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  1. Subversives Einschlafhörspiel

    Hanno Leichtmanns „Blue Yeti“verwandelt Social-Media-Sounds in ein 50-minütiges Klangkunststück. Zwischen ASMR und Auto-Geräuschen entfaltet sich eine ironisch-sarkastische „Geräuschetüde“ in der Tradition von Pierre Schaeffer.

    Hanno Leichtmann: Blue Yeti

    SWR Kultur, So, 01.03.2026, 23.03 bis 0.00 Uhr

    Hanno Leichtmanns 50-minütiges Klangkunststück „Blue Yeti“ ist nach einem beliebten USB-Mikrofon benannt. Das lagert auf einem Ständer, der die Gestalt eines Zweibeiners nachahmt. Das Stück wird als „Geräuschetüde“ in der Tradition Pierre Schaeffers annonciert. Schaeffer erfand in den 1940er Jahren mit seiner bahnbrechenden „Étude de bruits“ die „Musique concrète“ – eine konkrete Musik, die im Gegensatz zur abstrakten (komponierten) Musik auf vorgefundenes Material zurückgreift und dieses manipuliert. Während Schaeffer für die erste Ausstrahlung seiner „Étude pour chemin de fer“ im Jahr 1948 im französischen Rundfunk unter anderem Eisenbahngeräusche verwendete, sind es bei Hanno Leichtmann die Sounds aus den Sozialen Medien, die – oft sehr nah am Mikrofon – einen ASMR-Effekt erzielen sollen.

    „ASMR“ steht für „Autonomous Sensory Meridian Response“ (auf Deutsch: autonome sensorische Meridianreaktion) und bezeichnet das Kribbeln auf der Haut, das durch bestimmte Reize hervorgerufen wird. Der Schriftsteller Clemens Setz hat ASMR-Geräusche in der „Süddeutschen Zeitung“ mal als einen „Cheatcode für die direkte, umweglose Aktivierung des Belohnungszentrums“ bezeichnet, der zu einer sanften Euphorie führe und nach und nach in einen beruhigten, schläfrigen Zustand münde.

    Diversifizierter Sound

    Das war im Jahr 2015. Seitdem hat sich die ASMR-Szene vervielfältigt und diversifiziert. Die Bandbreite reicht vom Flüstern in ein Blue-Yeti-Mikrofon (oder das allgegenwärtige Pendant der Firma „Shure“) bis zu blonden Models, die ihre Fingernägel über die Kühlergrills, Felgen und Lenkräder von Luxusautos gleiten lassen und dabei „Bentley“ hauchen.

    Hanno Leichtmann spielt den Social-Media-Sounds ihre eigene Melodie vor. „This could be a weary dynamite show“ ist Titel des ersten der knapp zwanzig Tracks und gibt dabei die Richtung vor: „Eine ermüdend bombastische Show“ ist es, was einen erwartet. Und natürlich kommt auch das Auto vor. Allerdings nicht mit seinen designikonischen Elementen, sondern mit „spark plug“ (Zündkerze), „oily rag“ (Öllappen), „cigarette lighter“ (Zigarettenanzünder), „fire wall“ (Spritzwand) und schließlich einem „radio dial“ (Radioknopf). Der „most viral sound“ scheint aber aus einem ganz anderen Bereich zu kommen. Er klingt wie eine Sprühflasche, mit deren Hilfe man Pflanzen benetzt.

    Wie oft in der Klangkunst wird der Fokus vom Macher auf den Hörer verlagert – auf dessen Fähigkeit, Geräusche, Motive und Erzählstränge zu identifizieren. Im ASMR-Kontext kann er dann nicht zuletzt sich selbst als Empfänger akustischer Signale und seine eigenen Reaktionen darauf beobachten.

    Sarkastisches Paradox

    Hanno Leichtmann und Audrey Chen, die die einzelnen Tracks auf Englisch flüsternd ankündigen, formulieren dazu ein sarkastisches Paradox: „This sound is more important than you are. This sound is more important than your entire life.“ (Dieser Klang ist wichtiger als du. Dieser Klang ist wichtiger als dein gesamtes Leben. Nachdem die weibliche Stimme angekündigt hat, die Hörerschaft in ein „ASMR-Koma“ zu versetzen, weist der letzte Track auf das Ende der ozeanischen Übertragung hin und gibt für die Fangemeinde Mittelwellenfrequenzen zum Weiterhören an – einen Frequenzbereich, der in Deutschland nicht mehr bespielt wird.

    Als studierter Schlagzeuger, Klangkünstler und Kurator einschlägiger Festivals ergänzt Hanno Leichtmann die eher geräuschhaft-melodisch als rhythmisiert montierten Sounds aus dem Internet um eigene eingespielte Klänge von Klavier, Harmonium und Röhrenglocken. Schließlich war Leichtmann einst auch Mitglied der Band „Ich schwitze nie“ um den Schauspieler Lars Rudolph. Das ergibt einen gewissen Flow, der durch den ironisch-sarkastischen Zugriff auf das Material konterkariert wird. Für den nächtlichen Klangkunsttermin im Südwestrundfunk ist damit so etwas wie ein subversives Einschlafhörspiel entstanden.

    Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 26.02.2026

    #BlueYeti #HannoLeichtmann #SWR
  2. Subversives Einschlafhörspiel

    Hanno Leichtmanns „Blue Yeti“verwandelt Social-Media-Sounds in ein 50-minütiges Klangkunststück. Zwischen ASMR und Auto-Geräuschen entfaltet sich eine ironisch-sarkastische „Geräuschetüde“ in der Tradition von Pierre Schaeffer.

    Hanno Leichtmann: Blue Yeti

    SWR Kultur, So, 01.03.2026, 23.03 bis 0.00 Uhr

    Hanno Leichtmanns 50-minütiges Klangkunststück „Blue Yeti“ ist nach einem beliebten USB-Mikrofon benannt. Das lagert auf einem Ständer, der die Gestalt eines Zweibeiners nachahmt. Das Stück wird als „Geräuschetüde“ in der Tradition Pierre Schaeffers annonciert. Schaeffer erfand in den 1940er Jahren mit seiner bahnbrechenden „Étude de bruits“ die „Musique concrète“ – eine konkrete Musik, die im Gegensatz zur abstrakten (komponierten) Musik auf vorgefundenes Material zurückgreift und dieses manipuliert. Während Schaeffer für die erste Ausstrahlung seiner „Étude pour chemin de fer“ im Jahr 1948 im französischen Rundfunk unter anderem Eisenbahngeräusche verwendete, sind es bei Hanno Leichtmann die Sounds aus den Sozialen Medien, die – oft sehr nah am Mikrofon – einen ASMR-Effekt erzielen sollen.

    „ASMR“ steht für „Autonomous Sensory Meridian Response“ (auf Deutsch: autonome sensorische Meridianreaktion) und bezeichnet das Kribbeln auf der Haut, das durch bestimmte Reize hervorgerufen wird. Der Schriftsteller Clemens Setz hat ASMR-Geräusche in der „Süddeutschen Zeitung“ mal als einen „Cheatcode für die direkte, umweglose Aktivierung des Belohnungszentrums“ bezeichnet, der zu einer sanften Euphorie führe und nach und nach in einen beruhigten, schläfrigen Zustand münde.

    Diversifizierter Sound

    Das war im Jahr 2015. Seitdem hat sich die ASMR-Szene vervielfältigt und diversifiziert. Die Bandbreite reicht vom Flüstern in ein Blue-Yeti-Mikrofon (oder das allgegenwärtige Pendant der Firma „Shure“) bis zu blonden Models, die ihre Fingernägel über die Kühlergrills, Felgen und Lenkräder von Luxusautos gleiten lassen und dabei „Bentley“ hauchen.

    Hanno Leichtmann spielt den Social-Media-Sounds ihre eigene Melodie vor. „This could be a weary dynamite show“ ist Titel des ersten der knapp zwanzig Tracks und gibt dabei die Richtung vor: „Eine ermüdend bombastische Show“ ist es, was einen erwartet. Und natürlich kommt auch das Auto vor. Allerdings nicht mit seinen designikonischen Elementen, sondern mit „spark plug“ (Zündkerze), „oily rag“ (Öllappen), „cigarette lighter“ (Zigarettenanzünder), „fire wall“ (Spritzwand) und schließlich einem „radio dial“ (Radioknopf). Der „most viral sound“ scheint aber aus einem ganz anderen Bereich zu kommen. Er klingt wie eine Sprühflasche, mit deren Hilfe man Pflanzen benetzt.

    Wie oft in der Klangkunst wird der Fokus vom Macher auf den Hörer verlagert – auf dessen Fähigkeit, Geräusche, Motive und Erzählstränge zu identifizieren. Im ASMR-Kontext kann er dann nicht zuletzt sich selbst als Empfänger akustischer Signale und seine eigenen Reaktionen darauf beobachten.

    Sarkastisches Paradox

    Hanno Leichtmann und Audrey Chen, die die einzelnen Tracks auf Englisch flüsternd ankündigen, formulieren dazu ein sarkastisches Paradox: „This sound is more important than you are. This sound is more important than your entire life.“ (Dieser Klang ist wichtiger als du. Dieser Klang ist wichtiger als dein gesamtes Leben. Nachdem die weibliche Stimme angekündigt hat, die Hörerschaft in ein „ASMR-Koma“ zu versetzen, weist der letzte Track auf das Ende der ozeanischen Übertragung hin und gibt für die Fangemeinde Mittelwellenfrequenzen zum Weiterhören an – einen Frequenzbereich, der in Deutschland nicht mehr bespielt wird.

    Als studierter Schlagzeuger, Klangkünstler und Kurator einschlägiger Festivals ergänzt Hanno Leichtmann die eher geräuschhaft-melodisch als rhythmisiert montierten Sounds aus dem Internet um eigene eingespielte Klänge von Klavier, Harmonium und Röhrenglocken. Schließlich war Leichtmann einst auch Mitglied der Band „Ich schwitze nie“ um den Schauspieler Lars Rudolph. Das ergibt einen gewissen Flow, der durch den ironisch-sarkastischen Zugriff auf das Material konterkariert wird. Für den nächtlichen Klangkunsttermin im Südwestrundfunk ist damit so etwas wie ein subversives Einschlafhörspiel entstanden.

    Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 26.02.2026

    #BlueYeti #HannoLeichtmann #SWR
  3. Has someone here reverse engineered the USB configuration protocol between the #Logitech GHub software and #BlueYeti microphones?
    Want to configure the hardware DSP on #Linux.

    #ReverseEngineering

  4. Has someone here reverse engineered the USB configuration protocol between the #Logitech GHub software and #BlueYeti microphones?
    Want to configure the hardware DSP on #Linux.

    #ReverseEngineering

  5. Trying to fix my #BlueYeti mic and not scar it too badly... that ship has sailed, sadly. Now I shall look truly solarPUNK when recording, I guess (though guests tend not to be able to see my mic over video chat).

    #DIY #Tech

  6. Trying to fix my #BlueYeti mic and not scar it too badly... that ship has sailed, sadly. Now I shall look truly solarPUNK when recording, I guess (though guests tend not to be able to see my mic over video chat).

    #DIY #Tech

  7. The recent @stephenrobles recommendation, and the fact that it’s nearly €100 less than most other places at Verkkokauppa, pushed me over the edge.

    That means there’s a nice Blue Yeti for sale as well now - €75

    #shure #shuremv7+ #blueyeti #podcasting #microphones

  8. Is anyone really good with recording? I'm working out my audio and I've gotten this far. I'm on a regular old blue yeti. #obs #recording #audio #microphone #streaming #blueyeti

  9. Is anyone really good with recording? I'm working out my audio and I've gotten this far. I'm on a regular old blue yeti. #obs #recording #audio #microphone #streaming #blueyeti

  10. New #gaming setup! :controller5:

    Was recommended a new microphone mount to use during Twitch streams and gaming with friends.

    I am not sure how I survived this long without something like this - my back already is thanking me.

    Gonna test it out with Lies of P tomorrow on stream. 🎊

    twitch.tv/jshbet8

    EDIT: The sticker on the microphone is me in love with some sliced pickles (worst food ever)

    #LiesofP #Twitch #TwitchStreamer #Gaymer #BlueYeti #Soulsborne #games #gamer #mstdngames

  11. New #gaming setup! :controller5:

    Was recommended a new microphone mount to use during Twitch streams and gaming with friends.

    I am not sure how I survived this long without something like this - my back already is thanking me.

    Gonna test it out with Lies of P tomorrow on stream. 🎊

    twitch.tv/jshbet8

    EDIT: The sticker on the microphone is me in love with some sliced pickles (worst food ever)

    #LiesofP #Twitch #TwitchStreamer #Gaymer #BlueYeti #Soulsborne #games #gamer #mstdngames

  12. In defense of USB microphones, @therealzomb demonstrates how you can improve the quality of even the cheapest option with an innovative AI tool from @adobe

    OPINION: windowscentral.com/software-ap
    #AdobePodcast #BlueYeti

  13. My most current setup, making use of limited desk space. And some mood lighting with #PhillipsHue Play light bars.

    #thinkpads #blueyeti #mechanicalkeyboards #Ansibull

  14. My most current setup, making use of limited desk space. And some mood lighting with #PhillipsHue Play light bars.

    #thinkpads #blueyeti #mechanicalkeyboards #Ansibull

  15. The #BlueYeti microphone, heavier and bigger than expected even though I've read/watched so many reviews on it. Great sound, I actually don't mind hearing my voice through it! Need to get a boom arm next.

  16. The Blue Yeti X’s real-time LED metering sounds ideal for podcasts and live streaming

    Blue’s latest USB microphone, the Yeti X, is aimed directly at streamers, podcast hosts, and other content creators. The most visible upgrade: real-time LED metering on the microphone itself, letting you know when the gain is too quiet (or in the red) during your recording.
    The big knob on the face of the new mic is its command center, and you’ll probably use it a lot to adjust levels and switch between its three modes. In addition to displaying the metering, the knob can turn up the gain on the microphone, and as you might expect, it’ll mute if you click it inwards. squeet.me/objects/962c3e108e6d