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#discogsdienstag — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #discogsdienstag, aggregated by home.social.

  1. DiscogsDienstag: The Jesus & Mary Chain – Stoned & Dethroned

    Über die schottische Band The Jesus & Mary Chain muss ich eigentlich nicht viel schreiben, sie gehören zu den Pionieren des Shoegaze, besonders mit ihren ersten beiden Alben „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) und im Grunde bekommt man von den Reid-Brüdern Jim und William immer, was man erwartet: Post-Punk, Noise Pop und Shoegaze mit einer Prise Rock’n’Roll, Surf-Rock und Blues. So auch auf ihrem 1994er Album „Stoned & Dethroned“, ihrem fünften Longplayer.

    Das Highlight des Albums ist für mich „Sometimes Always“ mit Gastsängerin Hope Sandoval (Mazzy Star), die zu der Zeit mit William Reid zusammen war und das Lied mit Jim Reid im Duett singt, ganz in der Tradition von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra. Ein weiterer Gastsänger war Shane MacGowan (The Pogues), der „God Help Me“ gesungen hat. Insgesamt finden sich 17 Songs auf dem Album, das eigentlich als Akustik-Album geplant war, was an einigen Stellen noch hörbar ist („Everybody I Know“). Es sind viele ruhigere Songs dabei, aber auch klassische, flotte JAMC-Stücke („She“, „Girlfriend“). Die Besetzung bestand aus Jim Reid (Gesang, Gitarren, Bass), William Reid (Gesang, Gitarren, Bass), Steve Monti von Curve (Schlagzeug) und Ben Lurie (Gitarre, Harmonika, Orgel, Bass).

    Wie so häufig bei familiären Bandprojekten haben sich auch die Reid-Brüder irgendwann zerstritten, so dass es von 1998 bis 2007 Funkstille zwischen ihnen gab. Danach traten sie jedoch wieder gemeinsam auf und veröffentlichten noch die Alben sieben und acht, „Damage and Joy“ (2017) und „Glasgow Eyes“ (2024).

    Ich habe The Jesus & Mary Chain am 02.07.1988 beim Roskilde Festival live gesehen.

    #Discogs #DiscogsDienstag #HopeSandoval #NoisePop #PostPunk #ShaneMacGowan #Shoegaze #TheJesusMaryChain
  2. DiscogsDienstag: The Jesus & Mary Chain – Stoned & Dethroned

    Über die schottische Band The Jesus & Mary Chain muss ich eigentlich nicht viel schreiben, sie gehören zu den Pionieren des Shoegaze, besonders mit ihren ersten beiden Alben „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) und im Grunde bekommt man von den Reid-Brüdern Jim und William immer, was man erwartet: Post-Punk, Noise Pop und Shoegaze mit einer Prise Rock’n’Roll, Surf-Rock und Blues. So auch auf ihrem 1994er Album „Stoned & Dethroned“, ihrem fünften Longplayer.

    Das Highlight des Albums ist für mich „Sometimes Always“ mit Gastsängerin Hope Sandoval (Mazzy Star), die zu der Zeit mit William Reid zusammen war und das Lied mit Jim Reid im Duett singt, ganz in der Tradition von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra. Ein weiterer Gastsänger war Shane MacGowan (The Pogues), der „God Help Me“ gesungen hat. Insgesamt finden sich 17 Songs auf dem Album, das eigentlich als Akustik-Album geplant war, was an einigen Stellen noch hörbar ist („Everybody I Know“). Es sind viele ruhigere Songs dabei, aber auch klassische, flotte JAMC-Stücke („She“, „Girlfriend“). Die Besetzung bestand aus Jim Reid (Gesang, Gitarren, Bass), William Reid (Gesang, Gitarren, Bass), Steve Monti von Curve (Schlagzeug) und Ben Lurie (Gitarre, Harmonika, Orgel, Bass).

    Wie so häufig bei familiären Bandprojekten haben sich auch die Reid-Brüder irgendwann zerstritten, so dass es von 1998 bis 2007 Funkstille zwischen ihnen gab. Danach traten sie jedoch wieder gemeinsam auf und veröffentlichten noch die Alben sieben und acht, „Damage and Joy“ (2017) und „Glasgow Eyes“ (2024).

    Ich habe The Jesus & Mary Chain am 02.07.1988 beim Roskilde Festival live gesehen.

    #Discogs #DiscogsDienstag #HopeSandoval #NoisePop #PostPunk #ShaneMacGowan #Shoegaze #TheJesusMaryChain
  3. DiscogsDienstag: The Jesus & Mary Chain – Stoned & Dethroned

    Über die schottische Band The Jesus & Mary Chain muss ich eigentlich nicht viel schreiben, sie gehören zu den Pionieren des Shoegaze, besonders mit ihren ersten beiden Alben „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) und im Grunde bekommt man von den Reid-Brüdern Jim und William immer, was man erwartet: Post-Punk, Noise Pop und Shoegaze mit einer Prise Rock’n’Roll, Surf-Rock und Blues. So auch auf ihrem 1994er Album „Stoned & Dethroned“, ihrem fünften Longplayer.

    Das Highlight des Albums ist für mich „Sometimes Always“ mit Gastsängerin Hope Sandoval (Mazzy Star), die zu der Zeit mit William Reid zusammen war und das Lied mit Jim Reid im Duett singt, ganz in der Tradition von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra. Ein weiterer Gastsänger war Shane MacGowan (The Pogues), der „God Help Me“ gesungen hat. Insgesamt finden sich 17 Songs auf dem Album, das eigentlich als Akustik-Album geplant war, was an einigen Stellen noch hörbar ist („Everybody I Know“). Es sind viele ruhigere Songs dabei, aber auch klassische, flotte JAMC-Stücke („She“, „Girlfriend“). Die Besetzung bestand aus Jim Reid (Gesang, Gitarren, Bass), William Reid (Gesang, Gitarren, Bass), Steve Monti von Curve (Schlagzeug) und Ben Lurie (Gitarre, Harmonika, Orgel, Bass).

    Wie so häufig bei familiären Bandprojekten haben sich auch die Reid-Brüder irgendwann zerstritten, so dass es von 1998 bis 2007 Funkstille zwischen ihnen gab. Danach traten sie jedoch wieder gemeinsam auf und veröffentlichten noch die Alben sieben und acht, „Damage and Joy“ (2017) und „Glasgow Eyes“ (2024).

    Ich habe The Jesus & Mary Chain am 02.07.1988 beim Roskilde Festival live gesehen.

    #Discogs #DiscogsDienstag #HopeSandoval #NoisePop #PostPunk #ShaneMacGowan #Shoegaze #TheJesusMaryChain
  4. DiscogsDienstag: The Jesus & Mary Chain – Stoned & Dethroned

    Über die schottische Band The Jesus & Mary Chain muss ich eigentlich nicht viel schreiben, sie gehören zu den Pionieren des Shoegaze, besonders mit ihren ersten beiden Alben „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) und im Grunde bekommt man von den Reid-Brüdern Jim und William immer, was man erwartet: Post-Punk, Noise Pop und Shoegaze mit einer Prise Rock’n’Roll, Surf-Rock und Blues. So auch auf ihrem 1994er Album „Stoned & Dethroned“, ihrem fünften Longplayer.

    Das Highlight des Albums ist für mich „Sometimes Always“ mit Gastsängerin Hope Sandoval (Mazzy Star), die zu der Zeit mit William Reid zusammen war und das Lied mit Jim Reid im Duett singt, ganz in der Tradition von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra. Ein weiterer Gastsänger war Shane MacGowan (The Pogues), der „God Help Me“ gesungen hat. Insgesamt finden sich 17 Songs auf dem Album, das eigentlich als Akustik-Album geplant war, was an einigen Stellen noch hörbar ist („Everybody I Know“). Es sind viele ruhigere Songs dabei, aber auch klassische, flotte JAMC-Stücke („She“, „Girlfriend“). Die Besetzung bestand aus Jim Reid (Gesang, Gitarren, Bass), William Reid (Gesang, Gitarren, Bass), Steve Monti von Curve (Schlagzeug) und Ben Lurie (Gitarre, Harmonika, Orgel, Bass).

    Wie so häufig bei familiären Bandprojekten haben sich auch die Reid-Brüder irgendwann zerstritten, so dass es von 1998 bis 2007 Funkstille zwischen ihnen gab. Danach traten sie jedoch wieder gemeinsam auf und veröffentlichten noch die Alben sieben und acht, „Damage and Joy“ (2017) und „Glasgow Eyes“ (2024).

    Ich habe The Jesus & Mary Chain am 02.07.1988 beim Roskilde Festival live gesehen.

    #Discogs #DiscogsDienstag #HopeSandoval #NoisePop #PostPunk #ShaneMacGowan #Shoegaze #TheJesusMaryChain
  5. DiscogsDienstag: The Jesus & Mary Chain – Stoned & Dethroned

    Über die schottische Band The Jesus & Mary Chain muss ich eigentlich nicht viel schreiben, sie gehören zu den Pionieren des Shoegaze, besonders mit ihren ersten beiden Alben „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) und im Grunde bekommt man von den Reid-Brüdern Jim und William immer, was man erwartet: Post-Punk, Noise Pop und Shoegaze mit einer Prise Rock’n’Roll, Surf-Rock und Blues. So auch auf ihrem 1994er Album „Stoned & Dethroned“, ihrem fünften Longplayer.

    Das Highlight des Albums ist für mich „Sometimes Always“ mit Gastsängerin Hope Sandoval (Mazzy Star), die zu der Zeit mit William Reid zusammen war und das Lied mit Jim Reid im Duett singt, ganz in der Tradition von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra. Ein weiterer Gastsänger war Shane MacGowan (The Pogues), der „God Help Me“ gesungen hat. Insgesamt finden sich 17 Songs auf dem Album, das eigentlich als Akustik-Album geplant war, was an einigen Stellen noch hörbar ist („Everybody I Know“). Es sind viele ruhigere Songs dabei, aber auch klassische, flotte JAMC-Stücke („She“, „Girlfriend“). Die Besetzung bestand aus Jim Reid (Gesang, Gitarren, Bass), William Reid (Gesang, Gitarren, Bass), Steve Monti von Curve (Schlagzeug) und Ben Lurie (Gitarre, Harmonika, Orgel, Bass).

    Wie so häufig bei familiären Bandprojekten haben sich auch die Reid-Brüder irgendwann zerstritten, so dass es von 1998 bis 2007 Funkstille zwischen ihnen gab. Danach traten sie jedoch wieder gemeinsam auf und veröffentlichten noch die Alben sieben und acht, „Damage and Joy“ (2017) und „Glasgow Eyes“ (2024).

    Ich habe The Jesus & Mary Chain am 02.07.1988 beim Roskilde Festival live gesehen.

    #Discogs #DiscogsDienstag #HopeSandoval #NoisePop #PostPunk #ShaneMacGowan #Shoegaze #TheJesusMaryChain
  6. DiscogsDienstag: Die Goldenen Zitronen – Am Tag als Thomas Anders starb

    Die Goldenen Zitronen wurden 1984 im Umfeld der Hafenstraße in Hamburg gegründet. Schorsch Kamerun (Gesang), Aldo Moro (Gitarre/Bass), Ale Sexfeind (Schlagzeug) und Ted Gaier (Gitarre/Bass) machten Fun-Punk und Polit-Punk, wurden zunehmend avangardistischer und gelten als Mitbegründer der „Hamburger Schule“. Mit ihrer Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ erlangten sie 1986 große mediale Aufmerksamkeit. Es soll die erfolgreichste deutsche Indie-Single sein.

    Dabei handelt es sich um eine Punk-Coverversion des Schlagers „Am Tag als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972, welcher wiederum eine Coverversion des Folk-Rock-Songs „The Night They Drove Old Dixie Down“ von The Band (1969) war. Im Original ein Anti-Kriegs- bzw. Anti-Drogensong machten Die Goldenen Zitronen daraus ein Anti-Thomas-Anders-Lied, der zu der Zeit mit Modern Talking sehr erfolgreich war. Unterstützt wurden die Zitronen dabei von Rod Gonzales am Banjo, der bekanntlich heute bei den Ärzten praktiziert.

    Und auch der musikalische Partner von Thomas Anders bekommt Erwähnung auf der Single, nämlich im Lied „Zitronenmord“ auf der B-Seite. „Zitronenmord“ handelt vom mysteriösen Ableben der bekannten Hamburger Musiker Udo Lindenberg, Achim Reichel, Dieter Bohlen, Freddy Quinn und Jutta Weinhold, „sie lagen alle tot mit ’ner Zitrone im Maul da“.

    Ich habe Die Goldenen Zitronen leider nicht so intensiv verfolgt. Ich habe mal das Album „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ von 1987 als CD besessen, aber die ist im Laufe der Zeit leider verschütt gegangen. Darauf ist ja der zweite Zitronen-Hit, „Für immer Punk“. Der lief häufig am Ende in meiner Stammdisco, bevor dann zu „Streetlife“ von Randy Crawford das Licht anging.

    Die Goldenen Zitronen sind nicht bei Fun-Punk- und Rockabilly-Songs stehen geblieben, sondern haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. In späteren Veröffentlichungen werden sie elektronischer und entdecken No-Wave, Hip-Hop, Krautrock und Jazz für ihre Musik. Wie oben bereits erwähnt, haben sie auch auf die Bands der „Hamburger Schule“ Einfluss genommen.

    Die Goldenen Zitrone bestehen heute immer noch, von der Originalbesetzung sind Schorsch Kamerun und Ted Gaier noch dabei. Nach dem letzten Album „More Than A Feeling“ (2019) erschien 2024 zum 40. Jubiläum eine Best-Of-Compilation auf 3 LPs, darunter ist auch „Am Tag als Thomas Anders starb“.

    #DieGoldenenZitronen #Discogs #DiscogsDienstag #Punk #Rockabilly
  7. DiscogsDienstag: Die Goldenen Zitronen – Am Tag als Thomas Anders starb

    Die Goldenen Zitronen wurden 1984 im Umfeld der Hafenstraße in Hamburg gegründet. Schorsch Kamerun (Gesang), Aldo Moro (Gitarre/Bass), Ale Sexfeind (Schlagzeug) und Ted Gaier (Gitarre/Bass) machten Fun-Punk und Polit-Punk, wurden zunehmend avangardistischer und gelten als Mitbegründer der „Hamburger Schule“. Mit ihrer Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ erlangten sie 1986 große mediale Aufmerksamkeit. Es soll die erfolgreichste deutsche Indie-Single sein.

    Dabei handelt es sich um eine Punk-Coverversion des Schlagers „Am Tag als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972, welcher wiederum eine Coverversion des Folk-Rock-Songs „The Night They Drove Old Dixie Down“ von The Band (1969) war. Im Original ein Anti-Kriegs- bzw. Anti-Drogensong machten Die Goldenen Zitronen daraus ein Anti-Thomas-Anders-Lied, der zu der Zeit mit Modern Talking sehr erfolgreich war. Unterstützt wurden die Zitronen dabei von Rod Gonzales am Banjo, der bekanntlich heute bei den Ärzten praktiziert.

    Und auch der musikalische Partner von Thomas Anders bekommt Erwähnung auf der Single, nämlich im Lied „Zitronenmord“ auf der B-Seite. „Zitronenmord“ handelt vom mysteriösen Ableben der bekannten Hamburger Musiker Udo Lindenberg, Achim Reichel, Dieter Bohlen, Freddy Quinn und Jutta Weinhold, „sie lagen alle tot mit ’ner Zitrone im Maul da“.

    Ich habe Die Goldenen Zitronen leider nicht so intensiv verfolgt. Ich habe mal das Album „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ von 1987 als CD besessen, aber die ist im Laufe der Zeit leider verschütt gegangen. Darauf ist ja der zweite Zitronen-Hit, „Für immer Punk“. Der lief häufig am Ende in meiner Stammdisco, bevor dann zu „Streetlife“ von Randy Crawford das Licht anging.

    Die Goldenen Zitronen sind nicht bei Fun-Punk- und Rockabilly-Songs stehen geblieben, sondern haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. In späteren Veröffentlichungen werden sie elektronischer und entdecken No-Wave, Hip-Hop, Krautrock und Jazz für ihre Musik. Wie oben bereits erwähnt, haben sie auch auf die Bands der „Hamburger Schule“ Einfluss genommen.

    Die Goldenen Zitrone bestehen heute immer noch, von der Originalbesetzung sind Schorsch Kamerun und Ted Gaier noch dabei. Nach dem letzten Album „More Than A Feeling“ (2019) erschien 2024 zum 40. Jubiläum eine Best-Of-Compilation auf 3 LPs, darunter ist auch „Am Tag als Thomas Anders starb“.

    #DieGoldenenZitronen #Discogs #DiscogsDienstag #Punk #Rockabilly
  8. DiscogsDienstag: Die Goldenen Zitronen – Am Tag als Thomas Anders starb

    Die Goldenen Zitronen wurden 1984 im Umfeld der Hafenstraße in Hamburg gegründet. Schorsch Kamerun (Gesang), Aldo Moro (Gitarre/Bass), Ale Sexfeind (Schlagzeug) und Ted Gaier (Gitarre/Bass) machten Fun-Punk und Polit-Punk, wurden zunehmend avangardistischer und gelten als Mitbegründer der „Hamburger Schule“. Mit ihrer Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ erlangten sie 1986 große mediale Aufmerksamkeit. Es soll die erfolgreichste deutsche Indie-Single sein.

    Dabei handelt es sich um eine Punk-Coverversion des Schlagers „Am Tag als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972, welcher wiederum eine Coverversion des Folk-Rock-Songs „The Night They Drove Old Dixie Down“ von The Band (1969) war. Im Original ein Anti-Kriegs- bzw. Anti-Drogensong machten Die Goldenen Zitronen daraus ein Anti-Thomas-Anders-Lied, der zu der Zeit mit Modern Talking sehr erfolgreich war. Unterstützt wurden die Zitronen dabei von Rod Gonzales am Banjo, der bekanntlich heute bei den Ärzten praktiziert.

    Und auch der musikalische Partner von Thomas Anders bekommt Erwähnung auf der Single, nämlich im Lied „Zitronenmord“ auf der B-Seite. „Zitronenmord“ handelt vom mysteriösen Ableben der bekannten Hamburger Musiker Udo Lindenberg, Achim Reichel, Dieter Bohlen, Freddy Quinn und Jutta Weinhold, „sie lagen alle tot mit ’ner Zitrone im Maul da“.

    Ich habe Die Goldenen Zitronen leider nicht so intensiv verfolgt. Ich habe mal das Album „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ von 1987 als CD besessen, aber die ist im Laufe der Zeit leider verschütt gegangen. Darauf ist ja der zweite Zitronen-Hit, „Für immer Punk“. Der lief häufig am Ende in meiner Stammdisco, bevor dann zu „Streetlife“ von Randy Crawford das Licht anging.

    Die Goldenen Zitronen sind nicht bei Fun-Punk- und Rockabilly-Songs stehen geblieben, sondern haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. In späteren Veröffentlichungen werden sie elektronischer und entdecken No-Wave, Hip-Hop, Krautrock und Jazz für ihre Musik. Wie oben bereits erwähnt, haben sie auch auf die Bands der „Hamburger Schule“ Einfluss genommen.

    Die Goldenen Zitrone bestehen heute immer noch, von der Originalbesetzung sind Schorsch Kamerun und Ted Gaier noch dabei. Nach dem letzten Album „More Than A Feeling“ (2019) erschien 2024 zum 40. Jubiläum eine Best-Of-Compilation auf 3 LPs, darunter ist auch „Am Tag als Thomas Anders starb“.

    #DieGoldenenZitronen #Discogs #DiscogsDienstag #Punk #Rockabilly
  9. DiscogsDienstag: Die Goldenen Zitronen – Am Tag als Thomas Anders starb

    Die Goldenen Zitronen wurden 1984 im Umfeld der Hafenstraße in Hamburg gegründet. Schorsch Kamerun (Gesang), Aldo Moro (Gitarre/Bass), Ale Sexfeind (Schlagzeug) und Ted Gaier (Gitarre/Bass) machten Fun-Punk und Polit-Punk, wurden zunehmend avangardistischer und gelten als Mitbegründer der „Hamburger Schule“. Mit ihrer Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ erlangten sie 1986 große mediale Aufmerksamkeit. Es soll die erfolgreichste deutsche Indie-Single sein.

    Dabei handelt es sich um eine Punk-Coverversion des Schlagers „Am Tag als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972, welcher wiederum eine Coverversion des Folk-Rock-Songs „The Night They Drove Old Dixie Down“ von The Band (1969) war. Im Original ein Anti-Kriegs- bzw. Anti-Drogensong machten Die Goldenen Zitronen daraus ein Anti-Thomas-Anders-Lied, der zu der Zeit mit Modern Talking sehr erfolgreich war. Unterstützt wurden die Zitronen dabei von Rod Gonzales am Banjo, der bekanntlich heute bei den Ärzten praktiziert.

    Und auch der musikalische Partner von Thomas Anders bekommt Erwähnung auf der Single, nämlich im Lied „Zitronenmord“ auf der B-Seite. „Zitronenmord“ handelt vom mysteriösen Ableben der bekannten Hamburger Musiker Udo Lindenberg, Achim Reichel, Dieter Bohlen, Freddy Quinn und Jutta Weinhold, „sie lagen alle tot mit ’ner Zitrone im Maul da“.

    Ich habe Die Goldenen Zitronen leider nicht so intensiv verfolgt. Ich habe mal das Album „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ von 1987 als CD besessen, aber die ist im Laufe der Zeit leider verschütt gegangen. Darauf ist ja der zweite Zitronen-Hit, „Für immer Punk“. Der lief häufig am Ende in meiner Stammdisco, bevor dann zu „Streetlife“ von Randy Crawford das Licht anging.

    Die Goldenen Zitronen sind nicht bei Fun-Punk- und Rockabilly-Songs stehen geblieben, sondern haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. In späteren Veröffentlichungen werden sie elektronischer und entdecken No-Wave, Hip-Hop, Krautrock und Jazz für ihre Musik. Wie oben bereits erwähnt, haben sie auch auf die Bands der „Hamburger Schule“ Einfluss genommen.

    Die Goldenen Zitrone bestehen heute immer noch, von der Originalbesetzung sind Schorsch Kamerun und Ted Gaier noch dabei. Nach dem letzten Album „More Than A Feeling“ (2019) erschien 2024 zum 40. Jubiläum eine Best-Of-Compilation auf 3 LPs, darunter ist auch „Am Tag als Thomas Anders starb“.

    #DieGoldenenZitronen #Discogs #DiscogsDienstag #Punk #Rockabilly
  10. DiscogsDienstag: Die Goldenen Zitronen – Am Tag als Thomas Anders starb

    Die Goldenen Zitronen wurden 1984 im Umfeld der Hafenstraße in Hamburg gegründet. Schorsch Kamerun (Gesang), Aldo Moro (Gitarre/Bass), Ale Sexfeind (Schlagzeug) und Ted Gaier (Gitarre/Bass) machten Fun-Punk und Polit-Punk, wurden zunehmend avangardistischer und gelten als Mitbegründer der „Hamburger Schule“. Mit ihrer Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ erlangten sie 1986 große mediale Aufmerksamkeit. Es soll die erfolgreichste deutsche Indie-Single sein.

    Dabei handelt es sich um eine Punk-Coverversion des Schlagers „Am Tag als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972, welcher wiederum eine Coverversion des Folk-Rock-Songs „The Night They Drove Old Dixie Down“ von The Band (1969) war. Im Original ein Anti-Kriegs- bzw. Anti-Drogensong machten Die Goldenen Zitronen daraus ein Anti-Thomas-Anders-Lied, der zu der Zeit mit Modern Talking sehr erfolgreich war. Unterstützt wurden die Zitronen dabei von Rod Gonzales am Banjo, der bekanntlich heute bei den Ärzten praktiziert.

    Und auch der musikalische Partner von Thomas Anders bekommt Erwähnung auf der Single, nämlich im Lied „Zitronenmord“ auf der B-Seite. „Zitronenmord“ handelt vom mysteriösen Ableben der bekannten Hamburger Musiker Udo Lindenberg, Achim Reichel, Dieter Bohlen, Freddy Quinn und Jutta Weinhold, „sie lagen alle tot mit ’ner Zitrone im Maul da“.

    Ich habe Die Goldenen Zitronen leider nicht so intensiv verfolgt. Ich habe mal das Album „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ von 1987 als CD besessen, aber die ist im Laufe der Zeit leider verschütt gegangen. Darauf ist ja der zweite Zitronen-Hit, „Für immer Punk“. Der lief häufig am Ende in meiner Stammdisco, bevor dann zu „Streetlife“ von Randy Crawford das Licht anging.

    Die Goldenen Zitronen sind nicht bei Fun-Punk- und Rockabilly-Songs stehen geblieben, sondern haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. In späteren Veröffentlichungen werden sie elektronischer und entdecken No-Wave, Hip-Hop, Krautrock und Jazz für ihre Musik. Wie oben bereits erwähnt, haben sie auch auf die Bands der „Hamburger Schule“ Einfluss genommen.

    Die Goldenen Zitrone bestehen heute immer noch, von der Originalbesetzung sind Schorsch Kamerun und Ted Gaier noch dabei. Nach dem letzten Album „More Than A Feeling“ (2019) erschien 2024 zum 40. Jubiläum eine Best-Of-Compilation auf 3 LPs, darunter ist auch „Am Tag als Thomas Anders starb“.

    #DieGoldenenZitronen #Discogs #DiscogsDienstag #Punk #Rockabilly
  11. DiscogsDienstag: David Bowie – Earthling

    Muss ich viel über David Bowie schreiben? Nein. Wird das dann hier ein kurzer Beitrag? Vielleicht. Meistens fällt mir erst beim Schreiben immer mehr ein, mal sehen, wie das heute wird. Wir schreiben das Jahr 1997 und David Bowie veröffentlicht sein 21. Studio-Album „Earthling“ oder „EART HL I NG“, wie es in goldenen Lettern auf dem Cover steht, 30 Jahre nach seinem selbstbetitelten Debüt. In den Credits entdecken wir neben Bowies langjährigem Weggefährten Brian Eno den Gitarristen Reeves Gabrels, der auch an den Bowie-Alben „Black Tie White Noise“ (1993), „Outside“ (1995) und „Hours“ (1999) mitgewirkt hat. Seit 1997 ist Gabrels auch Live-Gitarrist bei The Cure und ebenfalls auf dem letzten Cure-Album „Songs Of A Lost World“ (2024) zu hören. Bei Bowie spielte Gabrels Gitarre und Synthesizer und war am Songwriting beteiligt, auf „Earthling“ an sieben der neun Songs.

    Das Album „Earthlings“ vereint Drum and Bass mit Industrial- und Hard-Rock, Electronica und Jungle-Rhythmen. Das tritt schon beim grandiosen Opener „Little Wonder“, geschrieben von Bowie, Gabrels und Mark Plati, deutlich hervor. „Looking For Satellites“ aus der gleichen Feder ist dagegen ein ruhigeres Stück, bei dem das Gitarrensolo von Gabrels heraussticht. Bei „Battle for Britain (The Letter)“ dominiert wieder Drum And Bass und eine harte Gitarre, zwischendurch ist ein weirdes Klavier zu hören. Auch dieser Song wurde von dem Trio geschrieben. „Seven Years in Tibet“ ist eine Bowie/Gabrels-Komposition mit einer ruhige Strophe und einem gitarrendominierten Refrain mit fast wütendem Gesang und einer prägnanten Synth-Orgel. „Dead Man Walking“ (Bowie/Gabrels) hat wieder flotte Drum And Bass-Elemente und flimmernde Synthies. Der treibende Beat macht das Lied sehr tanzbar. Am Ende kommt ein Jazz-Piano dazu. „Telling Lies“ wurde von Bowie während der „Outside“-Sessions alleine geschrieben. Auch hier wurde ein Drum And Bass-Rhythmus verwendet, die Instrumentierung ist deutlich spärlicher als bei den anderen Songs, so dass Bowies Stimme eine tragende Rolle einnimmt. „The Last Thing You Should Do“ (Bowie/Gabrels/Plati) vereint erneut Drum And Bass mit ballernden Gitarrenwänden und diesmal spärlichem Gesang sowie sanften Keyboard-Teppichen. Der nächste Titel „I’m Afraid of Americans“ stammt vom bewährten Team Bowie/Eno und ebenfalls aus den „Outside“-Sessions. Er klingt bereits in der Album-Version so, als ob er von Trent Reznor remixt werden müßte, was er schließlich auch wurde. Sechs Remixe umfasst die Maxi-Single, davon fünf von Nine Inch Nails. Reznor tritt auch im Musikvideo zu „I’m Afraid of Americans“ auf, wo er einen Stalker spielt, der David Bowie verfolgt. Zuletzt kommt wieder eine Bowie/Gabrels-Komposition, „Law (Earthlings on Fire)“. Es ist ein Industrial-Track, fast EBM, mit kräftigen Beats und einer verzerrten Stimme. Ein würdiger Abschluss für ein sehr gutes Album.

    „Earthling“ ist ein flottes Album, sehr elektronisch und rhythmusgetragen. Der Gesang variert von Song zu Song und die Gitarre gibt hier die entsprechende Würze. Ich finde es erstaunlich, dass relativ gesetzte Musiker – Bowie war 1997 50, Brian Eno 49, Reeves Gabrels immerhin 41 Jahre alt – so frische Musik machen. Naja, Bowie war schon immer sehr wandlungsfähig, auch musikalisch und Eno schon immer experimentierfreudig. Insofern kein Wunder, nicht mal ein „Little Wonder“ (das ist übrigens mein Favorit).

    #BrianEno #DavidBowie #Discogs #DiscogsDienstag #DrumAndBass #Earthling #Electronica #IndustrialRock #ReevesGabrels
  12. DiscogsDienstag: David Bowie – Earthling

    Muss ich viel über David Bowie schreiben? Nein. Wird das dann hier ein kurzer Beitrag? Vielleicht. Meistens fällt mir erst beim Schreiben immer mehr ein, mal sehen, wie das heute wird. Wir schreiben das Jahr 1997 und David Bowie veröffentlicht sein 21. Studio-Album „Earthling“ oder „EART HL I NG“, wie es in goldenen Lettern auf dem Cover steht, 30 Jahre nach seinem selbstbetitelten Debüt. In den Credits entdecken wir neben Bowies langjährigem Weggefährten Brian Eno den Gitarristen Reeves Gabrels, der auch an den Bowie-Alben „Black Tie White Noise“ (1993), „Outside“ (1995) und „Hours“ (1999) mitgewirkt hat. Seit 1997 ist Gabrels auch Live-Gitarrist bei The Cure und ebenfalls auf dem letzten Cure-Album „Songs Of A Lost World“ (2024) zu hören. Bei Bowie spielte Gabrels Gitarre und Synthesizer und war am Songwriting beteiligt, auf „Earthling“ an sieben der neun Songs.

    Das Album „Earthlings“ vereint Drum and Bass mit Industrial- und Hard-Rock, Electronica und Jungle-Rhythmen. Das tritt schon beim grandiosen Opener „Little Wonder“, geschrieben von Bowie, Gabrels und Mark Plati, deutlich hervor. „Looking For Satellites“ aus der gleichen Feder ist dagegen ein ruhigeres Stück, bei dem das Gitarrensolo von Gabrels heraussticht. Bei „Battle for Britain (The Letter)“ dominiert wieder Drum And Bass und eine harte Gitarre, zwischendurch ist ein weirdes Klavier zu hören. Auch dieser Song wurde von dem Trio geschrieben. „Seven Years in Tibet“ ist eine Bowie/Gabrels-Komposition mit einer ruhige Strophe und einem gitarrendominierten Refrain mit fast wütendem Gesang und einer prägnanten Synth-Orgel. „Dead Man Walking“ (Bowie/Gabrels) hat wieder flotte Drum And Bass-Elemente und flimmernde Synthies. Der treibende Beat macht das Lied sehr tanzbar. Am Ende kommt ein Jazz-Piano dazu. „Telling Lies“ wurde von Bowie während der „Outside“-Sessions alleine geschrieben. Auch hier wurde ein Drum And Bass-Rhythmus verwendet, die Instrumentierung ist deutlich spärlicher als bei den anderen Songs, so dass Bowies Stimme eine tragende Rolle einnimmt. „The Last Thing You Should Do“ (Bowie/Gabrels/Plati) vereint erneut Drum And Bass mit ballernden Gitarrenwänden und diesmal spärlichem Gesang sowie sanften Keyboard-Teppichen. Der nächste Titel „I’m Afraid of Americans“ stammt vom bewährten Team Bowie/Eno und ebenfalls aus den „Outside“-Sessions. Er klingt bereits in der Album-Version so, als ob er von Trent Reznor remixt werden müßte, was er schließlich auch wurde. Sechs Remixe umfasst die Maxi-Single, davon fünf von Nine Inch Nails. Reznor tritt auch im Musikvideo zu „I’m Afraid of Americans“ auf, wo er einen Stalker spielt, der David Bowie verfolgt. Zuletzt kommt wieder eine Bowie/Gabrels-Komposition, „Law (Earthlings on Fire)“. Es ist ein Industrial-Track, fast EBM, mit kräftigen Beats und einer verzerrten Stimme. Ein würdiger Abschluss für ein sehr gutes Album.

    „Earthling“ ist ein flottes Album, sehr elektronisch und rhythmusgetragen. Der Gesang variert von Song zu Song und die Gitarre gibt hier die entsprechende Würze. Ich finde es erstaunlich, dass relativ gesetzte Musiker – Bowie war 1997 50, Brian Eno 49, Reeves Gabrels immerhin 41 Jahre alt – so frische Musik machen. Naja, Bowie war schon immer sehr wandlungsfähig, auch musikalisch und Eno schon immer experimentierfreudig. Insofern kein Wunder, nicht mal ein „Little Wonder“ (das ist übrigens mein Favorit).

    #BrianEno #DavidBowie #Discogs #DiscogsDienstag #DrumAndBass #Earthling #Electronica #IndustrialRock #ReevesGabrels
  13. DiscogsDienstag: David Bowie – Earthling

    Muss ich viel über David Bowie schreiben? Nein. Wird das dann hier ein kurzer Beitrag? Vielleicht. Meistens fällt mir erst beim Schreiben immer mehr ein, mal sehen, wie das heute wird. Wir schreiben das Jahr 1997 und David Bowie veröffentlicht sein 21. Studio-Album „Earthling“ oder „EART HL I NG“, wie es in goldenen Lettern auf dem Cover steht, 30 Jahre nach seinem selbstbetitelten Debüt. In den Credits entdecken wir neben Bowies langjährigem Weggefährten Brian Eno den Gitarristen Reeves Gabrels, der auch an den Bowie-Alben „Black Tie White Noise“ (1993), „Outside“ (1995) und „Hours“ (1999) mitgewirkt hat. Seit 1997 ist Gabrels auch Live-Gitarrist bei The Cure und ebenfalls auf dem letzten Cure-Album „Songs Of A Lost World“ (2024) zu hören. Bei Bowie spielte Gabrels Gitarre und Synthesizer und war am Songwriting beteiligt, auf „Earthling“ an sieben der neun Songs.

    Das Album „Earthlings“ vereint Drum and Bass mit Industrial- und Hard-Rock, Electronica und Jungle-Rhythmen. Das tritt schon beim grandiosen Opener „Little Wonder“, geschrieben von Bowie, Gabrels und Mark Plati, deutlich hervor. „Looking For Satellites“ aus der gleichen Feder ist dagegen ein ruhigeres Stück, bei dem das Gitarrensolo von Gabrels heraussticht. Bei „Battle for Britain (The Letter)“ dominiert wieder Drum And Bass und eine harte Gitarre, zwischendurch ist ein weirdes Klavier zu hören. Auch dieser Song wurde von dem Trio geschrieben. „Seven Years in Tibet“ ist eine Bowie/Gabrels-Komposition mit einer ruhige Strophe und einem gitarrendominierten Refrain mit fast wütendem Gesang und einer prägnanten Synth-Orgel. „Dead Man Walking“ (Bowie/Gabrels) hat wieder flotte Drum And Bass-Elemente und flimmernde Synthies. Der treibende Beat macht das Lied sehr tanzbar. Am Ende kommt ein Jazz-Piano dazu. „Telling Lies“ wurde von Bowie während der „Outside“-Sessions alleine geschrieben. Auch hier wurde ein Drum And Bass-Rhythmus verwendet, die Instrumentierung ist deutlich spärlicher als bei den anderen Songs, so dass Bowies Stimme eine tragende Rolle einnimmt. „The Last Thing You Should Do“ (Bowie/Gabrels/Plati) vereint erneut Drum And Bass mit ballernden Gitarrenwänden und diesmal spärlichem Gesang sowie sanften Keyboard-Teppichen. Der nächste Titel „I’m Afraid of Americans“ stammt vom bewährten Team Bowie/Eno und ebenfalls aus den „Outside“-Sessions. Er klingt bereits in der Album-Version so, als ob er von Trent Reznor remixt werden müßte, was er schließlich auch wurde. Sechs Remixe umfasst die Maxi-Single, davon fünf von Nine Inch Nails. Reznor tritt auch im Musikvideo zu „I’m Afraid of Americans“ auf, wo er einen Stalker spielt, der David Bowie verfolgt. Zuletzt kommt wieder eine Bowie/Gabrels-Komposition, „Law (Earthlings on Fire)“. Es ist ein Industrial-Track, fast EBM, mit kräftigen Beats und einer verzerrten Stimme. Ein würdiger Abschluss für ein sehr gutes Album.

    „Earthling“ ist ein flottes Album, sehr elektronisch und rhythmusgetragen. Der Gesang variert von Song zu Song und die Gitarre gibt hier die entsprechende Würze. Ich finde es erstaunlich, dass relativ gesetzte Musiker – Bowie war 1997 50, Brian Eno 49, Reeves Gabrels immerhin 41 Jahre alt – so frische Musik machen. Naja, Bowie war schon immer sehr wandlungsfähig, auch musikalisch und Eno schon immer experimentierfreudig. Insofern kein Wunder, nicht mal ein „Little Wonder“ (das ist übrigens mein Favorit).

    #BrianEno #DavidBowie #Discogs #DiscogsDienstag #DrumAndBass #Earthling #Electronica #IndustrialRock #ReevesGabrels
  14. DiscogsDienstag: David Bowie – Earthling

    Muss ich viel über David Bowie schreiben? Nein. Wird das dann hier ein kurzer Beitrag? Vielleicht. Meistens fällt mir erst beim Schreiben immer mehr ein, mal sehen, wie das heute wird. Wir schreiben das Jahr 1997 und David Bowie veröffentlicht sein 21. Studio-Album „Earthling“ oder „EART HL I NG“, wie es in goldenen Lettern auf dem Cover steht, 30 Jahre nach seinem selbstbetitelten Debüt. In den Credits entdecken wir neben Bowies langjährigem Weggefährten Brian Eno den Gitarristen Reeves Gabrels, der auch an den Bowie-Alben „Black Tie White Noise“ (1993), „Outside“ (1995) und „Hours“ (1999) mitgewirkt hat. Seit 1997 ist Gabrels auch Live-Gitarrist bei The Cure und ebenfalls auf dem letzten Cure-Album „Songs Of A Lost World“ (2024) zu hören. Bei Bowie spielte Gabrels Gitarre und Synthesizer und war am Songwriting beteiligt, auf „Earthling“ an sieben der neun Songs.

    Das Album „Earthlings“ vereint Drum and Bass mit Industrial- und Hard-Rock, Electronica und Jungle-Rhythmen. Das tritt schon beim grandiosen Opener „Little Wonder“, geschrieben von Bowie, Gabrels und Mark Plati, deutlich hervor. „Looking For Satellites“ aus der gleichen Feder ist dagegen ein ruhigeres Stück, bei dem das Gitarrensolo von Gabrels heraussticht. Bei „Battle for Britain (The Letter)“ dominiert wieder Drum And Bass und eine harte Gitarre, zwischendurch ist ein weirdes Klavier zu hören. Auch dieser Song wurde von dem Trio geschrieben. „Seven Years in Tibet“ ist eine Bowie/Gabrels-Komposition mit einer ruhige Strophe und einem gitarrendominierten Refrain mit fast wütendem Gesang und einer prägnanten Synth-Orgel. „Dead Man Walking“ (Bowie/Gabrels) hat wieder flotte Drum And Bass-Elemente und flimmernde Synthies. Der treibende Beat macht das Lied sehr tanzbar. Am Ende kommt ein Jazz-Piano dazu. „Telling Lies“ wurde von Bowie während der „Outside“-Sessions alleine geschrieben. Auch hier wurde ein Drum And Bass-Rhythmus verwendet, die Instrumentierung ist deutlich spärlicher als bei den anderen Songs, so dass Bowies Stimme eine tragende Rolle einnimmt. „The Last Thing You Should Do“ (Bowie/Gabrels/Plati) vereint erneut Drum And Bass mit ballernden Gitarrenwänden und diesmal spärlichem Gesang sowie sanften Keyboard-Teppichen. Der nächste Titel „I’m Afraid of Americans“ stammt vom bewährten Team Bowie/Eno und ebenfalls aus den „Outside“-Sessions. Er klingt bereits in der Album-Version so, als ob er von Trent Reznor remixt werden müßte, was er schließlich auch wurde. Sechs Remixe umfasst die Maxi-Single, davon fünf von Nine Inch Nails. Reznor tritt auch im Musikvideo zu „I’m Afraid of Americans“ auf, wo er einen Stalker spielt, der David Bowie verfolgt. Zuletzt kommt wieder eine Bowie/Gabrels-Komposition, „Law (Earthlings on Fire)“. Es ist ein Industrial-Track, fast EBM, mit kräftigen Beats und einer verzerrten Stimme. Ein würdiger Abschluss für ein sehr gutes Album.

    „Earthling“ ist ein flottes Album, sehr elektronisch und rhythmusgetragen. Der Gesang variert von Song zu Song und die Gitarre gibt hier die entsprechende Würze. Ich finde es erstaunlich, dass relativ gesetzte Musiker – Bowie war 1997 50, Brian Eno 49, Reeves Gabrels immerhin 41 Jahre alt – so frische Musik machen. Naja, Bowie war schon immer sehr wandlungsfähig, auch musikalisch und Eno schon immer experimentierfreudig. Insofern kein Wunder, nicht mal ein „Little Wonder“ (das ist übrigens mein Favorit).

    #BrianEno #DavidBowie #Discogs #DiscogsDienstag #DrumAndBass #Earthling #Electronica #IndustrialRock #ReevesGabrels
  15. DiscogsDienstag: David Bowie – Earthling

    Muss ich viel über David Bowie schreiben? Nein. Wird das dann hier ein kurzer Beitrag? Vielleicht. Meistens fällt mir erst beim Schreiben immer mehr ein, mal sehen, wie das heute wird. Wir schreiben das Jahr 1997 und David Bowie veröffentlicht sein 21. Studio-Album „Earthling“ oder „EART HL I NG“, wie es in goldenen Lettern auf dem Cover steht, 30 Jahre nach seinem selbstbetitelten Debüt. In den Credits entdecken wir neben Bowies langjährigem Weggefährten Brian Eno den Gitarristen Reeves Gabrels, der auch an den Bowie-Alben „Black Tie White Noise“ (1993), „Outside“ (1995) und „Hours“ (1999) mitgewirkt hat. Seit 1997 ist Gabrels auch Live-Gitarrist bei The Cure und ebenfalls auf dem letzten Cure-Album „Songs Of A Lost World“ (2024) zu hören. Bei Bowie spielte Gabrels Gitarre und Synthesizer und war am Songwriting beteiligt, auf „Earthling“ an sieben der neun Songs.

    Das Album „Earthlings“ vereint Drum and Bass mit Industrial- und Hard-Rock, Electronica und Jungle-Rhythmen. Das tritt schon beim grandiosen Opener „Little Wonder“, geschrieben von Bowie, Gabrels und Mark Plati, deutlich hervor. „Looking For Satellites“ aus der gleichen Feder ist dagegen ein ruhigeres Stück, bei dem das Gitarrensolo von Gabrels heraussticht. Bei „Battle for Britain (The Letter)“ dominiert wieder Drum And Bass und eine harte Gitarre, zwischendurch ist ein weirdes Klavier zu hören. Auch dieser Song wurde von dem Trio geschrieben. „Seven Years in Tibet“ ist eine Bowie/Gabrels-Komposition mit einer ruhige Strophe und einem gitarrendominierten Refrain mit fast wütendem Gesang und einer prägnanten Synth-Orgel. „Dead Man Walking“ (Bowie/Gabrels) hat wieder flotte Drum And Bass-Elemente und flimmernde Synthies. Der treibende Beat macht das Lied sehr tanzbar. Am Ende kommt ein Jazz-Piano dazu. „Telling Lies“ wurde von Bowie während der „Outside“-Sessions alleine geschrieben. Auch hier wurde ein Drum And Bass-Rhythmus verwendet, die Instrumentierung ist deutlich spärlicher als bei den anderen Songs, so dass Bowies Stimme eine tragende Rolle einnimmt. „The Last Thing You Should Do“ (Bowie/Gabrels/Plati) vereint erneut Drum And Bass mit ballernden Gitarrenwänden und diesmal spärlichem Gesang sowie sanften Keyboard-Teppichen. Der nächste Titel „I’m Afraid of Americans“ stammt vom bewährten Team Bowie/Eno und ebenfalls aus den „Outside“-Sessions. Er klingt bereits in der Album-Version so, als ob er von Trent Reznor remixt werden müßte, was er schließlich auch wurde. Sechs Remixe umfasst die Maxi-Single, davon fünf von Nine Inch Nails. Reznor tritt auch im Musikvideo zu „I’m Afraid of Americans“ auf, wo er einen Stalker spielt, der David Bowie verfolgt. Zuletzt kommt wieder eine Bowie/Gabrels-Komposition, „Law (Earthlings on Fire)“. Es ist ein Industrial-Track, fast EBM, mit kräftigen Beats und einer verzerrten Stimme. Ein würdiger Abschluss für ein sehr gutes Album.

    „Earthling“ ist ein flottes Album, sehr elektronisch und rhythmusgetragen. Der Gesang variert von Song zu Song und die Gitarre gibt hier die entsprechende Würze. Ich finde es erstaunlich, dass relativ gesetzte Musiker – Bowie war 1997 50, Brian Eno 49, Reeves Gabrels immerhin 41 Jahre alt – so frische Musik machen. Naja, Bowie war schon immer sehr wandlungsfähig, auch musikalisch und Eno schon immer experimentierfreudig. Insofern kein Wunder, nicht mal ein „Little Wonder“ (das ist übrigens mein Favorit).

    #BrianEno #DavidBowie #Discogs #DiscogsDienstag #DrumAndBass #Earthling #Electronica #IndustrialRock #ReevesGabrels
  16. DiscogsDienstag: China Crises – Wishful Thinking

    China Crises wurde 1979 von den 17-jährigen Engländern Eddie Lundon und Gary Daly gegründet. Eddie übernahm die Gitarre und den Gesang, Gary die Keyboards und ebenfalls den Gesang. Die Band besteht noch heute und wurde im Laufe der Jahre von vielen Musikern unterstützt. Das bekannteste Mitglied war vielleicht Kevin Wilkinson (1958 – 1999), der vorher Schlagzeuger bei The Waterboys war und China Crises von 1983 bis 1989 begleitete. Die Single „Whishful Thinking“ aus dem Jahr 1984 war der größte Hit von China Crises, der es in England und Irland in die Top-10 der Single-Charts schaffte, in Deutschland immerhin auf Platz 16. In Schweden belegte die Single sogar Platz 1 in den Radio-Charts.

    Obwohl Gary Daly der Hauptsänger bei China Crises ist, wurde „Whishful Thinking“ von Eddie Lundon gesungen, der das Lied auch getextet hat. Der Text ist einfach, aber tiefgründig, und passt perfekt zur träumerischen, melancholischen Musik, die von einem prägnanten Synthesizer-Riff getragen wird. Einen richtigen Refrain hat das Lied nicht, die Zeilen „And if I wish to stop it all, and if I wish to comfort the fall, It’s just wishful thinking“ muten eher wie eine aufbauende Bridge an, nach der es jedoch wieder in die Strophe geht. Alles in allem ist „Wishful Thinking“ mal wieder ein zeitloser Song aus der frühen New Wave- und Synth-Pop-Ära, den ihr hier bei eurem bevorzugten Streaming-Dienst anhören könnt. Die Single-Version ist mit 4:08 Minuten, die leider viel zu schnell vergehen, eine gute halbe Minute kürzer als die Maxi-Single und die Album-Version (4:40 Minuten).

    Die B-Seite „This Occupation“ ist übrigens nur auf dieser Single erhältlich. Es ist ein flotterer Synth-Pop-Song, der nicht die melancholische Stimmung von „Wishful Thinking“ verbreitet, dafür eher in Richtung Heaven 17 geht.

    #ChinaCrises #Discogs #DiscogsDienstag #NewWave #SynthPop #SynthiePop #WhishfulThinking
  17. DiscogsDienstag: China Crises – Wishfull Thinking

    China Crises wurde 1979 von den 17-jährigen Engländern Eddie Lundon und Gary Daly gegründet. Eddie übernahm die Gitarre und den Gesang, Gary die Keyboards und ebenfalls den Gesang. Die Band besteht noch heute und wurde im Laufe der Jahre von vielen Musikern unterstützt. Das bekannteste Mitglied war vielleicht Kevin Wilkinson (1958 – 1999), der vorher Schlagzeuger bei The Waterboys war und China Crises von 1983 bis 1989 begleitete. Die Single „Whishful Thinking“ aus dem Jahr 1984 war der größte Hit von China Crises, der es in England und Irland in die Top-10 der Single-Charts schaffte, in Deutschland immerhin auf Platz 16. In Schweden belegte die Single sogar Platz 1 in den Radio-Charts.

    Obwohl Gary Daly der Hauptsänger bei China Crises ist, wurde „Whishful Thinking“ von Eddie Lundon gesungen, der das Lied auch getextet hat. Der Text ist einfach, aber tiefgründig, und passt perfekt zur träumerischen, melancholischen Musik, die von einem prägnanten Synthesizer-Riff getragen wird. Einen richtigen Refrain hat das Lied nicht, die Zeilen „And if I wish to stop it all, and if I wish to comfort the fall, It’s just wishful thinking“ muten eher wie eine aufbauende Bridge an, nach der es jedoch wieder in die Strophe geht. Alles in allem ist „Wishful Thinking“ mal wieder ein zeitloser Song aus der frühen New Wave- und Synth-Pop-Ära, den ihr hier bei eurem bevorzugten Streaming-Dienst anhören könnt. Die Single-Version ist mit 4:08 Minuten, die leider viel zu schnell vergehen, eine gute halbe Minute kürzer als die Maxi-Single und die Album-Version (4:40 Minuten).

    Die B-Seite „This Occupation“ ist übrigens nur auf dieser Single erhältlich. Es ist ein flotterer Synth-Pop-Song, der nicht die melancholische Stimmung von „Wishful Thinking“ verbreitet, dafür eher in Richtung Heaven 17 geht.

    #ChinaCrises #Discogs #DiscogsDienstag #NewWave #SynthPop #SynthiePop #WhishfulThinking
  18. DiscogsDienstag: China Crises – Wishfull Thinking

    China Crises wurde 1979 von den 17-jährigen Engländern Eddie Lundon und Gary Daly gegründet. Eddie übernahm die Gitarre und den Gesang, Gary die Keyboards und ebenfalls den Gesang. Die Band besteht noch heute und wurde im Laufe der Jahre von vielen Musikern unterstützt. Das bekannteste Mitglied war vielleicht Kevin Wilkinson (1958 – 1999), der vorher Schlagzeuger bei The Waterboys war und China Crises von 1983 bis 1989 begleitete. Die Single „Whishful Thinking“ aus dem Jahr 1984 war der größte Hit von China Crises, der es in England und Irland in die Top-10 der Single-Charts schaffte, in Deutschland immerhin auf Platz 16. In Schweden belegte die Single sogar Platz 1 in den Radio-Charts.

    Obwohl Gary Daly der Hauptsänger bei China Crises ist, wurde „Whishful Thinking“ von Eddie Lundon gesungen, der das Lied auch getextet hat. Der Text ist einfach, aber tiefgründig, und passt perfekt zur träumerischen, melancholischen Musik, die von einem prägnanten Synthesizer-Riff getragen wird. Einen richtigen Refrain hat das Lied nicht, die Zeilen „And if I wish to stop it all, and if I wish to comfort the fall, It’s just wishful thinking“ muten eher wie eine aufbauende Bridge an, nach der es jedoch wieder in die Strophe geht. Alles in allem ist „Wishful Thinking“ mal wieder ein zeitloser Song aus der frühen New Wave- und Synth-Pop-Ära, den ihr hier bei eurem bevorzugten Streaming-Dienst anhören könnt. Die Single-Version ist mit 4:08 Minuten, die leider viel zu schnell vergehen, eine gute halbe Minute kürzer als die Maxi-Single und die Album-Version (4:40 Minuten).

    Die B-Seite „This Occupation“ ist übrigens nur auf dieser Single erhältlich. Es ist ein flotterer Synth-Pop-Song, der nicht die melancholische Stimmung von „Wishful Thinking“ verbreitet, dafür eher in Richtung Heaven 17 geht.

    #ChinaCrises #Discogs #DiscogsDienstag #NewWave #SynthPop #SynthiePop #WhishfulThinking
  19. DiscogsDienstag: The Cure – Bloodflowers

    Heute geht es um das mit „Songs Of A Lost World“ beste Spätwerk von The Cure: „Bloodflowers“. Das elfte Studioalbum der Band wurde 2000 unter Mitwirkung von Robert Smith (Gesang, Gitarre, Keyboards), Simon Gallup (Bass), Perry Bamonte (Gitarre), Roger O’Donnell (Keyboards) und Jason Cooper (Drums) veröffentlicht. Es gilt als Abschluss einer inoffiziellen Trilogie, zu der auch „Pornography“ (1982) und „Disintegration“ (1989) gehören. Nach den poppigeren Elementen der Vorgänger „Wish“ (1992) und „Wild Mood Swings“ (1996) wendete The Cure sich hier wieder düsteren, melancholischen Klängen zu.

    Auf dem Album bleibt nur das wunderschöne „There Is No If…“ unter der 4-Minuten-Marke, alle anderen Songs sind zum Teil deutlich länger und bestehen aus ausgedehnten Instrumental-Parts, die von Roberts melancholischen und fast zerbrechlichen Stimme unterbrochen werden. Die Texte wirken sehr persönlich, wie bei „There Is No If…“, dass Robert mit 19 Jahren geschrieben haben soll, wahrscheinlich für seine Mary. Zwanzig Jahre später schrieb er „39“, das vom Thema her seine eigene kreative Ausgebranntheit behandeln könnte. Glücklicherweise konnte er das Feuer immer wieder neu entzünden.

    Hervorheben kann ich eigentlich nur „There Is No If…“ (das ich jetzt auch schon dreimal erwähnt habe), weil es ein großartiges Liebeslied Marke Robert Smith ist und den Titelsong „Bloodflowers“ wegen der traurigen Schönheit und dem epischen Aufbau des Songs. Im Grunde sind jedoch alle Lieder großartig und machen das Album zu einem Gesamtwerk, dass auch in Gänze gehört werden kann. Zum Tanz fordert uns „Bloodflowers“ (das Album) allerdings nicht auf und es gab auch keine Single-Auskopplung.

    The Cure zeigen hier eine musikalische Weiterentwicklung, ohne die bewährten Muster von „Pornography“ und „Disintegration“ zu vernachlässigen, sondern sich darauf zurückzubesinnen. 2002 wurden alle drei Alben auf den „Trilogy“-Konzerten gespielt, eine fast vierstündige Aufnahme von den Konzerten am 11. und 12. November 2002 im Berliner Tempodrom wurde 2003 als DVD veröffentlicht. Das zeigt, was für einen Stellenwert „Bloodflowers“ in der Cure-Diskografie auch für Robert Smith hat.

    #Bloodflowers #DarkWave #Discogs #DiscogsDienstag #GothicRock #PostPunk #TheCure
  20. DiscogsDienstag: New Order – Decadence

    Sind Bootlegs noch ein Thema? Heutzutage gibt es ja von nahezu jedem Konzert kurze oder auch längere Handyvideos bei Youtube zu finden. Das gab es vor dem Internet natürlich noch nicht und unauthorisierte Konzertmitschnitte wurden auf Musikkassetten verkauft oder getauscht. Manche Aufnahmen wurden sogar auf Vinyl gepreßt und unter dem Ladentisch verkauft. So wie das Doppelalbum „Decadence“, das ich mal auf einem Flohmarkt erstanden habe. Darauf finden sich Liveaufnahmen von verschiedenen New Order-Konzerten aus dem Jahr 1989 sowie ein Remix und ein Soundcheck-Mitschnitt aus dem Jahr 1981 mit Liedern von Joy Division.

    Es beginnt mit einem Konzert vom 27.04.1989 aus dem Universal Amphitheatre in Universal City (Los Angeles, Kalifornien). Diese Konzert füllt die ersten drei Seiten des Albums mit den Songs „Dream Attack“, „Ceremony“, „All The Way“, „True Faith“, „Mr. Disco“, „Every Little Counts“ (alle Seite A), „Vanishing Point“, „1963“, „Round & Round“, „Temptation“, „Bizarre Love Triangle“ (alle Seite B), „Perfect Kiss“, „Blue Monday“ und „Fine Time“. Seite C schließt mit „Your Silent Face“, aufgenommen einen Tag später am gleichen Ort, das hatten sie am Vortag nämlich nicht gespielt.

    Die Seite D beeinhaltet „Touched By The Hand Of God“ (National Exhibition Centre, Birmingham, 26.03.1989), „Love Less“ (Southern Star Amphiteatre, Atlanta, 15.04.1989), „Face Up“ (Saenger Theatre, New Orleans, 16.04.1989) sowie den „Razormaid-Mix“ von „5 8 6“. Den Abschluss bildet der Soundcheck vom 09.02.1981 (Heaven, London) mit den Joy Division-Songs „Walked In Line“, „No Love Lost“, „Digital“, „Decades“ und „Atmosphere“, die jeweils instrumental angespielt werden.

    Die Musikauswahl ist ja schon mal nicht schlecht, kommen wir nun zum wichtigsten Punkt, der Soundqualität. Ich sag mal so, ich habe schon schlechtere Bootlegs gehört. Es ist eine Publikumsaufnahme und die Fans sind deutlich zu hören. Die Musik kommt auch gut rüber, der Gesang von Barney hatte damals deutliche Schwächen. Als Fan bin ich allerdings begeistert, ich habe New Order selbst 4 Jahre später auf der Loreley gesehen.

    Die 1989er Konzerte fanden im Rahmen der Technique-Tour statt, daher stammen die meisten Songs von diesem Album (nur „Run“ und „Guilty Partner“ fehlten) und auch das Cover des Bootlegs ist an das Design von Peter Saville angelehnt, nur dass die Engelsstatue gespiegelt und ein weißer Hintergrund verwendet wurde.

    #Bootleg #Discogs #DiscogsDienstag #JoyDivision #LiveAlbum #NewOrder #PostPunk #SynthWave
  21. DiscogsDienstag: Nuala – Energie

    Am DiscogsDienstag stelle ich einen zufällig ausgewählten Tonträger aus meiner Sammlung vor. Heute ist es die LP „Energie“ der deutschen Band Nuala, die heute nur noch wenig bekannt ist. Die Band wurde 1981 von Sünje Kesseler (Gesang), Thomas Kisser (Schlagzeug), Bernd-Dietrich Rosenwinkel (Gitarre), Andreas Unruh (Keyboard) und Arthur Koll (Bass) gegründet, wobei die Herren schon vorher gemeinsam musizierten. Als Nuala veröffentlichten sie 1981 das Debutalbum „Aufriss“ und im Jahr 1983 „Energie“. Sängerin Sünje Kessler stieg 1984 aus und war am im selben Jahr erschienenen dritten Album „Vulcano“ nicht mehr zu beteiligt. 1985 wurde der Name „Nuala“ abgelegt und die Band machte als „The Drive“ weiter, allerdings nur für ein Album („Human Drive“).

    Wie viele Bands in den frühen Achtzigern, die auf deutsch sangen, wurde auch Nuala von der Neuen Deutschen Welle (NDW) vereinnahmt. Dazu paßte, dass ihre Texte teilweise humorvoll waren. Das zeigt sich schon im Vorspann „Der dicke Butt“, in dem eine Dame, deren Stimme an Evelyn Hamann erinnert, einen Kinofilm mit Bud Spencer sehen will. Die Musik ist im Stil von Bands wie Nichts, Ideal oder Spliff ausgelegt. Die Gitarren sind punkig bis wavig, der Bass funkig und die Keyboards haben den typischen 80er-Synthie-Sound. Um auf die kommerzielle Schiene der NDW zu kommen, waren Nuala allerdings zu experimentell und irgendwie auch zu komplex. Damals war ja eher leichte Kost angesagt. Es ist unüberhörbar, dass die Musiker vor und nach Nuala Jazz-Rock gemacht haben.

    Der Humor in den Texten ist feinsinniger als bei den erfolgreichen Vertretern des Genres und auch musikalisch geht Nuala tiefer. So haben es Nuala nur auf einen der zahlreichen NDW-Sampler geschafft (der zugegebenermaßen auch recht untypisch war) und nicht mal ins CD- geschweige denn Streaming-Zeitalter. Nur auf Youtube finden sich einzelne Titel, meine Favoriten „Spinnenparanoia“ und „Du gehst mir unter die Haut“ sind leider nicht dabei. Ich habe daher das bereits erwähnte Intro „Der dicke Butt“ und das darauf folgende „Cinema brutal“ – mit Nina-Hagen-Gedächtnis-gerolltem-R – ausgewählt:

    #Discogs #DiscogsDienstag #NDW #NeueDeutscheWelle #NewWave #Nuala
  22. Discogs-Dienstag: Undead – 50 Gothic Masterpieces (Sampler)

    Heute stelle ich eine der zahlreichen Gothic-Compilations vor, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe, die 3-CD-Box Undead – 50 Gothic Masterpieces aus dem Jahr 1996. Sie enthält eher zu unrecht unterbewertete Songs und Künstler. Das Cover ziert klischeehaft ein Bild des Dracula-Darstellers Bela Lugosi und wer daher erwartet, dass der Song „Bela Lugosi’s Dead“ von Bauhaus, unbestritten ein „Masterpiece“, enthalten ist, der wird enttäuscht. Der Opener ist allerdings die B-Seite dieses Klassikers, „Boys“. Die Trackliste könnt ihr bei Discogs nachlesen, ich möchte hier nur einige Highlights vorstellen.

    Play Dead waren mit eine der ersten britischen Bands, die aus dem Punk in Richtung Post-Punk und Gothic-Rock gingen. Ihre ersten beiden Singles wurden 1981 veröffentlicht, 1982 waren sie das erste Mal bei John Peel zu Gast und 1983 folgte ihr Debüt-Album „The First Flower“. Insgesamt brachten sie es bis 1985 auf drei Studioalben und eine Singles-Compilation. Sie tourten mit Killing Joke, The Cult und The Sisters Of Mercy, konnten jedoch nie aus den Schatten der Genregrößen treten, obwohl es ihre Studioalben alle in die UK-Indie-Top10 schafften. Zufällig habe ich im kommenden GothDiscoInferno einen Song ihres letzten Albums „Company Of Justice“, das 1985 von Conny Plank, der unter anderen auch mit Neu!, Kraftwerk, D.A.F., Eurythmics und Ultravox gearbeitet hat, produziert wurde. Zwei Songs von Play Dead befinden sich auf „Undead“.

    Die Sex Gang Children teilen das Schicksal von Play Dead. Aufgrund ihrer ganz eigenen Musik, die dem Batcave zugeordnet wird, sind sie nicht über einen Geheimtipp-Status hinausgekommen. In ihrer ersten aktiven Phase von 1982 bis 1984 wurden ein Album und diverse Singles produziert, darunter Szenehits wie „Sebastiane“ und „Dieche“. Das Album erreichte Platz 1 in den UK-Indiecharts. Danach löste sich die Band zunächst auf und besteht seit 1992 bis heute fort. Auch die Sex Gang Children sind zweimal auf der Compilation vertreten.

    Was bekommt eins, wenn Carl McCoy von Fields Of The Nephilim subtrahiert wird? Rubicon. Nachdem der Fields-Sänger die Band 1991 verlassen hatte, machten die verbliebenen Musiker mit dem bis dahin unbekannten Sänger Andy Delany unter diesem Namen weiter. Musikalisch durchaus solide, allerdings fehlt ohne die charismatische Stimme von Carl McCoy das gewisse Etwas, das die Fields Of The Nephilim auszeichnet. Nach zwei Alben war 1995 dann auch schon Schluß mit dieser Ära. Die erste Rubicon-Single ist auf dieser Compilation zu hören.

    Ansonsten sind auch viele bekannte Vertreter des Genres dabei, wie The Damned, The Lords Of The New Church, Red Lorry Yellow Lorry, The Stranglers sowie die The Sisters Of Mercy-Ableger The Mission und Ghost Dance. Außerdem Iggy & The Stooges und Nico. Nicht alles ist streng genommen „Gothic“, das zeigt einerseits die Vielfalt des Genres und auch dessen Wurzeln.

    Oft sind ja auf Genre-Samplern immer dieselben Bands und Lieder zu finden, das ist bei dieser Box glücklicherweise anders. Zwar wirkt der Begriff „Masterpieces“ ein wenig groß, schließlich fehlen wichtige Vertreter des Genres, auf der anderen Seite machen gerade die unbekannteren Bands den Reiz aus. Als Sammlerstück ist die Box eine schöne Sache und gleichzeitig durchaus anhörbar.

    Von dieser Box gibt es zwei Wiederveröffentlichungen, eine von 1999 mit einem anderen Artwork und eine von 2001, die den reißerischen Untertitel „The Greatest Goth Collection Of All Time“ trägt. Die Trackliste ist bei allen Ausgaben identisch.

    #Batcave #Gothic #GothicRock #PostPunk #Compilation #Discogs #DiscogsDienstag #Sampler

  23. DiscogsDienstag: No More – Remake/Remodel

    Heute gebe ich den ersten Einblick in meine Musiksammlung frei. Ich freue mich, dass eine Band aus Kiel den Anfang macht: No More. Sie waren eine der ersten deutschen Post-Punk-Bands und haben gleich mit ihrer zweiten Single einen Szeneklassiker abgeliefert, der heute noch auf keiner Gothic-Party fehlen darf: Suicide Commando.

    Dieser Song fehlt auch nicht auf „Remake/Remodel“, der Band-Compilation aus dem Jahr 2006, zum 25-jährigen Jubiläum von Suicide Commando. Sie besteht aus zwei CDs im Digipack, „Remake“ (CD 1) und „Remodel“ (CD 2), mit einem 16-seitigen Booklet. CD 1 besteht aus 13 Songs, von denen neun Neuinterpretationen alter Titel sind und vier ganz neue Lieder von 2006.

    CD 2 enthält gleich neun Versionen von Suicide Commando, eine Demoaufnahme, Liveaufnahmen und Remixe. Dazu gibt es noch sieben Videos, sechs von Suicide Commando und eins von Venus In Furs, eine Coverversion von The Velvet Underground.

    Remake/Remodel ist als CD bei Bandcamp für 5 € zu haben, allerdings ohne Download. Da habe ich auch mein Exemplar her.

    Weitere Infos über No More:

    Wikipedia

    Spontis: No More – Als der Punk nach Kiel kam

    Spontis: 40 Jahre No More: Ein Rückblick auf vier Jahrzehnte mit Liebe, Lärm und Paranoia

    #Discogs #DiscogsDienstag #Kiel #NewWave #NoMore #PostPunk