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#fcarsenal — Public Fediverse posts

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  1. Daniel Siebert leitet das Champions-League-Finale.

    Große Auszeichnung für Daniel Siebert. Der Berliner Schiedsrichter wird das Finale der UEFA Champions League zwischen Paris Saint-Germain und FC Arsenal leiten. Das Endspiel findet am 30. Mai in Budapest statt.

    t1p.de/i1rhk

    #ChampionsLeague #ChampionsLeagueFinale #DanielSiebert #UEFA #Schiedsrichter #ParisSaintGermain #Arsenal #Fußball #ChampionsLeague2026 #PSG #FCArsenal #Finale #Berlin #FelixBrych #FelixZwayer #UEFAFinale

  2. Mächtig humorlos

    محمد بن زايد بن سلطان آل نهيان, der Boss der Vereinigten Arabischen Emirate

    Als Extradienst-Leser*in wissen Sie, dass der Grossmacht gewordene Zwergstaat Vereinigte Arabische Emirate hier mehr Aufmerksamkeit bekommt, als in der Mehrheit deutschsprachiger Massenmedien. Anders als die haben wir Zeit und Platz. Der Mr. Zayid Al Nahyan muss sich um fast alles kümmern – so ist das in einem Feudalstaat – und das hat ihn mächtig, mächtig reich und mächtig humorlos gemacht. Der Arme.

    Wenig zum Lachen ist ihm zumute, wenn die Rede auf seinen grossen Rivalen محمد بن سلمان بن عبد العزيز آل سعود, den Boss von Saudi-Arabien kommt. Beim gemeinsam betriebenen Völkermord im Jemen haben sich die beiden überworfen. MBZ betreibt im Jemen, im Sudan und in Libyen eigene Lieblingsmilizen, weil er von MBS die Nase voll hat.

    Ebenso wenig amüsiert ist er über seinen Vizepräsidenten, den Chef von Dubai, محمد بن راشد آل مكتوم (Muhammad bin Rāschid Āl Maktūm), den er 2008 aus einer Staatspleite rauspauken musste, und der auch sonst mit seinen Frauen und Töchtern geschäftsschädigende Schlagzeilen produzierte.

    Nicht nur an den Orten seiner Völkermorde hinterlässt MBZ tiefe Spuren. Auch – warum wundert mich das nicht? – im Agrarhaushalt der EU. Es versteht sich von selbst, dass das Lobbyorgan deutscher Agrarindustrie, zu dessen grossen Anteilseignern der Bayerische Bauernverband, das “Landvolk” sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Waldbesitzerverband Niedersachsen zählen, betonen muss, wie “legal” das Treiben der EU mit MBZ ist.

    Ein bisschen mehr erfahren Sie hier in einem “Leitmedium für institutionelle Geldanlage” (also nichts, was Sie oder mich was angeht 😉 ) Oder bei Stephan Roll/SWP: Staatsfonds und Außenpolitik – Wie Saudi-Arabien, die VAE und Katar in ihre Macht investieren”. Das haben wir mit unseren Steuern sogar mitbezahlt.

    Demütigend der aktuelle Verlauf des Fussballinvestments: dieser englische VAR-Vorgang kann von seiner Exzellenz nur als klar adressierte Aggression verstanden werden. Dieser Oligarch wird seiner Exzellenz vorgezogen. Ist das tolerabel?

    Was ich dennoch bis heute nicht wusste, ist ein heisses Detail aus der Benko-Pleite. Wurde sie nicht auf dem Medienboulevard rauf und runter ausgelutscht. Warum werden so viele Gläubiger*innen in die Röhre gucken? Von den “freigesetzten” tausenden Lohnabhängigen ganz zu schweigen. Weil sich der dickste Fisch schon gütlich getan hat. Er hat halt die teuersten Anwaltsarmeen (ob er dafür auch Frauen nimmt? Keine Ahnung).

    Emran Feroz/overton: Austrian Corruption: Wie der Benko-Sumpf immer tiefer wird – Weite Teile der politischen Landschaft Österreich waren eng mit René Benko verbandelt. Nun fanden auch Hausdurchsuchungen bei Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer statt. Über einen Imageschaden für die Republik, der kaum noch zu retten ist.”

    Das fehlte ja gerade noch: sich als Emir der VAE von so einem korrupten europäischen Zwergstaat langmachen zu lassen! Nicht auszudenken: wer sich von diesen Provinzdeppen – oder von diesen (“Neue Grenzüberschreitungen”) – verarschen liesse, würde sich unter den Superreichen der Welt unmöglich machen.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  3. Mächtig humorlos

    محمد بن زايد بن سلطان آل نهيان, der Boss der Vereinigten Arabischen Emirate

    Als Extradienst-Leser*in wissen Sie, dass der Grossmacht gewordene Zwergstaat Vereinigte Arabische Emirate hier mehr Aufmerksamkeit bekommt, als in der Mehrheit deutschsprachiger Massenmedien. Anders als die haben wir Zeit und Platz. Der Mr. Zayid Al Nahyan muss sich um fast alles kümmern – so ist das in einem Feudalstaat – und das hat ihn mächtig, mächtig reich und mächtig humorlos gemacht. Der Arme.

    Wenig zum Lachen ist ihm zumute, wenn die Rede auf seinen grossen Rivalen محمد بن سلمان بن عبد العزيز آل سعود, den Boss von Saudi-Arabien, kommt. Beim gemeinsam betriebenen Völkermord im Jemen haben sich die beiden überworfen. MBZ betreibt im Jemen, im Sudan und in Libyen eigene Lieblingsmilizen, weil er von MBS die Nase voll hat.

    Ebenso wenig amüsiert ist er über seinen Vizepräsidenten, den Chef von Dubai, محمد بن راشد آل مكتوم (Muhammad bin Rāschid Āl Maktūm), den er 2008 aus einer Staatspleite rauspauken musste, und der auch sonst mit seinen Frauen und Töchtern geschäftsschädigende Schlagzeilen produzierte.

    Nicht nur an den Orten seiner Völkermorde hinterlässt MBZ tiefe Spuren. Auch – warum wundert mich das nicht? – im Agrarhaushalt der EU. Es versteht sich von selbst, dass das Lobbyorgan deutscher Agrarindustrie, zu dessen grossen Anteilseignern der Bayerische Bauernverband, das “Landvolk” sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Waldbesitzerverband Niedersachsen zählen, betonen muss, wie “legal” das Treiben der EU mit MBZ ist.

    Ein bisschen mehr erfahren Sie hier in einem “Leitmedium für institutionelle Geldanlage” (also nichts, was Sie oder mich was angeht 😉 ) Oder bei Stephan Roll/SWP: Staatsfonds und Außenpolitik – Wie Saudi-Arabien, die VAE und Katar in ihre Macht investieren”. Das haben wir mit unseren Steuern sogar mitbezahlt.

    Demütigend der aktuelle Verlauf des Fussballinvestments: dieser englische VAR-Vorgang kann von seiner Exzellenz nur als klar adressierte Aggression verstanden werden. Dieser Oligarch wird seiner Exzellenz vorgezogen. Ist das tolerabel?

    Was ich dennoch bis heute nicht wusste, ist ein heisses Detail aus der Benko-Pleite. Wurde sie nicht auf dem Medienboulevard rauf und runter ausgelutscht? Warum werden so viele Gläubiger*innen in die Röhre gucken? Von den “freigesetzten” tausenden Lohnabhängigen ganz zu schweigen. Weil sich der dickste Fisch schon gütlich getan hat. Er hat halt die teuersten Anwaltsarmeen (ob er dafür auch Frauen nimmt? Keine Ahnung).

    Emran Feroz/overton: Austrian Corruption: Wie der Benko-Sumpf immer tiefer wird – Weite Teile der politischen Landschaft Österreich waren eng mit René Benko verbandelt. Nun fanden auch Hausdurchsuchungen bei Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer statt. Über einen Imageschaden für die Republik, der kaum noch zu retten ist.”

    Das fehlte ja gerade noch: sich als Emir der VAE von so einem korrupten europäischen Zwergstaat langmachen zu lassen! Nicht auszudenken: wer sich von diesen Provinzdeppen – oder von diesen (“Neue Grenzüberschreitungen”) – verarschen liesse, würde sich unter den Superreichen der Welt unmöglich machen.

  4. Mächtig humorlos

    محمد بن زايد بن سلطان آل نهيان, der Boss der Vereinigten Arabischen Emirate

    Als Extradienst-Leser*in wissen Sie, dass der Grossmacht gewordene Zwergstaat Vereinigte Arabische Emirate hier mehr Aufmerksamkeit bekommt, als in der Mehrheit deutschsprachiger Massenmedien. Anders als die haben wir Zeit und Platz. Der Mr. Zayid Al Nahyan muss sich um fast alles kümmern – so ist das in einem Feudalstaat – und das hat ihn mächtig, mächtig reich und mächtig humorlos gemacht. Der Arme.

    Wenig zum Lachen ist ihm zumute, wenn die Rede auf seinen grossen Rivalen محمد بن سلمان بن عبد العزيز آل سعود, den Boss von Saudi-Arabien, kommt. Beim gemeinsam betriebenen Völkermord im Jemen haben sich die beiden überworfen. MBZ betreibt im Jemen, im Sudan und in Libyen eigene Lieblingsmilizen, weil er von MBS die Nase voll hat.

    Ebenso wenig amüsiert ist er über seinen Vizepräsidenten, den Chef von Dubai, محمد بن راشد آل مكتوم (Muhammad bin Rāschid Āl Maktūm), den er 2008 aus einer Staatspleite rauspauken musste, und der auch sonst mit seinen Frauen und Töchtern geschäftsschädigende Schlagzeilen produzierte.

    Nicht nur an den Orten seiner Völkermorde hinterlässt MBZ tiefe Spuren. Auch – warum wundert mich das nicht? – im Agrarhaushalt der EU. Es versteht sich von selbst, dass das Lobbyorgan deutscher Agrarindustrie, zu dessen grossen Anteilseignern der Bayerische Bauernverband, das “Landvolk” sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Waldbesitzerverband Niedersachsen zählen, betonen muss, wie “legal” das Treiben der EU mit MBZ ist.

    Ein bisschen mehr erfahren Sie hier in einem “Leitmedium für institutionelle Geldanlage” (also nichts, was Sie oder mich was angeht 😉 ) Oder bei Stephan Roll/SWP: Staatsfonds und Außenpolitik – Wie Saudi-Arabien, die VAE und Katar in ihre Macht investieren”. Das haben wir mit unseren Steuern sogar mitbezahlt.

    Demütigend der aktuelle Verlauf des Fussballinvestments: dieser englische VAR-Vorgang kann von seiner Exzellenz nur als klar adressierte Aggression verstanden werden. Dieser Oligarch wird seiner Exzellenz vorgezogen. Ist das tolerabel?

    Was ich dennoch bis heute nicht wusste, ist ein heisses Detail aus der Benko-Pleite. Wurde sie nicht auf dem Medienboulevard rauf und runter ausgelutscht? Warum werden so viele Gläubiger*innen in die Röhre gucken? Von den “freigesetzten” tausenden Lohnabhängigen ganz zu schweigen. Weil sich der dickste Fisch schon gütlich getan hat. Er hat halt die teuersten Anwaltsarmeen (ob er dafür auch Frauen nimmt? Keine Ahnung).

    Emran Feroz/overton: Austrian Corruption: Wie der Benko-Sumpf immer tiefer wird – Weite Teile der politischen Landschaft Österreich waren eng mit René Benko verbandelt. Nun fanden auch Hausdurchsuchungen bei Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer statt. Über einen Imageschaden für die Republik, der kaum noch zu retten ist.”

    Das fehlte ja gerade noch: sich als Emir der VAE von so einem korrupten europäischen Zwergstaat langmachen zu lassen! Nicht auszudenken: wer sich von diesen Provinzdeppen – oder von diesen (“Neue Grenzüberschreitungen”) – verarschen liesse, würde sich unter den Superreichen der Welt unmöglich machen.

  5. Es ist nicht kompliziert

    Weltuntergang durch KI? – Wenn, dann ganz anders

    Für viele Fussballfans ist der Untergang schon da. Er heisst “Kölner Keller”, offiziell Video Assistant Referee. Gestern hat er mutmasslich die Meisterschaft in der kapitalschwersten Liga der Welt, der englischen Premier League entschieden. Billy Braggs Lieblingsverein Westham wurde das Ausgleichstor gegen Arsenal aberkannt. Billy war vor gut einem Jahr hier in Beuel, wir haben im “Tante Walter” (mittlerweile geschlossen) BVB geguckt – und hatten wg. Langweile viel Zeit zum Quatschen.

    Wie kommichdrauf? Küppi meint in der taz “es ist kompliziert. Aber schön.”. Ist es nicht. Weder noch. Die scheinbar komplizierten Sachen hat Arnd Zeigler hier gleich zu Beginn seines kleinen Fachmagazins so gut erklärt, dass es auch alle Dummen verstehen müssen. Für mich ist der Kerl erster Ghostwriter-Kandidat für die kriminellen Banden von Fifa und DFB, um die Abseitsregel und die Handspielregel neu zu formulieren. Und den VAR wird er nur deswegen nicht abschaffen, weil sein Magazin eine feste Rubrik dieses Namens betreibt, die immer mit “Er echauffiert sich” endet.

    Was wirklich kompliziert scheint, es aber auch nicht ist

    Dazu gibt es zwei Texte, die ich Ihnen zur persönlichen Lesung empfehle.

    Der Medienwissenschaftler Stephan Weichert schreibt in der taz: KI und Journalismus: Ein Monster namens Künstliche Intelligenz – Medienschaffende schaufeln sich mit der Nutzung von KI selbst ein Grab. Rette, wer kann, kritisches Urteilsvermögen und Glaubwürdigkeit.” Zwei sachliche Fehler habe ich in dieser klugen Abhandlung entdeckt.

    “Das große Fressen beginnt also nicht erst dann, wenn ganze Redaktionen demnächst aus Effizienzgründen verschwinden.” Das große Fressen hat schon lange vor der KI begonnen. Wenn der in Medienkreisen berühmte Paul Sethe 1965 schrieb: “Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“, dann mutete das schon 10 Jahre später nostalgisch an. Denn die noch heute in der BRD existierenden grossen Zeitungskonzerne hatten schon damals das grosse Fresse gestartet, und hören bis heute nicht damit auf. Es sind nur keine “zweihundert” mehr, sondern weniger als 10.

    Der zweite Fehler Weicherts besteht in dem Terminus “der Journalismus”. Nicht nur, weil er eine wissenschaftlich unzulässige Verallgemeinerung ist. Sondern, weil die Triebkräfte des Geschäftsgeschehens, das er zutreffend beschreibt, nicht journalistisch sondern kapitalistisch sind. Es geht einzig und allein um die optimale Verwertung es eingesetzten Kapitals.

    Und mit diesem Wissen wird den meisten mit Recht schwindelig, die das Geschehen um die ökonomische KI-Entwicklung verfolgen. Das Klima des Planeten ruiniert sie quasi nur so nebenbei. Ich hatte hier schon angedeutet, dass es sogar dem Apple-Konzerns, dem Konzern mit dem aktuell weltweit höchsten Börsenwert schon schwindlig geworden ist. Der paywallfreise Christian Stöcker/Sp-on versucht Ihnen und mir einen Überblick über das irre Geschehen zu verschaffen:

    Ausbau von Rechenzentren: Europas KI darf kein Erdgas atmen – Die EU versucht, sich von fossilen Brennstoffen schnell unabhängiger zu machen – will aber auch Rechenzentren in großem Stil bauen. Ausgerechnet die Gasbranche hofft nun auf ein Riesengeschäft.”

    Dä. Gesetzgeber/EU-Parlament/Bundestag: Jetzt du!

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  6. Die Überraschung der "Werkself" ist ausgeblieben: Nach zwei tollen Treffern von Eberechi Eze und Declan Rice ist Bayer Leverkusen beim FC Arsenal ausgeschieden.#Fußball #ChampionsLeague #FCArsenal #BayerLeverkusen
    Arsenal-Kunstschützen zerschießen Bayer Leverkusens Hoffnungen
  7. Gebrauchter Bayern-Abend: Neuer-Fehler und erste Niederlage

    London (dpa) – Manuel Neuer klatschte nach seinem folgenschweren Patzer wortlos mit seinen Teamkollegen ab, der diesmal torlose…
    #Muenster #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Münster #ChampionsLeague #England #FCArsenal #FCBayern #Fußball #Germany #Grobritannien #Nordrhein-Westfalen
    europesays.com/de/604704/

  8. Autodementi

    Sind bei der ARD jetzt alle Fachredaktionen tot?

    Julius Baumeister scheint ein junger Journalist zu sein, der sich für Menschenrechte engagieren will. Das sagt jedenfalls meine Suchmaschine. Er hat sich aber nun leider in der ARD-Sportschau mehrerer Eigentore schuldig gemacht. Und das wirft die Frage auf, warum niemand seiner redaktionellen Mitspieler*innen ihm dabei geholfen hat, sie zu vermeiden. In guten Fussballteams wird das trainiert.

    Es geht um seinen Beitrag zu Sportkooperationen mit Ruanda. Der wirft die Frage auf, welcher lobbyistische Druck sich hinter diesem Agendasetting verbirgt. Ich will nicht anzweifeln, dass sich die ruandische Regierung mannigfacher Verbrechen schuldig gemacht hat. Ihre innenpolitische Legitimation bezieht sie freilich aus einer Landesgeschichte, über die sich wir Deutsche als Letzte moralisch erheben sollten. Und dass der ruandische Kriegsgegner im Ostkongo, die kongolesische Regierung, in Menschenrechtsfragen satisfaktionsfähig ist – das wäre eine echt neue Nachricht. Wie gesagt: nichts davon will ich rechtfertigen. Radikalste Kritik daran ist angebracht.

    Aber warum lässt Baumeister sie in seinem Film durch die aufgebotenen Zeugen und Belege selbst dementieren? Über den Fussballkonzern im süddeutschen Raum und seine sportpolitische Glaubwürdigkeit ist hierzulande eigentlich schon alles gesagt, insbesondere von seinen kritischen Vereinsmitgliedern selbst, die sich regelmässig von einem am Tegernsee residierenden Wurstfabrikanten dafür beschimpfen lassen müssen. Dass der ebenfalls benannte PSG faktisches Eigentum der Sklavenhaltergesellschaft des Emirates Qatar ist – das weiss in der internationalen Fussballwelt spätestens seit der dortigen WM jedes Kind. Insbesondere, wenn es gelegentlich ARD-Sportschau geguckt hat.

    Die optische Spitzenleistung war jedoch, zwei Arsenal-Fans mit “Emirates”-Trikots vor dem “Emirates-Stadium” vor die Kamera zu stellen, und sie stammeln zu lassen, dass Ruanda noch schlimmer als Tottenham sei. Die Vereinigten Arabischen “Emirates”, von denen sie sich in London aushalten lassen, waren aktive Kriegspartei im Jemen, und sind aktive Waffenlieferanten in den failed States Libyen und Sudan – allesamt mit Recht als “grösste humanitäre Katastrophen” klassifiziert. Ihre gewaltsamen Entführungen flüchtiger Prinzessinnen sind dagegen ja fast schon eine feuilletonistische Bagatelle – nach unseren Gesetzen freilich schwerste organisierte Kriminalität. “Unsere” Partner – ist doch wunderbar.

    So what, liebe musterdemokratische Fussballkonzerne und eingebettete Medien?

    Sport als Mittel zur Emanzipation

    Nein es ist nicht alles schlecht. Noch nicht einmal im internationalen Profisport. Das beweist Satou Sabally, Weltklasse-Basketballerin, die in den USA eine fette Profikarriere (“eine der 5 Besten”) hinlegt. Tsellot Melesse hat für die Berliner Multimedia-Produktionsfirma Iconoclast eine Dokumentation über den schwarzen deutschen Star gedreht, und das eben noch kritisierte ZDF hat sie als “Sportstudio-Reportage” in seine Mediathek gestellt.

    ZDF-Trailertext: “Die Doku gewährt außergewöhnlich persönliche Einblicke in das Leben einer Athletin, die nicht nur auf dem Spielfeld glänzt, sondern auch abseits davon für Veränderung kämpft und offen über Gleichberechtigung, Identität und Selbstzweifel spricht.” Verfügbarkeitsdauer nicht angegeben. Die Inhaltsangabe kann ich bestätigen. Als fauler weisser Sack muss ich ergänzend gestehen: dieses Berühmtsein wäre mir zu anstrengend. Respekt!

  9. Autodementi

    Sind bei der ARD jetzt alle Fachredaktionen tot?

    Julius Baumeister scheint ein junger Journalist zu sein, der sich für Menschenrechte engagieren will. Das sagt jedenfalls meine Suchmaschine. Er hat sich aber nun leider in der ARD-Sportschau mehrerer Eigentore schuldig gemacht. Und das wirft die Frage auf, warum niemand seiner redaktionellen Mitspieler*innen ihm dabei geholfen hat, sie zu vermeiden. In guten Fussballteams wird das trainiert.

    Es geht um seinen Beitrag zu Sportkooperationen mit Ruanda. Der wirft die Frage auf, welcher lobbyistische Druck sich hinter diesem Agendasetting verbirgt. Ich will nicht anzweifeln, dass sich die ruandische Regierung mannigfacher Verbrechen schuldig gemacht hat. Ihre innenpolitische Legitimation bezieht sie freilich aus einer Landesgeschichte, über die sich wir Deutsche als Letzte moralisch erheben sollten. Und dass der ruandische Kriegsgegner im Ostkongo, die kongolesische Regierung, in Menschenrechtsfragen satisfaktionsfähig ist – das wäre eine echt neue Nachricht. Wie gesagt: nichts davon will ich rechtfertigen. Radikalste Kritik daran ist angebracht.

    Aber warum lässt Baumeister sie in seinem Film durch die aufgebotenen Zeugen und Belege selbst dementieren? Über den Fussballkonzern im süddeutschen Raum und seine sportpolitische Glaubwürdigkeit ist hierzulande eigentlich schon alles gesagt, insbesondere von seinen kritischen Vereinsmitgliedern selbst, die sich regelmässig von einem am Tegernsee residierenden Wurstfabrikanten dafür beschimpfen lassen müssen. Dass der ebenfalls benannte PSG faktisches Eigentum der Sklavenhaltergesellschaft des Emirates Qatar ist – das weiss in der internationalen Fussballwelt spätestens seit der dortigen WM jedes Kind. Insbesondere, wenn es gelegentlich ARD-Sportschau geguckt hat.

    Die optische Spitzenleistung war jedoch, zwei Arsenal-Fans mit “Emirates”-Trikots vor dem “Emirates-Stadium” vor die Kamera zu stellen, und sie stammeln zu lassen, dass Ruanda noch schlimmer als Tottenham sei. Die Vereinigten Arabischen “Emirates”, von denen sie sich in London aushalten lassen, waren aktive Kriegspartei im Jemen, und sind aktive Waffenlieferanten in den failed States Libyen und Sudan – allesamt mit Recht als “grösste humanitäre Katastrophen” klassifiziert. Ihre gewaltsamen Entführungen flüchtiger Prinzessinnen sind dagegen ja fast schon eine feuilletonistische Bagatelle – nach unseren Gesetzen freilich schwerste organisierte Kriminalität. “Unsere” Partner – ist doch wunderbar.

    So what, liebe musterdemokratische Fussballkonzerne und eingebettete Medien?

    Sport als Mittel zur Emanzipation

    Nein es ist nicht alles schlecht. Noch nicht einmal im internationalen Profisport. Das beweist Satou Sabally, Weltklasse-Basketballerin, die in den USA eine fette Profikarriere (“eine der 5 Besten”) hinlegt. Tsellot Melesse hat für die Berliner Multimedia-Produktionsfirma Iconoclast eine Dokumentation über den schwarzen deutschen Star gedreht, und das eben noch kritisierte ZDF hat sie als “Sportstudio-Reportage” in seine Mediathek gestellt.

    ZDF-Trailertext: “Die Doku gewährt außergewöhnlich persönliche Einblicke in das Leben einer Athletin, die nicht nur auf dem Spielfeld glänzt, sondern auch abseits davon für Veränderung kämpft und offen über Gleichberechtigung, Identität und Selbstzweifel spricht.” Verfügbarkeitsdauer nicht angegeben. Die Inhaltsangabe kann ich bestätigen. Als fauler weisser Sack muss ich ergänzend gestehen: dieses Berühmtsein wäre mir zu anstrengend. Respekt!

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  10. Autodementi

    Sind bei der ARD jetzt alle Fachredaktionen tot?

    Julius Baumeister scheint ein junger Journalist zu sein, der sich für Menschenrechte engagieren will. Das sagt jedenfalls meine Suchmaschine. Er hat sich aber nun leider in der ARD-Sportschau mehrerer Eigentore schuldig gemacht. Und das wirft die Frage auf, warum niemand seiner redaktionellen Mitspieler*innen ihm dabei geholfen hat, sie zu vermeiden. In guten Fussballteams wird das trainiert.

    Es geht um seinen Beitrag zu Sportkooperationen mit Ruanda. Der wirft die Frage auf, welcher lobbyistische Druck sich hinter diesem Agendasetting verbirgt. Ich will nicht anzweifeln, dass sich die ruandische Regierung mannigfacher Verbrechen schuldig gemacht hat. Ihre innenpolitische Legitimation bezieht sie freilich aus einer Landesgeschichte, über die sich wir Deutsche als Letzte moralisch erheben sollten. Und dass der ruandische Kriegsgegner im Ostkongo, die kongolesische Regierung, in Menschenrechtsfragen satisfaktionsfähig ist – das wäre eine echt neue Nachricht. Wie gesagt: nichts davon will ich rechtfertigen. Radikalste Kritik daran ist angebracht.

    Aber warum lässt Baumeister sie in seinem Film durch die aufgebotenen Zeugen und Belege selbst dementieren? Über den Fussballkonzern im süddeutschen Raum und seine sportpolitische Glaubwürdigkeit ist hierzulande eigentlich schon alles gesagt, insbesondere von seinen kritischen Vereinsmitgliedern selbst, die sich regelmässig von einem am Tegernsee residierenden Wurstfabrikanten dafür beschimpfen lassen müssen. Dass der ebenfalls benannte PSG faktisches Eigentum der Sklavenhaltergesellschaft des Emirates Qatar ist – das weiss in der internationalen Fussballwelt spätestens seit der dortigen WM jedes Kind. Insbesondere, wenn es gelegentlich ARD-Sportschau geguckt hat.

    Die optische Spitzenleistung war jedoch, zwei Arsenal-Fans mit “Emirates”-Trikots vor dem “Emirates-Stadium” vor die Kamera zu stellen, und sie stammeln zu lassen, dass Ruanda noch schlimmer als Tottenham sei. Die Vereinigten Arabischen “Emirates”, von denen sie sich in London aushalten lassen, waren aktive Kriegspartei im Jemen, und sind aktive Waffenlieferanten in den failed States Libyen und Sudan – allesamt mit Recht als “grösste humanitäre Katastrophen” klassifiziert. Ihre gewaltsamen Entführungen flüchtiger Prinzessinnen sind dagegen ja fast schon eine feuilletonistische Bagatelle – nach unseren Gesetzen freilich schwerste organisierte Kriminalität. “Unsere” Partner – ist doch wunderbar.

    So what, liebe musterdemokratische Fussballkonzerne und eingebettete Medien?

    Sport als Mittel zur Emanzipation

    Nein es ist nicht alles schlecht. Noch nicht einmal im internationalen Profisport. Das beweist Satou Sabally, Weltklasse-Basketballerin, die in den USA eine fette Profikarriere (“eine der 5 Besten”) hinlegt. Tsellot Melesse hat für die Berliner Multimedia-Produktionsfirma Iconoclast eine Dokumentation über den schwarzen deutschen Star gedreht, und das eben noch kritisierte ZDF hat sie als “Sportstudio-Reportage” in seine Mediathek gestellt.

    ZDF-Trailertext: “Die Doku gewährt außergewöhnlich persönliche Einblicke in das Leben einer Athletin, die nicht nur auf dem Spielfeld glänzt, sondern auch abseits davon für Veränderung kämpft und offen über Gleichberechtigung, Identität und Selbstzweifel spricht.” Verfügbarkeitsdauer nicht angegeben. Die Inhaltsangabe kann ich bestätigen. Als fauler weisser Sack muss ich ergänzend gestehen: dieses Berühmtsein wäre mir zu anstrengend. Respekt!