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#ardsportschau — Public Fediverse posts

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  1. Morgen: Geschlechterkrieg um TV-Quoten

    Samstag 18 h: Provinz-Fussball (der Herren) gegen Weltklasse-Fussball der Frauen

    mit Update 26.4.

    Lesen die beim ZDF Beueler Extradienst? Wäre mir neu. Aber nichts dagegen. Samstags 18 h ist seit Menschengedenken Sportschau-Zeit. Selbst allermächtigste Medien-Oligarchen und CDU-Millionenspender konnten sie nicht ermorden. Aber vielleicht schafft es die Spieltagsgestaltung der DFL. Die ARD-Sportschau wird genötigt, nicht nur TV-Werbung für kriminelle Wettmafia (= DFL-“Hauptsponsor”) zu machen, sondern auch die grössten Langweilerpartien zu zeigen und mit unangemessenen Brüll-Kommentaren aufzublasen. Geht es ihr morgen an den Kragen? Vom ZDF?

    Denn die Mainzer TV-Fürsten haben sich offenbar beim Disney-Konzern eine Sublizenz der Champions League der Frauen beschafft. Und nachdem die Mädels vom Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum in der Ligaphase vom FC Barcelona bereits standesgemäss mit 7:1 verarbeitet wurden, steht morgen um 18 h im CL-Halbfinale eine Revanche an. Die zusammengekauften Bayrinnen haben nur eine Chance, wenn das beste Frauenfussballteam der Welt sie nach dieser Vorgeschichte massiv unterschätzt, und die Sache morgen zu lässig angeht.

    Aber wenigstens sind die besten Fussballerinnen der Welt morgen mal im deutschen TV zu bewundern. Ich freu mich drauf.

    Wie alles anfing – der TV-Fussball und ich

    Vor 60 Jahren wurden Europacup-Spiele noch zu Zeiten angestossen, zu denen auch Schulkinder zugucken durften. So habe ich den ersten deutschen Europacup-Erfolg der Fussballgeschichte live an der Schwarzweiss-Glotze miterlebt. Das Tor von Stan Libuda ging in die Geschichte ein, wie er selbst, und wie auch der nicht minder legendäre Live-Reporter Ernst Huberty.

    1998 schwebte meine Borussia in Abstiegsgefahr wie heute, in nahezu aussichtsloser Position. Am letzten Spieltag gewann sie auswärts in Wolfsburg und rettete den Klassenerhalt nur durch ein besseres Torverhältnis. Ich weiss, dass ich eine nachmittägliche Geburtstagsparty in Godesberg verliess und mit dem Fahrrad nach Beuel raste, um dort rechtzeitig zur Sportschau den Spielbericht verfolgen zu können. Wir hatten zufällig Champagner und Kaviar zuhause vorrätig, die ich mir mit einem Fanschal über der TV-Kiste drapierte, um den Bericht feierlich geniessen zu können.

    Es folgte die furchtbarste Borussia-Saison aller Zeiten 98/99 mit dem erfolglosesten Trainer aller Zeiten, dem heutigen Präsidenten Rainer Bonhof. Morgen tritt die Borussia wieder in Wolfsburg an. Es wird ganz gewiss schlimmer als 1998. Und ich werde sicher nicht zuschauen. Herzinfarkt hatte ich schon.

    Update 26.4.
    Die vom Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum zusammengekauften Fussballerinnen haben sich gegen den FC Barcelona achtbar geschlagen: 1:1 zuhause. Das wird für das Rückspiel nicht reichen. Es wäre eine Sensation. Eine Chance besteht darin, dass der hochverschuldete FC Barcelona sparen will. Selbstverständlich an den Frauen, und nicht an den weit teureren Herren. Deswegen stocken anstehende Vertragsverlängerungen für die besten Spielerinnen. Gut für Leistungsmotivation kann das nicht sein.

    Das TV-Quotenduell entschieden die deutschen Provinzherren mit 3:1,3 Mio. für sich. Das Rückspiel in Barcelona ist nächsten Sonntag ab 16.30 h im ZDF.

  2. Morgen: Geschlechterkrieg um TV-Quoten

    Samstag 18 h: Provinz-Fussball (der Herren) gegen Weltklasse-Fussball der Frauen

    mit Update 26.4.

    Lesen die beim ZDF Beueler Extradienst? Wäre mir neu. Aber nichts dagegen. Samstags 18 h ist seit Menschengedenken Sportschau-Zeit. Selbst allermächtigste Medien-Oligarchen und CDU-Millionenspender konnten sie nicht ermorden. Aber vielleicht schafft es die Spieltagsgestaltung der DFL. Die ARD-Sportschau wird genötigt, nicht nur TV-Werbung für kriminelle Wettmafia (= DFL-“Hauptsponsor”) zu machen, sondern auch die grössten Langweilerpartien zu zeigen und mit unangemessenen Brüll-Kommentaren aufzublasen. Geht es ihr morgen an den Kragen? Vom ZDF?

    Denn die Mainzer TV-Fürsten haben sich offenbar beim Disney-Konzern eine Sublizenz der Champions League der Frauen beschafft. Und nachdem die Mädels vom Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum in der Ligaphase vom FC Barcelona bereits standesgemäss mit 7:1 verarbeitet wurden, steht morgen um 18 h im CL-Halbfinale eine Revanche an. Die zusammengekauften Bayrinnen haben nur eine Chance, wenn das beste Frauenfussballteam der Welt sie nach dieser Vorgeschichte massiv unterschätzt, und die Sache morgen zu lässig angeht.

    Aber wenigstens sind die besten Fussballerinnen der Welt morgen mal im deutschen TV zu bewundern. Ich freu mich drauf.

    Wie alles anfing – der TV-Fussball und ich

    Vor 60 Jahren wurden Europacup-Spiele noch zu Zeiten angestossen, zu denen auch Schulkinder zugucken durften. So habe ich den ersten deutschen Europacup-Erfolg der Fussballgeschichte live an der Schwarzweiss-Glotze miterlebt. Das Tor von Stan Libuda ging in die Geschichte ein, wie er selbst, und wie auch der nicht minder legendäre Live-Reporter Ernst Huberty.

    1998 schwebte meine Borussia in Abstiegsgefahr wie heute, in nahezu aussichtsloser Position. Am letzten Spieltag gewann sie auswärts in Wolfsburg und rettete den Klassenerhalt nur durch ein besseres Torverhältnis. Ich weiss, dass ich eine nachmittägliche Geburtstagsparty in Godesberg verliess und mit dem Fahrrad nach Beuel raste, um dort rechtzeitig zur Sportschau den Spielbericht verfolgen zu können. Wir hatten zufällig Champagner und Kaviar zuhause vorrätig, die ich mir mit einem Fanschal über der TV-Kiste drapierte, um den Bericht feierlich geniessen zu können.

    Es folgte die furchtbarste Borussia-Saison aller Zeiten 98/99 mit dem erfolglosesten Trainer aller Zeiten, dem heutigen Präsidenten Rainer Bonhof. Morgen tritt die Borussia wieder in Wolfsburg an. Es wird ganz gewiss schlimmer als 1998. Und ich werde sicher nicht zuschauen. Herzinfarkt hatte ich schon.

    Update 26.4.
    Die vom Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum zusammengekauften Fussballerinnen haben sich gegen den FC Barcelona achtbar geschlagen: 1:1 zuhause. Das wird für das Rückspiel nicht reichen. Es wäre eine Sensation. Eine Chance besteht darin, dass der hochverschuldete FC Barcelona sparen will. Selbstverständlich an den Frauen, und nicht an den weit teureren Herren. Deswegen stocken anstehende Vertragsverlängerungen für die besten Spielerinnen. Gut für Leistungsmotivation kann das nicht sein.

    Das TV-Quotenduell entschieden die deutschen Provinzherren mit 3:1,3 Mio. für sich. Das Rückspiel in Barcelona ist nächsten Sonntag ab 16.30 h im ZDF.

  3. Autodementi

    Sind bei der ARD jetzt alle Fachredaktionen tot?

    Julius Baumeister scheint ein junger Journalist zu sein, der sich für Menschenrechte engagieren will. Das sagt jedenfalls meine Suchmaschine. Er hat sich aber nun leider in der ARD-Sportschau mehrerer Eigentore schuldig gemacht. Und das wirft die Frage auf, warum niemand seiner redaktionellen Mitspieler*innen ihm dabei geholfen hat, sie zu vermeiden. In guten Fussballteams wird das trainiert.

    Es geht um seinen Beitrag zu Sportkooperationen mit Ruanda. Der wirft die Frage auf, welcher lobbyistische Druck sich hinter diesem Agendasetting verbirgt. Ich will nicht anzweifeln, dass sich die ruandische Regierung mannigfacher Verbrechen schuldig gemacht hat. Ihre innenpolitische Legitimation bezieht sie freilich aus einer Landesgeschichte, über die sich wir Deutsche als Letzte moralisch erheben sollten. Und dass der ruandische Kriegsgegner im Ostkongo, die kongolesische Regierung, in Menschenrechtsfragen satisfaktionsfähig ist – das wäre eine echt neue Nachricht. Wie gesagt: nichts davon will ich rechtfertigen. Radikalste Kritik daran ist angebracht.

    Aber warum lässt Baumeister sie in seinem Film durch die aufgebotenen Zeugen und Belege selbst dementieren? Über den Fussballkonzern im süddeutschen Raum und seine sportpolitische Glaubwürdigkeit ist hierzulande eigentlich schon alles gesagt, insbesondere von seinen kritischen Vereinsmitgliedern selbst, die sich regelmässig von einem am Tegernsee residierenden Wurstfabrikanten dafür beschimpfen lassen müssen. Dass der ebenfalls benannte PSG faktisches Eigentum der Sklavenhaltergesellschaft des Emirates Qatar ist – das weiss in der internationalen Fussballwelt spätestens seit der dortigen WM jedes Kind. Insbesondere, wenn es gelegentlich ARD-Sportschau geguckt hat.

    Die optische Spitzenleistung war jedoch, zwei Arsenal-Fans mit “Emirates”-Trikots vor dem “Emirates-Stadium” vor die Kamera zu stellen, und sie stammeln zu lassen, dass Ruanda noch schlimmer als Tottenham sei. Die Vereinigten Arabischen “Emirates”, von denen sie sich in London aushalten lassen, waren aktive Kriegspartei im Jemen, und sind aktive Waffenlieferanten in den failed States Libyen und Sudan – allesamt mit Recht als “grösste humanitäre Katastrophen” klassifiziert. Ihre gewaltsamen Entführungen flüchtiger Prinzessinnen sind dagegen ja fast schon eine feuilletonistische Bagatelle – nach unseren Gesetzen freilich schwerste organisierte Kriminalität. “Unsere” Partner – ist doch wunderbar.

    So what, liebe musterdemokratische Fussballkonzerne und eingebettete Medien?

    Sport als Mittel zur Emanzipation

    Nein es ist nicht alles schlecht. Noch nicht einmal im internationalen Profisport. Das beweist Satou Sabally, Weltklasse-Basketballerin, die in den USA eine fette Profikarriere (“eine der 5 Besten”) hinlegt. Tsellot Melesse hat für die Berliner Multimedia-Produktionsfirma Iconoclast eine Dokumentation über den schwarzen deutschen Star gedreht, und das eben noch kritisierte ZDF hat sie als “Sportstudio-Reportage” in seine Mediathek gestellt.

    ZDF-Trailertext: “Die Doku gewährt außergewöhnlich persönliche Einblicke in das Leben einer Athletin, die nicht nur auf dem Spielfeld glänzt, sondern auch abseits davon für Veränderung kämpft und offen über Gleichberechtigung, Identität und Selbstzweifel spricht.” Verfügbarkeitsdauer nicht angegeben. Die Inhaltsangabe kann ich bestätigen. Als fauler weisser Sack muss ich ergänzend gestehen: dieses Berühmtsein wäre mir zu anstrengend. Respekt!

  4. Autodementi

    Sind bei der ARD jetzt alle Fachredaktionen tot?

    Julius Baumeister scheint ein junger Journalist zu sein, der sich für Menschenrechte engagieren will. Das sagt jedenfalls meine Suchmaschine. Er hat sich aber nun leider in der ARD-Sportschau mehrerer Eigentore schuldig gemacht. Und das wirft die Frage auf, warum niemand seiner redaktionellen Mitspieler*innen ihm dabei geholfen hat, sie zu vermeiden. In guten Fussballteams wird das trainiert.

    Es geht um seinen Beitrag zu Sportkooperationen mit Ruanda. Der wirft die Frage auf, welcher lobbyistische Druck sich hinter diesem Agendasetting verbirgt. Ich will nicht anzweifeln, dass sich die ruandische Regierung mannigfacher Verbrechen schuldig gemacht hat. Ihre innenpolitische Legitimation bezieht sie freilich aus einer Landesgeschichte, über die sich wir Deutsche als Letzte moralisch erheben sollten. Und dass der ruandische Kriegsgegner im Ostkongo, die kongolesische Regierung, in Menschenrechtsfragen satisfaktionsfähig ist – das wäre eine echt neue Nachricht. Wie gesagt: nichts davon will ich rechtfertigen. Radikalste Kritik daran ist angebracht.

    Aber warum lässt Baumeister sie in seinem Film durch die aufgebotenen Zeugen und Belege selbst dementieren? Über den Fussballkonzern im süddeutschen Raum und seine sportpolitische Glaubwürdigkeit ist hierzulande eigentlich schon alles gesagt, insbesondere von seinen kritischen Vereinsmitgliedern selbst, die sich regelmässig von einem am Tegernsee residierenden Wurstfabrikanten dafür beschimpfen lassen müssen. Dass der ebenfalls benannte PSG faktisches Eigentum der Sklavenhaltergesellschaft des Emirates Qatar ist – das weiss in der internationalen Fussballwelt spätestens seit der dortigen WM jedes Kind. Insbesondere, wenn es gelegentlich ARD-Sportschau geguckt hat.

    Die optische Spitzenleistung war jedoch, zwei Arsenal-Fans mit “Emirates”-Trikots vor dem “Emirates-Stadium” vor die Kamera zu stellen, und sie stammeln zu lassen, dass Ruanda noch schlimmer als Tottenham sei. Die Vereinigten Arabischen “Emirates”, von denen sie sich in London aushalten lassen, waren aktive Kriegspartei im Jemen, und sind aktive Waffenlieferanten in den failed States Libyen und Sudan – allesamt mit Recht als “grösste humanitäre Katastrophen” klassifiziert. Ihre gewaltsamen Entführungen flüchtiger Prinzessinnen sind dagegen ja fast schon eine feuilletonistische Bagatelle – nach unseren Gesetzen freilich schwerste organisierte Kriminalität. “Unsere” Partner – ist doch wunderbar.

    So what, liebe musterdemokratische Fussballkonzerne und eingebettete Medien?

    Sport als Mittel zur Emanzipation

    Nein es ist nicht alles schlecht. Noch nicht einmal im internationalen Profisport. Das beweist Satou Sabally, Weltklasse-Basketballerin, die in den USA eine fette Profikarriere (“eine der 5 Besten”) hinlegt. Tsellot Melesse hat für die Berliner Multimedia-Produktionsfirma Iconoclast eine Dokumentation über den schwarzen deutschen Star gedreht, und das eben noch kritisierte ZDF hat sie als “Sportstudio-Reportage” in seine Mediathek gestellt.

    ZDF-Trailertext: “Die Doku gewährt außergewöhnlich persönliche Einblicke in das Leben einer Athletin, die nicht nur auf dem Spielfeld glänzt, sondern auch abseits davon für Veränderung kämpft und offen über Gleichberechtigung, Identität und Selbstzweifel spricht.” Verfügbarkeitsdauer nicht angegeben. Die Inhaltsangabe kann ich bestätigen. Als fauler weisser Sack muss ich ergänzend gestehen: dieses Berühmtsein wäre mir zu anstrengend. Respekt!

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  5. Autodementi

    Sind bei der ARD jetzt alle Fachredaktionen tot?

    Julius Baumeister scheint ein junger Journalist zu sein, der sich für Menschenrechte engagieren will. Das sagt jedenfalls meine Suchmaschine. Er hat sich aber nun leider in der ARD-Sportschau mehrerer Eigentore schuldig gemacht. Und das wirft die Frage auf, warum niemand seiner redaktionellen Mitspieler*innen ihm dabei geholfen hat, sie zu vermeiden. In guten Fussballteams wird das trainiert.

    Es geht um seinen Beitrag zu Sportkooperationen mit Ruanda. Der wirft die Frage auf, welcher lobbyistische Druck sich hinter diesem Agendasetting verbirgt. Ich will nicht anzweifeln, dass sich die ruandische Regierung mannigfacher Verbrechen schuldig gemacht hat. Ihre innenpolitische Legitimation bezieht sie freilich aus einer Landesgeschichte, über die sich wir Deutsche als Letzte moralisch erheben sollten. Und dass der ruandische Kriegsgegner im Ostkongo, die kongolesische Regierung, in Menschenrechtsfragen satisfaktionsfähig ist – das wäre eine echt neue Nachricht. Wie gesagt: nichts davon will ich rechtfertigen. Radikalste Kritik daran ist angebracht.

    Aber warum lässt Baumeister sie in seinem Film durch die aufgebotenen Zeugen und Belege selbst dementieren? Über den Fussballkonzern im süddeutschen Raum und seine sportpolitische Glaubwürdigkeit ist hierzulande eigentlich schon alles gesagt, insbesondere von seinen kritischen Vereinsmitgliedern selbst, die sich regelmässig von einem am Tegernsee residierenden Wurstfabrikanten dafür beschimpfen lassen müssen. Dass der ebenfalls benannte PSG faktisches Eigentum der Sklavenhaltergesellschaft des Emirates Qatar ist – das weiss in der internationalen Fussballwelt spätestens seit der dortigen WM jedes Kind. Insbesondere, wenn es gelegentlich ARD-Sportschau geguckt hat.

    Die optische Spitzenleistung war jedoch, zwei Arsenal-Fans mit “Emirates”-Trikots vor dem “Emirates-Stadium” vor die Kamera zu stellen, und sie stammeln zu lassen, dass Ruanda noch schlimmer als Tottenham sei. Die Vereinigten Arabischen “Emirates”, von denen sie sich in London aushalten lassen, waren aktive Kriegspartei im Jemen, und sind aktive Waffenlieferanten in den failed States Libyen und Sudan – allesamt mit Recht als “grösste humanitäre Katastrophen” klassifiziert. Ihre gewaltsamen Entführungen flüchtiger Prinzessinnen sind dagegen ja fast schon eine feuilletonistische Bagatelle – nach unseren Gesetzen freilich schwerste organisierte Kriminalität. “Unsere” Partner – ist doch wunderbar.

    So what, liebe musterdemokratische Fussballkonzerne und eingebettete Medien?

    Sport als Mittel zur Emanzipation

    Nein es ist nicht alles schlecht. Noch nicht einmal im internationalen Profisport. Das beweist Satou Sabally, Weltklasse-Basketballerin, die in den USA eine fette Profikarriere (“eine der 5 Besten”) hinlegt. Tsellot Melesse hat für die Berliner Multimedia-Produktionsfirma Iconoclast eine Dokumentation über den schwarzen deutschen Star gedreht, und das eben noch kritisierte ZDF hat sie als “Sportstudio-Reportage” in seine Mediathek gestellt.

    ZDF-Trailertext: “Die Doku gewährt außergewöhnlich persönliche Einblicke in das Leben einer Athletin, die nicht nur auf dem Spielfeld glänzt, sondern auch abseits davon für Veränderung kämpft und offen über Gleichberechtigung, Identität und Selbstzweifel spricht.” Verfügbarkeitsdauer nicht angegeben. Die Inhaltsangabe kann ich bestätigen. Als fauler weisser Sack muss ich ergänzend gestehen: dieses Berühmtsein wäre mir zu anstrengend. Respekt!

  6. “Experten”-Unwesen

    Wie viel Abdankung von Journalismus ist noch zu ertragen? Der Sportjournalismus ist nur die Avantgarde der Abdankung. Wirtschafts- und Politikjournalismus werden ihm folgen. Auch in diesen “wichtigen” Branchen arbeiten längst mehr und besser bezahlte Menschen in PR-Abteilungen und Denkpanzern (“Thinktanks”), als in unabhängigen Redaktionen. Auch ich selbst habe nie mehr Geld in so kurzer Zeit verdient, wie 2005/2006 als ich mich aus kurzzeitiger Arbeitslosigkeit heraus als Medienberater selbstständig machte. Aber aus aktuellem Anlass noch mal […]

    https://extradienst.net/2022/12/11/experten-unwesen/

  7. “Experten”-Unwesen

    Wie viel Abdankung von Journalismus ist noch zu ertragen? Der Sportjournalismus ist nur die Avantgarde der Abdankung. Wirtschafts- und Politikjournalismus werden ihm folgen. Auch in diesen “wichtigen” Branchen arbeiten längst mehr und besser bezahlte Menschen in PR-Abteilungen und Denkpanzern (“Thinktanks”), als in unabhängigen Redaktionen. Auch ich selbst habe nie mehr Geld in so kurzer Zeit verdient, wie 2005/2006 als ich mich aus kurzzeitiger Arbeitslosigkeit heraus als Medienberater selbstständig machte. Aber aus aktuellem Anlass noch mal […]

    https://extradienst.net/2022/12/11/experten-unwesen/

  8. “Experten”-Unwesen

    Wie viel Abdankung von Journalismus ist noch zu ertragen? Der Sportjournalismus ist nur die Avantgarde der Abdankung. Wirtschafts- und Politikjournalismus werden ihm folgen. Auch in diesen “wichtigen” Branchen arbeiten längst mehr und besser bezahlte Menschen in PR-Abteilungen und Denkpanzern (“Thinktanks”), als in unabhängigen Redaktionen. Auch ich selbst habe nie mehr Geld in so kurzer Zeit verdient, wie 2005/2006 als ich mich aus kurzzeitiger Arbeitslosigkeit heraus als Medienberater selbstständig machte. Aber aus aktuellem Anlass noch mal […]

    https://extradienst.net/2022/12/11/experten-unwesen/

  9. “Experten”-Unwesen

    Wie viel Abdankung von Journalismus ist noch zu ertragen? Der Sportjournalismus ist nur die Avantgarde der Abdankung. Wirtschafts- und Politikjournalismus werden ihm folgen. Auch in diesen “wichtigen” Branchen arbeiten längst mehr und besser bezahlte Menschen in PR-Abteilungen und Denkpanzern (“Thinktanks”), als in unabhängigen Redaktionen. Auch ich selbst habe nie mehr Geld in so kurzer Zeit verdient, wie 2005/2006 als ich mich aus kurzzeitiger Arbeitslosigkeit heraus als Medienberater selbstständig machte. Aber aus aktuellem Anlass noch mal […]

    https://extradienst.net/2022/12/11/experten-unwesen/