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#annerabe — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #annerabe, aggregated by home.social.

  1. 1/ Jemand hat mir das Buch #Fabelland von #InesGeipel geschenkt. Leider muss ich es jetzt lesen. Ich hatte bei Erscheinen beschlossen, dass ich mir das nicht antue.

    #InesGeipelLügt und was soll dabei schon rauskommen?

    Sie hat so ein erfolgreiches Geschäftsmodell und ein Mensch, der in #München geboren ist und bei der Süddeutschen arbeitet, findet das toll.

    Der Punkt ist wie immer: Geipel schreibt über Opportunistinnen im Osten, aber sie ist die Opportunistin. Sie schreibt für ein Westpublikum und wie bei ihrer ehemaligen Freundin #AnneRabe können die Wessis nicht erkennen, was nicht stimmt.

    sueddeutsche.de/kultur/ines-ge

    Irgendwer hatte mich hier mal auf einen Fundamentalen Fehler bei den beiden hingewiesen:

    „Denn: „Häuser und Straßen kann man sanieren. Aber das Denken und Fühlen?““

    Das klingt so wie „Hopfen und Malz“ verloren. Einmal Ossi, immer Ossi.

    Die große Frage ist dann: Hey, Frau Geipel, wie hat es denn bei Ihnen geklappt? Warum sind Sie was besseres und können uns erklären, was bei uns falsch läuft?

    Na, mal lesen. I keep you posted.

  2. 7/ So, so. Das ist jetzt wohl die Variante von #AnneRabes in der #DDR gab es keine Waschmaschinen: In der DDR haben alle lauwarmes Bier getrunken.

    Wir hatten einen Kühlschrank und sogar eine Tiefkühltruhe.

    Weiß nicht, wieso die in Zwickau warmes Bier getrunken haben.

    Die Kühlschränke waren übrigens von der Firma #DKK (#Foron), die als erste #FCKW-freie Kühlschränke hergestellt haben, dann aber von westdeutschen Firmen mit Kampagnen platt gemacht wurden.

    de.wikipedia.org/wiki/Foron

  3. 7/ So, so. Das ist jetzt wohl die Variante von #AnneRabes in der #DDR gab es keine Waschmaschinen: In der DDR haben alle lauwarmes Bier getrunken.

    Wir hatten einen Kühlschrank und sogar eine Tiefkühltruhe.

    Weiß nicht, wieso die in Zwickau warmes Bier getrunken haben.

    Die Kühlschränke waren übrigens von der Firma #DKK (#Foron), die als erste #FCKW-freie Kühlschränke hergestellt haben, dann aber von westdeutschen Firmen mit Kampagnen platt gemacht wurden.

    de.wikipedia.org/wiki/Foron

  4. 7/ So, so. Das ist jetzt wohl die Variante von #AnneRabes in der #DDR gab es keine Waschmaschinen: In der DDR haben alle lauwarmes Bier getrunken.

    Wir hatten einen Kühlschrank und sogar eine Tiefkühltruhe.

    Weiß nicht, wieso die in Zwickau warmes Bier getrunken haben.

    Die Kühlschränke waren übrigens von der Firma #DKK (#Foron), die als erste #FCKW-freie Kühlschränke hergestellt haben, dann aber von westdeutschen Firmen mit Kampagnen platt gemacht wurden.

    de.wikipedia.org/wiki/Foron

  5. 7/ So, so. Das ist jetzt wohl die Variante von #AnneRabes in der #DDR gab es keine Waschmaschinen: In der DDR haben alle lauwarmes Bier getrunken.

    Wir hatten einen Kühlschrank und sogar eine Tiefkühltruhe.

    Weiß nicht, wieso die in Zwickau warmes Bier getrunken haben.

    Die Kühlschränke waren übrigens von der Firma #DKK (#Foron), die als erste #FCKW-freie Kühlschränke hergestellt haben, dann aber von westdeutschen Firmen mit Kampagnen platt gemacht wurden.

    de.wikipedia.org/wiki/Foron

  6. 7/ So, so. Das ist jetzt wohl die Variante von #AnneRabes in der #DDR gab es keine Waschmaschinen: In der DDR haben alle lauwarmes Bier getrunken.

    Wir hatten einen Kühlschrank und sogar eine Tiefkühltruhe.

    Weiß nicht, wieso die in Zwickau warmes Bier getrunken haben.

    Die Kühlschränke waren übrigens von der Firma #DKK (#Foron), die als erste #FCKW-freie Kühlschränke hergestellt haben, dann aber von westdeutschen Firmen mit Kampagnen platt gemacht wurden.

    de.wikipedia.org/wiki/Foron

  7. 2/ Ich hatte damals für #AnneRabe die Sache mit der #Kollektivschuld durchgearbeitet.

    so-isser-der-ossi.de/2024/02/2

    Die Alliierten waren nach dem Krieg schnell davon abgekommen.

    Das steht zu Kollektivschuld in Wikipedia:

    „Kollektivschuld bedeutet, dass die Schuld für eine Tat nicht dem einzelnen Täter (oder Tätern) angelastet wird, sondern einem Kollektiv, allen Angehörigen seiner Gruppe, z. B. seiner Familie, seines Volkes oder seiner Organisation. Das beinhaltet folglich auch Menschen, die selbst nicht an der Tat beteiligt waren. Das Strafrecht moderner Demokratien geht grundsätzlich von einer individuellen Verantwortlichkeit aus, so dass Kollektivschuld juristisch nicht relevant ist. Artikel 33 Genfer Abkommen IV bestimmt, dass keine Person für ein Verbrechen verurteilt werden darf, das sie nicht persönlich begangen hat. Eine Kollektivstrafe setzt Kollektivschuld voraus. Nach Art. 87 Abs. 3 Genfer Abkommen III und Artikel 33 Genfer Abkommen IV zählen Kollektivstrafen zu den Kriegsverbrechen.“

    Mehr im Blog-Post.

  8. @Willy_Wuff Ja, genau. Das ist es ja, was seit Jahren von Linken gemacht wird. Nur ist das nur Selbstbeweihreucherung, weil das bei den Addressierten nicht mehr ankommt. Sie haben keine Lust mehr, sich Zeug vorhalten zu lassen. Sie haben keine Lust, die Erklärungen von #AnneRabe zu lesen, warum sie angeblich so geworden sind, wie sie sind.

    Die West-Presse wird im Osten nicht gelesen.

    taz.de/Presse-in-Ostdeutschlan

    Ein gesamtgesellschaftlicher Kurs findet nicht (mehr) statt.

    Da kommt man nur durch eine andere Politik raus. #SteffenMau hat ja Reformen der Demokratie angemahnt. Runde Tische, #Bürgerräte. Das ist auch, was die Klimabewegung fordert.

    Man müsste irgendwie mal anfangen, Dinge anders zu machen. Das wird aber nicht getan. Stattdessen gibt es mehr Arm-Reich-Spaltung, mehr Umverteilung von unten nach oben.

  9. @stefanmuelller Mich nervt an den ganzen autobiographischen anekdotischen Erklärversuchen auch, dass sie ja gar nicht belegen, was sie zu belegen versuchen. Oder treten #AnneRabe und #InesGeipel damit auf und sagen "schaut her, deshalb bin ich Nazi!"? Nein. Selbst sind sie ja völlig frei von den angeblichen Folgen ihrer Kindheitstraumata. Das ist an sich schon sehr unehrlich.

  10. 1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

    „Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

    „Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

    „Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

    Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

    „In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
    Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
    Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

    Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

    Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

    „Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

    Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

    1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

    2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

    spiegel.de/politik/rechtsextre

    #Nazis #DDR #Osten

  11. 1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

    „Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

    „Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

    „Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

    Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

    „In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
    Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
    Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

    Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

    Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

    „Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

    Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

    1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

    2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

    spiegel.de/politik/rechtsextre

    #Nazis #DDR #Osten

  12. 1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

    „Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

    „Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

    „Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

    Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

    „In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
    Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
    Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

    Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

    Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

    „Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

    Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

    1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

    2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

    spiegel.de/politik/rechtsextre

    #Nazis #DDR #Osten

  13. 1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

    „Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

    „Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

    „Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

    Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

    „In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
    Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
    Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

    Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

    Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

    „Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

    Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

    1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

    2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

    spiegel.de/politik/rechtsextre

    #Nazis #DDR #Osten

  14. 1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

    „Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

    „Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

    „Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

    Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

    „In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
    Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
    Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

    Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

    Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

    „Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

    Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

    1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

    2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

    spiegel.de/politik/rechtsextre

    #Nazis #DDR #Osten

  15. @OhWeh Naja, mich hat es schon gewundert. Ich hatte während Corona verschiedene Online-Abos von Zeitungen abgeschlossen, weil die keine Werbung mehr hatten und in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, obwohl alle Zeitungen lesen wollten. Darunter war auch die Berliner. Ich hatte nur vom familieninternen Pressedienst Ausschnitte zu bestimmten Themen bekommen. Von Anja Reich und so. Und die waren immer gut. Erst bei meinem #AnneRabe-Artikel wurde ich darauf hingewiesen, was es da sonst noch gibt.

  16. 7/ Hauptsache ein Dach über dem Kopf. Und ne Sauna gibt es da auch.

    Diese Schwimmhalle gab es schon zu #DDR-Zeiten, aber damals hat dort niemand davor geschlafen. Und schon gar nicht in eisiger Kälte. (nur noch als Nachtrag zu Anne Rabes Behauptungen zur tatsächlichen Armut in der DDR)

    Das ist unser #Stadtbild. Und man könnte dafür sorgen, dass es verschönert wird. Zum Beispiel durch Sozialwohnungen, die nicht aus der Bindung fallen, durch Mietendeckel usw. usf.

    Dafür gibt es Parteien wie die von #AnneRabe. Die sollen mal ihren Job machen. Immerhin haben sie ja jüngst angefangen, über Rückverteilung nachzudenken.

    #Obdachlosigkeit

  17. 2/ Das ist ein krasser Film. Sibylle Schönemann hat mit allen gesprochen oder versucht zu sprechen: Ihren Chefs bei der DEFA, der Frau bei der Kaderabteilung, Schöffen, Richtern, #Stasi-Leuten, Vernehmern, der Frau im Hauptmannsrang aus dem Strafvollzug, die „was mit Menschen“ machen wollte.

    Ihre Straftat: Sie wollte Filme machen, die der Staat nicht wollte, und hatte danach einen Ausreiseantrag gestellt.

    Ihr Mann und sie wurde verhaftet. Die Kinder waren noch draußen.

    Der Film endet mit einem Gespräch mit dem Anwalt Dr. Vogel, der für 250.000 Familienzusammenführungen und 35.000 Ausreisen von Politischen zuständig war. Vogel meinte zur Verabschiedung sinngemäß: Alles Gute, ich hoffe, dass sie alles gut überstehen (oder überleben). Schönemann: Ich habe es doch schon überstanden. Vogel: Mit der Entlassung aus der Haft ist es noch nicht vorbei.

    Er erwähnte noch andere Fälle, die er betreut hat.

    youtube.com/watch?v=TokBoJHDkD

    Sibylle Schönman hat im Prinzip das gemacht, was #AnneRabe fordert: Sie hat mit ihren Peinigern gesprochen. Ich finde nicht, dass die Betroffenen das machen müssen, aber sie hat es getan und einen Film daraus gemacht, den jetzt jeder sehen kann und sollte.

    Als dieser Film entstand, war Anne Rabe vier Jahre alt. Ihre Eltern waren sicher traurig, dass ihre DDR Geschichte war und sie ihre Arbeit in systemstützenden Berufen verloren hatten.

    Der Film über die #DEFA ist übrigens von DEFA-Mitarbeitern gemacht worden. Die Frau von der Kaderleitung und der oberste Chef der DEFA, der auch im ZK der SED war, kommen im Film vor.

    #DDR #SED #Aufarbeitung

  18. 24/ Hier kann man 90 Minuten was dazu sehen. Auch mit Mita Schamal. Sie beschreibt die Konzerte in der #Erlöserkirche. Das Leuchten in den Augen, als sie beschreibt, wie die Hippies sie mit Steinen beworfen haben! Ich mag sie.

    youtube.com/watch?v=9o8bT2nGmc0

    #OstPunk #TooMuchFuture

    Gerade in den letzten Jahren sind viele Dokus zum Thema erschienen.

    Diese Aussage von #AnneRabe, es mangele doch an Aufarbeitung, geht mir so was von auf die Nerven!

  19. 24/ Hier kann man 90 Minuten was dazu sehen. Auch mit Mita Schamal. Sie beschreibt die Konzerte in der #Erlöserkirche. Das Leuchten in den Augen, als sie beschreibt, wie die Hippies sie mit Steinen beworfen haben! Ich mag sie.

    youtube.com/watch?v=9o8bT2nGmc0

    #OstPunk #TooMuchFuture

    Gerade in den letzten Jahren sind viele Dokus zum Thema erschienen.

    Diese Aussage von #AnneRabe, es mangele doch an Aufarbeitung, geht mir so was von auf die Nerven!

  20. 24/ Hier kann man 90 Minuten was dazu sehen. Auch mit Mita Schamal. Sie beschreibt die Konzerte in der #Erlöserkirche. Das Leuchten in den Augen, als sie beschreibt, wie die Hippies sie mit Steinen beworfen haben! Ich mag sie.

    youtube.com/watch?v=9o8bT2nGmc0

    #OstPunk #TooMuchFuture

    Gerade in den letzten Jahren sind viele Dokus zum Thema erschienen.

    Diese Aussage von #AnneRabe, es mangele doch an Aufarbeitung, geht mir so was von auf die Nerven!

  21. 24/ Hier kann man 90 Minuten was dazu sehen. Auch mit Mita Schamal. Sie beschreibt die Konzerte in der #Erlöserkirche. Das Leuchten in den Augen, als sie beschreibt, wie die Hippies sie mit Steinen beworfen haben! Ich mag sie.

    youtube.com/watch?v=9o8bT2nGmc0

    #OstPunk #TooMuchFuture

    Gerade in den letzten Jahren sind viele Dokus zum Thema erschienen.

    Diese Aussage von #AnneRabe, es mangele doch an Aufarbeitung, geht mir so was von auf die Nerven!

  22. 24/ Hier kann man 90 Minuten was dazu sehen. Auch mit Mita Schamal. Sie beschreibt die Konzerte in der #Erlöserkirche. Das Leuchten in den Augen, als sie beschreibt, wie die Hippies sie mit Steinen beworfen haben! Ich mag sie.

    youtube.com/watch?v=9o8bT2nGmc0

    #OstPunk #TooMuchFuture

    Gerade in den letzten Jahren sind viele Dokus zum Thema erschienen.

    Diese Aussage von #AnneRabe, es mangele doch an Aufarbeitung, geht mir so was von auf die Nerven!

  23. 17/ Ich habe gestern noch was geschrieben.

    #AnneRabe meinte: „Ich finde immer ganz schön, mein Freund Patrice Poutrus, der sagt immer so schön, ist mir doch egal, ob mir ein Wessi die Miete erhöht oder einen Ossi.“

    Das ist unglaublich naiv. #PatricePoutrus ist promovierter Historiker und Ost-Experte. Er war hauptamtlich in der FDJ-Leitung eines großen Betriebes tätig, also entsprechend marxistisch geschult. Anne Rabe ist in der SPD und wird ebenfalls als Ost-Expertin durch die Talkshows gereicht. Wie kann es sein, dass die beiden einfachste ökonomische Zusammenhänge nicht verstehen? Natürlich macht es keinen unmittelbaren Unterschied für die Mieter*innen, an wen sie Miete bezahlen, aber der Vermieter muss Einkommen aus Vermietung und Verpachtung versteuern und die Steuern gehen dann eben anteilig nach Stuttgart, BaWü und an den Bund. Nicht aber nach Berlin oder Leipzig.

    Das Ferienquartier an der #Ostsee, wo wir ab und zu Urlaub machen, funktioniert genau so. #Ossis dürfen dort arbeiten. Im Hotel sind es Pol*innen.

    Bitte hier die ganze Geschichte:

    so-isser-der-ossi.de/2026/01/0

  24. 15/ Sabine Renefanz im Tagesspiegel:
    „5800 Menschen aus Ost und West wurden befragt, sie waren 1980 oder früher geboren. Die Ergebnisse, die im englischsprachigen Fachjournal „Epidemiology and Psychiatric Scienes“ veröffentlicht wurden, könnten der Debatte einen neuen Dreh geben.

    Es kam heraus, dass nicht die Ostdeutschen, sondern die West-Befragten häufiger über relevante körperliche und sexuelle Gewalt in der Kindheit berichteten. Besonders ausgeprägt waren die Unterschiede bei der sexuellen Gewalt: 13,2 Prozent der westdeutschen Frauen haben nach eigener Erinnerung in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt, aber nur 7,8 Prozent der Ostdeutschen.“

    Die Ergebnisse könnten der Debatte einen neuen Dreh geben. Machen sie aber nicht. #AnneRabe behauptet einfach fröhlich weiter ihr Zeug. Und dem wird dann auch nicht widersprochen.

    Sabine Rennefanz nennt das „Abwertungsdiskurs Ost“.

    tagesspiegel.de/gesellschaft/d

    #Erziehung #DDR #Pädagogik

  25. @Kastanie Danke!

    Mein Großonkel war im KZ Lichtenburg, weil er Flugblätter vervielfältigt hatte. Er war in der Jugendorganisation der SPD.

    so-isser-der-ossi.de/2024/02/2

    #AnneRabe vertritt ja einen #Kollektivschuld-Ansatz, der nach dem Krieg recht bald auch von den Alliierten aufgegeben wurde. Ich schreibe hier darüber:

    so-isser-der-ossi.de/2024/02/2

    Da sind auch Gerichtsakten vom Verfahren gegen meinen Großonkel dabei. Wenn Du die von Deinem Opa noch nicht hast, kannst Du mal ne Anfrage starten. Irgendwo liegen die rum.

    Mein Großonkel kam nach einem Jahr und neun Monaten wieder raus.

    Wie man im ersten Blog-Beitrag lesen kann, gab es damals noch einen SS-Mann, der wegen seiner Brutalität von einem offiziellen deutschen Gericht verurteilt wurde.

  26. 4/ Klaus Hillenbrand schreibt: „50 Jahre später sind sich nicht nur versprengte #DDR-Nostalgiker, sondern größere Teile der linken Bewegung in Deutschland darin einig, dass der #Zio­nismus zu den Grundübeln zählt.“

    Ich weiß nicht, was und wen er hier meint. Ich hatte ihm aber den Blog-Post unter 3/ geschickt und auch den Blog-Post zum Thema Ossi und Holocaust, weil er in einem früheren Beitrag behauptet hatte, der Osten sei antisemitisch gewesen.

    Ich verstehe nicht, warum Westler diese ganze Evidenz irgendwie ignorieren. Was kann man noch tun?

    Die DDR fand Israel ab dem Moment schlecht, ab dem klar war, dass Israel zum anderen Block gehören würde. Sie war gegen die israelische Regierung (siehe Post bei 3) und gegen die völkerrechtswidrigen Annektionen, aber nicht gegen Juden per se.

    Wenn Hillenbrand mich mit DDR-Nostalgiker meint, hat er mich verletzt und gekränkt.

    Ich weiß nicht, warum Ihr mir folgt. Bilder, Klima, blöde Sprüche und launische Kommentare zu Zeug, das ich gelesen habe, Sprachwissenschaft? Ich hoffe, dass Ihr aber alle merkt, dass ich kein DDR-Nostalgiker bin.

    Ich hänge den #Holocaust-Blog an. Ich weiß wirklich nicht, was man noch tun kann. Die Urteile scheinen gefällt zu sein. Nicht revidierbar. Wenn ein #Ossi und ein #Wessi in dieselbe Ausstellung im Jüdischen Museum gehen, sehen sie völlig verschiedene Dinge. #ConfirmationBias

    Was schlimm ist: Jegliches Nachdenken kann man sich als Westler sparen, indem man eins von zwei Schlagwörtern verwendet: #JammerOssi und #DDRNostalgiker bzw. #Ostalgie.

    Die Ostalgie kommt ja auch in dem anderen Thread über den Podcast mit #AnneRabe vor.

    Mit dem Jammer-Ossi tut man Kummer einfach ab und mit dem Nostalgie-Vorwurf stellt man das Gegenüber in die Ecke der Menschen mit verschobener Erinnerung.

    Jammer-Ossi bin ich nun gar nicht und ich denke, dass die Erinnerung auch genug von den Scheußlichkeiten der DDR-Zeit hervorkramt.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

  27. 4/ Klaus Hillenbrand schreibt: „50 Jahre später sind sich nicht nur versprengte #DDR-Nostalgiker, sondern größere Teile der linken Bewegung in Deutschland darin einig, dass der #Zio­nismus zu den Grundübeln zählt.“

    Ich weiß nicht, was und wen er hier meint. Ich hatte ihm aber den Blog-Post unter 3/ geschickt und auch den Blog-Post zum Thema Ossi und Holocaust, weil er in einem früheren Beitrag behauptet hatte, der Osten sei antisemitisch gewesen.

    Ich verstehe nicht, warum Westler diese ganze Evidenz irgendwie ignorieren. Was kann man noch tun?

    Die DDR fand Israel ab dem Moment schlecht, ab dem klar war, dass Israel zum anderen Block gehören würde. Sie war gegen die israelische Regierung (siehe Post bei 3) und gegen die völkerrechtswidrigen Annektionen, aber nicht gegen Juden per se.

    Wenn Hillenbrand mich mit DDR-Nostalgiker meint, hat er mich verletzt und gekränkt.

    Ich weiß nicht, warum Ihr mir folgt. Bilder, Klima, blöde Sprüche und launische Kommentare zu Zeug, das ich gelesen habe, Sprachwissenschaft? Ich hoffe, dass Ihr aber alle merkt, dass ich kein DDR-Nostalgiker bin.

    Ich hänge den #Holocaust-Blog an. Ich weiß wirklich nicht, was man noch tun kann. Die Urteile scheinen gefällt zu sein. Nicht revidierbar. Wenn ein #Ossi und ein #Wessi in dieselbe Ausstellung im Jüdischen Museum gehen, sehen sie völlig verschiedene Dinge. #ConfirmationBias

    Was schlimm ist: Jegliches Nachdenken kann man sich als Westler sparen, indem man eins von zwei Schlagwörtern verwendet: #JammerOssi und #DDRNostalgiker bzw. #Ostalgie.

    Die Ostalgie kommt ja auch in dem anderen Thread über den Podcast mit #AnneRabe vor.

    Mit dem Jammer-Ossi tut man Kummer einfach ab und mit dem Nostalgie-Vorwurf stellt man das Gegenüber in die Ecke der Menschen mit verschobener Erinnerung.

    Jammer-Ossi bin ich nun gar nicht und ich denke, dass die Erinnerung auch genug von den Scheußlichkeiten der DDR-Zeit hervorkramt.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

  28. 4/ Klaus Hillenbrand schreibt: „50 Jahre später sind sich nicht nur versprengte #DDR-Nostalgiker, sondern größere Teile der linken Bewegung in Deutschland darin einig, dass der #Zio­nismus zu den Grundübeln zählt.“

    Ich weiß nicht, was und wen er hier meint. Ich hatte ihm aber den Blog-Post unter 3/ geschickt und auch den Blog-Post zum Thema Ossi und Holocaust, weil er in einem früheren Beitrag behauptet hatte, der Osten sei antisemitisch gewesen.

    Ich verstehe nicht, warum Westler diese ganze Evidenz irgendwie ignorieren. Was kann man noch tun?

    Die DDR fand Israel ab dem Moment schlecht, ab dem klar war, dass Israel zum anderen Block gehören würde. Sie war gegen die israelische Regierung (siehe Post bei 3) und gegen die völkerrechtswidrigen Annektionen, aber nicht gegen Juden per se.

    Wenn Hillenbrand mich mit DDR-Nostalgiker meint, hat er mich verletzt und gekränkt.

    Ich weiß nicht, warum Ihr mir folgt. Bilder, Klima, blöde Sprüche und launische Kommentare zu Zeug, das ich gelesen habe, Sprachwissenschaft? Ich hoffe, dass Ihr aber alle merkt, dass ich kein DDR-Nostalgiker bin.

    Ich hänge den #Holocaust-Blog an. Ich weiß wirklich nicht, was man noch tun kann. Die Urteile scheinen gefällt zu sein. Nicht revidierbar. Wenn ein #Ossi und ein #Wessi in dieselbe Ausstellung im Jüdischen Museum gehen, sehen sie völlig verschiedene Dinge. #ConfirmationBias

    Was schlimm ist: Jegliches Nachdenken kann man sich als Westler sparen, indem man eins von zwei Schlagwörtern verwendet: #JammerOssi und #DDRNostalgiker bzw. #Ostalgie.

    Die Ostalgie kommt ja auch in dem anderen Thread über den Podcast mit #AnneRabe vor.

    Mit dem Jammer-Ossi tut man Kummer einfach ab und mit dem Nostalgie-Vorwurf stellt man das Gegenüber in die Ecke der Menschen mit verschobener Erinnerung.

    Jammer-Ossi bin ich nun gar nicht und ich denke, dass die Erinnerung auch genug von den Scheußlichkeiten der DDR-Zeit hervorkramt.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

  29. 4/ Klaus Hillenbrand schreibt: „50 Jahre später sind sich nicht nur versprengte #DDR-Nostalgiker, sondern größere Teile der linken Bewegung in Deutschland darin einig, dass der #Zio­nismus zu den Grundübeln zählt.“

    Ich weiß nicht, was und wen er hier meint. Ich hatte ihm aber den Blog-Post unter 3/ geschickt und auch den Blog-Post zum Thema Ossi und Holocaust, weil er in einem früheren Beitrag behauptet hatte, der Osten sei antisemitisch gewesen.

    Ich verstehe nicht, warum Westler diese ganze Evidenz irgendwie ignorieren. Was kann man noch tun?

    Die DDR fand Israel ab dem Moment schlecht, ab dem klar war, dass Israel zum anderen Block gehören würde. Sie war gegen die israelische Regierung (siehe Post bei 3) und gegen die völkerrechtswidrigen Annektionen, aber nicht gegen Juden per se.

    Wenn Hillenbrand mich mit DDR-Nostalgiker meint, hat er mich verletzt und gekränkt.

    Ich weiß nicht, warum Ihr mir folgt. Bilder, Klima, blöde Sprüche und launische Kommentare zu Zeug, das ich gelesen habe, Sprachwissenschaft? Ich hoffe, dass Ihr aber alle merkt, dass ich kein DDR-Nostalgiker bin.

    Ich hänge den #Holocaust-Blog an. Ich weiß wirklich nicht, was man noch tun kann. Die Urteile scheinen gefällt zu sein. Nicht revidierbar. Wenn ein #Ossi und ein #Wessi in dieselbe Ausstellung im Jüdischen Museum gehen, sehen sie völlig verschiedene Dinge. #ConfirmationBias

    Was schlimm ist: Jegliches Nachdenken kann man sich als Westler sparen, indem man eins von zwei Schlagwörtern verwendet: #JammerOssi und #DDRNostalgiker bzw. #Ostalgie.

    Die Ostalgie kommt ja auch in dem anderen Thread über den Podcast mit #AnneRabe vor.

    Mit dem Jammer-Ossi tut man Kummer einfach ab und mit dem Nostalgie-Vorwurf stellt man das Gegenüber in die Ecke der Menschen mit verschobener Erinnerung.

    Jammer-Ossi bin ich nun gar nicht und ich denke, dass die Erinnerung auch genug von den Scheußlichkeiten der DDR-Zeit hervorkramt.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

  30. 4/ Klaus Hillenbrand schreibt: „50 Jahre später sind sich nicht nur versprengte #DDR-Nostalgiker, sondern größere Teile der linken Bewegung in Deutschland darin einig, dass der #Zio­nismus zu den Grundübeln zählt.“

    Ich weiß nicht, was und wen er hier meint. Ich hatte ihm aber den Blog-Post unter 3/ geschickt und auch den Blog-Post zum Thema Ossi und Holocaust, weil er in einem früheren Beitrag behauptet hatte, der Osten sei antisemitisch gewesen.

    Ich verstehe nicht, warum Westler diese ganze Evidenz irgendwie ignorieren. Was kann man noch tun?

    Die DDR fand Israel ab dem Moment schlecht, ab dem klar war, dass Israel zum anderen Block gehören würde. Sie war gegen die israelische Regierung (siehe Post bei 3) und gegen die völkerrechtswidrigen Annektionen, aber nicht gegen Juden per se.

    Wenn Hillenbrand mich mit DDR-Nostalgiker meint, hat er mich verletzt und gekränkt.

    Ich weiß nicht, warum Ihr mir folgt. Bilder, Klima, blöde Sprüche und launische Kommentare zu Zeug, das ich gelesen habe, Sprachwissenschaft? Ich hoffe, dass Ihr aber alle merkt, dass ich kein DDR-Nostalgiker bin.

    Ich hänge den #Holocaust-Blog an. Ich weiß wirklich nicht, was man noch tun kann. Die Urteile scheinen gefällt zu sein. Nicht revidierbar. Wenn ein #Ossi und ein #Wessi in dieselbe Ausstellung im Jüdischen Museum gehen, sehen sie völlig verschiedene Dinge. #ConfirmationBias

    Was schlimm ist: Jegliches Nachdenken kann man sich als Westler sparen, indem man eins von zwei Schlagwörtern verwendet: #JammerOssi und #DDRNostalgiker bzw. #Ostalgie.

    Die Ostalgie kommt ja auch in dem anderen Thread über den Podcast mit #AnneRabe vor.

    Mit dem Jammer-Ossi tut man Kummer einfach ab und mit dem Nostalgie-Vorwurf stellt man das Gegenüber in die Ecke der Menschen mit verschobener Erinnerung.

    Jammer-Ossi bin ich nun gar nicht und ich denke, dass die Erinnerung auch genug von den Scheußlichkeiten der DDR-Zeit hervorkramt.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

  31. 5/ @kattascha beschreibt, wie sie beim Lesen der Badewanneszene Tränen in den Augen hatte. Die Szene ist in der Tat schlimm, nur ist sie nicht repräsentativ für die #DDR und man kann daraus nichts ableiten. Schon gar nicht so weitreichende Schlussfolgerungen, wie #AnneRabe sie zieht.

    Anne Rabe schreibt selbst in ihrem Roman, dass ihre Familie nicht normal war:

  32. 4/ Das ist die Studie. Peer reviewed. Veröffentlicht 2021 in Epidemiology and Psychiatric Sciences, Cambridge University Press.

    Machen wir Wissenschaft oder Küchenpsychologie?

    Wenn ersteres, dann müsste doch irgendwann einmal ein Interviewer #AnneRabe mit den Fakten konfrontieren, oder @chpietsch

    doi.org/10.1017/S2045796021000

  33. 2/ #AnneRabe betont immer wieder, dass es in der DDR keine Studien zur Gewalt an Kindern gegeben hat. Das ist wahrscheinlich richtig, bestimmte Zahlen wurden einfach unter Verschluss gehalten, wenn sie nicht passten. Nur folgt daraus nicht, dass man dann einfach irgendwas behaupten kann. Ich hatte bereits 2024 in einem Blog-Beitrag zu ihren Thesen. Eine Studie von 2021 (!!) geschrieben. Diese hat 5800 Teilnehmer*innen aus Ost und West befragt und kam zu dem Schluss, dass es im Westen mehr körperliche und sexuelle Gewalt gab (Zum Beispiel besonders deutlich: 13,2 % der westdeutschen Frauen haben in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erfahren. Im Osten waren es 7,8 %).

    Ab diesem Punkt hätte eigentlich klar sein müssen, dass Anne Rabes These unhaltbar ist. Sie hätte diese Studie finden müssen. Die Literaturpreis-Jury und alle Journalist*innen hätten diese Studie kennen müssen. Kennt Ihr sie? Nein? Warum nicht? Kam in den Medien nicht vor? Weil passt nicht? Immerhin ist im #Tagesspiegel, einer West-Zeitung darüber berichtet worden. Von einer Journalistin mit Ost-Hintergrund.

    Wenn man jetzt irgendwas über politische Systeme aus dieser Studie ableiten wollte, dann ja wohl, dass der #Osten besser war. Passt halt leider nicht so schön zu der Geschichte mit #Diktatur=Gewalt und #Demokratie=FriedeFreudeEierkuchen.

    #Medien #Bias #Gewalt

  34. 1/ So hier jetzt der Blog-Post zum Denkanstoß mit #AnneRabe. Hat mich angestoßen und ich habe wahrscheinlich viel zu viel Zeit investiert.

    Es geht um #Gewalt gegen #Kinder, #Prügelstrafe, angebliche #Armut in der #DDR.

    Um gesellschaftlichen Diskurs. #Nazis und 1968. Aufarbeitung. Und die Junge Gemeinde und Zulassung zu Schulen.

    so-isser-der-ossi.de/2026/01/0

  35. @chpietsch @kattascha

    Das waren nicht nur Linke. Vielleicht hast Du Dich an meinen Beitrag in der Berliner Zeitung erinnert.

    Das gab eine enorme Resonanz. War der meistgelesene Artikel zu der Zeit. Ich habe haufenweise Leserbriefe bekommen. Wirre und sehr gute.

    Die Überschrift ist nicht von mir und es wurde ein Fehler in den Artikel reinredigiert, an einer Stelle, an der es um Statistik ging. Deshalb gab es dann noch einen zweiten Beitrag auch mit Antworten auf die Zuschriften. Ich habe auch Leserbriefe im Blog dokumentiert.

    berliner-zeitung.de/kultur-ver

    #AnneRabe #DDR #Osten #Ossis

  36. CW: Trauma / Gewalt / eine Erzählung

    @nocci

    Oh. Hab ne Content-Warnung hingemacht. Tut mir leid. Niederträchtig wäre es, wenn ich es mit Absicht gemacht hätte. Das habe ich nicht. Es geht mir um Behauptungen von #AnneRabe über Gewalt an Kindern. Da ich kein Soziologe bin habe ich keine andere Möglichkeit, Daten zu erheben.

  37. CW: Gewalt an Schulen

    Bis 1983 gab es in #Bayern noch die #Prügelstrafe an Schulen. Gibt es hier jemanden, der das erlebt hat? Ort und Jahr wäre interessant, vielleicht auch Name der Schule und Grund für die Züchtigung.

    Ich arbeite an einem Blog-Post zum Thema Gewalt an Kindern. #AnneRabe stellt Behauptungen zur Prügelstrafe auf, die nicht stimmen und ich möchte zeigen, dass es und wofür es in den alten Bundesländern Prügel gab.

    Anne Rabe tut das Verbot der Prügelstrafe in der DDR 1949 damit ab, dass es ja die Jugendwerkhöfe gab. Das war insbesondere in Torgau übelst. Man kann es aber meiner Meinung nach nicht mit Prügel für banale Dinge vergleichen. Ich poste den Post dann heute oder morgen hier.

    Wenn jemand lieber anonymisiert zitiert werden will, gern DM.

    Vielen Dank!

    Danke #followerpower

  38. 4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

    „Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

    „Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

    So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

    „Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

    Name der Redaktion bekannt“

    „Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

    Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

    Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
    Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

    taz.de/!6138541

  39. 4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

    „Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

    „Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

    So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

    „Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

    Name der Redaktion bekannt“

    „Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

    Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

    Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
    Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

    taz.de/!6138541

  40. 4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

    „Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

    „Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

    So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

    „Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

    Name der Redaktion bekannt“

    „Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

    Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

    Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
    Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

    taz.de/!6138541

  41. 4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

    „Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

    „Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

    So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

    „Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

    Name der Redaktion bekannt“

    „Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

    Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

    Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
    Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

    taz.de/!6138541

  42. 4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

    „Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

    „Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

    So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

    „Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

    Name der Redaktion bekannt“

    „Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

    Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

    Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
    Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

    taz.de/!6138541

  43. 2/ „taz: Frau Zeh! Die wollen nicht mehr Demokratie, die tragen auf der Fiktion einer Volksmehrheit minderheiten- und migrationsfeindliche Positionen mit.

    Zeh: Frau Lang-Lendorff und Herr Unfried! Demokratie ist nicht, wenn Menschen Dinge wählen, die man selbst gut und richtig findet!

    Sonst müssten Sie die Schweiz als eine untergegangene Demokratie betrachten, weil es dort erfolgreiche Plebiszite gegen den Bau von Minaretten gibt. Man muss unterscheiden können zwischen eigenen politischen Überzeugungen und Demokratie. Im Extremfall setzt unsere Verfassung auch demokratisch legitimierten Entscheidungen Grenzen, aber man kann nicht alles als undemokratisch bezeichnen, was einem nicht gefällt.“

    Ha, ha. Sehr lustig. Das habe ich ja bei einem meiner ersten Blog-Posts geschrieben: Es wurde im Prinzip seit 1990 behauptet, dass die Ossis nicht demokratiefähig seien. Das wurde bei jeder Wahl wiederholt. Demokratiefähig zu sein, bedeutet aber nicht, dass man freiwillig eine zur Wahl stehende Partei nicht wählt. Wenn wir wollen, dass niemand eine Partei wählt, weil diese verfassungsfeindlich ist, dann müssen wir sie verbieten.

    Wenn wir wollen, dass niemand Parteien wählt, die wir doof finden, dann müssen wir (die anderen Parteien) eine Politik machen, die undoof ist.

    Übrigens hat auch #AnneRabe gesagt, dass die etablierten Parteien den Osten vernachlässigt haben. Es ist wahr, dass im Osten nur sehr wenige Menschen leben, aber wenn man die vernachlässigt, rächt sich das bitter, weil das unterwandert werden kann und dann schwappt. Hab ich immer gesagt und jetzt passiert es. Erst im letzten Jahr fingen manche an, sich wegen der Wahlergebnisse im Westen Sorgen zu machen. Tja.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

  44. 4/ Wir hatten solchen #Hunger! #AnneRabe kann sich sicher nicht vorstellen, wie schlimm das war!

    Hier im Film #Sonnenallee kann man das sehen: Die verhungernden Kinder aus der Sonnenallee rannten einem Bus mit Reisenden aus dem Westen hinterher und die meinten: Oh, wie schrecklich, wie in Afrika!

    Für die Leute aus dem Westen: Das ist ein Scherz. Mein Mathelehrer an der POS hat mir mal erzählt, dass er ein Paket mit Kartoffeln an seine Westverwandten geschickt hat, weil die ihm Butter geschickt hatten.

    youtube.com/watch?v=ksBSSMdBM3U

    Ich weiß nicht, aber das Buch und der Film sind ja nun auch schon ein bisschen älter. Vielleicht kannte den Anne Rabe ja nicht. Sie ist ja noch so jung.

  45. 4/ Wir hatten solchen #Hunger! #AnneRabe kann sich sicher nicht vorstellen, wie schlimm das war!

    Hier im Film #Sonnenallee kann man das sehen: Die verhungernden Kinder aus der Sonnenallee rannten einem Bus mit Reisenden aus dem Westen hinterher und die meinten: Oh, wie schrecklich, wie in Afrika!

    Für die Leute aus dem Westen: Das ist ein Scherz. Mein Mathelehrer an der POS hat mir mal erzählt, dass er ein Paket mit Kartoffeln an seine Westverwandten geschickt hat, weil die ihm Butter geschickt hatten.

    youtube.com/watch?v=ksBSSMdBM3U

    Ich weiß nicht, aber das Buch und der Film sind ja nun auch schon ein bisschen älter. Vielleicht kannte den Anne Rabe ja nicht. Sie ist ja noch so jung.

  46. 4/ Wir hatten solchen #Hunger! #AnneRabe kann sich sicher nicht vorstellen, wie schlimm das war!

    Hier im Film #Sonnenallee kann man das sehen: Die verhungernden Kinder aus der Sonnenallee rannten einem Bus mit Reisenden aus dem Westen hinterher und die meinten: Oh, wie schrecklich, wie in Afrika!

    Für die Leute aus dem Westen: Das ist ein Scherz. Mein Mathelehrer an der POS hat mir mal erzählt, dass er ein Paket mit Kartoffeln an seine Westverwandten geschickt hat, weil die ihm Butter geschickt hatten.

    youtube.com/watch?v=ksBSSMdBM3U

    Ich weiß nicht, aber das Buch und der Film sind ja nun auch schon ein bisschen älter. Vielleicht kannte den Anne Rabe ja nicht. Sie ist ja noch so jung.

  47. 4/ Wir hatten solchen #Hunger! #AnneRabe kann sich sicher nicht vorstellen, wie schlimm das war!

    Hier im Film #Sonnenallee kann man das sehen: Die verhungernden Kinder aus der Sonnenallee rannten einem Bus mit Reisenden aus dem Westen hinterher und die meinten: Oh, wie schrecklich, wie in Afrika!

    Für die Leute aus dem Westen: Das ist ein Scherz. Mein Mathelehrer an der POS hat mir mal erzählt, dass er ein Paket mit Kartoffeln an seine Westverwandten geschickt hat, weil die ihm Butter geschickt hatten.

    youtube.com/watch?v=ksBSSMdBM3U

    Ich weiß nicht, aber das Buch und der Film sind ja nun auch schon ein bisschen älter. Vielleicht kannte den Anne Rabe ja nicht. Sie ist ja noch so jung.

  48. 4/ Wir hatten solchen #Hunger! #AnneRabe kann sich sicher nicht vorstellen, wie schlimm das war!

    Hier im Film #Sonnenallee kann man das sehen: Die verhungernden Kinder aus der Sonnenallee rannten einem Bus mit Reisenden aus dem Westen hinterher und die meinten: Oh, wie schrecklich, wie in Afrika!

    Für die Leute aus dem Westen: Das ist ein Scherz. Mein Mathelehrer an der POS hat mir mal erzählt, dass er ein Paket mit Kartoffeln an seine Westverwandten geschickt hat, weil die ihm Butter geschickt hatten.

    youtube.com/watch?v=ksBSSMdBM3U

    Ich weiß nicht, aber das Buch und der Film sind ja nun auch schon ein bisschen älter. Vielleicht kannte den Anne Rabe ja nicht. Sie ist ja noch so jung.

  49. 3/ „Da die DDR ideologisch und ökonomisch einen ganz anderen Weg als die BRD ging, sind während der Zeit des geteilten Deutschlands Unterschiede im Bereich der Lebenserwartung auszumachen. Im Schnitt lebten DDR-Bürger drei Jahre kürzer als in der BRD. Doch laut Pavel Grigoriev fing eine Verbesserung der Lebensumstände schon zehn Jahre vor der Wende an. Der plausibelste Grund dafür liege in einem gesünderen Lebensstil, den die DDR-Bürger seit den 1980er-Jahren pflegten. Das wiederum könne durch den Aufschwung der wirtschaftlichen und finanziellen Lebensbedingungen begründet werden.“

    Oh, komisch. Das ist ja so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was #AnneRabe behauptet hat.

    mdr.de/geschichte/ddr/alltag/f

  50. 1/ Liebe Follower, ich hab mal ne Frage. Im #Denkangebot geht es um #Moral und das, was ich bisher gehört habe, ist ganz gut. Aber bei 40:14 behauptet #AnneRabe, es habe in der #DDR echte tatsächliche Armut gegeben. Mit Lebensmittelknappheit und so. Außer in Berlin.

    „Gerade insbesondere so in den 80er Jahren der DDR. Da haben wir einerseits eben diese Agonie der DDR, dass klar ist, hier geht es irgendwie nicht mal voran. Dieses ganze Heilsversprechen, das ist irgendwie Quatsch, das wird nichts mehr. Wir haben eine zunehmende Armut. Wir sehen halt die DDR-Bilder dann immer aus Berlin. Aber das Provinzleben im Osten, so am Rande der Republik, war ganz anders als in Berlin. Also, weiter man wegkam sozusagen von der Hauptstadt, umso schlechter war die Versorgung. Und da sprechen wir wirklich von tatsächlicher Armut, auch von Lebensmittelknappheit zum Teil. Also, das sind alles Dinge, die gab es in den 80er Jahren. Oder man wollte irgendwelche Produkte haben und dann kam man auf die Warteliste oder man kannte wen. So, so kann ich das aus meiner Familie in Polen. Also, da war überhaupt nicht die Erwartungshaltung. Ich kann Dinge irgendwie kaufen, das sei denn, irgendjemand hat mir Devisen gegeben. Sowas, aber auch tatsächlich, wo ich sage, also es gibt zum Beispiel Berichte, das ist ganz interessant, so aus Briefen oder so, wo dann Leute, gerade Frauen, so was schreiben, wie ich habe wieder keine Winterjacken für meine Kinder gekriegt. Oder im Konsum gab es wieder nur Milch und Nudeln. So, also ich spreche von einer tatsächlichen Armut, nicht nur von einem kargen Leben, sondern von Armut.“

    Ich habe Erfahrungsberichte von #Wernigerode, #Derenburg, #Triptis und #Kahla. Dass es nur Nudeln und Milch gegeben habe, war nicht der Fall. Es gab Schulspeisung. Teils hat ein richtiger Fleischer für die Kaufhalle gearbeitet und es gab gute lokal gemachte Wurst.

    Es gab nicht immer alles und es ist kein Vergleich zum Überfluss jetzt. Eine Kiwi habe ich zum ersten Mal bei einem Jungen mit Westverwandten gesehen.

    Das Preisgefüge war so, dass man von 200 Mark Stipendium hervorragend leben konnte. Miete war bei 20–30 Mark. Stereoanlage und Fernseher waren allerdings im Vergleich zu Lebensmitteln sehr teuer. Die niedrigen Gehälter lagen immer noch über den 200 Mark. Gehaltsstufen und Lohngruppen waren staatlich geregelt. Und alle haben gearbeitet. Das war Pflicht. Männer und Frauen. Es gab Unterstützung für Kinder und für kinderreiche Familien.

    Mich würde jetzt interessieren: Wie war es bei Euch? Gern Ort dazuschreiben bzw. Land vs. Stadt, Berlin vs. Rest. Gab es zu essen? Fühltet Ihr Euch arm? Eure Eltern?

    #Followerpower

    Die Stelle ist 40:14:
    denkangebot.org/allgemein/anne