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#onlinelernen — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #onlinelernen, aggregated by home.social.

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  1. Dritte Orte im digitalen Raum

    Ich war dieses Jahr nicht bei der re:publica – und schaue mir gerade nachträglich einige Aufzeichnungen an. Sehr inspirierend und wertvoll zum Weiterdenken auch für meinen Kontext der Lerngestaltung finde ich diesen Impuls von Ralf Stockmann. Er stellt darin den Ansatz der Berliner Bibliotheken vor, die lokale Communities als ‚dritte Orte‘ auch in den Online-Raum zu erweitern und dafür eine erweiterte und angepasste Version von Discourse zu verwenden.

    https://youtu.be/PuLvBOmt3dE

    Ich finde daran besonders gut:

    1. Die sehr direkt Verbindung zwischen vor Ort und online. Der erste Zugang in den Online-Raum passiert direkt ausgehend vom physischen Raum.
    2. Der Ansatz, dass es nicht um ‚die nächste große Plattform geht‘, sondern eben um eine bewusste, soziale Gestaltung des Online-Raums mit realen, sozialen Verbindungen.
    3. Die vielen Möglichkeiten zur Gestaltung, die sich eröffnen. Anstatt doch direkt wieder in eine pasiv-konsumierende Rolle zu rutschen.

    Vielen Dank fürs Teilen!

    #DigitaleMündigkeit #OnlineLernen
  2. Dritte Orte im digitalen Raum

    Ich war dieses Jahr nicht bei der re:publica – und schaue mir gerade nachträglich einige Aufzeichnungen an. Sehr inspirierend und wertvoll zum Weiterdenken auch für meinen Kontext der Lerngestaltung finde ich diesen Impuls von Ralf Stockmann. Er stellt darin den Ansatz der Berliner Bibliotheken vor, die lokale Communities als ‚dritte Orte‘ auch in den Online-Raum zu erweitern und dafür eine erweiterte und angepasste Version von Discourse zu verwenden.

    https://youtu.be/PuLvBOmt3dE

    Ich finde daran besonders gut:

    1. Die sehr direkt Verbindung zwischen vor Ort und online. Der erste Zugang in den Online-Raum passiert direkt ausgehend vom physischen Raum.
    2. Der Ansatz, dass es nicht um ‚die nächste große Plattform geht‘, sondern eben um eine bewusste, soziale Gestaltung des Online-Raums mit realen, sozialen Verbindungen.
    3. Die vielen Möglichkeiten zur Gestaltung, die sich eröffnen. Anstatt doch direkt wieder in eine pasiv-konsumierende Rolle zu rutschen.

    Vielen Dank fürs Teilen!

    #DigitaleMündigkeit #OnlineLernen
  3. Dritte Orte im digitalen Raum

    Ich war dieses Jahr nicht bei der re:publica – und schaue mir gerade nachträglich einige Aufzeichnungen an. Sehr inspirierend und wertvoll zum Weiterdenken auch für meinen Kontext der Lerngestaltung finde ich diesen Impuls von Ralf Stockmann. Er stellt darin den Ansatz der Berliner Bibliotheken vor, die lokale Communities als ‚dritte Orte‘ auch in den Online-Raum zu erweitern und dafür eine erweiterte und angepasste Version von Discourse zu verwenden.

    https://youtu.be/PuLvBOmt3dE

    Ich finde daran besonders gut:

    1. Die sehr direkt Verbindung zwischen vor Ort und online. Der erste Zugang in den Online-Raum passiert direkt ausgehend vom physischen Raum.
    2. Der Ansatz, dass es nicht um ‚die nächste große Plattform geht‘, sondern eben um eine bewusste, soziale Gestaltung des Online-Raums mit realen, sozialen Verbindungen.
    3. Die vielen Möglichkeiten zur Gestaltung, die sich eröffnen. Anstatt doch direkt wieder in eine pasiv-konsumierende Rolle zu rutschen.

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    #DigitaleMündigkeit #OnlineLernen
  4. Fernstudium Vertrieb 2026: Studiengänge und Karrierechancen im Vergleich

    Fernstudium Infomaterial stellt umfassende Informationen zu Vertriebsstudiengängen bereit. Von Bachelor bis Master, mit oder ohne Abitur - erfahren Sie alles über Voraussetzungen, Kosten und Berufsperspektiven. Vertriebsexperten werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht! #FernstudiumInfomaterial #Vertriebsstudium #OnlineLernen
    fernstudium-infomaterial.de/fe

  5. Fernstudium Webdesign 2026: Fernstudium Infomaterial präsentiert aktuelle Studiengänge im Vergleich. Erfahren Sie alles über Voraussetzungen, Studieninhalte und Karrierechancen. Mit einem Webdesign-Abschluss sind attraktive Einstiegsgehälter möglich. Auch ohne Abitur studierbar! #FernstudiumInfomaterial #Webdesign #OnlineLernen #DigitaleBerufe fernstudium-infomaterial.de/fe

  6. Fernstudium Infomaterial stellt vor: Musikwissenschaft im Fernstudium 2026! Bachelor, Master oder Weiterbildung – alle Studiengänge im Vergleich. Mit Regelstudienzeiten von 6-8 Semestern und monatlichen Kosten von 100-500€ bietet das Musikwissenschaft-Fernstudium optimale Flexibilität für Berufstätige. Jetzt informieren! #FernstudiumInfomaterial #Musikwissenschaft #Fernstudium #OnlineLernen fernstudium-infomaterial.de/fe

  7. Volkshochschulen aus Bayern und BaWü können übrigens auch an solchen Kooperationen teilnehmen, wenn sie sich am #vhsKOOP-Projekt beteiligen. Ist ganz einfach (wir helfen und beraten gern) und lohnt sich!
    info.vhsKOOP.de

    #OnlineLernen #Kooperation #Volkshochschule #Digital

  8. Volkshochschulen aus Bayern und BaWü können übrigens auch an solchen Kooperationen teilnehmen, wenn sie sich am #vhsKOOP-Projekt beteiligen. Ist ganz einfach (wir helfen und beraten gern) und lohnt sich!
    info.vhsKOOP.de

    #OnlineLernen #Kooperation #Volkshochschule #Digital

  9. Volkshochschulen aus Bayern und BaWü können übrigens auch an solchen Kooperationen teilnehmen, wenn sie sich am #vhsKOOP-Projekt beteiligen. Ist ganz einfach (wir helfen und beraten gern) und lohnt sich!
    info.vhsKOOP.de

    #OnlineLernen #Kooperation #Volkshochschule #Digital

  10. Volkshochschulen aus Bayern und BaWü können übrigens auch an solchen Kooperationen teilnehmen, wenn sie sich am #vhsKOOP-Projekt beteiligen. Ist ganz einfach (wir helfen und beraten gern) und lohnt sich!
    info.vhsKOOP.de

    #OnlineLernen #Kooperation #Volkshochschule #Digital

  11. Jugend Medien Bildung. Gutes Lernen in der KI-Ära?

    Heute habe ich einen Online-Impuls für ein Kooperationsnetzwerk der evangelischen Akademie Frankfurt gestaltet. Insgesamt ging es bei der Veranstaltung um die Ende des letzten Jahres veröffentlichte JIM-Studie, die dieses Mal einen Fokus auf KI legte. Im ersten Teil wurden die Ergebnisse vorgestellt. Im zweiten Teil sprach ich zum Thema: Nach dem Hype. KI als neue Lebensrealität.

    Ich habe ohne Folien präsentiert. Das klappt auch im Online-Kontext aus meiner Sicht sehr gut. Hilfreich finde ich einen sehr klaren, prägnanten Aufbau, dem die Teilnehmenden gut folgen können. Ich habe das heute anhand von drei Begriffen realisiert: Radikale Gegenwart, Schieberegler und gemeinwohlorientierte Digitalpädagogik. Diese drei Begriffe habe ich direkt zu Beginn angekündigt und zum aktiven Zuhören (= gerne Mitkritzeln) eingeladen. Danach konnte ich die Begriffe Schritt für Schritt mit Gegenständen in der Kamera und Mini-Interaktionen im Chat und in BreakOuts vertiefen.

    Neben diesem klaren und strukturierten Aufbau kann ich die folgenden Aspekte aus Vorbereitung und Durchführung weiter empfehlen:

    1. Wenn es mit einer Frage in BreakOut Räume geht, dann ist es – gerade wenn man keine Folien hat – hilfreich, diese Frage parallel auch nochmals in den Chat zu packen, so dass alle sie mitbekommen.
    2. Eine schöne Mini-Methode ist, eine ‚Wie können wir …?‘-Frage zu stellen. Wer dann in einen BreakOut Raum mit gerader Zahl per Zufall zugeordnet wird, sucht nach Lösungen. Wer in einen BreakOut Raum mit ungerader Zahl zugeteilt wird, sucht nach Anti-Lösungen (= Was wäre das Dümmste, was wir tun könnten?). Anschließend sammelt man im Chat erst die Anti-Lösungen und dann die Lösungen.
    3. Solch ein Vortrag lässt sich sehr gut in Interaktion mit einem KI-Sprachmodell vorbereiten. Ich bin heute so vorgegangen, dass ich mir meinen Vortrag überlegt habe, ihn dann einmal eingesprochen habe (wobei ich mich noch viel verhaspelt habe und nicht immer einen roten Faden hatte), das Transkript des Geplappers mit einem KI-Sprachmodell geteilt habe – verbunden mit dem Prompt, mir daraus bitte einen kurzen Spickzettel für den Vortrag zu erstellen. Den so generierten Spickzettel konnte ich dann neben mich leben. Dieses Vorgehen ist also doppelt sinnvoll: Erstens übe ich den Vortrag, zweitens erhalte ich einen Spickzettel, der mir dann bei der Durchführung hilft.

    Inhaltlich fand ich es vor allem wichtig, einen Blick auf so genannten KI-SLOP zu werfen. Und sich zu vergegenwärtigen, was KI-SLOP ist (= für mich: Inhalte ohne Interesse für den Inhalt zu teilen) und was nicht (= für mich: wenn Menschen sich mit KI als Werkzeug auszudrücken versuchen und dabei Inhalte empfehlen, denen ich aus meiner Sicht schlechte Qualität zuspreche). In diesem Fall kann AI-SLOP auch etwas anderes sein. Nämlich nicht Sehr Langweiliger, Ordinärer Plödsinn, sondern Spielerische Lust an Offenen Prozessen.

    Beim Vortrag hatte ich dazu ein Mini-Klappbild:

    Mein Fazit: Das war nur ein kurzer Impuls, aber ich hatte den Eindruck, dass er für einige der Zuhörenden eine hilfreiche Perspektiven-Erweiterung war. Persönlich habe ich mich sehr über das Interesse und die vielen Nachfragen an der vorgestellten gemeinwohlorientierten Digitalpädagogik gefreut.

    #KünstlicheIntelligenzKI #OnlineLernen
  12. Jugend Medien Bildung. Gutes Lernen in der KI-Ära?

    Heute habe ich einen Online-Impuls für ein Kooperationsnetzwerk der evangelischen Akademie Frankfurt gestaltet. Insgesamt ging es bei der Veranstaltung um die Ende des letzten Jahres veröffentlichte JIM-Studie, die dieses Mal einen Fokus auf KI legte. Im ersten Teil wurden die Ergebnisse vorgestellt. Im zweiten Teil sprach ich zum Thema: Nach dem Hype. KI als neue Lebensrealität.

    Ich habe ohne Folien präsentiert. Das klappt auch im Online-Kontext aus meiner Sicht sehr gut. Hilfreich finde ich einen sehr klaren, prägnanten Aufbau, dem die Teilnehmenden gut folgen können. Ich habe das heute anhand von drei Begriffen realisiert: Radikale Gegenwart, Schieberegler und gemeinwohlorientierte Digitalpädagogik. Diese drei Begriffe habe ich direkt zu Beginn angekündigt und zum aktiven Zuhören (= gerne Mitkritzeln) eingeladen. Danach konnte ich die Begriffe Schritt für Schritt mit Gegenständen in der Kamera und Mini-Interaktionen im Chat und in BreakOuts vertiefen.

    Neben diesem klaren und strukturierten Aufbau kann ich die folgenden Aspekte aus Vorbereitung und Durchführung weiter empfehlen:

    1. Wenn es mit einer Frage in BreakOut Räume geht, dann ist es – gerade wenn man keine Folien hat – hilfreich, diese Frage parallel auch nochmals in den Chat zu packen, so dass alle sie mitbekommen.
    2. Eine schöne Mini-Methode ist, eine ‚Wie können wir …?‘-Frage zu stellen. Wer dann in einen BreakOut Raum mit gerader Zahl per Zufall zugeordnet wird, sucht nach Lösungen. Wer in einen BreakOut Raum mit ungerader Zahl zugeteilt wird, sucht nach Anti-Lösungen (= Was wäre das Dümmste, was wir tun könnten?). Anschließend sammelt man im Chat erst die Anti-Lösungen und dann die Lösungen.
    3. Solch ein Vortrag lässt sich sehr gut in Interaktion mit einem KI-Sprachmodell vorbereiten. Ich bin heute so vorgegangen, dass ich mir meinen Vortrag überlegt habe, ihn dann einmal eingesprochen habe (wobei ich mich noch viel verhaspelt habe und nicht immer einen roten Faden hatte), das Transkript des Geplappers mit einem KI-Sprachmodell geteilt habe – verbunden mit dem Prompt, mir daraus bitte einen kurzen Spickzettel für den Vortrag zu erstellen. Den so generierten Spickzettel konnte ich dann neben mich leben. Dieses Vorgehen ist also doppelt sinnvoll: Erstens übe ich den Vortrag, zweitens erhalte ich einen Spickzettel, der mir dann bei der Durchführung hilft.

    Inhaltlich fand ich es vor allem wichtig, einen Blick auf so genannten KI-SLOP zu werfen. Und sich zu vergegenwärtigen, was KI-SLOP ist (= für mich: Inhalte ohne Interesse für den Inhalt zu teilen) und was nicht (= für mich: wenn Menschen sich mit KI als Werkzeug auszudrücken versuchen und dabei Inhalte empfehlen, denen ich aus meiner Sicht schlechte Qualität zuspreche). In diesem Fall kann AI-SLOP auch etwas anderes sein. Nämlich nicht Sehr Langweiliger, Ordinärer Plödsinn, sondern Spielerische Lust an Offenen Prozessen.

    Beim Vortrag hatte ich dazu ein Mini-Klappbild:

    Mein Fazit: Das war nur ein kurzer Impuls, aber ich hatte den Eindruck, dass er für einige der Zuhörenden eine hilfreiche Perspektiven-Erweiterung war. Persönlich habe ich mich sehr über das Interesse und die vielen Nachfragen an der vorgestellten gemeinwohlorientierten Digitalpädagogik gefreut.

    #KünstlicheIntelligenzKI #OnlineLernen
  13. Jugend Medien Bildung. Gutes Lernen in der KI-Ära?

    Heute habe ich einen Online-Impuls für ein Kooperationsnetzwerk der evangelischen Akademie Frankfurt gestaltet. Insgesamt ging es bei der Veranstaltung um die Ende des letzten Jahres veröffentlichte JIM-Studie, die dieses Mal einen Fokus auf KI legte. Im ersten Teil wurden die Ergebnisse vorgestellt. Im zweiten Teil sprach ich zum Thema: Nach dem Hype. KI als neue Lebensrealität.

    Ich habe ohne Folien präsentiert. Das klappt auch im Online-Kontext aus meiner Sicht sehr gut. Hilfreich finde ich einen sehr klaren, prägnanten Aufbau, dem die Teilnehmenden gut folgen können. Ich habe das heute anhand von drei Begriffen realisiert: Radikale Gegenwart, Schieberegler und gemeinwohlorientierte Digitalpädagogik. Diese drei Begriffe habe ich direkt zu Beginn angekündigt und zum aktiven Zuhören (= gerne Mitkritzeln) eingeladen. Danach konnte ich die Begriffe Schritt für Schritt mit Gegenständen in der Kamera und Mini-Interaktionen im Chat und in BreakOuts vertiefen.

    Neben diesem klaren und strukturierten Aufbau kann ich die folgenden Aspekte aus Vorbereitung und Durchführung weiter empfehlen:

    1. Wenn es mit einer Frage in BreakOut Räume geht, dann ist es – gerade wenn man keine Folien hat – hilfreich, diese Frage parallel auch nochmals in den Chat zu packen, so dass alle sie mitbekommen.
    2. Eine schöne Mini-Methode ist, eine ‚Wie können wir …?‘-Frage zu stellen. Wer dann in einen BreakOut Raum mit gerader Zahl per Zufall zugeordnet wird, sucht nach Lösungen. Wer in einen BreakOut Raum mit ungerader Zahl zugeteilt wird, sucht nach Anti-Lösungen (= Was wäre das Dümmste, was wir tun könnten?). Anschließend sammelt man im Chat erst die Anti-Lösungen und dann die Lösungen.
    3. Solch ein Vortrag lässt sich sehr gut in Interaktion mit einem KI-Sprachmodell vorbereiten. Ich bin heute so vorgegangen, dass ich mir meinen Vortrag überlegt habe, ihn dann einmal eingesprochen habe (wobei ich mich noch viel verhaspelt habe und nicht immer einen roten Faden hatte), das Transkript des Geplappers mit einem KI-Sprachmodell geteilt habe – verbunden mit dem Prompt, mir daraus bitte einen kurzen Spickzettel für den Vortrag zu erstellen. Den so generierten Spickzettel konnte ich dann neben mich leben. Dieses Vorgehen ist also doppelt sinnvoll: Erstens übe ich den Vortrag, zweitens erhalte ich einen Spickzettel, der mir dann bei der Durchführung hilft.

    Inhaltlich fand ich es vor allem wichtig, einen Blick auf so genannten KI-SLOP zu werfen. Und sich zu vergegenwärtigen, was KI-SLOP ist (= für mich: Inhalte ohne Interesse für den Inhalt zu teilen) und was nicht (= für mich: wenn Menschen sich mit KI als Werkzeug auszudrücken versuchen und dabei Inhalte empfehlen, denen ich aus meiner Sicht schlechte Qualität zuspreche). In diesem Fall kann AI-SLOP auch etwas anderes sein. Nämlich nicht Sehr Langweiliger, Ordinärer Plödsinn, sondern Spielerische Lust an Offenen Prozessen.

    Beim Vortrag hatte ich dazu ein Mini-Klappbild:

    Mein Fazit: Das war nur ein kurzer Impuls, aber ich hatte den Eindruck, dass er für einige der Zuhörenden eine hilfreiche Perspektiven-Erweiterung war. Persönlich habe ich mich sehr über das Interesse und die vielen Nachfragen an der vorgestellten gemeinwohlorientierten Digitalpädagogik gefreut.

    #KünstlicheIntelligenzKI #OnlineLernen
  14. Teilnehmenden-Infos vor Online-Veranstaltungen

    In einer Veranstaltungsankündigung in der Erwachsenenbildung, die ich gestalten darf, sehe ich gerade, dass von Veranstalterseite, die dann ja auch später die Teilnahmebescheinigung ausstellen werden, standardmäßig diese Vorgabe an Teilnehmende gemailt wird:

    Nötig ist:

    1. pro Teilnehmer*in ein Gerät
    2. aktivierte Kamera und funktionierendes Mikrofon
    3. vollständige Anwesenheit und keine Ablenkung mit Mails/ Telefonaten o.ä.

    Ich merkte beim Lesen, dass ich diese Vorgaben und die Art und Weise der Formulierung aus pädagogischer Perspektive nicht hilfreich und meine eigene Rolle als Referentin vor diesem Hintergrund schwierig finde. Natürlich verstehe ich, dass Veranstalter irgendwie dokumentieren wollen oder müssen, dass Teilnehmende tatsächlich bei dem Lernangebot mit dabei waren. Allerdings ist es aus meiner Sicht kaum lernförderlich, wenn Lernende gezwungenermaßen mit aktivierter Kamera vor einem Bildschirm sitzen. Und auf diese Weise will ich anderen Menschen auch ungern gegenüber treten. Ich würde deshalb anders vorgehen und sinngemäß etwas in diese Richtung formulieren:

    Das Lernangebot ist so gestaltet, dass das Lernen insbesondere durch Ausprobieren und Austausch mit anderen Beteiligten gestaltet wird. Für eine gute Beteiligung empfiehlt es sich deshalb, möglichst keine anderen Aktivitäten parallel zu legen. Insbesondere in den BreakOut-Räumen gibt es vielfältige Gelegenheit zum Austausch. Wenn Sie davon profitieren wollen, brauchen Sie ein funktionierendes und aktiviertes Mikrofon und möglichst auch eine Kamera.

    Auf der anderen Seite kann es durchaus auch Lernangebote geben, bei denen ich sinngemäß schreiben würde:

    Es erwartet Sie ein Impuls. Es ist eine auch nur lurkende (= beobachtende/ punktuelle / passive)) Teilnahme möglich. Sie können anstelle einer synchronen Beteiligung die spätere Aufzeichnung nutzen.

    Meistens ist so etwas bei mir standardmäßig in der Veranstaltungsbeschreibung enthalten, aber das hilft ja dann nicht, wenn die Kommunikation über die Veranstaltung nicht in meinen Händen liegt und dann – wie in diesem Fall – ganz andere Formulierungen vermailt werden.

    Was ich deshalb für mich mitnehme: Ich versuche zukünftig bei der Vereinbarung von Veranstaltung immer nachzufragen, ob es irgendwelche Standard-Informationen für die Teilnehmenden gibt und wenn ja welche. Dann kann ich bei Bedarf eine andere Formulierung vorschlagen.

    Vielleicht kannst du das als Anregung auch für dich mitnehmen. Wenn du fest in einer Organisation beschäftigt bist, dann lohnt es sich sicher noch einmal mehr, die Art und Weise der Kommunikation bei Online-Veranstaltungen bewusst gemeinsam zu reflektieren.

    #OnlineLernen

  15. Teilnehmenden-Infos vor Online-Veranstaltungen

    In einer Veranstaltungsankündigung in der Erwachsenenbildung, die ich gestalten darf, sehe ich gerade, dass von Veranstalterseite, die dann ja auch später die Teilnahmebescheinigung ausstellen werden, standardmäßig diese Vorgabe an Teilnehmende gemailt wird:

    Nötig ist:

    1. pro Teilnehmer*in ein Gerät
    2. aktivierte Kamera und funktionierendes Mikrofon
    3. vollständige Anwesenheit und keine Ablenkung mit Mails/ Telefonaten o.ä.

    Ich merkte beim Lesen, dass ich diese Vorgaben und die Art und Weise der Formulierung aus pädagogischer Perspektive nicht hilfreich und meine eigene Rolle als Referentin vor diesem Hintergrund schwierig finde. Natürlich verstehe ich, dass Veranstalter irgendwie dokumentieren wollen oder müssen, dass Teilnehmende tatsächlich bei dem Lernangebot mit dabei waren. Allerdings ist es aus meiner Sicht kaum lernförderlich, wenn Lernende gezwungenermaßen mit aktivierter Kamera vor einem Bildschirm sitzen. Und auf diese Weise will ich anderen Menschen auch ungern gegenüber treten. Ich würde deshalb anders vorgehen und sinngemäß etwas in diese Richtung formulieren:

    Das Lernangebot ist so gestaltet, dass das Lernen insbesondere durch Ausprobieren und Austausch mit anderen Beteiligten gestaltet wird. Für eine gute Beteiligung empfiehlt es sich deshalb, möglichst keine anderen Aktivitäten parallel zu legen. Insbesondere in den BreakOut-Räumen gibt es vielfältige Gelegenheit zum Austausch. Wenn Sie davon profitieren wollen, brauchen Sie ein funktionierendes und aktiviertes Mikrofon und möglichst auch eine Kamera.

    Auf der anderen Seite kann es durchaus auch Lernangebote geben, bei denen ich sinngemäß schreiben würde:

    Es erwartet Sie ein Impuls. Es ist eine auch nur lurkende (= beobachtende/ punktuelle / passive)) Teilnahme möglich. Sie können anstelle einer synchronen Beteiligung die spätere Aufzeichnung nutzen.

    Meistens ist so etwas bei mir standardmäßig in der Veranstaltungsbeschreibung enthalten, aber das hilft ja dann nicht, wenn die Kommunikation über die Veranstaltung nicht in meinen Händen liegt und dann – wie in diesem Fall – ganz andere Formulierungen vermailt werden.

    Was ich deshalb für mich mitnehme: Ich versuche zukünftig bei der Vereinbarung von Veranstaltung immer nachzufragen, ob es irgendwelche Standard-Informationen für die Teilnehmenden gibt und wenn ja welche. Dann kann ich bei Bedarf eine andere Formulierung vorschlagen.

    Vielleicht kannst du das als Anregung auch für dich mitnehmen. Wenn du fest in einer Organisation beschäftigt bist, dann lohnt es sich sicher noch einmal mehr, die Art und Weise der Kommunikation bei Online-Veranstaltungen bewusst gemeinsam zu reflektieren.

    #OnlineLernen

  16. Ein Online-Interview als Alternative zum klassischen Vortrag

    Am 4. September 2025 gestalte ich mit der Klassik Stiftung Weimar die Online-Veranstaltung: KI und offene Wissensspeicher. Man kann sich dazu kostenfrei anmelden. Wer zu diesem Zeitpunkt bei der OERcamp-Community-Beratschlagung oder anderswo ist, findet im Nachhinein auch eine Aufzeichnung. In diesem Beitrag soll es mir aber gar nicht so sehr um die Bewerbung der Veranstaltung oder ihrer Inhalte gehen. Stattdessen will ich berichten, wie wir daraus das zunächst geplante klassische Vortragsformat in einen Impuls mit Interview umgewandelt haben und wie wir dabei vorgegangen sind.

    • Der Anfang war wie sehr häufig eine Anfrage für einen Vortrag. Allerdings schimmerte schon hier eine gewisse Offenheit durch. Man überlegte im Team der Stiftung vielleicht mit zwei Impulsen zu starten, die dann ja auch irgendwie miteinander verbunden werden könnten.
    • Diese Anfrage konnte von mir ganz wunderbar als Einladung zum konzeptionellen Mitdenken verstanden werden – und so trafen wir uns zu einem ersten Online-Termin, um gemeinsam zu reflektieren, was inhaltlich wichtig wäre und wie sich das vielleicht in ein Gesprächsformat übertragen lassen könnte. Die Idee für ein Gesprächsformat war naheliegend, denn in einem Gespräch bzw. Interview lassen sich noch sehr offene bzw. komplexe Themen grundsätzlich gut bearbeiten.
    • Im nächsten Schritt ging es dann um die konkrete Ausgestaltung. Herausfordernd war hier vor allem, eine Balance zu finden zwischen ‚Wir unterhalten uns eben einfach mal‘ und ‚Wir planen detailliert das Interview‘. Denn wir wollten gerne die Offenheit von der ersten Option, aber auch eine gezieltere Vorbereitung und damit auch mehr Qualität des Letzteren. Wir verständigten uns deshalb zunächst auf drei Themenblöcke: KI und Pädagogik, Kultureinrichtungen als außerschulische Lernorte und nächste Schritte. Außerdem überlegten wir, dass ein kurzer Impuls am Anfang von ca. 10 Minuten ganz hilfreich wäre, bevor dann das Interview starten würde.
    • Um uns alle gut auf das Interview vorzubereiten, zeichnete ich anschließend eine Sprachnachricht auf, in der ich acht Thesen kurz vorstellte, die ich auch in den Impuls skizzieren würde. Meine Gesprächsperson in der Klassik Stiftung Weimar konnte sich das anhören und so schon einmal einen groben Stichpunktzettel an möglichen Fragen notieren. Zugleich gab es aber auch noch nicht den fertigen Impuls, so dass wir alle auch für Fragen offen sind, die sich erst bei der Durchführung ergeben.
    • Daraufhin trafen wir uns dann erneut, um einmal den gesamten Regieplan durchzusprechen – inklusive eines Zeitplans und Interaktion mit den Teilnehmenden (= Chatgewitter zu Beginn und Abschluss und Fragemöglichkeit in den drei Blöcken. Mehr war ganz bewusst nicht geplant, weil das Format zuhörend gestaltet sein soll und vor allem sich auch gut für die Weiternutzung eignen soll). Jetzt gilt es dann nur noch die Folien vorzubereiten und sich kurz vorab zu einem Technik-Check zu verabreden.

    Wenn ich diesen Vorbereitungsprozess mit dem eines klassischen Vortrags vergleiche, dann fällt mir auf, dass wir sehr viel kollaborativer vorgegangen sind. Das finde ich sehr schön und denke auch, dass das die Qualität der Veranstaltung sehr steigern kann.

    In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf die Veranstaltung und freue ich auch aufs eigene Weiterlernen!

    Das Beitragsbild ist die Bewerbung der Klassik Stiftung Weimar und steht nicht unter einer offenen Lizenz.

    #OnlineLernen

  17. Ein Online-Interview als Alternative zum klassischen Vortrag

    Am 4. September 2025 gestalte ich mit der Klassik Stiftung Weimar die Online-Veranstaltung: KI und offene Wissensspeicher. Man kann sich dazu kostenfrei anmelden. Wer zu diesem Zeitpunkt bei der OERcamp-Community-Beratschlagung oder anderswo ist, findet im Nachhinein auch eine Aufzeichnung. In diesem Beitrag soll es mir aber gar nicht so sehr um die Bewerbung der Veranstaltung oder ihrer Inhalte gehen. Stattdessen will ich berichten, wie wir daraus das zunächst geplante klassische Vortragsformat in einen Impuls mit Interview umgewandelt haben und wie wir dabei vorgegangen sind.

    • Der Anfang war wie sehr häufig eine Anfrage für einen Vortrag. Allerdings schimmerte schon hier eine gewisse Offenheit durch. Man überlegte im Team der Stiftung vielleicht mit zwei Impulsen zu starten, die dann ja auch irgendwie miteinander verbunden werden könnten.
    • Diese Anfrage konnte von mir ganz wunderbar als Einladung zum konzeptionellen Mitdenken verstanden werden – und so trafen wir uns zu einem ersten Online-Termin, um gemeinsam zu reflektieren, was inhaltlich wichtig wäre und wie sich das vielleicht in ein Gesprächsformat übertragen lassen könnte. Die Idee für ein Gesprächsformat war naheliegend, denn in einem Gespräch bzw. Interview lassen sich noch sehr offene bzw. komplexe Themen grundsätzlich gut bearbeiten.
    • Im nächsten Schritt ging es dann um die konkrete Ausgestaltung. Herausfordernd war hier vor allem, eine Balance zu finden zwischen ‚Wir unterhalten uns eben einfach mal‘ und ‚Wir planen detailliert das Interview‘. Denn wir wollten gerne die Offenheit von der ersten Option, aber auch eine gezieltere Vorbereitung und damit auch mehr Qualität des Letzteren. Wir verständigten uns deshalb zunächst auf drei Themenblöcke: KI und Pädagogik, Kultureinrichtungen als außerschulische Lernorte und nächste Schritte. Außerdem überlegten wir, dass ein kurzer Impuls am Anfang von ca. 10 Minuten ganz hilfreich wäre, bevor dann das Interview starten würde.
    • Um uns alle gut auf das Interview vorzubereiten, zeichnete ich anschließend eine Sprachnachricht auf, in der ich acht Thesen kurz vorstellte, die ich auch in den Impuls skizzieren würde. Meine Gesprächsperson in der Klassik Stiftung Weimar konnte sich das anhören und so schon einmal einen groben Stichpunktzettel an möglichen Fragen notieren. Zugleich gab es aber auch noch nicht den fertigen Impuls, so dass wir alle auch für Fragen offen sind, die sich erst bei der Durchführung ergeben.
    • Daraufhin trafen wir uns dann erneut, um einmal den gesamten Regieplan durchzusprechen – inklusive eines Zeitplans und Interaktion mit den Teilnehmenden (= Chatgewitter zu Beginn und Abschluss und Fragemöglichkeit in den drei Blöcken. Mehr war ganz bewusst nicht geplant, weil das Format zuhörend gestaltet sein soll und vor allem sich auch gut für die Weiternutzung eignen soll). Jetzt gilt es dann nur noch die Folien vorzubereiten und sich kurz vorab zu einem Technik-Check zu verabreden.

    Wenn ich diesen Vorbereitungsprozess mit dem eines klassischen Vortrags vergleiche, dann fällt mir auf, dass wir sehr viel kollaborativer vorgegangen sind. Das finde ich sehr schön und denke auch, dass das die Qualität der Veranstaltung sehr steigern kann.

    In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf die Veranstaltung und freue ich auch aufs eigene Weiterlernen!

    Das Beitragsbild ist die Bewerbung der Klassik Stiftung Weimar und steht nicht unter einer offenen Lizenz.

    #OnlineLernen

  18. Selbstbestimmtes Lernen in der Praxis

    Mit der Europäischen Plattform für Erwachsenenbildung in Europa (EPALE) habe ich in den vergangenen vier Wochen (= im Mai und Juni 2025) ein Experiment für ein sehr selbstbestimmtes Lernen gestartet. Es handelte sich um die EPALE Akademie. Das ist ein offenes und freiwilliges Lernangebot, das sich an interessierte Menschen aus der Erwachsenenbildung richtet und regelmäßig zu unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Formaten stattfindet. Unser Thema war Twin Transition, also die verschränkte Betrachtung der Transformationsprozesse von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Erwachsenenbildung.

    Für mich war es das erste, längere Lernangebot, bei dem ich sehr konsequent und bewusst auf klassischen Input vollständig verzichtet habe und Lernende stattdessen dazu angeregt habe, sich das für sie relevante Wissen zu dem Themengebiet selbstständig, unter Nutzung von KI-Technologie und im Austausch miteinander zu erschließen und zu entwickeln.

    In diesem Blogbeitrag teile ich meine Konzeption des Lernangebots sowie meine Reflexion dazu. Vielleicht kannst du das eine oder andere davon in deiner pädagogischen Praxis weiternutzen.

    Meine Perspektive auf Twin Transition in der Bildung

    Wie oben beschrieben meint Twin Transition die verschränkende Betrachtung der beiden großen Transformationsprozesse von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In der Bildung blicke ich auf Twin Transition weniger als ein Lernen über Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Wichtiger finde ich es, Lernende zu gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu befähigen und sie dazu ermutigen, für eine nachhaltige Entwicklung zu wirken.

    Einstiegsfolie im Lernangebot zu Twin Transition in der Bildung

    Hier gibt es einen 3-Minuten-Podcast von mir zu Twin Transition, den ich auch im Rahmen des Lernangebots verwendet habe.

    Konsequenzen für die pädagogische Konzeption

    Dieser inhaltlich-strategische Blick auf Twin Transition hatte direkte Konsequenzen für die pädagogische Konzeption. Denn ich wollte vor diesem Hintergrund einen pädagogischen Doppeldecker gestalten:

    1. Lernenden ermöglichen, relevantes Wissen und Ideen zu erhalten, wie sie Twin Transition in ihrer jeweiligen pädagogischen Praxis umsetzen können.
    2. Lernenden ermöglichen, eine veränderte Art von Lernen praktisch zu erleben, so dass sie das dann auch in ihrer pädagogischen Praxis umsetzen können.

    Umgesetzt habe ich das, indem ich erstens konsequent vom Lernen ausgegangen bin. Das bedeutet, dass immer an den Vorerfahrungen und Fragen der Lernenden angesetzt wurde und sie dabei unterstützt wurden, ihre Lernprozesse selbst zu gestalten und zu reflektieren. Zweitens kam KI-Technologie im Sinne einer LernAssistenz zum Einsatz. Drittens sorgte ich für einen guten, möglichst prägnant erklärbaren Rahmenbau, der vor allem auch Austausch mit Peers sicherstellte. Und viertens konnten Lernende flexibel und freiwillig entscheiden, was sie wann und wie lernen wollten.

    Übersicht zur Konzeption

    Grundsätzlicher Aufbau

    Das Lernangebot lief über vier Wochen mit einem kurzen, 30minütigen Auftakt zum Onboarding und anschließenden, wöchentlichen Lernimpulsen. Zum Abschluss trafen wir uns für zwei Stunden für eine gemeinsame Auswertung.

    Die Lernimpulse wurden über die Website Twin-Transition-Lernen.de zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gab es eine eingerichtete Messenger-Gruppe über Signal.

    Für das Gelingen des Lernangebots finde ich vor allem drei Aspekte der Konzeption wichtig:

    1. Strukturierter Fragen-Rahmen

    Ich wollte erreichen, dass Lernende sich das Thema Twin Transition für ihre pädagogische Praxis erschließen konnten. Aufgrund der Vielfalt der Hintergründe der Teilnehmenden brauchte es hierfür einen gemeinsamen Rahmen, der erstens offen genug war, um allen ihren Lernweg zu ermöglichen. Zweitens sollte darin sowohl die Erschließung von bestehendem Wissen, als auch die Entwicklung eigener Ideen möglich sein. Drittens musste vor dem Hintergrund des Selbstlernens auch der Aspekt der Motivation und der Entwicklung eines eigenen Anliegens berücksichtigt werden.

    Um das zu erreichen kombinierte ich den so genannten ‚Golden Circle‘ mit der Aufforderung immer erst mit dem ‚Warum?‘ zu beginnen, mit der ‚What? So what? Now what?‘ Methode der Liberating Structures.

    Daraus ergaben sich (sehr passend für die vier Wochen Lernzeit) vier Lerneinheiten:

    1. Warum ist Twin Transition für dich ein relevantes Thema?
    2. Was genau ist mit Twin Transition gemeint?
    3. Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus?
    4. Wie willst du Twin Transition in deiner pädagogischen Praxis angehen?
    Folie zur Vorstellung der vier Lerneinheiten beim Onboarding-Treffen

    Ich habe mich darum bemüht, jede dieser Lerneinheiten ähnlich aufzubauen:

    • mit einer Erläuterung der Frage
    • mit einem Impuls (als Audio oder Video) von mir zur Beschreibung des vorgeschlagenen Vorgehens beim Lernen
    • mit einer konkreten ‚Anleitung‘
    • mit einer Einladung zur Reflexion

    Besonders stimmig fand ich Lerneinheit 2: Hier ist es – zumindest meiner Einschätzung nach – sehr gut gelungen, dass ich nicht Input, sondern Navigationsunterstützung vorgab. Du kannst dir die Einheit hier ansehen.

    2. Austausch-Räume

    In keinem Fall wollte ich ein Lernangebot, bei dem alle nur für sich selbst lernen. Vor diesem Hintergrund habe ich erstens direkt in das Lernangebot Austauschräume vorgesehen:

    • Wir hatten eine gemeinsame Signal-Gruppe, die jetzt auch nach dem Lernangebot bestehen bleibt und aus der sich im besten Fall eine Community of Practice entwickeln kann.
    • Für jede Woche konnte man sich für einen Lernbuddy-Austausch anmelden. Aus allen Anmeldungen habe ich dann immer per Zufall Paare gebildet, die ihre Kontaktdaten gegenseitig erhielten und sich dann eigenständig verabreden konnten.
    Formular zur Anmeldung am Lernbuddy-Austausch

    Zweitens habe ich immer wieder dazu eingeladen, auch das eigene Netzwerk für Resonanz zu nutzen. Etwa durch die Einladung via Social Media Reflexionen zum eigenen Lernen zu veröffentlichen, ein Lerntagebuch im eigenen Blog zu schreiben oder auch einfach mit Kolleg*innen in den direkten Austausch dazu zu gehen.

    Schließlich gab es drittens auch noch das bereits erwähnte Onboarding und das Abschlusstreffen.

    3. Scaffolding-Prinzip

    Für das selbstbestimmte Lernen haben wir vor allem auf KI-Technologie im Sinne einer LernAssistenz gesetzt. Ich habe hier in den Lernimpulsen das Prinzip des Scaffoldings genutzt:

    • Ich habe zunächst einen sehr klaren, weiternutzbares Prompt zum Erkunden angeboten und genau beschrieben, wie sich dieser nutzen lässt.
    • Anschließend folgte die Ermutigung, auf Basis dieser ersten Erkundung zu einer eigenen Formulierung und selbst gestalteten Nutzung zu kommen.

    Dieses Prinzip finde ich gerade im Kontext einer noch relativ neuen Technologie sehr zielführend.

    Zum Scaffolding gehört für mich auch, dass bei Bedarf immer direkte Hilfe und Unterstützung zur Verfügung steht. Hierzu hatten wir einen prominenten ‚Hilfe‘-Button auf der Website, über den man direkt eine Frage stellen konnte.

    Hilfe-Seite auf der Website

    Nachteilig kann an dieser Gestaltung sein, dass das Erkunden der Technologie wichtiger wird, als die eigentliche Erschließung der Inhalte. Das wurde so auch als eine Beobachtung im Abschlusstreffen geteilt. Optimal wäre es wahrscheinlich, jetzt auf Basis der erreichten Learnings noch einmal ein ähnliches Lernangebot zu machen und da dann den Fokus auf die Inhalte legen zu können.

    Meine Reflexion und Learnings

    Wir haben das Lernangebot beim Abschlusstreffen gemeinsam ausgewertet. Alle Beteiligten gaben hier an, dass sie sich solch ein Lernen auf jeden Fall auch zukünftig vorstellen können. Dieses Ergebnis muss man aber mit Vorsicht betrachten. Denn für das Lernangebot hatten sich gut 50 Personen angemeldet. Zum Auftakttreffen waren rund 40 Personen da; beim Abschlusstreffen dann nur noch knapp 20 Personen. Das bedeutet also: die, die dabei blieben, wollen solch ein Lernen auch zukünftig für sich wahrnehmen. Von denjenigen, die abgesprungen sind, weiß ich das nicht.

    Der ‚Schwund‘ an Teilnehmenden wirkt hier auf den ersten Blick recht dramatisch. Auf der anderen Seite finde ich es insgesamt einen großen Erfolg, dass fast die Hälfte bei solch einem Lern-Experiment dabei blieb. Hinzu kommt, dass ich im Online-Kontext immer sehr viel Abspringen erlebe. Auch ich selbst mache das oft so, dass ich mich zu etwas anmelde, aber dann doch nur kurz reinschnuppern, aber nicht ‚richtig‘ mitlernen kann. Von denen die dabei blieben, wurde in jedem Fall die fehlende Zeit und an zweiter Stelle die Herausforderung der Selbstdisziplin beim Lernen genannt – weniger aber fehlender Austausch oder Überforderung mit den Aufgaben.

    Auswertung beim Abschlusstreffen

    Das bringt mich auch direkt zu der für mich wichtigsten Schlussfolgerung: Wir müssen Lernen sichtbarer machen! Das bedeutet: Zu Lernangeboten wird es zukünftig unbedingt dazu gehören, sich über das Lernen selbst (nicht nur über die jeweils konkreten Inhalte) auszutauschen und dazu Räume zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderung ist für mich hier insbesondere, auch diejenigen, die noch eher unerfahren sind, zur offenen Reflexion zu ermutigen. Das ist doppelt herausfordernd, weil erstens fehlt es in diesen Fällen oft an ‚eigenen Kanälen‘, wie einer Social Media Präsenz oder einer eigenen Website, was ich versucht hatte, durch Kommentierungsmöglichkeit auf der Website und auch durch das Angebot der Signal-Gruppe abzuschwächen. Zweitens gibt es oft noch eine größere Unsicherheit beim Lernen. (Einige erwähnten im Abschlusstreffen zum Beispiel, dass sie vom Teilen eigener Learnings abeschreckt wurden, weil andere – aus ihrer Sicht – so super professionelle Sachen geteilt hatten). An dieser Herausforderung möchte ich sehr gerne weiterdenken!

    Weiternutzung & Feedback

    Ich habe die Website mit den Lernimpulsen minimal überarbeitet, so dass keine direkten Links zu Formularen oder der Signal-Gruppe mehr vorhanden sind. Du kannst die Website gerne nutzen, um die Lernimpulse jetzt im Alleingang oder mit Kolleg*innen zum Lernen aufzugreifen. Außerdem können die Inhalte – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – gerne weiter genutzt werden.

    Zur Website

    Ich wünsche viel Freude dabei und bin immer neugierig auf Feedback und weitere Ideen!

    Danke an EPALE für das gemeinsame Experimentieren und an alle Teilnehmenden, die sich darauf eingelassen haben. 🙂

    #Lernkulturveränderung #MethodenLernformate #Nachhaltigkeit #OnlineLernen

  19. Selbstbestimmtes Lernen in der Praxis

    Mit der Europäischen Plattform für Erwachsenenbildung in Europa (EPALE) habe ich in den vergangenen vier Wochen (= im Mai und Juni 2025) ein Experiment für ein sehr selbstbestimmtes Lernen gestartet. Es handelte sich um die EPALE Akademie. Das ist ein offenes und freiwilliges Lernangebot, das sich an interessierte Menschen aus der Erwachsenenbildung richtet und regelmäßig zu unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Formaten stattfindet. Unser Thema war Twin Transition, also die verschränkte Betrachtung der Transformationsprozesse von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Erwachsenenbildung.

    Für mich war es das erste, längere Lernangebot, bei dem ich sehr konsequent und bewusst auf klassischen Input vollständig verzichtet habe und Lernende stattdessen dazu angeregt habe, sich das für sie relevante Wissen zu dem Themengebiet selbstständig, unter Nutzung von KI-Technologie und im Austausch miteinander zu erschließen und zu entwickeln.

    In diesem Blogbeitrag teile ich meine Konzeption des Lernangebots sowie meine Reflexion dazu. Vielleicht kannst du das eine oder andere davon in deiner pädagogischen Praxis weiternutzen.

    Meine Perspektive auf Twin Transition in der Bildung

    Wie oben beschrieben meint Twin Transition die verschränkende Betrachtung der beiden großen Transformationsprozesse von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In der Bildung blicke ich auf Twin Transition weniger als ein Lernen über Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Wichtiger finde ich es, Lernende zu gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu befähigen und sie dazu ermutigen, für eine nachhaltige Entwicklung zu wirken.

    Einstiegsfolie im Lernangebot zu Twin Transition in der Bildung

    Hier gibt es einen 3-Minuten-Podcast von mir zu Twin Transition, den ich auch im Rahmen des Lernangebots verwendet habe.

    Konsequenzen für die pädagogische Konzeption

    Dieser inhaltlich-strategische Blick auf Twin Transition hatte direkte Konsequenzen für die pädagogische Konzeption. Denn ich wollte vor diesem Hintergrund einen pädagogischen Doppeldecker gestalten:

    1. Lernenden ermöglichen, relevantes Wissen und Ideen zu erhalten, wie sie Twin Transition in ihrer jeweiligen pädagogischen Praxis umsetzen können.
    2. Lernenden ermöglichen, eine veränderte Art von Lernen praktisch zu erleben, so dass sie das dann auch in ihrer pädagogischen Praxis umsetzen können.

    Umgesetzt habe ich das, indem ich erstens konsequent vom Lernen ausgegangen bin. Das bedeutet, dass immer an den Vorerfahrungen und Fragen der Lernenden angesetzt wurde und sie dabei unterstützt wurden, ihre Lernprozesse selbst zu gestalten und zu reflektieren. Zweitens kam KI-Technologie im Sinne einer LernAssistenz zum Einsatz. Drittens sorgte ich für einen guten, möglichst prägnant erklärbaren Rahmenbau, der vor allem auch Austausch mit Peers sicherstellte. Und viertens konnten Lernende flexibel und freiwillig entscheiden, was sie wann und wie lernen wollten.

    Übersicht zur Konzeption

    Grundsätzlicher Aufbau

    Das Lernangebot lief über vier Wochen mit einem kurzen, 30minütigen Auftakt zum Onboarding und anschließenden, wöchentlichen Lernimpulsen. Zum Abschluss trafen wir uns für zwei Stunden für eine gemeinsame Auswertung.

    Die Lernimpulse wurden über die Website Twin-Transition-Lernen.de zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gab es eine eingerichtete Messenger-Gruppe über Signal.

    Für das Gelingen des Lernangebots finde ich vor allem drei Aspekte der Konzeption wichtig:

    1. Strukturierter Fragen-Rahmen

    Ich wollte erreichen, dass Lernende sich das Thema Twin Transition für ihre pädagogische Praxis erschließen konnten. Aufgrund der Vielfalt der Hintergründe der Teilnehmenden brauchte es hierfür einen gemeinsamen Rahmen, der erstens offen genug war, um allen ihren Lernweg zu ermöglichen. Zweitens sollte darin sowohl die Erschließung von bestehendem Wissen, als auch die Entwicklung eigener Ideen möglich sein. Drittens musste vor dem Hintergrund des Selbstlernens auch der Aspekt der Motivation und der Entwicklung eines eigenen Anliegens berücksichtigt werden.

    Um das zu erreichen kombinierte ich den so genannten ‚Golden Circle‘ mit der Aufforderung immer erst mit dem ‚Warum?‘ zu beginnen, mit der ‚What? So what? Now what?‘ Methode der Liberating Structures.

    Daraus ergaben sich (sehr passend für die vier Wochen Lernzeit) vier Lerneinheiten:

    1. Warum ist Twin Transition für dich ein relevantes Thema?
    2. Was genau ist mit Twin Transition gemeint?
    3. Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus?
    4. Wie willst du Twin Transition in deiner pädagogischen Praxis angehen?
    Folie zur Vorstellung der vier Lerneinheiten beim Onboarding-Treffen

    Ich habe mich darum bemüht, jede dieser Lerneinheiten ähnlich aufzubauen:

    • mit einer Erläuterung der Frage
    • mit einem Impuls (als Audio oder Video) von mir zur Beschreibung des vorgeschlagenen Vorgehens beim Lernen
    • mit einer konkreten ‚Anleitung‘
    • mit einer Einladung zur Reflexion

    Besonders stimmig fand ich Lerneinheit 2: Hier ist es – zumindest meiner Einschätzung nach – sehr gut gelungen, dass ich nicht Input, sondern Navigationsunterstützung vorgab. Du kannst dir die Einheit hier ansehen.

    2. Austausch-Räume

    In keinem Fall wollte ich ein Lernangebot, bei dem alle nur für sich selbst lernen. Vor diesem Hintergrund habe ich erstens direkt in das Lernangebot Austauschräume vorgesehen:

    • Wir hatten eine gemeinsame Signal-Gruppe, die jetzt auch nach dem Lernangebot bestehen bleibt und aus der sich im besten Fall eine Community of Practice entwickeln kann.
    • Für jede Woche konnte man sich für einen Lernbuddy-Austausch anmelden. Aus allen Anmeldungen habe ich dann immer per Zufall Paare gebildet, die ihre Kontaktdaten gegenseitig erhielten und sich dann eigenständig verabreden konnten.
    Formular zur Anmeldung am Lernbuddy-Austausch

    Zweitens habe ich immer wieder dazu eingeladen, auch das eigene Netzwerk für Resonanz zu nutzen. Etwa durch die Einladung via Social Media Reflexionen zum eigenen Lernen zu veröffentlichen, ein Lerntagebuch im eigenen Blog zu schreiben oder auch einfach mit Kolleg*innen in den direkten Austausch dazu zu gehen.

    Schließlich gab es drittens auch noch das bereits erwähnte Onboarding und das Abschlusstreffen.

    3. Scaffolding-Prinzip

    Für das selbstbestimmte Lernen haben wir vor allem auf KI-Technologie im Sinne einer LernAssistenz gesetzt. Ich habe hier in den Lernimpulsen das Prinzip des Scaffoldings genutzt:

    • Ich habe zunächst einen sehr klaren, weiternutzbares Prompt zum Erkunden angeboten und genau beschrieben, wie sich dieser nutzen lässt.
    • Anschließend folgte die Ermutigung, auf Basis dieser ersten Erkundung zu einer eigenen Formulierung und selbst gestalteten Nutzung zu kommen.

    Dieses Prinzip finde ich gerade im Kontext einer noch relativ neuen Technologie sehr zielführend.

    Zum Scaffolding gehört für mich auch, dass bei Bedarf immer direkte Hilfe und Unterstützung zur Verfügung steht. Hierzu hatten wir einen prominenten ‚Hilfe‘-Button auf der Website, über den man direkt eine Frage stellen konnte.

    Hilfe-Seite auf der Website

    Nachteilig kann an dieser Gestaltung sein, dass das Erkunden der Technologie wichtiger wird, als die eigentliche Erschließung der Inhalte. Das wurde so auch als eine Beobachtung im Abschlusstreffen geteilt. Optimal wäre es wahrscheinlich, jetzt auf Basis der erreichten Learnings noch einmal ein ähnliches Lernangebot zu machen und da dann den Fokus auf die Inhalte legen zu können.

    Meine Reflexion und Learnings

    Wir haben das Lernangebot beim Abschlusstreffen gemeinsam ausgewertet. Alle Beteiligten gaben hier an, dass sie sich solch ein Lernen auf jeden Fall auch zukünftig vorstellen können. Dieses Ergebnis muss man aber mit Vorsicht betrachten. Denn für das Lernangebot hatten sich gut 50 Personen angemeldet. Zum Auftakttreffen waren rund 40 Personen da; beim Abschlusstreffen dann nur noch knapp 20 Personen. Das bedeutet also: die, die dabei blieben, wollen solch ein Lernen auch zukünftig für sich wahrnehmen. Von denjenigen, die abgesprungen sind, weiß ich das nicht.

    Der ‚Schwund‘ an Teilnehmenden wirkt hier auf den ersten Blick recht dramatisch. Auf der anderen Seite finde ich es insgesamt einen großen Erfolg, dass fast die Hälfte bei solch einem Lern-Experiment dabei blieb. Hinzu kommt, dass ich im Online-Kontext immer sehr viel Abspringen erlebe. Auch ich selbst mache das oft so, dass ich mich zu etwas anmelde, aber dann doch nur kurz reinschnuppern, aber nicht ‚richtig‘ mitlernen kann. Von denen die dabei blieben, wurde in jedem Fall die fehlende Zeit und an zweiter Stelle die Herausforderung der Selbstdisziplin beim Lernen genannt – weniger aber fehlender Austausch oder Überforderung mit den Aufgaben.

    Auswertung beim Abschlusstreffen

    Das bringt mich auch direkt zu der für mich wichtigsten Schlussfolgerung: Wir müssen Lernen sichtbarer machen! Das bedeutet: Zu Lernangeboten wird es zukünftig unbedingt dazu gehören, sich über das Lernen selbst (nicht nur über die jeweils konkreten Inhalte) auszutauschen und dazu Räume zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderung ist für mich hier insbesondere, auch diejenigen, die noch eher unerfahren sind, zur offenen Reflexion zu ermutigen. Das ist doppelt herausfordernd, weil erstens fehlt es in diesen Fällen oft an ‚eigenen Kanälen‘, wie einer Social Media Präsenz oder einer eigenen Website, was ich versucht hatte, durch Kommentierungsmöglichkeit auf der Website und auch durch das Angebot der Signal-Gruppe abzuschwächen. Zweitens gibt es oft noch eine größere Unsicherheit beim Lernen. (Einige erwähnten im Abschlusstreffen zum Beispiel, dass sie vom Teilen eigener Learnings abeschreckt wurden, weil andere – aus ihrer Sicht – so super professionelle Sachen geteilt hatten). An dieser Herausforderung möchte ich sehr gerne weiterdenken!

    Weiternutzung & Feedback

    Ich habe die Website mit den Lernimpulsen minimal überarbeitet, so dass keine direkten Links zu Formularen oder der Signal-Gruppe mehr vorhanden sind. Du kannst die Website gerne nutzen, um die Lernimpulse jetzt im Alleingang oder mit Kolleg*innen zum Lernen aufzugreifen. Außerdem können die Inhalte – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – gerne weiter genutzt werden.

    Zur Website

    Ich wünsche viel Freude dabei und bin immer neugierig auf Feedback und weitere Ideen!

    Danke an EPALE für das gemeinsame Experimentieren und an alle Teilnehmenden, die sich darauf eingelassen haben. 🙂

    #Lernkulturveränderung #MethodenLernformate #Nachhaltigkeit #OnlineLernen

  20. Start der EPALE Akademie zu Twin Transition

    Heute war – neben vielen weiteren Besprechungen und Absprachen – insbesondere auch der Start der EPALE Akademie zu Twin Transition. Ich darf sie konzipieren und gestalten und freue mich sehr auf die Erkundung des spannenden Themas. Mit Twin Transition ist der doppelte Transformationsprozess von Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeint. Ich habe dazu heute auch einen Podcast aufgenommen.

    Sehr neugierig bin ich dann vor allem darauf, wie das doch etwas experimentelle Format klappen wird. Die Akademie findet rein online und fast ausschließlich asynchron statt. Das hier sind die Eckpunkte:

    Folie zur Konzeption

    Übersetzt bedeutet das: Nur Mini-Impulse, ansonsten Navigationshinweise zum Lernen (insbesondere durch vorbereitete KI-Prompts) und viel Rahmenbau für Austausch und Vernetzung – unter anderem mit einer Messenger-Gruppe und einem Lernbuddy-Programm.

    Alle können selbst entscheiden, wie und auch wieviel sie lernen wollen. Ich gehe bei der Zielgruppe von fortgeschrittenen Lernenden aus, so dass ich hoffe, dass das Konzept aufgeht.

    Folie zum Start

    Insgesamt läuft die Akademie bis Mitte Juni- Ich werde sicherlich zwischendurch berichten und vor allem am Ende das Konzept und unsere Learnings teilen.

    #OnlineLernen

  21. Start der EPALE Akademie zu Twin Transition

    Heute war – neben vielen weiteren Besprechungen und Absprachen – insbesondere auch der Start der EPALE Akademie zu Twin Transition. Ich darf sie konzipieren und gestalten und freue mich sehr auf die Erkundung des spannenden Themas. Mit Twin Transition ist der doppelte Transformationsprozess von Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeint. Ich habe dazu heute auch einen Podcast aufgenommen.

    Sehr neugierig bin ich dann vor allem darauf, wie das doch etwas experimentelle Format klappen wird. Die Akademie findet rein online und fast ausschließlich asynchron statt. Das hier sind die Eckpunkte:

    Folie zur Konzeption

    Übersetzt bedeutet das: Nur Mini-Impulse, ansonsten Navigationshinweise zum Lernen (insbesondere durch vorbereitete KI-Prompts) und viel Rahmenbau für Austausch und Vernetzung – unter anderem mit einer Messenger-Gruppe und einem Lernbuddy-Programm.

    Alle können selbst entscheiden, wie und auch wieviel sie lernen wollen. Ich gehe bei der Zielgruppe von fortgeschrittenen Lernenden aus, so dass ich hoffe, dass das Konzept aufgeht.

    Folie zum Start

    Insgesamt läuft die Akademie bis Mitte Juni- Ich werde sicherlich zwischendurch berichten und vor allem am Ende das Konzept und unsere Learnings teilen.

    #OnlineLernen

  22. 🚨 Noch nicht angemeldet?
    📢 Die Teilnahme an der #OERcamp Werkstatt ONLINE ist weiter möglich – kostenlos!

    👉hhttps://oercamp.de/veranstaltungen/werkstatt-hessen-2025/#anmelden

    📺 Als Einstieg: die #FlippedVideos unserer Werkstatt-Coaches!
    Damit kannst du direkt loslegen – mit Ideen, Fragen oder Projekten, die du im Workshop vertiefst. Offen, kreativ und praxisnah.

    👉oercamp.de/videosammlung/

    #OER #OpenEducation #FlippedClassroom #Werkstatt #Onlinelernen #OERde

  23. 🚨 Noch nicht angemeldet?
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    #OER #OpenEducation #FlippedClassroom #Werkstatt #Onlinelernen #OERde

  24. 🚨 Noch nicht angemeldet?
    📢 Die Teilnahme an der #OERcamp Werkstatt ONLINE ist weiter möglich – kostenlos!

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    📺 Als Einstieg: die #FlippedVideos unserer Werkstatt-Coaches!
    Damit kannst du direkt loslegen – mit Ideen, Fragen oder Projekten, die du im Workshop vertiefst. Offen, kreativ und praxisnah.

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  25. ‚Präsenzerweiterung‘

    Mitte Mai ist die Veranstaltung ‚OER im Blick‘ in Jena. In einem dieser Workshops soll es um die Community-Beratschlagung des OERcamp gehen, die ich mit konzipiert und vorbereitet habe. Leider kann ich vor Ort nicht mit dabei sein. Gemeinsam mit dem OERcamp-Team haben wir überlegt, ob man mich vielleicht mit einem Flipped-Video zuschalten kann.

    Ich fand diese Idee gut und habe daran weiter gedacht. Ich kam zum Schluss, dass tatsächlich passende Impulse sehr viel cooler sein könnten, als einfach nur eine Art Grußwort. So habe ich jetzt also vier Mini-Videos aufgezeichnet – inklusive Hallo und Tschüß – die aus meiner Sicht gut dazu passen können. Ich nenne diese Form der Zuschaltung ‚Präsenzerweiterung‘.

    Nun bin ich gespannt, was das OERcamp-Team vor Ort und mit Zuschaltung daraus macht und wie der Workshop insgesamt funktionieren wird. Ich werde diese Idee sicherlich noch häufiger vorschlagen!

    Ansonsten habe ich heute meine April-Edumail versandt, viele Besprechungen gehabt – und freue mich jetzt auf den morgigen Feiertag. 🙂

    #MethodenLernformate #OnlineLernen

  26. ‚Präsenzerweiterung‘

    Mitte Mai ist die Veranstaltung ‚OER im Blick‘ in Jena. In einem dieser Workshops soll es um die Community-Beratschlagung des OERcamp gehen, die ich mit konzipiert und vorbereitet habe. Leider kann ich vor Ort nicht mit dabei sein. Gemeinsam mit dem OERcamp-Team haben wir überlegt, ob man mich vielleicht mit einem Flipped-Video zuschalten kann.

    Ich fand diese Idee gut und habe daran weiter gedacht. Ich kam zum Schluss, dass tatsächlich passende Impulse sehr viel cooler sein könnten, als einfach nur eine Art Grußwort. So habe ich jetzt also vier Mini-Videos aufgezeichnet – inklusive Hallo und Tschüß – die aus meiner Sicht gut dazu passen können. Ich nenne diese Form der Zuschaltung ‚Präsenzerweiterung‘.

    Nun bin ich gespannt, was das OERcamp-Team vor Ort und mit Zuschaltung daraus macht und wie der Workshop insgesamt funktionieren wird. Ich werde diese Idee sicherlich noch häufiger vorschlagen!

    Ansonsten habe ich heute meine April-Edumail versandt, viele Besprechungen gehabt – und freue mich jetzt auf den morgigen Feiertag. 🙂

    #MethodenLernformate #OnlineLernen

  27. Themenanker-Methode: Welcher Aspekt spricht dich intuitiv am meisten an?

    Wahrscheinlich kennst du die Postkarten-Methode zum Einstieg in Lernangebote. Sie funktioniert so:

    • Alle sitzen im Kreis. In der Mitte sind Postkarten mit unterschiedlichen Motiven verteilt.
    • Jede Person wählt sich eine Postkarte aus.
    • Alle stellen sich reihum vor, zeigen dabei ihre ausgewählte Postkarte und begründen ihre Auswahl.

    Diese Methode lässt sich beliebig variieren. Zum Beispiel kann man eine Postkarte aussuchen lassen, die gut zur aktuellen Stimmung passt. Oder eine Postkarte, wie man sich am Ende des Lernangebots gerne fühlen will. Oder eine Postkarte, die einen an ein Erlebnis in den letzten Monaten erinnert. Oder eine Postkarte, die man einer anderen Person mit einem guten Wunsch weitergeben will …

    Zugleich kann man die Methode auch so abwandeln, dass man schon einen inhaltlichen Einstieg versucht. Zum Beispiel mit der Aufforderung:

    Wähle das Bild, das aus deiner Sicht am besten zu unserem heutigen Thema passt und begründe warum.

    Genau zu dieser Variation eines inhaltlichen Einstiegs habe ich nun einen Remix der Methode ausprobiert, der nicht mit Bildern, sondern mit Begriffen arbeitet – und aus meiner Sicht in vielen Kontexten besser funktioniert. Ich nenne sie Themenanker-Methode.

    Mein Lernangebot dazu war ein Online-Workshop zu nachhaltigem Wissenstransfer. Inhaltlich sollte es um Themen wie KI-Nutzung in sozialer Hinsicht, Open Educational Resources, Kultur des Teilens, persönliche Lernnetzwerke und Content Marketing gehen. Entsprechend vielfältig waren auch die Perspektiven der beteiligten Personen.

    Anstatt Bilder zu präsentieren, habe ich eine Liste mit möglichen Aktivitäten bzw. inhaltlichen Aspekten geteilt:

    • Mut zu Fehlern haben
    • Feedback erhalten
    • Wissen durch Teilen vermehren
    • Perspektivwechsel wagen
    • das Rad nicht neu erfinden
    • gute Fragen stellen
    • Storytelling nutzen
    • Chance für Content Marketing ergreifen
    • spielerische Formate nutzen
    • sich mit anderen vernetzen
    • experimentieren statt Perfektion anstreben
    • interdisziplinäre Perspektiven einbeziehen
    • Vertrauen schaffen
    • mit Künstlicher Intelligenz effizienter zusammenarbeiten
    • eine lernende und eine lehrende Person sein
    • Resonanz in sozialen Räumen ermöglichen

    Alle konnten sich nun den Aspekt auswählen, der sie intuitiv am meisten ansprach (oder natürlich auch einen ganz anderen Aspekt, der einem in der Liste fehlte). Auch hier machten wir dann eine schnelle Vorstellungsrunde – und jede Person nannte und begründete ihre Auswahl.

    Ich fand diesen Einstieg aus mehreren Gründen gelungen:

    • Es ergab sich ein sehr vielfältiges, perspektivenreiches Bild zum Thema des Workshops.
    • Alle Teilnehmenden suchten nach einem persönlichen Bezug zum Thema.
    • Alle lernten sich untereinander ein bisschen kennen – allerdings direkt mit Fokus auf das gemeinsam zu bearbeitende Thema.
    • Auch Menschen, die ganz neu im Thema waren, konnten etwas auswählen und das vielleicht als Frage formulieren (Beispiel: Ich habe ‚Mut zu Fehlern haben‘ ausgewählt, weil ich nicht weiß, wie ich das in unserer Organisation verankern kann).
    • Die Methode ließ sich auch im Online-Kontext einfach durchführen.

    Eine Weiternutzung der Methode kann ich vor diesem Hintergrund sehr empfehlen. In größeren Gruppen könnte man das Ganze auch als Kartenaustausch mit Zweier-Gesprächen gestalten. In jedem Fall lassen sich die Begriffe natürlich wunderbar für das jeweilige Thema anpassen.

    Viel Freude damit!

    #Methoden #OnlineLernen

  28. Themenanker-Methode: Welcher Aspekt spricht dich intuitiv am meisten an?

    Wahrscheinlich kennst du die Postkarten-Methode zum Einstieg in Lernangebote. Sie funktioniert so:

    • Alle sitzen im Kreis. In der Mitte sind Postkarten mit unterschiedlichen Motiven verteilt.
    • Jede Person wählt sich eine Postkarte aus.
    • Alle stellen sich reihum vor, zeigen dabei ihre ausgewählte Postkarte und begründen ihre Auswahl.

    Diese Methode lässt sich beliebig variieren. Zum Beispiel kann man eine Postkarte aussuchen lassen, die gut zur aktuellen Stimmung passt. Oder eine Postkarte, wie man sich am Ende des Lernangebots gerne fühlen will. Oder eine Postkarte, die einen an ein Erlebnis in den letzten Monaten erinnert. Oder eine Postkarte, die man einer anderen Person mit einem guten Wunsch weitergeben will …

    Zugleich kann man die Methode auch so abwandeln, dass man schon einen inhaltlichen Einstieg versucht. Zum Beispiel mit der Aufforderung:

    Wähle das Bild, das aus deiner Sicht am besten zu unserem heutigen Thema passt und begründe warum.

    Genau zu dieser Variation eines inhaltlichen Einstiegs habe ich nun einen Remix der Methode ausprobiert, der nicht mit Bildern, sondern mit Begriffen arbeitet – und aus meiner Sicht in vielen Kontexten besser funktioniert. Ich nenne sie Themenanker-Methode.

    Mein Lernangebot dazu war ein Online-Workshop zu nachhaltigem Wissenstransfer. Inhaltlich sollte es um Themen wie KI-Nutzung in sozialer Hinsicht, Open Educational Resources, Kultur des Teilens, persönliche Lernnetzwerke und Content Marketing gehen. Entsprechend vielfältig waren auch die Perspektiven der beteiligten Personen.

    Anstatt Bilder zu präsentieren, habe ich eine Liste mit möglichen Aktivitäten bzw. inhaltlichen Aspekten geteilt:

    • Mut zu Fehlern haben
    • Feedback erhalten
    • Wissen durch Teilen vermehren
    • Perspektivwechsel wagen
    • das Rad nicht neu erfinden
    • gute Fragen stellen
    • Storytelling nutzen
    • Chance für Content Marketing ergreifen
    • spielerische Formate nutzen
    • sich mit anderen vernetzen
    • experimentieren statt Perfektion anstreben
    • interdisziplinäre Perspektiven einbeziehen
    • Vertrauen schaffen
    • mit Künstlicher Intelligenz effizienter zusammenarbeiten
    • eine lernende und eine lehrende Person sein
    • Resonanz in sozialen Räumen ermöglichen

    Alle konnten sich nun den Aspekt auswählen, der sie intuitiv am meisten ansprach (oder natürlich auch einen ganz anderen Aspekt, der einem in der Liste fehlte). Auch hier machten wir dann eine schnelle Vorstellungsrunde – und jede Person nannte und begründete ihre Auswahl.

    Ich fand diesen Einstieg aus mehreren Gründen gelungen:

    • Es ergab sich ein sehr vielfältiges, perspektivenreiches Bild zum Thema des Workshops.
    • Alle Teilnehmenden suchten nach einem persönlichen Bezug zum Thema.
    • Alle lernten sich untereinander ein bisschen kennen – allerdings direkt mit Fokus auf das gemeinsam zu bearbeitende Thema.
    • Auch Menschen, die ganz neu im Thema waren, konnten etwas auswählen und das vielleicht als Frage formulieren (Beispiel: Ich habe ‚Mut zu Fehlern haben‘ ausgewählt, weil ich nicht weiß, wie ich das in unserer Organisation verankern kann).
    • Die Methode ließ sich auch im Online-Kontext einfach durchführen.

    Eine Weiternutzung der Methode kann ich vor diesem Hintergrund sehr empfehlen. In größeren Gruppen könnte man das Ganze auch als Kartenaustausch mit Zweier-Gesprächen gestalten. In jedem Fall lassen sich die Begriffe natürlich wunderbar für das jeweilige Thema anpassen.

    Viel Freude damit!

    #Methoden #OnlineLernen

  29. Online-Workshop zu Wissenstransfer

    Heute hatte ich eine Vorbereitung für einen Pädagogischen Tag an einer Berufsschule im Juni und das ‚Impulser Fresh Up‘ – unser regelmäßiges Treffen im Impulsgremium des Bundesbildungsministeriums zur OER-Strategie. Nachmittags habe ich bei der Katholischen Erwachsenenbildung einen dreistündigen Online-Workshop zum Thema Wissenstransfer gestaltet. Ein voller Tag!

    • Für den Pädagogischen Tag haben wir zwei schöne Workshop-Ideen überlegt: KI zwischen Abkürzung und Ermächtigung. Und: KI zwischen Personalisierung und sozialem Lernen. Ich freue mich auf die Konzeption und Durchführung!
    • Im Impulser Fresh Up habe ich unter anderen eingebracht, den Fokus bei unserem nächsten Treffen stärker auf Open Educational Practices (OEP) zu legen. Ich bin gespannt!
    • Der Online-Workshop zu Wissenstransfer war in einer kleinen Runde – und darum sehr intensiv. Er ist begleitend zu einem Online-Kurs, den ich gestaltet habe. Wichtig war mir 10 ganz konkrete Möglichkeiten vorzustellen, so dass alle für sich einen ersten Schritt mitnehmen konnten:
      • Kollaborative Mitschriebe nutzen
      • Inhalte als Open Educational Resources (OER) teilen
      • Das Barcamp-Prinzip nutzen
      • Künstliche Intelligenz als soziales Werkzeug nutzen
      • Künstliche Intelligenz als kreatives Werkzeug nutzen
      • Individuell oder kollaborativ bloggen
      • Ein persönliches Lernnetzwerk aufbauen
      • Learning Out Loud als Strategie nutzen
      • Neugier kultivieren
      • Soziale Räume ermöglichen

    Im Rückblick habe ich vor allem über den Online-Workshop noch weiter nachgedacht: Eigentlich hatte ich dort viel Wechsel zwischen BreakOut-Räumen und Plenum geplant. Dann kündigten aber schon gleich zu Beginn einzeln Personen an, dass sie früher los müssen oder parallel noch andere Sachen erledigen müssen. Hinzu schien mir die Erwartungshaltung sehr stark nach Input zu sein. Deshalb habe ich dann sehr viel frontalen Input gemacht – und die letzte Stunde einen gemeinsamen Austausch im Plenum gestaltet. Wenn ich ehrlich bin, war das hauptsächlich eigener Unsicherheit geschuldet. Zudem hätte es mehr Kraft gekostet, etwas anderes in Gang zu bringen und anzustoßen. Zurück bleibt dann aber Unzufriedenheit, auch wenn das Feedback gut war. Ich denke, dass die Kolleg*innen mehr profitiert hätten, wenn sie auch mehr verändertes Lernen praktisch hätten erleben können.

    Mein guter Vorsatz deshalb für nächste Male: Nicht beirren lassen, mutig sein und vorangehen! Wenn die Gruppe es dann doch anders will, ist es ja sehr in Ordnung. Aber erst einmal überhaupt andere Möglichkeiten zeigen und mit Gewohnheiten brechen, ist aus meiner Sicht gerade bei diesem Thema wichtig!

    PS. Die beste Entscheidung des heutigen Tages war mit Abstand, die Mittagspause in die Sonne zu verlegen. Ich hatte zwischen zwei Terminen nur eine gute halbe Stunde Zeit, aber das reichte perfekt für einen Kaffee in der Frühlingssonne :-)

    #Fail #OnlineLernen

  30. Online-Workshop zu Wissenstransfer

    Heute hatte ich eine Vorbereitung für einen Pädagogischen Tag an einer Berufsschule im Juni und das ‚Impulser Fresh Up‘ – unser regelmäßiges Treffen im Impulsgremium des Bundesbildungsministeriums zur OER-Strategie. Nachmittags habe ich bei der Katholischen Erwachsenenbildung einen dreistündigen Online-Workshop zum Thema Wissenstransfer gestaltet. Ein voller Tag!

    • Für den Pädagogischen Tag haben wir zwei schöne Workshop-Ideen überlegt: KI zwischen Abkürzung und Ermächtigung. Und: KI zwischen Personalisierung und sozialem Lernen. Ich freue mich auf die Konzeption und Durchführung!
    • Im Impulser Fresh Up habe ich unter anderen eingebracht, den Fokus bei unserem nächsten Treffen stärker auf Open Educational Practices (OEP) zu legen. Ich bin gespannt!
    • Der Online-Workshop zu Wissenstransfer war in einer kleinen Runde – und darum sehr intensiv. Er ist begleitend zu einem Online-Kurs, den ich gestaltet habe. Wichtig war mir 10 ganz konkrete Möglichkeiten vorzustellen, so dass alle für sich einen ersten Schritt mitnehmen konnten:
      • Kollaborative Mitschriebe nutzen
      • Inhalte als Open Educational Resources (OER) teilen
      • Das Barcamp-Prinzip nutzen
      • Künstliche Intelligenz als soziales Werkzeug nutzen
      • Künstliche Intelligenz als kreatives Werkzeug nutzen
      • Individuell oder kollaborativ bloggen
      • Ein persönliches Lernnetzwerk aufbauen
      • Learning Out Loud als Strategie nutzen
      • Neugier kultivieren
      • Soziale Räume ermöglichen

    Im Rückblick habe ich vor allem über den Online-Workshop noch weiter nachgedacht: Eigentlich hatte ich dort viel Wechsel zwischen BreakOut-Räumen und Plenum geplant. Dann kündigten aber schon gleich zu Beginn einzeln Personen an, dass sie früher los müssen oder parallel noch andere Sachen erledigen müssen. Hinzu schien mir die Erwartungshaltung sehr stark nach Input zu sein. Deshalb habe ich dann sehr viel frontalen Input gemacht – und die letzte Stunde einen gemeinsamen Austausch im Plenum gestaltet. Wenn ich ehrlich bin, war das hauptsächlich eigener Unsicherheit geschuldet. Zudem hätte es mehr Kraft gekostet, etwas anderes in Gang zu bringen und anzustoßen. Zurück bleibt dann aber Unzufriedenheit, auch wenn das Feedback gut war. Ich denke, dass die Kolleg*innen mehr profitiert hätten, wenn sie auch mehr verändertes Lernen praktisch hätten erleben können.

    Mein guter Vorsatz deshalb für nächste Male: Nicht beirren lassen, mutig sein und vorangehen! Wenn die Gruppe es dann doch anders will, ist es ja sehr in Ordnung. Aber erst einmal überhaupt andere Möglichkeiten zeigen und mit Gewohnheiten brechen, ist aus meiner Sicht gerade bei diesem Thema wichtig!

    PS. Die beste Entscheidung des heutigen Tages war mit Abstand, die Mittagspause in die Sonne zu verlegen. Ich hatte zwischen zwei Terminen nur eine gute halbe Stunde Zeit, aber das reichte perfekt für einen Kaffee in der Frühlingssonne :-)

    #Fail #OnlineLernen

  31. Zwei Experimente im heutigen Online-Lernangebot mit dem VCRP

    Heute habe ich für den Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) ein Online-Lernangebot zu guter Zusammenarbeit im Kontext von KI gestaltet. Direkt im Anschluss habe ich die wichtigsten inhaltlichen Impulse gebloggt. (Nach einem Lernangebot ist solch ein Blogbeitrag recht schnell geschrieben, weil die Inhalte in meinem Kopf natürlich gut sortiert sind.)

    Während des Online-Lernangebots habe ich mit zwei ’neuen‘ Dingen experimentiert und möchte diese hier in meinem Lerntagebuch kurz dokumentieren:

    Erstens haben wir 1, 2 oder 3 gespielt. Das ist eine sehr schnelle und einfache Idee gewesen. Ich habe drei Optionen-Kästen auf eine Folie gezeichnet (in meinem Fall: drei Möglichkeiten, wie man mit einem KI-Modell interagieren kann). Daneben stand der Satz:

    Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht!

    Ich habe dann ein Fallbeispiel vorgestellt und darum gebeten, sich an die richtige Stelle auf der Folie mit dem Mauszeiger zu platzieren. Das ‚Licht einschalten‘ war dann die Aktivierung des kollaborativen Whiteboards. Damit wurden auf einen Schlag alle Mauszeiger sichtbar – und ich konnte auflösen.

    Meine ‚Quizfolie‘

    Fazit dazu: Eine sehr einfache und niederschwellige Mini-Interaktion, die ich sicherlich in vielen Kontexten nutzen kann.

    Zweitens habe ich die erweiterte Audio-Funktion von ChatGPT live ausprobiert. Dazu habe ich den zweiten der drei Impulse aufgezeichnet und bin dann in den Audio-Modus gewechselt. Dort habe ich dann erstens ChatGPT nach einer prägnanten Zusammenfassung gefragt – und zweitens nach einer möglichen Reflexionsfrage für die folgenden ‚Murmelphasen‘. Technisch war ich einfach ganz normal in der Videokonferenz via Laptop und habe als zweites Gerät mein Smartphone dazu geholt. Ich weiß, dass es natürlich auch ausgefeiltere Möglichkeiten gibt, bei der man den KI-Bot richtig in die Konferenz einwählt. Ich habe einfach mein Smartphone vor mein Headset gehalten, um die Antwort des Bots für die Teilnehmenden hörbar zu machen. Das reichte gut aus!

    Offen gestaltete Folie in Erwartung einer KI-Chatbot Interaktion

    Fazit dazu: Hier war ich etwas aufgeregt, weil solche Experimente natürlich super leicht schief gehen können. Es hat aber zum Glück gut geklappt. Die entwickelte Frage war wenig überraschend (= Wie übertragt ihr das Gehörte auf euren Kontext?). Vielleicht müsste ich eher nach einer ungewöhnlichen Frage fragen. Hilfreich fand ich die prägnante Zusammenfassung: Ich konnte damit einmal kurz durchatmen und die Teilnehmenden haben zwischendurch mal eine andere Stimme gehört. Ich denke, dass ich damit auch zukünftig immer mal wieder experimentieren werde,

    Auch ansonsten ist mein Fazit: Ein schönes Lernangebot, das auf viel Interesse stieß!

    #MethodenLernformate #OnlineLernen

  32. Zwei Experimente im heutigen Online-Lernangebot mit dem VCRP

    Heute habe ich für den Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) ein Online-Lernangebot zu guter Zusammenarbeit im Kontext von KI gestaltet. Direkt im Anschluss habe ich die wichtigsten inhaltlichen Impulse gebloggt. (Nach einem Lernangebot ist solch ein Blogbeitrag recht schnell geschrieben, weil die Inhalte in meinem Kopf natürlich gut sortiert sind.)

    Während des Online-Lernangebots habe ich mit zwei ’neuen‘ Dingen experimentiert und möchte diese hier in meinem Lerntagebuch kurz dokumentieren:

    Erstens haben wir 1, 2 oder 3 gespielt. Das ist eine sehr schnelle und einfache Idee gewesen. Ich habe drei Optionen-Kästen auf eine Folie gezeichnet (in meinem Fall: drei Möglichkeiten, wie man mit einem KI-Modell interagieren kann). Daneben stand der Satz:

    Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht!

    Ich habe dann ein Fallbeispiel vorgestellt und darum gebeten, sich an die richtige Stelle auf der Folie mit dem Mauszeiger zu platzieren. Das ‚Licht einschalten‘ war dann die Aktivierung des kollaborativen Whiteboards. Damit wurden auf einen Schlag alle Mauszeiger sichtbar – und ich konnte auflösen.

    Meine ‚Quizfolie‘

    Fazit dazu: Eine sehr einfache und niederschwellige Mini-Interaktion, die ich sicherlich in vielen Kontexten nutzen kann.

    Zweitens habe ich die erweiterte Audio-Funktion von ChatGPT live ausprobiert. Dazu habe ich den zweiten der drei Impulse aufgezeichnet und bin dann in den Audio-Modus gewechselt. Dort habe ich dann erstens ChatGPT nach einer prägnanten Zusammenfassung gefragt – und zweitens nach einer möglichen Reflexionsfrage für die folgenden ‚Murmelphasen‘. Technisch war ich einfach ganz normal in der Videokonferenz via Laptop und habe als zweites Gerät mein Smartphone dazu geholt. Ich weiß, dass es natürlich auch ausgefeiltere Möglichkeiten gibt, bei der man den KI-Bot richtig in die Konferenz einwählt. Ich habe einfach mein Smartphone vor mein Headset gehalten, um die Antwort des Bots für die Teilnehmenden hörbar zu machen. Das reichte gut aus!

    Offen gestaltete Folie in Erwartung einer KI-Chatbot Interaktion

    Fazit dazu: Hier war ich etwas aufgeregt, weil solche Experimente natürlich super leicht schief gehen können. Es hat aber zum Glück gut geklappt. Die entwickelte Frage war wenig überraschend (= Wie übertragt ihr das Gehörte auf euren Kontext?). Vielleicht müsste ich eher nach einer ungewöhnlichen Frage fragen. Hilfreich fand ich die prägnante Zusammenfassung: Ich konnte damit einmal kurz durchatmen und die Teilnehmenden haben zwischendurch mal eine andere Stimme gehört. Ich denke, dass ich damit auch zukünftig immer mal wieder experimentieren werde,

    Auch ansonsten ist mein Fazit: Ein schönes Lernangebot, das auf viel Interesse stieß!

    #MethodenLernformate #OnlineLernen

  33. 💡 Technik-Talk: Die besten kostenlosen Tools fürs E-Learning

    📌 Zum Lehren:
    Moodle – Flexibles LMS, ideal für strukturierte Online-Kurse

    📌 Zum Lernen:
    Quizlet – erstellen und ansehen von digitalen Karteikarten, perfekt für Vokabeln und Prüfungsfragen

    📌 Zum Planen:
    Trello – Organisation für Gruppenprojekte oder individuelle Projektarbeiten

    Welches dieser Tools nutzt ihr am liebsten? Habt ihr weitere Empfehlungen?

    #OnlineLernen #KostenloseTools #Moodle #Quizlet #Trello

  34. Experiment: Lässt sich ein Online-Vortrag mithilfe von KI-Tools zugänglicher machen?

    Heute Abend habe ich an der Uni Halle zu Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung gesprochen. Da viele Menschen nicht teilnehmen konnten, stand die Frage nach einer Aufzeichnung im Raum. Das wäre sicherlich eine Möglichkeit gewesen. Allerdings kenne ich es von anderen Veranstaltungen, dass solche Aufzeichnungen nur sehr wenig aufgerufen werden, es sei denn sie werden gezielt geschnitten/ aufbereitet, was dann einiges an Arbeit ist. Außerdem fühlen sich die teilnehmenden Menschen während einer Aufzeichnung oft gehindert, ihre Kamera anzulassen oder Fragen zwischendurch zu stellen. Darum habe ich dieses Mal in Absprache mit den Kolleginnen einen anderen Weg versucht:

    1. Ich habe nur das Audio aufgenommen und daraus ein Transkript erstellt.
    2. Das Transkript habe ich mithilfe eines KI-Sprachmodells in eine ‚Lesefassung‘ gebracht.
    3. Ich habe ein paar manuelle Änderungen vorgenommen – und kann den Text dann jetzt hier teilen.

    Mein Vorgehen im Einzelnen

    Schritt 1: Audio-Aufzeichnung und Transkript

    Die Audio-Aufzeichnung funktionierte lokal auf meinem Rechner. Für das Transkript habe ich das Online-Tool Transkriptor verwendet, was in der Basis-Version meist ausreichend ist. Ich habe direkt Einleitung und Abschluss (= meine Vorstellung, Erläuterungen zum Ablauf und am Ende Überleitung zu den Fragen) rausgelöscht.

    Schritt 2: Lesefassung generieren lassen

    Für die Generierung der Lesefassung habe ich ChatGPT genutzt. Mein Prompt lautete:

    Ich habe heute einen Vortrag gehalten zum Thema Herausforderungen in der Pädagogik im Kontext von Digitalisierung und Digitalität. Ich gebe dir im folgenden ein Transkript, zu dem Vortrag. Gesucht ist nun eine Aufbereitung dieses Transkripts in eine gut lesbare Textform. Du solltest dabei auf eine gute Strukturierung und Übersichtlichkeit und Vollständigkeit achten. Dabei soll eine Umwandlung in eine prägnante Schriftsprache stattfinden. Die Teilnehmenden hatten zwischendrin immer Reflexionsfragen. Das kannst du in der Schriftform komplett streichen.

    Du könntest so starten: Wenn wir zu Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung reflektieren, stellen sich vor allem drei Fragen: Worum geht es eigentlich genau? Was wird wichtig(er)? Und: Was können wir tun? Lasst uns diese Fragen nacheinander betrachten. Bei der Frage ‚Was können wir tun?‘ lässt sich als erstes feststellen, dass seit gut 2 Jahren der große Fokus bei der Digitalisierung im Bildungsbereich auf dem Thema künstliche Intelligenz liegt. …

    Hier ist das vollständige Transkript: (eingefügtes Transkript)

    Schritt 3: Manuelle Bearbeitung

    ChatGPT hat auf diesen Prompt hin eine erste Version generiert. Für die Bearbeitung habe ich vorgeschlagen, in den Canvas-Modus zu switchen. Das sieht dann so aus, dass ich direkt am Text arbeiten und/ oder ChatGPT ankommentieren kann und z.B. schreiben kann: ‚Hier fehlt, dass Technologie sich verändert. Früher, z.B. der Taschenrechner, war ein Werkzeug. Jetzt gibt es mehr Änderung bei der gesellschaftlichen Tiefenstruktur. Bitte solch einen Absatz basierend auf dem Transkript ergänzen.‘ ChatGPT arbeitet dann direkt die Änderungen an der jeweiligen Stelle ein.

    Aufbereitung: Ergänzung mit Folien

    Nach der Fertigstellung des neuen Textes habe ich noch passende Folien meiner Kritzelpräsentation eingefügt, so dass sich Lesende auch ein visuelles Bild machen können.

    Reflexion: Ist das sinnvoll und welche Fragen stellen sich?

    Ich bin diesen Weg gegangen, um einen Online-Vortrag für mehr Menschen zugänglicher zu machen. Ob das geklappt hat, lässt sich wohl erst im Nachhinein auf Basis von entsprechenden Rückmeldungen der Teilnehmenden (und vor allem der Nicht-Teilnehmenden) klären.

    Für mich selbst ziehe ich ein gemischtes Fazit.

    Positive Aspekte:

    • Das Vorgehen ist unkompliziert und funktioniert schnell. Insbesondere durch den Canvas-Modus konnte ich beim entstehenden Text sehr gut nachbearbeiten, wenn etwas fehlte oder nicht passte.
    • Die Videokonferenz selbst verlief ohne die ‚Störung‘ durch eine Aufzeichnung, die nachträglich veröffentlicht werden soll. Wir hatten viele angestellte Kameras während des Vortrags.
    • Der entstandene Text ist prägnant und übersichtlich formuliert. Ich kann mir vorstellen, dass nicht-teilnehmende Menschen sich damit zumindest einen schnellen Überblick verschaffen können, über was ich gesprochen habe.

    Schwierige Aspekte:

    • Ich finde mich in dem entstandenen Text trotz Weiterbearbeitung nicht wirklich wieder. Das liegt oft an kleinen Formulierungen oder Schwerpunktsetzungen. Weder ist es mein ‚geredeter‘ Vortrag, noch wirklich ein geschriebener Text von mir. Um das zu erreichen hätte ich sehr viel mehr Zeit investieren müssen (Und dann hätte ich besser gleich direkt einen ‚richtigen‘ Blogbeitrag geschrieben.)
    • Erst bei der Aufbereitung mit den Kritzelfolien ist mir aufgefallen, dass wichtige Aspekte bei der generierten Zusammenstellung fehlen.
    • Ich bin mir bei der gewünschten offenen Lizenzierung unsicher. Meine Idee ist: ‚Der Text ‚Herausforderungen der Digitalisierung und Digitalität in der Bildung‘ ist Public Domain, generiert von ChatGPT in der Canvas-Version mit Bearbeitungen durch Nele Hirsch und auf Basis eines Vortrags-Transkripts von Nele Hirsch, beides unter der Lizenz CC BY 4.0.‘
    • Die Zusammenstellung bleibt insgesamt eher oberflächlich. Es fehlt der wesentliche Part eines Vortrags (= durch die Art und Weise des Redens Menschen für das Thema begeistern und Resonanz erzeugen)

    In der Abwägung und Reflexion dazu komme ich zum Schluss, dass sich der entstandene Text vor allem für eine kollaborative Weiterbeschäftigung eignet. Nicht-teilnehnmende und teilnehmende Menschen am Vortrag könnten zusammen kommen, gemeinsam den generierten Text als Grundlage nehmen, um dann darüber zu sprechen und nächste Schritte zu überlegen. Ich habe mit meinem hier experimentierten Vorgehen den Vortrag somit zum Weiternutzen hauptsächlich in die Hände der teilnehmenden Menschen gelegt. Auf diese Weise kann mehr Zugänglichkeit entstehen, wenn der Inhalt für weiteren Austausch genutzt wird. Dazu hätte es aber vielleicht gar nicht solch eine Aufbereitung gebraucht, sondern es hätten auch die Folien gereicht.

    Fazit

    Ich bin gespannt, welche Einschätzungen mich aus dem Teilnehmendenkreis erreichen. Ich freue mich, wenn du auch KI-Experimente in Vorträgen gemacht hast und deine Erfahrungen teilst und/ oder Feedback zu meinem Experiment beisteuern willst.

    Wenn du dir selbst ein Bild machen willst, hier ist das Ergebnis:

    Herausforderungen der Digitalisierung und Digitalität in der Bildung

    Wenn wir über Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung nachdenken, stellen sich vor allem drei zentrale Fragen: Worum geht es eigentlich genau? Was wird wichtiger? Und: Was können wir tun? Gehen wir diese Fragen nacheinander durch.

    1. Worum geht es?

    Der derzeitige Fokus der Digitalisierung in der Bildung liegt stark auf dem Thema generative KI. Insbesondere große Sprachmodelle wie ChatGPT haben eine breite Aufmerksamkeit erlangt. Diese Modelle erzeugen Antworten nicht durch echtes Verständnis, sondern durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen, was manchmal als „stochastischer Papagei“ bezeichnet wird. Die KI speichert Muster und Verbindungen aus riesigen Textmengen und erzeugt Antworten basierend auf der Wahrscheinlichkeit, was am besten passt. Diese Technik wirkt oft magisch, ist jedoch im Kern einfach eine sehr große Datenbank mit komplexen Rechenmodellen – Technik, keine Magie.

    Veränderungen im Kontext von Digitalisierung und KI

    Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft und damit auch auf die Bildung. Sie verändern grundlegend, wie wir Informationen aufnehmen und produzieren. Während man früher Bücher linear durcharbeitete, ermöglicht die Digitalisierung nun einen interaktiven Zugang zu Texten: Inhalte können verlinkt und dynamisch verarbeitet werden. KI führt das weiter, indem sie es ermöglicht, Texte in Echtzeit zusammenzufassen oder sogar als „Sparring-Partner“ beim Schreiben zu fungieren. Lernende müssen sich nicht mehr allein auf ihre eigene Gliederung und Bearbeitung verlassen, sondern können mit KI diskutieren und entwickeln dadurch ihre Texte dialogisch und flexibler.

    Das beeinflusst auch die Lern- und Prüfungskultur. In einer Welt, in der es unmöglich ist, dass geballte Internet-Wissen in den Lehrplänen festzuschreiben, geht es nicht nur darum, Wissen zu reproduzieren. Vielmehr stehen Lernende vor neuen Fragen und komplexen Themenfeldern, bei denen es keine fertigen Antworten gibt. In einer immer stärker digital geprägten Welt müssen sie lernen, wie sie Wissen und Informationen aktiv nutzen und gestalten können.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die veränderte Rolle der Technologie. Früher waren Werkzeuge wie der Taschenrechner klar abgegrenzte Hilfsmittel, die einen spezifischen Zweck erfüllten. Heute jedoch hat Technologie einen viel tiefer gehenden Einfluss auf unsere gesellschaftliche Struktur. KI wirkt nicht nur als Werkzeug, sondern formt gesellschaftliche Normen und Prozesse mit. Dies bedeutet, dass Technologie nicht mehr nur etwas ist, das wir nutzen, sondern etwas, das unsere gesamte Gesellschaft mitgestaltet und beeinflusst. Auch das gilt es in der Bildung zu reflektieren – und zu einer mündigen und gestaltenden Nutzung von Technologie zu kommen.

    2. Was wird wichtiger?

    In dieser sich verändernden Bildungslandschaft werden bestimmte Kompetenzen immer wichtiger, um Lernende für eine Zukunft in einer digital geprägten Gesellschaft zu stärken:

    Anti-Verdummungskompetenz: Lernende müssen verstehen, wie sie KI sinnvoll nutzen können, ohne die eigenen Denkprozesse zu vernachlässigen. Es geht darum, die Technik kritisch und reflektiert einzusetzen und nicht bei jedem Thema nur die schnelle Antwort der KI abzurufen. Die Gefahr der „Verdummung“ besteht, wenn Menschen den kreativen Prozess und die Fähigkeit zum eigenständigen Denken verlernen, weil sie sich ausschließlich auf KI verlassen oder Abkürzungen nehmen, wo Abkürzungen für das Lernen hinderlich sind.

    Neugier- und Weltverstehenskompetenz: Es wird wichtiger, in der KI-geprägten Welt ein echtes Interesse daran zu haben, Dinge zu verstehen und durchdringen zu wollen. Diese Neugier ermöglicht es Lernenden, sich nicht nur von schnellen Zusammenfassungen ablenken zu lassen, sondern tatsächlich eigenständiges Wissen zu erarbeiten.

    Hacking-Kompetenz: Es geht nicht nur darum, sich an Veränderungen anzupassen, sondern eigene Anliegen zu entwickeln, um die Welt aktiv zu einem besseren Ort zu machen.

    Bauchgefühl-Kompetenz: Die Fähigkeit, auf soziale und emotionale Signale zu achten und intuitiv Entscheidungen zu treffen, ist etwas, das Maschinen fehlt. Es wird wichtiger, in der Bildung auf soziale Resonanz und ein authentisches „Bauchgefühl“ zu setzen. Eine originär menschliche Kompetenz ist die körperliche Intelligenz, wie etwa das Gefühl von Resonanz. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist der Resonanzlauf: Wenn eine Gruppe ohne vorgegebenes Signal gemeinsam in Bewegung kommt und schließlich wieder synchron zum Stillstand kommt, zeigt dies eine Form der körperlichen und sozialen Intelligenz, die Maschinen nicht besitzen.

    Umdenk-Kompetenz: Lernende müssen sich auf sich verändernde Situationen einstellen und die Fähigkeit entwickeln, alte Denkweisen loszulassen und neue Wege zu gehen. Reflexion der eigenen Lernprozesse und Anpassungsfähigkeit gehören zu den zentralen Kompetenzen, die dabei unterstützen. Dies ermöglicht die kontinuierliche Verbesserung und Entwicklung der Selbstlernkompetenz.

    3. Was können wir tun?

    Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen lassen sich einige grundlegende Ansätze formulieren, die eine zukunftsfähige Bildungsarbeit unterstützen:

    Selbstlernende Haltung: Pädagogische Fachkräfte sollten sich selbst als Lernende begreifen und neuen Technologien offen gegenüberstehen. Es geht darum, sich auf den digitalen Wandel einzulassen und selbst neugierig und offen zu bleiben, um die eigenen Lehrmethoden zu bereichern.

    Offenheit und Experimentierräume: Bildung sollte Freiräume schaffen, in denen Lernende und Lehrende neue Lehr- und Lernansätze ausprobieren können. Eine feste Methode oder Anleitung wird es im Kontext von Digitalisierung und KI nicht geben. Stattdessen brauchen wir eine Lernkultur, die für flexible Ansätze und Experimente offen ist.

    Förderung eines Herausfinden-Modus: Anstatt fertige Antworten zu liefern, sollten Lehrende Lernende unterstützen, eigene Fragen zu entwickeln und Antworten zu finden. Es geht darum, Lernende zu ermächtigen, eigenständig zu denken und zu forschen.

    Geduld: Der digitale Wandel und die damit verbundenen Veränderungen brauchen Zeit. Es ist wichtig, den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Lernenden und Lehrenden gerecht zu werden – und angesichts von zu starren Strukturen nicht zu verzweifeln.

    Technologie als Lerngegenstand: Neben der Nutzung von Technologien sollten auch ihre gesellschaftlichen, ethischen und politischen Implikationen thematisiert werden. KI ist ein Teil unserer Welt, und um handlungsfähig zu sein, müssen Lernende verstehen, wie diese Technik funktioniert und welche Konsequenzen sie hat. Dazu gehören Fragen zur Nutzung, den ethischen Standards und zur globalen Perspektive auf KI, die in die Bildung einfließen sollten.

    Zusammengefasst bedeutet der digitale Wandel, dass sich die Bildungslandschaft nicht allein durch neue Werkzeuge, sondern durch eine umfassende Neuausrichtung der Lern- und Lehrkultur verändert. Ziel ist es, Kompetenzen für eine zunehmend technisierte Gesellschaft zu vermitteln und Lernende zu einer reflektierten, handlungsfähigen Haltung zu befähigen, um die Zukunft aktiv und kritisch mitzugestalten.

    Alle Slides des VortragsHerunterladen

    #KünstlicheIntelligenzKI_ #OnlineLernen

  35. Experiment: Lässt sich ein Online-Vortrag mithilfe von KI-Tools zugänglicher machen?

    Heute Abend habe ich an der Uni Halle zu Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung gesprochen. Da viele Menschen nicht teilnehmen konnten, stand die Frage nach einer Aufzeichnung im Raum. Das wäre sicherlich eine Möglichkeit gewesen. Allerdings kenne ich es von anderen Veranstaltungen, dass solche Aufzeichnungen nur sehr wenig aufgerufen werden, es sei denn sie werden gezielt geschnitten/ aufbereitet, was dann einiges an Arbeit ist. Außerdem fühlen sich die teilnehmenden Menschen während einer Aufzeichnung oft gehindert, ihre Kamera anzulassen oder Fragen zwischendurch zu stellen. Darum habe ich dieses Mal in Absprache mit den Kolleginnen einen anderen Weg versucht:

    1. Ich habe nur das Audio aufgenommen und daraus ein Transkript erstellt.
    2. Das Transkript habe ich mithilfe eines KI-Sprachmodells in eine ‚Lesefassung‘ gebracht.
    3. Ich habe ein paar manuelle Änderungen vorgenommen – und kann den Text dann jetzt hier teilen.

    Mein Vorgehen im Einzelnen

    Schritt 1: Audio-Aufzeichnung und Transkript

    Die Audio-Aufzeichnung funktionierte lokal auf meinem Rechner. Für das Transkript habe ich das Online-Tool Transkriptor verwendet, was in der Basis-Version meist ausreichend ist. Ich habe direkt Einleitung und Abschluss (= meine Vorstellung, Erläuterungen zum Ablauf und am Ende Überleitung zu den Fragen) rausgelöscht.

    Schritt 2: Lesefassung generieren lassen

    Für die Generierung der Lesefassung habe ich ChatGPT genutzt. Mein Prompt lautete:

    Ich habe heute einen Vortrag gehalten zum Thema Herausforderungen in der Pädagogik im Kontext von Digitalisierung und Digitalität. Ich gebe dir im folgenden ein Transkript, zu dem Vortrag. Gesucht ist nun eine Aufbereitung dieses Transkripts in eine gut lesbare Textform. Du solltest dabei auf eine gute Strukturierung und Übersichtlichkeit und Vollständigkeit achten. Dabei soll eine Umwandlung in eine prägnante Schriftsprache stattfinden. Die Teilnehmenden hatten zwischendrin immer Reflexionsfragen. Das kannst du in der Schriftform komplett streichen.

    Du könntest so starten: Wenn wir zu Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung reflektieren, stellen sich vor allem drei Fragen: Worum geht es eigentlich genau? Was wird wichtig(er)? Und: Was können wir tun? Lasst uns diese Fragen nacheinander betrachten. Bei der Frage ‚Was können wir tun?‘ lässt sich als erstes feststellen, dass seit gut 2 Jahren der große Fokus bei der Digitalisierung im Bildungsbereich auf dem Thema künstliche Intelligenz liegt. …

    Hier ist das vollständige Transkript: (eingefügtes Transkript)

    Schritt 3: Manuelle Bearbeitung

    ChatGPT hat auf diesen Prompt hin eine erste Version generiert. Für die Bearbeitung habe ich vorgeschlagen, in den Canvas-Modus zu switchen. Das sieht dann so aus, dass ich direkt am Text arbeiten und/ oder ChatGPT ankommentieren kann und z.B. schreiben kann: ‚Hier fehlt, dass Technologie sich verändert. Früher, z.B. der Taschenrechner, war ein Werkzeug. Jetzt gibt es mehr Änderung bei der gesellschaftlichen Tiefenstruktur. Bitte solch einen Absatz basierend auf dem Transkript ergänzen.‘ ChatGPT arbeitet dann direkt die Änderungen an der jeweiligen Stelle ein.

    Aufbereitung: Ergänzung mit Folien

    Nach der Fertigstellung des neuen Textes habe ich noch passende Folien meiner Kritzelpräsentation eingefügt, so dass sich Lesende auch ein visuelles Bild machen können.

    Reflexion: Ist das sinnvoll und welche Fragen stellen sich?

    Ich bin diesen Weg gegangen, um einen Online-Vortrag für mehr Menschen zugänglicher zu machen. Ob das geklappt hat, lässt sich wohl erst im Nachhinein auf Basis von entsprechenden Rückmeldungen der Teilnehmenden (und vor allem der Nicht-Teilnehmenden) klären.

    Für mich selbst ziehe ich ein gemischtes Fazit.

    Positive Aspekte:

    • Das Vorgehen ist unkompliziert und funktioniert schnell. Insbesondere durch den Canvas-Modus konnte ich beim entstehenden Text sehr gut nachbearbeiten, wenn etwas fehlte oder nicht passte.
    • Die Videokonferenz selbst verlief ohne die ‚Störung‘ durch eine Aufzeichnung, die nachträglich veröffentlicht werden soll. Wir hatten viele angestellte Kameras während des Vortrags.
    • Der entstandene Text ist prägnant und übersichtlich formuliert. Ich kann mir vorstellen, dass nicht-teilnehmende Menschen sich damit zumindest einen schnellen Überblick verschaffen können, über was ich gesprochen habe.

    Schwierige Aspekte:

    • Ich finde mich in dem entstandenen Text trotz Weiterbearbeitung nicht wirklich wieder. Das liegt oft an kleinen Formulierungen oder Schwerpunktsetzungen. Weder ist es mein ‚geredeter‘ Vortrag, noch wirklich ein geschriebener Text von mir. Um das zu erreichen hätte ich sehr viel mehr Zeit investieren müssen (Und dann hätte ich besser gleich direkt einen ‚richtigen‘ Blogbeitrag geschrieben.)
    • Erst bei der Aufbereitung mit den Kritzelfolien ist mir aufgefallen, dass wichtige Aspekte bei der generierten Zusammenstellung fehlen.
    • Ich bin mir bei der gewünschten offenen Lizenzierung unsicher. Meine Idee ist: ‚Der Text ‚Herausforderungen der Digitalisierung und Digitalität in der Bildung‘ ist Public Domain, generiert von ChatGPT in der Canvas-Version mit Bearbeitungen durch Nele Hirsch und auf Basis eines Vortrags-Transkripts von Nele Hirsch, beides unter der Lizenz CC BY 4.0.‘
    • Die Zusammenstellung bleibt insgesamt eher oberflächlich. Es fehlt der wesentliche Part eines Vortrags (= durch die Art und Weise des Redens Menschen für das Thema begeistern und Resonanz erzeugen)

    In der Abwägung und Reflexion dazu komme ich zum Schluss, dass sich der entstandene Text vor allem für eine kollaborative Weiterbeschäftigung eignet. Nicht-teilnehnmende und teilnehmende Menschen am Vortrag könnten zusammen kommen, gemeinsam den generierten Text als Grundlage nehmen, um dann darüber zu sprechen und nächste Schritte zu überlegen. Ich habe mit meinem hier experimentierten Vorgehen den Vortrag somit zum Weiternutzen hauptsächlich in die Hände der teilnehmenden Menschen gelegt. Auf diese Weise kann mehr Zugänglichkeit entstehen, wenn der Inhalt für weiteren Austausch genutzt wird. Dazu hätte es aber vielleicht gar nicht solch eine Aufbereitung gebraucht, sondern es hätten auch die Folien gereicht.

    Fazit

    Ich bin gespannt, welche Einschätzungen mich aus dem Teilnehmendenkreis erreichen. Ich freue mich, wenn du auch KI-Experimente in Vorträgen gemacht hast und deine Erfahrungen teilst und/ oder Feedback zu meinem Experiment beisteuern willst.

    Wenn du dir selbst ein Bild machen willst, hier ist das Ergebnis:

    Herausforderungen der Digitalisierung und Digitalität in der Bildung

    Wenn wir über Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und Digitalität in der Bildung nachdenken, stellen sich vor allem drei zentrale Fragen: Worum geht es eigentlich genau? Was wird wichtiger? Und: Was können wir tun? Gehen wir diese Fragen nacheinander durch.

    1. Worum geht es?

    Der derzeitige Fokus der Digitalisierung in der Bildung liegt stark auf dem Thema generative KI. Insbesondere große Sprachmodelle wie ChatGPT haben eine breite Aufmerksamkeit erlangt. Diese Modelle erzeugen Antworten nicht durch echtes Verständnis, sondern durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen, was manchmal als „stochastischer Papagei“ bezeichnet wird. Die KI speichert Muster und Verbindungen aus riesigen Textmengen und erzeugt Antworten basierend auf der Wahrscheinlichkeit, was am besten passt. Diese Technik wirkt oft magisch, ist jedoch im Kern einfach eine sehr große Datenbank mit komplexen Rechenmodellen – Technik, keine Magie.

    Veränderungen im Kontext von Digitalisierung und KI

    Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft und damit auch auf die Bildung. Sie verändern grundlegend, wie wir Informationen aufnehmen und produzieren. Während man früher Bücher linear durcharbeitete, ermöglicht die Digitalisierung nun einen interaktiven Zugang zu Texten: Inhalte können verlinkt und dynamisch verarbeitet werden. KI führt das weiter, indem sie es ermöglicht, Texte in Echtzeit zusammenzufassen oder sogar als „Sparring-Partner“ beim Schreiben zu fungieren. Lernende müssen sich nicht mehr allein auf ihre eigene Gliederung und Bearbeitung verlassen, sondern können mit KI diskutieren und entwickeln dadurch ihre Texte dialogisch und flexibler.

    Das beeinflusst auch die Lern- und Prüfungskultur. In einer Welt, in der es unmöglich ist, dass geballte Internet-Wissen in den Lehrplänen festzuschreiben, geht es nicht nur darum, Wissen zu reproduzieren. Vielmehr stehen Lernende vor neuen Fragen und komplexen Themenfeldern, bei denen es keine fertigen Antworten gibt. In einer immer stärker digital geprägten Welt müssen sie lernen, wie sie Wissen und Informationen aktiv nutzen und gestalten können.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die veränderte Rolle der Technologie. Früher waren Werkzeuge wie der Taschenrechner klar abgegrenzte Hilfsmittel, die einen spezifischen Zweck erfüllten. Heute jedoch hat Technologie einen viel tiefer gehenden Einfluss auf unsere gesellschaftliche Struktur. KI wirkt nicht nur als Werkzeug, sondern formt gesellschaftliche Normen und Prozesse mit. Dies bedeutet, dass Technologie nicht mehr nur etwas ist, das wir nutzen, sondern etwas, das unsere gesamte Gesellschaft mitgestaltet und beeinflusst. Auch das gilt es in der Bildung zu reflektieren – und zu einer mündigen und gestaltenden Nutzung von Technologie zu kommen.

    2. Was wird wichtiger?

    In dieser sich verändernden Bildungslandschaft werden bestimmte Kompetenzen immer wichtiger, um Lernende für eine Zukunft in einer digital geprägten Gesellschaft zu stärken:

    Anti-Verdummungskompetenz: Lernende müssen verstehen, wie sie KI sinnvoll nutzen können, ohne die eigenen Denkprozesse zu vernachlässigen. Es geht darum, die Technik kritisch und reflektiert einzusetzen und nicht bei jedem Thema nur die schnelle Antwort der KI abzurufen. Die Gefahr der „Verdummung“ besteht, wenn Menschen den kreativen Prozess und die Fähigkeit zum eigenständigen Denken verlernen, weil sie sich ausschließlich auf KI verlassen oder Abkürzungen nehmen, wo Abkürzungen für das Lernen hinderlich sind.

    Neugier- und Weltverstehenskompetenz: Es wird wichtiger, in der KI-geprägten Welt ein echtes Interesse daran zu haben, Dinge zu verstehen und durchdringen zu wollen. Diese Neugier ermöglicht es Lernenden, sich nicht nur von schnellen Zusammenfassungen ablenken zu lassen, sondern tatsächlich eigenständiges Wissen zu erarbeiten.

    Hacking-Kompetenz: Es geht nicht nur darum, sich an Veränderungen anzupassen, sondern eigene Anliegen zu entwickeln, um die Welt aktiv zu einem besseren Ort zu machen.

    Bauchgefühl-Kompetenz: Die Fähigkeit, auf soziale und emotionale Signale zu achten und intuitiv Entscheidungen zu treffen, ist etwas, das Maschinen fehlt. Es wird wichtiger, in der Bildung auf soziale Resonanz und ein authentisches „Bauchgefühl“ zu setzen. Eine originär menschliche Kompetenz ist die körperliche Intelligenz, wie etwa das Gefühl von Resonanz. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist der Resonanzlauf: Wenn eine Gruppe ohne vorgegebenes Signal gemeinsam in Bewegung kommt und schließlich wieder synchron zum Stillstand kommt, zeigt dies eine Form der körperlichen und sozialen Intelligenz, die Maschinen nicht besitzen.

    Umdenk-Kompetenz: Lernende müssen sich auf sich verändernde Situationen einstellen und die Fähigkeit entwickeln, alte Denkweisen loszulassen und neue Wege zu gehen. Reflexion der eigenen Lernprozesse und Anpassungsfähigkeit gehören zu den zentralen Kompetenzen, die dabei unterstützen. Dies ermöglicht die kontinuierliche Verbesserung und Entwicklung der Selbstlernkompetenz.

    3. Was können wir tun?

    Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen lassen sich einige grundlegende Ansätze formulieren, die eine zukunftsfähige Bildungsarbeit unterstützen:

    Selbstlernende Haltung: Pädagogische Fachkräfte sollten sich selbst als Lernende begreifen und neuen Technologien offen gegenüberstehen. Es geht darum, sich auf den digitalen Wandel einzulassen und selbst neugierig und offen zu bleiben, um die eigenen Lehrmethoden zu bereichern.

    Offenheit und Experimentierräume: Bildung sollte Freiräume schaffen, in denen Lernende und Lehrende neue Lehr- und Lernansätze ausprobieren können. Eine feste Methode oder Anleitung wird es im Kontext von Digitalisierung und KI nicht geben. Stattdessen brauchen wir eine Lernkultur, die für flexible Ansätze und Experimente offen ist.

    Förderung eines Herausfinden-Modus: Anstatt fertige Antworten zu liefern, sollten Lehrende Lernende unterstützen, eigene Fragen zu entwickeln und Antworten zu finden. Es geht darum, Lernende zu ermächtigen, eigenständig zu denken und zu forschen.

    Geduld: Der digitale Wandel und die damit verbundenen Veränderungen brauchen Zeit. Es ist wichtig, den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Lernenden und Lehrenden gerecht zu werden – und angesichts von zu starren Strukturen nicht zu verzweifeln.

    Technologie als Lerngegenstand: Neben der Nutzung von Technologien sollten auch ihre gesellschaftlichen, ethischen und politischen Implikationen thematisiert werden. KI ist ein Teil unserer Welt, und um handlungsfähig zu sein, müssen Lernende verstehen, wie diese Technik funktioniert und welche Konsequenzen sie hat. Dazu gehören Fragen zur Nutzung, den ethischen Standards und zur globalen Perspektive auf KI, die in die Bildung einfließen sollten.

    Zusammengefasst bedeutet der digitale Wandel, dass sich die Bildungslandschaft nicht allein durch neue Werkzeuge, sondern durch eine umfassende Neuausrichtung der Lern- und Lehrkultur verändert. Ziel ist es, Kompetenzen für eine zunehmend technisierte Gesellschaft zu vermitteln und Lernende zu einer reflektierten, handlungsfähigen Haltung zu befähigen, um die Zukunft aktiv und kritisch mitzugestalten.

    Alle Slides des VortragsHerunterladen

    #KünstlicheIntelligenzKI_ #OnlineLernen

  36. Projekt, das ich mir mal besser abschminke: Training des TTS-Modells für Coqui #TTS. Da nehme ich die Sachen lieber selber auf. #FediLZ #onlineLernen

  37. Projekt, das ich mir mal besser abschminke: Training des TTS-Modells für Coqui #TTS. Da nehme ich die Sachen lieber selber auf. #FediLZ #onlineLernen

  38. Lightning Talks: Lernen als Wundertüte

    #Blog

    Was sollte man bei den individuellen Impulsen und bei der Gesamtgestaltung beachten?

    🔗 https://ebildungslabor.de/?p=6882

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  39. Last Minute Workshop-Vorbereitung

    #HinterDenKulissen

    Attraktive Gestaltung von digitalen Formaten

    🔗 https://ebildungslabor.de/?p=6175

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  40. Ein richtig schöner Workshop zu Screencasts und H5P

    #HinterDenKulissen

    Ich habe heute Vormittag Tag den letzten Teil eines ‚Screencasts- und H5P‘-Workshops online durchgeführt. Mir hat die Gestaltung des Lernangebot viel Freude gemacht.

    🔗 https://ebildungslabor.de/?p=6047

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