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#robertodelapuente — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #robertodelapuente, aggregated by home.social.

  1. Was ist

    Die grösste Stadt in der grössten Staatsmacht ist zum Labor der Linken geworden

    Doch zunächst das Negative. Wie Sie wissen, bin ich ein Freund der Kritik an dem Medium, das den Namen Spiegel trägt. Eine zunehmende Zahl von Dummköpfen ist dabei der Ansicht, es sei egal, ob diese Kritik rechts oder links sei. Sie machen das Medium zum Popanz, statt die Politik, die von diesem Medium nur repräsentiert und bedient wird. So wie der Kollege Roberto De Lapuente beim Westend-Verlag.

    Gemäss der Zielgruppenstrategie seines Verlages versucht er sowohl BSW- als auch AfD-Wähler*innen zu bedienen, die ausweislich eigener Online-Umfragen die Mehrheit unter seinen Leser’inne’n stellen. Und sein Text fungiert als Werbeumfeld der Verlagsreklame “Ulf Poschardt legt nach”. Das ist der Porschefahrer und leitende Angestellte des Springerkonzerns, der unersättlich mit den Publikationsmöglichkeiten bei seinem Konzernarbeitgeber nicht ausgelastet ist.

    Lapuente bringt es fertig, die Nazi-Kontinuitäten, die Spiegel-Gründer Augstein persönlich organisiert hat, in seiner Analyse wegzulassen. Das allein ist schon hohe Propagandakunst. Kunstvoll unterschiebt er sein eigenes Politikbild von der Gleichsetzung “kritischer Masse” mit den “Querdenkern”, “Schwurblern” und “rechtsoffen”. Ohne Belegstelle sind es schlicht seine eigenen Bilder, die er da malt.

    Die damaligen Reformjahre (gemeint: Schröders Agenda 2010 und die Unterstützung des Spiegel) haben maßgeblich zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen, sie haben das alte Vertrauensverhältnis vieler Bundesbürger in ihren Staat erodieren lassen – es entstand ein politisches Vakuum, in das letztendlich die AfD vorstieß.” Zackzack, so klar und einfach, dass Julia Ruhs vor Neid erblassen wird: die gute alte BRD wurde von Schröder und dem Spiegel “gespalten”. “Dann entschloss man sich, einen aggressiveren Grippevirus mit einer Pandemie zu küren.” Arrividerci Wissenschaft! So einfach ist die Welt beim Verzicht auf materialistische Analyse unter Verwendung der guten alten Gut-und-Böse-Bilder. In den 60ern und 70ern habe ich sowas noch von katholischen Kanzeln gehört.

    Der Feind für Herrn Lapuente und Westend ist also weder das Kapital noch Springer, sondern die genossenschaftliche Spiegel-Mitarbeiter-KG. Warum mächtige Gegner, wenn es auch Leichte gibt? Ich bin ja auch dafür, dass Borussia Mönchengladbach freiwillig in die spannendere 2. Liga geht.

    Labor New York City

    Welch ein Kontrast zu dieser selbstkritischen Abhandlung:

    Peter Frase/Jacobin: Regieren im Kapitalismus ist widersprüchlich – auch bei Mamdani – Was passiert, wenn ein Sozialist plötzlich die größte Stadt der USA regiert? Zohran Mamdani konnte seit Beginn seiner Amtszeit einige Erfolge verbuchen. Aber es wurde auch klar, wie viele Kompromisse sozialistische Politik im bürgerlichen Staat verlangt.”

    Die bedauernswerte Mehrheit der dummen Linken würde diese Diskussionen am liebsten überhaupt nicht führen. Sie sind schmerzhaft und anstrengend. Ich habe sie sowohl bei den Jungdemokraten als auch bei den Grünen geführt (und nicht nur da). Für linke Politik im real existierenden Kapitalismus sind sie keine Kür, sondern Pflicht. Wer sie vermeidet, scheidet aus, selbstgewählt.

    Es wird nicht ausreichen, von Mitteleuropa gebannt nach New York City zu starren und bis zum Schlusspfiff zu warten, wie es ausgeht. Das gleicht dem im-Stich-lassen, wie es früher zu Vietnam oder Nicaragua gespielt wurde. Besser lief es im Kampf gegen das Rassistenregime in Südafrika, der im besten Sinne internationalisiert war – staatlich und gesellschaftlich.

    Wer nur nach New York starrt, übersieht den heraufziehenden europäischen Faschismus. Wollen die Linken so doof bleiben, wie es konservative und andere bürgerliche Demokrat*inn*en in Deutschland schon immer waren? Wenn er dann bemerkt wird, ist es zu spät.

    Bonus: Wal-Betrachtung

    Der in die Ostsee verirrte Wal wurde zum Indiz für den Zustand der real existierenden Aufmerksamkeitsökonomie. Matthias Becker/telepolis ist dazu eine im besten Sinne materialistisch-ökologische Betrachtung gelungen:

    Bye bye Timmy: Praktizierte Tierliebe im Anthropozän – Tierschutz zwischen Klimakrise und Ideologie: Ein Buckelwal, viele Deutungen – wie rechte Narrative, Aktivismus und ökologische Realität aufeinandertreffen.”

  2. Was ist

    Die grösste Stadt in der grössten Staatsmacht ist zum Labor der Linken geworden

    Doch zunächst das Negative. Wie Sie wissen, bin ich ein Freund der Kritik an dem Medium, das den Namen Spiegel trägt. Eine zunehmende Zahl von Dummköpfen ist dabei der Ansicht, es sei egal, ob diese Kritik rechts oder links sei. Sie machen das Medium zum Popanz, statt die Politik, die von diesem Medium nur repräsentiert und bedient wird. So wie der Kollege Roberto De Lapuente beim Westend-Verlag.

    Gemäss der Zielgruppenstrategie seines Verlages versucht er sowohl BSW- als auch AfD-Wähler*innen zu bedienen, die ausweislich eigener Online-Umfragen die Mehrheit unter seinen Leser’inne’n stellen. Und sein Text fungiert als Werbeumfeld der Verlagsreklame “Ulf Poschardt legt nach”. Das ist der Porschefahrer und leitende Angestellte des Springerkonzerns, der unersättlich mit den Publikationsmöglichkeiten bei seinem Konzernarbeitgeber nicht ausgelastet ist.

    Lapuente bringt es fertig, die Nazi-Kontinuitäten, die Spiegel-Gründer Augstein persönlich organisiert hat, in seiner Analyse wegzulassen. Das allein ist schon hohe Propagandakunst. Kunstvoll unterschiebt er sein eigenes Politikbild von der Gleichsetzung “kritischer Masse” mit den “Querdenkern”, “Schwurblern” und “rechtsoffen”. Ohne Belegstelle sind es schlicht seine eigenen Bilder, die er da malt.

    Die damaligen Reformjahre (gemeint: Schröders Agenda 2010 und die Unterstützung des Spiegel) haben maßgeblich zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen, sie haben das alte Vertrauensverhältnis vieler Bundesbürger in ihren Staat erodieren lassen – es entstand ein politisches Vakuum, in das letztendlich die AfD vorstieß.” Zackzack, so klar und einfach, dass Julia Ruhs vor Neid erblassen wird: die gute alte BRD wurde von Schröder und dem Spiegel “gespalten”. “Dann entschloss man sich, einen aggressiveren Grippevirus mit einer Pandemie zu küren.” Arrividerci Wissenschaft! So einfach ist die Welt beim Verzicht auf materialistische Analyse unter Verwendung der guten alten Gut-und-Böse-Bilder. In den 60ern und 70ern habe ich sowas noch von katholischen Kanzeln gehört.

    Der Feind für Herrn Lapuente und Westend ist also weder das Kapital noch Springer, sondern die genossenschaftliche Spiegel-Mitarbeiter-KG. Warum mächtige Gegner, wenn es auch Leichte gibt? Ich bin ja auch dafür, dass Borussia Mönchengladbach freiwillig in die spannendere 2. Liga geht.

    Labor New York City

    Welch ein Kontrast zu dieser selbstkritischen Abhandlung:

    Peter Frase/Jacobin: Regieren im Kapitalismus ist widersprüchlich – auch bei Mamdani – Was passiert, wenn ein Sozialist plötzlich die größte Stadt der USA regiert? Zohran Mamdani konnte seit Beginn seiner Amtszeit einige Erfolge verbuchen. Aber es wurde auch klar, wie viele Kompromisse sozialistische Politik im bürgerlichen Staat verlangt.”

    Die bedauernswerte Mehrheit der dummen Linken würde diese Diskussionen am liebsten überhaupt nicht führen. Sie sind schmerzhaft und anstrengend. Ich habe sie sowohl bei den Jungdemokraten als auch bei den Grünen geführt (und nicht nur da). Für linke Politik im real existierenden Kapitalismus sind sie keine Kür, sondern Pflicht. Wer sie vermeidet, scheidet aus, selbstgewählt.

    Es wird nicht ausreichen, von Mitteleuropa gebannt nach New York City zu starren und bis zum Schlusspfiff zu warten, wie es ausgeht. Das gleicht dem im-Stich-lassen, wie es früher zu Vietnam oder Nicaragua gespielt wurde. Besser lief es im Kampf gegen das Rassistenregime in Südafrika, der im besten Sinne internationalisiert war – staatlich und gesellschaftlich.

    Wer nur nach New York starrt, übersieht den heraufziehenden europäischen Faschismus. Wollen die Linken so doof bleiben, wie es konservative und andere bürgerliche Demokrat*inn*en in Deutschland schon immer waren? Wenn er dann bemerkt wird, ist es zu spät.

    Bonus: Wal-Betrachtung

    Der in die Ostsee verirrte Wal wurde zum Indiz für den Zustand der real existierenden Aufmerksamkeitsökonomie. Matthias Becker/telepolis ist dazu eine im besten Sinne materialistisch-ökologische Betrachtung gelungen:

    Bye bye Timmy: Praktizierte Tierliebe im Anthropozän – Tierschutz zwischen Klimakrise und Ideologie: Ein Buckelwal, viele Deutungen – wie rechte Narrative, Aktivismus und ökologische Realität aufeinandertreffen.”

  3. Nichtmarxistisches Bekenntnis

    Gewinn- und Verlust-Lektüre

    mit Update am Morgen

    Zu meiner politischen Biografie gehört das Aufwachsen als Linksliberaler. Das Grundsatzprogramm meiner Jugendorganisation Jungdemokraten setzte sich kritisch mit den marxistischen Denkansätzen des historischen und dialektischen Materialismus auseinander. Aber nicht feindlich. Immerhin wurde der Materialismus zur Kenntnis genommen. Aber wo ist er hin? Diese Frage stellt sich, weil seine herrschenden Protagonist*inn*en nicht nur fahrlässig, sondern in weiten Teilen schändlich mit ihm umgegangen sind. Was bleibt? Und was sollte bleiben?

    Die Antwort bekommen Sie hier von mir nicht. Aber ich lasse Sie gerne an meiner Spurensuche teilhaben. Deutschland ist für dieses Thema ein besonders schwieriges Pflaster. Eine erfolgreiche Revolution hat es hier nie gegeben. Entsprechende Erfahrungen: NULL. Als Lehrmeister ist das Herkunftsland von Marx und Engels also denkbar ungeeignet. Das wussten die beiden selbst am besten. Und sind zu ihrem Glück rechtzeitig gestorben. So mussten sie nicht erleben, was deutsche Sozialisten und Kommunisten mit ihrem Erbe anstellten: die furchtbarsten Niederlagen, die die Menschheit in ihrer Geschichte jemals erlitten hat. Unter deutscher Führung.

    Aus der Geschichte lernen? Nee, nicht in Deutschland

    Unter Anleitung der alliierten Sieger sollte Deutschland danach Demokratie erlernen: bürgerliche im Westen, sozialistische im Osten. Was daraus wurde, wissen wir Zeitgenoss*inn*en heute besser, als uns lieb ist. Was lernen wir daraus?

    Deutsche Linke schworen mehrheitlich linker Politik ab. Die es nicht taten, verlängerten die tödliche Feindschaft aus der Weimarer Republik gegen “verräterische Reformisten” in die Nachkriegszeit und begaben sich freiwillig in die geradewegs in intellektuelle Saturiertheit und Isolation führende materielle Abhängigkeit von DDR und UdSSR (noch Dümmere bevorzugten Maos mörderische kulturrevolutionäre VR China oder gar Albanien). Ihr intellektuelles Rüstzeug wurde mit ihren Organisationen geradewegs mitbeerdigt. Seine widerwärtigsten Teile leben nach systemadäquater Umettikettierung –“Konvertiten sind immer die Schlimmsten” – heute in so mancher TV-Talkshow als Denkpanzer weiter. Aus der Geschichte lernen? Nee, nicht in Deutschland.

    Der Verlag des folgenden Autors weiss was davon. 1987-90 war ich im Hinterhof seines damaligen Kölner Verlagssitzes im Zollstocker Gottesweg, gegenüber der LKW-Einfahrt zum Güterbahnhof Köln-Eifeltor, berufstätig – auf Kosten der DDR.

    Christian Hofmann/Jacobin weist auf einen britischen Linken hin, den ich in der Tat persönlich noch nie zur Kenntnis genommen habe, obwohl der schon 1976 etwas publizierte, was ich instinktiv – ich siedelte vom Ruhrpott gerade nach Bonn über, um hier meinen Zivildienst zu beginnen – recht ähnlich sah. Der Gute heisst Perry Anderson und lebt als steinalter Mann noch. Und hier Hofmanns kritische publizistische Wiederbelebung:

    Das Problem mit dem »westlichen Marxismus« – Perry Andersons klassische Schrift »Über den westlichen Marxismus« wird in Deutschland kaum gelesen. Dabei wäre sie ein Schlüsselwerk, um die Akademisierung der Linken zu verstehen und wieder von ihr loszukommen.”

    Welch ein Kontrast zu der politischen Depressions-Lyrik eines Roberto De Lapuente/overton, der aus dem Schicksal der gescheiterten Ampelregierung und einem von ihm straff inhaltlich verkürzten Interview eines zum Medienkonzern Ippen gehörenden Mediums mit dem weisen alte Mann Richard Sennett messerscharf ableitet: “Die Linke? Gibt es nicht!” Warum schreiben über ein Thema, das es garnicht gibt? Fragen Sie in Frankfurt.

    Update am Morgen

    Der weise Mann beim Spiegel

    Erneut paywallfrei Christian Stöcker: US-amerikanische Annexionspläne: Es sind Oligarchen und Tech-Bros, die nach Grönland greifen – Nicht nur der US-Präsident scheint besessen von der Insel Grönland. Superreiche Trump-Großspender haben eigene Pläne, bis hin zu antidemokratischen Pseudoutopien.”

    Wenn Sie dieses Thema vertieft studieren möchten, gehen Sie weiter zu Ben Müller/Informationsstelle Militarisierung: Grönland im Fokus – Drohende US-Übernahme ‘auf die ein oder andere Art'”.

    Dä. Materialismus – jetzt du!

  4. Nichtmarxistisches Bekenntnis

    Gewinn- und Verlust-Lektüre

    mit Update am Morgen

    Zu meiner politischen Biografie gehört das Aufwachsen als Linksliberaler. Das Grundsatzprogramm meiner Jugendorganisation Jungdemokraten setzte sich kritisch mit den marxistischen Denkansätzen des historischen und dialektischen Materialismus auseinander. Aber nicht feindlich. Immerhin wurde der Materialismus zur Kenntnis genommen. Aber wo ist er hin? Diese Frage stellt sich, weil seine herrschenden Protagonist*inn*en nicht nur fahrlässig, sondern in weiten Teilen schändlich mit ihm umgegangen sind. Was bleibt? Und was sollte bleiben?

    Die Antwort bekommen Sie hier von mir nicht. Aber ich lasse Sie gerne an meiner Spurensuche teilhaben. Deutschland ist für dieses Thema ein besonders schwieriges Pflaster. Eine erfolgreiche Revolution hat es hier nie gegeben. Entsprechende Erfahrungen: NULL. Als Lehrmeister ist das Herkunftsland von Marx und Engels also denkbar ungeeignet. Das wussten die beiden selbst am besten. Und sind zu ihrem Glück rechtzeitig gestorben. So mussten sie nicht erleben, was deutsche Sozialisten und Kommunisten mit ihrem Erbe anstellten: die furchtbarsten Niederlagen, die die Menschheit in ihrer Geschichte jemals erlitten hat. Unter deutscher Führung.

    Aus der Geschichte lernen? Nee, nicht in Deutschland

    Unter Anleitung der alliierten Sieger sollte Deutschland danach Demokratie erlernen: bürgerliche im Westen, sozialistische im Osten. Was daraus wurde, wissen wir Zeitgenoss*inn*en heute besser, als uns lieb ist. Was lernen wir daraus?

    Deutsche Linke schworen mehrheitlich linker Politik ab. Die es nicht taten, verlängerten die tödliche Feindschaft aus der Weimarer Republik gegen “verräterische Reformisten” in die Nachkriegszeit und begaben sich freiwillig in die geradewegs in intellektuelle Saturiertheit und Isolation führende materielle Abhängigkeit von DDR und UdSSR (noch Dümmere bevorzugten Maos mörderische kulturrevolutionäre VR China oder gar Albanien). Ihr intellektuelles Rüstzeug wurde mit ihren Organisationen geradewegs mitbeerdigt. Seine widerwärtigsten Teile leben nach systemadäquater Umettikettierung –“Konvertiten sind immer die Schlimmsten” – heute in so mancher TV-Talkshow als Denkpanzer weiter. Aus der Geschichte lernen? Nee, nicht in Deutschland.

    Der Verlag des folgenden Autors weiss was davon. 1987-90 war ich im Hinterhof seines damaligen Kölner Verlagssitzes im Zollstocker Gottesweg, gegenüber der LKW-Einfahrt zum Güterbahnhof Köln-Eifeltor, berufstätig – auf Kosten der DDR.

    Christian Hofmann/Jacobin weist auf einen britischen Linken hin, den ich in der Tat persönlich noch nie zur Kenntnis genommen habe, obwohl der schon 1976 etwas publizierte, was ich instinktiv – ich siedelte vom Ruhrpott gerade nach Bonn über, um hier meinen Zivildienst zu beginnen – recht ähnlich sah. Der Gute heisst Perry Anderson und lebt als steinalter Mann noch. Und hier Hofmanns kritische publizistische Wiederbelebung:

    Das Problem mit dem »westlichen Marxismus« – Perry Andersons klassische Schrift »Über den westlichen Marxismus« wird in Deutschland kaum gelesen. Dabei wäre sie ein Schlüsselwerk, um die Akademisierung der Linken zu verstehen und wieder von ihr loszukommen.”

    Welch ein Kontrast zu der politischen Depressions-Lyrik eines Roberto De Lapuente/overton, der aus dem Schicksal der gescheiterten Ampelregierung und einem von ihm straff inhaltlich verkürzten Interview eines zum Medienkonzern Ippen gehörenden Mediums mit dem weisen alte Mann Richard Sennett messerscharf ableitet: “Die Linke? Gibt es nicht!” Warum schreiben über ein Thema, das es garnicht gibt? Fragen Sie in Frankfurt.

    Update am Morgen

    Der weise Mann beim Spiegel

    Erneut paywallfrei Christian Stöcker: US-amerikanische Annexionspläne: Es sind Oligarchen und Tech-Bros, die nach Grönland greifen – Nicht nur der US-Präsident scheint besessen von der Insel Grönland. Superreiche Trump-Großspender haben eigene Pläne, bis hin zu antidemokratischen Pseudoutopien.”

    Wenn Sie dieses Thema vertieft studieren möchten, gehen Sie weiter zu Ben Müller/Informationsstelle Militarisierung: Grönland im Fokus – Drohende US-Übernahme ‘auf die ein oder andere Art'”.

    Dä. Materialismus – jetzt du!

  5. Kurz verlinkt

    Roberto De Lapuente: Längst vergessene Worte – heute: »Wehrkraftzersetzung«

    So auch das norddeutsche Nachrichtenformat Buten un binnen. Zu sehen dort Benno Schirrmeister. Er hackt auf seiner Tastatur herum, dann ein Statement. Erst stammelt er, dann lacht er deplatziert, um sogleich irgendwas zu erklären: vom Innensenator und dessen Verantwortung gegenüber »uns oder dem Rechtsstaat«, die vor der »zersetzenden Propaganda« zu bewahren habe […] Zersetzende Propaganda? Ernsthaft? Sie können natürlich nochmal zurückspulen und abermals lauschen: Nein, Schirrmeister hat nicht »Wehrkraftzersetzung« gesagt! Auch wenn das der erste Impuls ist, der einen ereilt. Es klingt nur so ähnlich, ist aber auch in dem, was Schirrmeister damit konnotiert und was jene, die einst von dieser Art Zersetzung sprachen – und auch Unrecht sprachen – gar nicht mal so weit entfernt. Denn es geht um etwas, was diese unseligen Altvorderen als »Defätismus« bezeichneten. Der Duden definiert den Begriff wie folgt: »Durch die Überzeugung, keine Aussicht auf Sieg, auf Erfolg zu haben, und durch eine daraus resultierende starke Neigung zum Aufgeben gekennzeichnete Haltung.«

    Eine Frage stellt sich noch, Herr Schirrmeister. Wenn es eine »zersetzende Propaganda« gibt, also eine, die abbaut, abträgt und atomisiert, so muss es doch auch eine Form davon geben, die errichtet, aufstellt und herstellt, sprich: Eine »erbauende Propaganda«. Diese Unterscheidung ist tatsächlich mehr als interessant. Und auch der Gedanke dahinter, dass diese erlaubt sein sollte – denn schließlich ruft Schirrmeister nicht den Innensenator dazu auf, »uns oder den Rechtsstaat« vor solcherlei Erbauung zu schützen. Schade eigentlich!

    #ARD #BennoSchirrmeister #BRD #ButenUnBinnen #Krieg #Overton #Propaganda #RB #RobertoDeLapuente #TV

  6. Kurz verlinkt

    Roberto De Lapuente: Längst vergessene Worte – heute: »Wehrkraftzersetzung«

    So auch das norddeutsche Nachrichtenformat Buten un binnen. Zu sehen dort Benno Schirrmeister. Er hackt auf seiner Tastatur herum, dann ein Statement. Erst stammelt er, dann lacht er deplatziert, um sogleich irgendwas zu erklären: vom Innensenator und dessen Verantwortung gegenüber »uns oder dem Rechtsstaat«, die vor der »zersetzenden Propaganda« zu bewahren habe […] Zersetzende Propaganda? Ernsthaft? Sie können natürlich nochmal zurückspulen und abermals lauschen: Nein, Schirrmeister hat nicht »Wehrkraftzersetzung« gesagt! Auch wenn das der erste Impuls ist, der einen ereilt. Es klingt nur so ähnlich, ist aber auch in dem, was Schirrmeister damit konnotiert und was jene, die einst von dieser Art Zersetzung sprachen – und auch Unrecht sprachen – gar nicht mal so weit entfernt. Denn es geht um etwas, was diese unseligen Altvorderen als »Defätismus« bezeichneten. Der Duden definiert den Begriff wie folgt: »Durch die Überzeugung, keine Aussicht auf Sieg, auf Erfolg zu haben, und durch eine daraus resultierende starke Neigung zum Aufgeben gekennzeichnete Haltung.«

    Eine Frage stellt sich noch, Herr Schirrmeister. Wenn es eine »zersetzende Propaganda« gibt, also eine, die abbaut, abträgt und atomisiert, so muss es doch auch eine Form davon geben, die errichtet, aufstellt und herstellt, sprich: Eine »erbauende Propaganda«. Diese Unterscheidung ist tatsächlich mehr als interessant. Und auch der Gedanke dahinter, dass diese erlaubt sein sollte – denn schließlich ruft Schirrmeister nicht den Innensenator dazu auf, »uns oder den Rechtsstaat« vor solcherlei Erbauung zu schützen. Schade eigentlich!

    #ARD #BennoSchirrmeister #BRD #ButenUnBinnen #Krieg #Overton #Propaganda #RB #RobertoDeLapuente #TV

  7. Kurz verlinkt

    Roberto De Lapuente: Längst vergessene Worte – heute: »Wehrkraftzersetzung«

    So auch das norddeutsche Nachrichtenformat Buten un binnen. Zu sehen dort Benno Schirrmeister. Er hackt auf seiner Tastatur herum, dann ein Statement. Erst stammelt er, dann lacht er deplatziert, um sogleich irgendwas zu erklären: vom Innensenator und dessen Verantwortung gegenüber »uns oder dem Rechtsstaat«, die vor der »zersetzenden Propaganda« zu bewahren habe […] Zersetzende Propaganda? Ernsthaft? Sie können natürlich nochmal zurückspulen und abermals lauschen: Nein, Schirrmeister hat nicht »Wehrkraftzersetzung« gesagt! Auch wenn das der erste Impuls ist, der einen ereilt. Es klingt nur so ähnlich, ist aber auch in dem, was Schirrmeister damit konnotiert und was jene, die einst von dieser Art Zersetzung sprachen – und auch Unrecht sprachen – gar nicht mal so weit entfernt. Denn es geht um etwas, was diese unseligen Altvorderen als »Defätismus« bezeichneten. Der Duden definiert den Begriff wie folgt: »Durch die Überzeugung, keine Aussicht auf Sieg, auf Erfolg zu haben, und durch eine daraus resultierende starke Neigung zum Aufgeben gekennzeichnete Haltung.«

    Eine Frage stellt sich noch, Herr Schirrmeister. Wenn es eine »zersetzende Propaganda« gibt, also eine, die abbaut, abträgt und atomisiert, so muss es doch auch eine Form davon geben, die errichtet, aufstellt und herstellt, sprich: Eine »erbauende Propaganda«. Diese Unterscheidung ist tatsächlich mehr als interessant. Und auch der Gedanke dahinter, dass diese erlaubt sein sollte – denn schließlich ruft Schirrmeister nicht den Innensenator dazu auf, »uns oder den Rechtsstaat« vor solcherlei Erbauung zu schützen. Schade eigentlich!

    #ARD #BennoSchirrmeister #BRD #ButenUnBinnen #Krieg #Overton #Propaganda #RB #RobertoDeLapuente #TV

  8. Kurz verlinkt

    Roberto De Lapuente: Längst vergessene Worte – heute: »Wehrkraftzersetzung«

    So auch das norddeutsche Nachrichtenformat Buten un binnen. Zu sehen dort Benno Schirrmeister. Er hackt auf seiner Tastatur herum, dann ein Statement. Erst stammelt er, dann lacht er deplatziert, um sogleich irgendwas zu erklären: vom Innensenator und dessen Verantwortung gegenüber »uns oder dem Rechtsstaat«, die vor der »zersetzenden Propaganda« zu bewahren habe […] Zersetzende Propaganda? Ernsthaft? Sie können natürlich nochmal zurückspulen und abermals lauschen: Nein, Schirrmeister hat nicht »Wehrkraftzersetzung« gesagt! Auch wenn das der erste Impuls ist, der einen ereilt. Es klingt nur so ähnlich, ist aber auch in dem, was Schirrmeister damit konnotiert und was jene, die einst von dieser Art Zersetzung sprachen – und auch Unrecht sprachen – gar nicht mal so weit entfernt. Denn es geht um etwas, was diese unseligen Altvorderen als »Defätismus« bezeichneten. Der Duden definiert den Begriff wie folgt: »Durch die Überzeugung, keine Aussicht auf Sieg, auf Erfolg zu haben, und durch eine daraus resultierende starke Neigung zum Aufgeben gekennzeichnete Haltung.«

    Eine Frage stellt sich noch, Herr Schirrmeister. Wenn es eine »zersetzende Propaganda« gibt, also eine, die abbaut, abträgt und atomisiert, so muss es doch auch eine Form davon geben, die errichtet, aufstellt und herstellt, sprich: Eine »erbauende Propaganda«. Diese Unterscheidung ist tatsächlich mehr als interessant. Und auch der Gedanke dahinter, dass diese erlaubt sein sollte – denn schließlich ruft Schirrmeister nicht den Innensenator dazu auf, »uns oder den Rechtsstaat« vor solcherlei Erbauung zu schützen. Schade eigentlich!

    #ARD #BennoSchirrmeister #BRD #ButenUnBinnen #Krieg #Overton #Propaganda #RB #RobertoDeLapuente #TV

  9. Best of 3. Januar 2023

    Köln hat es in die taz geschafft – wow Die Novys sind ein interessanter Clan. Ihre Verwandtschaften kann ich leider nicht entschlüsseln. Beatrix Novy ist noch heute gelegentlich in DLF-Beiträgen zu hören. Früher, als ich noch WDR hörte, habe ich sie dort auch wahrgenommen, meistens beim 2003 beerdigten Kritischen Tagebuch (Ende dieses Jahres: 20. Todestag!). Frau Novy geizte – damals – nicht mit gut begründetem Spott, den ihr der DLF wohl so nicht gestattet. Oder […]

    https://extradienst.net/2023/01/04/best-of-3-januar-2023/

  10. Best of 3. Januar 2023

    Köln hat es in die taz geschafft – wow Die Novys sind ein interessanter Clan. Ihre Verwandtschaften kann ich leider nicht entschlüsseln. Beatrix Novy ist noch heute gelegentlich in DLF-Beiträgen zu hören. Früher, als ich noch WDR hörte, habe ich sie dort auch wahrgenommen, meistens beim 2003 beerdigten Kritischen Tagebuch (Ende dieses Jahres: 20. Todestag!). Frau Novy geizte – damals – nicht mit gut begründetem Spott, den ihr der DLF wohl so nicht gestattet. Oder […]

    https://extradienst.net/2023/01/04/best-of-3-januar-2023/

  11. Die uns “beschützen”

    Meine grösste Sorge gilt der Unabhängigkeit solcher Medien Gestern strahlte ZDFneo die zweite Staffel “Alex Rider” aus. Eine erfreulich flott inszenierte Story um einen sympathischen halbwüchsigen James Bond jr., dern den Geheimdiensten die Stirn zu bieten vermag, weil er, ähnlich wie die heutigen Klimaaktivist*inn*en, von dieser Welt, ihrer Wissenschaft und Technik mehr versteht als die routinierten Alten. Aber natürlich ist es auch ein Märchen, wie wir es uns als TV- und Streaming-Glotzer*innen zur adventlichen Unterhaltung […]

    https://extradienst.net/2022/12/08/die-uns-beschuetzen/

  12. Die uns “beschützen”

    Meine grösste Sorge gilt der Unabhängigkeit solcher Medien Gestern strahlte ZDFneo die zweite Staffel “Alex Rider” aus. Eine erfreulich flott  und very british inszenierte Story um einen sympathischen halbwüchsigen James Bond jr., der den Geheimdiensten die Stirn zu bieten vermag, weil er, ähnlich wie die heutigen Klimaaktivist*inn*en, von dieser Welt, ihrer Wissenschaft und Technik mehr versteht als die routinierten Alten. Aber natürlich ist es auch ein Märchen, wie wir es uns als TV- und Streaming-Glotzer*innen […]

    https://extradienst.net/2022/12/08/die-uns-beschuetzen/

  13. Karneval im WDR

    mit Update 12.11.
    Seit 1976 lebe ich im Rheinland. Rund 15 Jahre war ich darauf bedacht, mich immer zum Karneval in sichere Regionen zu verziehen – das war meistens Ostfriesland. Erst mit dem, was vor 30 Jahren das “Arsch huh”-Konzert in mir veränderte, gelang mir eine gemässigte Integration in die fremde Kultur. Weiterer wichtiger […]

    https://extradienst.net/2022/11/11/karneval-im-wdr/