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#fskab12 — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #fskab12, aggregated by home.social.

  1. Daniel Kwan, Daniel Scheinert – „Swiss Army Man“ (2016)

    Ein furzender Leichnam als emotionales Zentrum einer tragischen und existenziellen Erzählung! Daniel Kwan und Daniel Scheinert, damals noch keine Multiversums-Oscar-Maschine, inszenieren hier eine Fantasie über das prekäre Projekt, als Mann ein handlungsfähiges Subjekt zu werden. Und sie tun das mit einer Radikalität, die sich für gar nichts entschuldigt. Das ist kein Gagfilm. Er benutzt den Gag nur, um an etwas ranzukommen, das sonst gern zugedeckt wird: die nackte Bedürftigkeit hinter performativer Männlichkeit. Das ist groß! Mit Paul Dano und Daniel Radcliffe! (ARD, Wh.)

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  2. Daniel Kwan, Daniel Scheinert – „Swiss Army Man“ (2016)

    Ein furzender Leichnam als emotionales Zentrum einer tragischen und existenziellen Erzählung! Daniel Kwan und Daniel Scheinert, damals noch keine Multiversums-Oscar-Maschine, inszenieren hier eine Fantasie über das prekäre Projekt, als Mann ein handlungsfähiges Subjekt zu werden. Und sie tun das mit einer Radikalität, die sich für gar nichts entschuldigt. Das ist kein Gagfilm. Er benutzt den Gag nur, um an etwas ranzukommen, das sonst gern zugedeckt wird: die nackte Bedürftigkeit hinter performativer Männlichkeit. Das ist groß! Mit Paul Dano und Daniel Radcliffe! (ARD, Wh.)

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  3. Daniel Kwan, Daniel Scheinert – „Swiss Army Man“ (2016)

    Ein furzender Leichnam als emotionales Zentrum einer tragischen und existenziellen Erzählung! Daniel Kwan und Daniel Scheinert, damals noch keine Multiversums-Oscar-Maschine, inszenieren hier eine Fantasie über das prekäre Projekt, als Mann ein handlungsfähiges Subjekt zu werden. Und sie tun das mit einer Radikalität, die sich für gar nichts entschuldigt. Das ist kein Gagfilm. Er benutzt den Gag nur, um an etwas ranzukommen, das sonst gern zugedeckt wird: die nackte Bedürftigkeit hinter performativer Männlichkeit. Das ist groß! Mit Paul Dano und Daniel Radcliffe! (ARD, Wh.)

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  4. Daniel Kwan, Daniel Scheinert – „Swiss Army Man“ (2016)

    Ein furzender Leichnam als emotionales Zentrum einer tragischen und existenziellen Erzählung! Daniel Kwan und Daniel Scheinert, damals noch keine Multiversums-Oscar-Maschine, inszenieren hier eine Fantasie über das prekäre Projekt, als Mann ein handlungsfähiges Subjekt zu werden. Und sie tun das mit einer Radikalität, die sich für gar nichts entschuldigt. Das ist kein Gagfilm. Er benutzt den Gag nur, um an etwas ranzukommen, das sonst gern zugedeckt wird: die nackte Bedürftigkeit hinter performativer Männlichkeit. Das ist groß! Mit Paul Dano und Daniel Radcliffe! (ARD, Wh.)

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  5. Daniel Kwan, Daniel Scheinert – „Swiss Army Man“ (2016)

    Ein furzender Leichnam als emotionales Zentrum einer tragischen und existenziellen Erzählung! Daniel Kwan und Daniel Scheinert, damals noch keine Multiversums-Oscar-Maschine, inszenieren hier eine Fantasie über das prekäre Projekt, als Mann ein handlungsfähiges Subjekt zu werden. Und sie tun das mit einer Radikalität, die sich für gar nichts entschuldigt. Das ist kein Gagfilm. Er benutzt den Gag nur, um an etwas ranzukommen, das sonst gern zugedeckt wird: die nackte Bedürftigkeit hinter performativer Männlichkeit. Das ist groß! Mit Paul Dano und Daniel Radcliffe! (ARD, Wh.)

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  6. Clint Eastwood – „Million Dollar Baby“ (2004)

    Sie können diesen Film als Box-Film, also als ein klassisches Sport-Drama sehen. Daran wäre nichts falsch. Für mich ist es allerdings ein Film über eine Frau, die sich die Autonomie über ihren Körper erkämpft, und eine Gesellschaft, die ihr diese Autonomie am Ende wieder nimmt. Genau deshalb ist die Geschichte viel radikaler, als das eher konservative Männerkino-Image von Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood eigentlich vermuten lässt. Mit Hilary Swank und Morgan Freeman. (ZDF, Wh.)

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  7. James Mangold – „Cop Land“ (1997)

    Mit Verlaub und fast 30 Jahren Abstand: Das hier ist einer von den wenigen Filmen, die bei mir in einer ganz eigenen Schublade liegen. Einer der Filme, die mich immer wieder zuverlässig zurückholen können, in die Zeit, in der ich ins Kino flüchten konnte, um dort zu überleben. Ein Film, der schon bei seiner Premiere zum Klassiker seines Genres wurde, weil er nie vorgegeben hat, etwas anderes zu sein, als er ist. Ein Cop-Thriller, wie es ihn für mich seitdem nicht wieder gegeben hat. Mit Sylvester Stallone, Harvey Keitel, Ray Liotta und Robert De Niro. (3Sat, Wh.)

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  8. Steven Knight – „The Veil“ (Serie, 2024)

    Eigentlich ist diese Serie ein konventioneller Geheimdienstthriller, doch unter der Oberfläche läuft eine zweite Erzählung über Migration, über Kontrolle und über das permanente Sortieren von Leben in legitim und verdächtig. Das ist nichts für einen TV-Binge-Eskapismus, sondern Spiegel einer europäischen Realität. Mit Elisabeth Moss und Yumna Marwan. (ZDF, Wh.)

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  9. Frauke Finsterwalder – „Sisi & ich“ (2023)

    Ein Film, der es endlich geschafft hat, den furchtbaren Mythos abzuschütteln. Frauke Finsterwalders „Sisi“ wirft die 1950er Jahre endlich ab. Und damit auch das betäubende Erbe, das Ernst Marischkas Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aus der Kaiserin gemacht hat. Finsterwalder geht den umgekehrten Weg – sie zieht den Vorhang zur Seite und zeigt mit großartigen Frauen wie Sandra Hüller und Susanne Wolff, was womöglich darunter gelegen hat. Das ist nicht nur verdienstvoll, sondern auch ein Genuss. (ARD, Wh.)

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  10. Frauke Finsterwalder – „Sisi & ich“ (2023)

    Ein Film, der es endlich geschafft hat, den furchtbaren Mythos abzuschütteln. Frauke Finsterwalders „Sisi“ lässt die 1950er Jahre hinter sich. Und damit auch das betäubende Erbe, das Ernst Marischkas Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aus der Kaiserin gemacht hat. Finsterwalder geht den umgekehrten Weg – sie zieht den Vorhang zur Seite und zeigt mit großartigen Frauen wie Sandra Hüller und Susanne Wolff, was womöglich dahinter verborgen war. Das ist nicht nur verdienstvoll, sondern auch ein Genuss. (ARD, Wh.)

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  11. Frauke Finsterwalder – „Sisi & ich“ (2023)

    Ein Film, der es endlich geschafft hat, den furchtbaren Mythos abzuschütteln. Frauke Finsterwalders „Sisi“ wirft die 1950er Jahre endlich ab. Und damit auch das betäubende Erbe, das Ernst Marischkas Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aus der Kaiserin gemacht hat. Finsterwalder geht den umgekehrten Weg – sie zieht den Vorhang zur Seite und zeigt mit großartigen Frauen wie Sandra Hüller und Susanne Wolff, was womöglich darunter gelegen hat. Das ist nicht nur verdienstvoll, sondern auch ein Genuss. (ARD, Wh.)

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  12. Frauke Finsterwalder – „Sisi & ich“ (2023)

    Ein Film, der es endlich geschafft hat, den furchtbaren Mythos abzuschütteln. Frauke Finsterwalders „Sisi“ wirft die 1950er Jahre endlich ab. Und damit auch das betäubende Erbe, das Ernst Marischkas Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aus der Kaiserin gemacht hat. Ein nationales Trostpflaster, konservativ, patriarchal, glänzend verpackt für ein Nachkriegspublikum, das lieber träumen wollte, als zu seiner Vergangenheit zu stehen. Finsterwalder geht den umgekehrten Weg – sie zieht den Vorhang zur Seite und zeigt mit großartigen Frauen wie Sandra Hüller und Susanne Wolff, was womöglich darunter lag. Das ist nicht nur verdienstvoll, sondern auch ein Genuss. (ARD, Wh.)

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  13. Frauke Finsterwalder – „Sisi & ich“ (2023)

    Ein Film, der es endlich geschafft hat, den furchtbaren Mythos abzuschütteln. Frauke Finsterwalders „Sisi“ wirft die 1950er Jahre endlich ab. Und damit auch das betäubende Erbe, das Ernst Marischkas Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aus der Kaiserin gemacht hat. Ein nationales Trostpflaster, konservativ, patriarchal, glänzend verpackt für ein Nachkriegspublikum, das lieber träumen wollte, als zu seiner Vergangenheit zu stehen. Finsterwalder geht den umgekehrten Weg – sie zieht den Vorhang zur Seite und zeigt mit großartigen Frauen wie Sandra Hüller und Susanne Wolff, was womöglich darunter lag. Das ist nicht nur verdienstvoll, sondern auch ein Genuss. (ARD, Wh.)

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  14. Philipp Stölzl – „Schachnovelle“ (2021)

    Philipp Stölzl inszeniert das Innere eines Mannes als Schlachtfeld und Ort der Zersetzung durch Macht und Isolation. Die Geschichte kennen Sie vermutlich noch. Denn in jedem Fall gehört die literarische Vorlage von Stefan Zweig zum Kanon der europäischen Selbstbefragung nach dem Faschismus. Doch dieser Film interessiert sich weniger für die historische Spezifität als für die psychologische Verdichtung eines Ausnahmezustands. Das funktioniert leider nur teilweise. Mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch und Rolf Lassgård. (3Sat, Wh.)

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  15. Rob Reiner – „Stand By Me“ (1986)

    Wenn man(n) die Lebensmitte schon eine Weile hinter sich hat, dann bekommen nicht nur Erinnerungen an Filme, sondern auch an die eigene Kindheit und Jugend jedes Jahr einen neuen Stellenwert. Nach dem plötzlichen Tod von Rob Reiner und seiner Frau – und der dahinter stehenden Familientragödie vor nur ein paar Tagen -, fällt es mir allerdings tatsächlich schwer, diesen Film nicht auch als ein frühes Vermächtnis seines Regisseurs zu sehen. Auch, weil ich damals, als ich ihn zuerst sehen durfte, das meiste meines eigenen Lebens noch vor mir hatte. (ZDFneo, Wh.)

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  16. Robert De Niro – „Der gute Hirte“ (2006)

    Robert De Niro erzählt, in einem seiner seltenen Filme als Regisseur, von der Entstehung der CIA. Das ist kein Hochspannungs-Thriller, sondern beschreibt die ernüchternde Herkunftsgeschichte einer emotional verarmten Supermacht. Hier gibt es keine coolen Gadgets, keine One-Liner und keine Agentenposen. Nur Männer in grauen Anzügen, die lernen, nichts zu fühlen – und das dann für Professionalität halten. Mit Matt Damon, Angelina Jolie, Martina Gedeck, Joe Pesci und William Hurt. (ZDF, Wh.)

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  17. „Susan… verzweifelt gesucht“ (1985)

    Madonna ist wohl der einzige Grund, warum sich bis heute fast alle, die alt genug dafür sind, noch an diesen Film erinnern. Für mich ist aber Susan Seidelman und die Tatsache, dass ihr hier einer der definitiven New-York-City Filme der 80er gelungen ist, ein mehr als guter Grund, warum wir ihn überhaupt noch ansehen sollten. Und neben der Stadt gibt es auch noch die eine oder andere darstellerische Sehenswürdigkeit wiederzuentdecken. (ARTE, Wh.)

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  18. Rian Johnson – „Knives Out – Mord ist Familiensache“ (2019)

    Dieser Film, in dem eigentlich nur gesprochen wird, funktioniert nur über den Klang, Rhythmus, Akzent und das soziale Wissen, das über die Sprache in seine Figuren eingeschrieben ist. Sie ist kein Transportmittel für die Geschichte, sondern ihr eigentliches Material. Da ist die synchronisierte Fassung in der ARD-Mediathek nicht nur unbefriedigend, sondern konzeptuell eigentlich völlig verfehlt. Sie gibt zwar den Plot wieder, entzieht dem Werk aber all seine künstlerische Substanz. Nirgendwo ist die Abwesenheit der (englischsprachigen) Originalversion deshalb mehr zu beklagen als hier. (ARD, Wh.)

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  19. Emilia Jones – „Winner“ (2024)

    Als Dramödie funktioniert dieser Film nur leidlich. Das Lachen, das befreien soll, bleibt mir nämlich oft im Halse stecken. Um so mehr, angesichts der (Wieder-)Vereidigung des 47. US-Präsidenten. Ein Land, das zweimal denselben Fehler macht, kann eigentlich nicht mehr darauf rechnen, dass ich das noch mit Humor nehme. Aber trotz alledem sehe ich mir das sehr gerne an. Weil es politisches Kino ist, das wir immer dringender brauchen. Auch um das Lachen darüber nicht zu vergessen! Mit Emilia Jones, Connie Britton und Zach Galifianakis. (ZDF, Wh.)

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  20. Gary Fleder – „Das Urteil“ (2003)

    Ein Justizthriller, der auch über zwanzig Jahre nach seiner Premiere eigentlich noch nichts von seiner Wucht eingebüßt hat. Gary Fleder inszeniert einen Prozess gegen einen Waffenhersteller als gnadenloses Spiel um Macht, Moral und Manipulation. Wo andere Gerichtsdramen einfache Heldenfiguren bieten, zwingt dieser Film sein Publikum dazu, im moralischen Zwielicht auszuharren. Denn keine Figur ist eindeutig „gut“ oder „böse“, jede Entscheidung folgt Interessen, Abhängigkeiten oder Kalkül. (ZDF, Wh.)

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  21. Joe Penna – „Arctic“ (2017)

    Ein Film, der alles Überflüssige abschüttelt. Keine Backstory, keine Dialoge, keine Erlösungsfantasie. Die Geschichte von Regisseur & Autor Joe Penna beginnt nach dem Absturz, nach dem Schock und nach der letzten Hoffnung auf Rettung. Was bleibt, ist ein Mann in einer überlebensfeindlichen Landschaft und die nüchterne Frage, wie lange Widerstand gegen Kälte, Hunger und Einsamkeit möglich ist, ohne daraus eine Heldenerzählung zu machen. Mit Mads Mikkelsen und Maria Thelma Smáradóttir. (3Sat, Wh.)

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  22. Fred Zinnemann – „12 Uhr mittags“ (1952)

    Das hier ist der eine klassische Western schlechthin! Und politisch eine der schärfsten, mir bekannten Abrechnungen Hollywoods mit Feigheit, Opportunismus und politischer Passivität. Dass der Film mitten in der McCarthy-Ära entstanden ist, war alles andere als ein Zufall. Dass er bis heute so relevant geblieben ist, belegt seine universelle Gültigkeit. Mit Gary Cooper, Grace Kelly und Lloyd Bridges. (ARTE, Wh.)

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  23. Matt Johnson – „Blackberry“ (2023)

    Nerd-Alert: Auch ich bin einer von denen, die Anfang der 2000er mit glänzenden Augen auf dieses technische Wunderwerk gestarrt haben. Ein Telefon mit alphanumerischer Tastatur! Eine Schreibmaschine für die Hosentasche! Ich hatte damals irgendeinen Knochen von Siemens, Ericsson oder Nokia, was auch immer die Phone-Policy der Firma gerade hergegeben hat. Während all die coolen Consultants mit denen ich zu tun hatte, längst auf einen BlackBerry umgestiegen sind. Von und mit Matt Johnson. (ARTE, Neu!)

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  24. Edward Dmytryk – „Die Caine war ihr Schicksal“ (1954)

    Humphrey Bogart als Captain Queeg ist der Typ Vorgesetzte, bei denen alle im Raum merken, dass mit dem etwas nicht stimmt – nur keine:r wagt es auszusprechen. Er verliert sich in Nebensächlichkeiten, sieht Verräter überall und verlangt vor allem eines: Loyalität! Mir scheint, je länger dieser Film existiert, desto unangenehm aktueller wird er wieder mal. Und das nach 72 Jahren! Wer heute amerikanische Nachrichten verfolgt, braucht nicht lange, um Parallelen zu entdecken. (3Sat, Wh.)

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  25. Don Siegel – „Flucht von Alcatraz“ (1979)

    Alcatraz ist in der Popkultur schon lange weniger ein Gefängnis als ein Mythos. Der Felsen in der Bucht von San Francisco steht für Isolation, staatliche Macht und die Vorstellung eines Ortes, aus dem eigentlich keine:r entkommen kann. Don Siegel nimmt diesen Mythos vollkommen ernst – und zerlegt ihn zugleich. Die Literaturverfilmung basiert auf dem Sachbuch „Escape from Alcatraz“ des Autors J. Campbell Bruce, das die Fluchtgeschichte aus dem Hochsicherheitsgefängnis detailliert rekonstruiert hat. Mit Clint Eastwood. (ARTE, Wh.)

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  26. Pablo Larraín – „Spencer“ (2021)

    Ein psychologischer Fiebertraum in Designerkleidung. Pablo Larraín verwandelt Weihnachten bei den Windsors in eine surreale Geisterbahnfahrt durch den goldenen Käfig der britischen Monarchie. Das Schloss in diesem Film ist kein Ort, es ist ein Zustand. Tatsächlich gab es für mich nur zwei Gründe, diesen Film zu sehen – den Regisseur und Kristen Stewart. Denn die spielt die Diana nicht, sie bewohnt sie. Allein ihr Gesicht spricht lauter als alle Dialoge. Die berühmteste Frau der Welt wurde von ihr nicht verklärt, sondern vielmehr dekonstruiert. (ARD, Wh.)

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  27. Pablo Larraín – „Spencer“ (2021)

    Ein psychologischer Fiebertraum in Designerkleidung. Pablo Larraín verwandelt Weihnachten bei den Windsors in eine surreale Geisterbahnfahrt durch den goldenen Käfig der britischen Monarchie. Das Schloss in diesem Film ist kein Ort, es ist ein Zustand. Tatsächlich gab es für mich nur zwei Gründe, diesen Film zu sehen – den Regisseur und Kristen Stewart. Denn die spielt die Diana nicht, sie bewohnt sie. Allein ihr Gesicht spricht lauter als alle Dialoge. Die berühmteste Frau der Welt wurde von ihr nicht verklärt, sondern vielmehr dekonstruiert. (ARD, Wh.)

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  28. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  29. Nicolette Krebitz – „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ (2022)

    Nicolette Krebitz zerlegt die Idee, dass ältere Frauen im Kino gefälligst unsichtbar zu werden haben. Melancholisch, schräg, sexy und manchmal herrlich unangenehm. Ein Film darüber, wie die Liebe klingt, wenn Menschen längst aufgehört haben, noch daran zu glauben. Ein Film wie ein schiefer Popsong um drei Uhr morgens. Halb romantisch, halb kaputt. Und genau deshalb so interessant. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. (ARD, Wh.)

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  30. Nicolette Krebitz – „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ (2022)

    Nicolette Krebitz zerlegt die Idee, dass ältere Frauen im Kino gefälligst unsichtbar zu werden haben. Melancholisch, schräg, sexy und manchmal herrlich unangenehm. Ein Film darüber, wie die Liebe klingt, wenn Menschen längst aufgehört haben, noch daran zu glauben. Ein Film wie ein schiefer Popsong um drei Uhr morgens. Halb romantisch, halb kaputt. Und genau deshalb so interessant. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. (ARD, Wh.)

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  31. Nicolette Krebitz – „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ (2022)

    Nicolette Krebitz zerlegt die Idee, dass ältere Frauen im Kino gefälligst unsichtbar zu werden haben. Melancholisch, schräg, sexy und manchmal herrlich unangenehm. Ein Film darüber, wie die Liebe klingt, wenn Menschen längst aufgehört haben, noch daran zu glauben. Ein Film wie ein schiefer Popsong um drei Uhr morgens. Halb romantisch, halb kaputt. Und genau deshalb so interessant. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. (ARD, Wh.)

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  32. Nicolette Krebitz – „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ (2022)

    Nicolette Krebitz zerlegt die Idee, dass ältere Frauen im Kino gefälligst unsichtbar zu werden haben. Melancholisch, schräg, sexy und manchmal herrlich unangenehm. Ein Film darüber, wie die Liebe klingt, wenn Menschen längst aufgehört haben, noch daran zu glauben. Ein Film wie ein schiefer Popsong um drei Uhr morgens. Halb romantisch, halb kaputt. Und genau deshalb so interessant. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. (ARD, Wh.)

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  33. Nicolette Krebitz – „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ (2022)

    Nicolette Krebitz zerlegt die Idee, dass ältere Frauen im Kino gefälligst unsichtbar zu werden haben. Melancholisch, schräg, sexy und manchmal herrlich unangenehm. Ein Film darüber, wie die Liebe klingt, wenn Menschen längst aufgehört haben, noch daran zu glauben. Ein Film wie ein schiefer Popsong um drei Uhr morgens. Halb romantisch, halb kaputt. Und genau deshalb so interessant. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. Mit Sophie Rois, Milan Herms und dem großen Udo Kier. (ARD, Wh.)

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  34. Philipp Stölzl – „Die Schachnovelle“ (2021)

    Es beginnt mit Isolation, aber gemeint ist Kontrolle. Philipp Stölzl inszeniert in seinem Film, nach der Novelle von Stefan Zweig, das Innere eines Mannes als Schlachtfeld und Ort der Zersetzung durch Macht. Die Geschichte kennen Sie vermutlich. In jedem Fall gehört die literarische Vorlage zum Kanon der europäischen Selbstbefragung nach dem Faschismus. Doch dieser Film interessiert sich weniger für die historische Spezifität als für die psychologische Verdichtung eines Ausnahmezustands. Das funktioniert leider nur teilweise. Mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch und Rolf Lassgård. (ARD, Wh.)

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  35. Sydney Pollack – „Tootsie“ (1982)

    Ein Film, als Witz verkleidet und dabei doch eine ziemlich präzise Diagnose. Dieses über 40 Jahre alte Stück Kino wirkt wie eine klassische Travestiekomödie, entpuppt sich dann aber als bissige, erstaunlich ungeduldige Analyse von Geschlechterrollen, Macht und der systemischen Abwertung von Frauen im Entertainmentbetrieb. Und mittendrin Dustin Hoffman, der sich nicht einfach verkleidet, sondern eine männliche Komfortzone frontal zerlegt hat. Mit Jessica Lange, Teri Garr, Bill Murray und Geena Davis. (3Sat, Wh.)

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  36. Sydney Pollack – „Tootsie“ (1982)

    Ein Film, als Witz verkleidet und dabei doch eine ziemlich präzise Diagnose. Dieses über 40 Jahre alte Stück Kino wirkt wie eine klassische Travestiekomödie, entpuppt sich dann aber als bissige, erstaunlich ungeduldige Analyse von Geschlechterrollen, Macht und der systemischen Abwertung von Frauen im Entertainmentbetrieb. Und mittendrin Dustin Hoffman, der sich nicht einfach verkleidet, sondern eine männliche Komfortzone frontal zerlegt hat. Mit Jessica Lange, Teri Garr, Bill Murray und Geena Davis. (3Sat, Wh.)

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  37. Sydney Pollack – „Tootsie“ (1982)

    Ein Film, als Witz verkleidet und dabei doch eine ziemlich präzise Diagnose. Dieses über 40 Jahre alte Stück Kino wirkt wie eine klassische Travestiekomödie, entpuppt sich dann aber als bissige, erstaunlich ungeduldige Analyse von Geschlechterrollen, Macht und der systemischen Abwertung von Frauen im Entertainmentbetrieb. Und mittendrin Dustin Hoffman, der sich nicht einfach verkleidet, sondern eine männliche Komfortzone frontal zerlegt hat. Mit Jessica Lange, Teri Garr, Bill Murray und Geena Davis. (3Sat, Wh.)

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  38. Sydney Pollack – „Tootsie“ (1982)

    Ein Film, als Witz verkleidet und dabei doch eine ziemlich präzise Diagnose. Dieses über 40 Jahre alte Stück Kino wirkt wie eine klassische Travestiekomödie, entpuppt sich dann aber als bissige, erstaunlich ungeduldige Analyse von Geschlechterrollen, Macht und der systemischen Abwertung von Frauen im Entertainmentbetrieb. Und mittendrin Dustin Hoffman, der sich nicht einfach verkleidet, sondern eine männliche Komfortzone frontal zerlegt hat. Mit Jessica Lange, Teri Garr, Bill Murray und Geena Davis. (3Sat, Wh.)

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  39. Sydney Pollack – „Tootsie“ (1982)

    Ein Film, als Witz verkleidet und dabei doch eine ziemlich präzise Diagnose. Dieses über 40 Jahre alte Stück Kino wirkt wie eine klassische Travestiekomödie, entpuppt sich dann aber als bissige, erstaunlich ungeduldige Analyse von Geschlechterrollen, Macht und der systemischen Abwertung von Frauen im Entertainmentbetrieb. Und mittendrin Dustin Hoffman, der sich nicht einfach verkleidet, sondern eine männliche Komfortzone frontal zerlegt hat. Mit Jessica Lange, Teri Garr, Bill Murray und Geena Davis. (3Sat, Wh.)

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  40. André Hunebelle – „Fantômas“ (1964-1967)

    Wenn es hier um Filme geht, die älter sind, als der Autor dieses Blogs, dann ist mindestens Vorsicht geboten. Denn Erinnerung täuscht. Und Nostalgie ist nicht immer hilfreich, weil früher war ja eigentlich kaum etwas wirklich besser war. Aber wenn es um solches Kino geht, dann bin ich eben dessen erstes Opfer. Denn wer (viel) jünger ist, als 40 oder, 50, kennt Louis de Funès möglicherweise nur noch als Meme. Und Jean Marais, den Charaktergiganten des französischen Kinos haben wohl selbst viele von den Älteren längst vergessen. Danke @ZDF! Denn heute bin ich wieder 10 Jahre alt und sitze doch noch mal mit offenem Mund vor dem Bildschirm. (ZDF, Wh.)

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  41. Steven Spielberg – „Schindlers Liste“ (1993)

    Steven Spielbergs Meisterwerk ist mehr als Holocaust-Kino, es ist inzischen auch ein Spiegel der deutschen Erinnerungspolitik. Zwischen Liam Neesons ikonischem Oskar Schindler, der verdrängten Emilie Schindler und dem kollektiven deutschen Bedürfnis nach moralischer Entlastung zeigt sich, wie bequem Gedenken werden kann, wenn es sich an einem rettenden Ausnahme-Mann festhält. Ein persönlicher Text über Kino, Macht und die Ästhetik des schlechten Gewissens. (ARTE, Wh.)

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  42. Rob Reiner – „Stand By Me“ (1986)

    Wenn man(n) die Lebensmitte schon eine Weile hinter sich hat, dann bekommen nicht nur Erinnerungen an Filme, sondern auch an die eigene Kindheit und Jugend jedes Jahr einen neuen Stellenwert. Nach dem plötzlichen Tod von Rob Reiner und seiner Frau – und der dahinter stehenden Familientragödie vor nur ein paar Tagen -, fällt es mir allerdings tatsächlich schwer, diesen Film nicht auch als ein frühes Vermächtnis seines Regisseurs zu sehen. Auch, weil ich damals, als ich ihn zuerst sehen durfte, das meiste meines eigenen Lebens noch vor mir hatte. (ZDFneo, Wh.)

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  43. Stanley Kubrick – „Spartacus“ (1960)

    Ein Moment, in dem das Kino seine ganze eigene Geschichte neu überschrieben hat: Dieser Film gehört ganz ohne Zweifel zu den ganz seltenen Fällen. Er ist noch immer ein Monument. Aber auch eines, das immer noch unter seiner Oberfläche brodelt. Kein sauberer Sandalenfilm, sondern ein hochpolitischer Kommentar. Einer, der unter der Last seiner eigenen Entstehungsgeschichte fast zerbrochen ist und genau daraus noch immer seine ganze Wucht zieht. Mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Peter Ustinov und Laurence Olivier. (ARTE, Wh.)

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  44. Terrence Malick – „In der Glut des Südens“ (1978)

    Ein Film, der schon wirkt wie eine frühe Inkarnation eines späteren Mythos. Seine Bilder sind viel klarer als seine Gedanken, die Landschaft spricht lauter als seine Figuren. Und genau darin liegt eine große soziale und politische Unruhe. Für mich ist es ein Meisterwerk überragender Schönheit, das auch deshalb zum Kultfilm wurde, weil sein Regisseur sich danach über Jahrzehnte der Öffentlichkeit verweigert hat. Mit Richard Gere, Brooke Adams, und Sam Shepard. (ARTE, Neu!)

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  45. Jean-Marc Vallée – „Dallas Buyers Club“ (2013)

    Ein wirklich immer-wieder-sehenswerter “Oscar”-Gewinner: Sechsmal nominiert und dreimal gewonnen haben 2014 hier vor allem die Hauptdarsteller: Matthew McConaughey und Jared Leto. Für die Adaption eines “literarischen Werkes”, nämlich eines Zeitungsartikels in der “Dallas Morning News”. Also eine Geschichte nach (weitgehend) wahren Begebenheiten. (ARTE, Wh.)

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  46. Cord Jefferson – „Amerikanische Fiktion“ (2023)

    Der Literaturbetrieb liebt das Elend, solange es sich gut verkauft. Hier wird diese Obsession nicht nur verspottet, sondern seziert. Präzise, Boshaft, und mit einem Lächeln, das schmerzt. Regisseur und Drehbuchautor Cord Jefferson adaptiert den Roman Erasure von Percival Everett und verwandelt ihn in eine bitterkomische Abrechnung mit einem Kulturbetrieb, der Schwarze Erfahrung normiert, verengt und kolonisiert. (ARD, Free-TV-Premiere!)

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  47. Hans Weingartner – „Die fetten Jahre sind vorbei“ (2004)

    Ich habe mich schon 2004 fast für „zu alt den Scheiß“ gefühlt. Aber ich fand den Film doch unterhaltsam und sympathisch genug, dass ich’s mir bei anderer Gelegenheit noch ein zweites Mal angesehen habe. Denn Streaming gab es damals noch nicht. Netflix war noch ein DVD-Versand. Zweiundzwanzig Jahre später wirkt das hier auf mich wie ein Jugendfilm mit politischem Auftrag, der seine eigene Bühne leider nie verlassen hat. Und ich bin inzwischen wie der Hardenberg. Mit Daniel Brühl, Stipe Erceg, Julia Jentsch und Burghart Klaußner. (ARD, Wh.)

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  48. Stephen Frears – „Hi Lo Country“ (1998)

    Weite Landschaften sind im Kino selten unschuldig. Sie versprechen Freiheit und erzählen doch von Besitz. Hier blickt der Brite Stephen Frears auf den amerikanischen Mythos des Westens, aber ohne ihm zu verfallen. Er kommt aus dem britischen Realismus, der Klassenverhältnisse offenlegt, statt sie in Sonnenuntergängen zu verkitschen. Genau diese Distanz macht den Film politisch. Mit Billy Crudup, Woody Harrelson, Sam Elliott, Patricia Arquette und Penélope Cruz. (ARTE, Wh.)

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  49. Craig Gillespie – „I, Tonya“ (2017)

    Kurz vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Mailand zeigt das ZDF ein Biopic, das eigentlich viel weniger Sportdrama als eine Medienstudie ist. Margot Robbie als Eiskunstläuferin, die Talent, Ehrgeiz und eine explosive Persönlichkeit vereint, entlarvt die mediale Ausschlachtung einer wahren Geschichte mit Ironie und schwarzem Humor. Der Film beobachtet Mechanismen, die aus menschlicher Ambivalenz Unterhaltung machen – fast ohne jede moralische Simplifizierung. Ich finde, das lohnt sich. (ZDF, Wh.)

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  50. Robert De Niro – „Der gute Hirte“ (2006)

    Robert De Niro, in einem seiner seltenen Filme als Regisseur, erzählt hier die Entstehung der CIA. Und das nicht als Hochspannungs-Thriller, sondern als ernüchternde Herkunftsgeschichte einer emotional verarmten Supermacht. Hier gibt es keine coolen Gadgets, keine One-Liner, keine Heldenposen. Nur Männer in grauen Anzügen, die lernen, nichts zu fühlen – und das für Professionalität halten. Mit Matt Damon, Angelina Jolie, Martina Gedeck, Joe Pesci und William Hurt. (ZDFneo, Neu)

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