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#alexanderkluge — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #alexanderkluge, aggregated by home.social.

  1. 'Tag der Arbeit' #FotoVorschlag

    Erinnerung an eine großartige Veranstaltung mit Alexander Kluge und Georg Baselitz im Museum Folkwang.

    #TagDerArbeit #AlexanderKluge #GeorgBaselitz #FolkwangMuseum

  2. Eine Lange Nacht über Alexander Kluge – Der Chronist der Gefühle (Programmänderung)

    Der Filmemacher Alexander Kluge war nicht nur einer der produktivsten, sondern auch gelehrtesten und engagiertesten Intellektuellen in Deutschland. Aus Anlass seines Todes am 25. März 2026 erinnern wir an ihn und sein umfangreiches Schaffen. (Erstsendung am 2./3. Januar 2010) – https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1ea7b9408e6a0ac7/

    #AlexanderKluge #DLFKultur #Fernsehen #Film #Hören #Kultur #LangeNacht #Podcast #Portrait #Wissen
  3. Eine Lange Nacht über Alexander Kluge – Der Chronist der Gefühle (Programmänderung)

    Der Filmemacher Alexander Kluge war nicht nur einer der produktivsten, sondern auch gelehrtesten und engagiertesten Intellektuellen in Deutschland. Aus Anlass seines Todes am 25. März 2026 erinnern wir an ihn und sein umfangreiches Schaffen. (Erstsendung am 2./3. Januar 2010) – https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1ea7b9408e6a0ac7/

    #AlexanderKluge #DLFKultur #Fernsehen #Film #Hören #Kultur #LangeNacht #Podcast #Portrait #Wissen
  4. Sowas gab´s mal im deutschen Privatfernsehen: Alexander Kluge im Gespräch mit Heiner Müller, 24 Minuten u.a. über Stoizismus, Honecker, Ovid, seinen bulgarischen LSD-Trip, Platzregen in Berlin und Wind im Grand-Canyon. Hier zum Nachgucken:

    kluge.library.cornell.edu/de/c

    #alexanderkluge #heinermüller #tv

  5. #AlexanderKluge ist tot und ich hab keinen Ort, um meiner Trauer den Raum zu geben, den sie gerade wütend, verzweifelt und widerborstig fordert. So eine Planke des transzedentalen Obdachs, die dahin ist, eine virtuelle Hand die auf meiner politischen Schulter fehlt. Ach, Scheiße...

  6. »Alle Verhältnisse werden im Augenblick ihrer katastrophischen Erschütterung für einen Moment durchsichtig, und zwar daraufhin, dass sie falsch zusammengesetzt sind.«

    nd-aktuell.de/artikel/1198603.

    #rip #alexanderkluge

  7. “Merz, leck Eier!”

    Alexander Kluge ist tot, aber der Kampf geht weiter. Hamburg hat es gut gemacht. Und die oppositionelle Bewegung in den USA macht es noch besser

    Es gibt viele Gründe Alexander Kluge verehrt zu haben. Die meisten werden heute von diversen Medien digital eingemauert. Ganz gebührenfrei möchte ich ein Beispiel nennen, mit dem ich sehr weit am Rande stehend, bzw. im Büro eines Fraktionsvorsitzenden einer NRW-Regierungskoalition sitzend, befasst war. Alexander Kluge trieb die Konzernbosse der TV-Privatsender RTL (Bertelsmann) und Sat1 (Kohlspender Leo Kirch) in den Wahnsinn, weil er am späten Abend ihren “Audience Flow” crashte.

    Alexander Kluge: “Es gibt immer einen Markt für das Besondere!”

    Mit ausgereifter Lobbyistenhilfe seines Rechtsberaters Paul-Leo Giani und ausdauernden Telefongesprächen, davon zwei sehr lange mit mir, weil Roland keine Zeit hatte, erkungelte er sich über die SPD-geführten Landesregierungen vielfaltsfördernde Programmfenster als Bedingung für die Zulassung der volksverdummenden privaten TV-Konzernprogramme. Vor fast genau 30 Jahren war es dieses Interview mit Deutschlands vielleicht bester Schauspielerin der Gegenwart, der hochbegabten Ossi Corinna Harfouch. Ich genoss dieses spannende Gespräch in dem sicheren Bewusstsein, dass Helmut Thoma währenddessen in die Kissen heulte – oder wahlweise jähzornig seine Bürowände rauf und runter raste, dabei NRW-Staatskanzleichef Wolfgang Clement am Telefon als Idioten beschimpfend. Diese Imagination liess mich dieses epochemachende weil vorwegnehmende Gespräch, und nicht nur dieses, gleich doppelt und dreifach geniessen.

    Und ich bin sicher: Kluge wusste, wie das funktioniert 😉 Grossartig! Ewiger Dank!

    Hamburg hat das gut gemacht

    Im Schatten des “kleinen Olaf” ist Hamburg doch noch zu bemerkenswerten politischen Leistungen fähig. Auch dort ist also nicht alles schlecht.

    In den USA tobt die Bewegung – und hier merkt es (wieder) keine*r?

    Haben Sies auch nicht gemerkt? Gestern war es unser Thema im Beueler l’Olivo. Michael Kleff, Pendler zwischen New York City und Beuel, berichtete, was diese kleine Meldung nur andeutet.

    Und hier finden Sie das Original.

    Warum findet das nicht mehr Aufmerksamkeit professioneller deutscher Massenmedien? Sagen Sies mir! Liegt es nur daran? Eine gute Erklärung über das “scheue Reh” Aufmerksamkeit, aber in diesem Fall nicht hinreichend.

    Die Herrschenden und ihre Medien fürchten die Selbstermächtigung gesellschaftlicher Basis. Die mutwillige mediale Verbreitung entsprechender Erfolge würde einen Rattenschwanz von ermutigtem weiterem Widerstand nach sich ziehen. Es könnte Dynamik entstehen. Das muss unbedingt vermieden werden. Und wird begünstigt durch den mangelhaften Bildungsstand und die mannigfachen Abhängigkeiten der Mehrheit professioneller Medienmacher*innen, die sich Politik nur als Parteipolitik vorstellen wollen und können.

    Denn die Partei der Demokraten versagt in den USA exakt so, wie es die demokratischen Parteien und Medien bei uns tun. Das sind die real existierenden “Blasen”. In Bonn wissen wir was davon. Die Älteren. Wie es der alte Kluge wusste.

  8. “Merz, leck Eier!”

    Alexander Kluge ist tot, aber der Kampf geht weiter. Hamburg hat es gut gemacht. Und die oppositionelle Bewegung in den USA macht es noch besser

    Es gibt viele Gründe Alexander Kluge verehrt zu haben. Die meisten werden heute von diversen Medien digital eingemauert. Ganz gebührenfrei möchte ich ein Beispiel nennen, mit denen ich sehr weit am Rande stehend, bzw. im Büro eines Fraktionsvorsitzenden einer NRW-Regierungskoalition sitzend, befasst war. Alexander Kluge trieb die Konzernbosse der TV-Privatsender RTL (Bertelsmann) und Sat1 (Kohlspender Leo Kirch) in den Wahnsinn, weil er am späten Abend ihren “Audience Flow” crashte.

    Alexander Kluge: “Es gibt immer einen Markt für das Besondere!”

    Mit ausgereifter Lobbyistenhilfe seines Rechtsberaters Paul-Leo Giani und ausdauernden Telefongesprächen, davon zwei sehr lange mit mir, weil Roland keine Zeit hatte, erkungelte er sich über die SPD-geführten Landesregierungen vielfaltsfördernde Programmfenster als Bedingung für die Zulassung der volksverdummenden privaten TV-Konzernprogramme. Vor fast genau 30 Jahren war es dieses Interview mit Deutschlands vielleicht bester Schauspielerin der Gegenwart, der hochbegabten Ossi Corinna Harfouch. Ich genoss dieses spannende Gespräch in dem sicheren Bewusstsein, dass Helmut Thoma währenddessen in die Kissen heulte – oder wahlweise jähzornig seine Bürowände rauf und runter raste, dabei NRW-Staatskanzleichef Wolfgang Clement am Telefon als Idioten beschimpfend. Diese Imagination liess mich dieses epochemachende weil vorwegnehmende Gespräch, und nicht nur dieses, gleich doppelt und dreifach geniessen.

    Und ich bin sicher: Kluge wusste, wie das funktioniert 😉 Grossartig! Ewiger Dank!

    Hamburg hat das gut gemacht

    Im Schatten des “kleinen Olaf” ist Hamburg doch noch zu bemerkenswerten politischen Leistungen fähig. Auch dort ist also nicht alles schlecht.

    In den USA tobt die Bewegung – und hier merkt es (wieder) keine*r?

    Haben Sies auch nicht gemerkt? Gestern war es unser Thema im Beueler l’Olivo. Michael Kleff, Pendler zwischen New York City und Beuel, berichtete, was diese kleine Meldung nur andeutet.

    Und hier finden Sie das Original.

    Warum findet das nicht mehr Aufmerksamkeit professioneller deutscher Massenmedien? Sagen Sies mir! Liegt es nur daran? Eine gute Erklärung über das “scheue Reh” Aufmerksamkeit, aber in diesem Fall nicht hinreichend.

    Die Herrschenden und ihre Medien fürchten die Selbstermächtigung gesellschaftlicher Basis. Die mutwillige mediale Verbreitung entsprechender Erfolge würde einen Rattenschwanz von ermutigtem weiterem Widerstand nach sich ziehen. Es könnte Dynamik entstehen. Das muss unbedingt vermieden werden. Und wird begünstigt durch den mangelhaften Bildungsstand und die mannigfachen Abhängigkeiten der Mehrheit professioneller Medienmacher*innen, die sich Politik nur als Parteipolitik vorstellen wollen und können.

    Denn die Partei der Demokraten versagt in den USA exakt so, wie es die demokratischen Parteien und Medien bei uns tun. Das sind die real existierenden “Blasen”. In Bonn wissen wir was davon. Die Älteren. Wie es der alte Kluge wusste.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  9. “Merz, leck Eier!”

    Alexander Kluge ist tot, aber der Kampf geht weiter. Hamburg hat es gut gemacht. Und die oppositionelle Bewegung in den USA macht es noch besser

    Es gibt viele Gründe Alexander Kluge verehrt zu haben. Die meisten werden heute von diversen Medien digital eingemauert. Ganz gebührenfrei möchte ich ein Beispiel nennen, mit denen ich sehr weit am Rande stehend, bzw. im Büro eines Fraktionsvorsitzenden einer NRW-Regierungskoalition sitzend, befasst war. Alexander Kluge trieb die Konzernbosse der TV-Privatsender RTL (Bertelsmann) und Sat1 (Kohlspender Leo Kirch) in den Wahnsinn, weil er am späten Abend ihren “Audience Flow” crashte.

    Alexander Kluge: “Es gibt immer einen Markt für das Besondere!”

    Mit ausgereifter Lobbyistenhilfe seines Rechtsberaters Paul-Leo Giani und ausdauernden Telefongesprächen, davon zwei sehr lange mit mir, weil Roland keine Zeit hatte, erkungelte er sich über die SPD-geführten Landesregierungen vielfaltsfördernde Programmfenster als Bedingung für die Zulassung der volksverdummenden privaten TV-Konzernprogramme. Vor fast genau 30 Jahren war es dieses Interview mit Deutschlands vielleicht bester Schauspielerin der Gegenwart, der hochbegabten Ossi Corinna Harfouch. Ich genoss dieses spannende Gespräch in dem sicheren Bewusstsein, dass Helmut Thoma währenddessen in die Kissen heulte – oder wahlweise jähzornig seine Bürowände rauf und runter raste, dabei NRW-Staatskanzleichef Wolfgang Clement am Telefon als Idioten beschimpfend. Diese Imagination liess mich dieses epochemachende weil vorwegnehmende Gespräch, und nicht nur dieses, gleich doppelt und dreifach geniessen.

    Und ich bin sicher: Kluge wusste, wie das funktioniert 😉 Grossartig! Ewiger Dank!

    Hamburg hat das gut gemacht

    Im Schatten des “kleinen Olaf” ist Hamburg also doch noch zu bemerkenswerten politischen Leistungen fähig. Auch dort ist also nicht alles schlecht.

    In den USA tobt die Bewegung – und hier merkt es (wieder) keine*r?

    Haben Sies auch nicht gemerkt? Gestern war es unser Thema im Beueler l’Olivo. Michael Kleff, Pendler zwischen New York City und Beuel, berichtete, was diese kleine Meldung nur andeutet.

    Und hier finden Sie das Original.

    Warum findet das nicht mehr Aufmerksamkeit professioneller deutscher Massenmedien? Sagen Sies mir! Liegt es nur daran? Eine gute Erklärung über das “scheue Reh” Aufmerksamkeit, aber in diesem Fall nicht hinreichend.

    Die Herrschenden und ihre Medien fürchten die Selbstermächtigung gesellschaftlicher Basis. Die mutwillige mediale Verbreitung entsprechender Erfolge würde einen Rattenschwanz von ermutigtem weiterem Widerstand nach sich ziehen. Es könnte Dynamik entstehen. Das muss unbedingt vermieden werden. Und wird begünstigt durch den mangelhaften Bildungsstand und die mannigfachen Abhängigkeiten der Mehrheit professioneller Medienmacher*innen, die sich Politik nur als Parteipolitik vorstellen wollen und können.

    Denn die Partei der Demokraten versagt in den USA exakt so, wie es die demokratischen Parteien und Medien bei uns tun. Das sind die real existierenden “Blasen”. In Bonn wissen wir was davon. Die Älteren. Wie es der alte Kluge wusste.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  10. “Merz, leck Eier!”

    Alexander Kluge ist tot, aber der Kampf geht weiter. Hamburg hat es gut gemacht. Und die oppositionelle Bewegung in den USA macht es noch besser

    Es gibt viele Gründe Alexander Kluge verehrt zu haben. Die meisten werden heute von diversen Medien digital eingemauert. Ganz gebührenfrei möchte ich ein Beispiel nennen, mit dem ich sehr weit am Rande stehend, bzw. im Büro eines Fraktionsvorsitzenden einer NRW-Regierungskoalition sitzend, befasst war. Alexander Kluge trieb die Konzernbosse der TV-Privatsender RTL (Bertelsmann) und Sat1 (Kohlspender Leo Kirch) in den Wahnsinn, weil er am späten Abend ihren “Audience Flow” crashte.

    Alexander Kluge: “Es gibt immer einen Markt für das Besondere!”

    Mit ausgereifter Lobbyistenhilfe seines Rechtsberaters Paul-Leo Giani und ausdauernden Telefongesprächen, davon zwei sehr lange mit mir, weil Roland keine Zeit hatte, erkungelte er sich über die SPD-geführten Landesregierungen vielfaltsfördernde Programmfenster als Bedingung für die Zulassung der volksverdummenden privaten TV-Konzernprogramme. Vor fast genau 30 Jahren war es dieses Interview mit Deutschlands vielleicht bester Schauspielerin der Gegenwart, der hochbegabten Ossi Corinna Harfouch. Ich genoss dieses spannende Gespräch in dem sicheren Bewusstsein, dass Helmut Thoma währenddessen in die Kissen heulte – oder wahlweise jähzornig seine Bürowände rauf und runter raste, dabei NRW-Staatskanzleichef Wolfgang Clement am Telefon als Idioten beschimpfend. Diese Imagination liess mich dieses epochemachende weil vorwegnehmende Gespräch, und nicht nur dieses, gleich doppelt und dreifach geniessen.

    Und ich bin sicher: Kluge wusste, wie das funktioniert 😉 Grossartig! Ewiger Dank!

    Hamburg hat das gut gemacht

    Im Schatten des “kleinen Olaf” ist Hamburg doch noch zu bemerkenswerten politischen Leistungen fähig. Auch dort ist also nicht alles schlecht.

    In den USA tobt die Bewegung – und hier merkt es (wieder) keine*r?

    Haben Sies auch nicht gemerkt? Gestern war es unser Thema im Beueler l’Olivo. Michael Kleff, Pendler zwischen New York City und Beuel, berichtete, was diese kleine Meldung nur andeutet.

    Und hier finden Sie das Original.

    Warum findet das nicht mehr Aufmerksamkeit professioneller deutscher Massenmedien? Sagen Sies mir! Liegt es nur daran? Eine gute Erklärung über das “scheue Reh” Aufmerksamkeit, aber in diesem Fall nicht hinreichend.

    Die Herrschenden und ihre Medien fürchten die Selbstermächtigung gesellschaftlicher Basis. Die mutwillige mediale Verbreitung entsprechender Erfolge würde einen Rattenschwanz von ermutigtem weiterem Widerstand nach sich ziehen. Es könnte Dynamik entstehen. Das muss unbedingt vermieden werden. Und wird begünstigt durch den mangelhaften Bildungsstand und die mannigfachen Abhängigkeiten der Mehrheit professioneller Medienmacher*innen, die sich Politik nur als Parteipolitik vorstellen wollen und können.

    Denn die Partei der Demokraten versagt in den USA exakt so, wie es die demokratischen Parteien und Medien bei uns tun. Das sind die real existierenden “Blasen”. In Bonn wissen wir was davon. Die Älteren. Wie es der alte Kluge wusste.

  11. “Merz, leck Eier!”

    Alexander Kluge ist tot, aber der Kampf geht weiter. Hamburg hat es gut gemacht. Und die oppositionelle Bewegung in den USA macht es noch besser

    Es gibt viele Gründe Alexander Kluge verehrt zu haben. Die meisten werden heute von diversen Medien digital eingemauert. Ganz gebührenfrei möchte ich ein Beispiel nennen, mit denen ich sehr weit am Rande stehend, bzw. im Büro eines Fraktionsvorsitzenden einer NRW-Regierungskoalition sitzend, befasst war. Alexander Kluge trieb die Konzernbosse der TV-Privatsender RTL (Bertelsmann) und Sat1 (Kohlspender Leo Kirch) in den Wahnsinn, weil er am späten Abend ihren “Audience Flow” crashte.

    Alexander Kluge: “Es gibt immer einen Markt für das Besondere!”

    Mit ausgereifter Lobbyistenhilfe seines Rechtsberaters Paul-Leo Giani und ausdauernden Telefongesprächen, davon zwei sehr lange mit mir, weil Roland keine Zeit hatte, erkungelte er sich über die SPD-geführten Landesregierungen vielfaltsfördernde Programmfenster als Bedingung für die Zulassung der volksverdummenden privaten TV-Konzernprogramme. Vor fast genau 30 Jahren war es dieses Interview mit Deutschlands vielleicht bester Schauspielerin der Gegenwart, der hochbegabten Ossi Corinna Harfouch. Ich genoss dieses spannende Gespräch in dem sicheren Bewusstsein, dass Helmut Thoma währenddessen in die Kissen heulte – oder wahlweise jähzornig seine Bürowände rauf und runter raste, dabei NRW-Staatskanzleichef Wolfgang Clement am Telefon als Idioten beschimpfend. Diese Imagination liess mich dieses epochemachende weil vorwegnehmende Gespräch, und nicht nur dieses, gleich doppelt und dreifach geniessen.

    Und ich bin sicher: Kluge wusste, wie das funktioniert 😉 Grossartig! Ewiger Dank!

    Hamburg hat das gut gemacht

    Im Schatten des “kleinen Olaf” ist Hamburg also doch noch zu bemerkenswerten politischen Leistungen fähig. Auch dort ist also nicht alles schlecht.

    In den USA tobt die Bewegung – und hier merkt es (wieder) keine*r?

    Haben Sies auch nicht gemerkt? Gestern war es unser Thema im Beueler l’Olivo. Michael Kleff, Pendler zwischen New York City und Beuel, berichtete, was diese kleine Meldung nur andeutet.

    Und hier finden Sie das Original.

    Warum findet das nicht mehr Aufmerksamkeit professioneller deutscher Massenmedien? Sagen Sies mir! Liegt es nur daran? Eine gute Erklärung über das “scheue Reh” Aufmerksamkeit, aber in diesem Fall nicht hinreichend.

    Die Herrschenden und ihre Medien fürchten die Selbstermächtigung gesellschaftlicher Basis. Die mutwillige mediale Verbreitung entsprechender Erfolge würde einen Rattenschwanz von ermutigtem weiterem Widerstand nach sich ziehen. Es könnte Dynamik entstehen. Das muss unbedingt vermieden werden. Und wird begünstigt durch den mangelhaften Bildungsstand und die mannigfachen Abhängigkeiten der Mehrheit professioneller Medienmacher*innen, die sich Politik nur als Parteipolitik vorstellen wollen und können.

    Denn die Partei der Demokraten versagt in den USA exakt so, wie es die demokratischen Parteien und Medien bei uns tun. Das sind die real existierenden “Blasen”. In Bonn wissen wir was davon. Die Älteren. Wie es der alte Kluge wusste.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  12. Whenever I heard about yet another new exhibition or publication by Alexander Kluge, the thought would cross my mind that this might be the last one during his lifetime. Now that moment has actually arrived, and I find it so sad that he has passed away. He will always be an inspiration for me, not least because, even in his old age, he remained open to the present, to history, to discourses; approaching everything with a depth of interest that I find unparalleled.

    1/3

    #AlexanderKluge #RIP

  13. Der Erzähler des Optativs

    Gestern ist Alexander Kluge gestorben. 🖤 Hier eine Rezension zur Hörspielfassung seiner „Chronik der Gefühle“ aus dem Jahr 2009.

    Alexander Kluge: Chronik der Gefühle. 14-teilige Hörspielreihe

    Bayern 2, sonntags, 20.10. bis 20.12.2009 jeweils 15.00 bis 15.55 Uhr

    Es beginnt mit einem Text über die Proben zu einer letzten Aufführung von Wagners „Götterdämmerung“ in Wien in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs. Nachdem das Opernhaus ausgebombt worden war, probte das Orchester gruppenweise in verschiedenen Luftschutzkellern. Der Dirigent saß im Weinkeller einer Gastwirtschaft und war mit sämtlichen Kellern durch Feldtelefone und Boten verbunden.
    Filmaufnahmen der Aktion gelangten nach Kriegsende auf die Krim, wo sie bis 1991 blieben.

    Ein Beauftragter des Komponisten Luigi Nono entdeckt dort das Material, lässt es in Ungarn entwickeln und bringt es nach einem Umweg über Paris nach Venedig, wo es im zehnten Jahr nach Nonos Tod aufgeführt werden soll. Den durch Selbstbelichtung des Materials erzeugten Fehlfarben und Umrissen werden durch die Entwicklung Schatten und Echos hinzugefügt. Auf der Tonspur korrespondieren dem authentische Kamerageräusche sowie der Lärm von Artillerie und Bombeneinschlägen.

    18 Minuten dauert diese Geschichte im ersten der 14 Teile der Hörspielfassung von Alexander Kluges rund 2000-seitigem Buch „Chronik der Gefühle“, und sie enthält in nuce fast den gesamten Kosmos des Klugeschen Werkes, das sich zwischen Differenzen und Überblendungen, medialen Verschaltungen und Erzählungen, Überlieferung als Fragmentierung, Dokumentation und Fiktion und nicht zuletzt zwischen Krieg und Kunstproduktion bewegt.

    Regisseur und Bearbeiter Karl Bruckmaier, der, wie er im Booklet zur CD-Box schreibt, „nicht klüger sein will als Kluge – aber auch nicht dümmer“ (die CD-Ausgabe erschien parallel zur Erstausstrahlung im Verlag Antje Kunstmann), hat die 12-teilige Kapitelstruktur der Vorlage aufgenommen, dabei aber dem mit 500 Seiten längsten Kapitel, „Die Unheimlichkeit der Zeit“, allein drei Folgen gewidmet. Eingeleitet werden die einzelnen Teile durch Minutensongs, die das ganze Spektrum der Popmusik abbilden. Gesprochen werden die Texte von einer Riege namhafter Schauspieler, von Peter Fricke bis Hanns Zischler, von Hannelore Hoger bis Ilja Richter. Dazwischen immer wieder Gesprächsfragmente, in denen Kluge nicht der Frager, sondern der Befragte ist.

    Ist man schließlich beim 14. und letzten Teil mit dem Titel „Der lange Marsch des Urvertrauens“ angekommen, hat man nicht nur „das Disparate als Ordnungsprinzip“ begriffen, sondern auch viele vermischte Nachrichten gehört. „Nachricht“ hatte Clausewitz den Vorspruch zu seinem Hauptwerk „Vom Kriege“ betitelt. Kluges immer wieder neu- und umgeschriebene „Schlachtbeschreibung“, die am Beispiel von Stalingrad „den organisatorischen Aufbau eines Unglücks“ beschreibt, hat ebenso Eingang in die „Chronik der Gefühle“ gefunden, wie die Analyse des Luftangriffs auf Kluges Geburtsort Halberstadt. Ein Ereignis, das er als Produktionsverhältnis analysiert. Der industrielle Charakter des Luftkriegs ist unter anderem dadurch charakterisiert, dass es unmöglich geworden ist, zu kapitulieren. Eine heranfliegende Todesfabrik setzt die Investition teurer Munition in jedem Fall möglichst effizient in Zerstörung um. Eine weiße Fahne ist für sie buchstäblich bedeutungslos.

    Aus dem „Antirealismus des Gefühls“, das heißt dem Wunsch, dass es aus einer verletzenden Wirklichkeit heraus Auswege geben möge, speist sich die Fantasie der Dichter. Alexander Kluge ist ein solcher Dichter, ein Erzähler des Optativs, jener grammatischen Form im Griechischen, welche die Wunschform beschreibt und die für ihn genauso real ist wie die Sachlichkeit des realistischen Blicks.

    Jochen Meißner –  Funkkorrespondenz 50/2009

     

    #AlexanderKluge #BR #ChronikDerGefühle #KarlBruckmaier
  14. Filmemacher und Autor Alexander Kluge gestorben

    Er starb gestern mit 94 Jahren in München. Das teilte der Suhrkamp Verlag unter Berufung auf die Familie mit.

    Kluge wurde in den 1960er- und ‚70er-Jahren als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt. Als Autor machte er sich vor allem durch Kurzgeschichten einen Namen und gehörte zum Kreis um die Gruppe 47. Außerdem verfasste er Schriften zu kulturellen, philosophischen und politischen Themen. 1987 gründete Kluge die Produktionsfirma dctp, mit der es ihm gelang, eine Plattform für unabhängige Programme im deutschen Privatfernsehen zu schaffen. – DLF

    3sat – Der Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist gestorben. Wir haben mit dem Literatur- und Medienwissenschaftler Joseph Vogl über ihn gesprochen.

    https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/joseph-vogl-zum-tod-alexander-kluges-100.html?at_medium=Social%20Media&at_campaign=Mastodon&at_specific=3sat

    #3Sat #AlexanderKluge #DLF #Fernsehen #Kulturzeit #News #Wandlung #Wissen
  15. "Am 25. März ist #AlexanderKluge im Alter von 94 Jahren in München gestorben.
    Alexander Kluges „Eigensinn“ und sein komplexes Spiel mit Widersprüchen im „Geflitz seiner Ideen“ forderten heraus, seine Suche nach den „Möglichkeitsräumen“ der Geschichte wird unvergessen bleiben."

    taz.de/Nachruf-auf-Alexander-Kluge/!6166243/

  16. Und wieder ist ein großer und kritischer Geist von uns gegangen.

    Rest in Power 🕯️ :anarchoheart3: #AlexanderKluge.

    Die Macht der Gefühle, 1983 - The Power of Emotion, EN subtitles

    1/2

    youtube.com/watch?v=ToosY-53zB4

  17. Diese merkwürdige, bedächtige Stimme aus dem Off, die diese seltsamen Interviews geführt hat, mitten in der Nacht im Privatfernsehen. Prägend.

    #RIP #AlexanderKluge #dctp #1990s

  18. Helge Schneider – „The Klimperclown“ (2025)

    Alles richtig gemacht! Was soll ich sonst schreiben, über den Geburtstagsfilm, den der SWR dem größten Mülheimer Genie der Gegenwart im Auftrag der ARD hat widmen lassen? Angesichts der Unmöglichkeit der gestellten Aufgabe, haben sie dort glücklicherweise kollektiv entschieden, den Künstler das Werk doch lieber selbst anfertigen zu lassen, bevor die Sendeanstalt sich der Peinlichkeit einer weiteren öffentlich-rechtlichen Hagiographie aussetzt, die dann doch nicht mehr als ein Recycling alter Talkshows und Sketche geworden wäre. (ARD, Wh.)

    Zum Blog: nexxtpress.de/mediathekperlen/
  19. Werner Herzog – Unerhörtheit, Explosivität, Delirium

    Alexander Kluge im Gespräch mit Werner Herzog über die Tätigkeiten und Projekte des „Jahresrings 1994“. Es handelt sich um ein Kulturmagazin der Reihe „News & Stories“, gesendet am 26. September 1994.

    #1994 #alexanderKluge #delirium #explosivitaet #film #newsstories #unerhoertheit #wernerHerzog

  20. Werner Herzog – „Wölfe, Eislandschaften, Einsamkeit“

    Alexander Kluge im Gespräch mit Werner Herzog über dessen Projekte aus dem Jahr 1990. Ein Kulturmagazin der Reihe „News & Stories“, gesendet am 4. März 1991.

    #alexanderKluge #einsamkeit #eislandschaften #film #wolfe #wernerHerzog

  21. Die Idee des verlorenen Gesichts – Über die Physiognomie Hitlers (dctp)

    https://www.youtube.com/watch?v=ESJRYC2IvrM

    Vor 1923 gab es keine Abbildung von Hitler in der Öffentlichkeit. Der SIMPLICISSIMUS veröffentlichte eine Reihe von Karikaturen: physiognomische Fahndungsbilder, die den „unbekannten Hitler“ darstellten. Von 1923 bis zum Kriegsausbruch wurde dann das Bild des Führers Adolf Hitler systematisch und propagandistisch aufgebaut. Wie kommt es zu der propagandistischen Wirkungs seines Gesichts? Was wird in dieses Gesicht hineininterpretiert? Wie sieht Hitler wirklich aus? Priv.-Doz. Dr. habil Claudia Schmölders, die Verfasserin eines führenden Werks über Physiognomik (SPRACHE DES GESICHTS) über das Gesicht Hitlers.

    #AlexanderKluge #DCTPTV #Fernsehen #Gesicht #Gespräch #Maske #Nazis #PhysiognomieHitlers #Physiognomik #PrivDozDrHabilClaudiaSchmölders #verlorenesGesicht

  22. Helge Schneider – „The Klimperclown“ (2025)

    Alles richtig gemacht! Was soll ich sonst schreiben, über den Geburtstagsfilm, den der SWR dem größten Mülheimer Genie der Gegenwart im Auftrag der ARD hat widmen lassen. Angesichts der Unmöglichkeit der gestellten Aufgabe, haben sie dort glücklicherweise kollektiv entschieden, den Künstler das Werk doch lieber selbst anfertigen zu lassen, bevor die Sendeanstalt sich der Peinlichkeit einer weiteren öffentlich-rechtlichen Hagiographie die dann doch nicht mehr als ein Recycling alter Talkshows und Sketche geworden wäre. (ARD, Neu!)

  23. #OnThisDate, April 27*, Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte [Willi Tobler and the Decline of the 6th Fleet] (Alexander Kluge, 1969) is the #FilmDuJour. #AlexanderKluge #AlfredEdel #WestGermany #SciFi #war #satire #TVMovie #1960s ★★★★☆

    *other dates include November 9, January 14, and January 21.

  24. #OnThisDate, April 27*, Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte [Willi Tobler and the Decline of the 6th Fleet] (Alexander Kluge, 1969) is the #FilmDuJour. #AlexanderKluge #AlfredEdel #WestGermany #SciFi #war #satire #TVMovie #1960s ★★★★☆

    *other dates include November 9, January 14, and January 21.

  25. #OnThisDate, April 27*, Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte [Willi Tobler and the Decline of the 6th Fleet] (Alexander Kluge, 1969) is the #FilmDuJour. #AlexanderKluge #AlfredEdel #WestGermany #SciFi #war #satire #TVMovie #1960s ★★★★☆

    *other dates include November 9, January 14, and January 21.

  26. #OnThisDate, April 27*, Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte [Willi Tobler and the Decline of the 6th Fleet] (Alexander Kluge, 1969) is the #FilmDuJour. #AlexanderKluge #AlfredEdel #WestGermany #SciFi #war #satire #TVMovie #1960s ★★★★☆

    *other dates include November 9, January 14, and January 21.