home.social

#friedrichkuppersbusch — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #friedrichkuppersbusch, aggregated by home.social.

  1. Friedrich Küppersbusch begibt sich auf die Spuren von Fritz Lang, dem selbsternannten „Dinosaurier des Films“. Entstanden ist eine atmosphärisch dichte Collage aus eindrucksvollen Bildern und professionellem Voice-over – eine filmische Erinnerung an einen der prägendsten Regisseure der Kinogeschichte.
    Von einem Fritz-Lang-Nerd für alle Filmbegeisterten.
    youtu.be/7zE-9ZFNKMM
    #FritzLang #Dokumentation #Filmklassiker #Metropolis #ClassicCinema #FilmNerd #Dokufilm #FriedrichKüppersbusch

  2. Trümmerfrauen?

    “Der DFB hat 70 Jahre gebraucht, bis er den Frauenfussball offiziell anerkannt hat. Und die Bundesliga hat 63 Jahre gebraucht, bis zum ersten Mal eine Frau als Cheftrainerin auf der Trainerbank in der Männerbundesliga sitzen wird.”

    So startete Arnd Zeigler gestern sein kleines Fachmagazin im WDR-Dritten. Freund Küppi war es vorbehalten, unter Auslassung spielentscheidender Buchstaben, auf Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt) hinzuweisen, die “schon” seit zwei Jahren als Profitrainerin in der Dritten Liga amtiert, und bei Küppis RWE an diesem Wochenende drei Punkte ablieferte (1:4).

    Es ist wie im wahren Leben. Wenn Männer eine Spur der Verwüstung hinterlassen, müssen die Frauen es aufräumen. Ingolstadt ist die Heimat des Seehoferhorst. Muss ich mehr sagen? Bei Union Berlin wurde der allgemein wg. seiner spektakulären Medienauftritte überschätzte Steffen Baumgart – der Verein beim Kölner Dom weiss, was ich meine – aus dem teuren Vertrag entlassen. Frauen, das ist Allgemeinwissen, arbeiten billiger.

    Während also diese klitzekleine Revolution in den deutschen Profifussball (der Herren) einzieht, spielt sich auf den grossen Tribünen der Branche etwas Anderes ab. Am deutlichsten abgebildet im grössten Stadion Europas. Das steht in der Westfalenmetropole Dortmund und heisst auch so. Dort gibt es die grösste Stehtribüne Europas, “die Süd”. Die ist nicht selten auch eine fussballerische Macht, als “12. Mann”. Und bei aller Kritik am Spiel ihres Teams, unterhalten von der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, stehen sie hinter ihm. Sie wollen gewinnen. Und tun es fast immer. Ausser gegen den noch grösseren Konzern aus dem süddeutschen Raum.

    Aber es sieht fast immer nicht mehr gut aus. Unter ihrem derzeitigen Trainer Niko Kovac spielen sie “Kovac-Fussball”. Unter Fans, die den Fussball lieben, ist das ein Schimpfwort geworden. Denn die Mehrheit der Fans wollen nicht selbst mitkämpfen, sondern unterhalten werden. Fussball ist zwar einerseits ein “Ergebnissport”. Die “GmbHs & Co. KGaAs” wollen Kohle machen, an der Börse und in ihrer Konzernbilanz. Aber Fussball ist auch Entertainment, zu deutsch: Unterhaltung. Die Mehrheit auf den teuren Plätzen, Sitztribünen und Wohnlandschaften mit Flatscreen, will Schönes sehen, nicht Hässliches.

    Niemand hatte das besser verstanden, als Luis César Menotti. Der wurde nicht nur Weltmeistertrainer (1978), er verfügte auch über eine materialistische Analyse von Gesellschaft und Business. Die ist heute fast ausgestorben. Und okkupiert vom Klassenfeind, von Figuren wie Gianni Infantino bis hin zu Merz-Spezi Hans-Joachim Watzke.

    Diese Oligarchen stehlen den Fussball. Sie machen ihn zum Instrument von Politik und Medien. Nirgendwo wird weltweit mehr zugeguckt, als bei WM und Champions League. Das ist eine Macht, gegen die mann jede Polit-“Talkshow” vergessen kann. “Der mächtigste Mann der Welt” will sich mit seiner gekauften WM im Juni/Juli selbst aus dem Kriegs- und Bombardementsumpf ziehen. Möge er scheitern!

    Sie kennen nur noch Milliardenumsätze und Investoren. Teamgeist, Solidarität, Emanzipation sind ihnen unbekannt. Sie kriechen den grössten Verbrechern des Planeten in den Hintern, in dem Glauben, dass sie dabei selbst immer grösser werden. Ein fundamentaler Irrtum. Sie machen sich zu kriminellen Deppen. Und es sind die Fans auf den billigsten Plätzen, die das schon lange wissen.

    In ihrer grössten Krise rufen sie nun kompetente Frauen um Hilfe. Es muss also schlimm um sie stehen.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  3. Nur Theorien?

    Zwei aktuelle Verschwörungen

    Wenn ich einen Begriff heute besonders hasse, dann ist es “totschweigen/totgeschwiegen”. Ich war selbst in den 70er Jahren mitten im Auge so eines “Totschweige”-Sturms. Er funktionierte aber nur in der West-BRD. Weltweit scheiterte er für die Bundesregierung geradezu katastrophal, dokumentiert durch Beschlüsse der UN-Generalversammlung. Heute wäre das so nicht mehr möglich, und das ist gut so. Fragen Sie das iranische Mullahregime, die Chinesische Kommunistische Partei, Donald Trump oder Benjamin Netanyahu, wie kompliziert das heute ist.

    Eine Verschwörung hat uns eben Küppi vorgesetzt. Und er hats ja auch nur gelesen. Ebenso wie gestern Jörg Kronauer/Junge Welt: Grönland: Investoren schon da – Neue Berichte über Einfluss von US-Milliardären auf Donald Trumps Annexionspläne. Es geht um Ressourcen und eine Menge Geld”. Seine Erkenntnisse wird die vorgeblich “linksradikale” Junge Welt in einigen Tagen in ihrem Paywallarchiv beerdigen. Küppi bleibt uns dagegen hoffentlich erhalten.

    Gelesen haben die beiden neben US-Medien, die sich das noch trauen, auch in der dänischen Politiken, von der es auch eine englischsprachige Version gibt. Doch Achtung, auch dort wird mit Bezahlmauern gearbeitet.

    Totschweigen ist jedenfalls was Anderes und vorzugsweise eine Ausrede von Leuten, die zu ideenlos und denkfaul sind. Ausgenommen allenfalls solche, die unter real existierendem Faschismus Widerstand organisieren müssen. Aber auch ihnen kann längst und seit vielen Jahrzehnten wirkungsvoll aus dem Ausland geholfen werden. Es bedarf dafür freilich grosser Resilienz und mindestens mittelmässiger Intelligenz. Nicht alle schaffen das.

    Die deutschen faschistischen Mörderbanden

    Das ist die spezifisch deutsche Blamage. Die Mörderbanden und das menschenfeindliche Weltbild gab es schon lange vor der AfD. Es war nie weg, bekommt aber jetzt eine wirkungsvolle parlamentarische und medienmächtige Artikulation.

    Die darf sich ermuntert und gestärkt fühlen durch die staatlichen Behörden, die hierzulande für Sicherheit und Rechtsstaat zuständig sind. Sie machen ihren Job nicht. Und das wiederum ist so gewöhnlich und unspektakulär, dass sich kaum noch ein relevantes Medium dafür interessieren mag.

    Ausser Thomas Moser/overton. Der setzt sich immer noch in einen Prozess, in dem die Bundesanwaltschaft ihre Personalressourcen schon um ein Drittel verringert hat: Der NSU-Eminger-Prozess: Kommt der V-Mann Marschner ins Spiel? – Die Anklage der Bundesanwaltschaft erodiert in der Hauptverhandlung vor dem OLG Dresden zusehends. Jetzt kam überraschend die Figur Ralf Marschner zur Sprache.”

    Ich habe selbst ein distanziertes Verhältnis zu diesem Medium, in dem seinen selbstgemachten Leser*innen-Umfragen zufolge BSW- als auch AfD-Sympathisant*inn*en recht zahlreich zusammenkommen. Und wie sozialkompatibel der Kollege Thomas Moser zu kollektivem redaktionellem Arbeiten in der Lage ist, weiss ich nicht, weil ich ihn nicht persönlich kenne. Aber kein grosses oder kleines Medium ist daran gehindert, seine Arbeit besser zu machen, als er es tut. Sie tuns aber nicht. Das ist zum Schämen.

  4. Nur Theorien?

    Zwei aktuelle Verschwörungen

    Wenn ich einen Begriff heute besonders hasse, dann ist es “totschweigen/totgeschwiegen”. Ich war selbst in den 70er Jahren mitten im Auge so eines “Totschweige”-Sturms. Er funktionierte aber nur in der West-BRD. Weltweit scheiterte er für die Bundesregierung geradezu katastrophal, dokumentiert durch Beschlüsse der UN-Generalversammlung. Heute wäre das so nicht mehr möglich, und das ist gut so. Fragen Sie das iranische Mullahregime, die Chinesische Kommunistische Partei, Donald Trump oder Benjamin Netanyahu, wie kompliziert das heute ist.

    Eine Verschwörung hat uns eben Küppi vorgesetzt. Und er hats ja auch nur gelesen. Ebenso wie gestern Jörg Kronauer/Junge Welt: Grönland: Investoren schon da – Neue Berichte über Einfluss von US-Milliardären auf Donald Trumps Annexionspläne. Es geht um Ressourcen und eine Menge Geld”. Seine Erkenntnisse wird die vorgeblich “linksradikale” Junge Welt in einigen Tagen in ihrem Paywallarchiv beerdigen. Küppi bleibt uns dagegen hoffentlich erhalten.

    Gelesen haben die beiden neben US-Medien, die sich das noch trauen, auch in der dänischen Politiken, von der es auch eine englischsprachige Version gibt. Doch Achtung, auch dort wird mit Bezahlmauern gearbeitet.

    Totschweigen ist jedenfalls was Anderes und vorzugsweise eine Ausrede von Leuten, die zu ideenlos und denkfaul sind. Ausgenommen allenfalls solche, die unter real existierendem Faschismus Widerstand organisieren müssen. Aber auch ihnen kann längst und seit vielen Jahrzehnten wirkungsvoll aus dem Ausland geholfen werden. Es bedarf dafür freilich grosser Resilienz und mindestens mittelmässiger Intelligenz. Nicht alle schaffen das.

    Die deutschen faschistischen Mörderbanden

    Das ist die spezifisch deutsche Blamage. Die Mörderbanden und das menschenfeindliche Weltbild gab es schon lange vor der AfD. Es war nie weg, bekommt aber jetzt eine wirkungsvolle parlamentarische und medienmächtige Artikulation.

    Die darf sich ermuntert und gestärkt fühlen durch die staatlichen Behörden, die hierzulande für Sicherheit und Rechtsstaat zuständig sind. Sie machen ihren Job nicht. Und das wiederum ist so gewöhnlich und unspektakulär, dass sich kaum noch ein relevantes Medium dafür interessieren mag.

    Ausser Thomas Moser/overton. Der setzt sich immer noch in einen Prozess, in dem die Bundesanwaltschaft ihre Personalressourcen schon um ein Drittel verringert hat: Der NSU-Eminger-Prozess: Kommt der V-Mann Marschner ins Spiel? – Die Anklage der Bundesanwaltschaft erodiert in der Hauptverhandlung vor dem OLG Dresden zusehends. Jetzt kam überraschend die Figur Ralf Marschner zur Sprache.”

    Ich habe selbst ein distanziertes Verhältnis zu diesem Medium, in dem seinen selbstgemachten Leser*innen-Umfragen zufolge BSW- als auch AfD-Sympathisant*inn*en recht zahlreich zusammenkommen. Und wie sozialkompatibel der Kollege Thomas Moser zu kollektivem redaktionellem Arbeiten in der Lage ist, weiss ich nicht, weil ich ihn nicht persönlich kenne. Aber kein grosses oder kleines Medium ist daran gehindert, seine Arbeit besser zu machen, als er es tut. Sie tuns aber nicht. Das ist zum Schämen.

  5. Küppersbusch TV (Kompakt) – 6/2025

    Kein Mensch braucht das. Der Zusammenschnitt des schrecklichsten Junis in unserer jüngsten Erinnerung. Aber da diese Erinnerung bei den Menschen unterschiedlich weit reicht, gibt Küppersbusch uns den ganzen Monat sicherheitshalber trotzdem nochmal auf Auge und Ohren. Sehen/hören müssen Sie das ja doch.

  6. Küppersbusch zur Tagesschau!

    Wenn Sie das nicht schon in der taz gelesen haben, dann eben hier. Lesen müssen Sie das doch. Die Erweiterung des Themas auf das gesamte ARD-Abendprogramm, insbesondere die (fast) täglichen Talkshows ist nämlich richtig!

    taz: Die „Tagesschau“ könnte bald 15 Minuten länger werden. Ist es das, was Deutschland fehlt?

    Küppersbusch: Das alte Problem: Die „Tagesschau“ behandelt in 15 Minuten rund 13 Themen, von denen das Publikum kurz drauf noch ein oder zwei erinnern kann. Das neue Pro­blem: Von vielen Themen haben die Leute in der digitalisierten Welt längst übern Tag gehört und brauchen die Zusammenfassung kaum mehr. Die trotzdem Mörderquote errechnet die ARD aus der Summe aller Ausstrahlungen auch in den Dritten, sonst bröckelte das Denkmal. Im Mutterland der TV-Nachrichten haben sich die Spätausgaben – „BBC Newsnight“, bei uns „heute journal“, „Tagesthemen“ – längst zu Interviewsendungen entwickelt. Das hat die ARD nur viertelherzig gewagt, indem regelmäßig ein „TT“-Gesicht einen Polittalk bekommt: Christiansen, Will, ­Miosga. Ein zeitgemäßes Line-up wäre also: zur gelernten Zeit um 20 Uhr die „Tagesthemen“ mit Meldung, Hintergrund, Analyse und ab 22 Uhr ein straffes Interviewmagazin mit Gästen von der Entscheidungsebene, weniger Meinungs- und Expertenhuberei. Wenn die halbe Stunde um 20 Uhr diese Tür öffnet, kotzt die Konkurrenz zu Recht: Der Schritt ist nämlich richtig.

    Die Woche, von Friedrich Küppersbusch, 18-05.2025

  7. Küppersbusch TV – „Die versteckten Aussagen im Koalitionsvertrag“

    Eigentlich sollte Dr. rer. pol. (lic. oec. HSG) Katrin Vernau, Intendantin des WDR, doch nichts Wichtigeres auf dem Zettel haben, als diesen Dortmunder lebenslänglich auf einen festen Sendeplatz zu verpflichten. Von mir aus auch sonntagnachts um 03:50 Uhr. Ganz egal. Dann könnte ich die Leute jetzt zur ARD-Mediathek statt zu YouTube schicken…