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#julizeh — Public Fediverse posts

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  1. 4/ Und das sind die Leserbriefe eine Woche später:

    „Liebe Juli Zeh: Nachsicht mit AfD-Nachbarn habe ich nicht! Mag die analysierende Art und Weise auch bestechend sein, mit der Juli Zeh auf das permanente Nachfragen im Interview reagiert, so habe ich mich erfolgreich gewehrt gegen ihren Umgang mit AfD-Nachbarn: Kein noch so großes Enttäuschtsein und Leiden an Politik und gesellschaftlichen Verhältnissen erlaubt, rechtes Gedankengut zu stützen oder damit zu kokettieren und zu protestieren.“

    „Wähler:innen, die eine offen rechtsextreme Partei wählen, wollen offensichtlich rechtsextreme Dinge. Wenn man das relativiert, macht man sich mindestens mitschuldig.“

    So geht das schon seit Jahren. Und es hat genau dahin geführt, wo wir jetzt sind. Alle, die Nazis wählen, sind Nazis. Ich habe bei 20% gesagt, dass das gefährlicher Unfug ist und bei 40% sage ich es auch. #JuliZeh berichtet aus ihrem Dorf, wo sie die Leute kennt. 54% AfD. Es war nicht immer so. Sind jetzt alle in wenigen Jahren rechtsextrem geworden? Und was will man tun, wenn man außer: „Wenn Ihr die wählt, seid Ihr Nazis!“ kein Argument hat? Das ist einfach für die, die diese Statements ablassen.

    „Das ist keine einfache Meinungsäußerung mehr, sondern die offene Verteidigung und Verharmlosung einer rechtsextremen Bewegung. Wir alle wissen, wer diese WählerInnen und Wähler aus sozialpsychologischer Sicht sind. Da spielt immer Gewalt eine Rolle, von verdeckt und verschämt bis hin zu offen sadistisch. Die Verfassung, sofern diese Leute sie überhaupt kennen, ist für sie ein Pamphlet, das gegen die „wahren Interessen des Volkes“ gerichtet ist. Es ist aus meiner Sicht angesichts der Opfer rechtsextremer Gewalt unverantwortlich, solche Propaganda für ein rechtsextremes Dorf unkommentiert und unwidersprochen abzudrucken. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Kräfte, die an das NS-Regime anknüpfen wollen.

    Name der Redaktion bekannt“

    „Frau Zeh betont mehrfach, sie sei Juristin. Vielleicht sollte sie sich jedoch bei der Auswahl der von ihr eruierten Gründe, weshalb Menschen diese zum Teil von menschenverachtenden „Monstern“ repräsentierte Gruppierung wählen, von ihrer monokausalen, unwissenschaftlichen Oberflächlichkeit der „Protestwahl“ verabschieden und eher darauf hören, was Psy­cho­lo­g*in­nen zum Thema erarbeitet haben: Hang zum Autoritarismus, tiefsitzende „Rassen“- und Entfremdungsressentiments, oft zum Teil massiv gestörte Verhältnisse zum eigenen Elternhaus (bevorzugt zum Vater), starke monetäre Verlustängste.“

    Und diese Die-Ossis-sind-alle-Nazis-weil-ihre-Familien-gewalttätig-sind-These hat uns #AnneRabe eingebrockt. 54% eines Dorfes haben alle traumatische Gewalt-Erfahrungen oder bei ihnen spielt Gewalt eine Rolle. Echt? Ich wüsste zu gern, wo „Name der Redaktion bekannt“ herkommt. Garantiert aus einer Stadt. Er denkt wohl, dass #JuliZeh gerade in einem rechtsextremen Dorf wohnt. Dass es große Stadt-Land-Unterschiede gibt, ist schon länger bekannt. Das ist nicht nur ein Dorf, dass hier „gefeaturet“ wird. Das ist inzwischen die Realität auf dem Land, die weit verbreitet ist. (Ich habe gerade wieder mit jemandem aus Mecklenburg gesprochen.) Und wenn man nicht über diese 54% nachdenkt und vor allem mit diesen Menschen redet, dann wird das immer schlimmer.

    Die ganzen anderen Gründe die im Kommentar mit dem Vorwurf der Monokausalität angeführt werden, hängen zusammen. Wären die Menschen zufrieden, hätten sie keine Verlustängste. Bei Merz' Politik kann einem aber Angst und Bange werden. Auch für das Migrationsgerede der AfD wäre niemand anfällig, wenn alle in Fröhlichkeit vor sich hinleben würden. Und sind in den letzten zwölf Jahren nach und nach 50% der Menschen auf dem Lande zu Rassisten geworden? Was ist mit der Welle der Solidarität, mit „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel? Die sind jetzt alle plötzlich Rassist*innen geworden?
    Wie erklärt man den Zuwachs der AfD über den faschistischen Bodensatz, den es schon immer gegeben hat, hinaus?

    taz.de/!6138541

  2. 1/ Hier Interview mit #JuliZeh. Ich war die letzte Woche mit #WilliBredel beschäftigt, so habe ich das fast verpasst. Aber heute sind erregte Leser*innenbreife in der taz, da hab ich's doch gelesen.

    „Sie haben nicht das geringste Vertrauen in die herkömmlichen Parteien, weil es an allen Ecken und Enden an der simplen Grundversorgung fehlt: Bildung, Mobilität, Gesundheit, Pflege, bezahlbarer Wohnraum.“

    Jo. Es ist ein bisschen kompliziert, wenn man darüber nachdenkt, wieso die Bahn 2.500 km Strecke im Osten stillgelegt hat. Haben sich halt alle ein Auto gekauft. Aber vor der Wende gab es eine #Oderburchbahn, es gab einen Theaterbus usw.

    „Mir hat eine Frau erzählt, dass ihrer Tochter ein Schulplatz zugewiesen wurde, den sie kaum erreichen konnte. Es gibt ja nicht wirklich öffentlichen Nahverkehr bei uns. Das Mädchen musste x-mal umsteigen. Die Mutter wollte nicht, dass ihr Kind alleine bei Kälte und Dunkelheit am Bahnhof steht. Also hat sie es immer gefahren. Deswegen kam die Mutter jeden Tag zu spät zur Arbeit. Nach zwei Wochen wurde ihr gekündigt. Ein halbes Jahr später haben sie doch noch einen Schulplatz etwas näher zum Wohnort bekommen, Gott sei Dank. Aber der Job der Mutter war weg. Dass Menschen, die so etwas erleben, AfD wählen, wundert mich nicht.“

    Ich bin in der ersten Klasse von Frankfurter Allee nach Buch in die Schule gefahren, weil klar war, dass wir nach Buch ziehen würden, aber die Neubauten noch nicht fertig waren. Die mütterliche Liebe ist vielleicht etwas übertrieben, aber so einen Nahverkehr möchte man schon haben. Wird leider von der #AfD auch nicht kommen.

    „taz: Moment mal. Die AfD-Wähler hier im Dorf erwarten nichts mehr von der liberaldemokratischen Regierung, aber die Demokratie an sich finden sie gut?“

    (Lieberaldemokratische Nachtigall ick hör Dir trapsen. Die Frage kam sicher von #PeterUnfried.)

    „Zeh: Ja, selbstverständlich. Das sind doch zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Die Leute, die AfD wählen, die wollen ja zum Teil sogar mehr Demokratie. Die wollen mehr Plebiszite, mehr Einfluss des Volkes. Die sind der Meinung, dass ein großer Teil der Bevölkerung ihre Auffassung teilt, zum Beispiel bei der Kritik an Zuwanderung, und dass die sogenannten Eliten in Wahrheit undemokratische Institutionen sind. Aus dieser Sicht haben die Eliten die Pressefreiheit eingeschränkt und einen homogenen medialen Diskurs geschaffen. Die Eliten treffen angeblich Entscheidungen, die nicht vom Volk getragen sind. Sie machen eine Top-down-Politik im Land, obwohl sie demokratisch gewählt sind.“

    Der Soziologe Steffen Mau sagt auch, dass Bürgerräte das Ost-Problem lösen helfen können.

    Wir haben diverse verschiedene Mega-Probleme, die alle eventuell durch Bürgerräte, durch Änderungen an unseren demokratischen Strukturen gelöst werden können. Nur will die CDU das gerade nicht mehr. Was irgendwie absurd ist, weil Schäuble und Köhler (beide CDU) große Fans (Schirmherren) waren.

    taz.de/!6137251

  3. @tinderness
    Ich stimme zu. Wie wäre es denn mal, die Ansichten von #julizeh sachlich zu kritisieren? Es ist arrogant, sie als 'unreflektiert' abzutun, sie als 'Schicki-Micki' abzuwerten. Meinungsvielfalt scheint da zu enden, wo auch nur das Wort #afd auftaucht.
    Und ja, ich bezeichne mich als #antifa, bitte mich jetzt nicht in der Brandmauer grillen.

  4. @tinderness

    Naja, wer sich, wie Frau Dr. Finck (aka Juli Zeh), derart bagatellisierend äußert, unreflektiert, ihre eigene Position als weiße, promovierte Juristin, bar jeder Existenzängste, ausblendend, in einem Bundesland lebend, in welchem rechtsextreme Übergriffe Alltag sind, befeuert eben von jener AfD, muss auch mit Gegenwind rechnen.

    Wie ist denn der Alltag in Brandenburg?

    Ich habe kürzlich zwei Interviews führen können, eines mit Pfarrer Pellio, eines mit der ehemaligen Grünen-Landtagsabgeordneten Budke. Das ist der Lebensalltag von Menschen, die von AfD und deren außerparlamentarischem Arm, den prügelnden Neonazis auf den Straßen, geprägt ist.

    Das kommt in der Schickimicki-Denke und Welt einer Juli Zeh nicht vor.

    rdl.de/Pfarrer_Pellio_zu_Brand

    rdl.de/Ricarda_Budke_Sichere_O

    #julizeh #zeh #finck #cottbus #afd #AfDRechtsextrem #rechtsextrem #sonntag #brandenburg #brandenburganderhavel #CottbuserZustände #Budke #Pellio #gegenwind #schickimicki

  5. AfD dürfte sich über Juli Zehs Interview in der taz freuen!

    Am Wochenende räumte die taz der brandenburgischen Juristin und Autorin Dr. Juli Zeh viel Platz ein, um Rechtsextrismus zu bagatellisieren.

    Jene die die AfD wählen, das seien doch nur unzufriedene Leute, die in Wahrheit garnichts gegen Migrant:innen. O-Ton Zeh:

    "der durchschnittliche AfD-Wähler (ist) glücklicherweise ja kein Rechtsradikaler. Die überwiegende Mehrheit ist nicht der Meinung, man müsste alle Ausländer remigrieren oder noch Schlimmeres."

    Warum so viele Leute AfD wählen? Dazu fällt der Schriftstellerin eine herzerweichende Geschichte ein:

    "Mir hat eine Frau erzählt, dass ihrer Tochter ein Schulplatz zugewiesen wurde, den sie kaum erreichen konnte. Es gibt ja nicht wirklich öffentlichen Nahverkehr bei uns. Das Mädchen musste x-mal umsteigen. Die Mutter wollte nicht, dass ihr Kind alleine bei Kälte und Dunkelheit am Bahnhof steht."

    Logisch! Da muss mensch ja zwingend die AfD wählen. Das ist das Denken einer gerühmten Autorin, Juristin und Richterin: denn sie ist nach wie vor Richterin am Landesverfassungsgericht Brandenburg. Da wird die AfD, wenn sie dort mal klagt, sicher auf sehr offene Ohren bei Dr. Juli Zeh stoßen.

    Quellen:
    taz.de/Juli-Zeh-ueber-Nachbarn

    verfassungsgericht.brandenburg

    #taz #zeh #julizeh #finck #juliafinck #afd #verharmlost #verharmlosendeswording #bagatellisiert #verharmlosungsabteilung #brandenburg #Havelland #unterleuten #sonntag #deutschland #Verfassungsgericht #afd_gesichert_rechtsextrem #dorf #Dorfidylle #dorfleben #abgrund #antifa #Antifaschismus

  6. Eine Verfassungsrichterin, die uns und die Ukraine mit fliegenden Fahnen dem autokratischen Despoten Putin ausliefern würde, in der Pandemie die totale Durchseuchung propagiert (was halt nicht nur für Vulnerable tödlich ist), und vor lauter Privilegienbesoffenheit großkotzig die Gefährlichkeit der AfD kleinredet - alles ganz normal und kein Grund zur Sorge 😬 /s

    #JuliZeh

  7. 1/9

    A while ago I finished reading Juli Zeh's novel, About People (published in Germany as Über Menschen, I read the English translation). It's not the stuff I usually read, but I decided to read it just before we flew to Berlin for a holiday. In retrospect it was a good companion to our trip, since we stayed in (and walked around) East Berlin.

    #bookreview #bookstodon #julizeh

  8. Ich habe grade das neue #Buch von #JuliZeh gelesen.
    #Zwischenwelten ist , zumindest aus meiner Sicht, absolut lesenswert. Hier ein kurzes Zitat über das sich ein Nachdenken schon mal lohnt.
    “Wenn öffentliche Kommunikation der Treibstoff der Polarisierung ist, dann wird man die fortschreitende Polarisierung nicht mit öffentlicher Kommunikation stoppen können“

  9. Man kann #JuliZeh ja für manchen Bürgi-Habitus verlachen, aber ich bewundere ganz ehrlich bei jedem Talkshow-Auftritt von ihr ihre Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche Gefühlslagen in prägnanten treffenden Sätzen auszudrücken. Man kann da ein hochverschaltetes Schriftstellerinnengehirn arbeiten sehen und das finde ich ungemein faszinierend. #HartAberFair

  10. Charly Hübner & Sophie von Kessel – „Das Verhör in der Nacht“ (2020)

    Ein Anti-Film, gegen Sehgewohnheit und normatives Fernsehen. Zwei Menschen, ein Raum, eine Nacht. Was Regisseur Matti Geschonneck hier inszeniert hat, „geht ums große Ganze, um Freiheit und Sicherheit, um Gewalt und Legitimität, in einem bar jeglicher konventioneller Handlung fesselnden Film“. (ZDF)

  11. 📘️ Neuwerwerbung der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten:

    Ilija Trojanow, Juli Zeh:

    Angriff auf die Freiheit

    Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte 📷️🕵️

    Niemals würden Sie es anderen Menschen erlauben, in Ihren privaten Sachen zu schnüffeln, Sie zu bespitzeln oder zu belauschen. Was aber, wenn diese anderen Menschen den Staat oder die Wirtschaft repräsentieren? Ist Ihnen die totale Überwachung dann egal? Die Warnungen vor Terror und Kriminalität und die Annehmlichkeiten von Plastikkarten und Freundschaften im Internet lenken von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. Bevor es so weit kommt, schlagen Juli Zeh und Ilija Trojanow mit einer engagierten Kampfschrift Alarm. Ihr Buch wird viele Menschen aufrütteln, die sich zu lange in falscher Sicherheit wiegten – denn unsere Bürgerrechte stehen auf dem Spiel.

    (Quelle: perlentaucher)

    #Witten #Überwachung #GLBibW #IlijaTrojanow #JuliZeh

    (comment on Angriff auf die Freiheit)

  12. Ist von Juli Zeh eigentlich nur noch zu erwarten, dass sie in Diskursen jenseits des literarisch-ästhetischen Meinung gen von Rechtsextremist:innen stark und eben jene hoffähig macht, oder kommt da noch was konstruktives oder schönes? Was für eine mega gefailte Person! Puh! #julizeh

  13. Habe gerade das Buch #leerherzen von #julizeh fertig gelesen. Großartig! Für mich bestätigt das Buch wieder einmal, das Juli Zeh derzeit die wichtigste Intellektuelle Deutschlands ist.

    Aber zum Ende. Ich verstehe nicht, warum sie es richtig findet, die BBB zu stärken und sich dazu mit dem Gedanken an die graue Katze versichert.

    Versteht das wer?

    Teilen sehr erwünscht.

  14. Gelezen: #OnsSoortmensen boek van #JuliZeh bijzondere typering samenleven in Oost-Duitsland na ‘die Wende’ . Literatuur op z’n best. Genoeglijke roman met een stevige dosis maatschappijkritiek. #aanrader

  15. Nach der letzten, desaströsen #JuliZeh-Lesekatastrophe, zu der ich mir jeden ausfälligen Kommentar verkneife, heute endlich wieder ein meisterhaftes Kunstwerk von #PeterStamm gelesen. So ein leichtes und hoffnungsvolles Spiel ineinander verflochtener, imaginierter #Zukünfte!
    Was wäre wohl gewesen, wenn ich auch nach dem Studium selbst weiter Dokumentarfilme gedreht hätte …. ?
    Ein Lese- und Gedankenvergnügen: „In einer dunkelblauen Stunde“ von Peter Stamm.

  16. Im neuen Roman von Juli Zeh und Co-Autor Simon Urban gehts viel um Landwirtschaft. Sind die Darstellungen der Biobäuerin realistisch?
    Landwirtschaft in Juli Zehs Roman: Fiktion und Fakt