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#gesellschaftmigration — Public Fediverse posts

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  1. HAZ – so erbärmlich

    Was soll ich da große Worte machen?

    Lest es einfach selber.

    Unter der Überschrift „Zum Jahrestag der Hamas-Angriffe“ und dem erklärenden Untertitel: „Pro-israelische und pro-palästinensische Demonstranten stehen sich am Hauptbahnhof gegenüber“ schreiben die beiden Autorinnen, Stefanie Helbig und Johanna Dietrich folgenden Text:

    Am dritten Jahrestag des Hanas-Angriffs auf Israel haben sich gestern Hunderte Menschen in Hannover zu drei verschiedenen Kundgebungen versammelt. Dabei waren pro-israelische und pro-palästinensische Demonstranten nicht weit voneinander entfernt. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei offenbar aber nicht.

    Auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof trafen gegen 17 Uhr ein von der Gruppe „Intifada Hannover“ initiierter „Palästina-Marsch“ unter dem Banner „3 Jahre Genozid. 3 Jahre Vertreibung. 3 Jahre Widerstand“ und eine pro-israelische Demonstration des „Iron Dome“ gegen die „Inifada-Gruppe Hannover“ aufeinander. Beide Gruppen standen etwa 70 Meter voneinander entfernt. Wortgefechte oder Auseinandersetzungen waren zunächst nicht zu beobachten. (Hervorhebung von mir. Wozu diese Formulierung??? Es gab zu keiner Zeit „Wortgefechte“ zwischen den Gruppen.)

    Ute J., die ihren Nachnamen nicht veröffentlicht sehen möchte, bezeichnete es als eine „Katastrophe, dass eine Palästinenserdemo an so einem Tag überhaupt erlaubt ist“. Mehr als 1200 Israelis wurden bei dem Angriff vor drei Jahren getötet, mehr als 200 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Die israelische Armee marschierte daraufhin in Gaza ein. „Wenn man umgeben ist von Ländern, die nur schreien ‚Weg mit euch!‘, dann ist es auch verständlich, dass man dann handelt und nicht mehr diskutiert“, sagte Elisabeth Wedekind, die sich ebenfalls der pro-israelischen Kundgebung angeschlossen hatte.

    Auf der pro-palästinsischen Seite kritisierten einige Teilnehmer, dass sich für die Todesopfer im Gaza „keiner mehr interessiert“. Einige klagten auch, sie würden fälschlicherweise als „Judenhasser“ dargestellt.

    Auch auf dem Platz der Göttinger Sieben gab es eine Kundgebung zum Gedenken an das Massaker in Israel vor drei Jahren. „Wir sind heute hier, weil uns die Angst eint, wie der Antisemitismus wieder aufgeflammt ist“, sagte Mark K., Mitglied des Bündnisses Solidarity Unlimited, das die Gedenkveranstaltung am Platz der Göttinger Sieben ausrichtete. Die Polizei zählte rund 150 Anwesende.

    Redebeiträge kamen unter anderem von der liberalen jüdischen Gemeinde und dem Verband jüdischer Studierender. Unter den Besuchern herrschte Betroffenheit: „Es ist wunderbar, dass hier auf das schwierige Thema aufmerksam gemacht wird“, sagte ein Teilnehmer.

    Im Mittelpunkt stehe auch die Kritik am Antisemitismus in der Linkspartei, betonte Yevgen Bruckmann von der liberalen jüdischen Gemeinde. Marc K. fügte hinzu: „Antisemitismus und Rassismus dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

    Und unter dem mitgelieferten Bild liest man: Brisantes Aufeinandertreffen. Mehr als 100 Menschen gedachten am Hauptbahnhof des Massakers vom 7. Oktober 2023 – etwa ebenso viele Menschen gingen dort für die Palästinenser auf die Straße.

    (Quelle, HAZ, 8. Oktober 2026, Seite 14)

    Ist das tatsächlich der Bericht, der die Hannoveraner über das Gedenken an den schrecklichen 7. Oktober 2023 informieren soll?

    Kein Wort über den Beginn dieses Tages am Opernplatz, wo sich Menschen zu der Uhrzeit versammelten, als das Massaker begann – 6.29 Uhr – Kein Wort über das Gedenken in der Synagoge in der Heckelstraße … Kein Wort über die Veranstaltung im „Zeit-Zentrum Zivilcourage“. Stattdessen wird von einem „brisanten Aufeinandertreffen“ fabuliert. Ich war vor Ort, nichts, aber auch gar nichts war auch nur annähernd das, was man „brisant“ nennen könnte. Allenfalls könnte man darüber klagen, dass die Freunde der Palästinenser mit ihren Trommeln etwas laut waren und darum diejenigen, die etwas weiter entfernt von der bescheiden kleinen Lautsprecheranlage standen, möglicherweise die ausgezeichneten Redebeiträge nicht so gut verstehen konnten wie ich. Mein Mann und ich standen direkt davor. Auch über die Beiträge in der Gedenkveranstaltung am Hauptbahnhof kein Wort, weder über die Redner, noch über das Gesagte.

    Heute bin ich ein wenig in Zeitnot, ich werde aber im Laufe dieses oder des nächsten Tages Links zu den Veranstaltungen, die gut bei Facebook dokumentiert sind, nachreichen.

    Nur dies noch: HANNOVER ist, wie man ja wissen könnte, die Hauptstadt des Landes Niedersachsen. Dass es der Stadt ganz offensichtlich nicht gelungen ist, mit den jüdischen Gemeinden, verschiedenen pro-israelischen Gruppen und möglichen kirchlichen Einrichtungen eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des 7. Oktober zu organisieren, ist ein Armutszeugnis erster Güte.

    #7102023 #araberPalästinenser #gedenken #gesellschaft #gesellschaftMigration #hannover #israel #medien #Terrorismus
  2. Kalkutta …

    Kalkutta???

    „Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta“

    Das berühmte Zitat wird Peter Scholl-Latour zugeschrieben …

    Ich lasse das einfach mal so stehen….

    #berlin #dieLinke #gesellschaft #gesellschaftMigration #islam #kalkutta #medien #palästina #politik #Terrorismus #wahltag
  3. Zu Restle (k)ein Wort …

    Zu Restle (k)ein Wort!

    Wer hier schon immer mal mitliest, wird wissen, dass ich bestimmte Magazine von ARD und ZDF meide wie der berühmte Teufel das bekannte Weihwasser – natürlich nur meiner Gesundheit wegen. Deshalb kann ich persönlich zu dem ehemaligen Moderator eines ARD-Magazins auch beim besten Willen nichts beisteuern, außer vielleicht den dezenten Hinweis, dass ich schon vor Jahren beschlossen habe, dieser Person auch nicht eine einzige Minute meiner Zeit zu widmen.

    Was ich aber immer wieder trotz der Abstinenz von gewissen Sendungen feststellen muss, ist, dass die ARD ein seltsames Verständnis von Personalführung und Mitarbeiterpflege hat. Denn selbst, wenn ich die Magazine meide – siehe oben – so bin ich doch nicht hinter dem Mond gelandet und höre, respektive lese quasi „hintenherum“ Berichte, die mich darin bestärken, meine kostbare Zeit nicht an Scharlatane, Israelhasser und manipulierende Propagandisten zu verschwenden, die mit den aberwitzigsten Verschwörungstheorien hausieren gehen und einem unaufmerksamen Publikum via X oder Instagram oder Facebook einen Bären aufbinden, wie es der bekannte Herr Baron von Münchhausen nicht besser gekonnt hätte.

    Die besten Bärengeschichten gehen bekanntlich so: „Da hat doch bestimmt wieder der Jude – in der modernen Fassung Israel – die Finger im Spiel“, wobei es völlig unerheblich ist, welches aktuelle Ereignis gerade zur Empörung über Israel beitragen kann, es ist nämlich uneigentlich jedes Ereignis „zur kritischen Stellungnahme“ geeignet und die Münchhausens der Neuzeit geben ungefragt ihre wunderbaren Erklärungen ab, wieso, weshalb, warum es mit 99%iger Wahrscheinlichkeit zutrifft, dass keine anderen außer den Israelis an einer Schraube gedreht haben.

    Ich las in den letzten Tagen einige Geschichten und Vermutungen, Entgegnungen und Einordnungen zu dem Massenansturm auf Ceuta. Aber auch dieser Sturm soll hier nicht Thema sein.

    Mich beschäftigt ein Artikel, den ich in der Jüdischen Allgemeinen las:

    Wie G.R. die Glaubwürdigkeit des ORF untergräbt.

    Es ist wichtig, dass sich der Vorsteher der Kölner Synagogengemeinde, Felix Schotland mit einem Protestbrief an den WDR wendet (siehe Link) und ganz sicher ist der Hinweis auf den wiederholten und antisemitisch zu nennenden journalistischen Fehltritt eines gewissen Georg Restle absolut notwendig, aber gibt man dieser Person damit nicht viel zu viel Aufmerksamkeit und damit auch ungebührlich viel Raum?

    Es bedurfte und bedarf doch nicht eines Georg Restle, um der dem ÖRF / der ARD ein massives Glaubwürdigkeitsproblem zu attestieren. Da hatten wir doch einige Jahre die überaus nette und freundliche Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann, die statt einer neutralen und ausschließlich den Fakten verpflichteten Berichterstattung uns Meinung und Haltung gegen und Empörung über Israel servierte, mit herzergreifenden Szenen über jammernde Gazaner, die nichts, aber auch gar nichts mit der HAMAS und deren üblen Terrormachenschaften zu tun haben, die seit Jahren gegen Israel gerichtet sind und ihren vorläufig grausamen Höhepunkt am 7. Oktober 2023 hatten. Ungerührt von immer wieder geäußerter Kritik an der einseitigen Berichterstattung lieferte und liefert die ARD Berichte, die den antiisraelischen Wahn in Deutschland in ungeahnte Höhen getrieben haben. Nicht mehr der altbekannte Antisemitismus beherrscht den Diskurs an Hochschulen, in Parteien, NGOs und virtuellen Stammtischen, sondern die Variante „Antizionismus“, die so wunderbar geeignet ist, sich gegen Juden auszukotzen, ohne „die deutschen Juden“ zu meinen, wie doch mit treuherzigem Augenaufschlag betont wird, man habe ja gar nichts gegen deutsche Juden, nur etwas gegen diese schreckliche israelische Regierung, die ein ganzes Land in Geiselhaft genommen habe, deretwegen man unbedingt gegen Israel sein müsse, denn das Land hungere den Gazastreifen, bzw. dessen Bevölkerung aus, begehe einen fortdauernden Kindermord, einen Genozid und sei überhaupt nicht willens und in der Lage, mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben. So oder ähnlich stellen sich selbst in Gesprächen mit guten Freunden die israelkritischen Argumente dar, dass mir oftmals Hören und Sehen vergeht.

    Wenn also Herr Schotland schreibt, Zitat: „Gerade ein Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks trägt eine besondere Verantwortung. Von ihm erwarte ich eine faktenbasierte, sorgfältige und ausgewogene Kommunikation. Aussagen dieser Tragweite sind geeignet, das Vertrauen in die journalistische Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des WDR nachhaltig zu beschädigen.“ trifft das doch nicht nur auf die unverschämt verbreiteten Lügen eines Georg Restle zu, es ist die gesamte ARD gefordert, ihre Berichterstattung über Israel dahingehend zu überprüfen, ob sie einer „faktenbasierten, sorgfältigen und ausgewogenen Kommunikation“ entspricht oder nicht. (Übrigens nicht nur über Israel, es gibt weitere Felder, in denen die Kommunikation alles andere als faktenbasiert, sorgfältig und ausgewogen ist, aber das soll hier nicht weiter thematisiert werden.)

    Die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird auch durch Personen wie Dunja Hayali auf eine harte Probe gestellt, bzw. durch viele Statements und wie unabsichtlich von ihr dahergeplapperte Meinungen untergraben! Das gilt meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch für die bekannten Herrn Sievers und Lanz, die es mit geschickter Moderation immer wieder verstehen, Israel ins Unrecht zu setzen. Und da wundert man sich, wenn auf den Straßen der antiisraelische Mob tobt, niemand ihm Einhalt gebietet und im ÖRF eisern zu den öffentlich vorgetragenen Forderungen, den israelischen Staat zu vernichten, geschwiegen wird, kaum ein mildes „dudu“ in Richtung der bärtigen Schreihälse oder über die fürchterlichen und Hyänen gleichenden Frauenzimmer kommt den Nachrichtenverkündern angesichts der wöchentlichen Aufmärsche über die Lippen.

    Nein, nicht der Restle in Nairobi schadet der Glaubwürdigkeit des ÖRF, es ist die gesamte Gemengelage der Berichterstattung seit dem 7. Oktober 2023, die eine ungeheuerliche Welle an antisemitischen, antizionistischen, antijüdischen Ressentiments losgetreten hat.

    Zitat: „Welche Maßstäbe gelten für WDR-Journalistinnen und Journalisten bei der Veröffentlichung politischer Inhalte auf sozialen Medien?“ fragt Herr Schotland in seinem öffentlichen Brief an die Programmdirektion des WDR.

    Müsste es nicht heißen: Welche Maßstäbe gelten Journalistinnen und Journalisten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Berichterstattung über Themen wie Israel, Iran, Gaza, Hamas, Hisbollah?

    Und hochaktuell auch über das geplante Sicherheitsabkommen zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan? Denn das birgt eine deutliche Gefahrenlage für Israel, den gesamten Nahen Osten und wohl auch für die Bündnisfähigkeit der NATO. Aber auch das ist ein anderes Thema, mit dem sich sicherlich wirkliche Experten beschäftigen werden, mir klingeln nur die Ohren….

    Wir werden sehen, wie faktenbasiert, sorgfältig und ausgewogen die Berichterstattung der Zukunft sein wird — ganz unabhängig von Georg Restle ….

    #araberPalästinenser #ard #gesellschaft #gesellschaftMigration #Hamas #islam #israel #medien #politik #Terrorismus #ZDF
  4. Anhang zum Zwiespalt …

    Anhang zum Zwiespalt?

    Ja!

    Wie es manchmal so geht, ich hatte ein Thema im Kopf, darüber wollte ich schreiben. Mein Thema war der Zwiespalt, den ich bei dem Bericht über ein Straßenschild in Bezug auf „freie Religionsausübung“ empfinde.

    Dann kam der Terror dazwischen, den ein Anhänger des IS in Berlin beim CSD verübt hatte … und schließlich die Reaktion des Bundeskanzlers und der Medien…

    Das hat meinem Post eine komplett andere Richtung gegeben, und obwohl alles miteinander zu tun hat, will ich das ursprüngliche Thema wieder trennen vom Drumherum, das mich triggert, mich aufgebracht hat und immer noch bewegt.

    Aber auch meine unmittelbare Reaktion soll ihren Platz haben. Darum gibt es hier jetzt den Anhang zum Zwiespalt, aber keine neue Sicht auf CSD, Merz und Co in Form eines eigenständigen Beitrags.

    Der Anhang:

    Und auch dies geht mir darum durch den Kopf:

    Es wird endlich Zeit, sich offen und öffentlich mit dem zu beschäftigen was „Islam“ ausmacht und für eine pluralistische Gesellschaft bedeutet.

    Es wird höchste Zeit, der propagandistischen Verknüpfung von real existierendem Antisemitismus, eines behaupteten antimuslimischen Rassismus mit dem Freiheitskampf der sogenannten Palästinenser Einhalt zu gebieten.www.ruhrbarone.de/csd-berlin-queers-for-palestine-und-die-verdraengte-realitaet/263015/

    Es wird allerhöchste Zeit, gegen die unsägliche antiisraelische Propaganda seitens der Befürworter des Kampfes der Muslime und ihrer Unterstützer gegen den (jüdischen) „Zionismus“ vorzugehen, die sich mit ihren eliminatorischen Zügen gegen Israel hinter der „Kritik an Israel“ verbirgt!

    Nicht zu fassen ist dieser Bericht! Was soll man dazu noch sagen? Deutsche und Islamisten à la Merz …

    So weit der Anhang zum Zwiespalt.

    Wenn ich mich sortiert habe – gerade ist alles ein chaotisches Durcheinander – werde ich meine Gedanken zum CSD, zu einer Regierung, die Antizionismus“ schreiben, die mich so sehr bewegt und die im Anhang zum Zwiespalt lediglich nur kurz anklingt.

    #gesellschaft #gesellschaftMigration #islam #israel #medien #politik #selbsterkenntnis #Terrorismus
  5. Im Zwiespalt ….

    Im Zwiespalt – darüber wollte ich schon vor zwei oder drei Tagen schreiben, nachdem ich bei Facebook dieses Foto gesehen und an anderer Stelle einen Bericht darüber gelesen hatte:

    Quelle

    (Über den nicht unumstrittenen Imam Benjamin Idriz des „islamischen Forums“ gibt diese Quelle Auskunft, wobei ein Forum nicht mit einer christlichen oder jüdischen Gemeinde gleichzusetzen ist. )

    Der Zwiespalt betrifft die Forderung und den Sachverhalt der „freien Religionsausübung“. In Deutschland, darüber herrscht vermutlich Einigkeit, ist die freie Religionsausübung nicht nur durch das Grundgesetz garantiert, es gibt auch keine staatliche Gewalt, die Religionsgemeinschaften – gleich welcher Art – an der Ausübung ihrer Religion hindern würde, sofern die damit verbundenen Regularien ebenfalls durch das Grundgesetz und das „Bürgerliche Gesetzbuch“ gedeckt sind. Dass immer wieder mal Religionsgemeinschaften vom Verfassungsschutz unter Beobachtung gestellt werden, ändert nichts an der grundsätzlich gewährten Religionsfreiheit.

    Als evangelisch freikirchlich sozialisierte Christin kann ich ein Lied davon singen, was „Freiheit der Religionsausübung“ bedeutet. In meiner Schulzeit wurde in den Klassenbüchern noch in der Rubrik „Bekenntnis“ die Religionszugehörigkeit aufgeführt, bei mir stand „evangelisch-freikirchlich“ und verstanden wurde es als „Sektenangehörige“, denn darauf sprachen mich Lehrer und später auch Mitschüler mit der Frage an: „Gehörst du zu einer Sekte?“ Baptisten, das ist die Freikirche, zu der ich bis heute gehöre, wurden lange Zeit als „Sekte und Sektierer“ verunglimpft und in den Anfängen des Baptismus in Deutschland sogar mit Strafen bedroht. (Quellen = Freikirchen, BEFG, Baptismus)

    Für Baptisten galt von Anbeginn an die Trennung von Kirche und Staat und damit einhergehend die „Freiheit der Religionsausübung“,

    Zitat: „Das Manifest des freien Urchristenthums an das deutsche Volk (Kurztitel: Manifest des freien Urchristent(h)ums, auch Köbners Manifest) ist eine 1848 erschienene Streitschrift der deutschen Baptisten. Sie richtete sich gegen das Staatskirchentum und forderte Religionsfreiheit – nicht nur für die Anhänger der eigenen Konfession, sondern „für Alle, seien sie Christen, Juden, Muhamedaner oder was sonst“.[1] (Quelle)

    Religionsfreiheit für alle, seien sie Christen, Juden, Muhamedaner oder sonst was!

    Dieser Satz sitzt! Sitz fest in meinem Gedächtnis und in meinem Selbstverständnis als religionsmündiger Bürger.

    Natürlich musste ich SOFORT angesichts des Schildes daran denken – doch ebenfalls sofort stellten sich alle die Bedenken gegen diese beinahe enthusiastisch bejubelte Beschilderung ein, die sich im Laufe der letzten 20 Jahre durch die Beschäftigung mit „Islam“ und allen seinen Spielarten und Erscheinungsformen immer stärker herausgebildet hatten. Ich bin nicht mehr die unwissend-tolerante Frau, die ich noch vor 30 Jahren war und treuherzig vor allen Dingen den „Glauben an Gott“ sah, ich bin nicht mehr davon überzeugt, dass „wir doch alle an den gleichen Gott glauben“, ich verstehe „Islam“ auch nicht länger als eine ausschließlich religiöse Glaubensform, sondern sehe vielmehr das gesellschaftliche Machtgefüge, das „auch“ Religion ist, aber vor allen Dingen Ideologie zur Unterwerfung des gesamten privaten wie öffentlichen Lebens unter die von Koran und den dazugehörenden Schriften vorgegebenen Regeln. Meistens wird dieses Regelwerk in Diskussionen einfach auf den Begriff Scharia verkürzt, ohne aber die allumfassende Bedeutung wirklich zu kennen oder zu verstehen. Ich behaupte ausdrücklich nicht, Scharia in allen Dimensionen zu kennen, geschweige denn zu verstehen!

    Dieses weit verbreitete „Nicht-Wissen“ über die Tiefe und Bedeutung von Islam behindert aber meinem Verständnis nach jede Auseinandersetzung zu der Frage, ob und wie Islam generell mit unserem Selbstverständnis eines gesellschaftlichen Miteinander kompatibel ist, das auf dem historisch gewachsenen westlich-christlich-jüdischen Menschenbild beruht.

    Ich schließe bewusst und trotz der vielen, vielen furchtbaren Verfolgungen von Juden im Laufe der Jahrhunderte das „jüdisch“ in die Geschichte des alten Europa mit ein, weil die Ethik des Judentums unübersehbar in die europäische Kultur eingegangen ist und es zudem kein christliches Menschenbild OHNE die jüdische Basis gäbe, die doch – gleichsam wie in einem Brennglas fokussiert – im „Zehnwort“ nämlich, den „Zehn Geboten“, aufscheint, ergänzt durch die bekannten Worte der Seligpreisungen des jüdischen Jesus in dessen Bergpredigt und in DEM Gebet der Christen weltweit, dem „Vater Unser“.

    „Avinu Malkenu, unser Vater, unser König“ heißt es in dem ergreifenden jüdischen Gebet.

    Zitat: „Obwohl der Islam 99 Namen für Gott gefunden hat, findet sich die Anrede „Vater“ nicht in dieser Liste. Die Muslime können Allah nicht in gleicher Weise „Vater“ nennen, weil das für sie ein allzu menschlicher Begriff wäre, denn er bringt im üblichen Sprachgebrauch eine leibliche Beziehung zum Ausdruck.“ Quelle

    Zitat: „Es ist nicht erlaubt zu Allah zu sagen: „Du bist mein Vater“, weil in dieser Aussage etwas Falsches erwähnt wird und in ihr ist die Trennung zwischen dem Weg der Muwahhidun (Monotheisten) und darin ist ein Vergleich zu den Juden und Christen.“ (Quelle)

    Ich verstehe, dass viele Menschen in dem Bedürfnis nach einem harmonischen Miteinander die verbindenden Elemente stärker betonen möchten, als diejenigen, die trennscharf die Unterschiede herausstellen. Und ginge es um Frömmigkeit oder nur um den „privaten Glauben“ an welchen Gott auch immer, so fiele es mir vermutlich nicht schwer, auch das tolerante Miteinander zu sehen.

    Aber die Realität in Deutschland spricht seit einigen Jahren eine andere Sprache. Es sind nicht die christlichen Freikirchen, aus deren Reihen Messerstecher oder Autofahrer hervorgehen, es sind auch nicht die Buddhisten, die aggressiv Vorteile für sich einfordern, wie sie beispielsweise für die Umsetzung der Bekleidungsregeln für muslimische Frauen eingeklagt werden (Mädchen, Lehrerin, Richterin mit Kopftuch, Burkinis in Freibädern), nicht wegen eifrig missionierender Katholiken müssen Volksfeste mit Pollern geschützt werden und Protestanten beklagen sich nicht darüber, dass in den Kitas der „katholische Nikolaus“ seinen Auftritt hat.

    Ja, ja, ich weiß, die Errungenschaft einer freien und toleranten Gesellschaft trotz des über lange Jahre streng geführten Regiments beider Volkskirchen über Sitte, Anstand und Moral zu wachen, ist noch keine Jahrhunderte alte Tradition in Deutschland. Aber genau deswegen, und weil wir eine politische Geschichte haben, die sich nicht durch die Verteidigung demokratischer Strukturen hervorgetan hat, reagiere ich (hochsensibel, wie ich nun einmal bin) auf jeden noch so kleinen Hinweis, der für mich unübersehbar auf Schritte zur Islamisierung der Gesellschaft und den damit verbundenen Verlust der religiösen und demokratischen Freiheit hinweist, und sei es nur ein Schild am Straßenrand mit dem Symbol für eine Moschee und die Angabe der Gebetszeiten. (Wobei ich mir den kleinen Hinweis erlaube, dass die Gebetszeiten für alle Muslime überall gleich und in allen Städten der jeweiligen Zeitzone gelten, dafür bedarf es keines Schildes am Ortseingang! Christliche Gottesdienste aber unterliegen nicht strengen „Gebetszeiten“ und sind daher von Ort zu Ort und oft sogar innerhalb einer Stadt von Kirche zu Kirche verschieden.

    Darum wird der Zwiespalt, den ich hinsichtlich des „Köbner’schen Manifests“ (s.o.) und angesichts eines immer mehr sichtbaren und fordernd auftretenden Islam empfinde, größer und größer!

    Der terroristische Anschlag auf den CSD in Berlin am vergangenen Samstagabend macht das Problem nicht kleiner.

    #baptismus #berlin #christentum #csd #demokratie #freikirchen #gesellschaft #gesellschaftMigration #islam #islamisierung #judentum #medien #politik #Religionsfreiheit #Terror #trenungVonKircheUndStaat
  6. Wer es immer noch nicht verstanden hat …

    Wer es immer noch nicht verstanden hat, dem ist nicht mehr zu helfen!

    www.juedische-allgemeine.de/politik/mann-wegen-israel-anstecker-schwer-verle

    Wenn ein winziger Anstecker an dem Jackenaufschlag eines älteren Mannes eine derartige Hass-Reaktion auslöst und das in einer deutschen Stadt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass hier etwas gründlich, gründlich schiefläuft.

    Der pure Hass auf Israel und Juden bricht sich in einer Weise Bahn, die man nicht mehr als „Übereaktion“ bezeichnen kann. Es scheint für einige Zeitgenossen die „normalste“ Reaktion auf jüdisch-israelische Symbole zu sein, JUDEN niederzuschlagen und schwer misshandeln zu können.

    Erleben diese Täter etwa Deutschland als ein Land mit einer Bevölkerung, die heute trotz (oder wegen) der „Vergangenheit“ im Abstand einer ganzen Generation zu damals und mit dem Wissen der „Holocaust-Vergangenheits-Bewältiger“ darüber hinwegsieht, wenn JUDEN ausgegrenzt und malträtiert werden?

    Ist es nicht das komplette Versagen unserer ganzen Gesellschaft, wenn Einzelne – es sind ja immer die bekannten Einzeltäter, zudem häufig als „psychisch gestört“ beschrieben – sich das Recht herausnehmen, gegen jüdische Einrichtungen vorzugehen und Juden tätlich anzugreifen, WEIL SIE JUDEN SIND?

    Die halbherzigen Erklärungsversuche öffentlicher Personen und ihre Solidaritätsbekundungen mit Juden und Israelis treffen vermutlich auf klammheimliche Zustimmung derjenigen, die ein Problem damit haben, dass es den Staat Israel überhaupt gibt und die lieber heute als Morgen das Problem gelöst wüssten durch die gewaltsame Umsetzung von „Free Palestine“, was ja nichts anderes bedeutet, als Israel als jüdischen Staat zu eliminieren.

    Es kann nicht angehen, dass Asylbewerber, „palästinensische“ und andere Flüchtlinge, antiisraelische Muslime hinter der passiven Haltung der Gesellschaft zu antijüdischen und antiisraelischen Kundgebungen vermuten, dass die Mehrheit der Deutschen ihrem „aktiven Widerstand“ gegen Juden und Israels zustimmen und darum auch keine Demo der Omas gegen Rechts zu erwarten ist, wenn einer aus ihren Reihen einen Juden auf offener Straße misshandelt.

    Und erst recht kann es nicht angehen, dass sich die alten deutschen Judenhasser wieder erdreisten gegen Juden vorzugehen und sich dem modernen und importierten Judenhass anzuschließen, bestens getarnt als Israelkritik, oder Kritik an Netanjahu oder als Kritik daran, dass sich Israel gegen seine Feinde wehrt, statt sich zum Schafott führen zu lassen, welches die Kritiker und Feinde den Israelis zu gerne bereitstellen … durch die Unterstützung der Mullahs in Iran, der Hisbollah im Libanon, der Hamas im Gazastreifen, des senilen und dennoch gefährlichen Mahmud Abbas, der von einem judenreinen Palästina redet und Märtyrerrenten an Mörder und Terroristen verteilt und durch die Teilnahme an machtvollen Demonstrationen vor allem in Berlin und Frankfurt!

    Ja, die meine ich, diejenigen in unserer Gesellschaft, die die Augen fest verschließen für die Realität in Israel und die in Deutschland treuherzig bekennen, „nichts gegen Juden zu haben“ – und die offenbar nichts Anrüchiges dabei finden, dass jüdische Studenten in den Unis bedrängt, vor den Synagogen Polizeischutz aufziehen muss und auf offener Straße zur Vernichtung Israels gebrüllt wird – schließlich ist es doch ein „Freiheitskampf der Unterdrückten“, den sie mit ihrer stillen Übereinkunft unterstützen, nicht wahr?

    Welch ein furchtbarer moralischer Abgrund tut sich da auf !

    Gestern sind der Liebste und ich von unserem Dorf zu einer Eisdiele i Hannover geradelt – an meinem Trike die Israel-Fahne … heute Morgen, angesichts der Nachrichten nur seine knappe Bemerkung: Du gefährdest dich.

    „Hast du keine Angst, ist das nicht gefährlich?“ fragten mich Leute, wenn sie erfuhren, dass ich nach Israel fliegen würde. Nein, ich hatte keine Angst, niemals und zu keiner Zeit. – und auch das Fliegen war nicht gefährlicher, als mit dem Bus nach Hannover zu fahren.

    Und hier in Deutschland soll ich mich jetzt fürchten, mit einer ISRAEL-FAHNE an meinem Trike spazieren zu fahren?

    IN WELCHEM LAND LEBE ICH EIGENTLICH ???

    #araberPalästinenser #gesellschaft #gesellschaftMigration #Hamas #hass #holocaustbewältiger #islam #israel #juden #kritiker #misshandlung #politik
  7. Schlicht und einfach …

    Schlicht und einfach – vielleicht für viele Leser zu einfach auf einem zu schlichten Niveau, aber manchmal muss ich die Dinge so und nicht anders beschreiben.

    Bei Facebook ist diese Kachel zu finden:

    Ich schaue bekanntlich keine „Gesprächssendungen“ mit Experten, Intellektuellen und solchen, die sich dafür halten, inklusive Moderatoren.

    Über Herrn Zimmermann habe schon gelesen und vermutlich auch einige seiner eigenen Texte, das kann ich aber gerade nicht eruieren, es spielt auch keine Rolle zur Beantwortung der in der Kachel gestellten Frage: „Wie erklärt man sich in gewissen Kreisen, dass ein israelischer Historiker, ein Zionist, ein Professor aus Jerusalem und einer der bekanntesten israelischen Intellektuellen als das noch viel deutlicher ausspricht als ich?“

    Mit „all das“ ist die kritische Haltung und Stellungnahme zum Gaza-Israel-Konflikt gemeint, die in einer deutlichen Verurteilung Israels gipfelt – in eben dem bekannten Muster, das auf viele Leute in Deutschland so ungeheuer anziehende Wirkungen entfaltet. Wenn sich ein bekannter Wissenschaftler / Künstler / Musiker / Schriftsteller / Sportler / Ex-Politiker / Kirchenmann / Journalist, kurz, wen solch ein „Experte“ in Sachen Israel-Palästina zu Israel kritisch äußert, „muss ja was daran sein“ und kein Mensch fragt sich, ob und wann der „Experte“ auch drei Worte über Palästina verliert, die NICHT in einem Bezug zum Tun und Lassen Israels stehen, sondern sich allein auf das beziehen, was die Palästinenser selber ausdrücken, beispielsweise in ihrer Charta der Hamas, im Grundsatzprogramm der PLO und in den vielen schönen Schulbüchern, mit denen palästinensische Kinder nicht nur das Lesen lernen, sondern auch die Begründung eingetrichtert bekommen, warum man Juden hassen und Israel vernichten sollte.

    Man könnte ganze Abhandlungen zum Thema und der oben gestellten Frage schreiben, aber da ich weder zu „gewissen Kreisen“ gehöre, noch bei diesem schönen Wetter Lust darauf habe, eine einer Magisterarbeit gleich kommende Abhandlung zu verfassen, belasse ich es zur Beantwortung der Frage bei einer schlichten und einfachen Erklärung. Sie entspricht im Wesentlichen den Gedanken, die ich mir in den Zeiten der RAF darüber machte, wieso ausgerechnet Intellektuelle und solche, die sich dafür hielten, so glühende Verteidiger der terroristischen und gewalttätigen RAF waren. Es waren zwar überwiegend „die Linken“ oder Leute, die sich für linksintellektuell hielten, die sich als „verbale Unterstützer“ der Terroristen outeten, aber „die Gudrun“ und „die Ulrike“, „der Andreas“ und „der Holger“ fanden auch Anhänger im liberalen Milieu der damaligen Bundesrepublik.

    Meine ebenso schlichte wie einfache Erklärung damals wie heute:

    Es waren und sind Menschen, die ihr eigenes Land und die gesellschaftlichen Bedingungen „nich tgut finden“, um nicht zusagen, geradezu hassen und die zudem registrieren müssen, dass sie ihre gesellschaftspolitischen Vorstellungen nicht an den Mann bringen, die Bevölkerung nicht von ihren Theorien und Thesen überzeugen und sie auch nicht mit noch so vielen Finessen der Mehrheit aufdrücken können. Der jeweilige Selbsthass, der Hass auf das Land, in dem sie leben und ihr Unvermögen, sich mit ihren Ansichten durchzusetzen, bildet die gefährliche Grundlage für die Anbiederung an Terror und Gewalt – und zwar vollkommen unabhängig von Intellekt und Verstand. Sie haben eine Form der partiellen Blindheit für die eigene Unfähigkeit zur Reflexion und dem Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit entwickelt.

    Nun könnte man das „gewissen Kreisen“ ja auch bescheinigen oder solchen „Israel-Fans“ wie mir: Blind für die Realität der anderen und unfähig zur kritischen Stellungnahme. Ich würde es niemandem verübeln, der mich in diese Kategorie einsortierte und hielte demjenigen lediglich entgegen, dass es einen Unterschied macht, ob ich trotz meiner durchaus vorhandenen Kritik an Israel festhalte oder wegen auch meiner vorhandenen Kritik an Israel mich auf die Seite derjenigen schlage, die Israel umstandslos und ohne nachzudenken in Grund und Boden verdammen. Gibt es nicht schon genug Kritiker und fällt diesen Kritikern dabei nicht einmal das allerkleinste Lob für Israel ein, irgendetwas, was Israel von den sie umgebenden Verfechtern des Terrors unterscheidet an Mitmenschlichkeit, Fürsorge, Verantwortung für das eigene Handeln?

    Käme auch nur ein HAMAS-Funktionär auf die Idee, seine Haltungen zu Juden und die politischen Absichten kritisch zu hinterfragen, wie es in den Reihen der zuständigen Politiker, Juristen, Sozialarbeiter, Lehrer und Journalisten in Israel durchaus üblich ist, könnte ich mich auch zu dem einen oder anderen Sachverhalt kritisch äußern, aber wieso soll ich dem öffentlich verbreiteten Hass auf Israel weitere Nahrung bieten, wieso soll ich einstimmen in den Chor der Israelkritiker, die nicht bereit sind, in gleicher Weise auch mit Hamas, Hisbollah, Iran kritisch umzugehen? Ganz abgesehen davon, dass alles Reden und Schreiben bisher an dem Vermögen der Israelkritiker scheiterte, sogar die historischen Fakten anzuerkennen, die doch eigentlich offen liegen und die jeder mit Verstand begabte Mensch verstehen müsste.

    Um auf „die Kachel“ einzugehen: Selbsthass und Hass auf das Eigene projiziert das „Gute im Eigenen“ auf die anderen und macht sie zu unschuldig leidenden Opfern, während man sich (unbewusst ?) von den eigenen negativen und selbst hassenden Empfindungen abstrahiert und sie den „eigenen Leuten“ zuschreibt, um sich selbst nicht in den Blick nehmen zu müssen.

    Der (unbewusste ?) Selbsthass der Deutschen gründet in den Taten der Vorväter und in der nicht vollzogene eigenen Aufarbeitung der nationalsozialistischen antisemitisch dominierten Vergangenheit Deutschlands und feiert so furchtbare Auferstehung, die in der Projektion allen Übels auf Israel und Juden gipfelt – getreu der nationalsozialistischen Doktrin in der Vergangenheit dieses Landes.

    #antisemitismus #araberPalästinenser #Deutschland #gesellschaft #gesellschaftMigration #Hamas #israel #medien #nationalsozialismus #politik #selbsthass #Terrorismus
  8. Ich habe mein Pulver verschossen …

    Ich habe mein Pulver verschossen – so komm es mir jedenfalls vor.

    Wenn man seit Jahren über „Israel“ schreibt, darüber, über die Bedrohungen denen es ausgesetzt ist, darüber, wie die Medien berichten, welche Stellungnahmen Prominente absondern, wie Politiker sich winden, wenn es um eine klare Stellungnahme geht und wie oft dabei das Entsetzen groß und größer wird, weil man es einfach nicht fassen kann, wie diese Urteile ausfallen, fehlen irgendwann die Worte. So viele Worte hat man schon in Gesprächen gemacht, in Kommentaren oder Beiträgen geschrieben. Neue Worte gibt es nicht mehr, die alten aber scheinen ausgedient, sie haben ihre Kraft verloren.

    Ich muss es sicher nicht weiter ausführen, aber ich glaubte doch, dass es kaum noch abstruser, schlimmer, unverständlicher werden könnte, wie auf Israel reagiert wird „gerade bei uns“.

    Dieses „bei uns“ bezieht sich nicht auf meinen Wohnort, und diesmal auch nicht auf die unsäglichen Aufmärsche, die in Hannover mit viel Tamtam gegen Israel gerichtet sind. „Bei uns“ fasse ich heute ein bisschen weiter, weiter nördlich, „bei uns“ ist größer als Hannover und so stolz auf die hanseatische Tradition einer freien Stadt!

    – Freie und Hansestadt Hamburg –

    Bei Wiki liest man: „Der amtliche Name verweist auf die Geschichte Hamburgs als Freie Reichsstadt und als Mitglied des Handelsbundes der Hanse. Freie und Hansestadt Hamburg.„

    Vielleicht ist es ja dieser hanseatische Stolz auf die besonderen Freiheitsrechte, das Beharren auf „Recht zu haben“ und sich das „Recht“ zu nehmen auch zu erklären was „recht und billig“ ist, die zu dieser unfassbar unwürdigen Situation geführt haben, die die Hamburger Juden – und nicht nur sie – zu gegenwärtigen haben.

    Die Hamburger Juden, die während der Zeit des Nationalsozialismus Bürger Hamburgs waren, wurden wie alle Juden in Deutschland nicht nur entrechtet, sie wurden zusammengetrieben, um ihrer „Vernichtung zugeführt zu werden“, anders kann ich es nicht nennen. Der Sammelplatz für die Hamburger Juden, die ihren Denunzianten und Verfolgern nicht entkommen konnten, befand sich auf der sogenannten Moorweide, unweit des Bahnhofs, von denen die Züge zu den Vernichtungslagern abfuhren.

    Ausgerechnet diesen Platz – und keinen anderen in der großen und freien Hansestadt Hamburg – hatten „propalästinensische Gruppen“ erkoren, um ein Protestcamp gegen die angeblichen Gräueltaten der israelischen Regierung zu errichten. Der NDR, ganz einer objektiven Berichterstattung verpflichtet, berichtet völlig emotionslos darüber und schreibt:

    Ein geplantes Protestcamp gegen Israel darf nun doch auf der Hamburger Moorweide stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte in einer Eilentscheidung einen entsprechenden Beschluss des Hamburgischen Verwaltungsgerichts, wie ein Gerichtssprecher am Freitagabend mitteilte.

    …

    „“Wir können glücklicherweise mitteilen, dass wir vor Gericht erfolgreich waren und das Camp wie geplant auf der Moorweide stattfinden wird“, teilte einer der Organisatoren dem NDR schon am Donnerstagabend nach einer ersten Entscheidung zugunsten des Standortes Moorweide mit. Die Veranstalter des pro-palästinensischen Protestcamps „Bridges of Resistance“ hatten gegen die Verlegung beim Verwaltungsgericht geklagt. Sie möchten das Camp wie geplant auf der Moorweide aufbauen, an dem Ort, wo schon vor zwei Jahren ein ähnliches Camp stattgefunden hatte. „Unser Protestcamp ist keine Provokation und erst recht keine Infragestellung jüdischen Gedenkens“, hieß es von den Organisatoren.“

    „Eine allgemeine radikale oder extremistische Grundeinstellung des Veranstalters oder Leiters ist für die Gefahrenprognose rechtlich irrelevant, solange sie sich nicht in konkreten, auf die Versammlung bezogenen rechtsgutgefährdenden Aktionen manifestiert“, heißt es in der Begründung des Gerichts. In den Kooperationsgesprächen mit der Polizei hätten die Veranstalter sogar ausdrücklich erklärt, es sei weder beabsichtigt, das Existenzrecht Israels infrage zu stellen, noch den Holocaust zu relativieren. In seiner Entscheidung vom Freitag hat nun das Oberverwaltungsgericht die Entscheidung der Vorinstanz bestätigt.

    (Zitatende, Hervorhebung von mir)

    WAS um alles in der Welt ist und will dieses Camp denn sonst?

    WER soll denn den schönen Worten glauben?

    Justitia ist nicht einfach nur blind, sie ist mit Blindheit für die eigene Geschichte der Stadt geschlagen.

    Am Ort des Gedenkens für die ermordeten Hamburger Juden errichten propalästinensische Gruppen ein „Protestcamp“ namens „Bridges of Resistance“ – wobei doch sicherlich niemand der Richter, die den Anträgen der Pro-Palästinenser stattgegeben haben, unter „Resistance“ WIDERSTAND GEGEN DIE HAMAS verstanden haben können.

    GEGEN wen richtet sich der Widerstand in Hamburg, ausgerechnet an dieser Stelle, an der tagelang „Bridges“, also „Brücken“ zu Mördern, Vergewaltigern, Terroristen und zu dem Planungsstab geschlagen werden soll, der an der Vernichtung des jüdischen Staates arbeitet? Haben die ehrenwerten Richter immer noch nichts von der „Charta der Hamas gehört“? Kennen sie nicht die Aussagen des Iranischen Regimes, das sich die Vernichtung Israels zum Staatsziel gesetzt hat? Haben sie noch nie die Sprechchöre gehört, die auch in Hamburgs Straßen für ein „freies Palästina“ lautstark eintreten – und hat ihnen noch niemand erklärt, dass „Free Palestine“ eben nichts anderes bedeutet als die Auslöschung Israels?

    Oder haben wir es hier mit der berühmten deutschen Art zu tun, wie man „NIE WIEDER!“ erfolgreich exerziert? Nie wieder haben uns Juden zu sagen, was wir tun und lassen dürfen oder können? Glauben sie wirklich, wie einige prominente ehemalige und auch derzeit amtierende Außenminister anklingen zu lassen, das Recht, irgendwelche Forderungen zu erheben und Vorschriften gegenüber „dem Staat der Juden“ zu machen, käme aus historischen Gründen (wir haben die Vergangenheit aufgearbeitet) deutschen Ministern und Politikern zu?

    Haben sie, die hier zweifellos aber nicht zweifelsfrei Recht gesprochen haben, sich überhaupt mit den betroffenen Angehörigen der jüdischen Gemeinden in Hamburg ins Benehmen gesetzt, um, wenn sie schon nicht aus eigenem Antrieb die historische Dimension des Urteils im Blick haben, sich aber doch wenigstens ein Bild zu machen, gerade „unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“ wegen?

    Denn natürlich hat die jüdische Gemeinde in Hamburg, haben Juden deutschlandweit gegen dieses Camp protestiert, geradezu verzweifelt haben sie darauf hingewiesen, wie schmerzlich die Erinnerung an die Deportationen sind, wie furchtbar die Lücken sind, die jeder der Deportierten hinterließ, wie grauenhaft die Verbringung in die Vernichtungslager war, wie entsetzlich diese Menschen gelitten haben und wie qualvoll sie verstorben sind.

    Und an diesem Ort werden eine Woche lang die Hassgesänge gegen Israel ertöne, werden sich „alte“ und neue Antisemiten aus linken und rechten Lagern in Deutschland vereinen mit dem importierten Judenhass der Muslime, den die pro-palästinensischen Gruppen ungehemmt schon seit Jahren auf Deutschlands Straßen ausleben können.

    Verstehe einer noch die Welt. Ich verstehe es nicht. Zu sagen, mir fehlten die Worte, ist nicht ganz richtig, ich mache ja Worte, aber es kommt mir vor, wie ein Spucken gegen den Wind, gegen den Wind einer Zeit, die auf furchterregende Weise an eine Epoche erinnert, die wir doch eigentlich so wunderbar „aufgearbeitet haben“ – unsere Vergangenheit während der NS-Zeit und dem planvollen Ermorden von 6 Millionen europäischen Juden. Ich schrieb es ja schon, die Shoah begann nicht mit den Viehwagen, die zu den Vernichtungslagern fuhren.

    Das Camp der propalästinensischen Gruppen ist nicht nur eine unsagbar schreckliche Provokation gegenüber allen, die sich für Israel einsetzen – damit könnten „wir“ vermutlich sogar irgendwie leben –

    das Camp ist eine V E R H Ö H N U N G der Opfer der Nationalsozialisten

    und eine nicht hinnehmbare Anbiederung an die alten und neuen antisemitischen, antijüdischen Kräfte dieses Landes, die in ihrem Hass auf Juden und ihrer Wut auf Israel sich nicht unterscheiden von denen, die am 7. Oktober 2023 das schrecklichste Massaker an Juden nach der Shoah angerichtet haben.

    Silke Opfer schreibt auf Fcebook: Während auf der Kundgebung auf der Moorweide darüber gesprochen wurde, dass jüdische Studenten nun Umwege machen würden um nicht an diesem Camp des Grauens vorbei zu gehen, grölten die Freunde des Terror ihren Hass und völlig ungeniert entgegen. Das ist unerträglich!

    Und das ist es, was einem wirklich Anstt macht: Antisemiten müssen sich heute keineswegs irgendwo verstecken, man sieht es hier am Camp, man sieht es in der Öffentlichkeit, an der Uni und natürlich erst recht im Internet: der Hass auf Juden kann hemmungslos und folgenlos vorgetragen, herausgeschirien und ausgekotzt werden.

    Um so wichtiger war es, dass wir heute an jenem Ort standen, von dem einst die Juden in die Vernichtungslager deportiert wurden und wo heute Gruppen campen, die offen mit Gruppierungen paktieren, die dieses Werk gerne vollenden würden.

    (Quelle – Hervorhebung von mir)

    #antisemitismus #araberPalästinenser #gesellschaft #gesellschaftMigration #islam #israel #judenInDeutschland #judenhass #medien #politik #protestInHh #Terrorismus
  9. Die Frage, die in Deutschland nicht gestellt wird…

    Ich entdeckte diese Frage in einem bei Facebook veröffentlichten Artikel, den Chaim Noll für die NZZ geschrieben hat, sie lautet:

    „Angesichts der internationalen Bedrohung stellt sich die Frage, wie es möglich war, dass ein mörderisches Regime islamischer Fanatiker jahrzehntelang ungestört ein Raketenarsenal bauen und Uran für Atomwaffen anreichern konnte, obwohl seine Sprecher dem Westen den permanenten Krieg angesagt und ganz offen ihre Vernichtungsabsichten erklärt hatten. „

    Die Situation, die mit dieser Frage angedeutet wird, ist so irrational, wie sie eigentlich nicht denkbar und noch viel weniger westlich-europäische Politik sein kann.

    Ein islamistisches Regime erklärt offen, den „kleinen Satan“ – gemeint ist Israel – vernichten zu wollen und sagt darüber hinaus auch dem „großen Satan“ – gemeint sind vordergründig die USA – den Kampf an. Das schien und scheint so paradox, so absurd, so fern jeder Möglichkeiten des Regimes, dass man wie weiland mit dem bekannten Führer verfuhr, man nahm und nimmt glasklare Drohungen und Aussagen nicht ernst! Die jährlichen Aufmärsche der Revolutionsgarden am Al Kuds Tag, wenn aus Hunderttausenden Kehlen „Tod Amerika, Tod Israel“ gebrüllt wird, werden vermutlich von unseren Politikern ähnlich eingeordnet wie weiland die Fackelzüge der Nazis durch „aufgeklärte, demokratische Politiker“ nämlich und als hochemotionale Folklore betrachtet: Das Volk huldigt seiner Führung.

    Dass sich darin die gleiche furchtbare, antijüdische Besessenheit zeigt, die in der Folge zum Millionenfachen Mord an den europäischen Juden führte, geht den heutigen Analysten Nahost-Politik nicht auf.

    Chaim Noll schreibt:

    Ohne Frage wurde die Gefahr im Westen unterschätzt. Man hat den Massenmördern in Teheran immer wieder die Hand gereicht, sich in «Verhandlungen» und «Gesprächen» hinhalten lassen, man hat mit ihnen Geschäfte gemacht und – von Israel abgesehen – tatenlos hingenommen, dass sie in den Ländern des Nahen Ostens ihre Milizen aufgebaut haben. Und das ist vielleicht die erste positive Wirkung des Krieges: dass man die Gefahr nun nicht mehr leugnen kann, dass der Westen gezwungen ist, einzugreifen und endlich seine technologische und militärische Überlegenheit ins Spiel zu bringen. (Hervorhebung von mir)

    Ich bin nicht sicher, ob ich diese Passage des insgesamt sehr lesenswerten Textes als „Wunschdenken“ betrachten soll, denn die Realität der letzten Wochen sah doch anders aus. „Der Westen“, insbesondere die Mitgliedstaaten der EU hielten sich doch nicht nur zurück, sie kritisierten vielmehr den Verteidigungskampf der USA und Israels gegen Iran, nannten das militärische Vorgehen kopflos oder unüberlegt und warteten doch nur darauf, dass Trump scheitern würde und Netanjahu gleich mit. Obwohl die Wirtschaft der EU-Mitgliedsstaaten durch die iranische Blockade der Meerenge von Hormus relativ stark in Mitleidenschaft gezogen wird, verweigern die EU-Europäer selbst die formale, rein diplomatische Unterstützung der USA und Israels im Kampf gegen die Mullahs und drängen darauf, dass Israel auch den Kampf gegen die Hisbollah einstellt. Journalisten und Reporter nahezu aller öffentlich-rechtlichen Sendern werfen Israel erneut vor, einen nicht berechtigten Kampf im Libanon auszutragen und Kriegsverbrechen zu begehen – obwohl es die Hisbollah ist, die Israel seit Jahren mit Unterstützung des Iran angreift.

    Für mich bedeutet das, dass die politische Elite Europas, zu der ja nicht nur gewählte und etablierte Politiker zählen, bis heute nicht begriffen hat, was für den alten Kontinent Europa auf dem Spiel steht und dass es ausgerechnet Israel ist, das zwischen Iran und der Katastrophe steht, die auf uns lauert.

    Chaim Noll schreibt:

    Die Menschen in Israel haben die Lektion spätestens am 7. Oktober 2023 begriffen: die Tatsache, dass einen selbst bei möglichst grosser eigener Friedfertigkeit der Nachbar überfallen und in einen Krieg hineinziehen kann, den man nicht wollte. Die Konstruktion europäischer Medien, der Krieg Israels gegen Iran sei von einer «rechtsextremen» israelischen Regierung vom Zaun gebrochen worden (oder von Ministerpräsident Netanyahu, um von seinen Anklagen wegen Korruption abzulenken), verliert jeden Sinn angesichts der fast ungetrübten Zustimmung der israelischen Bevölkerung. Das völkermörderische Massaker der Hamas hat den Israeli vor Augen geführt, dass Wegschauen und falsche Toleranz im Umgang mit dem militanten Islam nichts nützen. Dass es besser ist, sich einer Bedrohung zu stellen, statt ihr immer wieder auszuweichen.

    An dieser Stelle ist der Hinweis auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine angebracht, dem tatsächlich das Potenzial von Journalisten und Politikern gleichermaßen eingeräumt wird, auf das westliche Europa übergreifen zu können. Aber zeigt der Angriff des Iran mit einer ballistischen Rakete auf eine 4000 km entfernte Insel nicht, wie „dicht“ uns der Krieg der Mullahs gegen den Westen inzwischen gekommen ist?

    In Europa ist der Krieg gegen die Mullahs in Iran extrem unpopulär. Seine Folgen sind steigende Benzinpreise, erhöhte Terrorgefahr, womöglich eine neue Flüchtlingswelle. Unumwunden geben europäische Medien zu verstehen, dass sie Trump für sein gewagtes Vorhaben nichts Gutes wünschen, Israel ohnehin nicht, und dass sie den Status quo bei weitem einer – und sei es am Ende auch für Europa günstigen – Veränderung vorgezogen hätten. Noch etwas macht diesen Krieg unbeliebt: Er setzt der bisherigen Politik einer Kollaboration mit dem Terrorregime in Teheran um wirtschaftlicher Vorteile willen ein Ende. So beklagt es Chaim Noll.

    Ich fürchte aber, dass auch die folgenden Sätze des israelischen Autors die Augen der europäischen Landesfürsten nicht öffnen werden:

    Seit Jahrzehnten hat das Mullahregime seine imperialistischen Ambitionen offen deklariert, seine gegen andere Staaten gerichteten aggressiven Strategien, bis hin zu deren Auslöschung. Es hat im gesamten Nahen Osten Milizen aufgebaut, um dadurch andere Länder – nicht nur Israel – zu bedrohen und zu destabilisieren, es finanziert seit Jahrzehnten den Raketenkrieg der Hamas in Gaza, des Hizbullah in Libanon, der Hashd al-Shaabi im Irak, der Huthi in Jemen, wodurch Letztgenannte den Zugang zum Suez-Kanal blockieren und den internationalen Schiffsverkehr unterbrechen konnten.

    Dieses Regime war in seinen kriegerischen Absichten von erstaunlicher Transparenz. Seine ganz auf die Produktion von Angriffswaffen ausgerichtete Ökonomie, das Verelendenlassen der eigenen Bevölkerung, um grössenwahnsinnige Rüstungsprojekte zu realisieren, seine religiös unterlegte Hassrhetorik waren, zumindest als aussenpolitische Doktrin eines Staates, beispiellos.

    Wer hätte sich nicht gewünscht, dass die mutigen Iraner den Sturz des Mullah-Regimes im Zuge des Angriffs auf Iran bewerkstelligt hätte – aber dazu hätte es einer massiven diplomatischen und propagandistischen Unterstützung durch den Westen bedurft und nicht das feige „Schwanzeinkneifen“, das Merz, Macron und Co vorgezogen haben. Was sind unsere WErte eigentlich wert, wenn wir sie nicht mal VERBAL verteidigen, von einem robusten militärischen Vorgehen gegen die Blockade von Hormus ganz zu schweigen? Stattdessen verweigern Spanier und Franzosen den Amerikanern die Überflugrechte über ihre Hoheitsgebiete. Sieht so Solidarität mit der iranischen Bevölkerung aus, die seit mehr als 40 Jahren von einem islamistischen Regime geknechtet wird?

    Müssten nicht angesichts der bekannten Doktrin des Iran alle Alarmglocken in Europa schrillen?

    Caim Noll schreibt:

    2014 veröffentlichte Ayatollah Khamenei, der geistliche Führer des Regimes, ein Strategiepapier, bekannt als «Islamic-Iranian Blueprint for Progress», das die iranische Politik für die nächsten fünfzig Jahre vorstellte. Darin werden die Hegemonialansprüche einer machtsüchtigen islamisch-klerikalen Elite offen dargelegt, zunächst im Nahen Osten und nach dessen Unterwerfung global. Der «Blueprint» umreisst Khameneis Vision für Iran: Er sieht das Land nicht bloss als dominierenden Nationalstaat, sondern als «Vormund und Hüter der muslimischen Welt», wie die iranischen Staatsmedien den Ayatollah tituliert hatten, und im weiteren Verlauf als Führer einer «neuen Zivilisation».

    Wer aber in Deutschland auch nur sehr sanft vor einem so beschriebenen Szenario warnte oder warnt, wird als islamophob gebrandmarkt und in die rechte Schmuddelecke gestellt. Die letzten 20 Jahre zeigen aber sehr genau, wohin die Reise geht, wenn wir weiterhin den Schlaf des vermeintlich Gerechten schlafen, es ist aber der Schlaf der Gleichgültigkeit, der Dummheit und Naivität.

    Die Israelis, die angeblich aus ihrer Vergangenheit hätten lernen sollen, sich nicht zur Wehr zu setzen und stattdessen mit humanitärer Freundlichkeit und mit selbstvergessener Rücksichtnahme auf arme Palästinenser gegen Raketen, Granaten und mörderische Terroristen vorzugehen (siehe Wadephuls und Baerbocks kluge Ratschläge), haben begriffen, dass nur die eigene Stärke hinreichenden Schutz vor der angedrohten Vernichtung bietet. Wir müssten lernen, dass das, was wir „unsere Werte“ nennen, das geistige Erbe des alten Okzident und die Rückbesinnung auf die christlichen und bereits im Judentum angelegten Wurzeln uns vor Unterwanderung und Vereinnahmung durch eine „neue muslimische Zivilisation“ schützen kann.

    Wenn deutsche Politiker sagen, der Krieg gegen Iran sei „nicht unser Krieg“, so greift das in einer globalisierten Welt, die zudem in einem dramatischen Umbruch ist, meiner Meinung nach viel zu kurz.

    Es gibt keinen Krieg, von dem wir nicht betroffen sind … und damit meine ich nun wirklich nicht die hohen Benzinpreise …

    Der gesamte Text Chaim Nolls, den ich nicht in voller Länge kommentierend hier einstelle, ist überaus informativ und lesenswert. Man findet ihn unter diesem Link finden.

    #araberPalästinenser #gesellschaft #gesellschaftMigration #Iran #islam #israel #Krieg #medien #politik #regierung #Terrorismus #USA
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