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CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?
Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:
Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.
Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.
Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.
Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.
Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.
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CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?
Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:
Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.
Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.
Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.
Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.
Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.
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CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?
Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:
Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.
Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.
Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.
Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.
Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.
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CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?
Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:
Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.
Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.
Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.
Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.
Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.
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CW: Rollenspiel, Wie funktionieren Übersetzungstools?
Aus gegebenem Anlass ein paar Worte zu #Übersetzungen, #Maschinenübersetzung, #CAT Tools, #memoQ und #mtpe im Kontext von (Tisch-) #Rollenspiel:
Was sind CAT Tools wie MemoQ oder Trados? CAT steht im Übersetzungskontext für Computer Aided Translation. Es sind also Tools, die verschiedene Dateiformate (xml, doc, xls und so weiter) aufbrechen, alle Texte daraus extrahieren und sie in einer möglichst gut lesbaren Form in Blöcken in einen Editor gießen, so dass ich als Übersetzer zum Beispeil Stück für Stück alle Sätze eines Dokuments oder alle Zelen einer Tabelle durchgehen kann.
Wenn das Ursprungsfile klug aufgebaut ist, kann ich mir auch zum Beispiel den Editor so einrichten, dass zu jeder zu übersetzenden Textzeile eine Kommentarzeile angezeigt wird - übersetze ich einen Dialog eines Computerspiels, kann dann dort drin stehen, wer gerade spricht, worauf sich die Person bezieht oder welche Emotion rübergebracht werden soll. Übersetze ich reinen Fließtext ohne Kontextinformationen wie in einem Rollenspielregelwerk, habe ich sowas natürlich nicht zur Verfügung, weil es nicht im Ursprungsdokument steht.
Da helfen mir eher zwei andere Kernfunktionen von CAT Tools: Terminologie-Management und Konkordanzsuche.
CAT Tools führen eine Term Base, in der man feststehende Terminologie einpflegen kann, damit sie immer gleich übersetzt wird. "Sorcerer" soll in unserem Spiel immer ein "Hexer" und nicht manchmal "Zauberer" oder "Hexenmeister" sein.
Konkordanzsuche beschreibt, dass bei jedem Textblock das Tool automatisch im sogenannten Translation Memory schaut, ob ich schon mal einen ähnlichen Text übersetzt habe. Dann schlägt es diesen vor und markiert die Unterschiede. Habe ich also schon "Alrik is a great wizard" übersetzt, erinnert mich das Tool daran, wenn "Alrijida is a great wizard" dran kommt - die Transferleistung, dass Alrijida dann aber ein*e* Zauber*in* ist, muss ich selbst aufbringen.Was haben jetzt CAT Tools mit Maschinenübersetzung oder "KI" zu tun? Ungefähr so viel wie Photoshop mit Midjourney. Eins ist eine fundamentale Eigenleistung der Übersetzenden mit einem elektronischen Werkzeug, das andere ist die aus Plagiaten gespeiste Leistung des Werkzeugs, die am Ende noch ein bisschen bearbeitet wird, meist von einer Person, die eher zum Lektoratssatz als zu dem für volle Übersetzung bezahlt wird und die dementsprechend mehr Text in der gleichen Zeit abarbeiten muss.
Was ist jetzt abseits der ethischen Seite das Problem an Maschinenübersetzung, wenn doch am Ende immer ein Übersetzer oder Redakteur am Text sitzt und ihn weiterbearbeitet, bis er "den Ansprüchen genügt"? Der Haken hier liegt an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Maschinenübersetzungen sind meist stark fehlerbehaftet - in einem Feld mit einem relativ kleinen Textkorpus, den die Maschine zum Training nutzen konnte, sollte jede professionelle menschliche Übersetzung der Maschine überlegen sein. Das heißt, im Postediting lektoriert man einen deutlich unterdurchschnittlichen Text, der im Normalfall enorm viele Terminologiefehler aufweist, Kontext nicht begreift und stilistisch uninspiriert ist. Und beim ersten Satz wird man sich auf all diese Fehler stürzen und sie ausmerzen. Beim zweiten auch noch. Beim zweihundertsten ... na ja. Wird so ganz grob der Sinn des Englischen wiedergegeben? Ja? Gut genug, nächster. So funktionieren Menschen. Übersetzende, die viel Machine Translation Post-Editing machen, beschreiben sogar, wie ihr persönlicher Schreibstil in ganz anderen Projekten unter ihrer Arbeit mit den schlechten Maschinentexten leidet. Die Zeitersparnis bei der Maschinenübersetzung existiert nur solange, wie die Nachbearbeitenden nicht die Zeit in Rechnung stellen, in der sie ein tatsächlich gutes Buch lesen, um wieder zu verinnerlichen, wie stilistisch schöne Sprache funktioniert. Wie sich das auswirkt, wenn ein verkleinerter Pool von Festangestellten dauerhaft diese Art von Texten bearbeitet, mag man sich ausmalen.
Die Bedingungen, unter denen im deutschen Pen&Paper-Markt übersetzt wird, sind alles andere als ideal. Unterschiedliche Verlage legen sich hier mehr oder weniger ins Zeug. Die Übersetzenden sind meist von Idealismus getrieben und betreiben Selbstausbeutung. Klar ist aber auch: Die Nutzung von Maschinenübersetzung wird diese Situation eher schlimmer machen und senkt bereits jetzt die Qualität von Büchern, wie manche ja bereits festgestellt haben. An welchem Punkt wir uns abwenden und lieber zum Original greifen oder das System ganz sausen lassen, müssen wir entscheiden.
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Als Wonnemonat bezeichnet man den Mai ja auch gerne. Eine absolute Wonne sind auch #UlissesSpiele Neuheiten für den Monat! Neben den eigenen Linien #DasSchwarzeAuge, #HeXXen1733 & #TorgEternity sowie den häufig vertretenen #PathfinderE2 und der #WeltderDunkelheit gibt es für #Alien eine brandneue Box und das heiß ersehnte #Fallout: Das Rollenspiel - nicht nur für den F-Shop, sondern wie immer auch digital im E-Book-Store. https://ulisses-spiele.de/neu-im-digitalen-drachenhort-mai-2023/ #pnpde
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Der April bietet mit den #UlissesSpiele Neuheiten einen tollen Mix an #pnpde Systemen und Produkten aller Art. #DasSchwarzeAuge, #HeXXen1733 und #TorgEternity sind natürlich wieder mit von der Partie, ebenso wie #Pathfinder 2 und #Vampire: Die Maskerade. Daneben meldet sich als Neuling auch #JourneyToRagnarok für #DnD5e zu Wort.
https://ulisses-spiele.de/neu-im-digitalen-drachenhort-maerz-2023/#5E -
@sydneybrokeit If you were a RIFTS fan, you might become a #TORG / #TORGeternity fan. TORG is going to be under the ORC license as well, like all #UlissesSpiele games, including SciFantasy #FlashingBlades and their fantasy flagship #TheDarkEye @rwhe @Chaosium @ttrpg
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Markus Plötz kündigt an, dass #UlissesSpiele die #ORC nach Deutschland bringen wird. Das umfasst eine rechtliche Prüfung, sowie ggf. eine Übersetzung. Alle Ulisses-eigenen Regelsysteme (explizit nicht die Product Identity) sollen - sofern rechtlich möglich! - unter #ORC gestellt werden. Das umfasst möglicherweise #DSA #HeXXen, #DieSchwarzeKatze, #TorgEternity und #FadingSuns.
https://www.twitch.tv/videos/1711132644?t=02h39m16s
War jetzt auch mal Zeit für ne gute Nachricht für heute. Guten Morgen.
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@RackNar Alle #UlissesSpiele eigenen Spiele werden #ORC Lizensiert und können damit von deutschen und internationalen Firmen auch für eigene Veröffentlichungen genutzt werden. #DasSchwarzeAuge #DSA5 (sogar auch DSA1-4 im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten), #FadingSuns #TORGeternity #HeXXen1733 #DieSchwarzeKatze #DSK u.a. Es wird dauern, aber es wird gemacht! #pnpde Dauerhaft, unwiderruflich - Grosse Nachricht, finde ich, in Zeiten wo #DnDone #RaisetheFlag Thema sind https://www.twitch.tv/videos/1711132644?t=02h39m16s
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@GenericGamesNZ @bradjmurray have you tried #TheDarkEye TDE - a game with nearly 40 years on the market (dominant in Germany, translation into French, Dutch, Russian, of course English) and for that game world #Aventuria there is also a massive card game DE/EN, (next EN Kickstarter coming soon) and 200 novels in German waiting to be translated & read? All by #UlissesSpiele the friendly company that brought #TORGeternity and #FadingSuns #ttrpg, own #Space1889 and more (and me during work hours)
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@AetherEgo @opendev Alleine #UlissesSpiele (wo ich meine Brötchen verdiene, das hier ist aber kein Ulisses-Account) hat über 20 Rollenspielsysteme im Angebot, ja das sind auch 5e und #Pathfinder dabei, aber auch sehr viele andere, etwa #Alien, #Dune, #Earthdawn, #FadingSuns, #TalesFromTheLoop, #TORGeternity, #WorldofDarkness Vielfalt, im Abverkauf auch #StarWars #Battletech oder #Äventyr, https://ulisses-spiele.de/worlds/rollenspiel-welten/ - Soviel Vielfalt muss man erstmal stemmen. Angebot>Nachfrage
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@TrexPushups I have painted just one mini - but the company I work for, #UlissesSpiele, is selling minis in subscriptions, for #Aventuria and #TheDarkEye and soon #TORGeternity