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#memoq — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #memoq, aggregated by home.social.

  1. Here's information and a script for converting regular expression libraries in the popular RegexBuddy app to the #memoQ Regex Assistant. Interoperability between these two solution management tools facilitates sharing among users of diverse #translation management platforms, external solution providers and more. Even current users of the Regex Assistant can benefit from using RegexBuddy for analysis and debugging of expressions for text search, find & replace and quality assurance, so a conversion tool like this can help with such processes.

    memoquickies.substack.com/p/co

    #xl8 #l10n #localization #TranslationStudies

  2. Here's information and a script for converting regular expression libraries in the popular RegexBuddy app to the #memoQ Regex Assistant. Interoperability between these two solution management tools facilitates sharing among users of diverse #translation management platforms, external solution providers and more. Even current users of the Regex Assistant can benefit from using RegexBuddy for analysis and debugging of expressions for text search, find & replace and quality assurance, so a conversion tool like this can help with such processes.

    memoquickies.substack.com/p/co

    #xl8 #l10n #localization #TranslationStudies

  3. Here's the raw recording of yesterday's online terminology workshop for #memoQ users, along with slides. As indicated in the notes, the video will be replaced by an edited, indexed version when I have time for that.

    open.substack.com/pub/memoquic

    #xl8 #translation #TranslationStudies

  4. Here's the raw recording of yesterday's online terminology workshop for #memoQ users, along with slides. As indicated in the notes, the video will be replaced by an edited, indexed version when I have time for that.

    open.substack.com/pub/memoquic

    #xl8 #translation #TranslationStudies

  5. #memoQ users! Please take a few minutes to respond to this survey on your #terminology experience with this #translation environment. Your answers will be used for preparing upcoming talks and other tutorials. ThanQ!

    Feel free to repost,
    #xl8 #l10n #TranslationStudies

    bit.ly/memoQtermSurvey

  6. #memoQ users! Please take a few minutes to respond to this survey on your #terminology experience with this #translation environment. Your answers will be used for preparing upcoming talks and other tutorials. ThanQ!

    Feel free to repost,
    #xl8 #l10n #TranslationStudies

    bit.ly/memoQtermSurvey

  7. Inspired by a frustrated user's request for a feature in #memoQ, here's a little tips article about how to discover keyboard shortcuts (or where you should add them) and some other possibly useful stuff.

    open.substack.com/pub/memoquic

    #xl8 #translation
    #l10n #localization
    #TranslationStudies

  8. Inspired by a frustrated user's request for a feature in #memoQ, here's a little tips article about how to discover keyboard shortcuts (or where you should add them) and some other possibly useful stuff.

    open.substack.com/pub/memoquic

    #xl8 #translation
    #l10n #localization
    #TranslationStudies

  9. There are many aspects of terminology application in the #memoQ #translation environment. It's much more than just term bases. For example, auto-translation rules can be made to convert structured information like dates, citations, numbers with units and currency expressions (see screenshot) into consistent target language formats that are preferred or specified by a style guide.

    Join the free memoQ terminology skills workshops on February 20 & 27 and learn about auto-translation rules and many other ways to come to better terms with the world's best translation organization toolkit!

    open.substack.com/pub/memoquic

    #xl8 #l10n #localization
    #TranslationStudies

  10. There are many aspects of terminology application in the #memoQ #translation environment. It's much more than just term bases. For example, auto-translation rules can be made to convert structured information like dates, citations, numbers with units and currency expressions (see screenshot) into consistent target language formats that are preferred or specified by a style guide.

    Join the free memoQ terminology skills workshops on February 20 & 27 and learn about auto-translation rules and many other ways to come to better terms with the world's best translation organization toolkit!

    open.substack.com/pub/memoquic

    #xl8 #l10n #localization
    #TranslationStudies

  11. CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?

    Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:

    Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.

    Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.

    Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
    CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
    Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.

    Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.

    Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.

    Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.

    #CiferRPGMusings #pnpde #ttrpg #UlissesSpiele

  12. CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?

    Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:

    Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.

    Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.

    Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
    CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
    Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.

    Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.

    Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.

    Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.

    #CiferRPGMusings #pnpde #ttrpg #UlissesSpiele

  13. CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?

    Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:

    Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.

    Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.

    Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
    CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
    Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.

    Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.

    Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.

    Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.

    #CiferRPGMusings #pnpde #ttrpg #UlissesSpiele

  14. CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?

    Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:

    Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.

    Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.

    Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
    CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
    Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.

    Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.

    Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.

    Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.

    #CiferRPGMusings #pnpde #ttrpg #UlissesSpiele

  15. CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?

    Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:

    Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.

    Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.

    Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
    CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
    Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.

    Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.

    Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.

    Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.

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  16. Since June 2024 the new platform for the best information on all things #memoQ! Articles, videos, configured resources, live webinars and office hours for assistance.

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    #TranslationStudies #xl8

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