#annikajoeres — Public Fediverse posts
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#Lesenswert !
Lesenswert weil der Artikel mehr über die Frankreich Projektionen der Autorin #AnnikaJoeres verrät, als über das Französiche Bildungssystem!"Jede Betreuung hat ihren Preis
Mütter blicken oft neidisch nach #Frankreich. Vollzeit und Karriere ohne schlechtes Gewissen! Doch nach einigen Jahren in Frankreich sieht unsere Autorin die Dinge anders."
Von Annika Joeres #dieZeit #deutschfranzosischebeziehungen #relationsfrancoallemandeshttps://www.zeit.de/arbeit/2026-04/familienpolitik-frankreich-kinderbetreuung-muetter-schule
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TechBros und ihre starken Schwestern
Der grosse überall aneckende Kapitalismus-Erklärer Tomasz Konicz publiziert jetzt beim schweizerischen Online-Magazin “Untergrundblättle”. Dort habe ich dies mit Interesse gelesen:
“Abschied von der Illusion des Konsumenten-Kapitalismus: Auf dem Altar des Techno-Gottes – Ausblicke auf neue Formen der Krisenkonkurrenz in der aufziehenden autoritären Ära des allseitigen spätkapitalistischen Mangels.”
Wie so oft bei diesem Autor verzichtet er auf eine Strategiediskussion. Welche Möglichkeiten politischen, und letztendlich menschlichen Eingriffs in die beschriebene Entwicklung gibt es? Das könnte sein grandioses analytisches Gedankengebäude an vielen Stellen zum Einsturz bringen. Denn genau solche Politik muss entwickelt werden. Und ja, ich gestehe, dass ich recht vergeblich nach geeigneten durchsetzungsstarken Träger*inne*n solcher Politik suche.
Konicz bleibt gedanklich bei dem hängen, was Georg Seesslen/taz so benennt: “Bevor man sich, mit den bescheidenen Mitteln, die jeder Einzelne hat, an die schwere Aufgabe einer Verteidigung der Demokratie macht, muss man sich wohl zweier Dinge versichern, nämlich erstens, dass es dafür noch nicht zu spät ist (die Fatalismus-Falle), und zweitens, dass es dafür immer noch genügend aufrechte und mutige Menschen gibt, für die und mit denen es sich lohnt (die Misanthropie-Falle).”
Da sage ich “Yessir!”
Und nun zu den Schwestern
Starke Frauen sind schon über das Bescheidwissen hinaus und handeln.
Merle Groneweg (Interview)/Jacobin: “»Auch ich war ein Tech Bro« – Tech Bros greifen nach der Macht. Aya Jaff war eine von ihnen. Im Interview spricht sie darüber, was diesen Typus zu autoritärer Politik gravitieren lässt und warum Digitalisierung nicht Abhängigkeit von Big Tech bedeuten muss.”
Und
Susanne Götze, Annika Joeres/Blätter: “Abhängigkeit als Waffe – Wie fossile Energien Europas Sicherheit gefährden – und was dagegen zu tun ist – Europäische Politikerinnen und Politiker versprechen, uns mit Aufrüstung vor aggressiven Autokraten zu schützen. Gleichzeitig aber verschärfen sie durch das Ausbremsen der Energiewende Europas Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten – und machen unsere Gesellschaften damit hochgradig angreifbar. Dabei gibt es längst Wege, das zu ändern.”
Autorin Annika Joeres kenne ich persönlich aus gemeinsamer Bloggerei bei den “ruhrbaronen” und aus der guten alten Zeit der taz-nrw. Dort habe ich sie professionell und menschlich hoch schätzen gelernt. Ich würde glatt tippen, dass die Werke der beiden Jürgen Trittin gut bekannt sind.
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TechBros und ihre starken Schwestern
Der grosse überall aneckende Kapitalismus-Erklärer Tomasz Konicz publiziert jetzt beim schweizerischen Online-Magazin “Untergrundblättle”. Dort habe ich dies mit Interesse gelesen:
“Abschied von der Illusion des Konsumenten-Kapitalismus: Auf dem Altar des Techno-Gottes – Ausblicke auf neue Formen der Krisenkonkurrenz in der aufziehenden autoritären Ära des allseitigen spätkapitalistischen Mangels.”
Wie so oft bei diesem Autor verzichtet er auf eine Strategiediskussion. Welche Möglichkeiten politischen, und letztendlich menschlichen Eingriffs in die beschriebene Entwicklung gibt es? Das könnte sein grandioses analytisches Gedankengebäude an vielen Stellen zum Einsturz bringen. Denn genau solche Politik muss entwickelt werden. Und ja, ich gestehe, dass ich recht vergeblich nach geeigneten durchsetzungsstarken Träger*inne*n solcher Politik suche.
Konicz bleibt gedanklich bei dem hängen, was Georg Seesslen/taz so benennt: “Bevor man sich, mit den bescheidenen Mitteln, die jeder Einzelne hat, an die schwere Aufgabe einer Verteidigung der Demokratie macht, muss man sich wohl zweier Dinge versichern, nämlich erstens, dass es dafür noch nicht zu spät ist (die Fatalismus-Falle), und zweitens, dass es dafür immer noch genügend aufrechte und mutige Menschen gibt, für die und mit denen es sich lohnt (die Misanthropie-Falle).”
Da sage ich “Yessir!”
Und nun zu den Schwestern
Starke Frauen sind schon über das Bescheidwissen hinaus und handeln.
Merle Groneweg (Interview)/Jacobin: “»Auch ich war ein Tech Bro« – Tech Bros greifen nach der Macht. Aya Jaff war eine von ihnen. Im Interview spricht sie darüber, was diesen Typus zu autoritärer Politik gravitieren lässt und warum Digitalisierung nicht Abhängigkeit von Big Tech bedeuten muss.”
Und
Susanne Götze, Annika Joeres/Blätter: “Abhängigkeit als Waffe – Wie fossile Energien Europas Sicherheit gefährden – und was dagegen zu tun ist – Europäische Politikerinnen und Politiker versprechen, uns mit Aufrüstung vor aggressiven Autokraten zu schützen. Gleichzeitig aber verschärfen sie durch das Ausbremsen der Energiewende Europas Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten – und machen unsere Gesellschaften damit hochgradig angreifbar. Dabei gibt es längst Wege, das zu ändern.”
Autorin Annika Joeres kenne ich persönlich aus gemeinsamer Bloggerei bei den “ruhrbaronen” und aus der guten alten Zeit der taz-nrw. Dort habe ich sie professionell und menschlich hoch schätzen gelernt. Ich würde glatt tippen, dass die Werke der beiden Jürgen Trittin gut bekannt sind.
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#Leseswert ! Sehr gute Analyse von #AnnikaJoeres die ich gerne teile!
Nach Urteilen geraten oft die Richter unter Druck, nicht die Täter
In #Frankreich soll mit #NicolasSarkozy erstmals ein Ex-Präsident ins Gefängnis. Die Liste der verurteilten Politikgrößen wird immer länger. Über Ursachen und Folgen #dieZeit
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-09/frankreich-nicolas-sarkozy-korruption-skandal-jacques-chirac-marine-le-pen -
Über “Das Spahn” schrieb ich vor wenigen Wochen “mir geht es um die Struktur und das System, für das dieser Politikertypus Gesicht und Fassade ist”. Darüber hat ein paywallbewehrtes Exklusivmedium nun neue Details ans Licht gebracht, die René Martens/MDR-Altpapier uns Gebührenzahler*inne*n zugänglich macht:
“Unparteilichkeit ist die neue Parteilichkeit – Die CDU hätte 2023 beinahe eine Firma mit dem ‘Nius’-Mäzen gegründet. Die 20-Uhr-‘Tagesschau’ wird immer lockerer, und das ist problematisch. Die BBC stranguliert sich selbst.”
Über das Spahn und den Nius-Finanzier hatten die Correctiv-Autorinnen Annika Joeres und Gabriela Keller vor rund einem Monat diese im negativen Sinn erregende Recherche publiziert, ganz ohne Paywall. Und ich fragte mich, warum mich das nicht überrascht. Darüber immerhin weiss ich heute mehr.
Wir sehen hier die strategischen Strippenziehereien zur Vorbereitung dessen, was die kurzzeitig (2001-02) amtierende und schnell von Männercliquen weggemobbte NRW-Regierungssprecherin Miriam Meckel heute mit dem Bandwurmungeheuer Aufmerksamkeitsautoritarismus benennt.
Ich weiss nicht, wie es Frau Meckel beim Schreiben ging. Kundige Freunde vermuten sie hinter “St. Gallener Klostermauern”. Ich hingegen fühlte mich beim Lesen an Meckels ehemaligen Boss und noch ehemaligeren Förderer Wolfgang Clement erinnert. Der war – im ambivalenten Sinn der Begrifflichkeit – seiner Zeit immer zu weit voraus …
Ich kenne auch eine ehemalige Bonner Dezernentin, nach der er mal “Aktenordner geworfen” haben soll. Sie dementierte, aber ich schweife ab … In meiner Anwesenheit hatte er nur nie Zeit zum Zuhören.
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Über “Das Spahn” schrieb ich vor wenigen Wochen “mir geht es um die Struktur und das System, für das dieser Politikertypus Gesicht und Fassade ist”. Darüber hat ein paywallbewehrtes Exklusivmedium nun neue Details ans Licht gebracht, die René Martens/MDR-Altpapier uns Gebührenzahler*inne*n zugänglich macht:
“Unparteilichkeit ist die neue Parteilichkeit – Die CDU hätte 2023 beinahe eine Firma mit dem ‘Nius’-Mäzen gegründet. Die 20-Uhr-‘Tagesschau’ wird immer lockerer, und das ist problematisch. Die BBC stranguliert sich selbst.”
Über das Spahn und den Nius-Finanzier hatten die Correctiv-Autorinnen Annika Joeres und Gabriela Keller vor rund einem Monat diese im negativen Sinn erregende Recherche publiziert, ganz ohne Paywall. Und ich fragte mich, warum mich das nicht überrascht. Darüber immerhin weiss ich heute mehr.
Wir sehen hier die strategischen Strippenziehereien zur Vorbereitung dessen, was die kurzzeitig (2001-02) amtierende und schnell von Männercliquen weggemobbte NRW-Regierungssprecherin Miriam Meckel heute mit dem Bandwurmungeheuer Aufmerksamkeitsautoritarismus benennt.
Ich weiss nicht, wie es Frau Meckel beim Schreiben ging. Kundige Freunde vermuten sie hinter “St. Gallener Klostermauern”. Ich hingegen fühlte mich beim Lesen an Meckels ehemaligen Boss und noch ehemaligeren Förderer Wolfgang Clement erinnert. Der war – im ambivalenten Sinn der Begrifflichkeit – seiner Zeit immer zu weit voraus …
Ich kenne auch eine ehemalige Bonner Dezernentin, nach der er mal “Aktenordner geworfen” haben soll. Sie dementierte, aber ich schweife ab … In meiner Anwesenheit hatte er nur nie Zeit zum Zuhören.
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#Lesenswert !
Endlich mal eine gute recherchierte Analyse des Waldbandgeschehens in den #Corbières in der deutschen Presselandschaft ! War auch Zeit !
"Waldbrände in Frankreich: "Ich kehre zurück in eine Mondlandschaft"
An Frankreichs westlicher Mittelmeerküste wütete der größte Waldbrand seit 75 Jahren. Nun stehen riskante Hitzetage bevor – und die Bürgermeister suchen nach Schuldigen. " #dieZeit #AnnikaJoeres #Waldbrand #feuxdeforets #wildfire
https://www.zeit.de/wissen/2025-08/url-waldbraende-frankreich-hitze-karte-situation-bevoelkerung -
Warum Neutrum? Zwar will ich mein tiefstes Inneres nicht von Schwulenfeindlichkeit freisprechen, aber mir geht es um die Struktur und das System, für das dieser Politikertypus Gesicht und Fassade ist. Der echte Mensch Jens Spahn ist mir persönlich nie begegnet. Über den weiss ich nichts. Ich weiss nur (zu viel) über die öffentliche Person dieses Namens. In den meisten, den allermeisten Fällen ist das nicht die*der*das Gleiche. Obwohl: von Markus Söder wurde es mir bezeugt von seriösen Mitmenschen, die sich längere Zeit mit ihm in einem Raum aufgehalten haben. Wie furchtbar … aber ich schweife schon wieder ab.
Die Kolleg*inn*en von Correctiv haben schon häufiger ein gutes Gespür für Agendasetting gezeigt. Dass sie diesem Spahn einen Mehrteiler widmen, halte ich für verdienstvoll und augenöffnend.
Bundeskanzlerin Merkel versuchte sich diesem vorwitzigen Prinz-Charles-Typen zu erwehren, indem sie ihn zum Bundesgesundheitsminister machte. Das hat den meisten Inhaber*inne*n dieses Staatsamtes die weitere politische Karriere gekostet. Auch bei Spahn hätte das nahegelegen, wie die Correctiv-Autorinnen Annika Joeres und Gabriela Keller zeigen. Doch die Verhältnisse sind nicht mehr so. Merz wird dieses Jahr 70 – Spahn ist 45. Sic! Die CDU ist so eingeschmolzen – da ist niemand mehr, die*der diesem klischeegewordenen Typen den Weg versperrt.
Mir macht das Angst um die Demokratie. Spahn ist ein Typus, wie ich mir schon Jahre vor seiner Geburt CDU- oder FDP-Karrieristen (Frauen können wir in dem Zusammenhang vernachlässigen) vorgestellt habe. Sieht – wie soll ich das nichtdiskriminierend ausdrücken? – nicht sooo gut aus, hat von nichts ‘ne Ahnung, aber zu allem was zu sagen, und denkt nur an sich. Wenn das alle täten, wäre ja an alle gedacht.
In der Schule habe ich solche Typen politisch bekämpft. Mein schönstes Geschenk zum Abitur war die Wahl des linken Gegenkandidaten aus unserer Jugendzentrums-Initiative gegen den Schülerunion-Schülersprecher an meiner Schule. An der Hochschule (Uni Bonn, Fachschaft Politikwissenschaft und Studentenparlament) waren die Wahlsiege gegen Stephan Eisels RCDS die schönsten Erlebnisse. Der beständige Wahlverlierer wurde später – auch nur kurz – Redenschreiber von Helmut Kohl.
Im Management der 80er-Friedensbewegung in der West-BRD war ich in verschiedenen Funktionen mittendrin, wie auch in der BRD-Anti-Apartheid-Bewegung, in der in meiner Politbiografie grösste substanzielle Erfolg, die Beseitigung des rassistischen Apartheidsystems in Südafrika, gefeiert werden konnte.
Verglichen damit waren die späteren Kommunalwahlerfolge der Grünen in Bonn eher kleinere wiederkehrende Feiertage. Dass eine Freundin von mir Oberbürgermeisterin wurde und ist, freut mich heute noch. Auch wenn sie in diesem Amt viel zu arbeiten und wenig zu lachen hat. Wird sie von einem Spahn-Typ abgelöst? Bald werden wir es wissen.
Hinter der Witzfigur lauert die Systemgefahr
Kennzeichen des real existierenden Kapitalismus ist die Tatsache, dass die zu wählenden Politiker*innen*typen mediengerecht modelliert werden. Sie sind die Ausführenden weit mächtigerer Hinterleute und Auftraggeber*inne*n. Denen geht es um weit “Grösseres” als Demokratie. Sie lieben die Apokalypse. Und bevor sie über sie kommt, wollen sie sie lieber selbst initiieren und steuern. Sie sind die real existierende Gefahr für die Menschheit.
Über den Klimawandel sind sie gedanklich hinweg. Sie organisieren ihre Flucht – für den Fall der Fälle. Ob Neuseeland oder Mars – das entscheiden die Herren dann, wenn es so weit ist.
Sie hassen die Menschheit, weil sie sich selbst hassen. Jeder Mensch kennt sich selbst am besten. Aber viele neigen dazu, die entsprechenden Erkenntnisse zu verdrängen und/oder auf andere zu projizieren. Von sich selbst abspalten, Aggression gegen ein Aussen richten. Viele Männer schaffen das, nicht so viele Frauen.
Daraus ergibt sich das Welt- und Menschenbild von Peter Thiel. Aber nicht nur ihm. Und es ist kein US-Phänomen. Hier heissen die Dunkelmänner Christian Angermayer oder Frank Gotthardt, Letzterer Milliardär geworden durch Ihre und meine Krankenkassenbeiträge. Nie gehört oder gesehen? Siehste!
Jens Spahn oder sein Spezi Richard Grenell sind nur die wahrgewordenen Klischees des angestrebten neuen demokratiebefreiten Herrschaftssystems.
Noch ist diese Entwicklung aufzuhalten. Wenn sie sich durchsetzt, dann, weil die demokratischen, die liberalen und linken Kräfte nicht nur zu schwach, sondern zu dumm sind. Sie treten für die Interessen der arbeitenden Mehrheit ein, und sind zu dumm, das dieser Mehrheit verständlich zu machen. Die billigen Besserwisser geben den bösen Herrschenden das Kapitalismus die “Schuld” daran. Aber was glaubt ihr denn, was die anderes im Sinn haben, als ihre Herrschaft zu sichern und auszubauen? Seit über 200 Jahren ist das wissenschaftlich erforscht und publiziert. Keine Zensur konnte das verhindern. Weltkriege wurden deswegen gekämpft und Millionen starben dafür.
Und am Ende soll ein von der AfD-mitgewählter Bundeskanzler Spahn stehen? Wenn es zu meinen Lebzeiten so weit kommt, höre ich auf. Nicht zu leben, aber zu arbeiten.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Plötzlich alles anders
Der nackte Mann in Paris und das deutsche Desinteresse – Best of 17. April 2023
Petra Erler hat eben so schön die unschönen Ablenkungsmanöver beschrieben. Wie kommichdrauf? Die “Zeitenwende” – war die so ein Manöver? Unter Kaperung des Begriffes wird der Blick auf die Weltveränderungen kraftvoll abgewendet. Diesen Eindruck […]