherlich etwas auf. Richtig: fast alles Intendant*inn*en der ARD-Anstalten kontrollieren hier selbst, statt kontrolliert zu werden. Bayrischer und Westdeutscher Rundfunk entsenden lieber Männer statt der Intendantin. Und der WDR s.o. …
Wenn die deutsche Filmindustrie also seit Jahrhunderten rätselt, warum sie global nicht konkurrenzfähig ist, dann wird sie hier fündig, bei ihrer grössten Auftraggeberin. Das sind die Produktionsverhältnisse.
Fussball – so laaangweilig
Der noch von den Nazis bestimmte Bundestrainer Sepp Herberger war nicht nur doof, immerhin trainierte er die Weltmeister von 1954. Ihm wird die Weisheit zugeschrieben „Fußball ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“ Das stimmt nicht mehr. In Deutschland weiss die Öffentlichkeit im März schon, wer im Juni Meister wird und den Pokal gewinnt. Und dann wundert die Deutsche Fussball-Liga (DFL) sich, und greint, dass sie zu geringe Einnahmen in der Auslandsvermarktung erzielt. Niemand da draussen in der Welt will Langeweile teuer bezahlen.
Spätestens seit Kalle Del Haye 1980 weiss in BRD-Deutschland jedes Kind, dass der Konzern aus dem süddeutschen Raum der Konkurrenz jedes Talent, das den Ball halbwegs versiert annehmen kann, wegkauft, wenn es nicht bei 3 ins Ausland geflohen ist. Und zwar mittlerweile auch bei den Frauen. Das Monopol ruiniert die Liga. Und wird hier weiter ausgedehnt und gespreizt. Die “Überraschungen”, die bleiben, sind zufällige Abweichungen der sportlichen von der Geldtabelle. Sie verringern sich, je weiter das Investorenkapital vordringt.
Hier ein europäischer Vergleich der gegenwärtigen Punktedifferenz zwischen Platz 1 und Patz 2 in den Ligen der genannten Länder:
Niederlande: 19
BRD: 15
Schweiz: 14
Italien: 12
Spanien: 9
Portugal: 7
Griechenland: 5
Tschechien: 5
Frankreich: 4
Türkei: 4
Polen: 3
Dänemark: 2
Belgien: 2
Österreich: 1
Schottland: 1
England: 0Ausgerechnet das mit den meisten Milliarden geflutete England ist noch spannend, weil die Oligarchen von ManCity (Vereinigte Arabische Emirate) und dem FC Arsenal (Trump-Spender Stan Kroenke) noch testen wollen, wer den Längsten hat.
Wenn der Konzern aus dem süddeutschen Raum der von ihm beherrschten DFL was Gutes tun will, tritt er im am wenigsten wichtigen Wettbewerb, dem DFB-Pokal, im Finale mit einer Reservistenelf an und verliert freiwillig, um ein bisschen Überraschung zu simulieren. Dem tief mit der kriminellen Wettmafia verbundenen Gewerbe dürfte das nicht schwerfallen. Sie nennen es Professionalität.
Ich gehe derweil zur 4. Liga. Dienstag, 19 h Sportpark Nord, Bonner SC – Rot-Weiss Oberhausen. Ex-Erstligist RWO kann noch aufsteigen. Das ist Sport und Spannung.
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Was sagt es mir, wenn einer von Deutschlands besten Medienjournalisten, Stefan Niggemeier/uebermedien, sich an einem reimenden Peter Voss abarbeitet? Ich weisses nicht, sagen Sies mir. Woher nimmt der Gute nur die Zeit? Da ist das Sujet von David Goeßmann/Junge Welt schon angemessener: “Klimawandel: Kein Thema – Nur rund ein Prozent der TV-Talkshows von ARD und ZDF befassten sich in diesem Jahr mit der Klimakrise. Über den Klimablackout der deutschen Medien”. In wenigen Tagen digital eingemauert (= “linke Medienpolitik”).
Goeßmann hat telepolis schon wieder verlassen. Warum weiss ich nicht. Viele interessante Texte finde ich dort nicht mehr. Doch, sein Thema “Klima” ist zweifellos wichtig.
Die von ihm erwähnte “Klima vor 8”-Debatte hat einen weitgehend geheim geblieben Ansatz in der Wirklichkeit. Jeden Freitag sendet die ARD nämlich vor der Tagesschau eine “Klimazeit”. Die beim SWR angesiedelte Redaktion arbeitet im Rahmen ihrer Möglichkeiten ordentlich. Nur wird sie nicht im ARD-Programm linear verbreitet, sondern bei tagesschau24. Nichts spräche dagegen, die gleiche Arbeit mit mehr Ressourcen täglich zu machen, und sie so zu verbreiten, dass die Öffentlichkeit sie auch bemerkt.
Aber wie wichtig sind noch die von Goeßmann behandelten und kritisierten Medien? Das von ihm halluzinierte “Millionenpublikum” (“Millionen” = Plural!) ist nämlich schon weg. Was-mit-Medien-Menschen wollen es nicht bemerken, weil es für sie selbst eine brutale Bedeutung hat – sie, auch die, die drüber schreiben und kritisieren, sind ebenfalls immer weniger wichtig. Niemand nimmt sie zur Kenntnis – ausser ihre Artgenoss*inn*en. Die von Goeßmann inhaltlich völlig richtig kritisierten Talktrashs können Billigsekt-Flaschen köpfen, wenn sie nennenswert über 1 Mio. Zuschauer*innen ins Quotenrennen einlaufen. Ebenso die genannten ehemaligen (!) “Leitmedien”. Das war einmal, und sie sind noch nicht gestorben.
Ich zitiere dazu seinen Kollegen Thomas Pany/telepolis, der auf mich seit dem Rötzer-Weggang dort den Eindruck innerer Emigration vermittelt, und verarbeiten “muss”, was ihm die Chefredaktion auf den Schreibtisch wirft:
“Selbst erfolgreiche deutsche Nachrichtenseiten wie spiegel.de erreichen zwar 29 Millionen Nutzer monatlich, diese verbringen dort aber nur 18 Minuten im Monat – gerade einmal eine halbe Minute täglich. Bei der Süddeutschen Zeitung sind es sogar nur neun Minuten monatlich, wie Telepolis unter Berufung auf Martin Andrees Forschung berichtete. ARD-Vorsitzender Florian Hager warnt laut Presseportal: ‘Wir erleben gerade eine Erschütterung gewachsener medialer Strukturen: Demokratien werden weltweit politisch angegriffen, KI-Agenten torpedieren Ausgewogenheit, Tech-Konzerne bestimmen in ihren Monopolen den Blick der Menschen auf die Welt.'”
Die genannten Daten zu Verweildauern kann ich für mich bestätigen. Ich besuche diese Seiten täglich, um zu wissen, welche Themen sie setzen. Lesen tue ich in den seltensten Fällen, immer mit Hilfe von Paywallbohrern. Keine Sensation: wer sich selbst einmauert, wird nicht mehr bemerkt. Besonders steil ist der Absturz für den krisengebeutelten Spiegel (die letzte Verlagsleitung hat wieder hingeschmissen), der einst deutscher Internetmarktführer war …
Was für ein Sack Reis das “Bündnis” der ARD mit den Zeitungsmilliardär*inn*en ist, hat Christian Bartels/MDR-Altpapier mit sehr gemässigtem Sarkasmus eingeordnet:
“Brachiale Ökonomisierung – Beim Privatsender RTL fällt nicht nur die Weihnachtsfeier aus, sondern fallen auch 600 Arbeitsplätze weg. Die ARD und die Presseverbände appellieren überraschend gemeinsam. Und der Appell ‘Liebe ARD, vergeigt es jetzt bitte nicht in Sachen Sparen’ verdient auch Aufmerksamkeit.”
Ich urteile härter. Die Entscheidung der ARD, mit den Verleger*inne*n gemeinsame PR-Sache zu machen, ist eine strategische Fehlentscheidung. Wer sich fast schon freiwillig die Publikation von Texten verbieten lässt, was will der noch? Oder die?
Der Fuchs ist schon längst im Stall und frisst sich durch. Peter Voss war auch so einer …
Dann lieber Fussball
Das Publikum hat andere Interessen. Vorgestern spielten die besten Fussballerinnen der Welt (Spanien) 3:0 gegen die Deutschen, leistungsgerecht. 4 Mio. guckten zwischen 18 und 20 h zu. Nur eine Million mehr waren es dann zur besten Sendezeit bei den Männern (BVB-Bayermonsanto 0:1). Dann lieber gegen St. Pauli verlieren.
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Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?
Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.
Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert. Dass ich den Text überhaupt gefunden habe, liegt an den linksradikalen Miesepetern bei den nachdenkseiten, “Hinweise des Tages” – so viel Fairness muss sein. Die Kommentare zu den Links lassen sich überlesen …
Wie funktioniert diese Gangster-Systematik in der US-Regierung? Der hier in Bonn ansässige Schnellschreiber Uwe Kerkow/telepolis vermittelt dazu einen ebenso schnell zu lesenden prägnanten Eindruck und lässt dabei auch die inneren Widersprüche (= Schwachstellen) nicht aus: “Wie Silicon Valley und Pentagon zur Supermacht verschmelzen – Silicon Valley und das Pentagon gehen eine historische Allianz ein. Die Tech-Giganten liefern KI-Expertise, Washington bietet Geld und Macht. Doch zu welchem Preis?”
Um das Denken dieser Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: “Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”
So dumm und dämlich können Medien funktionieren
Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”
Zwei weitere Beispiele sind der Paywall von uebermedien entsprungen, und haben von ihrer schockierenden Brisanz leider nichts verloren:
Johanna Bernklau/uebermedien: “Reportage aus Erfurt: ‘Y-Kollektiv’ will sich Klischees genau anschauen, guckt aber dran vorbei – ‘Ausländer kriminell, Ossis rassistisch?’, fragt eine ARD-Doku. Doch statt Vorurteilen wirklich auf den Grund zu gehen, bleibt der Film oberflächlich. Auf ihrem Trip nach Erfurt fragt die Reporterin nicht ausreichend nach, sie ordnet nicht ein. Und lässt problematische Aussagen einfach so stehen.” Die Presenter-Pest – da ist sie wieder. Und die fragliche Dame war noch nicht mal aus dem dummen Westen zum Zoobesuch angereist, sondern – aus Leipzig.
Stefan Niggemeier macht die mächtigste Verlegerin NRWs nackig: “Wie ‘Der Westen’ mit Clickbait für Medienkritik wirbt – Das Funke-Clickbait-Portal ‘Der Westen’ führt Menschen mit einer Schlagzeile zu Friedrich Merz in die Irre. Aber vielleicht dient das alles ja nur dem angeblichen Traum von Verlegerin Julia Becker, eine medienkritische Gesellschaft zu fördern?”
Mehr Intelligenz
versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:
Christian Bartels/MDR-Altpapier: “Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zum letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.
Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.
Wohin das Rüstungskapital führen will
Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: “Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”
Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.
Und wer tut was dagegen?
Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:
Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen“.
Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?
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Christian Bartels: „Wie ARD und ZDF ihre Mediatheken modernisieren“
@chrbartels schrieb schon am 03.05. für Telepolis einen längeren Aufsatz über die ÖRR Mediatheken. Ich hätte ihn vermutlich nicht gefunden, hätte er sich nicht selbst im @altpapier zitiert. Und so beweist uns das wieder: Alles hängt mit allem zusammen. Mensch muss nur wissen, auf welches Medium es sich zu verlassen lohnt.
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Russische Medien preisen Sahra Wagenknecht. "Die Partei" gewinnt vor Gericht gegen den MDR. Die ARD- Aktion "#KINDERstören" löst teilweise plumpe Reaktionen aus.
Kolumne: Das Altpapier am 20. August 2024 – Die historischen Vorarbeiten für den AfD-Erfolg -
Kolumne: Das Altpapier: Social Media für Dummies
Social-Media-Trends werden nicht nur zur EM verstärkt auch in journalistischen Medien behandelt. Warum das erstmal komisch, manchmal lustig und in den meisten Fällen wenig sinnvoll ist.
Kolumne: Das Altpapier am 28. Juni 2024 – Social Media für Dummies -
MDR.DE: Kolumne: Das Altpapier am 15. Mai 2024 – Wann wird Journalismus richtig gemeinnützig?
Dem Anti-Fake-News-Blog "Volksverpetzer" wurde die Gemeinnützigkeit entzogen, was erneut eine Debatte über die aktuell unklare Rechtslage von gemeinnützigen Medien auslöst.
Kolumne: Das Altpapier am 15. Mai 2024 – Wann wird Journalismus richtig gemeinnützig? -
Altpapier: Kolumne: Das Altpapier am 9. April 2024 – Wie einst Franz Alt und Bednarz
Das jüngste ÖRR-Manifest überzeugt kaum jemanden richtig. Und setzt vielleicht gerade deshalb tatsächlich eine Debatte in Gang. Die ARD-Radios wollen Champions League-Fußballspiele, aber auch Opern live übertragen.
Kolumne: Das Altpapier am 9. April 2024 – Wie einst Franz Alt und Bednarz -
Das Altpapier: Ironie der Lokalgeschichte
Woran ist das Online-Magazin "Karla" gescheitert? An den Stiftungen, am schwierigen Markt, an zu hohen Ansprüchen? Oder vielleicht auch an eigenen Fehlern?
Kolumne: Das Altpapier am 30. November 2023 – Ironie der Lokalgeschichte -
Altpapier: Kolumne: Die Quadratur des Ein-Zeitungs-Kreises
Braucht es einfach mehr Geld, um den Lokaljournalismus zu retten? Und warum haben wir dann nicht längst eine Förderung? Immerhin auf die zweite Frage gibt es jetzt eine Antwort.
Kolumne: Das Altpapier am 17. November 2023 – Die Quadratur des Ein-Zeitungs-Kreises -
Das Altpapier: Medienkritik muss Machmechanismen hinterfragen
Im Journalismus fehlt es in der Breite weiterhin an Faktenwissen zur Klimakrise. Noch größer sind die Schwächen allerdings in der Berichterstattung über Inklusion.
Kolumne: Das Altpapier am 6. September 2023 -
Wiedersehen mit Kottan
Und: Anneke bei Ina
Es war für mich in den 70er Jahren ein TV-kulturelles Erweckungserlebnis. Meine WG wäre imstande gewesen, einen Fanclub zu gründen. “Kottan ermittelt” nahm diesen “Das ist doch die Härte: Oberlippenbärte!” jeden Überrest an Autorität und gab sie vor den damaligen TV-Glotzermassen der realistischen […]