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#fleischkonsums — Public Fediverse posts

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  1. Michielsen und van der Horst (2022) stellten fest, dass der #Neoliberalismus den #Fleischkonsum aufgrund von Entscheidungsfreiheit und Fleischismus verankert und normalisiert (d. h. #Fleisch ist normal); wachsende populistische Vorstellungen stellen ebenfalls ein erhebliches Hindernis für Maßnahmen zur #Fleischreduzierung dar. Eine andere Studie ergab, dass #Männer eine stärkere Abwehrhaltung gegenüber Fleischreduzierung zeigen, was mit einer #Bedrohung oder #Einschränkung ihrer #Freiheit und einer höheren Wahrscheinlichkeit einer #moralischen Distanzierung zu den Themen verbunden ist (Hinrichs et al., 2022).Graça et al. (2016) fanden heraus, dass die persönliche Bindung an Fleisch – bestehend aus #Hedonismus, #Affinität, #Anspruchsdenken und #Abhängigkeit – ein starker Prädiktor für den #Widerstand gegen eine Reduzierung des #Fleischkonsums ist. Eine höhere #Bindung korreliert mit einer geringeren Bereitschaft zur #Veränderung.
    #Cheeseparadox #Meatparadox
    #4N #klimakatastrophe #klima

  2. Dr. Karin Stein-Bachinger vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (#ZALF) weist auf die positiven Effekte des #Ökolandbaus hin. [...] „Es geht nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität und wie die Produkte weiterverwertet werden – als #Futter, #Energie oder #Nahrungsmittel – und zu welchem Preis. Aktuell gehen circa 50 % des Getreides in die #Tierfütterung, bis zu 20 % der Ernte wird zur Energie- und #Treibstoffproduktion verwendet“.

    Betrachte man das Konsumverhalten, so käme es durch Reduktion der #Lebensmittelabfälle und des #Fleischkonsums selbst bei flächendeckender Umstellung auf #Ökolandbau zu keinen Engpässen in der #Nahrungsmittelversorgung.

    Stein-Bachinger verweist auch auf die #Folgekosten der landwirtschaftlichen Produktion, die nicht in den Lebensmittelpreisen eingepreist sind. Diese externen Kosten belaufen sich jährlich auf zweistellige Milliardenbeträge, die von der Gesellschaft getragen werden müssten.
    #landwirtschaft #biodiversität #ernährung #agrarwende #ernährungswende

  3. Wen dürfen wir essen? Teil 2: Natürlich, notwendig, normal

    Warum lieben wir #Hunde und essen #Schweine? Die zweite Folge der Dokureihe widmet sich den kulturellen, historischen und psychologischen Wurzeln des #Fleischkonsums. Und Niko Rittenau geht als #Ernährungswissenschaftler der Frage nach, wie notwendig der #Konsum von #Fleisch tatsächlich ist.

    Auf dem #Schlachthof Goldschmaus erklärt der #Tierschutzbeauftragte Gerald Otto, warum er es in Ordnung findet, Tiere zu essen – und zeigt mit erstaunlicher Transparenz, welche Maßnahmen Schlachthöfe ergreifen, um den Tod von Tausenden Tieren am Tag möglichst sanft zu gestalten.

    Die amerikanische Psychologin Melanie Joy diagnostiziert eine weit verbreitete Ideologie in unserer Gesellschaft: Von Kind auf lernen wir, eine kleine Gruppe von Tieren für essbar zu halten – und das Fleisch aller anderen für ekelerregend. Um diesen Glauben aufrechtzuerhalten, sagt Melanie Joy, erzählen wir uns immer wieder drei #Mythen: Fleisch zu essen sei natürlich, notwendig und normal.

    Wie natürlich unser Fleischkonsum wirklich ist, untersucht Ilja Steffelbauer. Der #Kulturhistoriker hat die Geschichte des Fleisches von den Anfängen der #Menschheit bis in die Gegenwart verfolgt. Anschaulich erklärt er, wie die Jagd uns geprägt hat – und warum wir nach Jahrtausenden der Knappheit im letzten Jahrhundert zu den gierigsten #Fleischessern der Geschichte wurden.

    Niko Rittenau geht als Ernährungswissenschaftler der Frage nach, wie notwendig der Konsum von Fleisch tatsächlich ist. Welche #Nährstoffe sind im Fleisch? Bekommen wir diese auch anders? Warum finden wir Fleisch so lecker – und welche Rolle spielen unsere Instinkte?

    Schließlich fragt die Dokumentationsreihe nach dem #Wert von #Normalität. Wann und in welchen Kulturen ist welches #Verhalten normal – und was bedeutet das für uns?

    trueten.de/archives/12860-Wen-

    #CapitalismIsADeathCult