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#friedrichkuppersbusch — Public Fediverse posts

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  1. Endgegner – Trotz WM (II)

    “Immer öfter begegnen inzwischen auch wir unserem Endgegner: uns selbst”

    mit Update vormittags

    So sprach Friedrich Küppersbusch richtiger, als uns und ihm lieb sein kann, in der heute-show (ab Minute 10) kurz vor der WM. Zum gleichen Befund kommen

    Klaus Raab/MDR-Altpapier: “Schadet KI dem Journalismus, Krake Paul? – Welcher Umgang mit KI-Tools ist für Journalisten richtig? Die Diskussion ist von großen Thesen und vielen Unsicherheiten geprägt – und läuft auf eine unangenehme Frage zu: Schadet sich der Journalismus mehr, wenn er keine KI benutzt? Oder wenn er es doch tut?”

    und

    Matthias Dell (kluger Mann!)/DLF: “Bari Weiss und der Niedergang von CBS” (Audio 4 min.) mit allzu passenden Bezügen zur deutschen Medienlandschaft

    sowie:

    Christian Bartels/telepolis: “152 Millionen für WM: Warum ARD und ZDF ihre Nachrichten kürzen – Für die WM-Rechte zahlen ARD und ZDF Millionen. Doch in den Spielpausen schrumpfen die Hauptnachrichten auf ein Minimum”. Derselbe Autor hatte hier schon die Selbstabschaffung der deutschen Medienpolitik beschrieben.

    Einige Nummern kleiner: die Bonner Brücken und ihre Medien

    Dass die derzeit gesperrte Bonner Nordbrücke baufällig ist, das weiss Wikipedia schon seit 5-10 Jahren. Seit dem Streit um den sog. “Tausendfüssler”, der sich auf der falschen Rheinseite unmittelbar an die Brücke anschliesst, und noch maroder ist als die, ist das Thema allen bekannt, die sich geringfügig damit beschäftigt haben. Und jetzt, nachdem das “Kind im Brunnen” ist, surfen GA und WDR als Lokalmedien genussvoll und wochenlang auf der Welle. Nach dem Motto: zu dem Thema ist alles gesagt, aber noch nicht von Allen.

    Medien, die das Thema, sagen wir nur mal so als Beispiel, vor 2 Jahren aufgegriffen und selbst gesetzt hätten, die wären ernstgenommen worden. Aber das wollen die ja vielleicht garnicht. Die sog. Zeitung “Bild” wird ja auch von ihren Leser*inne*n nicht zum Informieren genommen, sondern zum Unterhalten – und zum Fisch einpacken.

    Ist die Partei “Die Linke” auch selbst ihr Endgegner?

    Dieser Verdacht wird mir von dieser bemühten Verteidigungsschrift für ihren Parteivorstand nahegelegt:

    Lauren Balhorn/Jacobin: “Die Hoffnung organisieren – und dann? – Vor dem Bundesparteitag der Linken regt sich Widerstand gegen die Parteiführung. Dabei hat diese die Partei vor zwei Jahren vor dem Aus gerettet. Haben die Unzufriedenen neue Konzepte, oder wollen sie einfach nicht zu viel Veränderung?”Die Hoffnung organisieren – und dann?”

    Besonders gern zerlegen sich Organisationen der Linken an Fragen, die ihnen aus der Gesellschaft niemand stellt.

    Regierungsbeteiligung Ja oder Nein?

    Nichts könnte weiter weg sein. Näher läge die Frage nach den Beziehungen zur niedergehenden SPD. Soll sie durch eine zu verabredende stategische Arbeitsteilung gerettet werden? Oder aufgesogen? Oder soll ein realistischer Kooperationsprozess mit offenem Ausgang gestartet werden? Eine Option am Ende eines solchen Prozesses könnte sein, aus zwei mittel- bis sehr schwachen Parteien eine mittelstarke zu machen. Das muss nicht so kommen. Kann aber.

    Klar bietet die gegenwärtige SPD-Führung dafür keine Andockpunkte. Dann müssen die eben an anderen Stellen identifiziert werden. Wichtig wäre, überhaupt mit gegenseitiger Kommunikation zu beginnen, die sich eines Tages zu regelrechtem Diskurs weiterentwickeln könnte und sollte. Und wer weiss, wer dann SPD-Führung ist? Dialektik ist der Trick.

    Abgeordnetenspenden symbolistisch aufgeladen und im Machtkampf instrumentalisiert

    Ein klassischer Fall von alle haben Recht. Selbstverständlich wäre es ein Optimum von Glaubwürdigkeit, wenn Abgeordnete für ein Facharbeitergehalt ihre Arbeit machen. Ebenso klar ist, dass eine Partei das gegenüber gewählten Parlamentsmitgliedern nicht durchsetzen kann – das wäre in der Tat verfassungswidrig.

    Der Landtagsabgeordnete und zeitweilige Fraktionsvorsitzende, für den ich 10 Jahre (gerne bis sehr gerne) gearbeitet habe, hat sein Spendenverhalten verfassungsgemäss selbst bestimmt. Daraufhin misslang ihm eine zweite Wiederwahl auf die Reserveliste seiner Partei. Alles daran war rechtmässig. Was daran politisch klug und weniger klug war – darüber gingen und gehen die Meinungen weit auseinander, ganz wie es Art. 5 GG (Meinungsfreiheit) vorsieht.

    An dieser Frage eine ganze Oppositionspartei zu zerlegen, wäre die grösste anzunehmende Dummheit.

    Politische Bildung der Neumitgliedermassen

    Das wäre in der Tat eine der zentralen Aufgaben, eine klassische Führungsaufgabe, das zu organisieren. Exakt dafür wurden von den Verfassungsmüttern und -vätern einst die parteinahen Stiftungen und ihre massive finanzielle Privilegierung ausgedacht. In diesem Fall geht es also um die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

    Hier wäre auch der richtige Ort, an einem autonomen linken Medien-Ökosystem zu arbeiten. Und zu bauen. Die Linke hat hier einen Kompetenzvorsprung vor den Andern, weil ihre Mitgliederstruktur sich stark verjüngt hat. Als Ingredienz hinzugefügt werden müsste eine konsistente Strategie. Die kann ich bisher nicht erkennen. Aber das kann auch an mir liegen.

    Ein erster Schritt wäre, wenn der Autor Balhorn in seinem digitalen Medium Links zu den Texten gesetzt hätte, die er kritisiert, damit wir Leser*innen eine Chance bekämen, seine Gedankengänge nachzuvollziehen – oder fundiert zu kritisieren. Kleines digitales Einmaleins.

    Wenn wir uns nun zum Abschluss mal dieses Wohnungsbauprojekt in Köln anschauen, in direkter Nachbarschaft des Deutschlandfunks, der für seine Mitarbeiter*innen wohl die Honorare verdoppeln müsste, dass sie sich diese Wohnungen leisten können, dann identifizieren wir hier die Klassenfrage unserer Zeit. Die seit vielen Jahren darauf wartet, dass die Linke – gemeint als gesellschaftlicher Sektor, und nicht nur eine einzelne Partei – sie erkennt und gesellschaftlich wirksame Bündnisse gegen diesen real existierenden Skandal des Kapitalismus organisiert.

    Diese Kölner Preise hochgerechnet – mal abgesehen davon, wie scheisse das aussieht – von der Lage weit weg von funktionierenden Veedels-Strukturen, könnte ich für meine Wohnung in Beuel mehr Miete kassieren, als ich an drei zusammengerechneten Renten erhalte. That may be the economy, stupid! Aber es funktioniert nicht mehr – es ist pervers, und wird wenn nicht ex-, dann implodieren. In Kürze!

    Update vormittags

    Mann kann das hier Ausgeführte natürlich auch so ausdrücken:

    Ambros Waibel/taz: “KI und Journalismus: Selbst schuld – Künstliche Intelligenz trifft den Journalismus wie das E-Auto den Verbrenner. Nur: Ein Tankrabatt wird nicht ausreichen, um die Branche zu retten.”

  2. Affenscheisse

    “Immer öfter begegnen inzwischen auch wir unserem Endgegner: uns selbst”

    So sprach Friedrich Küppersbusch bei schönstem Sommerabendwetter vor 2,8 Mio. Zuschauer*inne*n als “Irgendwer mit Medien” in der “heute-show” (ab Minute 10); eine der stärkeren Ausgaben dieses nicht immer erträglichen Satireformats. Leute vom Fach stellten tags darauf die These auf, der gute Mann denke nicht nur zu schnell, er spreche auch so. Da sind Mediathek-Zuschauer*innen im Vorteil: mit 0,75 Geschwindigkeit klappts auch für die Älteren.

    Und wenn Sie nun rätseln, was er damit gemeint haben könnte, dann hilft Ihnen René Martens/MDR-Altpapier weiter:

    “Bizarre Journalisten entsorgen ihren Beruf – Die Berichterstattung nach dem Ende von Stephen Colberts Show bei CBS wirft die Frage auf: Sind Formulierungen wie ‘Kritiker sagen’ oder ‘Kritiker vermuten’ Ausdruck von Arbeitsverweigerung oder eher einer bewussten Irreführungsstrategie?”

    Dä. Und jetzt Bürger*in: Sie!

    Meine Konsequenz wäre: Armin Wolf, bisweilen werktags 22 h auf 3sat zu sehen, sofort abwerben!

    Überraschung: was Gutes im Medium

    Nach so viel Affenscheisse brauchen Sie Aufmunterung. Meine Empfehlung:

    “The Persian Version” (Video 103 min)

    vom ZDF nachts versenkt, auch in der Mediathek nicht leicht zu finden. Dabei hat dieser US-Film von 2023 seinerzeit den Publikumspreis des weltberühmten Sundance-Festivals gewonnen. Mit Recht, ich hätte mitgestimmt.

    Und das Beste ist: die Story ist gar nicht erfunden. Die geniale Alleskönnerin Maryam Keshavarz will vieles davon selbst erlebt haben. Ich kann zumindest bestätigen, dass ich viele Erlebnisse und Erzählungen iranischer Freund*inn*e*n in diesem tollen Film wiedererkenne.

    Die starken, schönen Frauen sind in der Lage, den männlichen Heterosexuellen zu betören, obwohl doch – oder weil – viele gar nicht heteronormativ sind und sein wollen 😉 . Bitte schlabbern Sie auch den Abspann mit der Musik von Rostam Batmanglij nicht.

    Ein Gesamtkunstwerk, das die Absurdität der politischen Wirklichkeit brutal erkennbar macht, und uns als ihre Betrachter*in stärkt statt schwächt. Das ist politische Kunst.

  3. Friedrich Küppersbusch begibt sich auf die Spuren von Fritz Lang, dem selbsternannten „Dinosaurier des Films“. Entstanden ist eine atmosphärisch dichte Collage aus eindrucksvollen Bildern und professionellem Voice-over – eine filmische Erinnerung an einen der prägendsten Regisseure der Kinogeschichte.
    Von einem Fritz-Lang-Nerd für alle Filmbegeisterten.
    youtu.be/7zE-9ZFNKMM
    #FritzLang #Dokumentation #Filmklassiker #Metropolis #ClassicCinema #FilmNerd #Dokufilm #FriedrichKüppersbusch

  4. “Wenn wir nicht mehr da sind, wird keiner mehr gerettet”

    Wollen Sie sich Ihr Wochenende verderben? Dann lesen Sie das:

    René Martens/MDR-Altpapier: “Eine alte Frage des Kriegsjournalismus – ‘Die Leute haben keine Ahnung, was mit dem Körper eines Kindes passiert, das bombardiert wird’, sagt ein auf die Behandlung kriegsversehrter Kinder spezialisierter Chirurg in der ARD. Dennoch muss man versuchen, dieses Leid zu vermitteln. Aber wie? Wie berichtet man generell über Krieg, ohne die Opfer zu Objekten zu machen?”

    Auf Montag verschieben, ist auch eine Option. Ignorieren nicht.

    Rechtes Fernsehen

    Das deutsche Fernsehen macht mit bei der rechten Zeitenwende. Wo Sie es finden, sagt Ihnen Friedrich Küppersbusch bei den nicht immer lustigen Pausenclowns der heute-show (ab Minute 30; 3,7 Mio. guckten im linearen ZDF zu).

    Hausaufgabe: lohnt sich seine Verteidigung?

  5. Trümmerfrauen?

    “Der DFB hat 70 Jahre gebraucht, bis er den Frauenfussball offiziell anerkannt hat. Und die Bundesliga hat 63 Jahre gebraucht, bis zum ersten Mal eine Frau als Cheftrainerin auf der Trainerbank in der Männerbundesliga sitzen wird.”

    So startete Arnd Zeigler gestern sein kleines Fachmagazin im WDR-Dritten. Freund Küppi war es vorbehalten, unter Auslassung spielentscheidender Buchstaben, auf Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt) hinzuweisen, die “schon” seit zwei Jahren als Profitrainerin in der Dritten Liga amtiert, und bei Küppis RWE an diesem Wochenende drei Punkte ablieferte (1:4).

    Es ist wie im wahren Leben. Wenn Männer eine Spur der Verwüstung hinterlassen, müssen die Frauen es aufräumen. Ingolstadt ist die Heimat des Seehoferhorst. Muss ich mehr sagen? Bei Union Berlin wurde der allgemein wg. seiner spektakulären Medienauftritte überschätzte Steffen Baumgart – der Verein beim Kölner Dom weiss, was ich meine – aus dem teuren Vertrag entlassen. Frauen, das ist Allgemeinwissen, arbeiten billiger.

    Während also diese klitzekleine Revolution in den deutschen Profifussball (der Herren) einzieht, spielt sich auf den grossen Tribünen der Branche etwas Anderes ab. Am deutlichsten abgebildet im grössten Stadion Europas. Das steht in der Westfalenmetropole Dortmund und heisst auch so. Dort gibt es die grösste Stehtribüne Europas, “die Süd”. Die ist nicht selten auch eine fussballerische Macht, als “12. Mann”. Und bei aller Kritik am Spiel ihres Teams, unterhalten von der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, stehen sie hinter ihm. Sie wollen gewinnen. Und tun es fast immer. Ausser gegen den noch grösseren Konzern aus dem süddeutschen Raum.

    Aber es sieht fast immer nicht mehr gut aus. Unter ihrem derzeitigen Trainer Niko Kovac spielen sie “Kovac-Fussball”. Unter Fans, die den Fussball lieben, ist das ein Schimpfwort geworden. Denn die Mehrheit der Fans wollen nicht selbst mitkämpfen, sondern unterhalten werden. Fussball ist zwar einerseits ein “Ergebnissport”. Die “GmbHs & Co. KGaAs” wollen Kohle machen, an der Börse und in ihrer Konzernbilanz. Aber Fussball ist auch Entertainment, zu deutsch: Unterhaltung. Die Mehrheit auf den teuren Plätzen, Sitztribünen und Wohnlandschaften mit Flatscreen, will Schönes sehen, nicht Hässliches.

    Niemand hatte das besser verstanden, als Luis César Menotti. Der wurde nicht nur Weltmeistertrainer (1978), er verfügte auch über eine materialistische Analyse von Gesellschaft und Business. Die ist heute fast ausgestorben. Und okkupiert vom Klassenfeind, von Figuren wie Gianni Infantino bis hin zu Merz-Spezi Hans-Joachim Watzke.

    Diese Oligarchen stehlen den Fussball. Sie machen ihn zum Instrument von Politik und Medien. Nirgendwo wird weltweit mehr zugeguckt, als bei WM und Champions League. Das ist eine Macht, gegen die mann jede Polit-“Talkshow” vergessen kann. “Der mächtigste Mann der Welt” will sich mit seiner gekauften WM im Juni/Juli selbst aus dem Kriegs- und Bombardementsumpf ziehen. Möge er scheitern!

    Sie kennen nur noch Milliardenumsätze und Investoren. Teamgeist, Solidarität, Emanzipation sind ihnen unbekannt. Sie kriechen den grössten Verbrechern des Planeten in den Hintern, in dem Glauben, dass sie dabei selbst immer grösser werden. Ein fundamentaler Irrtum. Sie machen sich zu kriminellen Deppen. Und es sind die Fans auf den billigsten Plätzen, die das schon lange wissen.

    In ihrer grössten Krise rufen sie nun kompetente Frauen um Hilfe. Es muss also schlimm um sie stehen.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  6. Lichtblick?

    Freund Küppi kommentiert heute die Debatte um digitale Gewalt so: “Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche? – ‘Gewaltschutzgesetz’ interessiert niemand. – Und was wird besser in dieser? – ‘Gewaltschutzgesetz’ trotzdem fast fertig. – Was haben Sie Ende der vergangenen Woche über digitale Gewalt gelernt? – Zu viel. Das wollte niemand und muss doch jeder wissen. Derzeit liegt die allerdings opulente Schilderung einer Konfliktpartei vor; und die Wucht der digitalen Bemeinung und Verurteilung schreit nicht danach, noch mehr draufzusoßen an Gratismut.” Da schliesse ich mich an. Meredith Haaf bemeint in einem der wenigen paywallfreien SZ-Texte trotzdem.

    Und ihre Feststellungen sind so wenig falsch, wie die von Küppi. “Es ist einfach zu viel gewesen. Seit Monaten die tägliche Lektüre zum patriarchalen Missbrauchsapparat von Jeffrey Epstein; der Fall Pelicot, der P.-Diddy-Prozess; die laut BKA steigende Zunahme häuslicher und sexueller Gewalt; die Existenz der widerwärtigen, frauenfeindlichen Musk-KI Grok und die offenbar stramme Nachfrage nach Programmen, um vor allem Frauen und Kinder virtuell zu entkleiden. Und dann wäre da noch eine solide Femizid-Rate, gegen die sich offenbar so gar nichts ausrichten lässt.”

    Und

    “Jede vierte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal im Leben Gewalt durch den (Ex-)Partner. Millionen pornografische Deepfakes von privaten und prominenten Menschen, von ganz jung bis alt geistern im Netz. Man darf glauben, dass Frauen es ernst meinen, wenn sie jetzt zueinander oder auf Social Media sagen: ‘Es fühlt sich an, als würden Männer Krieg gegen uns führen.’ Man muss verstehen, dass hier jenseits aktueller Nachrichtenstorys Vertrauen massiv erodiert, und damit das Wichtigste, das Beziehungen und Gesellschaft zusammenhält.”

    Hier würde ich lediglich einwenden, dass diese Gesellschaft schon sehr lange von einer Art Nichts nicht mehr zusammengehalten wird. Real existierender Kapitalismus. Denn in Haafs Zwischenüberschruft heisst es ebenfalls sehr richtig: “Vor maßlosem Willen zur Macht schützt kein Gesetz und keine Polizei”. So ist es. Darum kann ich ihr – weil ich über das Politbusiness “zu viel” weiss, misstrauisch geworden in diesem Satz nicht ganz folgen, auch wenn ich den Gedanken dahinter nachvollziehen kann: “Es ist ein Lichtblick, dass keine vier Tage zwischen dem Beginn der Debatte und der ersten Demonstration gegen sexualisierte Gewalt und für gesetzlichen Schutz gegen Deepfakes vergangen sind.” Nein, das ist – für mich – eher beunruhigend. Weil sie letztendlich mit ihrem Schlusssatz wieder Recht hat: “Doch vor dem maßlosen Willen zur Macht, dem sich Frauen durch Männer immer wieder ausgesetzt sehen, schützt kein Gesetz und keine Polizei. Der muss weg, wenn Frauen wirklich frei sein sollen.”

    Von diesem “maßlosen Willen zur Macht”, das weiss spätestens seit “Epstein” die ganze Welt, die Sphäre der Politik bestimmt und regiert wird, wie die der Medien, die sich derzeit an dieser Story delektieren. Frau Haaf möge sich nur mal in ihrer Redaktion und ihrem Verlag umsehen (was sie mit Sicherheit längst getan hat).

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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  7. Die Uefa hat er schon

    Die Eiertänze werden immer peinlicher: Darum wird es keinen WM-Boykott geben

    Wenn es nicht so ernst wäre, müssten wir sie auslachen. Ja, vielleicht tun wirs trotzdem. Deutschlands Fussballoligarchen und ihre eingebetteten Medien versuchen sich aus dem Schwitzkasten “WM-Boykott-Diskussion” herauszuwinden. Und was da zu sehen ist, sieht nicht gut aus. Ich bin der Letzte, der in dieser Frage Fatalismus verbreiten will. Aber materialistischen Realismus.

    Gestern absolvierte die Champions League der Uefa ihren letzten Spieltag in ihrer Liga-Phase. Bis zur WM folgen nun nur noch KO-Spielrunden. Die Aufregung wird von den eingebetteten Medien hochgejazzt, denn sie haben nicht wenige Milliarden dafür gezahlt. Damit ist nächste Saison Schluss. Denn dann übernehmen die Trump-Buddys aus dem Ellison-Clan den Laden. Diese verlinkte dpa-Meldung lässt bequemerweise weg, dass denen der Paramount-Konzern gehört, den die Fussballfans (mindestens) vier Jahre abonnieren sollen. Das müssen Sie in dieser 1 1/2 Jahre alten Meldung nachlesen. Es ist 1 1/2 Minuten lange “Recherchearbeit” – furchtbar, aber es geht.

    Diesen Sachverhalt zu erwähnen schaffen die von mir sehr unterschiedlich hochgeschätzten Kollegen Küppersbusch, Suchsland und Ahrens/Spiegel (Paywall) leider nicht. Letzterer verbreitet sogar noch vor der Paywall das neoliberale Ammenmärchen “Die Verantwortung liegt nun bei jedem Einzelnen.” Kein Wunder, dass so ein Schund immer weniger gelesen wird.

    Ich weiss, die meisten Extradienst-Leser*innen bedürfen dieser Nachhilfe nicht. Aber sagen Sie es bitte in den nächsten Wochehn und Monaten in Ihren Bekanntenkreisen weiter: ein sinnvoller WM-Boykott wäre ein geschlossenes europäisches Vorgehen. Dazu sind aber weder EU noch Uefa – selbstverschuldet! – in der Lage. Die EU ist bereits von Trump-Fans unterhöhlt. Und die Uefa ist mindestens so korrupt und gierig wie die in Trumps Arsch kriechende Fifa. Und selbst wenn deutsche Fussballfunktionäre Gutmenschen – Einzelne (Göttlich, Rettig, Sasic – Sozis würden sogar Neuendorf dazu zählen) sind es – wären: für eine strategisch durchdachte Aussen- und Bündnispolitik sind sie zu dumm. Wie unsere Bundesregierung. Nur zur Erinnerung: wer hat sich 2008-2018 vom Trump-Propagandisten Rupert Murdoch aushalten lassen? Die Deutsche Fussball-Liga (DFL), inklusive ihrer Mitglieder FC St. Pauli, SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach. Seit 2018 sind sie beim deutschen Mohn-Clan (Bertelsmann) und ihm hier. Murdoch war die Ware zu teuer geworden.

    Dafür irgendeinen “Einzelnen” verantwortlich zu machen, in einem Medium, das selbst eingebettet agiert – ist das frech? Ist das doof? Ist das Verdummung? Die “Einzelnen” hatten bereits die #boycottqatar-WM22-Einschaltquoten hierzulande heruntergedimmt, wie es diese Zwergstaatsrepublik zuvor noch nie zustandegebracht hatte. Die Fans zeigen Leistung – im Stadion, auf der Strasse, in der Zivilgesellschaft und zuhause bei ausgeschalteteter ARD/ZDF-Glotze. Wer immer weniger Leistung zeigt, sind die, die fürs Medienmachen Geld bekommen. So schlecht, wie die deutschen Fussballer (der Herren).

    PS: Und gucken Sie mal hier, was Köln auch ganz ohne WM schafft. Wow, det jiddet nur, nur, nur in Kölle om Rhing! Bei meiner Borussia haben sie einen kompletten “Hauptbahnhof” neu gebaut. Von dort fahren die Shuttle-Busse zum bildschönen Borussiapark. Mann gönnt sich ja sonst nichts. Was tun “wir” nicht alles für Millionäre und Milliardäre?

  8. Nur Theorien?

    Zwei aktuelle Verschwörungen

    Wenn ich einen Begriff heute besonders hasse, dann ist es “totschweigen/totgeschwiegen”. Ich war selbst in den 70er Jahren mitten im Auge so eines “Totschweige”-Sturms. Er funktionierte aber nur in der West-BRD. Weltweit scheiterte er für die Bundesregierung geradezu katastrophal, dokumentiert durch Beschlüsse der UN-Generalversammlung. Heute wäre das so nicht mehr möglich, und das ist gut so. Fragen Sie das iranische Mullahregime, die Chinesische Kommunistische Partei, Donald Trump oder Benjamin Netanyahu, wie kompliziert das heute ist.

    Eine Verschwörung hat uns eben Küppi vorgesetzt. Und er hats ja auch nur gelesen. Ebenso wie gestern Jörg Kronauer/Junge Welt: “Grönland: Investoren schon da – Neue Berichte über Einfluss von US-Milliardären auf Donald Trumps Annexionspläne. Es geht um Ressourcen und eine Menge Geld”. Seine Erkenntnisse wird die vorgeblich “linksradikale” Junge Welt in einigen Tagen in ihrem Paywallarchiv beerdigen. Küppi bleibt uns dagegen hoffentlich erhalten.

    Gelesen haben die beiden neben US-Medien, die sich das noch trauen, auch in der dänischen Politiken, von der es auch eine englischsprachige Version gibt. Doch Achtung, auch dort wird mit Bezahlmauern gearbeitet.

    Totschweigen ist jedenfalls was Anderes und vorzugsweise eine Ausrede von Leuten, die zu ideenlos und denkfaul sind. Ausgenommen allenfalls solche, die unter real existierendem Faschismus Widerstand organisieren müssen. Aber auch ihnen kann längst und seit vielen Jahrzehnten wirkungsvoll aus dem Ausland geholfen werden. Es bedarf dafür freilich grosser Resilienz und mindestens mittelmässiger Intelligenz. Nicht alle schaffen das.

    Die deutschen faschistischen Mörderbanden

    Das ist die spezifisch deutsche Blamage. Die Mörderbanden und das menschenfeindliche Weltbild gab es schon lange vor der AfD. Es war nie weg, bekommt aber jetzt eine wirkungsvolle parlamentarische und medienmächtige Artikulation.

    Die darf sich ermuntert und gestärkt fühlen durch die staatlichen Behörden, die hierzulande für Sicherheit und Rechtsstaat zuständig sind. Sie machen ihren Job nicht. Und das wiederum ist so gewöhnlich und unspektakulär, dass sich kaum noch ein relevantes Medium dafür interessieren mag.

    Ausser Thomas Moser/overton. Der setzt sich immer noch in einen Prozess, in dem die Bundesanwaltschaft ihre Personalressourcen schon um ein Drittel verringert hat: “Der NSU-Eminger-Prozess: Kommt der V-Mann Marschner ins Spiel? – Die Anklage der Bundesanwaltschaft erodiert in der Hauptverhandlung vor dem OLG Dresden zusehends. Jetzt kam überraschend die Figur Ralf Marschner zur Sprache.”

    Ich habe selbst ein distanziertes Verhältnis zu diesem Medium, in dem seinen selbstgemachten Leser*innen-Umfragen zufolge BSW- als auch AfD-Sympathisant*inn*en recht zahlreich zusammenkommen. Und wie sozialkompatibel der Kollege Thomas Moser zu kollektivem redaktionellem Arbeiten in der Lage ist, weiss ich nicht, weil ich ihn nicht persönlich kenne. Aber kein grosses oder kleines Medium ist daran gehindert, seine Arbeit besser zu machen, als er es tut. Sie tuns aber nicht. Das ist zum Schämen.

  9. Bardot & Merkel

    Die Perlen des Vormittags finden Sie heute alle in der digitalen taz. Zunächst zu Madame Bardot. Eine Zeitgenossin der hier schon von mir gewürdigten Frau Knef – öffentliche Frauen der 60er Jahre, die, so viel ist sicher, weit weniger revolutionär – eher spiessiger – waren, als der Medientrash später aus diesem Jahrzehnt gemacht hat. Diese Damen haben, ob bewusst oder unbewusst, dagegen gekämpft und darunter gelitten. Und das macht ihre historische Relevanz aus.

    Zu Madame Bardot fährt die taz ihre Besten auf, und nicht zufällig gehören sie dort zu den Alten. Doch bevor Sie zu viel Zeit mit Lektüre verschwenden, schauen Sie, wenn Sie wirklich Bardot-interessiert sind, lieber heute noch schnell Godards Le Mépris (“Die Verachtung”) – nur heute verfügbar – bei Arte weg: das authentische Filmdenkmal für diese Dame.

    Was darüber hinaus zu ihr zu sagen ist, das liefern Jenni Zylka und Georg Seesslen. Besser gehts nicht.

    Küppi/Merkel-Koalition

    Das war heute mein persönlicher Vormittagshöhepunkt. Und ich habe dem Mann auch schon persönlich dafür gedankt. Weil das in diesem Jahr für mich eine Montagmorgen-Regel war. Heute, bzw. gestern, befragten ihn gleich vier Redakteurinnen – wie findet das denn die Sabine?

    Auf die Frage “Saskia Esken ging, Bärbel Bas kam. Bullshit?” antwortet er mit … Merkel: “Feminismus, aber auf meine Art“. Und Küppi im Original: “In einer Merkel-Welt wären beide vorne bei den Sozis, doch dies Universum liegt aktuell außerhalb der Bundesregierung.”

    Grosses Kolumnen-Kino. Respekt und Kompliment! Und: danke!

    “Und was macht der RWE?” hatte er dieses Mal von mir. Als steuerpflichtiger Rentner ziehe ich es seit Jahren vor, unentgeltlich zu arbeiten, die taz-Honorare lohnen es auch nicht … 😉

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  10. Hyperreaktive

    Und ein aktuelles Gegenmittel

    Freund Küppi, der sich in seiner heutigen taz-Kolumne vergeblich Trump-Truppen gegen das 1:6 unseres RWE erhofft (ich fürchte, die haben im Borussia-Park mitgespielt), beginnt, wie immer treffend, so: “Was war schlecht vergangene ­Woche? – Gaza wird planiert. – Und was wird besser in dieser? – Man kann es sehen.” Dä. Wenn ich im Medienbetrieb etwas hasse, dann sind es die von Klaus Raab/MDR-Altpapier identifizierten “Hyperreaktiven”. Sie weisen den direkten Weg zur Volksverdummung (und, ganz nebenbei, auch zum – realen – Antisemitismus).

    Das Gegenmittel gab es gestern im Deutschlandfunk, während in NRW alle auf die ersten Stichwahlergebnisse warteten. Der erfahrene Auslandskorrespondent Martin Gerner sprach mit Extradienst-Gastautorin Charlotte Wiedemann. Und diese 24 Minuten lohnen sich auch 24 Stunden später noch: “Krieg in Gaza: Autorin Wiedemann fordert Neuanfang in der deutschen Nahostpolitik – Ein Austausch über den Nahostkonflikt und die Folgen für die Welt wird immer schwieriger. Autorin Charlotte Wiedemann fordert, ‘eine offene demokratische Debatte über unser Verhältnis zu Israel’ zu führen. Sie findet deutliche Worte.” Für alle, die selbstständiges Denken immer noch nicht abstellen wollen.

    Und für die Hyperreaktiven ein Tipp: fahren Sie nach Hamburg, Fische retten. 90% sind weg, Sauerstoffmangel. Ich fürchte, politisch wird das ganz schön lange dauern … und bezahlbare Wohnungen sind auch alle …

  11. Küppersbusch TV (Kompakt) – 6/2025

    Kein Mensch braucht das. Der Zusammenschnitt des schrecklichsten Junis in unserer jüngsten Erinnerung. Aber da diese Erinnerung bei den Menschen unterschiedlich weit reicht, gibt Küppersbusch uns den ganzen Monat sicherheitshalber trotzdem nochmal auf Auge und Ohren. Sehen/hören müssen Sie das ja doch.

  12. Scobel: „Leichte Überforderung ist besser als permanente Unterforderung“

    So war das wohl gemeint, wenn gefordert wird, Rentner mögen auch über das Rentenalter hinaus einfach weiter arbeiten: Eine lange und sehr lesenswerte Zusammenfassung eines Interviews mit „Mr. 3Sat“ Gerd Scobel von Senta Krasser (DWDL). Die (vielleicht) wichtigste Nachricht über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Un-Ruheständlers: Es geht weiter..!

    dwdl.de/nahaufnahme/102717/lei

  13. Küppersbusch TV (Kompakt) – 5/2025

    Ich habe es schon hier und hier und hier festgehalten und gefordert: Das Kind des WDR gehört zurück in das Programm des WDR. Wie und wo ist mir egal. Denn selbst, wenn es nur eine halbe Stunde im Monat ist, würde das die öffentlich-rechtliche Relevanz des Senders um den Faktor 100% erhöhen, ihm selbst ein regelmäßiges Einkommen verschaffen und mir ermöglichen auf die Mediathek der ARD zu verweisen, statt ständig den amerikanischen Datensauger bedienen zu müssen.

  14. Küppersbusch zur Tagesschau!

    Wenn Sie das nicht schon in der taz gelesen haben, dann eben hier. Lesen müssen Sie das doch. Die Erweiterung des Themas auf das gesamte ARD-Abendprogramm, insbesondere die (fast) täglichen Talkshows ist nämlich richtig!

    taz: Die „Tagesschau“ könnte bald 15 Minuten länger werden. Ist es das, was Deutschland fehlt?

    Küppersbusch: Das alte Problem: Die „Tagesschau“ behandelt in 15 Minuten rund 13 Themen, von denen das Publikum kurz drauf noch ein oder zwei erinnern kann. Das neue Pro­blem: Von vielen Themen haben die Leute in der digitalisierten Welt längst übern Tag gehört und brauchen die Zusammenfassung kaum mehr. Die trotzdem Mörderquote errechnet die ARD aus der Summe aller Ausstrahlungen auch in den Dritten, sonst bröckelte das Denkmal. Im Mutterland der TV-Nachrichten haben sich die Spätausgaben – „BBC Newsnight“, bei uns „heute journal“, „Tagesthemen“ – längst zu Interviewsendungen entwickelt. Das hat die ARD nur viertelherzig gewagt, indem regelmäßig ein „TT“-Gesicht einen Polittalk bekommt: Christiansen, Will, ­Miosga. Ein zeitgemäßes Line-up wäre also: zur gelernten Zeit um 20 Uhr die „Tagesthemen“ mit Meldung, Hintergrund, Analyse und ab 22 Uhr ein straffes Interviewmagazin mit Gästen von der Entscheidungsebene, weniger Meinungs- und Expertenhuberei. Wenn die halbe Stunde um 20 Uhr diese Tür öffnet, kotzt die Konkurrenz zu Recht: Der Schritt ist nämlich richtig.

    Die Woche, von Friedrich Küppersbusch, 18-05.2025

  15. Das Beste von Küppi

    Weil die taz seine Kolumne am frühen Morgen noch nicht online präsentiert hat, hier schon mal ein Appetizer (und es ist nicht über RWE):

    “taz: Lars Klingbeil soll neuer Vizekanzler werden. Kann er ’s? – Küppersbusch: Immerhin hat er den Machtinstinkt, in einer katastrophalen Lage beherzt zuzupacken. Das tat letztmalig Merkel im Zusammenbruch des Systems Kohl. Ich weiß nicht, wen von beiden ich damit beleidigt habe.”

  16. Küppersbusch TV – „Die versteckten Aussagen im Koalitionsvertrag“

    Eigentlich sollte Dr. rer. pol. (lic. oec. HSG) Katrin Vernau, Intendantin des WDR, doch nichts Wichtigeres auf dem Zettel haben, als diesen Dortmunder lebenslänglich auf einen festen Sendeplatz zu verpflichten. Von mir aus auch sonntagnachts um 03:50 Uhr. Ganz egal. Dann könnte ich die Leute jetzt zur ARD-Mediathek statt zu YouTube schicken…

  17. WDR Petition: Buhrow abwickeln und Küppersbusch jetzt!

    Ein Dortmunder Journalist spricht in Köln live 3996 Sekunden lang in eine Kamera. Und was dabei ‚rumkommt, ist mehr als die 540 Zuschauer:innen zu fragen wagten. Es ist, am Ende die Beweisführung, warum Friedrich Küppersbusch Intendant beim WDR werden muss. (Mit Video!)

  18. Warum Angela Merkel endlich zurücktreten muss und Taylor Swift als „Person of the Year“ eine jedenfalls zu frühe Wahl ist. Am Ende zählt eh die Geste.#FriedrichKüppersbusch #Singles #KolumneDieWoche #Kolumnen #Gesellschaft #Serie
    Traditionelle deutsche Tugenden: Grundgesetz lesen schadet nicht
  19. Ein irrlichternder Ex-Verfassungsschützer, Maggie-Würfel mit Patchuliöl und andere gesundheitsgefährdende Substanzen.
    Maaßen, Gras und Maß: Was wohl in den Chats steht?
  20. Menschens Werk und Gottes Sohn vereinen sich aufs heißeste. Zuckerberg als kalifornischer Gegenpapst und Recht vor Gnade.
    Sonne, Sommer, Polizeigewalt: Vor Hitze katholisch geworden
  21. Die Stichwahl in der Türkei zeugt von bipolarer Demokratie, und F16-Jets fliegen bis tief in Russland hinein.
    Warnblink, Auto kaputt, Nato-Fall: Links und rechts gleichzeitig
  22. Grün ist eher ein Gefühl als eine Politik. Und Punk ist nicht erst seit Campinos Frack, sondern schon seit Helmut Schmidt tot.
    Sharon Stone, Streiks und Campino: Die Grünen und die Ratte Sachzwang
  23. Die Union bietet bei der Berlinwahl nur Äh und liegt trotzdem vorn. Und im Mutterland des Klassenkampfes bringt man eine halbe Million auf die Straße.
    Berlinwahl, Klamroth und Großbritannien: Das Herz schlägt noch
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