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#tater — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #tater, aggregated by home.social.

  1. Mann mit Messerstichen verletzt: Polizeieinsatz in Wuppertal

    Bei einer Auseinandersetzung ist am Samstag, 11. Juli, ein Mann schwer verletzt worden. Laut bisherigen Erkenntnissen der Polizei…
    #Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Germany #Krankenhaus #Nordrhein-Westfalen #Rettungsdienst #Streit #Täter #verletzt
    europesays.com/de/1159601/

  2. Pony in Duisburg sexuell misshandelt: Polizei sucht Täter

    Es ist ein schockierender Fall in Duisburg: Nach einem mutmaßlichen Fall von sexueller Misshandlung eines Ponys ermittelt die…
    ##Duisburg Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Duisburg #Bergheim #Deutschland #ermittelt #Germany #Gnadenhof #Nordrhein-Westfalen #Pony #sexuell #Täter #Überwachungskamera #Unbekannter #Zeugen
    europesays.com/de/1149999/

  3. @gerichteSH
    Dass es solche Fortbildungen für Proberichter gibt, ist gut - und die Ziele auch:
    ✅️Erkennen, wie „Recht zu Unrecht“ wird
    ✅️Aus der Arbeit mit biographischen Zeugnissen lernen: Wie wurde Widerstand geleistet?
    ✅️Selbstreflexion: Was würde ich tun, welche Handlungsspielräume habe ich?
    💡dadurch Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und der richterlichen Unabhängigkeit

    Allerdings stellt sich mir die Frage, wie sieht es mit den anderen Jurist*innen und der Zivilbevölkerung aus?
    Wo können auch sie und wir erfahren, wie Recht zu Unrecht werden kann? Wer von den Opfern und Tätern hat wie Widerstand geleistet? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Und wie sieht es mit der sog. "zweiten Schuld" nach 1945 aus? Denn viele Juristen, die auch während der NS-Zeit tätig waren, waren kurze Zeit später wieder in den Gerichten tätig. Und wie sieht es heute aus?
    Es gibt zwar mehrere Mahnmale, eins davon steht vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig, aber gibt es auch eine Gedenkstätte in Schleswig-Holstein in der auch die o.g. Ziele erreicht und auch die von mir gestellten Fragen beantwortet werden?

    Neben einer Gedenkstätte würde ich mich auch sehr über einen steten Austausch mit den marginalisierten und früher verfolgten Gruppen freuen.
    Gebt ihnen den Raum sich darzustellen. Lernt ihre Religion, Sprache, Kunst und Kultur kennen. Hört ihnen zu. Fragt nach. Und erzählt auch von euch. Feiert mit ihnen und habt einfach viel Spaß zusammen. 😍

    #Gedenkstätte #Erinnerungsort #Mahnmal #Oberlandesgericht #Gerichte #Täter #Opfer #queer #JüdinnenJuden #SintiRoma #Schwarze #Geflüchtete #menschen_mit_behinderung #ZweiteSchuld #Vielfalt #Schleswig #SH #SchleswigHolstein

  4. @gerichteSH
    Dass es solche Fortbildungen für Proberichter gibt, ist gut - und die Ziele auch:
    ✅️Erkennen, wie „Recht zu Unrecht“ wird
    ✅️Aus der Arbeit mit biographischen Zeugnissen lernen: Wie wurde Widerstand geleistet?
    ✅️Selbstreflexion: Was würde ich tun, welche Handlungsspielräume habe ich?
    💡dadurch Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und der richterlichen Unabhängigkeit

    Allerdings stellt sich mir die Frage, wie sieht es mit den anderen Jurist*innen und der Zivilbevölkerung aus?
    Wo können auch sie und wir erfahren, wie Recht zu Unrecht werden kann? Wer von den Opfern und Tätern hat wie Widerstand geleistet? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Und wie sieht es mit der sog. "zweiten Schuld" nach 1945 aus? Denn viele Juristen, die auch während der NS-Zeit tätig waren, waren kurze Zeit später wieder in den Gerichten tätig. Und wie sieht es heute aus?
    Es gibt zwar mehrere Mahnmale, eins davon steht vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig, aber gibt es auch eine Gedenkstätte in Schleswig-Holstein in der auch die o.g. Ziele erreicht und auch die von mir gestellten Fragen beantwortet werden?

    Neben einer Gedenkstätte würde ich mich auch sehr über einen steten Austausch mit den marginalisierten und früher verfolgten Gruppen freuen.
    Gebt ihnen den Raum sich darzustellen. Lernt ihre Religion, Sprache, Kunst und Kultur kennen. Hört ihnen zu. Fragt nach. Und erzählt auch von euch. Feiert mit ihnen und habt einfach viel Spaß zusammen. 😍

    #Gedenkstätte #Erinnerungsort #Mahnmal #Oberlandesgericht #Gerichte #Täter #Opfer #queer #JüdinnenJuden #SintiRoma #Schwarze #Geflüchtete #menschen_mit_behinderung #ZweiteSchuld #Vielfalt #Schleswig #SH #SchleswigHolstein

  5. @gerichteSH
    Dass es solche Fortbildungen für Proberichter gibt, ist gut - und die Ziele auch:
    ✅️Erkennen, wie „Recht zu Unrecht“ wird
    ✅️Aus der Arbeit mit biographischen Zeugnissen lernen: Wie wurde Widerstand geleistet?
    ✅️Selbstreflexion: Was würde ich tun, welche Handlungsspielräume habe ich?
    💡dadurch Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und der richterlichen Unabhängigkeit

    Allerdings stellt sich mir die Frage, wie sieht es mit den anderen Jurist*innen und der Zivilbevölkerung aus?
    Wo können auch sie und wir erfahren, wie Recht zu Unrecht werden kann? Wer von den Opfern und Tätern hat wie Widerstand geleistet? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Und wie sieht es mit der sog. "zweiten Schuld" nach 1945 aus? Denn viele Juristen, die auch während der NS-Zeit tätig waren, waren kurze Zeit später wieder in den Gerichten tätig. Und wie sieht es heute aus?
    Es gibt zwar mehrere Mahnmale, eins davon steht vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig, aber gibt es auch eine Gedenkstätte in Schleswig-Holstein in der auch die o.g. Ziele erreicht und auch die von mir gestellten Fragen beantwortet werden?

    Neben einer Gedenkstätte würde ich mich auch sehr über einen steten Austausch mit den marginalisierten und früher verfolgten Gruppen freuen.
    Gebt ihnen den Raum sich darzustellen. Lernt ihre Religion, Sprache, Kunst und Kultur kennen. Hört ihnen zu. Fragt nach. Und erzählt auch von euch. Feiert mit ihnen und habt einfach viel Spaß zusammen. 😍

    #Gedenkstätte #Erinnerungsort #Mahnmal #Oberlandesgericht #Gerichte #Täter #Opfer #queer #JüdinnenJuden #SintiRoma #Schwarze #Geflüchtete #menschen_mit_behinderung #ZweiteSchuld #Vielfalt #Schleswig #SH #SchleswigHolstein

  6. @gerichteSH
    Dass es solche Fortbildungen für Proberichter gibt, ist gut - und die Ziele auch:
    ✅️Erkennen, wie „Recht zu Unrecht“ wird
    ✅️Aus der Arbeit mit biographischen Zeugnissen lernen: Wie wurde Widerstand geleistet?
    ✅️Selbstreflexion: Was würde ich tun, welche Handlungsspielräume habe ich?
    💡dadurch Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und der richterlichen Unabhängigkeit

    Allerdings stellt sich mir die Frage, wie sieht es mit den anderen Jurist*innen und der Zivilbevölkerung aus?
    Wo können auch sie und wir erfahren, wie Recht zu Unrecht werden kann? Wer von den Opfern und Tätern hat wie Widerstand geleistet? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Und wie sieht es mit der sog. "zweiten Schuld" nach 1945 aus? Denn viele Juristen, die auch während der NS-Zeit tätig waren, waren kurze Zeit später wieder in den Gerichten tätig. Und wie sieht es heute aus?
    Es gibt zwar mehrere Mahnmale, eins davon steht vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig, aber gibt es auch eine Gedenkstätte in Schleswig-Holstein in der auch die o.g. Ziele erreicht und auch die von mir gestellten Fragen beantwortet werden?

    Neben einer Gedenkstätte würde ich mich auch sehr über einen steten Austausch mit den marginalisierten und früher verfolgten Gruppen freuen.
    Gebt ihnen den Raum sich darzustellen. Lernt ihre Religion, Sprache, Kunst und Kultur kennen. Hört ihnen zu. Fragt nach. Und erzählt auch von euch. Feiert mit ihnen und habt einfach viel Spaß zusammen. 😍

    #Gedenkstätte #Erinnerungsort #Mahnmal #Oberlandesgericht #Gerichte #Täter #Opfer #queer #JüdinnenJuden #SintiRoma #Schwarze #Geflüchtete #menschen_mit_behinderung #ZweiteSchuld #Vielfalt #Schleswig #SH #SchleswigHolstein

  7. @gerichteSH
    Dass es solche Fortbildungen für Proberichter gibt, ist gut - und die Ziele auch:
    ✅️Erkennen, wie „Recht zu Unrecht“ wird
    ✅️Aus der Arbeit mit biographischen Zeugnissen lernen: Wie wurde Widerstand geleistet?
    ✅️Selbstreflexion: Was würde ich tun, welche Handlungsspielräume habe ich?
    💡dadurch Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und der richterlichen Unabhängigkeit

    Allerdings stellt sich mir die Frage, wie sieht es mit den anderen Jurist*innen und der Zivilbevölkerung aus?
    Wo können auch sie und wir erfahren, wie Recht zu Unrecht werden kann? Wer von den Opfern und Tätern hat wie Widerstand geleistet? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Und wie sieht es mit der sog. "zweiten Schuld" nach 1945 aus? Denn viele Juristen, die auch während der NS-Zeit tätig waren, waren kurze Zeit später wieder in den Gerichten tätig. Und wie sieht es heute aus?
    Es gibt zwar mehrere Mahnmale, eins davon steht vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig, aber gibt es auch eine Gedenkstätte in Schleswig-Holstein in der auch die o.g. Ziele erreicht und auch die von mir gestellten Fragen beantwortet werden?

    Neben einer Gedenkstätte würde ich mich auch sehr über einen steten Austausch mit den marginalisierten und früher verfolgten Gruppen freuen.
    Gebt ihnen den Raum sich darzustellen. Lernt ihre Religion, Sprache, Kunst und Kultur kennen. Hört ihnen zu. Fragt nach. Und erzählt auch von euch. Feiert mit ihnen und habt einfach viel Spaß zusammen. 😍

    #Gedenkstätte #Erinnerungsort #Mahnmal #Oberlandesgericht #Gerichte #Täter #Opfer #queer #JüdinnenJuden #SintiRoma #Schwarze #Geflüchtete #menschen_mit_behinderung #ZweiteSchuld #Vielfalt #Schleswig #SH #SchleswigHolstein

  8. Polizei-Großalarm an Globus Markthalle: Messermann in Hamburg festgenommen | Regional

    TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Hamburg – Vier Tage nach der tödlichen Messerattacke in ein…
    #Hamburg #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Arzt #Bedrohung #Festnahme #Germany #hamburg #Mann #Polizei #polizei-hubschrauber #polizei-streifenwagen #polizeilicheMaßnahmen #Straftaten #Supermarkt #Täter #TeamFirst
    europesays.com/de/1072168/

  9. #Verantwortung und #Erinnerung: Wie umgehen mit der #NS- #Vergangenheit unserer Familien? | #German #Guilt:

    Waren unsere Vorfahren zur Zeit der #NS-Diktatur #Täter, #Opfer oder #Mitläufer? Thilo Mischke taucht mit Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne in die eigene Familiengeschichte ein.

    Lebensborn, #Staatssicherheit, #KPD: Thilo Mischkes #Familiengeschichte ist ein Krimi. Ronja von Rönne taucht in die #Wehrmachts- #Geschichte ein.

    @ZDFheute

    m.youtube.com/watch?v=VAud6y9k

  10. #Verantwortung und #Erinnerung: Wie umgehen mit der #NS- #Vergangenheit unserer Familien? | #German #Guilt:

    Waren unsere Vorfahren zur Zeit der #NS-Diktatur #Täter, #Opfer oder #Mitläufer? Thilo Mischke taucht mit Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne in die eigene Familiengeschichte ein.

    Lebensborn, #Staatssicherheit, #KPD: Thilo Mischkes #Familiengeschichte ist ein Krimi. Ronja von Rönne taucht in die #Wehrmachts- #Geschichte ein.

    @ZDFheute

    m.youtube.com/watch?v=VAud6y9k

  11. #Verantwortung und #Erinnerung: Wie umgehen mit der #NS- #Vergangenheit unserer Familien? | #German #Guilt:

    Waren unsere Vorfahren zur Zeit der #NS-Diktatur #Täter, #Opfer oder #Mitläufer? Thilo Mischke taucht mit Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne in die eigene Familiengeschichte ein.

    Lebensborn, #Staatssicherheit, #KPD: Thilo Mischkes #Familiengeschichte ist ein Krimi. Ronja von Rönne taucht in die #Wehrmachts- #Geschichte ein.

    @ZDFheute

    m.youtube.com/watch?v=VAud6y9k

  12. #Verantwortung und #Erinnerung: Wie umgehen mit der #NS- #Vergangenheit unserer Familien? | #German #Guilt:

    Waren unsere Vorfahren zur Zeit der #NS-Diktatur #Täter, #Opfer oder #Mitläufer? Thilo Mischke taucht mit Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne in die eigene Familiengeschichte ein.

    Lebensborn, #Staatssicherheit, #KPD: Thilo Mischkes #Familiengeschichte ist ein Krimi. Ronja von Rönne taucht in die #Wehrmachts- #Geschichte ein.

    @ZDFheute

    m.youtube.com/watch?v=VAud6y9k

  13. #Verantwortung und #Erinnerung: Wie umgehen mit der #NS- #Vergangenheit unserer Familien? | #German #Guilt:

    Waren unsere Vorfahren zur Zeit der #NS-Diktatur #Täter, #Opfer oder #Mitläufer? Thilo Mischke taucht mit Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne in die eigene Familiengeschichte ein.

    Lebensborn, #Staatssicherheit, #KPD: Thilo Mischkes #Familiengeschichte ist ein Krimi. Ronja von Rönne taucht in die #Wehrmachts- #Geschichte ein.

    @ZDFheute

    m.youtube.com/watch?v=VAud6y9k

  14. Judith Hermann – Ich möchte zurückgehen in der Zeit (3)

    Judith Hermanns Buch wühlt mich auf. Es gibt so viel zwischen den Zeilen zu lesen, gleichzeitig so viele offensichtliche Metaphern. In einem Interview wurde sie nach dem Verfahren befragt, mit dem sie dieses Buch geschrieben habe. Da ist z.B. die Tatsache, wie sie die Einsamkeit ihrer Suche in Radom gegen die familiäre Gemeinsamkeit mit der Schwester und deren Familie in Napoli schneidet. Eine Schwester, die den Großvater, den Elefanten im Raum, sorgsam umgeht und jegliches Gespräch über ihn verweigert. Überhaupt scheint sie im weiteren Verlauf zunehmend deutlich die Rolle der Zensur an sich zu verkörpern. Bei anderen Autor:innen könnte es schon ein bisschen zu viel sein, zu offensichtlich, zu bedeutsam, dass die Schwester in Napoli mit Mann und Kindern im Haus einer Toten lebt, deren Möbel und Geschirr benutzt, ohne dass irgendjemand in der Familie darüber redet, geschweige denn darüber nachdenkt und es merkwürdig findet. Es ist nützlich und praktisch, also ist es gut so.

    Oder diese Szene mit der Schwester, die sie plötzlich aus einem scheinbar nichtigen Grund völlig außer sich, anschreit: „Es ist nicht immerzu alles traurig.“ Es liegt so viel in dieser Szene, dass es mir irgendwie falsch erscheint, das hier aufzulisten. Ich glaube sie spricht entweder für sich, oder man versteht sie eben nicht, überliest sie einfach.

    Ich finde zwar nicht das Buch über die Unfähigkeit zu trauern, aber mir fällt ein Buch in die Hand, das mich als junge Frau sehr beschäftigt hat. „Schuldig geboren“ von Peter Sichrovsky. Ein Kind der Opfer hat darin Interviews mit Kindern der Täter geführt. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich damals auf dieses Buch gekommen bin. Es ist 1987 erschienen, da war ich 21 Jahre alt. Vielleicht habe ich es einfach in einer Buchhandlung gesehen und gekauft. Denn eigentlich gab es niemanden, mit dem ich über diese Themen reden konnte. Im letzten Kapitel von Ich möchte zurückgehen in der Zeit erzählt Hermann davon, wie die Eltern ihres Mannes eine Zeitlang vom Erdboden verschluckt scheinen. Sie berichtet, wie sie mit ihm am nächtlichen Küchentisch sitzt und wie sie sich Szenarien ausmalen. „Wir vermieden das Wort schwer und das Wort tot. Wir sprachen das einfach nicht aus, das war, was wir tun konnten.“ So dachten vermutlich alle Erwachsenen in meiner Familie: wir sprechen einfach nicht darüber. Das immerhin können wir tun.

    Judith Hermann, so lese ich, wird von manchen Kritikern vorgeworfen, es gehe in ihrem Buch weniger um die Schuld des Großvaters, als um Hermanns eigene Befindlichkeiten. Sie wünschten sich mehr Recherche und warfen ihr sogar Verharmlosung vor. Das ist vermutlich die Art und Weise wie man auf jemanden reagiert, oder wie man auf ein Werk reagiert, das auf höchst persönliche Weise versucht mit einem Tabu zu brechen. Denn wie sonst sollte das redlicherweise gelingen? Eine ganze Gesellschaft richtet sich dermaßen im Verschweigen und Verdrängen ein, dass es keine Sprache für Schuld und Verantwortung gibt, und dann wird eine Autorin, die sich genau damit auseinandersetzt, zwar nicht dafür verantwortlich gemacht, aber man lastet ihr an, dass sie keine Lösung hat, sondern nur die Bereitschaft das Problem zu benennen und die Ratlosigkeit auszuhalten.

    #JudithHermann #Kritik #Lesetagebuch #Opfer #Sprachlosigkeit #Täter
  15. Judith Hermann – Ich möchte zurückgehen in der Zeit (3)

    Judith Hermanns Buch wühlt mich auf. Es gibt so viel zwischen den Zeilen zu lesen, gleichzeitig so viele offensichtliche Metaphern. In einem Interview wurde sie nach dem Verfahren befragt, mit dem sie dieses Buch geschrieben habe. Da ist z.B. die Tatsache, wie sie die Einsamkeit ihrer Suche in Radom gegen die familiäre Gemeinsamkeit mit der Schwester und deren Familie in Napoli schneidet. Eine Schwester, die den Großvater, den Elefanten im Raum, sorgsam umgeht und jegliches Gespräch über ihn verweigert. Überhaupt scheint sie im weiteren Verlauf zunehmend deutlich die Rolle der Zensur an sich zu verkörpern. Bei anderen Autor:innen könnte es schon ein bisschen zu viel sein, zu offensichtlich, zu bedeutsam, dass die Schwester in Napoli mit Mann und Kindern im Haus einer Toten lebt, deren Möbel und Geschirr benutzt, ohne dass irgendjemand in der Familie darüber redet, geschweige denn darüber nachdenkt und es merkwürdig findet. Es ist nützlich und praktisch, also ist es gut so.

    Oder diese Szene mit der Schwester, die sie plötzlich aus einem scheinbar nichtigen Grund völlig außer sich, anschreit: „Es ist nicht immerzu alles traurig.“ Es liegt so viel in dieser Szene, dass es mir irgendwie falsch erscheint, das hier aufzulisten. Ich glaube sie spricht entweder für sich, oder man versteht sie eben nicht, überliest sie einfach.

    Ich finde zwar nicht das Buch über die Unfähigkeit zu trauern, aber mir fällt ein Buch in die Hand, das mich als junge Frau sehr beschäftigt hat. „Schuldig geboren“ von Peter Sichrovsky. Ein Kind der Opfer hat darin Interviews mit Kindern der Täter geführt. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich damals auf dieses Buch gekommen bin. Es ist 1987 erschienen, da war ich 21 Jahre alt. Vielleicht habe ich es einfach in einer Buchhandlung gesehen und gekauft. Denn eigentlich gab es niemanden, mit dem ich über diese Themen reden konnte. Im letzten Kapitel von Ich möchte zurückgehen in der Zeit erzählt Hermann davon, wie die Eltern ihres Mannes eine Zeitlang vom Erdboden verschluckt scheinen. Sie berichtet, wie sie mit ihm am nächtlichen Küchentisch sitzt und wie sie sich Szenarien ausmalen. „Wir vermieden das Wort schwer und das Wort tot. Wir sprachen das einfach nicht aus, das war, was wir tun konnten.“ So dachten vermutlich alle Erwachsenen in meiner Familie: wir sprechen einfach nicht darüber. Das immerhin können wir tun.

    Judith Hermann, so lese ich, wird von manchen Kritikern vorgeworfen, es gehe in ihrem Buch weniger um die Schuld des Großvaters, als um Hermanns eigene Befindlichkeiten. Sie wünschten sich mehr Recherche und warfen ihr sogar Verharmlosung vor. Das ist vermutlich die Art und Weise wie man auf jemanden reagiert, oder wie man auf ein Werk reagiert, das auf höchst persönliche Weise versucht mit einem Tabu zu brechen. Denn wie sonst sollte das redlicherweise gelingen? Eine ganze Gesellschaft richtet sich dermaßen im Verschweigen und Verdrängen ein, dass es keine Sprache für Schuld und Verantwortung gibt, und dann wird eine Autorin, die sich genau damit auseinandersetzt, zwar nicht dafür verantwortlich gemacht, aber man lastet ihr an, dass sie keine Lösung hat, sondern nur die Bereitschaft das Problem zu benennen und die Ratlosigkeit auszuhalten.

    #JudithHermann #Kritik #Lesetagebuch #Opfer #Sprachlosigkeit #Täter