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536 results for “inki_drop”

  1. Haken dran – das Social-Media-Update der c't: DIE DA OBEN! 😡 (mit Florian #Gregorzyk

    00:00:00 - Hallo Flo! 00:02:00 - Interview mit Angela #Merkel 00:06:00 - Recap #republica 00:10:45 - Elon Musks gegen #OpenAI 00:15:25 - US-Schulbezirke verklagen #SocialMedia Giganten wegen psychischer #Gesundheit 00:19:20 - Metas will Klagen nicht außergerichtlich regeln 00:23:00 - #Meta großer Shift: 7.000 Mitarbeiter in KI-Positionen versetzt 00:25:00 - Digitale #Souveränität in #Europa 00:27:50 - Elon Musks 420 Dollar-Deal 00:31:00 - Friedrich #Merz bei #Katholikentag 00:44:00 - Gesellschaftlicher Konsens für Social-Media-Verbot für #Kinder 00:46:00 - Das Ende der #MMS 00:49:00 - Funktionen und Emotionen

    Webseite der Episode:
    hakendran.podigee.io/578-die-d

    Mediendatei:
    audio.podigee-cdn.net/2498532-

    @hakendran

  2. Haken dran – das Social-Media-Update der c't: DIE DA OBEN! 😡 (mit Florian #Gregorzyk

    00:00:00 - Hallo Flo! 00:02:00 - Interview mit Angela #Merkel 00:06:00 - Recap #republica 00:10:45 - Elon Musks gegen #OpenAI 00:15:25 - US-Schulbezirke verklagen #SocialMedia Giganten wegen psychischer #Gesundheit 00:19:20 - Metas will Klagen nicht außergerichtlich regeln 00:23:00 - #Meta großer Shift: 7.000 Mitarbeiter in KI-Positionen versetzt 00:25:00 - Digitale #Souveränität in #Europa 00:27:50 - Elon Musks 420 Dollar-Deal 00:31:00 - Friedrich #Merz bei #Katholikentag 00:44:00 - Gesellschaftlicher Konsens für Social-Media-Verbot für #Kinder 00:46:00 - Das Ende der #MMS 00:49:00 - Funktionen und Emotionen

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  3. Haken dran – das Social-Media-Update der c't: DIE DA OBEN! 😡 (mit Florian #Gregorzyk

    00:00:00 - Hallo Flo! 00:02:00 - Interview mit Angela #Merkel 00:06:00 - Recap #republica 00:10:45 - Elon Musks gegen #OpenAI 00:15:25 - US-Schulbezirke verklagen #SocialMedia Giganten wegen psychischer #Gesundheit 00:19:20 - Metas will Klagen nicht außergerichtlich regeln 00:23:00 - #Meta großer Shift: 7.000 Mitarbeiter in KI-Positionen versetzt 00:25:00 - Digitale #Souveränität in #Europa 00:27:50 - Elon Musks 420 Dollar-Deal 00:31:00 - Friedrich #Merz bei #Katholikentag 00:44:00 - Gesellschaftlicher Konsens für Social-Media-Verbot für #Kinder 00:46:00 - Das Ende der #MMS 00:49:00 - Funktionen und Emotionen

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    hakendran.podigee.io/578-die-d

    Mediendatei:
    audio.podigee-cdn.net/2498532-

    @hakendran

  4. Auch UN-offiziell befinden wir uns seit etwa 2012-2017 bereits offiziell über dem „Peak Child“, seitdem sinkt die Zahl der Kinder weltweit.

    Die philosophische Debatte darüber, ob überhaupt noch weitere Menschenkinder geboren werden sollten, nennt sich Anthropodizee.

    Nach meiner Einschätzung müsste daher KI 🤖 die Menschheit auch gar nicht im Stil von Terminator-Skynet ausrotten. Es reicht, uns in KI-Kokons einzuhüllen und an nicht mehr fühlbarer Vereinsamung verebben zu lassen. So ja auch im Film „Matrix“.

    #Demografie #PeakChild #Kinder #Geburten #Anthropodizee #KI #Terminator #Skynet #KIKokon #Kokonisierung #Kokon #Vereinsamung #Hyperindividualismus #Verebben #Weltweit scilogs.spektrum.de/natur-des-

  5. Auch UN-offiziell befinden wir uns seit etwa 2012-2017 bereits offiziell über dem „Peak Child“, seitdem sinkt die Zahl der Kinder weltweit.

    Die philosophische Debatte darüber, ob überhaupt noch weitere Menschenkinder geboren werden sollten, nennt sich Anthropodizee.

    Nach meiner Einschätzung müsste daher KI 🤖 die Menschheit auch gar nicht im Stil von Terminator-Skynet ausrotten. Es reicht, uns in KI-Kokons einzuhüllen und an nicht mehr fühlbarer Vereinsamung verebben zu lassen. So ja auch im Film „Matrix“.

    #Demografie #PeakChild #Kinder #Geburten #Anthropodizee #KI #Terminator #Skynet #KIKokon #Kokonisierung #Kokon #Vereinsamung #Hyperindividualismus #Verebben #Weltweit scilogs.spektrum.de/natur-des-

  6. Auch UN-offiziell befinden wir uns seit etwa 2012-2017 bereits offiziell über dem „Peak Child“, seitdem sinkt die Zahl der Kinder weltweit.

    Die philosophische Debatte darüber, ob überhaupt noch weitere Menschenkinder geboren werden sollten, nennt sich Anthropodizee.

    Nach meiner Einschätzung müsste daher KI 🤖 die Menschheit auch gar nicht im Stil von Terminator-Skynet ausrotten. Es reicht, uns in KI-Kokons einzuhüllen und an nicht mehr fühlbarer Vereinsamung verebben zu lassen. So ja auch im Film „Matrix“.

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  7. Auch UN-offiziell befinden wir uns seit etwa 2012-2017 bereits offiziell über dem „Peak Child“, seitdem sinkt die Zahl der Kinder weltweit.

    Die philosophische Debatte darüber, ob überhaupt noch weitere Menschenkinder geboren werden sollten, nennt sich Anthropodizee.

    Nach meiner Einschätzung müsste daher KI 🤖 die Menschheit auch gar nicht im Stil von Terminator-Skynet ausrotten. Es reicht, uns in KI-Kokons einzuhüllen und an nicht mehr fühlbarer Vereinsamung verebben zu lassen. So ja auch im Film „Matrix“.

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  8. Auch UN-offiziell befinden wir uns seit etwa 2012-2017 bereits offiziell über dem „Peak Child“, seitdem sinkt die Zahl der Kinder weltweit.

    Die philosophische Debatte darüber, ob überhaupt noch weitere Menschenkinder geboren werden sollten, nennt sich Anthropodizee.

    Nach meiner Einschätzung müsste daher KI 🤖 die Menschheit auch gar nicht im Stil von Terminator-Skynet ausrotten. Es reicht, uns in KI-Kokons einzuhüllen und an nicht mehr fühlbarer Vereinsamung verebben zu lassen. So ja auch im Film „Matrix“.

    #Demografie #PeakChild #Kinder #Geburten #Anthropodizee #KI #Terminator #Skynet #KIKokon #Kokonisierung #Kokon #Vereinsamung #Hyperindividualismus #Verebben #Weltweit scilogs.spektrum.de/natur-des-

  9. China setzt TikTok für kognitive Kriegsführung ein.

    Chinas kognitive Kriegsführung: Ziel sei, die Wahrnehmung des Gegners zu verschieben. Als Hebel nennt May-Britt Stumbaum u. a. TikTok: Außerhalb Chinas gebe es einen anderen Algorithmus; die Clips seien kürzer – das untergrabe Aufmerksamkeit/konzentriertes Verarbeiten und damit eine Kernvoraussetzung demokratischer Meinungsbildung. Verstärkt werde das durch massive Investitionen in KI & Big Data, mit denen sich Inhalte skalieren lassen, die Polarisierung stimulieren.

    Podcast (NDR): ndr.de/nachrichten/info/china-

    #China #KognitiveKriegsfuehrung #Informationskrieg #TikTok #Algorithmus #Aufmerksamkeit #Demokratie #KI #BigData #Desinformation #Polarisierung #Sicherheitspolitik #Sturmbaum

  10. China setzt TikTok für kognitive Kriegsführung ein.

    Chinas kognitive Kriegsführung: Ziel sei, die Wahrnehmung des Gegners zu verschieben. Als Hebel nennt May-Britt Stumbaum u. a. TikTok: Außerhalb Chinas gebe es einen anderen Algorithmus; die Clips seien kürzer – das untergrabe Aufmerksamkeit/konzentriertes Verarbeiten und damit eine Kernvoraussetzung demokratischer Meinungsbildung. Verstärkt werde das durch massive Investitionen in KI & Big Data, mit denen sich Inhalte skalieren lassen, die Polarisierung stimulieren.

    Podcast (NDR): ndr.de/nachrichten/info/china-

    #China #KognitiveKriegsfuehrung #Informationskrieg #TikTok #Algorithmus #Aufmerksamkeit #Demokratie #KI #BigData #Desinformation #Polarisierung #Sicherheitspolitik #Sturmbaum

  11. China setzt TikTok für kognitive Kriegsführung ein.

    Chinas kognitive Kriegsführung: Ziel sei, die Wahrnehmung des Gegners zu verschieben. Als Hebel nennt May-Britt Stumbaum u. a. TikTok: Außerhalb Chinas gebe es einen anderen Algorithmus; die Clips seien kürzer – das untergrabe Aufmerksamkeit/konzentriertes Verarbeiten und damit eine Kernvoraussetzung demokratischer Meinungsbildung. Verstärkt werde das durch massive Investitionen in KI & Big Data, mit denen sich Inhalte skalieren lassen, die Polarisierung stimulieren.

    Podcast (NDR): ndr.de/nachrichten/info/china-

    #China #KognitiveKriegsfuehrung #Informationskrieg #TikTok #Algorithmus #Aufmerksamkeit #Demokratie #KI #BigData #Desinformation #Polarisierung #Sicherheitspolitik #Sturmbaum

  12. China setzt TikTok für kognitive Kriegsführung ein.

    Chinas kognitive Kriegsführung: Ziel sei, die Wahrnehmung des Gegners zu verschieben. Als Hebel nennt May-Britt Stumbaum u. a. TikTok: Außerhalb Chinas gebe es einen anderen Algorithmus; die Clips seien kürzer – das untergrabe Aufmerksamkeit/konzentriertes Verarbeiten und damit eine Kernvoraussetzung demokratischer Meinungsbildung. Verstärkt werde das durch massive Investitionen in KI & Big Data, mit denen sich Inhalte skalieren lassen, die Polarisierung stimulieren.

    Podcast (NDR): ndr.de/nachrichten/info/china-

    #China #KognitiveKriegsfuehrung #Informationskrieg #TikTok #Algorithmus #Aufmerksamkeit #Demokratie #KI #BigData #Desinformation #Polarisierung #Sicherheitspolitik #Sturmbaum

  13. China setzt TikTok für kognitive Kriegsführung ein.

    Chinas kognitive Kriegsführung: Ziel sei, die Wahrnehmung des Gegners zu verschieben. Als Hebel nennt May-Britt Stumbaum u. a. TikTok: Außerhalb Chinas gebe es einen anderen Algorithmus; die Clips seien kürzer – das untergrabe Aufmerksamkeit/konzentriertes Verarbeiten und damit eine Kernvoraussetzung demokratischer Meinungsbildung. Verstärkt werde das durch massive Investitionen in KI & Big Data, mit denen sich Inhalte skalieren lassen, die Polarisierung stimulieren.

    Podcast (NDR): ndr.de/nachrichten/info/china-

    #China #KognitiveKriegsfuehrung #Informationskrieg #TikTok #Algorithmus #Aufmerksamkeit #Demokratie #KI #BigData #Desinformation #Polarisierung #Sicherheitspolitik #Sturmbaum

  14. #Canada 🇨🇦 #EU 🇪🇺 #CETA

    von Le Chat (Mistal) auf meine Stichpunktfrage zusammengefasst :

    Hier eine detaillierte Übersicht zu den **digitalen Leistungen** und **Lebensmittelexporten** im Rahmen der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Kanada (CETA), Stand Februar 2026:

    ---

    ### 1. **Digitale Leistungen**

    #### **Marktzugang und Liberalisierung**
    - **Dienstleistungshandel**: CETA hat den Handel mit digitalen Dienstleistungen zwischen der EU und Kanada deutlich erleichtert. Seit 2017 ist der **Handel mit Dienstleistungen um über 90 % gestiegen**
    .
    - **Rechtssicherheit**: CETA garantiert EU-Unternehmen den Zugang zum kanadischen Markt für digitale Dienstleistungen, ohne dass Kanada neue diskriminierende Maßnahmen einführen darf (außer in wenigen sensiblen Sektoren)
    .
    - **Datenschutz und Regulierung**: Beide Seiten erkennen Zertifizierungen und Konformitätsbewertungen gegenseitig an, was den grenzüberschreitenden Datenverkehr und die Bereitstellung digitaler Dienstleistungen (z. B. Cloud-Computing, KI, E-Commerce) vereinfacht
    .

    #### **Wichtige Sektoren**
    - **KI und Software**: Kanada ist ein globaler Vorreiter in KI-Forschung (z. B. Universität Toronto, Mila Montreal). EU-Unternehmen profitieren von Kooperationen und dem Zugang zu kanadischen Innovationen.
    - **E-Commerce und Fintech**: CETA erleichtert den grenzüberschreitenden Verkauf digitaler Produkte und Finanzdienstleistungen.
    - **Öffentliche Aufträge**: Kanadische Provinzen und Kommunen müssen ihre Beschaffungsmärkte für EU-Anbieter öffnen, was auch digitale Infrastrukturprojekte umfasst
    .

    #### **Herausforderungen**
    - **US-Einfluss**: Viele kanadische Tech-Unternehmen sind mit US-Firmen verflochten oder werden von diesen übernommen, was die direkte Unabhängigkeit Kanadas von den USA einschränkt
    .
    - **Datensouveränität**: Die EU legt Wert auf hohe Datenschutzstandards (DSGVO), während Kanada teilweise US-amerikanische Regulierungen übernimmt.

    ---

    ### 2. **Lebensmittelexporte (Agrarprodukte)**

    #### **Exportvolumen und Wachstum**
    - **EU-Exporte nach Kanada**: CETA hat die Ausfuhren von Lebensmitteln und Agrarprodukten deutlich gesteigert. Besonders stark gestiegen sind:
    - **Milchprodukte** (z. B. Käse, Joghurt): Die EU hat spezielle Zollkontingente für Milcherzeugnisse erhalten, die den Export erleichtern
    .
    - **Wein und Spirituosen**: Europäische Weine und hochwertige Spirituosen profitieren von reduzierten Zöllen und vereinfachten Zertifizierungsverfahren.
    - **Fleisch und Wurstwaren**: Besonders deutsche, italienische und französische Produkte sind gefragt.
    - **Kanada-Exporte in die EU**: Kanada liefert vor allem **Rindfleisch, Schweinefleisch, Ahornsirup, Lachs und Meeresfrüchte** in die EU
    .

    #### **Vereinfachte Zoll- und Ursprungsregeln**
    - **Ursprungserklärung**: Für EU-Lebensmittel reicht eine Ursprungserklärung auf der Rechnung, um von den CETA-Zollvergünstigungen zu profitieren (bei Sendungen über 6.000 Euro nur durch registrierte Ausführer)
    .
    - **Keine neuen Handelsbarrieren**: Kanada darf keine neuen Quoten oder diskriminierenden Maßnahmen gegen EU-Lebensmittel einführen.

    #### **Herausforderungen**
    - **Kanadische Standards**: Einige EU-Lebensmittel müssen an kanadische Vorschriften (z. B. Kennzeichnung, Pestizidgrenzen) angepasst werden.
    - **Konkurrenz**: US-Lebensmittel sind auf dem kanadischen Markt stark vertreten, was den Wettbewerb für EU-Produkte erhöht.

    ---

    ### **Zusammenfassung**
    - **Digitale Leistungen**: CETA hat den Markt für EU-Unternehmen geöffnet, besonders in den Bereichen KI, E-Commerce und Fintech. Die Abhängigkeit von US-Technologie bleibt jedoch eine Herausforderung.
    - **Lebensmittel**: Die EU profitiert von gestiegenen Exporten, insbesondere bei Milchprodukten, Wein und Fleisch. Vereinfachte Zollregeln erleichtern den Handel, aber Anpassungen an kanadische Standards sind nötig.

    ---

  15. Schon wieder KI

    Es ist wirklich entsetzlich, wie stark KI die Nachrichtenlage dominiert.
    Aber - here we go.

    Nummer eins: Im September habe ich noch gefragt "Wann platzt die KI-Blase?". Das "wann" können wir noch nicht beantworten; ich möchte es auch nicht erleben. Aktuell ungefähr beantworten können wir die Frage, wie groß die Blase inzwischen ist. Die "Vier Reiter der AI-pokalypse" wollen irrsinnige Mengen Geld in die Hand nehmen. Amazon, Microsoft, Google und Meta planen Investitionen in KI, die sich zu 635 Milliarden US-Dollar summieren - mehr als Israels Bruttosozialprodukt. Wann, und ob überhaupt jemals, sich das auszahlen wird, steht in den Sternen.

    Nummer zwei: Ein herausragender

    pc-fluesterer.info/wordpress/2

    #Allgemein #Empfehlung #Hintergrund #Warnung #KI #UnplugTrump #zahlen

  16. Praxisbeispiele zur Nutzung von KI-Technologie im Terminal mit Dateizugriff (~ ‚KI-Agenten‘)

    Ich bin bei Erkundungen zu sogenannten KI-Agenten reichlich spät dran. Dafür aber jetzt gerade umso begeisterter von den Möglichkeiten.

    Skeptisch war ich lange Zeit, weil ‚KI-Agenten‘ als Begriff bei mir falsche Vorstellungen weckte und eher Angst machte. Ich stellte mir einen KI-Agenten in diesem Sinne beispielsweise als einen Bot vor, dem ich meine Kreditkartendaten gebe und der mir damit eine Reise z.B. in die USA vorbereiten und alle notwendigen Sachen buchen soll und der dann blöderweise auf eine andere Bot-generierte Website reinfällt und ich bin 30.000 Euro ärmer … Ich weiß, dass es durchaus auch KI-Agenten gibt, die in solche Richtungen entwickelt und genutzt werden. Und da finde ich Skepsis durchaus sehr angebracht.

    Meine Erkundungen beziehen sich stattdessen auf Bereiche, in denen ‚KI-Agenten‘ viel weniger spektakulär sind. Konkret sieht die Nutzung von agentischer KI bei mir zurzeit so aus, dass ich nicht mehr über eine Web-Oberfläche, sondern über das Terminal meines Geräts in Interaktion mit einem KI-Sprachmodell gehe. (Das Terminal ist die Konsole, d.h. das kleine schwarze Fenster, in das man Befehle eintippen kann, was du vielleicht früher schon einmal zur Installation von Programmen genutzt hast, oder um meine Anleitung zur Einrichtung eines KI-Chatbots für Lieblingsblogs durchzugehen).

    Der Clou liegt dann darin, dass ich über solch eine Terminal-Nutzung dem KI-Sprachmodell Zugriff auf bestimmte Ordner und Anwendungen auf meinem Gerät geben kann. Außerdem kann das Tool potentiell auch Ressourcen im Internet nutzen. Auf diese Weise kann ich das KI-Sprachmodell mit meinen eigenen Dateien und Online-Ressourcen arbeiten lassen. Und vor allem auch selbst direkt daran weiter arbeiten.

    Einfacher Einstieg: Wie geht das?

    Ich arbeite zurzeit mit Claude Code. Es handelt sich dabei um ein KI-Sprachmodell von der Firma Anthropic, das mit diesem Angebot für solch eine Terminal-Nutzung aufbereitet wurde. Der erste (und einmalige) Schritt ist, dass ich mir dieses Tool über das Terminal auf meinem Gerät installiere und entweder mit einer API-Schnittstelle oder einem Claude-Account verbinde. Das ist relativ selbsterklärend und auf der Website des Anbieters beschrieben. Mir geht es im Folgenden allerdings nicht um dieses spezifische Tool, sondern um eine grundsätzliche Beschreibung, wie solche agentische KI genutzt werden kann.

    Wenn ich also dieses oder ein anderes, ähnliches KI-Tool über das Terminal auf meinem Gerät installiert habe, dann kann ich als nächstes einen bestimmten Ordner auf meinem Gerät ansteuern. Der Befehl dazu ist cd ordnername. Bei mir könnte also z.B. der Ordner test-mit-claude sein und ich würde cd test-mit-claude eingeben. Anschließend aktiviere ich den Bot (in diesem Fall) mit dem Befehl claude, um in diesem Ordner aktiv zu werden.

    Der Ordner ist in diesem Fall zu Beginn leer. Was darin passieren soll, kläre ich über das Terminal. Ich kann dort, obwohl man das im Terminal eher nicht vermuten würde, so chatten, wie ich es normalerweise von einem KI-Sprachmodell gewohnt bin. Mir stehen dabei zusätzlich mehr ‚Befehlsmöglichkeiten‘ im Terminal-Sinne zur Verfügung. Aber da kann ich mich Schritt für Schritt darum kümmern. Erst einmal könnte ich ganz einfach so etwas eintippen wie:

    „Erstelle mir die Datei bot-vorstellung.md, in der du für technisch nicht affine Menschen ganz kurz beschreibst, wie du funktionierst.“

    Ich werde dann wahrscheinlich auch ein paar Freigabe-Sachen gefragt, wo ich jeweils entscheiden kann, ob ich das zulassen will oder nicht. Kurz darauf kann ich den angelegten Ordner dann öffnen und darin tatsächlich eine neue Datei mit dem angeforderten Namen finden. In meinem Fall war dieser Text darin:

    Ich bin ein KI-Sprachmodell, also ein Computerprogramm, das mit sehr vielen Texten trainiert wurde und dadurch Sprache verstehen und produzieren kann. Ich lebe nicht auf deinem Computer, sondern antworte über das Internet. Was mich hier besonders macht: Ich kann Dateien in diesem Ordner lesen, erstellen und bearbeiten. Wenn du mir also sagst, was du brauchst, kann ich direkt loslegen und das Ergebnis als Datei für dich ablegen. Ich denke dabei nicht wirklich nach, sondern berechne, welche Wörter als nächstes am wahrscheinlichsten passen. Das klappt oft erstaunlich gut, aber ich kann mich auch irren.

    Wir sehen also: Über das Terminal habe ich mir eine gewünschte Datei auf meinem Rechner erstellen lassen.

    Dieses Beispiel ist nun noch nicht wirklich sinnvoll, sondern eher großer Blödsinn, weil es ja eine Aufgabe ist (= Erstelle mir einen Text zu Thema xy), die ich früher einfach in ein KI-Sprachmodell eingegeben hätte und dann direkt den Text erhalten hätte. Jetzt gehe ich den Umweg über einen Ordner. Das Beispiel habe ich nur deshalb gewählt, um überhaupt erst einmal zu erklären, wie das Prinzip der Freigabe auf dem eigenen Gerät funktioniert. Und vielleicht hast du jetzt direkt viele Ideen, was für dich mit solch einer Ordner-Freigabe an ein KI-Modell nützlich sein könnte:

    Hier sind ein paar Beispiele, die mir als erstes in den Sinn kamen:

    • Suche in einem freigegebenen Ordner mit mehreren Texten alles zusammen, was sich um OER und freie Bildungsmaterialien dreht und erstelle mir eine Übersicht dazu.
    • In einem freigegebenen Verzeichnis mit den Dateien für eine statische Website soll der Footer auf allen Seiten geändert werden. Der neue Text lautet: xxx (Das wäre ansonsten für mich eine ewige und nervige Frickel-Arbeit gewesen)
    • Ich habe 50 Fotos in einem Ordner. Sie sollen alle nach einem bestimmten Schema umbenannt werden.
    • Es sollen Texte in einem Ordner gelesen und eine Liste aller darin erwähnter Links erstellt werden.
    • Aus einer freigegebenen Tabelle im CSV-Format soll eine einfache HTML-Seite mit einer sortierbaren Übersicht entstehen.

    Du siehst also: Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten!

    Meine erste Begeisterung war und ist, diese Form von agentischer KI zur Gestaltung von kleinen Webprojekten zu nutzen. Ich habe auf diese Weise zum Beispiel das Tool linkheftchen.de online gestellt und auch ein Update für mein Tool Zupfzettel gemacht, so dass diese Anwendung als statische Website funktioniert, statt wie früher mit einer WordPress-Installation. Letzteres war besonders cool, weil mein Terminal-Input hier der Verweis auf die bisherige Website war, mit der Aufforderung sich Favicon und weitere Bilder sowie auch Text-Ressourcen wie die FAQ zu sichern und dann mit diesen Ressourcen eine Umgestaltung erst einmal lokal zu machen. Nachdem ich getestet hatte, ob alles funktioniert, habe ich dann alle bisherigen Dateien vom Server gelöscht und den neuen Ordner hochgeladen.

    Neben solchen Webgestaltungs-Experimenten im Sinne eines klassischen Codings von statischen Websites lässt sich aber auch noch sehr viel mehr versuchen, was vielleicht für pädagogisch tätige Menschen näher liegende Einsatzbereiche sind. Zum Beispiel eine Transkript-Erstellung zu Videos und die Entwicklung von H5P-Inhalten dazu. Dieses Beispiel beschreibe ich im Folgenden genauer, weil es mich ziemlich begeistert hat.

    Konkretes Beispiel aus der Praxis: Ein Transkript zu einem Video erstellen und daraus eine H5P-Datei entwickeln

    Meine konkrete Herausforderung sah so aus, dass ich ein Video aufgezeichnet hatte. Nun wollte ich dieses Video auf einer Moodle-Lernplattform teilen. Das mache ich sehr gerne im Format H5P. Hilfreich finde ich es dann, dabei auch ein Transkript zur Verfügung zu stellen. Und für Menschen, die sich nur einen schnellen Überblick verschaffen wollen, setze ich darunter meist ein H5P-Akkordeon, das man aufklappen kann und darin dann eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten findet.

    Ich wollte also versuchen, ob ich über das Terminal solch eine (bis dato eher nervige und langwierige) Aufgabe auch einfacher erledigen kann.

    Spoiler: Der Versuch klappte!

    So bin ich vorgegangen:

    Ich habe einen Ordner auf meinem Rechner neu erstellt und das Video dort hineingelegt. Außerdem auch eine einfache Datei mit Anweisungen für das KI-Tool.

    Du findest in diesem Ordner ein Video. Deine Aufgaben:

    1. Erstelle ein Transkript für das Video
    2. Gestalte einen H5P-Inhalt mit diesem Video mit dem Inhaltstyp Transkript: github.com/otacke/h5p-transcri (zusätzliche Ressource: github.com/otacke/h5p-transcri)
    3. Speichere den Inhalt mit dem Namen der Videodatei als .h5p in diesem Ordner ab
    4. Erstelle zusätzlich ein H5P-Akkordeon mit einem Akkordeon zum Aufklappen, das ‚Wichtige Punkte aus dem Video‘ benannt ist, in dem du die wesentlichen Aspekte aus dem Transkript zusammenfassend und übersichtlich darstellst. Speichere diesen Inhalt als .h5p und benenne die Datei [videoname]-akkordeon in diesem Ordner ab.

    Mein Befehl war dann im Terminal: Folge den Anweisungen in anweisungen.md

    Mehr war dann schon nicht mehr nötig. Es gab immer wieder Freigabeaufforderungen und ich konnte beobachten, wie das Tool vorgeht: Verwendet wurde die Open Source Transkriptionssoftware Whisper und die Angaben aus dem GitHub-Repository zu den einzelnen Inhaltstypen. Das brauchte natürlich etwas Zeit. Ich konnte dabei im Terminal so umschalten, dass die Transkription des Videos im Hintergrund lief, während zugleich schon einmal die H5P-Inhalte erstellt wurden.

    Als beide H5P-Inhalte im Ordner lagen, meldete das Tool, dass die Aufgabe abgeschlossen sei. Leider funktionierte der Upload in einen H5P-Editor zunächst noch nicht. Ich erhielt eine Fehlermeldung über falsche Dateiformate, die ich mit der Aufforderung zur Überarbeitung im Terminal teilte. Daraufhin wurde eine weitere Version erstellt, die ich dann hochladen und verwenden konnte.

    Beim Ansehen stellte ich allerdings fest, dass das Transkript mit vielen Fehlern war. Ich habe deshalb noch eine weitere Schleife gedreht und die Aufforderung gegeben, dass das mit Whisper erstellte Transkript noch einmal überprüft und korrigiert werden sollte. Dann sollte damit der Inhalt angepasst werden.

    Da ich diese Aufgabe der Transkription eines Videos und Umwandlung in diese beiden H5P-Inhalte in meiner Praxis relativ häufig benötige, habe ich mich abschließend noch dazu entschieden, dazu einen sogenannten Skill anzulegen. Das ist eine Anweisung, die ich zukünftig über den Befehl /skillname direkt abrufen kann. Damit muss ich also gar nicht mehr die lange Erläuterung schreiben, die ich jetzt beim ersten Mal in den Ordner gepackt hatte. Und vor allem muss ich zukünftig dann (hoffentlich) nicht mehr die zwei beschriebenen Fehlerschleifen drehen.

    Mein Befehl dazu war:

    Erstelle eine skill.md Datei, in der du den Skill ‚Video zu H5P‘ in der beschriebenen Form und dein Vorgehen festhältst, so dass du diese Aufgabe später wiederholen und ich mit dem Befehl /video-zu-h5p abrufen kann. Achte darauf, dass von vorne herein nicht erst ein falsches Dateiformat generiert wird. Nimm außerdem mit auf, dass das Transkript auf offensichtliche Fehler überprüft und korrigiert werden soll.

    Kurz darauf lag auch diese Datei in meinem Ordner und wenn ich neugierig bin, kann ich mir darin anschauen, wie ein KI-Modell sich erklärt, was es genau bei dieser Aufgabe tun soll, das überarbeiten und dann als projektübergreifenden Skill abspeichern.

    In Hinblick auf Kollaboration ist spannend, dass solche Skills auch online geteilt werden können. Für mich individuell ist es nützlich, weil ich zukünftig jetzt nur noch /video-zu-h5p eingeben muss, um all die Schritte von oben an weiteren Videos entwickeln zu lassen.

    Fazit

    Ich habe KI-Technologie bisher sehr stark unter dem Aspekt der Lernverstärkung betrachtet. Also die Fragen gestellt:

    • Wie kann ich mich durch diese Technologie herausfordern lassen und lernen?
    • Und wie kann ich in meiner pädagogischen Tätigkeit auch Lernende dazu ermächtigen?

    Bei den Beispielen in diesem Beitrag ist der Fokus ein anderer. Die Frage ist hier vielmehr, wie ich nervige und zeitaufwendige Prozesse mit KI besser bearbeiten kann und mir auf diese Weise einfacher Zeit für andere Dinge nehmen kann, zum Beispiel diesen Blogbeitrag zu schreiben. Damit wird die didaktische Nutzung von KI als Lernverstärkung natürlich nicht hinfällig. Es ist einfach ein anderer und weiterer Aspekt.

    Für den Bildungsbereich ergibt sich daraus die Frage, wie sehr wir in der Lernkultur Technologie weiterhin als ein mögliches Add-On, das aber oft auch ausgeschlossen wird, betrachten und auf eine vermeintliche ‚Eigenleistung‘ setzen, oder inwieweit wir viel mehr auf den Prozess statt das entstehende Produkt orientieren und in Hinblick auf digitale Mündigkeit vor allem auch Lernräume öffnen, in denen solche Erkundungen, wie ich sie hier vorgestellt habe, gelernt und reflektiert werden können.

    Das ist dann auch die Voraussetzung, um die systemische Ebene einer gemeinwohlorientierten Digitalpädagogik sinnvoll angehen zu können. Denn natürlich führt meine individuelle Abkürzung und Vereinfachung hier zu sehr vielen Folgefragen, insbesondere: Wie stellen wir sicher, dass all die offene Infrastruktur, mit der solch eine agentische KI zugreifen kann, gut finanziert und ermöglicht wird?

    PS. Auch diesen Text habe ich übrigens über das Terminal in KI-Interaktion korrigiert, nachdem ich ihn geschrieben habe und nicht mehr wie bisher über die klassische KI-Chatbot-Oberfläche. Mein Befehl war:

    Wir gehen gemeinsam den Text in diesem Ordner durch. Du korrigierst Tippfehler und offensichtliche Formulierungsfehler und Satzzeichen. Zugleich sammelst du Lücken und Unstimmigkeiten im Text, um diese dann Schritt für Schritt mit mir gemeinsam durchzugehen. Du machst hierfür jeweils einen Vorschlag und fragst, was ich dazu ergänzen will. Danach schlägst du 5 mögliche Titel vor und fragst mich, welchen ich nehmen will oder ob ich einen selbst formulieren will. Am Ende speicherst du den Text so ab, dass ich ihn in einen WordPress-Gutenberg Editor reinkopieren kann. Der Titel ist dabei H1, danach folgt H2 usw. Außerdem gibst du mir hier im Terminal einen Vorschlag für eine SEO-optimierte Kurzbeschreibung und Meta Tags im Terminal aus. Ganz am Ende erstellst du eine weitere Datei, in der du den Skill „Textkorrektur“ in den beschriebenen Schritten festhältst und auch Änderungen/Learnings im Verlauf des Prozesses berücksichtigst, so dass ich darauf später als /textkorrektur zurückgreifen kann.

    #KünstlicheIntelligenzKI
  17. Hierin stecken viele Gründe, weshalb #Bildungseinrichtungen gut daran tun, eigene, lokale, nach Möglickeit offene #LLM einzusetzen. Oder zumindest solche von Anbietern, die keine Werbung einbinden (nur welche werden das sein?).

    Ich sage nicht, dass sie es ganz bleiben lassen sollen (Stichwort Lebensrealität), aber es braucht dringend eine Awareness für das Thema #Werbung in #KI-Tools. Und wenn das nur bedeutet, dass wir Studis sowas zu lesen geben (und besprechen):

    newsie.social/@TheConversation

  18. Digitaler Wochenrückblick 16. November 2025

    Für KI gibt es sehr viele und noch mehr völlig überflüssige Anwendungsgebiete. Noch besser wird KI, wenn sie Agenten einsetzt. Damit kann KI wie von Geisterhand den Tisch im Lieblingsrestaurant bestellen und lernt sogar dazu. Also wenn ich immer am Montag hingehe, weil das Schweineschnitzel billiger ist, lernt das Ding: dem schmecken nur billige Schweineschnitzel, und bucht mir in der ganzen Stadt jeden Tag die billigsten Schweineschnitzel.

    Sinnvoll ist das nicht, überhaupt nicht. Persönlich freue ich mich allerdings, wenn KI sinnvoll eingesetzt wird. Das haben auch dieses Mal – wen wundert’s – die Chinesen erledigt.

    Wer jetzt sofort an deepseek  denkt, der liegt komplett falsch. Die Chinesen haben eine nordamerikanische KI für sich arbeiten lassen, die Claude-KI-Plattform von Anthropic schien ihnen für ihren Zweck am weitesten entwickelt.

    Sie haben als Cybersicherheitsunternehmen die Claude-KI von Anthropic in kleinen überschaubaren Arbeitsschritten beauftragt, sicherheitsrelevante Schnittstellen, die auch Schwachstellen sein können, zu erkennen. Zudem sollten die KI-Agenten herausfinden, ob es bereits einen Missbrauch gab und wie er ausgeführt wurde.

    Das Ergebnis war prachtvoll, nur sehr wenige Eingriffe von Menschenhand waren notwendig, um über diverse Hintertüren, auch „Backdoors“ genannt, in den dann offenen Systemen wertvolle Informationen zu bergen.

    Die KI-Agenten unter chinesischer Leitung konnten in kurzer Zeit Benutzerkonten übernehmen, die höchste Zugriffsrechte besitzen, automatisiert wurden für dringlich notwendige Folgebesuche weitere Zugänge geöffnet.

    Ganz offensichtlich war auch Anthropic von dieser Arbeit begeistert, denn das Arbeitsvolumen wäre von Menschenhand nicht in so kurzer Zeit fachmännisch abgearbeitet worden. Begeisterung kommt auch deshalb auf, weil die Chinesen ausgiebig die neuen Möglichkeiten zur Bewältigung sehr komplexer Aufgaben, die KI-Agenten von Anthropics Claude genutzt haben. Ein Meilenstein der KI-Entwicklung, der vor einem Jahr in dieser Form noch nicht möglich war.

    Als Sicherheitsunternehmen chinesischer Prägung wurden in einem ersten Schritt die wertvollsten Ziele von Menschenhand ausgewählt, Anthropics Claude-KI musste in einem zweiten Schritt mit einem billigen Trick überzeugt werden, die Erkenntnisse einzusetzen.

    Die KI-Agenten haben ganze Arbeit geleistet. Es war ihnen möglich, Eingriffsstellen zielgerichtet zu identifizieren, um Passwörter und andere, notwendige Zugangsdaten aufzunehmen. Und jetzt, nachdem alle Vorarbeit erfolgreich abgeschlossen war, sollten die gewünschten Daten im großem Stil problemlos übertragen werden.

    Leider zeigte sich an einigen – aber durchaus verkraftbaren – Stellen,  dass die KI auch mal halluzinierte, Passwörter und Benutzenamen aus purer Not vor einem Misserfolg erfand.

    Insgesamt ist es ein großer Erfolg der KI-Modelle von Anthropic, rund 30 Unternehmen weltweit wurden durch die chinesischen Sicherheitsexperten gezielt untersucht, darunter auch Regierungsbehörden verschiedener Länder.

    Genauere Angaben möchte Anthropic nicht machen, es könnte die Bevölkerung verunsichern, wird kolportiert.

    Zugegeben, Technologiedefätisten und Weltuntergangsfanatiker ergeben sich in Klageliedern, sprechen von einer groß angelegten KI-gesteuerten Cyberattacke, ohne den großartigen Erfolg angemessen zu würdigen, der durch das Wirken von Anthropics KI-Claude erst möglich wurde.

    In aller Bescheidenheit sprechen sie davon, diese Art von Cyberattacken würden in Zukunft nicht nur wahrscheinlicher, vor allem aber wesentlich effektiver. Deshalb den Blick stramm nach vorn gerichtet, macht uns Anthropic Mut, denn die gleichen Fähigkeiten, die für Cyberattacken genutzt würden, können gleichwohl zur Abwehr eingesetzt werden.

    Es gibt auch kritische Stimmen, die einen solchen hochautomatisierten KI-Angriff für Stuss halten, wie Sicherheitsexperte Kevin Beaumont 

    Ein solcher Marketing-Coup passt hervorragend, denn die Investitionen in KI lassen sich nur mit noch mehr KI begründen. Es wird aufgerüstet, koste es was es wolle. Allein Facebook spendiert sich noch dieses Jahr 72 Milliarden US-Dollar und plant in den nächsten Jahren noch viel mehr – was ist schon Geld, wir haben genug für diese nordamerikanischen Experimente übrig, denn sonst sind wir völlig unfähig und den üblen KI-Cyberattacken wehrlos ausgeliefert.

    Ganz nebenbei steigen auch die Strompreise in Nordamerika. Ein Preistreiber durch die stark erhöhte Nachfrage sind die neuen Rechenzentren, die einen Strom- und Wasserverbrauch haben wie Millionenstädte. Bleibt abzuwarten, bis wann Donald Trump erkennt, dass wir diesen unfairen Wettbewerbsnachteil in Form einer Energiesteuer für notleidende Tech-Konzerne ausgleichen müssen.

    Und was machen wir? Wir ergötzen uns daran, dass Google in den nächsten fünf Jahren 5,5 Milliarden Euro in Deutschland für seine Rechenzentren ausgeben will. Vize-Kanzler Klingbeil ist schon ganz beseelt, sieht es als „echte Zukunfts-Investitionen in Innovationen, Künstliche Intelligenz, die klimaneutrale Transformation und zukünftige Arbeitsplätze in Deutschland“. Dass KI halluziniert, wissen wir, Politiker benötigen dafür keine KI. Sein Marketingberater, hätte ihm sagen sollen: „Halt Dich da raus, das kann nur schiefgehen!“ – hier trifft kaufmännisches Kalkül auf gottgebene Einfalt.

    Mich erinnert das an die Zeit, als wir mit Glasperlen und Brotkrusten die Eingeborenen aus dem Urwald gelockt haben…

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  19. Digitaler Wochenrückblick 16. November 2025

    Für KI gibt es sehr viele und noch mehr völlig überflüssige Anwendungsgebiete. Noch besser wird KI, wenn sie Agenten einsetzt. Damit kann KI wie von Geisterhand den Tisch im Lieblingsrestaurant bestellen und lernt sogar dazu. Also wenn ich immer am Montag hingehe, weil das Schweineschnitzel billiger ist, lernt das Ding: dem schmecken nur billige Schweineschnitzel, und bucht mir in der ganzen Stadt jeden Tag die billigsten Schweineschnitzel.

    Sinnvoll ist das nicht, überhaupt nicht. Persönlich freue ich mich allerdings, wenn KI sinnvoll eingesetzt wird. Das haben auch dieses Mal – wen wundert’s – die Chinesen erledigt.

    Wer jetzt sofort an deepseek  denkt, der liegt komplett falsch. Die Chinesen haben eine nordamerikanische KI für sich arbeiten lassen, die Claude-KI-Plattform von Anthropic schien ihnen für ihren Zweck am weitesten entwickelt.

    Sie haben als Cybersicherheitsunternehmen die Claude-KI von Anthropic in kleinen überschaubaren Arbeitsschritten beauftragt, sicherheitsrelevante Schnittstellen, die auch Schwachstellen sein können, zu erkennen. Zudem sollten die KI-Agenten herausfinden, ob es bereits einen Missbrauch gab und wie er ausgeführt wurde.

    Das Ergebnis war prachtvoll, nur sehr wenige Eingriffe von Menschenhand waren notwendig, um über diverse Hintertüren, auch „Backdoors“ genannt, in den dann offenen Systemen wertvolle Informationen zu bergen.

    Die KI-Agenten unter chinesischer Leitung konnten in kurzer Zeit Benutzerkonten übernehmen, die höchste Zugriffsrechte besitzen, automatisiert wurden für dringlich notwendige Folgebesuche weitere Zugänge geöffnet.

    Ganz offensichtlich war auch Anthropic von dieser Arbeit begeistert, denn das Arbeitsvolumen wäre von Menschenhand nicht in so kurzer Zeit fachmännisch abgearbeitet worden. Begeisterung kommt auch deshalb auf, weil die Chinesen ausgiebig die neuen Möglichkeiten zur Bewältigung sehr komplexer Aufgaben, die KI-Agenten von Anthropics Claude genutzt haben. Ein Meilenstein der KI-Entwicklung, der vor einem Jahr in dieser Form noch nicht möglich war.

    Als Sicherheitsunternehmen chinesischer Prägung wurden in einem ersten Schritt die wertvollsten Ziele von Menschenhand ausgewählt, Anthropics Claude-KI musste in einem zweiten Schritt mit einem billigen Trick überzeugt werden, die Erkenntnisse einzusetzen.

    Die KI-Agenten haben ganze Arbeit geleistet. Es war ihnen möglich, Eingriffsstellen zielgerichtet zu identifizieren, um Passwörter und andere, notwendige Zugangsdaten aufzunehmen. Und jetzt, nachdem alle Vorarbeit erfolgreich abgeschlossen war, konnten die gewünschten Daten im großem Stil problemlos übertragen werden.

    Leider zeigte sich an einigen – aber durchaus verkraftbaren – Stellen, dass die KI auch mal halluzinierte, Passwörter und Benutzenamen aus purer Not vor einem Misserfolg erfand.

    Insgesamt ist es ein großer Erfolg der KI-Modelle von Anthropic, rund 30 Unternehmen weltweit wurden durch die chinesischen Sicherheitsexperten gezielt untersucht, darunter auch Regierungsbehörden verschiedener Länder.

    Genauere Angaben möchte Anthropic nicht machen, es könnte die Bevölkerung verunsichern, wird kolportiert.

    Zugegeben, Technologiedefätisten und Weltuntergangsfanatiker ergeben sich in Klageliedern, sprechen von einer groß angelegten KI-gesteuerten Cyberattacke, ohne den großartigen Erfolg angemessen zu würdigen, der durch das Wirken von Anthropics KI-Claude erst möglich wurde.

    In aller Bescheidenheit sprechen sie davon, diese Art von Cyberattacken würden in Zukunft nicht nur wahrscheinlicher, sondern wesentlich effektiver. Deshalb den Blick stramm nach vorn gerichtet, macht uns Anthropic Mut, denn die gleichen Fähigkeiten, die für Cyberattacken genutzt würden, können gleichwohl zur Abwehr eingesetzt werden.

    Es gibt auch kritische Stimmen, die einen solchen hochautomatisierten KI-Angriff für Stuss halten, wie Sicherheitsexperte Kevin Beaumont 

    Ein solcher Marketing-Coup passt hervorragend, denn die Investitionen in KI lassen sich nur mit noch mehr KI begründen. Es wird aufgerüstet, koste es was es wolle. Allein Facebook spendiert sich dieses Jahr 72 Milliarden US-Dollar und plant in den nächsten Jahren noch viel mehr – was ist schon Geld, wir haben genug für diese nordamerikanischen Experimente übrig, denn sonst sind wir völlig überfordert, den üblen KI-Cyberattacken wehrlos ausgeliefert.

    Ganz nebenbei steigen auch die Strompreise in Nordamerika. Ein Preistreiber durch die stark erhöhte Nachfrage sind die neuen Rechenzentren, die einen Strom- und Wasserverbrauch haben wie Millionenstädte. Bleibt abzuwarten, wann Donald Trump endlich erkennt, dass wir diesen unfairen Wettbewerbsnachteil in Form einer Energiesteuer für notleidende Tech-Konzerne ausgleichen müssen.

    Und was machen wir? Wir ergötzen uns daran, dass Google in den nächsten fünf Jahren 5,5 Milliarden Euro in Deutschland für seine Rechenzentren ausgeben will. Vize-Kanzler Klingbeil ist schon ganz beseelt, sieht es als „echte Zukunfts-Investitionen in Innovationen, Künstliche Intelligenz, die klimaneutrale Transformation und zukünftige Arbeitsplätze in Deutschland“. Dass KI halluziniert, wissen wir, Politiker benötigen dafür keine KI. Sein Marketingberater, hätte ihm sagen sollen: „Halt Dich da raus, das kann nur schiefgehen!“ – hier trifft kaufmännisches Kalkül auf gottgegebene Einfalt.

    Mich erinnert das an die Zeit, als wir mit Glasperlen und Brotkrusten die Eingeborenen aus dem Urwald gelockt haben…

    Über Christian Wolf:

    Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist)

  20. Gestern war ein ereignisreicher Tag auf der #ecoCompute und wir wollen euch unsere B&B Highlights nicht vorenthalten. 💫

    🌟 Eines unserer vielen Highlights war der Talk von Anne Mollen. Sie machte direkt klar: Der Diskurs um grüne KI wird von Big Tech vereinnahmt, was bestehende Machtstrukturen und den Status Quo unserer Gesellschaft manifestiert. Das verhindere letztlich, dass wir Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Anne Mollen untermauerte in ihrem Talk 3 zentrale Thesen:

    👉 Der Diskurs um Grüne KI dient als Ausrede, um mehr in KI zu investieren.

    👉 Grüne KI legt nahe, dass Nachhaltigkeit von KI ein Technofix ist.

    👉 Der Diskurs um Grüne KI wird verwendet, um unser Verständnis von Nachhaltigkeit einzugrenzen.

    Am Ende appellierte sie, dass wir uns den Diskurs um Grüne KI wieder zurücknehmen müssen und Lösungen brauchen, die den Status Quo in Frage stellen. Nur so könnten wir echte Nachhaltigkeit erreichen.

  21. 2024: Zum ersten Mal mehr Internet-Bots als Menschen. 37 % davon „Bad Bots“. Sie klauen Daten, manipulieren Preise, täuschen Klicks – und füttern das Netz mit KI-Schrott. Jörg Schieb warnt: Wir surfen durch eine Bot-Fata Morgana und nennen es Social Media. #BadBot #KI #SocialMedia schieb.de/stirbt-social-media-

  22. Die Impulse reichen von Praxis bis Theorie:

    🧠 Prof. Dr. Peter Richard über digitale Ambivalenzen, genauso von der Technischen Hochschule #Augsburg wie
    🧠 Prof. Dr. Alessandra Zarcone (@elektrischewoerter) zu Verzerrungen in KI & AI Act
    🧠 Kristina Namajuschka (TEAM23) zur Leichten Sprache als Zugangsinstrument
    🧠 und weiter Impulsvorträge.

    Vielfalt braucht Wissen, Strategie – und Dialog.

    #Barrierefreiheit #Digitalisierung #VielfaltGestalten #KünstlicheIntelligenz #DigitaleAmbivalenz

  23. Habe gerade eine Person beobachtet, die mit einem extrem lauten benzinbetriebenen #Laubbläser Laub von einem Weg unter einem Zaun hindurch auf einen Spielplatz geblasen hat - um unmittelbar danach auf den Spielplatz zu gehen und das Laub unter dem Zaun hindurch zurück auf den Weg zu blasen.

    So langsam verstehe ich, warum so viele Menschen ihre ganzen Hoffnungen in KI setzen. Oder in die nukleare Apokalypse.

  24. Volle AI-Souveränität mit Infinito.Nexus

    Mit Stolz können wir verkünden: Infinito.Nexus erreicht nun volle Souveränität im Bereich Künstliche Intelligenz. Durch die Integration von Open WebUI und Flowise bieten wir leistungsstarke Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre eigenen Daten sicher, lokal und DSGVO-konform in KI-Workflows einbinden können – ohne dass vertrauliche Informationen jemals die eigenen Server verlassen. […]

    blog.infinito.nexus/blog/2025/

  25. Volle AI-Souveränität mit Infinito.Nexus

    Mit Stolz können wir verkünden: Infinito.Nexus erreicht nun volle Souveränität im Bereich Künstliche Intelligenz. Durch die Integration von Open WebUI und Flowise bieten wir leistungsstarke Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre eigenen Daten sicher, lokal und DSGVO-konform in KI-Workflows einbinden können – ohne dass vertrauliche Informationen jemals die eigenen Server verlassen. […]

    blog.infinito.nexus/blog/2025/

  26. Volle AI-Souveränität mit Infinito.Nexus

    Mit Stolz können wir verkünden: Infinito.Nexus erreicht nun volle Souveränität im Bereich Künstliche Intelligenz. Durch die Integration von Open WebUI und Flowise bieten wir leistungsstarke Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre eigenen Daten sicher, lokal und DSGVO-konform in KI-Workflows einbinden können – ohne dass vertrauliche Informationen jemals die eigenen Server verlassen. […]

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  27. Volle AI-Souveränität mit Infinito.Nexus

    Mit Stolz können wir verkünden: Infinito.Nexus erreicht nun volle Souveränität im Bereich Künstliche Intelligenz. Durch die Integration von Open WebUI und Flowise bieten wir leistungsstarke Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre eigenen Daten sicher, lokal und DSGVO-konform in KI-Workflows einbinden können – ohne dass vertrauliche Informationen jemals die eigenen Server verlassen. […]

    blog.infinito.nexus/blog/2025/

  28. Volle AI-Souveränität mit Infinito.Nexus

    Mit Stolz können wir verkünden: Infinito.Nexus erreicht nun volle Souveränität im Bereich Künstliche Intelligenz. Durch die Integration von Open WebUI und Flowise bieten wir leistungsstarke Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre eigenen Daten sicher, lokal und DSGVO-konform in KI-Workflows einbinden können – ohne dass vertrauliche Informationen jemals die eigenen Server verlassen. […]

    blog.infinito.nexus/blog/2025/

  29. kagi: Recherchetool und Prototyp für die Entwicklung einer KI-Lernassistenz

    Vor kurzem habe ich über die Herausforderung von Lesen und Recherchieren im Kontext von KI gebloggt. Daraufhin erhielt ich im Fediverse den Hinweis auf die Suchmaschine kagi. Es würde lohnen, sich diese einmal genauer anzuschauen, auch wenn sie nicht unumstritten sei. Das habe ich getan und teile hier das Ergebnis meiner Erkundungen.

    Was ist kagi?

    kagi ist eine sehr individuell konfigurierbare und für eine mündige Nutzung ausgelegte Suchmaschine mit integrierter KI-Unterstützung und weiteren Angeboten. Das Tool ist eine mögliche Antwort auf eine wichtige Herausforderung, die im KI-Kontext zunehmend drängender wird: Wie lässt sich die Welt unter Nutzung der zur Verfügung stehenden technologischen Möglichkeiten und den vielfältigen Ressourcen des Internets gut und selbstbestimmt erschließen?

    Voranstellen möchte ich den Hinweis, dass es sich bei kagi weder um ein offenes noch kostenfreies Tool handelt. So etwas empfehle ich im eBildungslabor normalerweise nicht. In diesem Fall mache ich eine Ausnahme davon, weil mich die Funktionalität sehr überzeugt hat und weil ich zurzeit keine Perspektive auf eine öffentliche oder Crowd-basierte Finanzierung sehe, mit der es gelingen könnte, dem ‚Mit den eigenen Daten‘-Bezahlmodus und Werbeanzeigen der meisten anderen Suchmaschinen etwas entgegen zu setzen – und trotzdem sehr gute Ergebnisse zu liefern.

    Das bedeutet konkret: Wenn du kagi ausprobieren willst, dann musst du dich direkt registrieren. Dir steht dann zunächst ein gewisses Kontingent zum kostenfreien Ausprobieren zur Verfügung. Wenn du kagi dauerhaft einsetzen willst, kostet dich das 5 Dollar im Monat. (Es gibt auch Abonnement-Pläne, die noch teurer sind. Der 5 Dollar Plan scheint mir aber erst einmal auszureichen.)

    Kritisch lässt sich außerdem anmerken, dass der Formensitz von kagi in den USA ist und es auf Servern von Google unter Nutzung von Cloudfare läuft. Siehe dazu auch den Datenschutz-Check im Kuketz-Blog.

    In der Abwägung ist kagi für mich dennoch sowohl für den eigenen Gebrauch spannend (= es liefert ziemlich gute Ergebnisse und bietet im Kontext von KI, solche Funktionen, die ich sinnvoll finde), als auch als Prototyp für kluge Technologie-Entwicklung in der Bildung (= welche Funktionalitäten sollten KI-Lerntools haben?)

    Welche Funktionen hat kagi?

    Wie dargestellt ist kagi eine Suchmaschine, die grundsätzlich ganz genau so funktioniert, wie jede andere Suchmaschine auch. Ich gebe also meine Suchbegriffe ein – und erhalte dann passende Treffer aus dem Internet dazu. Sehr hilfreich finde ich an dieser Suche vor allem die folgenden Aspekte:

    1. Hilfreicher Suchindex ohne personalisiertes Tracking

    Genutzt wird nach Angaben des Unternehmens ein eigener Suchindex in Kombination von Suchindexen von anderen Suchmaschinen (z.B. Google). Weil der eigene Account nicht direkt mit den eingegebenen Begriffen verknüpft wird (durch einen verschlüsselten Token), erfolgt keine personalisierte Speicherung. Die Suchergebnisse fand ich bereits ohne weitere Anpassungen meistens deutlich überzeugender als bei anderen Suchmaschinen, inklusive Google oder anderen Bezahlsuchmaschinen wie Metager. Und schön ist natürlich, dass keine Werbung oder ähnliches ablenkt.

    2. Anpassbarkeit und Personalisierung

    Ich kann meine Suche sehr vielfältig anpassen.

    Erstens gibt es so genannte Bangs, die ich bereits von der Suchmaschine DuckDuckGo kenne. Ein Bang ist ein Ausrufezeichen, gefolgt von einem Kürzel, das ich in meiner Suche ergänze. Wenn ich z.B. „Klimawandel !w“ als Suche eingebe, wird direkt auf der Wikipedia zum Begriff Klimawandel gesucht.

    Zweitens gibt es so genannte Linsen („lenses“). Diese haben mich am meisten begeistert. Es sind einfach anklickbare Suchvorgaben, die meine Suche z.B. auf bestimmte Seiten beschränken oder andere Vorgaben machen. Einige dieser Linsen stehen vorkonfiguriert zur Verfügung. Besonders hilfreich ist es aber, eigene Linsen anzulegen. Ich habe zum Beispiel eine Linse angelegt, die direkt nach möglichen Treffern auf meiner eigenen Website sucht oder eine Linse zu OER, in der ich die Suche auf mehrere OER-Repositories begrenze. Zu diesen Linsen kann ich jeweils auch einen Bang entwickeln. So kann ich also jetzt zum Beispiel „Klimawandel !oer“ eingeben – und erhalte dann Treffer zum Begriff Klimawandel aus den von mir festgelegten OER-Repositories.

    Drittens kann ich den Suchalgorithmus personalisieren, um mir die am besten für mich passenden Ergebnisse anzeigen zu lassen. Dazu kann ich den Suchalgorithmus für mich kontinuierlich immer besser trainieren. Das funktioniert, indem ich bei Suchergebnissen jeweils gewichten kann, ob ich mehr oder weniger von einer bestimmten Seite sehen will. Es ist auch möglich, eine Website ganz zu sperren.

    3. Intelligente KI-Nutzung

    Richtig gut finde ich außerdem die Verknüpfung der Suche zu KI-Funktionen. Zum einen kann ich mir Kurzantworten (= ein KI-generiertes Snippet) über meinen Suchergebnissen anzeigen lassen, wenn ich das möchte. Automatisch wird es erstmal nicht angezeigt. Die Anzeige ist sehr simpel, indem ich einfach ein Fragezeichen an den Suchbegriff setze.

    Wenn ich vertiefter in ein Thema einsteigen will, kann ich den Assistenz-Bereich nutzen. Hier kann ich mit dem KI-Sprachmodell von kagi interagieren oder (auch innerhalb eines Chats) zwischen unterschiedlichen offenen und proprietären KI-Modellen auswählen. Das ist so ähnlich, wie ich es mir auf meinem KI-Server realisiert habe. Es gibt bei kagi auch die Möglichkeit von Verschlagwortung von Chats, so dass ich mit den Ergebnissen sehr gut weiter arbeiten und mir eine Art vernetzte Wissensbasis aufbauen kann.

    Alternativ gibt es auch einen Summarizer, der nach Eingabe einer URL – entweder mit Schlüsselmomenten oder klassisch zusammengekürzt – eine Zusammenfassung des jeweiligen Inhalts liefert. Auch hier fand ich die Qualität ziemlich gut.

    Besonders hilfreich finde ich, dass ich diese KI-Funktionen mit meinen Sucheinstellungen verbinden kann. Zum Beispiel kann ich Klimawandel? eingeben und gleichzeitig die Linse ‚OER‘ aktivieren. Dann erhalte ich eine KI-generierte Kurzantwort basierend auf den in dieser Linse eingegebenen Websites und eben nicht irgendeinen zufälligen Quatsch aus dem Internet, der in letzter Zeit ja immer häufiger eine KI-generierte Halluzination ist.

    Beispielsuche mit KI-Snippet-Aktivierung und festgelegter Linse ‚OER-Ressourcen‘

    Was ist an kagi für die Bildung spannend?

    In der Initiative LernAssistenz machen wir uns seit einigen Monaten sehr grundsätzliche Gedanken, wie eine gute KI-Assistenz zum Lernen gestaltet sein müsste. Viele der dort diskutierten Aspekte finde ich nun bei kagi schon in Realität umgesetzt, womit das Tool vielleicht auch ein guter ‚Prototyp‘ für eigene Entwicklungen im Bildungsbereich sein kann. Erwähnenswert finde ich vor allem diese Aspekte:

    1. Maschine statt menschenähnlicher Bot

    Ich finde es sehr sinnvoll, dass der Ausgangspunkt bei kagi die Suche ist. So wird sehr gut deutlich, dass es um eigene Erschließung der Welt und Lernen geht. Und nicht darum, schnell und automatisiert irgendwelchen Content zu produzieren. Natürlich kann ich mit den zur Verfügung stehenden KI-Tools dann auch bei kagi in menschlicher Sprache mit den zur Verfügung stehenden KI-Tools chatten. Aber auch diese werden mir als Maschinen präsentiert, nicht vermenschlicht als freundliche Roboter oder lustige Tierchen. (Das mag wie eine Nebensächlichkeit erscheinen. Ich finde diesen Aspekt für eine kluge KI-Nutzung aber sehr grundlegend. Denn es sollte unbedingt deutlich werden, dass es hier um Technik und eben nicht um Magie geht und erst recht nicht um einen menschlichen Ersatz.)

    2. Transparenz bei der KI-Generierung

    Wenn ich die KI-Tools von kagi auf bestimmte Quellen begrenze, dann wird mir direkt angezeigt, zu wieviel Prozent die generierte Antwort auf diesen Quellen basiert. Sehr häufig ist der Wert bei 100%. Wenn er niedriger ist, weiß ich direkt, dass ich vielleicht noch einmal genauer auf die Generierung blicken sollte oder auch, dass meine Eingrenzung für meine Herausforderung nicht so viel an Inhalten hergibt.

    Zur Transparenz gehört auch, dass mir nicht nur immer direkt angezeigt wird, mit welchem Modell ich die Antwort generiert habe, sondern zum Beispiel auch, wieviel Tokens dazu benötigt wurden und welchen Kosten das entspricht. Das ermöglicht bewusste Nutzung im Sinne von Nachhaltigkeit.

    Screenshot aus der kagi-KI-Assistenz

    Transparenz, die bei kagi fehlt, sind Angaben zum genauen Suchindex und das gesamte Tool ist wie beschrieben nicht Open Source, was für den Bildungsbereich aus meiner Sicht unerlässlich wäre.

    3. Scaffolding

    Wenn du meine obigen Beschreibungen gelesen hast, dann bist du vielleicht zum Schluss gekommen, dass kagi ein reichlich nerdiges Tool ist. Das ist richtig. Es lässt sich sehr viel einrichten und anpassen. Zugleich ist kagi aber auch sehr intuitiv aufgebaut. Ich muss also nicht erst die ganze Dokumentation lesen, um das Tool nutzen zu können, sondern kann mir die vielfältigen Möglichkeiten erkundend und nach und nach erschließen.

    4. Kollaboration und Teilen

    Es gibt an sehr vielen Stellen die Möglichkeit, mit anderen Nutzenden in Kollaboration und Austausch zu gehen. Zum Beispiel kann ich für die von mir erstellten Linsen Links zum Teilen generieren. Das finde ich für Bildungstools sehr wichtig.

    5. Small Web

    Ein sehr schöner Ansatz von kagi ist auch der Suchindex des ‚Small Web‘, der auf einer Extra-Seite oder innerhalb der Suche abrufbar ist und gezielt auf individuelle und nicht-kommerzielle Websites im Internet verweist. Im Bildungsbereich könnte solch ein wertschätzender Fokus dazu motivieren, das Internet verstärkt auch selbst mitzugestalten.

    Fazit

    Herzlichen Dank für diese Empfehlung. Ich habe kagi nun testweise als meine Standard-Suchmaschine eingestellt und bin gespannt, welche weiteren Erkundungen ich damit noch machen werde.

    Ich hoffe, dass einige der Funktionalitäten und Ansätze von kagi auch ihren Weg in KI-Lerntools finden, die zurzeit ja an unterschiedlichsten Stellen für die Bildung entwickelt werden.

    Wenn du kagi oder auch andere Recherchetools im Kontext von KI ausprobierst, bin ich neugierig, von deinen Erfahrungen zu lesen!

    #KünstlicheIntelligenzKI_

  30. Digitales Lesen im Kontext von KI

    Zum Lesen gehört im digitalen Kontext nicht nur, einen bestimmten Inhalt zu erfassen, sondern vor allem auch, den jeweiligen Inhalt für sich einzuordnen. Dazu können vielfältige Kontextualisierungstechniken im Internet genutzt werden. Ausführlich habe ich diese Herausforderung und praktisches Handwerkszeug in einem Blogbeitrag Mitte 2019 vorgestellt. Der Fokus lag hier auf der Herausforderung des Faktenchecks. Rund 6 Jahre später hat sich – vor allem durch das Aufkommen und die zunehmende Verbreitung generativer KI-Sprachmodelle – in diesem Bereich einiges getan, worüber ich im Folgenden schreibe.

    Disclaimer vorab: Ich bin mit meinem Nachdenken hierzu noch nicht fertig, aber finde es gerade deshalb hilfreich, dazu etwas zu veröffentlichen. Denn ich kann mir vorstellen, dass auch andere, genau wie ich, dazu aktuell auf der Suche und am Erkunden sind.

    Wie verändert sich digitales Lesen im Kontext von KI?

    Um über Veränderung des digitalen Lesens im Kontext von KI nachzudenken, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, was eigentlich mit digitalem Lesen gemeint ist. Für mich handelt es sich dabei – wie oben schon kurz angeteasert – um ein Lesen, das nicht nur auf den jeweiligen Inhalt fokussiert, sondern für eine umfassende Einordnung und ein Verständnis immer auch den Kontext mit einbezieht. Um das zu realisieren wird das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Vernetzung genutzt.

    Zum digitalen Lesen gehören demzufolge mehrere Schritte, die meistens sicherlich nicht so linear, wie hier dargestellt, ablaufen:

    1. Ich lese einen Inhalt, mit dem ich online konfrontiert bin.
    2. Ich versuche, diesen Inhalt für mich einzuordnen: Wer schreibt aus welcher Perspektive/ mit welchem Interesse worüber? Um diese Frage zu beantworten, nutze ich Informationen direkt auf der jeweiligen Seite, aber vor allem auch Vernetzungen dazu über eine Internetrecherche. (Beispiel: Im Impressum steht eine Organisation. Ich recherchiere über eine Internetsuche, was das für eine Organisation ist. Oder: Im Inhalt wird eine Studie erwähnt. Ich recherchiere über eine Internetsuche die Studie im Original)
    3. Ich kontextualisiere den Inhalt und meine Ergebnisse der Einordnung, indem ich mir die Frage stelle: Was schreiben/ sagen andere dazu? Dieser Schritt wird auch als Corroboration bezeichnet.

    Im Kontext von KI verändert sich dieses digitale Lesen nun. Denn erstens bin ich vielfach gar nicht mehr direkt mit einem Primär-Inhalt konfrontiert, wenn ich im Internet recherchiere, sondern mit einem KI-generierten Überblick dazu. Zweitens kann ich für meinen digitalen Leseprozess auch selbst KI-Werkzeuge nutzen.

    Zwei Strategien zum digitalen Lesen im Kontext von KI

    Bei mir beobachte ich im Kontext von KI zurzeit zwei völlig entgegen gesetzte digitale Lesestrategien. Auf der einen Seite versuche ich, KI-Technologie ganz bewusst aus meinem Leseprozess draußen zu halten. Auf der anderen Seite orientiere ich ebenso bewusst auf KI-Tools als Ausgangspunkt meines Lesens. Für beide Strategien kann ich jeweils sehr gute Gründe nennen.

    Strategie 1: KI-generierte Inhalte bewusst ausschließen

    Die Strategie des bewussten Ausschlusses von KI-Tools beim digitalen Lesen wähle ich, weil ich für mich potentiell verdummende Abkürzungen vermeiden und der Gefahr von Manipulation entgehen will. Was ist damit gemeint?

    1. Nicht-sinnvolle Abkürzungen: In immer mehr Internetsuchmaschinen (am offensichtlichsten ist es für mich bei Google) wird auf eine Suchanfrage hin ganz oben eine KI-generierte Zusammenfassung angezeigt. In vielen Fällen führt das dazu, dass ich, wenn ich einen Inhalt zum Lesen suche oder Informationen über einen gelesenen Inhalt, gar nicht mehr eine Website anklicken muss, sondern direkt eine Antwort auf meine Frage sehe. Das empfinde ich beim digitalen Lesen als eine Abkürzung, die mir auf längere Sicht für mich nicht sinnvoll erscheint. Denn ich möchte mich ja gerade mit unterschiedlichen Inhalten konfrontieren und nicht verlernen, mich in dieser Vielfalt selbst orientieren zu können.
    2. Potentielle Manipulation: Mir ist bewusst, dass KI-Generierung über einen von Menschen gestalteten Algorithmus erfolgt. Leider bleiben diese Algorithmen für uns meistens intransparent. Bekannt ist aber zum Beispiel, dass das GPT-Modell von OpenAI für Nachrichtenanzeigen bei der Websearch-Funktion eine Kooperation mit dem Axel Springer Verlag eingegangen ist. Ähnliche bewusste Setzungen werden auch Anbieter von Suchmaschinen oder Anbieter anderer KI-Sprachmodelle machen. Ich bekomme als Output von KI-Modellen also nicht eine mögliche Perspektive auf meine Frage oder eine objektive Zusammenstellung von allen verfügbaren Perspektiven, sondern stattdessen eine bewusste, von dem anbietenden Unternehmen gesteuerte Auswahl.

    Vor dem Hintergrund dieser beiden Gründe erscheint es mir sehr folgerichtig, digitales Lesen bewusst ohne KI-Tools zu gestalten. Dabei hilft mir das folgende Handwerkszeug:

    Zunächst die Suchmaschine DuckDuckGo und ihre Verbindung mit Bangs:

    Der große Vorteil (manche würden es vielleicht auch als Nachteil einordnen, ich komme später noch einmal darauf zurück) von DuckDuckGo ist, dass mir hier die jeweils besten Suchergebnisse und nicht personalisierte Suchergebnisse angezeigt werden. Vor diesem Hintergrund bekomme ich erst einmal deutlich mehr vom Internet angezeigt und bleibe nicht nur in meiner selbst gestalteten Bubble gefangen. (Vom Datenschutz her wird DuckDuckGo ansonsten nur eingeschränkt empfohlen. Insbesondere hat das Unternehmen seinen Sitz in den USA und unterliegt somit den dortigen gesetzlichen Bestimmungen. Zudem ist das Geschäftsmodell die Werbefinanzierung. Ich bekomme also in meinen Suchergebnissen auch – natürlich entsprechend markierte – Werbeanzeigen angezeigt.)

    Ich habe mich für DuckDuckGo vor allem aufgrund der Möglichkeit von so genannten Bangs entschieden. Ein Bang ist ein Ausrufezeichen mit einer Abkürzung, was ich an meinen Suchbegriff ergänze. Auf diese Weise kann ich z.B. festlegen, dass ich gezielt auf Reddit suchen möchte (mit der Ergänzung !r), oder auf YouTube (mit der Ergänzung !yt) oder in der Wikipedia (mit der Ergänzung !w). Auf diese Weise kann ich sehr gezielt in einen bestimmten Bereich des Internets gehen. (Beispiel: Wenn ein neues KI-Tool auf den Markt kommt, dann kann ich dazu über DuckDuckGo sowohl auf LinkedIn mit dem Bang !li als auch auf Mastodon.social mit dem Bang !ms recherchieren. Auf diese Weise bekomme ich einen sehr vielfältigen Einblick, wie das Tool rezipiert wird.)

    Eine durchsuchbare Übersicht aller Bangs stellt DuckDuckGo auf dieser Website zur Verfügung.

    Beispielsuche mit Bang bei DuckDuckGo: Was lässt sich zum Suchbegriff eBildungslabor auf LinkedIn finden?

    Zweitens orientiere ich auf und pflege ein persönliches Lernnetzwerk:

    Der Zugriff auf Informationen über ein persönliches Lernnetzwerk ist bei mir einer Internetsuche vorgeschaltet. Mit meinem persönlichen Lernnetzwerk lege ich somit fest, was ich lese, bevor ich überhaupt etwas suche. Diese Auswahl ist bei mir überwiegend ganz bewusste „Handarbeit“.

    • Erstens kuratiere ich mir meine eigene Timeline über das Folgen von Hashtags und Profilen im Fediverse und nutze auch Social Media Plattformen wie LinkedIn.
    • Zweitens habe ich einen Feedreader, über den ich via RSS mehrere Blogs abonniert habe, die ich so dann direkt als eine Art Timeline angezeigt bekomme.
    • Drittens schreibe und teile ich selbst und erhalte darüber direkte Rückmeldungen.

    Beide Zugänge – sowohl die gezielte Internetrecherche mit Bangs über DuckDuckGo als auch die Nutzung eines persönlichen Lernnetzwerk als Basis für mein digitales Lesen – haben sich mit KI für mich nicht verändert. Ich habe aber den Eindruck, dass sie wichtiger geworden sind.

    Strategie 2: KI-Tools als Ausgangspunkt nehmen

    Während wie dargestellt viele gute Gründe dafür sprechen, KI-generierte Inhalte ganz bewusst aus dem digitalen Lesen draußen zu halten, gibt es natürlich auch viele gute Argumente für das genaue Gegenteil, also für eine Variante, bei der digitales Lesen ganz gezielt auf KI-Tools aufbaut. Auch diese Strategie setze ich ein, sammle Erfahrungen und reflektiere darüber.

    Für diese Strategie spricht aus meiner Sicht, dass KI-Technologie eine ausgezeichnete Unterstützung sein kann, um sich vielfältige Inhalte zu erschließen. Ich muss mich dann nicht mühsam von einem Inhalt zum anderen hangeln, sondern kann direkt mit einer Zusammenstellung zu einem Thema starten, zu der ich dann weiter vertiefen kann. Um diese Strategie zu nutzen, finde ich erstens Quellen-Rückverfolgungsmöglichkeiten in KI-Tools wichtig. Zweitens ist für mich ein bewusstes und gezieltes Prompting wichtig, mit dem sich typische Denkfehler vermeiden lassen.

    1. Rückverfolgung: Rückverfolgungsmöglichkeiten gibt es mittlerweile nicht mehr nur bei dafür spezifisch gestalteten KI-Tools wie Perplexity, sondern auch bereits die KI-generierten Snippets in einer Google-Suche geben Links als Quelle an, auf die ich dann klicken und mir ein eigenes Bild verschaffen kann. Oft hilft bereits ein schnelles Durchklicken durch das verwendete Quellenverzeichnis, um zu entscheiden, ob ich mich überhaupt mit dem Snippet befassen soll oder ob ich meine Suchanfrage besser noch einmal anders formuliere.
    2. Gezieltes Prompting: Neben Suchmaschinen-KI lässt sich KI-Technologie in direkter Interaktion mit einem KI-Sprachmodell nutzen. Hier kann es hilfreich sein, einen Inhalt einzugeben und dann den Denkraum durch gezielte Prompts zu öffnen. Also zum Beispiel durch Formulierungen wie diese:
    • Was wären andere Perspektiven, um auf das Thema zu schauen?
    • Was würde Person NN dazu sagen?
    • Welche kritischen Einwände könnte es zu dieser Position geben?
    • Was von diesem Inhalt kannst du nicht eindeutig bestätigen?

    Auf diese Weise nutze ich KI-Sprachmodelle vor allem für den Prozess der Corroboration.

    Mit solch einer Quellenverfolgung und einem gezielten Prompting ergeben sich für mich zahlreiche neue Möglichkeiten des digitalen Lesens.

    Hinzu kommt, dass sich mit KI-Tools schon die Auswahl meiner zu lesenden Inhalte verändert. Anstatt also einen Inhalt zu haben, den ich dann durch unterschiedliche Prompts einordne, erstelle ich mir direkt eine solche einordnende Zusammenstellung auf Basis mehrerer Inhalte. Von dort kann ich dann bei Bedarf auch wieder zu einzelnen Inhalten zurückspringen. Diesen Prozess habe ich in einem meiner KI-Experimente als ‚vernetztes Lesen‘ bezeichnet. Inzwischen gestalte ich diesen Prozess auf meinem eigenen KI-Server und bin nicht mehr auf Tools wie NotebookLM angewiesen.

    Fazit: „Sowohl als auch“ und Lesen als sozialer Prozess

    Im Ergebnis scheint mir beim digitalen Lesen im Kontext von KI zurzeit ein ‚Sowohl-als-auch‘ zielführender als ‚Entweder-Oder‘. In diesem Sinne lese ich digital sowohl bewusst ohne KI-Tools, als auch bewusst mit KI-Tools – und damit dann häufig so, dass KI-Technologie eine Variante unter vielen ist. Hier ergibt sich als Lesestrategie dann zum Beispiel, dass ich erst offen und nicht-personalisiert und ohne KI-Snippet auf DuckDuckGo nach etwas recherchiere. Anschließend dann mit dem Bang !g zu Google wechsle und dort personalisierte Inhalte sowie ein KI-generiertes Snippet angezeigt bekomme. Meine Einordnung eines Inhalts kann sich dann auf all diese Anzeigen beziehen.

    Oder ich starte in einem Fall bewusst ausgehend von einem Einzelinhalt, den ich über mein persönliches Lernnetzwerk finde und kontextualisiere diesen mit einer gezielten Weiterrecherche im Internet. In einem anderen Fall gehe ich von mehreren Inhalten aus und verknüpfe und vernetze diese lesend mit KI-Tools.

    Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich digitales Lesen auf diese Weise entwickelt und verändert und frühere Ansätze dabei zugleich nicht obsolet werden. Auch kann ich feststellen, dass es solch eine Veränderung in meinem digitalen Lesen auch schon vor KI gab, weil ich z.B. im Blogbeitrag von 2019 die Möglichkeit von Bangs noch nicht nutzte. Die pädagogisch spannende Frage ist dann, welche Strategien man wie in Lernkontexten berücksichtigen möchte und sollte.

    Die Reflexion über mein digitales Lesen zeigt mir vor allem auch, dass digitales Lesen im Kontext von KI weiterhin – und vielleicht in solch einer Phase der Veränderung umso mehr – ein sozialer Prozess ist. Wir müssen also gemeinsam und erkundend ein verändertes digitales Lesen lernen und wir befinden uns dabei alle in einem Lernprozess, in dem Austausch uns weiter bringen kann.

    Beitragsbild: Noch vielfältiger wird der Prozess, weil natürlich (zumindest bei mir) immer auch noch ganz viel analoges Lesen dazu kommt. Hier ein Blick in einen Teil meines Bücherregals.

    Lektüre-Empfehlung zum Weiterlesen: Maik Philipp, digitales Lesen fördern, Vandenhoeck & Ruprecht, 2025.

    #DigitaleMündigkeit #KünstlicheIntelligenzKI_