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Warum deutsches Fernsehen und deutscher Fussball so schlecht sind
Zum ersten Punkt, dem Fernsehen, kann ich mich kurz fassen. Lesen Sie Christian Bartels/telepolis: “Deutschlands einziges echtes Filmstudio bekommt einen neuen Chef – Christoph Pellander übernimmt ARD-Tochter Degeto – eine 400-Millionen-Maschine für Serien, Krimis und Eskapismus. Ein System zwischen Effizienz und Monotonie.” Dort entstehen die grössten Teile des ARD-Programms. Und wird das meiste Programmgeld ausgegeben. Zu Bartels’ Ausführungen ist eine wichtige politische Ergänzung nötig.
Durch die Auslagerung an die Degeto sind Geld und Programmsteuerung den sog. Rundfunkräten der ARD-Anstalten, die sowieso für ambitionierte Kontrolle weder bekannt noch berüchtigt sind, weitgehend entzogen. Das hier sind die “Gesellschafter” der Degeto. Fällt Ihnen was auf? Aber mir. Der WDR, die grösste ARD-Anstalt, ist gar kein Mitglied. Sondern die WDR mediagrpup GmbH. So kommt gar nicht erst die Gefahr auf, dass der WDR-Rundfunkrat da irgendwas zu kamelle hat.
Und das hier ist der Degeto-Aufsichtsrat. Da fällt auch Ihnen nun sicherlich etwas auf. Richtig: fast alles Intendant*inn*en der ARD-Anstalten kontrollieren hier selbst, statt kontrolliert zu werden. Bayrischer und Westdeutscher Rundfunk entsenden lieber Männer statt der Intendantin. Und der WDR s.o. …
Wenn die deutsche Filmindustrie also seit Jahrhunderten rätselt, warum sie global nicht konkurrenzfähig ist, dann wird sie hier fündig, bei ihrer grössten Auftraggeberin. Das sind die Produktionsverhältnisse.
Fussball – so laaangweilig
Der noch von den Nazis bestimmte Bundestrainer Sepp Herberger war nicht nur doof, immerhin trainierte er die Weltmeister von 1954. Ihm wird die Weisheit zugeschrieben „Fußball ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“ Das stimmt nicht mehr. In Deutschland weiss die Öffentlichkeit im März schon, wer im Juni Meister wird und den Pokal gewinnt. Und dann wundert die Deutsche Fussball-Liga (DFL) sich, und greint, dass sie zu geringe Einnahmen in der Auslandsvermarktung erzielt. Niemand da draussen in der Welt will Langeweile teuer bezahlen.
Spätestens seit Kalle Del Haye 1980 weiss in BRD-Deutschland jedes Kind, dass der Konzern aus dem süddeutschen Raum der Konkurrenz jedes Talent, das den Ball halbwegs versiert annehmen kann, wegkauft, wenn es nicht bei 3 ins Ausland geflohen ist. Und zwar mittlerweile auch bei den Frauen. Das Monopol ruiniert die Liga. Und wird hier weiter ausgedehnt und gespreizt. Die “Überraschungen”, die bleiben, sind zufällige Abweichungen der sportlichen von der Geldtabelle. Sie verringern sich, je weiter das Investorenkapital vordringt.
Hier ein europäischer Vergleich der gegenwärtigen Punktedifferenz zwischen Platz 1 und Patz 2 in den Ligen der genannten Länder:
Niederlande: 19
BRD: 15
Schweiz: 14
Italien: 12
Spanien: 9
Portugal: 7
Griechenland: 5
Tschechien: 5
Frankreich: 4
Türkei: 4
Polen: 3
Dänemark: 2
Belgien: 2
Österreich: 1
Schottland: 1
England: 0Ausgerechnet das mit den meisten Milliarden geflutete England ist noch spannend, weil die Oligarchen von ManCity (Vereinigte Arabische Emirate) und dem FC Arsenal (Trump-Spender Stan Kroenke) noch testen wollen, wer den Längsten hat.
Wenn der Konzern aus dem süddeutschen Raum der von ihm beherrschten DFL was Gutes tun will, tritt er im am wenigsten wichtigen Wettbewerb, dem DFB-Pokal, im Finale mit einer Reservistenelf an und verliert freiwillig, um ein bisschen Überraschung zu simulieren. Dem tief mit der kriminellen Wettmafia verbundenen Gewerbe dürfte das nicht schwerfallen. Sie nennen es Professionalität.
Ich gehe derweil zur 4. Liga. Dienstag, 19 h Sportpark Nord, Bonner SC – Rot-Weiss Oberhausen. Ex-Erstligist RWO kann noch aufsteigen. Das ist Sport und Spannung.
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Warum deutsches Fernsehen und deutscher Fussball so schlecht sind
Zum ersten Punkt, dem Fernsehen, kann ich mich kurz fassen. Lesen Sie Christian Bartels/telepolis: “Deutschlands einziges echtes Filmstudio bekommt einen neuen Chef – Christoph Pellander übernimmt ARD-Tochter Degeto – eine 400-Millionen-Maschine für Serien, Krimis und Eskapismus. Ein System zwischen Effizienz und Monotonie.” Dort entstehen die grössten Teile des ARD-Programms. Und wird das meiste Programmgeld ausgegeben. Zu Bartels’ Ausführungen ist eine wichtige politische Ergänzung nötig.
Durch die Auslagerung an die Degeto sind Geld und Programmsteuerung den sog. Rundfunkräten der ARD-Anstalten, die sowieso für ambitionierte Kontrolle weder bekannt noch berüchtigt sind, weitgehend entzogen. Das hier sind die “Gesellschafter” der Degeto. Fällt Ihnen was auf? Aber mir. Der WDR, die grösste ARD-Anstalt, ist gar kein Mitglied. Sondern die WDR mediagrpup GmbH. So kommt gar nicht erst die Gefahr auf, dass der WDR-Rundfunkrat da irgendwas zu kamelle hat.
Und das hier ist der Degeto-Aufsichtsrat. Da fällt auch Ihnen nun sicherlich etwas auf. Richtig: fast alles Intendant*inn*en der ARD-Anstalten kontrollieren hier selbst, statt kontrolliert zu werden. Bayrischer und Westdeutscher Rundfunk entsenden lieber Männer statt der Intendantin. Und der WDR s.o. …
Wenn die deutsche Filmindustrie also seit Jahrhunderten rätselt, warum sie global nicht konkurrenzfähig ist, dann wird sie hier fündig, bei ihrer grössten Auftraggeberin. Das sind die Produktionsverhältnisse.
Fussball – so laaangweilig
Der noch von den Nazis bestimmte Bundestrainer Sepp Herberger war nicht nur doof, immerhin trainierte er die Weltmeister von 1954. Ihm wird die Weisheit zugeschrieben „Fußball ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“ Das stimmt nicht mehr. In Deutschland weiss die Öffentlichkeit im März schon, wer im Juni Meister wird und den Pokal gewinnt. Und dann wundert die Deutsche Fussball-Liga (DFL) sich, und greint, dass sie zu geringe Einnahmen in der Auslandsvermarktung erzielt. Niemand da draussen in der Welt will Langeweile teuer bezahlen.
Spätestens seit Kalle Del Haye 1980 weiss in BRD-Deutschland jedes Kind, dass der Konzern aus dem süddeutschen Raum der Konkurrenz jedes Talent, das den Ball halbwegs versiert annehmen kann, wegkauft, wenn es nicht bei 3 ins Ausland geflohen ist. Und zwar mittlerweile auch bei den Frauen. Das Monopol ruiniert die Liga. Und wird hier weiter ausgedehnt und gespreizt. Die “Überraschungen”, die bleiben, sind zufällige Abweichungen der sportlichen von der Geldtabelle. Sie verringern sich, je weiter das Investorenkapital vordringt.
Hier ein europäischer Vergleich der gegenwärtigen Punktedifferenz zwischen Platz 1 und Patz 2 in den Ligen der genannten Länder:
Niederlande: 19
BRD: 15
Schweiz: 14
Italien: 12
Spanien: 9
Portugal: 7
Griechenland: 5
Tschechien: 5
Frankreich: 4
Türkei: 4
Polen: 3
Dänemark: 2
Belgien: 2
Österreich: 1
Schottland: 1
England: 0Ausgerechnet das mit den meisten Milliarden geflutete England ist noch spannend, weil die Oligarchen von ManCity (Vereinigte Arabische Emirate) und dem FC Arsenal (Trump-Spender Stan Kroenke) noch testen wollen, wer den Längsten hat.
Wenn der Konzern aus dem süddeutschen Raum der von ihm beherrschten DFL was Gutes tun will, tritt er im am wenigsten wichtigen Wettbewerb, dem DFB-Pokal, im Finale mit einer Reservistenelf an und verliert freiwillig, um ein bisschen Überraschung zu simulieren. Dem tief mit der kriminellen Wettmafia verbundenen Gewerbe dürfte das nicht schwerfallen. Sie nennen es Professionalität.
Ich gehe derweil zur 4. Liga. Dienstag, 19 h Sportpark Nord, Bonner SC – Rot-Weiss Oberhausen. Ex-Erstligist RWO kann noch aufsteigen. Das ist Sport und Spannung.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Warum deutsches Fernsehen und deutscher Fussball so schlecht sind
Zum ersten Punkt, dem Fernsehen, kann ich mich kurz fassen. Lesen Sie Christian Bartels/telepolis: “Deutschlands einziges echtes Filmstudio bekommt einen neuen Chef – Christoph Pellander übernimmt ARD-Tochter Degeto – eine 400-Millionen-Maschine für Serien, Krimis und Eskapismus. Ein System zwischen Effizienz und Monotonie.” Dort entstehen die grössten Teile des ARD-Programms. Und wird das meiste Programmgeld ausgegeben. Zu Bartels’ Ausführungen ist eine wichtige politische Ergänzung nötig.
Durch die Auslagerung an die Degeto sind Geld und Programmsteuerung den sog. Rundfunkräten der ARD-Anstalten, die sowieso für ambitionierte Kontrolle weder bekannt noch berüchtigt sind, weitgehend entzogen. Das hier sind die “Gesellschafter” der Degeto. Fällt Ihnen was auf? Aber mir. Der WDR, die grösste ARD-Anstalt, ist gar kein Mitglied. Sondern die WDR mediagrpup GmbH. So kommt gar nicht erst die Gefahr auf, dass der WDR-Rundfunkrat da irgendwas zu kamelle hat.
Und das hier ist der Degeto-Aufsichtsrat. Da fällt auch Ihnen nun sicherlich etwas auf. Richtig: fast alles Intendant*inn*en der ARD-Anstalten kontrollieren hier selbst, statt kontrolliert zu werden. Bayrischer und Westdeutscher Rundfunk entsenden lieber Männer statt der Intendantin. Und der WDR s.o. …
Wenn die deutsche Filmindustrie also seit Jahrhunderten rätselt, warum sie global nicht konkurrenzfähig ist, dann wird sie hier fündig, bei ihrer grössten Auftraggeberin. Das sind die Produktionsverhältnisse.
Fussball – so laaangweilig
Der noch von den Nazis bestimmte Bundestrainer Sepp Herberger war nicht nur doof, immerhin trainierte er die Weltmeister von 1954. Ihm wird die Weisheit zugeschrieben „Fußball ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“ Das stimmt nicht mehr. In Deutschland weiss die Öffentlichkeit im März schon, wer im Juni Meister wird und den Pokal gewinnt. Und dann wundert die Deutsche Fussball-Liga (DFL) sich, und greint, dass sie zu geringe Einnahmen in der Auslandsvermarktung erzielt. Niemand da draussen in der Welt will Langeweile teuer bezahlen.
Spätestens seit Kalle Del Haye 1980 weiss in BRD-Deutschland jedes Kind, dass der Konzern aus dem süddeutschen Raum der Konkurrenz jedes Talent, das den Ball halbwegs versiert annehmen kann, wegkauft, wenn es nicht bei 3 ins Ausland geflohen ist. Und zwar mittlerweile auch bei den Frauen. Das Monopol ruiniert die Liga. Und wird hier weiter ausgedehnt und gespreizt. Die “Überraschungen”, die bleiben, sind zufällige Abweichungen der sportlichen von der Geldtabelle. Sie verringern sich, je weiter das Investorenkapital vordringt.
Hier ein europäischer Vergleich der gegenwärtigen Punktedifferenz zwischen Platz 1 und Patz 2 in den Ligen der genannten Länder:
Niederlande: 19
BRD: 15
Schweiz: 14
Italien: 12
Spanien: 9
Portugal: 7
Griechenland: 5
Tschechien: 5
Frankreich: 4
Türkei: 4
Polen: 3
Dänemark: 2
Belgien: 2
Österreich: 1
Schottland: 1
England: 0Ausgerechnet das mit den meisten Milliarden geflutete England ist noch spannend, weil die Oligarchen von ManCity (Vereinigte Arabische Emirate) und dem FC Arsenal (Trump-Spender Stan Kroenke) noch testen wollen, wer den Längsten hat.
Wenn der Konzern aus dem süddeutschen Raum der von ihm beherrschten DFL was Gutes tun will, tritt er im am wenigsten wichtigen Wettbewerb, dem DFB-Pokal, im Finale mit einer Reservistenelf an und verliert freiwillig, um ein bisschen Überraschung zu simulieren. Dem tief mit der kriminellen Wettmafia verbundenen Gewerbe dürfte das nicht schwerfallen. Sie nennen es Professionalität.
Ich gehe derweil zur 4. Liga. Dienstag, 19 h Sportpark Nord, Bonner SC – Rot-Weiss Oberhausen. Ex-Erstligist RWO kann noch aufsteigen. Das ist Sport und Spannung.
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Warum deutsches Fernsehen und deutscher Fussball so schlecht sind
Zum ersten Punkt, dem Fernsehen, kann ich mich kurz fassen. Lesen Sie Christian Bartels/telepolis: “Deutschlands einziges echtes Filmstudio bekommt einen neuen Chef – Christoph Pellander übernimmt ARD-Tochter Degeto – eine 400-Millionen-Maschine für Serien, Krimis und Eskapismus. Ein System zwischen Effizienz und Monotonie.” Dort entstehen die grössten Teile des ARD-Programms. Und wird das meiste Programmgeld ausgegeben. Zu Bartels’ Ausführungen ist eine wichtige politische Ergänzung nötig.
Durch die Auslagerung an die Degeto sind Geld und Programmsteuerung den sog. Rundfunkräten der ARD-Anstalten, die sowieso für ambitionierte Kontrolle weder bekannt noch berüchtigt sind, weitgehend entzogen. Das hier sind die “Gesellschafter” der Degeto. Fällt Ihnen was auf? Aber mir. Der WDR, die grösste ARD-Anstalt, ist gar kein Mitglied. Sondern die WDR mediagrpup GmbH. So kommt gar nicht erst die Gefahr auf, dass der WDR-Rundfunkrat da irgendwas zu kamelle hat.
Und das hier ist der Degeto-Aufsichtsrat. Da fällt auch Ihnen nun sicherlich etwas auf. Richtig: fast alles Intendant*inn*en der ARD-Anstalten kontrollieren hier selbst, statt kontrolliert zu werden. Bayrischer und Westdeutscher Rundfunk entsenden lieber Männer statt der Intendantin. Und der WDR s.o. …
Wenn die deutsche Filmindustrie also seit Jahrhunderten rätselt, warum sie global nicht konkurrenzfähig ist, dann wird sie hier fündig, bei ihrer grössten Auftraggeberin. Das sind die Produktionsverhältnisse.
Fussball – so laaangweilig
Der noch von den Nazis bestimmte Bundestrainer Sepp Herberger war nicht nur doof, immerhin trainierte er die Weltmeister von 1954. Ihm wird die Weisheit zugeschrieben „Fußball ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“ Das stimmt nicht mehr. In Deutschland weiss die Öffentlichkeit im März schon, wer im Juni Meister wird und den Pokal gewinnt. Und dann wundert die Deutsche Fussball-Liga (DFL) sich, und greint, dass sie zu geringe Einnahmen in der Auslandsvermarktung erzielt. Niemand da draussen in der Welt will Langeweile teuer bezahlen.
Spätestens seit Kalle Del Haye 1980 weiss in BRD-Deutschland jedes Kind, dass der Konzern aus dem süddeutschen Raum der Konkurrenz jedes Talent, das den Ball halbwegs versiert annehmen kann, wegkauft, wenn es nicht bei 3 ins Ausland geflohen ist. Und zwar mittlerweile auch bei den Frauen. Das Monopol ruiniert die Liga. Und wird hier weiter ausgedehnt und gespreizt. Die “Überraschungen”, die bleiben, sind zufällige Abweichungen der sportlichen von der Geldtabelle. Sie verringern sich, je weiter das Investorenkapital vordringt.
Hier ein europäischer Vergleich der gegenwärtigen Punktedifferenz zwischen Platz 1 und Patz 2 in den Ligen der genannten Länder:
Niederlande: 19
BRD: 15
Schweiz: 14
Italien: 12
Spanien: 9
Portugal: 7
Griechenland: 5
Tschechien: 5
Frankreich: 4
Türkei: 4
Polen: 3
Dänemark: 2
Belgien: 2
Österreich: 1
Schottland: 1
England: 0Ausgerechnet das mit den meisten Milliarden geflutete England ist noch spannend, weil die Oligarchen von ManCity (Vereinigte Arabische Emirate) und dem FC Arsenal (Trump-Spender Stan Kroenke) noch testen wollen, wer den Längsten hat.
Wenn der Konzern aus dem süddeutschen Raum der von ihm beherrschten DFL was Gutes tun will, tritt er im am wenigsten wichtigen Wettbewerb, dem DFB-Pokal, im Finale mit einer Reservistenelf an und verliert freiwillig, um ein bisschen Überraschung zu simulieren. Dem tief mit der kriminellen Wettmafia verbundenen Gewerbe dürfte das nicht schwerfallen. Sie nennen es Professionalität.
Ich gehe derweil zur 4. Liga. Dienstag, 19 h Sportpark Nord, Bonner SC – Rot-Weiss Oberhausen. Ex-Erstligist RWO kann noch aufsteigen. Das ist Sport und Spannung.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Schreckt die Überschrift Sie hinreichend ab?
Im Folgenden lasse ich Sie daran teilhaben, welche Texte mich heute klüger gemacht haben. Der Wichtigste zuerst.
Yanis Varoufakis/Project Syndicate: “Trump will Big Tech die Macht über den Dollar geben” Darum geht es Trump und seinen besten Freunden: aus den Kryptowährungen ein Kettenbriefsystem machen, in dem er (und seine Freunde) der ist, der sich “ganz oben” dumm und dämlich bereichert.
Um diese Gangster besser zu verstehen, eignet sich folgender Text von Tilman Baumgärtel/Jungle World: “Elon Musk und anderen US-Rechten gilt Mitgefühl als selbstmörderisch: Fehler im System – Elon Musk und Ideologen des »Dark Enlightenment« wie der kanadische Marketingprofessor Gad Saad erklären das Mitgefühl zum neuesten »woke mind virus«: toxisch und selbstmörderisch.”
So dumm und dämlich können Medien funktionieren: Oliver Schott/Jungle World: “Eine Journalistenfloskel, die man nicht mehr hören kann: Politiker XY müsse jetzt ‘liefern’: Die Lieferer – Sprachkolumne. Was Journalisten bei der Politik bestellen.”
Mehr Intelligenz
versammelt sich alljährlich bei der re:publica. Von den dortigen Diskursen gibt es lesenswerte Nachbereitungen, deren Meinung ich nicht in allen Punkten teile, die aber zur persönlichen Meinungs- und Weiterbildung gut geeignet sind, jedenfalls sich positiv vom dummen Gesülze über “die Digitalisierung” unterscheiden:
Christian Bartels/MDR-Altpapier: “Die Digitalsteuer-Debatte – … die der neue Kulturstaatsminister Weimer anzettelte, nimmt Fahrt auf. Digitalminister Wildberger legte auf zwei ausgesprochen unterschiedlichen Konferenzen erste Auftritte hin. Außerdem: ‘Das Gerät Radio wird vermutlich nicht überleben.'” Zu letztgenannten Punkt markiere ich meinen Dissens. Und Valerie Weber, Ex-WDR-Direktorin, halte ich nur für eine recht begrenzt taugliche Kronzeugin solcher Argumente.
Wie immer eine inhaltliche Fundgrube Thomas Knüwer: “re:publica 2025 – In der Zwischen-Zeit”.
Wohin das Rüstungskapital führen will
Das beschreibt Bojan Stojkovski/IPG-Journal ganz schamfrei und begeistert über die Ukraine: “Operation Startup – Die Ukraine entwickelt sich zum Epizentrum militärischer Innovation – und könnte Europas Verteidigung grundlegend verändern.”
Wenn dieses Gedöns hier durch die Luft fliegt, will ich tot sein.
Und wer tut was dagegen?
Es gibt jede Menge übliche Verdächtige. Aber auch die hier, die sich gegen ihre Diffamierung durch das “Leitmedium” Süddeutsche zu wehren wissen:
Jens Neusser/schwatzgelb: “Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen“.
Und hierzu jetzt Ihre intellektuelle Hausaufgabe: warum tut die SZ das? Warum hat sie das nötig? Und warum die, für deren Interessen sie hier ficht?
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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Russische Medien preisen Sahra Wagenknecht. "Die Partei" gewinnt vor Gericht gegen den MDR. Die ARD- Aktion "#KINDERstören" löst teilweise plumpe Reaktionen aus.
Kolumne: Das Altpapier am 20. August 2024 – Die historischen Vorarbeiten für den AfD-Erfolg -
MDR.DE: Kolumne: Das Altpapier am 15. Mai 2024 – Wann wird Journalismus richtig gemeinnützig?
Dem Anti-Fake-News-Blog "Volksverpetzer" wurde die Gemeinnützigkeit entzogen, was erneut eine Debatte über die aktuell unklare Rechtslage von gemeinnützigen Medien auslöst.
Kolumne: Das Altpapier am 15. Mai 2024 – Wann wird Journalismus richtig gemeinnützig?