#langzeitarchivierung — Public Fediverse posts
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Unser Kollege #JeskoRücknagel stellt in diesem #TIB-Blogbeitrag drei Einrichtungen vor, die an der Landesinitiative #Langzeitarchivierung Niedersachsen (kurz LiLA) teilnehmen.
In Kurzinterviews berichten Vertreter:innen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (#GWLB), der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig sowie der Tierärztlichen Hochschule Hannover über die verantwortungsvolle Aufgabe, ihre digitalen Bestände langfristig zu sichern: https://blog.tib.eu/2026/04/15/e-pflicht-kunstfilme-und-veterinaermedizin-einblicke-in-die-digitale-langzeitarchivierung-bei-lila-nds -
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RE: https://openbiblio.social/@awinkler/116223277160818397
So ist es. Digitale #Langzeitarchivierung gehört zu den Aufgaben öffentlicher Archive.
Die 29. (Jahres-)Tagung des #AUdS-Netzwerks findet im übrigen am 18./19. März in Prag statt. Wir MACHEN das - elektronische Archivierung. Wir wissen um die Bedeutung von Metadaten, beschäftigen uns mit "signifikanten Eigenschaften" und können mit "OAIS" etwas anfangen.
Wenn #Weimer rückständige Klischees bedient, ist das perfide. Oder schlicht bar jeder Sachkenntnis.
#dnb
https://www.sg.ch/kultur/staatsarchiv/Spezialthemen-/auds.html -
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"There are some features that make Silica a great match for this sort of thing, most notably the complete absence of energy needed to preserve the data, and the fact that it can be retrieved rapidly if needed (a sharp contrast to the days needed to retrieve information from DNA, for example)." #langzeitarchivierung
https://arstechnica.com/science/2026/02/microsofts-new-10000-year-data-storage-medium-glass/ -
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Zwischen Brinkmann-Archiv, Repositorium und Musiknachlass: Einblicke in die digitale Langzeitarchivierung bei LiLA.NDS
ein Beitrag von Dr. Karolin Bubke (Leitung der Universitätsbibliothek Vechta), Dr. Christina Draheim (Koordinatorin des Fachinformationsdienst Pharmazie), Carsten Elsner (Leiter des Referats Publikationsservices), Vinzenz Fiebach (Mitarbeiter im Fachinformationsdienst Pharmazie), Dr. Michael Kotzyba (Leiter des Referats Informationstechnologie), Dr. Samuel Mund (Data Steward an der Hochschulbibliothek der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), Dr. Katharina Talkner (Leitung Hochschulbibliothek der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) und Jesko Rücknagel (TIB)
Im Rahmen von LiLA.NDS, Landesinitiative Langzeitarchivierung Niedersachsen, stehen nicht nur technische Konzepte und Lösungen für die digitale Langzeitarchivierung (LZA) im Mittelpunkt, sondern vor allem die Einrichtungen selbst mit ihren individuellen Beständen und Anforderungen. Ziel der Landesinitiative ist es nämlich, die für die Langzeitarchivierung notwendigen Arbeitsabläufe dauerhaft in die Bibliotheksarbeit zu integrieren und so nachhaltige Strukturen und Kompetenzen in den beteiligten niedersächsischen Einrichtungen auf- bzw. auszubauen. Doch was bedeutet digitale Langzeitarchivierung eigentlich konkret im Alltag einer Bibliothek? Welche Bestände sollen gesichert werden – und warum?
Um diese Fragen aus der Praxis zu beleuchten, kommen in diesem Blogpost drei Einrichtungen aus der ersten Projektkohorte zu Wort, die aktuell intensiv mit der TIB an der Umsetzung ihrer Projektziele arbeiten. Dabei werden die Datenqualität ausgewählter Bestände überprüft und Workflows entwickelt, um die Bestände Schritt für Schritt auf die Übernahme in das Langzeitarchiv der TIB vorzubereiten.
In den folgenden Kurzinterviews berichten Vertreter:innen der Universitätsbibliothek Vechta, der Universitätsbibliothek Braunschweig sowie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover von ihren Sammlungen und davon, warum die langfristige Sicherung ihrer digitalen Bestände für sie so wichtig ist.
Universitätsbibliothek Vechta
Rolf Dieter Brinkmann © Arbeitsstelle Rolf-Dieter Brinkmann / Elisabeth ZöllerZu Beginn blicken wir nach Vechta: Karolin Bubke, die Direktorin der Universitätsbibliothek Vechta, gibt einen Einblick in einen literarisch wie kulturgeschichtlich bedeutenden Bestand aus der Region. Gemeinsam mit ihrem Team, Stephanie Hinrichs (Universitätsbibliothek, Leitung Support Forschung und Informationssysteme) und Lars Hoffmeier (Universitätsbibliothek, Leitung Universitätsarchiv), befasst sie sich in LiLA damit LZA-Strukturen aufzubauen, und spricht mit uns über diesen Prozess sowie die besondere Sammlung und dem Mann dem sie gewidmet ist.
Können Sie Ihre Einrichtung und deren Sammlungsschwerpunkte kurz vorstellen?
Sehr gerne! Wir sind eine Universitätsbibliothek, die sich auf die Informationsversorgung und -vermittlung für verschiedene Zielgruppen sowie den Forschungssupport konzentriert.
Und dann haben wir als wirklich herausragende Sammlung noch den Bestand der Archiv- und Dokumentationsstelle Rolf Dieter Brinkmann (RDB). Die hat es in sich: Brinkmann (1940–1975) wurde in Vechta geboren und war schon als Jugendlicher ein Enfant terrible, das in der Stadt verfemt war. In Köln suchte er sein Glück als Schriftsteller der deutschen Pop-Literatur, erste Erfolge fand er auch in einem Stipendium für die Villa Massimo, und dann kam er sehr tragisch mit nur 35 Jahren bei einem Autounfall in London ums Leben.
Wer sich für diesen bewegten Menschen interessiert, dem empfehle ich die Website der Kulturstiftung Rolf Dieter Brinkmann.
Die Sammlung, die wir in der Unibibliothek verwahren und erschließen, ist beeindruckend und wächst kontinuierlich: Als Leiter der Arbeitsstelle Rolf Dieter Brinkmann der Universität Vechta sammelt Prof. Dr. Markus Fauser (Germanistische Literaturwissenschaft) unermüdlich und sein weit verzweigtes Netzwerk bedienend alle irgendwie greifbaren Quellen: Briefe und Postkarten, Autographen, Zeichnungen und Aquarelle, Bild- und Tonmaterial.
Gibt es ein digitales Objekt oder eine Sammlung, die Ihnen besonders am Herzen liegt?
Da gibt es viele beeindruckende Stücke, die den Schriftsteller Brinkmann mit all seinen Brüchen und in seiner düsteren, oft wütenden Emotionalität zeichnen. Ich finde besonders die frühen Texte interessant, die einen Bezug zu Vechta haben. Als Jugendlicher war Brinkmann unglücklich verliebt, aber später eng befreundet mit Elisabeth Piefke. Unter dem Vorwand gemeinsam Schulaufgaben zu besprechen, konnte er sie besuchen und brachte ihr seine Gedichte mit, die er liebevoll illustrierte. Viele Objekte auch aus dieser Zeit sind in einer kleinen Dauerausstellung in der Unibibliothek zu sehen.
Brief von Rolf Dieter Brinkmann an Gisela Reinholz © UB VechtaWas motiviert Sie Ihre digitalen Bestände zu archivieren? Gab es einen Auslöser, der den Anstoß gegeben hat, sich mit digitaler Langzeitarchivierung auseinanderzusetzen?
Wir wissen um den hohen Wert dieser Sammlung, die bisher nur in Bruchstücken erforscht ist und die für viele Literatur- und Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler international relevant sein kann. Durch die Bereitstellung von Digitalisaten und künftig Online-Editionen möchten wir die Forschung an dieser Sammlung ermöglichen und tragen die Verantwortung dafür, dass dieses bei uns bewahrte materielle Erbe Brinkmanns langfristig zugreifbar bleibt. Der Zeitpunkt, die Langzeitarchivierung jetzt anzugehen, ist auch sehr passend, da die Kulturstiftung RDB in seiner Geburtsstadt Vechta gerade für den Bau eines zentral gelegenen Brinkmann-Hauses kämpft – Investoren stehen bereit.
Welche Unterstützung ist für Sie im Projekt besonders wertvoll?
Wir sind eine recht kleine Universitätsbibliothek und könnten uns die notwendige Spezialisierung und vertieften Kenntnisse zur digitalen Langzeitarchivierung (dLZA) personell nicht leisten. Wir freuen uns sehr über die Expertise und die tolle Beratung des LiLA-Teams! Die Chance, uns gemeinsam mit den Profis die Brinkmann-Sammlung anzusehen und Lösungen zu finden, konnten wir nicht verstreichen lassen. Es bleibt jedoch die Frage, wie wir künftig auch finanziell ausgestattet sein werden und ob wir uns die dLZA leisten können – und ein paar andere besondere Stücke in unserem Bibliotheksbestand sind uns auch schon eingefallen, die wir eigentlich auch angehen müssten.
Universitätsbibliothek Braunschweig
Neben spezialisierten Sammlungen wie in Vechta spielen auch große Publikations- und Repositoriumsbestände eine wichtige Rolle im Projekt. Ein Beispiel dafür ist die Universitätsbibliothek Braunschweig (UB) die auf ihren Publikationsinfrastrukturen vielfältige digitale Inhalte betreut. Die Kolleg:innen Christina Draheim (Koordinatorin des FID Pharmazie), Vinzenz Fiebach (Mitarbeiter im FID Pharmazie), Michael Kotzyba (Leiter des Referats Informationstechnologie) und Carsten Elsner (Leiter des Referats Publikationsservices) haben stellvertretend für das Team der UB die Bibliothek samt der in LiLA bearbeiteten Repositorien vorgestellt und ihre Erfahrungen zur LZA geteilt.
Können Sie Ihre Einrichtung und deren Sammlungsschwerpunkte kurz vorstellen?
Die UB versorgt die Technische Universität (TU) Braunschweig als zentrale Infrastruktureinrichtung bedarfsorientiert mit Literatur, Medien und Informationen, unterstützt und berät Wissenschaftler:innen mit forschungsnahen Services und beim Open-Access-Publizieren, vermittelt Schlüsselqualifikationen und ist zentraler Lernort für Studierende.
Braunschweigische Staatszeitung zur Zeit Lessings und Goethes ; Sonderbeilage zu Nummer 16 […] vom 19. Januar 1929. Braunschweig, 1929, S.3 https://doi.org/10.24355/dbbs.084-201001201544-0 CC BY-NC 4.0Seit 2005 betreibt die Universitätsbibliothek das institutionelle Publikationsrepositorium der TU Braunschweig, LeoPARD.Es dient der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und -dokumentationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Braunschweig, von Spezialsammlungen der TU Braunschweig wie zum Beispiel einer Kinderbuchsammlung und pharmazeutischer Literatur sowie von regionalen Einrichtungen sowie von digitalisierten Zeugnissen des regionalen kulturellen Erbes. Neben Publikationen enthält es auch Forschungsdaten.
Die UB und das Institut für Informationssysteme der TU Braunschweig betreiben seit 2015 den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Fachinformationsdienst (FID) Pharmazie.
Dieser bietet der universitären pharmazeutischen Forschung einen umfassenden Zugang zu pharmazeutischen Informationsressourcen und unterstützt Forschende durch spezifische Services, unter anderemdie wirkstoffzentrierte Rechercheplattform PubPharm und das fachspezifische Repositorium pharmRxiv.
Gibt es ein digitales Objekt oder eine Sammlung, die Ihnen besonders am Herzen liegt?
Mit den Brunsvicensien bietet LeoPARD den Zugang zu Literatur aus und über die Stadt und das Land Braunschweig. Die UB kooperiert dabei mit zahlreichen regionalen Einrichtungen des kulturellen Erbes. Somit wird der weltweite Zugriff auf wichtige Ressourcen zur Stadtgeschichte Braunschweigs ermöglicht und trägt zur überregionalen Wahrnehmung der Services der UB und LeoPARD bei.
Brunsvicum. Braunschweig. [S.l.], 1740 DOI: 10.24355/dbbs.084-201103171108-0Was motiviert Sie Ihre digitalen Bestände zu archivieren? Gab es einen Auslöser, der den Anstoß gegeben hat, sich mit digitaler Langzeitarchivierung auseinanderzusetzen?Langzeitarchivierung ist bereits seit vielen Jahren ein Thema an der UB. Eine eigene Instanz eines Langzeitarchivierungssystems ist für die UB nicht sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar. Mit der TIB arbeiten wir seit Jahren als verlässliche Partnerin zusammen, nun auch im Rahmen der Landesinitiative. Uns ist die Lesbarkeit und Nachnutzbarkeit von Daten und Beständen auch in der Zukunft sowie die Standardisierung der Datenüberlieferung in der Langzeitarchivierung wichtig.
Welche Unterstützung ist für Sie im Projekt besonders wertvoll?
Wir freuen uns als Piloteinrichtung im Projekt LiLA Unterstützung in der Automatisierung und Optimierung von Workflows für die sehr heterogenen Publikationsformen aus LeoPARD und pharmRxiv, wie Artikel/Aufsätze, Dissertationen, Poster, Preprints und Forschungsdaten, zu erhalten. Wir schätzen die Möglichkeit uns über Chancen und Herausforderungen auszutauschen.
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Als dritte Einrichtung stellen Samuel Mund (Data Steward) und Katharina Talkner (Leiterin der Hochschulbibliothek) die Bestände der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) vor. Die Bibliothek betreut spezialisierte Sammlungen und Nachlässe aus Musik, Theater und Medienwissenschaft – darunter auch audiovisuelle Bestände, die besondere Anforderungen an die digitale Langzeitarchivierung stellen.
Können Sie Ihre Einrichtung und deren Sammlungsschwerpunkte kurz vorstellen?
Die Bibliothek der HMTMH ist eine Fachbibliothek für Musik, Schauspiel und Medienwissenschaften, und beherbergt neben Noten für den musikpraktischen Bedarf umfangreiche Bestände an musikpädagogischer, musikwissenschaftlicher und medienwissenschaftlicher Literatur.
Neben der Zentralbibliothek existieren die Bibliothek des Forschungszentrums Musik und Gender (FMG) und die Bibliothek im Kurt-Schwitters-Forum (gemeinsame Bibliothek mit der Hochschule Hannover). Die Bibliothek besitzt umfangreiche Sammlungen, darunter die historischen Bestände des FMG, des Instituts für musikpädagogische Forschung (ifmpf) und des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik (EZJM), die Sammlung Bialik sowie mittels eines Kooperationsvertrags Teile der Sammlungsbestände des Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim.
Gibt es ein digitales Objekt oder eine Sammlung, die Ihnen besonders am Herzen liegt?
Derzeit bearbeiten wir mit großer Intensität und Hingabe den Nachlass des Ulmer Musikers und Musikjournalisten Peter Ury, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft während der NS-Herrschaft nach London ins Exil ging.
Der Nachlass liegt uns in mehrfacher Hinsicht am Herzen. Zum einen faszinieren uns die Einblicke in Urys Leben und Wirken, die wir über die Erschließung des Nachlasses im vom BMFTR geförderten Projekt „KOSTIMA – kontra-hegemoniale Stimmen in Musikarchiven“ erhalten. Zum anderen ist der Nachlass für uns infrastrukturell von großer Bedeutung, denn die Erschließung und Retrodigitalisierung der Materialien findet im neuen Bibliotheksgebäude in der Leisewitzstraße statt, und ist dadurch für uns ein Pilotprojekt für künftige Sammlungserschließungen und –digitalisierung. Und schließlich ist auch die Zusammenarbeit mit Peter Urys Nachfahren für uns eine bereichernde Erfahrung.
Peter Ury © Zentralbibliothek HMTMH/EZJMWas motiviert Sie Ihre digitalen Bestände zu archivieren? Gab es einen Auslöser, der den Anstoß gegeben hat, sich mit digitaler Langzeitarchivierung auseinanderzusetzen?
Über die Digitalisierung werden die Materialien im Informationszeitalter überhaupt erst für einen breiteren Personenkreis und ortsungebunden zugänglich. Diese Zugänglichmachung verstehen wir als eine unserer Kernaufgaben. Gleichzeitig bieten Digitalisierungen und Bereitstellungen von Materialien seitens öffentlicher Einrichtungen Zugangsoptionen mit einer weitaus größeren Erschließungstiefe, als dies in der Regel von kommerziellen Anbietern geleistet wird. Zusätzlich ist die öffentliche Bewahrung von Kulturerzeugnissen nicht jenen Marktmechanismen ausgesetzt, denen privatwirtschaftliche Portale unterliegen.
Durch die Kooperation von Bibliothek und Fachdisziplinen in Bezug auf Sammlungen entstehen praktische und theoretische Potentiale, die einen lebendigen Umgang mit Erinnerungskulturen herstellen, und Möglichkeiten zur kritischen Reflexion bieten. Langzeitarchivierung ist ein integraler Bestandteil solcher Aktivitäten, wurde aber bislang aus verschiedenen Gründen nur eingeschränkt berücksichtigt – um so mehr begrüßen wir die Kooperation mit LiLA. Ein konkreter Anstoß ist zudem die physische Materialität des Nachlasses Ury, der unter anderem Magnettonbänder enthält, deren physische Lebensdauer begrenzt ist.
Welche Unterstützung ist für Sie im Projekt besonders wertvoll?
Ganz besonders hilft uns die strukturierte Herangehensweise, die weit über das eigentliche LZA hinaus geht, denn jede Entscheidung, die wir in Bezug auf die Sammlungen treffen, hat unmittelbare Auswirkungen auf die langfristige Speicherung der Daten. Dies berührt sämtliche Aspekte des Sammlungsmanagements, und kommt insbesondere bei der Verwendung von Metadaten und Dateiformaten zum Tragen.
Ausblick
Die drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Motivation und darauf basierend die Anforderungen an die digitale Langzeitarchivierung in der Praxis aussehen können: von literarischen Sammlungen über institutionelle und disziplinäre Repositorien bis hin zu musikalischen und audiovisuellen Nachlässen. Trotz dieser Vielfalt verbindet alle Einrichtungen das gleiche Ziel – ihre digitalen Bestände langfristig zugänglich und nutzbar zu halten. LiLA.NDS bietet dafür den gemeinsamen Rahmen. Im kommenden Beitrag stellen wir die nächsten Partnerinstitutionen und ihre Perspektiven vor.
Blogreihe „LiLA.NDS“
Im Rahmen der begleitenden Blogreihe „LiLA.NDS“ werden wir regelmäßig über den Projektfortschritt Landesinitiative Langzeitarchivierung Niedersachsen (kurz LiLA) berichten. So erhalten Interessierte außerhalb des Projektkonsortiums Einblicke in die Arbeit von LiLA. In den kommenden Beiträgen stellen sich die beteiligten Einrichtungen vor, berichten über ihre zu archivierenden Bestände und erläutern, warum die digitale Langzeitarchivierung für sie von besonderer Bedeutung ist. Damit ist die Blogreihe eine wichtige Säule in der geplanten Wissensbasis, die es dem Projekt ermöglicht, Best Practices vorzustellen und Einblicke in die Umsetzungsphase zu geben.
#LizenzCCBY40INT #Langzeitarchivierung #DigitaleLangzeitarchivierung #LandesinitiativeLangzeitarchivierungNiedersachsen -
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#KulturellesErbe
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#ForschungUndEntwicklung
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Das Thema der Langzeitverfügbarkeit stand 2025 weit oben auf der Agenda von digiS und dem @kobv_zt
Von Bedarfsumfragen, neuen Webtools und spannenden Releases berichten wir hier👇https://www.digis-berlin.de/neuigkeiten-aus-der-langzeitarchivierung-lza-ewig/
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Forschungsdatenmanagement und Langzeitarchivierung gehören zusammen!
Der Artikel „Forschungsdatenmanagement trifft Langzeitarchivierung: Zwei Seiten einer Medaille“ zeigt anhand der Praxis von FDZ Bildung und FDZ am IQB (beide Teil des VerbundFDB), wie die Bereiche integriert gedacht werden können. Lesen Sie hier den Artikel von Pegelow & Rucker (@IQB_media) sowie Klauke (FDZ Bildung):
https://bausteine-fdm.de/article/view/8844
#FDM #Langzeitarchivierung #Forschungsdatenmanagement -
Wie lassen sich Forschungsdatenmanagement und Langzeitarchivierung besser verzahnen? Die aktuelle Sonderausgabe von "Bausteine Forschungsdatenmanagement" stellt Konzepte und Praktiken beider Communities gegenüber und gibt Impulse, Fragen und Empfehlungen für eine engere Verzahnung. Hier geht's zur Publikation: https://doi.org/10.17192/bfdm.2025.3
@dini
@nestorNetzwerk
#FDM #Forschungsdatenmanagement #Langzeitarchivierung -
RE: https://openbiblio.social/@Lambo/115724405378574545
Es war ein ganz fantastischer Vortrag, @Lambo - vielen Dank für diese Bereicherung meines Seminars an der @HTWKLeipzig @tibosl #htwk #digitalisierung #langzeitarchivierung #digitalelangzeitarchivierung #nfdi #nfdi4culture
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📢 RADAR beim Workshop der AK Forschungsdaten & Archive!
Letzte Woche trafen sich Akteur*innen aus den Bereichen Repositorien, digitale #Langzeitarchivierung und #Archive in der @leibnizgemeinschaft, Berlin, um über die Archivierung von #Forschungsdaten zu diskutieren.
Unsere Produktmanagerin Kerstin Soltau hielt einen der Input-Talks über „Aspekte der langfristigen Archivierung von Forschungsdaten bei RADAR“.
🔗 Mehr Infos: https://t1p.de/acrkr
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Die Pause ist vorbei, Hunger und Durst bekämpft, Energie aufgefüllt und Kontakte geknüpft 💪!
Jetzt bleibt noch Zeit für die Poster der aktuellen Digitalisierungsprojekte 🤖.
Dieses Jahr finder ihr zusätzlich auch Poster zur neuen LLM-generierten Objektbeschreibung bei #musdb @museumdigital und unserem neuen Tool "Best Match" für die Einspeisung in unser #Langzeitarchivierung|ssystem #EWIG. 🆕️ -
Erstellen von ZIP-Disk-Images: ein Erfahrungsbericht zum World Digital Preservation Day 2025
Der folgende Beitrag ist eine übersetzte und leicht veränderte Version eines ursprünglich am 23. September 2025 in französischer Sprache veröffentlichten Blogbeitrags.
Vorab eine kleine Anmerkung: Ich bin noch Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik. Die Beschäftigung mit dem Thema macht mir viel Spaß, daher nutze ich diese Begeisterung, um meine Abenteuer aufzuschreiben und sie mit Ihnen zu teilen. Ich ziehe es vor, meine Beiträge später zu überarbeiten, anstatt mich zu Beginn zu sehr in das Thema zu vertiefen und dabei den anfänglichen Schwung zu verlieren. Diese Anfangsbegeisterung führt vielleicht zu einem kleinen Dunning-Kruger-Effekt, aber sie spornt mich an.
Ein wenig Hintergrundinformation
Vor einigen Wochen erwähnte Felix Burger, einer meiner Kollegen bei der TIB, fünf ZIP-Disketten, die er von Kamel Louafi, einem algerisch-deutschen Architekten, erhalten hatte. Die ZIP-Disketten gehören zu seinem Vorlass, den er der Leibniz Universität Hannover überlassen hatte und deren Inhalt deshalb archiviert werden sollte. Es wurde vermutet, dass diese Disketten Daten zur Neugestaltung des Welfengartens enthalten könnten, in dem sich die Leibniz Universität Hannover befindet.
Was ist eine ZIP-Diskette?
Vielleicht haben Sie noch nie eine gesehen. ZIP-Disketten wurden vom Unternehmen Iomega zwischen 1995 und 2003 verkauft. Diese Superdisketten waren mit einer Kapazität von 100, dann 250 und schließlich 750 MB erhältlich, während die Standarddiskette lediglich 1,44 MB fasste. Sie sind dicker als die Standardversion.
Iomega ZIP 100 Diskette CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia CommonsIm Gegensatz zu den 3½-Zoll-Disketten verfügen sie jedoch nicht über einen manuellen Schutzmechanismus, also mechanische Schalter, mit denen das Beschreiben verhindert werden konnte. Natürlich benötigt man für die Arbeit mit diesen Disketten ein spezielles Laufwerk, welches an der TIB nicht vorhanden war und nun noch gefunden werden musste. Beim Online-Marktplatz eBay sind zahlreiche Laufwerke für unter 100 Euro erhältlich, aber ihre Eigenschaften und ihr Verschleißgrad sind schwer einzuschätzen. Einer meiner Kollegen hatte ein externes ZIP-Laufwerk, aber dieses funktioniert nur über eine parallele Schnittstelle, über die unsere Arbeitscomputer nicht verfügen. Zufälligerweise hatte ich jedoch kurz zuvor ein neues Laufwerk erhalten, das sowohl für die Datenübertragung als auch für die Stromversorgung USB nutzt und daher sehr praktisch ist. Anlässlich der jährlichen Teambesprechung in Hannover brachte ich dieses charmante Gerät mit.
Mein USB-Laufwerk: so gut wie neuDas Laufwerk anschließen
Ich begann meine kleinen Experimente im Zug nach Hannover. Ich wollte die Datenwiederherstellung an einer ZIP-Diskette testen, die noch im Laufwerk steckte und einem Familienmitglied gehört hatte. Aber ich wollte die Sache wie unter echten Archivierungsbedingungen angehen – also versuchte ich den Inhalt der Diskette nicht zu verändern. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnte, ist es sehr leicht, den Inhalt eines Wechseldatenträgers unbeabsichtigt zu verändern. Daher ist größte Vorsicht geboten.
Wenn Sie ein Plug-and-Play-Medium anschließen, können Sie auf dessen Inhalt zugreifen, ohne etwas tun, konfigurieren oder einen Treiber installieren zu müssen. Das ist praktisch, aber der Zugriff erfolgt dabei standardmäßig im Read-Write-Modus, was natürlich das Risiko erhöht, dass der Inhalt der Festplatte verändert wird. Dieses Verhalten wollte ich vermeiden.
Automatisches Mounten deaktivieren
Also habe ich (unter Ubuntu) folgenden Befehl eingegeben:
systemctl stop udisks2.serviceDieser Befehl deaktiviert vorübergehend – bis zum Neustart des Computers – die automatische Einbindung, das heißt die automatische Konfiguration des Zugriffs auf ein Dateisystem.
Laufwerk anschließen
Jetzt kann ich mein Laufwerk anschließen und nach Belieben einbinden – in diesem Fall als read-only. Sobald es angeschlossen ist (in diesem Fall über USB), suche ich nach seinem Namen, um es zu mounten . GNU/Linux betrachtet jedes manipulierbare Objekt als Datei, einschließlich Wechseldatenträger. Um es zu identifizieren, verwende ich den Befehl
fdisk, der mit seiner Option--listalle Datenträger und Partitionen auflistet, unabhängig davon, ob sie gemountet sind oder nicht:$ sudo fdisk --list
(...)
Festplatte /dev/sda: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Festplattenmodell: ZIP 250
Einheiten: 1 × 512 = 512 Bytes pro Sektor
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Byte/512 Byte
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Byte/512 Byte
Festplatten-Typbezeichnung: dos
Festplatten-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Id Typ
/dev/sda1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Am Ende einer langen Liste von physischen oder virtuellen Medien, auf die ich von meinem Arbeitsplatz aus Zugriff habe, finde ich also mein Gerät mit seinem kurzen Namen (
/dev/sda) und seiner oder seinen Partitionen – hier gibt es nur eine, nämlich/dev/sda1.In einem GNU/Linux-System sind alle Geräte im Ordner
/dev(für devices) aufgelistet, ebenso wie die Partitionen, die auf jedem einzelnen davon erstellt wurden.Als read-only einbinden
Wir werden nun die Partition des betreffenden Datenträgers mounten (denn wir mounten nicht einen Datenträger, sondern eine „Partition”, das heißt die Aufteilung eines Speicherplatzes in separate Einheiten, die jeweils über ein eigenes Dateisystem verfügen). Hier gibt es nur eine einzige Partition, was uns die Arbeit erleichtert. Das Mounten der Partition(en) eines Datenträgers ist für die Erstellung eines Disk-Images nicht zwingend erforderlich, ermöglicht jedoch das Durchsuchen des Inhalts, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Hier ist die Befehlszeile, die ich verwendet habe:
sudo mkdir /media/zip_disk && sudo mount --options ro /dev/sda1 $_Ich erstelle einen leeren Ordner in
/mediaund mounte dann meine Partition als read-only (--options ro). (Beachten Sie die Abkürzung$_, die das letzte Argument des vorherigen Befehls ersetzt, nämlich/media/zip_disk.)Ich habe nun unter meinem Mountpunkt
/media/zip_diskZugriff auf den logischen Inhalt des Disk-Images, das heißt auf die Ordner und Dateien, wie sie auf der ZIP-Diskette zu sehen sind.Verwenden eines Schreibschutzes
Diese Lösung ist bereits recht zufriedenstellend, könnte jedoch in bestimmten Fällen nicht ausreichen. Selbst bei einer Read-Only-Einbindung kann es vorkommen, dass der Befehl
mountauf die Festplatte schreibt.
Im Handbuch zum Befehl heißt es dazu:Note that, depending on the filesystem type, state and kernel behavior, the system may still write to the device. For example, ext3 and ext4 will replay the journal if the filesystem is dirty.
Wenn die Integrität des Erfassungsprozesses nachgewiesen werden muss, insbesondere wenn die Daten in einem rechtlichen Kontext verwendet werden sollen, ist es daher unerlässlich, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen1 zu treffen und einen Schreibblocker zu verwenden. Die Beschreibung dieses Prozesses überlasse ich an dieser Stelle unseren Kollegen vom AIDA Capture Lab in ihrem Datenblatt zu Disketten und ZIP-Laufwerken.
Erstellen eines Disk-Images
Warum ein Disk-Image erstellen? Kurz gesagt ermöglicht dies, den binären Inhalt eines Datenträgers so genau wie möglich zu reproduzieren und ihn so zu „dematerialisieren” oder zumindest auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Dieser Prozess ist im Bereich der digitalen Forensik, wo der Nachweis der Unverfälschtheit von entscheidender Bedeutung ist, von grundlegender Bedeutung, kann aber auch für die digitale Erhaltung des Kulturerbes erforderlich sein.
Persönliche Erfahrung: Ich habe ein erstes Image unter Beachtung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen (Einbindung als read-only) erstellt und dann den Inhalt der Festplatte ohne große Vorsicht gesichtet – jedoch ohne die Absicht, ihn zu verändern. Anschließend habe ich ein zweites Image erstellt, das sich als ein Megabyte kleiner als das vorherige herausstellte! Ich kann mir diesen Unterschied nicht erklären, aber er ist erheblich.Für die Erstellung eines Disk-Images unter GNU/Linux verweise ich erneut auf die Anweisungen des AIDA Capture Lab, das das Tool Guymager empfiehlt.
Guymager ist ein Tool zur Erstellung von Disk-Images, das nur unter GNU/Linux funktioniert, aber über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt, was es für Personen interessant macht, die mit der Benutzung der Kommandozeile nicht vertraut sind.
Zu den Einstellungen von Guymager gehört auch das Format des Disk-Images. Das AIDA Capture Lab empfiehlt das Rohformat .dd, bei dem es sich um eine exakte, unkomprimierte Kopie einer Festplatte handelt, die mit dem Tool
ddund seinen Derivaten erstellt wird. Es ist jedoch auch möglich, ein komprimiertes Format wie Encase zu wählen, um Speicherplatz zu sparen – es ist zu erwarten, dass das Disk-Image viel freien Speicherplatz enthält, der sich leicht komprimieren lässt. Darüber hinaus ist das Rohformat eine einfache Kopie der Bytes der Festplatte und enthält keine Metadaten, sodass Tools wie Guymager eine weitere Begleitdatei mit der Erweiterung.infoerstellen, um Informationen zum Erstellungsprozess des Images zu speichern.Es ist auch möglich, ein recht praktisches Befehlszeilen-Tool zum Erstellen eines Disk-Images zu verwenden. Peter Eisner, einer meiner Kollegen bei der TIB, der sich mit dem Erstellen von Disk-Images beschäftigt, hat
dc3ddvorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Ableitung des Unix-Dienstprogrammsdd, das vom Department of Defense Cyber Crime Center entwickelt wurde. Es hat den Vorteil, dass es einen digitalen Fingerabdruck des Images erstellt und eine Metadatendatei generiert, in der dieser sowie weitere Informationen zum Erstellungsprozess gespeichert werden.Hier ist die von Peter vorgeschlagene Befehlszeile:
dc3dd if=/dev/sda of=~/disk_images/mydisk.dd hash=md5 log=~/disk_images/mydisk.txtDas Ergebnis dieses Vorgangs ist eine Datei
mydisk.dd, die eine exakte, unkomprimierte Kopie des Mediums ist – das Image hat also genau die Größe der Festplatte, das heißt 250 Megabyte / 239 Megabyte – und eine Dateimydisk.txt, die das Protokoll des Vorgangs zur Erstellung des Festplatten-Images enthält.Das Image mounten, um den Inhalt zu sichten
Wie eine Support-Partition kann das Disk-Image gemountet werden, um es zu erkunden. Bei einigen GNU/Linux-Distributionen reicht ein Doppelklick auf das Image, um es zu mounten, aber bei meinem „rohen” Ubuntu war das nicht der Fall. Daher musste ich das Image mit folgendem Befehl mounten:
sudo mkdir ~/zip_image && sudo mount --types vfat --options ro,loop,offset=1048576 mydisk.dd $_Diese Befehlszeile erfordert eine Reihe von Parametern:
- das Dateisystem; hier handelt es sich um vfat, eine Variante der FAT-Dateisysteme für virtuelle Volumes
- der Start-Offset; Dies ist der Startsektor multipliziert mit der Anzahl der Bytes pro Sektor.
Diese Informationen erhalten Sie mit dem bereits erwähnten Befehl
fdisk -l:$ sudo fdisk --list mydisk.dd
Festplatte mydisk.dd: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Einheiten: Sektor von 1 × 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Bytes/512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes/512 Bytes
Typ des Datenträgerlabels: dos
Datenträger-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Typ
zip_250_image.dd1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Sie können nun durch die Baumstruktur des Disk-Images navigieren. Dort lassen sich alle gewünschten Erkundungsvorgänge durchführen, ohne Gefahr zu laufen, etwas Wichtiges zu verändern.
Gelöschte Dateien wiederherstellen
Wie Sie vielleicht wissen, wird beim Löschen einer Datei auf Ihrem Computer, selbst wenn Sie den Papierkorb leeren, lediglich die Indizierung der Daten aufgehoben: Der Computer vergisst ihre Adresse. Er schreibt an dieser Stelle nur dann erneut, wenn er Platz für weitere Daten benötigt. Daher ist es möglich, gelöschte Daten wiederherzustellen, solange er an dieser Stelle nicht erneut geschrieben hat. Es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten, dies zu tun, aber ich werde Ihnen nur eine davon vorstellen, um es zu demonstrieren.
Das Tool: PhotoRec
Ich habe die Tools
TestDiskundPhotoRecgetestet, die von Christophe Grenier entwickelt wurden und mir von meinem Kollegen Peter Eisner empfohlen wurden. Diese Tools sind einfach zu bedienen; ich werde nur PhotoRec vorstellen, da dieses Tool in meinem Fall zu Ergebnissen geführt hat.Sobald das Tool mit dem Befehl
sudo photorec mydisk.ddgestartet wurde, erscheint folgender Bildschirm:Man wählt das Medium aus …
… dann die Partition …
… dann das Dateisystem …
… man entscheidet, ob die Analyse auf der gesamten Partition oder nur auf dem freien Speicherplatz durchgeführt werden soll …
… man wählt den Ordner aus, in den die Dateien extrahiert werden sollen, und drückt auf C …
… und fertig: Das Tool hat einen Ordner namens
recup_directoryerstellt und dort 360 wiederhergestellte Dateien abgelegt.In diesem Ordner wurde ein kleines Stück der Jugendgeschichte meiner Schwester wiederhergestellt: Szenarien für ein Rollenspiel namens Lycéenne, ihre Abschlussarbeit, Scans von Karten der spanischen Kolonialisierung in Südamerika …
Screenshot des Ordners, in den die wiederhergestellten Dateien extrahiert wurden.Die ethischen Fragen, die sich daraus ergeben
Über die technische Dimension hinaus wirft dies natürlich auch schwierige ethische und rechtliche Fragen auf. Die Wiederherstellung von Dateien, deren Löschung der Eigentümer des Datenträgers gewünscht hat, ist fragwürdig, aber es ist wichtig, dass wir wissen, dass dies möglich ist. Nur so können wir Spendern von Datenträgern klar kommunizieren, was wir oder zukünftige Leser finden könnten, wenn wir diesen Ansatz verfolgen würden3.
Ein paar abschließende Worte
Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich noch ein Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik in Bezug auf Kulturgüter, und zwar aus einem einfachen Grund: Die beiden Institutionen, in denen ich gearbeitet habe (die Bibliothèque nationale de France und die TIB), beginnen gerade erst, ihre Position zu diesem Thema zu definieren.
Archivar:innen und Bibliothekar:innen stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, um diese Techniken anzuwenden. Ich war überrascht, wie einfach sie anzuwenden sind, was im Gegensatz zu den komplexen ethischen und rechtlichen Fragen steht, die sich aus der allgemeinen Erstellung von Disk-Images für die Sammlung von born-digital-Archiven ergeben. Nur Archivar:innen und Bibliothekar:innen können diese Fragen beantworten, aber nur dann, wenn sie die Möglichkeiten der oben genannten technischen Verfahren im Blick haben.
Auf jeden Fall gelang es Felix, Images der fünf ZIP-Disketten zu erstellen und deren Inhalt zu extrahieren, und wir haben gemeinsam einen bedeutenden Schritt beim Experimentieren mit Disketten-Images gemacht!
- Siehe hierzu Kessler (Gary C.) und Carlton (Gregory H.), „A Study of Forensic Imaging in the Absence of Write-Blockers”, in Journal of Digital Forensics, Security and Law, 2014, 9(3), abrufbar unter https://commons.erau.edu/db-security-studies/28 (abgerufen am 22. September 2025).
- Um den Nutzen der Erstellung eines Disk-Images gegenüber einer einfachen gesicherten Kopie zu beurteilen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des folgenden Dokuments: Digital Archival traNsfer, iNgest, and packagiNg Group, „Disk Imaging Decision Factors”, DANNNG!, [o. J.], abrufbar unter https://dannng.github.io/disk-imaging-decision-factors.html (abgerufen am 23. September 2025).
- Siehe hierzu den folgenden Artikel: Lassere (Monique) und Whyte (Jess M.), „Balancing Care and Authenticity in Digital Collections: A Radical Empathy Approach To Working With Disk Images”, Journal of Critical Library and Information Studies, Band 3, Nr. 2 (2021), abrufbar unter https://doi.org/10.24242/jclis.v3i2.125 (abgerufen am 23. September 2025).
Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von deepl.com durch Felix Burger übersetzt und leicht überarbeitet.
#ZIPDiskette #WDPD2025 #LizenzCCBY40INT #Langzeitarchivierung #WorldDigitalPreservationDay
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Erstellen von ZIP-Disk-Images: ein Erfahrungsbericht zum World Digital Preservation Day 2025
Der folgende Beitrag ist eine übersetzte und leicht veränderte Version eines ursprünglich am 23. September 2025 in französischer Sprache veröffentlichten Blogbeitrags.
Vorab eine kleine Anmerkung: Ich bin noch Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik. Die Beschäftigung mit dem Thema macht mir viel Spaß, daher nutze ich diese Begeisterung, um meine Abenteuer aufzuschreiben und sie mit Ihnen zu teilen. Ich ziehe es vor, meine Beiträge später zu überarbeiten, anstatt mich zu Beginn zu sehr in das Thema zu vertiefen und dabei den anfänglichen Schwung zu verlieren. Diese Anfangsbegeisterung führt vielleicht zu einem kleinen Dunning-Kruger-Effekt, aber sie spornt mich an.
Ein wenig Hintergrundinformation
Vor einigen Wochen erwähnte Felix Burger, einer meiner Kollegen bei der TIB, fünf ZIP-Disketten, die er von Kamel Louafi, einem algerisch-deutschen Architekten, erhalten hatte. Die ZIP-Disketten gehören zu seinem Vorlass, den er der Leibniz Universität Hannover überlassen hatte und deren Inhalt deshalb archiviert werden sollte. Es wurde vermutet, dass diese Disketten Daten zur Neugestaltung des Welfengartens enthalten könnten, in dem sich die Leibniz Universität Hannover befindet.
Was ist eine ZIP-Diskette?
Vielleicht haben Sie noch nie eine gesehen. ZIP-Disketten wurden vom Unternehmen Iomega zwischen 1995 und 2003 verkauft. Diese Superdisketten waren mit einer Kapazität von 100, dann 250 und schließlich 750 MB erhältlich, während die Standarddiskette lediglich 1,44 MB fasste. Sie sind dicker als die Standardversion.
Iomega ZIP 100 Diskette CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia CommonsIm Gegensatz zu den 3½-Zoll-Disketten verfügen sie jedoch nicht über einen manuellen Schutzmechanismus, also mechanische Schalter, mit denen das Beschreiben verhindert werden konnte. Natürlich benötigt man für die Arbeit mit diesen Disketten ein spezielles Laufwerk, welches an der TIB nicht vorhanden war und nun noch gefunden werden musste. Beim Online-Marktplatz eBay sind zahlreiche Laufwerke für unter 100 Euro erhältlich, aber ihre Eigenschaften und ihr Verschleißgrad sind schwer einzuschätzen. Einer meiner Kollegen hatte ein externes ZIP-Laufwerk, aber dieses funktioniert nur über eine parallele Schnittstelle, über die unsere Arbeitscomputer nicht verfügen. Zufälligerweise hatte ich jedoch kurz zuvor ein neues Laufwerk erhalten, das sowohl für die Datenübertragung als auch für die Stromversorgung USB nutzt und daher sehr praktisch ist. Anlässlich der jährlichen Teambesprechung in Hannover brachte ich dieses charmante Gerät mit.
Mein USB-Laufwerk: so gut wie neuDas Laufwerk anschließen
Ich begann meine kleinen Experimente im Zug nach Hannover. Ich wollte die Datenwiederherstellung an einer ZIP-Diskette testen, die noch im Laufwerk steckte und einem Familienmitglied gehört hatte. Aber ich wollte die Sache wie unter echten Archivierungsbedingungen angehen – also versuchte ich den Inhalt der Diskette nicht zu verändern. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnte, ist es sehr leicht, den Inhalt eines Wechseldatenträgers unbeabsichtigt zu verändern. Daher ist größte Vorsicht geboten.
Wenn Sie ein Plug-and-Play-Medium anschließen, können Sie auf dessen Inhalt zugreifen, ohne etwas tun, konfigurieren oder einen Treiber installieren zu müssen. Das ist praktisch, aber der Zugriff erfolgt dabei standardmäßig im Read-Write-Modus, was natürlich das Risiko erhöht, dass der Inhalt der Festplatte verändert wird. Dieses Verhalten wollte ich vermeiden.
Automatisches Mounten deaktivieren
Also habe ich (unter Ubuntu) folgenden Befehl eingegeben:
systemctl stop udisks2.serviceDieser Befehl deaktiviert vorübergehend – bis zum Neustart des Computers – die automatische Einbindung, das heißt die automatische Konfiguration des Zugriffs auf ein Dateisystem.
Laufwerk anschließen
Jetzt kann ich mein Laufwerk anschließen und nach Belieben einbinden – in diesem Fall als read-only. Sobald es angeschlossen ist (in diesem Fall über USB), suche ich nach seinem Namen, um es zu mounten . GNU/Linux betrachtet jedes manipulierbare Objekt als Datei, einschließlich Wechseldatenträger. Um es zu identifizieren, verwende ich den Befehl
fdisk, der mit seiner Option--listalle Datenträger und Partitionen auflistet, unabhängig davon, ob sie gemountet sind oder nicht:$ sudo fdisk --list
(...)
Festplatte /dev/sda: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Festplattenmodell: ZIP 250
Einheiten: 1 × 512 = 512 Bytes pro Sektor
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Byte/512 Byte
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Byte/512 Byte
Festplatten-Typbezeichnung: dos
Festplatten-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Id Typ
/dev/sda1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Am Ende einer langen Liste von physischen oder virtuellen Medien, auf die ich von meinem Arbeitsplatz aus Zugriff habe, finde ich also mein Gerät mit seinem kurzen Namen (
/dev/sda) und seiner oder seinen Partitionen – hier gibt es nur eine, nämlich/dev/sda1.In einem GNU/Linux-System sind alle Geräte im Ordner
/dev(für devices) aufgelistet, ebenso wie die Partitionen, die auf jedem einzelnen davon erstellt wurden.Als read-only einbinden
Wir werden nun die Partition des betreffenden Datenträgers mounten (denn wir mounten nicht einen Datenträger, sondern eine „Partition”, das heißt die Aufteilung eines Speicherplatzes in separate Einheiten, die jeweils über ein eigenes Dateisystem verfügen). Hier gibt es nur eine einzige Partition, was uns die Arbeit erleichtert. Das Mounten der Partition(en) eines Datenträgers ist für die Erstellung eines Disk-Images nicht zwingend erforderlich, ermöglicht jedoch das Durchsuchen des Inhalts, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Hier ist die Befehlszeile, die ich verwendet habe:
sudo mkdir /media/zip_disk && sudo mount --options ro /dev/sda1 $_Ich erstelle einen leeren Ordner in
/mediaund mounte dann meine Partition als read-only (--options ro). (Beachten Sie die Abkürzung$_, die das letzte Argument des vorherigen Befehls ersetzt, nämlich/media/zip_disk.)Ich habe nun unter meinem Mountpunkt
/media/zip_diskZugriff auf den logischen Inhalt des Disk-Images, das heißt auf die Ordner und Dateien, wie sie auf der ZIP-Diskette zu sehen sind.Verwenden eines Schreibschutzes
Diese Lösung ist bereits recht zufriedenstellend, könnte jedoch in bestimmten Fällen nicht ausreichen. Selbst bei einer Read-Only-Einbindung kann es vorkommen, dass der Befehl
mountauf die Festplatte schreibt.
Im Handbuch zum Befehl heißt es dazu:Note that, depending on the filesystem type, state and kernel behavior, the system may still write to the device. For example, ext3 and ext4 will replay the journal if the filesystem is dirty.
Wenn die Integrität des Erfassungsprozesses nachgewiesen werden muss, insbesondere wenn die Daten in einem rechtlichen Kontext verwendet werden sollen, ist es daher unerlässlich, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen1 zu treffen und einen Schreibblocker zu verwenden. Die Beschreibung dieses Prozesses überlasse ich an dieser Stelle unseren Kollegen vom AIDA Capture Lab in ihrem Datenblatt zu Disketten und ZIP-Laufwerken.
Erstellen eines Disk-Images
Warum ein Disk-Image erstellen? Kurz gesagt ermöglicht dies, den binären Inhalt eines Datenträgers so genau wie möglich zu reproduzieren und ihn so zu „dematerialisieren” oder zumindest auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Dieser Prozess ist im Bereich der digitalen Forensik, wo der Nachweis der Unverfälschtheit von entscheidender Bedeutung ist, von grundlegender Bedeutung, kann aber auch für die digitale Erhaltung des Kulturerbes erforderlich sein.
Persönliche Erfahrung: Ich habe ein erstes Image unter Beachtung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen (Einbindung als read-only) erstellt und dann den Inhalt der Festplatte ohne große Vorsicht gesichtet – jedoch ohne die Absicht, ihn zu verändern. Anschließend habe ich ein zweites Image erstellt, das sich als ein Megabyte kleiner als das vorherige herausstellte! Ich kann mir diesen Unterschied nicht erklären, aber er ist erheblich.Für die Erstellung eines Disk-Images unter GNU/Linux verweise ich erneut auf die Anweisungen des AIDA Capture Lab, das das Tool Guymager empfiehlt.
Guymager ist ein Tool zur Erstellung von Disk-Images, das nur unter GNU/Linux funktioniert, aber über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt, was es für Personen interessant macht, die mit der Benutzung der Kommandozeile nicht vertraut sind.
Zu den Einstellungen von Guymager gehört auch das Format des Disk-Images. Das AIDA Capture Lab empfiehlt das Rohformat .dd, bei dem es sich um eine exakte, unkomprimierte Kopie einer Festplatte handelt, die mit dem Tool
ddund seinen Derivaten erstellt wird. Es ist jedoch auch möglich, ein komprimiertes Format wie Encase zu wählen, um Speicherplatz zu sparen – es ist zu erwarten, dass das Disk-Image viel freien Speicherplatz enthält, der sich leicht komprimieren lässt. Darüber hinaus ist das Rohformat eine einfache Kopie der Bytes der Festplatte und enthält keine Metadaten, sodass Tools wie Guymager eine weitere Begleitdatei mit der Erweiterung.infoerstellen, um Informationen zum Erstellungsprozess des Images zu speichern.Es ist auch möglich, ein recht praktisches Befehlszeilen-Tool zum Erstellen eines Disk-Images zu verwenden. Peter Eisner, einer meiner Kollegen bei der TIB, der sich mit dem Erstellen von Disk-Images beschäftigt, hat
dc3ddvorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Ableitung des Unix-Dienstprogrammsdd, das vom Department of Defense Cyber Crime Center entwickelt wurde. Es hat den Vorteil, dass es einen digitalen Fingerabdruck des Images erstellt und eine Metadatendatei generiert, in der dieser sowie weitere Informationen zum Erstellungsprozess gespeichert werden.Hier ist die von Peter vorgeschlagene Befehlszeile:
dc3dd if=/dev/sda of=~/disk_images/mydisk.dd hash=md5 log=~/disk_images/mydisk.txtDas Ergebnis dieses Vorgangs ist eine Datei
mydisk.dd, die eine exakte, unkomprimierte Kopie des Mediums ist – das Image hat also genau die Größe der Festplatte, das heißt 250 Megabyte / 239 Megabyte – und eine Dateimydisk.txt, die das Protokoll des Vorgangs zur Erstellung des Festplatten-Images enthält.Das Image mounten, um den Inhalt zu sichten
Wie eine Support-Partition kann das Disk-Image gemountet werden, um es zu erkunden. Bei einigen GNU/Linux-Distributionen reicht ein Doppelklick auf das Image, um es zu mounten, aber bei meinem „rohen” Ubuntu war das nicht der Fall. Daher musste ich das Image mit folgendem Befehl mounten:
sudo mkdir ~/zip_image && sudo mount --types vfat --options ro,loop,offset=1048576 mydisk.dd $_Diese Befehlszeile erfordert eine Reihe von Parametern:
- das Dateisystem; hier handelt es sich um vfat, eine Variante der FAT-Dateisysteme für virtuelle Volumes
- der Start-Offset; Dies ist der Startsektor multipliziert mit der Anzahl der Bytes pro Sektor.
Diese Informationen erhalten Sie mit dem bereits erwähnten Befehl
fdisk -l:$ sudo fdisk --list mydisk.dd
Festplatte mydisk.dd: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Einheiten: Sektor von 1 × 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Bytes/512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes/512 Bytes
Typ des Datenträgerlabels: dos
Datenträger-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Typ
zip_250_image.dd1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Sie können nun durch die Baumstruktur des Disk-Images navigieren. Dort lassen sich alle gewünschten Erkundungsvorgänge durchführen, ohne Gefahr zu laufen, etwas Wichtiges zu verändern.
Gelöschte Dateien wiederherstellen
Wie Sie vielleicht wissen, wird beim Löschen einer Datei auf Ihrem Computer, selbst wenn Sie den Papierkorb leeren, lediglich die Indizierung der Daten aufgehoben: Der Computer vergisst ihre Adresse. Er schreibt an dieser Stelle nur dann erneut, wenn er Platz für weitere Daten benötigt. Daher ist es möglich, gelöschte Daten wiederherzustellen, solange er an dieser Stelle nicht erneut geschrieben hat. Es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten, dies zu tun, aber ich werde Ihnen nur eine davon vorstellen, um es zu demonstrieren.
Das Tool: PhotoRec
Ich habe die Tools
TestDiskundPhotoRecgetestet, die von Christophe Grenier entwickelt wurden und mir von meinem Kollegen Peter Eisner empfohlen wurden. Diese Tools sind einfach zu bedienen; ich werde nur PhotoRec vorstellen, da dieses Tool in meinem Fall zu Ergebnissen geführt hat.Sobald das Tool mit dem Befehl
sudo photorec mydisk.ddgestartet wurde, erscheint folgender Bildschirm:Man wählt das Medium aus …
… dann die Partition …
… dann das Dateisystem …
… man entscheidet, ob die Analyse auf der gesamten Partition oder nur auf dem freien Speicherplatz durchgeführt werden soll …
… man wählt den Ordner aus, in den die Dateien extrahiert werden sollen, und drückt auf C …
… und fertig: Das Tool hat einen Ordner namens
recup_directoryerstellt und dort 360 wiederhergestellte Dateien abgelegt.In diesem Ordner wurde ein kleines Stück der Jugendgeschichte meiner Schwester wiederhergestellt: Szenarien für ein Rollenspiel namens Lycéenne, ihre Abschlussarbeit, Scans von Karten der spanischen Kolonialisierung in Südamerika …
Screenshot des Ordners, in den die wiederhergestellten Dateien extrahiert wurden.Die ethischen Fragen, die sich daraus ergeben
Über die technische Dimension hinaus wirft dies natürlich auch schwierige ethische und rechtliche Fragen auf. Die Wiederherstellung von Dateien, deren Löschung der Eigentümer des Datenträgers gewünscht hat, ist fragwürdig, aber es ist wichtig, dass wir wissen, dass dies möglich ist. Nur so können wir Spendern von Datenträgern klar kommunizieren, was wir oder zukünftige Leser finden könnten, wenn wir diesen Ansatz verfolgen würden3.
Ein paar abschließende Worte
Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich noch ein Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik in Bezug auf Kulturgüter, und zwar aus einem einfachen Grund: Die beiden Institutionen, in denen ich gearbeitet habe (die Bibliothèque nationale de France und die TIB), beginnen gerade erst, ihre Position zu diesem Thema zu definieren.
Archivar:innen und Bibliothekar:innen stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, um diese Techniken anzuwenden. Ich war überrascht, wie einfach sie anzuwenden sind, was im Gegensatz zu den komplexen ethischen und rechtlichen Fragen steht, die sich aus der allgemeinen Erstellung von Disk-Images für die Sammlung von born-digital-Archiven ergeben. Nur Archivar:innen und Bibliothekar:innen können diese Fragen beantworten, aber nur dann, wenn sie die Möglichkeiten der oben genannten technischen Verfahren im Blick haben.
Auf jeden Fall gelang es Felix, Images der fünf ZIP-Disketten zu erstellen und deren Inhalt zu extrahieren, und wir haben gemeinsam einen bedeutenden Schritt beim Experimentieren mit Disketten-Images gemacht!
- Siehe hierzu Kessler (Gary C.) und Carlton (Gregory H.), „A Study of Forensic Imaging in the Absence of Write-Blockers”, in Journal of Digital Forensics, Security and Law, 2014, 9(3), abrufbar unter https://commons.erau.edu/db-security-studies/28 (abgerufen am 22. September 2025).
- Um den Nutzen der Erstellung eines Disk-Images gegenüber einer einfachen gesicherten Kopie zu beurteilen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des folgenden Dokuments: Digital Archival traNsfer, iNgest, and packagiNg Group, „Disk Imaging Decision Factors”, DANNNG!, [o. J.], abrufbar unter https://dannng.github.io/disk-imaging-decision-factors.html (abgerufen am 23. September 2025).
- Siehe hierzu den folgenden Artikel: Lassere (Monique) und Whyte (Jess M.), „Balancing Care and Authenticity in Digital Collections: A Radical Empathy Approach To Working With Disk Images”, Journal of Critical Library and Information Studies, Band 3, Nr. 2 (2021), abrufbar unter https://doi.org/10.24242/jclis.v3i2.125 (abgerufen am 23. September 2025).
Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von deepl.com durch Felix Burger übersetzt und leicht überarbeitet.
#ZIPDiskette #WDPD2025 #LizenzCCBY40INT #Langzeitarchivierung #WorldDigitalPreservationDay
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Erstellen von ZIP-Disk-Images: ein Erfahrungsbericht zum World Digital Preservation Day 2025
Der folgende Beitrag ist eine übersetzte und leicht veränderte Version eines ursprünglich am 23. September 2025 in französischer Sprache veröffentlichten Blogbeitrags.
Vorab eine kleine Anmerkung: Ich bin noch Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik. Die Beschäftigung mit dem Thema macht mir viel Spaß, daher nutze ich diese Begeisterung, um meine Abenteuer aufzuschreiben und sie mit Ihnen zu teilen. Ich ziehe es vor, meine Beiträge später zu überarbeiten, anstatt mich zu Beginn zu sehr in das Thema zu vertiefen und dabei den anfänglichen Schwung zu verlieren. Diese Anfangsbegeisterung führt vielleicht zu einem kleinen Dunning-Kruger-Effekt, aber sie spornt mich an.
Ein wenig Hintergrundinformation
Vor einigen Wochen erwähnte Felix Burger, einer meiner Kollegen bei der TIB, fünf ZIP-Disketten, die er von Kamel Louafi, einem algerisch-deutschen Architekten, erhalten hatte. Die ZIP-Disketten gehören zu seinem Vorlass, den er der Leibniz Universität Hannover überlassen hatte und deren Inhalt deshalb archiviert werden sollte. Es wurde vermutet, dass diese Disketten Daten zur Neugestaltung des Welfengartens enthalten könnten, in dem sich die Leibniz Universität Hannover befindet.
Was ist eine ZIP-Diskette?
Vielleicht haben Sie noch nie eine gesehen. ZIP-Disketten wurden vom Unternehmen Iomega zwischen 1995 und 2003 verkauft. Diese Superdisketten waren mit einer Kapazität von 100, dann 250 und schließlich 750 MB erhältlich, während die Standarddiskette lediglich 1,44 MB fasste. Sie sind dicker als die Standardversion.
Iomega ZIP 100 Diskette CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia CommonsIm Gegensatz zu den 3½-Zoll-Disketten verfügen sie jedoch nicht über einen manuellen Schutzmechanismus, also mechanische Schalter, mit denen das Beschreiben verhindert werden konnte. Natürlich benötigt man für die Arbeit mit diesen Disketten ein spezielles Laufwerk, welches an der TIB nicht vorhanden war und nun noch gefunden werden musste. Beim Online-Marktplatz eBay sind zahlreiche Laufwerke für unter 100 Euro erhältlich, aber ihre Eigenschaften und ihr Verschleißgrad sind schwer einzuschätzen. Einer meiner Kollegen hatte ein externes ZIP-Laufwerk, aber dieses funktioniert nur über eine parallele Schnittstelle, über die unsere Arbeitscomputer nicht verfügen. Zufälligerweise hatte ich jedoch kurz zuvor ein neues Laufwerk erhalten, das sowohl für die Datenübertragung als auch für die Stromversorgung USB nutzt und daher sehr praktisch ist. Anlässlich der jährlichen Teambesprechung in Hannover brachte ich dieses charmante Gerät mit.
Mein USB-Laufwerk: so gut wie neuDas Laufwerk anschließen
Ich begann meine kleinen Experimente im Zug nach Hannover. Ich wollte die Datenwiederherstellung an einer ZIP-Diskette testen, die noch im Laufwerk steckte und einem Familienmitglied gehört hatte. Aber ich wollte die Sache wie unter echten Archivierungsbedingungen angehen – also versuchte ich den Inhalt der Diskette nicht zu verändern. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnte, ist es sehr leicht, den Inhalt eines Wechseldatenträgers unbeabsichtigt zu verändern. Daher ist größte Vorsicht geboten.
Wenn Sie ein Plug-and-Play-Medium anschließen, können Sie auf dessen Inhalt zugreifen, ohne etwas tun, konfigurieren oder einen Treiber installieren zu müssen. Das ist praktisch, aber der Zugriff erfolgt dabei standardmäßig im Read-Write-Modus, was natürlich das Risiko erhöht, dass der Inhalt der Festplatte verändert wird. Dieses Verhalten wollte ich vermeiden.
Automatisches Mounten deaktivieren
Also habe ich (unter Ubuntu) folgenden Befehl eingegeben:
systemctl stop udisks2.serviceDieser Befehl deaktiviert vorübergehend – bis zum Neustart des Computers – die automatische Einbindung, das heißt die automatische Konfiguration des Zugriffs auf ein Dateisystem.
Laufwerk anschließen
Jetzt kann ich mein Laufwerk anschließen und nach Belieben einbinden – in diesem Fall als read-only. Sobald es angeschlossen ist (in diesem Fall über USB), suche ich nach seinem Namen, um es zu mounten . GNU/Linux betrachtet jedes manipulierbare Objekt als Datei, einschließlich Wechseldatenträger. Um es zu identifizieren, verwende ich den Befehl
fdisk, der mit seiner Option--listalle Datenträger und Partitionen auflistet, unabhängig davon, ob sie gemountet sind oder nicht:$ sudo fdisk --list
(...)
Festplatte /dev/sda: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Festplattenmodell: ZIP 250
Einheiten: 1 × 512 = 512 Bytes pro Sektor
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Byte/512 Byte
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Byte/512 Byte
Festplatten-Typbezeichnung: dos
Festplatten-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Id Typ
/dev/sda1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Am Ende einer langen Liste von physischen oder virtuellen Medien, auf die ich von meinem Arbeitsplatz aus Zugriff habe, finde ich also mein Gerät mit seinem kurzen Namen (
/dev/sda) und seiner oder seinen Partitionen – hier gibt es nur eine, nämlich/dev/sda1.In einem GNU/Linux-System sind alle Geräte im Ordner
/dev(für devices) aufgelistet, ebenso wie die Partitionen, die auf jedem einzelnen davon erstellt wurden.Als read-only einbinden
Wir werden nun die Partition des betreffenden Datenträgers mounten (denn wir mounten nicht einen Datenträger, sondern eine „Partition”, das heißt die Aufteilung eines Speicherplatzes in separate Einheiten, die jeweils über ein eigenes Dateisystem verfügen). Hier gibt es nur eine einzige Partition, was uns die Arbeit erleichtert. Das Mounten der Partition(en) eines Datenträgers ist für die Erstellung eines Disk-Images nicht zwingend erforderlich, ermöglicht jedoch das Durchsuchen des Inhalts, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Hier ist die Befehlszeile, die ich verwendet habe:
sudo mkdir /media/zip_disk && sudo mount --options ro /dev/sda1 $_Ich erstelle einen leeren Ordner in
/mediaund mounte dann meine Partition als read-only (--options ro). (Beachten Sie die Abkürzung$_, die das letzte Argument des vorherigen Befehls ersetzt, nämlich/media/zip_disk.)Ich habe nun unter meinem Mountpunkt
/media/zip_diskZugriff auf den logischen Inhalt des Disk-Images, das heißt auf die Ordner und Dateien, wie sie auf der ZIP-Diskette zu sehen sind.Verwenden eines Schreibschutzes
Diese Lösung ist bereits recht zufriedenstellend, könnte jedoch in bestimmten Fällen nicht ausreichen. Selbst bei einer Read-Only-Einbindung kann es vorkommen, dass der Befehl
mountauf die Festplatte schreibt.
Im Handbuch zum Befehl heißt es dazu:Note that, depending on the filesystem type, state and kernel behavior, the system may still write to the device. For example, ext3 and ext4 will replay the journal if the filesystem is dirty.
Wenn die Integrität des Erfassungsprozesses nachgewiesen werden muss, insbesondere wenn die Daten in einem rechtlichen Kontext verwendet werden sollen, ist es daher unerlässlich, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen1 zu treffen und einen Schreibblocker zu verwenden. Die Beschreibung dieses Prozesses überlasse ich an dieser Stelle unseren Kollegen vom AIDA Capture Lab in ihrem Datenblatt zu Disketten und ZIP-Laufwerken.
Erstellen eines Disk-Images
Warum ein Disk-Image erstellen? Kurz gesagt ermöglicht dies, den binären Inhalt eines Datenträgers so genau wie möglich zu reproduzieren und ihn so zu „dematerialisieren” oder zumindest auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Dieser Prozess ist im Bereich der digitalen Forensik, wo der Nachweis der Unverfälschtheit von entscheidender Bedeutung ist, von grundlegender Bedeutung, kann aber auch für die digitale Erhaltung des Kulturerbes erforderlich sein.
Persönliche Erfahrung: Ich habe ein erstes Image unter Beachtung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen (Einbindung als read-only) erstellt und dann den Inhalt der Festplatte ohne große Vorsicht gesichtet – jedoch ohne die Absicht, ihn zu verändern. Anschließend habe ich ein zweites Image erstellt, das sich als ein Megabyte kleiner als das vorherige herausstellte! Ich kann mir diesen Unterschied nicht erklären, aber er ist erheblich.Für die Erstellung eines Disk-Images unter GNU/Linux verweise ich erneut auf die Anweisungen des AIDA Capture Lab, das das Tool Guymager empfiehlt.
Guymager ist ein Tool zur Erstellung von Disk-Images, das nur unter GNU/Linux funktioniert, aber über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt, was es für Personen interessant macht, die mit der Benutzung der Kommandozeile nicht vertraut sind.
Zu den Einstellungen von Guymager gehört auch das Format des Disk-Images. Das AIDA Capture Lab empfiehlt das Rohformat .dd, bei dem es sich um eine exakte, unkomprimierte Kopie einer Festplatte handelt, die mit dem Tool
ddund seinen Derivaten erstellt wird. Es ist jedoch auch möglich, ein komprimiertes Format wie Encase zu wählen, um Speicherplatz zu sparen – es ist zu erwarten, dass das Disk-Image viel freien Speicherplatz enthält, der sich leicht komprimieren lässt. Darüber hinaus ist das Rohformat eine einfache Kopie der Bytes der Festplatte und enthält keine Metadaten, sodass Tools wie Guymager eine weitere Begleitdatei mit der Erweiterung.infoerstellen, um Informationen zum Erstellungsprozess des Images zu speichern.Es ist auch möglich, ein recht praktisches Befehlszeilen-Tool zum Erstellen eines Disk-Images zu verwenden. Peter Eisner, einer meiner Kollegen bei der TIB, der sich mit dem Erstellen von Disk-Images beschäftigt, hat
dc3ddvorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Ableitung des Unix-Dienstprogrammsdd, das vom Department of Defense Cyber Crime Center entwickelt wurde. Es hat den Vorteil, dass es einen digitalen Fingerabdruck des Images erstellt und eine Metadatendatei generiert, in der dieser sowie weitere Informationen zum Erstellungsprozess gespeichert werden.Hier ist die von Peter vorgeschlagene Befehlszeile:
dc3dd if=/dev/sda of=~/disk_images/mydisk.dd hash=md5 log=~/disk_images/mydisk.txtDas Ergebnis dieses Vorgangs ist eine Datei
mydisk.dd, die eine exakte, unkomprimierte Kopie des Mediums ist – das Image hat also genau die Größe der Festplatte, das heißt 250 Megabyte / 239 Megabyte – und eine Dateimydisk.txt, die das Protokoll des Vorgangs zur Erstellung des Festplatten-Images enthält.Das Image mounten, um den Inhalt zu sichten
Wie eine Support-Partition kann das Disk-Image gemountet werden, um es zu erkunden. Bei einigen GNU/Linux-Distributionen reicht ein Doppelklick auf das Image, um es zu mounten, aber bei meinem „rohen” Ubuntu war das nicht der Fall. Daher musste ich das Image mit folgendem Befehl mounten:
sudo mkdir ~/zip_image && sudo mount --types vfat --options ro,loop,offset=1048576 mydisk.dd $_Diese Befehlszeile erfordert eine Reihe von Parametern:
- das Dateisystem; hier handelt es sich um vfat, eine Variante der FAT-Dateisysteme für virtuelle Volumes
- der Start-Offset; Dies ist der Startsektor multipliziert mit der Anzahl der Bytes pro Sektor.
Diese Informationen erhalten Sie mit dem bereits erwähnten Befehl
fdisk -l:$ sudo fdisk --list mydisk.dd
Festplatte mydisk.dd: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Einheiten: Sektor von 1 × 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Bytes/512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes/512 Bytes
Typ des Datenträgerlabels: dos
Datenträger-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Typ
zip_250_image.dd1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Sie können nun durch die Baumstruktur des Disk-Images navigieren. Dort lassen sich alle gewünschten Erkundungsvorgänge durchführen, ohne Gefahr zu laufen, etwas Wichtiges zu verändern.
Gelöschte Dateien wiederherstellen
Wie Sie vielleicht wissen, wird beim Löschen einer Datei auf Ihrem Computer, selbst wenn Sie den Papierkorb leeren, lediglich die Indizierung der Daten aufgehoben: Der Computer vergisst ihre Adresse. Er schreibt an dieser Stelle nur dann erneut, wenn er Platz für weitere Daten benötigt. Daher ist es möglich, gelöschte Daten wiederherzustellen, solange er an dieser Stelle nicht erneut geschrieben hat. Es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten, dies zu tun, aber ich werde Ihnen nur eine davon vorstellen, um es zu demonstrieren.
Das Tool: PhotoRec
Ich habe die Tools
TestDiskundPhotoRecgetestet, die von Christophe Grenier entwickelt wurden und mir von meinem Kollegen Peter Eisner empfohlen wurden. Diese Tools sind einfach zu bedienen; ich werde nur PhotoRec vorstellen, da dieses Tool in meinem Fall zu Ergebnissen geführt hat.Sobald das Tool mit dem Befehl
sudo photorec mydisk.ddgestartet wurde, erscheint folgender Bildschirm:Man wählt das Medium aus …
… dann die Partition …
… dann das Dateisystem …
… man entscheidet, ob die Analyse auf der gesamten Partition oder nur auf dem freien Speicherplatz durchgeführt werden soll …
… man wählt den Ordner aus, in den die Dateien extrahiert werden sollen, und drückt auf C …
… und fertig: Das Tool hat einen Ordner namens
recup_directoryerstellt und dort 360 wiederhergestellte Dateien abgelegt.In diesem Ordner wurde ein kleines Stück der Jugendgeschichte meiner Schwester wiederhergestellt: Szenarien für ein Rollenspiel namens Lycéenne, ihre Abschlussarbeit, Scans von Karten der spanischen Kolonialisierung in Südamerika …
Screenshot des Ordners, in den die wiederhergestellten Dateien extrahiert wurden.Die ethischen Fragen, die sich daraus ergeben
Über die technische Dimension hinaus wirft dies natürlich auch schwierige ethische und rechtliche Fragen auf. Die Wiederherstellung von Dateien, deren Löschung der Eigentümer des Datenträgers gewünscht hat, ist fragwürdig, aber es ist wichtig, dass wir wissen, dass dies möglich ist. Nur so können wir Spendern von Datenträgern klar kommunizieren, was wir oder zukünftige Leser finden könnten, wenn wir diesen Ansatz verfolgen würden3.
Ein paar abschließende Worte
Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich noch ein Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik in Bezug auf Kulturgüter, und zwar aus einem einfachen Grund: Die beiden Institutionen, in denen ich gearbeitet habe (die Bibliothèque nationale de France und die TIB), beginnen gerade erst, ihre Position zu diesem Thema zu definieren.
Archivar:innen und Bibliothekar:innen stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, um diese Techniken anzuwenden. Ich war überrascht, wie einfach sie anzuwenden sind, was im Gegensatz zu den komplexen ethischen und rechtlichen Fragen steht, die sich aus der allgemeinen Erstellung von Disk-Images für die Sammlung von born-digital-Archiven ergeben. Nur Archivar:innen und Bibliothekar:innen können diese Fragen beantworten, aber nur dann, wenn sie die Möglichkeiten der oben genannten technischen Verfahren im Blick haben.
Auf jeden Fall gelang es Felix, Images der fünf ZIP-Disketten zu erstellen und deren Inhalt zu extrahieren, und wir haben gemeinsam einen bedeutenden Schritt beim Experimentieren mit Disketten-Images gemacht!
- Siehe hierzu Kessler (Gary C.) und Carlton (Gregory H.), „A Study of Forensic Imaging in the Absence of Write-Blockers”, in Journal of Digital Forensics, Security and Law, 2014, 9(3), abrufbar unter https://commons.erau.edu/db-security-studies/28 (abgerufen am 22. September 2025).
- Um den Nutzen der Erstellung eines Disk-Images gegenüber einer einfachen gesicherten Kopie zu beurteilen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des folgenden Dokuments: Digital Archival traNsfer, iNgest, and packagiNg Group, „Disk Imaging Decision Factors”, DANNNG!, [o. J.], abrufbar unter https://dannng.github.io/disk-imaging-decision-factors.html (abgerufen am 23. September 2025).
- Siehe hierzu den folgenden Artikel: Lassere (Monique) und Whyte (Jess M.), „Balancing Care and Authenticity in Digital Collections: A Radical Empathy Approach To Working With Disk Images”, Journal of Critical Library and Information Studies, Band 3, Nr. 2 (2021), abrufbar unter https://doi.org/10.24242/jclis.v3i2.125 (abgerufen am 23. September 2025).
Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von deepl.com durch Felix Burger übersetzt und leicht überarbeitet.
#ZIPDiskette #WDPD2025 #LizenzCCBY40INT #Langzeitarchivierung #WorldDigitalPreservationDay
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Erstellen von ZIP-Disk-Images: ein Erfahrungsbericht zum World Digital Preservation Day 2025
Der folgende Beitrag ist eine übersetzte und leicht veränderte Version eines ursprünglich am 23. September 2025 in französischer Sprache veröffentlichten Blogbeitrags.
Vorab eine kleine Anmerkung: Ich bin noch Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik. Die Beschäftigung mit dem Thema macht mir viel Spaß, daher nutze ich diese Begeisterung, um meine Abenteuer aufzuschreiben und sie mit Ihnen zu teilen. Ich ziehe es vor, meine Beiträge später zu überarbeiten, anstatt mich zu Beginn zu sehr in das Thema zu vertiefen und dabei den anfänglichen Schwung zu verlieren. Diese Anfangsbegeisterung führt vielleicht zu einem kleinen Dunning-Kruger-Effekt, aber sie spornt mich an.
Ein wenig Hintergrundinformation
Vor einigen Wochen erwähnte Felix Burger, einer meiner Kollegen bei der TIB, fünf ZIP-Disketten, die er von Kamel Louafi, einem algerisch-deutschen Architekten, erhalten hatte. Die ZIP-Disketten gehören zu seinem Vorlass, den er der Leibniz Universität Hannover überlassen hatte und deren Inhalt deshalb archiviert werden sollte. Es wurde vermutet, dass diese Disketten Daten zur Neugestaltung des Welfengartens enthalten könnten, in dem sich die Leibniz Universität Hannover befindet.
Was ist eine ZIP-Diskette?
Vielleicht haben Sie noch nie eine gesehen. ZIP-Disketten wurden vom Unternehmen Iomega zwischen 1995 und 2003 verkauft. Diese Superdisketten waren mit einer Kapazität von 100, dann 250 und schließlich 750 MB erhältlich, während die Standarddiskette lediglich 1,44 MB fasste. Sie sind dicker als die Standardversion.
Iomega ZIP 100 Diskette CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia CommonsIm Gegensatz zu den 3½-Zoll-Disketten verfügen sie jedoch nicht über einen manuellen Schutzmechanismus, also mechanische Schalter, mit denen das Beschreiben verhindert werden konnte. Natürlich benötigt man für die Arbeit mit diesen Disketten ein spezielles Laufwerk, welches an der TIB nicht vorhanden war und nun noch gefunden werden musste. Beim Online-Marktplatz eBay sind zahlreiche Laufwerke für unter 100 Euro erhältlich, aber ihre Eigenschaften und ihr Verschleißgrad sind schwer einzuschätzen. Einer meiner Kollegen hatte ein externes ZIP-Laufwerk, aber dieses funktioniert nur über eine parallele Schnittstelle, über die unsere Arbeitscomputer nicht verfügen. Zufälligerweise hatte ich jedoch kurz zuvor ein neues Laufwerk erhalten, das sowohl für die Datenübertragung als auch für die Stromversorgung USB nutzt und daher sehr praktisch ist. Anlässlich der jährlichen Teambesprechung in Hannover brachte ich dieses charmante Gerät mit.
Mein USB-Laufwerk: so gut wie neuDas Laufwerk anschließen
Ich begann meine kleinen Experimente im Zug nach Hannover. Ich wollte die Datenwiederherstellung an einer ZIP-Diskette testen, die noch im Laufwerk steckte und einem Familienmitglied gehört hatte. Aber ich wollte die Sache wie unter echten Archivierungsbedingungen angehen – also versuchte ich den Inhalt der Diskette nicht zu verändern. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnte, ist es sehr leicht, den Inhalt eines Wechseldatenträgers unbeabsichtigt zu verändern. Daher ist größte Vorsicht geboten.
Wenn Sie ein Plug-and-Play-Medium anschließen, können Sie auf dessen Inhalt zugreifen, ohne etwas tun, konfigurieren oder einen Treiber installieren zu müssen. Das ist praktisch, aber der Zugriff erfolgt dabei standardmäßig im Read-Write-Modus, was natürlich das Risiko erhöht, dass der Inhalt der Festplatte verändert wird. Dieses Verhalten wollte ich vermeiden.
Automatisches Mounten deaktivieren
Also habe ich (unter Ubuntu) folgenden Befehl eingegeben:
systemctl stop udisks2.serviceDieser Befehl deaktiviert vorübergehend – bis zum Neustart des Computers – die automatische Einbindung, das heißt die automatische Konfiguration des Zugriffs auf ein Dateisystem.
Laufwerk anschließen
Jetzt kann ich mein Laufwerk anschließen und nach Belieben einbinden – in diesem Fall als read-only. Sobald es angeschlossen ist (in diesem Fall über USB), suche ich nach seinem Namen, um es zu mounten . GNU/Linux betrachtet jedes manipulierbare Objekt als Datei, einschließlich Wechseldatenträger. Um es zu identifizieren, verwende ich den Befehl
fdisk, der mit seiner Option--listalle Datenträger und Partitionen auflistet, unabhängig davon, ob sie gemountet sind oder nicht:$ sudo fdisk --list
(...)
Festplatte /dev/sda: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Festplattenmodell: ZIP 250
Einheiten: 1 × 512 = 512 Bytes pro Sektor
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Byte/512 Byte
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Byte/512 Byte
Festplatten-Typbezeichnung: dos
Festplatten-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Id Typ
/dev/sda1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Am Ende einer langen Liste von physischen oder virtuellen Medien, auf die ich von meinem Arbeitsplatz aus Zugriff habe, finde ich also mein Gerät mit seinem kurzen Namen (
/dev/sda) und seiner oder seinen Partitionen – hier gibt es nur eine, nämlich/dev/sda1.In einem GNU/Linux-System sind alle Geräte im Ordner
/dev(für devices) aufgelistet, ebenso wie die Partitionen, die auf jedem einzelnen davon erstellt wurden.Als read-only einbinden
Wir werden nun die Partition des betreffenden Datenträgers mounten (denn wir mounten nicht einen Datenträger, sondern eine „Partition”, das heißt die Aufteilung eines Speicherplatzes in separate Einheiten, die jeweils über ein eigenes Dateisystem verfügen). Hier gibt es nur eine einzige Partition, was uns die Arbeit erleichtert. Das Mounten der Partition(en) eines Datenträgers ist für die Erstellung eines Disk-Images nicht zwingend erforderlich, ermöglicht jedoch das Durchsuchen des Inhalts, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Hier ist die Befehlszeile, die ich verwendet habe:
sudo mkdir /media/zip_disk && sudo mount --options ro /dev/sda1 $_Ich erstelle einen leeren Ordner in
/mediaund mounte dann meine Partition als read-only (--options ro). (Beachten Sie die Abkürzung$_, die das letzte Argument des vorherigen Befehls ersetzt, nämlich/media/zip_disk.)Ich habe nun unter meinem Mountpunkt
/media/zip_diskZugriff auf den logischen Inhalt des Disk-Images, das heißt auf die Ordner und Dateien, wie sie auf der ZIP-Diskette zu sehen sind.Verwenden eines Schreibschutzes
Diese Lösung ist bereits recht zufriedenstellend, könnte jedoch in bestimmten Fällen nicht ausreichen. Selbst bei einer Read-Only-Einbindung kann es vorkommen, dass der Befehl
mountauf die Festplatte schreibt.
Im Handbuch zum Befehl heißt es dazu:Note that, depending on the filesystem type, state and kernel behavior, the system may still write to the device. For example, ext3 and ext4 will replay the journal if the filesystem is dirty.
Wenn die Integrität des Erfassungsprozesses nachgewiesen werden muss, insbesondere wenn die Daten in einem rechtlichen Kontext verwendet werden sollen, ist es daher unerlässlich, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen1 zu treffen und einen Schreibblocker zu verwenden. Die Beschreibung dieses Prozesses überlasse ich an dieser Stelle unseren Kollegen vom AIDA Capture Lab in ihrem Datenblatt zu Disketten und ZIP-Laufwerken.
Erstellen eines Disk-Images
Warum ein Disk-Image erstellen? Kurz gesagt ermöglicht dies, den binären Inhalt eines Datenträgers so genau wie möglich zu reproduzieren und ihn so zu „dematerialisieren” oder zumindest auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Dieser Prozess ist im Bereich der digitalen Forensik, wo der Nachweis der Unverfälschtheit von entscheidender Bedeutung ist, von grundlegender Bedeutung, kann aber auch für die digitale Erhaltung des Kulturerbes erforderlich sein.
Persönliche Erfahrung: Ich habe ein erstes Image unter Beachtung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen (Einbindung als read-only) erstellt und dann den Inhalt der Festplatte ohne große Vorsicht gesichtet – jedoch ohne die Absicht, ihn zu verändern. Anschließend habe ich ein zweites Image erstellt, das sich als ein Megabyte kleiner als das vorherige herausstellte! Ich kann mir diesen Unterschied nicht erklären, aber er ist erheblich.Für die Erstellung eines Disk-Images unter GNU/Linux verweise ich erneut auf die Anweisungen des AIDA Capture Lab, das das Tool Guymager empfiehlt.
Guymager ist ein Tool zur Erstellung von Disk-Images, das nur unter GNU/Linux funktioniert, aber über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt, was es für Personen interessant macht, die mit der Benutzung der Kommandozeile nicht vertraut sind.
Zu den Einstellungen von Guymager gehört auch das Format des Disk-Images. Das AIDA Capture Lab empfiehlt das Rohformat .dd, bei dem es sich um eine exakte, unkomprimierte Kopie einer Festplatte handelt, die mit dem Tool
ddund seinen Derivaten erstellt wird. Es ist jedoch auch möglich, ein komprimiertes Format wie Encase zu wählen, um Speicherplatz zu sparen – es ist zu erwarten, dass das Disk-Image viel freien Speicherplatz enthält, der sich leicht komprimieren lässt. Darüber hinaus ist das Rohformat eine einfache Kopie der Bytes der Festplatte und enthält keine Metadaten, sodass Tools wie Guymager eine weitere Begleitdatei mit der Erweiterung.infoerstellen, um Informationen zum Erstellungsprozess des Images zu speichern.Es ist auch möglich, ein recht praktisches Befehlszeilen-Tool zum Erstellen eines Disk-Images zu verwenden. Peter Eisner, einer meiner Kollegen bei der TIB, der sich mit dem Erstellen von Disk-Images beschäftigt, hat
dc3ddvorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Ableitung des Unix-Dienstprogrammsdd, das vom Department of Defense Cyber Crime Center entwickelt wurde. Es hat den Vorteil, dass es einen digitalen Fingerabdruck des Images erstellt und eine Metadatendatei generiert, in der dieser sowie weitere Informationen zum Erstellungsprozess gespeichert werden.Hier ist die von Peter vorgeschlagene Befehlszeile:
dc3dd if=/dev/sda of=~/disk_images/mydisk.dd hash=md5 log=~/disk_images/mydisk.txtDas Ergebnis dieses Vorgangs ist eine Datei
mydisk.dd, die eine exakte, unkomprimierte Kopie des Mediums ist – das Image hat also genau die Größe der Festplatte, das heißt 250 Megabyte / 239 Megabyte – und eine Dateimydisk.txt, die das Protokoll des Vorgangs zur Erstellung des Festplatten-Images enthält.Das Image mounten, um den Inhalt zu sichten
Wie eine Support-Partition kann das Disk-Image gemountet werden, um es zu erkunden. Bei einigen GNU/Linux-Distributionen reicht ein Doppelklick auf das Image, um es zu mounten, aber bei meinem „rohen” Ubuntu war das nicht der Fall. Daher musste ich das Image mit folgendem Befehl mounten:
sudo mkdir ~/zip_image && sudo mount --types vfat --options ro,loop,offset=1048576 mydisk.dd $_Diese Befehlszeile erfordert eine Reihe von Parametern:
- das Dateisystem; hier handelt es sich um vfat, eine Variante der FAT-Dateisysteme für virtuelle Volumes
- der Start-Offset; Dies ist der Startsektor multipliziert mit der Anzahl der Bytes pro Sektor.
Diese Informationen erhalten Sie mit dem bereits erwähnten Befehl
fdisk -l:$ sudo fdisk --list mydisk.dd
Festplatte mydisk.dd: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Einheiten: Sektor von 1 × 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Bytes/512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes/512 Bytes
Typ des Datenträgerlabels: dos
Datenträger-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Typ
zip_250_image.dd1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Sie können nun durch die Baumstruktur des Disk-Images navigieren. Dort lassen sich alle gewünschten Erkundungsvorgänge durchführen, ohne Gefahr zu laufen, etwas Wichtiges zu verändern.
Gelöschte Dateien wiederherstellen
Wie Sie vielleicht wissen, wird beim Löschen einer Datei auf Ihrem Computer, selbst wenn Sie den Papierkorb leeren, lediglich die Indizierung der Daten aufgehoben: Der Computer vergisst ihre Adresse. Er schreibt an dieser Stelle nur dann erneut, wenn er Platz für weitere Daten benötigt. Daher ist es möglich, gelöschte Daten wiederherzustellen, solange er an dieser Stelle nicht erneut geschrieben hat. Es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten, dies zu tun, aber ich werde Ihnen nur eine davon vorstellen, um es zu demonstrieren.
Das Tool: PhotoRec
Ich habe die Tools
TestDiskundPhotoRecgetestet, die von Christophe Grenier entwickelt wurden und mir von meinem Kollegen Peter Eisner empfohlen wurden. Diese Tools sind einfach zu bedienen; ich werde nur PhotoRec vorstellen, da dieses Tool in meinem Fall zu Ergebnissen geführt hat.Sobald das Tool mit dem Befehl
sudo photorec mydisk.ddgestartet wurde, erscheint folgender Bildschirm:Man wählt das Medium aus …
… dann die Partition …
… dann das Dateisystem …
… man entscheidet, ob die Analyse auf der gesamten Partition oder nur auf dem freien Speicherplatz durchgeführt werden soll …
… man wählt den Ordner aus, in den die Dateien extrahiert werden sollen, und drückt auf C …
… und fertig: Das Tool hat einen Ordner namens
recup_directoryerstellt und dort 360 wiederhergestellte Dateien abgelegt.In diesem Ordner wurde ein kleines Stück der Jugendgeschichte meiner Schwester wiederhergestellt: Szenarien für ein Rollenspiel namens Lycéenne, ihre Abschlussarbeit, Scans von Karten der spanischen Kolonialisierung in Südamerika …
Screenshot des Ordners, in den die wiederhergestellten Dateien extrahiert wurden.Die ethischen Fragen, die sich daraus ergeben
Über die technische Dimension hinaus wirft dies natürlich auch schwierige ethische und rechtliche Fragen auf. Die Wiederherstellung von Dateien, deren Löschung der Eigentümer des Datenträgers gewünscht hat, ist fragwürdig, aber es ist wichtig, dass wir wissen, dass dies möglich ist. Nur so können wir Spendern von Datenträgern klar kommunizieren, was wir oder zukünftige Leser finden könnten, wenn wir diesen Ansatz verfolgen würden3.
Ein paar abschließende Worte
Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich noch ein Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik in Bezug auf Kulturgüter, und zwar aus einem einfachen Grund: Die beiden Institutionen, in denen ich gearbeitet habe (die Bibliothèque nationale de France und die TIB), beginnen gerade erst, ihre Position zu diesem Thema zu definieren.
Archivar:innen und Bibliothekar:innen stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, um diese Techniken anzuwenden. Ich war überrascht, wie einfach sie anzuwenden sind, was im Gegensatz zu den komplexen ethischen und rechtlichen Fragen steht, die sich aus der allgemeinen Erstellung von Disk-Images für die Sammlung von born-digital-Archiven ergeben. Nur Archivar:innen und Bibliothekar:innen können diese Fragen beantworten, aber nur dann, wenn sie die Möglichkeiten der oben genannten technischen Verfahren im Blick haben.
Auf jeden Fall gelang es Felix, Images der fünf ZIP-Disketten zu erstellen und deren Inhalt zu extrahieren, und wir haben gemeinsam einen bedeutenden Schritt beim Experimentieren mit Disketten-Images gemacht!
- Siehe hierzu Kessler (Gary C.) und Carlton (Gregory H.), „A Study of Forensic Imaging in the Absence of Write-Blockers”, in Journal of Digital Forensics, Security and Law, 2014, 9(3), abrufbar unter https://commons.erau.edu/db-security-studies/28 (abgerufen am 22. September 2025).
- Um den Nutzen der Erstellung eines Disk-Images gegenüber einer einfachen gesicherten Kopie zu beurteilen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des folgenden Dokuments: Digital Archival traNsfer, iNgest, and packagiNg Group, „Disk Imaging Decision Factors”, DANNNG!, [o. J.], abrufbar unter https://dannng.github.io/disk-imaging-decision-factors.html (abgerufen am 23. September 2025).
- Siehe hierzu den folgenden Artikel: Lassere (Monique) und Whyte (Jess M.), „Balancing Care and Authenticity in Digital Collections: A Radical Empathy Approach To Working With Disk Images”, Journal of Critical Library and Information Studies, Band 3, Nr. 2 (2021), abrufbar unter https://doi.org/10.24242/jclis.v3i2.125 (abgerufen am 23. September 2025).
Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von deepl.com durch Felix Burger übersetzt und leicht überarbeitet.
#ZIPDiskette #WDPD2025 #LizenzCCBY40INT #Langzeitarchivierung #WorldDigitalPreservationDay
-
Erstellen von ZIP-Disk-Images: ein Erfahrungsbericht zum World Digital Preservation Day 2025
Der folgende Beitrag ist eine übersetzte und leicht veränderte Version eines ursprünglich am 23. September 2025 in französischer Sprache veröffentlichten Blogbeitrags.
Vorab eine kleine Anmerkung: Ich bin noch Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik. Die Beschäftigung mit dem Thema macht mir viel Spaß, daher nutze ich diese Begeisterung, um meine Abenteuer aufzuschreiben und sie mit Ihnen zu teilen. Ich ziehe es vor, meine Beiträge später zu überarbeiten, anstatt mich zu Beginn zu sehr in das Thema zu vertiefen und dabei den anfänglichen Schwung zu verlieren. Diese Anfangsbegeisterung führt vielleicht zu einem kleinen Dunning-Kruger-Effekt, aber sie spornt mich an.
Ein wenig Hintergrundinformation
Vor einigen Wochen erwähnte Felix Burger, einer meiner Kollegen bei der TIB, fünf ZIP-Disketten, die er von Kamel Louafi, einem algerisch-deutschen Architekten, erhalten hatte. Die ZIP-Disketten gehören zu seinem Vorlass, den er der Leibniz Universität Hannover überlassen hatte und deren Inhalt deshalb archiviert werden sollte. Es wurde vermutet, dass diese Disketten Daten zur Neugestaltung des Welfengartens enthalten könnten, in dem sich die Leibniz Universität Hannover befindet.
Was ist eine ZIP-Diskette?
Vielleicht haben Sie noch nie eine gesehen. ZIP-Disketten wurden vom Unternehmen Iomega zwischen 1995 und 2003 verkauft. Diese Superdisketten waren mit einer Kapazität von 100, dann 250 und schließlich 750 MB erhältlich, während die Standarddiskette lediglich 1,44 MB fasste. Sie sind dicker als die Standardversion.
Iomega ZIP 100 Diskette CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia CommonsIm Gegensatz zu den 3½-Zoll-Disketten verfügen sie jedoch nicht über einen manuellen Schutzmechanismus, also mechanische Schalter, mit denen das Beschreiben verhindert werden konnte. Natürlich benötigt man für die Arbeit mit diesen Disketten ein spezielles Laufwerk, welches an der TIB nicht vorhanden war und nun noch gefunden werden musste. Beim Online-Marktplatz eBay sind zahlreiche Laufwerke für unter 100 Euro erhältlich, aber ihre Eigenschaften und ihr Verschleißgrad sind schwer einzuschätzen. Einer meiner Kollegen hatte ein externes ZIP-Laufwerk, aber dieses funktioniert nur über eine parallele Schnittstelle, über die unsere Arbeitscomputer nicht verfügen. Zufälligerweise hatte ich jedoch kurz zuvor ein neues Laufwerk erhalten, das sowohl für die Datenübertragung als auch für die Stromversorgung USB nutzt und daher sehr praktisch ist. Anlässlich der jährlichen Teambesprechung in Hannover brachte ich dieses charmante Gerät mit.
Mein USB-Laufwerk: so gut wie neuDas Laufwerk anschließen
Ich begann meine kleinen Experimente im Zug nach Hannover. Ich wollte die Datenwiederherstellung an einer ZIP-Diskette testen, die noch im Laufwerk steckte und einem Familienmitglied gehört hatte. Aber ich wollte die Sache wie unter echten Archivierungsbedingungen angehen – also versuchte ich den Inhalt der Diskette nicht zu verändern. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnte, ist es sehr leicht, den Inhalt eines Wechseldatenträgers unbeabsichtigt zu verändern. Daher ist größte Vorsicht geboten.
Wenn Sie ein Plug-and-Play-Medium anschließen, können Sie auf dessen Inhalt zugreifen, ohne etwas tun, konfigurieren oder einen Treiber installieren zu müssen. Das ist praktisch, aber der Zugriff erfolgt dabei standardmäßig im Read-Write-Modus, was natürlich das Risiko erhöht, dass der Inhalt der Festplatte verändert wird. Dieses Verhalten wollte ich vermeiden.
Automatisches Mounten deaktivieren
Also habe ich (unter Ubuntu) folgenden Befehl eingegeben:
systemctl stop udisks2.serviceDieser Befehl deaktiviert vorübergehend – bis zum Neustart des Computers – die automatische Einbindung, das heißt die automatische Konfiguration des Zugriffs auf ein Dateisystem.
Laufwerk anschließen
Jetzt kann ich mein Laufwerk anschließen und nach Belieben einbinden – in diesem Fall als read-only. Sobald es angeschlossen ist (in diesem Fall über USB), suche ich nach seinem Namen, um es zu mounten . GNU/Linux betrachtet jedes manipulierbare Objekt als Datei, einschließlich Wechseldatenträger. Um es zu identifizieren, verwende ich den Befehl
fdisk, der mit seiner Option--listalle Datenträger und Partitionen auflistet, unabhängig davon, ob sie gemountet sind oder nicht:$ sudo fdisk --list
(...)
Festplatte /dev/sda: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Festplattenmodell: ZIP 250
Einheiten: 1 × 512 = 512 Bytes pro Sektor
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Byte/512 Byte
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Byte/512 Byte
Festplatten-Typbezeichnung: dos
Festplatten-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Id Typ
/dev/sda1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Am Ende einer langen Liste von physischen oder virtuellen Medien, auf die ich von meinem Arbeitsplatz aus Zugriff habe, finde ich also mein Gerät mit seinem kurzen Namen (
/dev/sda) und seiner oder seinen Partitionen – hier gibt es nur eine, nämlich/dev/sda1.In einem GNU/Linux-System sind alle Geräte im Ordner
/dev(für devices) aufgelistet, ebenso wie die Partitionen, die auf jedem einzelnen davon erstellt wurden.Als read-only einbinden
Wir werden nun die Partition des betreffenden Datenträgers mounten (denn wir mounten nicht einen Datenträger, sondern eine „Partition”, das heißt die Aufteilung eines Speicherplatzes in separate Einheiten, die jeweils über ein eigenes Dateisystem verfügen). Hier gibt es nur eine einzige Partition, was uns die Arbeit erleichtert. Das Mounten der Partition(en) eines Datenträgers ist für die Erstellung eines Disk-Images nicht zwingend erforderlich, ermöglicht jedoch das Durchsuchen des Inhalts, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Hier ist die Befehlszeile, die ich verwendet habe:
sudo mkdir /media/zip_disk && sudo mount --options ro /dev/sda1 $_Ich erstelle einen leeren Ordner in
/mediaund mounte dann meine Partition als read-only (--options ro). (Beachten Sie die Abkürzung$_, die das letzte Argument des vorherigen Befehls ersetzt, nämlich/media/zip_disk.)Ich habe nun unter meinem Mountpunkt
/media/zip_diskZugriff auf den logischen Inhalt des Disk-Images, das heißt auf die Ordner und Dateien, wie sie auf der ZIP-Diskette zu sehen sind.Verwenden eines Schreibschutzes
Diese Lösung ist bereits recht zufriedenstellend, könnte jedoch in bestimmten Fällen nicht ausreichen. Selbst bei einer Read-Only-Einbindung kann es vorkommen, dass der Befehl
mountauf die Festplatte schreibt.
Im Handbuch zum Befehl heißt es dazu:Note that, depending on the filesystem type, state and kernel behavior, the system may still write to the device. For example, ext3 and ext4 will replay the journal if the filesystem is dirty.
Wenn die Integrität des Erfassungsprozesses nachgewiesen werden muss, insbesondere wenn die Daten in einem rechtlichen Kontext verwendet werden sollen, ist es daher unerlässlich, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen1 zu treffen und einen Schreibblocker zu verwenden. Die Beschreibung dieses Prozesses überlasse ich an dieser Stelle unseren Kollegen vom AIDA Capture Lab in ihrem Datenblatt zu Disketten und ZIP-Laufwerken.
Erstellen eines Disk-Images
Warum ein Disk-Image erstellen? Kurz gesagt ermöglicht dies, den binären Inhalt eines Datenträgers so genau wie möglich zu reproduzieren und ihn so zu „dematerialisieren” oder zumindest auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Dieser Prozess ist im Bereich der digitalen Forensik, wo der Nachweis der Unverfälschtheit von entscheidender Bedeutung ist, von grundlegender Bedeutung, kann aber auch für die digitale Erhaltung des Kulturerbes erforderlich sein.
Persönliche Erfahrung: Ich habe ein erstes Image unter Beachtung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen (Einbindung als read-only) erstellt und dann den Inhalt der Festplatte ohne große Vorsicht gesichtet – jedoch ohne die Absicht, ihn zu verändern. Anschließend habe ich ein zweites Image erstellt, das sich als ein Megabyte kleiner als das vorherige herausstellte! Ich kann mir diesen Unterschied nicht erklären, aber er ist erheblich.Für die Erstellung eines Disk-Images unter GNU/Linux verweise ich erneut auf die Anweisungen des AIDA Capture Lab, das das Tool Guymager empfiehlt.
Guymager ist ein Tool zur Erstellung von Disk-Images, das nur unter GNU/Linux funktioniert, aber über eine grafische Benutzeroberfläche verfügt, was es für Personen interessant macht, die mit der Benutzung der Kommandozeile nicht vertraut sind.
Zu den Einstellungen von Guymager gehört auch das Format des Disk-Images. Das AIDA Capture Lab empfiehlt das Rohformat .dd, bei dem es sich um eine exakte, unkomprimierte Kopie einer Festplatte handelt, die mit dem Tool
ddund seinen Derivaten erstellt wird. Es ist jedoch auch möglich, ein komprimiertes Format wie Encase zu wählen, um Speicherplatz zu sparen – es ist zu erwarten, dass das Disk-Image viel freien Speicherplatz enthält, der sich leicht komprimieren lässt. Darüber hinaus ist das Rohformat eine einfache Kopie der Bytes der Festplatte und enthält keine Metadaten, sodass Tools wie Guymager eine weitere Begleitdatei mit der Erweiterung.infoerstellen, um Informationen zum Erstellungsprozess des Images zu speichern.Es ist auch möglich, ein recht praktisches Befehlszeilen-Tool zum Erstellen eines Disk-Images zu verwenden. Peter Eisner, einer meiner Kollegen bei der TIB, der sich mit dem Erstellen von Disk-Images beschäftigt, hat
dc3ddvorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Ableitung des Unix-Dienstprogrammsdd, das vom Department of Defense Cyber Crime Center entwickelt wurde. Es hat den Vorteil, dass es einen digitalen Fingerabdruck des Images erstellt und eine Metadatendatei generiert, in der dieser sowie weitere Informationen zum Erstellungsprozess gespeichert werden.Hier ist die von Peter vorgeschlagene Befehlszeile:
dc3dd if=/dev/sda of=~/disk_images/mydisk.dd hash=md5 log=~/disk_images/mydisk.txtDas Ergebnis dieses Vorgangs ist eine Datei
mydisk.dd, die eine exakte, unkomprimierte Kopie des Mediums ist – das Image hat also genau die Größe der Festplatte, das heißt 250 Megabyte / 239 Megabyte – und eine Dateimydisk.txt, die das Protokoll des Vorgangs zur Erstellung des Festplatten-Images enthält.Das Image mounten, um den Inhalt zu sichten
Wie eine Support-Partition kann das Disk-Image gemountet werden, um es zu erkunden. Bei einigen GNU/Linux-Distributionen reicht ein Doppelklick auf das Image, um es zu mounten, aber bei meinem „rohen” Ubuntu war das nicht der Fall. Daher musste ich das Image mit folgendem Befehl mounten:
sudo mkdir ~/zip_image && sudo mount --types vfat --options ro,loop,offset=1048576 mydisk.dd $_Diese Befehlszeile erfordert eine Reihe von Parametern:
- das Dateisystem; hier handelt es sich um vfat, eine Variante der FAT-Dateisysteme für virtuelle Volumes
- der Start-Offset; Dies ist der Startsektor multipliziert mit der Anzahl der Bytes pro Sektor.
Diese Informationen erhalten Sie mit dem bereits erwähnten Befehl
fdisk -l:$ sudo fdisk --list mydisk.dd
Festplatte mydisk.dd: 239,03 MiB, 250640384 Bytes, 489532 Sektoren
Einheiten: Sektor von 1 × 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physisch): 512 Bytes/512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes/512 Bytes
Typ des Datenträgerlabels: dos
Datenträger-ID: 0xd8e9a7f7Gerät Boot Start Ende Sektoren Größe Typ
zip_250_image.dd1 2048 489471 487424 238M c W95 FAT32 (LBA)Sie können nun durch die Baumstruktur des Disk-Images navigieren. Dort lassen sich alle gewünschten Erkundungsvorgänge durchführen, ohne Gefahr zu laufen, etwas Wichtiges zu verändern.
Gelöschte Dateien wiederherstellen
Wie Sie vielleicht wissen, wird beim Löschen einer Datei auf Ihrem Computer, selbst wenn Sie den Papierkorb leeren, lediglich die Indizierung der Daten aufgehoben: Der Computer vergisst ihre Adresse. Er schreibt an dieser Stelle nur dann erneut, wenn er Platz für weitere Daten benötigt. Daher ist es möglich, gelöschte Daten wiederherzustellen, solange er an dieser Stelle nicht erneut geschrieben hat. Es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten, dies zu tun, aber ich werde Ihnen nur eine davon vorstellen, um es zu demonstrieren.
Das Tool: PhotoRec
Ich habe die Tools
TestDiskundPhotoRecgetestet, die von Christophe Grenier entwickelt wurden und mir von meinem Kollegen Peter Eisner empfohlen wurden. Diese Tools sind einfach zu bedienen; ich werde nur PhotoRec vorstellen, da dieses Tool in meinem Fall zu Ergebnissen geführt hat.Sobald das Tool mit dem Befehl
sudo photorec mydisk.ddgestartet wurde, erscheint folgender Bildschirm:Man wählt das Medium aus …
… dann die Partition …
… dann das Dateisystem …
… man entscheidet, ob die Analyse auf der gesamten Partition oder nur auf dem freien Speicherplatz durchgeführt werden soll …
… man wählt den Ordner aus, in den die Dateien extrahiert werden sollen, und drückt auf C …
… und fertig: Das Tool hat einen Ordner namens
recup_directoryerstellt und dort 360 wiederhergestellte Dateien abgelegt.In diesem Ordner wurde ein kleines Stück der Jugendgeschichte meiner Schwester wiederhergestellt: Szenarien für ein Rollenspiel namens Lycéenne, ihre Abschlussarbeit, Scans von Karten der spanischen Kolonialisierung in Südamerika …
Screenshot des Ordners, in den die wiederhergestellten Dateien extrahiert wurden.Die ethischen Fragen, die sich daraus ergeben
Über die technische Dimension hinaus wirft dies natürlich auch schwierige ethische und rechtliche Fragen auf. Die Wiederherstellung von Dateien, deren Löschung der Eigentümer des Datenträgers gewünscht hat, ist fragwürdig, aber es ist wichtig, dass wir wissen, dass dies möglich ist. Nur so können wir Spendern von Datenträgern klar kommunizieren, was wir oder zukünftige Leser finden könnten, wenn wir diesen Ansatz verfolgen würden3.
Ein paar abschließende Worte
Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich noch ein Anfänger auf dem Gebiet der digitalen Forensik in Bezug auf Kulturgüter, und zwar aus einem einfachen Grund: Die beiden Institutionen, in denen ich gearbeitet habe (die Bibliothèque nationale de France und die TIB), beginnen gerade erst, ihre Position zu diesem Thema zu definieren.
Archivar:innen und Bibliothekar:innen stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, um diese Techniken anzuwenden. Ich war überrascht, wie einfach sie anzuwenden sind, was im Gegensatz zu den komplexen ethischen und rechtlichen Fragen steht, die sich aus der allgemeinen Erstellung von Disk-Images für die Sammlung von born-digital-Archiven ergeben. Nur Archivar:innen und Bibliothekar:innen können diese Fragen beantworten, aber nur dann, wenn sie die Möglichkeiten der oben genannten technischen Verfahren im Blick haben.
Auf jeden Fall gelang es Felix, Images der fünf ZIP-Disketten zu erstellen und deren Inhalt zu extrahieren, und wir haben gemeinsam einen bedeutenden Schritt beim Experimentieren mit Disketten-Images gemacht!
- Siehe hierzu Kessler (Gary C.) und Carlton (Gregory H.), „A Study of Forensic Imaging in the Absence of Write-Blockers”, in Journal of Digital Forensics, Security and Law, 2014, 9(3), abrufbar unter https://commons.erau.edu/db-security-studies/28 (abgerufen am 22. September 2025).
- Um den Nutzen der Erstellung eines Disk-Images gegenüber einer einfachen gesicherten Kopie zu beurteilen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des folgenden Dokuments: Digital Archival traNsfer, iNgest, and packagiNg Group, „Disk Imaging Decision Factors”, DANNNG!, [o. J.], abrufbar unter https://dannng.github.io/disk-imaging-decision-factors.html (abgerufen am 23. September 2025).
- Siehe hierzu den folgenden Artikel: Lassere (Monique) und Whyte (Jess M.), „Balancing Care and Authenticity in Digital Collections: A Radical Empathy Approach To Working With Disk Images”, Journal of Critical Library and Information Studies, Band 3, Nr. 2 (2021), abrufbar unter https://doi.org/10.24242/jclis.v3i2.125 (abgerufen am 23. September 2025).
Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von deepl.com durch Felix Burger übersetzt und leicht überarbeitet.
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