Es sind die Kleinigkeiten, an denen ich mich aufhänge.
Zum Beispiel:
Ich mache auf dem Weg nach oben das Licht im Keller aus.
Mein Mann hätte das gleiche kommentiert: Du hast das Licht angelassen. Das macht er selbst im Nachhinein, er kommentiert abends, dass ich morgens das Licht irgendwo nicht ausgemacht habe.
Er weist mich auf der Straße auf die Autos hin.
Er stellt sein Geschirr auf die Spülmaschine, legt die Wäsche auf den Sammler, statt hinein.
Ja, wir haben Arbeitsteilung, das ist auch Ok. Ich bin trotzdem zunehmend empfindlich.
Diese kleinen Abwertungen, dazu die gleichzeitige Mimosenhaftigkeit, was ihn selbst betrifft.
Ich mag Abwertung einfach nicht mehr hinnehmen. Klar passiert das manchmal ohne Absicht, aus Überfürsorge, aber ich achte schon lange auf so etwas, weil ich so viel mit Kindern zu tun habe.
Die Abwertungen und Urteile meiner Mutter bestimmen noch heute mein Selbstbild, ganz gleich, wie ich sie mir bewusst mache und abwehre.