home.social

#kunstlicheintelligenzki_ — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #kunstlicheintelligenzki_, aggregated by home.social.

  1. Am Mittwoch, 18. Juni findet von der @amadeuantonio Stiftung eine Veranstaltung des Projektes #civicnet mit dem Titel "Community-Support 2.0: Künstliche Intelligenz zur Entlastung von Online-Moderation" statt.

    Neben Vorträgen werden Live-Experimente mit KI durchgeführt sowie erprobte und experimentelle Tools vorgestellt.

    Es gibt noch freie Plätze für die Tagung in #berlin !

    amadeu-antonio-stiftung.de/ter

    #KI #KünstlicheIntelligenzKI_ #socialmedia #amadeuantoniostiftung

  2. 5b-Modell: Wie nutze ich KI-Sprachmodelle klug beim Schreiben?

    Für die heute beginnende OERcamp Werkstatt in Darmstadt habe ich einen Micro-Content zu klugen Schreibstrategien mit KI-Sprachmodellen gestaltet. Grundlage sind meine subjektiven Erfahrungen und Einschätzungen, die ich insbesondere beim Schreiben meines Buches zu guter Lerngestaltung gesammelt habe. Insgesamt schlage ich 5 – jeweils mit b beginnende und damit hoffentlich leicht zu merkende – Orientierungen vor:

    1. behutsam

    Ich setze KI-Sprachmodelle wohldosiert ein. Lieber zu wenig als zu viel. Es ist nämlich ziemlich nervig und zeitaufwendig, im Nachhinein jede Menge stochastischer Allgemeinplätze und Übertreibungen glattzubügeln und aus meinem Text zu entfernen. Außerdem nehme ich mir sonst die Chance, selbst zu lernen.

    2. bewusst

    Ich nutze KI-Sprachmodelle bewusst. Ich überlege mir vorher genau, was ich eigentlich will – und prompte entsprechend. Sonst passiert es schnell, dass mir ChatGPT den ganzen Blogbeitrag umschreibt, obwohl ich eigentlich nur eine Fehlerkorrektur wollte.

    3. beteiligt

    Ich lehne mich nicht zurück und lasse die KI einfach machen, sondern gehe in den Dialog. Das bringt nicht nur bessere Ergebnisse, sondern verhindert auch, dass ich dümmer und unzufrieden werde. Denn nur Befehle in ein Sprachmodell einzutippen, ist kein Denken und fühlt sich für mich nicht nach sinnvoller Textarbeit an.

    4. bohrend

    KI-Sprachmodelle sind so angelegt, dass sie mir im Grundsatz immer recht geben. Wenn ich meine Texte verbessern und blinde Flecken oder Fehler aufspüren will, muss ich gezielt nach Widerspruch und Kritik fragen – sonst bekomme ich nur höfliche Zustimmung statt hilfreicher Rückmeldung.

    5. bewertend

    KI-Sprachmodelle arbeiten auf Basis von Wahrscheinlichkeiten, nicht mit gesundem Menschenverstand. Halluzinationen sind in der Technologie angelegt. Deshalb komme ich nicht umhin, jeden KI-Output – auch Korrekturen – sorgfältig gegen zu lesen und kritisch zu überprüfen.

    Diese Zusammenstellung gibt es hier als Mini-Zine gestaltet – zum Ausdrucken, Falten und Teilen!

    Zine: Kluge Schreibtechniken mit KIHerunterladen

    #KünstlicheIntelligenzKI_ #MicroContent

  3. Lernassistenzsystem Light: Schritt-für-Schritt Anleitung zum Nachbasteln

    Bei der edunautika 2025 habe ich ein sehr einfach gestaltetes ‚Lernassistenzsystem‘ mitgebracht: In Gruppen konnten Lernende dort zuvor entwickelte Eingaben machen, sich daraus dann einen Prompt generieren lassen, diesen dann in ein selbstgewähltes KI-Sprachmodell eingeben und sich auf diese Weise durch einen Lernprozess führen lassen.

    So sieht das genutzte System aus:

    Zum Lernassistenzsystem Light

    Basis dieser Website sind einfache, statische HTML-Seiten mit ein bisschen Javascript und einem eingebetteten CSS. Wenn du davon bis jetzt noch wenig bis gar keine Ahnung hast, aber neugierig bist, wie so etwas funktioniert, dann habe ich für dich eine gut 15minütige Anleitung aufgezeichnet. Wenn du dir diese anschaust, wirst du solch eine Website anschließend selbst nachbasteln können. (Wenn doch nicht, dann komm zur OERcamp Werkstatt nach Darmstadt im Mai – und wir versuchen es dort gemeinsam!)

    Ich habe die Anleitung als Screencast sehr einfach eingesprochen und teile es hier unbearbeitet – ich hoffe, dass es seinen Zweck eines sehr niederschwelligen Einstiegs trotz (oder vielleicht gerade wegen) dieser einfachen Gestaltung erfüllt. Ich wünsche viel Freude beim Erkunden und Ausprobieren!

    (Disclaimer: Für Menschen, die programmierend/ gestaltend im Internet unterwegs sind, ist die Anleitung nichts Neues!)

    #KünstlicheIntelligenzKI_ #MicroContent

  4. Mini-Lerninhalt zum 3P-Modell zu guter Zusammenarbeit im Kontext von KI

    Im Rahmen der Nachbereitung der Veranstaltung ‚Kollaboration im Kontext von KI‘ mit dem VCRP‚ habe ich einen Micro-Content zu der von mir entwickelten 3P-Modell zu guter Zusammenarbeit im Kontext von KI erstellt. Teilnehmer*innen der Veranstaltung können ihn vertiefend nutzen und/ oder ihn an Kolleg*innen weitergeben, aber auch alle anderen Interessierten können über diesen Weg Inspirationen zu dem Thema finden. Der Inhalt ist mit H5P gestaltet, offen lizenziert und kann vor diesem Hintergrund auch als ‚flipped‘-Denkanstoß in anderen Fortbildungsangeboten verwendet werden.

    Der Selbstlerninhalt basiert auf diesem ausführlichen Blogbeitrag.

    #KollaborationZusammenarbeit #KünstlicheIntelligenzKI_ #MicroContent

  5. Fortbildungskonzept für einen KI-Einstieg an Schulen

    Fortbildungstage zum Einstieg in KI an Schulen klappen für mich inzwischen relativ routiniert. Ich kann dafür auf ein bereits mehrfach erprobtes Konzept zurückgreifen, das ich zum Einsatz nur noch aktualisieren und anpassen muss. Mein eigener Vorsatz ist zudem, jedes Mal auch mindestens eine Sache ganz neu auszuprobieren. So wird das Konzept beständig besser. 🙂

    Im folgenden teile ich das Konzept in der aktuellen Form mitsamt der genutzten Materialien. Du kannst es gerne auch für dich anpassen und weiter nutzen:

    • Wir starten mit einem Kennenlern-Kartenaustausch zu KI. So kommen alle ins Reden und stellen Verbindungen zu Vorerfahrungen und Bedürfnissen her. Das Tool mitsamt der Inhalte gibt es auf dieser Website. Du kannst auch eine Sammlung mit eigenen Zitaten erstellen.
    • Anschließend gestalte ich einen (sehr prägnanten und überblicksartigen) Murmelrunden-Vortrag zu KI. Das Ziel ist, dass alle eine grundlegende Orientierung bekommen und Lust aufs folgende Ausprobieren haben. Durch die Unterbrechung mit Murmelrunden langweilen sich auch fortgeschrittene Kolleg*innen nicht.

    Hier sind die Vortragsfolien in ihrer Grundform:

    Folien zum Murmelrunden-VortragHerunterladen
    • Danach nehmen wir uns Zeit zum Erkunden. Zwei Stunden sind dafür meiner Erfahrung nach eine gute Orientierung. Dazu habe ich Online-Inhalte vorbereitet. Insgesamt gibt es 10 Stationen plus eine Bonusstation. Meine Empfehlung ist hier immer, die Bearbeitung möglichst mit einem ganz konkreten Transfer-Projekt im Kopf zu machen, also z.B.: Was kann ich aus den Stationen mitnehmen für mein anstehendes Unterrichtsprojekt in der nächsten Woche?

    Die Online-Materialien sind im Interesse einer einfachen Weiternutzung auf GitHub eingestellt.

    • Über unsere Erkundungen tauschen wir uns anschließend im Rahmen einer kollaborativen Kugellager-Stimmungs-Abfrage aus. Hier reden alle mit allen, es geht schnell, und alle sind in Bewegung. Ausführlich habe ich die Methode hier beschrieben.

    Im schulischen Kontext nutze ich dazu diese Abfragezettel:

    Kugellager KIHerunterladen

    Anschließend ist ein guter Zeitpunkt für eine Mittagspause.

    • Nach der Mittagspause steht die strategische Weiterarbeit im Fokus: Die Kolleg*innen teilen sich in mindestens vier Gruppen auf. Jede Gruppe erhält eines der folgenden Themen:
    1. KI als Werkzeug für Lernende
    2. KI als Werkzeug für Lehrende
    3. KI als Impuls zur Veränderung der Lern- und Prüfungskultur
    4. KI als Lerngegenstand

    Die Frage lautet: Welche Aspekte sind uns zu diesem Thema wichtig bzw. welche Ideen haben wir dazu? Zusätzlich erhält jede Gruppe einen Stapel Karteikarten und einen Briefumschlag. Sie notieren alle ihre Einfälle auf je eine Karteikarte. Nach 5 Minuten werden alle beschrifteten Karteikarten in den Umschlag gesteckt und an die nächste Gruppe weitergegeben.

    So geht es weiter, bis alle Gruppen zu allen vier Themen Ideen gesammelt haben und einen gefüllten Umschlag mit ihrem jeweiligen ersten Thema vor sich haben. Dann wird der Umschlag geöffnet. Die enthaltenen Karten werden geclustert und sortiert. Die fünf wichtigsten Aspekte pro Gruppe werden in ein dazu vorbereitetes Mindwendel eingetragen.

    • Der nächste Schritt ist ein Silent Reading and Writing: Alle orientieren sich für sich am gefüllten Mindwendel und notieren sich dann für sich einen ganz konkreten Punkt, den sie mitnehmen. Dies wird in den Kleingruppen in Form eines Blitzlichts geteilt.
    • Der letzte Schritt ist dann, Wünsche und nächste Schritte für das gesamte Kollegium zu sammeln. Dazu stehen alle auf. Eine Person beginnt und teilt den ersten Wunsch oder Vorschlag. Dann setzt sie sich hin. Wer das Gleiche sagen wollte, nimmt ebenfalls Platz. So erspart man sich Mehrfachnennungen und lange Reden von Einzelnen und sammelt stattdessen sehr konzentriert und kollaborativ.

    Wer mag, kann dann zum Abschluss noch ein Gesamt-Blitzlicht zum Tag machen. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, einen offenen Ausklang zu bevorzugen.

    Ablauf im Überblick

    Hier ist der Ablauf im Überblick (mit verschiebbaren Zeiten)

    08.00 Uhr: Ankommen
    08:15 Uhr: Start mit Kennenlernkartentausch und Begrüßung
    8:30 Uhr: Murmelrunden-Vortrag zur Orientierung
    9:15 Uhr: Pause
    9:30 Uhr: Stationen-Arbeit in selbstorganisierten Kleingruppen
    11:30 Uhr: Kollaborative Kugellager-Umfrage zur Reflexion
    12:00 Uhr: Mittagspause
    12:45 Uhr: Strategische Beratschlagung
    14:00 Uhr: Gemeinsamer Ausklang

    Fazit

    Als Einstieg in das Thema KI steckt in diesem Tag sehr viel drin. Insbesondere den Vortrag, aber auch die Stationen kannst du an die jeweiligen Herausforderungen der Schule anpassen.

    Natürlich komme ich auch weiterhin gerne an Schulen vorbei und führe das Konzept mit Euch gemeinsam durch. Noch viel mehr würde ich mich aber freuen, wenn ihr diesen ersten Schritt vielleicht schon selbst gestaltet und wir dann bei einem Fortbildungstag gemeinsam einzelne Aspekte zu KI gezielt vertiefen und dazu auch neu konzeptionell überlegen. 🙂

    In diesem Sinne: Viel Freude bei der Weiternutzung des Konzepts!

    #KünstlicheIntelligenzKI_ #MicroContent

  6. Experiment: Lässt sich ein Online-Vortrag mithilfe von KI-Tools zugänglicher machen?

    Heute Abend habe ich an der Uni Halle zu Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung gesprochen. Da viele Menschen nicht teilnehmen konnten, stand die Frage nach einer Aufzeichnung im Raum. Das wäre sicherlich eine Möglichkeit gewesen. Allerdings kenne ich es von anderen Veranstaltungen, dass solche Aufzeichnungen nur sehr wenig aufgerufen werden, es sei denn sie werden gezielt geschnitten/ aufbereitet, was dann einiges an Arbeit ist. Außerdem fühlen sich die teilnehmenden Menschen während einer Aufzeichnung oft gehindert, ihre Kamera anzulassen oder Fragen zwischendurch zu stellen. Darum habe ich dieses Mal in Absprache mit den Kolleginnen einen anderen Weg versucht:

    1. Ich habe nur das Audio aufgenommen und daraus ein Transkript erstellt.
    2. Das Transkript habe ich mithilfe eines KI-Sprachmodells in eine ‚Lesefassung‘ gebracht.
    3. Ich habe ein paar manuelle Änderungen vorgenommen – und kann den Text dann jetzt hier teilen.

    Mein Vorgehen im Einzelnen

    Schritt 1: Audio-Aufzeichnung und Transkript

    Die Audio-Aufzeichnung funktionierte lokal auf meinem Rechner. Für das Transkript habe ich das Online-Tool Transkriptor verwendet, was in der Basis-Version meist ausreichend ist. Ich habe direkt Einleitung und Abschluss (= meine Vorstellung, Erläuterungen zum Ablauf und am Ende Überleitung zu den Fragen) rausgelöscht.

    Schritt 2: Lesefassung generieren lassen

    Für die Generierung der Lesefassung habe ich ChatGPT genutzt. Mein Prompt lautete:

    Ich habe heute einen Vortrag gehalten zum Thema Herausforderungen in der Pädagogik im Kontext von Digitalisierung und Digitalität. Ich gebe dir im folgenden ein Transkript, zu dem Vortrag. Gesucht ist nun eine Aufbereitung dieses Transkripts in eine gut lesbare Textform. Du solltest dabei auf eine gute Strukturierung und Übersichtlichkeit und Vollständigkeit achten. Dabei soll eine Umwandlung in eine prägnante Schriftsprache stattfinden. Die Teilnehmenden hatten zwischendrin immer Reflexionsfragen. Das kannst du in der Schriftform komplett streichen.

    Du könntest so starten: Wenn wir zu Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung reflektieren, stellen sich vor allem drei Fragen: Worum geht es eigentlich genau? Was wird wichtig(er)? Und: Was können wir tun? Lasst uns diese Fragen nacheinander betrachten. Bei der Frage ‚Was können wir tun?‘ lässt sich als erstes feststellen, dass seit gut 2 Jahren der große Fokus bei der Digitalisierung im Bildungsbereich auf dem Thema künstliche Intelligenz liegt. …

    Hier ist das vollständige Transkript: (eingefügtes Transkript)

    Schritt 3: Manuelle Bearbeitung

    ChatGPT hat auf diesen Prompt hin eine erste Version generiert. Für die Bearbeitung habe ich vorgeschlagen, in den Canvas-Modus zu switchen. Das sieht dann so aus, dass ich direkt am Text arbeiten und/ oder ChatGPT ankommentieren kann und z.B. schreiben kann: ‚Hier fehlt, dass Technologie sich verändert. Früher, z.B. der Taschenrechner, war ein Werkzeug. Jetzt gibt es mehr Änderung bei der gesellschaftlichen Tiefenstruktur. Bitte solch einen Absatz basierend auf dem Transkript ergänzen.‘ ChatGPT arbeitet dann direkt die Änderungen an der jeweiligen Stelle ein.

    Aufbereitung: Ergänzung mit Folien

    Nach der Fertigstellung des neuen Textes habe ich noch passende Folien meiner Kritzelpräsentation eingefügt, so dass sich Lesende auch ein visuelles Bild machen können.

    Reflexion: Ist das sinnvoll und welche Fragen stellen sich?

    Ich bin diesen Weg gegangen, um einen Online-Vortrag für mehr Menschen zugänglicher zu machen. Ob das geklappt hat, lässt sich wohl erst im Nachhinein auf Basis von entsprechenden Rückmeldungen der Teilnehmenden (und vor allem der Nicht-Teilnehmenden) klären.

    Für mich selbst ziehe ich ein gemischtes Fazit.

    Positive Aspekte:

    • Das Vorgehen ist unkompliziert und funktioniert schnell. Insbesondere durch den Canvas-Modus konnte ich beim entstehenden Text sehr gut nachbearbeiten, wenn etwas fehlte oder nicht passte.
    • Die Videokonferenz selbst verlief ohne die ‚Störung‘ durch eine Aufzeichnung, die nachträglich veröffentlicht werden soll. Wir hatten viele angestellte Kameras während des Vortrags.
    • Der entstandene Text ist prägnant und übersichtlich formuliert. Ich kann mir vorstellen, dass nicht-teilnehmende Menschen sich damit zumindest einen schnellen Überblick verschaffen können, über was ich gesprochen habe.

    Schwierige Aspekte:

    • Ich finde mich in dem entstandenen Text trotz Weiterbearbeitung nicht wirklich wieder. Das liegt oft an kleinen Formulierungen oder Schwerpunktsetzungen. Weder ist es mein ‚geredeter‘ Vortrag, noch wirklich ein geschriebener Text von mir. Um das zu erreichen hätte ich sehr viel mehr Zeit investieren müssen (Und dann hätte ich besser gleich direkt einen ‚richtigen‘ Blogbeitrag geschrieben.)
    • Erst bei der Aufbereitung mit den Kritzelfolien ist mir aufgefallen, dass wichtige Aspekte bei der generierten Zusammenstellung fehlen.
    • Ich bin mir bei der gewünschten offenen Lizenzierung unsicher. Meine Idee ist: ‚Der Text ‚Herausforderungen der Digitalisierung und Digitalität in der Bildung‘ ist Public Domain, generiert von ChatGPT in der Canvas-Version mit Bearbeitungen durch Nele Hirsch und auf Basis eines Vortrags-Transkripts von Nele Hirsch, beides unter der Lizenz CC BY 4.0.‘
    • Die Zusammenstellung bleibt insgesamt eher oberflächlich. Es fehlt der wesentliche Part eines Vortrags (= durch die Art und Weise des Redens Menschen für das Thema begeistern und Resonanz erzeugen)

    In der Abwägung und Reflexion dazu komme ich zum Schluss, dass sich der entstandene Text vor allem für eine kollaborative Weiterbeschäftigung eignet. Nicht-teilnehnmende und teilnehmende Menschen am Vortrag könnten zusammen kommen, gemeinsam den generierten Text als Grundlage nehmen, um dann darüber zu sprechen und nächste Schritte zu überlegen. Ich habe mit meinem hier experimentierten Vorgehen den Vortrag somit zum Weiternutzen hauptsächlich in die Hände der teilnehmenden Menschen gelegt. Auf diese Weise kann mehr Zugänglichkeit entstehen, wenn der Inhalt für weiteren Austausch genutzt wird. Dazu hätte es aber vielleicht gar nicht solch eine Aufbereitung gebraucht, sondern es hätten auch die Folien gereicht.

    Fazit

    Ich bin gespannt, welche Einschätzungen mich aus dem Teilnehmendenkreis erreichen. Ich freue mich, wenn du auch KI-Experimente in Vorträgen gemacht hast und deine Erfahrungen teilst und/ oder Feedback zu meinem Experiment beisteuern willst.

    Wenn du dir selbst ein Bild machen willst, hier ist das Ergebnis:

    Herausforderungen der Digitalisierung und Digitalität in der Bildung

    Wenn wir über Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung nachdenken, stellen sich vor allem drei zentrale Fragen: Worum geht es eigentlich genau? Was wird wichtiger? Und: Was können wir tun? Gehen wir diese Fragen nacheinander durch.

    1. Worum geht es?

    Der derzeitige Fokus der Digitalisierung in der Bildung liegt stark auf dem Thema generative KI. Insbesondere große Sprachmodelle wie ChatGPT haben eine breite Aufmerksamkeit erlangt. Diese Modelle erzeugen Antworten nicht durch echtes Verständnis, sondern durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen, was manchmal als „stochastischer Papagei“ bezeichnet wird. Die KI speichert Muster und Verbindungen aus riesigen Textmengen und erzeugt Antworten basierend auf der Wahrscheinlichkeit, was am besten passt. Diese Technik wirkt oft magisch, ist jedoch im Kern einfach eine sehr große Datenbank mit komplexen Rechenmodellen – Technik, keine Magie.

    Veränderungen im Kontext von Digitalisierung und KI

    Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft und damit auch auf die Bildung. Sie verändern grundlegend, wie wir Informationen aufnehmen und produzieren. Während man früher Bücher linear durcharbeitete, ermöglicht die Digitalisierung nun einen interaktiven Zugang zu Texten: Inhalte können verlinkt und dynamisch verarbeitet werden. KI führt das weiter, indem sie es ermöglicht, Texte in Echtzeit zusammenzufassen oder sogar als „Sparring-Partner“ beim Schreiben zu fungieren. Lernende müssen sich nicht mehr allein auf ihre eigene Gliederung und Bearbeitung verlassen, sondern können mit KI diskutieren und entwickeln dadurch ihre Texte dialogisch und flexibler.

    Das beeinflusst auch die Lern- und Prüfungskultur. In einer Welt, in der es unmöglich ist, dass geballte Internet-Wissen in den Lehrplänen festzuschreiben, geht es nicht nur darum, Wissen zu reproduzieren. Vielmehr stehen Lernende vor neuen Fragen und komplexen Themenfeldern, bei denen es keine fertigen Antworten gibt. In einer immer stärker digital geprägten Welt müssen sie lernen, wie sie Wissen und Informationen aktiv nutzen und gestalten können.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die veränderte Rolle der Technologie. Früher waren Werkzeuge wie der Taschenrechner klar abgegrenzte Hilfsmittel, die einen spezifischen Zweck erfüllten. Heute jedoch hat Technologie einen viel tiefer gehenden Einfluss auf unsere gesellschaftliche Struktur. KI wirkt nicht nur als Werkzeug, sondern formt gesellschaftliche Normen und Prozesse mit. Dies bedeutet, dass Technologie nicht mehr nur etwas ist, das wir nutzen, sondern etwas, das unsere gesamte Gesellschaft mitgestaltet und beeinflusst. Auch das gilt es in der Bildung zu reflektieren – und zu einer mündigen und gestaltenden Nutzung von Technologie zu kommen.

    2. Was wird wichtiger?

    In dieser sich verändernden Bildungslandschaft werden bestimmte Kompetenzen immer wichtiger, um Lernende für eine Zukunft in einer digital geprägten Gesellschaft zu stärken:

    Anti-Verdummungskompetenz: Lernende müssen verstehen, wie sie KI sinnvoll nutzen können, ohne die eigenen Denkprozesse zu vernachlässigen. Es geht darum, die Technik kritisch und reflektiert einzusetzen und nicht bei jedem Thema nur die schnelle Antwort der KI abzurufen. Die Gefahr der „Verdummung“ besteht, wenn Menschen den kreativen Prozess und die Fähigkeit zum eigenständigen Denken verlernen, weil sie sich ausschließlich auf KI verlassen oder Abkürzungen nehmen, wo Abkürzungen für das Lernen hinderlich sind.

    Neugier- und Weltverstehenskompetenz: Es wird wichtiger, in der KI-geprägten Welt ein echtes Interesse daran zu haben, Dinge zu verstehen und durchdringen zu wollen. Diese Neugier ermöglicht es Lernenden, sich nicht nur von schnellen Zusammenfassungen ablenken zu lassen, sondern tatsächlich eigenständiges Wissen zu erarbeiten.

    Hacking-Kompetenz: Es geht nicht nur darum, sich an Veränderungen anzupassen, sondern eigene Anliegen zu entwickeln, um die Welt aktiv zu einem besseren Ort zu machen.

    Bauchgefühl-Kompetenz: Die Fähigkeit, auf soziale und emotionale Signale zu achten und intuitiv Entscheidungen zu treffen, ist etwas, das Maschinen fehlt. Es wird wichtiger, in der Bildung auf soziale Resonanz und ein authentisches „Bauchgefühl“ zu setzen. Eine originär menschliche Kompetenz ist die körperliche Intelligenz, wie etwa das Gefühl von Resonanz. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist der Resonanzlauf: Wenn eine Gruppe ohne vorgegebenes Signal gemeinsam in Bewegung kommt und schließlich wieder synchron zum Stillstand kommt, zeigt dies eine Form der körperlichen und sozialen Intelligenz, die Maschinen nicht besitzen.

    Umdenk-Kompetenz: Lernende müssen sich auf sich verändernde Situationen einstellen und die Fähigkeit entwickeln, alte Denkweisen loszulassen und neue Wege zu gehen. Reflexion der eigenen Lernprozesse und Anpassungsfähigkeit gehören zu den zentralen Kompetenzen, die dabei unterstützen. Dies ermöglicht die kontinuierliche Verbesserung und Entwicklung der Selbstlernkompetenz.

    3. Was können wir tun?

    Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen lassen sich einige grundlegende Ansätze formulieren, die eine zukunftsfähige Bildungsarbeit unterstützen:

    Selbstlernende Haltung: Pädagogische Fachkräfte sollten sich selbst als Lernende begreifen und neuen Technologien offen gegenüberstehen. Es geht darum, sich auf den digitalen Wandel einzulassen und selbst neugierig und offen zu bleiben, um die eigenen Lehrmethoden zu bereichern.

    Offenheit und Experimentierräume: Bildung sollte Freiräume schaffen, in denen Lernende und Lehrende neue Lehr- und Lernansätze ausprobieren können. Eine feste Methode oder Anleitung wird es im Kontext von Digitalisierung und KI nicht geben. Stattdessen brauchen wir eine Lernkultur, die für flexible Ansätze und Experimente offen ist.

    Förderung eines Herausfinden-Modus: Anstatt fertige Antworten zu liefern, sollten Lehrende Lernende unterstützen, eigene Fragen zu entwickeln und Antworten zu finden. Es geht darum, Lernende zu ermächtigen, eigenständig zu denken und zu forschen.

    Geduld: Der digitale Wandel und die damit verbundenen Veränderungen brauchen Zeit. Es ist wichtig, den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Lernenden und Lehrenden gerecht zu werden – und angesichts von zu starren Strukturen nicht zu verzweifeln.

    Technologie als Lerngegenstand: Neben der Nutzung von Technologien sollten auch ihre gesellschaftlichen, ethischen und politischen Implikationen thematisiert werden. KI ist ein Teil unserer Welt, und um handlungsfähig zu sein, müssen Lernende verstehen, wie diese Technik funktioniert und welche Konsequenzen sie hat. Dazu gehören Fragen zur Nutzung, den ethischen Standards und zur globalen Perspektive auf KI, die in die Bildung einfließen sollten.

    Zusammengefasst bedeutet der digitale Wandel, dass sich die Bildungslandschaft nicht allein durch neue Werkzeuge, sondern durch eine umfassende Neuausrichtung der Lern- und Lehrkultur verändert. Ziel ist es, Kompetenzen für eine zunehmend technisierte Gesellschaft zu vermitteln und Lernende zu einer reflektierten, handlungsfähigen Haltung zu befähigen, um die Zukunft aktiv und kritisch mitzugestalten.

    Alle Slides des VortragsHerunterladen

    #KünstlicheIntelligenzKI_ #OnlineLernen