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#forschungsdaten — Public Fediverse posts

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  1. SERIOUS 3D: Kunst- und Architekturgeschichte im digitalen Forschungsraum

    Projekt „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“: Kick-off-Treffen in Rom // Foto: Elisabetta Scirocco

    Am 21. und 22. September 2026 fand an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom das Kick-off-Meeting des DFG/AHRC-geförderten Forschungsprojekts „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“ statt.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst- und Architekturgeschichte (AAH), 3D Engineering (ENG) und Data Science in Cultural Heritage (DSC) diskutierten über Forschungsziele, technische Anforderungen, methodische Herausforderungen und anstehende Arbeiten des gemeinsamen Projekts.

    Das interdisziplinäre Projekt bringt Expertise aus der Bibliotheca Hertziana, der Hochschule Mainz, der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover sowie den Universitäten Cambridge und Exeter zusammen.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Räume mithilfe digitaler Technologien rekonstruiert, interpretiert und vermittelt werden können.

    Ein zentrales Thema des Kick-off-Meetings war die praktische Umsetzung der Verbindung kunsthistorischer Forschungsfragen mit digitalen 3D-Modellen als Teil strukturierter Forschungsdaten.

    Von der digitalen Rekonstruktion zum vernetzten Forschungsraum

    Historische Rekonstruktionen beruhen auf unterschiedlichen Quellen, wissenschaftlichen Interpretationen und mitunter unvollständigen Informationen; nicht alle Informationen lassen sich ohne Weiteres in ein digitales Gebäudemodell übertragen,

    Das Projekt untersucht deshalb auch, wie sich solche Unsicherheiten und die zugrunde liegenden Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren lassen.

    Die Gruppe Data Science in Cultural Heritage (DSC), bestehend aus dem Open Science Lab der TIB und dem DH Lab der Bibliotheca Hertziana, befasst sich unter anderem damit, wie sich diese Informationen in einer gemeinsamen technischen Infrastruktur zusammenführen lassen.

    Ein Baustein ist das im Open Science Lab entwickelte 3D-Viewer- und Annotationswerkzeug Semantic Kompakkt für interoperable und nachnutzbare Forschungsdaten, das mit Wikibase4Research ein Backend für die semantischen Informationen beinhaltet.

    Im Projekt Herrenhäuser des Ostseeraums wird Semantic Kompakkt bereits für einen vergleichbaren architekturhistorischen Anwendungsfall eingesetzt und entsprechend der Bedarfe einer architekturhistorischen wissenschaftlichen Community weiterentwickelt, unter anderem die Visualisierung von Punktwolken und den historischen oder örtlichen Zusammenhängen.

    Bereits eine Woche vor dem Kick-off hatte das TIB-Team seine Arbeiten zur Integration des in Serious 3D genutzten Building Information Modeling (BIM) in Semantic Kompakkt auf der Konferenz FAIR 3D Heritage in Mainz vorgestellt. Der Beitrag „Towards (H)BIM Integration in Semantic Kompakkt: Evaluation of Web Libraries for a Modular Import Pipeline“ lieferte konkrete Ansätze für die anschließende Arbeit in Rom. Weitere Informationen finden sich im Konferenzprogramm der FAIR 3D Heritage.

    Gemeinsame Workflows und wissenschaftliches Storytelling

    Digitale Gebäudevermessung // Foto: Ina Blümel

    Die Diskussionen machten deutlich, dass die Anforderungen der beteiligten Disziplinen bereits bei der kunsthistorischen Recherche und der Erstellung der ersten digitalen Gebäudemodelle berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört insbesondere die Frage, welche Informationen später für die semantische Modellierung, wissenschaftliche Annotation und Visualisierung benötigt werden.

    Als nächster Schritt sollen exemplarische 3D-Modelle mit unterschiedlicher Informationstiefe seitens der ENG-Partner bereitgestellt werden. An ihnen will das DSC-Team den gesamten Workflow vom Datenimport bis zur interaktiven Darstellung erproben.

    Die Modelle sollen historische Raumsituationen nicht nur veranschaulichen, sondern auch als Arbeitsgrundlage für kunsthistorische Fragestellungen der AAH-Beteiligten dienen. Dafür müssen Quellen und unterschiedliche Rekonstruktionshypothesen mit den modellierten Objekten verknüpft werden können.

    Thematisiert wurde außerdem, wie sich historische Räume durch webbasiertes Storytelling interaktiv erkunden und zugleich mit Quellen, Forschungsfragen und Erläuterungen verbinden lassen.

    Palazzo Medici in Florenz // Foto: Ina Blümel

    Ausblick: Gemeinsam von Rom nach Florenz

    In der abschließenden Diskussion wurde nochmals betont, dass SERIOUS 3D als gemeinsamer Forschungsprozess, und nicht nur als Zusammenarbeit voneinander getrennter Arbeitsgruppen verstanden werden soll.

    Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven sollen bereits bei der Entwicklung der Forschungsfragen, der Auswahl historischer Objekte und der Erarbeitung digitaler Methoden zusammengeführt werden.

    Im Anschluss an das Kick-off-Meeting reist das Projektteam vom 23. bis 25. September 2026 zur Feldforschung nach Florenz. Dort werden Teile des Palazzo Medici, das zentrale Forschungsobjekt von SERIOUS 3D, mithilfe von 3D-Laserscanning und Photogrammetrie digital erfasst.

    Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des historischen Gebäudemodells und die Erprobung der in Rom diskutierten technischen Workflows.

    #BIM #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab #OpenScience #Forschungsdaten #3DArchitekturdaten #SERIOUS3D
  2. SERIOUS 3D: Kunst- und Architekturgeschichte im digitalen Forschungsraum

    Projekt „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“: Kick-off-Treffen in Rom // Foto: Elisabetta Scirocco

    Am 21. und 22. September 2026 fand an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom das Kick-off-Meeting des DFG/AHRC-geförderten Forschungsprojekts „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“ statt.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst- und Architekturgeschichte (AAH), 3D Engineering (ENG) und Data Science in Cultural Heritage (DSC) diskutierten über Forschungsziele, technische Anforderungen, methodische Herausforderungen und anstehende Arbeiten des gemeinsamen Projekts.

    Das interdisziplinäre Projekt bringt Expertise aus der Bibliotheca Hertziana, der Hochschule Mainz, der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover sowie den Universitäten Cambridge und Exeter zusammen.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Räume mithilfe digitaler Technologien rekonstruiert, interpretiert und vermittelt werden können.

    Ein zentrales Thema des Kick-off-Meetings war die praktische Umsetzung der Verbindung kunsthistorischer Forschungsfragen mit digitalen 3D-Modellen als Teil strukturierter Forschungsdaten.

    Von der digitalen Rekonstruktion zum vernetzten Forschungsraum

    Historische Rekonstruktionen beruhen auf unterschiedlichen Quellen, wissenschaftlichen Interpretationen und mitunter unvollständigen Informationen; nicht alle Informationen lassen sich ohne Weiteres in ein digitales Gebäudemodell übertragen,

    Das Projekt untersucht deshalb auch, wie sich solche Unsicherheiten und die zugrunde liegenden Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren lassen.

    Die Gruppe Data Science in Cultural Heritage (DSC), bestehend aus dem Open Science Lab der TIB und dem DH Lab der Bibliotheca Hertziana, befasst sich unter anderem damit, wie sich diese Informationen in einer gemeinsamen technischen Infrastruktur zusammenführen lassen.

    Ein Baustein ist das im Open Science Lab entwickelte 3D-Viewer- und Annotationswerkzeug Semantic Kompakkt für interoperable und nachnutzbare Forschungsdaten, das mit Wikibase4Research ein Backend für die semantischen Informationen beinhaltet.

    Im Projekt Herrenhäuser des Ostseeraums wird Semantic Kompakkt bereits für einen vergleichbaren architekturhistorischen Anwendungsfall eingesetzt und entsprechend der Bedarfe einer architekturhistorischen wissenschaftlichen Community weiterentwickelt, unter anderem die Visualisierung von Punktwolken und den historischen oder örtlichen Zusammenhängen.

    Bereits eine Woche vor dem Kick-off hatte das TIB-Team seine Arbeiten zur Integration des in Serious 3D genutzten Building Information Modeling (BIM) in Semantic Kompakkt auf der Konferenz FAIR 3D Heritage in Mainz vorgestellt. Der Beitrag „Towards (H)BIM Integration in Semantic Kompakkt: Evaluation of Web Libraries for a Modular Import Pipeline“ lieferte konkrete Ansätze für die anschließende Arbeit in Rom. Weitere Informationen finden sich im Konferenzprogramm der FAIR 3D Heritage.

    Gemeinsame Workflows und wissenschaftliches Storytelling

    Digitale Gebäudevermessung // Foto: Ina Blümel

    Die Diskussionen machten deutlich, dass die Anforderungen der beteiligten Disziplinen bereits bei der kunsthistorischen Recherche und der Erstellung der ersten digitalen Gebäudemodelle berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört insbesondere die Frage, welche Informationen später für die semantische Modellierung, wissenschaftliche Annotation und Visualisierung benötigt werden.

    Als nächster Schritt sollen exemplarische 3D-Modelle mit unterschiedlicher Informationstiefe seitens der ENG-Partner bereitgestellt werden. An ihnen will das DSC-Team den gesamten Workflow vom Datenimport bis zur interaktiven Darstellung erproben.

    Die Modelle sollen historische Raumsituationen nicht nur veranschaulichen, sondern auch als Arbeitsgrundlage für kunsthistorische Fragestellungen der AAH-Beteiligten dienen. Dafür müssen Quellen und unterschiedliche Rekonstruktionshypothesen mit den modellierten Objekten verknüpft werden können.

    Thematisiert wurde außerdem, wie sich historische Räume durch webbasiertes Storytelling interaktiv erkunden und zugleich mit Quellen, Forschungsfragen und Erläuterungen verbinden lassen.

    Palazzo Medici in Florenz // Foto: Ina Blümel

    Ausblick: Gemeinsam von Rom nach Florenz

    In der abschließenden Diskussion wurde nochmals betont, dass SERIOUS 3D als gemeinsamer Forschungsprozess, und nicht nur als Zusammenarbeit voneinander getrennter Arbeitsgruppen verstanden werden soll.

    Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven sollen bereits bei der Entwicklung der Forschungsfragen, der Auswahl historischer Objekte und der Erarbeitung digitaler Methoden zusammengeführt werden.

    Im Anschluss an das Kick-off-Meeting reist das Projektteam vom 23. bis 25. September 2026 zur Feldforschung nach Florenz. Dort werden Teile des Palazzo Medici, das zentrale Forschungsobjekt von SERIOUS 3D, mithilfe von 3D-Laserscanning und Photogrammetrie digital erfasst.

    Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des historischen Gebäudemodells und die Erprobung der in Rom diskutierten technischen Workflows.

    #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab #OpenScience #Forschungsdaten #3DArchitekturdaten #SERIOUS3D #BIM
  3. SERIOUS 3D: Kunst- und Architekturgeschichte im digitalen Forschungsraum

    Projekt „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“: Kick-off-Treffen in Rom // Foto: Elisabetta Scirocco

    Am 21. und 22. September 2026 fand an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom das Kick-off-Meeting des DFG/AHRC-geförderten Forschungsprojekts „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“ statt.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst- und Architekturgeschichte (AAH), 3D Engineering (ENG) und Data Science in Cultural Heritage (DSC) diskutierten über Forschungsziele, technische Anforderungen, methodische Herausforderungen und anstehende Arbeiten des gemeinsamen Projekts.

    Das interdisziplinäre Projekt bringt Expertise aus der Bibliotheca Hertziana, der Hochschule Mainz, der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover sowie den Universitäten Cambridge und Exeter zusammen.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Räume mithilfe digitaler Technologien rekonstruiert, interpretiert und vermittelt werden können.

    Ein zentrales Thema des Kick-off-Meetings war die praktische Umsetzung der Verbindung kunsthistorischer Forschungsfragen mit digitalen 3D-Modellen als Teil strukturierter Forschungsdaten.

    Von der digitalen Rekonstruktion zum vernetzten Forschungsraum

    Historische Rekonstruktionen beruhen auf unterschiedlichen Quellen, wissenschaftlichen Interpretationen und mitunter unvollständigen Informationen; nicht alle Informationen lassen sich ohne Weiteres in ein digitales Gebäudemodell übertragen,

    Das Projekt untersucht deshalb auch, wie sich solche Unsicherheiten und die zugrunde liegenden Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren lassen.

    Die Gruppe Data Science in Cultural Heritage (DSC), bestehend aus dem Open Science Lab der TIB und dem DH Lab der Bibliotheca Hertziana, befasst sich unter anderem damit, wie sich diese Informationen in einer gemeinsamen technischen Infrastruktur zusammenführen lassen.

    Ein Baustein ist das im Open Science Lab entwickelte 3D-Viewer- und Annotationswerkzeug Semantic Kompakkt für interoperable und nachnutzbare Forschungsdaten, das mit Wikibase4Research ein Backend für die semantischen Informationen beinhaltet.

    Im Projekt Herrenhäuser des Ostseeraums wird Semantic Kompakkt bereits für einen vergleichbaren architekturhistorischen Anwendungsfall eingesetzt und entsprechend der Bedarfe einer architekturhistorischen wissenschaftlichen Community weiterentwickelt, unter anderem die Visualisierung von Punktwolken und den historischen oder örtlichen Zusammenhängen.

    Bereits eine Woche vor dem Kick-off hatte das TIB-Team seine Arbeiten zur Integration des in Serious 3D genutzten Building Information Modeling (BIM) in Semantic Kompakkt auf der Konferenz FAIR 3D Heritage in Mainz vorgestellt. Der Beitrag „Towards (H)BIM Integration in Semantic Kompakkt: Evaluation of Web Libraries for a Modular Import Pipeline“ lieferte konkrete Ansätze für die anschließende Arbeit in Rom. Weitere Informationen finden sich im Konferenzprogramm der FAIR 3D Heritage.

    Gemeinsame Workflows und wissenschaftliches Storytelling

    Digitale Gebäudevermessung // Foto: Ina Blümel

    Die Diskussionen machten deutlich, dass die Anforderungen der beteiligten Disziplinen bereits bei der kunsthistorischen Recherche und der Erstellung der ersten digitalen Gebäudemodelle berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört insbesondere die Frage, welche Informationen später für die semantische Modellierung, wissenschaftliche Annotation und Visualisierung benötigt werden.

    Als nächster Schritt sollen exemplarische 3D-Modelle mit unterschiedlicher Informationstiefe seitens der ENG-Partner bereitgestellt werden. An ihnen will das DSC-Team den gesamten Workflow vom Datenimport bis zur interaktiven Darstellung erproben.

    Die Modelle sollen historische Raumsituationen nicht nur veranschaulichen, sondern auch als Arbeitsgrundlage für kunsthistorische Fragestellungen der AAH-Beteiligten dienen. Dafür müssen Quellen und unterschiedliche Rekonstruktionshypothesen mit den modellierten Objekten verknüpft werden können.

    Thematisiert wurde außerdem, wie sich historische Räume durch webbasiertes Storytelling interaktiv erkunden und zugleich mit Quellen, Forschungsfragen und Erläuterungen verbinden lassen.

    Palazzo Medici in Florenz // Foto: Ina Blümel

    Ausblick: Gemeinsam von Rom nach Florenz

    In der abschließenden Diskussion wurde nochmals betont, dass SERIOUS 3D als gemeinsamer Forschungsprozess, und nicht nur als Zusammenarbeit voneinander getrennter Arbeitsgruppen verstanden werden soll.

    Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven sollen bereits bei der Entwicklung der Forschungsfragen, der Auswahl historischer Objekte und der Erarbeitung digitaler Methoden zusammengeführt werden.

    Im Anschluss an das Kick-off-Meeting reist das Projektteam vom 23. bis 25. September 2026 zur Feldforschung nach Florenz. Dort werden Teile des Palazzo Medici, das zentrale Forschungsobjekt von SERIOUS 3D, mithilfe von 3D-Laserscanning und Photogrammetrie digital erfasst.

    Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des historischen Gebäudemodells und die Erprobung der in Rom diskutierten technischen Workflows.

    #BIM #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab #OpenScience #Forschungsdaten #3DArchitekturdaten #SERIOUS3D
  4. SERIOUS 3D: Kunst- und Architekturgeschichte im digitalen Forschungsraum

    Projekt „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“: Kick-off-Treffen in Rom // Foto: Elisabetta Scirocco

    Am 21. und 22. September 2026 fand an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom das Kick-off-Meeting des DFG/AHRC-geförderten Forschungsprojekts „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“ statt.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst- und Architekturgeschichte (AAH), 3D Engineering (ENG) und Data Science in Cultural Heritage (DSC) diskutierten über Forschungsziele, technische Anforderungen, methodische Herausforderungen und anstehende Arbeiten des gemeinsamen Projekts.

    Das interdisziplinäre Projekt bringt Expertise aus der Bibliotheca Hertziana, der Hochschule Mainz, der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover sowie den Universitäten Cambridge und Exeter zusammen.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Räume mithilfe digitaler Technologien rekonstruiert, interpretiert und vermittelt werden können.

    Ein zentrales Thema des Kick-off-Meetings war die praktische Umsetzung der Verbindung kunsthistorischer Forschungsfragen mit digitalen 3D-Modellen als Teil strukturierter Forschungsdaten.

    Von der digitalen Rekonstruktion zum vernetzten Forschungsraum

    Historische Rekonstruktionen beruhen auf unterschiedlichen Quellen, wissenschaftlichen Interpretationen und mitunter unvollständigen Informationen; nicht alle Informationen lassen sich ohne Weiteres in ein digitales Gebäudemodell übertragen,

    Das Projekt untersucht deshalb auch, wie sich solche Unsicherheiten und die zugrunde liegenden Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren lassen.

    Die Gruppe Data Science in Cultural Heritage (DSC), bestehend aus dem Open Science Lab der TIB und dem DH Lab der Bibliotheca Hertziana, befasst sich unter anderem damit, wie sich diese Informationen in einer gemeinsamen technischen Infrastruktur zusammenführen lassen.

    Ein Baustein ist das im Open Science Lab entwickelte 3D-Viewer- und Annotationswerkzeug Semantic Kompakkt für interoperable und nachnutzbare Forschungsdaten, das mit Wikibase4Research ein Backend für die semantischen Informationen beinhaltet.

    Im Projekt Herrenhäuser des Ostseeraums wird Semantic Kompakkt bereits für einen vergleichbaren architekturhistorischen Anwendungsfall eingesetzt und entsprechend der Bedarfe einer architekturhistorischen wissenschaftlichen Community weiterentwickelt, unter anderem die Visualisierung von Punktwolken und den historischen oder örtlichen Zusammenhängen.

    Bereits eine Woche vor dem Kick-off hatte das TIB-Team seine Arbeiten zur Integration des in Serious 3D genutzten Building Information Modeling (BIM) in Semantic Kompakkt auf der Konferenz FAIR 3D Heritage in Mainz vorgestellt. Der Beitrag „Towards (H)BIM Integration in Semantic Kompakkt: Evaluation of Web Libraries for a Modular Import Pipeline“ lieferte konkrete Ansätze für die anschließende Arbeit in Rom. Weitere Informationen finden sich im Konferenzprogramm der FAIR 3D Heritage.

    Gemeinsame Workflows und wissenschaftliches Storytelling

    Digitale Gebäudevermessung // Foto: Ina Blümel

    Die Diskussionen machten deutlich, dass die Anforderungen der beteiligten Disziplinen bereits bei der kunsthistorischen Recherche und der Erstellung der ersten digitalen Gebäudemodelle berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört insbesondere die Frage, welche Informationen später für die semantische Modellierung, wissenschaftliche Annotation und Visualisierung benötigt werden.

    Als nächster Schritt sollen exemplarische 3D-Modelle mit unterschiedlicher Informationstiefe seitens der ENG-Partner bereitgestellt werden. An ihnen will das DSC-Team den gesamten Workflow vom Datenimport bis zur interaktiven Darstellung erproben.

    Die Modelle sollen historische Raumsituationen nicht nur veranschaulichen, sondern auch als Arbeitsgrundlage für kunsthistorische Fragestellungen der AAH-Beteiligten dienen. Dafür müssen Quellen und unterschiedliche Rekonstruktionshypothesen mit den modellierten Objekten verknüpft werden können.

    Thematisiert wurde außerdem, wie sich historische Räume durch webbasiertes Storytelling interaktiv erkunden und zugleich mit Quellen, Forschungsfragen und Erläuterungen verbinden lassen.

    Palazzo Medici in Florenz // Foto: Ina Blümel

    Ausblick: Gemeinsam von Rom nach Florenz

    In der abschließenden Diskussion wurde nochmals betont, dass SERIOUS 3D als gemeinsamer Forschungsprozess, und nicht nur als Zusammenarbeit voneinander getrennter Arbeitsgruppen verstanden werden soll.

    Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven sollen bereits bei der Entwicklung der Forschungsfragen, der Auswahl historischer Objekte und der Erarbeitung digitaler Methoden zusammengeführt werden.

    Im Anschluss an das Kick-off-Meeting reist das Projektteam vom 23. bis 25. September 2026 zur Feldforschung nach Florenz. Dort werden Teile des Palazzo Medici, das zentrale Forschungsobjekt von SERIOUS 3D, mithilfe von 3D-Laserscanning und Photogrammetrie digital erfasst.

    Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des historischen Gebäudemodells und die Erprobung der in Rom diskutierten technischen Workflows.

    #SERIOUS3D #BIM #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab #OpenScience #Forschungsdaten #3DArchitekturdaten
  5. SERIOUS 3D: Kunst- und Architekturgeschichte im digitalen Forschungsraum

    Projekt „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“: Kick-off-Treffen in Rom // Foto: Elisabetta Scirocco

    Am 21. und 22. September 2026 fand an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom das Kick-off-Meeting des DFG/AHRC-geförderten Forschungsprojekts „SERIOUS 3D in Art and Architectural History“ statt.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst- und Architekturgeschichte (AAH), 3D Engineering (ENG) und Data Science in Cultural Heritage (DSC) diskutierten über Forschungsziele, technische Anforderungen, methodische Herausforderungen und anstehende Arbeiten des gemeinsamen Projekts.

    Das interdisziplinäre Projekt bringt Expertise aus der Bibliotheca Hertziana, der Hochschule Mainz, der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover sowie den Universitäten Cambridge und Exeter zusammen.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Räume mithilfe digitaler Technologien rekonstruiert, interpretiert und vermittelt werden können.

    Ein zentrales Thema des Kick-off-Meetings war die praktische Umsetzung der Verbindung kunsthistorischer Forschungsfragen mit digitalen 3D-Modellen als Teil strukturierter Forschungsdaten.

    Von der digitalen Rekonstruktion zum vernetzten Forschungsraum

    Historische Rekonstruktionen beruhen auf unterschiedlichen Quellen, wissenschaftlichen Interpretationen und mitunter unvollständigen Informationen; nicht alle Informationen lassen sich ohne Weiteres in ein digitales Gebäudemodell übertragen,

    Das Projekt untersucht deshalb auch, wie sich solche Unsicherheiten und die zugrunde liegenden Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren lassen.

    Die Gruppe Data Science in Cultural Heritage (DSC), bestehend aus dem Open Science Lab der TIB und dem DH Lab der Bibliotheca Hertziana, befasst sich unter anderem damit, wie sich diese Informationen in einer gemeinsamen technischen Infrastruktur zusammenführen lassen.

    Ein Baustein ist das im Open Science Lab entwickelte 3D-Viewer- und Annotationswerkzeug Semantic Kompakkt für interoperable und nachnutzbare Forschungsdaten, das mit Wikibase4Research ein Backend für die semantischen Informationen beinhaltet.

    Im Projekt Herrenhäuser des Ostseeraums wird Semantic Kompakkt bereits für einen vergleichbaren architekturhistorischen Anwendungsfall eingesetzt und entsprechend der Bedarfe einer architekturhistorischen wissenschaftlichen Community weiterentwickelt, unter anderem die Visualisierung von Punktwolken und den historischen oder örtlichen Zusammenhängen.

    Bereits eine Woche vor dem Kick-off hatte das TIB-Team seine Arbeiten zur Integration des in Serious 3D genutzten Building Information Modeling (BIM) in Semantic Kompakkt auf der Konferenz FAIR 3D Heritage in Mainz vorgestellt. Der Beitrag „Towards (H)BIM Integration in Semantic Kompakkt: Evaluation of Web Libraries for a Modular Import Pipeline“ lieferte konkrete Ansätze für die anschließende Arbeit in Rom. Weitere Informationen finden sich im Konferenzprogramm der FAIR 3D Heritage.

    Gemeinsame Workflows und wissenschaftliches Storytelling

    Digitale Gebäudevermessung // Foto: Ina Blümel

    Die Diskussionen machten deutlich, dass die Anforderungen der beteiligten Disziplinen bereits bei der kunsthistorischen Recherche und der Erstellung der ersten digitalen Gebäudemodelle berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört insbesondere die Frage, welche Informationen später für die semantische Modellierung, wissenschaftliche Annotation und Visualisierung benötigt werden.

    Als nächster Schritt sollen exemplarische 3D-Modelle mit unterschiedlicher Informationstiefe seitens der ENG-Partner bereitgestellt werden. An ihnen will das DSC-Team den gesamten Workflow vom Datenimport bis zur interaktiven Darstellung erproben.

    Die Modelle sollen historische Raumsituationen nicht nur veranschaulichen, sondern auch als Arbeitsgrundlage für kunsthistorische Fragestellungen der AAH-Beteiligten dienen. Dafür müssen Quellen und unterschiedliche Rekonstruktionshypothesen mit den modellierten Objekten verknüpft werden können.

    Thematisiert wurde außerdem, wie sich historische Räume durch webbasiertes Storytelling interaktiv erkunden und zugleich mit Quellen, Forschungsfragen und Erläuterungen verbinden lassen.

    Palazzo Medici in Florenz // Foto: Ina Blümel

    Ausblick: Gemeinsam von Rom nach Florenz

    In der abschließenden Diskussion wurde nochmals betont, dass SERIOUS 3D als gemeinsamer Forschungsprozess, und nicht nur als Zusammenarbeit voneinander getrennter Arbeitsgruppen verstanden werden soll.

    Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven sollen bereits bei der Entwicklung der Forschungsfragen, der Auswahl historischer Objekte und der Erarbeitung digitaler Methoden zusammengeführt werden.

    Im Anschluss an das Kick-off-Meeting reist das Projektteam vom 23. bis 25. September 2026 zur Feldforschung nach Florenz. Dort werden Teile des Palazzo Medici, das zentrale Forschungsobjekt von SERIOUS 3D, mithilfe von 3D-Laserscanning und Photogrammetrie digital erfasst.

    Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des historischen Gebäudemodells und die Erprobung der in Rom diskutierten technischen Workflows.

    #OpenScienceLab #OpenScience #Forschungsdaten #3DArchitekturdaten #SERIOUS3D #BIM #LizenzCCBY40INT