@Fischblog Die Erklärung muss für Siebtklässler sein, und so kurz, dass sie im MiMa ausgestrahlt werden kann. Mein Versuch (Gleiches Bild an der Tafel wie beim #Hagelschaden):
<Trailer Sendung mit der Maus. Mit der Stimme von Armin Maiwald lesen>
Das ist die Erde. Die Atmosphäre der Erde ist wie eine dicke warme Decke. Ohne Atmosphäre wär's hier 60°C¹ kälter.
Hier oben, [auf die roten Pfeile deutend], wird die Atmosphäre dünn genug, dass Wärme in den Weltraum abstrahlt. Das ist die Oberseite der Decke.
[auf die Pfeile mit Luftverschmutzung deutend] CO₂ ist ein Gas, das Wärmestrahlung absorbiert. Das muss man sich wie einen Nebel vorstellen: Je mehr davon da ist, umso dicker ist der Nebel. Dann ist die Oberseite der Decke weiter oben, weil nur dünne Luft für Wärmestrahlung durchsichtig ist². Was wird's unter einer dickeren Decke³? Wärmer!
Deshalb erhöht mehr CO₂ die globale Temperatur.
¹) Das ist nicht die Equilibriumstemperatur. Ohne Atmosphäre sähe es hier aus wie auf dem Mond, das ist also eine Kombination aus relativ viel direkter Rückstrahlung mit Infrarot. Das ist auch nur ein ca.-Wert.
²) Am Ende spielt an der Stelle „dünne Luft“ sogar eine Rolle, und das Nebel-Bild mit der Teilchenmenge allein reicht nicht. Die Verbreitung des Absorptionsspektrums erhöht den Nebel-Effekt ja.
³) Die Oberseite der Decke ist im thermischen Gleichgewicht mit der Umgebung, das passt so einigermaßen. Das Decken-Bild erklärt auch anschaulich, warum die untere Atmosphäre mit ihrer Totalabsorption von Infrarot keine Rolle spielt: wir müssen eh so hoch gehen, dass die Atmosphäre für Infrarot durchsichtig wird.