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#fskab12 — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #fskab12, aggregated by home.social.

  1. Clint Eastwood – „Million Dollar Baby“ (2004)

    Sie können diesen Film als Box-Film, also als ein klassisches Sport-Drama sehen. Daran wäre nichts falsch. Für mich ist es allerdings ein Film über eine Frau, die sich die Autonomie über ihren Körper erkämpft, und eine Gesellschaft, die ihr diese Autonomie am Ende wieder nimmt. Genau deshalb ist die Geschichte viel radikaler, als das eher konservative Männerkino-Image von Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood eigentlich vermuten lässt. Mit Hilary Swank und Morgan Freeman. (ZDF, Wh.)

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  2. Steven Knight – „The Veil“ (Serie, 2024)

    Eigentlich ist diese Serie ein konventioneller Geheimdienstthriller, doch unter der Oberfläche läuft eine zweite Erzählung über Migration, über Kontrolle und über das permanente Sortieren von Leben in legitim und verdächtig. Das ist nichts für einen TV-Binge-Eskapismus, sondern Spiegel einer europäischen Realität. Mit Elisabeth Moss und Yumna Marwan. (ZDF, Wh.)

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  3. Rob Reiner – „Stand By Me“ (1986)

    Wenn man(n) die Lebensmitte schon eine Weile hinter sich hat, dann bekommen nicht nur Erinnerungen an Filme, sondern auch an die eigene Kindheit und Jugend jedes Jahr einen neuen Stellenwert. Nach dem plötzlichen Tod von Rob Reiner und seiner Frau – und der dahinter stehenden Familientragödie vor nur ein paar Tagen -, fällt es mir allerdings tatsächlich schwer, diesen Film nicht auch als ein frühes Vermächtnis seines Regisseurs zu sehen. Auch, weil ich damals, als ich ihn zuerst sehen durfte, das meiste meines eigenen Lebens noch vor mir hatte. (ZDFneo, Wh.)

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  4. Sean Penn – „Das Versprechen“ (2001)

    Anfang der 2000er war Hollywood von Serienmördern besessen. Die Ermittler wurden zu Genies, die Killer zu Superhirnen und das Publikum durfte sich am Ende über eine sauber gelöste Gleichung freuen. Sean Penn hatte auf dieses Spiel offenbar keine Lust. Er erzählt stattdessen von einem Mann, der an seinem Glauben zerbricht, die Welt würde am Ende einen Sinn ergeben. Dieser Mann ist, ausgerechnet, Jack Nicholson. (ARD, Wh.)

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  5. Andreas Senn – „Unbroken“ (Serie, 2021)

    Eine TV-Serie als Hochglanz-Thriller, der sichtbar auf die Streaming-Generation geschielt hat, aber ohne seine Identität dabei an Netflix oder Sky zu verkaufen. Das war damals durchaus mutig. Oder wenigstens sehr viel mutiger als der übliche ZDF-Krimi. Dass eine sechs Jahre alte Serie aber heute einmal soviel tagespolitische Relevanz bekommen würde, konnte wohl auch Jens Spahn 2021 noch nicht ahnen. Der ist zu seiner Zeit gerade erst als Bundesgesundheitsminister abgewählt worden. (ZDF, Wh.)

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  6. Robert De Niro – „Der gute Hirte“ (2006)

    Robert De Niro erzählt, in einem seiner seltenen Filme als Regisseur, von der Entstehung der CIA. Das ist kein Hochspannungs-Thriller, sondern beschreibt die ernüchternde Herkunftsgeschichte einer emotional verarmten Supermacht. Hier gibt es keine coolen Gadgets, keine One-Liner und keine Agentenposen. Nur Männer in grauen Anzügen, die lernen, nichts zu fühlen – und das dann für Professionalität halten. Mit Matt Damon, Angelina Jolie, Martina Gedeck, Joe Pesci und William Hurt. (ZDF, Wh.)

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  7. Tuna Kaptan – „Rohbau“ (2024)

    Der Kapitalismus liebt Baustellen, Beton, Gerüste und vor allem den Profit. Wohnungen sind Investments und Städte sind Renditemaschinen. Hier geht es um das moralische Zentrum der Industrie, nicht um Architektur, sondern um die Menschen, die all das bauen. Um prekäre, migrantische Arbeit und Männer, die einfach verschwinden, sobald sie Probleme machen. Echt meine Sorte Film und ein beeindruckendes Debüt von Tuna Kaptan! Mit Angjela Prenci und Peter Schneider. (ARD, Wh.)

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  8. Rian Johnson – „Knives Out – Mord ist Familiensache“ (2019)

    Dieser Film, in dem eigentlich nur gesprochen wird, funktioniert nur über den Klang, Rhythmus, Akzent und das soziale Wissen, das über die Sprache in seine Figuren eingeschrieben ist. Sie ist kein Transportmittel für die Geschichte, sondern ihr eigentliches Material. Da ist die synchronisierte Fassung in der ARD-Mediathek nicht nur unbefriedigend, sondern konzeptuell eigentlich völlig verfehlt. Sie gibt zwar den Plot wieder, entzieht dem Werk aber all seine künstlerische Substanz. Nirgendwo ist die Abwesenheit der (englischsprachigen) Originalversion deshalb mehr zu beklagen als hier. (ARD, Wh.)

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  9. Emilia Jones – „Winner“ (2024)

    Als Dramödie funktioniert dieser Film nur leidlich. Das Lachen, das befreien soll, bleibt mir nämlich oft im Halse stecken. Um so mehr, angesichts der (Wieder-)Vereidigung des 47. US-Präsidenten. Ein Land, das zweimal denselben Fehler macht, kann eigentlich nicht mehr darauf rechnen, dass ich das noch mit Humor nehme. Aber trotz alledem sehe ich mir das sehr gerne an. Weil es politisches Kino ist, das wir immer dringender brauchen. Auch um das Lachen darüber nicht zu vergessen! Mit Emilia Jones, Connie Britton und Zach Galifianakis. (ZDF, Wh.)

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  10. Gary Fleder – „Das Urteil“ (2003)

    Ein Justizthriller, der auch über zwanzig Jahre nach seiner Premiere eigentlich noch nichts von seiner Wucht eingebüßt hat. Gary Fleder inszeniert einen Prozess gegen einen Waffenhersteller als gnadenloses Spiel um Macht, Moral und Manipulation. Wo andere Gerichtsdramen einfache Heldenfiguren bieten, zwingt dieser Film sein Publikum dazu, im moralischen Zwielicht auszuharren. Denn keine Figur ist eindeutig „gut“ oder „böse“, jede Entscheidung folgt Interessen, Abhängigkeiten oder Kalkül. (ZDF, Wh.)

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  11. Adrian Lyne – „Ein unmoralisches Angebot“ (1993)

    Eine Million Dollar für eine Nacht mit der Frau eines anderen? Adrian Lyne hat 1993 ein Hochglanz-Melodram inszeniert, das vorgab, ein moralisches Dilemma zu untersuchen, in Wahrheit aber nur die ganz alten Hollywood-Fantasien männlicher Macht perpetuiert hat. Frauenkörper als Handelsware, oder Einsatz in einer Wette um die Moral. Mit Demi Moore, Woddy Harrelson und – ausgerechnet – Robert Redford. (ARD, Wh.)

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  12. Roger Donaldson – „Thirteen Days“ (2000)

    Dieser Film ist heute vielleicht nur noch schwer zu vermitteln. Und das nicht nur, weil die Sowjetunion schon länger tot ist, als Fidel Castro, sondern vor allem, weil da kein JFK mehr im Weißen Haus residiert, sondern eben Donald Trump. Und was diesem noch einfallen wird, um die drohende Wahlniederlage im November abzuwenden, vermag ich nicht vorherzusagen. Kuba jedenfalls, ist quasi als nächstes Ziel prädestiniert, um von dem Debakel das diese Administration für die U.S.A. und die Welt ist, abzulenken. (3Sat, Wh.)

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  13. Fred Zinnemann – „12 Uhr mittags“ (1952)

    Das hier ist der eine klassische Western schlechthin! Und politisch eine der schärfsten, mir bekannten Abrechnungen Hollywoods mit Feigheit, Opportunismus und politischer Passivität. Dass der Film mitten in der McCarthy-Ära entstanden ist, war alles andere als ein Zufall. Dass er bis heute so relevant geblieben ist, belegt seine universelle Gültigkeit. Mit Gary Cooper, Grace Kelly und Lloyd Bridges. (ARTE, Wh.)

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  14. Fred Zinnemann – „12 Uhr mittags“ (1952)

    Das hier ist der eine klassische Western schlechthin! Und politisch eine der schärfsten, mir bekannten Abrechnungen Hollywoods mit Feigheit, Opportunismus und politischer Passivität. Dass der Film mitten in der McCarthy-Ära entstanden ist, war alles andere als ein Zufall. Dass er bis heute so relevant geblieben ist, belegt seine universelle Gültigkeit. Mit Gary Cooper, Grace Kelly und Lloyd Bridges. (ARTE, Wh.)

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  15. Fred Zinnemann – „12 Uhr mittags“ (1952)

    Das hier ist der eine klassische Western schlechthin! Und politisch eine der schärfsten, mir bekannten Abrechnungen Hollywoods mit Feigheit, Opportunismus und politischer Passivität. Dass der Film mitten in der McCarthy-Ära entstanden ist, war alles andere als ein Zufall. Dass er bis heute so relevant geblieben ist, belegt seine universelle Gültigkeit. Mit Gary Cooper, Grace Kelly und Lloyd Bridges. (ARTE, Wh.)

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  16. Fred Zinnemann – „12 Uhr mittags“ (1952)

    Das hier ist der eine klassische Western schlechthin! Und politisch eine der schärfsten, mir bekannten Abrechnungen Hollywoods mit Feigheit, Opportunismus und politischer Passivität. Dass der Film mitten in der McCarthy-Ära entstanden ist, war alles andere als ein Zufall. Dass er bis heute so relevant geblieben ist, belegt seine universelle Gültigkeit. Mit Gary Cooper, Grace Kelly und Lloyd Bridges. (ARTE, Wh.)

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  17. Fred Zinnemann – „12 Uhr mittags“ (1952)

    Das hier ist der eine klassische Western schlechthin! Und politisch eine der schärfsten, mir bekannten Abrechnungen Hollywoods mit Feigheit, Opportunismus und politischer Passivität. Dass der Film mitten in der McCarthy-Ära entstanden ist, war alles andere als ein Zufall. Dass er bis heute so relevant geblieben ist, belegt seine universelle Gültigkeit. Mit Gary Cooper, Grace Kelly und Lloyd Bridges. (ARTE, Wh.)

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  18. Daniel Kwan, Daniel Scheinert – „Swiss Army Man“ (2016)

    Ein furzender Leichnam als emotionales Zentrum einer tragischen und existenziellen Erzählung? Ja, warum denn nicht! Daniel Kwan und Daniel Scheinert, damals noch keine Multiversums-Oscar-Maschine, inszenieren hier eine Fantasie über das prekäre Projekt, als Mann ein handlungsfähiges Subjekt zu werden. Und sie tun das mit einer Radikalität, die sich für gar nichts entschuldigt. Das ist kein Gagfilm. Er benutzt den Gag nur, um an etwas ranzukommen, das sonst gern zugedeckt wird: die nackte Bedürftigkeit hinter performativer Männlichkeit. Das ist groß! (ARD, Wh.)

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  19. Pablo Larraín – „Spencer“ (2021)

    Ein psychologischer Fiebertraum in Designerkleidung. Pablo Larraín verwandelt Weihnachten bei den Windsors in eine surreale Geisterbahnfahrt durch den goldenen Käfig der britischen Monarchie. Das Schloss in diesem Film ist kein Ort, es ist ein Zustand. Tatsächlich gab es für mich nur zwei Gründe, diesen Film zu sehen – den Regisseur und Kristen Stewart. Denn die spielt die Diana nicht, sie bewohnt sie. Allein ihr Gesicht spricht lauter als alle Dialoge. Die berühmteste Frau der Welt wurde von ihr nicht verklärt, sondern vielmehr dekonstruiert. (ARD, Wh.)

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  20. Stanley Nelson Jr. – „Miles Davis: Birth of the Cool“ (2019)

    Jazz ist für mich schon fast eine sakrale Kunstform. Das ist was für Genies, lange Nächte, zu viel Zigarettenrauch und immer auch Schmerz und elementare Emotionen. Kaum eine Figur wurde in der Geschichte des Jazz wohl so konsequent mythologisiert wie Miles Davis. Der Dokumentarfilm von Stanley Nelson Jr. versucht gar nicht erst, diesen Mythos zu zerstören. Interessanter ist, wie er ihn auseinandernimmt. Schicht für Schicht. Nicht ehrfürchtig, sondern analytisch. Und genau darin liegt der Wert dieses Films. (ARTE, Wh.)

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  21. Stanley Nelson Jr. – „Miles Davis: Birth of the Cool“ (2019)

    Jazz ist für mich schon fast eine sakrale Kunstform. Das ist was für Genies, lange Nächte, zu viel Zigarettenrauch und immer auch Schmerz und elementare Emotionen. Kaum eine Figur wurde in der Geschichte des Jazz wohl so konsequent mythologisiert wie Miles Davis. Der Dokumentarfilm von Stanley Nelson Jr. versucht gar nicht erst, diesen Mythos zu zerstören. Interessanter ist, wie er ihn auseinandernimmt. Schicht für Schicht. Nicht ehrfürchtig, sondern analytisch. Und genau darin liegt der Wert dieses Films. (ARTE, Wh.)

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  22. Stanley Nelson Jr. – „Miles Davis: Birth of the Cool“ (2019)

    Jazz ist für mich schon fast eine sakrale Kunstform. Das ist was für Genies, lange Nächte, zu viel Zigarettenrauch und immer auch Schmerz und elementare Emotionen. Kaum eine Figur wurde in der Geschichte des Jazz wohl so konsequent mythologisiert wie Miles Davis. Der Dokumentarfilm von Stanley Nelson Jr. versucht gar nicht erst, diesen Mythos zu zerstören. Interessanter ist, wie er ihn auseinandernimmt. Schicht für Schicht. Nicht ehrfürchtig, sondern analytisch. Und genau darin liegt der Wert dieses Films. (ARTE, Wh.)

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  23. Stanley Nelson Jr. – „Miles Davis: Birth of the Cool“ (2019)

    Jazz ist für mich schon fast eine sakrale Kunstform. Das ist was für Genies, lange Nächte, zu viel Zigarettenrauch und immer auch Schmerz und elementare Emotionen. Kaum eine Figur wurde in der Geschichte des Jazz wohl so konsequent mythologisiert wie Miles Davis. Der Dokumentarfilm von Stanley Nelson Jr. versucht gar nicht erst, diesen Mythos zu zerstören. Interessanter ist, wie er ihn auseinandernimmt. Schicht für Schicht. Nicht ehrfürchtig, sondern analytisch. Und genau darin liegt der Wert dieses Films. (ARTE, Wh.)

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  24. Stanley Nelson Jr. – „Miles Davis: Birth of the Cool“ (2019)

    Jazz ist für mich schon fast eine sakrale Kunstform. Das ist was für Genies, lange Nächte, zu viel Zigarettenrauch und immer auch Schmerz und elementare Emotionen. Kaum eine Figur wurde in der Geschichte des Jazz wohl so konsequent mythologisiert wie Miles Davis. Der Dokumentarfilm von Stanley Nelson Jr. versucht gar nicht erst, diesen Mythos zu zerstören. Interessanter ist, wie er ihn auseinandernimmt. Schicht für Schicht. Nicht ehrfürchtig, sondern analytisch. Und genau darin liegt der Wert dieses Films. (ARTE, Wh.)

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  25. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  26. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  27. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  28. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  29. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  30. Mike Newell – „Donnie Brasco“ (1997)

    Ein Krimi mit Al Pacino, noch dazu ein Mafia-Film. Das war früher für mich das größtmögliche Kino. Aber hier ist das anders. Keine Posen, kein Mythos mehr, sondern nur noch kalter Rauch. Auch kein Glanz mehr, oder Orgien mit Kokain und Gewalt. Sondern nur noch ein System, das furchtbar müde wirkt, während es aber doch noch funktioniert. Loyalität ist hier weniger Prinzip als Gewohnheit, und genau darin liegt die Kälte dieses Filmes nach einer wahren Geschichte. Mit Al Pacino, Johnny Depp und Michael Madsen. (ARTE, Wh.)

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  31. Rian Johnson – „Knives Out – Mord ist Familiensache“ (2019)

    Dieser Film, in dem eigentlich nur gesprochen wird, funktioniert nur über den Klang, Rhythmus, Akzent und das soziale Wissen, das über die Sprache in seine Figuren eingeschrieben ist. Sie ist kein Transportmittel für die Geschichte, sondern ihr eigentliches Material. Da ist die synchronisierte Fassung in der ARD-Mediathek nicht nur unbefriedigend, sondern konzeptuell eigentlich völlig verfehlt. Sie gibt zwar den Plot wieder, entzieht dem Werk aber all seine künstlerische Substanz. Nirgendwo ist die Abwesenheit der (englischsprachigen) Originalversion mehr zu beklagen als hier. (ARD, Wh.)

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  32. Rob Reiner – „Stand By Me“ (1986)

    Wenn man(n) die Lebensmitte schon eine Weile hinter sich hat, dann bekommen nicht nur Erinnerungen an Filme, sondern auch an die eigene Kindheit und Jugend jedes Jahr einen neuen Stellenwert. Nach dem plötzlichen Tod von Rob Reiner und seiner Frau – und der dahinter stehenden Familientragödie vor nur ein paar Tagen -, fällt es mir allerdings tatsächlich schwer, diesen Film nicht auch als ein frühes Vermächtnis seines Regisseurs zu sehen. Auch, weil ich damals, als ich ihn zuerst sehen durfte, das meiste meines eigenen Lebens noch vor mir hatte. (ZDFneo, Wh.)

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  33. Helmut Dietl – „Rossini – Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ (1997)

    Der Tod von Mario Adorf legt sich heute natürlich wie ein Filter über diesen Film. Plötzlich wirkt alles endgültiger, musealer – und gleichzeitig elektrischer. Denn Helmut Dietls Kinohit war zu seiner Zeit alles andere als ein leiser Abschied, sondern eine laute, lärmende, eitle, funkelnde Satire auf eine Branche, die sich selbst am liebsten im Spiegel sieht. Und das mit einem unglaublichen Ensemble, das zu seiner Zeit wahrscheinlich auf der absoluten Höhe seiner kollektiven Kunst gewesen ist. Unvergesslich! (ARD, Wh.)

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  34. Stanley Kubrick – „Spartacus“ (1960)

    Ein Moment, in dem das Kino seine ganze eigene Geschichte neu überschrieben hat: Dieser Film gehört ganz ohne Zweifel zu den ganz seltenen Fällen. Er ist noch immer ein Monument. Aber auch eines, das immer noch unter seiner Oberfläche brodelt. Kein sauberer Sandalenfilm, sondern ein hochpolitischer Kommentar. Einer, der unter der Last seiner eigenen Entstehungsgeschichte fast zerbrochen ist und genau daraus noch immer seine ganze Wucht zieht. Mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Peter Ustinov und Laurence Olivier. (ARTE, Wh.)

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  35. Shirin Neshat, Shoja Azari – „Women Without Men“ (2009)

    Geschichte ist für einen Film nie ein beliebiger Hintergrund. Sie greift ein, zerschneidet Biografien, schreibt sich in die Menschen. Hier ist es der Putsch im Iran von 1953, der nicht erklärt wird, sondern zu spüren ist. Straßen, Stimmen, Hitze, und mittendrin die Frauen, die versuchen, sich die Räume zu erkämpfen, die ihnen vorher systematisch entzogen werden. (ARTE, Neu)

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  36. Lisa Azuelos – „Das Zimmer der Wunder“ (2024)

    Prekärer Alltag, Care-Arbeit im Dauerlauf, die Großstadt Paris als vibrierende Überforderung. Dann der totale Crash. Ein Kind im Koma. Und plötzlich wird aus einem halbwegs kontrollierten Leben ein emotionales Extremszenario mit offenem Ausgang. Lisa Azuelos macht daraus kein nüchternes Drama, sondern einen World-Trip. Einen, der sich irgendwo zwischen Selbstoptimierung, spirituellem Eskapismus und globaler Bucket List bewegt. Puh… das ist eine Menge! (ARD, Neu!)

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  37. Terrence Malick – „In der Glut des Südens“ (1978)

    Ein Film, der schon wirkt wie eine frühe Inkarnation eines späteren Mythos. Seine Bilder sind viel klarer als seine Gedanken, die Landschaft spricht lauter als seine Figuren. Und genau darin liegt eine große soziale und politische Unruhe. Für mich ist es ein Meisterwerk überragender Schönheit, das auch deshalb zum Kultfilm wurde, weil sein Regisseur sich danach über Jahrzehnte der Öffentlichkeit verweigert hat. Mit Richard Gere, Brooke Adams, und Sam Shepard. (ARTE, Neu!)

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  38. Jean-Marc Vallée – „Dallas Buyers Club“ (2013)

    Ein wirklich immer-wieder-sehenswerter “Oscar”-Gewinner: Sechsmal nominiert und dreimal gewonnen haben 2014 hier vor allem die Hauptdarsteller: Matthew McConaughey und Jared Leto. Für die Adaption eines “literarischen Werkes”, nämlich eines Zeitungsartikels in der “Dallas Morning News”. Also eine Geschichte nach (weitgehend) wahren Begebenheiten. (ARTE, Wh.)

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  39. Billy Wilder – „Zeugin der Anklage“ (1957)

    Gerichtssäle sind im Kino ja immer auch Bühnen. Als Orte der Inszenierung, kunstvoller Rhetorik und Macht über die Narrative. Genau deshalb funktionieren sie so gut als Filmraum. Wer spricht überzeugender? Wer kontrolliert die Blicke? Wer schreibt womöglich die Geschichte eines Verbrechens um? Dieser ewige Klassiker des Genres von Billy Wilder gehört wohl zu den elegantesten Antworten auf all diese Fragen. Mit einer glatt unglaublichen Marlene Dietrich. (ARTE, Wh.)

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  40. Tuna Kaptan – „Rohbau“ (2024)

    Der Kapitalismus liebt Baustellen, Beton, Gerüste und vor allem Profit. Wohnungen als Investment und Städte als Renditemaschinen. Immer wieder taucht dieses Terrain als Hintergrund auf. Hier wird es zum moralischen Zentrum. Hier geht es nicht um Architektur, sondern um die Menschen, die sie errichten. Um prekäre, migrantische Arbeit. Männer die verschwinden, sobald sie Probleme machen. Mit Angjela Prenci und Peter Schneider. (ARD, Neu)

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  41. Kerstin Polte – „Immer der Nase nach“ (2021)

    Mitten in einer Arbeitswelt, die ständig „Innovation“ ruft und dabei ganze Generationen aus dem Bild schiebt, erzählt Kerstin Polte eine stille, ziemlich präzise Geschichte über Alter, Arbeit und weibliche Selbstbehauptung. Das ist kein großes Drama, kein grelles Empowermentkino, sondern „nur“ deutsches Fernsehen. Und eine Beobachtung darüber, wie schnell ein Leben aus der Balance geraten kann, wenn gesellschaftliche Erwartungen plötzlich kippen. Mit Claudia Michelsen und Corinna Harfouch. (ZDF, Wh.)

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  42. Kerstin Polte – „Immer der Nase nach“ (2021)

    Mitten in einer Arbeitswelt, die ständig „Innovation“ ruft und dabei ganze Generationen aus dem Bild schiebt, erzählt Kerstin Polte eine stille, ziemlich präzise Geschichte über Alter, Arbeit und weibliche Selbstbehauptung. Das ist kein großes Drama, kein grelles Empowermentkino, sondern „nur“ deutsches Fernsehen. Und eine Beobachtung darüber, wie schnell ein Leben aus der Balance geraten kann, wenn gesellschaftliche Erwartungen plötzlich kippen. Mit Claudia Michelsen und Corinna Harfouch. (ZDF, Wh.)

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  43. Kerstin Polte – „Immer der Nase nach“ (2021)

    Mitten in einer Arbeitswelt, die ständig „Innovation“ ruft und dabei ganze Generationen aus dem Bild schiebt, erzählt Kerstin Polte eine stille, ziemlich präzise Geschichte über Alter, Arbeit und weibliche Selbstbehauptung. Das ist kein großes Drama, kein grelles Empowermentkino, sondern „nur“ deutsches Fernsehen. Und eine Beobachtung darüber, wie schnell ein Leben aus der Balance geraten kann, wenn gesellschaftliche Erwartungen plötzlich kippen. Mit Claudia Michelsen und Corinna Harfouch. (ZDF, Wh.)

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  44. Kerstin Polte – „Immer der Nase nach“ (2021)

    Mitten in einer Arbeitswelt, die ständig „Innovation“ ruft und dabei ganze Generationen aus dem Bild schiebt, erzählt Kerstin Polte eine stille, ziemlich präzise Geschichte über Alter, Arbeit und weibliche Selbstbehauptung. Das ist kein großes Drama, kein grelles Empowermentkino, sondern „nur“ deutsches Fernsehen. Und eine Beobachtung darüber, wie schnell ein Leben aus der Balance geraten kann, wenn gesellschaftliche Erwartungen plötzlich kippen. Mit Claudia Michelsen und Corinna Harfouch. (ZDF, Wh.)

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  45. Kerstin Polte – „Immer der Nase nach“ (2021)

    Mitten in einer Arbeitswelt, die ständig „Innovation“ ruft und dabei ganze Generationen aus dem Bild schiebt, erzählt Kerstin Polte eine stille, ziemlich präzise Geschichte über Alter, Arbeit und weibliche Selbstbehauptung. Das ist kein großes Drama, kein grelles Empowermentkino, sondern „nur“ deutsches Fernsehen. Und eine Beobachtung darüber, wie schnell ein Leben aus der Balance geraten kann, wenn gesellschaftliche Erwartungen plötzlich kippen. Mit Claudia Michelsen und Corinna Harfouch. (ZDF, Wh.)

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  46. Cord Jefferson – „Amerikanische Fiktion“ (2023)

    Der Literaturbetrieb liebt das Elend, solange es sich gut verkauft. Hier wird diese Obsession nicht nur verspottet, sondern seziert. Präzise, Boshaft, und mit einem Lächeln, das schmerzt. Regisseur und Drehbuchautor Cord Jefferson adaptiert den Roman Erasure von Percival Everett und verwandelt ihn in eine bitterkomische Abrechnung mit einem Kulturbetrieb, der Schwarze Erfahrung normiert, verengt und kolonisiert. (ARD, Free-TV-Premiere!)

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  47. Chris Kraus – „15 Jahre“ (2023)

    Fünfzehn Jahre im Knast – das ist die Langstrecke. Nach verbüßter Schuld sucht eine Frau einen Neustart. Doch der Film interessiert sich nicht für Neuanfänge als Feelgood Erzählung. Chris Kraus setzt dort an, wo Institutionen behaupten, ihre Arbeit sei getan. Gefängnismauern verschwinden zwar, doch die Mechanismen bleiben. Das Ganze spielt im Sumpf zwischen Fürsorge, Kunst und Castingshows, zwischen der Chance auf Freiheit und der auf Revanche. Mit einer überragenden Hannah Herzsprung in einem Cast aus der ersten Liga. (TV-Premiere, ARTE)

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  48. Hans Weingartner – „Die fetten Jahre sind vorbei“ (2004)

    Ich habe mich schon 2004 fast für „zu alt den Scheiß“ gefühlt. Aber ich fand den Film doch unterhaltsam und sympathisch genug, dass ich’s mir bei anderer Gelegenheit noch ein zweites Mal angesehen habe. Denn Streaming gab es damals noch nicht. Netflix war noch ein DVD-Versand. Zweiundzwanzig Jahre später wirkt das hier auf mich wie ein Jugendfilm mit politischem Auftrag, der seine eigene Bühne leider nie verlassen hat. Und ich bin inzwischen wie der Hardenberg. Mit Daniel Brühl, Stipe Erceg, Julia Jentsch und Burghart Klaußner. (ARD, Wh.)

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  49. David Lean – „Lawrence von Arabien“ (1962)

    Die Wüste als eine fast „grenzenlose“ Projektionsfläche, Männlichkeit als ein Mythos und das britische Imperium als Fiebertraum. Hier sehen wir keinen „Abenteuerfilm“, sondern eine Obsession in 70 Millimeter. Das vielleicht widersprüchlichste Werk in der Filmografie von David Lean. Ein Epos, mit dem er das Empire zugleich gefeiert und gnadenlos seziert hat. In einem Film, der gleichzeitig eine große antikoloniale Sehnsucht inszeniert und doch an kolonialen Blickregimen festhält. Mit Peter O’Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, Omar Sharif und Claude Rains. (3Sat, Wh.)

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  50. Scott Z. Burns – „The Report“ (2019)

    Folter ist ein System. Und das wird hier mit kühler Präzision seziert. Scott Z. Burns rekonstruiert die jahrelange Recherche des US-Senatsmitarbeiters Daniel J. Jones zur systematischen Anwendung sogenannter „Enhanced Interrogation Techniques“ durch die CIA nach 9/11. Und was dabei sichtbar wird, ist weniger das Monster im Verhörraum als die institutionelle Architektur seiner Legitimation. Mit Adam Driver, Annette Bening und Jon Hamm. (ARD, Free-TV-Premiere)

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