#jorgkronauer — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #jorgkronauer, aggregated by home.social.
-
Beides wird das Merz-Doitschland nicht kriegen können
Dass Aufrüstung irgendein ökonomisches Problem löst (“Kriegskeynsianismus”), ist eine Sau, die die profitierende Kapitallobby mit Vorliebe durch jedes Dorf treibt (für das tierfeindliche Femininum bitte ich um Entschuldigung). Immerhin sind sich die herrschenden Klassen darüber bisweilen uneinig. Intelligente Gegenkräfte, zu einer entsprechenden Analyse fähig, können das u.U. taktisch ausnutzen. Wenn Sie die irgendwo sehen, sagen Sie mir bitte Bescheid.
Selbst Donald Trump weiss, wie doof diese Sau ist. Deswegen will er den Europäer*inne*n die unübersichtlichen Kosten dafür ja aufdrücken. Der ist nicht nur doof. Denn Aufrüstungskeynsianismus löst null Folgeinvestitionen aus. Die verbrennen bei Rheinmetall und Co. und kommen nie wieder.
Darum ist ja auch die deutsch-französische Achse so kaputt. Zahlen/Investieren soll immer der Andere, hauptsache Profit fliesst in die eigenen Konten.
Jörg Kronauer und Satyajeet Malik/Junge Welt: “Rüstungsrivalität: »Deutschland braucht Drohnen« – Das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS steht vor dem Aus. Nun heißt es vereinzelt, die BRD benötige gar keinen neuen Kampfjet”
Schlauer als alle zusammen mal wieder “der Chinese”, wiederum Jörg Kronauer/Junge Welt: “Ungleiche Verbündete – Putin trifft Xi in Beijing”.
In die gleiche Richtung der anonyme German-Foreign-Policy-Autor: “Streit um den Panzerbauer – Die Bundesregierung droht aufgrund interner Differenzen den geplanten Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS zu verschleppen. Frankreich stellt bei anhaltender Blockade einen Alleingang in Aussicht. Der Streit schwillt an.”
Und damit das gequälte deutsche Rüstungskapital nicht allzu viel Angst vor Öffentlichkeit kriegen muss, verschwinden alle genannten Texte in wenigen Tagen in Paywall-Archiven.
Wenn Sie danach immer noch auf der Suche nach unabhängigen Fachinformationen sind, empfehle ich Ihnen die Tübinger Informationsstelle Militarisierung. Die arbeitet öffentlich und freut sich über freiwillige Spenden.
Robert Schwierkus/telepolis wird, wenn nicht bei heise einem Boss eine Laus über die Leber läuft, vorläufig nicht digital verschwinden:
“Die Deutsche Frage ist zurück – und Europa zittert – Deutschlands Militärmacht wächst rasant – und alte Ängste vor deutscher Hegemonie in Europa kehren mit voller Wucht zurück.”
Woher nur dieses Misstrauen? Nur wegen zwei Weltkriegen und 12 Jahren Faschismus und Völkermord?
Was in einem eindeutig “kriegstüchtigen” Land mit Meinungs- und Pressefreiheit passiert, das berichtete gestern
Antonia Groß/MDR-Altpapier: “Ist das noch SLAPP oder schon Propaganda? – Ein Journalist veröffentlicht Berichte sexualisierter Gewalt gegen palästinensische Gefangene durch israelische Sicherheitskräfte. Der verantwortliche Machthaber geht daraufhin auf das Medium los. Was sagt das über die Vorwürfe aus? Und über die PR-Strategie des Landes?” Gute Frage.
-
Beides wird das Merz-Doitschland nicht kriegen können
Dass Aufrüstung irgendein ökonomisches Problem löst (“Kriegskeynsianismus”), ist eine Sau, die die profitierende Kapitallobby mit Vorliebe durch jedes Dorf treibt (für das tierfeindliche Femininum bitte ich um Entschuldigung). Immerhin sind sich die herrschenden Klassen darüber bisweilen uneinig. Intelligente Gegenkräfte, zu einer entsprechenden Analyse fähig, können das u.U. taktisch ausnutzen. Wenn Sie die irgendwo sehen, sagen Sie mir bitte Bescheid.
Selbst Donald Trump weiss, wie doof diese Sau ist. Deswegen will er den Europäer*inne*n die unübersichtlichen Kosten dafür ja aufdrücken. Der ist nicht nur doof. Denn Aufrüstungskeynsianismus löst null Folgeinvestitionen aus. Die verbrennen bei Rheinmetall und Co. und kommen nie wieder.
Darum ist ja auch die deutsch-französische Achse so kaputt. Zahlen/Investieren soll immer der Andere, hauptsache Profit fliesst in die eigenen Konten.
Jörg Kronauer und Satyajeet Malik/Junge Welt: “Rüstungsrivalität: »Deutschland braucht Drohnen« – Das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS steht vor dem Aus. Nun heißt es vereinzelt, die BRD benötige gar keinen neuen Kampfjet”
Schlauer als alle zusammen mal wieder “der Chinese”, wiederum Jörg Kronauer/Junge Welt: “Ungleiche Verbündete – Putin trifft Xi in Beijing”.
In die gleiche Richtung der anonyme German-Foreign-Policy-Autor: “Streit um den Panzerbauer – Die Bundesregierung droht aufgrund interner Differenzen den geplanten Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS zu verschleppen. Frankreich stellt bei anhaltender Blockade einen Alleingang in Aussicht. Der Streit schwillt an.”
Und damit das gequälte deutsche Rüstungskapital nicht allzu viel Angst vor Öffentlichkeit kriegen muss, verschwinden alle genannten Texte in wenigen Tagen in Paywall-Archiven.
Wenn Sie danach immer noch auf der Suche nach unabhängigen Fachinformationen sind, empfehle ich Ihnen die Tübinger Informationsstelle Militarisierung. Die arbeitet öffentlich und freut sich über freiwillige Spenden.
Robert Schwierkus/telepolis wird, wenn nicht bei heise einem Boss eine Laus über die Leber läuft, vorläufig nicht digital verschwinden:
“Die Deutsche Frage ist zurück – und Europa zittert – Deutschlands Militärmacht wächst rasant – und alte Ängste vor deutscher Hegemonie in Europa kehren mit voller Wucht zurück.”
Woher nur dieses Misstrauen? Nur wegen zwei Weltkriegen und 12 Jahren Faschismus und Völkermord?
Was in einem eindeutig “kriegstüchtigen” Land mit Meinungs- und Pressefreiheit passiert, das berichtete gestern
Antonia Groß/MDR-Altpapier: “Ist das noch SLAPP oder schon Propaganda? – Ein Journalist veröffentlicht Berichte sexualisierter Gewalt gegen palästinensische Gefangene durch israelische Sicherheitskräfte. Der verantwortliche Machthaber geht daraufhin auf das Medium los. Was sagt das über die Vorwürfe aus? Und über die PR-Strategie des Landes?” Gute Frage.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Beides wird das Merz-Doitschland nicht kriegen können
Dass Aufrüstung irgendein ökonomisches Problem löst (“Kriegskeynsianismus”), ist eine Sau, die die profitierende Kapitallobby mit Vorliebe durch jedes Dorf treibt (für das tierfeindliche Femininum bitte ich um Entschuldigung). Immerhin sind sich die herrschenden Klassen darüber bisweilen uneinig. Intelligente Gegenkräfte, zu einer entsprechenden Analyse fähig, können das u.U. taktisch ausnutzen. Wenn Sie die irgendwo sehen, sagen Sie mir bitte Bescheid.
Selbst Donald Trump weiss, wie doof diese Sau ist. Deswegen will er den Europäer*inne*n die unübersichtlichen Kosten dafür ja aufdrücken. Der ist nicht nur doof. Denn Aufrüstungskeynsianismus löst null Folgeinvestitionen aus. Die verbrennen bei Rheinmetall und Co. und kommen nie wieder.
Darum ist ja auch die deutsch-französische Achse so kaputt. Zahlen/Investieren soll immer der Andere, hauptsache Profit fliesst in die eigenen Konten.
Jörg Kronauer und Satyajeet Malik/Junge Welt: “Rüstungsrivalität: »Deutschland braucht Drohnen« – Das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS steht vor dem Aus. Nun heißt es vereinzelt, die BRD benötige gar keinen neuen Kampfjet”
Schlauer als alle zusammen mal wieder “der Chinese”, wiederum Jörg Kronauer/Junge Welt: “Ungleiche Verbündete – Putin trifft Xi in Beijing”.
In die gleiche Richtung der anonyme German-Foreign-Policy-Autor: “Streit um den Panzerbauer – Die Bundesregierung droht aufgrund interner Differenzen den geplanten Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS zu verschleppen. Frankreich stellt bei anhaltender Blockade einen Alleingang in Aussicht. Der Streit schwillt an.”
Und damit das gequälte deutsche Rüstungskapital nicht allzu viel Angst vor Öffentlichkeit kriegen muss, verschwinden alle genannten Texte in wenigen Tagen in Paywall-Archiven.
Wenn Sie danach immer noch auf der Suche nach unabhängigen Fachinformationen sind, empfehle ich Ihnen die Tübinger Informationsstelle Militarisierung. Die arbeitet öffentlich und freut sich über freiwillige Spenden.
Robert Schwierkus/telepolis wird, wenn nicht bei heise einem Boss eine Laus über die Leber läuft, vorläufig nicht digital verschwinden:
“Die Deutsche Frage ist zurück – und Europa zittert – Deutschlands Militärmacht wächst rasant – und alte Ängste vor deutscher Hegemonie in Europa kehren mit voller Wucht zurück.”
Woher nur dieses Misstrauen? Nur wegen zwei Weltkriegen und 12 Jahren Faschismus und Völkermord?
Was in einem eindeutig “kriegstüchtigen” Land mit Meinungs- und Pressefreiheit passiert, das berichtete gestern
Antonia Groß/MDR-Altpapier: “Ist das noch SLAPP oder schon Propaganda? – Ein Journalist veröffentlicht Berichte sexualisierter Gewalt gegen palästinensische Gefangene durch israelische Sicherheitskräfte. Der verantwortliche Machthaber geht daraufhin auf das Medium los. Was sagt das über die Vorwürfe aus? Und über die PR-Strategie des Landes?” Gute Frage.
-
… A……….n?” Wie Brasilien zur Hannover-Messe brüskiert wird – Der Täter läuft Amok
Haben die in Brilon irgendein Problem mit Brasilien? Oder sind dem Bundeskanzler nicht nur einfache völkerrechtliche Denkaufgaben, sondern auch Umgangsformen mit Staatsgästen – egal ob bei Heim- oder Auswärtsspiel – “zu komplex”? Und wenn es doch strategische Absicht sein sollte – welche könnte das sein? Und wie deckt sie sich mit seinem Amtseid (Art. 56 gilt gemäss Art. 64 auch für Mitglieder der Bundesregierung)?
Wie kommichdrauf? Jörg Kronauer/Junge Welt beschreibt die Eröffnung der Hannovermesse mit dem Partnerland Brasilien so: “Mercosur statt Menschelei – Hannover-Messe: Bundeskanzler brüskiert Präsidenten des Gastlands Brasilien. Freihandelsabkommen und Rohstoffhandel im Mittelpunkt”. Um es der Bundesregierung nicht so schmerzhaft zu machen, wohl aber potenziellen Leser*inne*n, lässt die vorgeblich linksradikale Junge Welt diesen Text in wenigen Tagen in einem Paywallarchiv verschwinden.
Auch die in Hannover einsitzende heise-online-Redaktion lässt sich mit Sabotageversuchen nicht lumpen. Andreas Knobloch: “BYD auf „Schwarzer Liste“: Brasiliens oberster Arbeitsinspektor entlassen – Der chinesische Autobauer BYD landet auf einer ‘Liste der Sklavenarbeit’ und erwirkt die Streichung. Ein hoher Beamter verliert daraufhin seinen Job.”
Ich zweifle nicht an der Berechtigung solcher Konzernkritik. Die BYD-Produkte mögen, ähnlich wie bei Aldi, qualitativ und preislich stärker sein als die der Konkurrenz. Die Produktionsverhältnisse sind es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht, im Gegenteil. Bemerkenswert an dieser Heise-Meldung ist weniger ihr Inhalt, als ihr Timing. Wer mag das wohl durchgestochen haben? Und warum jetzt?
Wie es in modernen Konzernen zugeht, auch dazu ist kurzzeitig Lesenswertes in der Jungen Welt zu finden. Hermann Bueren: “Agile Ausbeutung – Neoliberale Menschenführung in Zeiten von Krise und Unsicherheit. Über »Empowerment«, »Mindsets« und die »VUCA-Welt«”. Wird ebenfalls in Kürze verschwinden.
Herr wirf Hirn auf Medien!
Merz’ Amoklauf gegen die bürgerliche Demokratie
Wenn es nur das wäre, das verdient jeden Widerstand, war aber von diesem Kerl und seinen Leuten nicht anders zu erwarten:
Markus Reuter/netzpolitik: “‘Bundesregierung bedient sich bewährter Instrumente autoritärer Politik’ – Die Bundesregierung geht gegen zivilgesellschaftliche Organisationen vor, streicht Gelder und lässt Akteure durch den Verfassungsschutz überprüfen. Diese und andere Freiheitseinschränkungen sowie den Ausbau der Überwachung in Deutschland kritisiert der weltweite Menschenrechtsbericht von Amnesty International.”
Dramatischer ist, was diese Bande zur Rente und zur Pflege vorhat. Denn Stefan Reinecke/taz irrt, wenn er das als Angriff auf die SPD-Basis deutet. Da ist nicht mehr viel. Es ist das Sägen am eigenen Ast.
Seit dem 1. April gibt es keine Meinungsumfrage mehr, die die CDU noch vor der neofaschistischen AfD sieht. Seit Jahren bestätigt sich, dass Merz’ einstige Ankündigung, die rechtsextremistische Konkurrenz zu “halbieren”, ja, was war? Es wäre ja schön, wenn der Kerl die Intelligenz besessen hätte, das bewusst zu lügen. In Wahrheit ist er zu blöd, er glaubte das wirklich. Er zerstört die letzte noch funktionierende Altpartei der BRD, die einst ewigregierende CDU/CSU. Und niemand ist bei denen zu sehen, die*der auch nur wenigstens versucht, ihn daran zu hindern. Seinem Verehrer im Bonner Stadthaus laufen die eigenen Leute bereits rudelweise weg (GA hinter Paywall). Widerstand ist was Anderes.
Merz will die Axt an Rente und Pflege setzen. Die gesetzliche Rente reicht schon heute nicht. Meine persönliche z.B. langt nur, weil mir meine Wohnung gehört. Andernfalls wäre ich altersarm, mit einer Durchschnittsrente. Das will Merz verschlechtern.
Der heute schon grassierende Pflegeskandal sieht so aus, dass ausser Supervermögenden – Betroffene und ihre Familie zusammengerechnet – sich niemand mehr einen stationären Pflegeplatz leisten kann. Also bleibt die Belastung bei den Angehörigen der Pflegebedürftigen hängen – für alle Beteiligten eine schwere physische und psychische Anstrengung, eine Qual. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen für professionelle Pflegekräfte so schwer erträglich, dass dort heute bereits ein Fachkräftemangel in sechsstelliger Höhe besteht.
Bisher haben noch viele von den betroffenen Alten CDU/CSU gewählt (über 70-jährige: 43%), weit weniger SPD (25%). Merz zerstört also in seiner neoliberalen Kapitalblindheit seine eigene gesellschaftliche Basis. Seine Lebenswelt hat ihm offenbar lebenslänglich keinen erfahrungsgesättigten Kontakt mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit gestattet. Wie er agiert, das ist keine Strategie, es ist im Sinne des Wortes Schwachsinn. Multipliziert mit Intelligenzmangel. Ist er beratbar? Der Kerl braucht professionelle Hilfe. Aber wo gibt es die?
-
… A……….n?” Wie Brasilien zur Hannover-Messe brüskiert wird – Der Täter läuft Amok
Haben die in Brilon irgendein Problem mit Brasilien? Oder sind dem Bundeskanzler nicht nur einfache völkerrechtliche Denkaufgaben, sondern auch Umgangsformen mit Staatsgästen – egal ob bei Heim- oder Auswärtsspiel – “zu komplex”? Und wenn es doch strategische Absicht sein sollte – welche könnte das sein? Und wie deckt sie sich mit seinem Amtseid (Art. 56 gilt gemäss Art. 64 auch für Mitglieder der Bundesregierung)?
Wie kommichdrauf? Jörg Kronauer/Junge Welt beschreibt die Eröffnung der Hannovermesse mit dem Partnerland Brasilien so: “Mercosur statt Menschelei – Hannover-Messe: Bundeskanzler brüskiert Präsidenten des Gastlands Brasilien. Freihandelsabkommen und Rohstoffhandel im Mittelpunkt”. Um es der Bundesregierung nicht so schmerzhaft zu machen, wohl aber potenziellen Leser*inne*n, lässt die vorgeblich linksradikale Junge Welt diesen Text in wenigen Tagen in einem Paywallarchiv verschwinden.
Auch die in Hannover einsitzende heise-online-Redaktion lässt sich mit Sabotageversuchen nicht lumpen. Andreas Knobloch: “BYD auf „Schwarzer Liste“: Brasiliens oberster Arbeitsinspektor entlassen – Der chinesische Autobauer BYD landet auf einer ‘Liste der Sklavenarbeit’ und erwirkt die Streichung. Ein hoher Beamter verliert daraufhin seinen Job.”
Ich zweifle nicht an der Berechtigung solcher Konzernkritik. Die BYD-Produkte mögen, ähnlich wie bei Aldi, qualitativ und preislich stärker sein als die der Konkurrenz. Die Produktionsverhältnisse sind es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht, im Gegenteil. Bemerkenswert an dieser Heise-Meldung ist weniger ihr Inhalt, als ihr Timing. Wer mag das wohl durchgestochen haben? Und warum jetzt?
Wie es in modernen Konzernen zugeht, auch dazu ist kurzzeitig Lesenswertes in der Jungen Welt zu finden. Hermann Bueren: “Agile Ausbeutung – Neoliberale Menschenführung in Zeiten von Krise und Unsicherheit. Über »Empowerment«, »Mindsets« und die »VUCA-Welt«”. Wird ebenfalls in Kürze verschwinden.
Herr wirf Hirn auf Medien!
Merz’ Amoklauf gegen die bürgerliche Demokratie
Wenn es nur das wäre, das verdient jeden Widerstand, war aber von diesem Kerl und seinen Leuten nicht anders zu erwarten:
Markus Reuter/netzpolitik: “‘Bundesregierung bedient sich bewährter Instrumente autoritärer Politik’ – Die Bundesregierung geht gegen zivilgesellschaftliche Organisationen vor, streicht Gelder und lässt Akteure durch den Verfassungsschutz überprüfen. Diese und andere Freiheitseinschränkungen sowie den Ausbau der Überwachung in Deutschland kritisiert der weltweite Menschenrechtsbericht von Amnesty International.”
Dramatischer ist, was diese Bande zur Rente und zur Pflege vorhat. Denn Stefan Reinecke/taz irrt, wenn er das als Angriff auf die SPD-Basis deutet. Da ist nicht mehr viel. Es ist das Sägen am eigenen Ast.
Seit dem 1. April gibt es keine Meinungsumfrage mehr, die die CDU noch vor der neofaschistischen AfD sieht. Seit Jahren bestätigt sich, dass Merz’ einstige Ankündigung, die rechtsextremistische Konkurrenz zu “halbieren”, ja, was war? Es wäre ja schön, wenn der Kerl die Intelligenz besessen hätte, das bewusst zu lügen. In Wahrheit ist er zu blöd, er glaubte das wirklich. Er zerstört die letzte noch funktionierende Altpartei der BRD, die einst ewigregierende CDU/CSU. Und niemand ist bei denen zu sehen, die*der auch nur wenigstens versucht, ihn daran zu hindern. Seinem Verehrer im Bonner Stadthaus laufen die eigenen Leute bereits rudelweise weg (GA hinter Paywall). Widerstand ist was Anderes.
Merz will die Axt an Rente und Pflege setzen. Die gesetzliche Rente reicht schon heute nicht. Meine persönliche z.B. langt nur, weil mir meine Wohnung gehört. Andernfalls wäre ich altersarm, mit einer Durchschnittsrente. Das will Merz verschlechtern.
Der heute schon grassierende Pflegeskandal sieht so aus, dass ausser Supervermögenden – Betroffene und ihre Familie zusammengerechnet – sich niemand mehr einen stationären Pflegeplatz leisten kann. Also bleibt die Belastung bei den Angehörigen der Pflegebedürftigen hängen – für alle Beteiligten eine schwere physische und psychische Anstrengung, eine Qual. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen für professionelle Pflegekräfte so schwer erträglich, dass dort heute bereits ein Fachkräftemangel in sechsstelliger Höhe besteht.
Bisher haben noch viele von den betroffenen Alten CDU/CSU gewählt (über 70-jährige: 43%), weit weniger SPD (25%). Merz zerstört also in seiner neoliberalen Kapitalblindheit seine eigene gesellschaftliche Basis. Seine Lebenswelt hat ihm offenbar lebenslänglich keinen erfahrungsgesättigten Kontakt mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit gestattet. Wie er agiert, das ist keine Strategie, es ist im Sinne des Wortes Schwachsinn. Multipliziert mit Intelligenzmangel. Ist er beratbar? Der Kerl braucht professionelle Hilfe. Aber wo gibt es die?
-
Zwei aktuelle Verschwörungen
Wenn ich einen Begriff heute besonders hasse, dann ist es “totschweigen/totgeschwiegen”. Ich war selbst in den 70er Jahren mitten im Auge so eines “Totschweige”-Sturms. Er funktionierte aber nur in der West-BRD. Weltweit scheiterte er für die Bundesregierung geradezu katastrophal, dokumentiert durch Beschlüsse der UN-Generalversammlung. Heute wäre das so nicht mehr möglich, und das ist gut so. Fragen Sie das iranische Mullahregime, die Chinesische Kommunistische Partei, Donald Trump oder Benjamin Netanyahu, wie kompliziert das heute ist.
Eine Verschwörung hat uns eben Küppi vorgesetzt. Und er hats ja auch nur gelesen. Ebenso wie gestern Jörg Kronauer/Junge Welt: “Grönland: Investoren schon da – Neue Berichte über Einfluss von US-Milliardären auf Donald Trumps Annexionspläne. Es geht um Ressourcen und eine Menge Geld”. Seine Erkenntnisse wird die vorgeblich “linksradikale” Junge Welt in einigen Tagen in ihrem Paywallarchiv beerdigen. Küppi bleibt uns dagegen hoffentlich erhalten.
Gelesen haben die beiden neben US-Medien, die sich das noch trauen, auch in der dänischen Politiken, von der es auch eine englischsprachige Version gibt. Doch Achtung, auch dort wird mit Bezahlmauern gearbeitet.
Totschweigen ist jedenfalls was Anderes und vorzugsweise eine Ausrede von Leuten, die zu ideenlos und denkfaul sind. Ausgenommen allenfalls solche, die unter real existierendem Faschismus Widerstand organisieren müssen. Aber auch ihnen kann längst und seit vielen Jahrzehnten wirkungsvoll aus dem Ausland geholfen werden. Es bedarf dafür freilich grosser Resilienz und mindestens mittelmässiger Intelligenz. Nicht alle schaffen das.
Die deutschen faschistischen Mörderbanden
Das ist die spezifisch deutsche Blamage. Die Mörderbanden und das menschenfeindliche Weltbild gab es schon lange vor der AfD. Es war nie weg, bekommt aber jetzt eine wirkungsvolle parlamentarische und medienmächtige Artikulation.
Die darf sich ermuntert und gestärkt fühlen durch die staatlichen Behörden, die hierzulande für Sicherheit und Rechtsstaat zuständig sind. Sie machen ihren Job nicht. Und das wiederum ist so gewöhnlich und unspektakulär, dass sich kaum noch ein relevantes Medium dafür interessieren mag.
Ausser Thomas Moser/overton. Der setzt sich immer noch in einen Prozess, in dem die Bundesanwaltschaft ihre Personalressourcen schon um ein Drittel verringert hat: “Der NSU-Eminger-Prozess: Kommt der V-Mann Marschner ins Spiel? – Die Anklage der Bundesanwaltschaft erodiert in der Hauptverhandlung vor dem OLG Dresden zusehends. Jetzt kam überraschend die Figur Ralf Marschner zur Sprache.”
Ich habe selbst ein distanziertes Verhältnis zu diesem Medium, in dem seinen selbstgemachten Leser*innen-Umfragen zufolge BSW- als auch AfD-Sympathisant*inn*en recht zahlreich zusammenkommen. Und wie sozialkompatibel der Kollege Thomas Moser zu kollektivem redaktionellem Arbeiten in der Lage ist, weiss ich nicht, weil ich ihn nicht persönlich kenne. Aber kein grosses oder kleines Medium ist daran gehindert, seine Arbeit besser zu machen, als er es tut. Sie tuns aber nicht. Das ist zum Schämen.
-
Zwei aktuelle Verschwörungen
Wenn ich einen Begriff heute besonders hasse, dann ist es “totschweigen/totgeschwiegen”. Ich war selbst in den 70er Jahren mitten im Auge so eines “Totschweige”-Sturms. Er funktionierte aber nur in der West-BRD. Weltweit scheiterte er für die Bundesregierung geradezu katastrophal, dokumentiert durch Beschlüsse der UN-Generalversammlung. Heute wäre das so nicht mehr möglich, und das ist gut so. Fragen Sie das iranische Mullahregime, die Chinesische Kommunistische Partei, Donald Trump oder Benjamin Netanyahu, wie kompliziert das heute ist.
Eine Verschwörung hat uns eben Küppi vorgesetzt. Und er hats ja auch nur gelesen. Ebenso wie gestern Jörg Kronauer/Junge Welt: “Grönland: Investoren schon da – Neue Berichte über Einfluss von US-Milliardären auf Donald Trumps Annexionspläne. Es geht um Ressourcen und eine Menge Geld”. Seine Erkenntnisse wird die vorgeblich “linksradikale” Junge Welt in einigen Tagen in ihrem Paywallarchiv beerdigen. Küppi bleibt uns dagegen hoffentlich erhalten.
Gelesen haben die beiden neben US-Medien, die sich das noch trauen, auch in der dänischen Politiken, von der es auch eine englischsprachige Version gibt. Doch Achtung, auch dort wird mit Bezahlmauern gearbeitet.
Totschweigen ist jedenfalls was Anderes und vorzugsweise eine Ausrede von Leuten, die zu ideenlos und denkfaul sind. Ausgenommen allenfalls solche, die unter real existierendem Faschismus Widerstand organisieren müssen. Aber auch ihnen kann längst und seit vielen Jahrzehnten wirkungsvoll aus dem Ausland geholfen werden. Es bedarf dafür freilich grosser Resilienz und mindestens mittelmässiger Intelligenz. Nicht alle schaffen das.
Die deutschen faschistischen Mörderbanden
Das ist die spezifisch deutsche Blamage. Die Mörderbanden und das menschenfeindliche Weltbild gab es schon lange vor der AfD. Es war nie weg, bekommt aber jetzt eine wirkungsvolle parlamentarische und medienmächtige Artikulation.
Die darf sich ermuntert und gestärkt fühlen durch die staatlichen Behörden, die hierzulande für Sicherheit und Rechtsstaat zuständig sind. Sie machen ihren Job nicht. Und das wiederum ist so gewöhnlich und unspektakulär, dass sich kaum noch ein relevantes Medium dafür interessieren mag.
Ausser Thomas Moser/overton. Der setzt sich immer noch in einen Prozess, in dem die Bundesanwaltschaft ihre Personalressourcen schon um ein Drittel verringert hat: “Der NSU-Eminger-Prozess: Kommt der V-Mann Marschner ins Spiel? – Die Anklage der Bundesanwaltschaft erodiert in der Hauptverhandlung vor dem OLG Dresden zusehends. Jetzt kam überraschend die Figur Ralf Marschner zur Sprache.”
Ich habe selbst ein distanziertes Verhältnis zu diesem Medium, in dem seinen selbstgemachten Leser*innen-Umfragen zufolge BSW- als auch AfD-Sympathisant*inn*en recht zahlreich zusammenkommen. Und wie sozialkompatibel der Kollege Thomas Moser zu kollektivem redaktionellem Arbeiten in der Lage ist, weiss ich nicht, weil ich ihn nicht persönlich kenne. Aber kein grosses oder kleines Medium ist daran gehindert, seine Arbeit besser zu machen, als er es tut. Sie tuns aber nicht. Das ist zum Schämen.
-
#JörgKronauer : Der Aufmarsch – Vorgeschichte zum Krieg. #Russland, #China und der Westen.
Das kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges erschienene Buch kristallisiert detailliert die Konfliktlage und die Konfliktgeschichte [...]