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1000 results for “anne_reko”

  1. Dann lasse ich mal die Katze aus dem Jutebeutel: Die hier groß angekündigte Sensation ist endlich offiziell: Ich habe gestern meinen Blog umbenannt – aus Rock 'n' Roll vegan ist Sounds Vegan geworden! Unter dem Link erfahrt Ihr warum.🌱😍

    soundsvegan.com/2023/04/welcom

    #blog #VeganBlog #MusicBlog #VeganMusicBlog #SoundsVegan
    #vegan #VeganForTheAnimals

  2. "Wir können die Zoonosen nur durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel stoppen."

    Das sagen die Gründe*rinnen der ersten veganen Schule in Uganda. Dort lernen die Schüler*innen den mitfühlenden und respektvollen Umgang mit kleinen und großen Arten und der Umwelt.

    Alles über das Projekt findet Ihr jetzt im Blog!

    cardamonchai.com/2023/03/vegan

    go go!

  3. "Wir können die Zoonosen nur durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel stoppen."

    Das sagen die Gründe*rinnen der ersten veganen Schule in Uganda. Dort lernen die Schüler*innen den mitfühlenden und respektvollen Umgang mit kleinen und großen Arten und der Umwelt.

    Alles über das Projekt findet Ihr jetzt im Blog!

    cardamonchai.com/2023/03/vegan

    #GoVegan go #vegan go! #VeganBlog #uganda #bildung

  4. DiscogsDienstag: The Indie Scene 77 – 86 | The Story Of British Independent Music

    Dieser Artikel sollte ursprünglich ein Video werden, denn ich sehe in letzter Zeit häufiger kurze und lange Videos, in denen Tonträger in die Kamera gehalten werden. Allerdings fehlen mir dafür Erfahrung, Equipment und Mut. Ein weiterer Nachteil ist, dass ich aus urheberrechtlichen Beschränkungen keine Musik anspielen könnte. Also war die nächste Idee, ein GothDiscoInferno-Special zu machen, in dem ich über die Musik spreche und einige Lieder spiele. Allerdings fehlen mir dafür Erfahrung, Equipment und Mut. Also nutze ich den Dienstag, um über die Sampler Serie „The Indie Scene 77 – 86 | The Story Of British Independent Music“ zu schreiben, schließlich ist sie auch Teil meiner Sammlung.

    Die Sampler habe sich zum Teil seit 35 Jahren und die letzten fehlenden Teile habe ich erst kürzlich ergänzt, Discogs sei Dank. Die Serie beschreibt auf zehn CDs die Geschichte der britischen Independent-Musik von 1977 bis 1986 und damit den Weg vom Punk über Post-Punk zu den unterschiedlichen Entwicklungen. Los geht’s:

    The Indie Scene 77

    Es beginnt wie gesagt 1977, als der Punk-Rock dominierte und die britische Jugend zur „No Future“-Gereration machte. Ein Jahr zuvor hatten die Sex Pistols die Bühne betreten und viele junge Fans inspiriert, ebenfalls eine Punk-Band zu gründen. Ein prominentes Beispiel waren Bernhard Sumner und Peter Hook, die auf einen Konzert von Johnny Rotten und Co. beschlossen, auch Musik zu machen, was schlussendlich zu Joy Division und New Order führte (und noch weiteren Nebenprojekten). Auch andere bekannte Namen sind auf dem ersten Sampler zu finden, wenn auch noch nicht mit ihrer endgültigen Band, wie z. B. Joe Strummer, der vor The Clash bei The 101ers spielte und sang. Die erste Single Keys To My Heart wurde 1976 veröffentlicht, als Strummer bereits The Clash gegründet hatte.

    Weitere bekannte Namen sind Buzzcocks und The Stranglers, die beide erfolgreich den Post-Punk mitgestalteten und heute noch/wieder aktiv sind. Aus den USA kamen Bands wie die Ramones, The Heartbreakers mit Johnny Thunders (ex-New York Dolls) und Dead Boys mit Stiv Bators, der später The Lords Of The New Church gründete, auf die Insel. Interessant sind auch zwei Bands, die später andere musikalische Wege einschlugen, Johnny And The Self Abusers, die eine Single (Saints And Sinners) herausbrachten und dann zu Simple Minds wurden, und Tubeway Army, die zwar ihren Namen behielten, aber bald nach ihrem Punk-Debüt That’s Too Bad die Gitarren in Synthesizer eintauschten und Pioniere von New Wave und Synthie-Pop wurden.

    The Indie Scene 78

    Auf dem 78er-Sampler stechen für mich zwei Songs ganz klar heraus, weil sie zu den ersten Post-Punk-Klassikern gehörten: Teenage Kicks von The Undertones und Ever Fallen In Love von Buzzcocks. Hohe Bekanntheit hat auch das Lied Warm Leatherette von The Normal, hinter dem Daniel Miller stand, der Gründer des Indie-Labels Mute Records, das bis 2002 „independent“ blieb und von dem zahlreiche weitere Bands im Verlauf dieser Sampler-Reihe zu hören sind.

    Hier gibt es noch Joy Division mit Glass, das 1978 auf einem Factory Sampler veröffentlicht wurde, The Stranglers mit ihrer fünten Single 5 Minutes und Tubeway Army mit Bombers, ihrer auch noch punkigen zweiten Single, die schon den Numan-typischen Gesang hat. Mit The Fall, Lene Lovich und Teardrop Explodes sind auch noch weitere bekanntere Künstler dabei.

    The Indie Scene 79

    1979 war ein Jahr, das zumindest auf diesem Sampler sehr facettenreich war. Wir erleben Punk mit The Damned (Love Song), Post-Punk mit Joy Division (Novelty, B-Seite von Transmission) und The Teardrop Explodes, Synthwave mit Fad Gadget (Back To Nature) und Tubeway Army (Are ‚Friends‘ Electric?) sowie Ska/2-Tone mit Madness, The Beat und The Selecter. Auch Songs mit Funk-Elementen sind dabei, wie von The Regrets (7 Teen) und The Passions (Hunted).

    Herausragend sind noch Cabaret Voltaire mit Nag Nag Nag und The Go-Betweens, die aus Australien kommend die britische Indie-Szene mit ihrem melodisch-poppigen Post-Punk bereicherten.

    „Punk Is Dead“ scheint das Jahresfazit zu lauten, denn bis auf The Damned entwickelten alle Bands neue Spielarten, sei es melodisch, düster, elektronisch oder poppig. Es ist interessant, diese Transformation der Musik zu erleben.

    The Indie Scene 80

    The Indie Scene 80 kassiert mein Vorjahresfazit gleich wieder ein, denn es kamen die Dead Kennedys mit ihrer ersten Single Califonia Uber Alles in die britischen Indie-Charts und die sind ja definitiv noch Punk. Daneben sind einige Hochkaräter dabei, nämlich Echo & The Bunnymen (Pictures On My Wall), Joy Division (These Days, B-Seite von Love Will Tear Us Apart), Bauhaus (Dark Entries), Cabaret Voltaire, D.A.F. (Kebabträume), Fad Gadget (Ricky’s Hand) und The Fall (Totally Wired).

    Einige Musiker kamen erst später zu Ruhm und Ehre wie Pete Burns, hier mit Nightmares In Wax und deren einzigen Single Birth Of A Nation vertreten, wurde mit Dead Or Alive erfolgreich. Bei den Q Tips sang ein gewisser Paul Young, der unter eigenem Namen und unter anderem auch einer Coverversion von Love Will Teart Us Apart zu einem der Pop-Stars der Achtziger wurde. Genau wie der Sänger von den Frantic Elevators, Mick Hucknall, später als Simply Red bekannt.

    Eines meiner Highlights dieser Ausgabe ist Gathering Dust von Modern English, das 1983 auch von This Mortal Coil gecovert wurde. Und es bleibt die von Spizz Energi aufgeworfene Frage: Where’s Captain Kirk?

    The Indie Scene 81

    Wir machen einen Exkurs in die Gegenwart. Im Jahre 2022 brachte Netflix eine Serie über Wednesday Addams heraus. In Episode 4 wird eine Schulfeier (Raben-Tanz) gezeigt, auf der Jenna Ortega als Titelheldin zum Song Goo Goo Muck von The Cramps einen interessanten Tanz performte, zu dem sie u.a. Siouxsie Sioux, Lene Lovich und Archivmaterial von Goths in den Tanzclubs der 1980er-Jahre inspiriert hatten. Die Tanzszene ging bei TikTok viral, allerdings nicht mit der Originalmusik sondern mit einer Sped-Up-Version von Lady Gagas „Bloody Mary“. Goo Goo Muck bekam nach 41 Jahren trotzdem Beachtung, so stiegen z. B. die Streams alleine bei Spotify um 9.500%.

    Zurück ins Jahr 1981. Damals kam ein großer Hit aus der Indie-Szene, nämlich It’s My Party von Dave Stewart & Barbara Gaskin. Die Single wurde Platz 1 in England und Platz 3 in Deutschland und Österreich. Mit diesem Erfolg kann kein anderes Lied auf dieser Compilation mithalten, trotzdem finden wir einige interessante Songs. Is Vic There? von Department S erreichte immerhin Platz 22 in den britischen Single-Charts. In der deutschen Wikipedia wird ohne Quelle erwähnt, dass dieses Lied als Vorlage für Kaltes Klares Wasser von Malaria! gedient hätte. Eine gewisse Ähnlichkeit konnte ich feststellen, aber keine weiteren Belege finden.

    The Southern Death Cult ist mit Fatman vertreten. Die Gothic-Rock-Band um Sänger Ian Astbury ist vielleicht Rekordhalterin im Namenswechsel, denn die Nachfolgecombo nannt Astbury Death Cult, was kurz darauf auf The Cult verkürzt wurde. Angeblich, weil man mit dem „Death“ im Namen Probleme beim erwünschten Erfolg in den USA vermutete. The Southern Death Cult trat mit Bands wie Sex Gang Children, UK Decay und Bauhaus auf und trennte sich 1983.

    The Birthday Party mit Nick Cave konnten mit ihrer Goth-Hymne Release The Bats nur die Indie-Charts stürmen, die Fledermäuse landeten dort auf Platz 3. Die Australier waren 1980 nach England gekommen. Im selben Jahr hatte Pete Burns Nightmares In Wax in Dead Or Alive umbenannt und als erste Single unter diesem Namen I’m Falling veröffentlicht. A Flock Of Seagulls debütierten mit (It’s Not Me) Talking und der auffälligen Frisur ihres Sängern Mike Score, musikalisch besticht das Wave-Gitarrenspiel des damals 19-jährigen Paul Reynolds, das er später noch perfektionierte. Die Virgin Prunes sind mit einem Song ihrer zweiten EP vertrete, In The Greylight.

    The Indie Scene 82

    1982 war laut Booklet-Text für die Indie-Labels eine schwere Zeit, denn die großen Plattenfirmen erkannten das Potential auch und begannen, ihre eigenen „Indie-Labels“ zu gründen. Natürlich mit mehr Budget und den damit verbundenen besseren Vertriebsmöglichkeiten und Radioeinsätzen. Dennoch brachte das Jahr einige brilliante Indie-Produktionen hervor, wie Night & Day von Everything But The Girl, eine Coverversion der Cole Porter-Ballade (1932), das immerhin in den UK-Single-Charts auf Platz 92 kam. In den Indie-Charts auf Platz 1 landete New Order mit Temptation, das außerdem in den UK-Single-Charts auf Platz 29 stieg. Saturday Night Special, die fünfte Single von Fad Gadget, kam dagegen nur in den Indie-Charts aus Platz 22.

    Aus den USA kamen Wall Of Voodoo mit ihrer Single On Interstate 15. Sie bereicherten die Szene mit ihrem Cowpunk, einem Post-Punk mit Country-Elementen und waren damit vielleicht auch Inspiration für Fields Of The Nephilim. Ihr Sänger Stan Ridgeway verließ die Band 1983 und startete eine Solo-Karriere, die 1986 mit dem Hit Camouflage ihren Höhepnkt erreichte.

    Stiv Bators (The Dead Boys) hatte 1981 mit ehemaligen Mitgliedern von u. a. The Damned und Sham 69 die Supergroup The Lords Of The New Church gegründet. Mit Open Your Eyes veröffentlichten sie ihre zweite Single, die Platz 27 in den US-Billboard-Charts erreichte sowie Platz 7 in den UK-Indie-Charts. The Lords Of The New Church vereinten in ihren Songs Punk, Post-Punk, Garage- und Gothic-Rock und haben bis zur ihrer Trennung 1989 noch einige weitere Szene-Klassiker geschaffen.

    Aprospos „Szene-Klassiker“, der Pagan Lovesong von Virgin Prunes fällt auch in diese Kategorie und der bekannteste Song der Toy Dolls, Nellie The Elephant, die vielleicht den Fun-Punk erfunden haben. Das Lied ist übrigens eine Coverversion eine Kinderliedes aus dem Jahr 1956.

    The Indie Scene 83

    1983 wurde die Indie-Szene von einer Maxi-Single überstrahlt, die bis heute die erfolgreichste 12-Inch aller Zeiten ist: Blue Monday von New Order. Dabei hat ist die Plattenfirma Factory Records fast bankrott gegangen, weil das Cover in Form einer Floppy-Disk ausgeschnitten war, was sehr kostspielig war. In den Indie-Charts belegte Blue Monday natürlich den 1. Platz, in den UK-Single-Charts Platz 9. Ein weiterer Chartstürmer in diesem Jahr war Everything Counts von Depeche Mode, das in den UK-Single-Charts sogar auf Platz 6 kam, in Deutschland auf 23. Der ehemalige Depeche Mode-Mastermind Vince Clarke war gleich mit zwei Bands vertreten, Yazoo (Nobody’s Diary aus der Feder von Alison Moyet) und The Assembly (Never Never), seinem kurzlebigen Projekt mit Feargal Sharkey, dem ehemaligen Sänger von The Undertones. Nobody’s Diary schaffte Platz 3 in den UK-Single-Charts (Deutschland 18), Never Never lag jeweils einen Platz dahinter.

    Außerdem erwähnenswert finde ich das A-Capella-Stück It’s A Fine Day von Jane, einem One-Hit-Wonder. Das Lied wurde auch gecovert und remixed, das Original besteht aber wirklich nur aus der Stimme von Jane Lancaster, die ansonsten nicht musikalisch tätig war. Wall Of Voodoo hatten mit Mexican Radio ihren größten Hit, der ihnen auch den Status „One-Hit-Wonder“ einbrachte, weil er als einzige ihrer Singles in die US-Top100 kam.

    Great Expectations war die zweite Single von New Model Army, die als eine der wenigen Bands ihre Karriere bis heute fortgesetzt haben. Für The Birthday Party war dagegen kurz nach Veröffentlichung der EP The Bad Seed mit dem Song Sonny’s Burning Schluss, Nick Cave gründete u. a. mit Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten) Nick Cave And The Bad Seeds, andere Birthday Party-Mitglieder schufen Crime & The City Solution und These Immortal Souls.

    The Indie Scene 84

    New Model Army schafften es 1984 mit ihrer dritten Single The Price auf Platz 1 der UK-Indie-Charts und 98 der UK-Single-Charts. Nick Cave war 1983 nach West-Berlin und coverte 1984 In The Ghetto von Elvis Presley. Ob die Songauswahl mit seinem Wohnortwechsel zusammenhing? Sandy Shaw, die 1967 mit Puppet On A String den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewann und ihre Karriere eigentlich 1969 beendete, coverte Hand In Glove von The Smiths.

    Anne Clark schuf mit ihrer ersten Singleauskopplung Our Darkness in dem Jahr ebenso einen Synthie-Pop-Klassiker wie Depeche Mode mit Master & Servant. Mit ihrer zweiten Single Spiritwalker (aus dem Debütalbum Dreamtime) schafften The Cult einen Klassiker des Gothic-Rock.

    Ansonsten finden sich auf diesem Sampler unbekanntere Bands, z. B. die Folk-Punk-Band The Man They Could’t Hang mit The Green Fields of France (No Mans Land), einer Coverversion eines Anti-Kriegs-Liedes aus dem Jahr 1976 von Eric Bogle, der auch den bekannten Folksong And the Band Played Waltzing Matilda geschrieben hat, der u. a. von Joan Baez, The Dubliners und The Pogues gespielt wurde. Ein bekannter Name findet sich allerdings auch noch in einer der Bands, Float Up CP war eine der Bands in der Neneh Cherry sang, bevor sie ihre erfolgreiche Solo-Karriere startete. Leider ist der Song Joy’s Adress nur bei YouTube verfügbar. Der Song vereint Post-Punk mit Ska-, Jazz- und Soul-Elementen.

    The Indie Scene 85

    Die Indie-Szene im Jahr 1985 brachte einige meiner Lieblingslieder hervor, die damals in meiner Stammdisco (Baumgarten, Bistensee) regelmäßig gespielt wurden. Love And Rockets (Bauhaus ohne Peter Murphy) waren mit ihrer Coverversion von Ball Of Confusion (The Temptations) genauso dabei wie The Fall mit Cruiser’s Creek, Billy Bragg mit A New England und The Woodentops mit It Will Come. Hach, diese Erinnerungen.

    Und auch The Man They Couldn’t Hang sind wieder dabei mit Ironmasters, diesmal eine Eigenkomposition, sowie Sonic Youth feat. Lydia Lunch mit Death Valley ’69, einem Song über Charles Manson, und Johnny Thunders & Patti PaladiKittie Whiten mit der Coverversion Crawfish, im Original von Elvis Presley und Kittie White.

    The Indie Scene 86

    Im Jahre 1986 endet unsere Reise durch die britische Independent-Musik, nicht ohne noch ein paar Highlights zu liefern. Pulp ist eine Band, die viele mit der Brit-Pop-Ära in Verbindung bringen, tatsächlich wurde sie schon 1978 von dem damals 15-jährigen Jarvis Cocker und Peter Dalton gegründet. Übrigens war auch Simon Hinkler Mitglied bei Pulp, bevor er bei The Mission einstieg. Das war allerdings vor der Single Little Girl (With Blue Eyes).

    Billy Bragg wird nochmal berücksichtigt, mit seinem wunderschönen Song Levi Stubbs‘ Tears und auch Vince Clarke mit Sometimes von Erasure. The Primitives mochte ich damals auch gerne, ich war sogar ein wenig in Sängerin Tracy Tracy verschossen. Das war Really Stupid, schließlich ist sie blond. 😉

    All About Eve haben auch eine schöne weibliche Stimme zu bieten, Julianne Regan, die vorher Bassisten von Gene Loves Jezebel, Backgroundsängrin bei The Mission und auch mal mit der ehemaligen Schlagzeugerin von Xmal Deutschland, Manuela Zwingmann, in einer Band namens The Swarm war. Zusammen mit Tim Bricheno, der später zu The Sisters Of Mercy ging, gründete sie All About Eve. In The Clouds heißt ihr Beitrag auf dieser Compilation.

    Abschließend möchte ich noch Lee Remick von The Go-Betweens erwähnen, ein Re-Release ihrer ersten Single aus dem Jahr 1978 und Velveteen eine tolle Ballade der Gothic-Rock-Band The Rose Of Avalanche, die zu der Zeit Vorgruppe von The Mission waren und sich 2019 nach 27 Jahren Pause wieder zusammenfanden und 2026 in GB touren.

    Ich hoffe, dass dieser längere DiscogsDienstag interessant war, ich habe natürlich meine persönliche Brille aufgehabt, es waren noch viel mehr Bands und Lieder dabei, als ich hier erwähnt habe. In den Überschriften sind die Discogs-Seiten der CDs verlinkt, dort sind die vollständigen Tracklisten nachzulesen.

    Und falls die Frage aufkommt, warum einige wichtige Bands nicht vorkommen wie The Cure, Siouxsie And The Banshees oder The Sisters of Mercy, das liegt daran, dass die bei Major-Labels untergekommen sind. The Cure waren bei Fiction Records, einem Sub-Label von Polydor, Siouxsie And The Banshees wurden gleich von Polydor unter Vertrag genommen und Mercyful Release von The Sisters Of Mercy wurde zwar von Andrew Eldritch gegründet, aber 1984 von WEA übernommen. Hier hätten zumindest die ersten Singles berücksichtigt werden können, aber ich habe die Compilations schließlich nicht zusammengestellt. 😉

    #Compilation #DarkWave #Discogs #DiscogsDienstag #GothRock #IndiePop #PostPunk #Punk #Sampler
  5. Der Angriff in Amsterdam zeigt, dass die Israelis die von ihnen geschaffene Realität leugnen

    Gideon Levy, Haaretz

    Am Donnerstag fand in #Amsterdam ein hässliches, kriminelles Pogrom gegen israelische #Fußballfans statt. Ähnliche Pogrome, die von Siedlern verübt werden, finden fast täglich im #Westjordanland statt. Die Pogrome in #Hawara beispielsweise übertrafen in ihrem Ausmaß und ihrer Gewalt sogar den #Holocaust II in Amsterdam. Am Tag nach dem Pogrom in den #Niederlanden wüteten gewalttätige Siedler in #Surif; zwei Tage zuvor wüteten sie in Al-Maniya.

    Während in Amsterdam Israelis verprügelt wurden, wurden im #Gazastreifen wahllos Dutzende Menschen getötet, darunter viele #Kinder, wie jeden Tag. Die täglichen Pogrome im Westjordanland und natürlich der Krieg in #Gaza wurden nicht mit dem Holocaust verglichen; der Vorsitzende von Yad Vashem wurde nicht dazu interviewt; es wurde keine Rettungsmannschaft entsandt, um ihre Opfer zu retten; der israelische Außenminister und der Sprecher der #Knesset betrachteten sie nicht als Gelegenheit für ein Foto. Diese Pogrome finden jeden Tag statt und niemand macht sich die Mühe, euch über die meisten davon zu berichten.

    #Israel hat am Donnerstag einen weiteren Rekord in der #Selbstviktimisierung aufgestellt, die es so sehr genießt, und die Medien haben einen weiteren Rekord in der Aufstachelung, Übertreibung, Angstmacherei und vor allem in der Verschleierung von Informationen aufgestellt, die nicht in das #Narrativ passen, das seine Konsumenten genießen. Amsterdam bot eine unübersehbare Gelegenheit: Wieder einmal werden #Juden in Europa geschlagen.

    Ein #Fußballfan von #Maccabi Tel Aviv berichtete, dass er erst am Tag zuvor das Anne-Frank-Haus besucht hatte – was für ein schauriger Zufall – und der Radiomoderator brach fast in Tränen aus. Die rechtsgerichtete, ultranationalistische, deutsch-israelische #Propagandakorrespondentin in Deutschland, Antonia Yamin, erklärte, dass „Europa das Problem nicht versteht“: Im letzten Jahr kamen 300 Mitglieder einer Familie aus Khan Yunis nach #Berlin und einige von ihnen sind bereits polizeibekannt. Auch in Amsterdam ist Gaza schuld. Yamin vergaß natürlich zu erwähnen, aus welcher Hölle diese Familie gekommen war und wer sie geschaffen hat.

    So ist es, wenn man in der warmen, gemütlichen Blase lebt, völlig losgelöst von der Realität, in völliger Verleugnung, die die israelischen Medien für uns aufbauen: Wir sind immer die Opfer und die einzigen Opfer; es gab erst am 7. Oktober ein #Massaker; ganz Gaza ist schuld; alle #Araber sind blutrünstig; ganz Europa ist antisemitisch. Habt ihr irgendwelche Zweifel? Schaut euch die #Kristallnacht in Amsterdam an.
    Und nun zu den Fakten: In Amsterdam tobten einige israelische Fans bereits vor dem Pogrom auf den Straßen: abscheuliche, gebrüllte Sprechchöre wie „Wir werden die Araber ficken“ (auf Hebräisch) und das Entfernen einer palästinensischen Flagge, die rechtmäßig am Balkon eines Gebäudes hing, wurden in den israelischen Medien fast nie gezeigt, was das Bild des #Antisemitismus trüben könnte. Niemand stellte die erste Frage, die der Anblick von Gewalt und Hass in Amsterdam hätte aufwerfen müssen: Warum hassen sie uns so sehr? Nein, nicht weil wir Juden sind.

    Nicht, dass es keinen Antisemitismus gäbe: Natürlich gibt es ihn, und er muss bekämpft werden, aber der Versuch, alles darauf zu schieben, ist lächerlich und verlogen. Am Donnerstag wehte in Amsterdam ein antiisraelischer Wind, und das hat das Pogrom entfacht. Die nordafrikanischen Einwanderer, die Araber und die #Niederländer, die randalierten, haben die Schrecken in Gaza im vergangenen Jahr gesehen. Sie sind nicht bereit, darüber zu schweigen.

    Für sie sind die Opfer ihre Brüder und Landsleute. Und wer kann schon gleichgültig bleiben, wenn das eigene Volk auf so grausame Weise abgeschlachtet wird? Jeder marokkanische Kellner in jeder abgelegenen niederländischen Stadt hat viel mehr von Gaza gesehen als die Experten für arabische Angelegenheiten in Israel. Kein anständiger Mensch kann angesichts der Bilder aus Gaza gleichgültig bleiben. Die Randalierer in Amsterdam haben ungeheuerliche Gewalt verübt und verdienen Verurteilung und Bestrafung. Ein Pogrom lässt sich durch nichts rechtfertigen, weder in Amsterdam noch in Hawara.

    Aber die Ausschreitungen in Amsterdam haben auch einen Kontext, und Israel ist nicht bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Israel schickt lieber von nun an jedem israelischen Fußballfan, der nach Europa reist, einen Leibwächter mit, als zu fragen, warum sie uns so sehr hassen und wie dieser Hass gestillt werden kann. Schließlich ist er vor dem Krieg in Gaza nicht so ausgebrochen.

    Dies ist ein weiterer Preis des Gaza-Krieges, der hätte bedacht werden müssen: Die Welt wird uns dafür hassen. Jeder Israeli im Ausland wird von nun an Zielscheibe von Hass und Gewalt sein. Das passiert, wenn man fast 20.000 Kinder tötet, ethnische Säuberungen durchführt und den Gaza-Streifen zerstört. Es ist eine kleine Eigenart der Welt; sie mag keine Menschen, die solche Verbrechen begehen.

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    Quelle: haaretz.com/opinion/2024-11-10

  6. Die Demontage einer Staatsanwältin

    Anne #Brorhilker, ehemalige Ermittlerin bei der #Staatsanwaltschaft #Köln, war zuständig für die "Cum-Ex"-Verfahren. "Cum-Ex" steht für einen der größten Steuerraubzüge europaweit. Die Täter - "feine Leute" aus der #Oberschicht, darunter #Bankiers, (angeblich) seriöse #Rechtsanwälte und #Steuerberater sowie prominente Figuren wie Carsten #Maschmeier et al - hatten direkt und dreist in die #Steuerkasse gegriffen und sich Gelder ("Steuerrückerstattungen") auszahlen lassen, die sie nie eingezahlt hatten. Dreister geht nicht. Die Schäden gehen in die zweistelligen Milliardenbeträge.

    Anne Brorhilker hatte sich schnell in die ausgeprochen komplizierte Materie eingearbeitet, #Banken weltweit durchsuchen lassen - zum Missvergnügen ihrer Vorgesetzten - und hatte in wenigen Jahren über 60 #Strafverfahren eingeleitet. Gegen Hunderte von Beschuldigten. Viele davon sind bereits verurteilt, sitzen derweil im Knast.

    Aber wie das so ist: Wenn sich Mittelmaß in einer Behörde von Bestleistung umgeben sieht, werden die Aufrechten und Tüchtigen als Bedrohung angesehen. Und entsprechend behandelt.

    Das "Handelsblatt" hat die Demontage der weltweit anerkannten und gelobten Staatsanwältin detailliert rekonstruiert. Und dafür 2025 einen "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen bekommen. Am Montag, 30. Juni, ist die Preisverleihung.

    AnsTageslicht.de dokumentiert diese Geschichte in mehreren Kapiteln. Ebenso 'Portaits' ihrer handelnden Vorgesetzten.

    Die Top-Ermittlerin arbeitet inzwischen nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft. Sie geht das Problem jetzt von der anderen Seite an.

    #CapitalismIsADeathCult #Korruption #CumEx

  7. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf @3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“, das gemeine Publikum, diese besonderen Filme der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan B., Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  8. In #Österreich gedeiht der Nazismus, die rechtsextreme faschistische Radikalität und #Gewalt - und es scheint in der Politik niemanden zu interessieren (Worthülsenbekenntnisse ausgenommen) Der #FPÖ schadet die Bilanz der Gewalttaten nicht, ein Herbert Kickl agiert ungeniert weiter im alten Stiefel und sieht sich als "#Volkskanzler" am Horizont dräuen, mit tausendjähriger Patina auf TikTok Kultur aufgepeppt.

    taz.de/Rechtsextreme-Taten-auf

  9. Lesetagebuch Kate Zambreno – Mutter (Ein Gemurmel)

    Gestern lag Kate Zambrenos „Mutter (Ein Gemurmel) bereits im Briefkasten. Eigentlich war es mir ja schon beim Coverbild, Femme maison von Bourgeois klar, und die ersten Sätze bestätigen die Vermutung: das ist eines der Bücher, die mir wirklich etwas bedeuten, die in eine Reihe aufgenommen werden mit Anne Carson und Ilse Aichinger, Marguerite Duras und eben Louise Bourgeois. Ein Buch, das mich begleitet wie eine gute Freundin, das mich nährt wie eine Mutter.

    Immer wenn ich diese Art Bücher lese, denke ich, dass ich es genauso machen will, dass das jetzt der ultimative Weg ist, um zu schreiben, um schreibend etwas herauszufinden und zu bewältigen. Und immer wieder stelle ich fest: Das ist genau der Weg für diese Autorin, aber ich bin nicht sie.

    Zambreno schreibt also von der wunderbaren Louise Bourgeois, von einer der Zellen, die ich vor Jahren hier in der Kunsthalle erleben durfte, damals lebte Louise Bourgeois noch. Diese Nachbildung ihres Elternhauses also, über dem eine Guillotine schwebt, die, wie Bourgeois sagte, „auch für das Bedürfnis nach einer Zerstörung der Vergangenheit durch die Gegenwart“ steht. Sie (also Bourgeois) sagte: „Um wirklich einen Exorzismus zu vollziehen, der mich von der Vergangenheit befreit, muss ich sie rekonstruieren, mich mit ihr auseinandersetzen, sie in eine Statue verwandeln und sie loswerden, indem ich Skulpturen schaffe. Dann kann ich sie vergessen. Ich habe meine Schuld mit der Vergangenheit beglichen und bin befreit.“

    Zambreno weiter: „Auf die Frage, weshalb die Umzäunung wie ein Gefängnis aussehe, antwortete sie: „Weil ich eine Gefangene meiner Erinnerungen bin. Ich bin eine Gefangene meiner Erinnerungen, und mein Ziel ist es, sie loszuwerden.“

    Und dann nimmt Zambreno das Bild des Hauses, um damit weiter zu machen, um ihre eigene Gefangenschaft zu untersuchen, sie ahmt die Skulptur Bourgeoise schriftlich nach.

    Vielleicht ist diese Auseinandersetzung mit der Mutter, mit der eigenen Kindheit, der Vergangenheit eine Art Suche nach dem Urtext, dem eigentlich zu uns gehörenden Text, der überschrieben wurde durch Erziehung und Sozialisation usw.

    #Erinnerung #KateZambreno #LouiseBourgeois #Mutter #Urtext

  10. Der Angriff in Amsterdam zeigt, dass die Israelis die von ihnen geschaffene Realität leugnen

    Gideon Levy, Haaretz

    Am Donnerstag fand in #Amsterdam ein hässliches, kriminelles Pogrom gegen israelische #Fußballfans statt. Ähnliche Pogrome, die von Siedlern verübt werden, finden fast täglich im #Westjordanland statt. Die Pogrome in #Hawara beispielsweise übertrafen in ihrem Ausmaß und ihrer Gewalt sogar den #Holocaust II in Amsterdam. Am Tag nach dem Pogrom in den #Niederlanden wüteten gewalttätige Siedler in #Surif; zwei Tage zuvor wüteten sie in Al-Maniya.

    Während in Amsterdam Israelis verprügelt wurden, wurden im #Gazastreifen wahllos Dutzende Menschen getötet, darunter viele #Kinder, wie jeden Tag. Die täglichen Pogrome im Westjordanland und natürlich der Krieg in #Gaza wurden nicht mit dem Holocaust verglichen; der Vorsitzende von Yad Vashem wurde nicht dazu interviewt; es wurde keine Rettungsmannschaft entsandt, um ihre Opfer zu retten; der israelische Außenminister und der Sprecher der #Knesset betrachteten sie nicht als Gelegenheit für ein Foto. Diese Pogrome finden jeden Tag statt und niemand macht sich die Mühe, euch über die meisten davon zu berichten.

    #Israel hat am Donnerstag einen weiteren Rekord in der #Selbstviktimisierung aufgestellt, die es so sehr genießt, und die Medien haben einen weiteren Rekord in der Aufstachelung, Übertreibung, Angstmacherei und vor allem in der Verschleierung von Informationen aufgestellt, die nicht in das #Narrativ passen, das seine Konsumenten genießen. Amsterdam bot eine unübersehbare Gelegenheit: Wieder einmal werden #Juden in Europa geschlagen.

    Ein #Fußballfan von #Maccabi Tel Aviv berichtete, dass er erst am Tag zuvor das Anne-Frank-Haus besucht hatte – was für ein schauriger Zufall – und der Radiomoderator brach fast in Tränen aus. Die rechtsgerichtete, ultranationalistische, deutsch-israelische #Propagandakorrespondentin in Deutschland, Antonia Yamin, erklärte, dass „Europa das Problem nicht versteht“: Im letzten Jahr kamen 300 Mitglieder einer Familie aus Khan Yunis nach #Berlin und einige von ihnen sind bereits polizeibekannt. Auch in Amsterdam ist Gaza schuld. Yamin vergaß natürlich zu erwähnen, aus welcher Hölle diese Familie gekommen war und wer sie geschaffen hat.

    So ist es, wenn man in der warmen, gemütlichen Blase lebt, völlig losgelöst von der Realität, in völliger Verleugnung, die die israelischen Medien für uns aufbauen: Wir sind immer die Opfer und die einzigen Opfer; es gab erst am 7. Oktober ein #Massaker; ganz Gaza ist schuld; alle #Araber sind blutrünstig; ganz Europa ist antisemitisch. Habt ihr irgendwelche Zweifel? Schaut euch die #Kristallnacht in Amsterdam an.
    Und nun zu den Fakten: In Amsterdam tobten einige israelische Fans bereits vor dem Pogrom auf den Straßen: abscheuliche, gebrüllte Sprechchöre wie „Wir werden die Araber ficken“ (auf Hebräisch) und das Entfernen einer palästinensischen Flagge, die rechtmäßig am Balkon eines Gebäudes hing, wurden in den israelischen Medien fast nie gezeigt, was das Bild des #Antisemitismus trüben könnte. Niemand stellte die erste Frage, die der Anblick von Gewalt und Hass in Amsterdam hätte aufwerfen müssen: Warum hassen sie uns so sehr? Nein, nicht weil wir Juden sind.

    Nicht, dass es keinen Antisemitismus gäbe: Natürlich gibt es ihn, und er muss bekämpft werden, aber der Versuch, alles darauf zu schieben, ist lächerlich und verlogen. Am Donnerstag wehte in Amsterdam ein antiisraelischer Wind, und das hat das Pogrom entfacht. Die nordafrikanischen Einwanderer, die Araber und die #Niederländer, die randalierten, haben die Schrecken in Gaza im vergangenen Jahr gesehen. Sie sind nicht bereit, darüber zu schweigen.

    Für sie sind die Opfer ihre Brüder und Landsleute. Und wer kann schon gleichgültig bleiben, wenn das eigene Volk auf so grausame Weise abgeschlachtet wird? Jeder marokkanische Kellner in jeder abgelegenen niederländischen Stadt hat viel mehr von Gaza gesehen als die Experten für arabische Angelegenheiten in Israel. Kein anständiger Mensch kann angesichts der Bilder aus Gaza gleichgültig bleiben. Die Randalierer in Amsterdam haben ungeheuerliche Gewalt verübt und verdienen Verurteilung und Bestrafung. Ein Pogrom lässt sich durch nichts rechtfertigen, weder in Amsterdam noch in Hawara.

    Aber die Ausschreitungen in Amsterdam haben auch einen Kontext, und Israel ist nicht bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Israel schickt lieber von nun an jedem israelischen Fußballfan, der nach Europa reist, einen Leibwächter mit, als zu fragen, warum sie uns so sehr hassen und wie dieser Hass gestillt werden kann. Schließlich ist er vor dem Krieg in Gaza nicht so ausgebrochen.

    Dies ist ein weiterer Preis des Gaza-Krieges, der hätte bedacht werden müssen: Die Welt wird uns dafür hassen. Jeder Israeli im Ausland wird von nun an Zielscheibe von Hass und Gewalt sein. Das passiert, wenn man fast 20.000 Kinder tötet, ethnische Säuberungen durchführt und den Gaza-Streifen zerstört. Es ist eine kleine Eigenart der Welt; sie mag keine Menschen, die solche Verbrechen begehen.

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    Quelle: haaretz.com/opinion/2024-11-10

  11. Der Angriff in Amsterdam zeigt, dass die Israelis die von ihnen geschaffene Realität leugnen

    Gideon Levy, Haaretz

    Am Donnerstag fand in #Amsterdam ein hässliches, kriminelles Pogrom gegen israelische #Fußballfans statt. Ähnliche Pogrome, die von Siedlern verübt werden, finden fast täglich im #Westjordanland statt. Die Pogrome in #Hawara beispielsweise übertrafen in ihrem Ausmaß und ihrer Gewalt sogar den #Holocaust II in Amsterdam. Am Tag nach dem Pogrom in den #Niederlanden wüteten gewalttätige Siedler in #Surif; zwei Tage zuvor wüteten sie in Al-Maniya.

    Während in Amsterdam Israelis verprügelt wurden, wurden im #Gazastreifen wahllos Dutzende Menschen getötet, darunter viele #Kinder, wie jeden Tag. Die täglichen Pogrome im Westjordanland und natürlich der Krieg in #Gaza wurden nicht mit dem Holocaust verglichen; der Vorsitzende von Yad Vashem wurde nicht dazu interviewt; es wurde keine Rettungsmannschaft entsandt, um ihre Opfer zu retten; der israelische Außenminister und der Sprecher der #Knesset betrachteten sie nicht als Gelegenheit für ein Foto. Diese Pogrome finden jeden Tag statt und niemand macht sich die Mühe, euch über die meisten davon zu berichten.

    #Israel hat am Donnerstag einen weiteren Rekord in der #Selbstviktimisierung aufgestellt, die es so sehr genießt, und die Medien haben einen weiteren Rekord in der Aufstachelung, Übertreibung, Angstmacherei und vor allem in der Verschleierung von Informationen aufgestellt, die nicht in das #Narrativ passen, das seine Konsumenten genießen. Amsterdam bot eine unübersehbare Gelegenheit: Wieder einmal werden #Juden in Europa geschlagen.

    Ein #Fußballfan von #Maccabi Tel Aviv berichtete, dass er erst am Tag zuvor das Anne-Frank-Haus besucht hatte – was für ein schauriger Zufall – und der Radiomoderator brach fast in Tränen aus. Die rechtsgerichtete, ultranationalistische, deutsch-israelische #Propagandakorrespondentin in Deutschland, Antonia Yamin, erklärte, dass „Europa das Problem nicht versteht“: Im letzten Jahr kamen 300 Mitglieder einer Familie aus Khan Yunis nach #Berlin und einige von ihnen sind bereits polizeibekannt. Auch in Amsterdam ist Gaza schuld. Yamin vergaß natürlich zu erwähnen, aus welcher Hölle diese Familie gekommen war und wer sie geschaffen hat.

    So ist es, wenn man in der warmen, gemütlichen Blase lebt, völlig losgelöst von der Realität, in völliger Verleugnung, die die israelischen Medien für uns aufbauen: Wir sind immer die Opfer und die einzigen Opfer; es gab erst am 7. Oktober ein #Massaker; ganz Gaza ist schuld; alle #Araber sind blutrünstig; ganz Europa ist antisemitisch. Habt ihr irgendwelche Zweifel? Schaut euch die #Kristallnacht in Amsterdam an.
    Und nun zu den Fakten: In Amsterdam tobten einige israelische Fans bereits vor dem Pogrom auf den Straßen: abscheuliche, gebrüllte Sprechchöre wie „Wir werden die Araber ficken“ (auf Hebräisch) und das Entfernen einer palästinensischen Flagge, die rechtmäßig am Balkon eines Gebäudes hing, wurden in den israelischen Medien fast nie gezeigt, was das Bild des #Antisemitismus trüben könnte. Niemand stellte die erste Frage, die der Anblick von Gewalt und Hass in Amsterdam hätte aufwerfen müssen: Warum hassen sie uns so sehr? Nein, nicht weil wir Juden sind.

    Nicht, dass es keinen Antisemitismus gäbe: Natürlich gibt es ihn, und er muss bekämpft werden, aber der Versuch, alles darauf zu schieben, ist lächerlich und verlogen. Am Donnerstag wehte in Amsterdam ein antiisraelischer Wind, und das hat das Pogrom entfacht. Die nordafrikanischen Einwanderer, die Araber und die #Niederländer, die randalierten, haben die Schrecken in Gaza im vergangenen Jahr gesehen. Sie sind nicht bereit, darüber zu schweigen.

    Für sie sind die Opfer ihre Brüder und Landsleute. Und wer kann schon gleichgültig bleiben, wenn das eigene Volk auf so grausame Weise abgeschlachtet wird? Jeder marokkanische Kellner in jeder abgelegenen niederländischen Stadt hat viel mehr von Gaza gesehen als die Experten für arabische Angelegenheiten in Israel. Kein anständiger Mensch kann angesichts der Bilder aus Gaza gleichgültig bleiben. Die Randalierer in Amsterdam haben ungeheuerliche Gewalt verübt und verdienen Verurteilung und Bestrafung. Ein Pogrom lässt sich durch nichts rechtfertigen, weder in Amsterdam noch in Hawara.

    Aber die Ausschreitungen in Amsterdam haben auch einen Kontext, und Israel ist nicht bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Israel schickt lieber von nun an jedem israelischen Fußballfan, der nach Europa reist, einen Leibwächter mit, als zu fragen, warum sie uns so sehr hassen und wie dieser Hass gestillt werden kann. Schließlich ist er vor dem Krieg in Gaza nicht so ausgebrochen.

    Dies ist ein weiterer Preis des Gaza-Krieges, der hätte bedacht werden müssen: Die Welt wird uns dafür hassen. Jeder Israeli im Ausland wird von nun an Zielscheibe von Hass und Gewalt sein. Das passiert, wenn man fast 20.000 Kinder tötet, ethnische Säuberungen durchführt und den Gaza-Streifen zerstört. Es ist eine kleine Eigenart der Welt; sie mag keine Menschen, die solche Verbrechen begehen.

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    Quelle: haaretz.com/opinion/2024-11-10

  12. Der Angriff in Amsterdam zeigt, dass die Israelis die von ihnen geschaffene Realität leugnen

    Gideon Levy, Haaretz

    Am Donnerstag fand in #Amsterdam ein hässliches, kriminelles Pogrom gegen israelische #Fußballfans statt. Ähnliche Pogrome, die von Siedlern verübt werden, finden fast täglich im #Westjordanland statt. Die Pogrome in #Hawara beispielsweise übertrafen in ihrem Ausmaß und ihrer Gewalt sogar den #Holocaust II in Amsterdam. Am Tag nach dem Pogrom in den #Niederlanden wüteten gewalttätige Siedler in #Surif; zwei Tage zuvor wüteten sie in Al-Maniya.

    Während in Amsterdam Israelis verprügelt wurden, wurden im #Gazastreifen wahllos Dutzende Menschen getötet, darunter viele #Kinder, wie jeden Tag. Die täglichen Pogrome im Westjordanland und natürlich der Krieg in #Gaza wurden nicht mit dem Holocaust verglichen; der Vorsitzende von Yad Vashem wurde nicht dazu interviewt; es wurde keine Rettungsmannschaft entsandt, um ihre Opfer zu retten; der israelische Außenminister und der Sprecher der #Knesset betrachteten sie nicht als Gelegenheit für ein Foto. Diese Pogrome finden jeden Tag statt und niemand macht sich die Mühe, euch über die meisten davon zu berichten.

    #Israel hat am Donnerstag einen weiteren Rekord in der #Selbstviktimisierung aufgestellt, die es so sehr genießt, und die Medien haben einen weiteren Rekord in der Aufstachelung, Übertreibung, Angstmacherei und vor allem in der Verschleierung von Informationen aufgestellt, die nicht in das #Narrativ passen, das seine Konsumenten genießen. Amsterdam bot eine unübersehbare Gelegenheit: Wieder einmal werden #Juden in Europa geschlagen.

    Ein #Fußballfan von #Maccabi Tel Aviv berichtete, dass er erst am Tag zuvor das Anne-Frank-Haus besucht hatte – was für ein schauriger Zufall – und der Radiomoderator brach fast in Tränen aus. Die rechtsgerichtete, ultranationalistische, deutsch-israelische #Propagandakorrespondentin in Deutschland, Antonia Yamin, erklärte, dass „Europa das Problem nicht versteht“: Im letzten Jahr kamen 300 Mitglieder einer Familie aus Khan Yunis nach #Berlin und einige von ihnen sind bereits polizeibekannt. Auch in Amsterdam ist Gaza schuld. Yamin vergaß natürlich zu erwähnen, aus welcher Hölle diese Familie gekommen war und wer sie geschaffen hat.

    So ist es, wenn man in der warmen, gemütlichen Blase lebt, völlig losgelöst von der Realität, in völliger Verleugnung, die die israelischen Medien für uns aufbauen: Wir sind immer die Opfer und die einzigen Opfer; es gab erst am 7. Oktober ein #Massaker; ganz Gaza ist schuld; alle #Araber sind blutrünstig; ganz Europa ist antisemitisch. Habt ihr irgendwelche Zweifel? Schaut euch die #Kristallnacht in Amsterdam an.
    Und nun zu den Fakten: In Amsterdam tobten einige israelische Fans bereits vor dem Pogrom auf den Straßen: abscheuliche, gebrüllte Sprechchöre wie „Wir werden die Araber ficken“ (auf Hebräisch) und das Entfernen einer palästinensischen Flagge, die rechtmäßig am Balkon eines Gebäudes hing, wurden in den israelischen Medien fast nie gezeigt, was das Bild des #Antisemitismus trüben könnte. Niemand stellte die erste Frage, die der Anblick von Gewalt und Hass in Amsterdam hätte aufwerfen müssen: Warum hassen sie uns so sehr? Nein, nicht weil wir Juden sind.

    Nicht, dass es keinen Antisemitismus gäbe: Natürlich gibt es ihn, und er muss bekämpft werden, aber der Versuch, alles darauf zu schieben, ist lächerlich und verlogen. Am Donnerstag wehte in Amsterdam ein antiisraelischer Wind, und das hat das Pogrom entfacht. Die nordafrikanischen Einwanderer, die Araber und die #Niederländer, die randalierten, haben die Schrecken in Gaza im vergangenen Jahr gesehen. Sie sind nicht bereit, darüber zu schweigen.

    Für sie sind die Opfer ihre Brüder und Landsleute. Und wer kann schon gleichgültig bleiben, wenn das eigene Volk auf so grausame Weise abgeschlachtet wird? Jeder marokkanische Kellner in jeder abgelegenen niederländischen Stadt hat viel mehr von Gaza gesehen als die Experten für arabische Angelegenheiten in Israel. Kein anständiger Mensch kann angesichts der Bilder aus Gaza gleichgültig bleiben. Die Randalierer in Amsterdam haben ungeheuerliche Gewalt verübt und verdienen Verurteilung und Bestrafung. Ein Pogrom lässt sich durch nichts rechtfertigen, weder in Amsterdam noch in Hawara.

    Aber die Ausschreitungen in Amsterdam haben auch einen Kontext, und Israel ist nicht bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Israel schickt lieber von nun an jedem israelischen Fußballfan, der nach Europa reist, einen Leibwächter mit, als zu fragen, warum sie uns so sehr hassen und wie dieser Hass gestillt werden kann. Schließlich ist er vor dem Krieg in Gaza nicht so ausgebrochen.

    Dies ist ein weiterer Preis des Gaza-Krieges, der hätte bedacht werden müssen: Die Welt wird uns dafür hassen. Jeder Israeli im Ausland wird von nun an Zielscheibe von Hass und Gewalt sein. Das passiert, wenn man fast 20.000 Kinder tötet, ethnische Säuberungen durchführt und den Gaza-Streifen zerstört. Es ist eine kleine Eigenart der Welt; sie mag keine Menschen, die solche Verbrechen begehen.

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    Quelle: haaretz.com/opinion/2024-11-10

  13. Der Angriff in Amsterdam zeigt, dass die Israelis die von ihnen geschaffene Realität leugnen

    Gideon Levy, Haaretz

    Am Donnerstag fand in #Amsterdam ein hässliches, kriminelles Pogrom gegen israelische #Fußballfans statt. Ähnliche Pogrome, die von Siedlern verübt werden, finden fast täglich im #Westjordanland statt. Die Pogrome in #Hawara beispielsweise übertrafen in ihrem Ausmaß und ihrer Gewalt sogar den #Holocaust II in Amsterdam. Am Tag nach dem Pogrom in den #Niederlanden wüteten gewalttätige Siedler in #Surif; zwei Tage zuvor wüteten sie in Al-Maniya.

    Während in Amsterdam Israelis verprügelt wurden, wurden im #Gazastreifen wahllos Dutzende Menschen getötet, darunter viele #Kinder, wie jeden Tag. Die täglichen Pogrome im Westjordanland und natürlich der Krieg in #Gaza wurden nicht mit dem Holocaust verglichen; der Vorsitzende von Yad Vashem wurde nicht dazu interviewt; es wurde keine Rettungsmannschaft entsandt, um ihre Opfer zu retten; der israelische Außenminister und der Sprecher der #Knesset betrachteten sie nicht als Gelegenheit für ein Foto. Diese Pogrome finden jeden Tag statt und niemand macht sich die Mühe, euch über die meisten davon zu berichten.

    #Israel hat am Donnerstag einen weiteren Rekord in der #Selbstviktimisierung aufgestellt, die es so sehr genießt, und die Medien haben einen weiteren Rekord in der Aufstachelung, Übertreibung, Angstmacherei und vor allem in der Verschleierung von Informationen aufgestellt, die nicht in das #Narrativ passen, das seine Konsumenten genießen. Amsterdam bot eine unübersehbare Gelegenheit: Wieder einmal werden #Juden in Europa geschlagen.

    Ein #Fußballfan von #Maccabi Tel Aviv berichtete, dass er erst am Tag zuvor das Anne-Frank-Haus besucht hatte – was für ein schauriger Zufall – und der Radiomoderator brach fast in Tränen aus. Die rechtsgerichtete, ultranationalistische, deutsch-israelische #Propagandakorrespondentin in Deutschland, Antonia Yamin, erklärte, dass „Europa das Problem nicht versteht“: Im letzten Jahr kamen 300 Mitglieder einer Familie aus Khan Yunis nach #Berlin und einige von ihnen sind bereits polizeibekannt. Auch in Amsterdam ist Gaza schuld. Yamin vergaß natürlich zu erwähnen, aus welcher Hölle diese Familie gekommen war und wer sie geschaffen hat.

    So ist es, wenn man in der warmen, gemütlichen Blase lebt, völlig losgelöst von der Realität, in völliger Verleugnung, die die israelischen Medien für uns aufbauen: Wir sind immer die Opfer und die einzigen Opfer; es gab erst am 7. Oktober ein #Massaker; ganz Gaza ist schuld; alle #Araber sind blutrünstig; ganz Europa ist antisemitisch. Habt ihr irgendwelche Zweifel? Schaut euch die #Kristallnacht in Amsterdam an.
    Und nun zu den Fakten: In Amsterdam tobten einige israelische Fans bereits vor dem Pogrom auf den Straßen: abscheuliche, gebrüllte Sprechchöre wie „Wir werden die Araber ficken“ (auf Hebräisch) und das Entfernen einer palästinensischen Flagge, die rechtmäßig am Balkon eines Gebäudes hing, wurden in den israelischen Medien fast nie gezeigt, was das Bild des #Antisemitismus trüben könnte. Niemand stellte die erste Frage, die der Anblick von Gewalt und Hass in Amsterdam hätte aufwerfen müssen: Warum hassen sie uns so sehr? Nein, nicht weil wir Juden sind.

    Nicht, dass es keinen Antisemitismus gäbe: Natürlich gibt es ihn, und er muss bekämpft werden, aber der Versuch, alles darauf zu schieben, ist lächerlich und verlogen. Am Donnerstag wehte in Amsterdam ein antiisraelischer Wind, und das hat das Pogrom entfacht. Die nordafrikanischen Einwanderer, die Araber und die #Niederländer, die randalierten, haben die Schrecken in Gaza im vergangenen Jahr gesehen. Sie sind nicht bereit, darüber zu schweigen.

    Für sie sind die Opfer ihre Brüder und Landsleute. Und wer kann schon gleichgültig bleiben, wenn das eigene Volk auf so grausame Weise abgeschlachtet wird? Jeder marokkanische Kellner in jeder abgelegenen niederländischen Stadt hat viel mehr von Gaza gesehen als die Experten für arabische Angelegenheiten in Israel. Kein anständiger Mensch kann angesichts der Bilder aus Gaza gleichgültig bleiben. Die Randalierer in Amsterdam haben ungeheuerliche Gewalt verübt und verdienen Verurteilung und Bestrafung. Ein Pogrom lässt sich durch nichts rechtfertigen, weder in Amsterdam noch in Hawara.

    Aber die Ausschreitungen in Amsterdam haben auch einen Kontext, und Israel ist nicht bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Israel schickt lieber von nun an jedem israelischen Fußballfan, der nach Europa reist, einen Leibwächter mit, als zu fragen, warum sie uns so sehr hassen und wie dieser Hass gestillt werden kann. Schließlich ist er vor dem Krieg in Gaza nicht so ausgebrochen.

    Dies ist ein weiterer Preis des Gaza-Krieges, der hätte bedacht werden müssen: Die Welt wird uns dafür hassen. Jeder Israeli im Ausland wird von nun an Zielscheibe von Hass und Gewalt sein. Das passiert, wenn man fast 20.000 Kinder tötet, ethnische Säuberungen durchführt und den Gaza-Streifen zerstört. Es ist eine kleine Eigenart der Welt; sie mag keine Menschen, die solche Verbrechen begehen.

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    Quelle: haaretz.com/opinion/2024-11-10

  14. Apple TV – podsumowanie premier #148

    Zapraszam do 148. wydania przeglądu nowości i zapowiedzi platformy Apple TV.

    Apple odświeżyło wizerunek czołówki Apple TVp

    Na nowej stronie i we wszystkich aplikacjach TV pojawiło się nowe logo Apple TV, co stanowi kolejny etap trwającego rebrandingu poprzedniej nazwy platformy Apple TV+, która dziś nazywa się Apple TV.

    Poprzednio:

    Nowe intro Apple TV stworzone bez efektów komputerowych!

    Ciekawostka – Apple zaprezentowało nowe intro Apple TV, które powstało w całości przy użyciu praktycznych efektów. Zamiast technologii cyfrowych, twórcy wykorzystali szklane wersje logo Apple TV, nagrane kamerą z użyciem fizycznych ruchów i zmiennego oświetlenia. Projekt zrealizowano we współpracy z agencją TBWA\Media Arts Lab.

    Apple TV’s colorful new branding was built with glass and captured in-camera. pic.twitter.com/Y8T4jXHKH1

    — Andreas Storm (@avstorm) November 6, 2025

    Nowe intro pojawia się przed wszystkimi treściami Apple TV i ma trzy wersje: 1-sekundową (trailery), 5-sekundową (seriale) i 12-sekundową (filmy). Towarzyszy mu nowy motyw dźwiękowy skomponowany przez Finneasa.

    Premiery

    Jak zawsze na początku nowego miesiąca, Apple przygotowały swój własny, krótki materiał podsumowujący nadchodzące w listopadzie nowości.

    „Stiller & Meara: Nothing is Lost” →

    Na platformie Apple TV zadebiutował dokument „Stiller & Meara: Nothing is Lost”, w którym Ben Stiller opowiada historię swoich rodziców – kultowych komików Jerry’ego Stillera („Seinfeld”) i Anne Meary („Night at the Museum”).

    Produkcja ukazuje ich życie prywatne i zawodowe, wpływ na kulturę popularną oraz rodzinę, w której granice między sztuką a codziennością często się zacierały. Stiller dzieli się osobistymi wspomnieniami i refleksjami, odsłaniając niepublikowane wcześniej historie.

    W realizacji projektu udział wzięli m.in. John Lesher („Birdman”), Geoffrey Richman („Tiger King”) i Lizz Morhaim („The Super Models”). Dokument to kolejny efekt współpracy Stillera z Apple – jest on także twórcą serialu „Severance”, który zdobył rekordowe 27 nominacji do Emmy w tym roku.

    „Down Cemetery Road” →

    Dostaliśmy także nowy serial kryminalny „Down Cemetery Road” od autora „Slow Horses”.

    W rolach głównych występują Emma Thompson jako prywatna detektyw Zoë Boehm oraz Ruth Wilson jako Sarah Tucker – kobieta, która po wybuchu domu w spokojnej dzielnicy Oksfordu i zaginięciu dziewczynki rozpoczyna prywatne śledztwo. Trop prowadzi do spisku, w którym zmarli okazują się żywi, a żywi – szybko dołączają do martwych.

    „Down Cemetery Road” zamyka tegoroczne jesienne trio thrillerów Apple TV, obok „The Savant” z Jessicą Chastain i „The Last Frontier” z Jasonem Clarkiem. Premiera nastąpi w dniu finału 5. sezonu „Slow Horses”.

    „Pluribus” od twórcy „Breaking Bad” →

    W końcu jest! Nowy serial „Pluribus” od twórcy „Breaking Bad”. W roli głównej wystąpi Rhea Seehorn („Better Call Saul”).

    Serial już przed premierą zebrał świetne oceny wśród krytyków. Choć pełne recenzje objęte były embargiem, krytycy zapowiadali, że „Pluribus” to jedna z najciekawszych premier roku. Alan Sepinwall z Rolling Stone nazwał serial „porywającym i olśniewającym dziełem rozrywki”, chwaląc połączenie filmowego rozmachu z narracyjną precyzją znaną z wcześniejszych produkcji Gilligana. Serial ma imponujący budżet — 15 milionów dolarów na odcinek, a w centrum fabuły znajduje się postać Carol (grana przez Rhee Seahorn).

    „Pluribus” to tajemniczy thriller sci-fi, w którym „najbardziej nieszczęśliwa osoba na Ziemi musi ocalić świat przed… szczęściem”. Fabuła owiana jest tajemnicą, a w obsadzie znaleźli się także Karolina Wydra, Carlos-Manuel Vesga i Samba Schutte. Serial nie jest powiązany z uniwersum „Breaking Bad” i stanowi całkowicie oryginalną historię.

    Apple zamówiło od razu dwa sezony, a pierwszy liczyć będzie dziewięć odcinków. Serial promowany jest m.in. podczas San Diego Comic-Con, a pełny zwiastun pojawi się w nadchodzących miesiącach.

    Apple TV wprowadza oficjalny podcast towarzyszący serialowi „Pluribus”

    Z okazji premiery nowego serialu Apple udostępnia oficjalny podcast „Pluribus: The Official Podcast”, który będzie publikowany co tydzień – w każdy piątek, po premierze nowego odcinka. Podcast, prowadzony przez Chrisa McCaleba, montażystę serialu, przedstawi rozmowy z twórcami, aktorami i ekipą produkcyjną, odkrywając kulisy powstawania serii.

    To pierwsza od dłuższego czasu autorska produkcja podcastowa Apple TV+, po wcześniejszych projektach takich jak „Foundation” czy „Prehistoric Planet”.

    Zapowiedzi

    12 listopada – trailer 2. sezonu „Palm Royale” →

    Apple TV ogłosiło datę premiery drugiego sezonu komedii „Palm Royale”. Nowe odcinki zadebiutują 12 listopada 2025 roku, a finał sezonu zaplanowano na 14 stycznia 2026.

    W obsadzie ponownie zobaczymy gwiazdy: Kristen Wiig, Laurę Dern, Allison Janney, Ricky’ego Martina, Josha Lucasa, Kaię Gerber i legendarną Carol Burnett.

    Pierwszy sezon serialu, który zadebiutował wiosną 2024 roku, mimo mieszanych recenzji krytyków zdobył wierną publiczność i stał się niespodziewanym hitem platformy.

    Drugi sezon skupi się na losach Maxine Dellacorte (Wiig), która po skandalu zostaje wykluczona z towarzystwa. Aby odzyskać pozycję w świecie Palm Beach, będzie musiała udowodnić, że potrafi nie tylko przetrwać, ale i rządzić w świecie pełnym sekretów, intryg i kłamstw.

    14 listopada – trailer „Come See Me in the Good Light” →

    Apple TV ogłosiło, że nabyło globalne prawa do uznanego dokumentu „Come See Me in the Good Light”, reżysera Ryana White’a, który w 2025 roku został wybrany na Sundance Film Festival i zdobył nagrodę Festival Favorite Award.

    Po światowej premierze na festiwalu film był powszechnie chwalony jako „pięknie wykonany” i „wyjątkowy dokument”, który oferuje „wzruszające spojrzenie na kruchość ludzkiego życia”. Film zdobył również nagrodę publiczności na Międzynarodowym Festiwalu Filmowym w Boulder, Międzynarodowym Festiwalu Filmowym w Cleveland i Festiwalu Filmów Dokumentalnych Full Frame.

    „Come See Me in the Good Light” zadebiutuje globalnie na Apple TV jesienią tego roku. Jest to przejmująca i niespodziewanie zabawna historia miłosna o poetkach Andrei Gibson i Megan Falley, które z radością, dowcipem i niezachwianym partnerstwem stawiają czoła nieuleczalnej diagnozie raka. Poprzez śmiech i niezachwianą miłość przekształcają ból w cel, a śmiertelność we wzruszającą celebrację odporności.

    „Come See Me in the Good Light” wyreżyserował White („Pamela, A Love Story”, „The Keepers”, „Visible: Out on Television”), który jest także producentem wraz z Jessicą Hargrave („Pamela, A Love Story”, „The Keepers”, „Visible: Out on Television”), Tig Notaro („The Morning Show”, „Star Trek”, „Am I OK?”) i Stef Willen (»Em«, „Have Tig at Your Party”).

    Film zawiera oryginalną piosenkę w wykonaniu zdobywczyni nagrody Grammy i nominowanej do nagrody Emmy Sary Bareilles oraz zdobywczyni nagrody Grammy, zdobywczyni nagrody Emmy i nominowanej do Oscara Brandi Carlile, napisaną przez Andreę Gibson, Bareilles i Brandi Carlile.

    21 listopada – „The Family Plan 2” – hit Apple TV powraca w świątecznej premierze →

    Apple TV ogłosiło premierę sequela swojego hitowego filmu, „The Family Plan 2”, który trafi na platformę 21 listopada, tuż przed Świętem Dziękczynienia.

    W filmie powracają Mark Wahlberg, Michelle Monaghan, Zoe Colletti i Van Crosby, a do obsady dołącza Kit Harington. Akcja rozgrywa się podczas świątecznych wakacji, kiedy Dan (Wahlberg) i jego rodzina muszą stawić czoła tajemniczemu gościowi z przeszłości, prowadzącym do serii zabawnych pościgów, napadów i świątecznych przygód w Europie.

    Holiday cheer, family chaos, and a little global chase — the Morgans are back.

    The Family Plan 2 premieres November 21. pic.twitter.com/mwUSaxK4eq

    — Apple TV (@AppleTV) October 9, 2025

    Pierwszą część, „The Family Plan”, można oglądać już teraz na Apple TV.

    26 listopada – trailer „Prehistoric Planet: Ice Age” →

    „Prehistoric Planet: Ice Age” – nowy pięcioodcinkowy serial przyrodniczy od BBC i Apple TV zadebiutuje na platformie już 26 listopada.

    „Prehistoric Planet: Ice Age” to nowa odsłona nagradzanego serialu przyrodniczego, produkowana przez BBC Studios Natural History Unit („Planet Earth”), z udziałem producentów wykonawczych Jona Favreau i Mike’a Guntona. Narratorem jest laureat Złotego Globu i Nagrody Oliviera, Tom Hiddleston („Earthsounds”). Muzykę skomponowali Hans Zimmer, Anže Rozman i Kara Talve z Bleeding Fingers Music.

    Serial zabiera widzów w epokę po wymarciu dinozaurów, kiedy lodowce zdominowały świat, a walka o przetrwanie stała się niezwykle zacięta. To czas pojawienia się nowych gigantów – charakterystycznej megafauny.

    Tymczasem polecam nadrobić poprzednie sezony.

    26 listopada – 3. sezon „WondLa” →

    Apple TV ogłosiło premierę ostatniego sezonu trylogii animowanej „WondLa”, która zadebiutuje 26 listopada 2025 na całym świecie. Serial powstaje w Skydance Animation i oparty jest na bestsellerowej serii książek Tony’ego DiTerlizzi „The Search for WondLa”. Showrunnerem i producentem wykonawczym jest Bobs Gannaway.

    Finałowa odsłona składa się z 6 ekscytujących półgodzinnych odcinków i przedstawia gwiazdorską obsadę głosową, m.in.: Jeanine Mason, Brad Garrett, Gary Anthony Williams, Alan Tudyk, John Ratzenberger, Shohreh Aghdashloo i Maz Jobrani. Sezon jest współprodukowany przez DiTerlizzi, Gannaway, Ellen Goldsmith-Vein, Jeremy’ego Bella, Julie Kane-Ritsch oraz zespół Skydance Animation.

    3 grudnia – trailer „The Hunt” →

    Apple ogłosiło premierę nowego thrillera w języku francuskim – „The Hunt”, który zadebiutuje na Apple TV 3 grudnia 2025. Pierwszego dnia pojawią się dwa odcinki, kolejne co tydzień aż do 31 grudnia.

    Serial opowiada historię Francka (Benoît Magimel) i jego przyjaciół, którzy w trakcie polowania stają się ofiarami tajemniczej grupy myśliwych. Gdy jeden z nich zostaje postrzelony, rozpoczyna się dramatyczna walka o życie i ucieczka przed bezwzględnymi prześladowcami. Wkrótce bohaterowie odkrywają, że niebezpieczeństwo dopiero się zaczyna.

    Mamy też oficjalny trailer.

    „The Hunt” dołącza do rosnącej listy francuskojęzycznych produkcji Apple TV, takich jak „Drops of God”, „Carême”, „La Maison” czy „Liaison”.

    5 grudnia – „The First Snow of Fraggle Rock” – nowy świąteczny hit Apple TV →

    Fraggles powracają w nowym świątecznym specjalnym odcinku! „The First Snow of Fraggle Rock” zadebiutuje globalnie 5 grudnia na Apple TV.

    Gobo, Red, Wembley, Mokey i Boober czekają na pierwszy śnieg i tradycyjne świętowanie, jednak gdy spada tylko jedna płatka śniegu, a Gobo nie może napisać corocznej piosenki, magia świąt staje pod znakiem zapytania. Bohater wyrusza więc do świata ludzi, by odnaleźć muzyczną inspirację, a w zamku Gorgów pojawia się nowe dziecko w rodzinie. Fraggles odkrywają, że wyjątkowe chwile nie muszą być idealne – wystarczy, że są szczere i niepowtarzalne.

    Specjalny odcinek został wyprodukowany przez The Jim Henson Company, twórców nagradzanego serialu „Fraggle Rock: Back to the Rock”. Gościnnie wystąpi Lele Pons, która zaśpiewa duet z Gobo w kultowym utworze „Our Melody” oraz dwóch nowych piosenkach świątecznych.

    Produkcja dołącza do szerokiej oferty Apple TV+ dla rodzin i dzieci, w tym do hitów takich jak „Snoopy Presents”, „Lovely Little Farm” czy „The Velveteen Rabbit”.

    12 grudnia – „F1: The Movie” – premiera na Apple TV →

    Film „F1: The Movie” trafi na Apple TV w piątek, 12 grudnia 2025 r. Reżyserem produkcji jest Joseph Kosinski, a producentami Jerry Bruckheimer i Lewis Hamilton. W głównej roli występuje Brad Pitt jako doświadczony kierowca Formuły 1, który próbuje powrócić na szczyt.

    Film okazał się ogromnym sukcesem – zarobił 629 milionów dolarów, stając się najbardziej dochodowym filmem sportowym roku i rekordowym tytułem Apple Original Films. Po premierze kinowej 27 czerwca produkcja powróciła na duży ekran w sierpniu i trafiła do sprzedaży cyfrowej.

    Więcej na jego temat, szeroko, pisałem w sierpniowym wydaniu iMagazine. Polecam zapoznać się z artykułem!

    14 stycznia – sezon 2. „Hijack” →

    „Hijack” miał premierę swojego pierwszego sezonu w 2023 roku i natychmiast stał się jednym z najlepszych thrillerów Apple TV. Serial z Idrisem Elbą w roli głównej powróci z 2. sezonem 14 stycznia i powie historię porwanego pociągu.

    21 stycznia – „Drops of God”: hit Apple TV wraca z 2. sezonem →

    Jedna z najlepiej ocenianych serii Apple TV, Drops of God, wkrótce powróci z 2. sezonem. Serial oparty jest na bestsellerowej japońskiej mandze o tym samym tytule i osadzony jest w świecie gastronomii i wyrafinowanych win.

    Pierwszy sezon zdobył 100% w Rotten Tomatoes i 93% ocen widzów. Serial jest wielojęzyczny (francuski, japoński, angielski), co może tłumaczyć, dlaczego nie zdobył od razu masowej popularności.

    Premiera 2. sezonu: 21 stycznia na Apple TV, z cotygodniowymi odcinkami do 11 marca. Fabuła sezonu 1: po śmierci Alexandre’a Légere, jego córka Camille musi zmierzyć się z jego protegowanym, Issei, aby odziedziczyć niezwykłą kolekcję win.

    Pierwszy sezon (8 odcinków) można oglądać już teraz na Apple TV.

    28 stycznia – 3. sezon „Shrinking” →

    Apple TV ogłosiło datę premiery trzeciego sezonu Emmy-nominowanej komedii „Shrinking”. Sezon startuje globalnie 28 stycznia 2026 z godzinnego odcinka, a kolejne nowe odcinki będą emitowane w środy aż do 8 kwietnia 2026.

    Serial opowiada historię terapeuty w żałobie (Jason Segel), który zaczyna łamać zasady i mówić swoim pacjentom dokładnie, co myśli. Jego niekonwencjonalne podejście prowadzi do dramatycznych zmian w życiu klientów… i jego własnym.

    W obsadzie ponownie zobaczymy Emmy-nominowanego Jasona Segela i wielokrotnie nagradzanego Harrisona Forda, a także Christę Miller, Jessicę Williams, Luke’a Tennie, Michaela Urie, Lukitę Maxwell i Teda McGinleya. Gościnne występy powracają od Goldsteina, Damona Wayansa Jr., Wendie Malick i Cobie Smulders, a dołącza Jeff Daniels i Michael J. Fox.

    Shrinking jest produkowane przez Warner Bros. Television we współpracy z Apple TV+ i Doozer Productions Billa Lawrence’a. Twórcami są Bill Lawrence, Brett Goldstein i Jason Segel.

    Pierwsze dwa sezony Shrinking są już dostępne globalnie na Apple TV.

    20 lutego – premiera „The Last Thing He Told Me” →

    Apple TV+ ogłosiło premierę drugiego sezonu thrillera „The Last Thing He Told Me” z Jennifer Garner w roli głównej. Nowe odcinki pojawią się 20 lutego 2026 roku.

    Choć serial pierwotnie planowano jako miniserię, sukces pierwszego sezonu – opartego na bestsellerze „The Last Thing He Told Me” – sprawił, że powstanie kontynuacja inspirowana nową książką autorki Laury Dave, zatytułowaną „The First Time I Saw Him”, która ukaże się w styczniu 2026 r.

    W obsadzie oprócz Garner zobaczymy ponownie Angourie Rice, Davida Morse’a i Nikolaja Coster-Waldau, a dołączą do nich Judy Greer i Rita Wilson.

    Serial opowiada historię Hannah, która wraz z nastoletnią pasierbicą próbuje odkryć prawdę o tajemniczym zniknięciu jej męża.

    Początek 2026 – 2. sezon „Dark Matter” →

    Serial science fiction „Dark Matter” powróci z drugim sezonem na Apple TV. Po sukcesie pierwszej odsłony, opartej na bestsellerowej powieści Blake’a Croucha, twórcy zdecydowali się kontynuować historię – tym razem bez literackiego pierwowzoru.

    Nowe odcinki mają pogłębić losy bohaterów walczących o przetrwanie w świecie wieloświatów. W obsadzie ponownie zobaczymy Joela Edgertona i Jennifer Connelly, a do ekipy dołączy Chris Diamantopoulos. Za scenariusz i reżyserię ponownie odpowiada Blake Crouch, co daje nadzieję na spójny klimat i wysoki poziom produkcji.

    Zdjęcia do sezonu 2 zakończyły się w lipcu 2025 roku. Premiera planowana jest na początek 2026 roku – prawdopodobnie między lutym a majem.

    Pierwszy sezon „Dark Matter” można obejrzeć na Apple TV.

    Jason Segel z „Shrinking” w nowym projekcie Apple TV pt. „Sponsor”

    Apple nabyło globalne prawa do filmu „Sponsor”, psychologicznego thrillera z Jasonem Segelem (Freaks and Geeks, Forgetting Sarah Marshall). Reżyserią zajmuje się James Ponsoldt, który współpracował z Segelem przy serialu Shrinking. Obaj są także współtwórcami scenariusza i producentami wykonawczymi.

    Fabuła filmu opowiada historię Petera (Segel), który po imprezie wsiada za kierownicę i spowoduje poważny wypadek. Staje przed wyborem: więzienie czy program rehabilitacyjny. Przekonany, że nie ma problemu z alkoholem, zaczyna uczestniczyć w spotkaniach grupy wsparcia i poznaje charyzmatycznego, enigmatycznego Jerry’ego – potencjalne rozwiązanie jego problemów.

    Premiera filmu „Sponsor” nie została jeszcze podana – produkcja jest na wczesnym etapie, a pełny komunikat Apple znajdziecie tutaj.

    Film „CODA” od Apple – zdobywca Oscara dla Najlepszego Filmu – trafi na Blu-ray i DVD

    Apple ogłosiło, że nagrodzony Oscarem film „CODA” doczeka się fizycznego wydania na Blu-ray i DVD. To pierwszy w historii film z serwisu streamingowego, który zdobył Oscara w kategorii Best Picture (Najlepszy Film) – stało się to w 2022 roku.

    Po latach dostępności wyłącznie w streamingu na Apple TV+, „CODA” trafi teraz do sprzedaży w trzech formatach 4K Ultra HD Blu-ray, Blu-ray oraz DVD.

    Premiera i wysyłka zaplanowane są na 4 listopada 2025, a zamówienia można składać już teraz. Decyzja Apple to część rosnącego trendu powrotu fizycznych nośników wśród platform streamingowych – coraz więcej widzów chce posiadać ulubione filmy na własność, zamiast polegać wyłącznie na subskrypcjach.

    Apple TV+ wciąż rozwija swoją ofertę, w której znajdują się takie hity jak „Ted Lasso”, „Severance”, „The Morning Show”, „Silo” czy „Shrinking”. Subskrypcja kosztuje 12,99 USD miesięcznie i jest dostępna globalnie.

    Apple udostępnia mecze playoff MLS wszystkim subskrybentom Apple TV!

    Apple ogłosiło, że wszystkie mecze playoff Major League Soccer będą dostępne dla subskrybentów Apple TV bez dodatkowych opłat i bez konieczności kupowania osobnego MLS Season Pass.

    Decyzja może mieć na celu przyciągnięcie nowych widzów do wykupienia pełnego Season Pass na sezon 2026.

    Podobna strategia zostanie zastosowana w przypadku transmisji Formuły 1 w USA od 2026 roku – subskrybenci Apple TV otrzymają dostęp do F1 TV Premium bez dodatkowych opłat.

    Formuła 1 na wyłączność w Apple TV. Na razie tylko w USA

    Lego w końcu to zrobi!

    LEGO zapowiedziało rozszerzenie serii Speed Champions o nowy model bolidu zespołu APX GP, czyli tego samego, który mogliśmy oglądać w filmie „F1: The Movie”.

    Premierę sklepową EGO SPEED CHAMPIONS 2026 77252 APXGP Team Race Car (F1 The Movie) zapowiedziano na 2026 rok.

    Zobacz poprzednie wydania i więcej nadchodzących premier i nowości

    #Apple #AppleTV #AppleTV_ #debiut #news #PodsumowaniePremierAppleTV_ #premiery #streaming

  15. Apple TV – podsumowanie premier #147

    Zapraszam do 147. wydania przeglądu nowości i zapowiedzi platformy Apple TV (od teraz platforma tak się nazywa, a Apple zrezygnowało z nazwy Apple TV+).

    Apple TV zamiast Apple TV+: Rebranding w idealnym momencie czy głupota? →

    Apple TV+ oficjalnie przestaje istnieć – serwis streamingowy Apple teraz nazywa się po prostu Apple TV. Zmiana ta wywołała wśród widzów i analityków z branży technologicznej. Czy słusznie?

    Zapraszam do pogłębionego tekstu na temat ostatniego rebrandingu.

    Apple TV zamiast Apple TV+: Rebranding w idealnym momencie czy głupota?

    Premiera „The Savant” odwołana →

    Fani już odliczali dni do premiery nowego serialu Apple TV „The Savant” – miał się ukazać 26 września. Tymczasem Apple, jak donosi 9to5Mac, niespodziewanie anulowało planowaną datę premiery, tłumacząc to „przemyśleniem decyzji”.

    W obliczu tej decyzji główna gwiazda projektu, Jessica Chastain, wydała swoje oświadczenie, w którym jasno zaznacza, że nie zgadza się z krokiem podjętym przez platformę.

    Więcej na ten temat przeczytacie w tym artykule Dominika:

    Jessica Chastain nie zgadza się z decyzją Apple – premiera serialu „The Savant” wstrzymana

    Niedawno platforma opublikowała oficjalny trailer całości.

    Nowa data premiery nie jest znana.

    Premiery

    „The Lost Bus” →

    Na platformie zadebiutował nowy film „The Lost Bus” z Matthew McConaugheyem i Americą Ferrerą.

    Całość opowiada prawdziwą historię kierowcy szkolnego autobusu i nauczycielki, którzy uratowali dzieci podczas tragicznego pożaru Camp Fire w Kalifornii w 2018 roku.

    W głównych rolach występują Matthew McConaughey i America Ferrera. Film wyreżyserował Paul Greengrass („Kapitan Phillips”), a scenariusz współtworzył Brad Ingelsby („Mare z Easttown”). Produkcja oparta jest na książce Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire autorstwa Lizzie Johnson, która również pełni rolę producentki wykonawczej.

    „The Lost Bus” to opowieść o cichej bohaterstwie i solidarności w obliczu katastrofy. W obsadzie pojawiają się też Yul Vazquez, Ashlie Atkinson i Spencer Watson.

    „The Sisters Grimm” →

    Najmłodsi widzowie otrzymali natomiast nowość pt. „The Sisters Grimm”.

    Ten nowy, animowany serial przygodowy fantasy oparto na bestsellerowej serii książek Michaela Buckleya New York Timesa, „The Sisters Grimm” to podróż pełna przygód i serca o rozwiązujących zagadki siostrach pochodzących od braci Grimm, które, choć bardzo różne, tworzą całkiem niezły zespół.

    Dwie osierocone siostry poruszają się po mieście pełnym ludzi wyrwanych prosto z fantazji i bajek, stawiając czoła zarówno bohaterom, jak i złoczyńcom, jednocześnie badając tajemnicę swoich zaginionych rodziców. „The Sisters Grimm” łączy w sobie odkrywanie, fantazję i przygodę, dostarczając ważnych lekcji dla wszystkich grup wiekowych.

    „The Last Frontier” →

    Długowyczekiwaną premierą był też serial „The Last Frontier”, który w końcu możemy obejrzeć.

    „The Last Frontier” śledzi losy Franka Remnicka (Clarke), samotnego amerykańskiego szeryfa odpowiedzialnego za ciche, surowe pustkowia Alaski. Jurysdykcja Remnicka zostaje wywrócona do góry nogami, gdy więzienny samolot transportowy rozbija się na odludziu, uwalniając dziesiątki brutalnych więźniów. Mając za zadanie chronić miasto, które przysiągł chronić, zaczyna podejrzewać, że katastrofa nie była wypadkiem, ale pierwszym krokiem dobrze przygotowanego planu o dalekosiężnych i niszczycielskich konsekwencjach.

    Oprócz Clarke’a w obsadzie znaleźli się Dominic Cooper („The Gold”), Haley Bennett („Siedmiu wspaniałych”), Simone Kessell (»Yellowjackets«), Dallas Goldtooth („Reservation Dogs”) i Tait Blum („For All Mankind”), a także nominowana do Oscara i wielokrotnie nagradzana statuetką Emmy Alfre Woodard („Clemency”).

    The Last Frontier jest produkowany przez Apple Studios, a jego producentami wykonawczymi są Bokenkamp i D’Ovidio, którzy pełnią również rolę scenarzystów, a także Clarke, Laura Benson („The Big C”), Glenn Kessler („Bloodlines”), Albert Kim (»Nikita«) i reżyser odcinków serialu Sam Hargrave („Extraction”).

    „Knife Edge” →

    Nowa seria dokumentalna pt. „Knife Edge: Chasing Michelin Stars”, której współproducentem jest słynny szef kuchni Gordon Ramsay, także trafiła na platformę.

    Ośmioodcinkowy serial pokaże kulisy walki o gwiazdki Michelin – najbardziej prestiżowe wyróżnienie w świecie gastronomii. Widzowie zajrzą do elitarnych restauracji m.in. w Los Angeles, Londynie, Meksyku i Kopenhadze, śledząc zmagania kucharzy oraz tajne wizyty anonimowych inspektorów Michelin.

    Gospodarzem programu będzie Jesse Burgess, ekspert kulinarny i podróżniczy.

    3. sezon „Loot” →

    Trzecia seria kultowego serialu „Loot” z Mayą Rudolph i Adamem Scottem czeka już na fanów z pierwszymi odcinkami, a kolejne będą ukazywać się co tydzień aż do 10 grudnia. Adam Scott, po sukcesie „Severance”, powraca w roli eks-męża Rudylda, zyskując większy nacisk w nowym sezonie.

    Sezon 3. przynosi także gościnne występy Stephanie Styles, D’Arcy Carden, Keshy, Zane Phillipsa, Henry’ego Winklera, X Mayo i Pauli Pell. Fabuła skupia się na postaci Rudylda, która po rozwodzie za 87 miliardów dolarów decyduje się oddać majątek innym.

    „Mr. Scorsese” →

    Apple TV udostępniło też pięcioczęściowy filmowy portret kultowego reżysera, producenta i scenarzysty Martina Scorsese, wyreżyserowany przez uznaną twórczynię Rebeccę Miller („She Came to Me”, „Personal Velocity”).

    „Mr. Scorsese” powstał we współpracy z producentami wykonawczymi Miller i Damonem Cardasisem z Round Films („Maggie’s Plan”, „Saturday Church”) oraz Cindy Tolan (»Etoile«, „Dandelion”), wieloletnią współpracowniczką Miller.

    Jestem bardzo wdzięczny, że otrzymałem artystyczną wolność i dostęp do stworzenia filmowego portretu jednego z naszych największych żyjących artystów, Martina Scorsese.

    – powiedział Miller.

    Jego twórczość i życie są tak rozległe i tak fascynujące, że dzieło ewoluowało od jednej do pięciu części w ciągu pięciu lat; tworzenie tego dokumentu wraz z moimi wieloletnimi współpracownikami było jednym z decydujących doświadczeń w moim życiu jako filmowca.

    Rebecca Miller reżyseruje „Mr. Scorsese”, pięcioczęściowy dokument z Apple TV.
    „Mr. Scorsese” to filmowy portret człowieka przez pryzmat jego twórczości, badający wiele aspektów wizjonera, który na nowo zdefiniował kinematografię, w tym jego niezwykłą karierę i wyjątkową historię osobistą.

    Dzięki wyłącznemu, nieograniczonemu dostępowi do prywatnych archiwów Scorsese, serial dokumentalny jest zakotwiczony w obszernych rozmowach z samym filmowcem i nigdy wcześniej nie widzianymi wywiadami z przyjaciółmi, rodziną i twórczymi współpracownikami, w tym Robertem De Niro, Daniel Day-Lewis, Leonardo DiCaprio, Mick Jagger, Robbie Robertson, Thelma Schoonmaker, Steven Spielberg, Sharon Stone, Jodie Foster, Paul Schrader, Margot Robbie, Cate Blanchett, Jay Cocks i Rodrigo Prieto, a także jego dzieci, żona Helen Morris i bliscy przyjaciele z dzieciństwa.

    „Mr. Scorsese” od uznanego reżysera Millera bada, w jaki sposób jego własne barwne doświadczenia życiowe wpłynęły na jego artystyczną wizję, ponieważ każdy film, który nakręcił, oszołomił świat oryginalnością. Począwszy od jego filmów studenckich na Uniwersytecie Nowojorskim, aż po dzień dzisiejszy, dokument ten bada tematy, które fascynowały Scorsese i wpłynęły na jego twórczość, w tym miejsce dobra i zła w fundamentalnej naturze ludzkości.

    Produkcja dołącza do wielokrotnie nagradzanej serii oryginalnych filmów dokumentalnych Apple, w tym nagrodzonego Emmy i Critics Choice „STILL: A Michael J. Fox Movie”, opowiadającego o niezwykłej podróży Foxa jego własnymi słowami; nominowanego do nagrody Emmy „Selena Gomez: My Mind & Me”, wyjątkowo surowego i intymnego dokumentu obejmującego jej sześcioletnią podróż w nowym świetle; nominowanego do nagrody Emmy „STEVE! (martin) a documentary in 2 pieces” z udziałem legendarnego scenarzysty, producenta, reżysera, aktora i komika Steve’a Martina; oraz niedawno ogłoszony dokument Fleetwood Mac bez tytułu, wśród wielu innych.

    Zapowiedzi

    24 października – trailer „Stiller & Meara: Nothing is Lost” →

    Apple TV

    zapowiedziało premierę nowego dokumentu „Stiller & Meara: Nothing is Lost”, w którym Ben Stiller opowiada historię swoich rodziców – kultowych komików Jerry’ego Stillera („Seinfeld”) i Anne Meary („Night at the Museum”).

    Produkcja ukazuje ich życie prywatne i zawodowe, wpływ na kulturę popularną oraz rodzinę, w której granice między sztuką a codziennością często się zacierały. Stiller dzieli się osobistymi wspomnieniami i refleksjami, odsłaniając niepublikowane wcześniej historie.

    W realizacji projektu udział wzięli m.in. John Lesher („Birdman”), Geoffrey Richman („Tiger King”) i Lizz Morhaim („The Super Models”). Dokument to kolejny efekt współpracy Stillera z Apple – jest on także twórcą serialu „Severance”, który zdobył rekordowe 27 nominacji do Emmy w tym roku.

    Film ukaże się w wybranych kinach 17 października, a od 24 października 2025 r. będzie dostępny globalnie na Apple TV.

    29 października – trailer „Down Cemetery Road” →

    Apple TV zapowiedziało także kryminalny thriller „Down Cemetery Road” od autora „Slow Horses” – premiera w październiku.

    Serial „Down Cemetery Road”, oparty na powieści Micka Herrona, twórcy serii „Slow Horses”, zadebiutuje 29 października 2025 r. dwoma pierwszymi odcinkami, a kolejne będą emitowane co tydzień do 10 grudnia.

    W rolach głównych wystąpią Emma Thompson jako prywatna detektyw Zoë Boehm oraz Ruth Wilson jako Sarah Tucker – kobieta, która po wybuchu domu w spokojnej dzielnicy Oksfordu i zaginięciu dziewczynki rozpoczyna prywatne śledztwo. Trop prowadzi do spisku, w którym zmarli okazują się żywi, a żywi – szybko dołączają do martwych.

    „Down Cemetery Road” zamyka tegoroczne jesienne trio thrillerów Apple TV, obok „The Savant” z Jessicą Chastain i „The Last Frontier” z Jasonem Clarkiem. Premiera nastąpi w dniu finału 5. sezonu „Slow Horses”.

    7 listopada – trailer „Pluribus” od twórcy „Breaking Bad” →

    Apple TV zapowiedziało nowy serial „Pluribus” od twórcy „Breaking Bad” – premiera w listopadzie.

    Apple TV ogłosiło premierę nowego serialu „Pluribus” autorstwa Vince’a Gilligana, twórcy „Breaking Bad”. W roli głównej wystąpi Rhea Seehorn („Better Call Saul”). Produkcja zadebiutuje 7 listopada 2025 r., a już teraz można zobaczyć pierwszy 30-sekundowy teaser.

    „Pluribus” to tajemniczy thriller sci-fi, w którym „najbardziej nieszczęśliwa osoba na Ziemi musi ocalić świat przed… szczęściem”. Fabuła owiana jest tajemnicą, a w obsadzie znaleźli się także Karolina Wydra, Carlos-Manuel Vesga i Samba Schutte. Serial nie jest powiązany z uniwersum „Breaking Bad” i stanowi całkowicie oryginalną historię.

    Apple zamówiło od razu dwa sezony, a pierwszy liczyć będzie dziewięć odcinków. Serial promowany jest m.in. podczas San Diego Comic-Con, a pełny zwiastun pojawi się w nadchodzących miesiącach.

    12 listopada – 2. sezon „Palm Royale” →

    Apple TV ogłosiło datę premiery drugiego sezonu komedii „Palm Royale”. Nowe odcinki zadebiutują 12 listopada 2025 roku, a finał sezonu zaplanowano na 14 stycznia 2026.

    W obsadzie ponownie zobaczymy gwiazdy: Kristen Wiig, Laurę Dern, Allison Janney, Ricky’ego Martina, Josha Lucasa, Kaię Gerber i legendarną Carol Burnett.

    Pierwszy sezon serialu, który zadebiutował wiosną 2024 roku, mimo mieszanych recenzji krytyków zdobył wierną publiczność i stał się niespodziewanym hitem platformy.

    Drugi sezon skupi się na losach Maxine Dellacorte (Wiig), która po skandalu zostaje wykluczona z towarzystwa. Aby odzyskać pozycję w świecie Palm Beach, będzie musiała udowodnić, że potrafi nie tylko przetrwać, ale i rządzić w świecie pełnym sekretów, intryg i kłamstw.

    14 listopada – „Come See Me in the Good Light”

    Apple TV ogłosiło, że nabyło globalne prawa do uznanego dokumentu „Come See Me in the Good Light”, reżysera Ryana White’a, który w 2025 roku został wybrany na Sundance Film Festival i zdobył nagrodę Festival Favorite Award.

    Po światowej premierze na festiwalu film był powszechnie chwalony jako „pięknie wykonany” i „wyjątkowy dokument”, który oferuje „wzruszające spojrzenie na kruchość ludzkiego życia”. Film zdobył również nagrodę publiczności na Międzynarodowym Festiwalu Filmowym w Boulder, Międzynarodowym Festiwalu Filmowym w Cleveland i Festiwalu Filmów Dokumentalnych Full Frame.

    „Come See Me in the Good Light” zadebiutuje globalnie na Apple TV jesienią tego roku. Jest to przejmująca i niespodziewanie zabawna historia miłosna o poetkach Andrei Gibson i Megan Falley, które z radością, dowcipem i niezachwianym partnerstwem stawiają czoła nieuleczalnej diagnozie raka. Poprzez śmiech i niezachwianą miłość przekształcają ból w cel, a śmiertelność we wzruszającą celebrację odporności.

    „Come See Me in the Good Light” wyreżyserował White („Pamela, A Love Story”, „The Keepers”, „Visible: Out on Television”), który jest także producentem wraz z Jessicą Hargrave („Pamela, A Love Story”, „The Keepers”, „Visible: Out on Television”), Tig Notaro („The Morning Show”, „Star Trek”, „Am I OK?”) i Stef Willen (»Em«, „Have Tig at Your Party”).

    Film zawiera oryginalną piosenkę w wykonaniu zdobywczyni nagrody Grammy i nominowanej do nagrody Emmy Sary Bareilles oraz zdobywczyni nagrody Grammy, zdobywczyni nagrody Emmy i nominowanej do Oscara Brandi Carlile, napisaną przez Andreę Gibson, Bareilles i Brandi Carlile.

    21 listopada – „The Family Plan 2” – hit Apple TV powraca w świątecznej premierze →

    Apple TV ogłosiło premierę sequela swojego hitowego filmu, „The Family Plan 2”, który trafi na platformę 21 listopada, tuż przed Świętem Dziękczynienia.

    W filmie powracają Mark Wahlberg, Michelle Monaghan, Zoe Colletti i Van Crosby, a do obsady dołącza Kit Harington. Akcja rozgrywa się podczas świątecznych wakacji, kiedy Dan (Wahlberg) i jego rodzina muszą stawić czoła tajemniczemu gościowi z przeszłości, prowadzącym do serii zabawnych pościgów, napadów i świątecznych przygód w Europie.

    Holiday cheer, family chaos, and a little global chase — the Morgans are back.

    The Family Plan 2 premieres November 21. pic.twitter.com/mwUSaxK4eq

    — Apple TV (@AppleTV) October 9, 2025

    Pierwszą część, „The Family Plan”, można oglądać już teraz na Apple TV.

    26 listopada – „Prehistoric Planet: Ice Age” →

    „Prehistoric Planet: Ice Age” – nowy pięcioodcinkowy serial przyrodniczy od BBC i Apple TV zadebiutuje na platformie już 26 listopada.

    „Prehistoric Planet: Ice Age” to nowa odsłona nagradzanego serialu przyrodniczego, produkowana przez BBC Studios Natural History Unit („Planet Earth”), z udziałem producentów wykonawczych Jona Favreau i Mike’a Guntona. Narratorem jest laureat Złotego Globu i Nagrody Oliviera, Tom Hiddleston („Earthsounds”). Muzykę skomponowali Hans Zimmer, Anže Rozman i Kara Talve z Bleeding Fingers Music.

    Serial zabiera widzów w epokę po wymarciu dinozaurów, kiedy lodowce zdominowały świat, a walka o przetrwanie stała się niezwykle zacięta. To czas pojawienia się nowych gigantów – charakterystycznej megafauny.

    Tymczasem polecam nadrobić poprzednie sezony.

    26 listopada – 3. sezon „WondLa” →

    Apple TV ogłosiło premierę ostatniego sezonu trylogii animowanej „WondLa”, która zadebiutuje 26 listopada 2025 na całym świecie. Serial powstaje w Skydance Animation i oparty jest na bestsellerowej serii książek Tony’ego DiTerlizzi „The Search for WondLa”. Showrunnerem i producentem wykonawczym jest Bobs Gannaway.

    Finałowa odsłona składa się z 6 ekscytujących półgodzinnych odcinków i przedstawia gwiazdorską obsadę głosową, m.in.: Jeanine Mason, Brad Garrett, Gary Anthony Williams, Alan Tudyk, John Ratzenberger, Shohreh Aghdashloo i Maz Jobrani. Sezon jest współprodukowany przez DiTerlizzi, Gannaway, Ellen Goldsmith-Vein, Jeremy’ego Bella, Julie Kane-Ritsch oraz zespół Skydance Animation.

    31 grudnia – „The Hunt” →

    Apple ogłosiło premierę nowego thrillera w języku francuskim – „The Hunt”, który zadebiutuje na Apple TV 3 grudnia 2025. Pierwszego dnia pojawią się dwa odcinki, kolejne co tydzień aż do 31 grudnia.

    Serial opowiada historię Francka (Benoît Magimel) i jego przyjaciół, którzy w trakcie polowania stają się ofiarami tajemniczej grupy myśliwych. Gdy jeden z nich zostaje postrzelony, rozpoczyna się dramatyczna walka o życie i ucieczka przed bezwzględnymi prześladowcami. Wkrótce bohaterowie odkrywają, że niebezpieczeństwo dopiero się zaczyna.

    „The Hunt” dołącza do rosnącej listy francuskojęzycznych produkcji Apple TV, takich jak „Drops of God”, „Carême”, „La Maison” czy „Liaison”.

    12 grudnia – „F1: The Movie” – premiera na Apple TV →

    Film „F1: The Movie” trafi na Apple TV w piątek, 12 grudnia 2025 r. Reżyserem produkcji jest Joseph Kosinski, a producentami Jerry Bruckheimer i Lewis Hamilton. W głównej roli występuje Brad Pitt jako doświadczony kierowca Formuły 1, który próbuje powrócić na szczyt.

    Film okazał się ogromnym sukcesem – zarobił 629 milionów dolarów, stając się najbardziej dochodowym filmem sportowym roku i rekordowym tytułem Apple Original Films. Po premierze kinowej 27 czerwca produkcja powróciła na duży ekran w sierpniu i trafiła do sprzedaży cyfrowej.

    Więcej na jego temat, szeroko, pisałem w sierpniowym wydaniu iMagazine. Polecam zapoznać się z artykułem!

    21 stycznia – „Drops of God”: hit Apple TV wraca z 2. sezonem →

    Jedna z najlepiej ocenianych serii Apple TV, Drops of God, wkrótce powróci z 2. sezonem. Serial oparty jest na bestsellerowej japońskiej mandze o tym samym tytule i osadzony jest w świecie gastronomii i wyrafinowanych win.

    Pierwszy sezon zdobył 100% w Rotten Tomatoes i 93% ocen widzów. Serial jest wielojęzyczny (francuski, japoński, angielski), co może tłumaczyć, dlaczego nie zdobył od razu masowej popularności.

    Premiera 2. sezonu: 21 stycznia na Apple TV, z cotygodniowymi odcinkami do 11 marca. Fabuła sezonu 1: po śmierci Alexandre’a Légere, jego córka Camille musi zmierzyć się z jego protegowanym, Issei, aby odziedziczyć niezwykłą kolekcję win.

    Pierwszy sezon (8 odcinków) można oglądać już teraz na Apple TV.

    Apple TV wypuszcza nowy odcinek „The Completely Made-Up Adventures of Dick Turpin” mimo anulowania serialu

    Apple TV zaskoczyło fanów, publikując nowy odcinek serialu „The Completely Made-Up Adventures of Dick Turpin”, który miał już być anulowany po problemach produkcyjnych i rezygnacji głównego aktora, Noela Fieldinga.

    Odcinek zatytułowany „The Night of the Werebear” trwa 35 minut i jest traktowany jako specjalny odcinek halloweenowy, oznaczony jako siódmy w sezonie 1, mimo że sezon 1 zakończył się odcinkiem 6. Materiał powstał z wykorzystaniem ujęć nagranych na planie anulowanego sezonu 2.

    Choć Apple nie potwierdziło oficjalnie anulowania sezonu 2 ani tego, że to seria finałowa, wszystko wskazuje, że jest to ostatni odcinek Dicka Turpina.

    Schmigadoon! – serial Apple TV powraca jako musical na Broadwayu

    Serial Schmigadoon!, odwołany po dwóch sezonach, wraca w zupełnie nowej odsłonie – jako musical na Broadwayu wiosną 2026 roku.

    Po krótkim pokazie w Kennedy Center w Waszyngtonie, sceniczna adaptacja zacznie próby w Nederlander Theatre 4 kwietnia, a premiera zaplanowana jest na 20 kwietnia. Spektakl będzie grany do 6 września. Producent Lorne Michaels określa musical jako „list miłosny do Złotej Ery musicali filmowych – trochę nostalgiczny i bardzo zabawny”.

    Scenarzysta oryginalnego serialu Cinco Paul przygotował również wersję sceniczną, opartą na pierwszym sezonie, z dodatkowymi nowymi piosenkami. Sezon trzeci serialu jest już napisany i może zostać zrealizowany w przyszłości, jeśli musical odniesie sukces.

    Fani mogą zapisać się na listę mailingową, by otrzymać pierwsze informacje o przedsprzedaży biletów. Dwa sezony serialu Schmigadoon! dostępne są na Apple TV.

    „Peanuts” na wyłączność Apple TV do 2030 roku

    Apple TV przedłużyło ekskluzywne prawa do streamingu Peanuts co najmniej do 2030 roku. Partnerstwo z Peanuts rozpoczęło się w 2020 roku i obejmuje zarówno nowe specjalne odcinki tworzone przez Apple, jak i klasyczne świąteczne produkcje, takie jak:

    • „It’s the Great Pumpkin, Charlie Brown”
    • „A Charlie Brown Thanksgiving”
    • „A Charlie Brown Christmas”
    • „Peanuts Charlie Brown Holiday Christmas”

    Apple TV co roku udostępnia wybrane odcinki Peanuts bezpłatnie dla wszystkich użytkowników. W tym roku:

    • 18-19 października – Halloween
    • 15-16 listopada – Święto Dziękczynienia
    • 13-14 grudnia – Boże Narodzenie

    Subskrybenci Apple TV mogą oglądać wszystkie odcinki Peanuts przez cały rok.

    Apple blisko ogłoszenia umowy na streaming F1 podczas Grand Prix USA

    Apple i Formuła 1 są bliskie finalizacji długo negocjowanej umowy na prawa do streamingu w USA. Według doniesień, ogłoszenie może nastąpić podczas Grand Prix USA w Austin (17–19 października).

    Głównym punktem spornym była przyszłość niezależnej usługi F1.TV w USA. Apple, które miałoby płacić ponad 150 mln USD rocznie, oczekuje wyłączności streamingowej, co mogłoby oznaczać zamknięcie F1.TV w regionie. Serwis jest jednak popularny wśród fanów i przynosi zyski F1, dlatego negocjacje trwały długo.

    Po zakończeniu sezonu 2025 prawa do transmisji w USA przejmie Apple, oferując F1 jako dodatek w aplikacji Apple TV, obok innych pakietów sportowych: MLS Season Pass i MLB Friday Night Baseball. Oficjalne ogłoszenie powinno nastąpić jeszcze w tym miesiącu.

    Ted Lasso udzielił ślubu!

    Na koniec coś dla fanów obu trenerów z serialu „Ted Lasso”.

    Jason Sudeikis, grający tytułowego „Teda Lasso” udzielił w Irlandii ślubu Brendanowi Huntowi (grającemu trenera Bearda) i jego wybrance Shannon Nelson.

    zdjęcie z Instagrama: https://www.instagram.com/p/DPlKPL6jEGe/

    Sezon 4. serialu jest w produkcji.

    Zobacz poprzednie wydania i więcej nadchodzących premier i nowości

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  16. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf @3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“, das gemeine Publikum, diese besonderen Filme der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan B., Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  17. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf @3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“, das gemeine Publikum, diese besonderen Filme der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan B., Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  18. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf @3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“, das gemeine Publikum, diese besonderen Filme der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan B., Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  19. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf @3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“, das gemeine Publikum, diese besonderen Filme der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan B., Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  20. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf 3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“ das gemeine Publikum diese besonderen Filme, der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan Bremmer, Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  21. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf 3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, manchmal über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“ das gemeine Publikum diese besonderen Filme, der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan Bremmer, Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)   

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  22. Hände weg von der Fernbedienung! – Der 3Sat Publikumspreis 2023

    Wenn sie sich, wie ich, für intelligente, nicht durchformatierte, künstlerisch, kreative und jeweils einzigartige Fernsehfilme begeistern können, dann habe ich einen Programmhinweis: Stellen sie ihren Fernseher auf 3Sat und legen sie ihre Fernbedienung für 4 Tage in den Kühlschrank. Sie werden sie nicht vermissen!

    Es ist manchmal unfair, wie die Sendeanstalten ihre Zuschauer:innen behandeln. Da gibt es, oft über Wochen, wenn nicht Monate, dauernde Ebbe, Windstille, Wüste in den Mediatheken – und dann hauen sie im Abstand von nur wenigen Stunden, gleich dutzende Mediathekperlen heraus, dass der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird und ein Wochenende zu kurz, um alles zu sehen.

    Die „Profis“ der Branche, haben es besser. Sie fahren für vier Tage nach Baden-Baden, feiern ihre Branche und sich selbst, und schließen sich im Kurhaus ein, um all die Filme sehen zu können, die sie über das Jahr verpasst haben. Das Fest hat einen Namen: TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden und existiert schon seit 1964.

    Eine selbstreferentielle geschlossene Gesellschaft?

    Am Ende verleiht eine wechselnde Jury, unter anderen, den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste„. Für diese Preise können sich die Kreativen nicht wirklich etwas kaufen – Geld gibt es dafür nicht. Doch natürlich ist eine solche Auszeichnung ein oft gewinnendes Argument, gilt es neue Mittel für ihr nächstes Projekt zu akquirieren, zu den Castings für die nächste Rolle eingeladen zu werden, oder eine Redaktion (nicht nur, aber insbesondere) öffentlich-rechtlicher Bedenkenträger:innen davon zu überzeugen, mit einem Film auch mal wieder ein Risiko einzugehen und nicht nur auf die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe zu starren.

    Weil solche „Festivals“ natürlich immer auch eine ziemlich selbstreferentielle „Geschlossene Gesellschaft“ sind – und die Entscheidungen ihrer Jurys eben nur den Konsens ihrer selbst repräsentieren, feiere ich den 3Sat-Publikumspreis sehr für die Demokratisierung dieser Filmpreise. Noch mehr feiere ich ihn aber dafür, dass der Sender (fast) alle der Filme auch wieder in den Mediatheken verfügbar macht – und wir also downloaden können, was wir verpasst haben – und was die Festplattenkapazität gerade noch hergibt. Und Abstimmen. Natürlich!

    Eine schwere Entscheidung?!

    Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht entscheiden, auf welchen der vorgeschlagenen Filme ich mich festlegen sollte. Natürlich liebe ich Bjarne Mädels und Sven Strickers „Sörensen„, doch haben die beiden den Preis schon 2021 mit nach Hause nehmen dürfen. Noch ganz verliebt bin ich in Verena Altenberger, die gleich an zwei Produktionen beteiligt war. Ihr Abschied aus dem Münchener Polizeiruf 110 schmerzt noch immer. Doch wenn das der Preis dafür war, dass sie und Dominik Graf uns die Geschichte von Christina Wolffhardt erzählen konnten, dann nehme ich das gerne in Kauf.

    Auch die beiden Charakterbolid:innen Joachim Król und Désirée Nosbusch im rumänischen Unterholz, oder die laufende Anna Schudt – ich könnte mich nicht entscheiden.

    Mehr mitgenommen, als jeder andere Film aus dem Programm hat mich sicher „Kalt“, von Stephan Lacant. Das lag vor allem an der überirdisch großartigen Franziska Hartmann und der Alltagsgeschichte, die bei uns zuhause tatsächlich Urängste und Instinkte geweckt hat, die wir erst ein paar Tage verarbeiten mussten. Ein Beweis dafür, wie ein wirklich guter Fernsehfilm wirken kann. Auch und gerade weil dafür nur bescheidene TV-Mittel und keine Budgets aus Hollywood zur Verfügung standen.

    Es liegt nun an ihnen. Stimmen sie ab! Auch damit tatsächlich deutlich wird, dass „wir“ das gemeine Publikum diese besonderen Filme, der Massenware vorziehen, die uns den Rest des Jahres die Kanäle verstopft.

    Denn dafür haben wir bezahlt!

    Samstag, 25. November 2023, 20.15 Uhr

    Gesicht der Erinnerung (SWR/ORF)

    Die 37-jährige Christina verliebt sich zu ihrem eigenen Erstaunen in den 20-jährigen Patrick, der heftig um sie wirbt. Je länger sie mit ihm zusammen ist, desto mehr Ähnlichkeit entdeckt sie zwischen ihm und ihrer ersten Liebe Jacob. Er starb, als Christina noch ein Teenager war. Sie glaubt immer mehr, dass Patrick Jacobs Wiedergeburt ist. Das belastet die Beziehung sehr und Patrick trennt sich. Doch die Beiden kommen nicht voneinander los. Der Film erzählt von Liebe und von Projektionen und davon, wie vergangene Lieben die neuen, aktuellen Beziehungen beeinflussen.

    Regie: Dominik Graf

    Buch: Norbert Baumgarten nach einer Idee von Dominik Graf

    Produktion: Lailaps Films (Nils Dünker)

    Mit: Verena Altenberger, Alessandro Schuster, Florian Stetter, Judith Altenberger, Maria Preis u.a.

    Erstausstrahlung: 08.02.2023 / ARD / DasErste

    Samstag, 25. November 2023, 21.45 Uhr

    Laufen (ZDF)

    Ein ganzes Jahr dauert es, bis Juliane zum ersten Mal wieder die Laufschuhe anzieht. Ein Jahr seit dem Tag Null, an dem Johann sich das Leben nahm. Sie muss raus aus dem Loch, unbedingt, und wenn es bedeutet, sich mit Knieschmerzen zur nächsten Ampel zu schleppen. Juliane will die Trauer und die Schuldgefühle nicht mehr. Ihr Lebensgefährte ist zwar tot, aber sie ist immer noch da. Obwohl ihre Freundin Rike sie nach Kräften unterstützt, ist Juliane in diesem ersten Jahr einsam und antriebslos, zweifelt mitunter an ihrem Verstand. Selbst die Musik, die ihr Beruf und Berufung ist, entgleitet ihr. Tatsächlich ändert das Laufen dann alles. Keuchend beginnt Juliane, sich ihren Erinnerungen an Johann zu stellen und wieder neue Lebendigkeit zuzulassen.

    Regie: Rainer Kaufmann

    Buch: Silke Zertz nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Bogdan

    Produktion: Relevant Film

    Mit: Anna Schudt, Katharina Wackernagel, Maximilian Brückner, Kai Schumann, Victoria Trauttmansdorff u.a.

    Erstausstrahlung: 24.04.2023 / ZDF

    Sonntag, 26. November 2023, 20.15 Uhr

    Kalt (WDR)

    An einem grauen Novembermorgen zieht eine Kindergartengruppe, begleitet von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin, über karge Felder zum Martinsfeuer. Dort angekommen fehlen zwei Kinder. Gefunden werden sie – tief im kalten Wasser.  Entsetzen und Fassungslosigkeit beherrscht die Kleinstadt. Und drängende Fragen werden immer lauter. Wer trägt die Schuld? Wie konnte das Unglück nur passieren? Während die Schuldigen gesucht und gejagt werden und die drei Frauen auf unterschiedliche Weise das Unerklärbare zu ergründen suchen, wird eine Antwort immer lauter: Neben der Schuldfrage selbst geht es auf jeder Ebene um Verantwortung. Aber wer ist bereit, diese zu übernehmen?

    Regie: Stephan Lacant

    Buch: Hans-Ullrich Krause

    Produktion: kineo Filmproduktion (Peter Hartwig)

    Mit: Franziska Hartmann, Bozidar Kozevski, Johann Barnstorf, Anne Ratte-Polle, Deniz Orta u.a.

    Erstausstrahlung: 02.11.2022 / ARD/DasErste

    Sonntag, 26. November 2023, 21.45 Uhr

    Nichts, was uns passiert (WDR)

    Über ihre Uni-Clique lernen sich die 27-jährige Anna und der ein Jahr ältere Jonas kennen. Die erste Anziehung führt zu einem unspektakulären One-Night-Stand, der wie der Beginn einer leichten Sommeraffäre scheint. Die Begegnungen der beiden sind aber auch von viel Reibung und Provokation geprägt. Dann passiert etwas, das das Leben der beiden vollkommen verändert: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“. Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. Die einzige, der sich Anna anfangs anvertrauen kann, ist ihre Schwester Daria, die ihr zur Anzeige rät. Schließlich erfährt auch das Umfeld von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Position beziehen. Die Podcasterin Kelly recherchiert die Ereignisse und versucht Haltungen und Diskurse rund um den Fall und seine Auswirkungen auf Opfer, Täter und das Umfeld zu ergründen.

    Buch und Regie: Julia C. Kaiser

    Produktion: Gaumont GmbH (Sabine de Mardt, Producerin: Nele Willaert)

    Mit: Emma Drogunova, Gustav Schmidt, Shari Asha Crosson, Lamin Leroy Gibba, Amina Merai u.a.

    Erstausstrahlung: 01.03.2023 / ARD/DasErste

    Montag, 27. November 2023, 20.15 Uhr

    Der neue Freund (SWR)  

    Die 40-jährige Johanna besucht ihre verwitwete Mutter Henriette in Berlin. Was ein schönes Wochenende werden könnte, wird für Johanna bald zum Albtraum. Denn Henriette stellt ihrer Tochter unangekündigt ihren neuen Freund Philipp vor – auch dies könnte Grund zur Freude sein, wäre Philipp nicht 25 Jahre jünger als Henriette und ginge von dem gutaussehenden Mann nicht die Aura eines Heiratsschwindlers aus … Johannas furchtbarer Verdacht fällt auf einen guten Nährboden für einen Mutter-Tochter-Krieg: Das Verhältnis der beiden ist seit dem Tod des Vaters vor Jahren unterschwellig zerrüttet und von unausgesprochenen oder angedeuteten Vorwürfen zersetzt. In dem Konflikt um den neuen Liebhaber und/oder Erbschleicher Philipp bekommen diese latenten Vorwürfe nun endlich ihr Ventil und gipfeln in einem gnadenlosen Streit der beiden Frauen.

    Regie: Dustin Loose

    Buch: Frédéric Hambalek

    Produktion: Hager Moss Film (Sophie von Uslar)

    Mit: Corinna Harfouch, Karin Hanczewski, Louis Nitsche

    Erstausstrahlung: 25.10.2023 / SWR

    Montag, 27. November 2023, 21.45 Uhr

    Zwischen uns die Nacht (ZDF) 

    Die 25-jährige Marie lebt mit ihrem kleinen Sohn Lenny übergangsweise in einem Wohnwagen. Sie hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, zu dem sie ihren Sohn in den Sommerferien mitnehmen muss. Als sie dem Schaustellergehilfen Erich begegnet, ist sie fasziniert von ihm. Mit ihm taucht Marie in die Welt des Jahrmarktes ein und geht auf die Jagd nach einem intensiven Leben. Der Beginn einer berauschenden Liebe, die Marie vor eine wichtige Entscheidung stellt.

    Buch & Regie: Abini Gold

    Produktion: Kojoten Filmproduktion (Magdalena Wolff, Stefanie Gödicke)

    Mit: Laura Balzer, Aaron Altaras, Paul Boche, Daan Bremmer, Bea Brocks u.a.

    Erstausstrahlung: 09.08.2023 / ZDF

    Dienstag, 28. November 2023, 20.15 Uhr

    Sörensen fängt Feuer (NDR)  

    Kommissar Sörensen, endgültig in die friesische Provinz gezogen, hat genug mit sich selbst zu tun: Er leidet unter Einsamkeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe – und will dennoch nichts mehr, als die Medikamente gegen seine Angststörung abzusetzen. Da überfährt er des Nachts auf der Landstraße beinahe eine junge, verstörte Frau: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als sie Sörensen endlich ihre Identität verrät, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Sörensen ist überfordert, von der Situation, von sich selbst. Der Ort lehnt ihn ab, die Angst kehrt zurück – und bei einer Leiche wird es nicht bleiben.

    Regie: Bjarne Mädel

    Buch: Sven Stricker nach seinem gleichnamigen Roman

    Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion

    Mit: Bjarne Mädel, Katrin Wichmann, Leo Meier, Liv Clasvogt, Joachim Meyerhoff u.a.

    Erstausstrahlung: 18.10.2023 / NDR

    Dienstag, 28. November 2023, 21.45 Uhr

    Blutholz (ZDF/ARTE)  

    Vor 40 Jahren hat Hans Schüssler Rumänien verlassen. Die schmerzhaften Erinnerungen an seine alte Heimat ertränkt er in Alkohol. Doch als der Topmanager eines deutschen Holzkonzerns spurlos verschwindet, nimmt er als seine letzte Chance den lukrativen Auftrag an, ihn in Kronstadt am Fuße der rumänischen Karpaten zu suchen. Als ehemaliger Soldat, der darauf spezialisiert war, Menschen im Ausland aufzuspüren, gerät Hans bei seinen gefährlichen Ermittlungen immer tiefer in die Machenschaften der Holzmafia, die skrupellos Abholzungen im größten Urwald Europas betreibt. Er trifft auf seine alte Jugendliebe Sylvia, die ausgerechnet in Kronstadt gerade als Bürgermeisterin kandidiert. Die Suche in Siebenbürgen wird für Hans zu einer emotionalen Reise in seine verdrängte Vergangenheit, deren Gespenster immer noch erschreckend lebendig sind.

    Regie: Thorsten C. Fischer

    Buch: Thorsten C. Fischer und Alexander Buresch

    Produktion: Schiwago Film

    Mit: Joachim Król, Désirée Nosbusch, Alina Levshin, Geo Dobre, Anja Schneider u.a.

    Erstausstrahlung: 13.01.2023 / ARTE

    Mittwoch, 29. November 2023, 20.15 Uhr

    Polizeiruf 110: Paranoia (BR)

    Die Rettungssanitäterin Sarah Kant wird zusammen mit ihrem Kollegen Carlo Melchior zu einem Noteinsatz gerufen. Sie bringen die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Am nächsten Tag erfährt Sarah, dass diese Frau nicht als Patientin eingewiesen wurde. Verwirrt versucht Sarah Carlo zu erreichen; dieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was ist in der Nacht passiert? Die Kommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und ihr Kollege Dennis Eden versuchen die Geschehnisse der Nacht zu rekonstruieren. Es beginnt ein spannendes Spiel um Wahrheit und Täuschung.

    Regie: Tobias Ineichen

    Buch: Martin Maurer, nach einer Vorlage von Claus Cornelius Fischer

    Produktion: Amalia Film GmbH  und Dragonbird Films

    Mit: Verena Altenberger, Stephan Zinner, Maria Kizyma, Timocin Ziegler, Sebastian Kempf u.a.

    Erstausstrahlung: 11.06.2023 / ARD

  23. "Dämmert’s jetzt?
    Eine Rekonstruktion der konstituierenden Sitzung des Thüringer Landtags"
    #Lesenswert zum Nachlesen der Tumulte um AfD Alterspräsident #Treutler.
    verfassungsblog.de/daemmert-es

  24. Berechenbar, aber nicht beobachtbar – Ines Birkhan als Schrödingers Katze und Neo-Yuchi 

    Ines Birkhans komplementär konstruierte Hörspiele „Streifenreduktion“ und „Eskapismus“ erkunden für das ORF-Kunstradio Transformationen von Identitäten in Möglichkeitsräumen zwischen Quantenphysik und Künstlicher Intelligenz.

    Ines Birkhan: Streifenreduktion, Eskapismus

    ORF Ö1, Do, 22. Mai, 23.03 bis 0.00 Uhr

    Zum Auftakt des „Space Day“, mit dem der Österreichische Rundfunk (ORF) das 50-jährige Jubiläum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA feiert, sendet das ORF-Kunstradio zwei neue Hörspiele der Schriftstellerin und Choreographin Ines Birkhan: „Streifenreduktion“ und „Eskapismus“. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Birkhan mit dem Weltraum als Setting beschäftigt. In ihrem im Jahr 2020 urgesendeten Stück „Mit der Fliehkraft“ ging es um die seltsamen körperlichen Transformationen, die Menschen auf dem Weg zu einem terrageformten Mars durchlaufen.

    In ihrem neuen 30-minütigen Stück „Streifenreduktion“ befinden wir uns in einem Raumschiff, in dem Menschen in Stahlzylinder gesteckt werden. Sie dienen als Versuchsobjekte für das „burlesk ausgeschmückte“ Gedankenexperiment des Quantenphysiker und Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger aus dem Jahr 1935. Bei Schrödinger wurde eine Katze zusammen mit einem radioaktiven Atom, einem Geigerzähler und einem Fläschchen Giftgas in eine Stahlkammer gesperrt. Sobald der Geigerzähler den Zerfall des Atoms maß, löste er ein Hämmerchen aus, das die Giftgasampulle zerbrach.

    Quantenmechanisch betrachtet befinden sich die Elektronen des zerfallenden Atoms in einer „kohärenten Superposition“ im Wellenfeld, sodass sich gleichzeitig mehrere Zustände überlagern können. In Schrödingers Gedankenexperiment überträgt er diesen quantenmechanischen Zustand auf die Makrowelt der Katze, die demzufolge zugleich tot und lebendig ist.

    Transformationen auf sprachlicher Ebene

    Bei Ines Birkhan sind es 300 Menschen, die im „Schrödinger C-2081“-Experiment in Stahlzylindern in einen gestreiften „Katzenzustand“ überführt werden. Mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit kippen sie tot aus den Stahlhülsen, werden dann mit einem Gegengift wiederbelebt und kolonisieren anschließend als normale Menschen das Weltall. „Im Asteroidengürtel wirst du Arbeit finden, bei niedriger Schwerkraft eine Familie gründen!“, lautet der gereimte Abschiedsgruß. Wer die Versuche jedoch überlebt, wird, wie die von der Autorin und Regisseurin selbst gesprochene Probandin, mit diamantenen Eckzähnen als „Tigergeist“ ausgestattet.

    Es geht also um Transformationen, die sich auch auf sprachlicher Ebene (gesprochen von Anne Bennent) realisieren. „Ein einziger Satz streut dich in alle Möglichkeiten“ ist das Motto, das durch Rekombination der Buchstaben (2c, 2h, 3l, 1ö, 1m, 1k, 7i, 4n, 7e, 2g, 2r, 1z, 2a, 4t, 1u, 1d) anagrammatisch abgewandelt wird. Lässt man eine Maschine die Anagramme berechnen, funktioniert das eher schlecht. Wenn man die Buchstaben hingegen von Hand rekombiniert, entstehen beispielsweise Sätze wie: „Nicht drei minzig graue Eiszeiten killten Astloecher“ oder „schirche Ziege in Stall Tidizet linierte Augenmolke“.

    Ähnlich wie in Schrödingers Experiment sind die resultierenden Wahrscheinlichkeiten berechenbar, aber nicht beobachtbar. In Birkhans Versuchsanordnung wird der Körper ein Flimmern der Möglichkeiten, während das Scheitern in der endgültigen Festlegung auf eine Wirklichkeit besteht – wie zum Beispiel in schlechten Anagrammen. Deshalb wird die Probandin im letzten Experiment die Stahlhülse von innen verschließen.

    Fein zerstäubte Materie

    Das 22-minütige Hörstück „Eskapismus“, das auf einer rezitativen Performance basiert, setzt das Thema der „Streifenreduktion“ in gewisser Weise fort. Der Soundtrack des Komponisten Bertram Dhellemmes verbindet beide Stücke. Auch wenn aus der Probandin hier die Protagonistin Yuchi Li geworden ist, geht es um das Verschwinden. Denn Yuchi Li hat ihren Vertrag mit der Textproduktionsfirma H-Sync gekündigt – und so wird ihre Persona gelöscht. „Derart unvorbereitet wie Ex-Yuchi-Li ist zuvor kaum jemand ins Feld gekrochen. Anscheinend hatte die gegenwärtig Nicht-Existente das Kleingedruckte doch übergangen. Als Konsequenz vollzog sich ihre Auflösung mit ausgesprochener Härte“, heißt es im Hörspiel.

    Während die Probandin bei der „Streifenreduktion“ in einen Möglichkeitsraum entfloh, so wird die Ex-Yuchi Li zu fein zerstäubter Materie, die von H-Synch wiederbelebt oder neu zusammengesetzt werden kann. Und das geschieht auch mittels einer KI-Drohne, die sich „Oumelker 68“ nennt und „unbekannte Linearitäten“ erkunden will. Basierend auf einem vierzeiligen Gedicht („Die Rinde des Birnbaums /Im Winter wärmt / Dein Atem das Bild / Meiner vergängliche Liebe“) halluziniert diese KI von Kationen, Anionen, einem Element 786 und kondensiert schließlich aus dem Hintergrundrauschen eine Neo-Yuchi unter einem mit einer Neo-Rinde versehenen Neo-Birnbaum mit einer vergänglichen Neo-Liebe.

    Damit ist „Eskapismus“ genau komplementär zur „Streifenreduktion“ konstruiert. Beide Stücke handeln von Black Boxes, in die nicht hineingeschaut werden kann. Die Welt der „Streifenreduktion“ ist berechenbar, aber nicht beobachtbar. In der Welt des Hörspiels „Eskapismus“ ist hingegen das Ergebnis, die Neo-Yuchi, beobachtbar – während ihre Generierung nicht nachvollzogen werden kann. In den Stücken von Ines Birkhan werden beide Phänomene sinnlich fassbar.

    Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 22.05.2025

     

     

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    #Eskapismus #InesBirkhan #Kunstradio #Ö1 #ORF #Streifenreduktion

  25. Berechenbar, aber nicht beobachtbar – Ines Birkhan als Schrödingers Katze und Neo-Yuchi 

    Ines Birkhans komplementär konstruierte Hörspiele „Streifenreduktion“ und „Eskapismus“ erkunden für das ORF-Kunstradio Transformationen von Identitäten in Möglichkeitsräumen zwischen Quantenphysik und Künstlicher Intelligenz.

    Ines Birkhan: Streifenreduktion, Eskapismus

    ORF Ö1, Do, 22. Mai, 23.03 bis 0.00 Uhr

    Zum Auftakt des „Space Day“, mit dem der Österreichische Rundfunk (ORF) das 50-jährige Jubiläum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA feiert, sendet das ORF-Kunstradio zwei neue Hörspiele der Schriftstellerin und Choreographin Ines Birkhan: „Streifenreduktion“ und „Eskapismus“. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Birkhan mit dem Weltraum als Setting beschäftigt. In ihrem im Jahr 2020 urgesendeten Stück „Mit der Fliehkraft“ ging es um die seltsamen körperlichen Transformationen, die Menschen auf dem Weg zu einem terrageformten Mars durchlaufen.

    In ihrem neuen 30-minütigen Stück „Streifenreduktion“ befinden wir uns in einem Raumschiff, in dem Menschen in Stahlzylinder gesteckt werden. Sie dienen als Versuchsobjekte für das „burlesk ausgeschmückte“ Gedankenexperiment des Quantenphysiker und Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger aus dem Jahr 1935. Bei Schrödinger wurde eine Katze zusammen mit einem radioaktiven Atom, einem Geigerzähler und einem Fläschchen Giftgas in eine Stahlkammer gesperrt. Sobald der Geigerzähler den Zerfall des Atoms maß, löste er ein Hämmerchen aus, das die Giftgasampulle zerbrach.

    Quantenmechanisch betrachtet befinden sich die Elektronen des zerfallenden Atoms in einer „kohärenten Superposition“ im Wellenfeld, sodass sich gleichzeitig mehrere Zustände überlagern können. In Schrödingers Gedankenexperiment überträgt er diesen quantenmechanischen Zustand auf die Makrowelt der Katze, die demzufolge zugleich tot und lebendig ist.

    Transformationen auf sprachlicher Ebene

    Bei Ines Birkhan sind es 300 Menschen, die im „Schrödinger C-2081“-Experiment in Stahlzylindern in einen gestreiften „Katzenzustand“ überführt werden. Mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit kippen sie tot aus den Stahlhülsen, werden dann mit einem Gegengift wiederbelebt und kolonisieren anschließend als normale Menschen das Weltall. „Im Asteroidengürtel wirst du Arbeit finden, bei niedriger Schwerkraft eine Familie gründen!“, lautet der gereimte Abschiedsgruß. Wer die Versuche jedoch überlebt, wird, wie die von der Autorin und Regisseurin selbst gesprochene Probandin, mit diamantenen Eckzähnen als „Tigergeist“ ausgestattet.

    Es geht also um Transformationen, die sich auch auf sprachlicher Ebene (gesprochen von Anne Bennent) realisieren. „Ein einziger Satz streut dich in alle Möglichkeiten“ ist das Motto, das durch Rekombination der Buchstaben (2c, 2h, 3l, 1ö, 1m, 1k, 7i, 4n, 7e, 2g, 2r, 1z, 2a, 4t, 1u, 1d) anagrammatisch abgewandelt wird. Lässt man eine Maschine die Anagramme berechnen, funktioniert das eher schlecht. Wenn man die Buchstaben hingegen von Hand rekombiniert, entstehen beispielsweise Sätze wie: „Nicht drei minzig graue Eiszeiten killten Astloecher“ oder „schirche Ziege in Stall Tidizet linierte Augenmolke“.

    Ähnlich wie in Schrödingers Experiment sind die resultierenden Wahrscheinlichkeiten berechenbar, aber nicht beobachtbar. In Birkhans Versuchsanordnung wird der Körper ein Flimmern der Möglichkeiten, während das Scheitern in der endgültigen Festlegung auf eine Wirklichkeit besteht – wie zum Beispiel in schlechten Anagrammen. Deshalb wird die Probandin im letzten Experiment die Stahlhülse von innen verschließen.

    Fein zerstäubte Materie

    Das 22-minütige Hörstück „Eskapismus“, das auf einer rezitativen Performance basiert, setzt das Thema der „Streifenreduktion“ in gewisser Weise fort. Der Soundtrack des Komponisten Bertram Dhellemmes verbindet beide Stücke. Auch wenn aus der Probandin hier die Protagonistin Yuchi Li geworden ist, geht es um das Verschwinden. Denn Yuchi Li hat ihren Vertrag mit der Textproduktionsfirma H-Sync gekündigt – und so wird ihre Persona gelöscht. „Derart unvorbereitet wie Ex-Yuchi-Li ist zuvor kaum jemand ins Feld gekrochen. Anscheinend hatte die gegenwärtig Nicht-Existente das Kleingedruckte doch übergangen. Als Konsequenz vollzog sich ihre Auflösung mit ausgesprochener Härte“, heißt es im Hörspiel.

    Während die Probandin bei der „Streifenreduktion“ in einen Möglichkeitsraum entfloh, so wird die Ex-Yuchi Li zu fein zerstäubter Materie, die von H-Synch wiederbelebt oder neu zusammengesetzt werden kann. Und das geschieht auch mittels einer KI-Drohne, die sich „Oumelker 68“ nennt und „unbekannte Linearitäten“ erkunden will. Basierend auf einem vierzeiligen Gedicht („Die Rinde des Birnbaums /Im Winter wärmt / Dein Atem das Bild / Meiner vergängliche Liebe“) halluziniert diese KI von Kationen, Anionen, einem Element 786 und kondensiert schließlich aus dem Hintergrundrauschen eine Neo-Yuchi unter einem mit einer Neo-Rinde versehenen Neo-Birnbaum mit einer vergänglichen Neo-Liebe.

    Damit ist „Eskapismus“ genau komplementär zur „Streifenreduktion“ konstruiert. Beide Stücke handeln von Black Boxes, in die nicht hineingeschaut werden kann. Die Welt der „Streifenreduktion“ ist berechenbar, aber nicht beobachtbar. In der Welt des Hörspiels „Eskapismus“ ist hingegen das Ergebnis, die Neo-Yuchi, beobachtbar – während ihre Generierung nicht nachvollzogen werden kann. In den Stücken von Ines Birkhan werden beide Phänomene sinnlich fassbar.

    Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 22.05.2025

     

     

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    #Eskapismus #InesBirkhan #Kunstradio #Ö1 #ORF #Streifenreduktion

  26. Berechenbar, aber nicht beobachtbar – Ines Birkhan als Schrödingers Katze und Neo-Yuchi 

    Ines Birkhans komplementär konstruierte Hörspiele „Streifenreduktion“ und „Eskapismus“ erkunden für das ORF-Kunstradio Transformationen von Identitäten in Möglichkeitsräumen zwischen Quantenphysik und Künstlicher Intelligenz.

    Ines Birkhan: Streifenreduktion, Eskapismus

    ORF Ö1, Do, 22. Mai, 23.03 bis 0.00 Uhr

    Zum Auftakt des „Space Day“, mit dem der Österreichische Rundfunk (ORF) das 50-jährige Jubiläum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA feiert, sendet das ORF-Kunstradio zwei neue Hörspiele der Schriftstellerin und Choreographin Ines Birkhan: „Streifenreduktion“ und „Eskapismus“. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Birkhan mit dem Weltraum als Setting beschäftigt. In ihrem im Jahr 2020 urgesendeten Stück „Mit der Fliehkraft“ ging es um die seltsamen körperlichen Transformationen, die Menschen auf dem Weg zu einem terrageformten Mars durchlaufen.

    In ihrem neuen 30-minütigen Stück „Streifenreduktion“ befinden wir uns in einem Raumschiff, in dem Menschen in Stahlzylinder gesteckt werden. Sie dienen als Versuchsobjekte für das „burlesk ausgeschmückte“ Gedankenexperiment des Quantenphysiker und Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger aus dem Jahr 1935. Bei Schrödinger wurde eine Katze zusammen mit einem radioaktiven Atom, einem Geigerzähler und einem Fläschchen Giftgas in eine Stahlkammer gesperrt. Sobald der Geigerzähler den Zerfall des Atoms maß, löste er ein Hämmerchen aus, das die Giftgasampulle zerbrach.

    Quantenmechanisch betrachtet befinden sich die Elektronen des zerfallenden Atoms in einer „kohärenten Superposition“ im Wellenfeld, sodass sich gleichzeitig mehrere Zustände überlagern können. In Schrödingers Gedankenexperiment überträgt er diesen quantenmechanischen Zustand auf die Makrowelt der Katze, die demzufolge zugleich tot und lebendig ist.

    Transformationen auf sprachlicher Ebene

    Bei Ines Birkhan sind es 300 Menschen, die im „Schrödinger C-2081“-Experiment in Stahlzylindern in einen gestreiften „Katzenzustand“ überführt werden. Mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit kippen sie tot aus den Stahlhülsen, werden dann mit einem Gegengift wiederbelebt und kolonisieren anschließend als normale Menschen das Weltall. „Im Asteroidengürtel wirst du Arbeit finden, bei niedriger Schwerkraft eine Familie gründen!“, lautet der gereimte Abschiedsgruß. Wer die Versuche jedoch überlebt, wird, wie die von der Autorin und Regisseurin selbst gesprochene Probandin, mit diamantenen Eckzähnen als „Tigergeist“ ausgestattet.

    Es geht also um Transformationen, die sich auch auf sprachlicher Ebene (gesprochen von Anne Bennent) realisieren. „Ein einziger Satz streut dich in alle Möglichkeiten“ ist das Motto, das durch Rekombination der Buchstaben (2c, 2h, 3l, 1ö, 1m, 1k, 7i, 4n, 7e, 2g, 2r, 1z, 2a, 4t, 1u, 1d) anagrammatisch abgewandelt wird. Lässt man eine Maschine die Anagramme berechnen, funktioniert das eher schlecht. Wenn man die Buchstaben hingegen von Hand rekombiniert, entstehen beispielsweise Sätze wie: „Nicht drei minzig graue Eiszeiten killten Astloecher“ oder „schirche Ziege in Stall Tidizet linierte Augenmolke“.

    Ähnlich wie in Schrödingers Experiment sind die resultierenden Wahrscheinlichkeiten berechenbar, aber nicht beobachtbar. In Birkhans Versuchsanordnung wird der Körper ein Flimmern der Möglichkeiten, während das Scheitern in der endgültigen Festlegung auf eine Wirklichkeit besteht – wie zum Beispiel in schlechten Anagrammen. Deshalb wird die Probandin im letzten Experiment die Stahlhülse von innen verschließen.

    Fein zerstäubte Materie

    Das 22-minütige Hörstück „Eskapismus“, das auf einer rezitativen Performance basiert, setzt das Thema der „Streifenreduktion“ in gewisser Weise fort. Der Soundtrack des Komponisten Bertram Dhellemmes verbindet beide Stücke. Auch wenn aus der Probandin hier die Protagonistin Yuchi Li geworden ist, geht es um das Verschwinden. Denn Yuchi Li hat ihren Vertrag mit der Textproduktionsfirma H-Sync gekündigt – und so wird ihre Persona gelöscht. „Derart unvorbereitet wie Ex-Yuchi-Li ist zuvor kaum jemand ins Feld gekrochen. Anscheinend hatte die gegenwärtig Nicht-Existente das Kleingedruckte doch übergangen. Als Konsequenz vollzog sich ihre Auflösung mit ausgesprochener Härte“, heißt es im Hörspiel.

    Während die Probandin bei der „Streifenreduktion“ in einen Möglichkeitsraum entfloh, so wird die Ex-Yuchi Li zu fein zerstäubter Materie, die von H-Synch wiederbelebt oder neu zusammengesetzt werden kann. Und das geschieht auch mittels einer KI-Drohne, die sich „Oumelker 68“ nennt und „unbekannte Linearitäten“ erkunden will. Basierend auf einem vierzeiligen Gedicht („Die Rinde des Birnbaums /Im Winter wärmt / Dein Atem das Bild / Meiner vergängliche Liebe“) halluziniert diese KI von Kationen, Anionen, einem Element 786 und kondensiert schließlich aus dem Hintergrundrauschen eine Neo-Yuchi unter einem mit einer Neo-Rinde versehenen Neo-Birnbaum mit einer vergänglichen Neo-Liebe.

    Damit ist „Eskapismus“ genau komplementär zur „Streifenreduktion“ konstruiert. Beide Stücke handeln von Black Boxes, in die nicht hineingeschaut werden kann. Die Welt der „Streifenreduktion“ ist berechenbar, aber nicht beobachtbar. In der Welt des Hörspiels „Eskapismus“ ist hingegen das Ergebnis, die Neo-Yuchi, beobachtbar – während ihre Generierung nicht nachvollzogen werden kann. In den Stücken von Ines Birkhan werden beide Phänomene sinnlich fassbar.

    Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 22.05.2025

     

     

    #Eskapismus #InesBirkhan #Kunstradio #Ö1 #ORF #Streifenreduktion

  27. Hitzewelle in Finnland lässt Rentiere leiden

    In Finnland haben Rentiere in den vergangenen Wochen unter Rekordtemperaturen gelitten. "Sie können ihre Körpertemperatur nicht ausreichend regulieren und überhitzen", sagte die Vorsitzende des Verbands der finnischen Rentierhalter, Anne Ollila, am Dienstag. "Nicht alle Rentiere haben die Hitzewelle überlebt", (…)

    sn.at/panorama/international/h

  28. Hitzewelle in Finnland lässt Rentiere leiden

    In Finnland haben Rentiere in den vergangenen Wochen unter Rekordtemperaturen gelitten. "Sie können ihre Körpertemperatur nicht ausreichend regulieren und überhitzen", sagte die Vorsitzende des Verbands der finnischen Rentierhalter, Anne Ollila, am Dienstag. "Nicht alle Rentiere haben die Hitzewelle überlebt", (…)

    sn.at/panorama/international/h

    #_Panorama #_International #_Finnland #_Hitzewelle

  29. Die Demontage einer Staatsanwältin

    Anne #Brorhilker, ehemalige Ermittlerin bei der #Staatsanwaltschaft #Köln, war zuständig für die "Cum-Ex"-Verfahren. "Cum-Ex" steht für einen der größten Steuerraubzüge europaweit. Die Täter - "feine Leute" aus der #Oberschicht, darunter #Bankiers, (angeblich) seriöse #Rechtsanwälte und #Steuerberater sowie prominente Figuren wie Carsten #Maschmeier et al - hatten direkt und dreist in die #Steuerkasse gegriffen und sich Gelder ("Steuerrückerstattungen") auszahlen lassen, die sie nie eingezahlt hatten. Dreister geht nicht. Die Schäden gehen in die zweistelligen Milliardenbeträge.

    Anne Brorhilker hatte sich schnell in die ausgeprochen komplizierte Materie eingearbeitet, #Banken weltweit durchsuchen lassen - zum Missvergnügen ihrer Vorgesetzten - und hatte in wenigen Jahren über 60 #Strafverfahren eingeleitet. Gegen Hunderte von Beschuldigten. Viele davon sind bereits verurteilt, sitzen derweil im Knast.

    Aber wie das so ist: Wenn sich Mittelmaß in einer Behörde von Bestleistung umgeben sieht, werden die Aufrechten und Tüchtigen als Bedrohung angesehen. Und entsprechend behandelt.

    Das "Handelsblatt" hat die Demontage der weltweit anerkannten und gelobten Staatsanwältin detailliert rekonstruiert. Und dafür 2025 einen "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen bekommen. Am Montag, 30. Juni, ist die Preisverleihung.

    AnsTageslicht.de dokumentiert diese Geschichte in mehreren Kapiteln. Ebenso 'Portaits' ihrer handelnden Vorgesetzten.

    Die Top-Ermittlerin arbeitet inzwischen nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft. Sie geht das Problem jetzt von der anderen Seite an.

    #CapitalismIsADeathCult #Korruption #CumEx

  30. Die Demontage einer Staatsanwältin

    Anne #Brorhilker, ehemalige Ermittlerin bei der #Staatsanwaltschaft #Köln, war zuständig für die "Cum-Ex"-Verfahren. "Cum-Ex" steht für einen der größten Steuerraubzüge europaweit. Die Täter - "feine Leute" aus der #Oberschicht, darunter #Bankiers, (angeblich) seriöse #Rechtsanwälte und #Steuerberater sowie prominente Figuren wie Carsten #Maschmeier et al - hatten direkt und dreist in die #Steuerkasse gegriffen und sich Gelder ("Steuerrückerstattungen") auszahlen lassen, die sie nie eingezahlt hatten. Dreister geht nicht. Die Schäden gehen in die zweistelligen Milliardenbeträge.

    Anne Brorhilker hatte sich schnell in die ausgeprochen komplizierte Materie eingearbeitet, #Banken weltweit durchsuchen lassen - zum Missvergnügen ihrer Vorgesetzten - und hatte in wenigen Jahren über 60 #Strafverfahren eingeleitet. Gegen Hunderte von Beschuldigten. Viele davon sind bereits verurteilt, sitzen derweil im Knast.

    Aber wie das so ist: Wenn sich Mittelmaß in einer Behörde von Bestleistung umgeben sieht, werden die Aufrechten und Tüchtigen als Bedrohung angesehen. Und entsprechend behandelt.

    Das "Handelsblatt" hat die Demontage der weltweit anerkannten und gelobten Staatsanwältin detailliert rekonstruiert. Und dafür 2025 einen "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen bekommen. Am Montag, 30. Juni, ist die Preisverleihung.

    AnsTageslicht.de dokumentiert diese Geschichte in mehreren Kapiteln. Ebenso 'Portaits' ihrer handelnden Vorgesetzten.

    Die Top-Ermittlerin arbeitet inzwischen nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft. Sie geht das Problem jetzt von der anderen Seite an.

    #CapitalismIsADeathCult #Korruption #CumEx