#cwlangerpost — Public Fediverse posts
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@Aljoscha Rittner (beandev)* Bildbeschreibungen sollten beim Bild sein, nicht nur als Reply. Also sollte ein Autor den Text in den Ursprung-Post kopieren.
Was auch bedeutet, daß, wenn man eine zusätzliche Bildbeschreibung in den Post-Text tun will (z. B., weil man noch eine längere Bildbeschreibung braucht, oder weil Veronica Lewis a.k.a. Veronica with Four Eyes das empfiehlt), man diese zusätzliche Bildbeschreibung nicht auf einen Thread ausdehnen darf. Sie muß zwingend komplett in den Post passen, in dem auch das Bild ist.
Damit sind natürlich Langbeschreibungen auf Mastodon nicht machbar und je nach Länge auch bei einigen anderen auf Microblogging ausgerichteten Serveranwendungen nicht.* Beschreibungen des Bots sind oft nicht hinreichend oder irreführend. Also nicht nur kopieren, sondern auch anpassen
Das sowieso. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie lückenhaft und fehlerhaft KI-Bildbeschreibungen oft sind.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@Aljoscha Rittner (beandev)* Bildbeschreibungen sollten beim Bild sein, nicht nur als Reply. Also sollte ein Autor den Text in den Ursprung-Post kopieren.
Was auch bedeutet, daß, wenn man eine zusätzliche Bildbeschreibung in den Post-Text tun will (z. B., weil man noch eine längere Bildbeschreibung braucht, oder weil Veronica Lewis a.k.a. Veronica with Four Eyes das empfiehlt), man diese zusätzliche Bildbeschreibung nicht auf einen Thread ausdehnen darf. Sie muß zwingend komplett in den Post passen, in dem auch das Bild ist.
Damit sind natürlich Langbeschreibungen auf Mastodon nicht machbar und je nach Länge auch bei einigen anderen auf Microblogging ausgerichteten Serveranwendungen nicht.* Beschreibungen des Bots sind oft nicht hinreichend oder irreführend. Also nicht nur kopieren, sondern auch anpassen
Das sowieso. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie lückenhaft und fehlerhaft KI-Bildbeschreibungen oft sind.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@Erdstern @Aljoscha Rittner (beandev) Nur was ist "unsere Kultur"? Die Mastodon-Kultur? Falls ja: Die Mastodon-Kultur ist nicht die Kultur des ganzen Fediverse und wird es auch definitiv nie werden. Nein, wirklich nicht. Egal, wie sehr sich die Mastodon-Nutzerschaft darum bemüht.
Dafür ist das Fediverse zu unterschiedlich. Gewisse Dinge in der Mastodon-Kultur funktionieren einfach nicht überall und/oder werden woanders ganz anders gehandhabt. Das wird dir jeder bestätigen, der im Fediverse etwas anderes als Mastodon als Daily Driver nutzt.
CWs sind übrigens tatsächlich ein ganz hervorragendes Beispiel. Da gibt es gigantische Unterschiede zwischen einerseits Mastodon und andererseits Friendica und seinen Nachfahren (Hubzilla, (streams), Forte).
Der erste Unterschied ist: Friendica und seine Familie haben Mastodons CW-Feld nicht. Das heißt, sie haben das schon. Aber es ist ein Feld für Zusammenfassungen. Warum sie das nicht wie Mastodon als CW-Feld gemacht haben? Weil Friendica es schon sieben Jahre länger als Zusammenfassungsfeld hat, als Mastodon es als CW-Feld hat. Und Hubzilla zwei Jahre länger. Beide waren tatsächlich schon vor Mastodon im Fediverse.
Warum Zusammenfassungen? Weil Friendica und Hubzilla ein "Zeichenlimit" von über 16 Millionen und (streams) und Forte eins von über 24 Millionen haben, wo Mastodon nur 500 Zeichen hat. Da kann man soviel auf einmal posten, daß Zusammenfassungen sinnvoll werden. Im übrigen ist Friendica nicht wie Twitter, sondern eine Kombination aus Facebook und Blog. Und gute Bloggingplattformen haben immer sowohl Titel als auch Zusammenfassungen. Friendica hat beides, seine Nachfahren auch.
Der nächste Unterschied ist auch technischer Natur: Auf Friendica, (streams) und Forte haben für Zusammenfassungen kein dediziertes Eingabefeld. Bei beiden müssen Zusammenfassungen in Tag-Paare gesteckt werden. Hubzilla hat als einziges ein dediziertes Eingabefeld für Zusammenfassungen. Das gibt es aber nur für Posts und nicht für Kommentare (alle vier haben dafür separate Editoren, genau wie Facebook und jede Bloggingplattform da draußen). Ich meine: Hast du schon mal einen Blog-Kommentar mit Zusammenfassung gesehen? Nee? Siehste. Und genau deswegen hat dieser Kommentar auch keine CW.
Und letztlich kommt noch etwas dazu, das Technik mit Kultur verbindet: Alle vier machen CWs statt dessen ganz anders, und zwar schon immer.
Auf allen vieren werden CWs vollautomatisch generiert. Aber nicht beim Schreiben eines Beitrags, sondern wenn man ihn empfangen hat. Also auf Leserseite. Optional. Mittels eines einfachen Textfilter. Und abhängig davon, welche Schlüsselwörter man CW't haben will. Ganz ohne Gemecker, was denn jetzt CW't werden muß und was auf gar keinen Fall CW't werden darf. Für dich wird's dann eben CW't, für andere wird exakt derselbe Beitrag nicht CW't.
Im Prinzip ist das wie Mastodons Filtereinstellung "Mit einer Warnung ausblenden", die es seit Version 4.0 vom Oktober 2022 gibt. Nur hatte Friendica genau dieses Feature schon gut zwölf Jahre vor Mastodon. Und in sehr viel einfacher. Statt nämlich für jedes Schlüsselwort aufwendig jeweils eine Filtereinstellung zusammenklicken zu müssen, gibt's eine Liste von Schlüsselwörtern, wo man neue einfach eintragen kann.
Teil der Kultur auf Friendica und seinen Nachfahren und ganz besonders ab Hubzilla ist Self-Empowerment. Selbstmoderation. Selbst dafür zu sorgen, daß im eigenen Stream Ruhe herrscht, statt sich von vorne bis hinten verhätscheln und sich alles auf dem Silbertablett servieren zu lassen. Teil der Kultur ist damit auch, sich seine CWs leserseitig ganz individuell für sich selbst generieren zu lassen, und wenn man selbst unangenehme Inhalte postet, entsprechende Schlüsselwörter einzubauen.
Da kannst du als Mastodon-Nutzer noch so sehr auf CWs gemäß Mastodon-Kultur und Mastodon-Regeln pochen. Auf Friendica, Hubzilla, (streams) und Forte wird dir jeder sagen, daß es eine unausgegorene Kacklösung ist, das Zusammenfassungsfeld für sowas zu mißbrauchen, und Friendica, Hubzilla, (streams) und Forte es tausendmal eleganter machen. Wer auf den vieren etwas von Mastodon versteht, kann sogar anmerken, daß genau die Vorgehensweise von Friendica & Co. seit gut dreieinhalb Jahren auch auf Mastodon geht.
Auf Mastodon beißt unsereins aber auf Granitkeks, weil:- Auf Mastodon gilt: Jeder Beitrag ist ein Mastodon-Tröt, es sei denn, er fällt extrem aus dem Rahmen (z. B. Titel in fett, Zusammenfassung, externer Link, das war's). Wenn etwas nicht von Mastodon kommt, merken viele das gar nicht. Und annähernd niemand kann sagen, woher etwas kommt, wenn nicht von Mastodon.
- Mehr als die Hälfte der Mastodon-Nutzer "weiß" (will sagen, glaubt zu wissen), daß das Fediverse nur aus Mastodon besteht.
- Nur wenige wissen, daß Friendica existiert.
- Von denen wissen nur wenige, daß Friendica mit Mastodon verbunden ist und mit Mastodon Inhalte austauscht.
- Von Hubzilla wissen noch sehr viel weniger Leute, von dessen Nachfahren ganz zu schweigen.
- Das Argument, daß Friendica und Hubzilla schon vor Mastodon da waren, zieht schon deshalb nicht, weil von denen, die schon mal von einem von den beiden gehört haben, sich niemand vorstellen kann, daß sie älter sind als Mastodon. "Jeder weiß" (will sagen, glaubt zu wissen), daß Mastodon der Urknall des Fediverse war und alles andere erst danach dazugekommen ist, weil Gargron ja die ganze Technologie erst erfunden hat.
- Was diese Serveranwendungen können, wissen nochmals weniger Leute. Und wenn Mastodon etwas nicht kann, ist es unvorstellbar, daß irgendwas im Fediverse das kann.
- Sogar Mastodons "Mit einer Warnung ausblenden" ist komplett unbekannt. Es hätte Mastodons CW-Kultur revolutionieren können, hat es aber nicht.
- Obendrein wurde Mastodons Kultur, die dem gesamten Fediverse aufgezwungen wird, Mitte 2022 definiert von denjenigen, die im Februar und März von Twitter abgehauen waren. Also noch auf Basis von Mastodon 3.x. Was seitdem an neuen Features dazugekommen ist, ist praktisch samt und sonders nie Teil der Mastodon-Kultur geworden.
- Letztlich "weiß" jeder auf Mastodon (will sagen, glaubt zu wissen), daß Gargron das CW-Feld von Grund auf neu erfunden hat, daß es also nie als irgendetwas anderes verwendet worden ist und auch jetzt nicht wird.
So werden weiterhin Mastodon-Nutzer von Friendica-, Hubzilla-, (streams)- und Forte-Nutzern verlangen, a) Inhaltswarnungen ins Zusammenfassungsfeld zu schreiben, b) das Zusammenfassungsfeld nur für Inhaltswarnungen zu nehmen (und nicht etwa für Zusammenfassungen, das wäre ja Mißbrauch) und c) die Zahl der Hashtags zu reduzieren (die die Friendica-, Hubzilla-, (streams)- und Forte-Nutzer verwenden, um Schlüsselwörter zum Filtern diskret im Beitrag unterbringen zu können).
Und weil Mastodon-Nutzer beim Durchsetzen ihrer Idealvorstellungen von einem Fediverse ein "Nein" nicht akzeptieren, wird sehr bald über "durchaus freundliche Hinweise" hinaus eskaliert. Ich selbst bin wahrscheinlich schon zigtausendfach blockiert worden, nur weil ich mich nicht wie ein Mastodon-Nutzer verhalte.
Wahrscheinlich würden sich exakt dieselben Mastodon-Nutzer aufregen wie das HB-Männchen, wenn sie erfahren würden, daß Friendica-Nutzer sie blockieren, weil sie z. B. das Zusammenfassungsfeld für Inhaltswarnungen mißbrauchen oder lange Posts in kleine Schnipsel von unter 500 Zeichen zerschneiden (für letzteren Fall kenne ich tatsächlich jemanden auf Friendica und inzwischen auch jemanden auf Akkoma).
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Forte #CWFediMeta #CWFediverseMeta #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta -
@Erdstern @Aljoscha Rittner (beandev) Nur was ist "unsere Kultur"? Die Mastodon-Kultur? Falls ja: Die Mastodon-Kultur ist nicht die Kultur des ganzen Fediverse und wird es auch definitiv nie werden. Nein, wirklich nicht. Egal, wie sehr sich die Mastodon-Nutzerschaft darum bemüht.
Dafür ist das Fediverse zu unterschiedlich. Gewisse Dinge in der Mastodon-Kultur funktionieren einfach nicht überall und/oder werden woanders ganz anders gehandhabt. Das wird dir jeder bestätigen, der im Fediverse etwas anderes als Mastodon als Daily Driver nutzt.
CWs sind übrigens tatsächlich ein ganz hervorragendes Beispiel. Da gibt es gigantische Unterschiede zwischen einerseits Mastodon und andererseits Friendica und seinen Nachfahren (Hubzilla, (streams), Forte).
Der erste Unterschied ist: Friendica und seine Familie haben Mastodons CW-Feld nicht. Das heißt, sie haben das schon. Aber es ist ein Feld für Zusammenfassungen. Warum sie das nicht wie Mastodon als CW-Feld gemacht haben? Weil Friendica es schon sieben Jahre länger als Zusammenfassungsfeld hat, als Mastodon es als CW-Feld hat. Und Hubzilla zwei Jahre länger. Beide waren tatsächlich schon vor Mastodon im Fediverse.
Warum Zusammenfassungen? Weil Friendica und Hubzilla ein "Zeichenlimit" von über 16 Millionen und (streams) und Forte eins von über 24 Millionen haben, wo Mastodon nur 500 Zeichen hat. Da kann man soviel auf einmal posten, daß Zusammenfassungen sinnvoll werden. Im übrigen ist Friendica nicht wie Twitter, sondern eine Kombination aus Facebook und Blog. Und gute Bloggingplattformen haben immer sowohl Titel als auch Zusammenfassungen. Friendica hat beides, seine Nachfahren auch.
Der nächste Unterschied ist auch technischer Natur: Auf Friendica, (streams) und Forte haben für Zusammenfassungen kein dediziertes Eingabefeld. Bei beiden müssen Zusammenfassungen in Tag-Paare gesteckt werden. Hubzilla hat als einziges ein dediziertes Eingabefeld für Zusammenfassungen. Das gibt es aber nur für Posts und nicht für Kommentare (alle vier haben dafür separate Editoren, genau wie Facebook und jede Bloggingplattform da draußen). Ich meine: Hast du schon mal einen Blog-Kommentar mit Zusammenfassung gesehen? Nee? Siehste. Und genau deswegen hat dieser Kommentar auch keine CW.
Und letztlich kommt noch etwas dazu, das Technik mit Kultur verbindet: Alle vier machen CWs statt dessen ganz anders, und zwar schon immer.
Auf allen vieren werden CWs vollautomatisch generiert. Aber nicht beim Schreiben eines Beitrags, sondern wenn man ihn empfangen hat. Also auf Leserseite. Optional. Mittels eines einfachen Textfilter. Und abhängig davon, welche Schlüsselwörter man CW't haben will. Ganz ohne Gemecker, was denn jetzt CW't werden muß und was auf gar keinen Fall CW't werden darf. Für dich wird's dann eben CW't, für andere wird exakt derselbe Beitrag nicht CW't.
Im Prinzip ist das wie Mastodons Filtereinstellung "Mit einer Warnung ausblenden", die es seit Version 4.0 vom Oktober 2022 gibt. Nur hatte Friendica genau dieses Feature schon gut zwölf Jahre vor Mastodon. Und in sehr viel einfacher. Statt nämlich für jedes Schlüsselwort aufwendig jeweils eine Filtereinstellung zusammenklicken zu müssen, gibt's eine Liste von Schlüsselwörtern, wo man neue einfach eintragen kann.
Teil der Kultur auf Friendica und seinen Nachfahren und ganz besonders ab Hubzilla ist Self-Empowerment. Selbstmoderation. Selbst dafür zu sorgen, daß im eigenen Stream Ruhe herrscht, statt sich von vorne bis hinten verhätscheln und sich alles auf dem Silbertablett servieren zu lassen. Teil der Kultur ist damit auch, sich seine CWs leserseitig ganz individuell für sich selbst generieren zu lassen, und wenn man selbst unangenehme Inhalte postet, entsprechende Schlüsselwörter einzubauen.
Da kannst du als Mastodon-Nutzer noch so sehr auf CWs gemäß Mastodon-Kultur und Mastodon-Regeln pochen. Auf Friendica, Hubzilla, (streams) und Forte wird dir jeder sagen, daß es eine unausgegorene Kacklösung ist, das Zusammenfassungsfeld für sowas zu mißbrauchen, und Friendica, Hubzilla, (streams) und Forte es tausendmal eleganter machen. Wer auf den vieren etwas von Mastodon versteht, kann sogar anmerken, daß genau die Vorgehensweise von Friendica & Co. seit gut dreieinhalb Jahren auch auf Mastodon geht.
Auf Mastodon beißt unsereins aber auf Granitkeks, weil:- Auf Mastodon gilt: Jeder Beitrag ist ein Mastodon-Tröt, es sei denn, er fällt extrem aus dem Rahmen (z. B. Titel in fett, Zusammenfassung, externer Link, das war's). Wenn etwas nicht von Mastodon kommt, merken viele das gar nicht. Und annähernd niemand kann sagen, woher etwas kommt, wenn nicht von Mastodon.
- Mehr als die Hälfte der Mastodon-Nutzer "weiß" (will sagen, glaubt zu wissen), daß das Fediverse nur aus Mastodon besteht.
- Nur wenige wissen, daß Friendica existiert.
- Von denen wissen nur wenige, daß Friendica mit Mastodon verbunden ist und mit Mastodon Inhalte austauscht.
- Von Hubzilla wissen noch sehr viel weniger Leute, von dessen Nachfahren ganz zu schweigen.
- Das Argument, daß Friendica und Hubzilla schon vor Mastodon da waren, zieht schon deshalb nicht, weil von denen, die schon mal von einem von den beiden gehört haben, sich niemand vorstellen kann, daß sie älter sind als Mastodon. "Jeder weiß" (will sagen, glaubt zu wissen), daß Mastodon der Urknall des Fediverse war und alles andere erst danach dazugekommen ist, weil Gargron ja die ganze Technologie erst erfunden hat.
- Was diese Serveranwendungen können, wissen nochmals weniger Leute. Und wenn Mastodon etwas nicht kann, ist es unvorstellbar, daß irgendwas im Fediverse das kann.
- Sogar Mastodons "Mit einer Warnung ausblenden" ist komplett unbekannt. Es hätte Mastodons CW-Kultur revolutionieren können, hat es aber nicht.
- Obendrein wurde Mastodons Kultur, die dem gesamten Fediverse aufgezwungen wird, Mitte 2022 definiert von denjenigen, die im Februar und März von Twitter abgehauen waren. Also noch auf Basis von Mastodon 3.x. Was seitdem an neuen Features dazugekommen ist, ist praktisch samt und sonders nie Teil der Mastodon-Kultur geworden.
- Letztlich "weiß" jeder auf Mastodon (will sagen, glaubt zu wissen), daß Gargron das CW-Feld von Grund auf neu erfunden hat, daß es also nie als irgendetwas anderes verwendet worden ist und auch jetzt nicht wird.
So werden weiterhin Mastodon-Nutzer von Friendica-, Hubzilla-, (streams)- und Forte-Nutzern verlangen, a) Inhaltswarnungen ins Zusammenfassungsfeld zu schreiben, b) das Zusammenfassungsfeld nur für Inhaltswarnungen zu nehmen (und nicht etwa für Zusammenfassungen, das wäre ja Mißbrauch) und c) die Zahl der Hashtags zu reduzieren (die die Friendica-, Hubzilla-, (streams)- und Forte-Nutzer verwenden, um Schlüsselwörter zum Filtern diskret im Beitrag unterbringen zu können).
Und weil Mastodon-Nutzer beim Durchsetzen ihrer Idealvorstellungen von einem Fediverse ein "Nein" nicht akzeptieren, wird sehr bald über "durchaus freundliche Hinweise" hinaus eskaliert. Ich selbst bin wahrscheinlich schon zigtausendfach blockiert worden, nur weil ich mich nicht wie ein Mastodon-Nutzer verhalte.
Wahrscheinlich würden sich exakt dieselben Mastodon-Nutzer aufregen wie das HB-Männchen, wenn sie erfahren würden, daß Friendica-Nutzer sie blockieren, weil sie z. B. das Zusammenfassungsfeld für Inhaltswarnungen mißbrauchen oder lange Posts in kleine Schnipsel von unter 500 Zeichen zerschneiden (für letzteren Fall kenne ich tatsächlich jemanden auf Friendica und inzwischen auch jemanden auf Akkoma).
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Forte #CWFediMeta #CWFediverseMeta #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta -
@h0uz3 @Aljoscha Rittner (beandev) Das hängt stark vom Aufwand ab, den man sich macht, und davon, wieviele Gedanken man sich beim Beschreiben der eigenen Bilder macht.
Nicht jeder ist zufrieden mit einem ganz kurzen Alt-Text, der 20 Sekunden auf einer Handytastatur gebraucht hat, als einziger Beschreibung des Bildes. Und nicht bei jedem Bild ist ein kurzer 20-Sekunden-Alt-Text absolut ausreichend.
Ich selbst poste nur drei Arten von Bildern (Suchen zwecklos, auf diesem Kanal, von dem ich hier jetzt gerade kommentiere, poste ich überhaupt keine Bilder mehr):- Memes über das Fediverse
- Memes über virtuelle Welten
- Renderings aus sehr obskuren, fast komplett unbekannten virtuellen Welten
Bei den Memes mache ich mir schon etwas Gedanken über die rein visuelle Beschreibung, die dann in den Alt-Text geht. Das hält sich aber in Grenzen. Die notwendigen Erklärungen im Post-Text sind es, die das Posten von Memes aufwendig machen.
Bei den Bildern aus virtuellen Welten muß ich einen noch deutlich höheren Aufwand betreiben: Im Post-Text gibt es nicht einfach nur Erklärungen, sondern eine zweite, volldetaillierte visuelle Bildbeschreibung, die die notwendigen Erklärungen und mitunter auch etliche Text-Transkripte enthält. Auch die "kurze" visuelle Beschreibung im Alt-Text neigte früher dazu, sehr lang zu werden; in Zukunft werde ich meine Alt-Texte auf maximal 512 Zeichen beschränken, damit Misskey und die Forkeys sie nicht löschen.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@h0uz3 @Aljoscha Rittner (beandev) Das hängt stark vom Aufwand ab, den man sich macht, und davon, wieviele Gedanken man sich beim Beschreiben der eigenen Bilder macht.
Nicht jeder ist zufrieden mit einem ganz kurzen Alt-Text, der 20 Sekunden auf einer Handytastatur gebraucht hat, als einziger Beschreibung des Bildes. Und nicht bei jedem Bild ist ein kurzer 20-Sekunden-Alt-Text absolut ausreichend.
Ich selbst poste nur drei Arten von Bildern (Suchen zwecklos, auf diesem Kanal, von dem ich hier jetzt gerade kommentiere, poste ich überhaupt keine Bilder mehr):- Memes über das Fediverse
- Memes über virtuelle Welten
- Renderings aus sehr obskuren, fast komplett unbekannten virtuellen Welten
Bei den Memes mache ich mir schon etwas Gedanken über die rein visuelle Beschreibung, die dann in den Alt-Text geht. Das hält sich aber in Grenzen. Die notwendigen Erklärungen im Post-Text sind es, die das Posten von Memes aufwendig machen.
Bei den Bildern aus virtuellen Welten muß ich einen noch deutlich höheren Aufwand betreiben: Im Post-Text gibt es nicht einfach nur Erklärungen, sondern eine zweite, volldetaillierte visuelle Bildbeschreibung, die die notwendigen Erklärungen und mitunter auch etliche Text-Transkripte enthält. Auch die "kurze" visuelle Beschreibung im Alt-Text neigte früher dazu, sehr lang zu werden; in Zukunft werde ich meine Alt-Texte auf maximal 512 Zeichen beschränken, damit Misskey und die Forkeys sie nicht löschen.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@h0uz3 @Aljoscha Rittner (beandev) Das hängt stark vom Aufwand ab, den man sich macht, und davon, wieviele Gedanken man sich beim Beschreiben der eigenen Bilder macht.
Nicht jeder ist zufrieden mit einem ganz kurzen Alt-Text, der 20 Sekunden auf einer Handytastatur gebraucht hat, als einziger Beschreibung des Bildes. Und nicht bei jedem Bild ist ein kurzer 20-Sekunden-Alt-Text absolut ausreichend.
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Bei den Bildern aus virtuellen Welten muß ich einen noch deutlich höheren Aufwand betreiben: Im Post-Text gibt es nicht einfach nur Erklärungen, sondern eine zweite, volldetaillierte visuelle Bildbeschreibung, die die notwendigen Erklärungen und mitunter auch etliche Text-Transkripte enthält. Auch die "kurze" visuelle Beschreibung im Alt-Text neigte früher dazu, sehr lang zu werden; in Zukunft werde ich meine Alt-Texte auf maximal 512 Zeichen beschränken, damit Misskey und die Forkeys sie nicht löschen.
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@h0uz3 @Aljoscha Rittner (beandev) Das hängt stark vom Aufwand ab, den man sich macht, und davon, wieviele Gedanken man sich beim Beschreiben der eigenen Bilder macht.
Nicht jeder ist zufrieden mit einem ganz kurzen Alt-Text, der 20 Sekunden auf einer Handytastatur gebraucht hat, als einziger Beschreibung des Bildes. Und nicht bei jedem Bild ist ein kurzer 20-Sekunden-Alt-Text absolut ausreichend.
Ich selbst poste nur drei Arten von Bildern (Suchen zwecklos, auf diesem Kanal, von dem ich hier jetzt gerade kommentiere, poste ich überhaupt keine Bilder mehr):- Memes über das Fediverse
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Bei den Memes mache ich mir schon etwas Gedanken über die rein visuelle Beschreibung, die dann in den Alt-Text geht. Das hält sich aber in Grenzen. Die notwendigen Erklärungen im Post-Text sind es, die das Posten von Memes aufwendig machen.
Bei den Bildern aus virtuellen Welten muß ich einen noch deutlich höheren Aufwand betreiben: Im Post-Text gibt es nicht einfach nur Erklärungen, sondern eine zweite, volldetaillierte visuelle Bildbeschreibung, die die notwendigen Erklärungen und mitunter auch etliche Text-Transkripte enthält. Auch die "kurze" visuelle Beschreibung im Alt-Text neigte früher dazu, sehr lang zu werden; in Zukunft werde ich meine Alt-Texte auf maximal 512 Zeichen beschränken, damit Misskey und die Forkeys sie nicht löschen.
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@h0uz3 @Aljoscha Rittner (beandev) Das hängt stark vom Aufwand ab, den man sich macht, und davon, wieviele Gedanken man sich beim Beschreiben der eigenen Bilder macht.
Nicht jeder ist zufrieden mit einem ganz kurzen Alt-Text, der 20 Sekunden auf einer Handytastatur gebraucht hat, als einziger Beschreibung des Bildes. Und nicht bei jedem Bild ist ein kurzer 20-Sekunden-Alt-Text absolut ausreichend.
Ich selbst poste nur drei Arten von Bildern (Suchen zwecklos, auf diesem Kanal, von dem ich hier jetzt gerade kommentiere, poste ich überhaupt keine Bilder mehr):- Memes über das Fediverse
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Bei den Memes mache ich mir schon etwas Gedanken über die rein visuelle Beschreibung, die dann in den Alt-Text geht. Das hält sich aber in Grenzen. Die notwendigen Erklärungen im Post-Text sind es, die das Posten von Memes aufwendig machen.
Bei den Bildern aus virtuellen Welten muß ich einen noch deutlich höheren Aufwand betreiben: Im Post-Text gibt es nicht einfach nur Erklärungen, sondern eine zweite, volldetaillierte visuelle Bildbeschreibung, die die notwendigen Erklärungen und mitunter auch etliche Text-Transkripte enthält. Auch die "kurze" visuelle Beschreibung im Alt-Text neigte früher dazu, sehr lang zu werden; in Zukunft werde ich meine Alt-Texte auf maximal 512 Zeichen beschränken, damit Misskey und die Forkeys sie nicht löschen.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@Expertenkommision Cyberunfall @Aljoscha Rittner (beandev) Na ja, auf der einen Seite beispielsweise werden komplette Neulinge, aus deren Profil hervorgeht, daß sie erst seit ein paar Tagen dabei sind, als ableistisch beschimpft, weil sie zweimal Bilder gepostet haben ohne Beschreibung.
Dieses Kommunikationsproblem ist inzwischen so schlimm, daß es Server gibt, die in ihren Regeln stehen haben, daß Nichtmoderatoren sich nicht als irgendwelche Regelpolizei aufspielen dürfen. Daß Regeln a) nur von Moderatoren und b) nur gegenüber denen auf demselben Server durchgesetzt werden dürfen. Und weder von jedem noch gegenüber jedem.
Das heißt, wenn man jetzt als Mastodon-Nutzer z. B. einen Hubzilla-Nutzer zusammenscheißt, weil der sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur, die ungeschriebenen Mastodon-Regeln und die eigenen Serverregeln hält, dann kann man auf einigen Servern dafür selbst auf den Deckel kriegen.
Andererseits bekommt man aber auch immer mal wieder Gegenwind von Leuten, denen man auch nur Vorschläge macht, wie Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell (nein, das ist nicht dasselbe) besser gemacht werden können. Meines Erachtens kriegt man den sogar von beinharten Alt-Text-Polizisten, die sich umgekehrt auf gar keinen Fall sagen lassen wollen, wie sie selbst ihre Alt-Texte zu schreiben haben, geschweige denn, daß ihre Alt-Texte verbesserungswürdig sind.
Ich schätze, ein Problem ist, daß Mastodon-Neulingen das Fediverse nicht nur als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk verkauft wird, sondern auch als große flauschige Kuschelecke, in der sich im Gegensatz zum Vogelkäfig alle immer ganz doll lieb haben. Wenn man mit dem Mindset ans Fediverse herangeht, dann ist sogar konstruktive Kritik auf einmal übergriffig, wenn man sie bekommt. Gleichzeitig darf man selbst so hart austeilen, wie man will, wenn es dazu dient, die eigenen Idealvorstellungen vom Fediverse durchzusetzen, nämlich genau diese Nur-Mastodon-Kuschelecke.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #MastodonKultur -
@Expertenkommision Cyberunfall @Aljoscha Rittner (beandev) Na ja, auf der einen Seite beispielsweise werden komplette Neulinge, aus deren Profil hervorgeht, daß sie erst seit ein paar Tagen dabei sind, als ableistisch beschimpft, weil sie zweimal Bilder gepostet haben ohne Beschreibung.
Dieses Kommunikationsproblem ist inzwischen so schlimm, daß es Server gibt, die in ihren Regeln stehen haben, daß Nichtmoderatoren sich nicht als irgendwelche Regelpolizei aufspielen dürfen. Daß Regeln a) nur von Moderatoren und b) nur gegenüber denen auf demselben Server durchgesetzt werden dürfen. Und weder von jedem noch gegenüber jedem.
Das heißt, wenn man jetzt als Mastodon-Nutzer z. B. einen Hubzilla-Nutzer zusammenscheißt, weil der sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur, die ungeschriebenen Mastodon-Regeln und die eigenen Serverregeln hält, dann kann man auf einigen Servern dafür selbst auf den Deckel kriegen.
Andererseits bekommt man aber auch immer mal wieder Gegenwind von Leuten, denen man auch nur Vorschläge macht, wie Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell (nein, das ist nicht dasselbe) besser gemacht werden können. Meines Erachtens kriegt man den sogar von beinharten Alt-Text-Polizisten, die sich umgekehrt auf gar keinen Fall sagen lassen wollen, wie sie selbst ihre Alt-Texte zu schreiben haben, geschweige denn, daß ihre Alt-Texte verbesserungswürdig sind.
Ich schätze, ein Problem ist, daß Mastodon-Neulingen das Fediverse nicht nur als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk verkauft wird, sondern auch als große flauschige Kuschelecke, in der sich im Gegensatz zum Vogelkäfig alle immer ganz doll lieb haben. Wenn man mit dem Mindset ans Fediverse herangeht, dann ist sogar konstruktive Kritik auf einmal übergriffig, wenn man sie bekommt. Gleichzeitig darf man selbst so hart austeilen, wie man will, wenn es dazu dient, die eigenen Idealvorstellungen vom Fediverse durchzusetzen, nämlich genau diese Nur-Mastodon-Kuschelecke.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #MastodonKultur -
@Expertenkommision Cyberunfall @Aljoscha Rittner (beandev) Na ja, auf der einen Seite beispielsweise werden komplette Neulinge, aus deren Profil hervorgeht, daß sie erst seit ein paar Tagen dabei sind, als ableistisch beschimpft, weil sie zweimal Bilder gepostet haben ohne Beschreibung.
Dieses Kommunikationsproblem ist inzwischen so schlimm, daß es Server gibt, die in ihren Regeln stehen haben, daß Nichtmoderatoren sich nicht als irgendwelche Regelpolizei aufspielen dürfen. Daß Regeln a) nur von Moderatoren und b) nur gegenüber denen auf demselben Server durchgesetzt werden dürfen. Und weder von jedem noch gegenüber jedem.
Das heißt, wenn man jetzt als Mastodon-Nutzer z. B. einen Hubzilla-Nutzer zusammenscheißt, weil der sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur, die ungeschriebenen Mastodon-Regeln und die eigenen Serverregeln hält, dann kann man auf einigen Servern dafür selbst auf den Deckel kriegen.
Andererseits bekommt man aber auch immer mal wieder Gegenwind von Leuten, denen man auch nur Vorschläge macht, wie Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell (nein, das ist nicht dasselbe) besser gemacht werden können. Meines Erachtens kriegt man den sogar von beinharten Alt-Text-Polizisten, die sich umgekehrt auf gar keinen Fall sagen lassen wollen, wie sie selbst ihre Alt-Texte zu schreiben haben, geschweige denn, daß ihre Alt-Texte verbesserungswürdig sind.
Ich schätze, ein Problem ist, daß Mastodon-Neulingen das Fediverse nicht nur als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk verkauft wird, sondern auch als große flauschige Kuschelecke, in der sich im Gegensatz zum Vogelkäfig alle immer ganz doll lieb haben. Wenn man mit dem Mindset ans Fediverse herangeht, dann ist sogar konstruktive Kritik auf einmal übergriffig, wenn man sie bekommt. Gleichzeitig darf man selbst so hart austeilen, wie man will, wenn es dazu dient, die eigenen Idealvorstellungen vom Fediverse durchzusetzen, nämlich genau diese Nur-Mastodon-Kuschelecke.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #MastodonKultur -
@Expertenkommision Cyberunfall @Aljoscha Rittner (beandev) Na ja, auf der einen Seite beispielsweise werden komplette Neulinge, aus deren Profil hervorgeht, daß sie erst seit ein paar Tagen dabei sind, als ableistisch beschimpft, weil sie zweimal Bilder gepostet haben ohne Beschreibung.
Dieses Kommunikationsproblem ist inzwischen so schlimm, daß es Server gibt, die in ihren Regeln stehen haben, daß Nichtmoderatoren sich nicht als irgendwelche Regelpolizei aufspielen dürfen. Daß Regeln a) nur von Moderatoren und b) nur gegenüber denen auf demselben Server durchgesetzt werden dürfen. Und weder von jedem noch gegenüber jedem.
Das heißt, wenn man jetzt als Mastodon-Nutzer z. B. einen Hubzilla-Nutzer zusammenscheißt, weil der sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur, die ungeschriebenen Mastodon-Regeln und die eigenen Serverregeln hält, dann kann man auf einigen Servern dafür selbst auf den Deckel kriegen.
Andererseits bekommt man aber auch immer mal wieder Gegenwind von Leuten, denen man auch nur Vorschläge macht, wie Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell (nein, das ist nicht dasselbe) besser gemacht werden können. Meines Erachtens kriegt man den sogar von beinharten Alt-Text-Polizisten, die sich umgekehrt auf gar keinen Fall sagen lassen wollen, wie sie selbst ihre Alt-Texte zu schreiben haben, geschweige denn, daß ihre Alt-Texte verbesserungswürdig sind.
Ich schätze, ein Problem ist, daß Mastodon-Neulingen das Fediverse nicht nur als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk verkauft wird, sondern auch als große flauschige Kuschelecke, in der sich im Gegensatz zum Vogelkäfig alle immer ganz doll lieb haben. Wenn man mit dem Mindset ans Fediverse herangeht, dann ist sogar konstruktive Kritik auf einmal übergriffig, wenn man sie bekommt. Gleichzeitig darf man selbst so hart austeilen, wie man will, wenn es dazu dient, die eigenen Idealvorstellungen vom Fediverse durchzusetzen, nämlich genau diese Nur-Mastodon-Kuschelecke.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #MastodonKultur -
@Expertenkommision Cyberunfall @Aljoscha Rittner (beandev) Na ja, auf der einen Seite beispielsweise werden komplette Neulinge, aus deren Profil hervorgeht, daß sie erst seit ein paar Tagen dabei sind, als ableistisch beschimpft, weil sie zweimal Bilder gepostet haben ohne Beschreibung.
Dieses Kommunikationsproblem ist inzwischen so schlimm, daß es Server gibt, die in ihren Regeln stehen haben, daß Nichtmoderatoren sich nicht als irgendwelche Regelpolizei aufspielen dürfen. Daß Regeln a) nur von Moderatoren und b) nur gegenüber denen auf demselben Server durchgesetzt werden dürfen. Und weder von jedem noch gegenüber jedem.
Das heißt, wenn man jetzt als Mastodon-Nutzer z. B. einen Hubzilla-Nutzer zusammenscheißt, weil der sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur, die ungeschriebenen Mastodon-Regeln und die eigenen Serverregeln hält, dann kann man auf einigen Servern dafür selbst auf den Deckel kriegen.
Andererseits bekommt man aber auch immer mal wieder Gegenwind von Leuten, denen man auch nur Vorschläge macht, wie Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell (nein, das ist nicht dasselbe) besser gemacht werden können. Meines Erachtens kriegt man den sogar von beinharten Alt-Text-Polizisten, die sich umgekehrt auf gar keinen Fall sagen lassen wollen, wie sie selbst ihre Alt-Texte zu schreiben haben, geschweige denn, daß ihre Alt-Texte verbesserungswürdig sind.
Ich schätze, ein Problem ist, daß Mastodon-Neulingen das Fediverse nicht nur als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk verkauft wird, sondern auch als große flauschige Kuschelecke, in der sich im Gegensatz zum Vogelkäfig alle immer ganz doll lieb haben. Wenn man mit dem Mindset ans Fediverse herangeht, dann ist sogar konstruktive Kritik auf einmal übergriffig, wenn man sie bekommt. Gleichzeitig darf man selbst so hart austeilen, wie man will, wenn es dazu dient, die eigenen Idealvorstellungen vom Fediverse durchzusetzen, nämlich genau diese Nur-Mastodon-Kuschelecke.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #MastodonKultur -
@Todos Locos Einen zentralen Login über alle Serveranwendungen hinweg gibt's tatsächlich nicht. Das ist immer wieder ein weitverbreiteter Irrglaube, und viele, die dem erliegen, fordern hinterher so einen zentralen Login, der einem überall sofort volle, uneingeschränkte Nutzerrechte beschert. Das ist allerdings technisch ziemlich unmöglich.
Außerdem: Um interessante Friendica-Konten zu finden, braucht man selbst nicht auf Friendica zu sein. Ebenso bei Pixelfed usw.
Das beste, was du nur mit einem Mastodon-Konto machen kannst, um Leute zu finden, denen du folgen könntest, ist, Mastodons Suche zu verwenden. Einfach mal interessante Hashtags eingeben und gucken, was da so auftaucht.
Es scheint ja unendlich viele Mastodon-Nutzer zu geben, die selbst nach Jahren diesen Trick noch nicht kennen. Die folgen einfach jedem, der ihnen über den Weg läuft, in der Hoffnung, daß in ihrer Timeline irgendwas Interessantes hängenbleibt. Nur, je mehr Leuten sie folgen, ohne irgendwas irgendwie zu kuratieren, desto weniger von ihrer Timeline lesen sie letztlich, und desto mehr eigentlich interessante Inhalte bleiben ungelesen, weil sie nie zu diesen Inhalten hinscrollen werden. Gut, das war auf Twitter auch nicht anders.
Ich habe Friendica schon lange nicht mehr benutzt. Aber soweit ich weiß, ist es als Facebook-Alternative beim Auffinden interessanter möglicher Kontakte sehr viel leistungsfähiger, vor allem sein Verzeichnis.
Mastodon hat auch ein Verzeichnis auf jedem Server, das listet aber nur die lokalen Konten auf dem jeweiligen Server. Friendica müßte immer noch alles listen, was es kennt, also nicht nur lokal auf dem eigenen Node, sondern überall auf Friendica, überall im Fediverse und möglicherweise je nach eigenen Verbindungsmöglichkeiten sogar darüber hinaus, z. B. auf diaspora*.
Noch in einem anderen Punkt ist Friendica meines Wissens sehr nah am alten Facebook: Es gleicht dein Konto mit dem ab, was es kennt. Und dann sortiert es diejenigen Kandidaten im Verzeichnis nach oben, die a) die meisten Übereinstimmungen im Profil haben (geht natürlich um so besser, wenn die Kandidaten ein ähnlich gegliedertes Profil wie auf Friendica haben) und/oder b) die meisten Kontakte mit dir gemeinsam haben.
Wie gesagt, Mastodon bietet nichts dergleichen. Da wird man schon selbst auf Suche gehen müssen. Aber wenigstens hat man diese Möglichkeit, die leider vielen überhaupt nicht bekannt zu sein scheint.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica -
@Todos Locos Einen zentralen Login über alle Serveranwendungen hinweg gibt's tatsächlich nicht. Das ist immer wieder ein weitverbreiteter Irrglaube, und viele, die dem erliegen, fordern hinterher so einen zentralen Login, der einem überall sofort volle, uneingeschränkte Nutzerrechte beschert. Das ist allerdings technisch ziemlich unmöglich.
Außerdem: Um interessante Friendica-Konten zu finden, braucht man selbst nicht auf Friendica zu sein. Ebenso bei Pixelfed usw.
Das beste, was du nur mit einem Mastodon-Konto machen kannst, um Leute zu finden, denen du folgen könntest, ist, Mastodons Suche zu verwenden. Einfach mal interessante Hashtags eingeben und gucken, was da so auftaucht.
Es scheint ja unendlich viele Mastodon-Nutzer zu geben, die selbst nach Jahren diesen Trick noch nicht kennen. Die folgen einfach jedem, der ihnen über den Weg läuft, in der Hoffnung, daß in ihrer Timeline irgendwas Interessantes hängenbleibt. Nur, je mehr Leuten sie folgen, ohne irgendwas irgendwie zu kuratieren, desto weniger von ihrer Timeline lesen sie letztlich, und desto mehr eigentlich interessante Inhalte bleiben ungelesen, weil sie nie zu diesen Inhalten hinscrollen werden. Gut, das war auf Twitter auch nicht anders.
Ich habe Friendica schon lange nicht mehr benutzt. Aber soweit ich weiß, ist es als Facebook-Alternative beim Auffinden interessanter möglicher Kontakte sehr viel leistungsfähiger, vor allem sein Verzeichnis.
Mastodon hat auch ein Verzeichnis auf jedem Server, das listet aber nur die lokalen Konten auf dem jeweiligen Server. Friendica müßte immer noch alles listen, was es kennt, also nicht nur lokal auf dem eigenen Node, sondern überall auf Friendica, überall im Fediverse und möglicherweise je nach eigenen Verbindungsmöglichkeiten sogar darüber hinaus, z. B. auf diaspora*.
Noch in einem anderen Punkt ist Friendica meines Wissens sehr nah am alten Facebook: Es gleicht dein Konto mit dem ab, was es kennt. Und dann sortiert es diejenigen Kandidaten im Verzeichnis nach oben, die a) die meisten Übereinstimmungen im Profil haben (geht natürlich um so besser, wenn die Kandidaten ein ähnlich gegliedertes Profil wie auf Friendica haben) und/oder b) die meisten Kontakte mit dir gemeinsam haben.
Wie gesagt, Mastodon bietet nichts dergleichen. Da wird man schon selbst auf Suche gehen müssen. Aber wenigstens hat man diese Möglichkeit, die leider vielen überhaupt nicht bekannt zu sein scheint.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica -
@Todos Locos Einen zentralen Login über alle Serveranwendungen hinweg gibt's tatsächlich nicht. Das ist immer wieder ein weitverbreiteter Irrglaube, und viele, die dem erliegen, fordern hinterher so einen zentralen Login, der einem überall sofort volle, uneingeschränkte Nutzerrechte beschert. Das ist allerdings technisch ziemlich unmöglich.
Außerdem: Um interessante Friendica-Konten zu finden, braucht man selbst nicht auf Friendica zu sein. Ebenso bei Pixelfed usw.
Das beste, was du nur mit einem Mastodon-Konto machen kannst, um Leute zu finden, denen du folgen könntest, ist, Mastodons Suche zu verwenden. Einfach mal interessante Hashtags eingeben und gucken, was da so auftaucht.
Es scheint ja unendlich viele Mastodon-Nutzer zu geben, die selbst nach Jahren diesen Trick noch nicht kennen. Die folgen einfach jedem, der ihnen über den Weg läuft, in der Hoffnung, daß in ihrer Timeline irgendwas Interessantes hängenbleibt. Nur, je mehr Leuten sie folgen, ohne irgendwas irgendwie zu kuratieren, desto weniger von ihrer Timeline lesen sie letztlich, und desto mehr eigentlich interessante Inhalte bleiben ungelesen, weil sie nie zu diesen Inhalten hinscrollen werden. Gut, das war auf Twitter auch nicht anders.
Ich habe Friendica schon lange nicht mehr benutzt. Aber soweit ich weiß, ist es als Facebook-Alternative beim Auffinden interessanter möglicher Kontakte sehr viel leistungsfähiger, vor allem sein Verzeichnis.
Mastodon hat auch ein Verzeichnis auf jedem Server, das listet aber nur die lokalen Konten auf dem jeweiligen Server. Friendica müßte immer noch alles listen, was es kennt, also nicht nur lokal auf dem eigenen Node, sondern überall auf Friendica, überall im Fediverse und möglicherweise je nach eigenen Verbindungsmöglichkeiten sogar darüber hinaus, z. B. auf diaspora*.
Noch in einem anderen Punkt ist Friendica meines Wissens sehr nah am alten Facebook: Es gleicht dein Konto mit dem ab, was es kennt. Und dann sortiert es diejenigen Kandidaten im Verzeichnis nach oben, die a) die meisten Übereinstimmungen im Profil haben (geht natürlich um so besser, wenn die Kandidaten ein ähnlich gegliedertes Profil wie auf Friendica haben) und/oder b) die meisten Kontakte mit dir gemeinsam haben.
Wie gesagt, Mastodon bietet nichts dergleichen. Da wird man schon selbst auf Suche gehen müssen. Aber wenigstens hat man diese Möglichkeit, die leider vielen überhaupt nicht bekannt zu sein scheint.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica -
@PepeCyBs Welt Das hat alles gleich mehrere Gründe.
Zunächst einmal wollen diese Institutionen eigentlich "nur" von 𝕏 weg. Sie brauchen "nur" einen Twitter-Ersatz. Da nehmen sie dann den nächstbesten, nächstgrößten. Auch deshalb gehen viele nach Bluesky: Das ist inzwischen bekannter, das hat mehr Nutzer, das verspricht mehr Reichweite. Ins Fediverse kommen sie höchstens, wenn sie dann einen Twitter-Ersatz-Ersatz brauchen.
Dann ist das Fediverse jenseits von Mastodon viel zu unbekannt. Selbst auf Mastodon glaubt eine Mehrheit, das Fediverse wäre ein reines Mastodon-Netzwerk. Vom Rest wissen viele höchstens noch von Pixelfed und PeerTube und glauben, das wären so etwas wie Instagram- bzw. YouTube-Add-ons für Mastodon.
Außerhalb von Mastodon ist aus dem Fediverse überhaupt nur Mastodon bekannt. Jeder Fediverse-Neuling wird direkt nach Mastodon geholt und erfährt vorher kein bißchen darüber, daß das Fediverse noch mehr bietet als Mastodon. Leute wie @pade kämpfen mit regelrechtem Feuereifer dafür, daß Leute, die noch nicht im Fediverse sind, "der Einfachheit halber" nur von Mastodon erfahren und ihnen gegenüber das Fediverse mit Mastodon gleichgesetzt wird.
Wer dann doch von anderen Fediverse-Serveranwendungen erfährt, begreift damit häufig noch nicht, daß die auch alle miteinander und auch mit Mastodon verbunden sind. Das habe ich ja Anfang letzten Jahres erlebt, als es einen kleinen Facebook-Exodus gab und Leute, die schon auf Mastodon waren, sich zusätzlich ein Friendica-Konto zulegten, um mit denjenigen ihrer Freunde in Verbindung zu bleiben, die von Facebook nach Friendica umzogen. Es war für sie völlig unvorstellbar, daß Mastodon und Friendica miteinander verbunden sind. Als sie dann davon erfuhren, in einem gewagten Experiment versuchten, mit ihrem Mastodon-Konto ihrem Friendica-Konto zu folgen, und das dann wider Erwarten sogar funktionierte, fielen sie komplett vom Glauben ab.
Letztlich sind Organisationen, Institutionen und andere Gruppierungen sehr viel schwerfälliger als einzelne Privatpersonen. Es ist für sie schon ein riesiges organisatorisches Unterfangen, überhaupt nach Mastodon zu gehen und dort ein Konto zu bespielen. Bis sie auch nur von der Existenz und den Möglichkeiten von Friendica oder Hubzilla erfahren, vergeht sehr, sehr viel mehr Zeit als bei privaten Mastodon-Nutzern, von denen viele ja auch noch nie von Friendica und fast gar keine von Hubzilla gehört haben.
Somit zieht auch nicht das Argument, daß sie "erstmal" nach Mastodon gehen und "dann später mal" sich was anderes angucken. Das wird nie passieren. Dafür sind sie zu träge und die Entscheidungswege zu lang.
Es gibt übrigens genau eine politische Partei, die im Fediverse ist, aber nicht (nur) auf Mastodon. Und das ist die deutsche Piratenpartei. Die hatte schon ihren eigenen Friendica-Node, als es Mastodon noch gar nicht gab, und hat ihn heute noch. Und natürlich gibt es kaum Piraten, die den nutzen, weil auch die Netzaffinität der allermeisten Piraten nicht über "Fediverse = Mastodon" hinausgeht.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@PepeCyBs Welt Das hat alles gleich mehrere Gründe.
Zunächst einmal wollen diese Institutionen eigentlich "nur" von 𝕏 weg. Sie brauchen "nur" einen Twitter-Ersatz. Da nehmen sie dann den nächstbesten, nächstgrößten. Auch deshalb gehen viele nach Bluesky: Das ist inzwischen bekannter, das hat mehr Nutzer, das verspricht mehr Reichweite. Ins Fediverse kommen sie höchstens, wenn sie dann einen Twitter-Ersatz-Ersatz brauchen.
Dann ist das Fediverse jenseits von Mastodon viel zu unbekannt. Selbst auf Mastodon glaubt eine Mehrheit, das Fediverse wäre ein reines Mastodon-Netzwerk. Vom Rest wissen viele höchstens noch von Pixelfed und PeerTube und glauben, das wären so etwas wie Instagram- bzw. YouTube-Add-ons für Mastodon.
Außerhalb von Mastodon ist aus dem Fediverse überhaupt nur Mastodon bekannt. Jeder Fediverse-Neuling wird direkt nach Mastodon geholt und erfährt vorher kein bißchen darüber, daß das Fediverse noch mehr bietet als Mastodon. Leute wie @pade kämpfen mit regelrechtem Feuereifer dafür, daß Leute, die noch nicht im Fediverse sind, "der Einfachheit halber" nur von Mastodon erfahren und ihnen gegenüber das Fediverse mit Mastodon gleichgesetzt wird.
Wer dann doch von anderen Fediverse-Serveranwendungen erfährt, begreift damit häufig noch nicht, daß die auch alle miteinander und auch mit Mastodon verbunden sind. Das habe ich ja Anfang letzten Jahres erlebt, als es einen kleinen Facebook-Exodus gab und Leute, die schon auf Mastodon waren, sich zusätzlich ein Friendica-Konto zulegten, um mit denjenigen ihrer Freunde in Verbindung zu bleiben, die von Facebook nach Friendica umzogen. Es war für sie völlig unvorstellbar, daß Mastodon und Friendica miteinander verbunden sind. Als sie dann davon erfuhren, in einem gewagten Experiment versuchten, mit ihrem Mastodon-Konto ihrem Friendica-Konto zu folgen, und das dann wider Erwarten sogar funktionierte, fielen sie komplett vom Glauben ab.
Letztlich sind Organisationen, Institutionen und andere Gruppierungen sehr viel schwerfälliger als einzelne Privatpersonen. Es ist für sie schon ein riesiges organisatorisches Unterfangen, überhaupt nach Mastodon zu gehen und dort ein Konto zu bespielen. Bis sie auch nur von der Existenz und den Möglichkeiten von Friendica oder Hubzilla erfahren, vergeht sehr, sehr viel mehr Zeit als bei privaten Mastodon-Nutzern, von denen viele ja auch noch nie von Friendica und fast gar keine von Hubzilla gehört haben.
Somit zieht auch nicht das Argument, daß sie "erstmal" nach Mastodon gehen und "dann später mal" sich was anderes angucken. Das wird nie passieren. Dafür sind sie zu träge und die Entscheidungswege zu lang.
Es gibt übrigens genau eine politische Partei, die im Fediverse ist, aber nicht (nur) auf Mastodon. Und das ist die deutsche Piratenpartei. Die hatte schon ihren eigenen Friendica-Node, als es Mastodon noch gar nicht gab, und hat ihn heute noch. Und natürlich gibt es kaum Piraten, die den nutzen, weil auch die Netzaffinität der allermeisten Piraten nicht über "Fediverse = Mastodon" hinausgeht.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@PepeCyBs Welt Das hat alles gleich mehrere Gründe.
Zunächst einmal wollen diese Institutionen eigentlich "nur" von 𝕏 weg. Sie brauchen "nur" einen Twitter-Ersatz. Da nehmen sie dann den nächstbesten, nächstgrößten. Auch deshalb gehen viele nach Bluesky: Das ist inzwischen bekannter, das hat mehr Nutzer, das verspricht mehr Reichweite. Ins Fediverse kommen sie höchstens, wenn sie dann einen Twitter-Ersatz-Ersatz brauchen.
Dann ist das Fediverse jenseits von Mastodon viel zu unbekannt. Selbst auf Mastodon glaubt eine Mehrheit, das Fediverse wäre ein reines Mastodon-Netzwerk. Vom Rest wissen viele höchstens noch von Pixelfed und PeerTube und glauben, das wären so etwas wie Instagram- bzw. YouTube-Add-ons für Mastodon.
Außerhalb von Mastodon ist aus dem Fediverse überhaupt nur Mastodon bekannt. Jeder Fediverse-Neuling wird direkt nach Mastodon geholt und erfährt vorher kein bißchen darüber, daß das Fediverse noch mehr bietet als Mastodon. Leute wie @pade kämpfen mit regelrechtem Feuereifer dafür, daß Leute, die noch nicht im Fediverse sind, "der Einfachheit halber" nur von Mastodon erfahren und ihnen gegenüber das Fediverse mit Mastodon gleichgesetzt wird.
Wer dann doch von anderen Fediverse-Serveranwendungen erfährt, begreift damit häufig noch nicht, daß die auch alle miteinander und auch mit Mastodon verbunden sind. Das habe ich ja Anfang letzten Jahres erlebt, als es einen kleinen Facebook-Exodus gab und Leute, die schon auf Mastodon waren, sich zusätzlich ein Friendica-Konto zulegten, um mit denjenigen ihrer Freunde in Verbindung zu bleiben, die von Facebook nach Friendica umzogen. Es war für sie völlig unvorstellbar, daß Mastodon und Friendica miteinander verbunden sind. Als sie dann davon erfuhren, in einem gewagten Experiment versuchten, mit ihrem Mastodon-Konto ihrem Friendica-Konto zu folgen, und das dann wider Erwarten sogar funktionierte, fielen sie komplett vom Glauben ab.
Letztlich sind Organisationen, Institutionen und andere Gruppierungen sehr viel schwerfälliger als einzelne Privatpersonen. Es ist für sie schon ein riesiges organisatorisches Unterfangen, überhaupt nach Mastodon zu gehen und dort ein Konto zu bespielen. Bis sie auch nur von der Existenz und den Möglichkeiten von Friendica oder Hubzilla erfahren, vergeht sehr, sehr viel mehr Zeit als bei privaten Mastodon-Nutzern, von denen viele ja auch noch nie von Friendica und fast gar keine von Hubzilla gehört haben.
Somit zieht auch nicht das Argument, daß sie "erstmal" nach Mastodon gehen und "dann später mal" sich was anderes angucken. Das wird nie passieren. Dafür sind sie zu träge und die Entscheidungswege zu lang.
Es gibt übrigens genau eine politische Partei, die im Fediverse ist, aber nicht (nur) auf Mastodon. Und das ist die deutsche Piratenpartei. Die hatte schon ihren eigenen Friendica-Node, als es Mastodon noch gar nicht gab, und hat ihn heute noch. Und natürlich gibt es kaum Piraten, die den nutzen, weil auch die Netzaffinität der allermeisten Piraten nicht über "Fediverse = Mastodon" hinausgeht.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@PepeCyBs Welt Das hat alles gleich mehrere Gründe.
Zunächst einmal wollen diese Institutionen eigentlich "nur" von 𝕏 weg. Sie brauchen "nur" einen Twitter-Ersatz. Da nehmen sie dann den nächstbesten, nächstgrößten. Auch deshalb gehen viele nach Bluesky: Das ist inzwischen bekannter, das hat mehr Nutzer, das verspricht mehr Reichweite. Ins Fediverse kommen sie höchstens, wenn sie dann einen Twitter-Ersatz-Ersatz brauchen.
Dann ist das Fediverse jenseits von Mastodon viel zu unbekannt. Selbst auf Mastodon glaubt eine Mehrheit, das Fediverse wäre ein reines Mastodon-Netzwerk. Vom Rest wissen viele höchstens noch von Pixelfed und PeerTube und glauben, das wären so etwas wie Instagram- bzw. YouTube-Add-ons für Mastodon.
Außerhalb von Mastodon ist aus dem Fediverse überhaupt nur Mastodon bekannt. Jeder Fediverse-Neuling wird direkt nach Mastodon geholt und erfährt vorher kein bißchen darüber, daß das Fediverse noch mehr bietet als Mastodon. Leute wie @pade kämpfen mit regelrechtem Feuereifer dafür, daß Leute, die noch nicht im Fediverse sind, "der Einfachheit halber" nur von Mastodon erfahren und ihnen gegenüber das Fediverse mit Mastodon gleichgesetzt wird.
Wer dann doch von anderen Fediverse-Serveranwendungen erfährt, begreift damit häufig noch nicht, daß die auch alle miteinander und auch mit Mastodon verbunden sind. Das habe ich ja Anfang letzten Jahres erlebt, als es einen kleinen Facebook-Exodus gab und Leute, die schon auf Mastodon waren, sich zusätzlich ein Friendica-Konto zulegten, um mit denjenigen ihrer Freunde in Verbindung zu bleiben, die von Facebook nach Friendica umzogen. Es war für sie völlig unvorstellbar, daß Mastodon und Friendica miteinander verbunden sind. Als sie dann davon erfuhren, in einem gewagten Experiment versuchten, mit ihrem Mastodon-Konto ihrem Friendica-Konto zu folgen, und das dann wider Erwarten sogar funktionierte, fielen sie komplett vom Glauben ab.
Letztlich sind Organisationen, Institutionen und andere Gruppierungen sehr viel schwerfälliger als einzelne Privatpersonen. Es ist für sie schon ein riesiges organisatorisches Unterfangen, überhaupt nach Mastodon zu gehen und dort ein Konto zu bespielen. Bis sie auch nur von der Existenz und den Möglichkeiten von Friendica oder Hubzilla erfahren, vergeht sehr, sehr viel mehr Zeit als bei privaten Mastodon-Nutzern, von denen viele ja auch noch nie von Friendica und fast gar keine von Hubzilla gehört haben.
Somit zieht auch nicht das Argument, daß sie "erstmal" nach Mastodon gehen und "dann später mal" sich was anderes angucken. Das wird nie passieren. Dafür sind sie zu träge und die Entscheidungswege zu lang.
Es gibt übrigens genau eine politische Partei, die im Fediverse ist, aber nicht (nur) auf Mastodon. Und das ist die deutsche Piratenpartei. Die hatte schon ihren eigenen Friendica-Node, als es Mastodon noch gar nicht gab, und hat ihn heute noch. Und natürlich gibt es kaum Piraten, die den nutzen, weil auch die Netzaffinität der allermeisten Piraten nicht über "Fediverse = Mastodon" hinausgeht.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@PepeCyBs Welt Das hat alles gleich mehrere Gründe.
Zunächst einmal wollen diese Institutionen eigentlich "nur" von 𝕏 weg. Sie brauchen "nur" einen Twitter-Ersatz. Da nehmen sie dann den nächstbesten, nächstgrößten. Auch deshalb gehen viele nach Bluesky: Das ist inzwischen bekannter, das hat mehr Nutzer, das verspricht mehr Reichweite. Ins Fediverse kommen sie höchstens, wenn sie dann einen Twitter-Ersatz-Ersatz brauchen.
Dann ist das Fediverse jenseits von Mastodon viel zu unbekannt. Selbst auf Mastodon glaubt eine Mehrheit, das Fediverse wäre ein reines Mastodon-Netzwerk. Vom Rest wissen viele höchstens noch von Pixelfed und PeerTube und glauben, das wären so etwas wie Instagram- bzw. YouTube-Add-ons für Mastodon.
Außerhalb von Mastodon ist aus dem Fediverse überhaupt nur Mastodon bekannt. Jeder Fediverse-Neuling wird direkt nach Mastodon geholt und erfährt vorher kein bißchen darüber, daß das Fediverse noch mehr bietet als Mastodon. Leute wie @pade kämpfen mit regelrechtem Feuereifer dafür, daß Leute, die noch nicht im Fediverse sind, "der Einfachheit halber" nur von Mastodon erfahren und ihnen gegenüber das Fediverse mit Mastodon gleichgesetzt wird.
Wer dann doch von anderen Fediverse-Serveranwendungen erfährt, begreift damit häufig noch nicht, daß die auch alle miteinander und auch mit Mastodon verbunden sind. Das habe ich ja Anfang letzten Jahres erlebt, als es einen kleinen Facebook-Exodus gab und Leute, die schon auf Mastodon waren, sich zusätzlich ein Friendica-Konto zulegten, um mit denjenigen ihrer Freunde in Verbindung zu bleiben, die von Facebook nach Friendica umzogen. Es war für sie völlig unvorstellbar, daß Mastodon und Friendica miteinander verbunden sind. Als sie dann davon erfuhren, in einem gewagten Experiment versuchten, mit ihrem Mastodon-Konto ihrem Friendica-Konto zu folgen, und das dann wider Erwarten sogar funktionierte, fielen sie komplett vom Glauben ab.
Letztlich sind Organisationen, Institutionen und andere Gruppierungen sehr viel schwerfälliger als einzelne Privatpersonen. Es ist für sie schon ein riesiges organisatorisches Unterfangen, überhaupt nach Mastodon zu gehen und dort ein Konto zu bespielen. Bis sie auch nur von der Existenz und den Möglichkeiten von Friendica oder Hubzilla erfahren, vergeht sehr, sehr viel mehr Zeit als bei privaten Mastodon-Nutzern, von denen viele ja auch noch nie von Friendica und fast gar keine von Hubzilla gehört haben.
Somit zieht auch nicht das Argument, daß sie "erstmal" nach Mastodon gehen und "dann später mal" sich was anderes angucken. Das wird nie passieren. Dafür sind sie zu träge und die Entscheidungswege zu lang.
Es gibt übrigens genau eine politische Partei, die im Fediverse ist, aber nicht (nur) auf Mastodon. Und das ist die deutsche Piratenpartei. Die hatte schon ihren eigenen Friendica-Node, als es Mastodon noch gar nicht gab, und hat ihn heute noch. Und natürlich gibt es kaum Piraten, die den nutzen, weil auch die Netzaffinität der allermeisten Piraten nicht über "Fediverse = Mastodon" hinausgeht.
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CW: Gute Bildbeschreibungen bringen einen sehr viel größeren Aufwand mit sich, als ihr vielleicht glaubt; CW: lang (über 6.000 Zeichen), Fediverse-Meta, Fediverse-über-Mastodon-hinaus-Meta, Zeichenlimit-Meta, Inhaltswarnungen-Meta/Content-Warning-Meta, Hashtag-Meta, Alt-Text-Meta, Bildbeschreibungen-Meta, KI erwähnt (KI-)
(Ausnahmsweise auch mal auf Deutsch. Die englische Version ist hier.)
Bildbeschreibungen sind wichtig im Fediverse, zumindest wenn eure Posts möglicherweise auf Mastodon landen werden. Aber geht es nur um Bildbeschreibungen ganz allgemein? Geht es nur darum, überhaupt Bildbeschreibungen zu haben? Oder geht es auch um die Qualität der Bildbeschreibungen?
Blinde oder sehbehinderte Nutzer sagen, daß alles besser ist als nichts. Aber seien wir mal ehrlich, der Dateiname der Bilddatei als Alt-Text ist nutzlos. Eine Kopie des Post-Texts im Alt-Text auch; mindestens eine Handy-App für Mastodon macht das scheinbar automatisch. Irgendwelcher Kauderwelsch, der in den Alt-Text reingeschrieben wird, damit da irgendein Alt-Text steht, ist auch nutzlos.
Also schreibt ihr eine kurze Bildbeschreibung für euren Alt-Text. Das sollte viel besser sein als nichts.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung nicht detailliert genug ist.
Weil ihr eine längere Bildbeschreibung nicht schreiben könnt oder wollt, überlaßt ihr das einer KI.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung offensichtlicher KI-Slop ist. Die KI ist ungenau, sie halluziniert, sie identifizert Sachen falsch, und sie läßt immer noch Details aus.
Okay, also setzt ihr euch hin und steckt einen Haufen Zeit und Aufwand in eine handgeschriebene Bildbeschreibung, die gleichermaßen akkurat und detailliert ist. Zumindest glaubt ihr das.
Und es könnte immer noch jemand kommen und euch kritisieren und/oder sanktionieren, weil ihr bestimmte Details ausgelassen habt.
Wenn ihr eure Bildbeschreibung nicht zu deren Zufriedenheit in Ordnung bringt, dann werdet ihr als ableistisch beschimpft und blockiert mit öffentlichem Trara, damit möglichst viele andere Nutzer euch auch blockieren mögen.
Nun entwickeln sich die Mindestanforderungen für Bildbeschreibungen über die Jahre immer weiter. Was heute wichtig ist, war vor zwei Jahren nicht unbedingt wichtig. Was heute unwichtig ist, kann in zwei oder fünf Jahren durchaus auf einmal wichtig sein. Heute schon kritisieren Alt-Text-Aktivisten Bildposts, die schon etliche Jahre alt sind, aufgrund von deren Bildbeschreibungen, die sie als suboptimal ansehen. Das bedeutet, daß die Bildbeschreibungen, die ihr heute schreibt, noch so lange gut genug bleiben müssen, wie eure Bilderposts verfügbar bleiben. Falls nicht, viel Spaß dabei, durch alle eure alten Bilderposts zu gehen, sie alle zu editieren und bei allen die Bildbeschreibungen an die aktuellen Mindestanforderungen anzupassen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, langfristig vor Mastodons Alt-Text-Polizei sicher zu sein: Als allererstes müßt ihr euch aufschlauen über die vielen Regeln und Richtlinien für Alt-Texte und Bildbeschreibungen, und darüber gibt's dutzendweise englischsprachige Websites. Man kann unmöglich im voraus wissen, welche dieser Regeln von irgendjemandem bei der Alt-Text-Polizei irgendwann in der Zukunft für zwingend erforderlich erklärt werden, also solltet ihr sie jetzt schon bis aufs i-Tüpfelchen einhalten. Wenn zwei davon sich gegenseitig widersprechen, müßt ihr natürlich wissen, welche davon ihr einzuhalten habt.
Ihr müßt auch wissen, daß die Anforderungen und Qualitätsstandards für gute Alt-Texte und Bildbeschreibungen auf Mastodon ganz andere sind als im ganzen Rest des Web. Was fürs Web gut genug ist, ist nicht zwingend auch gut genug für Mastodon.
Zu guter Letzt müßt ihr euer Publikum kennen. Und normalerweise kann jeder irgendwo im Fediverse oder sogar im Web euer Publikum sein. Es gibt nur ganz wenige Orte im Fediverse, wo ihr steuern könnt, wer in der Lage sein wird, euer Zeugs zu lesen, und Mastodon gehört nicht dazu. Ihr müßt euer Publikum kennen, und ihr müßt zumindest einschätzen können, was euer Publikum über den Inhalt eures Bildes weiß, was es nicht weiß und was es wissen muß. Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, was etwas ist, erklärt es, aber bitte im Post-Text und nicht im Alt-Text! Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, wie etwas aussieht, das aber vielleicht wissen will, dann beschreibt es.
Bei meinen eigenen Bildern ist meine Strategie, für jedes Bild zwei Beschreibungen zu schreiben. Die eine ist die kurze Bildbeschreibung; die kommt in den Alt-Text. Die werde ich in Zukunft auf maximal 512 Zeichen beschränken, weil Misskey und seine Forks Alt-Texte, die länger als 512 Zeichen sind, löschen. Die andere ist die lange Bildbeschreibung; die kommt in den Post-Text. Die lange Bildbeschreibung ist volldetailliert, sie enthält alle Erklärungen, die zum Verständnis des Bildes und seiner Beschreibungen nötig sind, und sie enthält Transkripte von jedem einzelnen Stück Text, das es irgendwo innerhalb der Grenzen des Bildes gibt, egal, ob auf dem Bild lesbar oder nicht.
Memes zu posten, ist ein Stück weit einfacher. Es gibt nur eine Bildbeschreibung, die hoffentlich kurz genug für den Alt-Text ist. Aber trotzdem habe ich einen ganzen Haufen Sachen zu erklären, und weil ich mich nicht immer auf Links wie nach KnowYourMeme verlassen kann, muß ich oft selbst eine ganze Menge Erklärungen in den Post schreiben.
Idealerweise ist das Schlimmste, was mir passieren kann, daß ich dafür kritisiert werde, daß mein Alt-Text die 200-Zeichen-Marke oder mein Post die 500-Zeichen-Marke überschreitet, oder daß ich für das Letztere blockiert werde. Das Risiko, daß das passiert, reduziere ich mit einer Zusammenfassung, die eine Langer-Post-Inhaltswarnung mit der ungefähren Länge des Post enthält, und den Hashtags #Long, #LongPost, #CWLong, #CWLongPost, #LangerPost und #CWLangerPost, die dann gefiltert werden können.
Aber ich hoffe, daß keiner sagen kann, ich hätte mich nicht genug angestrengt.
#FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #500Zeichen #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta #Hashtag #Hashtags #HashtagMeta #CWHashtagMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
CW: Gute Bildbeschreibungen bringen einen sehr viel größeren Aufwand mit sich, als ihr vielleicht glaubt; CW: lang (über 6.000 Zeichen), Fediverse-Meta, Fediverse-über-Mastodon-hinaus-Meta, Zeichenlimit-Meta, Inhaltswarnungen-Meta/Content-Warning-Meta, Hashtag-Meta, Alt-Text-Meta, Bildbeschreibungen-Meta, KI erwähnt (KI-)
(Ausnahmsweise auch mal auf Deutsch. Die englische Version ist hier.)
Bildbeschreibungen sind wichtig im Fediverse, zumindest wenn eure Posts möglicherweise auf Mastodon landen werden. Aber geht es nur um Bildbeschreibungen ganz allgemein? Geht es nur darum, überhaupt Bildbeschreibungen zu haben? Oder geht es auch um die Qualität der Bildbeschreibungen?
Blinde oder sehbehinderte Nutzer sagen, daß alles besser ist als nichts. Aber seien wir mal ehrlich, der Dateiname der Bilddatei als Alt-Text ist nutzlos. Eine Kopie des Post-Texts im Alt-Text auch; mindestens eine Handy-App für Mastodon macht das scheinbar automatisch. Irgendwelcher Kauderwelsch, der in den Alt-Text reingeschrieben wird, damit da irgendein Alt-Text steht, ist auch nutzlos.
Also schreibt ihr eine kurze Bildbeschreibung für euren Alt-Text. Das sollte viel besser sein als nichts.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung nicht detailliert genug ist.
Weil ihr eine längere Bildbeschreibung nicht schreiben könnt oder wollt, überlaßt ihr das einer KI.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung offensichtlicher KI-Slop ist. Die KI ist ungenau, sie halluziniert, sie identifizert Sachen falsch, und sie läßt immer noch Details aus.
Okay, also setzt ihr euch hin und steckt einen Haufen Zeit und Aufwand in eine handgeschriebene Bildbeschreibung, die gleichermaßen akkurat und detailliert ist. Zumindest glaubt ihr das.
Und es könnte immer noch jemand kommen und euch kritisieren und/oder sanktionieren, weil ihr bestimmte Details ausgelassen habt.
Wenn ihr eure Bildbeschreibung nicht zu deren Zufriedenheit in Ordnung bringt, dann werdet ihr als ableistisch beschimpft und blockiert mit öffentlichem Trara, damit möglichst viele andere Nutzer euch auch blockieren mögen.
Nun entwickeln sich die Mindestanforderungen für Bildbeschreibungen über die Jahre immer weiter. Was heute wichtig ist, war vor zwei Jahren nicht unbedingt wichtig. Was heute unwichtig ist, kann in zwei oder fünf Jahren durchaus auf einmal wichtig sein. Heute schon kritisieren Alt-Text-Aktivisten Bildposts, die schon etliche Jahre alt sind, aufgrund von deren Bildbeschreibungen, die sie als suboptimal ansehen. Das bedeutet, daß die Bildbeschreibungen, die ihr heute schreibt, noch so lange gut genug bleiben müssen, wie eure Bilderposts verfügbar bleiben. Falls nicht, viel Spaß dabei, durch alle eure alten Bilderposts zu gehen, sie alle zu editieren und bei allen die Bildbeschreibungen an die aktuellen Mindestanforderungen anzupassen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, langfristig vor Mastodons Alt-Text-Polizei sicher zu sein: Als allererstes müßt ihr euch aufschlauen über die vielen Regeln und Richtlinien für Alt-Texte und Bildbeschreibungen, und darüber gibt's dutzendweise englischsprachige Websites. Man kann unmöglich im voraus wissen, welche dieser Regeln von irgendjemandem bei der Alt-Text-Polizei irgendwann in der Zukunft für zwingend erforderlich erklärt werden, also solltet ihr sie jetzt schon bis aufs i-Tüpfelchen einhalten. Wenn zwei davon sich gegenseitig widersprechen, müßt ihr natürlich wissen, welche davon ihr einzuhalten habt.
Ihr müßt auch wissen, daß die Anforderungen und Qualitätsstandards für gute Alt-Texte und Bildbeschreibungen auf Mastodon ganz andere sind als im ganzen Rest des Web. Was fürs Web gut genug ist, ist nicht zwingend auch gut genug für Mastodon.
Zu guter Letzt müßt ihr euer Publikum kennen. Und normalerweise kann jeder irgendwo im Fediverse oder sogar im Web euer Publikum sein. Es gibt nur ganz wenige Orte im Fediverse, wo ihr steuern könnt, wer in der Lage sein wird, euer Zeugs zu lesen, und Mastodon gehört nicht dazu. Ihr müßt euer Publikum kennen, und ihr müßt zumindest einschätzen können, was euer Publikum über den Inhalt eures Bildes weiß, was es nicht weiß und was es wissen muß. Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, was etwas ist, erklärt es, aber bitte im Post-Text und nicht im Alt-Text! Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, wie etwas aussieht, das aber vielleicht wissen will, dann beschreibt es.
Bei meinen eigenen Bildern ist meine Strategie, für jedes Bild zwei Beschreibungen zu schreiben. Die eine ist die kurze Bildbeschreibung; die kommt in den Alt-Text. Die werde ich in Zukunft auf maximal 512 Zeichen beschränken, weil Misskey und seine Forks Alt-Texte, die länger als 512 Zeichen sind, löschen. Die andere ist die lange Bildbeschreibung; die kommt in den Post-Text. Die lange Bildbeschreibung ist volldetailliert, sie enthält alle Erklärungen, die zum Verständnis des Bildes und seiner Beschreibungen nötig sind, und sie enthält Transkripte von jedem einzelnen Stück Text, das es irgendwo innerhalb der Grenzen des Bildes gibt, egal, ob auf dem Bild lesbar oder nicht.
Memes zu posten, ist ein Stück weit einfacher. Es gibt nur eine Bildbeschreibung, die hoffentlich kurz genug für den Alt-Text ist. Aber trotzdem habe ich einen ganzen Haufen Sachen zu erklären, und weil ich mich nicht immer auf Links wie nach KnowYourMeme verlassen kann, muß ich oft selbst eine ganze Menge Erklärungen in den Post schreiben.
Idealerweise ist das Schlimmste, was mir passieren kann, daß ich dafür kritisiert werde, daß mein Alt-Text die 200-Zeichen-Marke oder mein Post die 500-Zeichen-Marke überschreitet, oder daß ich für das Letztere blockiert werde. Das Risiko, daß das passiert, reduziere ich mit einer Zusammenfassung, die eine Langer-Post-Inhaltswarnung mit der ungefähren Länge des Post enthält, und den Hashtags #Long, #LongPost, #CWLong, #CWLongPost, #LangerPost und #CWLangerPost, die dann gefiltert werden können.
Aber ich hoffe, daß keiner sagen kann, ich hätte mich nicht genug angestrengt.
#FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #500Zeichen #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta #Hashtag #Hashtags #HashtagMeta #CWHashtagMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
CW: Gute Bildbeschreibungen bringen einen sehr viel größeren Aufwand mit sich, als ihr vielleicht glaubt; CW: lang (über 6.000 Zeichen), Fediverse-Meta, Fediverse-über-Mastodon-hinaus-Meta, Zeichenlimit-Meta, Inhaltswarnungen-Meta/Content-Warning-Meta, Hashtag-Meta, Alt-Text-Meta, Bildbeschreibungen-Meta, KI erwähnt (KI-)
(Ausnahmsweise auch mal auf Deutsch. Die englische Version ist hier.)
Bildbeschreibungen sind wichtig im Fediverse, zumindest wenn eure Posts möglicherweise auf Mastodon landen werden. Aber geht es nur um Bildbeschreibungen ganz allgemein? Geht es nur darum, überhaupt Bildbeschreibungen zu haben? Oder geht es auch um die Qualität der Bildbeschreibungen?
Blinde oder sehbehinderte Nutzer sagen, daß alles besser ist als nichts. Aber seien wir mal ehrlich, der Dateiname der Bilddatei als Alt-Text ist nutzlos. Eine Kopie des Post-Texts im Alt-Text auch; mindestens eine Handy-App für Mastodon macht das scheinbar automatisch. Irgendwelcher Kauderwelsch, der in den Alt-Text reingeschrieben wird, damit da irgendein Alt-Text steht, ist auch nutzlos.
Also schreibt ihr eine kurze Bildbeschreibung für euren Alt-Text. Das sollte viel besser sein als nichts.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung nicht detailliert genug ist.
Weil ihr eine längere Bildbeschreibung nicht schreiben könnt oder wollt, überlaßt ihr das einer KI.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung offensichtlicher KI-Slop ist. Die KI ist ungenau, sie halluziniert, sie identifizert Sachen falsch, und sie läßt immer noch Details aus.
Okay, also setzt ihr euch hin und steckt einen Haufen Zeit und Aufwand in eine handgeschriebene Bildbeschreibung, die gleichermaßen akkurat und detailliert ist. Zumindest glaubt ihr das.
Und es könnte immer noch jemand kommen und euch kritisieren und/oder sanktionieren, weil ihr bestimmte Details ausgelassen habt.
Wenn ihr eure Bildbeschreibung nicht zu deren Zufriedenheit in Ordnung bringt, dann werdet ihr als ableistisch beschimpft und blockiert mit öffentlichem Trara, damit möglichst viele andere Nutzer euch auch blockieren mögen.
Nun entwickeln sich die Mindestanforderungen für Bildbeschreibungen über die Jahre immer weiter. Was heute wichtig ist, war vor zwei Jahren nicht unbedingt wichtig. Was heute unwichtig ist, kann in zwei oder fünf Jahren durchaus auf einmal wichtig sein. Heute schon kritisieren Alt-Text-Aktivisten Bildposts, die schon etliche Jahre alt sind, aufgrund von deren Bildbeschreibungen, die sie als suboptimal ansehen. Das bedeutet, daß die Bildbeschreibungen, die ihr heute schreibt, noch so lange gut genug bleiben müssen, wie eure Bilderposts verfügbar bleiben. Falls nicht, viel Spaß dabei, durch alle eure alten Bilderposts zu gehen, sie alle zu editieren und bei allen die Bildbeschreibungen an die aktuellen Mindestanforderungen anzupassen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, langfristig vor Mastodons Alt-Text-Polizei sicher zu sein: Als allererstes müßt ihr euch aufschlauen über die vielen Regeln und Richtlinien für Alt-Texte und Bildbeschreibungen, und darüber gibt's dutzendweise englischsprachige Websites. Man kann unmöglich im voraus wissen, welche dieser Regeln von irgendjemandem bei der Alt-Text-Polizei irgendwann in der Zukunft für zwingend erforderlich erklärt werden, also solltet ihr sie jetzt schon bis aufs i-Tüpfelchen einhalten. Wenn zwei davon sich gegenseitig widersprechen, müßt ihr natürlich wissen, welche davon ihr einzuhalten habt.
Ihr müßt auch wissen, daß die Anforderungen und Qualitätsstandards für gute Alt-Texte und Bildbeschreibungen auf Mastodon ganz andere sind als im ganzen Rest des Web. Was fürs Web gut genug ist, ist nicht zwingend auch gut genug für Mastodon.
Zu guter Letzt müßt ihr euer Publikum kennen. Und normalerweise kann jeder irgendwo im Fediverse oder sogar im Web euer Publikum sein. Es gibt nur ganz wenige Orte im Fediverse, wo ihr steuern könnt, wer in der Lage sein wird, euer Zeugs zu lesen, und Mastodon gehört nicht dazu. Ihr müßt euer Publikum kennen, und ihr müßt zumindest einschätzen können, was euer Publikum über den Inhalt eures Bildes weiß, was es nicht weiß und was es wissen muß. Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, was etwas ist, erklärt es, aber bitte im Post-Text und nicht im Alt-Text! Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, wie etwas aussieht, das aber vielleicht wissen will, dann beschreibt es.
Bei meinen eigenen Bildern ist meine Strategie, für jedes Bild zwei Beschreibungen zu schreiben. Die eine ist die kurze Bildbeschreibung; die kommt in den Alt-Text. Die werde ich in Zukunft auf maximal 512 Zeichen beschränken, weil Misskey und seine Forks Alt-Texte, die länger als 512 Zeichen sind, löschen. Die andere ist die lange Bildbeschreibung; die kommt in den Post-Text. Die lange Bildbeschreibung ist volldetailliert, sie enthält alle Erklärungen, die zum Verständnis des Bildes und seiner Beschreibungen nötig sind, und sie enthält Transkripte von jedem einzelnen Stück Text, das es irgendwo innerhalb der Grenzen des Bildes gibt, egal, ob auf dem Bild lesbar oder nicht.
Memes zu posten, ist ein Stück weit einfacher. Es gibt nur eine Bildbeschreibung, die hoffentlich kurz genug für den Alt-Text ist. Aber trotzdem habe ich einen ganzen Haufen Sachen zu erklären, und weil ich mich nicht immer auf Links wie nach KnowYourMeme verlassen kann, muß ich oft selbst eine ganze Menge Erklärungen in den Post schreiben.
Idealerweise ist das Schlimmste, was mir passieren kann, daß ich dafür kritisiert werde, daß mein Alt-Text die 200-Zeichen-Marke oder mein Post die 500-Zeichen-Marke überschreitet, oder daß ich für das Letztere blockiert werde. Das Risiko, daß das passiert, reduziere ich mit einer Zusammenfassung, die eine Langer-Post-Inhaltswarnung mit der ungefähren Länge des Post enthält, und den Hashtags #Long, #LongPost, #CWLong, #CWLongPost, #LangerPost und #CWLangerPost, die dann gefiltert werden können.
Aber ich hoffe, daß keiner sagen kann, ich hätte mich nicht genug angestrengt.
#FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #500Zeichen #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta #Hashtag #Hashtags #HashtagMeta #CWHashtagMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
CW: Gute Bildbeschreibungen bringen einen sehr viel größeren Aufwand mit sich, als ihr vielleicht glaubt; CW: lang (über 6.000 Zeichen), Fediverse-Meta, Fediverse-über-Mastodon-hinaus-Meta, Zeichenlimit-Meta, Inhaltswarnungen-Meta/Content-Warning-Meta, Hashtag-Meta, Alt-Text-Meta, Bildbeschreibungen-Meta, KI erwähnt (KI-)
(Ausnahmsweise auch mal auf Deutsch. Die englische Version ist hier.)
Bildbeschreibungen sind wichtig im Fediverse, zumindest wenn eure Posts möglicherweise auf Mastodon landen werden. Aber geht es nur um Bildbeschreibungen ganz allgemein? Geht es nur darum, überhaupt Bildbeschreibungen zu haben? Oder geht es auch um die Qualität der Bildbeschreibungen?
Blinde oder sehbehinderte Nutzer sagen, daß alles besser ist als nichts. Aber seien wir mal ehrlich, der Dateiname der Bilddatei als Alt-Text ist nutzlos. Eine Kopie des Post-Texts im Alt-Text auch; mindestens eine Handy-App für Mastodon macht das scheinbar automatisch. Irgendwelcher Kauderwelsch, der in den Alt-Text reingeschrieben wird, damit da irgendein Alt-Text steht, ist auch nutzlos.
Also schreibt ihr eine kurze Bildbeschreibung für euren Alt-Text. Das sollte viel besser sein als nichts.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung nicht detailliert genug ist.
Weil ihr eine längere Bildbeschreibung nicht schreiben könnt oder wollt, überlaßt ihr das einer KI.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung offensichtlicher KI-Slop ist. Die KI ist ungenau, sie halluziniert, sie identifizert Sachen falsch, und sie läßt immer noch Details aus.
Okay, also setzt ihr euch hin und steckt einen Haufen Zeit und Aufwand in eine handgeschriebene Bildbeschreibung, die gleichermaßen akkurat und detailliert ist. Zumindest glaubt ihr das.
Und es könnte immer noch jemand kommen und euch kritisieren und/oder sanktionieren, weil ihr bestimmte Details ausgelassen habt.
Wenn ihr eure Bildbeschreibung nicht zu deren Zufriedenheit in Ordnung bringt, dann werdet ihr als ableistisch beschimpft und blockiert mit öffentlichem Trara, damit möglichst viele andere Nutzer euch auch blockieren mögen.
Nun entwickeln sich die Mindestanforderungen für Bildbeschreibungen über die Jahre immer weiter. Was heute wichtig ist, war vor zwei Jahren nicht unbedingt wichtig. Was heute unwichtig ist, kann in zwei oder fünf Jahren durchaus auf einmal wichtig sein. Heute schon kritisieren Alt-Text-Aktivisten Bildposts, die schon etliche Jahre alt sind, aufgrund von deren Bildbeschreibungen, die sie als suboptimal ansehen. Das bedeutet, daß die Bildbeschreibungen, die ihr heute schreibt, noch so lange gut genug bleiben müssen, wie eure Bilderposts verfügbar bleiben. Falls nicht, viel Spaß dabei, durch alle eure alten Bilderposts zu gehen, sie alle zu editieren und bei allen die Bildbeschreibungen an die aktuellen Mindestanforderungen anzupassen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, langfristig vor Mastodons Alt-Text-Polizei sicher zu sein: Als allererstes müßt ihr euch aufschlauen über die vielen Regeln und Richtlinien für Alt-Texte und Bildbeschreibungen, und darüber gibt's dutzendweise englischsprachige Websites. Man kann unmöglich im voraus wissen, welche dieser Regeln von irgendjemandem bei der Alt-Text-Polizei irgendwann in der Zukunft für zwingend erforderlich erklärt werden, also solltet ihr sie jetzt schon bis aufs i-Tüpfelchen einhalten. Wenn zwei davon sich gegenseitig widersprechen, müßt ihr natürlich wissen, welche davon ihr einzuhalten habt.
Ihr müßt auch wissen, daß die Anforderungen und Qualitätsstandards für gute Alt-Texte und Bildbeschreibungen auf Mastodon ganz andere sind als im ganzen Rest des Web. Was fürs Web gut genug ist, ist nicht zwingend auch gut genug für Mastodon.
Zu guter Letzt müßt ihr euer Publikum kennen. Und normalerweise kann jeder irgendwo im Fediverse oder sogar im Web euer Publikum sein. Es gibt nur ganz wenige Orte im Fediverse, wo ihr steuern könnt, wer in der Lage sein wird, euer Zeugs zu lesen, und Mastodon gehört nicht dazu. Ihr müßt euer Publikum kennen, und ihr müßt zumindest einschätzen können, was euer Publikum über den Inhalt eures Bildes weiß, was es nicht weiß und was es wissen muß. Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, was etwas ist, erklärt es, aber bitte im Post-Text und nicht im Alt-Text! Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, wie etwas aussieht, das aber vielleicht wissen will, dann beschreibt es.
Bei meinen eigenen Bildern ist meine Strategie, für jedes Bild zwei Beschreibungen zu schreiben. Die eine ist die kurze Bildbeschreibung; die kommt in den Alt-Text. Die werde ich in Zukunft auf maximal 512 Zeichen beschränken, weil Misskey und seine Forks Alt-Texte, die länger als 512 Zeichen sind, löschen. Die andere ist die lange Bildbeschreibung; die kommt in den Post-Text. Die lange Bildbeschreibung ist volldetailliert, sie enthält alle Erklärungen, die zum Verständnis des Bildes und seiner Beschreibungen nötig sind, und sie enthält Transkripte von jedem einzelnen Stück Text, das es irgendwo innerhalb der Grenzen des Bildes gibt, egal, ob auf dem Bild lesbar oder nicht.
Memes zu posten, ist ein Stück weit einfacher. Es gibt nur eine Bildbeschreibung, die hoffentlich kurz genug für den Alt-Text ist. Aber trotzdem habe ich einen ganzen Haufen Sachen zu erklären, und weil ich mich nicht immer auf Links wie nach KnowYourMeme verlassen kann, muß ich oft selbst eine ganze Menge Erklärungen in den Post schreiben.
Idealerweise ist das Schlimmste, was mir passieren kann, daß ich dafür kritisiert werde, daß mein Alt-Text die 200-Zeichen-Marke oder mein Post die 500-Zeichen-Marke überschreitet, oder daß ich für das Letztere blockiert werde. Das Risiko, daß das passiert, reduziere ich mit einer Zusammenfassung, die eine Langer-Post-Inhaltswarnung mit der ungefähren Länge des Post enthält, und den Hashtags #Long, #LongPost, #CWLong, #CWLongPost, #LangerPost und #CWLangerPost, die dann gefiltert werden können.
Aber ich hoffe, daß keiner sagen kann, ich hätte mich nicht genug angestrengt.
#FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #500Zeichen #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta #Hashtag #Hashtags #HashtagMeta #CWHashtagMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
CW: Gute Bildbeschreibungen bringen einen sehr viel größeren Aufwand mit sich, als ihr vielleicht glaubt; CW: lang (über 6.000 Zeichen), Fediverse-Meta, Fediverse-über-Mastodon-hinaus-Meta, Zeichenlimit-Meta, Inhaltswarnungen-Meta/Content-Warning-Meta, Hashtag-Meta, Alt-Text-Meta, Bildbeschreibungen-Meta, KI erwähnt (KI-)
(Ausnahmsweise auch mal auf Deutsch. Die englische Version ist hier.)
Bildbeschreibungen sind wichtig im Fediverse, zumindest wenn eure Posts möglicherweise auf Mastodon landen werden. Aber geht es nur um Bildbeschreibungen ganz allgemein? Geht es nur darum, überhaupt Bildbeschreibungen zu haben? Oder geht es auch um die Qualität der Bildbeschreibungen?
Blinde oder sehbehinderte Nutzer sagen, daß alles besser ist als nichts. Aber seien wir mal ehrlich, der Dateiname der Bilddatei als Alt-Text ist nutzlos. Eine Kopie des Post-Texts im Alt-Text auch; mindestens eine Handy-App für Mastodon macht das scheinbar automatisch. Irgendwelcher Kauderwelsch, der in den Alt-Text reingeschrieben wird, damit da irgendein Alt-Text steht, ist auch nutzlos.
Also schreibt ihr eine kurze Bildbeschreibung für euren Alt-Text. Das sollte viel besser sein als nichts.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung nicht detailliert genug ist.
Weil ihr eine längere Bildbeschreibung nicht schreiben könnt oder wollt, überlaßt ihr das einer KI.
Und dann werdet ihr kritisiert und sanktioniert, weil eure Bildbeschreibung offensichtlicher KI-Slop ist. Die KI ist ungenau, sie halluziniert, sie identifizert Sachen falsch, und sie läßt immer noch Details aus.
Okay, also setzt ihr euch hin und steckt einen Haufen Zeit und Aufwand in eine handgeschriebene Bildbeschreibung, die gleichermaßen akkurat und detailliert ist. Zumindest glaubt ihr das.
Und es könnte immer noch jemand kommen und euch kritisieren und/oder sanktionieren, weil ihr bestimmte Details ausgelassen habt.
Wenn ihr eure Bildbeschreibung nicht zu deren Zufriedenheit in Ordnung bringt, dann werdet ihr als ableistisch beschimpft und blockiert mit öffentlichem Trara, damit möglichst viele andere Nutzer euch auch blockieren mögen.
Nun entwickeln sich die Mindestanforderungen für Bildbeschreibungen über die Jahre immer weiter. Was heute wichtig ist, war vor zwei Jahren nicht unbedingt wichtig. Was heute unwichtig ist, kann in zwei oder fünf Jahren durchaus auf einmal wichtig sein. Heute schon kritisieren Alt-Text-Aktivisten Bildposts, die schon etliche Jahre alt sind, aufgrund von deren Bildbeschreibungen, die sie als suboptimal ansehen. Das bedeutet, daß die Bildbeschreibungen, die ihr heute schreibt, noch so lange gut genug bleiben müssen, wie eure Bilderposts verfügbar bleiben. Falls nicht, viel Spaß dabei, durch alle eure alten Bilderposts zu gehen, sie alle zu editieren und bei allen die Bildbeschreibungen an die aktuellen Mindestanforderungen anzupassen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, langfristig vor Mastodons Alt-Text-Polizei sicher zu sein: Als allererstes müßt ihr euch aufschlauen über die vielen Regeln und Richtlinien für Alt-Texte und Bildbeschreibungen, und darüber gibt's dutzendweise englischsprachige Websites. Man kann unmöglich im voraus wissen, welche dieser Regeln von irgendjemandem bei der Alt-Text-Polizei irgendwann in der Zukunft für zwingend erforderlich erklärt werden, also solltet ihr sie jetzt schon bis aufs i-Tüpfelchen einhalten. Wenn zwei davon sich gegenseitig widersprechen, müßt ihr natürlich wissen, welche davon ihr einzuhalten habt.
Ihr müßt auch wissen, daß die Anforderungen und Qualitätsstandards für gute Alt-Texte und Bildbeschreibungen auf Mastodon ganz andere sind als im ganzen Rest des Web. Was fürs Web gut genug ist, ist nicht zwingend auch gut genug für Mastodon.
Zu guter Letzt müßt ihr euer Publikum kennen. Und normalerweise kann jeder irgendwo im Fediverse oder sogar im Web euer Publikum sein. Es gibt nur ganz wenige Orte im Fediverse, wo ihr steuern könnt, wer in der Lage sein wird, euer Zeugs zu lesen, und Mastodon gehört nicht dazu. Ihr müßt euer Publikum kennen, und ihr müßt zumindest einschätzen können, was euer Publikum über den Inhalt eures Bildes weiß, was es nicht weiß und was es wissen muß. Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, was etwas ist, erklärt es, aber bitte im Post-Text und nicht im Alt-Text! Wenn euer Publikum nicht zwingend weiß, wie etwas aussieht, das aber vielleicht wissen will, dann beschreibt es.
Bei meinen eigenen Bildern ist meine Strategie, für jedes Bild zwei Beschreibungen zu schreiben. Die eine ist die kurze Bildbeschreibung; die kommt in den Alt-Text. Die werde ich in Zukunft auf maximal 512 Zeichen beschränken, weil Misskey und seine Forks Alt-Texte, die länger als 512 Zeichen sind, löschen. Die andere ist die lange Bildbeschreibung; die kommt in den Post-Text. Die lange Bildbeschreibung ist volldetailliert, sie enthält alle Erklärungen, die zum Verständnis des Bildes und seiner Beschreibungen nötig sind, und sie enthält Transkripte von jedem einzelnen Stück Text, das es irgendwo innerhalb der Grenzen des Bildes gibt, egal, ob auf dem Bild lesbar oder nicht.
Memes zu posten, ist ein Stück weit einfacher. Es gibt nur eine Bildbeschreibung, die hoffentlich kurz genug für den Alt-Text ist. Aber trotzdem habe ich einen ganzen Haufen Sachen zu erklären, und weil ich mich nicht immer auf Links wie nach KnowYourMeme verlassen kann, muß ich oft selbst eine ganze Menge Erklärungen in den Post schreiben.
Idealerweise ist das Schlimmste, was mir passieren kann, daß ich dafür kritisiert werde, daß mein Alt-Text die 200-Zeichen-Marke oder mein Post die 500-Zeichen-Marke überschreitet, oder daß ich für das Letztere blockiert werde. Das Risiko, daß das passiert, reduziere ich mit einer Zusammenfassung, die eine Langer-Post-Inhaltswarnung mit der ungefähren Länge des Post enthält, und den Hashtags #Long, #LongPost, #CWLong, #CWLongPost, #LangerPost und #CWLangerPost, die dann gefiltert werden können.
Aber ich hoffe, daß keiner sagen kann, ich hätte mich nicht genug angestrengt.
#FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #500Zeichen #CW #CWs #CWMeta #ContentWarning #ContentWarnings #ContentWarningMeta #Hashtag #Hashtags #HashtagMeta #CWHashtagMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@VonnyBonnWar euch das Thema Alt-Text schon vertraut?
Ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Alt-Texte und Bildbeschreibungen, vor allem damit, wie sie im Fediverse angewendet werden können und müssen.
Ich habe mehr als 50 englischsprachige Leitfäden zu dem Thema gelesen. Daher weiß ich: Es gibt sehr viele Regeln und Leitlinien für Bildbeschreibungen im allgemeinen und Alt-Texte ganz speziell. Die meisten davon sind im Fediverse völlig unbekannt. Ich weiß auch, daß "Bildbeschreibung" und "Alt-Text" mitnichten gleichbedeutend sind.
Und ich habe unzählige Mastodon-Tröts zu dem Thema gelesen. (Interessanterweise spielen Bildbeschreibungen im Fediverse eigentlich nur auf Mastodon eine Rolle, sonst nirgendwo oder allerhöchstens als technische Randnotiz, aber kulturell in Stein gemeißelt sind sie nur auf Mastodon.) Daher glaube ich einschätzen zu können, was die tatsächlichen Anforderungen an Alt-Texte und Bildbeschreibungen auf Mastodon sind. Die sind auf Mastodon nämlich ein ganzes Stück anders als auf statischen Websites oder Blogs.
Während du eine Sketchnote gemacht hast, arbeite ich an einem englischsprachigen Wiki, das irgendwann mal ein umfassender Leitfaden für Alt-Texte und Bildbeschreibungen werden soll. Das einzige, was ich da nicht vorgesehen habe, sind Schritt-für-Schritt-Anleitungen für bestimmte Weboberflächen oder bestimmte Smartphone-Apps. Aber das Wie und Warum, die vielen Regeln und Leitlinien, die sollen darin ebenso enthalten sein wie die Besonderheiten im Fediverse allgemein und bei bestimmten Fediverse-Serveranwendungen ganz speziell.
Meine eigenen Bildbeschreibungen versuche ich immer weiter zu optimieren. Zum einen versuche ich, die existierenden Regeln und Leitlinien immer besser zu erfüllen. Zum anderen versuche ich, die Anforderungen, die auf Mastodon gestellt werden, immer besser zu erfüllen.
Das führt allerdings zu einem ziemlichen Aufwand pro Bild. Deshalb poste ich nur noch sehr selten Bilder. Alle paar Monate gibt's vielleicht mal ein, zwei Memeposts; da ist der Aufwand noch überschaubar, aber aufgrund der nötigen Erklärungen schon nicht unerheblich. Komplett eigene Bilder habe ich letztmalig vor etwa zwei Jahren gepostet. Seit Ende 2024 schreibe ich immer mal wieder an den Bildbeschreibungen für eine schon länger geplante Bilderserie.
(Übrigens lohnt es sich nicht, auf dem Kanal, von dem ich jetzt gerade kommentiere, nach meinen aktuellsten Bildern zu suchen. Hier poste ich keine Bilder mehr, sondern zwar immer noch im Fediverse, aber wieder ganz woanders.)
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta -
@Harald Klinke Noch zwei, die nicht fehlen dürfen:
Friendica
Friendica wurde schon 2010, und zwar noch vor diaspora*, als freie, quelloffene, dezentrale Alternative zu Facebook gestartet. Erfunden wurde es von einem Exilamerikaner im US-Outback, aber seit 2011 wird es von zwei Deutschen gepflegt und weiterentwickelt.
Friendica ist heute die älteste noch existierende Serveranwendung im Fediverse.
Hubzilla
Hubzilla, der ultimative Alleskönner des Fediverse, kommt ursprünglich von Friendicas Erfinder. Es entstand auch schon 2015 aus einer Weiterentwicklung eines Friendica-Fork und ist inzwischen in den Händen eines Österreichers und eines Norwegers. Sogar der Quellcode lagert in Frankreich auf Framagit.
Beide sind schon älter als Mastodon, und Mastodon hat sich tatsächlich bei seinem eigenen Start sofort mit beiden verbinden können.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@Harald Klinke Noch zwei, die nicht fehlen dürfen:
Friendica
Friendica wurde schon 2010, und zwar noch vor diaspora*, als freie, quelloffene, dezentrale Alternative zu Facebook gestartet. Erfunden wurde es von einem Exilamerikaner im US-Outback, aber seit 2011 wird es von zwei Deutschen gepflegt und weiterentwickelt.
Friendica ist heute die älteste noch existierende Serveranwendung im Fediverse.
Hubzilla
Hubzilla, der ultimative Alleskönner des Fediverse, kommt ursprünglich von Friendicas Erfinder. Es entstand auch schon 2015 aus einer Weiterentwicklung eines Friendica-Fork und ist inzwischen in den Händen eines Österreichers und eines Norwegers. Sogar der Quellcode lagert in Frankreich auf Framagit.
Beide sind schon älter als Mastodon, und Mastodon hat sich tatsächlich bei seinem eigenen Start sofort mit beiden verbinden können.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@Harald Klinke Noch zwei, die nicht fehlen dürfen:
Friendica
Friendica wurde schon 2010, und zwar noch vor diaspora*, als freie, quelloffene, dezentrale Alternative zu Facebook gestartet. Erfunden wurde es von einem Exilamerikaner im US-Outback, aber seit 2011 wird es von zwei Deutschen gepflegt und weiterentwickelt.
Friendica ist heute die älteste noch existierende Serveranwendung im Fediverse.
Hubzilla
Hubzilla, der ultimative Alleskönner des Fediverse, kommt ursprünglich von Friendicas Erfinder. Es entstand auch schon 2015 aus einer Weiterentwicklung eines Friendica-Fork und ist inzwischen in den Händen eines Österreichers und eines Norwegers. Sogar der Quellcode lagert in Frankreich auf Framagit.
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Hubzilla
Hubzilla, der ultimative Alleskönner des Fediverse, kommt ursprünglich von Friendicas Erfinder. Es entstand auch schon 2015 aus einer Weiterentwicklung eines Friendica-Fork und ist inzwischen in den Händen eines Österreichers und eines Norwegers. Sogar der Quellcode lagert in Frankreich auf Framagit.
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@Harald Klinke Noch zwei, die nicht fehlen dürfen:
Friendica
Friendica wurde schon 2010, und zwar noch vor diaspora*, als freie, quelloffene, dezentrale Alternative zu Facebook gestartet. Erfunden wurde es von einem Exilamerikaner im US-Outback, aber seit 2011 wird es von zwei Deutschen gepflegt und weiterentwickelt.
Friendica ist heute die älteste noch existierende Serveranwendung im Fediverse.
Hubzilla
Hubzilla, der ultimative Alleskönner des Fediverse, kommt ursprünglich von Friendicas Erfinder. Es entstand auch schon 2015 aus einer Weiterentwicklung eines Friendica-Fork und ist inzwischen in den Händen eines Österreichers und eines Norwegers. Sogar der Quellcode lagert in Frankreich auf Framagit.
Beide sind schon älter als Mastodon, und Mastodon hat sich tatsächlich bei seinem eigenen Start sofort mit beiden verbinden können.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #NichtNurMastodon #Friendica #Hubzilla -
@KristianZum einen: Warum hat Mastodon als deutlich jüngeres Projekt deutlich mehr Nutzer für sich gewinnen können als die Projekte, die schon länger am Start sind? Was ist denen gelungen, was alle anderen nicht geschafft haben?
Halb Zufall, halb Publicity.
2016. Mastodon ist raus. Anscheinend redet Gargron online viel darüber. Jedenfalls mehr als die hinter Pleroma, Friendica und Hubzilla. Und das ebenfalls zentralistische und nicht mehr mit dem Fediverse verbundene Identi.ca ist eh nicht in den Händen von jemandem, der Deutsch kann, und auch Evan Prodromou redet nicht groß drüber, jedenfalls nicht mit Leuten, die ihm über Mainstream-Medien Publicity verschaffen könnten.
Ein deutsches Mainstream-Medium wird drauf aufmerksam und interviewt ihn und macht eine Story über ihn und Mastodon. Viele Leute lesen darüber, daß es an Microblogging nicht nur Twitter gibt. Twitter ist damals schon nicht unumstritten, aber allgemein wird bisher angenommen, daß es keinen Alternative dazu gibt. Identi.ca kennt keiner, GNU social kennt keiner, Pleroma kennt keiner, Friendica kennt keiner, Hubzilla kennt keiner. Aber von Mastodon lesen sie jetzt. Schon kommen neue Nutzer, die weiter microbloggen wollen, aber von Twitter wegwollen, nach Mastodon.
2017. Auf Twitter werden Furries, Manga-/Anime-Fans und queere Personen von rechten Störenfrieden angegriffen. Irgendjemand entweder unter ihnen oder unter den Leuten, die sie kennen, kennt Mastodon und sagt, da können sie doch hingehen. Es findet ein großer Exodus dieser Personengruppen von Twitter nach Mastodon statt. Mastodon wächst weiter. Wieder kennt niemand Identi.ca, GNU social, Pleroma, Friendica oder Hubzilla. Daher gehen ausnahmslos alle nach Mastodon, und nur Mastodon profitiert davon.
In den nächsten Jahren gibt es weitere solche Vorfälle auf Twitter. Wieder ist Mastodon die einzige bekannte Alternative (Grund: siehe 2016 und 2017). Wieder geht der Exodus nur nach Mastodon.
Ein Schneeball kommt ins Rollen: Mastodon wird größer, mehr Leute sind da, mehr Leute kennen es, mehr Leute empfehlen Mastodon, Mastodon wird größer und so weiter.
Mehr und mehr andere Serveranwendungen kommen ins Fediverse und verbinden sich mit Mastodon. Mastodon selbst ist aber so riesengroß, daß es innerhalb Mastodon geschätzte 99% allen Inhalts stellt. Inhalte von woanders sind auf Mastodon superselten.
Dazu kommt: Mastodon zeigt nicht an, woher Beiträge kommen. Mastodon zeigt bei Beiträgen von Misskey nicht an, daß die von Misskey kommen. Daher erfahren Mastodon-Nutzer auch nicht, daß die von Misskey kommen. Sie erfahren somit nicht, daß es Misskey gibt. Sie glauben, das sind Mastodon-Tröts.
Dazu kommt dann auch noch: Mastodon ist noch auf Version 3.x. Mastodon kann noch keine wie auch immer geartete Textformatierung darstellen. Das wird alles, aber auch wirklich alles von Mastodons HTML-"Sanitiser" rausgelöscht. Mastodon zeigt nur Klartext an. Das einzige, was Nicht-Mastodon-Beiträge von Mastodon-Tröts unterscheidet, ist, daß sie über 500 Zeichen lang sein können, daß Erwähnungen anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet), und daß Hashtags anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet).
Februar 2022. Elon Musk, längst ein durch und durch xenophober Faschist, kündigt an, Twitter aufzukaufen. Viele wollen weg, wissen aber nicht wohin. Millionen von ihnen werden eingeladen nach Mastodon. Ohne irgendeine Erwähnung von irgendeiner anderen Alternative. Weil die, die sie einladen, selbst auch nur Twitter und Mastodon kennen und nie von irgendeiner anderen Alternative gehört haben.
Februar/März 2022. Millionen von Twitter-Nutzern flüchten von Twitter nach Mastodon. Alle mit dem Wissensstand "es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon". Das so schon nicht kleine Mastodon wächst auf ein Vielfaches seiner Größe. Sowohl die Anzahl als auch der relative Anteil derjenigen, die glauben, das Fediverse sei nur Mastodon, und es gäbe nur Twitter und Mastodon, steigt.
Die wenigen Pleroma-Nutzer scheinen die Situation zu verpennen.
Misskey wächst auch, aber nur in Ostasien und speziell in Japan, wo es den Stellenwert hat, den Mastodon in der westlichen Welt hat. Aufgrund von Zeitzonen- und Sprachbarrieren (und weil die meisten westlichen Fediverse-Server den Misskey-Leuchtturmserver misskey.io gesperrt haben) kommen aus Japan kaum bis keine Informationen über die Existenz von Misskey an westliche Mastodon-Nutzer. Nennenswerte Forkeys gibt es zu diesem Zeitpunkt in der westlichen Welt auch noch nicht.
Auf Friendica, Hubzilla und (streams) tut man auch nichts, weil das ein Twitter-Thema ist und man eher Richtung Facebook orientiert ist. Ein paar Friendica-Nutzer wären bereit gewesen, Leute von Facebook nach Friendica zu holen. Auf Hubzilla sorgte man sich eher darüber, wie tageslichttauglich Hubzilla gerade war, und die Community steckte allgemein in einer Lethargie. (streams) hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Nutzer. Und überall schien man anzuzweifeln, daß man in der Lage ist, einen Riesenexodus von mehreren Millionen auf den existierenden Servern aufnehmen zu können.
Oktober 2022. Elon Musk kauft Twitter auf. Noch sehr viel mehr Leute wollen da weg, wissen aber nicht wohin. Sie werden nun nach Mastodon eingeladen von denen, die im Februar/März von Twitter nach Mastodon geflohen sind. Ihr Wissensstand ist immer noch derselbe: "Es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon".
Pleroma? Misskey? Forkeys? Friendica? Hubzilla? (streams)? Siehe oben.
So, warum sind Friendica und Hubzilla nicht größer, obwohl sie älter sind?
Zunächst einmal: Mike Macgirvin hat bis 2023 angenommen, wenn er etwas baut, dann kommen die Leute schon von ganz alleine. Er ist kein Mensch der Öffentlichkeit. Er lebt mit seiner Frau, zwei Australian Shepherds und ein paar Hühnern auf einer Farm im australischen Outback, also in einer ziemlichen Einöde, wo man schon seine eigenen Nachbarn nicht sieht.
Mikes Hoffnung scheint auf dem Leidensdruck der Leute und ihrer Bereitschaft zum selbständigen Googlen zu beruhen. Mike glaubt, wenn die Leute mit Facebook nur unzufrieden genug sind, dann googlen sie von ganz alleine nach Alternativen, und dann werden sie seine Kreationen finden und als am besten erachten. Was er nicht auf dem Zettel hat: Niemand googlet nach dezentralen Facebook-Alternativen, wenn man nicht einmal eine vage Vorahnung hat, daß es sowas geben könnte. Oder daß es überhaupt Alternativen zu Facebook geben könnte. Social Networking = Facebook zur damaligen Zeit.
Jedenfalls:
März 2010. Facebook wird langsam so schlimm, daß Mike sich selbst daransetzt, eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare und obendrein sehr mächtige Alternative zu entwickeln.
Mai 2010. Zum einen: Mike rollt die erste Vorabversion von Mistpark aus.
Zum anderen: Vier junge Apple-Fanbois in den USA finden Facebook auch schlimm. Auch sie wollen eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare Alternative zu Facebook entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um Mistpark auf Google zu finden. Abgesehen davon rechnen auch die vier nicht damit, daß jemand so etwas schon mal gemacht haben könnte. Sonst hätten sie ja davon gehört, oder?
Jedenfalls: Die vier beschließen, ihren "Facebook-Killer" namens diaspora* über den Sommer 2010 zu entwickeln. Dafür brauchen sie aber Geld. $3.000 pro Nase, also $12.000 insgesamt. Sie starten eine Crowdfunding-Kampagne. Die geht komplett viral. Die Mainstream-Massenmedien picken auf, daß da vier Jungs etwas entwickeln wollen, was das immer schlimmer werdende Facebook ersetzen soll, und zwar, ohne die Nutzer auszuspionieren.
Binnen kürzester Zeit nehmen sie über $200.000 ein.
An dieser Stelle hätte Mike sich an die Massenmedien wenden können: Das, was die vier da vorhaben, das hat er schon fast fertig entwickelt. Ohne Crowdfunding. Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Juli 2010. Mike rollt den ersten stabilen Release von Mistpark aus. Die mächtigste föderierte Serversoftware, bis Mike es selbst entthronen wird. Wieder ohne jegliche Werbung, PR, Publicitiy oder was auch immer. Jetzt hätte Mike erst recht an die Tech- und Massenmedien gehen können und sagen können: "Hier, ich habe ganz alleine und für lau einen Facebook-Killer entwickelt, der sogar noch viel besser und mächtiger ist als Facebook!" Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Herbst 2010. Die erste superfrühe Alpha-Version von diaspora* wird ausgerollt. Im Grunde ist es eine ziemliche Enttäuschung. Es ist buggy, es läuft nur auf Mac-Servern, und es kann auch nicht sehr viel. Trotzdem wird es zumindest von genügend Hipstern angenommen, daß Google davon erfährt und diaspora* nach Strich und Faden für sein eigenes Google+ abkupfert und sogar das Aussehen von diaspora* zu Googles neuer Corporate Identity macht.
Auch etliche Tech-Geeks gehen nach diaspora*. Warum nicht nach Mistpark? Weil sie von Mistpark nichts wissen. Und weil sie angesichts der Sowieso-Verfügbarkeit von diaspora* kein Stück auf die Idee kommen zu googlen, ob's nicht noch was Besseres gibt.
Sogar auf diaspora* erfährt man erst allmählich von Mistpark, das inzwischen Friendika heißt, als es dessen Entwicklern gelungen ist, sich ohne jegliche API oder so mit diaspora* zu verbinden. Friendika wird auf diaspora* dadurch bekannt, daß a) es selbst dort vertreten ist und b) seine Nutzer zu diaspora*-Nutzern darüber reden. Ein paar ziehen tatsächlich um, weil ihnen diaspora* zu unterausgestattet ist. Das heißt, einige merken auch diese Unterausstattung erst, als sie Friendika ausprobieren.
Das geht so weiter. Auch als Tobias und Michael übernehmen, machen sie für Friendica kaum Werbung. Das heißt, es gibt einen Vortrag auf einem CCC. Aber der Vortrag ist nicht auf potentielle Nutzer ausgelegt, sondern auf Entwickler und Serveradmins.
Als Friendica sich mit Facebook verbindet, hofft man darauf, daß Friendica auf Facebook durch seine bloße Präsenz für sich werben kann. Klappt nicht.
April 2015. diaspora* ist weitestgehend wieder vergessen. Von Friendica weiß weiterhin keine Sau.
Nun wird das gerade erst aus der Red Matrix umgebaute Hubzilla erstmals vorgestellt. Es ist mächtiger als alles, was es bisher an dezentraler, föderierter Software gab. Aber weder Mike noch Mario noch Harald macht irgendwelche Werbung dafür. Wieder hofft man auf Suchmaschinen.
Die Communities von beiden machen auch nichts. Ihnen gehört das ja nicht, also ist Werbung nicht ihr Bier. Außerdem haben gerade die Friendica-Nutzer immer noch PTSD davon, daß Friendica-Nodes sogar auf dedizierten Servern oft nur ein paar hundert Leute aufnehmen können. Man könnte Leute allenfalls kleckerweise von Facebook holen, aber keine riesige Umsteigerlawine verkraften. Und auf Hubzilla redet man sich ein, daß Hubzilla ja eigentlich kein soziales Netzwerk ist, sondern ein "soziales CMS", aber trotzdem jetzt nicht so unbedingt direkt eine Facebook-Alternative, daß man jetzt unbedingt Leute von Facebook einladen müßte.
Das zieht sich bis heute so hin. Die erste zaghafte Werbung gibt es erst 2023. Und auch die gibt's nur im längst von Mastodon dominierten Fediverse. Und auch die hält sich zum einen nicht an Mastodons Regeln (zu lange Posts führen zu Mutes und Blocks, fehlende Hashtags führen zu Unauffindbarkeit, aber wer kann schon damit rechnen, daß man Hashtags braucht, wenn man doch selbst an Gruppen gewöhnt ist). Zum anderen spricht man nicht die Sprache der Mastodon-Nutzer, erklärt ihnen also nicht, daß Friendica/Hubzilla/(streams) im Fediverse und damit auch mit Mastodon verbunden ist. Selbst wenn man das täte, würde man mehr Mastodon-Nutzer verstören als anziehen.Und zum anderen: Was würde denn all die benannten Beteiligten davon abhalten, das zu tun genau jetzt? Warum passiert genau das noch nicht? Wäre doch, wenn alle das wollen, leicht möglich, oder? Abschauen, was Mastodon richtig gemacht hat nach außen, und das genau so gut oder besser machen? Welche Entschuldigung gibt es dann im Moment, das nicht zu tun?
Die "Entschuldigung" wäre, daß viele andere Fediverse-Anwendungen dann aufhören könnten.
Ich rede nicht von denen, die von vornherein ganz anders aufgestellt sind als Mastodon (PeerTube, Funkwhale, Owncast, Mobilizon, Flohmarkt, Ibex etc.).
Ich rede von denen, die im Prinzip auch das tun könnten, was Mastodon. Deren Alleinstellungsmerkmal aber ist, daß sie eben gerade anders sind als Mastodon und Dinge anders machen als Mastodon (Pleroma, Akkoma, Misskey, Sharkey, CherryPick, Iceshrimp-JS, Iceshrimp.NET, GoToSocial, Mitra, snac2, Socialhome, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte etc.).
Wenn die alle total an Mastodon angepaßt werden, wenn die alle ganz genau wie Mastodon werden, wofür braucht es die dann noch? Warum sollte sie jemand benutzen? Was außer dem Namen unterscheidet sie dann noch von Mastodon?
Und vor allem: Glaubst du wirklich, die Entwickler werden ihre Babys zusammenschnippeln auf Mastodon-Format, nur um Frieden mit Mastodon zu haben? Und glaubst du auch, die Serveradmins werden auf diese zusammengeschnippelten neuen Versionen updaten?
Okay, nehmen wir mal Hubzilla als Beispiel, das ultimative Anti-Mastodon.
Nehmen wir mal an, morgen früh (um das Ganze möglichst schnell zu machen; du willst ja, daß das jetzt sofort augenblicklich passiert) rollen @Mario Vavti und @Harald Eilertsen Hubzilla 12.0 aus. Änderungen:- Die Mastodon Client API wird eingeführt. Der gesamte Funktionsumfang wird reduziert auf das, was die Mastodon Client API abdeckt. Hubzillas eigene Client API wird abgeschafft.
- ActivityPub ist jetzt das Basisprotokoll.
- Unterstützung für alle anderen Protokolle, inklusive Zot6 und diaspora*, aber auch der RSS- und Atom-Aggregator, fliegen raus.
- Es gibt keine mehreren Identitäten pro Konto mehr, weil Mastodon die nicht versteht. Jeder Kanal wird zu einem eigenständigen Konto mit denselben Credentials wie das Konto, zu dem er vorher gehörte.
- Das heißt, Forenkanäle werden gänzlich gelöscht, weil Mastodon keine Gruppen unterstützt.
- Es gibt keine nomadische Identität mehr, weil Mastodon das nicht hat und damit nicht umgehen kann. Klone werden zu eigenständigen Konten. Umziehen geht höchstens noch per Export und Import. Und auch die Formate sind an Mastodon angepaßt.
- Alle Profile außer dem öffentlichen werden gelöscht. Damit könnte Mastodon sowieso nicht umgehen.
- Beim öffentlichen Profil werden alle Profilfelder außer dem Profiltext gelöscht. Vier neue Mehrzweck-Profilfelder werden angelegt. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Das Konzept bidirektionaler Kontakte wird ersetzt durch einseitiges Folgen und auch einseitiges Gefolgtwerden wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Privacy-Gruppen werden umgewandelt in Listen, die nur noch haargenau die Features und die Handhabung von Mastodon-Listen haben.
- Es gibt keine verschiedenen Kanalrollen mehr, nur noch eine Art von Konto. Wie auf Mastodon. Wie gesagt, Forenkanäle werden nicht in Konten umgewandelt, sondern gänzlich gelöscht.
- Das komplette Berechtigungssystem wird ersatzlos gelöscht. Alle existierenden Berechtigungen (außer bei DMs) werden auf öffentlich gesetzt.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Blacklist wird umgewandelt in jeweils eine Filtereinstellung pro Zeile. Reine Schlüsselwörter werden normale Filter. Schlüsselwörter mit RegEx, die nur dazu dienen, daß die Wörter nur als Ganzes erkannt werden, werden umgewandelt in entsprechende Filter. Alle anderen Filterzeilen werden ersatzlos gelöscht.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Whitelist wird ersatzlos gelöscht, ebenso die individuellen Filter pro Kontakt.
- Überhaupt, alle Pro-Kontakt-Einstellungen werden gelöscht, weil Mastodon sowas nicht unterstützt und auch nicht damit rechnet.
- Die NSFW-Filterliste könnte auch entsprechend in Filterzeilen konvertiert werden, die Posts nicht löschen, sondern verstecken. Weil dieses Feature auf Mastodon aber nie Teil der Mastodon-Kultur geworden ist, die noch auf Mastodon 3.x basiert, wird die NSFW-Filterliste gänzlich und ersatzlos gelöscht.
- Die maximale Postlänge wird von 16.777.215 Zeichen auf 500 Zeichen reduziert. Längere Beiträge werden automatisch in Threads zerstückelt.
- Titel werden abgeschafft; existierende Titel werden gelöscht. Damit kann Mastodon eh nichts anfangen.
- Das Zusammenfassungsfeld wird in CW-Feld umbenannt, damit es aus Mastodon-Sicht nicht mehr falsch benutzt wird.
- Jegliche Form von Textformatierung und -gestaltung wird ersatzlos abgeschafft. Schon existierende Formatierungen werden entfernt.
- Eingebettete Bilder und mehr als vier Bilder pro Beitrag werden auch abgeschafft. Von den Bildern in Beiträgen werden die ersten vier in Dateianhänge umgewandelt und die übrigen gelöscht. Alt-Texte wandern in separate Text- und Datenbankfelder mit einem harten Limit von 1.500 Zeichen.
- Zitate werden abgeschafft. Auch die könnte Mastodon darstellen, aber nicht erzeugen, also gehören sie nicht nach Mastodon.
- Das Teilen von Beiträgen wird in "Zitieren" umbenannt und umgestellt auf dieselbe Art und Weise, die auch Mastodon anwendet. Oder gleich komplett abgeschafft, weil es Mastodon-Nutzer stören könnte.
- Das Wiederholen von Beiträgen wird in "Boosten" umbenannt. Oder gleich in "Retröten", weil das mehr Mastodon-Nutzer verstehen.
- Umfragen können nur noch vier Optionen haben, deren Namen auf 50 Zeichen beschränkt sind, und das Wählen mehrerer Optionen geht nicht mehr.
- Jegliche Unterstützung geschlossener Konversationen wird abgeschafft zugunsten eines losen Threadmodells wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht. Die Unterstützung für FEP-171b "Conversation Containers" wird komplett und ersatzlos gestrichen. Das ganze FEP wird gelöscht.
- Posts heißen jetzt Tröts.
- Kommentare heißen jetzt auch Tröts.
- Der Zähler für ungelesene Beiträge wird abgeschafft.
- Die HQ-Seite wird abgeschafft. Die Kanalseite wird abgeschafft. Es gibt nur noch den Network-Stream. Der wird darauf hartgecodet, nur noch Einzelbeiträge zu zeigen und keine ganzen Konversationen mehr. Das soll verhindern, daß Hubzilla-Nutzer immer noch Hubzilla irgendwie anders nutzen, als Mastodon-Nutzer Mastodon nutzen.
- Der Filespace wird abgeschafft. WebDAV sowieso. Dateien werden so gehandhabt wie auf Mastodon.
- Der Eventkalender wird abgeschafft, weil Mastodon eh keine Events kann.
- Der CalDAV-Kalenderserver wird abgeschafft.
- Der CardDAV-Adreßbuchserver wird abgeschafft.
- Artikel werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Planungskarten werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Wikis werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Webpages werden abgeschafft. Hubzilla wird eine neue offizielle Website brauchen.
- Kanalquellen werden abgeschafft. Auf Mastodon kann man ja auch nicht mit Bordmitteln Bots bauen, außerdem sind Bots böse.
- Der PDL-Editor wird abgeschafft. Die Unterstützung von Themes wird abgeschafft. Hubzillas Oberfläche wird hartgecodet. Entweder sieht es jetzt wie Mastodon oder wie Twitter aus. Egal, ob es eigentlich aus einer Facebook-Alternative hervorgegangen ist. Aber die primäre Facebook-Alternative im Fediverse ist jetzt auch Mastodon.
- Alle anderen optionalen Apps werden auch abgeschafft. Hubzilla ist nicht mehr modular.
So, jetzt frage ich dich: Glaubst du, Mario und Harald machen das wirklich?
Glaubst du wirklich, sie kastrieren Hubzilla tatsächlich freiwillig um locker 90% seiner Features, nur um sich Mastodon anzubiedern? Die beiden, die sich bis jetzt von Gargron überhaupt gar nichts haben sagen lassen?
Und glaubst du allen Ernstes, Hub-Admins wie @Der Pepe (Hubzilla) ⁂, @Mark Nowiasz oder @Steffen gehen wirklich dabei und stellen ihre Hubs auf das so zusammengestrichene Hubzilla 12.0 um, das sich außer im Namen praktisch nicht mehr von Mastodon unterscheidet? Für einen Diktatfrieden mit dem eigentlich konzeptionell völlig anderen und bis dahin featuremäßig hoffnungslos unterlegenen Mastodon?
Und warum glaubst du, daß genau diese Personen genau das auch tatsächlich tun werden? Auch ich hätte dafür gerne eine ehrliche Antwort.
Wohlgemerkt, @Steffen 🦉🇪🇺 hat erst vor kurzem einen Mastodon-Server abgeschaltet und setzt jetzt nur noch auf Friendica und Hubzilla. Und du glaubst allen Ernstes, er läßt zu, daß beide durch neue Versionen der Serversoftware zu Mastodon-Klonen reduziert werden?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #diaspora* #Mistpark #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Mastoverse #MastodonFediverse -
@KristianZum einen: Warum hat Mastodon als deutlich jüngeres Projekt deutlich mehr Nutzer für sich gewinnen können als die Projekte, die schon länger am Start sind? Was ist denen gelungen, was alle anderen nicht geschafft haben?
Halb Zufall, halb Publicity.
2016. Mastodon ist raus. Anscheinend redet Gargron online viel darüber. Jedenfalls mehr als die hinter Pleroma, Friendica und Hubzilla. Und das ebenfalls zentralistische und nicht mehr mit dem Fediverse verbundene Identi.ca ist eh nicht in den Händen von jemandem, der Deutsch kann, und auch Evan Prodromou redet nicht groß drüber, jedenfalls nicht mit Leuten, die ihm über Mainstream-Medien Publicity verschaffen könnten.
Ein deutsches Mainstream-Medium wird drauf aufmerksam und interviewt ihn und macht eine Story über ihn und Mastodon. Viele Leute lesen darüber, daß es an Microblogging nicht nur Twitter gibt. Twitter ist damals schon nicht unumstritten, aber allgemein wird bisher angenommen, daß es keinen Alternative dazu gibt. Identi.ca kennt keiner, GNU social kennt keiner, Pleroma kennt keiner, Friendica kennt keiner, Hubzilla kennt keiner. Aber von Mastodon lesen sie jetzt. Schon kommen neue Nutzer, die weiter microbloggen wollen, aber von Twitter wegwollen, nach Mastodon.
2017. Auf Twitter werden Furries, Manga-/Anime-Fans und queere Personen von rechten Störenfrieden angegriffen. Irgendjemand entweder unter ihnen oder unter den Leuten, die sie kennen, kennt Mastodon und sagt, da können sie doch hingehen. Es findet ein großer Exodus dieser Personengruppen von Twitter nach Mastodon statt. Mastodon wächst weiter. Wieder kennt niemand Identi.ca, GNU social, Pleroma, Friendica oder Hubzilla. Daher gehen ausnahmslos alle nach Mastodon, und nur Mastodon profitiert davon.
In den nächsten Jahren gibt es weitere solche Vorfälle auf Twitter. Wieder ist Mastodon die einzige bekannte Alternative (Grund: siehe 2016 und 2017). Wieder geht der Exodus nur nach Mastodon.
Ein Schneeball kommt ins Rollen: Mastodon wird größer, mehr Leute sind da, mehr Leute kennen es, mehr Leute empfehlen Mastodon, Mastodon wird größer und so weiter.
Mehr und mehr andere Serveranwendungen kommen ins Fediverse und verbinden sich mit Mastodon. Mastodon selbst ist aber so riesengroß, daß es innerhalb Mastodon geschätzte 99% allen Inhalts stellt. Inhalte von woanders sind auf Mastodon superselten.
Dazu kommt: Mastodon zeigt nicht an, woher Beiträge kommen. Mastodon zeigt bei Beiträgen von Misskey nicht an, daß die von Misskey kommen. Daher erfahren Mastodon-Nutzer auch nicht, daß die von Misskey kommen. Sie erfahren somit nicht, daß es Misskey gibt. Sie glauben, das sind Mastodon-Tröts.
Dazu kommt dann auch noch: Mastodon ist noch auf Version 3.x. Mastodon kann noch keine wie auch immer geartete Textformatierung darstellen. Das wird alles, aber auch wirklich alles von Mastodons HTML-"Sanitiser" rausgelöscht. Mastodon zeigt nur Klartext an. Das einzige, was Nicht-Mastodon-Beiträge von Mastodon-Tröts unterscheidet, ist, daß sie über 500 Zeichen lang sein können, daß Erwähnungen anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet), und daß Hashtags anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet).
Februar 2022. Elon Musk, längst ein durch und durch xenophober Faschist, kündigt an, Twitter aufzukaufen. Viele wollen weg, wissen aber nicht wohin. Millionen von ihnen werden eingeladen nach Mastodon. Ohne irgendeine Erwähnung von irgendeiner anderen Alternative. Weil die, die sie einladen, selbst auch nur Twitter und Mastodon kennen und nie von irgendeiner anderen Alternative gehört haben.
Februar/März 2022. Millionen von Twitter-Nutzern flüchten von Twitter nach Mastodon. Alle mit dem Wissensstand "es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon". Das so schon nicht kleine Mastodon wächst auf ein Vielfaches seiner Größe. Sowohl die Anzahl als auch der relative Anteil derjenigen, die glauben, das Fediverse sei nur Mastodon, und es gäbe nur Twitter und Mastodon, steigt.
Die wenigen Pleroma-Nutzer scheinen die Situation zu verpennen.
Misskey wächst auch, aber nur in Ostasien und speziell in Japan, wo es den Stellenwert hat, den Mastodon in der westlichen Welt hat. Aufgrund von Zeitzonen- und Sprachbarrieren (und weil die meisten westlichen Fediverse-Server den Misskey-Leuchtturmserver misskey.io gesperrt haben) kommen aus Japan kaum bis keine Informationen über die Existenz von Misskey an westliche Mastodon-Nutzer. Nennenswerte Forkeys gibt es zu diesem Zeitpunkt in der westlichen Welt auch noch nicht.
Auf Friendica, Hubzilla und (streams) tut man auch nichts, weil das ein Twitter-Thema ist und man eher Richtung Facebook orientiert ist. Ein paar Friendica-Nutzer wären bereit gewesen, Leute von Facebook nach Friendica zu holen. Auf Hubzilla sorgte man sich eher darüber, wie tageslichttauglich Hubzilla gerade war, und die Community steckte allgemein in einer Lethargie. (streams) hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Nutzer. Und überall schien man anzuzweifeln, daß man in der Lage ist, einen Riesenexodus von mehreren Millionen auf den existierenden Servern aufnehmen zu können.
Oktober 2022. Elon Musk kauft Twitter auf. Noch sehr viel mehr Leute wollen da weg, wissen aber nicht wohin. Sie werden nun nach Mastodon eingeladen von denen, die im Februar/März von Twitter nach Mastodon geflohen sind. Ihr Wissensstand ist immer noch derselbe: "Es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon".
Pleroma? Misskey? Forkeys? Friendica? Hubzilla? (streams)? Siehe oben.
So, warum sind Friendica und Hubzilla nicht größer, obwohl sie älter sind?
Zunächst einmal: Mike Macgirvin hat bis 2023 angenommen, wenn er etwas baut, dann kommen die Leute schon von ganz alleine. Er ist kein Mensch der Öffentlichkeit. Er lebt mit seiner Frau, zwei Australian Shepherds und ein paar Hühnern auf einer Farm im australischen Outback, also in einer ziemlichen Einöde, wo man schon seine eigenen Nachbarn nicht sieht.
Mikes Hoffnung scheint auf dem Leidensdruck der Leute und ihrer Bereitschaft zum selbständigen Googlen zu beruhen. Mike glaubt, wenn die Leute mit Facebook nur unzufrieden genug sind, dann googlen sie von ganz alleine nach Alternativen, und dann werden sie seine Kreationen finden und als am besten erachten. Was er nicht auf dem Zettel hat: Niemand googlet nach dezentralen Facebook-Alternativen, wenn man nicht einmal eine vage Vorahnung hat, daß es sowas geben könnte. Oder daß es überhaupt Alternativen zu Facebook geben könnte. Social Networking = Facebook zur damaligen Zeit.
Jedenfalls:
März 2010. Facebook wird langsam so schlimm, daß Mike sich selbst daransetzt, eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare und obendrein sehr mächtige Alternative zu entwickeln.
Mai 2010. Zum einen: Mike rollt die erste Vorabversion von Mistpark aus.
Zum anderen: Vier junge Apple-Fanbois in den USA finden Facebook auch schlimm. Auch sie wollen eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare Alternative zu Facebook entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um Mistpark auf Google zu finden. Abgesehen davon rechnen auch die vier nicht damit, daß jemand so etwas schon mal gemacht haben könnte. Sonst hätten sie ja davon gehört, oder?
Jedenfalls: Die vier beschließen, ihren "Facebook-Killer" namens diaspora* über den Sommer 2010 zu entwickeln. Dafür brauchen sie aber Geld. $3.000 pro Nase, also $12.000 insgesamt. Sie starten eine Crowdfunding-Kampagne. Die geht komplett viral. Die Mainstream-Massenmedien picken auf, daß da vier Jungs etwas entwickeln wollen, was das immer schlimmer werdende Facebook ersetzen soll, und zwar, ohne die Nutzer auszuspionieren.
Binnen kürzester Zeit nehmen sie über $200.000 ein.
An dieser Stelle hätte Mike sich an die Massenmedien wenden können: Das, was die vier da vorhaben, das hat er schon fast fertig entwickelt. Ohne Crowdfunding. Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Juli 2010. Mike rollt den ersten stabilen Release von Mistpark aus. Die mächtigste föderierte Serversoftware, bis Mike es selbst entthronen wird. Wieder ohne jegliche Werbung, PR, Publicitiy oder was auch immer. Jetzt hätte Mike erst recht an die Tech- und Massenmedien gehen können und sagen können: "Hier, ich habe ganz alleine und für lau einen Facebook-Killer entwickelt, der sogar noch viel besser und mächtiger ist als Facebook!" Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Herbst 2010. Die erste superfrühe Alpha-Version von diaspora* wird ausgerollt. Im Grunde ist es eine ziemliche Enttäuschung. Es ist buggy, es läuft nur auf Mac-Servern, und es kann auch nicht sehr viel. Trotzdem wird es zumindest von genügend Hipstern angenommen, daß Google davon erfährt und diaspora* nach Strich und Faden für sein eigenes Google+ abkupfert und sogar das Aussehen von diaspora* zu Googles neuer Corporate Identity macht.
Auch etliche Tech-Geeks gehen nach diaspora*. Warum nicht nach Mistpark? Weil sie von Mistpark nichts wissen. Und weil sie angesichts der Sowieso-Verfügbarkeit von diaspora* kein Stück auf die Idee kommen zu googlen, ob's nicht noch was Besseres gibt.
Sogar auf diaspora* erfährt man erst allmählich von Mistpark, das inzwischen Friendika heißt, als es dessen Entwicklern gelungen ist, sich ohne jegliche API oder so mit diaspora* zu verbinden. Friendika wird auf diaspora* dadurch bekannt, daß a) es selbst dort vertreten ist und b) seine Nutzer zu diaspora*-Nutzern darüber reden. Ein paar ziehen tatsächlich um, weil ihnen diaspora* zu unterausgestattet ist. Das heißt, einige merken auch diese Unterausstattung erst, als sie Friendika ausprobieren.
Das geht so weiter. Auch als Tobias und Michael übernehmen, machen sie für Friendica kaum Werbung. Das heißt, es gibt einen Vortrag auf einem CCC. Aber der Vortrag ist nicht auf potentielle Nutzer ausgelegt, sondern auf Entwickler und Serveradmins.
Als Friendica sich mit Facebook verbindet, hofft man darauf, daß Friendica auf Facebook durch seine bloße Präsenz für sich werben kann. Klappt nicht.
April 2015. diaspora* ist weitestgehend wieder vergessen. Von Friendica weiß weiterhin keine Sau.
Nun wird das gerade erst aus der Red Matrix umgebaute Hubzilla erstmals vorgestellt. Es ist mächtiger als alles, was es bisher an dezentraler, föderierter Software gab. Aber weder Mike noch Mario noch Harald macht irgendwelche Werbung dafür. Wieder hofft man auf Suchmaschinen.
Die Communities von beiden machen auch nichts. Ihnen gehört das ja nicht, also ist Werbung nicht ihr Bier. Außerdem haben gerade die Friendica-Nutzer immer noch PTSD davon, daß Friendica-Nodes sogar auf dedizierten Servern oft nur ein paar hundert Leute aufnehmen können. Man könnte Leute allenfalls kleckerweise von Facebook holen, aber keine riesige Umsteigerlawine verkraften. Und auf Hubzilla redet man sich ein, daß Hubzilla ja eigentlich kein soziales Netzwerk ist, sondern ein "soziales CMS", aber trotzdem jetzt nicht so unbedingt direkt eine Facebook-Alternative, daß man jetzt unbedingt Leute von Facebook einladen müßte.
Das zieht sich bis heute so hin. Die erste zaghafte Werbung gibt es erst 2023. Und auch die gibt's nur im längst von Mastodon dominierten Fediverse. Und auch die hält sich zum einen nicht an Mastodons Regeln (zu lange Posts führen zu Mutes und Blocks, fehlende Hashtags führen zu Unauffindbarkeit, aber wer kann schon damit rechnen, daß man Hashtags braucht, wenn man doch selbst an Gruppen gewöhnt ist). Zum anderen spricht man nicht die Sprache der Mastodon-Nutzer, erklärt ihnen also nicht, daß Friendica/Hubzilla/(streams) im Fediverse und damit auch mit Mastodon verbunden ist. Selbst wenn man das täte, würde man mehr Mastodon-Nutzer verstören als anziehen.Und zum anderen: Was würde denn all die benannten Beteiligten davon abhalten, das zu tun genau jetzt? Warum passiert genau das noch nicht? Wäre doch, wenn alle das wollen, leicht möglich, oder? Abschauen, was Mastodon richtig gemacht hat nach außen, und das genau so gut oder besser machen? Welche Entschuldigung gibt es dann im Moment, das nicht zu tun?
Die "Entschuldigung" wäre, daß viele andere Fediverse-Anwendungen dann aufhören könnten.
Ich rede nicht von denen, die von vornherein ganz anders aufgestellt sind als Mastodon (PeerTube, Funkwhale, Owncast, Mobilizon, Flohmarkt, Ibex etc.).
Ich rede von denen, die im Prinzip auch das tun könnten, was Mastodon. Deren Alleinstellungsmerkmal aber ist, daß sie eben gerade anders sind als Mastodon und Dinge anders machen als Mastodon (Pleroma, Akkoma, Misskey, Sharkey, CherryPick, Iceshrimp-JS, Iceshrimp.NET, GoToSocial, Mitra, snac2, Socialhome, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte etc.).
Wenn die alle total an Mastodon angepaßt werden, wenn die alle ganz genau wie Mastodon werden, wofür braucht es die dann noch? Warum sollte sie jemand benutzen? Was außer dem Namen unterscheidet sie dann noch von Mastodon?
Und vor allem: Glaubst du wirklich, die Entwickler werden ihre Babys zusammenschnippeln auf Mastodon-Format, nur um Frieden mit Mastodon zu haben? Und glaubst du auch, die Serveradmins werden auf diese zusammengeschnippelten neuen Versionen updaten?
Okay, nehmen wir mal Hubzilla als Beispiel, das ultimative Anti-Mastodon.
Nehmen wir mal an, morgen früh (um das Ganze möglichst schnell zu machen; du willst ja, daß das jetzt sofort augenblicklich passiert) rollen @Mario Vavti und @Harald Eilertsen Hubzilla 12.0 aus. Änderungen:- Die Mastodon Client API wird eingeführt. Der gesamte Funktionsumfang wird reduziert auf das, was die Mastodon Client API abdeckt. Hubzillas eigene Client API wird abgeschafft.
- ActivityPub ist jetzt das Basisprotokoll.
- Unterstützung für alle anderen Protokolle, inklusive Zot6 und diaspora*, aber auch der RSS- und Atom-Aggregator, fliegen raus.
- Es gibt keine mehreren Identitäten pro Konto mehr, weil Mastodon die nicht versteht. Jeder Kanal wird zu einem eigenständigen Konto mit denselben Credentials wie das Konto, zu dem er vorher gehörte.
- Das heißt, Forenkanäle werden gänzlich gelöscht, weil Mastodon keine Gruppen unterstützt.
- Es gibt keine nomadische Identität mehr, weil Mastodon das nicht hat und damit nicht umgehen kann. Klone werden zu eigenständigen Konten. Umziehen geht höchstens noch per Export und Import. Und auch die Formate sind an Mastodon angepaßt.
- Alle Profile außer dem öffentlichen werden gelöscht. Damit könnte Mastodon sowieso nicht umgehen.
- Beim öffentlichen Profil werden alle Profilfelder außer dem Profiltext gelöscht. Vier neue Mehrzweck-Profilfelder werden angelegt. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Das Konzept bidirektionaler Kontakte wird ersetzt durch einseitiges Folgen und auch einseitiges Gefolgtwerden wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Privacy-Gruppen werden umgewandelt in Listen, die nur noch haargenau die Features und die Handhabung von Mastodon-Listen haben.
- Es gibt keine verschiedenen Kanalrollen mehr, nur noch eine Art von Konto. Wie auf Mastodon. Wie gesagt, Forenkanäle werden nicht in Konten umgewandelt, sondern gänzlich gelöscht.
- Das komplette Berechtigungssystem wird ersatzlos gelöscht. Alle existierenden Berechtigungen (außer bei DMs) werden auf öffentlich gesetzt.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Blacklist wird umgewandelt in jeweils eine Filtereinstellung pro Zeile. Reine Schlüsselwörter werden normale Filter. Schlüsselwörter mit RegEx, die nur dazu dienen, daß die Wörter nur als Ganzes erkannt werden, werden umgewandelt in entsprechende Filter. Alle anderen Filterzeilen werden ersatzlos gelöscht.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Whitelist wird ersatzlos gelöscht, ebenso die individuellen Filter pro Kontakt.
- Überhaupt, alle Pro-Kontakt-Einstellungen werden gelöscht, weil Mastodon sowas nicht unterstützt und auch nicht damit rechnet.
- Die NSFW-Filterliste könnte auch entsprechend in Filterzeilen konvertiert werden, die Posts nicht löschen, sondern verstecken. Weil dieses Feature auf Mastodon aber nie Teil der Mastodon-Kultur geworden ist, die noch auf Mastodon 3.x basiert, wird die NSFW-Filterliste gänzlich und ersatzlos gelöscht.
- Die maximale Postlänge wird von 16.777.215 Zeichen auf 500 Zeichen reduziert. Längere Beiträge werden automatisch in Threads zerstückelt.
- Titel werden abgeschafft; existierende Titel werden gelöscht. Damit kann Mastodon eh nichts anfangen.
- Das Zusammenfassungsfeld wird in CW-Feld umbenannt, damit es aus Mastodon-Sicht nicht mehr falsch benutzt wird.
- Jegliche Form von Textformatierung und -gestaltung wird ersatzlos abgeschafft. Schon existierende Formatierungen werden entfernt.
- Eingebettete Bilder und mehr als vier Bilder pro Beitrag werden auch abgeschafft. Von den Bildern in Beiträgen werden die ersten vier in Dateianhänge umgewandelt und die übrigen gelöscht. Alt-Texte wandern in separate Text- und Datenbankfelder mit einem harten Limit von 1.500 Zeichen.
- Zitate werden abgeschafft. Auch die könnte Mastodon darstellen, aber nicht erzeugen, also gehören sie nicht nach Mastodon.
- Das Teilen von Beiträgen wird in "Zitieren" umbenannt und umgestellt auf dieselbe Art und Weise, die auch Mastodon anwendet. Oder gleich komplett abgeschafft, weil es Mastodon-Nutzer stören könnte.
- Das Wiederholen von Beiträgen wird in "Boosten" umbenannt. Oder gleich in "Retröten", weil das mehr Mastodon-Nutzer verstehen.
- Umfragen können nur noch vier Optionen haben, deren Namen auf 50 Zeichen beschränkt sind, und das Wählen mehrerer Optionen geht nicht mehr.
- Jegliche Unterstützung geschlossener Konversationen wird abgeschafft zugunsten eines losen Threadmodells wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht. Die Unterstützung für FEP-171b "Conversation Containers" wird komplett und ersatzlos gestrichen. Das ganze FEP wird gelöscht.
- Posts heißen jetzt Tröts.
- Kommentare heißen jetzt auch Tröts.
- Der Zähler für ungelesene Beiträge wird abgeschafft.
- Die HQ-Seite wird abgeschafft. Die Kanalseite wird abgeschafft. Es gibt nur noch den Network-Stream. Der wird darauf hartgecodet, nur noch Einzelbeiträge zu zeigen und keine ganzen Konversationen mehr. Das soll verhindern, daß Hubzilla-Nutzer immer noch Hubzilla irgendwie anders nutzen, als Mastodon-Nutzer Mastodon nutzen.
- Der Filespace wird abgeschafft. WebDAV sowieso. Dateien werden so gehandhabt wie auf Mastodon.
- Der Eventkalender wird abgeschafft, weil Mastodon eh keine Events kann.
- Der CalDAV-Kalenderserver wird abgeschafft.
- Der CardDAV-Adreßbuchserver wird abgeschafft.
- Artikel werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Planungskarten werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Wikis werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Webpages werden abgeschafft. Hubzilla wird eine neue offizielle Website brauchen.
- Kanalquellen werden abgeschafft. Auf Mastodon kann man ja auch nicht mit Bordmitteln Bots bauen, außerdem sind Bots böse.
- Der PDL-Editor wird abgeschafft. Die Unterstützung von Themes wird abgeschafft. Hubzillas Oberfläche wird hartgecodet. Entweder sieht es jetzt wie Mastodon oder wie Twitter aus. Egal, ob es eigentlich aus einer Facebook-Alternative hervorgegangen ist. Aber die primäre Facebook-Alternative im Fediverse ist jetzt auch Mastodon.
- Alle anderen optionalen Apps werden auch abgeschafft. Hubzilla ist nicht mehr modular.
So, jetzt frage ich dich: Glaubst du, Mario und Harald machen das wirklich?
Glaubst du wirklich, sie kastrieren Hubzilla tatsächlich freiwillig um locker 90% seiner Features, nur um sich Mastodon anzubiedern? Die beiden, die sich bis jetzt von Gargron überhaupt gar nichts haben sagen lassen?
Und glaubst du allen Ernstes, Hub-Admins wie @Der Pepe (Hubzilla) ⁂, @Mark Nowiasz oder @Steffen gehen wirklich dabei und stellen ihre Hubs auf das so zusammengestrichene Hubzilla 12.0 um, das sich außer im Namen praktisch nicht mehr von Mastodon unterscheidet? Für einen Diktatfrieden mit dem eigentlich konzeptionell völlig anderen und bis dahin featuremäßig hoffnungslos unterlegenen Mastodon?
Und warum glaubst du, daß genau diese Personen genau das auch tatsächlich tun werden? Auch ich hätte dafür gerne eine ehrliche Antwort.
Wohlgemerkt, @Steffen 🦉🇪🇺 hat erst vor kurzem einen Mastodon-Server abgeschaltet und setzt jetzt nur noch auf Friendica und Hubzilla. Und du glaubst allen Ernstes, er läßt zu, daß beide durch neue Versionen der Serversoftware zu Mastodon-Klonen reduziert werden?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #diaspora* #Mistpark #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Mastoverse #MastodonFediverse -
@KristianZum einen: Warum hat Mastodon als deutlich jüngeres Projekt deutlich mehr Nutzer für sich gewinnen können als die Projekte, die schon länger am Start sind? Was ist denen gelungen, was alle anderen nicht geschafft haben?
Halb Zufall, halb Publicity.
2016. Mastodon ist raus. Anscheinend redet Gargron online viel darüber. Jedenfalls mehr als die hinter Pleroma, Friendica und Hubzilla. Und das ebenfalls zentralistische und nicht mehr mit dem Fediverse verbundene Identi.ca ist eh nicht in den Händen von jemandem, der Deutsch kann, und auch Evan Prodromou redet nicht groß drüber, jedenfalls nicht mit Leuten, die ihm über Mainstream-Medien Publicity verschaffen könnten.
Ein deutsches Mainstream-Medium wird drauf aufmerksam und interviewt ihn und macht eine Story über ihn und Mastodon. Viele Leute lesen darüber, daß es an Microblogging nicht nur Twitter gibt. Twitter ist damals schon nicht unumstritten, aber allgemein wird bisher angenommen, daß es keinen Alternative dazu gibt. Identi.ca kennt keiner, GNU social kennt keiner, Pleroma kennt keiner, Friendica kennt keiner, Hubzilla kennt keiner. Aber von Mastodon lesen sie jetzt. Schon kommen neue Nutzer, die weiter microbloggen wollen, aber von Twitter wegwollen, nach Mastodon.
2017. Auf Twitter werden Furries, Manga-/Anime-Fans und queere Personen von rechten Störenfrieden angegriffen. Irgendjemand entweder unter ihnen oder unter den Leuten, die sie kennen, kennt Mastodon und sagt, da können sie doch hingehen. Es findet ein großer Exodus dieser Personengruppen von Twitter nach Mastodon statt. Mastodon wächst weiter. Wieder kennt niemand Identi.ca, GNU social, Pleroma, Friendica oder Hubzilla. Daher gehen ausnahmslos alle nach Mastodon, und nur Mastodon profitiert davon.
In den nächsten Jahren gibt es weitere solche Vorfälle auf Twitter. Wieder ist Mastodon die einzige bekannte Alternative (Grund: siehe 2016 und 2017). Wieder geht der Exodus nur nach Mastodon.
Ein Schneeball kommt ins Rollen: Mastodon wird größer, mehr Leute sind da, mehr Leute kennen es, mehr Leute empfehlen Mastodon, Mastodon wird größer und so weiter.
Mehr und mehr andere Serveranwendungen kommen ins Fediverse und verbinden sich mit Mastodon. Mastodon selbst ist aber so riesengroß, daß es innerhalb Mastodon geschätzte 99% allen Inhalts stellt. Inhalte von woanders sind auf Mastodon superselten.
Dazu kommt: Mastodon zeigt nicht an, woher Beiträge kommen. Mastodon zeigt bei Beiträgen von Misskey nicht an, daß die von Misskey kommen. Daher erfahren Mastodon-Nutzer auch nicht, daß die von Misskey kommen. Sie erfahren somit nicht, daß es Misskey gibt. Sie glauben, das sind Mastodon-Tröts.
Dazu kommt dann auch noch: Mastodon ist noch auf Version 3.x. Mastodon kann noch keine wie auch immer geartete Textformatierung darstellen. Das wird alles, aber auch wirklich alles von Mastodons HTML-"Sanitiser" rausgelöscht. Mastodon zeigt nur Klartext an. Das einzige, was Nicht-Mastodon-Beiträge von Mastodon-Tröts unterscheidet, ist, daß sie über 500 Zeichen lang sein können, daß Erwähnungen anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet), und daß Hashtags anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet).
Februar 2022. Elon Musk, längst ein durch und durch xenophober Faschist, kündigt an, Twitter aufzukaufen. Viele wollen weg, wissen aber nicht wohin. Millionen von ihnen werden eingeladen nach Mastodon. Ohne irgendeine Erwähnung von irgendeiner anderen Alternative. Weil die, die sie einladen, selbst auch nur Twitter und Mastodon kennen und nie von irgendeiner anderen Alternative gehört haben.
Februar/März 2022. Millionen von Twitter-Nutzern flüchten von Twitter nach Mastodon. Alle mit dem Wissensstand "es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon". Das so schon nicht kleine Mastodon wächst auf ein Vielfaches seiner Größe. Sowohl die Anzahl als auch der relative Anteil derjenigen, die glauben, das Fediverse sei nur Mastodon, und es gäbe nur Twitter und Mastodon, steigt.
Die wenigen Pleroma-Nutzer scheinen die Situation zu verpennen.
Misskey wächst auch, aber nur in Ostasien und speziell in Japan, wo es den Stellenwert hat, den Mastodon in der westlichen Welt hat. Aufgrund von Zeitzonen- und Sprachbarrieren (und weil die meisten westlichen Fediverse-Server den Misskey-Leuchtturmserver misskey.io gesperrt haben) kommen aus Japan kaum bis keine Informationen über die Existenz von Misskey an westliche Mastodon-Nutzer. Nennenswerte Forkeys gibt es zu diesem Zeitpunkt in der westlichen Welt auch noch nicht.
Auf Friendica, Hubzilla und (streams) tut man auch nichts, weil das ein Twitter-Thema ist und man eher Richtung Facebook orientiert ist. Ein paar Friendica-Nutzer wären bereit gewesen, Leute von Facebook nach Friendica zu holen. Auf Hubzilla sorgte man sich eher darüber, wie tageslichttauglich Hubzilla gerade war, und die Community steckte allgemein in einer Lethargie. (streams) hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Nutzer. Und überall schien man anzuzweifeln, daß man in der Lage ist, einen Riesenexodus von mehreren Millionen auf den existierenden Servern aufnehmen zu können.
Oktober 2022. Elon Musk kauft Twitter auf. Noch sehr viel mehr Leute wollen da weg, wissen aber nicht wohin. Sie werden nun nach Mastodon eingeladen von denen, die im Februar/März von Twitter nach Mastodon geflohen sind. Ihr Wissensstand ist immer noch derselbe: "Es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon".
Pleroma? Misskey? Forkeys? Friendica? Hubzilla? (streams)? Siehe oben.
So, warum sind Friendica und Hubzilla nicht größer, obwohl sie älter sind?
Zunächst einmal: Mike Macgirvin hat bis 2023 angenommen, wenn er etwas baut, dann kommen die Leute schon von ganz alleine. Er ist kein Mensch der Öffentlichkeit. Er lebt mit seiner Frau, zwei Australian Shepherds und ein paar Hühnern auf einer Farm im australischen Outback, also in einer ziemlichen Einöde, wo man schon seine eigenen Nachbarn nicht sieht.
Mikes Hoffnung scheint auf dem Leidensdruck der Leute und ihrer Bereitschaft zum selbständigen Googlen zu beruhen. Mike glaubt, wenn die Leute mit Facebook nur unzufrieden genug sind, dann googlen sie von ganz alleine nach Alternativen, und dann werden sie seine Kreationen finden und als am besten erachten. Was er nicht auf dem Zettel hat: Niemand googlet nach dezentralen Facebook-Alternativen, wenn man nicht einmal eine vage Vorahnung hat, daß es sowas geben könnte. Oder daß es überhaupt Alternativen zu Facebook geben könnte. Social Networking = Facebook zur damaligen Zeit.
Jedenfalls:
März 2010. Facebook wird langsam so schlimm, daß Mike sich selbst daransetzt, eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare und obendrein sehr mächtige Alternative zu entwickeln.
Mai 2010. Zum einen: Mike rollt die erste Vorabversion von Mistpark aus.
Zum anderen: Vier junge Apple-Fanbois in den USA finden Facebook auch schlimm. Auch sie wollen eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare Alternative zu Facebook entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um Mistpark auf Google zu finden. Abgesehen davon rechnen auch die vier nicht damit, daß jemand so etwas schon mal gemacht haben könnte. Sonst hätten sie ja davon gehört, oder?
Jedenfalls: Die vier beschließen, ihren "Facebook-Killer" namens diaspora* über den Sommer 2010 zu entwickeln. Dafür brauchen sie aber Geld. $3.000 pro Nase, also $12.000 insgesamt. Sie starten eine Crowdfunding-Kampagne. Die geht komplett viral. Die Mainstream-Massenmedien picken auf, daß da vier Jungs etwas entwickeln wollen, was das immer schlimmer werdende Facebook ersetzen soll, und zwar, ohne die Nutzer auszuspionieren.
Binnen kürzester Zeit nehmen sie über $200.000 ein.
An dieser Stelle hätte Mike sich an die Massenmedien wenden können: Das, was die vier da vorhaben, das hat er schon fast fertig entwickelt. Ohne Crowdfunding. Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Juli 2010. Mike rollt den ersten stabilen Release von Mistpark aus. Die mächtigste föderierte Serversoftware, bis Mike es selbst entthronen wird. Wieder ohne jegliche Werbung, PR, Publicitiy oder was auch immer. Jetzt hätte Mike erst recht an die Tech- und Massenmedien gehen können und sagen können: "Hier, ich habe ganz alleine und für lau einen Facebook-Killer entwickelt, der sogar noch viel besser und mächtiger ist als Facebook!" Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Herbst 2010. Die erste superfrühe Alpha-Version von diaspora* wird ausgerollt. Im Grunde ist es eine ziemliche Enttäuschung. Es ist buggy, es läuft nur auf Mac-Servern, und es kann auch nicht sehr viel. Trotzdem wird es zumindest von genügend Hipstern angenommen, daß Google davon erfährt und diaspora* nach Strich und Faden für sein eigenes Google+ abkupfert und sogar das Aussehen von diaspora* zu Googles neuer Corporate Identity macht.
Auch etliche Tech-Geeks gehen nach diaspora*. Warum nicht nach Mistpark? Weil sie von Mistpark nichts wissen. Und weil sie angesichts der Sowieso-Verfügbarkeit von diaspora* kein Stück auf die Idee kommen zu googlen, ob's nicht noch was Besseres gibt.
Sogar auf diaspora* erfährt man erst allmählich von Mistpark, das inzwischen Friendika heißt, als es dessen Entwicklern gelungen ist, sich ohne jegliche API oder so mit diaspora* zu verbinden. Friendika wird auf diaspora* dadurch bekannt, daß a) es selbst dort vertreten ist und b) seine Nutzer zu diaspora*-Nutzern darüber reden. Ein paar ziehen tatsächlich um, weil ihnen diaspora* zu unterausgestattet ist. Das heißt, einige merken auch diese Unterausstattung erst, als sie Friendika ausprobieren.
Das geht so weiter. Auch als Tobias und Michael übernehmen, machen sie für Friendica kaum Werbung. Das heißt, es gibt einen Vortrag auf einem CCC. Aber der Vortrag ist nicht auf potentielle Nutzer ausgelegt, sondern auf Entwickler und Serveradmins.
Als Friendica sich mit Facebook verbindet, hofft man darauf, daß Friendica auf Facebook durch seine bloße Präsenz für sich werben kann. Klappt nicht.
April 2015. diaspora* ist weitestgehend wieder vergessen. Von Friendica weiß weiterhin keine Sau.
Nun wird das gerade erst aus der Red Matrix umgebaute Hubzilla erstmals vorgestellt. Es ist mächtiger als alles, was es bisher an dezentraler, föderierter Software gab. Aber weder Mike noch Mario noch Harald macht irgendwelche Werbung dafür. Wieder hofft man auf Suchmaschinen.
Die Communities von beiden machen auch nichts. Ihnen gehört das ja nicht, also ist Werbung nicht ihr Bier. Außerdem haben gerade die Friendica-Nutzer immer noch PTSD davon, daß Friendica-Nodes sogar auf dedizierten Servern oft nur ein paar hundert Leute aufnehmen können. Man könnte Leute allenfalls kleckerweise von Facebook holen, aber keine riesige Umsteigerlawine verkraften. Und auf Hubzilla redet man sich ein, daß Hubzilla ja eigentlich kein soziales Netzwerk ist, sondern ein "soziales CMS", aber trotzdem jetzt nicht so unbedingt direkt eine Facebook-Alternative, daß man jetzt unbedingt Leute von Facebook einladen müßte.
Das zieht sich bis heute so hin. Die erste zaghafte Werbung gibt es erst 2023. Und auch die gibt's nur im längst von Mastodon dominierten Fediverse. Und auch die hält sich zum einen nicht an Mastodons Regeln (zu lange Posts führen zu Mutes und Blocks, fehlende Hashtags führen zu Unauffindbarkeit, aber wer kann schon damit rechnen, daß man Hashtags braucht, wenn man doch selbst an Gruppen gewöhnt ist). Zum anderen spricht man nicht die Sprache der Mastodon-Nutzer, erklärt ihnen also nicht, daß Friendica/Hubzilla/(streams) im Fediverse und damit auch mit Mastodon verbunden ist. Selbst wenn man das täte, würde man mehr Mastodon-Nutzer verstören als anziehen.Und zum anderen: Was würde denn all die benannten Beteiligten davon abhalten, das zu tun genau jetzt? Warum passiert genau das noch nicht? Wäre doch, wenn alle das wollen, leicht möglich, oder? Abschauen, was Mastodon richtig gemacht hat nach außen, und das genau so gut oder besser machen? Welche Entschuldigung gibt es dann im Moment, das nicht zu tun?
Die "Entschuldigung" wäre, daß viele andere Fediverse-Anwendungen dann aufhören könnten.
Ich rede nicht von denen, die von vornherein ganz anders aufgestellt sind als Mastodon (PeerTube, Funkwhale, Owncast, Mobilizon, Flohmarkt, Ibex etc.).
Ich rede von denen, die im Prinzip auch das tun könnten, was Mastodon. Deren Alleinstellungsmerkmal aber ist, daß sie eben gerade anders sind als Mastodon und Dinge anders machen als Mastodon (Pleroma, Akkoma, Misskey, Sharkey, CherryPick, Iceshrimp-JS, Iceshrimp.NET, GoToSocial, Mitra, snac2, Socialhome, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte etc.).
Wenn die alle total an Mastodon angepaßt werden, wenn die alle ganz genau wie Mastodon werden, wofür braucht es die dann noch? Warum sollte sie jemand benutzen? Was außer dem Namen unterscheidet sie dann noch von Mastodon?
Und vor allem: Glaubst du wirklich, die Entwickler werden ihre Babys zusammenschnippeln auf Mastodon-Format, nur um Frieden mit Mastodon zu haben? Und glaubst du auch, die Serveradmins werden auf diese zusammengeschnippelten neuen Versionen updaten?
Okay, nehmen wir mal Hubzilla als Beispiel, das ultimative Anti-Mastodon.
Nehmen wir mal an, morgen früh (um das Ganze möglichst schnell zu machen; du willst ja, daß das jetzt sofort augenblicklich passiert) rollen @Mario Vavti und @Harald Eilertsen Hubzilla 12.0 aus. Änderungen:- Die Mastodon Client API wird eingeführt. Der gesamte Funktionsumfang wird reduziert auf das, was die Mastodon Client API abdeckt. Hubzillas eigene Client API wird abgeschafft.
- ActivityPub ist jetzt das Basisprotokoll.
- Unterstützung für alle anderen Protokolle, inklusive Zot6 und diaspora*, aber auch der RSS- und Atom-Aggregator, fliegen raus.
- Es gibt keine mehreren Identitäten pro Konto mehr, weil Mastodon die nicht versteht. Jeder Kanal wird zu einem eigenständigen Konto mit denselben Credentials wie das Konto, zu dem er vorher gehörte.
- Das heißt, Forenkanäle werden gänzlich gelöscht, weil Mastodon keine Gruppen unterstützt.
- Es gibt keine nomadische Identität mehr, weil Mastodon das nicht hat und damit nicht umgehen kann. Klone werden zu eigenständigen Konten. Umziehen geht höchstens noch per Export und Import. Und auch die Formate sind an Mastodon angepaßt.
- Alle Profile außer dem öffentlichen werden gelöscht. Damit könnte Mastodon sowieso nicht umgehen.
- Beim öffentlichen Profil werden alle Profilfelder außer dem Profiltext gelöscht. Vier neue Mehrzweck-Profilfelder werden angelegt. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Das Konzept bidirektionaler Kontakte wird ersetzt durch einseitiges Folgen und auch einseitiges Gefolgtwerden wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Privacy-Gruppen werden umgewandelt in Listen, die nur noch haargenau die Features und die Handhabung von Mastodon-Listen haben.
- Es gibt keine verschiedenen Kanalrollen mehr, nur noch eine Art von Konto. Wie auf Mastodon. Wie gesagt, Forenkanäle werden nicht in Konten umgewandelt, sondern gänzlich gelöscht.
- Das komplette Berechtigungssystem wird ersatzlos gelöscht. Alle existierenden Berechtigungen (außer bei DMs) werden auf öffentlich gesetzt.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Blacklist wird umgewandelt in jeweils eine Filtereinstellung pro Zeile. Reine Schlüsselwörter werden normale Filter. Schlüsselwörter mit RegEx, die nur dazu dienen, daß die Wörter nur als Ganzes erkannt werden, werden umgewandelt in entsprechende Filter. Alle anderen Filterzeilen werden ersatzlos gelöscht.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Whitelist wird ersatzlos gelöscht, ebenso die individuellen Filter pro Kontakt.
- Überhaupt, alle Pro-Kontakt-Einstellungen werden gelöscht, weil Mastodon sowas nicht unterstützt und auch nicht damit rechnet.
- Die NSFW-Filterliste könnte auch entsprechend in Filterzeilen konvertiert werden, die Posts nicht löschen, sondern verstecken. Weil dieses Feature auf Mastodon aber nie Teil der Mastodon-Kultur geworden ist, die noch auf Mastodon 3.x basiert, wird die NSFW-Filterliste gänzlich und ersatzlos gelöscht.
- Die maximale Postlänge wird von 16.777.215 Zeichen auf 500 Zeichen reduziert. Längere Beiträge werden automatisch in Threads zerstückelt.
- Titel werden abgeschafft; existierende Titel werden gelöscht. Damit kann Mastodon eh nichts anfangen.
- Das Zusammenfassungsfeld wird in CW-Feld umbenannt, damit es aus Mastodon-Sicht nicht mehr falsch benutzt wird.
- Jegliche Form von Textformatierung und -gestaltung wird ersatzlos abgeschafft. Schon existierende Formatierungen werden entfernt.
- Eingebettete Bilder und mehr als vier Bilder pro Beitrag werden auch abgeschafft. Von den Bildern in Beiträgen werden die ersten vier in Dateianhänge umgewandelt und die übrigen gelöscht. Alt-Texte wandern in separate Text- und Datenbankfelder mit einem harten Limit von 1.500 Zeichen.
- Zitate werden abgeschafft. Auch die könnte Mastodon darstellen, aber nicht erzeugen, also gehören sie nicht nach Mastodon.
- Das Teilen von Beiträgen wird in "Zitieren" umbenannt und umgestellt auf dieselbe Art und Weise, die auch Mastodon anwendet. Oder gleich komplett abgeschafft, weil es Mastodon-Nutzer stören könnte.
- Das Wiederholen von Beiträgen wird in "Boosten" umbenannt. Oder gleich in "Retröten", weil das mehr Mastodon-Nutzer verstehen.
- Umfragen können nur noch vier Optionen haben, deren Namen auf 50 Zeichen beschränkt sind, und das Wählen mehrerer Optionen geht nicht mehr.
- Jegliche Unterstützung geschlossener Konversationen wird abgeschafft zugunsten eines losen Threadmodells wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht. Die Unterstützung für FEP-171b "Conversation Containers" wird komplett und ersatzlos gestrichen. Das ganze FEP wird gelöscht.
- Posts heißen jetzt Tröts.
- Kommentare heißen jetzt auch Tröts.
- Der Zähler für ungelesene Beiträge wird abgeschafft.
- Die HQ-Seite wird abgeschafft. Die Kanalseite wird abgeschafft. Es gibt nur noch den Network-Stream. Der wird darauf hartgecodet, nur noch Einzelbeiträge zu zeigen und keine ganzen Konversationen mehr. Das soll verhindern, daß Hubzilla-Nutzer immer noch Hubzilla irgendwie anders nutzen, als Mastodon-Nutzer Mastodon nutzen.
- Der Filespace wird abgeschafft. WebDAV sowieso. Dateien werden so gehandhabt wie auf Mastodon.
- Der Eventkalender wird abgeschafft, weil Mastodon eh keine Events kann.
- Der CalDAV-Kalenderserver wird abgeschafft.
- Der CardDAV-Adreßbuchserver wird abgeschafft.
- Artikel werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Planungskarten werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Wikis werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Webpages werden abgeschafft. Hubzilla wird eine neue offizielle Website brauchen.
- Kanalquellen werden abgeschafft. Auf Mastodon kann man ja auch nicht mit Bordmitteln Bots bauen, außerdem sind Bots böse.
- Der PDL-Editor wird abgeschafft. Die Unterstützung von Themes wird abgeschafft. Hubzillas Oberfläche wird hartgecodet. Entweder sieht es jetzt wie Mastodon oder wie Twitter aus. Egal, ob es eigentlich aus einer Facebook-Alternative hervorgegangen ist. Aber die primäre Facebook-Alternative im Fediverse ist jetzt auch Mastodon.
- Alle anderen optionalen Apps werden auch abgeschafft. Hubzilla ist nicht mehr modular.
So, jetzt frage ich dich: Glaubst du, Mario und Harald machen das wirklich?
Glaubst du wirklich, sie kastrieren Hubzilla tatsächlich freiwillig um locker 90% seiner Features, nur um sich Mastodon anzubiedern? Die beiden, die sich bis jetzt von Gargron überhaupt gar nichts haben sagen lassen?
Und glaubst du allen Ernstes, Hub-Admins wie @Der Pepe (Hubzilla) ⁂, @Mark Nowiasz oder @Steffen gehen wirklich dabei und stellen ihre Hubs auf das so zusammengestrichene Hubzilla 12.0 um, das sich außer im Namen praktisch nicht mehr von Mastodon unterscheidet? Für einen Diktatfrieden mit dem eigentlich konzeptionell völlig anderen und bis dahin featuremäßig hoffnungslos unterlegenen Mastodon?
Und warum glaubst du, daß genau diese Personen genau das auch tatsächlich tun werden? Auch ich hätte dafür gerne eine ehrliche Antwort.
Wohlgemerkt, @Steffen 🦉🇪🇺 hat erst vor kurzem einen Mastodon-Server abgeschaltet und setzt jetzt nur noch auf Friendica und Hubzilla. Und du glaubst allen Ernstes, er läßt zu, daß beide durch neue Versionen der Serversoftware zu Mastodon-Klonen reduziert werden?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #diaspora* #Mistpark #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Mastoverse #MastodonFediverse -
@KristianZum einen: Warum hat Mastodon als deutlich jüngeres Projekt deutlich mehr Nutzer für sich gewinnen können als die Projekte, die schon länger am Start sind? Was ist denen gelungen, was alle anderen nicht geschafft haben?
Halb Zufall, halb Publicity.
2016. Mastodon ist raus. Anscheinend redet Gargron online viel darüber. Jedenfalls mehr als die hinter Pleroma, Friendica und Hubzilla. Und das ebenfalls zentralistische und nicht mehr mit dem Fediverse verbundene Identi.ca ist eh nicht in den Händen von jemandem, der Deutsch kann, und auch Evan Prodromou redet nicht groß drüber, jedenfalls nicht mit Leuten, die ihm über Mainstream-Medien Publicity verschaffen könnten.
Ein deutsches Mainstream-Medium wird drauf aufmerksam und interviewt ihn und macht eine Story über ihn und Mastodon. Viele Leute lesen darüber, daß es an Microblogging nicht nur Twitter gibt. Twitter ist damals schon nicht unumstritten, aber allgemein wird bisher angenommen, daß es keinen Alternative dazu gibt. Identi.ca kennt keiner, GNU social kennt keiner, Pleroma kennt keiner, Friendica kennt keiner, Hubzilla kennt keiner. Aber von Mastodon lesen sie jetzt. Schon kommen neue Nutzer, die weiter microbloggen wollen, aber von Twitter wegwollen, nach Mastodon.
2017. Auf Twitter werden Furries, Manga-/Anime-Fans und queere Personen von rechten Störenfrieden angegriffen. Irgendjemand entweder unter ihnen oder unter den Leuten, die sie kennen, kennt Mastodon und sagt, da können sie doch hingehen. Es findet ein großer Exodus dieser Personengruppen von Twitter nach Mastodon statt. Mastodon wächst weiter. Wieder kennt niemand Identi.ca, GNU social, Pleroma, Friendica oder Hubzilla. Daher gehen ausnahmslos alle nach Mastodon, und nur Mastodon profitiert davon.
In den nächsten Jahren gibt es weitere solche Vorfälle auf Twitter. Wieder ist Mastodon die einzige bekannte Alternative (Grund: siehe 2016 und 2017). Wieder geht der Exodus nur nach Mastodon.
Ein Schneeball kommt ins Rollen: Mastodon wird größer, mehr Leute sind da, mehr Leute kennen es, mehr Leute empfehlen Mastodon, Mastodon wird größer und so weiter.
Mehr und mehr andere Serveranwendungen kommen ins Fediverse und verbinden sich mit Mastodon. Mastodon selbst ist aber so riesengroß, daß es innerhalb Mastodon geschätzte 99% allen Inhalts stellt. Inhalte von woanders sind auf Mastodon superselten.
Dazu kommt: Mastodon zeigt nicht an, woher Beiträge kommen. Mastodon zeigt bei Beiträgen von Misskey nicht an, daß die von Misskey kommen. Daher erfahren Mastodon-Nutzer auch nicht, daß die von Misskey kommen. Sie erfahren somit nicht, daß es Misskey gibt. Sie glauben, das sind Mastodon-Tröts.
Dazu kommt dann auch noch: Mastodon ist noch auf Version 3.x. Mastodon kann noch keine wie auch immer geartete Textformatierung darstellen. Das wird alles, aber auch wirklich alles von Mastodons HTML-"Sanitiser" rausgelöscht. Mastodon zeigt nur Klartext an. Das einzige, was Nicht-Mastodon-Beiträge von Mastodon-Tröts unterscheidet, ist, daß sie über 500 Zeichen lang sein können, daß Erwähnungen anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet), und daß Hashtags anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet).
Februar 2022. Elon Musk, längst ein durch und durch xenophober Faschist, kündigt an, Twitter aufzukaufen. Viele wollen weg, wissen aber nicht wohin. Millionen von ihnen werden eingeladen nach Mastodon. Ohne irgendeine Erwähnung von irgendeiner anderen Alternative. Weil die, die sie einladen, selbst auch nur Twitter und Mastodon kennen und nie von irgendeiner anderen Alternative gehört haben.
Februar/März 2022. Millionen von Twitter-Nutzern flüchten von Twitter nach Mastodon. Alle mit dem Wissensstand "es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon". Das so schon nicht kleine Mastodon wächst auf ein Vielfaches seiner Größe. Sowohl die Anzahl als auch der relative Anteil derjenigen, die glauben, das Fediverse sei nur Mastodon, und es gäbe nur Twitter und Mastodon, steigt.
Die wenigen Pleroma-Nutzer scheinen die Situation zu verpennen.
Misskey wächst auch, aber nur in Ostasien und speziell in Japan, wo es den Stellenwert hat, den Mastodon in der westlichen Welt hat. Aufgrund von Zeitzonen- und Sprachbarrieren (und weil die meisten westlichen Fediverse-Server den Misskey-Leuchtturmserver misskey.io gesperrt haben) kommen aus Japan kaum bis keine Informationen über die Existenz von Misskey an westliche Mastodon-Nutzer. Nennenswerte Forkeys gibt es zu diesem Zeitpunkt in der westlichen Welt auch noch nicht.
Auf Friendica, Hubzilla und (streams) tut man auch nichts, weil das ein Twitter-Thema ist und man eher Richtung Facebook orientiert ist. Ein paar Friendica-Nutzer wären bereit gewesen, Leute von Facebook nach Friendica zu holen. Auf Hubzilla sorgte man sich eher darüber, wie tageslichttauglich Hubzilla gerade war, und die Community steckte allgemein in einer Lethargie. (streams) hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Nutzer. Und überall schien man anzuzweifeln, daß man in der Lage ist, einen Riesenexodus von mehreren Millionen auf den existierenden Servern aufnehmen zu können.
Oktober 2022. Elon Musk kauft Twitter auf. Noch sehr viel mehr Leute wollen da weg, wissen aber nicht wohin. Sie werden nun nach Mastodon eingeladen von denen, die im Februar/März von Twitter nach Mastodon geflohen sind. Ihr Wissensstand ist immer noch derselbe: "Es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon".
Pleroma? Misskey? Forkeys? Friendica? Hubzilla? (streams)? Siehe oben.
So, warum sind Friendica und Hubzilla nicht größer, obwohl sie älter sind?
Zunächst einmal: Mike Macgirvin hat bis 2023 angenommen, wenn er etwas baut, dann kommen die Leute schon von ganz alleine. Er ist kein Mensch der Öffentlichkeit. Er lebt mit seiner Frau, zwei Australian Shepherds und ein paar Hühnern auf einer Farm im australischen Outback, also in einer ziemlichen Einöde, wo man schon seine eigenen Nachbarn nicht sieht.
Mikes Hoffnung scheint auf dem Leidensdruck der Leute und ihrer Bereitschaft zum selbständigen Googlen zu beruhen. Mike glaubt, wenn die Leute mit Facebook nur unzufrieden genug sind, dann googlen sie von ganz alleine nach Alternativen, und dann werden sie seine Kreationen finden und als am besten erachten. Was er nicht auf dem Zettel hat: Niemand googlet nach dezentralen Facebook-Alternativen, wenn man nicht einmal eine vage Vorahnung hat, daß es sowas geben könnte. Oder daß es überhaupt Alternativen zu Facebook geben könnte. Social Networking = Facebook zur damaligen Zeit.
Jedenfalls:
März 2010. Facebook wird langsam so schlimm, daß Mike sich selbst daransetzt, eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare und obendrein sehr mächtige Alternative zu entwickeln.
Mai 2010. Zum einen: Mike rollt die erste Vorabversion von Mistpark aus.
Zum anderen: Vier junge Apple-Fanbois in den USA finden Facebook auch schlimm. Auch sie wollen eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare Alternative zu Facebook entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um Mistpark auf Google zu finden. Abgesehen davon rechnen auch die vier nicht damit, daß jemand so etwas schon mal gemacht haben könnte. Sonst hätten sie ja davon gehört, oder?
Jedenfalls: Die vier beschließen, ihren "Facebook-Killer" namens diaspora* über den Sommer 2010 zu entwickeln. Dafür brauchen sie aber Geld. $3.000 pro Nase, also $12.000 insgesamt. Sie starten eine Crowdfunding-Kampagne. Die geht komplett viral. Die Mainstream-Massenmedien picken auf, daß da vier Jungs etwas entwickeln wollen, was das immer schlimmer werdende Facebook ersetzen soll, und zwar, ohne die Nutzer auszuspionieren.
Binnen kürzester Zeit nehmen sie über $200.000 ein.
An dieser Stelle hätte Mike sich an die Massenmedien wenden können: Das, was die vier da vorhaben, das hat er schon fast fertig entwickelt. Ohne Crowdfunding. Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Juli 2010. Mike rollt den ersten stabilen Release von Mistpark aus. Die mächtigste föderierte Serversoftware, bis Mike es selbst entthronen wird. Wieder ohne jegliche Werbung, PR, Publicitiy oder was auch immer. Jetzt hätte Mike erst recht an die Tech- und Massenmedien gehen können und sagen können: "Hier, ich habe ganz alleine und für lau einen Facebook-Killer entwickelt, der sogar noch viel besser und mächtiger ist als Facebook!" Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.
Herbst 2010. Die erste superfrühe Alpha-Version von diaspora* wird ausgerollt. Im Grunde ist es eine ziemliche Enttäuschung. Es ist buggy, es läuft nur auf Mac-Servern, und es kann auch nicht sehr viel. Trotzdem wird es zumindest von genügend Hipstern angenommen, daß Google davon erfährt und diaspora* nach Strich und Faden für sein eigenes Google+ abkupfert und sogar das Aussehen von diaspora* zu Googles neuer Corporate Identity macht.
Auch etliche Tech-Geeks gehen nach diaspora*. Warum nicht nach Mistpark? Weil sie von Mistpark nichts wissen. Und weil sie angesichts der Sowieso-Verfügbarkeit von diaspora* kein Stück auf die Idee kommen zu googlen, ob's nicht noch was Besseres gibt.
Sogar auf diaspora* erfährt man erst allmählich von Mistpark, das inzwischen Friendika heißt, als es dessen Entwicklern gelungen ist, sich ohne jegliche API oder so mit diaspora* zu verbinden. Friendika wird auf diaspora* dadurch bekannt, daß a) es selbst dort vertreten ist und b) seine Nutzer zu diaspora*-Nutzern darüber reden. Ein paar ziehen tatsächlich um, weil ihnen diaspora* zu unterausgestattet ist. Das heißt, einige merken auch diese Unterausstattung erst, als sie Friendika ausprobieren.
Das geht so weiter. Auch als Tobias und Michael übernehmen, machen sie für Friendica kaum Werbung. Das heißt, es gibt einen Vortrag auf einem CCC. Aber der Vortrag ist nicht auf potentielle Nutzer ausgelegt, sondern auf Entwickler und Serveradmins.
Als Friendica sich mit Facebook verbindet, hofft man darauf, daß Friendica auf Facebook durch seine bloße Präsenz für sich werben kann. Klappt nicht.
April 2015. diaspora* ist weitestgehend wieder vergessen. Von Friendica weiß weiterhin keine Sau.
Nun wird das gerade erst aus der Red Matrix umgebaute Hubzilla erstmals vorgestellt. Es ist mächtiger als alles, was es bisher an dezentraler, föderierter Software gab. Aber weder Mike noch Mario noch Harald macht irgendwelche Werbung dafür. Wieder hofft man auf Suchmaschinen.
Die Communities von beiden machen auch nichts. Ihnen gehört das ja nicht, also ist Werbung nicht ihr Bier. Außerdem haben gerade die Friendica-Nutzer immer noch PTSD davon, daß Friendica-Nodes sogar auf dedizierten Servern oft nur ein paar hundert Leute aufnehmen können. Man könnte Leute allenfalls kleckerweise von Facebook holen, aber keine riesige Umsteigerlawine verkraften. Und auf Hubzilla redet man sich ein, daß Hubzilla ja eigentlich kein soziales Netzwerk ist, sondern ein "soziales CMS", aber trotzdem jetzt nicht so unbedingt direkt eine Facebook-Alternative, daß man jetzt unbedingt Leute von Facebook einladen müßte.
Das zieht sich bis heute so hin. Die erste zaghafte Werbung gibt es erst 2023. Und auch die gibt's nur im längst von Mastodon dominierten Fediverse. Und auch die hält sich zum einen nicht an Mastodons Regeln (zu lange Posts führen zu Mutes und Blocks, fehlende Hashtags führen zu Unauffindbarkeit, aber wer kann schon damit rechnen, daß man Hashtags braucht, wenn man doch selbst an Gruppen gewöhnt ist). Zum anderen spricht man nicht die Sprache der Mastodon-Nutzer, erklärt ihnen also nicht, daß Friendica/Hubzilla/(streams) im Fediverse und damit auch mit Mastodon verbunden ist. Selbst wenn man das täte, würde man mehr Mastodon-Nutzer verstören als anziehen.Und zum anderen: Was würde denn all die benannten Beteiligten davon abhalten, das zu tun genau jetzt? Warum passiert genau das noch nicht? Wäre doch, wenn alle das wollen, leicht möglich, oder? Abschauen, was Mastodon richtig gemacht hat nach außen, und das genau so gut oder besser machen? Welche Entschuldigung gibt es dann im Moment, das nicht zu tun?
Die "Entschuldigung" wäre, daß viele andere Fediverse-Anwendungen dann aufhören könnten.
Ich rede nicht von denen, die von vornherein ganz anders aufgestellt sind als Mastodon (PeerTube, Funkwhale, Owncast, Mobilizon, Flohmarkt, Ibex etc.).
Ich rede von denen, die im Prinzip auch das tun könnten, was Mastodon. Deren Alleinstellungsmerkmal aber ist, daß sie eben gerade anders sind als Mastodon und Dinge anders machen als Mastodon (Pleroma, Akkoma, Misskey, Sharkey, CherryPick, Iceshrimp-JS, Iceshrimp.NET, GoToSocial, Mitra, snac2, Socialhome, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte etc.).
Wenn die alle total an Mastodon angepaßt werden, wenn die alle ganz genau wie Mastodon werden, wofür braucht es die dann noch? Warum sollte sie jemand benutzen? Was außer dem Namen unterscheidet sie dann noch von Mastodon?
Und vor allem: Glaubst du wirklich, die Entwickler werden ihre Babys zusammenschnippeln auf Mastodon-Format, nur um Frieden mit Mastodon zu haben? Und glaubst du auch, die Serveradmins werden auf diese zusammengeschnippelten neuen Versionen updaten?
Okay, nehmen wir mal Hubzilla als Beispiel, das ultimative Anti-Mastodon.
Nehmen wir mal an, morgen früh (um das Ganze möglichst schnell zu machen; du willst ja, daß das jetzt sofort augenblicklich passiert) rollen @Mario Vavti und @Harald Eilertsen Hubzilla 12.0 aus. Änderungen:- Die Mastodon Client API wird eingeführt. Der gesamte Funktionsumfang wird reduziert auf das, was die Mastodon Client API abdeckt. Hubzillas eigene Client API wird abgeschafft.
- ActivityPub ist jetzt das Basisprotokoll.
- Unterstützung für alle anderen Protokolle, inklusive Zot6 und diaspora*, aber auch der RSS- und Atom-Aggregator, fliegen raus.
- Es gibt keine mehreren Identitäten pro Konto mehr, weil Mastodon die nicht versteht. Jeder Kanal wird zu einem eigenständigen Konto mit denselben Credentials wie das Konto, zu dem er vorher gehörte.
- Das heißt, Forenkanäle werden gänzlich gelöscht, weil Mastodon keine Gruppen unterstützt.
- Es gibt keine nomadische Identität mehr, weil Mastodon das nicht hat und damit nicht umgehen kann. Klone werden zu eigenständigen Konten. Umziehen geht höchstens noch per Export und Import. Und auch die Formate sind an Mastodon angepaßt.
- Alle Profile außer dem öffentlichen werden gelöscht. Damit könnte Mastodon sowieso nicht umgehen.
- Beim öffentlichen Profil werden alle Profilfelder außer dem Profiltext gelöscht. Vier neue Mehrzweck-Profilfelder werden angelegt. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Das Konzept bidirektionaler Kontakte wird ersetzt durch einseitiges Folgen und auch einseitiges Gefolgtwerden wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht.
- Privacy-Gruppen werden umgewandelt in Listen, die nur noch haargenau die Features und die Handhabung von Mastodon-Listen haben.
- Es gibt keine verschiedenen Kanalrollen mehr, nur noch eine Art von Konto. Wie auf Mastodon. Wie gesagt, Forenkanäle werden nicht in Konten umgewandelt, sondern gänzlich gelöscht.
- Das komplette Berechtigungssystem wird ersatzlos gelöscht. Alle existierenden Berechtigungen (außer bei DMs) werden auf öffentlich gesetzt.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Blacklist wird umgewandelt in jeweils eine Filtereinstellung pro Zeile. Reine Schlüsselwörter werden normale Filter. Schlüsselwörter mit RegEx, die nur dazu dienen, daß die Wörter nur als Ganzes erkannt werden, werden umgewandelt in entsprechende Filter. Alle anderen Filterzeilen werden ersatzlos gelöscht.
- Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Whitelist wird ersatzlos gelöscht, ebenso die individuellen Filter pro Kontakt.
- Überhaupt, alle Pro-Kontakt-Einstellungen werden gelöscht, weil Mastodon sowas nicht unterstützt und auch nicht damit rechnet.
- Die NSFW-Filterliste könnte auch entsprechend in Filterzeilen konvertiert werden, die Posts nicht löschen, sondern verstecken. Weil dieses Feature auf Mastodon aber nie Teil der Mastodon-Kultur geworden ist, die noch auf Mastodon 3.x basiert, wird die NSFW-Filterliste gänzlich und ersatzlos gelöscht.
- Die maximale Postlänge wird von 16.777.215 Zeichen auf 500 Zeichen reduziert. Längere Beiträge werden automatisch in Threads zerstückelt.
- Titel werden abgeschafft; existierende Titel werden gelöscht. Damit kann Mastodon eh nichts anfangen.
- Das Zusammenfassungsfeld wird in CW-Feld umbenannt, damit es aus Mastodon-Sicht nicht mehr falsch benutzt wird.
- Jegliche Form von Textformatierung und -gestaltung wird ersatzlos abgeschafft. Schon existierende Formatierungen werden entfernt.
- Eingebettete Bilder und mehr als vier Bilder pro Beitrag werden auch abgeschafft. Von den Bildern in Beiträgen werden die ersten vier in Dateianhänge umgewandelt und die übrigen gelöscht. Alt-Texte wandern in separate Text- und Datenbankfelder mit einem harten Limit von 1.500 Zeichen.
- Zitate werden abgeschafft. Auch die könnte Mastodon darstellen, aber nicht erzeugen, also gehören sie nicht nach Mastodon.
- Das Teilen von Beiträgen wird in "Zitieren" umbenannt und umgestellt auf dieselbe Art und Weise, die auch Mastodon anwendet. Oder gleich komplett abgeschafft, weil es Mastodon-Nutzer stören könnte.
- Das Wiederholen von Beiträgen wird in "Boosten" umbenannt. Oder gleich in "Retröten", weil das mehr Mastodon-Nutzer verstehen.
- Umfragen können nur noch vier Optionen haben, deren Namen auf 50 Zeichen beschränkt sind, und das Wählen mehrerer Optionen geht nicht mehr.
- Jegliche Unterstützung geschlossener Konversationen wird abgeschafft zugunsten eines losen Threadmodells wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht. Die Unterstützung für FEP-171b "Conversation Containers" wird komplett und ersatzlos gestrichen. Das ganze FEP wird gelöscht.
- Posts heißen jetzt Tröts.
- Kommentare heißen jetzt auch Tröts.
- Der Zähler für ungelesene Beiträge wird abgeschafft.
- Die HQ-Seite wird abgeschafft. Die Kanalseite wird abgeschafft. Es gibt nur noch den Network-Stream. Der wird darauf hartgecodet, nur noch Einzelbeiträge zu zeigen und keine ganzen Konversationen mehr. Das soll verhindern, daß Hubzilla-Nutzer immer noch Hubzilla irgendwie anders nutzen, als Mastodon-Nutzer Mastodon nutzen.
- Der Filespace wird abgeschafft. WebDAV sowieso. Dateien werden so gehandhabt wie auf Mastodon.
- Der Eventkalender wird abgeschafft, weil Mastodon eh keine Events kann.
- Der CalDAV-Kalenderserver wird abgeschafft.
- Der CardDAV-Adreßbuchserver wird abgeschafft.
- Artikel werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Planungskarten werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Wikis werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
- Webpages werden abgeschafft. Hubzilla wird eine neue offizielle Website brauchen.
- Kanalquellen werden abgeschafft. Auf Mastodon kann man ja auch nicht mit Bordmitteln Bots bauen, außerdem sind Bots böse.
- Der PDL-Editor wird abgeschafft. Die Unterstützung von Themes wird abgeschafft. Hubzillas Oberfläche wird hartgecodet. Entweder sieht es jetzt wie Mastodon oder wie Twitter aus. Egal, ob es eigentlich aus einer Facebook-Alternative hervorgegangen ist. Aber die primäre Facebook-Alternative im Fediverse ist jetzt auch Mastodon.
- Alle anderen optionalen Apps werden auch abgeschafft. Hubzilla ist nicht mehr modular.
So, jetzt frage ich dich: Glaubst du, Mario und Harald machen das wirklich?
Glaubst du wirklich, sie kastrieren Hubzilla tatsächlich freiwillig um locker 90% seiner Features, nur um sich Mastodon anzubiedern? Die beiden, die sich bis jetzt von Gargron überhaupt gar nichts haben sagen lassen?
Und glaubst du allen Ernstes, Hub-Admins wie @Der Pepe (Hubzilla) ⁂, @Mark Nowiasz oder @Steffen gehen wirklich dabei und stellen ihre Hubs auf das so zusammengestrichene Hubzilla 12.0 um, das sich außer im Namen praktisch nicht mehr von Mastodon unterscheidet? Für einen Diktatfrieden mit dem eigentlich konzeptionell völlig anderen und bis dahin featuremäßig hoffnungslos unterlegenen Mastodon?
Und warum glaubst du, daß genau diese Personen genau das auch tatsächlich tun werden? Auch ich hätte dafür gerne eine ehrliche Antwort.
Wohlgemerkt, @Steffen 🦉🇪🇺 hat erst vor kurzem einen Mastodon-Server abgeschaltet und setzt jetzt nur noch auf Friendica und Hubzilla. Und du glaubst allen Ernstes, er läßt zu, daß beide durch neue Versionen der Serversoftware zu Mastodon-Klonen reduziert werden?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #diaspora* #Mistpark #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Mastoverse #MastodonFediverse -
@Kristian Ich meine, das Fediverse kann sich auch an Mastodon anpassen. Alles nach Mastodons Vorgaben machen. Aufhören, ActivityPub by the book zu implementieren. Aufhören zu versuchen, ActivityPub zu verbessern. Statt dessen einfach Mastodon implementieren.
Dann hätten wir Frieden.
Dann würde aber alles nach Gargrons Pfeife tanzen.
Dann könnten wir vor allem tatsächliche Fortschritte im Fediverse vergessen.
Dann könnten wir nomadische Identität in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehrere Identitäten pro Konto in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehrere Profile pro Identität in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir alle Profilfelder in die Tonne kloppen, die Mastodon nicht hat.
Dann könnten wir Berechtigungen in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir Antwortenkontrolle in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir vernünftige Listen in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir Zitate in die Tonne kloppen. (Nicht Drükos, sondern Zitate wie in Internetforen.)
Dann könnten wir Emoji-Reaktionen in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir ordentliche Darstellung langer bzw. formatierter Inhalte in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehr als 4 Bilder in normalen Posts in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir in normale Posts eingebettete Bilder in die Tonne kloppen.
Alles, weil Gargron das auf Mastodon nicht will. Und was Gargron auf Mastodon nicht will, das hat gefälligst auch sonst keiner zu implementieren, weil das nur Unfrieden stiftet.
Wir hätten Frieden.
Aber das wäre ein Diktatfrieden. Das Fediverse wäre wirklich nur noch Mastodon. Und Gargron hätte gewonnen. Sein Mastodon wäre der Alleinherrscher über das Fediverse. Und sein großer Nemesis, Mike Macgirvin, wäre vernichtend geschlagen.
Aber wir hätten Frieden.
Und die einzigen, die sich an der Situation nicht stören, sind die, die was anderes als Mastodon nicht kennen, und die, die was anderes als Mastodon nicht wollen.
Ganz ehrlich: So ein Fediverse will ich nicht. Ich weiß schon ganz genau, warum ich nicht auf Mastodon bin. Und ich lasse mir mein Hubzilla nicht zu einem weiteren Mastodon zusammenstreichen nur um des lieben Friedens willen.
Und eins kannst du mir glauben: Mike Macgirvin wird da nicht mitziehen. Mario Vavti und Harald Eilertsen auch nicht. Eher schmeißen sie wohl ActivityPub ganz raus und setzen nur noch auf Zot bzw. Nomad.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #NichtNurMastodon #Mastoverse #MastodonFediverse -
@Kristian Ich meine, das Fediverse kann sich auch an Mastodon anpassen. Alles nach Mastodons Vorgaben machen. Aufhören, ActivityPub by the book zu implementieren. Aufhören zu versuchen, ActivityPub zu verbessern. Statt dessen einfach Mastodon implementieren.
Dann hätten wir Frieden.
Dann würde aber alles nach Gargrons Pfeife tanzen.
Dann könnten wir vor allem tatsächliche Fortschritte im Fediverse vergessen.
Dann könnten wir nomadische Identität in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehrere Identitäten pro Konto in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehrere Profile pro Identität in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir alle Profilfelder in die Tonne kloppen, die Mastodon nicht hat.
Dann könnten wir Berechtigungen in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir Antwortenkontrolle in die Tonne kloppen.
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Dann könnten wir Zitate in die Tonne kloppen. (Nicht Drükos, sondern Zitate wie in Internetforen.)
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Dann könnten wir in normale Posts eingebettete Bilder in die Tonne kloppen.
Alles, weil Gargron das auf Mastodon nicht will. Und was Gargron auf Mastodon nicht will, das hat gefälligst auch sonst keiner zu implementieren, weil das nur Unfrieden stiftet.
Wir hätten Frieden.
Aber das wäre ein Diktatfrieden. Das Fediverse wäre wirklich nur noch Mastodon. Und Gargron hätte gewonnen. Sein Mastodon wäre der Alleinherrscher über das Fediverse. Und sein großer Nemesis, Mike Macgirvin, wäre vernichtend geschlagen.
Aber wir hätten Frieden.
Und die einzigen, die sich an der Situation nicht stören, sind die, die was anderes als Mastodon nicht kennen, und die, die was anderes als Mastodon nicht wollen.
Ganz ehrlich: So ein Fediverse will ich nicht. Ich weiß schon ganz genau, warum ich nicht auf Mastodon bin. Und ich lasse mir mein Hubzilla nicht zu einem weiteren Mastodon zusammenstreichen nur um des lieben Friedens willen.
Und eins kannst du mir glauben: Mike Macgirvin wird da nicht mitziehen. Mario Vavti und Harald Eilertsen auch nicht. Eher schmeißen sie wohl ActivityPub ganz raus und setzen nur noch auf Zot bzw. Nomad.
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@Kristian Ich meine, das Fediverse kann sich auch an Mastodon anpassen. Alles nach Mastodons Vorgaben machen. Aufhören, ActivityPub by the book zu implementieren. Aufhören zu versuchen, ActivityPub zu verbessern. Statt dessen einfach Mastodon implementieren.
Dann hätten wir Frieden.
Dann würde aber alles nach Gargrons Pfeife tanzen.
Dann könnten wir vor allem tatsächliche Fortschritte im Fediverse vergessen.
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Dann könnten wir mehrere Identitäten pro Konto in die Tonne kloppen.
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Dann könnten wir alle Profilfelder in die Tonne kloppen, die Mastodon nicht hat.
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Alles, weil Gargron das auf Mastodon nicht will. Und was Gargron auf Mastodon nicht will, das hat gefälligst auch sonst keiner zu implementieren, weil das nur Unfrieden stiftet.
Wir hätten Frieden.
Aber das wäre ein Diktatfrieden. Das Fediverse wäre wirklich nur noch Mastodon. Und Gargron hätte gewonnen. Sein Mastodon wäre der Alleinherrscher über das Fediverse. Und sein großer Nemesis, Mike Macgirvin, wäre vernichtend geschlagen.
Aber wir hätten Frieden.
Und die einzigen, die sich an der Situation nicht stören, sind die, die was anderes als Mastodon nicht kennen, und die, die was anderes als Mastodon nicht wollen.
Ganz ehrlich: So ein Fediverse will ich nicht. Ich weiß schon ganz genau, warum ich nicht auf Mastodon bin. Und ich lasse mir mein Hubzilla nicht zu einem weiteren Mastodon zusammenstreichen nur um des lieben Friedens willen.
Und eins kannst du mir glauben: Mike Macgirvin wird da nicht mitziehen. Mario Vavti und Harald Eilertsen auch nicht. Eher schmeißen sie wohl ActivityPub ganz raus und setzen nur noch auf Zot bzw. Nomad.
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@Kristian Ich meine, das Fediverse kann sich auch an Mastodon anpassen. Alles nach Mastodons Vorgaben machen. Aufhören, ActivityPub by the book zu implementieren. Aufhören zu versuchen, ActivityPub zu verbessern. Statt dessen einfach Mastodon implementieren.
Dann hätten wir Frieden.
Dann würde aber alles nach Gargrons Pfeife tanzen.
Dann könnten wir vor allem tatsächliche Fortschritte im Fediverse vergessen.
Dann könnten wir nomadische Identität in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehrere Identitäten pro Konto in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehrere Profile pro Identität in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir alle Profilfelder in die Tonne kloppen, die Mastodon nicht hat.
Dann könnten wir Berechtigungen in die Tonne kloppen.
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Dann könnten wir Zitate in die Tonne kloppen. (Nicht Drükos, sondern Zitate wie in Internetforen.)
Dann könnten wir Emoji-Reaktionen in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir ordentliche Darstellung langer bzw. formatierter Inhalte in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir mehr als 4 Bilder in normalen Posts in die Tonne kloppen.
Dann könnten wir in normale Posts eingebettete Bilder in die Tonne kloppen.
Alles, weil Gargron das auf Mastodon nicht will. Und was Gargron auf Mastodon nicht will, das hat gefälligst auch sonst keiner zu implementieren, weil das nur Unfrieden stiftet.
Wir hätten Frieden.
Aber das wäre ein Diktatfrieden. Das Fediverse wäre wirklich nur noch Mastodon. Und Gargron hätte gewonnen. Sein Mastodon wäre der Alleinherrscher über das Fediverse. Und sein großer Nemesis, Mike Macgirvin, wäre vernichtend geschlagen.
Aber wir hätten Frieden.
Und die einzigen, die sich an der Situation nicht stören, sind die, die was anderes als Mastodon nicht kennen, und die, die was anderes als Mastodon nicht wollen.
Ganz ehrlich: So ein Fediverse will ich nicht. Ich weiß schon ganz genau, warum ich nicht auf Mastodon bin. Und ich lasse mir mein Hubzilla nicht zu einem weiteren Mastodon zusammenstreichen nur um des lieben Friedens willen.
Und eins kannst du mir glauben: Mike Macgirvin wird da nicht mitziehen. Mario Vavti und Harald Eilertsen auch nicht. Eher schmeißen sie wohl ActivityPub ganz raus und setzen nur noch auf Zot bzw. Nomad.
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@Kristian Es wäre natürlich schön, wenn alle an einem Strang ziehen würden. Das wird nur nie passieren.
Entwickler von Forks haben Beef mit Entwicklern des Originals. Entwickler des einen Fork haben Beef mit Entwicklern des anderen Fork.
Verschiedene Entwickler haben diametral unterschiedliche Vorstellungen von derselben Sache, beide schon weit entwickelt, und hören erst dann voneinander und vom Projekt des jeweils anderen. Keiner von beiden ist bereit, das eigene Projekt aufzugeben.
Überhaupt hat niemand einen Überblick davon, wer denn noch so alles an dem Strang ziehen soll und wie die jeweils zu ziehen vorhaben.
Und dann sind da noch die, die versuchen, allen anderen vorzugeben, wie sie den Strang zu ziehen haben, und entweder implizieren, daß es anders gar nicht geht, oder es gleich unmöglich machen, den Strang anders zu ziehen. Obwohl sie dafür gar nicht die Autorität haben. Aber sie haben die Marktmacht, zu einem erheblichen Teil ihre eigenen Fasern in den Strang reingewoben zu haben.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta -
@Kristian Es wäre natürlich schön, wenn alle an einem Strang ziehen würden. Das wird nur nie passieren.
Entwickler von Forks haben Beef mit Entwicklern des Originals. Entwickler des einen Fork haben Beef mit Entwicklern des anderen Fork.
Verschiedene Entwickler haben diametral unterschiedliche Vorstellungen von derselben Sache, beide schon weit entwickelt, und hören erst dann voneinander und vom Projekt des jeweils anderen. Keiner von beiden ist bereit, das eigene Projekt aufzugeben.
Überhaupt hat niemand einen Überblick davon, wer denn noch so alles an dem Strang ziehen soll und wie die jeweils zu ziehen vorhaben.
Und dann sind da noch die, die versuchen, allen anderen vorzugeben, wie sie den Strang zu ziehen haben, und entweder implizieren, daß es anders gar nicht geht, oder es gleich unmöglich machen, den Strang anders zu ziehen. Obwohl sie dafür gar nicht die Autorität haben. Aber sie haben die Marktmacht, zu einem erheblichen Teil ihre eigenen Fasern in den Strang reingewoben zu haben.
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@Kristian Es wäre natürlich schön, wenn alle an einem Strang ziehen würden. Das wird nur nie passieren.
Entwickler von Forks haben Beef mit Entwicklern des Originals. Entwickler des einen Fork haben Beef mit Entwicklern des anderen Fork.
Verschiedene Entwickler haben diametral unterschiedliche Vorstellungen von derselben Sache, beide schon weit entwickelt, und hören erst dann voneinander und vom Projekt des jeweils anderen. Keiner von beiden ist bereit, das eigene Projekt aufzugeben.
Überhaupt hat niemand einen Überblick davon, wer denn noch so alles an dem Strang ziehen soll und wie die jeweils zu ziehen vorhaben.
Und dann sind da noch die, die versuchen, allen anderen vorzugeben, wie sie den Strang zu ziehen haben, und entweder implizieren, daß es anders gar nicht geht, oder es gleich unmöglich machen, den Strang anders zu ziehen. Obwohl sie dafür gar nicht die Autorität haben. Aber sie haben die Marktmacht, zu einem erheblichen Teil ihre eigenen Fasern in den Strang reingewoben zu haben.
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@Kristian Es wäre natürlich schön, wenn alle an einem Strang ziehen würden. Das wird nur nie passieren.
Entwickler von Forks haben Beef mit Entwicklern des Originals. Entwickler des einen Fork haben Beef mit Entwicklern des anderen Fork.
Verschiedene Entwickler haben diametral unterschiedliche Vorstellungen von derselben Sache, beide schon weit entwickelt, und hören erst dann voneinander und vom Projekt des jeweils anderen. Keiner von beiden ist bereit, das eigene Projekt aufzugeben.
Überhaupt hat niemand einen Überblick davon, wer denn noch so alles an dem Strang ziehen soll und wie die jeweils zu ziehen vorhaben.
Und dann sind da noch die, die versuchen, allen anderen vorzugeben, wie sie den Strang zu ziehen haben, und entweder implizieren, daß es anders gar nicht geht, oder es gleich unmöglich machen, den Strang anders zu ziehen. Obwohl sie dafür gar nicht die Autorität haben. Aber sie haben die Marktmacht, zu einem erheblichen Teil ihre eigenen Fasern in den Strang reingewoben zu haben.
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@Kristian @KristianIch hatte einen Facebook-Account von 2009 bis 2025, Instagram von 2011 bis 2024, Twitter von 2010 bis 2023, Flickr (immer noch) von 2005 bis heute. In all diesen Umgebungen hab ich Kontakte, Daten, Kommentare, persönliche Konversationen, die im Extremfall - Flickr - über zwei Jahrzehnte zurückreichen. Von individuellen Entscheidungen, dort nicht mehr sein zu wollen, mal abgesehen: Diese Systeme haben über mindestens diese Zeitspanne Daten, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit stabil gehalten.
Dahinter stecken allerdings auch gewinnorientierte Großkonzerne mit Milliardenbudgets, die sie zu einem erheblichen Teil daher haben, daß sie die privaten Daten ihrer Nutzer verschachern.
Facebook beispielsweise hat keinen VPS. Facebook hat eigene gigantische Datenzentren mit hunderten Server-Racks und abertausenden Einzelservern. Und die haben sie weltweit. Die haben Redundanz von der Redundanz von der Redundanz. Und die haben bezahlte Vollzeit-Profi-Administratoren in Divisionsstärke.
Okay, auch Meta Platforms hat mindestens einen Single Point of Failure. Wenn der ausfällt, ist ganz Facebook tot, ist ganz Instagram tot, ist ganz Threads tot, ist ganz WhatsApp tot und ist ganz Horizon tot. Ist oft genug passiert."Vollständig" im Fediverse bin ich seit 2018, und wenn ich die Menge an Instanzen und Implementationen danebenlege, die in dieser Zwischenzeit erschienen und wieder verschwunden sind, wird es mir schwummrig.
Das Fediverse hat im allgemeinen genau null Budget. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen werden alle Server von unbezahlten freiwilligen Individuen in ihrer Freizeit betrieben.
Und "Server" heißt nicht zwingend "Rackeisen bei Hetzner oder OVH im Serverschrank", sondern oft genug "alter Rechner, den der Admin noch zu Hause rumliegen hatte, wo er einfach mal Linux, einen LAMP-Stack und Friendica draufgeschmissen hat und aus Goodwill seinen Node anderen zur Verfügung stellt". Wenn der abraucht, ist Schicht im Schacht, vor allem, wenn der Admin nicht mal eben die Kohle hat für Ersatzteile, geschweige denn eine brandneue Maschine.
Äpfel und Birnen also.
Friendica hatte ja nie eine "Friendica gGmbh" oder "Friendica, Inc.", die den einen oder anderen Leuchtturm-Node professionell betreibt. Alle Friendica-Nodes werden von Freiwilligen betrieben. Da muß man als Friendica-Nutzer nehmen, was da ist.
Guck dir mal an, wieviele Friendica-Nodes mit offener Registrierung es aktuell gibt. Wenn dich das wundert: Guck dir mal an, wieviele Nutzer Friendica hat.Das Fediverse hat kluge Technologien und fähige Programmierer. Was fehlt, ist aber komplett irgendjemand, der willens ist, diese Verantwortung für einen dauerhaften Betrieb auf sich zu nehmen - also im Sinne der Frage: Was müssen wir tun, um Nutzer für fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre mit ihren Kontakten, Daten, ... dort verlässlich drauf zu halten?
Genau das ist doch der Sinn hinter der nomadischen Identität, wegen derer Mike Macgirvin eben nicht heute noch Friendica weiterentwickelt.Neues Protokoll, neue Software, ..., sind dort zwar nett, aber spätestens an dem Punkt, an dem der Kram inkompatibel zu den vorherigen Implementationen ist, ist das vollständig nutzlos, weil ich die Daten meiner Nutzer, meiner Kunden, oder der Menschen, die auf mich vertrauen, im Zweifelsfall nicht portiert bekomme.
Dauerhafter kompletter Kompatibilitätsbruch war nie in Mikes Sinne.
Klar, idealerweise wäre es heute schon möglich, von Hubzilla nach (streams), von (streams) nach Forte und von Hubzilla nach Forte zu klonen. Und auf allen dreien, auf Knopfdruck ganze Friendica- und Mastodon-Konten zu importieren. Garantiert absolut 100% perfekt zuverlässig.
Aber du mußt das mal sehen aus der Sicht der technologischen Weiterentwicklung. Es war für Mike einfacher, Nomad erstmal voll funktionsfähig und stabil zu kriegen und auf Roadhouse und (streams) zum Laufen zu bringen. Bzw. nomadische Identität über ActivityPub auf (streams). Das war Prio 1, daß das überhaupt so läuft, wie er das will.
Um Rückwärtskompatibilität zu anderen Protokollen und Formaten konnte er sich erst danach kümmern, als das alles verläßlich lief und er nicht sowieso wieder alles umschmeißen mußte. Sonst hätte er zigtausendmal wegen irgendeinem Kleinscheiß, den er in Nomad anpassen muß, jedes einzelne verdammte Mal auch noch den Mastodon-, Friendica- und Hubzilla-Import nachziehen müssen.
Was glaubst du, warum Mike den RSS/Atom-Aggregator aus (streams) nachträglich rausgeschmissen hat? Um weniger Krimskrams im Repository zu haben, den er wegen jedem Kleinscheiß anfassen muß.
Mike und silverpill hatten ja als Ansinnen ein ActivityPub-Fediverse, wo du buchstäblich von überall nach überall nicht nur umziehen, sondern klonen kannst. Also auch ein Mastodon-Konto mit einem Klon auf Forte und noch einem auf Mitra. Nur ist das der drölfte Schritt, bevor die ersten zehn überhaupt getan sind.
Außerdem kann man es nicht den beiden ankreiden, wenn Mastodon sich der nomadischen Identität verweigern wird. Und Mastodon wird sich der nomadischen Identität verweigern. Oder ein ganz eigenes, komplett inkompatibles Konzept vorstellen, das dann nur innerhalb von Mastodon funktioniert. Das ist dann aber nicht Mikes und silverpills Schuld, sondern das ist einfach nur wieder Mastodon, das die üblichen Mastodon-Sachen macht.Das ist diese Schnellebigkeit, dieses "move-fast-and-break-things", das wir bei den großen garstigen Konzernen zu oft zu Recht beklagen.
Die Alternative wäre ein immer noch von Mike gepflegtes Hubzilla, das folglich immer noch auf dem Stand von 2015 feststeckt, wo Mike von einem vollnomadischen "Grid" aus Hubzilla-Hubs träumte, das irgendwann mal die nichtnomadische Föderation diaspora*/Friendica/Hubzilla ersetzen soll. Nur wird dieses Grid nie kommen, denn wir haben jetzt das von Mastodon dominierte Fediverse.
Alternativ wäre die Alternative ein immer noch von Mike gepflegtes Friendica. Und keinerlei wirksame Resilienz gegen spontan schließende Server, weil Mike nie die nomadische Identität erfunden hätte. Und weil es immer noch keine großen, professionell betriebenen Friendica-Nodes gäbe, weil Friendica immer noch so klein wäre wie damals, gäbe es immer noch Fälle, wo Leute alles verlieren, weil ihnen der Node unterm Hintern zusammengebrochen ist.
Und nein, Riesennodes in Größenordnungen wie mastodon.social kann es auf Friendica sowieso nicht geben. Friendica hat immer noch einen ziemlichen Ressourcenhunger pro Nase, was vor allem an den vielen Föderationsprotokollen liegt.
Ich kann mich noch erinnern, als Friendica sich mit Facebook verbinden konnte. Alle wollten auf Nodes mit Facebook-Connector sein. Und genau die Nodes waren mit höchstens ca. 130 Leuten voll und haben ihre Registrierungen dichtgemacht. Einer nach dem anderen. Aber: Die Nodes, die keinen Facebook-Connector hatten, konnten nicht sehr viel mehr Leute aufnehmen.
Die Annahme, man könnte heutzutage auf einem Friendica-Node über 10.000.000 Nutzerkonten fahren, ist irrig. Höchstens, wenn der Node sein eigenes Rechenzentrum hätte.
Allein deshalb wird Friendica nie "Too big to fail"-Riesennodes in der Art von mastodon.social haben. Und bei der Maximalgröße von Friendica-Nodes werden sich einige Node-Betreiber fragen, ob es sich wirklich lohnt, ihren gerade in Rauch aufgegangenen Nodeserver teuer zu reparieren oder zu ersetzen wegen der paar People. Ich meine, es sind schon deutlich größere und bedeutendere diaspora*-Pods dauerhaft abgeschaltet worden, als was ein Friendica-Node an Konten aufnehmen kann.Es ist, sind nur allzu oft One-Man-Shows. Siehe auch pixelfed: Da gibt's mit Instagram und Tiktok zwei Heavyweights am Markt, mit großen Teams, großen Abteilungen für Entwicklung der Serverkomponenten, Entwicklung der mobilen Apps, für Betrieb der Infrastruktur, für Automatisierung, für Trust&Safety und Moderation und so weiter. Und dann habe ich pixelfed, mit im Wesentlichen einem (in Zahlen: 1) Entwickler, der all das macht, und parallel dazu noch drei oder vier andere Projekte vorantreibt.
Noch einmal: Äpfel und Birnen.
Hätte Daniel Supernault erstmal eine Dansup Platforms, Inc. gründen, Büroblocks und Datenzentren auf allen Erdteilen bauen und 50.000 Admins und 100.000 Entwickler einstellen sollen, bevor er irgendwas hätte veröffentlichen können? Von welchem Geld? Wie hätte er das refinanzieren sollen? Und wie, ohne die Daten seiner Nutzer zu verschachern?
Wenn wir von jeder Fediverse-Anwendung erwarten, daß dahinter erstmal eine hunderte Milliarden schwere, börsennotierte globale Gigacorporation aufgezogen wird, bevor es irgendwelche Produkte gibt, dann hätten wir kein Fediverse.
Das Fediverse muß mit dem auskommen, was es hat. Entwickler sind knapp, knapper als Ideen. Und Geld gibt es in einem dediziert antikapitalistischen Netzwerk wie dem Fediverse eh kaum, geschweige denn die zig Billionen Dollar, die es bräuchte, um das ganze Fediverse auf das Niveau der kommerziellen Produkte börsennotierter golbaler Gigacorporations zu bringen.Siehe das Debranding: Kompatibilität zwischen Systemen herzustellen ist bei einer losen Spezifikation und unvermeidlichen Bugs eh schon schwer genug; wenn ich darauf verzichte, eine der wenigen Möglichkeiten für andere Beteiligte, eine Software zu identifizieren (und damit Rückschlüsse auf deren Verhalten zu tun) wegschneide - nodeinfo - dann ist das nicht nur ein versehentlicher, sondern ein sehr bewusster Akt, anderen Ärger zu machen.
Das war nie ein Versehen. Das Debranding war volle Absicht. Absolut vorsätzlich. Und sehr gut begründet.
Das Ziel war, Markenfans zu irritieren. Diejenigen, die Fanbois oder Fangurls von Mastodon oder Misskey oder Friendica oder was auch immer waren, nicht, weil sie technologisch von denen überzeugt waren, sondern weil sie einfach Markenfans waren und ganz fest daran glaubten, Mastodon/Misskey/Friendica ist am besten, weil es einfach die geilste Marke ist.
Auch das Entfernen von nodeinfo war Absicht und absolut vorsätzlich. Damit wollte Mike verhindern, daß Leute mit Zahlen von The Federation oder der FediDB oder dem Fediverse Observer ankommen und sagen: "Mastodon/Misskey/Friendica ist ja mal viel geiler als Streams, weil das hat ja viel mehr Server/Nutzer/Posts!" Dieser "Mehr Server/Nutzer/Posts = bessere Software"-Wettstreit ging Mike komplett auf den Sack. Also hat er Gegenmaßnahmen ergriffen.
Dazu kommt noch etwas: Mike weiß, wie gut sein Zeugs ist. Und als jemand, der schon für Geld in der Softwareindustrie gearbeitet hat (als einer der ganz wenigen Fediverse-Entwickler), weiß er auch eine Sache ganz genau: IT-Konzerne greifen sich gern den richtig geilen Scheiß, entweder gegen Geld oder, wenn es quelloffen ist, ohne Bezahlung. Und Mike will nicht, daß seine Software von irgendeinem Konzern übernommen, proprietär und unfrei gemacht und dann als deren komplette Eigenkreation rausgebracht wird.
Auch deshalb kein nodeinfo, damit kein IT-Konzern je erfahren wird, was (streams) für Zahlen hat. Falls (streams) wirklich durchstarten sollte.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Friendica 2011 eine Zeitlang zwei Repositories hatte: Friendika/Friendica selbst, also das ursprüngliche Repository, war das Produktivrepository. Das war das offizielle Repository. Daraus wurden die Nodes betrieben. Aber: Mike hat davon ein Geheimrepository namens Free-Friendika geforkt, hat das unter der MIT-Lizenz belassen, hat es benutzt, um Friendica weiterzuentwickeln, und hat Friendica selbst unter die GNU Affero GPLv3 gestellt.
Ein Konzern hätte Friendica erst relizensieren müssen oder sich an die AGPL halten. Free-Friendika-Code hätte ein Konzern problemlos nach proprietär, unfrei und closed-source relizensieren können. Aber von Free-Friendika hätte kein Konzern je erfahren, das war Mikes Geheimrepository. Und Mike selbst brauchte nichts unter der AGPL zu entwickeln; sein eigener Code blieb immer unter der MIT-Lizenz.
Zitat direkt vom streams-Repository, geschrieben von Mike (https://codeberg.org/streams/streams):
The first thing to be aware of when discussing the streams repository is that it has no brand or brand identity. None. The name is the name of a code repository. Hence "the streams repository". It isn't a product. It's just a collection of code which implements a fediverse server that does some really cool stuff. There is no flagship instance. There is no mascot. In fact all brand information has been removed. You are free to release it under your own brand. Whatever you decide to call your instance of the software is the only brand you'll see. The software is in the public domain to the extent permissable by law. There is no license.
If you look for the streams repository in a list of popular fediverse servers, you won't find it. We're not big on tracking and other spyware. Nobody knows how many instances there are or how many Monthly Active Users there are. These things are probably important to corporations considering takeover targets. They aren't so important to people sharing things with friends and family.Aber anders als bei anderen förderierten Servern hat Mastodon zumindest die /Motivation/, den Anspruch, das irgendwie zu schaffen, anstelle im technischen Rauschen verlorenzugehen.
Das hat bei Mastodon aber andere Gründe.
Der eine: Mastodon hatte 2016 das Glück, Coverage durch die deutsche Presse zu bekommen. Das setzte einen Schneeball in Bewegung, durch den Mastodon so riesengroß wurde, daß alle glauben, Fediverse = Mastodon.
Ernsthaft: Sind die Leute in Scharen zu Mastodon gekommen, weil es am zuverlässigsten ist? Nein. Sind sie gekommen, weil es technologisch am besten ist? Nein.
Warum dann? Weil sie nur Mastodon kannten. Weil sie von den Alternativen nie gehört hatten. Weil ihnen niemand von den Alternativen erzählt hatte. Weil auch diejenigen, die sie nach Mastodon geholt haben, nie von den Alternativen gehört hatten und glaubten, das Fediverse sei nur Mastodon.
Oder weil ihnen "der Einfachheit halber" und "des einfacheren Verständnis halber" das Fediverse außerhalb von Mastodon verschwiegen wurde. Es gibt Leute, die genau dieses Vorgehen mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Der andere, und der basiert auf dem ersten: Hinter Mastodon stehen zwei Unternehmen, die Mastodon gGmbH und die gewinnorientierte US-amerikanische Mastodon, Inc. Mastodon hat das Budget für bezahlte professionelle Vollzeitentwickler. Eugen Rochko ist der einzige, der durch das Fediverse zum Millionär wurde. Kein Witz.
Die Motivation und den Anspruch haben auch andere. Der Unterschied: Mastodon hat die Kohle. Und die Marktmacht. Das ist die Realität.
Hätte Mike eine Zotlabs, Inc. aufgezogen mit einem Milliardenbudget, wäre Facebook heute ziemlich am Arsch, Hubzilla und Zap oder (streams) wären das Maß aller Dinge, ActivityPub wäre eine Randnotiz der Geschichte, Zot das neue HTTP, und über Mastodon würde man sich kaputtlachen. Aber, bitte, wie soll ein Bauer und Hobbyprogrammierer am australischen Arsch der Heide eine milliardenschwäre Zotlabs, Inc. aufziehen?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) -
@Kristian @KristianIch hatte einen Facebook-Account von 2009 bis 2025, Instagram von 2011 bis 2024, Twitter von 2010 bis 2023, Flickr (immer noch) von 2005 bis heute. In all diesen Umgebungen hab ich Kontakte, Daten, Kommentare, persönliche Konversationen, die im Extremfall - Flickr - über zwei Jahrzehnte zurückreichen. Von individuellen Entscheidungen, dort nicht mehr sein zu wollen, mal abgesehen: Diese Systeme haben über mindestens diese Zeitspanne Daten, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit stabil gehalten.
Dahinter stecken allerdings auch gewinnorientierte Großkonzerne mit Milliardenbudgets, die sie zu einem erheblichen Teil daher haben, daß sie die privaten Daten ihrer Nutzer verschachern.
Facebook beispielsweise hat keinen VPS. Facebook hat eigene gigantische Datenzentren mit hunderten Server-Racks und abertausenden Einzelservern. Und die haben sie weltweit. Die haben Redundanz von der Redundanz von der Redundanz. Und die haben bezahlte Vollzeit-Profi-Administratoren in Divisionsstärke.
Okay, auch Meta Platforms hat mindestens einen Single Point of Failure. Wenn der ausfällt, ist ganz Facebook tot, ist ganz Instagram tot, ist ganz Threads tot, ist ganz WhatsApp tot und ist ganz Horizon tot. Ist oft genug passiert."Vollständig" im Fediverse bin ich seit 2018, und wenn ich die Menge an Instanzen und Implementationen danebenlege, die in dieser Zwischenzeit erschienen und wieder verschwunden sind, wird es mir schwummrig.
Das Fediverse hat im allgemeinen genau null Budget. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen werden alle Server von unbezahlten freiwilligen Individuen in ihrer Freizeit betrieben.
Und "Server" heißt nicht zwingend "Rackeisen bei Hetzner oder OVH im Serverschrank", sondern oft genug "alter Rechner, den der Admin noch zu Hause rumliegen hatte, wo er einfach mal Linux, einen LAMP-Stack und Friendica draufgeschmissen hat und aus Goodwill seinen Node anderen zur Verfügung stellt". Wenn der abraucht, ist Schicht im Schacht, vor allem, wenn der Admin nicht mal eben die Kohle hat für Ersatzteile, geschweige denn eine brandneue Maschine.
Äpfel und Birnen also.
Friendica hatte ja nie eine "Friendica gGmbh" oder "Friendica, Inc.", die den einen oder anderen Leuchtturm-Node professionell betreibt. Alle Friendica-Nodes werden von Freiwilligen betrieben. Da muß man als Friendica-Nutzer nehmen, was da ist.
Guck dir mal an, wieviele Friendica-Nodes mit offener Registrierung es aktuell gibt. Wenn dich das wundert: Guck dir mal an, wieviele Nutzer Friendica hat.Das Fediverse hat kluge Technologien und fähige Programmierer. Was fehlt, ist aber komplett irgendjemand, der willens ist, diese Verantwortung für einen dauerhaften Betrieb auf sich zu nehmen - also im Sinne der Frage: Was müssen wir tun, um Nutzer für fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre mit ihren Kontakten, Daten, ... dort verlässlich drauf zu halten?
Genau das ist doch der Sinn hinter der nomadischen Identität, wegen derer Mike Macgirvin eben nicht heute noch Friendica weiterentwickelt.Neues Protokoll, neue Software, ..., sind dort zwar nett, aber spätestens an dem Punkt, an dem der Kram inkompatibel zu den vorherigen Implementationen ist, ist das vollständig nutzlos, weil ich die Daten meiner Nutzer, meiner Kunden, oder der Menschen, die auf mich vertrauen, im Zweifelsfall nicht portiert bekomme.
Dauerhafter kompletter Kompatibilitätsbruch war nie in Mikes Sinne.
Klar, idealerweise wäre es heute schon möglich, von Hubzilla nach (streams), von (streams) nach Forte und von Hubzilla nach Forte zu klonen. Und auf allen dreien, auf Knopfdruck ganze Friendica- und Mastodon-Konten zu importieren. Garantiert absolut 100% perfekt zuverlässig.
Aber du mußt das mal sehen aus der Sicht der technologischen Weiterentwicklung. Es war für Mike einfacher, Nomad erstmal voll funktionsfähig und stabil zu kriegen und auf Roadhouse und (streams) zum Laufen zu bringen. Bzw. nomadische Identität über ActivityPub auf (streams). Das war Prio 1, daß das überhaupt so läuft, wie er das will.
Um Rückwärtskompatibilität zu anderen Protokollen und Formaten konnte er sich erst danach kümmern, als das alles verläßlich lief und er nicht sowieso wieder alles umschmeißen mußte. Sonst hätte er zigtausendmal wegen irgendeinem Kleinscheiß, den er in Nomad anpassen muß, jedes einzelne verdammte Mal auch noch den Mastodon-, Friendica- und Hubzilla-Import nachziehen müssen.
Was glaubst du, warum Mike den RSS/Atom-Aggregator aus (streams) nachträglich rausgeschmissen hat? Um weniger Krimskrams im Repository zu haben, den er wegen jedem Kleinscheiß anfassen muß.
Mike und silverpill hatten ja als Ansinnen ein ActivityPub-Fediverse, wo du buchstäblich von überall nach überall nicht nur umziehen, sondern klonen kannst. Also auch ein Mastodon-Konto mit einem Klon auf Forte und noch einem auf Mitra. Nur ist das der drölfte Schritt, bevor die ersten zehn überhaupt getan sind.
Außerdem kann man es nicht den beiden ankreiden, wenn Mastodon sich der nomadischen Identität verweigern wird. Und Mastodon wird sich der nomadischen Identität verweigern. Oder ein ganz eigenes, komplett inkompatibles Konzept vorstellen, das dann nur innerhalb von Mastodon funktioniert. Das ist dann aber nicht Mikes und silverpills Schuld, sondern das ist einfach nur wieder Mastodon, das die üblichen Mastodon-Sachen macht.Das ist diese Schnellebigkeit, dieses "move-fast-and-break-things", das wir bei den großen garstigen Konzernen zu oft zu Recht beklagen.
Die Alternative wäre ein immer noch von Mike gepflegtes Hubzilla, das folglich immer noch auf dem Stand von 2015 feststeckt, wo Mike von einem vollnomadischen "Grid" aus Hubzilla-Hubs träumte, das irgendwann mal die nichtnomadische Föderation diaspora*/Friendica/Hubzilla ersetzen soll. Nur wird dieses Grid nie kommen, denn wir haben jetzt das von Mastodon dominierte Fediverse.
Alternativ wäre die Alternative ein immer noch von Mike gepflegtes Friendica. Und keinerlei wirksame Resilienz gegen spontan schließende Server, weil Mike nie die nomadische Identität erfunden hätte. Und weil es immer noch keine großen, professionell betriebenen Friendica-Nodes gäbe, weil Friendica immer noch so klein wäre wie damals, gäbe es immer noch Fälle, wo Leute alles verlieren, weil ihnen der Node unterm Hintern zusammengebrochen ist.
Und nein, Riesennodes in Größenordnungen wie mastodon.social kann es auf Friendica sowieso nicht geben. Friendica hat immer noch einen ziemlichen Ressourcenhunger pro Nase, was vor allem an den vielen Föderationsprotokollen liegt.
Ich kann mich noch erinnern, als Friendica sich mit Facebook verbinden konnte. Alle wollten auf Nodes mit Facebook-Connector sein. Und genau die Nodes waren mit höchstens ca. 130 Leuten voll und haben ihre Registrierungen dichtgemacht. Einer nach dem anderen. Aber: Die Nodes, die keinen Facebook-Connector hatten, konnten nicht sehr viel mehr Leute aufnehmen.
Die Annahme, man könnte heutzutage auf einem Friendica-Node über 10.000.000 Nutzerkonten fahren, ist irrig. Höchstens, wenn der Node sein eigenes Rechenzentrum hätte.
Allein deshalb wird Friendica nie "Too big to fail"-Riesennodes in der Art von mastodon.social haben. Und bei der Maximalgröße von Friendica-Nodes werden sich einige Node-Betreiber fragen, ob es sich wirklich lohnt, ihren gerade in Rauch aufgegangenen Nodeserver teuer zu reparieren oder zu ersetzen wegen der paar People. Ich meine, es sind schon deutlich größere und bedeutendere diaspora*-Pods dauerhaft abgeschaltet worden, als was ein Friendica-Node an Konten aufnehmen kann.Es ist, sind nur allzu oft One-Man-Shows. Siehe auch pixelfed: Da gibt's mit Instagram und Tiktok zwei Heavyweights am Markt, mit großen Teams, großen Abteilungen für Entwicklung der Serverkomponenten, Entwicklung der mobilen Apps, für Betrieb der Infrastruktur, für Automatisierung, für Trust&Safety und Moderation und so weiter. Und dann habe ich pixelfed, mit im Wesentlichen einem (in Zahlen: 1) Entwickler, der all das macht, und parallel dazu noch drei oder vier andere Projekte vorantreibt.
Noch einmal: Äpfel und Birnen.
Hätte Daniel Supernault erstmal eine Dansup Platforms, Inc. gründen, Büroblocks und Datenzentren auf allen Erdteilen bauen und 50.000 Admins und 100.000 Entwickler einstellen sollen, bevor er irgendwas hätte veröffentlichen können? Von welchem Geld? Wie hätte er das refinanzieren sollen? Und wie, ohne die Daten seiner Nutzer zu verschachern?
Wenn wir von jeder Fediverse-Anwendung erwarten, daß dahinter erstmal eine hunderte Milliarden schwere, börsennotierte globale Gigacorporation aufgezogen wird, bevor es irgendwelche Produkte gibt, dann hätten wir kein Fediverse.
Das Fediverse muß mit dem auskommen, was es hat. Entwickler sind knapp, knapper als Ideen. Und Geld gibt es in einem dediziert antikapitalistischen Netzwerk wie dem Fediverse eh kaum, geschweige denn die zig Billionen Dollar, die es bräuchte, um das ganze Fediverse auf das Niveau der kommerziellen Produkte börsennotierter golbaler Gigacorporations zu bringen.Siehe das Debranding: Kompatibilität zwischen Systemen herzustellen ist bei einer losen Spezifikation und unvermeidlichen Bugs eh schon schwer genug; wenn ich darauf verzichte, eine der wenigen Möglichkeiten für andere Beteiligte, eine Software zu identifizieren (und damit Rückschlüsse auf deren Verhalten zu tun) wegschneide - nodeinfo - dann ist das nicht nur ein versehentlicher, sondern ein sehr bewusster Akt, anderen Ärger zu machen.
Das war nie ein Versehen. Das Debranding war volle Absicht. Absolut vorsätzlich. Und sehr gut begründet.
Das Ziel war, Markenfans zu irritieren. Diejenigen, die Fanbois oder Fangurls von Mastodon oder Misskey oder Friendica oder was auch immer waren, nicht, weil sie technologisch von denen überzeugt waren, sondern weil sie einfach Markenfans waren und ganz fest daran glaubten, Mastodon/Misskey/Friendica ist am besten, weil es einfach die geilste Marke ist.
Auch das Entfernen von nodeinfo war Absicht und absolut vorsätzlich. Damit wollte Mike verhindern, daß Leute mit Zahlen von The Federation oder der FediDB oder dem Fediverse Observer ankommen und sagen: "Mastodon/Misskey/Friendica ist ja mal viel geiler als Streams, weil das hat ja viel mehr Server/Nutzer/Posts!" Dieser "Mehr Server/Nutzer/Posts = bessere Software"-Wettstreit ging Mike komplett auf den Sack. Also hat er Gegenmaßnahmen ergriffen.
Dazu kommt noch etwas: Mike weiß, wie gut sein Zeugs ist. Und als jemand, der schon für Geld in der Softwareindustrie gearbeitet hat (als einer der ganz wenigen Fediverse-Entwickler), weiß er auch eine Sache ganz genau: IT-Konzerne greifen sich gern den richtig geilen Scheiß, entweder gegen Geld oder, wenn es quelloffen ist, ohne Bezahlung. Und Mike will nicht, daß seine Software von irgendeinem Konzern übernommen, proprietär und unfrei gemacht und dann als deren komplette Eigenkreation rausgebracht wird.
Auch deshalb kein nodeinfo, damit kein IT-Konzern je erfahren wird, was (streams) für Zahlen hat. Falls (streams) wirklich durchstarten sollte.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Friendica 2011 eine Zeitlang zwei Repositories hatte: Friendika/Friendica selbst, also das ursprüngliche Repository, war das Produktivrepository. Das war das offizielle Repository. Daraus wurden die Nodes betrieben. Aber: Mike hat davon ein Geheimrepository namens Free-Friendika geforkt, hat das unter der MIT-Lizenz belassen, hat es benutzt, um Friendica weiterzuentwickeln, und hat Friendica selbst unter die GNU Affero GPLv3 gestellt.
Ein Konzern hätte Friendica erst relizensieren müssen oder sich an die AGPL halten. Free-Friendika-Code hätte ein Konzern problemlos nach proprietär, unfrei und closed-source relizensieren können. Aber von Free-Friendika hätte kein Konzern je erfahren, das war Mikes Geheimrepository. Und Mike selbst brauchte nichts unter der AGPL zu entwickeln; sein eigener Code blieb immer unter der MIT-Lizenz.
Zitat direkt vom streams-Repository, geschrieben von Mike (https://codeberg.org/streams/streams):
The first thing to be aware of when discussing the streams repository is that it has no brand or brand identity. None. The name is the name of a code repository. Hence "the streams repository". It isn't a product. It's just a collection of code which implements a fediverse server that does some really cool stuff. There is no flagship instance. There is no mascot. In fact all brand information has been removed. You are free to release it under your own brand. Whatever you decide to call your instance of the software is the only brand you'll see. The software is in the public domain to the extent permissable by law. There is no license.
If you look for the streams repository in a list of popular fediverse servers, you won't find it. We're not big on tracking and other spyware. Nobody knows how many instances there are or how many Monthly Active Users there are. These things are probably important to corporations considering takeover targets. They aren't so important to people sharing things with friends and family.Aber anders als bei anderen förderierten Servern hat Mastodon zumindest die /Motivation/, den Anspruch, das irgendwie zu schaffen, anstelle im technischen Rauschen verlorenzugehen.
Das hat bei Mastodon aber andere Gründe.
Der eine: Mastodon hatte 2016 das Glück, Coverage durch die deutsche Presse zu bekommen. Das setzte einen Schneeball in Bewegung, durch den Mastodon so riesengroß wurde, daß alle glauben, Fediverse = Mastodon.
Ernsthaft: Sind die Leute in Scharen zu Mastodon gekommen, weil es am zuverlässigsten ist? Nein. Sind sie gekommen, weil es technologisch am besten ist? Nein.
Warum dann? Weil sie nur Mastodon kannten. Weil sie von den Alternativen nie gehört hatten. Weil ihnen niemand von den Alternativen erzählt hatte. Weil auch diejenigen, die sie nach Mastodon geholt haben, nie von den Alternativen gehört hatten und glaubten, das Fediverse sei nur Mastodon.
Oder weil ihnen "der Einfachheit halber" und "des einfacheren Verständnis halber" das Fediverse außerhalb von Mastodon verschwiegen wurde. Es gibt Leute, die genau dieses Vorgehen mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Der andere, und der basiert auf dem ersten: Hinter Mastodon stehen zwei Unternehmen, die Mastodon gGmbH und die gewinnorientierte US-amerikanische Mastodon, Inc. Mastodon hat das Budget für bezahlte professionelle Vollzeitentwickler. Eugen Rochko ist der einzige, der durch das Fediverse zum Millionär wurde. Kein Witz.
Die Motivation und den Anspruch haben auch andere. Der Unterschied: Mastodon hat die Kohle. Und die Marktmacht. Das ist die Realität.
Hätte Mike eine Zotlabs, Inc. aufgezogen mit einem Milliardenbudget, wäre Facebook heute ziemlich am Arsch, Hubzilla und Zap oder (streams) wären das Maß aller Dinge, ActivityPub wäre eine Randnotiz der Geschichte, Zot das neue HTTP, und über Mastodon würde man sich kaputtlachen. Aber, bitte, wie soll ein Bauer und Hobbyprogrammierer am australischen Arsch der Heide eine milliardenschwäre Zotlabs, Inc. aufziehen?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) -
@Kristian @KristianIch hatte einen Facebook-Account von 2009 bis 2025, Instagram von 2011 bis 2024, Twitter von 2010 bis 2023, Flickr (immer noch) von 2005 bis heute. In all diesen Umgebungen hab ich Kontakte, Daten, Kommentare, persönliche Konversationen, die im Extremfall - Flickr - über zwei Jahrzehnte zurückreichen. Von individuellen Entscheidungen, dort nicht mehr sein zu wollen, mal abgesehen: Diese Systeme haben über mindestens diese Zeitspanne Daten, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit stabil gehalten.
Dahinter stecken allerdings auch gewinnorientierte Großkonzerne mit Milliardenbudgets, die sie zu einem erheblichen Teil daher haben, daß sie die privaten Daten ihrer Nutzer verschachern.
Facebook beispielsweise hat keinen VPS. Facebook hat eigene gigantische Datenzentren mit hunderten Server-Racks und abertausenden Einzelservern. Und die haben sie weltweit. Die haben Redundanz von der Redundanz von der Redundanz. Und die haben bezahlte Vollzeit-Profi-Administratoren in Divisionsstärke.
Okay, auch Meta Platforms hat mindestens einen Single Point of Failure. Wenn der ausfällt, ist ganz Facebook tot, ist ganz Instagram tot, ist ganz Threads tot, ist ganz WhatsApp tot und ist ganz Horizon tot. Ist oft genug passiert."Vollständig" im Fediverse bin ich seit 2018, und wenn ich die Menge an Instanzen und Implementationen danebenlege, die in dieser Zwischenzeit erschienen und wieder verschwunden sind, wird es mir schwummrig.
Das Fediverse hat im allgemeinen genau null Budget. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen werden alle Server von unbezahlten freiwilligen Individuen in ihrer Freizeit betrieben.
Und "Server" heißt nicht zwingend "Rackeisen bei Hetzner oder OVH im Serverschrank", sondern oft genug "alter Rechner, den der Admin noch zu Hause rumliegen hatte, wo er einfach mal Linux, einen LAMP-Stack und Friendica draufgeschmissen hat und aus Goodwill seinen Node anderen zur Verfügung stellt". Wenn der abraucht, ist Schicht im Schacht, vor allem, wenn der Admin nicht mal eben die Kohle hat für Ersatzteile, geschweige denn eine brandneue Maschine.
Äpfel und Birnen also.
Friendica hatte ja nie eine "Friendica gGmbh" oder "Friendica, Inc.", die den einen oder anderen Leuchtturm-Node professionell betreibt. Alle Friendica-Nodes werden von Freiwilligen betrieben. Da muß man als Friendica-Nutzer nehmen, was da ist.
Guck dir mal an, wieviele Friendica-Nodes mit offener Registrierung es aktuell gibt. Wenn dich das wundert: Guck dir mal an, wieviele Nutzer Friendica hat.Das Fediverse hat kluge Technologien und fähige Programmierer. Was fehlt, ist aber komplett irgendjemand, der willens ist, diese Verantwortung für einen dauerhaften Betrieb auf sich zu nehmen - also im Sinne der Frage: Was müssen wir tun, um Nutzer für fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre mit ihren Kontakten, Daten, ... dort verlässlich drauf zu halten?
Genau das ist doch der Sinn hinter der nomadischen Identität, wegen derer Mike Macgirvin eben nicht heute noch Friendica weiterentwickelt.Neues Protokoll, neue Software, ..., sind dort zwar nett, aber spätestens an dem Punkt, an dem der Kram inkompatibel zu den vorherigen Implementationen ist, ist das vollständig nutzlos, weil ich die Daten meiner Nutzer, meiner Kunden, oder der Menschen, die auf mich vertrauen, im Zweifelsfall nicht portiert bekomme.
Dauerhafter kompletter Kompatibilitätsbruch war nie in Mikes Sinne.
Klar, idealerweise wäre es heute schon möglich, von Hubzilla nach (streams), von (streams) nach Forte und von Hubzilla nach Forte zu klonen. Und auf allen dreien, auf Knopfdruck ganze Friendica- und Mastodon-Konten zu importieren. Garantiert absolut 100% perfekt zuverlässig.
Aber du mußt das mal sehen aus der Sicht der technologischen Weiterentwicklung. Es war für Mike einfacher, Nomad erstmal voll funktionsfähig und stabil zu kriegen und auf Roadhouse und (streams) zum Laufen zu bringen. Bzw. nomadische Identität über ActivityPub auf (streams). Das war Prio 1, daß das überhaupt so läuft, wie er das will.
Um Rückwärtskompatibilität zu anderen Protokollen und Formaten konnte er sich erst danach kümmern, als das alles verläßlich lief und er nicht sowieso wieder alles umschmeißen mußte. Sonst hätte er zigtausendmal wegen irgendeinem Kleinscheiß, den er in Nomad anpassen muß, jedes einzelne verdammte Mal auch noch den Mastodon-, Friendica- und Hubzilla-Import nachziehen müssen.
Was glaubst du, warum Mike den RSS/Atom-Aggregator aus (streams) nachträglich rausgeschmissen hat? Um weniger Krimskrams im Repository zu haben, den er wegen jedem Kleinscheiß anfassen muß.
Mike und silverpill hatten ja als Ansinnen ein ActivityPub-Fediverse, wo du buchstäblich von überall nach überall nicht nur umziehen, sondern klonen kannst. Also auch ein Mastodon-Konto mit einem Klon auf Forte und noch einem auf Mitra. Nur ist das der drölfte Schritt, bevor die ersten zehn überhaupt getan sind.
Außerdem kann man es nicht den beiden ankreiden, wenn Mastodon sich der nomadischen Identität verweigern wird. Und Mastodon wird sich der nomadischen Identität verweigern. Oder ein ganz eigenes, komplett inkompatibles Konzept vorstellen, das dann nur innerhalb von Mastodon funktioniert. Das ist dann aber nicht Mikes und silverpills Schuld, sondern das ist einfach nur wieder Mastodon, das die üblichen Mastodon-Sachen macht.Das ist diese Schnellebigkeit, dieses "move-fast-and-break-things", das wir bei den großen garstigen Konzernen zu oft zu Recht beklagen.
Die Alternative wäre ein immer noch von Mike gepflegtes Hubzilla, das folglich immer noch auf dem Stand von 2015 feststeckt, wo Mike von einem vollnomadischen "Grid" aus Hubzilla-Hubs träumte, das irgendwann mal die nichtnomadische Föderation diaspora*/Friendica/Hubzilla ersetzen soll. Nur wird dieses Grid nie kommen, denn wir haben jetzt das von Mastodon dominierte Fediverse.
Alternativ wäre die Alternative ein immer noch von Mike gepflegtes Friendica. Und keinerlei wirksame Resilienz gegen spontan schließende Server, weil Mike nie die nomadische Identität erfunden hätte. Und weil es immer noch keine großen, professionell betriebenen Friendica-Nodes gäbe, weil Friendica immer noch so klein wäre wie damals, gäbe es immer noch Fälle, wo Leute alles verlieren, weil ihnen der Node unterm Hintern zusammengebrochen ist.
Und nein, Riesennodes in Größenordnungen wie mastodon.social kann es auf Friendica sowieso nicht geben. Friendica hat immer noch einen ziemlichen Ressourcenhunger pro Nase, was vor allem an den vielen Föderationsprotokollen liegt.
Ich kann mich noch erinnern, als Friendica sich mit Facebook verbinden konnte. Alle wollten auf Nodes mit Facebook-Connector sein. Und genau die Nodes waren mit höchstens ca. 130 Leuten voll und haben ihre Registrierungen dichtgemacht. Einer nach dem anderen. Aber: Die Nodes, die keinen Facebook-Connector hatten, konnten nicht sehr viel mehr Leute aufnehmen.
Die Annahme, man könnte heutzutage auf einem Friendica-Node über 10.000.000 Nutzerkonten fahren, ist irrig. Höchstens, wenn der Node sein eigenes Rechenzentrum hätte.
Allein deshalb wird Friendica nie "Too big to fail"-Riesennodes in der Art von mastodon.social haben. Und bei der Maximalgröße von Friendica-Nodes werden sich einige Node-Betreiber fragen, ob es sich wirklich lohnt, ihren gerade in Rauch aufgegangenen Nodeserver teuer zu reparieren oder zu ersetzen wegen der paar People. Ich meine, es sind schon deutlich größere und bedeutendere diaspora*-Pods dauerhaft abgeschaltet worden, als was ein Friendica-Node an Konten aufnehmen kann.Es ist, sind nur allzu oft One-Man-Shows. Siehe auch pixelfed: Da gibt's mit Instagram und Tiktok zwei Heavyweights am Markt, mit großen Teams, großen Abteilungen für Entwicklung der Serverkomponenten, Entwicklung der mobilen Apps, für Betrieb der Infrastruktur, für Automatisierung, für Trust&Safety und Moderation und so weiter. Und dann habe ich pixelfed, mit im Wesentlichen einem (in Zahlen: 1) Entwickler, der all das macht, und parallel dazu noch drei oder vier andere Projekte vorantreibt.
Noch einmal: Äpfel und Birnen.
Hätte Daniel Supernault erstmal eine Dansup Platforms, Inc. gründen, Büroblocks und Datenzentren auf allen Erdteilen bauen und 50.000 Admins und 100.000 Entwickler einstellen sollen, bevor er irgendwas hätte veröffentlichen können? Von welchem Geld? Wie hätte er das refinanzieren sollen? Und wie, ohne die Daten seiner Nutzer zu verschachern?
Wenn wir von jeder Fediverse-Anwendung erwarten, daß dahinter erstmal eine hunderte Milliarden schwere, börsennotierte globale Gigacorporation aufgezogen wird, bevor es irgendwelche Produkte gibt, dann hätten wir kein Fediverse.
Das Fediverse muß mit dem auskommen, was es hat. Entwickler sind knapp, knapper als Ideen. Und Geld gibt es in einem dediziert antikapitalistischen Netzwerk wie dem Fediverse eh kaum, geschweige denn die zig Billionen Dollar, die es bräuchte, um das ganze Fediverse auf das Niveau der kommerziellen Produkte börsennotierter golbaler Gigacorporations zu bringen.Siehe das Debranding: Kompatibilität zwischen Systemen herzustellen ist bei einer losen Spezifikation und unvermeidlichen Bugs eh schon schwer genug; wenn ich darauf verzichte, eine der wenigen Möglichkeiten für andere Beteiligte, eine Software zu identifizieren (und damit Rückschlüsse auf deren Verhalten zu tun) wegschneide - nodeinfo - dann ist das nicht nur ein versehentlicher, sondern ein sehr bewusster Akt, anderen Ärger zu machen.
Das war nie ein Versehen. Das Debranding war volle Absicht. Absolut vorsätzlich. Und sehr gut begründet.
Das Ziel war, Markenfans zu irritieren. Diejenigen, die Fanbois oder Fangurls von Mastodon oder Misskey oder Friendica oder was auch immer waren, nicht, weil sie technologisch von denen überzeugt waren, sondern weil sie einfach Markenfans waren und ganz fest daran glaubten, Mastodon/Misskey/Friendica ist am besten, weil es einfach die geilste Marke ist.
Auch das Entfernen von nodeinfo war Absicht und absolut vorsätzlich. Damit wollte Mike verhindern, daß Leute mit Zahlen von The Federation oder der FediDB oder dem Fediverse Observer ankommen und sagen: "Mastodon/Misskey/Friendica ist ja mal viel geiler als Streams, weil das hat ja viel mehr Server/Nutzer/Posts!" Dieser "Mehr Server/Nutzer/Posts = bessere Software"-Wettstreit ging Mike komplett auf den Sack. Also hat er Gegenmaßnahmen ergriffen.
Dazu kommt noch etwas: Mike weiß, wie gut sein Zeugs ist. Und als jemand, der schon für Geld in der Softwareindustrie gearbeitet hat (als einer der ganz wenigen Fediverse-Entwickler), weiß er auch eine Sache ganz genau: IT-Konzerne greifen sich gern den richtig geilen Scheiß, entweder gegen Geld oder, wenn es quelloffen ist, ohne Bezahlung. Und Mike will nicht, daß seine Software von irgendeinem Konzern übernommen, proprietär und unfrei gemacht und dann als deren komplette Eigenkreation rausgebracht wird.
Auch deshalb kein nodeinfo, damit kein IT-Konzern je erfahren wird, was (streams) für Zahlen hat. Falls (streams) wirklich durchstarten sollte.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Friendica 2011 eine Zeitlang zwei Repositories hatte: Friendika/Friendica selbst, also das ursprüngliche Repository, war das Produktivrepository. Das war das offizielle Repository. Daraus wurden die Nodes betrieben. Aber: Mike hat davon ein Geheimrepository namens Free-Friendika geforkt, hat das unter der MIT-Lizenz belassen, hat es benutzt, um Friendica weiterzuentwickeln, und hat Friendica selbst unter die GNU Affero GPLv3 gestellt.
Ein Konzern hätte Friendica erst relizensieren müssen oder sich an die AGPL halten. Free-Friendika-Code hätte ein Konzern problemlos nach proprietär, unfrei und closed-source relizensieren können. Aber von Free-Friendika hätte kein Konzern je erfahren, das war Mikes Geheimrepository. Und Mike selbst brauchte nichts unter der AGPL zu entwickeln; sein eigener Code blieb immer unter der MIT-Lizenz.
Zitat direkt vom streams-Repository, geschrieben von Mike (https://codeberg.org/streams/streams):
The first thing to be aware of when discussing the streams repository is that it has no brand or brand identity. None. The name is the name of a code repository. Hence "the streams repository". It isn't a product. It's just a collection of code which implements a fediverse server that does some really cool stuff. There is no flagship instance. There is no mascot. In fact all brand information has been removed. You are free to release it under your own brand. Whatever you decide to call your instance of the software is the only brand you'll see. The software is in the public domain to the extent permissable by law. There is no license.
If you look for the streams repository in a list of popular fediverse servers, you won't find it. We're not big on tracking and other spyware. Nobody knows how many instances there are or how many Monthly Active Users there are. These things are probably important to corporations considering takeover targets. They aren't so important to people sharing things with friends and family.Aber anders als bei anderen förderierten Servern hat Mastodon zumindest die /Motivation/, den Anspruch, das irgendwie zu schaffen, anstelle im technischen Rauschen verlorenzugehen.
Das hat bei Mastodon aber andere Gründe.
Der eine: Mastodon hatte 2016 das Glück, Coverage durch die deutsche Presse zu bekommen. Das setzte einen Schneeball in Bewegung, durch den Mastodon so riesengroß wurde, daß alle glauben, Fediverse = Mastodon.
Ernsthaft: Sind die Leute in Scharen zu Mastodon gekommen, weil es am zuverlässigsten ist? Nein. Sind sie gekommen, weil es technologisch am besten ist? Nein.
Warum dann? Weil sie nur Mastodon kannten. Weil sie von den Alternativen nie gehört hatten. Weil ihnen niemand von den Alternativen erzählt hatte. Weil auch diejenigen, die sie nach Mastodon geholt haben, nie von den Alternativen gehört hatten und glaubten, das Fediverse sei nur Mastodon.
Oder weil ihnen "der Einfachheit halber" und "des einfacheren Verständnis halber" das Fediverse außerhalb von Mastodon verschwiegen wurde. Es gibt Leute, die genau dieses Vorgehen mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Der andere, und der basiert auf dem ersten: Hinter Mastodon stehen zwei Unternehmen, die Mastodon gGmbH und die gewinnorientierte US-amerikanische Mastodon, Inc. Mastodon hat das Budget für bezahlte professionelle Vollzeitentwickler. Eugen Rochko ist der einzige, der durch das Fediverse zum Millionär wurde. Kein Witz.
Die Motivation und den Anspruch haben auch andere. Der Unterschied: Mastodon hat die Kohle. Und die Marktmacht. Das ist die Realität.
Hätte Mike eine Zotlabs, Inc. aufgezogen mit einem Milliardenbudget, wäre Facebook heute ziemlich am Arsch, Hubzilla und Zap oder (streams) wären das Maß aller Dinge, ActivityPub wäre eine Randnotiz der Geschichte, Zot das neue HTTP, und über Mastodon würde man sich kaputtlachen. Aber, bitte, wie soll ein Bauer und Hobbyprogrammierer am australischen Arsch der Heide eine milliardenschwäre Zotlabs, Inc. aufziehen?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) -
@Kristian @KristianIch hatte einen Facebook-Account von 2009 bis 2025, Instagram von 2011 bis 2024, Twitter von 2010 bis 2023, Flickr (immer noch) von 2005 bis heute. In all diesen Umgebungen hab ich Kontakte, Daten, Kommentare, persönliche Konversationen, die im Extremfall - Flickr - über zwei Jahrzehnte zurückreichen. Von individuellen Entscheidungen, dort nicht mehr sein zu wollen, mal abgesehen: Diese Systeme haben über mindestens diese Zeitspanne Daten, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit stabil gehalten.
Dahinter stecken allerdings auch gewinnorientierte Großkonzerne mit Milliardenbudgets, die sie zu einem erheblichen Teil daher haben, daß sie die privaten Daten ihrer Nutzer verschachern.
Facebook beispielsweise hat keinen VPS. Facebook hat eigene gigantische Datenzentren mit hunderten Server-Racks und abertausenden Einzelservern. Und die haben sie weltweit. Die haben Redundanz von der Redundanz von der Redundanz. Und die haben bezahlte Vollzeit-Profi-Administratoren in Divisionsstärke.
Okay, auch Meta Platforms hat mindestens einen Single Point of Failure. Wenn der ausfällt, ist ganz Facebook tot, ist ganz Instagram tot, ist ganz Threads tot, ist ganz WhatsApp tot und ist ganz Horizon tot. Ist oft genug passiert."Vollständig" im Fediverse bin ich seit 2018, und wenn ich die Menge an Instanzen und Implementationen danebenlege, die in dieser Zwischenzeit erschienen und wieder verschwunden sind, wird es mir schwummrig.
Das Fediverse hat im allgemeinen genau null Budget. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen werden alle Server von unbezahlten freiwilligen Individuen in ihrer Freizeit betrieben.
Und "Server" heißt nicht zwingend "Rackeisen bei Hetzner oder OVH im Serverschrank", sondern oft genug "alter Rechner, den der Admin noch zu Hause rumliegen hatte, wo er einfach mal Linux, einen LAMP-Stack und Friendica draufgeschmissen hat und aus Goodwill seinen Node anderen zur Verfügung stellt". Wenn der abraucht, ist Schicht im Schacht, vor allem, wenn der Admin nicht mal eben die Kohle hat für Ersatzteile, geschweige denn eine brandneue Maschine.
Äpfel und Birnen also.
Friendica hatte ja nie eine "Friendica gGmbh" oder "Friendica, Inc.", die den einen oder anderen Leuchtturm-Node professionell betreibt. Alle Friendica-Nodes werden von Freiwilligen betrieben. Da muß man als Friendica-Nutzer nehmen, was da ist.
Guck dir mal an, wieviele Friendica-Nodes mit offener Registrierung es aktuell gibt. Wenn dich das wundert: Guck dir mal an, wieviele Nutzer Friendica hat.Das Fediverse hat kluge Technologien und fähige Programmierer. Was fehlt, ist aber komplett irgendjemand, der willens ist, diese Verantwortung für einen dauerhaften Betrieb auf sich zu nehmen - also im Sinne der Frage: Was müssen wir tun, um Nutzer für fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre mit ihren Kontakten, Daten, ... dort verlässlich drauf zu halten?
Genau das ist doch der Sinn hinter der nomadischen Identität, wegen derer Mike Macgirvin eben nicht heute noch Friendica weiterentwickelt.Neues Protokoll, neue Software, ..., sind dort zwar nett, aber spätestens an dem Punkt, an dem der Kram inkompatibel zu den vorherigen Implementationen ist, ist das vollständig nutzlos, weil ich die Daten meiner Nutzer, meiner Kunden, oder der Menschen, die auf mich vertrauen, im Zweifelsfall nicht portiert bekomme.
Dauerhafter kompletter Kompatibilitätsbruch war nie in Mikes Sinne.
Klar, idealerweise wäre es heute schon möglich, von Hubzilla nach (streams), von (streams) nach Forte und von Hubzilla nach Forte zu klonen. Und auf allen dreien, auf Knopfdruck ganze Friendica- und Mastodon-Konten zu importieren. Garantiert absolut 100% perfekt zuverlässig.
Aber du mußt das mal sehen aus der Sicht der technologischen Weiterentwicklung. Es war für Mike einfacher, Nomad erstmal voll funktionsfähig und stabil zu kriegen und auf Roadhouse und (streams) zum Laufen zu bringen. Bzw. nomadische Identität über ActivityPub auf (streams). Das war Prio 1, daß das überhaupt so läuft, wie er das will.
Um Rückwärtskompatibilität zu anderen Protokollen und Formaten konnte er sich erst danach kümmern, als das alles verläßlich lief und er nicht sowieso wieder alles umschmeißen mußte. Sonst hätte er zigtausendmal wegen irgendeinem Kleinscheiß, den er in Nomad anpassen muß, jedes einzelne verdammte Mal auch noch den Mastodon-, Friendica- und Hubzilla-Import nachziehen müssen.
Was glaubst du, warum Mike den RSS/Atom-Aggregator aus (streams) nachträglich rausgeschmissen hat? Um weniger Krimskrams im Repository zu haben, den er wegen jedem Kleinscheiß anfassen muß.
Mike und silverpill hatten ja als Ansinnen ein ActivityPub-Fediverse, wo du buchstäblich von überall nach überall nicht nur umziehen, sondern klonen kannst. Also auch ein Mastodon-Konto mit einem Klon auf Forte und noch einem auf Mitra. Nur ist das der drölfte Schritt, bevor die ersten zehn überhaupt getan sind.
Außerdem kann man es nicht den beiden ankreiden, wenn Mastodon sich der nomadischen Identität verweigern wird. Und Mastodon wird sich der nomadischen Identität verweigern. Oder ein ganz eigenes, komplett inkompatibles Konzept vorstellen, das dann nur innerhalb von Mastodon funktioniert. Das ist dann aber nicht Mikes und silverpills Schuld, sondern das ist einfach nur wieder Mastodon, das die üblichen Mastodon-Sachen macht.Das ist diese Schnellebigkeit, dieses "move-fast-and-break-things", das wir bei den großen garstigen Konzernen zu oft zu Recht beklagen.
Die Alternative wäre ein immer noch von Mike gepflegtes Hubzilla, das folglich immer noch auf dem Stand von 2015 feststeckt, wo Mike von einem vollnomadischen "Grid" aus Hubzilla-Hubs träumte, das irgendwann mal die nichtnomadische Föderation diaspora*/Friendica/Hubzilla ersetzen soll. Nur wird dieses Grid nie kommen, denn wir haben jetzt das von Mastodon dominierte Fediverse.
Alternativ wäre die Alternative ein immer noch von Mike gepflegtes Friendica. Und keinerlei wirksame Resilienz gegen spontan schließende Server, weil Mike nie die nomadische Identität erfunden hätte. Und weil es immer noch keine großen, professionell betriebenen Friendica-Nodes gäbe, weil Friendica immer noch so klein wäre wie damals, gäbe es immer noch Fälle, wo Leute alles verlieren, weil ihnen der Node unterm Hintern zusammengebrochen ist.
Und nein, Riesennodes in Größenordnungen wie mastodon.social kann es auf Friendica sowieso nicht geben. Friendica hat immer noch einen ziemlichen Ressourcenhunger pro Nase, was vor allem an den vielen Föderationsprotokollen liegt.
Ich kann mich noch erinnern, als Friendica sich mit Facebook verbinden konnte. Alle wollten auf Nodes mit Facebook-Connector sein. Und genau die Nodes waren mit höchstens ca. 130 Leuten voll und haben ihre Registrierungen dichtgemacht. Einer nach dem anderen. Aber: Die Nodes, die keinen Facebook-Connector hatten, konnten nicht sehr viel mehr Leute aufnehmen.
Die Annahme, man könnte heutzutage auf einem Friendica-Node über 10.000.000 Nutzerkonten fahren, ist irrig. Höchstens, wenn der Node sein eigenes Rechenzentrum hätte.
Allein deshalb wird Friendica nie "Too big to fail"-Riesennodes in der Art von mastodon.social haben. Und bei der Maximalgröße von Friendica-Nodes werden sich einige Node-Betreiber fragen, ob es sich wirklich lohnt, ihren gerade in Rauch aufgegangenen Nodeserver teuer zu reparieren oder zu ersetzen wegen der paar People. Ich meine, es sind schon deutlich größere und bedeutendere diaspora*-Pods dauerhaft abgeschaltet worden, als was ein Friendica-Node an Konten aufnehmen kann.Es ist, sind nur allzu oft One-Man-Shows. Siehe auch pixelfed: Da gibt's mit Instagram und Tiktok zwei Heavyweights am Markt, mit großen Teams, großen Abteilungen für Entwicklung der Serverkomponenten, Entwicklung der mobilen Apps, für Betrieb der Infrastruktur, für Automatisierung, für Trust&Safety und Moderation und so weiter. Und dann habe ich pixelfed, mit im Wesentlichen einem (in Zahlen: 1) Entwickler, der all das macht, und parallel dazu noch drei oder vier andere Projekte vorantreibt.
Noch einmal: Äpfel und Birnen.
Hätte Daniel Supernault erstmal eine Dansup Platforms, Inc. gründen, Büroblocks und Datenzentren auf allen Erdteilen bauen und 50.000 Admins und 100.000 Entwickler einstellen sollen, bevor er irgendwas hätte veröffentlichen können? Von welchem Geld? Wie hätte er das refinanzieren sollen? Und wie, ohne die Daten seiner Nutzer zu verschachern?
Wenn wir von jeder Fediverse-Anwendung erwarten, daß dahinter erstmal eine hunderte Milliarden schwere, börsennotierte globale Gigacorporation aufgezogen wird, bevor es irgendwelche Produkte gibt, dann hätten wir kein Fediverse.
Das Fediverse muß mit dem auskommen, was es hat. Entwickler sind knapp, knapper als Ideen. Und Geld gibt es in einem dediziert antikapitalistischen Netzwerk wie dem Fediverse eh kaum, geschweige denn die zig Billionen Dollar, die es bräuchte, um das ganze Fediverse auf das Niveau der kommerziellen Produkte börsennotierter golbaler Gigacorporations zu bringen.Siehe das Debranding: Kompatibilität zwischen Systemen herzustellen ist bei einer losen Spezifikation und unvermeidlichen Bugs eh schon schwer genug; wenn ich darauf verzichte, eine der wenigen Möglichkeiten für andere Beteiligte, eine Software zu identifizieren (und damit Rückschlüsse auf deren Verhalten zu tun) wegschneide - nodeinfo - dann ist das nicht nur ein versehentlicher, sondern ein sehr bewusster Akt, anderen Ärger zu machen.
Das war nie ein Versehen. Das Debranding war volle Absicht. Absolut vorsätzlich. Und sehr gut begründet.
Das Ziel war, Markenfans zu irritieren. Diejenigen, die Fanbois oder Fangurls von Mastodon oder Misskey oder Friendica oder was auch immer waren, nicht, weil sie technologisch von denen überzeugt waren, sondern weil sie einfach Markenfans waren und ganz fest daran glaubten, Mastodon/Misskey/Friendica ist am besten, weil es einfach die geilste Marke ist.
Auch das Entfernen von nodeinfo war Absicht und absolut vorsätzlich. Damit wollte Mike verhindern, daß Leute mit Zahlen von The Federation oder der FediDB oder dem Fediverse Observer ankommen und sagen: "Mastodon/Misskey/Friendica ist ja mal viel geiler als Streams, weil das hat ja viel mehr Server/Nutzer/Posts!" Dieser "Mehr Server/Nutzer/Posts = bessere Software"-Wettstreit ging Mike komplett auf den Sack. Also hat er Gegenmaßnahmen ergriffen.
Dazu kommt noch etwas: Mike weiß, wie gut sein Zeugs ist. Und als jemand, der schon für Geld in der Softwareindustrie gearbeitet hat (als einer der ganz wenigen Fediverse-Entwickler), weiß er auch eine Sache ganz genau: IT-Konzerne greifen sich gern den richtig geilen Scheiß, entweder gegen Geld oder, wenn es quelloffen ist, ohne Bezahlung. Und Mike will nicht, daß seine Software von irgendeinem Konzern übernommen, proprietär und unfrei gemacht und dann als deren komplette Eigenkreation rausgebracht wird.
Auch deshalb kein nodeinfo, damit kein IT-Konzern je erfahren wird, was (streams) für Zahlen hat. Falls (streams) wirklich durchstarten sollte.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Friendica 2011 eine Zeitlang zwei Repositories hatte: Friendika/Friendica selbst, also das ursprüngliche Repository, war das Produktivrepository. Das war das offizielle Repository. Daraus wurden die Nodes betrieben. Aber: Mike hat davon ein Geheimrepository namens Free-Friendika geforkt, hat das unter der MIT-Lizenz belassen, hat es benutzt, um Friendica weiterzuentwickeln, und hat Friendica selbst unter die GNU Affero GPLv3 gestellt.
Ein Konzern hätte Friendica erst relizensieren müssen oder sich an die AGPL halten. Free-Friendika-Code hätte ein Konzern problemlos nach proprietär, unfrei und closed-source relizensieren können. Aber von Free-Friendika hätte kein Konzern je erfahren, das war Mikes Geheimrepository. Und Mike selbst brauchte nichts unter der AGPL zu entwickeln; sein eigener Code blieb immer unter der MIT-Lizenz.
Zitat direkt vom streams-Repository, geschrieben von Mike (https://codeberg.org/streams/streams):
The first thing to be aware of when discussing the streams repository is that it has no brand or brand identity. None. The name is the name of a code repository. Hence "the streams repository". It isn't a product. It's just a collection of code which implements a fediverse server that does some really cool stuff. There is no flagship instance. There is no mascot. In fact all brand information has been removed. You are free to release it under your own brand. Whatever you decide to call your instance of the software is the only brand you'll see. The software is in the public domain to the extent permissable by law. There is no license.
If you look for the streams repository in a list of popular fediverse servers, you won't find it. We're not big on tracking and other spyware. Nobody knows how many instances there are or how many Monthly Active Users there are. These things are probably important to corporations considering takeover targets. They aren't so important to people sharing things with friends and family.Aber anders als bei anderen förderierten Servern hat Mastodon zumindest die /Motivation/, den Anspruch, das irgendwie zu schaffen, anstelle im technischen Rauschen verlorenzugehen.
Das hat bei Mastodon aber andere Gründe.
Der eine: Mastodon hatte 2016 das Glück, Coverage durch die deutsche Presse zu bekommen. Das setzte einen Schneeball in Bewegung, durch den Mastodon so riesengroß wurde, daß alle glauben, Fediverse = Mastodon.
Ernsthaft: Sind die Leute in Scharen zu Mastodon gekommen, weil es am zuverlässigsten ist? Nein. Sind sie gekommen, weil es technologisch am besten ist? Nein.
Warum dann? Weil sie nur Mastodon kannten. Weil sie von den Alternativen nie gehört hatten. Weil ihnen niemand von den Alternativen erzählt hatte. Weil auch diejenigen, die sie nach Mastodon geholt haben, nie von den Alternativen gehört hatten und glaubten, das Fediverse sei nur Mastodon.
Oder weil ihnen "der Einfachheit halber" und "des einfacheren Verständnis halber" das Fediverse außerhalb von Mastodon verschwiegen wurde. Es gibt Leute, die genau dieses Vorgehen mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Der andere, und der basiert auf dem ersten: Hinter Mastodon stehen zwei Unternehmen, die Mastodon gGmbH und die gewinnorientierte US-amerikanische Mastodon, Inc. Mastodon hat das Budget für bezahlte professionelle Vollzeitentwickler. Eugen Rochko ist der einzige, der durch das Fediverse zum Millionär wurde. Kein Witz.
Die Motivation und den Anspruch haben auch andere. Der Unterschied: Mastodon hat die Kohle. Und die Marktmacht. Das ist die Realität.
Hätte Mike eine Zotlabs, Inc. aufgezogen mit einem Milliardenbudget, wäre Facebook heute ziemlich am Arsch, Hubzilla und Zap oder (streams) wären das Maß aller Dinge, ActivityPub wäre eine Randnotiz der Geschichte, Zot das neue HTTP, und über Mastodon würde man sich kaputtlachen. Aber, bitte, wie soll ein Bauer und Hobbyprogrammierer am australischen Arsch der Heide eine milliardenschwäre Zotlabs, Inc. aufziehen?
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) -
@Kristian @KristianIch hatte einen Facebook-Account von 2009 bis 2025, Instagram von 2011 bis 2024, Twitter von 2010 bis 2023, Flickr (immer noch) von 2005 bis heute. In all diesen Umgebungen hab ich Kontakte, Daten, Kommentare, persönliche Konversationen, die im Extremfall - Flickr - über zwei Jahrzehnte zurückreichen. Von individuellen Entscheidungen, dort nicht mehr sein zu wollen, mal abgesehen: Diese Systeme haben über mindestens diese Zeitspanne Daten, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit stabil gehalten.
Dahinter stecken allerdings auch gewinnorientierte Großkonzerne mit Milliardenbudgets, die sie zu einem erheblichen Teil daher haben, daß sie die privaten Daten ihrer Nutzer verschachern.
Facebook beispielsweise hat keinen VPS. Facebook hat eigene gigantische Datenzentren mit hunderten Server-Racks und abertausenden Einzelservern. Und die haben sie weltweit. Die haben Redundanz von der Redundanz von der Redundanz. Und die haben bezahlte Vollzeit-Profi-Administratoren in Divisionsstärke.
Okay, auch Meta Platforms hat mindestens einen Single Point of Failure. Wenn der ausfällt, ist ganz Facebook tot, ist ganz Instagram tot, ist ganz Threads tot, ist ganz WhatsApp tot und ist ganz Horizon tot. Ist oft genug passiert."Vollständig" im Fediverse bin ich seit 2018, und wenn ich die Menge an Instanzen und Implementationen danebenlege, die in dieser Zwischenzeit erschienen und wieder verschwunden sind, wird es mir schwummrig.
Das Fediverse hat im allgemeinen genau null Budget. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen werden alle Server von unbezahlten freiwilligen Individuen in ihrer Freizeit betrieben.
Und "Server" heißt nicht zwingend "Rackeisen bei Hetzner oder OVH im Serverschrank", sondern oft genug "alter Rechner, den der Admin noch zu Hause rumliegen hatte, wo er einfach mal Linux, einen LAMP-Stack und Friendica draufgeschmissen hat und aus Goodwill seinen Node anderen zur Verfügung stellt". Wenn der abraucht, ist Schicht im Schacht, vor allem, wenn der Admin nicht mal eben die Kohle hat für Ersatzteile, geschweige denn eine brandneue Maschine.
Äpfel und Birnen also.
Friendica hatte ja nie eine "Friendica gGmbh" oder "Friendica, Inc.", die den einen oder anderen Leuchtturm-Node professionell betreibt. Alle Friendica-Nodes werden von Freiwilligen betrieben. Da muß man als Friendica-Nutzer nehmen, was da ist.
Guck dir mal an, wieviele Friendica-Nodes mit offener Registrierung es aktuell gibt. Wenn dich das wundert: Guck dir mal an, wieviele Nutzer Friendica hat.Das Fediverse hat kluge Technologien und fähige Programmierer. Was fehlt, ist aber komplett irgendjemand, der willens ist, diese Verantwortung für einen dauerhaften Betrieb auf sich zu nehmen - also im Sinne der Frage: Was müssen wir tun, um Nutzer für fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre mit ihren Kontakten, Daten, ... dort verlässlich drauf zu halten?
Genau das ist doch der Sinn hinter der nomadischen Identität, wegen derer Mike Macgirvin eben nicht heute noch Friendica weiterentwickelt.Neues Protokoll, neue Software, ..., sind dort zwar nett, aber spätestens an dem Punkt, an dem der Kram inkompatibel zu den vorherigen Implementationen ist, ist das vollständig nutzlos, weil ich die Daten meiner Nutzer, meiner Kunden, oder der Menschen, die auf mich vertrauen, im Zweifelsfall nicht portiert bekomme.
Dauerhafter kompletter Kompatibilitätsbruch war nie in Mikes Sinne.
Klar, idealerweise wäre es heute schon möglich, von Hubzilla nach (streams), von (streams) nach Forte und von Hubzilla nach Forte zu klonen. Und auf allen dreien, auf Knopfdruck ganze Friendica- und Mastodon-Konten zu importieren. Garantiert absolut 100% perfekt zuverlässig.
Aber du mußt das mal sehen aus der Sicht der technologischen Weiterentwicklung. Es war für Mike einfacher, Nomad erstmal voll funktionsfähig und stabil zu kriegen und auf Roadhouse und (streams) zum Laufen zu bringen. Bzw. nomadische Identität über ActivityPub auf (streams). Das war Prio 1, daß das überhaupt so läuft, wie er das will.
Um Rückwärtskompatibilität zu anderen Protokollen und Formaten konnte er sich erst danach kümmern, als das alles verläßlich lief und er nicht sowieso wieder alles umschmeißen mußte. Sonst hätte er zigtausendmal wegen irgendeinem Kleinscheiß, den er in Nomad anpassen muß, jedes einzelne verdammte Mal auch noch den Mastodon-, Friendica- und Hubzilla-Import nachziehen müssen.
Was glaubst du, warum Mike den RSS/Atom-Aggregator aus (streams) nachträglich rausgeschmissen hat? Um weniger Krimskrams im Repository zu haben, den er wegen jedem Kleinscheiß anfassen muß.
Mike und silverpill hatten ja als Ansinnen ein ActivityPub-Fediverse, wo du buchstäblich von überall nach überall nicht nur umziehen, sondern klonen kannst. Also auch ein Mastodon-Konto mit einem Klon auf Forte und noch einem auf Mitra. Nur ist das der drölfte Schritt, bevor die ersten zehn überhaupt getan sind.
Außerdem kann man es nicht den beiden ankreiden, wenn Mastodon sich der nomadischen Identität verweigern wird. Und Mastodon wird sich der nomadischen Identität verweigern. Oder ein ganz eigenes, komplett inkompatibles Konzept vorstellen, das dann nur innerhalb von Mastodon funktioniert. Das ist dann aber nicht Mikes und silverpills Schuld, sondern das ist einfach nur wieder Mastodon, das die üblichen Mastodon-Sachen macht.Das ist diese Schnellebigkeit, dieses "move-fast-and-break-things", das wir bei den großen garstigen Konzernen zu oft zu Recht beklagen.
Die Alternative wäre ein immer noch von Mike gepflegtes Hubzilla, das folglich immer noch auf dem Stand von 2015 feststeckt, wo Mike von einem vollnomadischen "Grid" aus Hubzilla-Hubs träumte, das irgendwann mal die nichtnomadische Föderation diaspora*/Friendica/Hubzilla ersetzen soll. Nur wird dieses Grid nie kommen, denn wir haben jetzt das von Mastodon dominierte Fediverse.
Alternativ wäre die Alternative ein immer noch von Mike gepflegtes Friendica. Und keinerlei wirksame Resilienz gegen spontan schließende Server, weil Mike nie die nomadische Identität erfunden hätte. Und weil es immer noch keine großen, professionell betriebenen Friendica-Nodes gäbe, weil Friendica immer noch so klein wäre wie damals, gäbe es immer noch Fälle, wo Leute alles verlieren, weil ihnen der Node unterm Hintern zusammengebrochen ist.
Und nein, Riesennodes in Größenordnungen wie mastodon.social kann es auf Friendica sowieso nicht geben. Friendica hat immer noch einen ziemlichen Ressourcenhunger pro Nase, was vor allem an den vielen Föderationsprotokollen liegt.
Ich kann mich noch erinnern, als Friendica sich mit Facebook verbinden konnte. Alle wollten auf Nodes mit Facebook-Connector sein. Und genau die Nodes waren mit höchstens ca. 130 Leuten voll und haben ihre Registrierungen dichtgemacht. Einer nach dem anderen. Aber: Die Nodes, die keinen Facebook-Connector hatten, konnten nicht sehr viel mehr Leute aufnehmen.
Die Annahme, man könnte heutzutage auf einem Friendica-Node über 10.000.000 Nutzerkonten fahren, ist irrig. Höchstens, wenn der Node sein eigenes Rechenzentrum hätte.
Allein deshalb wird Friendica nie "Too big to fail"-Riesennodes in der Art von mastodon.social haben. Und bei der Maximalgröße von Friendica-Nodes werden sich einige Node-Betreiber fragen, ob es sich wirklich lohnt, ihren gerade in Rauch aufgegangenen Nodeserver teuer zu reparieren oder zu ersetzen wegen der paar People. Ich meine, es sind schon deutlich größere und bedeutendere diaspora*-Pods dauerhaft abgeschaltet worden, als was ein Friendica-Node an Konten aufnehmen kann.Es ist, sind nur allzu oft One-Man-Shows. Siehe auch pixelfed: Da gibt's mit Instagram und Tiktok zwei Heavyweights am Markt, mit großen Teams, großen Abteilungen für Entwicklung der Serverkomponenten, Entwicklung der mobilen Apps, für Betrieb der Infrastruktur, für Automatisierung, für Trust&Safety und Moderation und so weiter. Und dann habe ich pixelfed, mit im Wesentlichen einem (in Zahlen: 1) Entwickler, der all das macht, und parallel dazu noch drei oder vier andere Projekte vorantreibt.
Noch einmal: Äpfel und Birnen.
Hätte Daniel Supernault erstmal eine Dansup Platforms, Inc. gründen, Büroblocks und Datenzentren auf allen Erdteilen bauen und 50.000 Admins und 100.000 Entwickler einstellen sollen, bevor er irgendwas hätte veröffentlichen können? Von welchem Geld? Wie hätte er das refinanzieren sollen? Und wie, ohne die Daten seiner Nutzer zu verschachern?
Wenn wir von jeder Fediverse-Anwendung erwarten, daß dahinter erstmal eine hunderte Milliarden schwere, börsennotierte globale Gigacorporation aufgezogen wird, bevor es irgendwelche Produkte gibt, dann hätten wir kein Fediverse.
Das Fediverse muß mit dem auskommen, was es hat. Entwickler sind knapp, knapper als Ideen. Und Geld gibt es in einem dediziert antikapitalistischen Netzwerk wie dem Fediverse eh kaum, geschweige denn die zig Billionen Dollar, die es bräuchte, um das ganze Fediverse auf das Niveau der kommerziellen Produkte börsennotierter golbaler Gigacorporations zu bringen.Siehe das Debranding: Kompatibilität zwischen Systemen herzustellen ist bei einer losen Spezifikation und unvermeidlichen Bugs eh schon schwer genug; wenn ich darauf verzichte, eine der wenigen Möglichkeiten für andere Beteiligte, eine Software zu identifizieren (und damit Rückschlüsse auf deren Verhalten zu tun) wegschneide - nodeinfo - dann ist das nicht nur ein versehentlicher, sondern ein sehr bewusster Akt, anderen Ärger zu machen.
Das war nie ein Versehen. Das Debranding war volle Absicht. Absolut vorsätzlich. Und sehr gut begründet.
Das Ziel war, Markenfans zu irritieren. Diejenigen, die Fanbois oder Fangurls von Mastodon oder Misskey oder Friendica oder was auch immer waren, nicht, weil sie technologisch von denen überzeugt waren, sondern weil sie einfach Markenfans waren und ganz fest daran glaubten, Mastodon/Misskey/Friendica ist am besten, weil es einfach die geilste Marke ist.
Auch das Entfernen von nodeinfo war Absicht und absolut vorsätzlich. Damit wollte Mike verhindern, daß Leute mit Zahlen von The Federation oder der FediDB oder dem Fediverse Observer ankommen und sagen: "Mastodon/Misskey/Friendica ist ja mal viel geiler als Streams, weil das hat ja viel mehr Server/Nutzer/Posts!" Dieser "Mehr Server/Nutzer/Posts = bessere Software"-Wettstreit ging Mike komplett auf den Sack. Also hat er Gegenmaßnahmen ergriffen.
Dazu kommt noch etwas: Mike weiß, wie gut sein Zeugs ist. Und als jemand, der schon für Geld in der Softwareindustrie gearbeitet hat (als einer der ganz wenigen Fediverse-Entwickler), weiß er auch eine Sache ganz genau: IT-Konzerne greifen sich gern den richtig geilen Scheiß, entweder gegen Geld oder, wenn es quelloffen ist, ohne Bezahlung. Und Mike will nicht, daß seine Software von irgendeinem Konzern übernommen, proprietär und unfrei gemacht und dann als deren komplette Eigenkreation rausgebracht wird.
Auch deshalb kein nodeinfo, damit kein IT-Konzern je erfahren wird, was (streams) für Zahlen hat. Falls (streams) wirklich durchstarten sollte.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Friendica 2011 eine Zeitlang zwei Repositories hatte: Friendika/Friendica selbst, also das ursprüngliche Repository, war das Produktivrepository. Das war das offizielle Repository. Daraus wurden die Nodes betrieben. Aber: Mike hat davon ein Geheimrepository namens Free-Friendika geforkt, hat das unter der MIT-Lizenz belassen, hat es benutzt, um Friendica weiterzuentwickeln, und hat Friendica selbst unter die GNU Affero GPLv3 gestellt.
Ein Konzern hätte Friendica erst relizensieren müssen oder sich an die AGPL halten. Free-Friendika-Code hätte ein Konzern problemlos nach proprietär, unfrei und closed-source relizensieren können. Aber von Free-Friendika hätte kein Konzern je erfahren, das war Mikes Geheimrepository. Und Mike selbst brauchte nichts unter der AGPL zu entwickeln; sein eigener Code blieb immer unter der MIT-Lizenz.
Zitat direkt vom streams-Repository, geschrieben von Mike (https://codeberg.org/streams/streams):
The first thing to be aware of when discussing the streams repository is that it has no brand or brand identity. None. The name is the name of a code repository. Hence "the streams repository". It isn't a product. It's just a collection of code which implements a fediverse server that does some really cool stuff. There is no flagship instance. There is no mascot. In fact all brand information has been removed. You are free to release it under your own brand. Whatever you decide to call your instance of the software is the only brand you'll see. The software is in the public domain to the extent permissable by law. There is no license.
If you look for the streams repository in a list of popular fediverse servers, you won't find it. We're not big on tracking and other spyware. Nobody knows how many instances there are or how many Monthly Active Users there are. These things are probably important to corporations considering takeover targets. They aren't so important to people sharing things with friends and family.Aber anders als bei anderen förderierten Servern hat Mastodon zumindest die /Motivation/, den Anspruch, das irgendwie zu schaffen, anstelle im technischen Rauschen verlorenzugehen.
Das hat bei Mastodon aber andere Gründe.
Der eine: Mastodon hatte 2016 das Glück, Coverage durch die deutsche Presse zu bekommen. Das setzte einen Schneeball in Bewegung, durch den Mastodon so riesengroß wurde, daß alle glauben, Fediverse = Mastodon.
Ernsthaft: Sind die Leute in Scharen zu Mastodon gekommen, weil es am zuverlässigsten ist? Nein. Sind sie gekommen, weil es technologisch am besten ist? Nein.
Warum dann? Weil sie nur Mastodon kannten. Weil sie von den Alternativen nie gehört hatten. Weil ihnen niemand von den Alternativen erzählt hatte. Weil auch diejenigen, die sie nach Mastodon geholt haben, nie von den Alternativen gehört hatten und glaubten, das Fediverse sei nur Mastodon.
Oder weil ihnen "der Einfachheit halber" und "des einfacheren Verständnis halber" das Fediverse außerhalb von Mastodon verschwiegen wurde. Es gibt Leute, die genau dieses Vorgehen mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Der andere, und der basiert auf dem ersten: Hinter Mastodon stehen zwei Unternehmen, die Mastodon gGmbH und die gewinnorientierte US-amerikanische Mastodon, Inc. Mastodon hat das Budget für bezahlte professionelle Vollzeitentwickler. Eugen Rochko ist der einzige, der durch das Fediverse zum Millionär wurde. Kein Witz.
Die Motivation und den Anspruch haben auch andere. Der Unterschied: Mastodon hat die Kohle. Und die Marktmacht. Das ist die Realität.
Hätte Mike eine Zotlabs, Inc. aufgezogen mit einem Milliardenbudget, wäre Facebook heute ziemlich am Arsch, Hubzilla und Zap oder (streams) wären das Maß aller Dinge, ActivityPub wäre eine Randnotiz der Geschichte, Zot das neue HTTP, und über Mastodon würde man sich kaputtlachen. Aber, bitte, wie soll ein Bauer und Hobbyprogrammierer am australischen Arsch der Heide eine milliardenschwäre Zotlabs, Inc. aufziehen?
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