#partizipation — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #partizipation, aggregated by home.social.
-
Erinnerungskultur zum Mitmachen: eine digitale Landkarte zum Gestapoterror in Niedersachsen
Die Verbrechen der Gestapo sichtbar machen und gleichzeitig Bürger:innen aktiv in die Erinnerungskultur einbinden – geht das? Das TIB-Projekt „Gestapo.Terror.Orte“ zeigt, wie digitale Werkzeuge, offene Daten und Citizen Science neue Wege der historischen Aufarbeitung eröffnen.
Was ist „Gestapo.Terror.Orte“?
„Gestapo.Terror.Orte“ ist eine interaktive Landkarte, die Orte des Gestapoterrors in Niedersachsen und darüber hinaus digital zugänglich macht. Das Projekt verbindet Digital History, Digital Mapping und Open Science: Es nutzt frei verfügbare Daten aus Wikidata und Wikimedia Commons, um Wissen über die Verbrechen der Gestapo, ihre Standorte und die Erinnerung daran zu sammeln, zu vernetzen und für alle sichtbar zu machen.
Ziel des Projekts:
- Orte der Gestapo in Niedersachsen (1933–1945) identifizieren und dokumentieren
- Daten für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit frei zugänglich machen
- Bürger:innen aktiv in die Erforschung und Erinnerung einbinden
Wie funktioniert die interaktive Landkarte?
Die interaktive Karte bildet das Herzstück des Projekts. Sie zeigt:
- Dienstsitze und Infrastruktur der Gestapo
- Haftstätten und andere Orte des Terrors
- Geschädigte und Täter:innen
- Fallbeispiele, die die Arbeitsweise der Gestapo verdeutlichen
Die Besonderheit: Die Karte kann kontinuierlich durch Citizen Science – also die Mitarbeit von Bürger:innen – erweitert werden. Jede:r kann Daten ergänzen, neue Orte eintragen oder bestehende Einträge verbessern.
Citizen Science: Geschichte gemeinsam erforschen
„Gestapo.Terror.Orte“ lebt von der Mitarbeit vieler. Im Rahmen des Projekts fanden 16 Werkstätten statt, in denen Interessierte lernten, wie man historische Daten in Wikidata erfasst. Das Ergebnis:
- 252 Orte des Gestapoterrors wurden bisher dokumentiert. Außerdem 56 Datensätze zu Täter:innen, mit denen wir einen Beitrag leisten zur Täter:innenforschung, sowie mehr 1.000 Datensätze von Verfolgten, an die auf diese Weise erinnert wird.
- Für Freiwillige, die auch nach Projektende weitere Daten ergänzen möchten, steht eine Reihe von Materialien online bereit:
- Wikidata-Basics: Einführung in die freie Wissensdatenbank
- Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Wie trage ich neue Daten ein?
- Datenmodelle: Wie werden Orte, Täter:innen, Geschädigte und Ereignisse erfasst?
Die Landkarte ist nicht nur ein Forschungsinstrument, sondern auch ein Bildungsangebot:
- Thematische Stadtführungen: Touren zu Gestapo-Orten wie zum Beispiel in Hannover, Göttingen und Osnabrück zeigen, wie die Karte auch für Stadtführungen genutzt werden kann.
- Schulen und Gedenkstätten: Die Karte eignet sich für Projekte zur historischen Aufarbeitung und politischen Bildung.
- Forschung: Durch Linked Open Data können die gesammelten Daten für weitere Analysen und Projekte genutzt werden.
Warum ist das Projekt wichtig?
„Gestapo.Terror.Orte“ verbindet Wissenschaft, digitale Tools und gesellschaftliches Engagement. Es zeigt, wie Erinnerungskultur heute aussehen kann:
- Partizipativ: Jede:r kann mitmachen und Wissen einbringen.
- Transparenz: Alle Daten sind frei zugänglich und nachnutzbar.
- Nachhaltig: Die Karte wächst mit jeder neuen Information – und bleibt so ein lebendiges Archiv.
Fazit: Das Projekt beweist, dass digitale Erinnerungskultur nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist – um die Verbrechen der Vergangenheit sichtbar zu machen und für die Zukunft zu lernen.
Selbst mitmachen?
Alle Informationen und Materialien findest du auf der Projektwebsite. Dort kannst du direkt loslegen und die Landkarte mit deinen Erkenntnissen ergänzen!
Nach Abschluss der Förderung wird „Gestapo.Terror.Orte“ durch die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten betreut. Dort werden auch weitere Werkstätten zur Einführung in die Arbeit mit der Karte sowie zur Erfassung weiterer Daten angeboten.
Quellen
Groh-Trautmann, Lisa: Wikidata-Plattformen als Tools für neue Formen forschender Erinnerungsarbeit. B.I.T Online 27 (2024) Nr. 2. https://www.b-i-t-online.de/heft/2024-02-fachbeitrag-groh-trautmann.pdf
Blümel, Ina, Fahrenkrog, Gabriele, Heller, Lambert und Groh-Trautmann, Lisa (2026). Digitale Erinnerungskultur: „Gestapo.Terror.Orte“. Ti-Magazin (Technologie-Informationen), „ti“ 3/2025: Transfer in die Praxis. https://doi.org/10.60479/JH9S-7514
Deutschlandfunk Campus & Karriere über Gestapo.Terror.Orte vom 9. Juni 2025: https://on.soundcloud.com/DWOhQXoAdQNrVvj6fd
Gestapo.Terror.Orte auf der Citizen-Science-Plattform mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen: https://www.mitforschen.org/projekt/gestapoterrororte-niedersachsen-1933-1945
#CitizenScience #OpenScience #Projekt #digitaleErinnerungskultur #Partizipation #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab -
#Solidarität #Unterstützung
#weitersagen #teilen> #Petition an die Bundesregierung
Zum Schutz der Menschenrechte in der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (Rojava)Der Zentrale Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland (ZMRK) appelliert eindringlich an die Öffentlichkeit, zivilgesellschaftliche Organisationen und politische Entscheidungsträger*innen, die vorliegende Petition zu unterzeichnen. Ziel ist es, die #Bundesregierung zu einem sofortigen und entschlossenen Handeln gegen die anhaltenden, schwerwiegenden Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES/Rojava) zu bewegen.
Der Zentrale #Menschenrechtsrat der Kurd*innen in #Deutschland äußert tiefste Besorgnis über die aktuelle militärische Eskalation gegen die Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (#DAANES/#Rojava). In den gegenwärtigen Entwicklungen sieht der ZMRK einen eklatanten Bruch des humanitären Völkerrechts sowie eine akute Gefahr für die Existenz ganzer Bevölkerungsgruppen - darunter Kurd*innen, #Ezid*innen, #Alawit*innen, #Drusi*nnen, #Christ*innen und weitere ethnische sowie religiöse Minderheiten.
Die sogenannte syrische Übergangsregierung in #Damaskus wird maßgeblich von Akteuren dominiert, deren politische und ideologische Wurzeln in islamistischen, ehemals al-Qaida-nahen Strukturen wie Hay’at Tahrir al-Sham liegen. Der selbsternannte Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa (al-Jolani) steht für eine islamistische Ideologie, die den Grundprinzipien der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) sowie den zentralen Normen des humanitären Völkerrechts diametral entgegensteht. Eine politische Normalisierung oder internationale Anerkennung dieser Akteure im Sinne einer Rehabilitierung untergräbt den Schutz universeller Menschenrechte nachhaltig.
Die aktuelle militärische Eskalation erfolgt in enger Abstimmung mit der #Türkei, die durch den Einsatz von Kampfflugzeugen, bewaffneten Drohnen und die Unterstützung nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen aktiv in #Syrien eingreift. Es liegen zahlreiche, dokumentierte Hinweise auf schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor, darunter:
• gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur, insbesondere Krankenhäuser und Versorgungseinrichtungen,
• Tötungen, Entführungen und gewaltsame Vertreibungen,
• geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt,
• Angriffe, die sich gezielt gegen ethnische und religiöse Minderheiten richten.Diese Handlungen erfüllen nach Maßgabe des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs den Anfangsverdacht auf Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Besonders alarmierend ist, dass infolge der Angriffe Haftanstalten mit tausenden Angehörigen des sogenannten „Islamischen Staates“ außer Kontrolle geraten sind. Dies stellt eine erhebliche Gefahr für die regionale wie internationale Sicherheit dar und widerspricht den erklärten Zielen der internationalen Anti-IS-Koalition, an der auch Deutschland beteiligt war. Demgegenüber steht die Autonome #Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens als ein seit über einem Jahrzehnt bestehendes, multiethnisches und multireligiöses Selbstverwaltungsmodell, das auf demokratischer #Partizipation, #Gleichberechtigung der Geschlechter und #Minderheitenschutz basiert und eine konföderale Lösung innerhalb Syriens verfolgt. Frauen sind dort auf allen politischen Ebenen gleichberechtigt vertreten, was einen zentralen menschenrechtlichen Fortschritt in der Region darstellt.
Der Zentrale Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland fordert die Bundesregierung nachdrücklich auf:
1. sich unmissverständlich und öffentlich gegen völkerrechtswidrige Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Nord- und Ostsyrien (Rojava) zu positionieren,
2. jede Form politischer oder diplomatischer Aufwertung islamistischer Akteure zu unterlassen,
3. auf internationaler Ebene unabhängige Untersuchungen zu mutmaßlichen Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen zu initiieren,
4. sich aktiv für den Schutz der Autonomen Selbstverwaltung und der dort lebenden Zivilbevölkerung einzusetzen,
5. den uneingeschränkten humanitären Zugang zu allen betroffenen Gebieten sicherzustellen.Als Zentraler Menschenrechtsrat der Kurd*innen in #Deutschland sehen wir es als unsere Verantwortung, auf diese schwerwiegenden Verstöße hinzuweisen und die #Bundesregierung an ihre menschenrechtliche, völkerrechtliche und historische Verpflichtung zu erinnern.
#Menschenrechte sind universell. Ihr Schutz darf niemals geopolitischen Interessen untergeordnet werden.
BegründungZiel ist es, die Bundesregierung zum unverzüglichen Handeln gegen die fortgesetzten, schwerwiegenden Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES/Rojava) zu bewegen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Zentraler Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland, Köln
-
🤓 Kindertagesstätten haben einen Bildungsauftrag. Worauf es dabei ankommt, legt der #Orientierungsplan für #Bildung und #Erziehung in #Kindertageseinrichtungen fest. Die aktuelle Ausgabe des @KM_BW wurde in einem partizipativen Prozess überarbeitet – und #Wissenschaftlerin|nen der #PHHeidelberg haben mitgeschrieben!
🧒 Im Mittelpunkt steht das #Kind: Wie erfährt es die Welt und was braucht es für seine #Entwicklung? Als Querschnittsthemen sind zudem die Themen #Kinderschutz und #Kinderrechte, #Inklusion, #Partizipation und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Plan verankert.
🤝 Bei der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele bringt die PHHD ihre Expertise auch in der Praxis ein und wird eng mit der Stadt #Heidelberg zusammenarbeiten: Bei einem Treffen waren sich #Rektorin Prof.in Dr. Karin Vach und #Bildungsbürgermeisterin Stefanie Jansen, dass es starke Partner braucht, um #Kinder|n die optimalen #Startchancen zu bieten.
🔗 Mehr Informationen unter: https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/stabstellen/presse-und-kommunikation/aktuelles/einzelansicht-zentrale-news/20251217-orientierungsplan-bildung-und-erziehung.html
-
Echte Demokratie kommt von unten. Deshalb sagen wir:
✳️ Keine Volksbefragungen, die von Regierungen inszeniert werden
✳️ Stattdessen: unabhängige, faire Bürgerbeteiligung
#DirekteDemokratie #DemokratieVonUnten #Volksbefragung #Bürgerbeteiligung #Mitbestimmung #Partizipation #Demokratie #Plebiszit #Bürgerentscheid #NOlympia #NOlympiaBerlin #NOlympiaMünche
-
Leitfaden zum Einsatz von Kinderbüchern im Unterricht der Grundschule Dieser Leitfaden bietet pädagogische und didaktische Anregungen für Lehrkräfte zur Implementierung von Kinderrechten...
https://material.rpi-virtuell.de/material/leitfaden-zum-einsatz-von-kinderbuechern-im-unterricht-der-grundschule/
#ReligionStudieren #ReligionEdu #FediLZ #Kita #Grundschule #demokratie #inklusion #kind #kinderrechte #paedagogik #partizipation #schule #soziale-gerechtigkeit -
"Gegen den #Leerstand im Erhaltungsgebiet hier ein Gegenentwurf - für #Partizipation statt #Spekulation!"
In der #Jordanstraße 3 in #Bockenheim haben Aktivist*innen ein weitgehend leerstehendes Haus der Stadt #Frankfurt #besetzt und dort das Café Rabe eröffnet, als offenen, nicht-kommerziellen Raum, wo sich unterschiedliche Gruppen und einzelne Personen treffen können, um an Gesellschaft zu partizipieren.
#CaRaFfm #CaRaFürAlle #ffm2511@KaThorwarth via journal FRANKFURT
https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Politik-10/Wohnungspolitik-Frankfurt-Hausbesetzung-in-Bockenheim-Aktivistinnen-planen-Caf-im-Pielok-41633.html -
Neue Ausschreibung des Interaktiv-Förderprogramms für #Medienpädagogik in #München:
#Vielfalt gemeinsam gestalten - Medienprojekte für #Partizipation & #Demokratiebildung
Antragsfrist: 17.07.2023, innovative Ideen erhalten bis zu 4.000 €!
Alle Infos unter https://www.kooperationsprojekte-muc.de/herbstausschreibung2023/ #InteraktivMuc